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Ohne Worte Die Hard 4 img_4775.jpg Barcamp Vienna 2009 Shoe-Gallery Österreichkarte mit Mitglieder-Übersicht, gefiltert nach Alter.
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Artikel-Schlagworte: „3D“

Fluid Forms: Was ist eigentlich Produktgestaltung?

Am diesjährigen Klagenfurter Barcamp haben die Macher von Fluid Forms einen Vortrag über 3D-Drucker gehalten, der mich schwer beeindruckt hat. Zwar stellte sich in der anschließenden Diskussion recht schnell heraus, dass 3D-Drucker, die Teile für andere 3D Drucker drucken, die sich dann auch noch selbst zusammenbauen, in recht weiter Ferne liegen (also vorerst Terminator-Entwarnung!), aber auch der aktuelle Status des individuellen Produktdesigns ist nicht von schlechten Eltern. Denn wenn jeder Kunde zukünftig seine eigene Gebrauchsgegenstände individuell plant und diese problemlos in Kleinstserie (=1 Stück) produzieren lassen kann, dann verändert diese Technologie mittelfristig das gesamt Produktdesign und definiert das Verhältnis zwischen Designer, Produzent und Konsument völlig neu. Wie das Fluid-Forms Setup funktioniert, zeigt dieses Intro-Video:

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Youlivesee: bequem via Cam chatten

youlivesee Youlivesee: bequem via Cam chattenYoulivesee.com ist eine Kombination aus Portal und Suchmaschine, die es Webcam-Chattern vereinfachen soll, thematisch passende GesprächspartnerInnen zu finden. Auf unnötigen Ballast verzichtet die angenehme schlanke und schnell ladende Seite vollkommen. So entfällt auch die Installation einer zusätzlichen Software, denn die gesamte Kommunikation wird rein über die Page abgewickelt. Besonders für virtuelle Diskussionsrunden scheint die Seite geeignet: der Initiator kann entweder gezielt Teilnehmer einladen oder es jedem freizustellen, mitzudiskutieren.
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d-vision: Berauscht von Farben

16. Mai 2008
19:30bis22:30

debris by farbrausch 150x150 d vision: Berauscht von FarbenDemoscene. Mit Farbrausch. Diesen Freitag. Mehr muss man eigentlich nicht schreiben, um jeden Liebhaber digital animierter 3D Welten diese Woche ins Wiener werkzeugH in die Schönbrunnerstraße 61 zu locken. Außer vielleicht: der Eintritt ist noch dazu gratis, wenn die Weltklasse Animationskünstler Dierk Ohlerich und Tammo Hinrichs, IDL (in digital life) also known as Farbrausch über ihre Kunst, ihre Werkzeuge und ihre Motivation sprechen - und selbstverständlich jede Menge - vermutlich wohl auch brandneues - Anschauungsmaterial über die Beamerleinwand flimmern lassen.

Die beiden Deutschen sind innerhalb der Demo-Culture längst lebende Legenden, erregten mit ihren Hi-End Animationen aber auch außerhalb einiges Aufsehen:

Ihre Computer-Demos wurden bei Festivals wie Siggraph in den USA oder FMX in Stuttgart gezeigt und beim Deutschen Entwicklerpreis 2006 doppelt ausgezeichnet. [...] Dierk 'chaos' Ohlerich veröffentlicht seit den frühen neunziger Jahren Demos und programmiert heute State of the Art Animationen für Farbrausch. Tammo 'kb' Hinrichs ist Gründungsmitglied und war zuletzt bei Musik bzw. Programmcode der Demos "Debris" und "Masagin" beteiligt.

demoscenemeeting0111 d vision: Berauscht von Farben

Und wo die Demoscene-Meetings herkommen, da gibt's noch mehr: der Main-Event des Jahres steigt vom 4. bis 20. Juli im Metalab, WerkzeugH und Museumsquartier Wien und vermischt Ausstellung, Open Air Kino und natürlich Partys zu einer wilden Melange mit dem vielsagenden Titel realtime generation - aber dazu folgt natürlich bei Gelegenheit noch eine gesonderte Ankündigung und idealerweise auch ein Interview mit den D-Visionären, das ist ohnehin längst schon mal überfällig.

Veranstaltungstipp: Flexible Cities

16. April 2008
19:30bis21:30

flexiblecities1 150x150 Veranstaltungstipp: Flexible CitiesArchitekten und Baumeister bauen gemeinhin unsere Städte, und die wiederum produzieren ein charakteristisches Klangbild. Beim aktuellen Sound/Visualisierungs/Konzept von Wolfgang "Fadi" Dorninger und Dr. Dietmar Bruckmayr geht's allerdings um eine Umdrehung des klassischen Kausalverhältnisses: Sound wird zum Konstrukteur und Baumeister virtueller, vielschichtiger Pixel-Stadtlandschaften. Wer die Klang/Bildräume live durchschreiten möchte, sollte am kommenden Mittwoch in der Klosterneuburger Essl Museum besuchen.

Konzeptionell gehen die beiden Linzer Multimedia-Künstler damit ein ganzes Stück weiter als jene net.artists, die in den späten 90er Jahren die 3D-Welten von Spielen wie Unreal als virtuelle Ausstellungsräume nutzten. Die virtuellen Städte werden zwar innerhalb eines dreidimensionalen Koordinaten-Referenzsystems dargestellt, "Taktgeber" und vierte Dimension allerdings ist die Musik: manifeste und latente Komponente werden umgekehrt, anstatt statisch determinierter Environments lässt Musik die Städte nicht nur pulsieren, sondern überhaupt erst entstehen: Geräusche kreieren und bebildern die künstlichen Stadträume. In der Ankündigung zur Performance schreiben Bruckmayr (Musik) und Dorninger (Visualisierung):

In den Flexible Cities herrschen verschiedene Gravitationszustände, Tektoniken und Lichtverhältnisse gesteuert von Klängen. Durch neue Gravitationszustände oder das völlige Fehlen von Gravitation tritt die Tektonik als ästhetischer Ausdruck der Gravitation in den Hintergrund. Ihre Aufgabe ist nunmehr die Sichtbarmachung von Licht in seinen vielfältigen Erscheinungsformen von Licht, Schatten, Schattierungen, Gradienten und Transparenzen. Unterschiedliche Lichtquellen, die in Form und Position wechseln, illuminieren, erzeugen und manipulieren Räume und Sektoren. Mehrere künstliche Sonnen ziehen ihre Bahnen und erhellen eine Dunkelheit, die Strukturen beständig ausspuckt und wieder verschluckt.

flexible citiesMit der Revolution der "Technischen Bilder", die der Kommunikationsphilosoph und Foto-Theoretiker Vilém Flusser bereits vor Jahrzehnten so treffend voraussagte, entstehen völlig neue bildgebende Verfahren: im technische-medizinischen Bereich steht längst nicht mehr die Abbildungsfunktion, sondern die Konstruktion visuell-virtueller Realitäten im Vordergrund. Die "Flexible Cities" orientieren sich an derartigen neuen bildgebenden Verfahren wie Mehrperspektivenprojektion und Schichtröntgen: es handelt sich nicht um Landschaften, in den sich "Spielfiguren" orientieren: eben keine klar definierten, abgegrenzten Formen, sondern Dichteverteilungen, Transformationsvektoren und Skalierungen im beständigen autogenerativen Fluss.

Zum mathematischen Grundgerüst tritt weißes Rausches Zufallsmatrizen als "Störfaktor" hinzu - aber natürlich sind Zufallszahlen aus dem Hauptprozessor ebenso formel-determiniert, bloß komplexer, oder wie die Künstler schreiben

Korrekterweise muss in Zusammenhang mit dem Computer als deterministisches System von Pseudozufallszahlen gesprochen werden. Entwürfe als absichtsvolles, zweckgerichtetes Tun werden durch aleatorische Prozesse in Form von ganzen Serien formaler Transformationen ersetzt, aus denen der Programmierer und Künstler nach ästhetischen Kriterien auswählt. Er lässt die Maschine rechnen und ist dabei wachsam genug, die eigenen Zwecke zu erkennen, wenn sie ihm im Fluss der Formen begegnen.

Für die Errechnung pseudo-organischer Funktionen tritt im Konzept die Superformula des belgischen Mathematikers Johan Gielis sozusagen als Antipode der Zufallsgeneratoren auf: mittels dieser spezifisch erweiterten Kreisformel lassen sich eine Vielzahl in der Natur vorkommender Formen berechnen:

superformular Veranstaltungstipp: Flexible Cities

Bei den Sounds handelt es sich einerseits um binaurale Tonaufnahmen aus München und andererseits um komponierte Teile. Um die komplexe Klangwelt für die Besucher der Installation erlebbar zu machen, kommen zwei verschiedene Tonanlagen mit unterschiedlichem Schall-Abstrahlverhalten zum Einsatz. Das insgesamt 6-kanalige System erlaubt den Besuchern, die Klangkonstruktion zu durchschreiten und sich selbst akustisch im Raum zu verorten.

Die Multimedia-Performance "Flexible Cities" beginnt am 16. April pünktlich um 19:30 im Museum Essl, der Eintritt ist gratis.

Anfahrtsinfo

Die Performance findet ihm Rahmen der Serie KlangRausch statt; von Wien aus muss man um diese Uhrzeit je nach Verkehrslage zwischen 25 und 45 Minuten für die Fahrt nach K-Neuburg einplanen. [Ich werd, wenn's nicht regnet, über die Kahlenberg-Höhenstraße mit dem Bike hinfahren. Wird eh Zeit für die 2008er Erstbefahrung.]

Adresse: Essl Museum - An der Donau-Au 1, Klosterneuburg bei Wien [Anfahrtsplan] Weitere Infos zur Performance gibt's auf Fadis Blog und beim SRA.

Blogistan Panoptikum KW11 2008

Helge firefoxed im 3er Style, weist (und das ist schon längst fällig!) auf die frappanten Ähnlichkeiten von Charleston und Krocha hin und wird von DaddyD in den Starstatus erhoben, Marie bringt im Alleingang ihre Verfassungsbeschwerde gegen das Sicherheitspolizeigesetzt ein (toi-toi-toi! Details gibt's auf Platterwatch), Dieter präsentiert eine spannende Jail-Art Ausstellung hin sowie die aktuelle Testimonial-Kampagne meines Lieblingsmagazins Datum - Blogosphäre-Business as unusual eben.

Datum-Interview mit Roger Köppel

Mein ehemaliger Studienkollege Klaus Stimeder, inzwischen Chefredakteur des imho bei weitem lesenswertesten österreichischen Magazins, hat mit Roger Köppel gesprochen. Der Chefredakteur und Verleger der Schweizer Weltwoche spricht über seine Vorliebe für radikalen Neoliberalismus und bringt ein wenig Außenperspektive in die Beobachtung der österreichischen Medienlandschaft - auch wenn ich persönliche die riesige Bewunderung für die Printprodukte der Fellner-Brüder noch nie teilen konnte. Das komplette Interview gibt's am Online-Standard.

Innenminister behindert Behinderte

Erste konkrete Ergebnisse von Platterwatch.at werfen kein gutes Licht auf das Parkverhalten des Herrn Innenministers: beim Polizeiball stellte er sein Dienstauto, auch nachzulesen auf Bizeps.or.at. Zwar gilt die StVO theoretisch wohl auch für den Innenminister, der ja bekanntlich im eigenen Land keine diplomatische Immunität genießt, aber dass die zahlreich anwesenden Uniformierten ihren Oberchef zur Kasse baten, darf doch als sehr unwahrscheinlich gelten.

eiFon Tarife für .at

Georg hat recht: die österreichischen eiFon Tarife machen durchaus Sinn, mit 1000 Inklusivminuten kann man durchaus ein Weilchen schnacken und mit 3 Gigs das eine oder andere .txt-File runterladen. Der hiesige Mobilfunkmarkt ist dank seiner Überschaubarkeit, hoher Penetration und mehreren Big Players äußerst kompetitiv und die Gewinnmargen entsprechend gering, das zeigt sich auch bei diesem Tarifmodell. Wenn denn überhaupt Zeit bleibt zum telefonieren :-)

3D-Bilder nicht sehen können

Sie konnten damals in den 90ern diese 3D-Bilder nie sehen und hielten die gezielte Schielerei schön langsam für eine Verschwörung des Rests der Welt gegen Sie? Leider sind besagte kulturelle Artefakte fast gänzlich verschwunden, aber Max bietet eine erneute Gelegenheit zum Scheitern - und hat eine Anleitung für die 3D-Selbstbau-Brille parat. Übrigens: das datenschmutz-Logo ist natürlich auch ein 3D-Bild. Wer den verborgenen Text lesen kann, gewinnt 1 1/2 Trackbacks!

Und Katzen sprechen doch...

Wie dieses Video ein für allemal beweist - nur leider können wir ihre Sprache nicht verstehen:

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Aber glücklicherweise gibt's ja das Internet, und ein Kätzisch-Kundiger hat für alle weniger tiersprachen-talentierten Youtuber die englische Übersetzung angefertigt:

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In diesem tiervölkerverständigenden Sinne wünsche ich unvorstellbar erfüllende restliche 60 Sonntagsminuten und absurd viel Energie, um der langsam aber sicher übermächtigen Frühjahrsmüdigkeit entgegen zu wirken :mrgreen:

Was konvergiert wie? Von Spielfilmen und Filmspielen.

Gestern war ich in der Berliner Oranienburgerstraße zu Gast bei TrendONE: die deutsche Agentur, die sich auf die Beforschung von Mikrotrends spezialisiert, veranstaltete einen Workshop, der sich der Verschmelzung zweier popkultureller Genres widmete: Spiele - oder allgemeiner ausgedrückt "virtuelle Welten" - und Filme rücken immer näher zusammen.

Martin und ich hatten Norbert, Analyst bei TrendONE, am Wiener Barcamp im Jänner kennen gelernt. Er lud uns zu besagtem Workshop ein - denn bei fatfoogoo haben wir natürlich permanent mit dem Themen "Valorisierung virtueller Environments" und "Trend im Multiplayer Gaming" zu tun. Dank Tragflächenvereisung in Schwechat und extralanger Wartezeit aufs Gepäck hab ich die ersten Keynote Speech versäumt, der Rest des Vormittags gestaltete sich dafür umso intensiver. Mein persönliches Highlight: André Sonders von IGA (Dynamic ingame Advertising) sprach über dynamische, in Spiele-Environments eingeblendete Werbung. Dass Geotargetting bis auf PLZ-Ebene aufgrund der IP-Adressen kein Problem darstellt, war mir bekannt - völlig neu allerdings die Modalitäten des Abrechnungsmodells: bezahlt wird auf TKP-Basis mittels eines sehr elaborierten Measurement-Modells: die Werbefläche muss einen bestimmten Prozentsatz des Screens einnehmen, der Blickwinkel muss stimmen und die minimale Betrachtungszeit ist ebenfalls definiert. Erst wenn alle Parameter erfüllt sind, wird das Äquivalent zum Pageview generiert, die Auslieferung erfolgt via Adserver - mit anderen Worten: das System erlaubt mehr Kontrolle traditionelle Systeme, die Grafik der jpegs wird dynamisch angepasst (wenn's im Spiel regnet, schaut auch die Plakatwand entsprechend nass aus etc.) Molto impressivo! Wird höchste Zeit, dass ich anfange, in Unreal & Co. Werbung für ds zu schalten :-)

Außerdem gab's lehrreiche Vorträge über gelungenes Virtual Marketing, Stichwort "augmented reality": ich würd auch mal gern ungefragt eine Pizza samt USB-Stick geliefert bekommen, die mich in ein spannendes Viral-Spiel reinzieht. Der Nachmittag stand dann ganz im Zeichen des Brainstormings: in zwei Kleingruppen versuchten wir, auf einem "Zeittrichter" mögliche positive und weniger wünschenswerte Entwicklungen der kommenden 15 Jahre zu verorten - vom ersten durch augmented reality verursachen bis zu individualisierten, interaktiven Filmen und 3D-Kinos - Holodecks werden wohl leider noch ein Weilchen länger brauchen. Andererseits benutzen EiPod'ler vermutlich in einigen Jährchen Geräte mit so leistungsfähigen Festplatten, dass ein einziges Leben nicht mal ausreicht, um alle darauf gespeicherten Filme anzugucken... Dieses Beispiel stammte übrigens von Professor Clemens Cap, den ich auf einer Konferenz in Wien vor einigen Monaten kennen gelernt habe und heute unerwartet wieder traf: der von ihm initiierte Workshop Digitale Soziale Netze nimmt immer konkretere Formen ein, ich werd ein Paper zum Thema "Was ist neu an Social Networks?" einreichen, wird ein Pflichttermin für alle Web-Akademiker - mehr dazu in Kürze!

Die abschließende Gesamtdiskussion zeigte dann nochmals sehr deutlich, dass die Konvergenz von Games und Filmen keine Zukunftsmusik, sondern die Entwicklung in vollem Gange ist. Die Technologie macht rasend schnelle Schritte, offen bleibt indes die Frage, ob nicht die eigentliche Leistungs des Mediums Film - quasi in Abgrenzung zu Spielen - gerade in der passiven Konsumation liegt. Generalaussagen sollte man hier tunlichst vermeiden - wie sehr interaktive Elemente in Frage kommen, hängt stark von Thematik und Zielgruppe ab. Doch bis zum nächsten Fußball-Großereignis wird sich's mit den 3D Screens wohl nicht ganz ausgehen - aber vielleicht gibt's demnächst schon die Uhr von Intels Roadmap, die ein Leben lang jedes einzelne Wort aufzeichnet. Abgesehen von den weitreichenden rechtlichen Folgen wären wir Männer dann endlich in der Lage, uns auch dran zu erinnern, was wir vor 10 Jahren - oder vorgestern - eigentlich wirklich gesagt haben.

Cooler Nebeneffekt des Workshops: ich krieg ein Beta-Login für Twinity, die gerade in Entstehung befindliche 3D Welt aus Deutschland. Im Gegensatz zum leicht absehbaren SL-Flop stecken in Twinity viele innovative Ansätze: elaborierte Gesichtsmodellierung, virtuelle Wohnung und eine äußerst detailreiche Grafik warten auf die zukünftigen Bewohner der virtuellen Welt - mehr Info gibt's zum Launch der Public Beta, die voraussichtlich in Q2/2008 erfolgen wird; der Client wird übrigens gratis verfügbar sein.

Fazit: danke für die Einladung - war für mich ein sehr lehrreicher und spannender Tag, jederzeit gerne wieder. Aber jetzt ist (sozusagen als Ausgleich zum leckeren gesunden Veggie Mittagessen) erstmal eine Berliner Currywurst und dann ein Berlinale-Ausflug angesagt!

Digitalks 03: virtuelle Welten

15. Januar 2008
19:00bis22:00

digitalksAm Dienstag werd ich's auch endlich mal den Digitalks schaffen: diesmal geht's in Merals Einsteiger-Vortragsreihe um virtuelle Welten. Unter anderem wird Max wird über seinen Level 70 Hexenmeister in Second Life sprechen und andere grenzüberschreitende 3D-Welt Erfahrungen berichten. Ort des Geschehens: Museums Quartier Wien, Veranstaltungsraum QDK Quartier für Digitale Kultur.

Amir Esmann und Jürgen Höbarth berichten ebenfalls über die Vorzüge des Umzugs in künstliche 3D-Environments; beide sind professionell und marketingtechnisch in der Kreation der Linden Labs unterwegs, mehr Infos zu den Vortragenden gibt's auf Merals Blog. Ich persönlich bleib da lieber bei WoW, aber mal sehen, ob das Experten-Triple mein Interesse an einem Closed Garden, dessen Sinn sich mir nie so recht erschlossen hat, wecken kann.

Fröhliche Weihnachten wünscht datenschmutz!

Und besinnliche Feiertage. Schließlich muss man vor der großen Sylvester-Feierei ja noch Kräfte sammeln! 2006 gab's keinen Eintrag am 24. Dezember, in diesem Jahr verschenke ich an alle StammleserInnen einen Backlink, siehe weiter unten. Ansonsten hält sich die Weihnachtsdekoration mangels Darstellbarkeit von 3D-Elchgeweihen auf Flatscreens hier am Blog in engen Grenzen - AmerikanerInnen beispielsweise schicken ja aus Respekt vor Andersgläubigen einfach nur "Season Greetings". Mehr Respekt vor anders Denkenden und Gläubigen täte diesem Land übrigens auch nicht schlecht - aber die frohen Wünsche deponiert man bekanntlich zu Sylvester!

Also an dieser Stelle nochmal eine lobende Erwähnung von Sabrinas Kränzen. Und ein inbrünstiges fröhliche und/oder besinnliche Feiertage, je nach persönlicher Präferenz! Und ein herzliches thx an alle LeserInnen, die mich jeden Tag motivieren, mit datenschmutz weiter zu machen. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an Chef-Sysadmin Gerald, ohne den dieses Blog wohl immer noch auf einem Shared-Account beheimatet wäre - und natürlich an alle, die mich mit Tipps und Inhalten versorgen. Keep the interesting stuff coming!


Wer auf der Facebook datenschmutz Page als Fan eingetragen ist, bekommt von mir zu Weihnachten einen Backlink geschenkt. Schickt mir einfach eine private Message mit dem gewünschten Link sowie dem Linktext: ich werde Anfang nächsten Jahres die betreffenden Links in einem oder mehreren Beiträgen am Blog zusammenfassen.

Wer noch nicht datenschmutz-Fan ist, hat bis zum 31. Dezember Gelegenheit, sich auf Facebook einzutragen und mir eine Message mit dem gewünschten Backlink zu schicken!


In diese Sinne also schöne Feiertage und fröhliche Weihnachten mit dem Weihnachtskonzert der 4B aus der Waldschule, dirigiert von Fr. Langer:

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Online-Museum: Von Fässern und Kisten

logoMittlerweile existieren zahllose [Kunst]Sammlungen im Internet, je nach thematischem Fokus ihres Intendanten mehr oder weniger ernst gemeint. Armin Wagner konzentriert sich ganz auf digitale Kisten und Fässer, die ja bekanntlich unverzichtbare Bestandteile (fast jeden) Computerspiels sind. Crates and Barrels nennt sich die Seite, User haben selbst die Möglichkeit, Bilder hochzuladen.

barrelDaher hat die Sammlung inzwischen ausreichende Größe für diverse Vergleichsstudien erreicht: vom "Wandel des Fasses im Computerspiel" bis zu "Eine Vergleichsstudie virtueller Kisten" liefert die Seite Rohmaterial für ein ganzes Dutzend Forschungsvorhaben. Ob vergleichende oder historische Studien: die wunderbar begrenzt wandelbare Welt der Kisten und Fässer steckt definitiv nicht voller Überraschungen - der geneigte Besucher findet vielmehr einen Ort der Stabilität vor, mitten in einer sich rasch wandelnden Medienrealität :cool:

crateUnd es sind durchaus nicht nur Castle W., Doom und Ballerspiel-Konsorten, in denen die strategisch so wichtigen - und je nach Game statischen oder "explodierbaren" Gegenstände - eine zentrale Rolle spielen: von Donkey Kong über Command and Conquer bis zu Lord of the Rings, Fässer und Kisten befinden sich an jedem möglichen und unmöglichen Ort. Kein Wunder, zumal die beiden Level-Inventarbestandteile dank ihrer Annäherung an die idealtypischen Formen Zylinder bzw. Quader keinen 3D Designer vor unlösbare Aufgaben stellen. Also keine Angst vor totaler Musealisierung: Crates and Barrels are here to stay!

Tiefenwirkung: Den Guru durchschauen

Max hat mir den Link zu diesem erstaunlichen animierten Gif geschickt. Buddhisten erreichen solche Resultate nach jahrelanger Meditation, technologisch gestützt geht's flotter:

animated guru

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Blogvorstellungen: Webkompetenz und PCMasters

Willkommen zu Runde fünf meiner im letzten Monat gestarteten unregelmäßigen Serie montäglicher Blog-Vorstellungen! Wer ein deutschsprachiges Blog schreibt - egal ob neu, alt, groß, klein - und Lust auf eine Vorstellung mit Backlink hier hat, die/der bringt mit der Schubkarre einfach 30 Barren Gold zu meinem Geldspeicher in der Lobau. Oder hinterlässt hier zu diesem Beitrag einen Kommentar mit Backlink und Aufforderung zum Review! Diese Woche: HTML-Legende Stefan Münz mit seinem Blog Webkompetenz Blog bzw. Wiki und Eugen Bunens PCMasters.

Webkompetenz-Wiki

webkompetenzIn der Einleitung zu seinem Blog schreibt Stefan über den titelgebenden Begriff: "Webkompetenz bedeutet... die Hypertextualität des Webs zu begreifen und durch eigene Webaktivität zu unterstützen." Treffender könnte man es wohl nicht formulieren, und wenn jemand über diese Themen ganz genau Bescheid weiß, dann wohl der Gründer der legendären Do-it-Yourself Tutorialsammlung SelfHTML. Genau wie tausende Webmaster im deutschsprachigen Raum habe ich in meiner Anfangszeit so gut wie alles, was ich über Webseitenprogrammierung wissen musste, diesem großartigen Projekt entnommen.

Stefan Münz hat das Projekt vor einiger Zeit verlassen, publiziert aber rege wie eh und je zu Themen des modernen Web: seine Einführungen zu Ajax, HTML 5 und Co. sind großartige Ressourcen - einziger Wermutstropfen des Blogs: es schloss am 2. Oktober. Aber halb so wild, denn der Autor hat sich bloß entschlossen, zukünftige Artikel bevorzugt im Webkompetenz-Wiki zu posten:

Auch in der Art, wie sie am liebsten publizieren, unterscheiden sich Menschen. Die einen publizieren gerne chronologisch, wie in einem Blog. Andere publizieren lieber systematisch an einem Gesamtwerk, so wie es in einem Wiki der Fall ist. Nach gründlicher Introspektion habe ich festgestellt, dass ich weniger der Blog-Typ bin, sondern eher der Wiki-Typ. Deshalb habe ich nun vor, das Blog aufzugeben und stattdessen lieber das hiesige Webkompetenz-Wiki auszubauen.

Ich persönlich glaube, dass für die Art der Inhalte, die ja zum größten Teil von längerfristiger Relevanz sind, ein Wiki hervorragend geeignet ist - und vor allem von der Einstiegsseite her die bessere Übersicht bietet. Übrigens, Stefan: falls dich mal wieder temporär die Blogging-Lust erwischt, dann tät ich mich jederzeit außerordentlich über einen Gastbeitrag von dir freuen!

Overclocking und Hardware News

pcmastersPimp my Hardware! Die PCMasters verschreiben sich voll und ganz der Ausreizung moderner Informationstechnologien. Mit anderen Worten: wer wissen möchte, welcher Speicherriegel sich mit welchen Kniffen und Tricks am besten übertakten lässt und wie dick die Metallrippchen sein sollten, damit auch bei voller Last ausreichende Kühlung gewährleistet bleibt, sollte der Seite unbedingt einen Besuch abstatten.

Natürlicher berichtet das Autorenteam nicht nur von Prozessoren und schnellen Grafikkarten, sondern publiziert auch News über jene Software, mit der man das neue Custom-System auch so richtig schön ausreizen kann: nein, nicht Video-Rendering, sondern 3D-Games natürlich. Zahlreiche Downloads, ein umfangreiches, gut besuchtes Forum und praxisnahe Übertaktungs-Testberichte runden das Angebot ab.

Pagegangster: PDFs stilvoll und teuer präsentieren

Dies ist ein von trigami vermittelter Auftrag Hinweis: Dies ist ein von
trigami vermittelter Auftrag.

Mit Pagegangster lassen sich PDF-Dateien online ins Flash-Format konvertieren - inklusive 3D Animation beim Umblättern. Der Flashplayer stellt die Inhalte der hochgeladenen Datei als digitale Buchsimulation dar, gehostet werden die fertigen eBooks beim Anbieter. Das soll Printdesignern die nahtlose Portierung ihrer fertig gelayouteten Druckwerke ins Internet ermöglichen.
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Kunst als Zielscheibe

Screenshot Everything I Do is ArtDas in der Überschrift skizzierte Konzept ist nicht wirklich neu - eine ganze Legion von Hobbymalern etwa ist in den ländlichen Gefilden Österreichs damit beschäftigt, sogenannte "Ehrenscheiben" für diverse Hobbyschützen-Bewerbe zu bemalen. Medienkünstler Chris Reilly hat die Idee quasi für die digitale Welt weiterentwickelt - nachzulesen im we make money not art blog.

Everything I Do is Art, But Nothing I Do Makes Any Difference stellt eine Reaktion auf die jüngste Aktion "Everything I do is Art" von Pat Rios dar: der hatte einen New Yorker Gallerieraum mit einem Sammelsurium aus sperrmüllartigen Gegenständen gefüllt. Reilly transferierte den Gallerieraum in die virtuelle Welt von Half-Life: während der Live-Videoperformance "interagierte" der Künstler mit seiner virtuellen Umgebung, indem er Rios' Installationen mit dem Raketenwerfer sprengte und mittels Maschinenpistole "Chris" an die Wand schrieb. Reilly dazu:

After all, if everything you do is art, that's kind of like saying nothing you do is art; everything's on the same level. That condition goes along well with a video game, where everything is basically without consequence. If you die, just start over and everything's back to the way it was.

In einer weiterentwickelten Version, deren Titel sich an meine absoluten Lieblings-Kubrick anlehnt, durften die Besucher selbst eine nachgebaute Gallerie erkunden - allerdings waren sie dabei ständigen Angriffen der Original-Monster aus dem Spiel ausgesetzt; wüste Zerstörung von Kunstwerken brachte dabei Extrapunkte ein. Everything I Do is Art, But Nothing I Do Makes Any Difference, Part II Or: How I Learned to Stop Worrying and Love the Gallery

Everything I Do is Art

The entire 50,000+ square foot gallery has been meticulously modeled, along with some of the artwork from the show [mostly that of my friends and classmates].
The sophisticated Ai systems of the Source engine have been utilized in this version to unleash attacks of monsters, aliens, robots and zombies on unwitting virtual gallery attendants. Luckily, health points and extra ammo can be earned by destroying the artwork. Players/performers are also given more options for expressive destruction of the gallery walls, including cans of brightly colored paint, in addition to sawblades and harpoons.

1995 zeigte Orhan Kipcak auf der Ars Electronica eine Installation namens ARSDOOM - basierend auf der Doom-Engine metzelte sich der Spieler durch's Linzer Bruckernhaus:

In the agony of a hermetic world, the visitor, armed with color gun and water hose, slips on the character masks of Beuys, Rainer, Baselitz or Koons. The desperate efforts of a misguided will to create - trapped in a loop of desperate creativity, tapping the aesthetic arsenal - and at the same time, destruction.

Nicht nur die bloße Darstellung visuell und akustisch immer realistischerer 3D-Welten beschäftigt also Künstler - sondern auch der inhärente Faktor Gewalt. Die avanciertesten und besten 3D-Simulationen für handelsübliche Rechner wurden erst mal programmiert, um darin exzessiven Waffengebrauch zu üben. Allerdings besagt das Gesetz der Entropie, dass destruktive Interaktion schlicht leichter umzusetzen ist als konstruktive: ein Maschinengewehr stellt sozusagen das naehzu primitivstmögliche Interface in einer 3D-Welt dar. Erst mit avancierteren Modellen, Programmiertechniken und mehr Erfahrung mit 3D-Simulationen werden sozusagen "konstruktive" Prinzipien tragfähig - Second Life wird noch viele Nachfolger finden.

Kontext/Switch:
Solche Installationen sind ein spannender Beitrag zur momentan wieder verstärkt aufflammenden Diskussion um "Killerspiele" - natürlich werden wohl auch in diesem Jahr unter zahlreichen Weihnachtsbäumen Konsolen und Games liegen. Die Frage nach dem kausalen Zusammenhang von medialer Gewalt und realen Gewaltausbrüchen ist indes ja keine neue. Einigermaßen überrascht im pessimistischen Chor der Massenmedien hat mich das Editorial der aktuellen c't Ausgabe: eine äußerst lesenswerte satirische Stellungnahme gegen überzogene und einseitige Reaktionen.

Die Kolumne #61 (Mai 2005)

Diesmal: von Knarzpunkten und doomhaften Gefilden.
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Drahtgitter & Stoßdämpfer. Ein Frauenthema.

Natürlich sind wir dankbar dafür, dass sich die gute 3D-Visualisierung in vielen Bereichen nützlich macht: doch nicht nur Autokarroserien und Maschinenteile lassen derart physikalisch getreulich simulieren. Die Stichworte hiezu wären Sport, Visualisierung, Interaktivität, Brüste, Sport-BH.

Wireframe

Aha. Jetzt dämmert also dem Leser, was da bei sportlicher Betätigung ideal gesundheitsverträglich am Bouncen gehindert werden soll. Aber der Shock Absorbert ist nicht irgendein Sport-BH - okay, vielleicht ist er irgendein Sport-BH, doch die zugehörige Website bietet eine Web 2.0 Applikation, auf die die Männerwelt gewartet hat - file under: "generating nude".

http://www.shockabsorber.co.uk/bounceometer/shock.html