Mein Fotoalbum – Events, SLR-Fotografie und was mir sonst noch so unter die Linse kommt.

Wenn Hunde mit Leuchtbändern über die Wiener Ringstraße flanieren

Pula hat heute netterweise Astrid und mich zum ersten Wiener Hunde-Nachtspaziergang mitgenommen. Hund hätte sich anmelden müssen, aber da Pula erst eine halbe Stunde vor dem Massenstart bei der Summerstage von der großen Hundezusammenkunft erfahren hatte, riskierten wir die Last-Minute-Teilnahme. Die freundliche Dame am Empfang schrieb uns mit auf die Liste und händigte Pula ihr Leuchthalsband aus, denn das Motto der Veranstaltung lautete “Mehr Sicherheit für Hunde”.

Ausgedacht hat sich den nächtlichen Spaziergang über den Ring wohl das Team der Kronenzeitungs-Tierecke. Futter für die Hunde sowie Drinks und Snacks für Herrlis und Fraulis sponsere Nestlé im Namen der hauseigenen Premium-Hundefuttermarke Beneful. Ich hab mich gefragt, ob die Veranstaltung wohl als Demonstration angemeldet war und wofür oder wogegen Hunde auf die Straße gehen… die Antwort lautet vermutlich: Zum Spaß.

Pula hat dann auch gleich ordentlich zugelangt, denn auswärts schmeckt’s ja bekanntlich immer viel besser. Während sie zuhause schon missmutig dreinschaut, wenn abends eine Dose in den Napf kommt statt Haushundskost und um Trockenfutter einen ausgedehnt großen Bogen machen würde – egal ob Beneful, Real Nature, Select Gold oder was auch immer – benimmt sie sich am Party-Buffet wie der sprichwörtliche Niki Lauda.

Trotz zahlreich versammelter Hundemeute hielt sich das Gebell bei Maggie Entenfellners Ansprache in engen Grenzen. Leider bin ich einmal mehr um die Gelegenheit für einen Selfie mit Pamela Andersons Peta-Testimonial-Kollegin bei der “Lieber-nackt-als-Pelz” Kampagne umgefallen: Sie hatte im Anschluss an die Rede schon ja gesagt, im nächsten Moment jedoch feststellen müssen, dass ein diebischer Tierfeind, just während sie die versammelten zwei- und vierbeinigen Dogwalker begrüßte, ihre Gucci-Tasche entwendet hatte.

Dog Nightwalk Vienna 2015

Weitere Fellnasen Portraits von heute Abend gibt’s auf meinem Fotoblog RitchiePettauer.net.

Ich wünsche der Krone Tierecke-Chefin alles Gute und dass sie ihre Tasche wiederfinden möchte und ziehe – wie der vagabundierende Roland Girtler zu schreiben pflegt – weiter.

Backstage-Footage: Pula hat die Party bei der Summerstage jedenfalls ganz hervorragend gefallen – und sie war so aufgeregt, dass bei der anschließenden Afterparty dann definitiv nicht mehr viel ging:

 

Kameravergleich: iPhone versus Spiegelreflex

“Die beste Kamera ist die, die man dabei hat,” sagt Andrej Harvey aka mootpointer. Was wiederum die Produzenten des “Weapons of Mass Production” Podcasts wohl auf die Idee brachte, sich mal ganz unvoreingenommen die Frage zu stellen, ob die Zeit reif sei für größere Hosen- respektive Handtaschen. Für sehr viel größere Hosen- respektive Handtaschen, denn wo ein Smartphone Platz findet, da passt noch lange keine Nikon SLR und schon gar keine Hasselblad rein.

Daraus entstand das folgende, wunderschön produzierte Video, das jede Menge Argumente contra Gewichtsersparnis und pro Pro-Gear liefert. Witziger als ein TED-Talk, informativer als jedes Katzenvideos:

http://www.youtube.com/watch?v=qZMvJ5qFWlc

Die Gegenargumente liefert Andrew “The worst photo is the one you haven’t taken” Harvey im folgenden Talk, der eindrucksvoll, wenngleich nicht unbedingt freiwillig, demonstriert, dass sich schweres Gerät keineswegs durch Kreativtät ausgleichen lässt.

http://www.youtube.com/watch?v=iooSX2EC8wo#!

Gewinnspiel: Photo+Adventure 2010

Die zwei Neigungsgruppen Fotografie und Adventure-Reisen bilden naturgemäß eine beträchtliche Schnittmenge, und genau deshalb bringt die Photo+Adventure beide Themen zu einer gemeinsamen Messe zusammen. Alle Branchengrößen sind vertreten, Individual-Reise-Veranstalter und Outdoor-Ausstatter ergänzen das Messe-Portfolio, wobei in diesem Jahr der Fokus auf “nachhaltigem Reisen” liegt. Die Veranstaltung bietet neben den neuesten Produkten auch ein umfassendes Rahmenprogramm mit Fachvorträgen, Workshops und Seminaren.

photoadventure

Die Photo+Adventure findet am Samstag, 30.10. und Sonntag 31.10.2010 jeweils von 9 bis 18 Uhr in der Messe Wien, Congress Center, statt. datenschmutz verlost drei Messe-Packages:

  1. Preis: 2 Tickets für die Photo+Adventure plus 1 DVD von video2brain: Praxistraining Fotografie Panorama
  2. Preis: 2 Tickets für die Photo+Adventure sowie das Buch Calvinize von Star-Shooter Calvin Hollywood
  3. Preis: 1 Ticket für die Photo+Adventure

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Almcamp 2010: Fotos, Fazit und die Barcamp-Zukunft

Meine zwei Veranstaltungs-Highlights im Vorjahr waren eindeutig die Mix in Las Vegas und das Almcamp 2009. Unterschiedlicher geht’s kaum: einmal mitten im größten Erwachsenen-Themepark der Welt, einmal mitten in den Kärntner Bergen auf über 1.600 Metern Seehöhe: mögen andere visualisieren, auf hohe Berge zu steigen oder zu tiefsten Riffen abzutauchen, ich bevorzuge eindeutig Event-Extreme.

Einziges Problem im Vorfeld des Almcamps 2010: dank der unglaublich gut gelungenen Premiere im Vorjahr stand das Erwartungshaltungs-Thermometer auf Höchsttemperatur. Glücklicherweise allerdings völlig zu Recht, wie die zwei Tage auf der Leonhard-Hütte im Maltatal eindeutig bewiesen. Einziger Unterschied zur Erstauflage: das WLAN war wesentlich stabiler, die Sessions für mich persönlich noch um einiges spannender und der Kater… musste zuhause bleiben. Ich hab mir nämlich erlaubt, die Almcamper zu einer kleinen Rumverkostung einzuladen, und mit Hilfe der kubanischen Systema Solera Destillate durchaus erfolgreich, wie ich meine, das eine oder andere Vorurteil über Zuckerrohr-Erzeugnisse ausgeräumt.


Ausgesprochen entgegen kommend von Mark Zuckerberg fanden wir, dass mit dem Release der neuen Gruppen bis knapp vor dem Almcamp-Wochenende wartete, denn die boten Stoff für ausgiebige Diskussionen über mögliche Einsatzszenarien. Mit den zusätzlichen Kollabo-Features will Facebook offenbar eine Lücke schließen und rüstet Möglichkeiten für Online-Zusammenarbeit nach, die einigen Konkurrenten noch heftige Kopfschmerzen bereiten dürften.

Spannend fand ich Achims Ausführungen zur HDR-Photographie inklusive der live vor Ort angefertigten Praxisbeispiele – datenschmutz-Leserinnen und Lesern dürfte in der Vergangenheit nicht entgangen sein, dass ich genau wie Achim diese Erweiterung der kreativen Möglichkeiten sehr spannend finde. Wer High Dynamic Range Bilder gar nicht mag, dem sei verraten: Paracelsus’ alter Spruch gilt auch hier: Die Dosis macht das Gift. Ganz nach meinem Geschmack war natürlich auch die Cheating-Session: auf grandios unterhaltsame und ausgesprochen informative Art und Weise führten Judith Denkmayr und Gerald Bäck die Teilnehmer in die hohe Kunst des Geocheating ein. Erzählen Sie’s nicht weiter, aber die virtuelle Besteigung des K2 war erst der Anfang… In der anschließenden Diskussion waren wir sich dann zumindest die passionierten (Ex-) Gamer schnell einig: Cheats gehören nun mal zu Computerspielen wie Rucola auf die Rindscarapaccio-Pizza. Muss man auch probieren, um mitreden zu können. Aber dass manche Leute mehr Spaß dran haben, sich und andere möglichst penibelst recht arbiträren Regelwerken zu unterwerfen, statt Systemgrenzen auszuloten und das Spiel auch mal im erweiterten Kontext zu spielen, werd ich trotzdem nie verstehen.

Bedenkenswerte Anstöße zu einem in der Online-Welt viel zu wenig diskutierten Thema gab Max Rossberg. Er stellte das Konzept der Cultural Dimensions von Professor Geert Hofstede vor. Dessen Analyse der unterschiedlichen kulturellen Werte und Normen liefert einen brauchbaren Erklärungsansatz für die sehr unterschiedliche Wahrnehmung und Nutzung von Social Media Services in den USA und in Europa, speziell im Hinblick auf Privacy- und Plattform-Transparenz.

Kurz gesagt: die 48 Stunden waren intensiv, entspannend, lehrreich – und das alles bei großartigem Ausblick und frischer Bergluft. Danke den Organisatoren, den Wirtsleuten der Leonhard-Hütte und den Almcampern für ein fantastisches Wochenende! Ich freue mich (und bin ein wenig stolz), dass ich Teilnehmer und Sponsor dieser außergewöhnlichen Netzkonferenz sein durfte.

Quo vadis, Barcamp?

Für mich hat das Almcamp 2010 einmal mehr bestätigt, dass das Barcamp-Konzept in einer kleinen Gruppe wesentlich besser funktioniert. Bei den “großen” Barcamps in Wien orte ich zwei Probleme: einerseits ist von den Grundideen “You do talk about barcamp” und Co. nicht wahnsinnig viel übrig geblieben, andererseits lässt sich bei 200 Besuchern die Idee der Aufhebung der Grenzen zwischen Referenten und Publikum kaum mehr realisieren.

Aber das alles wäre halb so schlimm, hätte nicht so ziemlich jede Werbe und PR-Agentur mittlerweile mitbekommen, dass man auf solchen “Unkonferenzen” eine Menge über diese komische Online-Welt lernen kann, die so wenig mit Old-Media-Konzepten gemeinsam hat. Nun sind Barcamps aber keine Gratis-Nachhilfekurse in Social Media Literacy, sondern ein Austausch von Internet-Praktikern, -theoretikern, -techniker und -philosophen. Mit wachsender Größe wird die “Finanzierung” immer komplizierter, das Catering immer aufwendiger, aber der Dialog immer weniger – kein Wunder, denn ganz ehrlich gesagt habe ich selbst auch überhaupt keine Lust, so richtig aus dem Nähkästchen zu plaudern, wenn ein immer größerer Anteil der Besucher bloß die Ohren spitzt, aber den Mund konsequent geschlossen hält. Und ich weiß aus zahlreichen Gesprächen, dass ich mit meiner Meinung keineswegs allein darstehe. Wie sehen diese vielzitierten Barcamp-Regeln eigentlich aus? Ganz einfach:

  • 1st Rule: You do talk about BarCamp.
  • 2nd Rule: You do blog about BarCamp.
  • 3rd Rule: If you want to present, you must write your topic and name in a presentation slot.
  • 4th Rule: Only three word intros.
  • 5th Rule: As many presentations at a time as facilities allow for.
  • 6th Rule: No pre-scheduled presentations, no tourists.
  • 7th Rule: Presentations will go on as long as they have to or until they run into another presentation slot.
  • 8th Rule: If this is your first time at BarCamp, you HAVE to present. (Ok, you don’t really HAVE to, but try to find someone to present with, or at least ask questions and be an interactive participant.)

Size matters, und ich bin mir sicher, dass auch in Zukunft spannende, inspirierende und inspirierte Barcamps stattfinden werden – aber vermutlich in kleiner Runde, themenspezifisch und/oder nicht mehr ganz so offen zugänglich wie bisher. Denn “No tourists” gilt mittlerweile nicht mehr, und ein Barcamp lebt nun mal von aktiven Besucherinnen und Besuchern. Social Media genießt inzwischen eine enorme kommerzielle Aufmerksamkeit, die diesem offenen Format nicht unbedingt gut tut. Und genau deshalb macht’s so viel Spaß, mal wieder auf die Alm zu “flüchten” und mit Geek-Kollegen ganz offen und ohne “Sauger-Bedenken” zu diskutieren – quasi wie in “alten Zeiten”, als wir einfach nur deshalb dauernd ins Netz wollten, weil’s so irre spannend und so irre und so spannend war. Und ist. Und nicht weil der Chef letzte Woche beim Jour Fix meinte, dass die Firma jetzt endlich mal “auch was mit diesem Social Media Zeugs machen muss.”

datenschmutz im Alp-Modus

Seit Sonntag ist Vorarlbergs Ruf vom sauberen Bundesland ein für allemal dahin. Österreichs westlichstes Bundesland leidet unter einer in der Geschichte des Landes beispiellosen Blogger-Invasion: Alma schickt in diesem Sommer nämlich 10 Alp-Reporter auf den Berg, die als Testimonials für die durchwegs ungewöhnliche Produktion des Vorarlberger Alpkäses fungieren sollen. Ich bin einer davon und gestern in Oberdamüls angekommen.

Blick von der Alpterasse
Blick von der Terrasse der Alp Oberdamüls ins Tal Weiterlesen

Unternehmergeist edelbitter

“Erst wenn der letzte Kugelschreiber bedruckt, das letzte Feuerzeug gebrandet, die letzte Schlüsselkette mit Metalldruck-Logo versehen ist, werden die Marketingleiter feststellen, dass man Give-Aways nicht essen kann”, sagte einst Chief Preckinwise und Legionen unschuldiger Schüler musste bei europaweiten Malwettbewerben kindlich-apokalyptische Zukunftsvisionen einreichen. Ein Wunder, dass die EU-Abstimmung trotzdem positiv ausging… aber die Theorie vom nicht zum Verzehr geeigneten Marketingartikel widerlegen diese schmackhaften Triangel:

Unternehmergeist edelbitter

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Barcamp Vienna 2010 – Fotos und Fazit

Definitiv kein Durchschnittswochenende! Am vergangenen Samstag und Sonntag diskutierten, präsentierten und web-philosophierten über 200 Geeks, Blogettes, Micro-Blogger, Facebook-Junkies und Open Source Apostel den Status quo unsere digitalen Lieblings-Spielwiese. Wie schon 2008 stellte Microsoft Österreich seine Räumlichkeiten für die Unkonferenz zur Verfügung. Ein Riesen-Dankeschön an die Organisatoren Max Kossatz und Rolf Mistelbacher sowie an allen Sponsoren, Helfern und Besuchern für ein spannendes Wochenende!

Sessions: die richtige Mischung

Der Tenor der Barcamp-Besucher, mit denen ich gesprochen habe, war eindeutig: der Session-Cocktail war gut gemixt, sprich von politischen Themen über Marketing-Updates bis zu Hardcore-Techtalks gab’s ein breites Spektrum, bei dem so ziemlich jeder was Passendes gefunden habe dürfte. Besonders gut gefallen haben mir Geralds Vortrag über die Vermessung des österreichischen Twitter-Versums, Max’ Session über Public Data (dazu morgen mehr) und Richard Hemmers Präsentation zu BPs Krisenkommunikation im Social Web. Live-Streams gab’s diesmal keine, und das war auch gut so, denn das WLAN hat die geekhaft hohe Anzahl an Requests pro Sekunde spielen vertragen.

dChris und seine Steadycam

Eines meiner persönlichen Highlights war natürlich die Verwandlung in einen Cyborg aka das Ausprobieren von dChris neuer Ganzkörper-Steadycam. Nun ja, nicht ganz: man schnallt sich bloß so eine Art kugelsicherer Weste um, in die man anschließend den Steady-Cam Aufsatz einhängt. Klingt martialisch und sieht auch so aus:

DSLR Steadycam

Unglaublich, wie gut dieses rund 3.000 Euro teure System funktioniert – mit dem Ablaufen des Steadycam-Patents wird eine aus dem professionellen Kino nicht mehr wegzudenkende Technologie endlich auch für ambitionierte DIY-Filmer zugänglich; grandios! Chris hat das Teil erst seit kurzer Zeit, ich bin schon sehr gespannt auf die ersten Ergebnisse. Aber damit nicht genug Hardware-Posing: Herr Lendl hat auch noch seine Softbox samt neuer Blitz-Funksteuerung mitgebracht und im Innenhof eine Portrait-Session gestartet. Soviel Equipment will natürlich eingesetzt werden: seit kurzem ist Christianlendl.com online und ich hab ein neues Lieblings-Photoblog!

Microsoft und Barcamps

Ein Wort zur Location: da der eine oder andere sich im Vorfeld bemüßigt fühlte, das angebliche “Evil Empire” Microsoft (ihr verwendet vermutlich Apple Hardware. Gratulieren, diese Firma hat mit Kontrollwahn ja wirklich nicht am Hut) als für ein Barcamp ungeeignet zu bezeichnen, möchte ich an dieser Stelle nur sagen: auf den meisten Barcamps der Vergangenheit gab’s mehr “Verkaufsvorträge” und Eigenpromotion als letztes Wochenende. Das Microsoft-Gebäude auf der Euro Plaza ist ein genialer Unkonferenz Ort. Die Wiener Barcamps werden nun mal immer größer, und damit steigt der Platzbedarf, erstmals liefen drei parallele Tracks plus diverse Breakoutsessions. Bei Microsoft gibt’s nicht nur hervorragend ausgestattete Vortragsräume in ausreichender Zahl, sondern auch einen sehr gemütlichen Innenhof-Garten (siehe Stefans 360-Grad-Panorama vom Barcamp) und die Raumaufteilung mit der großen Lounge ist für eine solche Veranstaltung perfekt. Also sehr gerne nächstes Jahr wieder! Das muss mal gesagt werden, die Unkenrufer kommen ja dann erst gar nicht, sonst müssten sie womöglich noch ihre Meinung ändern… aber ihr könnt hier nachlesen, falls ihr mir nicht glaubt! :frog:

Thomas Malone erforscht kollektive Intelligenz

Gemeinsam mit bloggenden Kolleginnen und Kollegen lud mich die A1 Telekom heute nachmittags ins Museumsquartier zu einem Tabletalk mit MIT-Professor Thomas Malone. Ausgehend von der These, dass Intelligenz nicht nur im Individuum, sondern auch im Kollektiv entstehen kann, beschäftigt sich Malone insbesondere mit Online-Kommunikation. Im kurzen Impulsreferat wurde rasch klar, dass Malone einen sehr weitgefassten Begriff von Intelligenz hat – zu den kollektiven kognitiven Fähigkeiten gehört seiner Definition nach auch gespeichertes Wissen. Hier ein paar Fotos aus dem Raum D:

Im Anschluss an die Diskussion habe ich mit Thomas W. Malone ein kurzes Gespräch geführt. Er unterrichtet übrigens nicht “nur” am Massachusetts Institute of Technology unterrichtet, sondern hat die berühmte High-Tech Kaderschmiede sogar mit gegründet. Über Facebook und Privacy haben wir ebenfalls gesprochen, Frank Schirrmacher und Co. dürften Malones Meinungen jedenfalls kaum zustimmen. Das Video gibt’s diese Woche auf datenschmutz.

Fotos vom eDay 2010

Gestern endete der eDay für mich mit einem ausgesprochen gemütlichen Abendessen beim Reisinger’s. Kulinarisch sowieso (Carne Saltada: 1 Woche lang in Salz-Kräuter-Kruse marinierter, kurzgebratener Tafelspitz – yummy!), thematisch auch passend, schließlich wurde Michaels Restaurant mehrmals als löbliches Beispiel für gelungenes Social Media Marketing erwähnt. Dieses Beispiel zeigt deutlich, dass es viel weniger auf shiny Homepage und technische Gadgets ankommt als auf konsequente Nutzung von Social Media Tools zur Kundenbindung: da könnte sich tatsächlich so mancher Marketingdirektor ein Beispiel nehmen…

Von denen waren natürlich jede Menge am eDay vertreten – ich hab außer Matthias’ Keynote und der Online-Marketing Session leider keine Vorträge gehört, weil ich abwechselnd mit Filmen und Tratschen beschäftigt war (Videopodcast folgt asap), aber alle Vorträge wurden mitgefilmt und werden in den nächsten Tagen online gestellt.

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Fotogalerie: Medienwelten im Technischen Museum Wien

Im vergangenen Semester machte ich mit meinen FH-Studenten eine Exkursion ins Technische Museum Wien. Obwohl Direktorin Dr. Gabriele Zuna-Kratky sowohl museumsdidaktisch als auch PR-technisch einen hervorragenden Job macht, stattet nur ein Bruchteil der Wiener Medien-Studentenschaft dem imposanten Bau in der Mariahilferstraße 212 einen Besuch ab. Dabei hält die fixe Sonderausstellung Medienwelten eine ganze Serie von Aha-Erlebnissen bereit. Sie zeigt die Geschichte der technischen Medien anhand zweier Entwicklungsstränge:

Auf der einen Seite ist die Entfaltung von Post-, Telegrafen-, Telefon-, Funk- und Rundfunknetzwerken zu sehen, auf der anderen die Entwicklung von Bild-, Ton- und Druckmedien sowie Medien der Datenverarbeitung.

Auf insgesamt 2500m2 Ausstellungsfläche findet sich ein faszinierendes Spektrum historischer Gerätschaften: von den ersten “Bewegtbildern” in Form mechanisch-optischer Täuschungen über die Daguerreotypie, frühe Kameras, Fernschreiber bis hin zu Smartphones spannt die Ausstellung den Bogen der Geschichte der Informationsvermittlung. Am Sonntag war ich wieder in Ausstellung – diesmal mit SLR-Kamera.

Dabei fälllt einem so manche Skurrilität ins Auge: wussten Sie, dass es Fernschreiber gab, bei denen die Texteingabe über ein sprichwörtliches “Keyboard”, also eine Klavier-Tastatur erfolgte? Oder dass bereits vor der Erfindung der elektronischen Bildröhre Herr Nipkow mit Hilfe einer komplizierten mechanischen Konstruktion bewegte Bilder übertragen konnte? Die Fotos vermitteln nur einen Bruchteil der Ausstellung – einen Besuch kann ich Ihnen nur wärmstens empfehlen, und nehmen Sie sich ausreichend Zeit: denn hier wird jene Entwicklung, in die Medienhistoriker a posteriori Entwicklungslinien einschreiben, im wahrsten Sinne des Wortes begreifbar!

 

Die Wiener Runde über E-Mail

Achtung, Podcast voraus: zum zweiten Mal berief Michi heute eine fast spontane Zusammenkunft der Wiener Runde ein; ihr gehören neben fast allen Mitgliedern des ÖIR noch weitere exzellente Experten auf dem Gebiet digitaler Großartigkeit an. Den Audiomitschnitt gibt’s demnächst, wir hatten während der Diskussionrunde ausgiebig Gelegenheit, unsere diversen Webcam-Effekte zu testen und über das Retro-Thema “E-Mail: liebe deinen Klammeraffen wie dich selbst” zu diskutieren. Außer Judith, aber der benutzte einfach ihren echten Kater:

Die Wiener Runde

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Das Granit-Outlet

Während “Auslass” wenig sexy klingt, verheißt der Name “Outlet” im Shopping-Kontext vermeintliche Schnäppchen. Von der Fabrik ohne Zwischenhändler direkt zum Verkäufer – das zieht im Modebereich so gut, dass es mittlerweile fast mehr Outlets als Shops gibt. Und der Trend greift auch auf Sparten über, bei denen man das nicht unbedingt vermutet hätte:

Das Granit-Outlet

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Barcamp Klagenfurt 2010: 50 Beweisfotos und ein Konzertmitschnitt

Herzlichen Dank dem Organisationsteam des Barcamp Klagenfurt 2010: wie schon in den Vorjahren zwei tolle Tage mit hervorragenden (und mittlerweile wohl durchaus obligatorischen!) Kärntner Kasnudeln und spannenden Sessions. Meine persönlichen Highlights waren Olaf Nitz’ Präsentation über Social Media und Social Search sowie Gerald Bäcks Session zum Thema “Reichweitenmessung auf Twitter”. Hier endlich mit ein wenig (upload-technisch bedingter) Verspätung meine Fotos vom #bcklu und ein äußerst musikalisches Podcast-Special – ‘njoy!

 

 

Olafs Vortrag beschäftigte sich mit dem aktuellen Shift im SEO-Bereich: durch die zunehmend größere Bedeutung der “Social Search” (im Prinzip nix anderes als die digitale Integration des Word-of-Mouth Effekts in der erweiterten Contact-Cloud) ändert sich das SEO-Business grundlegend. Und für Big Player wie Google tut sich abseits des Pagerank-Algorithmus eine Chance auf, Manipulationsversuchen wesentlich effektiver zu begegnen als bisher:

Gerald stellte eine von ihm entwickelte Auswertungsmethode vor, die nicht auf die bloße Followerzahl setzt, sondern die Qualität der einzelnen Follower berücksichtigt Sein Fazit, dem ich mich nur anschließend kann: Mittelfristig werden die Listen das Kriterium “Followeranzahl” ersetzen – was dazu noch fehlt, ist eine adäquate Implementation auf Client-Seite zur Anzeige von Drittlisten, die sicherlich nicht lange auf sich warten lassen wird.

Alle Sessions sind zum Nachgucken via ustream verfügbar: Raum 1 | Raum 2

Barcamp Klagenfurt Jam-Session: Knockin’ on heaven’s door

Am Freitagabend gab’s eine musikalische Auftaktveranstaltung im überaus sympathischen raj, einem gemütlichen Clublokal des Vereins Innenhof-Kultur (großartige bosnische Cevapcici!) Achim Meurer, Olaf Nitz und Christian Lendl rockten die Hütte – ich hoffe auf ein Follow-Up beim nächsten Barcamp!

 

 

http://vimeo.com/9375717