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Artikel-Schlagworte: „Alphablogger“

Ein Stock, ein Blog, 6x Klartext

blogstock 300x267 Ein Stock, ein Blog, 6x Klartext Ich hab bei Dirk die erste methodisch saubere, großangelegte Umfrage zur intrinsischeh Motivation von Alphabloggern gefunden. Die Studie leitet Prof. Dr. Sören zu Fall von der parapsychologischen Fakultät der Bürgeruniversität von Floridsdorf - dieses Stöckchen schnapp ich mir doch glatt.

1. Was war der entscheidende Grund, mit dem Bloggen anzufangen?

Eigentlich wollte ich schon seit Jahren einen aktuellen Online-Pressespiegel für meine diversen journalistischen Veröffentlichungen zusammenstellen; in statischem HTML ist das relativ mühsam, und WordPress erschien mir dabei als geeignetes CMS. Meine erste eigene Online-Publikation war übrigens ein Newsletter zum Thema Napster, Online-Musikdistribution und Co., der damals sogar in der c't bei den Linktipps erwähnt wurde. (d-news, 1998-2001). Die Jahre davor startete ich gemeinsam mit StudienkollegInnen das "Gray Literature" Projekt medianexus.net, später dann habe ich eine Weile phpBB verwendet, um auf medianexus.net ein Forum zu betreiben.
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10 große Alphablogger: …da waren’s nur noch 9

Da waren's nur noch neun. Yup, das mittlerweile unsingbare Kinderlied hat mich zu einer kleinen, rein fiktiven Ode inspiriert. Sprache ist ein fluides Ding, immer im Wandel, und zum Glück (dieses Gefühl habe ich zumindest) hat sich in punkto Rassismus-Sensibiltität in den letzten Jahren viel Positives getan.

Mag sein, dass ich mich in einem unrepräsentativen Umfeld bewege, aber "Negerbrot", das vor weniger als 10 Jahren in österreichischen Supermärkten im Regal stand, würde heute niemand mehr verkaufen. Wir haben den bewussten Abzählt-Reim-Song damals vor 1000 Jahren in meiner Kindheit jung, naiv und ohne böse Hintergedanken gesungen und auch eigene Varianten erdichtet. "10 kleine Negerlein" wird wohl mittlerweile hoffentlich in keinem Kinder-Gesangsbuch mehr abgedruckt sein. Das Original stammt übrigens aus den USA (siehe Wikipedia) und inspirierte Agatha Christie zu ihrem gleichnamigen Romantitel.

Wie auch immer: sprachliche Rassismen sind Scheiße, der Sprachrhythmus und die Idee des Runterzählens sind aber trotzdem genial, also hab ich mir erlaubt, aus den originalen Protagonisten 10 große Alphablogger zu machen. Müsste korrekterweise natürlich BloggerInnen heißen, aber in dem Fall stört's den Flow empfindlich. Aber es reimt sich, also muss es Literatur sein, und die widersetzt sich hier einmal mehr hartnäckig gesellchaftlichen Utopien. Außerdem sterben die Alphablogger auch nicht auf martialisch-explizite Weise, sondern werden einfach zu Beta-Bloggern. Wie gesagt: Freiheit der Kunst und so, rein erfunden, fiktiv, ohne jeglichen Bezug zum jenem kollektiven Konstrukt, das manche von uns Realität und wieder andere Wirklichkeit nennen :-)

10 große Alphablogger konnten sich an tausenden Besuchern freun'n -
einer verkaufte Linklift Links, da waren's nur noch neun.

9 große Alphablogger haben für trigami Reviews gemacht -
einer hat nofollow vergessen, da waren's nur noch acht.

8 große Alphablogger wollten, dass ihre Leser sie lieben -
einer hat's mit Uri Geller übertrieben: da waren's nur noch sieben.

7 großte Alphablogger tranken ein paar Shots auf Ex -
einer hat Fotos auf Facebook gestellt, da waren's nur noch sechs.

6 große Alphablogger schrieben über Supermodels und ihre Strümpf' -
einer hat pornographische Bilder gepostet, da waren's nur noch fünf.

5 große Alphablogger kannten ihr Revier -
einer schrieb zu deviant, da waren's nur noch vier.

4 große Alphablogger hassten den Einheitsbrei -
einer wechselte zur FAZ, da waren's nur noch drei.

3 große Alphablogger dissten Konken und fühlten sich frei -
einen hat er wegen übler Nachrede verklagt, da waren's nur noch zwei.

2 große Alphablogger sagten: groß wird neben uns keiner!
der das sagte, hatte einen Servercrash, da war's nur noch einer.

1 großer Alphablogger wollte seine Erfolge iterieren -
doch das gelang ihm nicht, er hatte ja niemaden mehr zum Kopieren.

Robert Basic in Wort und Bild

Der deutsche Web 2.0 Blogger, der sich selbst als journalistischen Amateur bezeichnet, ist gerade dabei, mit seinem Basicthinking Blog Johnny Häuslers Spreeblick in punkto Verlinkungsgrad an zu überholen.

Wie sieht er aus, der Alphablogger oder besser gesagt Mitglied des exklusiven Kreises deutschsprachiger Linkerati? Was denkt er so über sein Blog? Wie findet er die Zeit, jeden Tag bis zu 10 Stories zu posten? Peter Turi sprach mit Robert Basic für Reader's Edition - lustiges Gespräch, recht weit abseits gegenseitiger Beweihräucherung [via Media-Blog]:

Basic: Ein Messias würde das möglicherweise den Menschen so verkaufen wollen. Genau das ist es ja. Jeder muss für sich selbst entscheiden und erfahren, ob und was das Bloggen für ihn bedeuten kann.
Turi : Probieren wir es mal mit einer provokanten Thesen: Bloggen macht süchtig, dick, aggressiv und kurzatmig, stiehlt Lebenszeit und bringt am Ende nix ein.
Basic: Das ist keine These, das ist ein typisches Pauschalurteilen von Leuten, die keine Ahnung haben und keine Lust, sich mit Blogs zu beschäftigen.
Turi : Es ist - provokativ formuliert - mein Fazit aus anderthalb Jahren Bloggen.

Und auf Connected Marketing gibt's ein viertelstündiges Videointerview:

obert spricht über Second Life als Hobby, über sein berufsmäßiges Interesse daran, was Start-Ups im Netz erfolgreich macht (zum Beispiel anhand seiner berichterstattenden Begleitung über JoinR), Anmerkungen über eine eigene Start-Up Idee, die keine Kopie eines bestehenden Konzeptes sein soll (und auch keine Tankstelle...), das Web als natürlichen Bestandteil des Lebens, für den man sich als Web-Geschäftsmensch auch nicht schämen muss, über "merkwürdige Vorstellungen der Realos", über das Interview mit David Weinberger beim elektronischen Reporter, über Net Neutrality, Identity Management und Ängste der Telekom-Provider und der Politiker, über die Macht von OhMyNews, über mediale und andere Kulturunterschiede, Jamba als "Nullstory" und und und...

Update: Das Netz-Prominenz Barometer steigt unaufhörlich - netvibes featured Robert bei den ausgewählten Feeds:

Stebu mailt mich gerade an, dass Netvibes im Rahmen eines Relaunchs im Bereich "ausgewählte Feeds" mein Blog neben 10 Promiseiten wie Bildblog, Spon, Heise und Handelsblatt listet. Cool:) Mal schauen, ob das was bei den Feedreader-Statistiken von Feedburner ändert. Werde da mal reinschauen, wie es momentan aussieht und ob sich was ändern wird.

Sagt mir nicht, wen ich verlinken darf

Steve Rubel moderierte kürzlich ein Gespräch zum State-of-the-Blogosphere zwischen Jeff Jarvis (Buzzmachine), Peter Rojas (Engadget) und Elizabeth Spiers (Dead Horse Media, Dealbreaker). Alle beteiligten Personen sind Big Figures in der amerikanischen Blogosphere. Zwar lassen sich nicht sämtliche Argumente 1:1 auf Europa übertragen, einige spannende Anregungen finden sich aber allemal in den Zusammenfassungen auf ZDnet und Jeff Burkett's Blog.

Lieber sollte man sich Gedanken um den Content machen als um die Definition "Was ist eigentlich ein Blog", so die Diskutanten:

Rubel asks Rojas "what is a blog?" He says who cares...sort of like the argument he had in High school about "what is punk rock".

Laut dem Panel gibt's auch keine Alphablogger - aber keine Sorge, Blogchart-Führungstrio: grau ist alle Theorie!

Do big bloggers have a responsibility to link to little guy?
In a word: No. Jarvis says the link debate is tiresome.
"You link on merit. Telling me who I can link to is crap. It's personal. I link to those things I see and I find. It's just a conversation."
[...]
Is there a such thing as an elite blogger?
Jarvis: No such thing as an elite blogger.
Rubel: Some are more known than others.
Jarvis: That's applying old media logic.

[via Micropersuasion]

PS - was haben die eigentlich alle mit ihrem Typepad? Hat die Software im Vergleich zu WordPress außer dem Verkaufspreis sonst noch irgendwelche Alleinstellungsmerkmale?