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Artikel-Schlagworte: „Animation“

Blogistan Panoptikum KW49 2008

the new AkiraJana berichtet über diverse T-Shirt News von theoretisch bis praktisch (inkl. Tipp für Gratis-Shirt), Max noch keine Meinung zu Connect & Co, Peter denkt über eine Hand voll Dollars nach und Laughing Squid beantwortet auf geniale Weise die Frage, wie Akira aussehen würde, wenn der Manga-Klassiker für ein amerikanisches Publikum produziert worden wäre. Und ich warte immer noch darauf, dass Vimeo endlich Pro-Accounts für Nicht-US Bürger anbietet. Das kann via PayPal doch nicht so schwierig sein!

Google Friend Connect in der öffentlichen Beta

Diese Woche läutete Google den offiziellen Betatest von Friend Connect ein:

Der Dienst stellt ein Log-in bereit, über das man sich mit einem Account bei Google, Yahoo, AIM oder einem anderen OpenID-Provider anmelden kann. Registrierte Nutzer können Inhalte veröffentlichen oder kommentieren, gemeinsam spielen, Profilinformationen einsehen, Freundschaften schließen oder weitere Freunde einladen.

Ob FC auf mittelfristige Sicht eine Konkurrenz für Facebook werden kann, muss sich zeigen - ganz reif scheint mir die Zeit für dezentrales Social Networking allerdings noch nicht zu sein, aber das könnte sich in den nächsten Monaten schnell ändern. Wer's auf der eigenen Homepage ausprobieren möchte, muss einen Beta-Account beantragen. Mehr zu Friend Connect am Google Watchblog, Robert und Alles 2.0.

Facebook launcht Connect

Und weil's so gut dazu passt: Facebook launchte fast zeitgleich den neuen Dienst Connect: dabei handelt es sich um FB's Version eines portierbaren Logins, und die ersten Daten und Fakten lassen in der Tat aufhorchen:

two out of three new registrations at participating sites were generated through Facebook Connect during the testing phase.
[...]
users who logged in using Facebook Connect were 50 percent more likely to participate socially on a website than non-Facebook Connect users once logged in.

Aber bekanntlich gilt "A Grand don't come for free" - drum prüfe auch, wer sich bloß temporär bindet:

However. Having these open standards does carry a bit of a price tag. The social data that is collected by using these interacts gets fed back into Facebook. By utilizing the Connect technology, the site owner agrees to share any data it gathers about users who use Connect with Facebook – and Facebook alone.

Bild ersteigern für Lichts in Dunkel

Sandra und Hans-Peter haben auf die DieListe.at eine Weihnachtsversteigerung gestartet: Verlost wird ein (meiner unqualifizierten Meinung nach äußerst gelungenes) Bild von Sandra Schierz, der Erlös kommt zu 100% Lichts ins Dunkel zugute:

YouTube Preview Image

Alkokontrolle á la Austria

Dominik kann sich über die skurrile Debatte, ob Alkokontrollen "schädlich für Wirte und Stammtische" seien, nur mehr wundern. Ich mich auch - das ist Populismus in Reinform, wenn Politiker sagen:

Es sei doch eine Unverschämtheit, was die Polizei sich in den letzten Tagen erlaube. Da halten sie doch wirklich Autos auf, um den/die FahrerIn auf Alkohol zu testen. Das ist doch eine Unverschämtheit.

Vermutlich plädieren dieselben Personen in anderem Veranstaltungskontext für ein schärferes Durchgreifen der Polizei und genaue Einhaltung der Gesetze...

SEO-News der Woche

Links erbetteln mal anders: der Hodenkaiser experimentiert via AdWords mit der Spendierfreudigkeit der Netzgemeinde, das Boschblog gratuliert fm-itsas auf unterhaltsame Weise zum "hochqualitativen Linkaufbau" und SEO-United hat die wesentlichen Aussagen des aktuellen Webmaster Chats mit Matt Cutts in einer übersichtlichen Liste zusammengefasst. Da stehen hammergeile Meldungen drin wie:

Google hat keine Probleme, auch größere Linknetzwerke zu erkennen.
Google hat keine Probleme, Duplicate Content zu erkennen.
Wenn Links mit rel=nofollow versehen sind, darf man diese offiziell verkaufen.

Wow. Da sind wir ja beruhigt... vor allem die erste Aussage entbehrt nicht einer gewissen Ironie: denn ich war immer der Meinung, der gesamte Google-Ranking-Algorithmus bestünde im Kern darin, das gesamte indizierte Internet als ein großes Linknetzwerk zu erkennen.

Radio SEO: Ausgabe #36 Online

Auditive Informationsverwerter sollten sich den aktuellen Podcast des SEOnauten anhören: neben Kommentaren zu aktuellen Trends gibt's in der 36. Sendung feine musikalische Begleitung von Modulator - hier geht's zum Podcast.

Gratis-Hosting für 2 Jahre

Für die dicke Trafficflut wird der Account vermutlich nicht ausreichen, dennoch kann ein bisschen IP-Spreading bekanntlich niemals schaden - ebenso wenig wie die Teilnahme am aktuellen SEO-Handbuch Gewinnspiel: verlost werden in Kooperation mit Estugo 6 Hosting-Pakete im Wert von 8 Euro pro Monat für jeweils zwei Jahre inklusive de.-Domain. Wer teilnehmen möchte, berichtet über das Hosting-Gewinnspiel, Teilnahmeschluss ist der 4. Jänner 2009.

Video der Woche: Die gute alte Kettenanimation

Für Medienkünstler war der Amiga in den frühen Neunzigern *die* Waffe der Wahl - Max hat ein spannendes 21minütiges Video ausgegraben, das 45 Teilnehmer gemeinsam mit Kettenverfahren erstellten:

1993 organisierte Christine Meierhofer mit der Unterstützung von HILUS ein Projekt an dem 45 MedienkünstlerInnen teilnahmen. Die Idee war recht simpel: Jede(r) macht eine Computeranimation und gibt das letzte Bild dieser Animation an den/die nächste(n) in der Kette weiter.

http://video.google.com/videoplay?docid=-3496775999225330821

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende des Panoptikums angelangt - und vergessen Sie nicht, ab und an den Bildschirm zu reinigen! [via phlow] Ich wünsche eine erfreulichen Restsonntag und einen entspannten Feiertag: wir lesen uns nächste Woche!

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Blogistan Panoptikum KW48 2008

Blogistan Panoptikum KW48Hans-Peter hat ein geekiges Geburtstagsgeschenk bekommen, Max bringt Österreich auf den Punkt, Peter und Dan finden kein Quantum Trost beim neuen Bames Jond. Und ich? Ich sitze mitten im schwer verschneiten Lienz und muss sagen: Respekt an die Jungs vom Stadtmarketing! Einen halben Meter Schnee direkt zur Eröffnung des Adventmarkts zu organisieren ist eine durchaus respektable Leistung.

AUA, ORF, Post: Massen entlassen?

"Jetzt geht's rund!" sagte der Kanarienvogel und flog in den Ventilator. Leider gibt's wohl keine Ventilator, der für die neue Regierung groß genug werde, aber mal ehrlich: ich beneide die Next Generation an Faymännern und Prölls nicht: es ist vollkommen egal, was diese Regierung wirtschaftspolitisch tut, aufgrund der prognostizierten Rezession wird das Ergebnis beim "kleinen Mann" Unmut hervorrufen und Strache bei der nächsten Wahl womöglich gar in Regierungsverantwortung zwingen. Wobei ich zugeben muss, dass mir ein Gedanke, den der Neo-Kanzler-to-be letzthin äußerte, auch schon gekommen ist: Wenn der ORF 1000 Leute entlassen und den gleichen Betrieb aufrechterhalten kann, dann arbeiten dort wohl 1000 Leute zuviel. Nun zeigt sich eben überdeutlich, dass der Wechsel der Unternehmensführung im Wahlrhythmus nicht gerade förderlich für Kontinuität und nachhaltige Entwicklung ist. Es wäre an der Zeit, die Aufgabenteilung zwischen Staatsfunk und Privatsendern neu zu überdenken, meine ich: aber in diesem Land herrschen bekanntlich implizite Dogmen, die echte Weiterentwicklung wenn nicht unmöglich, so doch sehr unwahrscheinlich machen. Den besten Beitrag zu solchen gehäuft auftretenden Dilemmata habe ich bei Max gelesen: in AUA, ORF und der Mut zur Zukunftsgestaltung schreibt er:

Genau das ist es was ich in Österreich vermisse: Ideen und den Mut zur Diskussion!
Wann wachen wir endlich auf und fangen an zu agieren anstatt zu reagieren? Wo ist der Mut zur Zukunftsgestaltung geblieben?
Die Chance der Politik die Zukunft aktiv, zu Gunsten der Menschen zu gestalten, war noch nie so groß wie jetzt, wenn dieses Fenster nicht genutzt wird es sich für sehr, sehr lange wieder schließen.

Die Twitter-Bank erhöht den Leitzins

Unter 10k geht gar nix mehr. Allerdings erspart sich eigene Recherchen nach dem mystischen Urgrund des Microbloggens, wer bei Dans Who to follow on Twitter reinguckt:

A quick Google search of top 10 twitter folks brought up a number of names that I've already heard of, regularly read, and/or know at least something about. I like to think of these folks as the movers and shakers of twitter.

Icahn erhöht Yahoo-Anteile

Während Yahoos CEO in letzter Zeit nicht gerade durch überbordenden Enthusiasmus von sich reden machte, erhöhte Carl Icahn, Mitglied des Verwaltungsrates von Yahoo und hauptberuflicher Milliardär, seinen Anteil um weitere 6,7 Millionen Yahoo-Aktien. Er hält nun insgesamt 5,4 Prozent des Unternehmens: dass er im Rahmen der gescheiterten Übernahme von Yahoo! durch M$ saftige 900 Millionen verloren hat, dürfte ihm gefallen haben, ganz getreu dem Motto: Yes, I cahn!

Die Weste säubern

Ist der Ruf erst ruiniert, dann helfen 10 Online Tools, die bei den Blogpiloten vorgestellt werden:

Zahlreiche Angebote haben sich darauf spezialisiert, gegen Bezahlung negative Berichte zu suchen und zu entfernen. Mit kostenlosen Testversionen kann man häufig probieren, ob die Online-Dienste wirklich mehr finden als kostenlose Suchmaschinen - und somit ihr Geld wert sind.

SEO-News der Woche

Die SEO-Wahlen 2008 sorgen allerorten für Kopfschütteln: aber Jahrmarkt der Eitelkeiten hin oder her, die Initiatoren haben mit minimalem Aufwand ein Flut von Incoming Links erzeugt: insofern ist die Mission Selbstbeweihräucherung in pragmatischer Hinsicht auf jeden Fall gelungen.

Was taugt die Site-Abfrage?

Fragt SEO-United.de und gibt eine Antwort, die an die gute aller Pillar-Posting-Theorie gemahnt:

Natürlich sollte die Anzahl der indexierten Seiten in einem gesunden Verhältnis zur tatsächlichen Anzahl der Seiten stehen. Allerdings sollte man aus der Site-Abfrage keine pauschalisierten Schlüsse ziehen oder gar Sofortmaßnahmen einleiten. Generell gilt, besser wenige gute als viele schlechte Seiten im Index.

Automatisch Bookmarks eintragen

Ich halte aus einer Reihe von Gründen gar nix von Social Site Auto-Submittern. Wer sich selbst ein Urteil bilden möchte, kann im aktuellen Screencast von Eikyo Einblick in die Funktionsweise der beiden Tools onlywire und Socialmatic gewinnen. Klar sparen diese Services Zeit - aber ein wenig Varianz in Beschreibungstexten und Keywords ist nicht zu unterschätzen!

Lycos Europe geht

Es gab mal eine Zeit, in der mehrere Suchmaschinen-Anbieter nahezu gleichberechtigt um die Gunst der User buhlten - Lycos war eine davon und erfreute sich in der zweiten Hälfte der 90er Jahre großer Popularität. Während Lycos USA mittlerweile als Shopping-Portal durchaus respektablen Traffic vorweisen kann, überlegen die Betreiber, sich aus Europa komplett zurück zu ziehen, wie SEO-Handbuch.de berichtet:

Für Lycos Europe sieht es allerdings düster aus. Nun wird geprüft, ob einige der zahlreichen Produkte eventuell doch noch als eigenständige Marke auf den Markt geworfen werden können, während unprofitable Segmente endgültig ausgemustert werden.

Rankingfaktor Absprungrate

Inetzwerk.de will ein verbreitetes Gerücht klarstellen: die Absprungrate spielt beim Google-Qualitätsranking keine Rolle, schreibt er:

Um eines klarzustellen: Ich finde es überhaupt nicht schlimm, Daten falsch zu interpretieren. Es passiert uns allen immer wieder, dass wir uns irren und im besten Fall lernt man aus den Fehlern. Was ich schwach finde, ist, dass erstaunlich viele Blogger diese These einfach übernehmen, ohne zumindest kurz darüber nachzudenken. Ist das die angeblich so kritische Blogosphäre?

Ich muss ehrlicherweise sagen, dass ich dazu keine Meinung habe (und keine Zeit für ein Experimental-Setup, das in diesem Fall recht umfangreich ausfallen müsste).

WordPress für Weihnachten dekorieren

Die Backlinks sind in Stellung gebracht, das Weihnachtsgeschäft kann beginnen. Reiffix hat sechs gelungene WordPress-Weihnachts-Themes zusammengestellt: da ist alles dabei, von kitschigen Tannenbäumen bis zu straighten Entwürfen: höchste Zeit, eine Kerze anzuzünden :mrgreen:

Videos der Woche: Böse Mädchen, lunatische Assoziationen

Das Video der Woche gibt's diesmal im Doppelpack: da wäre erst mal ein ORF-Beitrag aus "Herbstzeit", in dem Johannes Domsich über Salome und andere historische Verführerinnen berichtet:

YouTube Preview Image

Und dann wäre da noch Lunatik - eine experimentelle Animation von Tim Lovett:

LUNATIK is my final submission for uni this year. It's an experimental animation that explores the human mind - how we can subconsciously drift from one stream of thought to another.

Und das war's auch schon wieder für diese Woche: ich werd meinen UMTS-Sweetspot wieder verlassen und mir einen Spaziergang durch die äußerst winterliche Landschaft gönnen, bevor's zurück ins schneelose Wien geht. Wir lesen uns am Montag!

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DJ Uppercut: The Attack of the Ninja

Dieser Kurzfilm hat alles: Spannung, Spaß, Action, großartige Animation. Das Genre des Musikvideos, den unehelichen Kindern von Major Labels und MTV, war am absteigenden Ast: aber im Netz kommen sie zurück, diverser und mannigfaltiger denn je. Ein Meisterwerk speziell für alle Pirates vs. Ninjas Fan habe ich gerade auf Vimeo gefunden. Von Shane Lester stammt das grandiose Video zu DJ Uppercuts The Attack of Ninja. Die Soundqualität passt auch super, also Subwoofer aufdrehen, Fullscreen-Mode hochstarten, Ton und Bild genießen!

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Blogistan Panoptikum KW22 2008

sonnenbild 150x150 Blogistan Panoptikum KW22 2008Sonnenschirme allenthalben, schwitzende Städter und Temperaturen knapp unterhalb der hitzefrei-Marke: Wien hat eine ausgesprochen unmetaphorisch heiße Woche hinter sich (gebracht). Da helfen nur Industry-Grade Ventilatoren oder Nachmittage am Stadt-st-rand... aber in den Medien ist von sommerlicher Müdigkeit keine Spur. An dieser Stelle übrigens noch ein Nachtrag: mein Posting über die großartigen China vs. Deutschland Bilder stieß auf einiges Interesse. Mittlerweile weiß ich, dass die Künstlerin Yang Liu heißt - auf ihrer Seite Yang Liu Design gibt's weitere grafische Arbeiten, die ich ziemlich sensationell finde.

Wem der Sinn mehr nach Bewegtbild-Input steht, sollte einen Blick auf diese Liste der 10 einflussreichsten Flash-Animationen werfen - als Bonus gibt's dazu noch Kurzinterviews mit allen Artists; meine Wertung wär ziemlich anders ausgefallen, aber der Autor scheint nach einer ziemlich strikten Methodik vorgegangen zu sein:

Over the last month, I've culled together a list of 40 Flash-animated shorts worthy of inclusion, and then graded each one on a 1-10 scale in three categories - ARTISTIC MERIT, REACH and INFLUENCE.

Fans des wahren Lebens (as opposed to gezeichnet) sollten dagegen heutigentags um 20:15 Uhr PULS 4 aufdrehen, denn da trifft Natascha Kampusch auf Niki Lauda - und umgekehrt. [via Lektroliv]

DIY in the house

Die Do-it-yourself Ausstellung im net.culture.space ist mittlerweile eröffnet - Bastelfans können immersive Nerdkunst am eigenen Leib erfahren, wenn die Lötkolben gezückt werden. [Nein, keine SM-Schmerzperformance. Gutes, altes solides Handwerk - wir treten ein in das Zeitalter der Retro-Moderne; siehe auch Interview mit Karel Dudesek]

In einer offenen Werkstatt besteht zwei Wochen lang von 11 bis 18 Uhr die Möglichkeit an Do It Yourself-Workshops teilzunehmen - jede(r) kann mit basteln! Weitere Informationen unter

Das DartDatencenter Gerücht

Google baut. Aus. In Kronstorf, verkündet die Fama. 60ha, aber wohl doch nicht das europäische Big-G Forschungszentrum, sondern wie's aussieht, wohl bloß ein Datencenter. In der Gegend fließt anscheinend reichlich Wasser (für Kraftwerke), und ein paar phatte Glasfaserleitungen kugeln ebenfalls rum. Es ist aber nicht primär der Newswert, der diese Story newsworthy macht, sondern die Genese des Übersprungs von der Blogosphäre in die uralten Medien: Gebreakt hat die Geschichte - zuerst über Twitter, dann in seinem Blog - Kollege Helge. "Und dann ging's rund", krächzte der Papagei und flog in den Ventilator. Und zeigt eines ganz deutlich: die Blogosphäre zu untersuchen, erfordert Meta-Kommunikationswissenschaftler, denn der reflexive Diskurs läuft nicht nur ständig mit, sondern wird im Gegensatz zu den Massenmedien, die gerne auf Quellenangaben verzichten, sogar transparent.

Zu jung für Xing

Yannick Eckl kenn ich virtuell schon eine ganze Weile - der Autor von Blogschrott gehört imho zu den aktivsten und fittesten Bloggern Deutschlands. Kein Wunder, er hat auch sehr früh mit dem Bloggen begonnen und interessiert sich vor allem für das Thema Geld im Netz verdienen. Daher brachte er einiges an Papierkram hinter sich, um die volle Geschäftsfähigkeit zu erlangen. Das mag für die freie Wirtschaft da draußen reichen, nicht aber für Xing - denn kürzlich wurde Yannicks Account gesperrt:

Als ich mich heute einloggen wollte, um meine Nachrichten und Kontaktanfragen zu bearbeiten, sah ich einen gelben Kasten, in welchem stand, dass mein Account vorrübergehend gesperrt wurde. Dazu gab es eine Liste möglicher Gründe. Und da bei mir nur die Sache mit dem Alter zutreffen kann (man darf sich bei Xing nur mit 18 Jahren anmelden, laut AGB) wurde ich höchstwahrscheinlich deshalb gesperrt.

Schon eigenartig, bedenkt man, dass die AGBs zwar Volljährigkeit verlangen, andererseits aber eine eigene U18-Unternehmer Gruppe besteht. Die Reaktionen sind durchwegs gemischt - ich denke, dass es für Xing nur kontraproduktiv ist, in diesem Fall päpstlicher als der Papst zu agieren: einen Individualvertrag abzuschließen, kann ja wohl kaum das juristische Problem sein. Yannick schreibt dazu:

Da bemüht man sich monatelang, die volle Geschäftsfähigkeit zu erlangen, rennt zum Amtsgericht, zum Rathaus etc. und wird dann so behandelt. Denn Fakt ist, innerhalb meines Gewerbes bin ich 18. Laut dem Mitarbeiter, mit dem ich telefonierte, sei das aber nicht relevant, da XING eine "personenbezogene Community" wäre. Außerdem habe ich vor meiner Registrierung mit einem Xing-Ambassador (Erklärung) gesprochen, der meinte, das wäre in meinem Fall okay, wenn ich mich sonst an die AGBs halte.

Die Causa macht mir Xing nicht gerade sympathischer... und die Usability der Foren ist enorm grottig, möcht ich an dieser Stelle mal anmerken. Aber zum Glück gibt's ja LinkedIn, Facebook und Co. - blöd nur, dass Yannick nicht mal seine vCards rechtzeitig exportieren konnte.

Wer tweetet wen?

Walter Rafelsbergers Präsentation Visualizing Conversations in Twitter vom Webmontag dieser Woche hat's sogar auf die Titelseite von Slideshare geschafft - communication mapping at its best; die Präsi fand ich sehr spannend; schon schräg, was sich so alles aus der Struktur der Shortmessages anhand von Antworten (@) und Tags (#) herauslesen lässt:

Twittervisualisierung

In diesem Sinne bleibt mir nur mehr, einen schönen Sonntag zu wünschen - wir lesen uns nächste Woche.


Fotocredits: Sonnenuntergang 21 von knipseline (pixelio.de)

d-vision: Berauscht von Farben

16. Mai 2008
19:30bis22:30

debris by farbrausch 150x150 d vision: Berauscht von FarbenDemoscene. Mit Farbrausch. Diesen Freitag. Mehr muss man eigentlich nicht schreiben, um jeden Liebhaber digital animierter 3D Welten diese Woche ins Wiener werkzeugH in die Schönbrunnerstraße 61 zu locken. Außer vielleicht: der Eintritt ist noch dazu gratis, wenn die Weltklasse Animationskünstler Dierk Ohlerich und Tammo Hinrichs, IDL (in digital life) also known as Farbrausch über ihre Kunst, ihre Werkzeuge und ihre Motivation sprechen - und selbstverständlich jede Menge - vermutlich wohl auch brandneues - Anschauungsmaterial über die Beamerleinwand flimmern lassen.

Die beiden Deutschen sind innerhalb der Demo-Culture längst lebende Legenden, erregten mit ihren Hi-End Animationen aber auch außerhalb einiges Aufsehen:

Ihre Computer-Demos wurden bei Festivals wie Siggraph in den USA oder FMX in Stuttgart gezeigt und beim Deutschen Entwicklerpreis 2006 doppelt ausgezeichnet. [...] Dierk 'chaos' Ohlerich veröffentlicht seit den frühen neunziger Jahren Demos und programmiert heute State of the Art Animationen für Farbrausch. Tammo 'kb' Hinrichs ist Gründungsmitglied und war zuletzt bei Musik bzw. Programmcode der Demos "Debris" und "Masagin" beteiligt.

demoscenemeeting0111 d vision: Berauscht von Farben

Und wo die Demoscene-Meetings herkommen, da gibt's noch mehr: der Main-Event des Jahres steigt vom 4. bis 20. Juli im Metalab, WerkzeugH und Museumsquartier Wien und vermischt Ausstellung, Open Air Kino und natürlich Partys zu einer wilden Melange mit dem vielsagenden Titel realtime generation - aber dazu folgt natürlich bei Gelegenheit noch eine gesonderte Ankündigung und idealerweise auch ein Interview mit den D-Visionären, das ist ohnehin längst schon mal überfällig.

[d]vision lässt den Amiga hochleben

10. April 2008
19:30bis23:00

demosceneBeim 6. Demoscene Meeting spricht Amiga-Grafikkünstler HÃ¥kon Repstad über die goldene Ära der Demoprogrammierung, die mit der weiten Verbreitung des C64-Nachfolgers ihren Höhepunkt erreichte. Der Stargast des Abends gestaltet seit Jahren audiovisuelle Intros und erlebte den Beginn der fotorealistischen Design-Ära am Amiga hautnah mit - vorüber ist die Ära des Amiga für ihn allerdings noch lange nicht, denn genau wie zahlreiche seiner Kollegen nutzt er die Brotkiste V2 nach wie vor als Arbeitsgerät.

Repstad, in der Szene unter Archmage bekannt, sorgte 2007 für die Wiedervereinigung der Amiga-Gruppe Andromeda, die nunmehr für aktuelle PCs Animationen programmiert und mit Noumenon den zweiten Platz bei der Demoparty Breakpoint'07 gewann. Zuletzt gestaltete er Grafiken für Lifeforce von ASD, die den Scene.org Award als beste Demo des Jahres gewann.

Nerds und solche, die es werden wollen treffen sich am Donnerstag um halb acht im WerkzeugH - wie immer steht natürlich nicht nur das gesprochene Wort im Vordergrund, vielmehr wird Meister Repstad seine Ausführungen selbstverständlich mit einer handverlesenen Demo-Show untermalen.

demoscene

Zweites Demoscene Meeting im WerkzeugH

14. Dezember 2007
19:30bis23:00

demosceneDie Nummer 1 der Veranstaltungsserie und um die Grafik-Demo-Szene war ein ausgesprochen netter und interessanter Abend (und das noch dazu im Beisein einer lebenden Legende), diese Woche lädt dvision zur zweiten Ausgabe in die Wiener Netzkultur-Hochburg WerkzeugH in der Schönnbrunnerstraße 61. Selbstverständlich bleibt's nicht beim Theoretisieren, sondern es wird wiederum jede Menge Demos zu sehen geben, die bei KennerInnen den Blutdruck steigen lassen.

Gerely Szelei programmierte anno dazumal mit seiner Gruppe Conspiracy die bekannte 64K-Intro Demo Chaos Theory, die bereits auf der Ars und der Siggraph zu sehen war:

Als Stargast dieses zweiten Demoscene Meeting0010 präsentiert Gergely Szelei zusammen mit österreichischen Szenegrößen eine Demoshow und erklärt die Unterschiede zwischen klassischen Animationen und Demos. Er erzählt von seiner Vision und der Motivation von Demoscenern, in die Welt der bits'n'bytes einzutauchen, Pixel für Pixel in Echtzeit...

Fotos vom ersten Demoscene-Meeting gibt's hier, Robert Glashüttner hat für FM4 ein Interview mit navis, dem Stargast des ersten Demoscene-Meetings, geführt. Die Veranstaltungsreihe wird auch 2008 fortgesetzt, die nächsten Fix-Termine für Demofreaks sind der 17. Jänner und der 15. Februar 2008.

Tiefenwirkung: Den Guru durchschauen

Max hat mir den Link zu diesem erstaunlichen animierten Gif geschickt. Buddhisten erreichen solche Resultate nach jahrelanger Meditation, technologisch gestützt geht's flotter:

animated guru

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Pagegangster: PDFs stilvoll und teuer präsentieren

Dies ist ein von trigami vermittelter Auftrag Hinweis: Dies ist ein von
trigami vermittelter Auftrag.

Mit Pagegangster lassen sich PDF-Dateien online ins Flash-Format konvertieren - inklusive 3D Animation beim Umblättern. Der Flashplayer stellt die Inhalte der hochgeladenen Datei als digitale Buchsimulation dar, gehostet werden die fertigen eBooks beim Anbieter. Das soll Printdesignern die nahtlose Portierung ihrer fertig gelayouteten Druckwerke ins Internet ermöglichen.
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Duels: Beugt euch meiner Schwerthand, Sissies!

"Do it for the recruits, do it for me or do it for the glory." Wer bereits ein erstes Leben hat und wenig Zeit, in virtuellen Welten wie WoW Ruhm und Ehre zu sammeln, dem könnte Duels gefallen: das Browserbasierte Online-Spiel mischt Rollenspielelemente mit simplem Duellsystem. Vor der Vielfalt an Ausrüstungsgegenständen und der gut durchdachten Benutzerführung muss indes gewarnt werden: Duels hat hohes "Nebenbei-Suchtpotential". Mein unverwüstlicher Dirt Dawg erwartet eure Herausforderungen!

dirtdawg

Auf das Spiel gestoßen bin ich bei Robert - bis ich gegen seinen massiv gerüsteten Level 11 Roboborg antreten kann, muss ich allerdings noch den einen oder anderen Trainingskampf absolvieren. Wer mit Rollenspielen etwas anfangen kann, wird sich sofort heimisch fühlen. Zwar stehen nicht Story und Aufträge im Vordergrund, sondern die Player vs. Player Fights in der Arena - das simple Questsystem dient eher dazu, Neulingen ein paar Extra-Erfahrungspunkte zu verschaffen. Die Betreiber haben nicht unbedingt mit dem rasanten Erfolg ihres Spiel gerechnet - und so sind die Server immer wieder mal leicht überlastet (Was datenschmutz-Lesern bekannt vorkommen dürfte - aber ich bin gerade mitten im Umzug auf den neuen Root-Server!). Das macht die Bedienung stellenweise ein wenig zähflüssig, noch dazu finden die Updates zu US-amerikanisch nachtschlafener Zeit statt. Mit anderen Worten: untertags häufen sich die Downtimes.

Gut gerüstet in den Kampf

Nach der Registrierung wird der zukünftige Recke erst einmal optisch an die eigenen Präferenzen angepasst. Die Ausrüstung beschränkt sich vorerst auf Lendenschurz und Messer. Mit Übungskämpfen (Skirmishes) und Duellen (Challenges) verdient sich der Spieler Gold, Erfahrungspunkte und "Tokens" - die drei Währungen des Spiels. Ersteres wird benötigt, um im Shop bessere Ausrüstung zu kaufen, zweitere braucht man für den Levelaufstieg und steigende Charakterwerte, und die Tokens dienen dazu, Überraschungs-Pakete zu erwerben, die neben spezielle Gegenständen auch Zaubersprüche enthalten.

austeilen

Obwohl der Einstieg leicht fällt, liegt Duels eine komplexe Spielmechanik zugrunde, und Gold ist bei weitem nicht alles: so bedingt der momentane Level die verwendbaren Waffen und Rüstungen - um das schöne neue Schwert benutzen zu können, muss man erst mal kräftig dazu genug sein. Zaubersprüche haben gravierenden Einfluss auf das ansonsten eher simple Kampfsystem. Gegen Gegner, die mehr als einen Level stärker sind als die eigenen Spielfigur, hat man in der Regel dennoch kaum eine Chance.

Diverse Community-Features und ein gut besuchtes Forum sowie die Möglichkeiten, Allianzen und Feindschaften zu deklarieren, runden das Spiel ab. Die Kämpfe sind selbstablaufend und können entweder als Flash-Animation oder, wie in guten alten Dungeons-and-Dragons C64-Zeiten, als Text-Messages mitverfolgt werden. Bisher verzichten die Betreiber netterweise darauf, den Handel mit den virtuellen Ausrüstungsgegenständen an die reale Wirtschaft zu koppeln, sprich: Spielgold bleibt Spielgold, Registrierung und Teilnahme sind völlig gratis.

Der beste Tipp ever

Da das ganze Spiel keine Flash-Applikation ist, sondern tatsächlich im Browser läuft, lässt sich jeder Link ohne weiteres in einem neuen Fenster öffnen. Also einfach in die Übersichtsliste gehen, fünf bis fünfzehn Duellanten auswählen und jeden Kampf in einem neuen Fenster beginnen lassen - dann klappt's mit dem Hochleveln wesentlich flotter. Achtung: Verkäufe und Käufe sollte man nur tätigen, wenn ein einziges Fenster offen ist, sonst kommt die Applikation durcheinander. Diese Erkenntmis hat mich 45 Tokens gekostet, dafür spart sie euch locker einige Stunden beim Hochleveln. Also viel Spaß mit dem Web 2.0igsten Online-RPG aller Zeiten!

Animation: Strichmännchen auf Drogen

Meine neue Kurzzeit Lieblings Comedy-Show heißt Stick Figures on Crack: die sympathischen Protagonisten werden ganz im Stile von Robot Chicken abwechselnd von diversen Entitäten erschlagen, massakrieren sich gegenseitig oder sehen sich völlig unerwarteten Referenzen des täglichen Popkultur-Lebens ausgesetzt. Kurz gesagt: großartig, hier die der dritte Teil, bisheriger Höhepunkt der Serie:

Stickfigures on Crack pt. 3

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Blogvorstellung: Nick Fox-Giegs fesselnde Animationskunst

foxgiegIt's like spiders - intermittent video podcast nennt der kanadische Digitalkünstler Nick Fox-Gieg sein Blog. Auf Kunstfestivals in Rotterdam und Ottawa sowie im Centre Pompidou wurden seine Arbeiten bereits gezeigt - ich bin gestern zufällig auf die Seite gestoßen und wurde sofort in einen synergetischen Bild-Ton-Kosmos voll handwerklichem Geschick und Humor richtiggehend eingesogen.

Nick Fox-Gieg hat definitiv einen Fan mehr, seit ich gestern über ein Interview mit Jessica Delphino auf das Video zu I wanna be famous stieß. Das Podcast-Blog wird relativ im Quartalsrhythmus aktualisiert - bislang gibt's rund 15 Videos, von denen ich die folgenden Beispiele ganz besonders empfehlen möchte. Den Stil Nick Fox-Giegs zu beschreiben fällt schwer, da die einzelnen Animationen sehr unterschiedliche Techniken und Visualisierungen nutzen. Allen Arbeiten haben freilich ein sehr genaues Gefühl für Bild-Ton Synchronizitäten und ausdrucksstarke, einprägsame visuelle Codes gemeinsam.

The Foxhole Manifesto

foxholeDiese Animation entstand als visuelle Begleitung zu einem Gedicht von Jeffrey McDaniel - die Tonspur stammt von einer Lesung des Autors. In "The Foxhole Manifesto" macht sich McDaniel Gedanken über einen zeitgemäßen Gott, die Fox-Gieg mit symbolhaft reduzierten Schwarz-Weiß Animationen und dynamischer, geometrischer Bildsprache illustriert. Die erheiternde Schlussfolgerung nach so vielen Gottesbildern bringt athe- und monotheistisches Weltbild sogar unter einen Hut - oder zumindest beinahe:
The Foxhole Manifesto

The Story of Enoch

enochEin Mann erfährt "aus zuverlässiger Quelle", dass die Erde ganz gewiss untergehen wird - doch ob durch Wasser oder Feuer, bleibt ungeklärt. In einem solchen Fall baut man am besten zwei Türme und speichert in Ihnen alles Wissen der Welt... mehr soll nicht verraten werden über diese stark kontrastierend, lebhaft animierte Kurzgeschichte zu einer biblischen Begebenheit:
The Story of Enoch

The little Bird of Disaster

Ein Vöglein müsste man sein... aber nicht einer dieser Seuchenvögel, die immer nur Unheil prophezeien und deren Vorhersagen sich so lange konsequent bewahrheiten, bis ein beherzter Held Appetit auf Grillhendl bekommt. Definitiv mein Favorit: die Animation wurde im Rahmen eines Workshops entwickelt und "live" aufgeführt: das bedeutet in diesem Fall, dass die Charaktere in Echtzeit animierte Video-Puppen sind, kontrolliert durch eine spezielle Software:

The Little Bird of Disaster was developed at The Kitchen's 2003 summer workshop. The speaking characters are real-time "video puppets," controlled with Mark Coniglio's Isadora software. The piece was actually performed, like they say, in front of a live studio audience (you can hear them in the background).

Diesen Film kann man allen ZukunftsforscherInnen nur wärmstens ans Herz legen:
The little Bird of Disaster

Wie einleitend geschrieben sind alle Kurzfilme ohne Ausnahme absolut sehenswert: die gelungene Verbindung von Schnitt- und Animationstechnik, Sounddesign und extrem reduziertem, aber umso nachdrücklicherem Storytelling sichert Nick Fox-Gieg in meiner persönlichen Hitparade der Digital Artists eine Platz ganz, ganz weit vorne: schauen Sie sich das unbedingt an!
Nick Fox-Gieg: It's like spiders