| 21. April 2008 | bis | 4. Mai 2008 |
In der deutsch-Blogistan. Obwohl wir Blogger natürlich alle voll kewl sind und schon seit spätestens Day 1 Twitter-Accounts haben, geht die Post erst in den letzten Wochen so richtig ab; zumindest teilen Michi, Lukas und meine Wenigkeit diesen Eindruck. Daher an dieser Stelle die Aufforderung zum Skizzieren des eigenen Twitter-Szenarios - jede/r, die/der mitmacht, nimmt am 04. Mai an der Verlosung eines 50-Eulen -Amazon-Gutscheins teils.
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Heute habe ich wieder mal ein E-Mail bekommen. Das kommt nicht oft vor, daher widme ich Lauras Message gleich einen ganzen Beitrag - es geht nämlich um einen sogenannte "Blogkette", die mein bescheidenes Verständnis von Blog-Aggregation ein wenig übersteigt.
Hallo, ich bin derzeit auf der Suche nach den besten Blogs Deutschlands. Denn im Rahmen unseres Projekts "Blog-Kette" wollen wir - vielleicht gemeinsam mit dir - das größte Blogprojekt der Republik aufbauen.
Bei meiner Suche bin ich nun auf deinen Blog gestoßen, der gut in unser Konzept passen würde. Deshalb würde ich dich bitten uns zu gestatten, die Artikel deines Blogs per RSS einzulesen.
Selbstverständlich kannst du deinen Blog jederzeit wieder austragen. Du gehst keine Verpflichtungen ein und die Teilnahme an dem Projekt "Blog Kette" ist kostenlos - du profitierst sogar durch die Teilnahme:
-zusätzliche Backlinks für deinen Blog
-dein Blog wird namentlich erwähnt
-Teilnahme an Blog Kette Aktionen z.B. bei Technorati
-Linktausch mit Blog Kette BlogsÜber deine Zusage freue ich mich.
Viele Grüße
Laura, www.Blog-Kette.de
Hi Laura,
ich hab mir grad die Seite angesehen und muss zugeben: ich kapier überhaupt nicht, worum's bei der Blogkette geht. Einen About-Text, der die Idee des Projekts erklärt, hab ich nicht gefunden - unter der betreffenden URL sehe ich ein Blog mit Beiträgen über eine Münchner Reitschule, ein Fußballspiel und richtige Zahnpflege - ein Schelm könnte meinen, ihr prozessiert einfach nur eine Latte von RSS Feeds, schmeißt sie in ein Blog und fertig. Sozusagen eine Art automatisierte Social News Community mit akutem Duplicate Content Mehrwert. Vielleicht versteh ich ja was falsch - in dem Fall bitte ich um Aufklärung. Mitmachen werde ich allerdings auch aus anderen Gründen nicht können, weil ich im Eintragungsformular gerade folgenden Satz gefunden habe:
Mit dem Abschicken Deiner Informationen versicherst du, dass dein Blog keine rechtswidrigen oder pornografischen Infos und Bilder beinhaltet und, dass deine Inhalte nicht gegen Rechte oder Gesetze verstoßen. Du garantierst, dass deine Texte und Bilder frei von Rechten Dritter sind und, dass deine Inhalte auf Blog Kette eingelesen und veröffentlicht werden dürfen.
Tja... weder alle meine Texte noch Fotos sind "frei von Rechten Dritter": mein Lieblings-Portraitbild z.B. - das schwarzweiße - hat Helge gemacht. Die letzte Berlin-Gallerie ist von Bernd. Und unter dem Punkt GastautorInnen gibt's einige komplette Beiträge, die gar nicht mal von mir geschrieben sind! Und dann zitiert ich auch noch dauernd so Zeugs... nene, keine Rede von "frei von Rechten Dritter". Ich hab bloß die Publikationsrechte für datenschmutz.
Aber vielleicht versteh ich das auch alles einfach falsch... schaden könnte eine Überarbeitung des About-Textes zum "größten Blogprojekt der Republik" (welcher Republik eigentlich?) garantiert nicht!
PS: außerdem meint Jean Lafitte zu Blogketten: Nur Piroten is nix verboten!
Tenzin Gyatso aka der Dalai Lama hat zur Zurückhaltung und zum Dialog aufgerufen, die chinesische Regierung scheint zwischen Reputations-Verlustangst und - ja, und was eigentlich? - zu schwanken. Eine aktuelle Petition will Chinas Präsident Hu Jintao vom Konfrontationskurs abbringen, möglichst viele UnterzeichnerInnen werden innerhalb der nächsten 48 Stunden gesucht.
Petition: Unterstützt den Dalai Lama
Nach Jahrzehnten chinesischer Repression hat sich die Frustration der tibetischen Bevölkerung in Straßenprotesten und gewaltsamen Unruhen entladen. Während die Welt wegen der bevorstehenden Olympischen Spiele auf Tibet schaut, rufen die Tibeter die Welt um Hilfe für einen Wechsel. Die chinesische Regierung hat angekündigt, die Demonstranten und Demonstrantinnen, die sich nicht ergeben haben, 'zu bestrafen'. Ihre Führer treffen gerade jetzt eine wegweisende Entscheidung zwischen brutaler Eskalation oder Dialog, die die Zukunft Tibets und Chinas bestimmen kann.
Wir können diese historische Entscheidung beeinflussen -- China sorgt sich um seine internationale Reputation. Chinas Präsident Hu Jintao muss zu hören bekommen, dass der Erfolg von 'Made in China' und der Olympischen Spiele von seiner Wahl abhängen. Aber es braucht die schnelle Reaktion einer Masse von Menschen, um seine Aufmerksamkeit zu gewinnen und wir brauchen diese in den nächsten 48 Stunden.
Der tibetische Friedensnobelpreisträger und geistige Führer der Dalai Lama hat zu Zurückhaltung und zum Dialog aufgerufen. Er braucht die Unterstützung der Weltbevölkerung. Klick auf den untenstehenden Link um die Petition zu unterstützen. Ziel sind eine Million Stimmen für Tibet (es sind schon 79729!!).
Die Unterschrift erfolgt rein digital, ein getuntes Spamscript müsste eigentlich locker ein paar Millionen Einträge schaffen - aber wie auch immer: schaden kann's ja nicht, hier geht's
Godot lässt grüßen - die von den Grünen instrumentalisierte Angst vor einem totalen Überwachungsstaat stieß bei den Regierungsparteien auf keinerlei Gegenliebe. Trotz aller aktuellen Uneinigkeiten der Koalitionspartner war man sich einig, dass erstmal Oberüberwacher Platter ein Statement abgeben soll.
Wer, wenn nicht er? Nun ja, jeder andere. Der größte Hardliner der Regierung wird wohl kaum freudig das eigene Gesetzt diskutieren. Dass die SPÖ bei soviel Krankenkassen-Hickhack, Hintergrundzwist und Neuwahldiskussionen nicht versucht, zumindest politisches Kurzfrist-Potential aus der Affäre SOS zu schlagen, verwundert dann aber doch. Konkret schreiben Peter Pilz und Co.:
Die Petition wurde am 5. März im Petitionsausschuss behandelt. Anstatt die Petition dem Innenausschuss zuzuteilen, beschlossen ÖVP und SPÖ aber eine Stellungnahme des Innenministers einzuholen. Diese offensichtliche Verzögerungsmaßnahme von Seiten der Regierungsparteien und gleichzeitige Missachtung Wunsches der UnterzeichnerInnen nach einer Diskussion des Sicherheitspolizeigesetz im Innenausschuss wurde von den Grünen scharf kritisiert.
Man könne Mails schreiben, beispielsweise an Gisela Wurm (SPÖ-Sprecherin für Petitionen und Bürgerinitiativen und Vorsitzende des Petitionsausschusses); die wird sich übrigens sehr über die Veröffentlichung ihrer E-Mail-Adresse im Klartext freuen, hoffentlich gibt's in der Löwelgasse anständige Spamfilter.
Diese Aufforderung zeigt deutlich das Dilemma der ganzen Aktion: das Thema ist viel zu wichtig, um von einer Kleinpartei instrumentalisiert zu werden. "Yeah, it's a dirty job, but I just love doin't it" könnte man DMX reimen, aber selbst Rap täuscht über eines nicht hinweg: eine überparteiliche Aktion hätte vielleicht auch die Selbstdenker innerhalb der Großparteien mobilisieren können. Mittlerweile ist Widerstand gegen Überwachung aber grün, und das hält eine ganze Latte von ParteisoldatInnen sehr effektiv davon ab, ihre diesbezügliche Meinung laut zu artikulieren... oder alle SP und VP Parteibuchbesitzer haben ohnehin nix zu verbergen und damit keinerlei Angst vor Totalüberwachung. Aber wer das glaubt, wird höchstens selig und irgendwann mitten in einem totalitären Regime mit Demokratie-Feigenblatt aufwachen. Die Abwehr des Überwachungsstaates scheint jedenfalls vorerst/endgültig (nicht zutreffenden Begriff bitte mental streichen) gescheitert zu sein.
Gibt's diese Tage beim Schweizer Broker für bezahlte Weblog-Reviews. trigami erhielt kürzlich auf der Cebit den Innovationspreis in der Kategorie Online-Marketing und schenkt aus diesem fröhlichen Anlass allen KundInnen +10% Guthaben für sämtliche Produkte.
Wer bis Ende April sein Konto auflädt, profitiert von der einmaligen Sonderaktion, verbraucht werden kann das Guthaben auch später. Die Höhe der Summe ist dabei nicht limitiert, für 5 Tausender gibt's also 5.500 Euro in Rezensions-Credits. Natürlich kann das Guthaben nur für trigami-Dienstleistungen verwendet werden, also heute 50.000 Eulen einzahlen und sich morgen wieder 55.000 auszahlen lassen spielt's nicht
Also en detail:
- Dieses Spezial-Angebot gilt bis Ende April (30.4.2008). Die 10% Gutschrift können auch nach Ende April noch verbraucht werden.
- Die Höhe des Guthabens ist nicht limitiert. Sie dürfen soviel Guthaben aufladen, wie Sie wünschen. Für jedes Guthaben, welches Sie aufladen, erhalten Sie 10% zusätzlich gutgeschrieben.
- Die 10% Zusatz-Gutschrift kann nicht ausbezahlt, sondern nur für Trigami-Dienstleistungen ausgegeben werden.
- Dieses Angebot gilt für alle Trigami-Kunden und Trigami-Dienstleistungen, inkl. Consulting.
Mit Anfang des Jahres erweiterte der Anbieter sein Portfolio gravierend: Kunden haben nun auch die Möglichkeit, Video-Rezensionen zu buchen, "Freestyle" Kampagnen mit beliebigen Anforderungen zu bestellen, Content für diverse Publikationen einzukaufen und können gegen Entgelt privates Feedback von der Community einholen. Herzliche Gratulation an Remo und sein Team - ich bin ziemlich von Anfang an bei trigami dabei und nach wie vor sehr erfreut über diese zusätzliche, für beide Seiten gut funktionierende Einnahmequelle. Mittlerweile kenne ich das System ja auch "von der anderen Seite", und halte trigami für eine der effektivsten und genialsten Methoden, im deutschsprachigen Longtail nachhaltig zu werben. Mehr zum den einzelnen Innovationspreisen, die auf der Cebit verliehen wurden, gibt's auf Pressebox.de.
| 18. März 2008 | ||
| 19:00 | bis | 21:00 |
Genauer gesagt: lässt geheime Dinge leben. the Secret life of... das Leben der alltäglichen Dinge heißt die aktuelle Ausstellung, die von 19. März bis 6. Mai den Telekom-finanzierten Digitalkultur-Ausstellungsraum in der Electric Avenue des Musuemsquartiers unsicher macht.
Drei Arbeiten von Christa Sommerer, Laurent Mignonneau und Aaron Koblin bilden die Ausstellung, bei der es um die gezielte Beeinflussung iterativ-generativer Systeme durch menschliche Besucher geht, also mit anderen Worten: man kann irgendwie damit rumspielen und dann passiert irgendwas: "Life Writer" und "Interactive Growing Plant" heißen die beiden diesbezüglichen Interlationen (Kunstwort, gerade von mir gebildet, aus: Installation und Interaktion), "The Sheep Market" von Aaron Koblin desavouiert menschliches Raison'd'etre, indem er den Rechner Humansklaven kleine, simple Aufgaben lösen lässt: also quasi auch gleichzeitig Kapitalismuskritik und Callcentermetapher. Mehr Infos zu den einzelnen digitalen Kunstwerken gibt's auf netculturespace.at, offiziell eröffnet wird am 18. März um 19:00 Uhr.
Drei Tage später - yup, am 21. April - diskutieren dann Christa Sommerer (deren seinerzeitige zweisemestrige Intertwinedness-Lecture Serie, gemeinsam mit Margarethe Jahrmann, mir übrigens für alle Zeiten extrem positiv im Gedächtnis bleiben wird) und Laurent Mignonneau mit Jurymitgliedern des Prix Ars Electronica 2008 über ein alltime Boheme Lieblingsthema: sozialpolitische Relevanz digitaler Kunst. Kommen Sie, lauschen Sie, interagieren Sie! Freibier bei der Eröffnung nicht ausgeschlossen - außerdem sind die KünstlerInnen anwesend und geschliffene Reden werden geschwungen von:
Auch in Deutschland werden DSL-Zugänge immer billiger: die klassischen Anbieter geraten nicht zuletzt aufgrund der starken Konkurrenz durch UMTS-Karten in Bedrängnis. Versatel schenkt allen NeukundInnen nun sogar einen iPod Nano zu jeder DSL-Bestellung. Verstärkter Wettbewerb lässt die Preise purzeln und sorgt für Diversifizierung: ob DSL samt eigenem Server, ob Standleitung ohne Vertragsbindung oder DSL-Telefonie-Pakete: privat permanent online zu sein, kostet auch in Deutschland kein Vermögen mehr.
Strato bietet eine breite Palette von Einsteigerzugang bis zur fetten
Maxi-Standleitung. Der Preiskampf hinterlässt seine Spuren: Strato, der auch als Server-Hoster agiert, bietet laufend Rabatte und hat eine ordentlich schnelle DSL-Flatrate bereits für unter 30 Euro im Programm:
Bei Congstar bekommt man zwar ebenfalls "pure" Anschlüsse, besonders attraktiv sind derzeit allerdings die Pakete samt Hardware: und zwar wahlweise mit Modem (für Single PCs) oder
mit Router, und zwar jeweils in verschiedenen Leitungsgeschwindigkeit und optional
samt Telefon. Ein Hauptvorteil ist sicherlich, dass keine Vertragsbindung nötig ist - viele Angebote können auf monatlicher Basis gebucht werden:
Versatel bietet sowohl DSL-Anschlüsse einzeln als auch im
Paket mit Telefonie als Doppel-Flatrate an. Der Anbieter setzt dabei auf das Baukastensystem und lässt die Kunden selbst entscheiden, welche Services benötigt werden - und das Beste daran: wer bis Ende Februar einen DSL-Zugang bestellt, erhält einen iPod Nano gratis dazu:
Inzwischen stellen vor allem für mobile Nutzer UMTS-Karten eine brauchbare Alternative dar. In größeren Städten wird die Free-WLAN Abdeckung immer besser, aber wer mag schon sensible Daten über häufig unverschlüsselte Netze schicken? In Deutschland bietet Vodafone Business-Laptopkarten an und wirbt mit hoher Netzabdeckung und einem Full-Service Mobilportal. T-Mobile hat in Deutschland ebenfalls diverse Pricing-Modelle für
mobiles Internet am Start, bietet ähnliche Features und eine ebenfalls hohe Netzabdeckung mit UMTS. Der Vergleich fällt sehr schwer, weil sich die Tarife aufgrund der dynamischen Marktentwicklung sehr häufig verändern.
Mein erstes Analogmodem hatte ich in Graz. Noch vorher war die allererste Webpage, die mir jemand gezeigt hat, die damalige Playboy-Homepage: bestehend aus dem aktuellen Cover und einem Inhaltsverzeichnis im Listenformat, aber spektakulär no the less. In Wien war ich dann gleich mal Testkunde für Internet via Telekabel, nach den Anfangsschwierigkeiten der ersten Jahre funkt's mittlerweile äußerst reibungslos und flott. Obwohl Österreich so klein und gebirgig ist - eigentlich nicht die besten Voraussetzungen für schnellen Netzausbau - sorgte der frühe Markteintritt von UPC zumindest in Wien für einen massiven Preiskampf: sowohl bei Internetzugängen als auch am Handy-Sektor. Hierzulande bezahlte man noch bis vor kurzem für vergleichbare Mobiltelefonie-Tarife die Hälfte der deutschen Preise. Dementsprechend günstig wird auch mobiles Internet via UMTS angeboten. In den letzten Monaten allerdings kam, soweit ich die Berichterstattung in der c't verfolgt habe, einige Bewegung in den Markt und die Schlacht um die verbleibenden DSL-Kunden wird härter - und Standleitungen immer erschwinglicher. Ich hab zuhause immer noch meinen Chello-Anschluss und mittlerweile zusätzliche eine T-Mobile UMTS-Ei für unterwegs - so langsam wird's ja doch was mit dem mobile lifestyle