Das G1 Android Phone ist mittlerweile bei T-Mobile Österreich erhältlich, dabei werden drei verschiedene Tarife angeboten. Wer sich für die Flatrate und 39 Euros pro Monat entscheidet, erhält in GB Datenvolumen dazu und das Gerät um einen läppischen Euro geschenkt. Bei allen anderen Tarifen sollten potentiell Android-Telefonierer aber unbedingt einen Datentarif dazu buchen, denn im einheimischen Netz versorgt sich das Handy selbständig mit laufenden Updates, bei denen rund 200MB im Monat zusammenkommen können.
Genauere Informationen über alle Modelle bietet die T-Mobile G1 Landingpage. Viel-Europatelefonierer kommen wohl um die EU-Flatrate nicht herum; ob 1 GB Daten pro Monat ausreicht, dürfte vor allem von der Intensität der mobilen Videonutzung abhängen. Preislich wäre somit das G1 eine sehr interessante Alternativ zum von mir an sich bevorzugten T-Mobile MDA Vario IV aka HTC Diamond Touch sein, denn für dieses Gerät mit bewährter Tastatur und Windows Mobile 6.1 sind samt Vertrag heftige 349 Euros fällig:

Bei Fairplay Smart, Fairplay Europa und FP Europa Plus muss man also noch mindestens 15 Euro pro Monat für 500 MB dazurechnen. Wer im Online-Shop bestellt, erhält je nach Tarifmodell einen Online-Bonus zwischen 19 und 70 Euro und bis zu 6 Freimonate. Das G1 ist damit definitiv kein Handy für Superreiche - aber wer sollte eigentlich zuschlagen? Georg fasst in seinem Beitrag Das Anti-iPhone die Zielgruppe sehr treffend zusammen:
Für wen ist das G1 ein Muss? Für alle echten Technik-Fans, die mit kleineren Mängeln bei der Hardware leben können. Softwareseitig reift es gerade und wird sicher immer besser. Genau daher lohnt sich das Warten auf kommende Geräte.
Neu zum Testerteam gestoßen ist Barbara, die sich in ihrem Feedback nicht zufrieden mit dem Design zeigt, allerdings ebenso genervt ist von diversen kleineren Macken wie der Rest des Teams. In der Tat stellt das G1 wohl ein Investition in die Software-Zukunft dar: für mich nervige Patzer wie die Totalanbindung an Google (sprich keine Möglichkeit, mit dem Desktop direkt zu synchronisieren), die lange Auslösezeit, der immense Stromhunger etc. lassen sich nach und nach via Software-Update beseitigen, da steckt sicherlich noch einiges an Potential drin. Allerdings hat sich HTC einige Patzer bei der Hardware wie die von allen bemängelte kontraproduktive Tastaturbeleuchtung erlaubt - und die lassen sich eben nicht via Software-Update beheben. Wann weitere Hardware-Optionen verfügbar sein werden, ist derzeit nicht bekannt. Morgen treffen wir uns übrigens wieder im WerkzeugH zum G1 Stammtisch - bin gespannt, wie der Verkauf in Österreich bisher so läuft.
Gemeinsam mit acht web-publizierenden Kollegen gehöre ich dem verschworenen Zirkel jener österreichischen Blogger an, die gestern Abend in der konspirativen Atmosphäre des Werkzeug-H eines der heiß erwarteten G1 Phones von [undisclosed] erhielten. Gespannt auf das sogenannte "Google-Phone" sind Geeks indes nicht primär aufgrund der Hardware, im Fokus des Interesses steht vielmehr Android, ein von Big G initiiertes Open Source Betriebssystem für mobile Devices. Die nächsten Wochen werden zeigen, ob sich das Device im Praxiseinsatz bewähren kann.
Telefonieren? Geschenkt! Die potentielle Zielgruppe des G1 ist vor allem an Online-Services interessiert, denn das Gerät zielt voll und ganz auf Webfreaks ab. Ein hochwertiger Touchscreen, der eingebaute Trackball und vor allem die ausklappbare Tastatur sollen das mobile Webleben komfortabler gestalten. In den nächsten fünf Wochen werde über meine Praxis-Erfahrungen dem G1 Android Phone berichten - die ersten an Developer gelieferten Geräte waren noch von diversen Beta-Bugs geprägt, wir haben die offizielle, gebrandete [undisclosed] Version bekommen. Die Einrichtung des E-Mail Kontos und der ersten Apps gestalteten sich problemlos, gespannt bin ich auf die Syncing- und Multimedia-Fähigkeiten des Geräts. Hier zum Kick-Off mal ein Video vom "Unboxing" meines G1:
Natürlich drängt sich auf Anhieb der Vergleich mit dem iPhone auf: schließlich warten beide Geräte mit einem Touch-Screen und einer Vielzahl an Zusatzapplikationen auf. Doch während Apples Lifestyle-Gadget eher auf den mobilen Musikfreund mit Hang zur Unterhaltung abzielt, soll das G1 vor allem Early Adopters, die das Potential mobiler Applikationen ausreizen möchten, ansprechen, denn die jeweiligen Philosophien sind geradezu konträr: während iPhone User sich offiziell ausschließlich im iStore bedienen dürfen, präsentiert der Suchmaschinenriese seinen Entwurf ganz ohne Restriktionen, aber mit standardmäßiger enger Integration diverser eigener Applikationen - das Betriebssystem Android selbst steht allerdings uneingeschränkt unter der Open Source Lizenz jedem Coder frei zur Verfügung.
In Kürze geht mobileblogger.at an den Start, dort werden alle G1-Beiträge von Max, Michi, Luca, Peter, Helge, Robert, Martin, Peter und Georg aggregiert - potentielle Interessenten können sich also rasch ein Bild machen, ob das G1 für ihre Bedürfnisse in Frage kommt. Das Feature-PDF gibt's auf der amerikanischen G1-Homepage, der Launch erfolgt in Österreich im Lauf diesen Jahres, ein genaues Datum konnte [undisclosed] noch nicht nennen.