disclosure Info
NDA ist die Abkürzung für Nichtoffenbarungserklärung (Non-Disclosure Agreement).
Auf datenschmutz berichte ich ausführlich über neue Web 2.0 Services, Online-Marketing und verschiedenen Möglichkeiten, Geld mit der eigenen Seite zu verlinken. Wenn ich auf Services wie Link-Vault, Text-Link-Ads und Co. verlinke, dann verwende ich immer die sogenannte Affiliate URL.
Mit diesen speziellen Links tracken Werbepartner, wer neue Werber/Publisher an sie verwiesen hat - in der Regel bekommt der Referrer einen bestimmen Bonus, wenn sich ein neuer Webmaster registriert und zB. das TLA-Plugin installiert. Selbstverständlich entstehen den LeserInnen, die auf einen solchen Affiliate Link klicken und sich bei einem neuen Service registrieren, keinerlei Nachteile.
Trotzdem fühlen sich immer wieder moralisch besonders “hochstehende” User motiviert, mich in Kommentaren darauf hinzuweisen, dass diese Verwendung der Affiliate Links nicht okay sei. Da fallen Begriffe wie “Bauernfängerei”… und um nicht jedes Mal ausführlich argumentieren müssen, hier meine Sichtweise der Dinge: Ich verwende viel Aufwand darauf, auf datenschmutz praxistaugliche Informationen zur Verfügung zu stellen. Alle Services, die ich beschreibe/empfehle, teste ich vorher ausgiebig. Das kostet Zeit, Energie und manchmal durchaus auch Nerven - ich tu’s aber nicht in erster Linie, um Geld zu verdienen, sondern weil mir das Bloggen Spaß macht. Dieser Spaß wird aber keineswegs dadurch verringert, dass ich alle heiligen Zeiten mal 20 Euro Provision ausbezahlt bekomme. Eigentlich find ich es traurig, das an dieser Stelle explizit sagen zu müssen; und ich bin immer wieder erstaunt, dass bei einigen Internet-Usern aus dem deutschen Sprachraum die stets implizite Meinung vorherrscht, für’s Bloggen bezahlt zu werden, sei hochgradig unmoralisch. Da ich selbst allerdings seit über 10 Jahren auch als “klassischer” Journalist arbeite, tue ich mir mit der Vorstellung, dass man mit Texten kein Einkommen erzielen müsse, naturgemäß sehr schwer.
Wer sein eigenes Blog vollkommen werbefrei halten möchte, weil er aus dieser Tatsache mehr persönliche Befriedigung zieht dann aus 20 Euro Bannerclick-Einkommen im Monat, dem steht der Verzicht auf jegliche Werbemittel völlig frei; für ein Blog, das eben nicht unbeteiligter Beobachter, sondern mitten im Geschehen ist, wäre es imho sogar ausgesprochen kontraproduktiv, auf aktive Beteiligung zu verzichten. datenschmutz hat hohen Experimentalcharakter, und wie soll ich jemals qualifziert über Affiliate-Marketing schreiben ohne eigene Testcases? Eben.
PS: Im übrigen möchte ich allen Netz-Ökonomie-Interessierten ganz herzlich die unten gelisteten Bücher empfehlen sowie den neuen Essay von Geert Lovink. Lesen, reflektieren und dann von neuem über Affiliate Links und Long-Tail Effekte nachdenken. Mehr dazu:



