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Wenn Hunde mit Leuchtbändern über die Wiener Ringstraße flanieren

Pula hat heute netterweise Astrid und mich zum ersten Wiener Hunde-Nachtspaziergang mitgenommen. Hund hätte sich anmelden müssen, aber da Pula erst eine halbe Stunde vor dem Massenstart bei der Summerstage von der großen Hundezusammenkunft erfahren hatte, riskierten wir die Last-Minute-Teilnahme. Die freundliche Dame am Empfang schrieb uns mit auf die Liste und händigte Pula ihr Leuchthalsband aus, denn das Motto der Veranstaltung lautete “Mehr Sicherheit für Hunde”.

Ausgedacht hat sich den nächtlichen Spaziergang über den Ring wohl das Team der Kronenzeitungs-Tierecke. Futter für die Hunde sowie Drinks und Snacks für Herrlis und Fraulis sponsere Nestlé im Namen der hauseigenen Premium-Hundefuttermarke Beneful. Ich hab mich gefragt, ob die Veranstaltung wohl als Demonstration angemeldet war und wofür oder wogegen Hunde auf die Straße gehen… die Antwort lautet vermutlich: Zum Spaß.

Pula hat dann auch gleich ordentlich zugelangt, denn auswärts schmeckt’s ja bekanntlich immer viel besser. Während sie zuhause schon missmutig dreinschaut, wenn abends eine Dose in den Napf kommt statt Haushundskost und um Trockenfutter einen ausgedehnt großen Bogen machen würde – egal ob Beneful, Real Nature, Select Gold oder was auch immer – benimmt sie sich am Party-Buffet wie der sprichwörtliche Niki Lauda.

Trotz zahlreich versammelter Hundemeute hielt sich das Gebell bei Maggie Entenfellners Ansprache in engen Grenzen. Leider bin ich einmal mehr um die Gelegenheit für einen Selfie mit Pamela Andersons Peta-Testimonial-Kollegin bei der “Lieber-nackt-als-Pelz” Kampagne umgefallen: Sie hatte im Anschluss an die Rede schon ja gesagt, im nächsten Moment jedoch feststellen müssen, dass ein diebischer Tierfeind, just während sie die versammelten zwei- und vierbeinigen Dogwalker begrüßte, ihre Gucci-Tasche entwendet hatte.

Dog Nightwalk Vienna 2015

Weitere Fellnasen Portraits von heute Abend gibt’s auf meinem Fotoblog RitchiePettauer.net.

Ich wünsche der Krone Tierecke-Chefin alles Gute und dass sie ihre Tasche wiederfinden möchte und ziehe – wie der vagabundierende Roland Girtler zu schreiben pflegt – weiter.

Backstage-Footage: Pula hat die Party bei der Summerstage jedenfalls ganz hervorragend gefallen – und sie war so aufgeregt, dass bei der anschließenden Afterparty dann definitiv nicht mehr viel ging:

 

Astrids Kolumne: Trauer am Handygrab

Gestern hat es Klick gemacht. Den aufgeschobenen Brief an die Sozialversicherung der Gewerblichen endlich missmutig eingeklopft, Strg und P gedrückt und rein ins Gatten-Büro, um den Ausdruck in Empfang zu nehmen. Von wegen. Der nagelneue Drucker meldete etwas von einer abgelaufenen Firmensoftware. Ansonsten waren Tasten und Touch-Display zu keinerlei Mitarbeit mehr zu bewegen. Der Drucker war… abgestürzt! Das schallende Gelächter von Ritchie klang gleichzeitig nach Verzweiflungsschrei. Warum? Das Ganze hat eine jahre-, nein jahrzehntelange Vorgeschichte bei mir. Wie ein Vorhang fiel es mir plötzlich von den Augen. Es stimmt, es stimmt was nicht mit mir. Und zwar gewaltig.

Dieses Aha-Erlebnis hat mich schockiert. Welches technische Gerät hat jemals bei mir gehalten? Bei elektronischer Anwender-Hardware: Keines. Kein Scherz. Im Haushalt: einige, aber jeweils mit allen Kinderkrankheiten und Behandlungen ergo Reparaturen, die man sich nur vorstellen kann. Ich bin somit das Gegenteil einer typischen Wollmilchsau für jede Haushaltsversicherung.

Um den tiefen Klick-Schock der Astrid P. zu verdeutlichen, fangen wir mit den elektronischen Gebrauchsgegenständen an: Da wäre das Handy-Dilemma. Ich habe in den letzten zwei Jahren ernsthaft 13 – kein Scherz – dreizehn Handys verschlissen. In einem Zeitraum von zwei Wochen von bis zu maximal vier Monaten wird jedes neue Handy aus mysteriösen Gründen kaputt bei mir. Ich habe sie jetzt erstmalig gezählt. Alle liegen in einer Schachtel, ich konnte keines wegwerfen, die Schachtel ist mein persönlicher Handyfriedhof. Ein Therapeut hätte sicher eine Freude mit mir, aber den Luxus kann ich mir nicht leisten, in Anbetracht der Knebelverträge der Telekom-Anbieter.

Astrids kaputte Handies

Gespenstischer als der Friedhof der toten Kuscheltiere.

Dann wären da noch die unzähligen PCs und Laptops, ich kann mich an die Zahl nicht erinnern, die ich in den letzten 20 Jahren noch vor Ablauf der Garantie ruiniert habe. Leider fast immer mit Selbstverschulden. Ich war eine der ersten, die diesen türkisen schicken Mac gekauft hatte, der aussah wie ein Handtäschchen. Es ist nicht so, dass ich nicht verliebt bin in schicke Hardware, aber trotzdem fiel mein Täschchen in den Schneehaufen.

One-Night Stand mit Hardware.

One-Night Stand mit Hardware.

Der süße kleine pinke Laptop, der in jedes Handtäschchen passte, verlor im Laufe der vielen Ausgänge in diversen Taschen, auf mir unerklärliche Weise, zwei Buchstaben-Tasten, die auch unter keinem Taschenloch zu finden waren. Und so weiter und sofort.

Bitte ich möchte mich jetzt nicht als Vollidiot hinstellen, auch wenn das so wirkt. Ich bin eigentlich sehr Technik-affin. Bilde mich jederzeit mit neuer Software weiter, kann eine halbwegs nette Seite auf WordPress basteln und bin Programmen wie Photoshop, InDesign etc. auch frau’s genug. Habe schon vor vielen Jahren als einzige Frau im Kurs programmieren gelernt. Ich liebe neue Medien. Bin also der Technik gegenüber durchaus aufgeschlossen, aber die Hardware meint es schlecht mit mir.

Wenn ich den Fernseher einschalte, fällt die Chello-Digitalfernseh-Box aus. Immer nur bei mir. Beim Putzen habe ich irgendwas gedrückt und die komplette Festplatte von meinem Mann und damit sein Leben gelöscht. Ca. 200.000 Lieder des Musikfreaks und Ex-DJs waren nicht wiederherstellbar. Las Vegas ist damit fast gestorben, man stelle sich die Beziehungskrise nur ansatzweise vor. Viele andere Kleinigkeiten – im Vergleich dazu (verbogene oder abgeknickte Stecker von Akkus, Mäuse, die nicht mehr reagieren und und und) können das ganze nicht toppen und bleiben daher unerwähnt.

Damn. Vielleicht hatte der Professor damals recht, als ich ihn wieder mal bat, seinen Freund bei Apple zu fragen, ob er da was machen kann. Er hat mir erklärt, dass ich eine schlechte Energie auf alle Geräte ausübe. Ich brauche mich Ihnen nur nähern und sie geraten aus dem Magnetfeld-Fluss. Er empfahl mir Rosenquarz neben alles zu platzieren. Das half leider auch nicht.

Bitte liebe potentielle Arbeit- und Auftraggeber, keine Angst. Das passiert mir immer nur mit meinen persönlichen Gegenständen, noch nie im Job. Umso mehr ich sie liebe und mich zu Beginn über sie freue, umso schneller werden sie kaputt. Ah, Erleuchtung: Vielleicht ist es eine Hassliebe, vielleicht habe ich eine Bindungsphobie gegenüber persönlichen Geräten. Vielleicht liebe ich sie so sehr, dass ich aus Angst, sie würden im Elektronik-Friedhof bei mir landen, sie besser gleich selber mit meiner Energie zerstöre, bevor SIE mich verlassen können. Wie in Beziehungen bei vielen der Fall (für Betroffene und Partner von Betroffenen sei dazu übrigens das Buch “Jein!” von S. Stahl zu empfehlen.)

Ich habe nun recherchiert, ob es darüber auch was gibt. Auf esoterikforum.at etwa gibt es unzählige Beträge dazu:

Im Esoterikforum hat man für jedes Hardware-Problem eine Erklärung.

Nachdem mir das etwas zu eso war, was ich aus meinen Recherchen herausfinden konnte, bin ich abermals in mich gegangen. Was passierte in all den Jahren, in denen was kaputt ging. Ich bin ja schließlich nicht mit besonderem Reichtum bestattet, alles sofort neu kaufen ging jeweils nicht.

Die Dame und ihre Hardware

Trotz aller guten Vorsätze: Der Klick-Schock folgt garantiert.

Dann die Erkenntnis: Mein jeweiliger Partner sprang ein. Entweder er hatte ein entsperrtes Handy oder einen alten Laptop oder einen Ersatz-Akku. Egal was, immer hat mir ein Mann sofort aus der Patsche geholfen. Und mir wurde auch klar, dass jeder meiner Partner ein absoluter Technik-Geek war, bis auf einen, wegen dem ich das oben erwähnte Buch las und deshalb lieber eine Freundschaft pflegte, in der man gemeinsam über “die deppaten Computer” schimpfen konnte. Nicht alle Männer sind also Hardware-Geeks – wie dieses Video beweist.

Ich werde weiterhin darüber nachdenken, was das bedeutet und über mich selbst aussagt. Aber zwei Möglichkeiten fallen mir schon jetzt dazu ein: Entweder ich bin gerne das kleine Mädchen, dass sich vom Mann helfen lassen will, zumindest in einem Bereich. Oder aber, die Männer sind schuld, dass ich einen Minderwertigkeitskomplex gegenüber Hardware habe und deshalb solche Dinge alias “selbsterfüllende Prophezeiung” passieren.

3. Blogger-Kommentiertag – Aus dem Log-Buch eines Wutbloggers

Einstiegsfrage bei der Millionenshow: Ritchie liest ein veganes Kochblog. Was ist heute für ein Tag?

Richtig! Der 3. Blogger-Kommentiertag Österreich – eine überaus hervorragende Idee von Jürgen Koller, der erstens selbst bloggt und zweitens Österreichs Top Blogs Liste betreibt.

Und worum geht’s? In den Worten des Erfinders:

Durchstöbern und KOMMENTIEREN wir einen Tag lang die vielen tollen heimischen Blogs und bringen wieder etwas Schwung hinein. Neue Blogs für sich entdecken & andere inspirieren, am 22. Februar 2015.

Die Erstausgabe hab ich leider versäumt, 2014 war ich erstmals mit großer Begeisterung dabei und habe einige meiner Lieblings Weblogs vorgestellt. In diesem Jahr halte ich’s mit dem Protokoll ein wenig anders: Angesichts der beängstigend niedrigen Interessentenzahl habe ich in diesem Jahr auf allen 31 teilnehmenden Blogs (eigentlich 32, aber mein eigenes zählt in dem Fall natürlich nicht) meinen Senf hinterlassen.

Blogger Kommentiertag Österreich

Man möchte ja auch mal aus der eigenen Blog-Blase ausbrechen – der Kommentiertag ist eine gute Gelegenheit, den eigenen Blick auf die Blogosphäre zu erweitern.

Weil ich solche Aktionen einfach verdammt gut und verdammt wichtig finde. Aber dazu mehr im nachfolgenden Rant. Erstmal zum gewählten Format: 2015 habe ich mich dazu entschlossen, eine kommentierte Liste aller besuchten und be-kommentierten Blogbeiträge zu veröffentlichen. Das hat durchaus was Nostalgisches: Denn die ersten Weblogs – und daher stammt ja auch der Name – waren Tagebüchern im engeren oder weiteren Sinn, sondern “Logbücher” der besuchten Webseiten, also quasi eine Art kurz und prägnant kommentierte Browser-History. Dieses “Urformat” möchte ich zu Ehren des 3. Blogger-Kommentiertages Österreich aus den Kellerabteilen der Geschichte hervorkramen.

Aber es gibt noch mehr Gründe, nostalgisch zu sein. Und das war jetzt die Überleitung zu meinem angedrohten Rant.

Da werde ich zum Wutblogger: Warum zum Geier machen nur so wenige von euch mit?

Was zur Hölle ist bloß los mit der österreichischen Bloggerszene? Ist euch eigentlich klar, wie sehr wir alle davon profitieren – man könnte auch ohne allzu große Übertreibung sagen: abhängig sind davon, dass wir uns alle gegenseitig unterstützen? Im Facebook-Event-Thread der teilnehmenden Blogs habe ich viele neue Namen entdeckt, die motiviert waren, einen Teil ihres Sonntags fürs Kommentieren zu “opfern”, aber ich habe – mit wenigen Ausnahmen – fast alle alten Hasen vermisst.
Wutblogger-Beschwerde: Macht mit!

32 teilnehmende Blogger? Da hat die Alpenrepublik doch weit mehr zu bieten!

Aber ist die Teilnahme an derlei Umtrieben denn wirklich ein solches Opfer? Ganz im Gegenteil.

Glaubt ihr im Ernst, ihr hättet es nicht notwendig? Dann täuscht ihr euch ganz gewaltig. Ich bin seit langem unter den Top 10 der österreichischen Blogs, datenschmutz ist zumindest innerhalb der Webszene zu einem weitläufig bekannten Blog-Brand geworden. Wisst ihr, warum? Ihr solltet es wissen, denn dass mein Blog heute so populär ist, liegt vor allem an euch. An dem, was wir gestern gemeinsam auf die Beine gestellt haben. Dabei war’s vor ein paar Jahren doch noch so viel einfacher, mit gut gepflegten WordPress-Installationen im Handumdrehen organischen Google-Traffic abzustauben.

Mittlerweile, das wird euch sicherlich nicht entgangen sein, wird es zunehmend schwieriger, mit “kleinen” Seiten in die Top 10 der Suchergebnisse zu kommen. Und auch auf Social Media Plattformen sind die Einsätze, um wahrgenommen zu werden, inzwischen ganz gewaltig gestiegen. Wir haben es also schwer genug, uns gegen die “Großen” zu behaupten – doch es gibt eine verdammt gute Nachricht: die beste und stärkste Community waren und sind nach wie vor wir selbst.

Wir expertenhaften egomanischen kommunikativen online-affinen reisenden kochenden oder whatever tuenden Bloggerinnen und Blogger.

Könnt ihr mir also erklären, warum Jürgens Topblogs Liste 626 Einträge umfasst, warum die Facebook-Gruppe Österreichs Blogger 2.126 Mitglieder hat und trotzdem nur lächerliche 32 Blogs beim Kommentiertag mitmachen???

Es geht dabei nicht um SEO, Kommentar-Links sind Google längst weitgehend gleichgültig, selbst ohne nofollow. Ganz und gar nicht.

Letztendlich läuft’s einfach drauf hinaus, dass wir Bloggeranten uns vernetzen *müssen*, wo wir nur können, wenn wir (weiterhin) wahrgenommen werden wollen. Solltet ihr euer Blog nur “für euch selbst” updaten, dann vergesst meine zornigen Argumente. Aber wenn ihr für Leser schreibt, dann habt ihr’s heute echt versemmelt. Ihr bösen Kommentiertag-Schwänzer. Schämt euch. Yo John Croncite, I got a news update for you: Blogger lesen gerne andere Blogs.

Facebook und Twitter saugen uns sowieso schon genug Diskussion ab, oder?

Mein grundlegend freundliches Naturell zwingt mich unweigerlich zu einem versöhnlichen Abschluss: Ich gehe davon aus, liebe Co-Bloggerinnen und Blogger, die ihr den Kommentiertag 2015 eiskalt geschwänzt habt, dass ihr einfach nix von diesem wichtigen Blog-Feiertag mitbekommen habt. Denn ich weigere mich anzunehmen, dass ihr so ungefähr gedacht habt: “Am 22. Februar ist Blogger-Kommentiertag Österreich. Da dreh ich mein Internet lieber nicht auf. Every blogger for himself!”

Vielleicht können wir Jürgen ja zu einer Neuauflage in einigen Monaten überreden und müssen nicht bis 2016 warten (3. August, so wie im Vorjahr? Und *ladet eure Blog-Kollegenschaft ja rechtzeitig und unbedingt nachdrücklich ein!) Ich verspreche euch: ich werde wieder kommentieren, was das Zeug hält. Und bitte, bitte bitte: Tut uns allen einen Gefallen und macht dann auch mit.

Das gilt natürlich nicht nur für den Blogger-Kommentiertag, sondern immer dann, wenn’s drum geht, dass wir uns vernetzen und gegenseitig unterstützen. In diesem Land bloggen wirklich viele unglaublich interessante Leute. Wollt ihr die echt nicht kennen lernen?

Wahrlich, ich aber sage euch: Ein Blog ist ein Blog ist kein Blog ohne andere Blogs. Bloggedi blog blog.

Rant over.

3. Blogger-Kommentiertag Österreich: Mein “Logbuch”

  • Sammlungen auflösen macht mehr Spaß als Sammlungen anlegen :-) Die Ausnahme “Lego Technik” bestätigt meine Regel. | Beitrag lesen
  • Einmal die Restaurantwoche nicht verpassen! Dieser Traum wird 2015 danke Surfingthekitchen wahr. | Beitrag lesen
  • “Abgrundtief” ist ohnehin ein viel zu unterschätztes Wort. | Beitrag lesen
  • Bei Robert musste ich beim Beitrag zum Kommentiertag kommentieren. Man ist ja gerne mal ein bisschen meta! | Beitrag lesen
  • Ha! Alltagsklassiker der Autowelt, großartig! Kannte ich noch nicht, musste sofort nach “Fiat” suchen – mein Opa war Fiat-Mechaniker und fuhr immer einen Italiener. Und sogar den 127er hab ich gefunden, bei dem bin ich seinerzeit noch mitgefahren. Ein wildes Auto! | Beitrag lesen
  • Blogger Relations: Was du willst, dass man dir tu… das füg auch and’ren Bloggern zu. Dennoch: 200 steady unique daily Visitors sind entweder gar nix oder sauviel – je nach Nische. | Beitrag lesen
  • Bones, die Knochenjägerin, ist ja gar keine Horrorserie! | Beitrag lesen
  • Oh ja, bei Zoe musste ich nicht suchen: gleich der aktuellste Bericht spricht mich sehr an. Dunkle Schokolade und Fleur de Sel… eine winning Combination. Nur der Mascherl-Mauszeiger freakt mich ein wenig :-) Dafür bester Antispam-Check aller Zeiten! | Beitrag lesen
  • Burgenlandbericht, der meine persönlichen Erfahrungen spiegelt. Nicht, dass ich Extremtouren dort unternommen hätte (höchstens Weingartenspaziergänge), aber es hat überdurchschnittlich häufig geregnet. | Beitrag lesen
  • Wo zwei oder drei… lobenswerte Vernetzungsaktivitäten in der Kremser Blogosphäre, 2 thumbs up! | Beitrag lesen
  • Eine Nacht im Iglu will ich auch schon lang mal verbringen. Sieht gemütlich aus! Und ich lass ja sowieso auch im Winter gern das Schlafzimmerfenster offen, wenn ich allein nächtige. | Beitrag lesen
  • Mit einem Kommentar am Medtermine Blog wär ich fast überfordert gewesen – zum Glück stach mir aber dieser Beitrag ins Auge. Schau schau – moderne Doktoren twitterchatten. Wer hätte das gedacht? | Beitrag lesen
  • Und nochmal Krems – sehr fein geschriebener Beitrag (und das sagt ein langjähriger Ex-Musikjournalist) über die New Yorker Klangkünstlerin Maria Chavez, die einen Monat als Artist in Residence in der Eyblfabrik zu Gast war. | Beitrag lesen
  • Am Lienzer Modellflugplatz hab ich schon als kleines Kind viele Stunden als Zuschauer verbracht. Selber geflogen bin ich nie, aber das kann ja noch werden – dank dieses sehr verständlich geschriebenen Beitrags weiß ich jetzt jedenfalls, wie die Steuerung grundsätzlich funktioniert. | Beitrag lesen
  • Ein untypischer Reiseblogger-Beitrag, der nachdenklich macht – wie unterwegs mit schlechten Neuigkeiten umgehen? | Beitrag lesen
  • Ich mag Tutorials und How-To Berichte und ich stehe auf diese ganzen World-Traveller Accessoires. Nicht, dass ich sie monatelang unterwegs wäre – aber dieser Bericht hat auch für den Gelegenheitsreisenden einige gute Tipps parat. | Beitrag lesen
  • Hochprofessionell gestaltete Seite, sprach mich gleich auf den ersten Eindruck an. Und dann noch ein Beitrag über die beste Pizza der Welt! Der Pizza-Index wird diese ultimative Frage auch nicht letztgültig klären, aber er bringt den Erleuchtungen Suchenden vielleicht ein Stück näher an die perfekte Teigflade. | Beitrag lesen
  • Nepal. Schon der Name klingt nach Reiseabenteuer. Fantastischer und sehr ausführlicher Reisebericht mit tollen Fotos. | Beitrag lesen
  • Kunst und Kulturblogs in Österreich – eine tolle alphabetische Liste, die ich erst in den nächsten Wochen mal “abarbeiten” muss. Das nennt man dann wohl #Kulturstress! | Beitrag lesen
  • Der Küchenmeister trinkt scheinbar gern Sherry. Eine Leidenschaft, die wir teilen. Deshalb hab ich mich über die Links zu der legendären Sherry-Serie aus dem Standard sehr gefreut. Und den Mundschenk gleich abonniert, für moderne Küchentechniken interessiere ich mich nämlich ebenfalls. | Beitrag lesen
  • Auch interessant mal zu lesen, was ein Paris Fan an Paris gut findet. (Ich liebe London.) | Beitrag lesen
  • Architektur erzählt keine Geschichten. Architekturblogger erzählen Geschichten, so wie diese hier von der Wiener Minoritenkirche. | Beitrag lesen
  • Sabrina verwendet Ghost und schreibt über ihre Erfahrungen mit der WordPress-Alternative. Das interessiert mich natürlich brennend – obwohl ich selbstredend niemals wechseln würde. Zumindest nicht freiwillig. | Beitrag lesen
  • Nach dem Paris-Reisebericht gleich ein ganzes London-Blog: Yes Sir, I second that emotion! Eine große Herausforderung: Wie klappt das Linksfahren? Mit diesen Tipps steigt die Chance auf Crash-freie Teilnahme am britischen Personenverkehr jedenfalls. | Beitrag lesen
  • Kommentiert hab ich bei den Faschingskrapfen, aber dann bin ich noch auf die Hunderezepte (Leckerlis für selbige, nicht Zubereitung derselben) gestoßen. Pula sagt Yummy! | Beitrag lesen
  • Einstiegsfrage bei der Millionenshow: Ritchie liest ein veganes Kochblog. Was ist heute für ein Tag? Blogger Kommentiertag! Aber ich hab dann tatsächlich ein Rezept ohne jegliche Sojaprodukte gefunden, das sehr lecker klingt. Den Persischen Kräutertopf werde ich demnächst ausprobieren. Da machen sich ein paar Lammfleischstücke sicherlich hervorragend drin! | Beitrag lesen
  • Kunst und Recht, da gibt es viel zu erzählen. Wussten Sie, dass Egon Schiele 21 Tage in Untersuchungshaft gesessen ist? | Beitrag lesen
  • Henriette schimpft über Layer Pop-Ups. Ja, ich hab da auch eine Meinung zu ;-) | Beitrag lesen
  • Christine schreibt über den Jahreswechsel in Istanbul – scheint ein gemütliches Sylvester gewesen sein, denn die Moslems feiern am 31.12. ja nicht. | Beitrag lesen
  • Die ersten drei Eindrücke: Katze, laktosefreie Milch, Sonnenbrillen-Mode. Echt. Nicht. Meine. Welt. Aber: Die Katzenfotos sind toll gelungen, vor allem die Makros. | Beitrag lesen

Facebook im Fasching – Fasching auf Facebook, lei, lei, lei

Da waren jetzt wieder die beiden: Valentinstag und Fasching. Unüberlesbar und unübersehbar vor allem auf Facebook. Obwohl sie auf den ersten Blick nicht viel gemein haben, sind sie irgendwie doch Zwillinge, vielleicht sogar Eineiige.

Als wir Kinder waren, haben wir uns gerne als das verkleidet, was wir nicht sein durften oder später einmal sein wollten. Innerste Wünsche und Bedürfnisse kamen zum Vorschein. Als wir Kinder waren, haben wir aber noch keine Valentinstags-Goodies verschenkt und auch das Bedürfnis nach einem Geschenk noch nicht verspürt. Also doch Zweieiige Zwillinge. Mal sehen, man rechne einfach 15 bis 80 Jahre dazu.

Als Bescherer und Narren, wenn erwachsen, sollten bzw. müssen wir uns mit beidem beschäftigen. Entweder wir entziehen uns dem Rum-da-da komplett oder wir spielen mit. Und wenn wir mitspielen, dann müssen wir auch damit rechnen, dass wir damit durchschaubarer werden. Warum: Na wegen Facebook eben!

Niemand tut sich eine aufwendige Faschingsbemalung oder gar ein aufwendig genähtes Faschingskostüm an, ohne zumindest einen Selfie zu posten. Was ist die Mühe wert, wenn es nicht andere liken können?

Valentinstag und Fasching auf Facebook

Vier Freunde am Weg zur Faschingsparty oder ein echtes Polizei-Quartett?

Kein Pärchen “in amore” will nicht beweisen, wie groß die Liebe ist, ohne die Pracht an Rosen zu posten, die man vielleicht sogar mit Karte ins Büro geliefert hat bekommen oder liefern hat lassen. Im Büro können es nämlich auch noch die neidischen Kollegen sehen, noch besser. Aber nichts gegen Reichweiten auf Facebook.

Wenn man schon mitspielt an Fasching und Valentinstag und das dann auch noch öffentlich macht, muss man sich dessen bewusst sein, seine Persönlichkeit zu offenbaren. Stärker als beim Haustier- und Schnitzerl-Posting. Sowohl ein Geschenk, als auch ein Kostüm sagen viel über die eigene Persönlichkeit aus. Beim Valentinsgeschenk verhält es sich nicht nur für den Bescherer, sondern auch für den / eher gängig die Beschenkte wie ein Spiegelbild. Was ich kriege, das bin ich eigentlich auch. Zumindest in meiner Beziehung.

Obligatorische Blumen im Standard-Repertoire

Die obligatorischen Blumen sind nett, aber Standartrepertoire. Nicht besonders kreativ. Mann geht knapp vor Geschäftsschluss in die Blumenhandlung und kauft halt “den Strauß”. Sprich: Beziehung ist vielleicht harmonisch und okay, aber vielleicht eben nur okay oder vielleicht aber auch zur Gewohnheit geworden. Die Blumen lassen keine genaueren Rückschlüsse auf Persönlichkeiten ziehen. Es sei denn: Mann pflückt einen Strauß an Wiesenblumen selbst oder klaut einen netten Strauch aus dem Wald, setzt ihn ein und kauft einen coolen Übertopf dazu. Was würde das über ihn oder die Beziehung wohl auf Facebook verraten?

Nun gut, ich habe 1.300 Freunde auf Facebook und aus meiner teilnehmenden Beobachtung an beiden Festen hat sich herausgestellt, dass ein großer Teil der Herren ihren Damen Kinokarten für “Fifty shades of grey” geschenkt hat. Auch daraus lässt sich etwas ablesen, aber das sei jedem seiner Phantasie jetzt frei gelassen. Dazu fällt mir jetzt die Assoziation “Ausbruch aus dem biederen Ich” ein, womit ich schon beim Fasching bin. Hier gibt es ja einige Studien und Artikel, die sich mit Faschingsoutfit und Persönlichkeit beschäftigen:

Fasching: Krankenschwesternkostüm“In diesem Jahr machen viele Frauen Urlaub vom “biederen Ich” – das zumindest zeigen die bisherigen Verkaufszahlen von sexy Kostümen, wie der Deutsche Verband der Spielwaren Industrie (DVSI) mitteilte.

Die Röcke werden kürzer, das Dekolleté tiefer, und selbst Nonnen tragen jetzt Strapse. Der Verband teilt mit: “Immer mehr Kostüme erfreuen sich großer Beliebtheit, die noch vor einigen Jahren eher nicht als für öffentliche Karnevalsfeiern geeignet erschienen wären. Sehr gefragt sind leicht pikante Verkleidungen wie das Bunny-Kostüm, die freche Krankenschwester oder die neckische Stewardess.”

Wenn Ritter Piraten verarzten

Bei den Herren ist anscheinend immer noch der Pirat sehr gefragt, zumindest laut meinen nicht repräsentativen Facebook-Beobachtungen. Aber auch der Ritter und der Arzt sind Klassiker, die ich heuer dank Facebook begutachten durfte. Wenn Herren damit schon archaische und beschützerische Männlichkeit ausstrahlen wollen, dann wären mir ja NYDP, NAVI oder FDNY-Anzüge lieber gewesen zum Liebäugeln. Und dann noch aus aktuellem Anlass: Die Herren mit den Masken und Handschellen waren natürlich auch dabei. Ist mir persönlich leider auch nicht ganz geheuer. Denn wenn ein Männlein sowas zu Fasching tragen muss, frage ich mich, wie der Kerl im Alltag ein Kastl zusammen bauen kann.

Piraten im Fasching

In der postmodernen Faschingsära schwer zu sagen: Ist dieser Mann als Pirat, Arzt oder Ritter verkleidet?

Die Realität ist eben nicht Valentine und Fasching auf Facebook, aber zumindest kann man sehr viel daraus über Personen ablesen. Geheime, unterdrückte Wünsche vielleicht, Beziehungsmuster und sicher auch systemische Prägungen. Es gibt ja genug Literatur dazu.

Was meine Realität an den beiden “Feiertagen” betraf? Ich würde sagen, as usual. Verkleidet habe ich mich zu Fasching gar nicht. Und am Valentinstag war mein Gatte auswärts, um hübsche Studentinnen zu unterrichten. Aber: Meine Freundin hat mich verärgert angerufen, weil ihr Schatzi ihr ein – wortwörtlich – “grausliches Parfum” gekauft hätte und sie nach zwölf Jahren besser kennen müsste. Sie beschimpfte ihn. So ein Widerling aber auch.

Da lobe ich mir ein Valentinsgeschenk von meinem Verflossenen anno dazumal. Er ließ mir ein T-Shirt machen, mit der Aufschrift: “I love you everyday, not only on Valentines day.” Geschenkt hat er es mir einen Tag danach, vorher nichts. Ich hätte es, wenn es damals schon Facebook gegeben hätte, mit Sicherheit gepostet.

Die Blumen, die ich zeitverspätet durch seinen Job in der Nacht bekam habe ich am nächsten Tag demonstrativ vor ihm in den Mülleimer geworfen, weil wir uns gezankt haben. Natürlich hat es mir bald darauf leidgetan. Und ich bin mir sicher, auch meine Freundin wird das “grausliche Parfum” benützen. Also: Alles ist gut. Life as usual. Und wenn mal gerade nicht, dann gibt es Facebook. Da sehe ich zumindest an diesen beiden Tagen die heile Welt.

PS: Nach Ansicht der Psychologie korreliert die Hässlichkeit der Verkleidung mit der Eigenwahrnehmung. Sprich: Je hässlicher das Kostüm, desto größer das Selbstbewusstsein!

6 1/2 LinkedIn Tipps für erfolgreicheres Business-Networking

70 Millionen neue Mitglieder allein im vergangen Jahr: Kaum eine andere Social Media Plattform wächst so rasant wie LinkedIn. Mit aktuell 347 Millionen Mitgliedern in mehr als 200 Ländern wird das Business Social Network immer unverzichtbarer – quer durch alle Branchen. Denn Personalchefs internationaler Konzerne nutzen längst die umfangreichen Recherchemöglichkeiten. LinkedIn kann freilich weit mehr als Jobs vermitteln. Die umfangreichen Publishing-Plattformen, aktiven Diskussionsgruppen und Firmenpages haben die Seite zu einem der wichtigsten Business Hubs im Netz werden lassen.

 

 

Um gefunden zu werden und neue Geschäftskontakte zu knüpfen, reicht es allerdings nicht aus, sich auf die Pflicht zu beschränken. Wie überall in der zeitgenössischen Webmarketing gilt auch hier: Wer Erfolg haben will, muss sich von der breiten Masse abheben. Ein Profil ist schnell angelegt, die Feinheiten liegen im Detail. Möglichst vollständige, umfangreiche LinkedIn Profile werden besser gefunden, doch worauf kommt es im Detail an? Diese Tipps erleichtern den Einstieg – viel Erfolg auf der größten virtuellen Business-Networking-Party der Welt!

Tipp 0.5: Stellen Sie Ihre Sprache auf Englisch um

LinkedIn ist eines der wenigen internationalen Netzwerke, das Mehrsprachigkeit sinnvoll und logisch implementiert hat. Die Hauptsprache der Seite ist Englisch, zusätzlich können Nutzer weitere Sprachversionen Ihres persönlichen Profils anlegen (siehe Tipp 1). Wenn Sie beispielsweise Ihr Profil ins Spanische und Deutsche übersetzen, zeigt LinkedIn Besuchern die jeweils zur Spracheinstellung passende Version an. Gibt es die nicht, kommt Englisch als Fallback-Variante zum Einsatz. Sind mehrere Sprachversionen vorhanden, können Profilbesucher auch händisch umschalten. Elegant, oder?

Diese mehrsprachigen Profile sind völlig unabhängig von der Sprachwahl, die Sie in Ihren Profileinstellungen treffen. Viele LinkedIn Nutzer aus dem deutschen Sprachraum stellen hier gewohnheitsmäßig natürlich “Deutsch” ein – und lassen sich dadurch leider einige interessante Features entgehen.

LinkedIn auf Englisch nutzen

Wer LinkedIn auf Entglisch nutzt, kommt früher in den Genuss neuer Features.

Denn die Sprachversionen unterscheiden sich teilweise recht gravierend in punkto Feature-Umfang und Funktionsweise. Das gilt sowohl für Free als auch für Premium Accounts. Power-User, die von allen Funktionen der Plattform profitieren möchten, sollte daher Englisch als Sprache wählen.

Tipp 1: Füllen Sie Ihr Profil vollständig aus

Füllen Sie Ihr Profil möglichst vollständig aus, bevor Sie potentielle Kontakte anschreiben. Rudimentär befüllte Lebensläufe wirken unseriös und verschlechtern Ihre Auffindbarkeit gravierend! Richten Sie Ihre persönliche Kurz-URL ein. Achten Sie dabei besonders auf Ihr Profilbild: Ein Foto im Business-Look ist auf LinkedIn ein Muss – nicht zuletzt, weil Profile mit dem blassgrauen Standard-Avatar in der Suche ganz nach hinten gereiht werden. Wählen Sie einen seriösen Headshot und achten Sie darauf, leicht nach links zu schauen. Das Foto wird auf der Profilpage links angezeigt. Zeigt der Blick nach rechts, so suggeriert dies Desinteresse an den eigenen Profilinhalten.

Bringen Sie in Ihrer Summary (Zusammenfassung) die wichtigsten Keywords aus Ihrer Branche unter. Premium-User erhalten Vorschläge von LinkedIn, wer einen Free-Account nutzt, kann die populärsten Suchbegriffe auch selbst mittels Googles Keyword Tool recherchieren. Halten Sie Ihren Lebenslauf konsistent und denken Sie an Ihre Zielgruppe: Es geht keineswegs darum, Ihren beruflichen Werdegang akribisch und lückenlos zu dokumentieren, sondern Ihre Kenntnisse und Fähigkeiten ins bestmögliche Licht zu rücken. Nutzen Sie unbedingt die Möglichkeit, Arbeitsproben in Form von Slideshare-Präsentation, Videos, Fotos, PDFs etc. hochzuladen.

Tipp 2: Legen Sie zusätzliche Sprachversionen für Ihr Profil an

LinkedIn erlebt zwar derzeit im D-A-CH Raum einen enormen Popularitätsschub und gab kürzlich bekannt, dass bereits 6 Millionen Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz registriert sind. Dennoch ist die Plattform sehr stark international ausgerichtet. Ich empfehle allen deutschsprachigen Nutzern, ihr Hauptprofil in Englisch anzulegen und anschließend die deutschsprachige Version zusätzlich hinzuzufügen, sofern sie nicht ausschließlich deutschsprachige Kontakte pflegen möchten. Wer seinen Englischkenntnissen nicht ausreichend vertraut, findet auf Fiverr nicht nur Logodesigner, sondern auch günstige und auf CVs spezialisierte Übersetzer.

Der Button zum Anlegen der besagten Sprachvarianten ist allerdings ein wenig versteckt. Sie rufen dazu Ihr eigene Profil auf und bewegen anschließend den Mauszeigen über den kleinen Pfeil gleich rechts neben dem Button View profile as bzw. Profil anzeigen. Im nun ausgeklappten Menü klicken Sie auf den Punkt Profil in einer Sprache erstellen bzw. Create profile in another language klicken.

LinkedIn führt sie anschließend Schritt für Schritt durch die Einrichtung der neuen Sprachvariante Ihres Profils.

LinkedIn: Mehrsprachige Profile

Ihr LinkedIn Profil spricht mehrere Sprachen – sofern Sie die entsprechenden Zusatzversionen anlegen.

Tipp 3: Verwandeln Sie Ihr LinkedIn-Profil in einen perfekten Print-Lebenslauf

LinkedIn Lebensläufe funktionieren im Internet, ausgedruckt schauen sie in der Standardansicht alles andere als hübsch aus. Die LinkedIn Labs bieten mit dem kostenlosen Resume Builder Tool ein praktisches Werkzeug an, mit dem man im Nu einen elegant gestalteten klassischen Lebenslauf aus den eigenen Profildaten generiert.

Nach der Auswahl eines passenden Designs wählt man lediglich aus, welche Teile des eigenen Profils in welcher Reihenfolge aufscheinen sollen. Direkt editierbar ist dieser Lebenslauf nicht, Textänderungen nimmt man direkt am Profil vor. Das Resultat lässt sich als PDF exportieren oder direkt ins Netz stellen, wahlweise öffentlich oder nur via privatem Link.

LinkedIn Profile ausdrucken

Mit wenigen Klicks sieht das eigene LinkedIn Profil aus wie gedruckt.

 

Tipp 4: Personalisieren Sie die Anzeige Ihrer Webseiten / Blogs

Gerade die Summe der kleinen, feinen Unterschiede trägt dazu bei, das eigene Profil von der Masse abzuheben. Wussten Sie, dass Sie den unter “Kontaktinformationen” angezeigten Webseiten beliebige Namen geben können? LinkedIn erlaubt hier bis zu drei URLs. Wählen Sie aus der Liste einen der vorgegebenen Einträge, etwa Blog oder Portfolio, so wird diese Bezeichnung auch als Name des Links für Ihre Kontaktdaten verwendet.

Nutzen Sie stattdessen die Kategorie Other, so erscheint ein zusätzliches Eingabefeld zur Eingabe des Linknamens, der dann auch auf Ihrer Profilseite angezeigt wird. Sie können dreimal die Kategorie Other wählen und so Ihre Links beliebig benennen. Der Kreativität setzt dabei nur die maximale Längenbeschränkung Grenzen, denn die beträgt vergleichsweise knappe 30 Zeichen.

Trick 17: Da LinkedIn Profile je nach Ihren Privacy-Einstellungen auch von Google indexiert werden, empfiehlt es sich natürlich aus SEO-Gründen, zur jeweiligen Webseite passende Keywords einzubauen.

LinkedIn Keyword

Durch Auswahl der Kategorie “Other” können Sie den Linktext frei wählen.

 

Tipp 5: LinkedIn Privacy: Machen Sie sich ruhig mal unsichtbar

Wer potentielle Bewerber scouten möchte, sich auf den Profilen der Konkurrenz umschaut oder aus sonstigen Gründen unter dem Radar fliegen möchte, kann dazu die Privacy Einstellungen nutzen. LinkedIn zeigt Premium-Nutzern die vollen Namen der Profilbesucher an, wenn diese die Standardeinstellung bei Your name and headline (recommended) belassen. Um unerkannt zu surfen, ändern sie die Einstellung temporär auf eingeschränkte Anzeige (nur Job Titel und Branche werden angezeigt) oder auf komplette Anonymität.

LinkedIn anonym nutzen

Unerkannt recherchieren: Dafür sind nur zwei Mausclicks in den Einstellungen erforderlich.

 

Tipp 6: Nutzen Sie LinkedIn Alumni zur Kontaktrecherche

Klicken Sie auf den LinkedIn.com/alumni, um eine Auflistung aller Nutzer zu sehen, welche die gleiche Universität besucht haben und mit Ihnen direkt oder über ein, zwei oder drei Ecken indirekt verbunden sind. Die Resultate können Sie anschließend nach Land, Arbeitgeber, Industrie und weiteren Kriterien filtern.

Nutzen Sie LinkedIn, um besser gefunden zu werden!

Kein anderes Social Network ist so geeignet für Inbound Marketing wie LinkedIn. Zukünftige Kunden finden Ihre Angebote ganz von alleine, wenn Sie Ihr Profil optimal gestalten, in den richtigen Gruppen Ihr Expertenwissen teilen und auf Ihrer Firmenseite spannende Inhalte anbieten. Neben den hier genannten Tipps gibt es viele weitere Möglichkeiten, die eigene Reichweite auf LinkedIn zu vergrößern.

Brauchen Sie Unterstützung für Ihre LinkedIn Aktivitäten? Ich nutze LinkedIn seit über 10 Jahren und kenne die Seite wie meine Westentasche. Ich biete Workshops für Ihre Mitarbeiter sowie Einzeltrainings und Strategieberatung für die raschest wachsende Business-Plattform der Welt an – nähere Details sehr gerne auf Anfrage.

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Nokia Lumia 930 – Ode an mein Lieblingstelefon

Dies ist der gleichsam berührende wie schonungslos ehrliche Bericht über mein Nokia Lumia 930, das mir Microsoft Österreich für einen Langzeit-Test unter verschärften Blogger-Stressbedingungen zur Verfügung stellt. Der Beitrag ist als “gesponsert” mit dem Nutzerungsrecht an dieser wunderbaren Liaison aus finnischer Ingenieurskunst und Redmonder Touch-Software. Ich bin mittlerweile Riesenfan dieses Geräts und daher nicht im mindestens überrascht, dass “46 von 54 Nutzern ihr 930er einem Freund empfehlen” würden. Hab ich auch schon gemacht.

Warum Windows Phone?

Als stolzer Einwohner eines applefreien Haushalts, der Android als eine Art Notnagel an Googles langer Leine ansieht, freundete ich mich auf Anhieb bei der Mix 2010 in Vegas mit Microsofts Windows Mobile / CE Nachfolger an, der damals noch die Versionsnummer 7 trug. Ein Jahr später präsentierte dann Steven Sinovsky in Anaheim Windows 8 für den Desktop. Mit zwei HTC Geräten verbrachte ich lange, glückliche Jahre, bis ich dann Instagram-bedingt auf einen Androiden umsteigen musste (mittlerweile gibt’s Instagram, wie übrigens so gut wie alle populären Clients, längst auch für Windows Phone).

Immer wieder bestätigte Erkenntnis: Um eine einigermaßen qualifizierte Aussage über ein Smartphone treffen zu können, muss der Testzeitraum recht großzügig bemessen sein. Hätte ich mein Sony Xperia Z1 für zwei Wochen benutzt, wäre mir nie aufgefallen, was für unfassbare Software-Macken bei diesem Ausbund an Userfeindlichkeit auftreten. Aber eben erst nach einigen Monaten… Nie hätte ich mich für fähig gehalten, ein Gerät so inbrünstig, so abgrundtief zu hassen. Es krachte, rölzte und pfiff beim Telefonieren, die integrierte Rauschunterdrückung verstärkte effizient jedes Störgeräusch.

Der “Social Hub” machte jegliche Telefonnummernsuche zu einem minutenlangen Geduldspiel, die Akkulaufzeit war völlig unabhängig von Backgroundtasks und Nutzung sowas von arbiträr, dass ich mir für Termine in der näheren Umgebung fast ein 200-Meter-Micro-USB Kabel besorgt hätte. Der Buddhist Steve Jobs glaubte bekanntlich, jedem Gerät wohne eine “Seele” inne, zumindest hat er das bekanntlich. Unter dieser Prämisse muss die Seele meines Xperia schwarz gewesen sein, rabenschwarz wie die tiefste Nacht.

Wiewohl: Seit die Ära des legendären Communicators zu Ende ging (Armin Wolf hat anno 2009 noch auf dem 3900er getwittert, als ich ihn interviewte), denke nicht nur ich wehmütig an die guten alten Klappzeiten zurück. Klappbar ist beim 930er dagegen zwar rein gar nichts, die einzig beweglichen Teile sind nämlich die Hardware-Tasten. (Zweistufiger Auslöser! Gut definierter Doppeldruckpunkt: erst fokussieren, dann schießen. Yes!) Aber es kann einfach kein Zufall sein, dass sich beiden Geräteziffern bloß durch eine einzige Null unterscheiden.


Diese Bilder habe ich mit dem Lumia 930 gemacht und, wenn überhaupt, ausschließlich mit “Bordmitteln” nachbearbeitet.

Beim Sony Xperia lautete die Frage beim jedem Läuten: Reagiert der Touchscreen beim Versuch, einen Anruf entgegen zu nehmen, diesmal innerhalb des Prä-Mobox Zeitfensters? Einzige Konstante: mit jedem Software-Update verschlimmerten sich die bekannten zwar, dafür kamen aber neue dazu. Ich smart-telefonierte durchwegs mit einer Reihe akzeptabler Androiden. Googles nackte Oberfläche, HTCs Touchflow oder am liebsten Cyanogen – das haut schon hin und mir ist klar, dass Sony in erster Linie die Weichware sowas von versemmelt hat.

Mein braves, giftgrünes 930er dagegen zickt nicht, ruckelt nicht und reagiert blitzschnell auf stets dringenden, ungeduldigt eingetippten Wünsche. Am Anfang und auch in weiterer Folge. So gesehen ist das Lumia 930 irgendwie tatsächlich ein Communicator 9300, der eine Null und eine Tastatur verloren hat. Schade, dass der Markenname Nokia zukünftig verschwinden wird: Die Nachfolger des 930er werden schlicht und unfinnisch “Lumia Devices” heißen. Wissen Sie noch, wie sich seinerzeit alle über den blumig-nassen Vergleich des damaligen Nokia-Chefs Olli Pekka Kallasvuo mokierten?

Ja, ich mag’s, wenn alles so reibungslos klappt, speziell das Telefonieren. Man wird bescheiden nach einem Sony Xperia. Kristallklare Sprachqualität, ein superheller Bildschirm mit hohem Kontrastumfang und Full HD Auflösung, ein präziser Touchscreen und ebensolche Sensoren sprechen genauso für das Lumia 930 wie die exzellente 20MP Frontkamera und das äußerst stabile Gehäuse. Seit Monaten trag ich das Device nun in der Hosentasche rum, und es hat immer noch keinen Kratzer.

Das Ding tut einfach, was es soll

Für die Synchronisierung braucht man weder ein Software-gewordenes Ärgernis wie iTunes noch irgendwelche Extratools. USB-Kabel rein, und schon meldet sich das Nokia brav als Massenspeicher. Die automatische Zuordnung der übers Adressbuch und diverse Social Plattformen verstreuten Kontaktdaten beherrscht Windows Phone schon seit der ersten Version ganz hervorragend, daran hat sich nichts erfreulicherweise nichts geändert.

Testbericht: Nokia Lumia 930

Detaillierte Informationen zum Lumia 930 findet man bei Microsoft.

Die Oberfläche (mittlerweile bei Version 8.1 angekommen) ist natürlich Geschmackssache. So sehr mir die Kacheln am Desktop gestohlen bleiben können, so mittelalterlich finde ich seit meinem Erstkontakt mit der Windows Phone Oberfläche Icon-basierte Interfaces. Der Startbildschirm ist frei konfigurierbar, die Einstellungen selbsterklärend gegliedert und das Softwareangebot für mich mehr als ausreichend. Ein paar spezielle Softwarezugaben aus den Nokia-Labs holen Erstaunliches aus der Kamera-Hardware heraus, die Panorama-App ist eine Klasse für sich.

Einziger Wermutstropfen: Die fest verlöteten 32GB an Massenspeicher sind nicht erweiterbar, für einen Speicherkartenslot war trotz ausladender Gehäusegröße leider kein Platz mehr. Mit passender Ladestation saugt das Lumia kabellos Strom, austauschbar ist der Akku nicht. Die Laufzeit liegt bei starker Nutzung gleichauf mit anderen High-End Smartphones, die Stromsparfunktionen verdienen hier allerdings tatsächlich ihren Namen: nutzt man das Gerät bloß punktuell, sind ohne weiteres 2 bis 3 Tage Laufzeit drin.

Nokia Lumia 930 – Technische Daten

Display5” HD Display, 1920 x 1080 Pixel, Clear-Black AMOLED, 441ppi
ProzessorQualcomm Snapdragon 800 | Quad-Core Krait (4x 2200 MHz), 2048MB RAM
GrafikbeschleunigerAdreno 330
KamerasHauptkamera: 20 Megapixel, HD Video 30fps, Autofokus, Makromodus, Bildstabilisator, Dual-LED Blitz Zweitkamera: Weitwinkel, 1,2MP
NavigationA-GPS, Ovi und Bing Maps
DatenübertragungGPRS, EDGE, HSDPA, HSUPA, LTE, WLAN 802.11n, DLNA, Bluetooth 4.0, NFC
AkkuLi-Polymer, 2420mAh
Größe und Gewicht137 x 71 x9,8mm | 167 Gramm

Für mich das Nokia Lumia 930 ein topaktuelles High-End Smartphone mit starken Retro Qualitäten: von der exzellenten Sprachübertragung über den außergewöhnlich kräftigen, Jackentaschen-tauglichen Vibrationsalarm bis zur Kontaktverwaltung hat schon lang keiner meiner Probanden mehr so gut in den Pflicht-Disziplinen abgeschnitten. Bei der Kür stechen das hervorragende Display samt feinfühligem Touchscreen, die exzellente Kamera und die vergleichsweise robuste Bauweise äußerst positiv hervor.

Dies ist der gleichsam berührende wie schonungslos ehrliche Bericht über mein Nokia Lumia 930, das mir Microsoft Österreich für einen Langzeit-Test unter verschärften Blogger-Stressbedingungen zur Verfügung stellt. Der Beitrag ist als "gesponsert" mit dem Nutzerungsrecht an dieser wunderbaren Liaison aus finnischer Ingenieurskunst und Redmonder Touch-Software. Ich bin mittlerweile Riesenfan dieses Geräts und daher nicht…

Nokia Lumia 930

Design, Ergonomie - 9.2
Display - 9.4
Sprachqualität - 9.8
Kamera - 9.4
Rechenleistung - 10
Akkulaufzeit - 8.2
Software - 8.8

9.3

Awesome.

Ein Telefon wie ein guter, giftgrüner Freund.

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9

“Leserjournalismus”: Als die Krone mein Fahrrad-Juxvideo klaute

So trug es sich an den Iden des März zu, dass König Häupl alle Radfahrer im ganzen Lande Wien aufforderte, sich auf den Praterstern zu begeben, um sich dort einer Zählung zu unterwerfen. Kein Mann, keine Maus sollte der Induktionsschleife entgehen, höchstens ein Carbonrahmen.

Und dann kam jenes denkwürdige Ganslessen, an dessen Anschluss wir ein kurzes Freilicht-Experiment durchführten und auf Video für die Nachwelt dokumentierten. Dass sich die Zählstelle wie erwartet recht leicht “überlisten” lässt, sorgte nicht zuletzt in der größten Wiener Radfahrergruppe auf Facebook für gehörige Erheiterung – alles nachzulesen in diesem datenschmutz Beitrag vom 25. Oktober. Hier nochmals der mittlerweile als Referenzstreifen im Kurzfilm-Genre “Fahrradzähler manipulieren” gilt:

Wir staunten nicht schlecht, als das Video heute an zwei unerwarteten Stellen plötzlich wieder aus den Untiefen des Netzvergessens an die Oberfläche der Medienaufmerksamkeit hochstieg – respektive hochgezerrt wurde. Und zwar von niemand geringerem als zwei Aushängeschildern des Boulevards.

Ausgerechnet die Kronenzeitung verdient Geld mit meinem Video

Die Redakteure der Online-Krone benutzen offenbar ein Video-Downloader Plugin und bedienten sich maximal unverschämt an meinen Inhalten. Nicht nur, dass als Quelle für Foto und Video frech Facebook / Facebook angegeben wird, nein, die schalten auch noch eiskalt einen Preroll-Werbeclip vor ihr gestohlenes Video. Ich muss mal bei Hornbach nachfragen, was das gekostet hat *g*

Foto-Credits müssen immer angegeben werden.

Nein, Facebook hat weder dieses Foto gemacht noch das Video gedreht.

Und so richtig auf Zack sind die Moderatoren auch nicht. Immerhin ist ihnen einer meiner drei Kommentare zumindest kurzfristig durchgerutscht (er wurde mittlerweile wieder entfernt):

Krone Moderatoren wählen penibel aus.

Zuerst klauen, dann meine Beschwerdekommentae löschen? Da ist doch glatt ein paar Stunden lang einer durchgerutscht.

Heute erfindet ein Twitter-Foto

Dem Schwester-Käseblatt “Heute” muss man zugutehalten, dass die Redaktion immerhin Astrids Originalbeitrag zitiert. Für das Foto (bei dem es sich übrigens um einen Screenshot aus dem Video handelt) muss allerdings “Twitter” als Quelle herhalten:

Kein Foto auf Twitter und kein Fahrrad

Falls jemand dieses Foto auf Twitter gesehen hat, bitte Bescheid sagen :-)

Dass das mysteriöse Tweet nicht verlinkt ist, könnte eventuell daran liegen, dass zumindest wir dieses Bild niemals getwittert haben

Ich freue mich natürlich sehr, wenn “ganz Wien lacht”. Noch mehr freuen würd ich mich freilich, wenn solche Scherze nicht auf Kosten anderer gemacht werden, und zwar im wörtlichen Sinne. Und überhaupt: was fällt denen ein, meinen Scherz als politische Aktion zu instrumentalisieren? Eine Quellen-Nennung wäre sowieso Pflicht gewesen, nachfragen hätt nichts gekostet. Im Sinne des medien-erzieherischen Anspruchs von datenschmutz wird mir als nichts anderes übrig bleiben, als der Kronenzeitung eine Abmahnung samt Rechnung zu schicken. Wofür hat man schließlich einen Fotografie-Gewerbeschein?

Das mit dem Wollen und dem Internet bei Frauen

Ist das ein Phänomen, dass Frauen plötzlich öfter das Eine wollen? Wo sind die Zeiten, wo sich Männer über Migräne und so beschwert haben? Die sind wohl vorbei. In meinem Freundes- Bekannten-Kreis und laut Frauenzeitschriften wollen Frauen immer mehr und immer öfter, als Männer. Ganze Bücher werden dazu veröffentlicht:

Frauen und Online-Pornographie

Die machen dann lieber ein “Do it yourself-Erlebnis”. Echt jetzt, in letzter Zeit oft gehört. Nicht ganz verstehen. Sind Männer rund um die Vierzig plötzlich die Migräne-Wesen geworden?

Meine Theorie dazu: Frauen hatten früher kaum die Möglichkeit, sich frei über sexuelle Praktiken inspirieren zu lassen. Denken wir doch mal an die Zeit vor dem Internet. Für Männer gab es immer Puffs, Laufhäuser etc. Was konnte Frau machen bzw. woher konnte sich Frau Tipps holen. Als Frau konntest du nicht mal ein Pornoheftchen in der Trafik bestellen, ohne schief angeschaut zu werden. Dasselbe mit den Leih-VHS-Videos in den “über 18-Bereichen” in Videotheken damals. Keine Frau ging da jemals mit einem VHS-Video-Schlüssel alleine raus, ohne komisch angestarrt zu werden an der Kassa.

Nun gibt es you-p…, xxx…p. und alles mögliche, anonym und for free und jederzeit verfügbar im Internet. Frau hat sich auch angewöhnt, sich mal alles anzusehen. Frau hat sich auch angewöhnt, ihre Gelüste zu überdenken und ja, Frau will jetzt auch probieren. Frau kriegt jetzt auch einschlägige Angebote auf Social Media Foren. Und das stresst Mann, schließlich muss er seine Rolle überdenken.

Fifty Shades of Grey - Not

Und plötzlich ist jede(r) Fiftiy Shades of Grey…

Sind wir vielleicht deshalb zu dominant? Schrecken wir Männer ab? Speziell mit unseren posts & tweets etc., auf denen wir Selbstständigkeit und eine gewisse Form von Attraktivität und Sexualität gleichzeitig ganz gesellschaftlich akzeptiert zeigen können. Ich glaube schon, dass dies mitspielt.

Nennen wir ihn Alpha-Mann, er hat alles im Griff, nur ihre Postings nicht. Da fragt sie andere Männer nach IT-Tipps, kriegt Tipps von Männern und dann sogar noch Komplimente, weil man mit fast 40-ig ziemlich “ansehnlich” aussieht. Nice. Sie kriegt auch eindeutige Angebote & Penisfotos, aber eben von Anderen oder Männern. Warum schicken Männer “Do it yourself-pics” via Facebook, wo sie doch wissen sollten, dass sie damit bald von Fuc…… eliminiert werden (könnten)? Ich ent-friende eh niemanden, aber wieso kriege ich mit fast vierzig Penisfotos.

Ist halt doch was anderes, einer normalen Frau sowas zu schicken, als einer Professionellen. Wahrscheinlich fühlt es sich besser an, es ist sicher eine Form von Dominanz und Macht.

Frau ist eben auch selbstbewusster geworden. Fragt man Frauen online nach ihrem Porno-Rezesions-Verhalten, dann kommen viele Postings like that:

Screenshot: Frauenphantasien

Liebe Herren! Wir haben Dank Internet inzwischen dieselben Möglichkeiten, wie ihr, uns zu informieren. Like it or leave it. Oder überdenkt das ganze mal. Das heißt nicht, dass wir nicht gerne “Frauen” sind, viele von uns zumindest. Man google:

Google weiß alles über Frauen


 

Foto-Credits: Titelbild von Steve Stockmeier / pixelio.de | Bild “Augenmaske” von Espressolia / pixelio.de

datenschmutz Social Media Leseliste 2015: Die besten Bücher, Downloads, Videos und Newsletter

Die datenschmutz Social Media Leseliste (Update 2015) umfasst die wichtigsten Bücher, Whitepapers und Videos zu den Thema Social Media / Social Media Marketing / Social Media Management / Social Media Monitoring / Social Media Advertising. Die Einträge werden regelmäßig erweitert, die Liste ist in folgende Bereiche aufgeteilt:

Social Media Literatur

Über die datenschmutz Social Media Leseliste

Als Digital Universalgelehrter gehört das Unterrichten natürlich zu meinen liebsten beruflichen Tätigkeiten – ursprünglich habe ich die erste Version dieser Liste für meine New Media Vorlesungen an der Universität Wien und an den FHs Kufstein, Eisenstadt und Wien zusammen gestellt. Es zeigte sich allerdings rasch, dass großes Interesse an Literatur, Videos und didaktischen Materialien zum Thema Social Media besteht, daher habe ich diese #SocialMediaLeseliste veröffentlicht und mit Hilfe meiner Leser erweitert.

Selbstverständlich erhebt diese Zusammenstellung keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit; es handelt sich aber im wesentlichen um die für mich persönlich relevantesten Werke zum Verständnis neuer Medien. Im ersten Teil finden Sie Einführungs- und Best Practice Literatur, alle Titel sind mit Amzon verlinkt. Der zweite Teil umfasst frei verfügbare Whitepapers und Download-Dokumente. Im dritten Teil präsentiere ich empfehlenswerte Videos, der vierte Teil bildet mit Medientheorie und Grundlagen-Werken den Abschluss meiner Social Media / Web 2.0 Literaturliste. Zu allen Einträgen habe ich kurze Rezensionen geschrieben. Auf Ergänzungen und Anmerkungen respektive auf Ihre persönlichen Favoriten bin ich gespannt – bitte nutzen Sie die Kommentarfunktion am Ende dieses Beitrags oder das Kontaktformular, um weitere Einträge vorzuschlagen.

Version History

24.03.2009: Erste Version
12.01.2010: [Update] Liste “Theorie” erweitert, neuer Teil “Videos”
08.04.2010: [Update] Neue Einträge, neuer Teil Download-Dokumente
11.07.2011: [Update] Neue Einträge und Videos, neue Rezension
07.03.2012: [Update] Neue Rezensionen
01.02.2013: [Update] Erweiterung, neue Whitepaper Einträge
15.04.2014: [Update] Neue Literatur, Amazon Verlinkung, Videos
17.011.2014: [Update] Neue Rezension, Buch Unterkategorien
11.02.2015: [Update] Update, neuer Teil “Newsletter”

Bücher: Einführungen, Grundlagen, Marketing, Best Practices

Social Media Bücher

Social Media Literatur: allgemein

Blanchard, Olivier: Social Media ROI: Messen Sie den Erfolg Ihrer Marketing-Kampagne. Addison-Wesley 2011
Olivier Blanchard nähert sich dem Thema von der webanalytischen und wirtschaftlichen Seite her. Er erklärt sowohl die Konzeption eines sinnvollen Monitoring- Auswertungs-Setup als auch die Grundlagen für die Berechnung der Effizienz von erfolgreichen Social Media Kampagnen.

Grabs, Anne / Bannour, Karim-Patrick / Vogl, Elisabeth: Follow me!: Erfolgreiches Social Media Marketing mit Facebok, Twitter und Co. Galileo 2014
Die aktualisierte Auflage des populären Guides der zwei bekannten Social Media Experten behandelt überblicksmäßig alle Bereiche der professionellen Nutzung von Social Media Plattformen – hervorragend geeignet als allgemeine Einführung.

Godin, Seth: Tribes. We Need you to lead us. London 2008 [Englisch]
Der bescheidene Umfang dieses kleinen Breviers sollte nicht über die Relevanz des Thema hinwegtäuschen: der amerikanische Marketing Berater Seth Godin redet nicht um den heißen Brei herum, sondern präsentiert seiner Leserschaft in knapper Form einen Einblick in die Bedeutung thematischer Online-Communities, die er als Tribes bezeichnet.

Hunt, Tara: The Whuffie Factor: Using the Power of Social Networks to Build Your Business. New York 2009 [Englisch]
Über Taras Währung für Aufmerksamkeit habe ich hier schon mal geschrieben – was Theoretiker als “Aufmerksamkeitsökonomie” betiteln, setzt die Marketing-Expertin in die Praxis um: ihr leicht verständliches Buch bietet zahlreiche Beispiele und eignet sich hervorragend als Einführung ins Thema Social Media Marketing.

Li, Charlene: Groundswell: Winning in a World Transformed by Social Technologies. Harvard Business Review, 2001 [ Englisch]
Eine viel beachtetes Grundlagenbuch über den Wandel, den Social Media Services in allen Bereichen unserer Gesellschaft auslösen. Mit vielen praktisch umsetzbaren Tipps zur Definition und Optimierung der eigenen Social Media Strategie.

Qualman, Erik: What Happens in Vegas Stays on YouTube: Privacy Is Dead. The New Rules of Reputation. Equalman Studios 2013
Erik Qualman warnt vor Reputations-Fallen in der Online Welt und erklärt die Privatsphäre für abgeschafft. Wer in der neuen Businesswelt gewinnen möchte, muss wissen, wie er mit dem eigenen Datenschatten umgeht.

Scott, Meermann David: Die neuen Marketing- und PR-Regeln im Social Web: Wie Sie mit Social Media und Content Marketing, Blogs, Pressemitteilungen und viralem Marketing Ihre Kunden erreichen mitp 2014
Fallstudien zu Kampagnen auf verschiedenen Social Media Kanälen, geballte Information zur effizienten Nutzung von Pinterest, Instagram, Youtube, Twitter, Facebook und anderen Networks. Meermann Scott behält trotz kompetenter Detailerläuterung stets die integrierte Sicht auf alle Online-Marketing und PR Maßnahmen.

Tapscott, Don: Wikinomics: Die Revolution im Netz. DTV, 2009
Wie verändert sich die Wirtschaft durch neue Formen der Kollaboration und Informations-Distribution? Wird heute durchwegs kritisch rezipiert, aber wie Lena völlig richtig schreibt: Zu guter letzt würd ich Tapscotts Millenials nicht verschweigen, ja: ist peinlich, aber die jungen Leut sollen schon lernen, wem der Schmafu vom “digital native” zuerst eingefallen ist….

Tuten, Tracy L. / Solomon, Michael R.: Social Media Marketing. Pearson, 2013 [Englisch]
Dieses Textbuch von Tuten und Solomon richtet sich in erster Linie an Lektoren und Studierende. Es enthält praxisorientierte Outlines und Anleitungen zu allen Aspekten der Social Media Marketing Werkzeugkiste.

Vaynerchuk, Gary: Der Kampf um Kunden: So landen Sie gezielte Treffer mit Facebook, Twitter & Co. books4success 2014
Der bekannte amerikanische Online-Unternehmer und Berater darf sich mit dem begehrten Label “New York Times Bestsellerautor” schmücken. Ähnliche Tipps und Anregungen findet man auch anderswo, aber Gary hat einen ganz eignen Humor und eine sehr direkte Art, die viele Leser schätzen – während andere der Boxkampf-Vergleich eher abschrecken dürfte. Originell ist das Buch allemal!

Werner, Andreas: Social Media – Analytics & Monitoring: Verfahren und Werkzeuge zur Optimierung des ROI. dpunkt Verlag 2013
Kreativität und Storytelling sind die eine Seite von Social Media, aber das Controlling verlangt nach harten Zahlen und Fakten. KPIs für Social Media Kanäle zu definieren, ist alles andere als trivial. Das Buch erläutert gängige Analysetools und geht ausführlich auf Monitoring-Werkzeuge ein.

Weinberg, Tamar: Social Media Marketing – Strategien für Twitter, Facebook & Co. O’Reilly 2014 [deutsche Bearbeitung von Corina Pahrmann und Wibke Ladwig]
Die vierte Auflage des Standardwerks über Social Media Marketing enthält zahlreiche Fallstudien (auch aus dem deutschsprachigen Raum) und gibt Best Practice Tipps zu den täglichen Herausforderungen von Social Media Managern: Wie geht man Trollen um, wie reagiert man auf Kritik? Besonderes Augenmerk legen die Autoren Social Media Marketing für KMUs.

Ziegler, Cai-Nicolas / Lambertin, Justin: Social Media und der ROI: Erfolgsplanung und -kontrolle. O’Reilly 2013
Stichhaltige Argumente auf die Frage “Was bringt Social Media eigentlich?” liefert dieses Einführungsbuch. Es erläutert gängige Methodologien zur Social Media Erfolgsmessung und geht dabei auf die Stärken und Schwächen der einzelnen Key Performance Indicators ein.

Social Media Literatur: Facebook

Adda, Lukas: Face to Face: Handbuch Facebook-Marketing. Galilieo 2013
Face 2 Face beschäftigt sich mit Marketing auf der weltweit populärsten Social Media Plattform. Best Practices vermitteln ein valides Bild davon, was funktioniert und liefern Denkanstöße für eigene Marketing-Aktivitäten.

Jelinek, Jonny: Facebook-Marketing für Einsteiger 2015: Social Media Minis. Stark Verlag 2015
Der Autor unternimmt einen umfassenden Streifzug durch alle Bereiche des Facebook Marketings: von der Entwicklung einer individuellen Strategie und dem Schritt-für-Schritt-Aufbau eines professionellen Facebook-Auftritts über die Erstellung von erfolgreichen Postings und die richtige Abwicklung von Gewinnspielen bis hin zum Einstieg in Facebook-Werbeanzeigen und rechtlichen Stolpersteinen.

Leopold, Meike / Eichstädt, Björn / Gläsel-Maslov Anett u.a.: Erste Hilfe für Social Media Manager: Rezepte & Best Practices für mehr Erfolg im Unternehmensalltag. dpunkt, 2014
Sieben Social Media Experten behandeln in diesem Sammelband Rezepte und Best Practices für typische Herausforderungen des Social Media Alltags. Das Themenspektrum geht weiter über Marketing hinaus und behandelt auch Themen wie die Erstellung interner Richtlinien für Mitarbeiter, Kooperation mit Dienstleistern oder Strategien für eine stärkere Beteiligung der Mitarbeiter.

Steinschaden, Jakob: Phänomen Facebook: Wie eine Webseite unser Leben auf den Kopf stellt. Ueberreuter Verlag 2010 [Kindle Edition]
Wie sehr hat Facebook die Gesellschft vereinnahmt, was planen die Betreiber mit den Daten der Nutzer anzufangen und wie kann man in Mark Zuckerbergs Social Media Universum seine Privatsphäre schützen? Diesen Fragen geht der IT Journalist Jakob Steinschaden anhand von Reportagen und Interviews mit Facebook-Insidern nach.

Social Media Literatur: Twitter

Comm, Joel: Twitter Power: How to Dominate Your Market One Tweet at a Time. New Jersey 2009 [Englisch]
Guter Einstieg in Features und Funktionen sowie sinnvolle, langfristige Konzepte zum Aufbau einer Microblogging-Community: die beste mir bekannte Einführung, auch wenn die neueren Features wie zum Beispiel die Listen noch keine Berücksichtigung fanden.

Israel, Shel: Twitterville: How Businesses Can Thrive in the New Global Neighborhoods. Portfolio Verlag 2009 [Englisch]
Die Autorin präsentiert die Microblogging-Plattform als Netzwerk für Professionals und zeigt anhand zahlreicher (amerikanischer) Use-Cases, wie Microblogging die Unternehmensziele unterstützen kann.

Rajiv Shah, Michael: Twitter für Einsteiger. Stark, 2013
Literatur über den Kurznachrichtendienst gibt’s zuhauf – Einsteigern empfehle ich uneingeschränkt dieses Büchlein aus der Serie “Social Media Minis”, denn es bietet geballtes Twitter-Einsteigerwissen und konzentriert sich aufs Wesentliche.

Social Media Literatur: LinkedIn und Xing

Lutz, Andreas / Rumohr, Joachim: Xing optimal nutzen: Geschäftskontakte – Aufträge – Jobs. So zahlt sich Networking im Internet aus. Linde 2014
Die beiden Autoren erklären, wie man das volle Potential von Xing ausschöpft, das eigene Netzwerk ausbaut, Kontakte pflegt sowie recherchiert. Erfolgsgeschichten und Interviews mit Ex-OpenBC Experten runden das Kompendium ab.

Mader, Isabella / Rajiv Shah, Michael: Webselling – XING & LinkedIn – Die besten Erfolgsstrategien im Business-Networking. Data Becker 2012
Die Business-Networks LinkedIn und Xing bieten weit mehr Möglichkeiten, als nur den eigenen Lebenslauf zu präsentieren. Die Autoren führen den Nutzer Schritt für Schritt durch die geschäftliche Social Media Welt. Von der Einrichtung und Optimierung des eigenen Profils über Gruppen- und Suchfunktionen bis zu Kooperations- und Kollaborationsmöglichkeiten werden alle Aspekte umfassend behandelt.

Shah, Michael Rajiv: Karrierebeschleunigung mit Linkedin (2. Auflage). Stark 2014
LinkedIn eignet sich hervorragend zur Etablierung von Personenmarken, funktioniert in vielen Bereichen jedoch deutlich anders als gewohnte Social Networks. Der Autor zeigt die Möglichkeiten von LinkedIn auf und erklärt, wie man das eigene Profil optimiert, richtig recherchiert und LinkedIn zur Akquise nutzt.

Social Media PR und Öffentlichkeitsarbeit

Belvederesi-Kocs, Rebecca: Erfolgreiche PR im Social Web: Öffentlichkeitsarbeit mit Facebook, Twitter & Co. Galileo Press, Bonn 2013
Anhand von Praxisbeispielen aus verschiedenen Branchen zeigt die Autorin, wie sich Social Mdia Kanäle sinnvoll in die PR- und Öffentlichkeitsarbeit integrieren lassen.

Schindler, Marie-Christine / Liller, Tapio: PR im Social Web, 3. Auflageb O’Reilly 2014
Social Media hat das Verhältnis zwischen Unternehmen bzw. Agenturen und deren Zielgruppen stark verändert. Die Autoren zeigen, wie man erfolgreich professionell in einem Umfeld kommuniziert, in dem Transparenz und Dialog immer wichtiger werden. Fallstudien und Best Practices zu den Themen Blogger Relations, Monitoring, Issues Management und Umgang mit Kritik und Krisen garantieren Praxistauglichkeit.

Zerfaß, Ansgar / Pleil, Thomas (Hg.): Handbuch Online-PR: Strategische Kommunikation in Internet und Social Web. UVK Verlag 2012
Der Sammelband gibt in 25 Beiträgen von Autoren aus Praxis und Wissenschaft einen systematischen Überblick zu Strukturen, Prozessen, Tools und Best Practices. Die Besonderheiten von Online-Monitoring, einzelnen Social Networks und allgemeiner Kampagnenführung im Web werden ebenso behandelt wie Personalisierungs und Storytelling.

Customer Experience Management

Moser, Christian: User Experience Design: Mit erlebniszentrierter Softwareentwicklung zu Produkten, die begeistern. Springer Verlag 2012
Wie entsteht ein positives Produkterlebnis? Nicht bloß durch die Funktionalität einer Web-Applikation, sondern durch positive Nutzerlebnisse. Wie man diese an digitalen Touchpoints inszeniert und analysiert, beschreibt Moser nachvollziehbar und unter Erläuterung relevanter, moderner Methoden.

Schüller, Anne: Touchpoints: Auf Tuchfühlung mit dem Kunden von heute. Managementstrategien für unsere neue Businesswelt. 2. Auflage, Gabal 2012
Die Customer Journey ist gesäumt mit digitalen Touchpoints. Wie können Unternehmen die Kundenerfahrungen auf verschiedenen Kanälen optimieren und managen? Schüller liefert ein umfassendes Bild der durch digitale Medien ausgelösten Veränderungen in der Marketingwelt.

Smith, Joe / Wheeler, Shaun: Managing the Customer Experience: Turning Customers Into Advocates. Financial Times, 2002
Der Fokus dieses praktisch orientierten Buches liegt nicht auf Social Media, sondern auf Customer Experience Managemet. Social Media Kanäle spielen in Marketing und PR mittlerweile eine essentielle Rolle und werden im Buch daher ausführlich behandelt.

Content Marketing und Storytelling

Eck, Klaus / Eichmeier, Doris: Die Content-Revolution im Unternehmen: Neue Perspektiven durch Content-Marketing und -Strategie. Haufe-Lexware 2014
Storytelling und Content Marketing sind unverzichtbarer Bestandteil jeder Social Media Strategie. Denn von der Konkurrenz abheben kann man sich nur mit außergewöhnlichen Inhalten, die sich von der langweiligen Masse abheben. Das Buch beleuchtet alle Aspekte von “Corporate Content Creation” und garniert diese mit direkt anwendbaren Praxis-Tipps.

Löffler, Miriam: Think Content!: Content-Strategie, Content-Marketing, Texten fürs Web. Galileo 2014
Löfflers Buch beginnt mit einer Einführung in das Thema Content Marketing und gibt dem Leser anschließend die wichtigsten Werkzeuge für die erfolgreiche Inszenierung von Web-Inhalten in die Hand, wobei der Schwerpunkt auf Text-Inhalten liegt. Neben dem B2B Bereich behandelt die Autorin auch Storytelling in B2C Kontexten.

Pulizzi, Joe: Epic Content Marketing: How to Tell a Different Story, Break through the Clutter, & Win More Customers by Marketing Less.
Eines der Standardwerke zum Thema “Inszenierung von Unternehmensbotschaften”. ´Joe Pulizzi bezieht sich zwar durchgehend auf den US-amerikanischen Markt, aber seine Ansätze und Ideen lassen sich mit ein wenig Tuning hervorragend für andere Märkte adaptieren.

Sammer, Petra: Storytelling. O’Reilly 2014
Wie erstellen Unternehmen Inhalte, die den Kunden sowohl Mehrwert bieten als auch aktiv gerne geteilt werden? Bekannte Brands wie Red Bull setzen schon lange auf Storytelling, doch auch für KMUs bieten die neuen Social Media Kanäle zahlreiche Möglichkeiten für eine erfolgreiche Inszenierung. Die Autorin erklärt, wie man “Corporate Stories” auffindet, verdichtet und medienübergreifend erzählt.

WordPress, TumblR, Social Blogging

Cremer, Gino: WordPress Praxishandbuch – Profiwissen für die Praxis: Installieren, absichern, erweitern und erfolgreich einsetzen. Franzis Verlag 2013
WordPress hat sich zum beliebestens CMS entwickelt und kann schon längst viel mehr, als nur Online-Tagebücher zu erstellen. Gino Cremer startet mit der WordPress-Installation und geht im weiteren Velauf des Buches auf zahlreiche Fragen aus der Praxis ein, vom mobiltauglichen Design bis zur soliden Absicherung der eigenen Installation gegen Hacker.

Houghton, Robin: Blogging for Creatives. Ilex 20112 [Englisch]
Technisch orientierte Anleitungen über WordPress gibt es in großer Zahl, doch dieses Buch konzentriert sich auf die kreative Praxis. Rezensionen der besten Widgets und Plugins und viele Anregungen, von denen sich ruhig auch alte Hasen inspirieren lassen können, machen dieses Buch zu einer Empfehlung. Neben WordPress werden auch TumblR und andere Plattformen behandelt.

Kuhlmann, Michael: Social Media for WordPress: Build Communities, Engage Members and Promote Your Site. Packt Publishing 2012 [Englisch]
Die Eindung von Social Media Elementen in WordPress-Installationen geht über einen simplen Share-Button hinaus. Wie lassen sich Marketing-Techniken automatisieren, welche Analysetool verraten die wichtigsten KPIs? Im Fokus dieses Buches steht WordPress als Community-Tool.

Leopold, Meike: Corporate Blogs. O’Reilly 2013
Corporate Blogs erfolgreich zu planen und zu betreiben, gehört zu den Königsdisziplinen im Content Marketing. Die Autorin hilft mit ihrem interdisziplinären Wissen und ihrer umfangreiche Praxiserfahrung, typische Anfängerfehler zu vermeiden, Ressourcen effizient einzusetzen und regelmäßige Erfolgskontrollen in den Redaktionsprozess zu integrieren.

Rechtliche Aspekte von Social Media (Marketing)

Hilgert, Peter / Greth, Rüdiger: Urheberrechtsverletzungen im Internet. Beck Verlag 2014
Cloud Computing, Torrent Downloads, illegale Streamingangebote – Urheberrechtsverletzungen im großen Stil sind im Netz an der Tagesordnung. Die Autoren geben einen umfangreichen Überblick über den derzeitigen Status des juristischen Scharmützels zwischen Internetpiraten und der Abmahn-Industrie.

Seevogel, Jan Christian: Das Buch zu Facebook und Recht. O’Reilly 2014
Ein Kompendium zu praktischen Rechtsfragen in der Social Media Nutzung: von Bildrechten bis Impressumspflichten warnt das Buch vor so mancher juristischen Stolperfalle für Privatpersonen und gewerbliche Nutzer.

Schwenke, Thomas: Social Media Marketing und Recht. O’Reilly 2014
Die Selbstpräsentation im Web und auf Social Media Kanälen ist für die meisten Unternehmen unverzichtbar geworden. KMUs haben in der Regel keine eigene Rechtsabteilung, doch wer Fehler begeht, den schützt Unwissen nicht: Hinter jeder Ecke lauern Abmahnungem, Rechtsverstöße, Desaster. Wie man diese elegant elegant umschiffen? Juristisches Rüstzeug für Webarbeiter.

Rohrlich, Michael: Online-Recht: Rechtssichere Websites, Online-Shops und Onlinemarketing-Kampagnen. CreateSpace Independent Publishing 2013
Praxisnahe Rechtsfibel für Online-Shop Betreiber. Der Autor berücksichtigt in seinen Ausführungen die teils widersprüchlichen Präzedenzfälle, die aktuelle Ausgabe berücksichtigt die neue Verbraucherrechte-Richtlinie.

Solmecke, Christian / Wahlers, Jakob: Recht im Social Web: Der umfassende Ratgeber für alle Fragen im Social Media Marketing. Galileo 2014
Kein Buch über Social Media Recht kommt im Beschreibungstext ohne Begriffe wie “Fallstricke” aus. Die warten überall auf Stolperwillige und/oder naive Nutzer. Wer diesen Ratgeber konsultiert, wird schnell lernen, dass Bildrechte keineswegs erlöschen, sobald ein Foto irgendwo öffentlich im Netz auftaucht – aber dankenswerterweise eben nicht auf die harte Tour.

Social Media im internen Unternehmens-Einsatz

Dannhäuser, Ralph: Praxishandbuch Social Media Recruiting: Experten Know-How / Praxistipps / Rechtshinweise. Springer Gabler 2014
Die Jagd nach geeignetem Personal wird härter, mehr und mehr Personalchefs setzen auf Social Media Recruiting. Der Autor zeigt, wie proaktive Suche hilft, Qualität und Eignung der Bewerber zu steigern. Checklisten, Rechtshinweise und Beispiele aus dem HR-Alltag lassen kaum Fragen zur Online-Personalsuche offen.
Dörfel, Lars / Hirsch, Lutz (Hg.): Social Intranet 2012: Studienergebnisse, Fachbeiträge und Experteninterviews. scm-Verlag, Berlin 2012
Die Studie erhebt den aktuellen Status Quo von Social Media Anwendungen in der Mitarbeiterkommunikation. Neben den Studienergebnissen enthält das Buch Fachbeiträge und Experteninterviews zum Thema Enterprise 2.0 und Social Media in der Internen Nutzung, die wichtige Inputs für Manager liefern.

Dörfel, Lars / Schulz, Therese (Hg.): Social Media in der Internen Kommunikation. SCM-Verlag, Berlin 2012
Enterprise 2.0 ist Herausforderung und Chance zugleich. In ihrem Sammelband beleuchten die Herausgeber, wie Social Media Tools firmenintern sinnvoll angewendet werden können und liefert mit Expertenbeiträgen, Interviews und Best Practice-Beispielen zahlreiche Tipps für die konkrete Umsetzung.

Li, Charlene: Open Leadership: How Social Technology Can Transform the Way You Lead. John Wiley & Sons, 2010 [ Englisch]
Wie schafft man ein Klima der Offenheit und Vertrautheit und behält trotzdem Führungskompetenz? Li widmet sich modernen Paradigmen, die einer veränderten Kommunikationswelt Rechnung tragen und Manager mit dem nötigen Führungswissen ausstatten.

Pfeifer, Iris: Social Media in der internen Unternehmenskommunikation: Entwicklungspotenziale für die PAUL HARTMANN AG – ein integrierter Ansatz. Akademikerverlag, Saarbrücken 2013.
Dieses Buch diskutiert, wie sich das Nutzerverhalten von Mitarbeitern im Social Media-Kontext auf Unternehmen auswirkt und welche Potenziale sich für die interne Kommunikation, beispielsweise in Form der länderübergreifenden, Projektarbeit ergeben. Spannend sowohl für Praktiker als auch für Manager.

Schreiter, Salome: Die Nutzung von Social-Media-Angeboten in der internen Kommunikation von Organisationen: Ein Modellkonzept. E-Book, Grin-Verlag, Salzburg 2010
Masterarbeit aus dem Jahr 2010 im Fachbereich Medien, Universität Salzburg, Sprache: Deutsch, Abstract: Social Media in der Organisation: Lust oder Frust? Was nützen die neuen Medien und wie verändern sie die Organisation, ihre Strukturen, Kultur und Arbeitsweisen? Was sind Stärken und Chancen, was Schwächen und Gefahren im Enterprise 2.0?

Semple, Euan: Organizations Don’t Tweet, People Do: A Manager’s Guide to the Social Web. John Wiley and Sons, 2012 [Englisch]
“Ein Social Media Guide für Manager” lautet der Untertitel von Semples Best-Practice Buch. Der Autor zeigt, wie Social Media Tools Managementaufgaben erleichtern, wie erfolgreiches Dialog-Marketing strategische Ziele unterstützt und in unterschiedlichste Bereiche umstrukturiert.

Downloads: Whitepapers und eBooks

Social Media Literatur

Blogwerk Whitepapers [pdf, Registrierung erforderlich]
http://www.blogwerk.com/downloads/whitepaper/
Blogwerk.com bietet eine Reihe von Whitepapers zu spezifischen Social Media Themen gratis an, darunter “Social Media Marketing”, “Corporate Weblogs”, und “Social Media für Messeveranstalter”. Vor dem Download werden die Kontaktdaten abegefragt, die gewünschten Papers werden anschließend via E-Mail verschickt.

Learn and earn – A B2B Social media whitepaper [PDF]
http://advertising.microsoft.com/en/social-media/social-media-white-paper
Das Microsoft Social Media Team legt Erfahrungen aus mehreren Jahren Online-Marketing dar und erklärt, wofür die Firma welche Kanäle nutzt.

SocialMedia – Was Sie wirklich wissen müssen [PDF]
http://www.deutsche-stadtauskunft.ag/media/social-media-marketing-whitepaper.pdf
Robert Justitz hat für die deutsche Stadtauskunft Marketing AG ein lesenswertes Whitepaper für Social Media Einsteiger verfasst. In seinem Paper widmet er sich den grundlegenden Chancen und Herausforderungen von Social Media und verzichtet auf technische Details.

Paul Anderson: What is Web 2.0? [pdf Datei]
http://www.jisc.ac.uk/media/documents/techwatch/tsw0701b.pdf
Paul Andersons Exploration der näheren Bedeutung des Begriffs ist nicht mehr ganz taufrisch: bereits im Februar 2007 erschien dieser TechWatch Report, der als Einführungsliteratur in die Konzepte und technischen Grundlagen aber nach wie vor sehr gut geeignet ist, da die wichtigsten Fachbegriffe und Konzepte sehr gut strukturiert erläutert werden:

This TechWatch report was commissioned to investigate the substance behind the hyperbole surrounding ‘Web 2.0′. It reports on the implications this may have for the UK Higher and Further Education sector, with a special focus on collection and preservation activities within libraries.

Delphi Studie 2030: Zukunft und Zukunftsfähigkeit der IKT und Medien [pdf Datei]
http://www.tns-infratest.com/presse/pdf/Zukunft_IKT/Zukunft_und_Zukunftsfaehigkeit_der_IKT_2009.pdf
Der internationale IT-Gipfel befragte nach der sogenannten Delphi-Methode in einem zweistufigen Verfahren über 500 Experten. Herausgearbeitet werden sollten langfristige Trends in der Informations- und Kommunikationstechnologie bis zum Jahr 2030. Das Ergebnis beweist, dass soviele geballte Fachkompetenz in diesem Fall nicht irren kann: denn die Ergebnisse klingen verdächtig nach Nullaussagen. Hier ein Beispiel:

Akzeptanz und Vertrauen der Menschen im Umgang mit IKT sind die Grundlage der Entwicklung einer modernen und offenen Informationsgesellschaft.
Leistungsfähige Kommunikationsnetze sind Voraussetzung für eine wettbewerbsfähige Informationsgesellschaft.

Doch auch wenn man für diese Zukunftsprognosen nicht unbedingt das griechische Orakel bemühen muss, so enhält die rund 300 Seiten umfassende Studie eine wahre Flut an Beispielen, Zahlen, Fakten und Diagrammen, allerdings sehr spezifisch auf die Situation in Deutschland bezogen.

Chris Anderson: Free [Audio]
Mit seinem Buch über den “Longtail-Effekt” wurde der Internet-Ökonom Chris Anders berühmt; im Follow-Up “Free” argumentiert er munter-euphorisch gegen den herrschenden Pessimismus im Verlagsgeschäft: Free sei die Zukunft des (Medien)Business, Aufmerksamkeit heißt die neue Währung. Die Grundgedanken der Publikation fasst dieser Wird Beitrag zusammen, bei Scribd könnte man “Free” online lesen, befände man sich nicht in Europa (so ganz frei ist der Zugang dann wohl doch nicht, aber wer unbedingt will, kann via de-bug). Das Audiobook gibt’s dagegen wahlweise zum Online-Hören oder als Zip-Download. Zitat:

What this boils down to is the difference between abundance- and scarcity-based business models. If you’re controlling a scarce resource, like the prime-time broadcast schedule, you have to be discriminating. There are real costs associated with those half-hour chunks of network time, and the penalty for failing to reach tens of millions of viewers with them is calculated in red ink and lost careers. No wonder TV executives fall back on sitcom formulas and celebrities—they’re safe bets in an expensive game.
But if you’re tapping into an abundant resource, you can afford to take chances, since the cost of failure is so low. Nobody gets fired when your YouTube video is viewed only by your mom.

Vilém Flussers Bochumer Vorlesungen (1991) [Audio]
http://www.flusser-archive.org/publications/bochumervorlesungen
Das von Edith Flusser und Klaus Sander 1992 in München aufgebaute Flusser-Archiv wird seit 1998 von Siegfried Zielinski betreut. Die umfassende Sammlung umfasst rund 2.500 Essay- und Buchmanuskripte, darunter zahlreiche unveröffentlichte Texte. Nach Absprache steht die Sammlung interessierten offen. Auf der Homepage findet man leider, leider überhaupt keine digitalisierten Texte – aber zumindest die legendären Vorlesungen, die der Kommunikationsphilosoph 1991 an der Uni Bochum hielt, sind als Audio-Podcast in voller Länge verfügbar. Zwar im eigenartigsten Audioplayer, den ich je gesehen habe; dafür gibt’s aber komplette Untertitel. Ein Komplett-Download ist nicht verfügbar, wer alles hören will, muss sich durch sämtliche Schnipsel klicken (oder die Links aller dahinterliegenden Ogg-Files zusammenkopieren, runterladen und eine Playlist machen. Das Zip-File hätte ich dann bitte gerne :frog:). Der Aufwand lohnt sich, allerdings sollte man sich Zeit nehmen: zum Nebenbeihören sind Flusser Gedankengänge (zumindest mir) durchwegs zu komplex.

Social Media Newsletter

Newsletter zu Social Media

#socialmediawatchblog #Briefing (täglich)

Socialmedia Watchblog Newsletter

“Täglich um 7 Uhr morgens alle relevanten Links zu Social frisch in die Inbox” verspricht das deutschsprachige #briefing des Social Media Watchblogs. Und das ist keineswegs zu hoch gegriffen: Die Redaktion steckt eine Menge Aufwand in das Projekt und berücksichtigt sowohl Quellen aus dem D-A-CH Raum als auch internationale Beiträge. Die aktuellsten Newsletter gibt’s auch online.

Social Media Watchblog #briefing – zur Anmeldung


Thomas Hutters Facebook Wochenrückblick (wöchentlich)

20150210-socialmedia-leseliste-news-hutter

Als digitale Sonntagszeitung verschickt Facebook-Berater Thomas Hutter seinen Wochenrückblick. Pünktlich zum Frühstück bekommen Abonennten jede Woche alle aktuellen Entwicklungen rund um Facebook in ihre Mailbox.

Thomas Hutter Facebook Wochenrückblick – zur Anmeldung


datenschmutz Newsletter (zweiwöchentlich)

datenschmutz Newsletter

Besser als selber recherchieren! Ein bis zweimal im Monat bekommen Abonnenten die nützlichsten datenschmutz Beiträge sowie das eine oder andere Goodie in ihre Mailbox.

datenschmutz Newsletter – zur Anmeldung


Videos über Social Media

Social Media Videos

Shift Happens / Did you know [Playlist]
Das am 22. Juni 2007 erstmals veröffentliche Video Did you know präsentierte die damals aktuellen Zahlen und Fakten zum Medienwandel auf komprimierte und deshalb beeindruckende Weise – seither gab es zahlreiche Videoantworten und akualisierte Versionen.


Commoncraft-Videos
Commoncraft haben vor einigen Jahren begonnen, Erklärungsvideos zu verschiedenen Social Media Themen zu drehen. Der handgezeichnete Bleistift-Stil stieß auf so große Begeisterung, dass die Videos mittlerweile verkauft und pro Homepage-Einbindung und Video 35$ im Monat an Lizenzkosten fällig werden. Auf der Commoncraft-Page kann man aber alle Filmchen ansehen. Besonders empfehlenswert:

Commoncraft: Social Media in Plain English
Commoncraft: Social Networking in Plain English
Commoncraft: Blogs in Plain English


TED-Vorträge über Social Media [Playlist]
Auch auf den populären TED-Konferenzen ist Social Media regelmäßig ein Thema. Diese Playlist umfasst die spannendsten TED-Talks über die neue digitale Medienwelt.


datenschmutz Videopodcasts und Round Tables [Playlist]
Im Lauf der Jahre habe ich einige sehr spannende Gesprächspartner vor meine Podcast-Kamera zerren können.


 

Michael Welsh: The Machine is using us

[empfohlen von Axel Maireder]

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https://www.youtube.com/watch?v=NLlGopyXT_g

Michael Welsh: Information R/evolution
[empfohlen von Axel Maireder]

[easy-share buttons="facebook,twitter,linkedin,xing,google,tumblr" native="no" counters=0 counters_pos="no" total_counter_pos="no" hide_total="yes" hide_names="force"]
https://www.youtube.com/watch?v=-4CV05HyAbM

Theorie und Medienphilosophie

Grundlegendes und Einführungen

Eisenstein, Elizabeth: Die Druckerpresse. Kulturrevolutionen im frühen modernen Europa. Wien 1997
Die bekannteste historische Untersuchung über die langfristigen Implikationen der Druckerpresse mag zwar auf den ersten Blick wenig mit New Media zu tun haben – aber der Eindruck täuscht. Aus der Verlagsbeschreibung:

Denn weit über die subtilen technischen Innovationen hinaus ist der Buchdruck Medium von gesamtgesellschaftlichen Revolutionen. Renaissance, Reformation und die gesamte Entstehung der neuzeitlichen Wissenschaften sind in den Mediatisierungsprozess des Buchdrucks eingeflochten. Der Buchdruck ist nicht allein der Triumph der Reproduktion über das Original, nicht allein Zeichen einer neuen Herrschaft der Schrift über das Bild in der Öffentlichkeit – er ist vor allem auch das Medium einer gesamten psychosozialen und mentalitätsgeschichtlichen Umwälzung.

Ess, Charles: Digital Media Ethics (Digital Media and Society)
.
Cambridge 2009
[empfohlen von Michael Hafner]
Charles Ess beschäftigt sich auf allgemeiner Ebene mit den Fragen der digitalen Ethnik und bezieht in seine Gesamtbetrachtung Themenfelder wie Copyright, Datenschutz und “Digital Citizenship” mit ein. Dabei bemüht der Autor zwar immer wieder bekannte Beispiele der jüngeren Netzgeschichte (wie beispielsweise den Facebook-Beacon-Protest), verliert sich aber nicht in Details, sondern will dem Leser ein Gesamtbild der Kernfragen einer digitalen Ethik vermitteln. Auch Ess’ Überlegungen zu Digital Sex und Computerspielen beziehen nicht bloß westliche Nutzungsgewohnheiten, sondern die globale Perspektive und kulturelle Unterschiede mit ein; gute Einführung in ein komplexes und immer mehr an Bedeutung gewinnendes Thema. Eine Rezension des englischsprachiges Buches, das mittlerweile als Taschenbuch verfügbar ist, gibt’s am mashazine:

Ess investigates potential new ethical challenges that arise in the context of digital media. This does not mean it’s about copyright only. A major question is wether digital(online) media empower (free speech) or enslave people (spread structures from western civilization all over the world), whether online communication makes us less sensitive and responsible (because it’s only disembodied words) or more powerful and thus requires more responsibility (because our communication has much more reach and impact).

Flusser, Vilém: Ins Universum der technischen Bilder. Göttingen 1996
Jedes einzelne Buch des brillanten Kommunikologen Vilém Flusser ist definitiv lesenswert. “Ins Universum der technischen Bilder” bietet eine hervorragende Einführung in den grundlegenden Wandel, den der Philosoph im Übergang von der Schrift- zur Bildkultur konstatierte. Neben Marshall McLuhan mein zweiter Favorit in punkto “Webverständnis”:

Zweifellos hingegen ist, dass das Schreiben durch Computer die Einstellung des Schreibenden und des Empfängers zum Text radikal verändert. Das schöpferische Engagement wird anders erlebt als vorher. Es ist eine neue Art von Selbstkritik und von Verantwortlichkeit dem anderen gegenüber hinzugekommen, und der Text hat eine neue Art von Eigenleben gewonnen. Kurz, man beginnt, wenn man auf diese Art schreibt, beim Schreiben dialogisch zu denken, zu schaffen, zu leben. Auch und vor allem in jenem Sinn, den Martin Buber gemeint hat.

Hartmann, Frank: Medienphilosophie. Wien 2000
In seiner umfassenden Einführung bietet Frank Hartmann einen exzellenten Überblick über Entstehung, historische Entwicklungen und aktuelle Strömungen im Bereich der Medienphilosophie: ein unentbehrliches Grundlagenwerk, zum Lesen und Nachschlagen sowie mit einem immens umfassenden Verzeichnis weiterführender Literatur.

Manovich, Lev: The Language of New Media. Cambridge 2001
Der Kulturwissenschaftler Lev Manovich stellt das Kino ins Zentrum seiner Reflexionen über die visuelle Medienkultur. Manovichs Ideen und Theorien zum bewegten Bild sind von besonderem Interesse für alle, die sich für die Theorie des Bewegtbilds interessieren.

McLuhan, Marshall: Understanding Media: The Extensions of Man. Cambridge 1964
Das zentrale Werk McLuhans wird nahezu jährlich neu verlegt: in seinem Forschungsansatz der “Probes” und seiner Erkenntnis der Untrennbarkeit von Forscher und “umgebendem Medium” war der kanadische Theoretiker radikal konsequent: seine Auffassung von (elektronischen) Medien als Prothesen hat bis heute nichts von ihrer Brisanz verloren.

Möller, Erik: Die heimliche Medienrevolution. Wie Weblogs, Wikis und freie Software die Welt verändern. Hannover 2006
[empfohlen von Linzerschnitte]
Erik Möller beschreibt in seiner Einführung, wie Konsumenten zu Produzenten werden und welche langfristigen gesellschaftlichen Veränderungen durch Online-Medien zu erwarten sind. Eher essayistisch als Hardcore-Theorie, ermöglicht das Buch allen, die sich möglichst rasch die wichtigsten Begriffe und das entsprechende Grundwissen aneignen wollen, einen schnellen Einstieg in die Thematik.

Tapscott, Don / Williams, Anthony: Wikinomics: Die Revolution im Netz. München 2009
[empfohlen von Manuel Gruber]
Der Klassiker über die Medienrevolution der Wirtschaftswelt: Tapscott und Williams sprechen nicht vom Crowdsourcing, sondern von Wikinomics. Neue kollaborative Kooperationsmodelle verändern nach Meinung der Autoren die Wirtschaftswelt gravierend. Achtung: im März 2010 erscheint eine aktualisierte Auflage:

Wir treten in ein neues Zeitalter ein, wo die Menschen in einer Weise am Wirtschaftsgeschehen teilnehmen wie nie zuvor. Noch nie hatten Einzelne die Macht und die Gelegenheit, in losen Netzwerken Gleichgestellter und Gleichgesinnter (‘Peers’) zu kooperieren und Waren und Dienstleistungen kontinuierlich und in konkret fassbarer Form herzustellen.

Zerfaß, Ansgar / Welker, Marin / Schmidt, Jan (Hg.): Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web: Grundlagen und Methoden: Von der Gesellschaft zum Individuum: Bd. 1. Köln 2008

Zerfaß, Ansgar / Welker, Martin / Schmidt, Jan (Hg.): Kommunikation, Partizipation und Wirkungen im Social Web. Strategien und Anwendungen: Perspektiven für Wirtschaft, Politik und Publizistik: Bd. 2. Köln 2008
[empfohlen von Axel Maireder]
Ganz gute und halbwegs aktuelle Texte finden sich im 2-bändigen Sammelband der Deutschen Gesellschaft für Onlineforschung zu Partizipation und Wirkungen im Social Web. Band 1 beleuchtet theoretische und methodologische Grundlagen (ausführlich die Konstruktion des “aktiven Rezipienten”), Band 2 unterschiedliche Spannungsfelder (Journalismus, Unternehmen etc.). Nicht alle Texte sind empfehlenswert, aber die beiden Sammelbände eignen sich gut, um ins Forschungsfeld reinzuschnuppern.

Weitere Vorschläge?

Das waren also meine neun Favoriten – aber das Gesetzt der “Best-Of” Listen verlangt natürlich nach mindestens 10 Einträgen, also wende ich mich vertrauensvoll an Sie: Was sind Ihre Lieblings-Druckwerke zum Thema Internet / Social Media / Online Marketing? Die Lese- und Videoliste wird regelmäßig um neue Einträge ergänzt (natürlich mit Backlink) – BITTE NUTZEN SIE DIE KOMMENTARFUNKTION oder mein KONTAKTFORMULAR! Vielen Dank für Ihre Mithilfe!

Twitter Werbung: Kosten-Nutzen RECHNER für Unternehmen aus Österreich

Anfang des Monats hat Twitter einige Monate nach dem hauseigenen Analytics-Tool nun auch sein Do-It-Yourself Werbe-Interface für KMUs im Deutschland, Österreich und der Schweiz zugänglich gemacht. Seit dem vierten Februar können alle deutschsprachigen Twitter-Account-Inhaber unter ads.twitter.com ihre eigenen Kampagnen schalten. Die Betreiber haben sich bemüht, das Schalten von Twitterwerbung so selbsterklärend wie möglich zu gestalten und geizen im offiziellen Blogbeitrag auch nicht gerade mit vollmundigen Versprechungen:

Twitter ist wie gemacht für kleine und mittelständische Betriebe. […] Ab sofort bauen Unternehmen ihre aktuellen Twitter-Aktivitäten in nur wenigen Minuten aus, indem sie Twitter Ads nutzen. Erfahrungen in der Planung und Umsetzung von Werbemaßnahmen sind dabei nicht notwendig: Wer einen Tweet schreiben kann, kann auch auf Twitter werben.

Dass Twitter auf Dauer nicht allein von Luft, Liebe und Kurznachrichten leben kann, ist bekannt. Und obwohl die offizielle Unternehmens-Parole dank stagnierender Wachstumsraten mittlerweile “Reichweitensteigerung” statt “Nutzerzuwachs” lautet, ändert sich nichts am grundlegenden Unbehagen vieler Nutzer. Wer die Twitter-Timelines potentieller Kunden also zukünftig mit seinen Werbebotschaften vollpflastern möchte, braucht verdammt gute Argumente sowie außergewöhnlich originelle Kurznachrichten.

Wie t3n richtig schreibt, macht Twitter mit einer klaren Zieldefinition neuen Werbern den Einstieg zwar leicht, schwächelt aber bei der Filterung der Zielgruppe, da die Reichweite insgesamt einfach zu gering ist. (t3n meint Deutschland. Wir reden hier von einem sehr knappen Zehntel.) Im deutschsprachigen Raum ist und bleibt Microblogging bislang nun mal ein Nischenphänomen, und es sieht nicht so aus, als ob sich in naher Zukunft daran was Grundlegendes ändern würde.

Twitter Werbeziele

Beim Anlegen einer neuen Kampagne will Twitters Werbe-Interface im ersten Schritt wissen, welche Ziele man mit der eigenen Kampagne erreichen möchte.

Werbung auf Twitter jagt Kennzahlen in die Höhe

Für gepeinigte Social Media Manager lösen die neuen Twitter-Ads zweifelhafte Followerverkäufer ab, zweifelsohne eine willkommene(re) Alternative. Mokiert sich der Vorstand zukünftig darüber, dass “unsere Konkurrenz mehr Follower hat als wir”, lässt sich das Problem durch simple Werbebudget-Erhöhung mit Twitters Segen aus der Welt schaffen. Selbiges gilt sinngemäß natürlich auch für Werbung, die auf Interaktionen, App-Installationen und so weiter abzielt. Welcome to the Rat-Race once again.

Lassen sich unter diesen Umständen überhaupt quantifizierbare Aussagen zur einer möglichen Umsatzsteigerung treffen? Nur sehr grob, denn jegliche konkrete Berechnung erfordert die Eingabe von Klick- und Conversion-Raten, und die lassen sich nun mal im Vorhinein nur sehr grob abschätzen. Wie könnte ein solches Berechnungsmodell für die Alpenrepublik aussehen?

Conversion-Mathematik: Twitter Werbung für Österreichs KMUs

Twitter bietet wie erwähnt verschiedene Werbeziele an – im folgenden Beispiel geht’s um Conversions, also die Königsdisziplin im Online Marketing. Retweets, Favorites, Markenwertsteigerung hin oder her, letztendlich lautet die entscheidende Frage: Wenn ich 1 Goldmünze in den Twitter-Werbeautomaten einwerfe, wie viele Goldmünzen kommen dann unten wieder raus? Das folgende Beispiel erklärt, wie der Twitter-Conversion-Rechner funktioniert.

Am 9.2.2015, also gestern, existierten 125.873 Twitter-Accounts, die als Land “Österreich” angegeben haben und damit die Grundgesamtheit an Zielgruppe bilden. Wir ignorieren geflissentlich, dass ein beträchtlicher Teil dieser Accounts seit längerem inaktiv respektive nur zu Monitoring-Zwecken in Verwendung ist.

Aus den Vermächtnissen diverser Netzwerk-Analysten wissen wir, dass diese 1,485 Prozent der Gesamtbevölkerung (8,474 Millionen) keineswegs einen repräsentativen Querschnitt darstellen, sondern spezifische Subgruppen überdurchschnittlich stark vertreten sind: Journalisten, die dem Beispiel des Wolfs folgten, Social Media Berater, Studenten der Kommunikationswissenschaft, Freunde der Krisen-PR und politisch überaus Interessierte.

Lassen wir all dies trotzdem mal beiseite und behaupten, unsere Zielgruppe sei definitiv auf Twitter zuhause. Das ist bei digital-affinen Produkten ja nicht mal unwahrscheinlich. Tun wir überdies so, als wollten wir eine spezielles, neues Selfie-Kamera-Telefon (mit eingebauten, ausziehbarem Selfie-Stick!) an die Frau sowie den Mann bringen und behaupten wir überdies, unsere Marktforschungsabteilung habe festgestellt, dass 5% der Alpen-Twitteranten regelmäßig Selfies posten. (Dass Instagram der neue heiße Selfie-Scheiß ist, hat der MaFo leider niemand gesagt, aber das ist eine ganz andere Geschichte).

Nun, was sagen die Zahlen? Von unseren 5 Prozent Selfie-Postern besitzt jeder fünfte schon mindestens einen Stick und 1 Prozent würde sein iPhone nie, aber auch wirklich niemals freiwillig hergeben für unseren Androiden. Bleiben als Zielgruppe also 3 Prozent aller .at-Tweeps, das sind 3.776,19 Personen.

Weil unsere Textfabrik ihren 140-Zeichen-Job hervorragend A/B getestet hat, kriegen wir eine Klickrate von optimistischen 5 Prozent zusammen und schicken somit 188,80 Personen auf unsere Landingpage. Die selbstredend ebenso sorgefältig optimiert wurde wie unser Tweet. Allein aus diesem Grunde konvertieren hier 3 Prozent aller Besucher, ordern also auf der Stelle ihr brandneues Stickphone. Wir haben somit 5,6 Bestellungen generiert.

Twitter-Werbung: Erste Erfahrungen

3% Conversion-Rate sind wirklich ganz schön optimistisch.

Bezahlt haben wir an diesem Punkt für 189 Klicks. In Österreich lag das notwendige untere Klick-Gebot vor drei Tagen zwischen 50 und 80 Cent, mittlerweile empfiehlt Twitter, mehr als einen Euro pro Klick einzuplanen. Wir haben für unsere aufgerundet 6 Bestellungen bei einem Klickpreis von 110 Cent folglich €207,09 ausgegeben.

War unsere Österreich Werbekampagne auf Twitter eigentlich ein Erfolg?

Ja, wenn wir pro verkauftem Produkt mehr als €34,65 (Kampagnenkosten durch verkaufte Stückzahl) Gewinn erzielen, und nein, falls der Gewinn niedriger liegt. Soviel also zur Mathematik hinter der Twitter-Werbung – blickt man hinter die Fassade der Umwegrentabilität auf die nackten Zahlen, dann wird eines schnell klar: Für “erfolgreiche” Schaltungen müssen etliche Faktoren zusammenspielen, damit der erhoffte Optimalfall eintritt. Geld-Druck-Maschinen schauen jedenfalls anders aus.

Anmerkung: Ja, ein kleiner Teil der Besucher überschläft die ganze Sache nochmal und kauft das Stickphone erst in den folgenden Tagen. Und ja, einige wenige haben unsere Werbung retweetet (!) und die Reichweite somit vergrößert. Folglich kommen in der Realität wohl noch ein paar Kollateral-Conversions dazu, aber dafür geht mindestens einem Mobile User just während des Bestellvorgangs der Akkustrom aus.

Der Twitter-Kalkulator

Mit dem datenschmutz Twitter Werbe-Rechner können Online Shop Betreiber sofort ausrechnen, ob sich Werbekampagnen auf Twitter auszahlen. Ein paar Anmerkungen zur Berechnungsweise:

  • Der Kalkulator geht immer davon aus, dass die gesamte Zielgruppe die Werbeanzeige zu sehen kriegt – wie gut Twitter tatsächlich Angebot und Nachfrage zusammenführen kann, muss erst die Praxis zeigen.
  • Klick- und Conversion-Raten müssen händisch eingetragen werden (innerhalb sinnvoller Parameter). Wie gut ein Werbetweet tatsächlich funktioniert, zeigen letztlich bloß Echtdaten, Annäherungsweise sollten hier Klick- bzw. Conversion-Raten von vergleichbaren Kampagnen auf anderen Online-Kanälen eingetragen werden.
  • Nein, mein Kalkulator rechnet nicht falsch, die Ergebnisse werden bloß gerundet. Und ja, Conversion-basierte Twitter-Werbung eignet sich in Österreich so gut wie nur für Produkte mit einer Gewinnspanne, die locker das Hundertfache der Klickkosten beträgt!

Wenn Sie ein wenig mit den Parametern gespielt haben, dann haben Sie sicherlich festgestellt, was auch mir deutlich aufgefallen ist: Mit Twitters neuem Werbesystem lassen sich die eigenen Retweet-, Favorite- und Reichweiten-Statistiken zwar problemlos und scheinbar sogar relativ kostengünstig pushen. Wenn’s jedoch ums Eingemachte geht, sprich um tatsächliche Verkäufe, stößt die Twitter-Werbemagie rasch an ihre Grenzen.

Ob Microblogging-Werbekampagnen Sinn machen, lässt sich eben nur von Fall zu Fall entscheiden – für wenige, ausgewählte Unternehmen mag sich hier eine lukrativer neuer Werbe-Channel auftun, das Gros der österreichischen KMUs wird seine Zielgruppe jedoch viel effizienter anderswo ansprechen können.

Als Zusatzelement einer Kampagne respektive zur punktuellen Verbreitung einzelner Links mag sich Twitters Werbeplattform in Einzelfällen durchaus eignen. Die meisten Werbetreibenden werden am Ende des Tages (oder der Kampagne) jedoch keine handfeste Gewinnsteigerung erreichen und sich wieder lukrativeren Werbe-Optionen (AdWords, Facebook Ads) zuwenden: Die deutschsprachige Twitter-Community ist nun mal eine in ihrer Eigenwahrnehmung zwar elitäre, aber letztendlich doch marginale Zielgruppe.

Fallbeispiel: Möpse auf Facebook

Am Weg zu Roberts Geburtstagsparty biegt Astrid mit zwei Sulmtaler Henderl im Gepäck noch schnell in die Trafik direkt im Erdgeschoss unter unserer Wohnung ab. Von dort bringt sie außer Zigaretten auch noch einen leicht nervösen, aber ausgesprochen vertrauensvollen Mops im Wolfsfell mit. Das Tierchen sei ohne Halsband, Geschirr oder sonstige Erkennungsmerkmale vor einer knappen Stunde zugelaufen, berichtete Frau Sissy – die Trafikantin – meiner Gattin. Man wisse wenig über Mister X, denn er sei kein Stammkunde und bislang habe sich noch niemand nach ihm erkundigt. Und Frau Sissy kennt ihre Couchwölfe gut.

Social Media is for Dogs

Möpse sind auf Facebook gern gesehen.

Freitags nach 18 Uhr haben die meisten Tierarztpraxen schon geschlossen, also holte ich Pulas Ersatzgeschirr und -leine und wir packten das Kerlchen erstmal ein und nahmen ihn mit zur Feier. “Rudo” würde den Abend und die Nacht mit uns verbringen, am Samstag wollten wir dann gleich in der Früh die liebe Tante Tierärztin bitten, den Chip des neuen Mitbewohners auszulesen und die Besitzer verständigen.

“Wahrscheinlich hat der Bursche sein Halsband irgendwo abgestreift,” dachte ich mir. “Und wenn er keinen Chip hat?” fragt Astrid. “Dann verständigen wir morgen die Polizei und sagen in den Tierheimen Bescheid, aber das wird gar nicht notwendig sein,” versicherte ich meiner besseren Hälfte. “In einen Zwinger kommt Rudo keinesfalls, sonst bleibt er halt inzwischen bei uns!” Wifeys strenger Tonfall ließ keinerlei Raum für Widerspruch, der aber ausnahmsweise sowieso nicht zu erwarten war.

Am Ziel angekommen folgte noch vor dem ersten Cuba Libre direkt die obligatorische Foto-Video-Session, deren Ergebnisse Astrid und ich mit kurzem Steckbrief sogleich auf unseren Facebook Accounts posteten. Im Laufe des Abends warf ich immer wieder mal einen Blick auf meine Wall – Facebook ist ja bekanntlich ein Dorf. Und kurz nach Mitternacht war’s dann tatsächlich soweit: über 12 Ecken und diverse Freunde von Bekannten von bekannten Freunden (thx Pascal!) fand die frohe Botschaft ihren Weg zur bereits sehr nervösen Besitzerin und von dort ihre Handynummer zu mir.

Rund zwanzig Minuten später nahm eine sehr glückliche Katarina ihr Cookie-Schatzi, der für einige Stunden ausnahmsweise Rudo geheißen hatte, in Empfang. Ihr Freund hatte die Gegend in konzentrischen Kreisen durchkämmt, Steckbrief-Zettel waren produziert und affichiert worden… dabei hatte Cookie gar keine allzu weite Reise unternommen. Während Frauli und Herrli ihre Einkäufe erledigten, musste eine Mitbewohnerin einen Moment lang unaufmerksam gewesen sein. Das nutzte Cookie aus, um sich aus der Wohnung zu schleichen und die nähere Umgebung zu erkunden. “Näher” darf man durchaus wörtlich nehmen, denn er war gerade mal knapp 30 Meter weit gekommen, einmal um die Ecke gebogen und gleich darauf in die Trafik eingelaufen. Schließlich ist’s drinnen warm und Tante Sissy hat immer ein Leckerli parat.

Social Media Möpse

Der Informationstransport auf Facebook funktioniert auch Freundschafts-übergreifend.

Möpse gut, alles gut

“Siehst du, ohne Social Media hätte das nie funktioniert! Social Media ist ein Wahnsinn,” stellte Astrid zufrieden fest. “Und Cookie ist schon sehr lieb. Wir müssen unbedingt mal zusammen in die Hundezone gehen!” Ich nickte und erwiderte lächelnd: “Zweiteres ja, ersteres… nun ja. Du hast recht, in der alten, analogen Zeit hätte Cookie im schlimmsten Fall bei uns übernachten müssen, und wir hätten die Zettel, die seine Besitzer in der Zwischenzeit bereits im näheren Umkreis affichiert haben, erst morgen früh gesehen! Facebook beschleunigt die Rettung der Möpse höchstens!”

Worauf Astrid tadelnd schnutete: “Aber Cookie ist trotzdem lieb. Und ohne Facebook hätt’s länger gedauert. Social Media is for Dogs!”

Tipp: Im Ernstfall hilft in Österreich die Gruppe Hund entlaufen vermisst gefunden hilft dabei, Hund und Besitzer wieder raschest möglich zusammen zu führen!

Das ewige Socken-Dilemma: Jetzt auch auf XING!

Ich will jetzt echt nicht Menschen mit Socken vergleichen. Aber aus didaktischen Gründen muss ich. Denn heute teilte mir ein lieber Bekannter seine Conclusio zum guten alten “Networking” mit: Dass es nämlich nix bringe. Aber auch wirklich gar nix. Leute, die zusammen gehören, stehen im richtigen Leben dann erst wieder nur am gleichen Stehtisch herum, meinte er.

XING promotet permanent derartige Veranstaltungen. Ich selbst kenne das nur von Wien Gruppen. Man trifft sich zu einem angeblichen Austausch, die firmeninternen Grüppchen stellen sich den ganzen Abend lang in lückenloser Phalanx auf. Irgendwann endet das Ganze dann ums Eck in der Bettelalm oder so. Den einen zum andern zu bringen, sodass beide tatsächlich zusammen passen, sprich Leute miteinander zu “connecten” ist a) oft gar nicht so leicht und b) selten von Dauer. Mich erinnerte das sofort an Socken, sorry, ist aber so.

Hilft Xing beim Sortieren der Socken?

Das läuft bei jeder Veranstaltung in derselben Weise ab. Finde den zweiten Teil für deine Geschäftsidee, finde Kunden und Auftraggeber als zweite Hälfte, finde Gläubiger und in weiterer Folge vor allem Multiplikatoren. Den richtigen Socken halt!

Xing und Networking und Socken

Wo die liebe Socke hinfällt… da soll der Mensch nicht trennen.

Wie aber? Ganz schwierig. Man braucht dann immer jemanden, der vermittelt zwischen den Grüppchen. Jemand, der gerne Socken sortiert eben. Schön, wenn es denjenigen auf Networking oder so genannten “After work-business Treffen” gibt.

Schlimm ist es für Networking-Vermittler c) nicht zu vergessen, den Output von a) und b) zu überprüfen, schließlich trägt man ja auch Verantwortung, wenn man Menschen vorstellt und sich ein gewisser kreativer Fluss aus dem ganzen ergeben soll. Man prüft das Logo, die Features und die Größen- oder Wochentagsangebote, wie bei Socken. Was aber bei Socken vollkommen system-inhärent harmlos daher kommt, ist nicht auf die menschliche Psyche eins zu eins anzuwenden.

Pula hat die Socke auf.

Nicht nur Waschmaschinen entführen einzelne Socken.

Denn: Menschen haben auch Gefühle & Gelüste, im Gegensatz zu Socken. Siehe XING! Die als erstwertig beschriebene Job- und Networking-Maschinerie Plattform ist zum Dating-Palace mutiert. Ich wollte ja nur meinen zweiten Socken finden, sprich den neuen Arbeitgeber. Ich gebe zu, lange nicht auf XING geschaut zu haben, aber die 198 Nachrichten aus der Abstinenzphase lesen sich großteils bedenklich:

Danke für die Kontaktaufnahme. Ich möchte Sie mit meiner Stimme berühren. Deshalb eine Audio-Nachricht.

Ich freue mich über Ihre Kontaktaufnahme, gerne suchen wir jemanden, der für uns mit – entschuldigung, aber – Ihren weiblichen Reizen Kunden besucht.

Würden Sie auch gerne tanzen vor unserer sehr hoch gestellten Klientel?

Hallo, hast du gerne besondere Wäsche an? Wir vermarkten unsere Lingerie via verführerischen Veranstaltungen – von Frau zu Frau.

Um nur ein paar Beispiele zu nennen. Mark Zuckerberg würde das wohl nicht zulassen inzwischen. Wo ist die XING-Zensur?

Xing, Networking und Socken

Form und Farbe lassen keinen Zweifel: Hier gehören zwei zusammen wie Pech und Schwefel.

Wenn bei Socken gilt: Ein Deckel und ein Topf, dann frage ich mich, wie XING das in Zukunft halten will. Klar, jeder Topf will seinen Deckel finden, ob beruflich oder privat, aber dürfen Deckel alles, vielleicht in weiterer Folge auch noch “WERBEN MIT EINDEUTIGEN SEX-BEKUNDIGUNGEN”?

Sind das die Recruiting-Angebote der Zukunft? Ich bleibe lieber bei meinen Socken zu Hause derweil, die sortiere ich gerne und in Ruhe!

Retten wir das Internet! – Ein offener Brief zur Netzneutralität

Was digitale Bürgerrechts- und Datenschutzorganisationen oder Netzaktivisten wie Sascha Lobo seit Jahren predigen, wird immer akuter, denn die Freiheit des Internet war noch nie so bedroht wie 2015. Aus diesem Anlass hat eine Koalition aus verschiedenen Organisationen alle Repräsentanten der EU-Staaten im Ministerrat in einem offenen Brief aufgefordert, für starke Regelungen zum Schutz der sogenannten “Netzneutralität” einzutreten.

Wir stehen tatsächlich an einem entscheidenden Wendepunkt, und müssen *jetzt* die Weichen stellen. Soll dieses wunderbare Netz mit all seinen Möglichkeiten und Potentialen eine gigantische Überwachungs- und Konzernmaschine werden, die wirtschaftliche und autoritäre Interessen weit höher bewertet als Informationsfreiheit und Demokratie?

Was ist Netzneutralität?

Netzneutralität bedeutet, sämtliche Daten (providerseitig) “gleich” zu behandeln. Wer für einen Internetanschluss bezahlt, kann in gleicher Geschwindigkeit (ob die nun hoch oder niedrig ist) auf sämtliche (legalen) Webseiten zugreifen. Dasselbe gilt für Produzenten (also die Betreiber von Webseiten), denn derzeit dürfen Provider einzelne Anbieter nicht bevorzugen respektive nachteilig behandeln.

Netzneutralität in Europa.

Die bevorstehende einheitliche Regulierung des europäischen Telekommunikationsmarktes bietet die Chance, klare Regeln für die Wahrung der Netzneutralität fest zu legen.

Wer kann bitte etwas gegen Netzneutralität haben?

In erster Linie Provider, in zweiter Linie die großen Fische am Content-Markt. Erstere hätten neben ihren Kundeneinkünften nämlich zu gerne ein wenig Körberlgeld von Unternehmen, da diese laut Provider-Argumentation ja schließlich von der hauseigenen Infrastruktur profitieren. Wenn also ein Messaging-Dienst wie WhatsApp den Providern ihre SMS-Gebühren abgräbt oder mobile Multiplayer-Games ihre Daten durch die Leitungen schicken, dann sollen sie gefälligst eine Mautgebühr an die Betreiber der digitalen Highways zahlen, lautet ihre Forderung.

Zweitere sind potentiell daran interessiert, nicht gleich, sondern etwas gleicher behandelt zu werden. Wenn die Clips des einen Videoportals schneller durch die Leitung flutschen als die des anderen, ergeben sich nämlich beträchtliche Wettbewerbsvorteile.

Die Begehrlichkeiten sind also relativ klar, doch aus Kundensicht stellt sich die Sache durchwegs unerfreulich dar. Denn die Abschaffung der Netzneutralität würde Innovation hemmen und die grandiose Vielfalt des Netzes, wie wir es derzeit kennen, enorm einschränken. Dieses Video von Uebermorgen.tv erklärt die potentiellen Folgen eines nicht neutralen Netzes recht anschaulich:

http://youtu.be/8GJeLW7Bh7E

Ich bin durch Markus’ Netzpolitik-Beitrag auf den offenen Brief gestoßen, das Original findet man auf EDRi.org – European Digital Rights.

Da es sich um ein recht komplexes Thema handelt und der Text einige Fachbegriffe enthält, habe ich mir erlaubt, eine deutsche Übersetzung anzufertigen. Meinen Teil zur Bewahrung der Netzneutralität beizutragen, ist schließlich ein essentieller Teil der CSR-Strategie von pettauer.net Consulting. Sollten jemandem Ungenauigkeiten oder Fehler in der Übersetzung auffallen, bin ich für Hinweise natürlich dankbar!

20. Jänner 2015

Betrifft: Offener Brief an die Abgeordneten aller Mitgliedsstaaten der EU

Sehr geehrte Vertreter der EU Mitgliedsstaaten,

im Lichte der bevorstehenden Ministerratsdiskussion über die nächsten Schritte am Weg zur vorgeschlagenen gemeinsamen Regulierung des europäischen Telekommunikationsmarktes möchten wir Sie bitten, Ihre Kommissare auf diesen Aufruf hinzuweisen, um starke und klare Regeln zur Netzneutralität zu unterstützen und um eine klare Haltung einzunehmen, die demonstriert, dass die Europäische Union willens ist, ein offenes Internet zu gewährleisten.

Wir, die unterzeichnenden Organisationen, bekennen uns zu einem offenen, transparenten und sicheren Internet, das als einer der Hauptantriebsmotoren für Innovation, wirtschaftliche Effizienz, politische Bildung und Meinungsvielfalt fungiert, woraus sich ein dringender Bedarf für wirksame Regeln zur Netzneutralität auf EU-Ebene ergibt.

Warum ist es wichtig, klare Regeln für die Netzneutralität zu schaffen?

Um Innovation zu fördern

Klare Regeln sind der beste Weg, um rechtliche Sicherheit für nachhaltige Investitionen in innovative Online Inhalte und Applikationen zu schaffen zu schaffen und fördern zugleich effiziente Investition in Infrastruktur (mehr Bandbreite statt mehr Werkzeuge zur Differenzierung). Innovation kann nur in einer offenen und wettbewerbsfähigen Netzwerk-Umgebung gedeihen, innerhalb der Konkurrenz und Netzneutralität gemeinsam die nötigen Anreize für Investitionen in ultra-schnelle Netzwerke schaffen.

Solche Regeln werden auch ein signifikanter Schritt in Richtung eines wirklichen digitalen Gesamtmarktes sein und ermöglichen Unternehmern innerhalb der EU, von einem freien Zugang zu einem offenen, EU-weiten Internet zu profitieren, wenn sie neue Inhalte, Services und Applikationen anbieten, anstatt sich mit einer inhomogenen Landschaft von Betreiberkonditionen auseinandersetzen zu müssen.

Um Wahlmöglichkeiten für Konsumenten zu erhalten

Klare Regeln werden sicherstellen, dass Nutzer und nicht Internet-Provider bestimmen, welche Inhalte und Applikationen sie aufrufen und nutzen – unter Beibehaltung eines gesunden Konkurrenzdrucks auf alle Teilnehmer im Ökosystem Internet. Dadurch hindern sie Access Provider daran, zu Gatekeepern zu werden und die Gewinner von morgen zu bestimmen.

Um Grundrechte zu schützen

Im Mai letzten Jahres hat der EU-Rat die Richtlinien für Meinungsfreiheit online und offline angepasst. Diese Anpassungen enthielten die wertvolle Bestätigung, dass die Meinungs- bzw. Kommunikationsfreiheit “das Recht, Informationen und Ideen aller Art über jedes Medium und ohne Beachtung von Staatsgrenzen zu vermitteln” inkludiert. Netzneutralität aufzugeben heißt, sowohl die Freiheit der Informationsübertragung als auch des -empfangs ohne Störungen aufzugeben. Außerdem, im Hinblick auf Interventionen in den Datenverkehr aus Gründen der öffentlichen Ordnung muss Artikel 52 der Grundrechts-Charta strikt beachtet werden.

Wie sollte die angesprochene Gesetzgebung aussehen?

Studien von Regulierungsbehörden haben einstimmig gezeigt, dass klare Regeln notwendig sind, um diskriminierende Praktiken zu verunmöglichen und sagen sehr deutlich, dass das Prinzip der Nicht-Diskriminierung im Bereich von Internet-Zugängen das Fundament dieser Prinzipien bilden sollte.

Diese Regeln sollten Internet-Providern erlauben, Traffic zu managen, aber weder zu priorisieren noch Unterscheidungen zu treffen, die auf Inhalten, Services, Applikationen oder Geräten basieren, einschließlich preislicher Unterscheidungen. Internet-Provider sollten selbstverständlich auch weiterhin ihren Kunden Pakete mit verschiedenen Volumina und Geschwindigkeiten anbieten können – solange sie nicht basierend auf Services und Applikationen unterscheiden [den Datenverkehr filtern].

Solche Regeln sollten Internetprovider auch nicht davon abhalten, “spezialisierte Services” anzubieten, wenn sie möchten, so lange sie dadurch nicht “normale” Internetzugänge beeinträchtigen und nicht [Daten-]diskriminierend vorgehen.

Nur wenn solche Prinzipien geschaffen werden, wird Netzneutralität implementiert und in einer Art und Weise durchsetzbar, die das pulsierende Ökosystem erhält, welche das Internet für Europas Bürger und Unternehmen geschaffen hat.

Bitte machen Sie ihre zuständigen Minister aufmerksam auf diesen Aufruf, Netzneutralität bei der bevorstehenden gemeinsamen Regulierung des Telekommunikationsmarktes zu unterstützen.

Die Unterzeichner des offenen Briefes

Die beitragenden Institutionen:
Access
Alternative Informatics Association (AIA)
Association of European
Radios (AER)Asociatia pentru Tehnologie si Internet (ApTI)
BEUC
Bits of Freedom
Chaos Computer Club
Computer and Communications Industry Association
Center for Democracy and Technology
Digital Courage
Digitale Gesellschaft
Digital Rights Ireland
European Broadcasting Union
European Digital Rights
Fastweb
Förderverein Informatiostechnik und Gesellschaft
Initiative für Netzfreiheit
IT-Pol Denmark
La Quadrature du Net
Panoptykon
Quintessenz
Voice on the Net Coalition Europe
Vrijschrift
X-net

Netzneutralität ist super-wichtig: Bitte weitersagen!

Von Jahr zu Jahr ist das Internet immer stärker in allen gesellschaftlichen Bereichen verankert. Die technische Entwicklung schreitet so schnell voran, dass wir *jetzt* etwas bewegen müssen – und das wir nur funktionieren, wenn es gelingt, auf breiter Basis Verständnis für die Bedeutung der Netzneutralität zu wecken. Informieren Sie Ihren Bekanntenkreis und greifen Sie ruhig zu drastischen Formulierungen wie: “Du surfst doch gern im Internet, oder? Wenn die EU die Netzneutralität abschafft, dann spielt’s das bald nicht mehr so wie gewohnt!” Sollen Sie von Ihrem Gegenüber verständnislose Blicken ernten, dann erklären Sie bitte den Ernst der Lage. Es wär wirklich wichtig!

Leitfaden “Das neue Arbeiten im Netz”

Am 20.1.2015 präsentierte das Werdedigital.at Team um Meral Akin-Hecke den Leitfaden “Das neue Arbeiten im Netz”. Die kollektive Publikation richtet sich an Neueinsteiger in die Online-Welt, will diese mit veränderten Arbeitsweisen vertraut machen und ist ab sofort gratis als eBook-Download verfügbar sein. Ausführliche Beschreibungen Anfängertauglicher Internet-Skipisten, alles über die richtige Ausrüstung (beim Freisurfen auf 4chan unbedingt ein Lawinensuchgerät einstecken!) und ein exklusives Webgymnastik-Trainingsprogramm lassen von A wie “a href” bis Z wie “Zynga” keine Fragen offen.

Wir feiern um 19:00 Uhr im MQ WIEN Architekturzentrum, AZW Podium [Museumsplatz 1, Hof 7, 1070 Wien] mit einer Diskussionsrunde. Ich sehe einem angeregten Gespräch entgegen, denn Geekettes und Geeks treffen am Podium auf die harte österreichische Arbeitsmarktrealität, von der der Chef des AMS berichten wird – die Arbeitslosigkeit wird bekanntlich 2015 auf ein neues österreichisches Rekordhoch klettern. Da kann ein eBook allein natürlich nichts dran ändern, aber dem einen oder anderen Jobsucher hoffentlich zumindest helfen, Berührungsängste mit der Virtualität abzubauen. Die Veranstaltung morgen ist ausgebucht – doch auch wenn es keine freien Plätze mehr gibt: ab morgen steht das eBook unter leitfaden.werdedigital.at zum Download bereit.

Podiumsdiskussion Das neue Arbeiten im Netz

AZW, Museumsplatz 1, Hof 7, 1070 Wien

Michael Bartz, Professor Department Business IMC FH Krems

Johannes Kopf, Vorstand Arbeitsmarktservice Österreich

Anneliese Breitner, Autorin Being Social

Ingrid Gogl, Social Media Beraterin, Agentur datenwerk

Ritchie Pettauer, Online Marketing Berater / Blogger

Moderation: David Röthler, Projektleiter Werdedigital.at und Mitherausgeber des Leitfadens

eBook: Arbeiten im Netz

Das Titelblatt des Leitfadens zeigt, wohin die Reise thematisch geht.

Über 50 Experten [Twitterliste aller Autoren]  haben Beiträge verfasst, die jeweils ein Thema prägnant und leicht verständlich umreißen. Die Themenpalette reicht von Informationsrecherche über Publikation, Kollaboration und Bildung bis zu eGovernment, wer sich über einzelne Kapitel näher informieren möchte, findet weiterführende Literaturhinweise. Morgen erscheint “Das neue Arbeiten im Netz” von WerdeDigital.at als kostenloses eBook barrierefrei in verschiedenen Formaten, eine Print-on-Demand Variante für Papierfans ist in Vorbereitung.

Das Biachl steht übrigens unter der Creative-Commons-Lizenz CC BY SA, darf also weiterdistribuiert, verändert und auch erweitert werden. Also los mit dem Remixen!

 

6 Online Marketing und Social Media Trends für 2015

Die großen digitalen Neuerungen am Marketing Sektor blieben 2014 vordergründig zwar aus, doch hinter den Kulissen der responsiven Interfaces hat sich indes ausgesprochen viel getan: Vor lauter Innovationshunger haben wir die neuen Networks ello und tsu kurzfristig frenetisch abgefeiert, um sie bald darauf wieder links liegen zu lassen. Google würfelte mit den Panda und Penguin Updates in den vergangenen 12 Monaten die Top-Suchmaschine-Ergebnisse gehörig durcheinander, Content Marketing und Corporate Blogging sind im Mainstream angekommen, Facebook und Twitter sind mit rasanter Geschwindigkeit auf dem Weg vom Netzwerk zur Infrastruktur, die Goldgräberstimmung im Camp App hat endgültig nachgelassen. Welche Online Marketing Entwicklungen sich für die kommenden 12 Monate abzeichnen, lässt sich ganz ohne Glaskugel leicht extrapolieren.

1. Währungswechsel: Nutzer-generierte Inhalte statt Likes und Shares

User generated Content

Von Nutzern generierte Inhalte spielen die erste Geige. Im chinesischen Kalender heißt 2015 “Das Jahr des Selfies”

Marketingkampagnen werden partizipativer. 2015 wird es nicht mehr darum gehen, mit den eigenen Kampagnen und Inhalten möglichst viele Likes und Shares einzusammeln, sondern um möglichst originelle Text-, (Bewegt)Bild- und Wortspenden der Crowd. Wenige Ideen werden dabei so viel Reichweite generieren wie die Ice Bucket Challenge, aber die neue “Währung” in punkto Engagement heißt “User generated content” und wird im Lauf des Jahres Social Signals in den Hintergrund drängen: Wie bringt man (potentielle) Kunden dazu, eigene Inhalte zu veröffentlichen, die sowohl originell sind als auch die eigene Verkaufsstrategie und Markenaffinität stärken? Das wird die große Herausforderung für Social Media Manager im kommenden Jahr.

Aus diesem Grund wird 2015 kaum mehr eine Kampagne zukünftig ohne #Hashtag auskommen. Hashtag-Losigkeit wird sozusagen die neue Avantgarde.

2. Der Online-Handel hält Einzug in die Offline-Stores

Social Content wird crossmedialer. Immer mehr Brands werden die Kunden-Testimonials nicht nur im Web aggregieren, sondern auf allen möglichen Kanälen mit Kunden-Inhalten werben. Weit mehr Offline-Shops als bisher werden Video-Walls oder andere interaktive Display-Elemente integrieren, physische und virtuelle Touchpoints verschmelzen zusehends. Ein solides Monitoring-Setup und ein strukturierter Umgang mit Kunden-Reviews werden fixer Bestandteil des Business-Alltags, aber semantische Systeme und automatisierte Sentiment-Analysen werden auch 2015 nicht ihren Durchbruch feiern.

Der mobile Sektor wächst, nach den Visits nehmen auch die Conversions via Smartphone zu. Die große Zeit der App-Stores ist schon jetzt vorbei, (mobile) Web-Apps werden immer leistungsfähiger und ersetzen viele “dedizierte” Apps. Die zweite Generation von Big Data Anwendungen scharrt in den Startlöchern. Nicht künstliche Intelligenz, sondern Open Data Applikationen werden ganz neue Tools für die digital-analoge Welt ermöglichen.

3. Facebook: Mehr Infrastruktur, weniger Aktivität, mehr Instagram

Jüngere Zielgruppen (13-18) nutzen Facebook weit seltener als jene Generation, die mit dem blauem Walled Garden groß geworden sind. Zugleich aggregiert FB Inhalte von immer mehr Quellen. Je dichter das Gedränge, desto relevanter die Filtermechanismen. Smartwatches und Selbstvermessungsgeräte aller Art liefern immer mehr Daten, und für die Werbung muss schließlich auch noch Platz bleiben. Diese Entwicklungen führen unweigerlich dazu, dass das bisher erfolgreichste Social Network als “Stammtisch” und privater Kommunikationshub an Bedeutung verliert.

In einigen Märkten wird WhatsApp 2015 das Mutterschiff in punkto Nutzungsfrequenz deutlich überflügeln. So wie’s derzeit aussieht, stehen auch Instagram goldene Zeiten bevor, beide Services gehören bekanntlich ja längst zum Zuckerberg-Universum. Instagrams Hyperlapse wird Twitters Videoservice Vine richtig wehtun und möglicherweise sogar Youtube ein kleines Stück vom Bewegtbildkuchen abjagen. Privacy bleibt ein großes Thema, Snapchat zeigt, dass den Nutzern die Kontrolle über ihre Inhalte zunehmend wichtiger wird.

4. Webdesign wird personalisierter sowie CTA- und Content-orientierter

Personalized Content

Inhalte werden immer genauer auf die einzelnen Nutzer zugeschnitten.

Das Call-to-Action Prinzip kommt mit gut fünf Jahren Verspätung endlich auch im D-A-CH Raum an. Dass Webdesign keine Geschmacks-, sondern eine Conversion-Frage ist, hat gravierende Auswirkungen auf die Gestaltung und Struktur von Homepages. Optimierte Landing-Pages gewinnen an Bedeutung, starre CMS-Systeme geraten noch stärker ins Hintertreffen. Modernes Web-Publishing wird flexibler. Design wird immer Inhalts-zentrierter. In welche Richtung die Entwicklung gehen kann, zeigt die Early Beta des “Template-losen” CMS the grid.

5. Online Werbung: Die AdWords-Luft wird dünner, Native Advertising gewinnt an Bedeutung

Dass Google seit einiger Zeit AdWords-Anzeigen deutlicher als bisher kennzeichnen muss, führt mittelfristig dazu, dass auch Otto Normaluser zwischen bezahlten und organischen Ergebnissen unterscheidet. AdWords-Setups werden immer ausgefeilter, Keyword-Research, Kampagnentuning und fein granuliertes Tracking sowie stetige Konkurrenzbeobachtung machen SEA (Search Engine Advertising) und SEO immer ressourcen-intensiver. Große Brands werden verstärkt auf Native Advertising setzen (müssen), um neue Zielgruppen anzusprechen und ins eigene Social-Versum hereinzuholen.

6. Bloggen kommt endgültig im Marketing-Mainstream an

Trend 2015: Corporate Blogging

Blogs sind ein wichtiges Bindeglied zwischen Company und Crowd.

Der große Blogboom von 2014 wird nachlassen, die Szene konsolidiert und professionalisiert sich. Ich prognostiziere im D-A-CH Raum starkes Wachstum in noch wenig erschlossenen Nischen und eine dezente Stagnation am Lifestyle- und Testblog-Sektor. Außerdem werden mehr und mehr Unternehmen auf Corporate Blogs als Ergänzung im Marketingmix setzen. Blogger Relations werden zum ganz normalen Bestandteil von PR-Konzepten und während Social Media Manager längst etabliert sind, starten 2015 vielleicht schon die ersten Lehrgänge zum zertifizierten Corporate Blogger :-)

2015: Das Jahr der echten Interaktionen

Das Internet ist längst fixer Bestandteil der “Customer Journey” geworden. Mit Panda und Penguin hat Google Linkmanipulation ausgesprochen erfolgreich bekämpft, gekaufte Likes und Fans locken im Zeitalter der echten User-Interaktionen keine Conversion mehr hinter dem Ofen hervor. Nutzergenerierte Inhalte und Personalisierung quer durch alle Touchpoints werden die prägenden Digital-Merkmale des kommenden Jahres.

Wie lauten Ihre Online Marketing Prognosen für 2015?

Weihnachtsglückwünsche: Postkarte, E-Mail oder doch Anrufen?

Dezember: Glühmärkte, Adventwein und umgekehrt. So viele Weihnachtsfeiern, dass man für mehr als vier Zivilisten selbst unter der Woche kurzfristig keinen Tisch bekommt. Kleine Geschenke. Anfütterung ausnahmsweise sogar in Ministerien erlaubt, aber nur mit saisonalem Gebäck (“Vanille-Kipferl-Paragraph”). Echte und gespielte Besorgnis ob er doch noch kommen wird, der Winter. Und natürlich überquellende Postkästen: Spendenaufrufe, Weihnachtswünsche: Schau, da klebt ein Engelshaar am Briefträger! Die digitale Kommunikation nimmt zu, die analoge ebenfalls. In beiden Welten gilt: Was aus der Masse heraus sticht, fällt auf.

Doppelter Spitzenreiter meiner persönlichen All-Time-Einladungs-Charts ist und bleibt unangefochten die Laserbox: im Vorjahr kam die (natürlich gelaserte) Einladung auf Plexiglas, in diesem Jahr staunte ich nicht schlecht über ein Holzbrett mit sauber eingebrannten Event-Daten. Viel zu schade selbst für die ökologische Entsorgung! Hingehen konnte ich nur deshalb nicht, weil am vergangenen Wochenende mein letzter Vorlesungsblock an der FH Kufstein am Programm stand.

Von Divergenzen zwischen Sendern um Empfängern

Dort hat pünktlich am 1. Dezember der Adventmarkt aufgesperrt, also schien ein wenig Feldforschung überaus angebracht. Wo sonst trifft man denn sonst die beste Schweinsbratensemmel der Welt, weißen Glühwein und auskunftsfreudige Testsubjekte auf engstem Raum? Wir wollten von unseren 60 Interviewpartnern wissen, auf welchem Weg sie 2014 selbst Weihnachtswünsche verschicken und über welche Art von Feiertagswünschen sie sich selbst am meisten freuen. Zur Auswahl standen Post, E-Mail, Facebook, SMS, Telefonanruf und persönliche Gratulation, Mehrfachantworten waren erlaubt. Der Vergleich der beiden Ergebnisdiagramme gibt zu denken, auch wenn die Antwort auf Frage Nummer eins erstmal nicht überraschen.

Wie wünschen Sie Ihren Lieben, Freunden und Bekannten heuer frohe Weihnachten?

Fröhliche Weihnachten auf allen Kanälen.

Fröhliche Weihnachten auf allen Kanälen.

Die meisten (75%) gratulieren persönlich, 18 Prozent nutzen E-Mail, 5 Prozent mehr gratulieren auch via Facebook. Die gute alte Weihnachtskarte schlägt diese beiden digitalen Kanäle mit 28% locker, liegt aber deutlich hinter Telefonanrufen mit 38 und SMS mit 45 Prozent. Eine deutliche Divergenz ergibt sich erst nach Vergleich mit den Antworten auf die zweite Frage.

Über welchen Weihnachtsgruß freuen Sie sich am meisten?

So richtig beliebt sind Facebook und E-Mail Weihnachtskarten nicht.

So richtig beliebt sind Facebook und E-Mail Weihnachtskarten nicht.

Ganz klar, warum so viele persönlich gratulieren: 77% freuen sich über persönliche Grüße am meisten. Telefonanrufe liegen mit 32% fast gleichauf mit postalischen Grüßen (30%), Telefonanrufe sind mit 32% dann doch deutlich willkommener als SMS-Botschaften mit 23%. Unsere Befragten verschicken also eher SMS, statt zum Hörer zu greifen, möchten aber selbst lieber angerufen werden. Eine noch deutlicherer Unterschied zeigt sich bei E-Mail und Facebook: Magere 5% wünschen sich Weihnachtsgrüße in der Inbox, 5% auf Facebook.
Fazit: Wer nicht persönlich gratulieren kann oder will, greift besser zum Telefonhörer oder zur Briefmarke. Denn zumindest am Kufsteiner Adventmarkt, dessen Lage direkt neben der Fachhochschule übrigens das Durchschnittsalter der Gäste deutlich senkt, stehen persönlicher Kontakt und analoge Weihnachtsgrüße deutlicher höher im Kurs. Für dieses Jahr ist’s schon zu spät, aber spätestens 2015 werden ich statt eines digitales Weihnachts-Hunde-Fotos einen mindestens 8-seitigen Falzflyer von meiner bevorzugten Druckerei druckportal.de mit den besten Infografiken des Jahres und reichlich Lametta gestalten.

Wir haben dann übrigens auch noch gefragt, wo die Kufsteiner ihre Weihnachtsgeschenke besorgen. Genau die Hälfte geht klassisch shoppen, ein Viertel vertraut aufs Netz und die restlichen 25% nutzen beide Kanäle.

Kaufen Sie mehr Weihnachtsgeschenke online oder offline?

Die Hälfte der Befragten kauft zumindest einen Teil ihrer Geschenke im Internet.

Die Hälfte der Befragten kauft zumindest einen Teil ihrer Geschenke im Internet.

Eigentlich keine Überraschung: Bequemlichkeit beim Einkaufen wird geschätzt, aber wenn’s um was so Persönliches wie Weihnachtsglückwünsche geht, dann kann noch so viel Convenience den persönlichen Kontakt niemals ersetzen!

netidee Wettbewerb: Wir bezahlen für gute Internet-Ideen

Ende November lud die größte Internet-Förderaktion Österreich im Museumsquartier zur jährlichen Leistungsschau. Monika Pink-Rank und IPA-Vorstand Ernst Langmantel präsentierten Highlights der Vorjahre sowie einige der aktuell geförderten Projekte und vergaben erstmals den netidee Sonderpreis für Pro-Privacy Projekte. Bis zum nächsten Förder-Einreichschluss ziehen noch einige Monate ins Land. Wem gute Ideen unter den Fingernägeln brennen, der kann diese trotzdem sofort ins Rennen schicken: denn die netidee ruft in Kooperation mit Neurovation alle IT-Denker zum großen Ideenwettbewerb mit insgesamt 4.000 Euro Preisgeld auf!

Open Data, eLearning und Social Media Hunde

Anders als etwa AWS-Förderungen fokussiert die netidee, deren Förderbeirat ich seit einigen Jahren angehöre, nicht primär auf die wirtschaftliche Verwertbarkeit von Projekten, sondern auf deren Nutzen für die Allgemeinheit. Projekte, welche die Nutzung des Internet in Österreich vorantreiben und zu bonum commune Gütern wie frei verfügbaren Bildungsinhalten, Kulturangeboten etc. beitragen, sind unsere “Kernclientel”.

Open Data respektive eLearning Anwendungen spielen dabei eine ganz wesentliche Rolle. Zu diesen beiden Themen durfte ich beim netidee Best-Of am 20.11. im Museumsquartier eine Wortspende abgeben – Pula hab ich auf die Bühne mitgenommen.

https://www.youtube.com/watch?v=1bb3XoCBitU

netidee-Wettbewerb: Gute Ideen für ein besseres Internet

Noch zwei Monate, nämlich bis zum 2. Februar 2015, bleibt Zeit für die Einreichung eigener Ideen, anschließend stimmt die gute alte Crowd ab. Die Einreichungen in den zwei Kategorien “Themen-Idee” (Forschung- und Projektideen, Visionen) und “Promotion Idee” (Innovationen sichtbar machen) erlauben ein ausgesprochen breites Themenspektrum, erforderlich zur Teilnahme ist lediglich ein Wohnsitz in Österreich:

Egal ob du Ideen zu neuen Tools bzw. neuer Software hast, ob du dir über die gesetzlichen Rahmenbedingungen im www Gedanken machst, du Vorschläge zur Verbesserung der Netzinfrastruktur hast oder du dich mit den sozialen Aspekten und Synergieeffekten des Internets auseinandersetzt – teile deine Gedanken mit uns. Das Internet-Förderprogramm netidee möchte mit dir gemeinsam Trends und Chancen aufspüren.

netidee - innovative Ideen

Ideen fürs österreichische Internet gesucht! (Foto: Thomas Peintinger)

Der Ideenwettbewerb richtet sich keinesfalls nur an technisch Versierte Code-Füchse. Verlost wird das Preisgeld ja schließlich nicht für fertige Prototypen, sondern für inspirierende, innovative Ideen. Hier geht’s zur Teilnahme:

www.netidee.at/internetzukunft

Friend Cleanse und warum die Neugier dann doch siegt

Unlängst habe ich mal einer Freundin meine Meinung zum Thema “Sudern & alle sind gegen mich” gesagt. Via persönlicher Nachricht natürlich. Ich war nicht die erste in unserem Freundeskreis, die das gemacht hat. Die Folge davon: Ich und alle in unserem Umfeld wurden auf Facebook entfriendet bzw. geblockt. Selbst diejenigen, die potentiell noch dasselbe sagen könnten. Dann habe ich mich mal schlau gemacht: Ent-frienden ist wirklich ein Trend. Es gibt inzwischen wirklich viele Tipps, wie man das am besten macht. Das Frauenmagazin GRAZIA empfiehlt:

Neuer Social-Media-Trend: Entfreunden heißt jetzt Friend Cleanse und ist inzwischen auch in mainstreamigen Fraugengazetten ein Thema: Wie bitte? Sie folgen Ihrem Ex immer noch auf Twitter und Instagram? Das könnte zu Missverständnissen führen. Höchste Zeit, die Accounts mal richtig durchzuputzen… Wir erklären Ihnen wie und wie sich die Stars von lästigen Followern befreien.

Wer sich die Zeit nimmt, einen Friend Cleanse durchzuführen, geht meistens nach dem Prinzip vor, die Leute zu entfernen, die am meisten nerven. Wie in Jimmy Kimmels Straßenbefragung dazu unlängst zu sehen war, handelt es sich dabei um Leute, die sich z.B. erlauben, jeden Morgen “Guten Morgen” zu posten. Oder noch schlimmer: Wieviele Kilometer sie gelaufen sind. Ganz schlimm sind aber jene, die glückliche Happy-Peppi-Familien- und Freundschafts-Bilder posten. Oder gar Karibik-Fotos, während man sich selbst bei der entsetzlichen Kälte vor Ort ohnehin schon dabei ertappt, depressiv nach dem “Sinn des Ganzen” zu fragen:

https://www.youtube.com/watch?v=ofNEVG0gjTY

Nun gut, nun denn. Wenn es nur so einfach wäre. Da war die eine Freundin, die dann doch nicht davon lassen konnte und geblocktes wieder ungeblockt liest. Dann wären da noch die anderen, die manchmal böse auf einen sind, weil man ja sie nicht in die eigene Vorlesung eingeladen hat etc. However, alle haben dir als Strafmaßnahme ein Blockieren angedroht, alle haben es getan. Das Lustige daran: Niemand hat es länger als ein paar Wochen durchgehalten, so zumindest meine Erfahrungen mit dem Thema Friend Cleaning.

Friend Cleanse: Je höher der Glanz, desto tiefer und schöner der Fall

Warum lösen so viele nach einer gewissen Zeit wieder ihre Blockaden, sprich: Friend-ge-cleante bekommen wieder einen Friend Request zugeschickt (so merkte ich bei den meisten überhaupt erst, dass sie mich gecleant haben) oder von Postings gezielt ausgeschlossene Personen dürfen plötzlich wieder mitlesen?

Nun, es ist dasselbe Prinzip, nach dem Celebrity-Beiträge funktionieren, Horror-Meldungen gerne gelesen werden oder einen ganz einfach die Kontrollsucht wieder einholt. Wir wollen eben wissen, was der andere so treibt, ergo, was in dieser Welt so vorgeht. Bei Stars und Sternchen interessieren uns die Skandale, bei den Happy-Peppi-Fotos der Freunde ebenso der spätere tiefe Fall: “Ha, dem geht’s auch nicht besser als mir! Zu früh gefreut!” Nicht nur bei Horrormeldungen wie Naturkatastrophen, Erdbeben etc. kann man unterbewusst seine eigene Situation legitimieren. “Wie schrecklich das ist, seien wir doch froh, dass es uns eigentlich ohnehin so gut geht.”

Facebook Friend Cleanse

Friend Cleaning statt Frühjahrsputz? Das Management der erwünschten Kontakte birgt so seine Tücken.

Dann wäre da natürlich noch die Informationsfunktion, im Bekannten- und Freundeskreis “Neugier” genannt. “Was die oder gar der Ex wohl gerade treibt? Die oder der werden sich anschauen: Nichts mehr mit Kletterfotos ohne mich. Keine lustigen Party-Pics mehr, wenn ich nicht dabei bin…”

In der Medienwissenschaft nennen wir das Nutzenansatz bzw. Uses and Gratifications Approach. Die Information, die Kontrolle, die Legitimation der eigenen Situation, sich als Teil einer Familie/Gruppe zu fühlen, sind nur einige Aspekte, die diese Bindungen an auch “nervige oder gar böse (z.B. Trennung, Meinung sagen) “Freunde” oder generell Kontakte erklären. Nicht persönlich bekannte Akteure (soll ja auf Facebook und Co ab und an vorkommen) erfüllen auf Social Media Plattformen auch die Funktion, die F.R.I.E.N.D.S. einer Serie abdecken können. Man fühlt sich nahezu als eine Art Familienmitglied und will schließlich wissen, wie lange der öffentlich zelebrierte Liebeskummer von “LaBoum1″ noch andauert. Oder ob der Fasan von “Walterissttaeglich” bei dem besch… Rezept genießbar war.

Wie auch immer, ich stehe dazu, ich mag auch die “nervigen” Freunde gerne. Ich will Eure Geschichten, Partypics und Tränen. Ich brauche nicht nur trockene Politik- und Wirtschaftsnews. Ihr kriegt dazu im Gegenzug meine @Pula Dog-pics. Gebt mir ruhig ein wenig Emotionen und Drama. Friend Cleanse: Fange ich mir gar nicht an!


Titelfoto: Rainer Sturm / pixelio.de