Herzlichen Dank für die vielen Komplimente zu den Fotos (Teil 1 | Teil 2)! Mir ist durchaus klar, dass "HDR-Processing" auf geteilte Meinungen stößt - und ich finde diese Art der Fotografie auch keineswegs für jedes Motiv und jede Situation passend (geschweige denn machbar). Aber obwohl High Dynamic Resolution ja den Ruf hat, Bilder "hyperrealistisch" erschienen zu lassen, woran populäre Software-Lösungen nicht ganz unschuldig sind, muss ich feststellen: die HDR-Fotos von Spanien entsprechen eher jeden Farben, die man als Vor-Ort-Betrachter beispielsweise beim Sonnenuntergang wahrnimmt, als das "normale" Ergebnis der CCD-Chips. Und man darf natürlich nie vergessen: Fotografie bildet keine Realitäten ab, sondern konstruiert, wie Vilém Flusser so richtig feststellte, technische Bilder. Et voilá: der dritte und vorletzte Teil meiner Andalusien-HDR-Serie zeigt Gibraltar von der Spitze des Felsens über die Affen bis hin zum großartigen Weitblick nach Afrika. Ein Besuch der englischen "Enklave" kann nur empfohlen werden - und unbedingt mit der Seilbahn auf den Felsen rauffahren und dann die große Runde zu Fuß gehen, ist auf jeden Fall empfehlenswerter als die Bustouren. Nutzungs-Hinweis: Alle Bilder lassen sich durch Anklicken auf 1280 Pixel Breite vergrößern - damit sieht wesentlich mehr Details!
War ein netter Abend gestern - bis auf die junge blonde Dame, die eine herbe Enttäuschung erlebte, als sie bemerkte, dass nicht ihr Los mit der Nummer 48 die Squeezebox gewonnen hatte, sondern sie bloß den Zettel verkehrt herum hielt, haben sich alle prächtig amüsiert. Zweifellos könnte man mit längerer Vorbereitungszeit größere Twitterer-Massen mobilisieren, aber angesichts des kurzen Zeitraums und der höchst improvisierten Veranstaltung freuten wir uns sehr über knapp 500 Charity-Eulen für den afrikanischen Brunnenbau.
Jedenfalls kann man mit Fug und Recht behaupten, dass es sich um das größte Wiener Twestival aller Zeiten handelte - Besucher erzählen schon jetzt ihren Enkeln davon! Big up an dieser Stelle an Hausherrn Manfred und DJ Smartula aka Ludwig, in dessen gestriger Playlist auffällig viele meiner cross-genre Favoriten eingestreut waren. Und wenn Twitter so weiterwächst, dann wohl in der Stadthalle
Meine Damen und Herrn, das ist die traurige Geschichte von Honzo. Und hätte sich monochrom des einst berühmten Schönbrunn-Bewohners nicht informationell angenommen, würde die Nachwelt vermutlich niemals von diesem abschreckenden Beispiel an Wiener Gemütlichkeit erfahren. Manche sehen Honzo gar als den prototypischen Österreicher schlechthin: Kettenraucher, Alkoholiker und Nazi Opfer, Choleriker und ständig schlecht gelaunt. Dass es sich um einen Schimpansen handelt, tut dem didaktischen wertvollen Inhalt dieses Lehrstücks keinerlei Abbruch.
1952 brachte der Afrika-"Forscher" Ernst Zwilling, ehemaliges Mitglied der NSDAP, einen männlichen Schimpansen von Kamerun in den Wiener Zoo Schönbrunn. In seiner Heimat war "Honzo" ein friedlicher und liebenswerter Zeitgenosse gewesen, doch das raue Wiener Zooklima schlug ihm sofort aufs einstmals sonnige Gemüt: der Affe wurde immer unruhiger und zeigte sich zunehmend von seiner aggressiven Seite - was ihn schließlich in eine Einzelzelle brachte. Dort gab man ihm Zigaretten und Bier, von denen Honzo schnell abhängig wurde. Honzo starb als Alkoholiker und Kettenraucher, die seine sterblichen Überreste wurden sorgsam präpariert und können im Wiener Naturhistorischen Museum begafft werden.
monochrom nimmt "The Life and Times of Chimpanzee Honzo" zum Anlass für eine Gedenkseite:
This page is dedicated to Honzo: the victim, the choleric, the drug abuser. Please send your images (max. width 500 px), videos (YouTube links or such), scanned drawings, whatever! Show us that you care about Honzo and his sad, sad fate! Email us your "Tribute to Honzo".
Einreichungen für die Honzo-Gallerie bitte an honzo [at] monochrom.at - einige beeindruckende Zeit-Affendokumente haben bereits ihren Weg ins Netz gefunden.
| 13. Dezember 2007 | ||
| 17:00 | bis | 23:00 |
On Short Notice: am Donnerstag steigt im Wiener Aera im ersten Bezirk ein rauschendes Fest, das sich nicht allein die Feierei, sondern auch und vor allem informativen Austausch auf die Fahnen schreibt. Organisiert wird das Fest der kapverdischen Kultur vom Verein Delta Cultura, und neben den immateriell-informativen Attraktionen erwarten die Besucher auch musikalische und gastronomische Highlights, wie mir Francis gerade geschrieben hat:
Der Keller im Aera wird umgewandelt in einen Treffpunkt der Kultur, für musikalischen, wie auch informativen Austausch, unterstützt durch afrikanische Percussiongruppen und Capoeira-Performance, DJ-Line und kapverdianischem Buffet, Infostände über die Kapverden, sowie die Arbeit des Vereins Delta Cultura, und einen Chill-out Bereich mit Chai-Station.
Das nenn' ich doch gelungene Abwechslung zu den ganz glühwein- und lebkuchenseligen Weihnachtsfeiern, und das mit gutem Gewissen und absolut unterstützenswertem Hintergrund: der Verein Delta Cultura betreut und unterstützt Jugendliche, sämtliche Einnahmen des Abends kommen dem Kinder- und Jugendzentrum in Tarrafal, Santiago (auf den Kapverden) zugute.
Termine kulminieren zwar: ich bin am Do zu einer matrix-Weihnachtssendung eingeladen, außerdem ist Open Coffee Club #4 im WerkzeugH, aber die Capoeira-Vorführung kann ich mir keineswegs entgehen lassen.
Francis, Bruder im Piratengeiste, hat mir kürzlich die folgenden Infos geschickt. Kurzfassung für Eilige: der Verein Delta Cultura versorgt Kinder und Jugendliche mit funktionierender Hardware - denn alte, nicht mehr verwendete, aber funktionstüchtige Rechner stehen zu tausenden in Europas Kellern rum. Die müssen aber einfach nur an den richtigen Bestimmungsort gebracht werden, und genau darum kümmert sich der in Kap Verde ansässige Verein.
Alte Rechner sind lästiger Elektronischrott, nehmen kostbaren Abstellkammer-Platz weg - dabei könnten die Kisten so viel nützlicher sein, würden sie nicht im heimischen Keller vor sich hingammeln, sondern in Kap Verde in einem Internetcafé stehen, das Kinder und Jugendlichen gratis Netzzugang anbietet. Im Prinzip handelt sich's also hier um ein logistisches Verteilungsproblem. Delta Cultura ist nicht nur auf der Suche nach vollständigen Rechnern, auch funktionierendes Zubehör wartet auf zukünftige Einsätze. Ein 10-Kilo-Paket von .at nach Kap Verde kostet rund 50 Euro - und kann die Zukunft vieler Jugendlicher entscheidend erleichtern.
Jede Firma, die ein 20kg-Paket von Österreich nach Kap Verde sponsert, wird hier auf datenschmutz kurz vorgestellt und verlinkt. Kostet weniger als ein trigami-Review und bringt ausgesprochen positive Publicity, also geben Sie Ihrem Sozialbudget einen Ruck! Interessenten melden sich unter datenschmutz [at] gmail [dot] com. Hier die komplette Aussendung, die Francis mir geschickt hat:
Noch einen voll funktionstüchtigen aber alten Rechner im Keller stehen? Neue Rechner fürs Büro gekauft und keine Ahnung wohin mit der alten Ausstattung? Helfe Kindern und Jugendlichen in Afrika und spende Deinen ausgemusterten PC!
Wir sind ein Verein in Kap Verde (Westafrika), der sich auf die Unterstützung und Förderung von Kindern und Jugendlichen spezialisiert hat. Zu unseren Leistungen zählen umfangreiche Sport-, Kultur- und Bildungsangebote. Seit 2005 betreiben wir ein Kinder- und Jugendzentrum in Tarrafal auf der Insel Santiago.
Für unser Internetcafé, in dem Schüler und Schülerinnen kostenlosen Zugang zu PC und Internet haben, sowie unsere Computerkurse im Centro, benötigen wir dringend Unterstützung in Form von Computerhardware. Wir freuen uns über Computer mit folgender Mindestausstattung: Pentium III (bzw. vergleichbare), 128 MB RAM, funktionstüchtig
Außerdem nehmen wir gerne Tastaturen, Mäuse, CD- und DVD Laufwerke sowie RAM entgegen. Keine Verwendung haben wir für defekte Hardware und alte Drucker.
Die größte Schwierigkeit besteht für uns in den Transportkosten für Sachspenden. Leider können wir diese nicht übernehmen und würden uns daher sehr freuen, wenn Du Deine Spende selbst an uns schickst!
Ein Paket von Deutschland/Österreich nach Kap Verde mit DHL kostet:
5 Kg = 37 EUR
10 Kg = 52 EUR
20 Kg = 82 EURDas Paket muss gut verpackt sein und an folgende Adresse versendet werden:
Delta Cultura Cabo Verde
Vila do Tarrafal
Ilha Santiago
Rep. d. Cabo Verde (Kap Verde)Die Zollangaben sollten lauten: "Spende, gebrauchter PC (PC usado)". Bei Wert ist "0 (Null)" anzugeben.
Deine Spende wird hier mehr als nur einem Jugendlichen helfen seine Zukunft entscheidend zu verbessern! Mehr Infos zu unserem Projekt findest Du hier: http://deltacultura.org/at
Wenn Du noch Fragen hast oder weitere Ideen, dann schreib uns an:
computerspende [at] deltacultura [punkt] org