Die etwas unglückliche deutsche Übersetzung „Schwarmauslagerung“ lässt nicht erahnen, worum es hier geht. Mit Outsourcing, also der Auslagerung einzelner (Unternehmens-)Aufgaben, hat Crowdsourcing freilich nichts zu tun: gemeint ist die smarte Ausnutzung der „Intelligenz der Masse“: wenn ein blindes Huhn manchmal ein Korn findet, dann müssen dem Gesetz der Statistik zu folge in einer ausreichend großen Hühnerschar quasi permanent Kornfunde auftreten, so die Logik hinter diesem Neologismus.

Jeff Howe und Mark Robinson vom Wired Magazine haben diesen Ausdruck geprägt, der inzwischen häufig kritisch diskutiert wird: denn Crowdsourcing erfordert in der Regel die Mitarbeit einer großen Anzahl freiwilliger oder schlecht bezahlter Helfer, und mittlerweile versucht eine ganz Armada von Online-Unternehmern, diese Gratis-Arbeitskraft für eigene Gewinnabsichten geschickt auszunutzen. (Aber manchmal bekommen Power-User für ihre Mitarbeit sogar einen iPod geschenkt. Oder zumindest eine iPod-Attrappe.)