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	<title>datenschmutz &#187; Archivierung</title>
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		<title>E-Day 2011: Rückblick aufs Wunschkonzert</title>
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		<pubDate>Thu, 10 Mar 2011 16:32:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich durfte das Wunschkonzert im Rahmen des E-Day 2011 der WKO moderieren - hier mein persönlicher Rückblick auf eine sehr erfreuliche Premiere.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie wünschten, wir spielten — dass beim <a href="http://blog.datenschmutz.net/2011-01/wko-eday-2011-thema-fuers-wunschkonzpert-vorschlagen-handy-gewinnen/" class="liinternal">Wunschkonzert</a> im Rahmen des E-Day 2011 drei so spannende Vorträge zu hören waren, freut mich als Mitorganisator natürlich ganz besonders! Im Vorfeld der Veranstaltung hatte mich Dr. Gerhard Laga, Leiter des E-Centers der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wko/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WKO">WKO</a>, zu einer Brainstorming-Runde eingeladen, die in der Konzeption eines neuen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/session/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Session">Session</a>–Formats mündete: E-Day Besucher konnten Vorschläge für Ihre Wunschvorträge einreichen, über die anschließend auf der <a href="http://www.eday.at" class="liexternal">E-Day Homepage</a> abgestimmt wurde. Die drei Top-Themen, für die wir fachlich äußerst kompetente Vortragende gewinnen konnten, bildeten das Programm des Wunschkonzerts. Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, die 90 Minuten zu moderieren — hier ein überfälliger Rückblick auf einen für mich persönlich ausgesprochen spannenden und erfreulichen Nachmittag.</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2011/01/eday.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[28245]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2011/01/eday-300x155.jpg" alt="eday 300x155 E Day 2011: Rückblick aufs Wunschkonzert" title="WKO E-Day 2011" width="300" height="155" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid orange;" /></a>Der E-Day ist die größte Veranstaltung der österreichischen Wirtschaftskammer, knapp 3.000 registrierten Gäste markierten in diesem Jahr neuen Besucherrekord. Trotz der sechs parallelen Tracks und des immensen organisatorischen Aufwands kann ich dem Team zum reibungslosen und ungewohnt unstressigen Speaker–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/management/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Management">Management</a> nur gratulieren. Vorgedruckte Moderationskärtchen hab ich im Vorfeld einer Konferenz noch nie bekommen, und weil ich meine eigene Handschrift selber kaum lesen kann, druckte ich mir die Namen der Gewinner und die Bios unserer Vortragenden vorher aus und wieder mal gelernt, dass Fotopapier für Tintenstrahl-Drucker auf der Rückseite keineswegs so geduldig ist wie auf der Vorderseite, sprich so gut wie gar nicht trocknet. So ein Transferdruck auf die Handfläche wär ja gar nicht unpraktisch, nur leider spiegelverkehrt.<span id="more-28245"></span></p>
<p>Da das Wunschkonzert ganz am Schluss des Tages angesetzt war, macht ich mir anfänglich ein wenig Sorgen ob der Besucherzahl — die sich allerdings ab dem Beginn des ersten Vortrags als völlig unbegründet erwiesen, denn der “Franz Dvorak Saal” füllte sich rasch, und ich kann als Mit-Organisator ein wenig stolz verkünden: das Ausharren bis zum Ende des E-Tages hat sich auf jeden Fall gelohnt!</p>
<h3 id="toc-isabella-mader-mehr-umsatz-durch-online-ausschreibungen"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/isabella-mader/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Isabella Mader">Isabella Mader</a> — mehr Umsatz durch Online-Ausschreibungen</h3>
<p>Nach der Übergabe der 3 Nokia-Handys an die Einreicher der Siegerthemen erklärte Isabella Mader von der Donau-Uni Krems, wie man im Netz abseits der eigenen Homepage neue Kundengruppen erschließt und Aufträge lukriert.</p>
<div style="width:602px;color:#999999;font-size:0.8em;margin-top:0px;margin-bottom:10px;text-align:center;padding-top:0px;padding-bottom:2px;border:1px solid gray;background-color:#666666;"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2011/03/wuko-isabellamader.jpg" alt="wuko isabellamader E Day 2011: Rückblick aufs Wunschkonzert" title="Isabella Mader" width="600" height="517" style="border:1px solid gray;" />Isabella Mader sprach über Umsatz-Steigerung durch Online-Ausschreibungen.</div>
<p>Marktplätze wie eBay, Amazon und MyHammer, so Isabella, die aus Solidarität zu mir ebenfalls mit heiserer Spätwinter-Stimme sprach, seien mit Shopping-Malls zu vergleichen, die in erster Linie durch bestehende hohe Besucherfrequenzen punkten.</p>
<p><object id="__sse7218651" width="600" height="501"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=eday2011-110310085605-phpapp02&#038;stripped_title=online-plattformen-konkurrenz-oder-synergie&#038;userName=othertwice" /><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed name="__sse7218651" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=eday2011-110310085605-phpapp02&#038;stripped_title=online-plattformen-konkurrenz-oder-synergie&#038;userName=othertwice" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="600" height="501"></embed></object></p>
<h3 id="toc-michael-hafner-online-wissensmanagement"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/michael-hafner/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Michael Hafner">Michael Hafner</a> — Online <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wissensmanagement/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wissensmanagement">Wissensmanagement</a></h3>
<div style="width:602px;color:#999999;font-size:0.8em;margin-top:0px;margin-bottom:10px;text-align:center;padding-top:0px;padding-bottom:2px;border:1px solid gray;background-color:#666666;"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2011/03/wuko-michihafner.jpg" alt="wuko michihafner E Day 2011: Rückblick aufs Wunschkonzert" title="Michael Hafner" width="600" height="452" style="border:1px solid gray;" />Michael Hafner berichtet aus der Praxis des Wissensmanagements.</div>
<p>Michael hat eine Zusammenfassung seiner Präsentation am <a href="http://www.themashazine.com/loesungen/eday-wissensmanagement" class="liexternal">Mashazine</a> gepostet, seinen Anregungen und Gedanken kann ich nur voll zustimmen:</p>
<blockquote><p>Ideen werden überschätzt — auf die Umsetzung und Ausarbeitung kommt es an. Es braucht ein paar Minuten, um mehr Ideen und Anregungen zu bekommen, als man in einem Leben umsetzen oder ausarbeiten kann, deshalb kann man damit ruhig großzügig sein, Der echte Vorsprung zeigt sich in der Umsetzung — das heißt im Umgang mit Information und Wissen, Das sinnvoll zu gestalten, kann ein echter Wettbewerbsvorteil sein.</p></blockquote>
<p>Namen, so Michi, sind übrigens keineswegs Schall und Rauch — anstatt bei Mitarbeitern mit technischen Bezeichnungen wie Corporate Blog oder Wiki gleich mal mentale Barrieren im Kopf aufzubauen, sollte man sich nicht nur bei der Konzeption, sondern auch bei der Benennung am praktischen Anwendungsfall orientieren.</p>
<div style="width:600px" id="__ss_7132026"><object id="__sse7132026" width="600" height="501"><param name="movie" value="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=eday2011michaelhafner-110303050723-phpapp02&#038;stripped_title=online-wissensmanagement-eday-2011&#038;userName=kbex" /><param name="allowFullScreen" value="true"/><param name="allowScriptAccess" value="always"/><embed name="__sse7132026" src="http://static.slidesharecdn.com/swf/ssplayer2.swf?doc=eday2011michaelhafner-110303050723-phpapp02&#038;stripped_title=online-wissensmanagement-eday-2011&#038;userName=kbex" type="application/x-shockwave-flash" allowscriptaccess="always" allowfullscreen="true" width="600" height="501"></embed></object></div>
<h3 id="toc-gerald-bck-und-max-kossatz-die-zukunft-der-suche"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gerald-baeck/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gerald Bäck">Gerald Bäck</a> und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/max-kossatz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Max Kossatz">Max Kossatz</a>: Die Zukunft der Suche</h3>
<div style="width:602px;color:#999999;font-size:0.8em;margin-top:0px;margin-bottom:10px;text-align:center;padding-top:0px;padding-bottom:2px;border:1px solid gray;background-color:#666666;"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2011/03/wuko-max-und-gerald.jpg" alt="wuko max und gerald E Day 2011: Rückblick aufs Wunschkonzert" title="Max Kossatz und Gerald Bäck" width="600" height="370" />Max Kossatz und Gerald Bäck über die Zukunft der Suche.</div>
<p>Gerald und Max arbeiten derzeit an <a href="http://www.egoarchive.com/" class="liexternal">EgoArchive</a>, einer Cloud-basierten persönlichen Suchmaschine, dank kein einziges Byte der persönlichen Surf-Historie jemals mehr verloren gehen soll und zwar ganz ohne Bookmark– und Archivierungs-Disziplin. Wer schon länger in der Informationsflut badet, weiß, dass das Netz sehr wohl vergisst — aber sogar wenn die Daten selbst noch vorhanden sind, bleibt jener beträchtliche Teil des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>, der nicht im Google-Index kartographiert ist, Terra Incognita. In gewohnt souveräner Doppel-Conference erklärten die Vortragenden, warum Google gerade einen Teil seiner Gatekeeper-Hoheit an <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a> abgeben muss, in welchen Bereichen semantische System zukünftig eine Rolle spielen könnten und warum die Personalisierung der Suche gemeinsam mit dem Open Graph der SEO-Branche eher eine museale denn eine rosige Zukunft beschert.</p>
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<p><object id="prezi_z4km9n6opdsg" name="prezi_z4km9n6opdsg" classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" width="600" height="501"><param name="movie" value="http://prezi.com/bin/preziloader.swf"/><param name="allowfullscreen" value="true"/><param name="allowscriptaccess" value="always"/><param name="bgcolor" value="#ffffff"/><param name="flashvars" value="prezi_id=z4km9n6opdsg&amp;lock_to_path=0&amp;color=ffffff&amp;autoplay=no&amp;autohide_ctrls=0"/><embed id="preziEmbed_z4km9n6opdsg" name="preziEmbed_z4km9n6opdsg" src="http://prezi.com/bin/preziloader.swf" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="600" height="501" bgcolor="#ffffff" flashvars="prezi_id=z4km9n6opdsg&amp;lock_to_path=0&amp;color=ffffff&amp;autoplay=no&amp;autohide_ctrls=0"></embed></object>
<div class="prezi-player-links"></div>
</div>
<p><strong>Fazit:</strong>: Danke an alle Vortragenden, an alle, die Themenvorschläge eingereicht und abgestimmt haben und natürlich an die geschätzte Zuhörerschaft — eine Wiederholung des Wunschkonzerts beim E-Day 2012 scheint keineswegs völlig ausgeschlossen bis ganz und gar nicht unwahrscheinlich.</p>
</div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Review: Kundenkontakte im Überblick mit ACT!11</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-06/review-kundenkontakte-im-ueberblick-mit-act11/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Jun 2009 20:22:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[ACT!11 präsentiert sich als einsteigerfreundliches Rundum-CRM-Sorglospaket.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left;border:1px solid gray;margin-top:5px;margin-right:10px;padding:3px;width:250px;background-color:#ededed;"><!-- BEGINN hallimash disclaimer --><a href="http://www.hallimash.com/index.php?s=info_blogger&#038;nav=3&#038;werber=322&#038;wm=18" target="_blank" title="Blog Marketing" class="liimagelink"><img src="http://www.hallimash.com/img/1466/hallimash.gif" alt="hallimash Review: Kundenkontakte im Überblick mit ACT!11" border="0" height="15" width="80" title="Review: Kundenkontakte im Überblick mit ACT!11" /></a><span style="font-family: Verdana,Arial,Helvetica,sans-serif; font-size: 12px;"> Dies ist ein durch hallimash vermittelter, honorierter Eintrag</span><!-- ENDE hallimash disclaimer --></div>
<p>Die Rezension der bekannten Kunden–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/management/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Management">Management</a>-<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/software/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with software">Software</a> ACT!, aktuell in der Version 11 verfügbar, erregte auf Anhieb mein Interesse: denn eines der Web 2.0 Gebote lautet bekanntlich “Du sollst Online-Services verwenden und Daten ins Web auslagern.” <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/act11/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ACT!11">ACT!11</a> dagegen ist ein klassischer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/desktop/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Desktop">Desktop</a>–Client, der sich auf die Fahnen schreibt, das an sich nicht gerade unkomplizierte Thema <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/crm/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with CRM">CRM</a> (=Customer Relation Management) möglichst einfach zu präsentieren, ohne auf die gängigen Werkzeuge leistungsfähiger <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/crm/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with CRM">CRM</a>–Lösungen zu verzichten. ACT!11 kümmert sich um die klassischen vier <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/crm/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with CRM">CRM</a>–Bereiche Kundenmanagement, Adressverwaltung, Projekt– und Korrespondenzverwaltung. Wer selbst überprüfen möchte, ob die vom PC Magazin mit “sehr gut” bewertete Lösung von Sage für ihm Arbeit und Overhead abnimmt, kann das Programm derzeit auf <a href="http://www.act-testen.de/" rel="nofollow" class="liexternal">www.act-testen.de</a> in vollem Umfang zwei Wochen lang ausprobieren.<span id="more-3526"></span></p>
<h2 id="toc-setup-und-erste-schritte">Setup und erste Schritte</h2>
<p>Die Installation meiner Demoversion gestaltete sich unter Vista 64 völlig unproblematisch — ACT!11 benötigt diverse Microsoft-SQL-Komponenten, die im Rahmen der Installation ebenfalls am Rechner landen. Nach dem ersten Start fordert ACT zum Anlegen einer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenbank/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Datenbank">Datenbank</a> — wer eine Vorgängerversion nutzt, kann die bestehenden Datensätze konvertieren. Anders als etwa <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/outlook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Outlook">Outlook</a> sind die ACT-Datenbanken Multi-User fähig, schließlich sollen die gesammelten Adressen und Kontakt-Historien der gesamten CRM-Abteilung zur Verfügung stehen. Während der Installation verbindet sich die Software mehrmals mit ACT-Servern, allerdings lässt sich dieses “Telefonat nach Hause” mittels Firewall unterbinden.</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/06/act-kontaktverwaltung.jpg" alt="act kontaktverwaltung Review: Kundenkontakte im Überblick mit ACT!11" title="act-kontaktverwaltung" width="600" height="404" style="border:1px solid gray;" /><br /><small>Screenshot: die Kontaktverwaltung</small></div>
<h2 id="toc-daten-import-und-programmlogik">Daten-Import und Programmlogik</h2>
<p>Nach der Erstellung einer neuen Datenbank müssen keineswegs alle Kontakte händisch übertragen werden — ACT bringt eine Importassistenten mit, der unter anderem Kontakt-Ordner von Outlook entgegen nimmt. Die Hauptansicht gliedert sich in Kontakte, Gruppen, Firmen, einen kollaborativen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kalender/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kalender">Kalender</a>, eine Aufgabeliste und — anders als von herkömmlichen PIMs gewohnt — eine “Liste der Verkaufschancen” und ein “Cockpit”, welches alle zu erledigenden Tätigkeiten und Termine übersichtlich zusammenfasst. Zusätzlich bringt ACT! eine E-Mail Funktion mit, die aber nicht als vollwertiger Client funktioniert, sondern den Outlook-Mailverkehr “belauscht” und so die direkte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/archivierung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Archivierung">Archivierung</a> von Kunden-Mails im CRM-System erlaubt. Auf Knopfdruck liefert die Software grafische Auswertungen des aktuellen Projektstatus. Der modulare Aufbau kommt einer schnellen Einarbeitung sehr entgegen, dennoch lässt die Software Feature-technisch nichts zu wünschen übrig und hat mittlerweile 2,8 Millionen User weltweit überzeugt.</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/06/act-cockpit.jpg" alt="act cockpit Review: Kundenkontakte im Überblick mit ACT!11" title="act-cockpit" width="600" height="402" style="border:1px solid gray;" /><br /><small>Screenshot: das ACT! Cockpit</small></div>
<p>Wer mit der Bedienung von Outlook vertraut ist, wird sich auch mit der Oberfläche von ACT! schnell zurechtfinden — zusätzlich lassen sich sämtliche Daten miteinander verknüpfen, annotieren und mit frei wählbaren Zugangsrechten versehen. Angesichts der Komplexität des CRM-Prozesses ist dem Hersteller ein guter Kompromiss zwischen Funktionsvielfalt und einfacher Bedienbarkeit gelungen. Für Einzelunternehmer mit moderatem CRM-Aufkommen scheint mir ACT!11 durchaus überdimensioniert, allerdings hängt die Sinnhaftigkeit einer komplexen CRM-Datenbank sehr stark von der persönlichen Arbeitsweise ab. Allerdings bietet Hersteller Sage für diesen Bereich auch andere Software-Produkte an. Wer aber beispielsweise seine Dienste online anbietet und die notwendige Disziplin aufbringt, konsequent alle relevanten Daten einzutragen, behält auch bei einer großen Zahl von Kundenkontakte problemlos den Überblick. ACT!11 erlaubt bis zu 5 Benutzern den gemeinsam DB-Zugriff und positioniert sich damit als Einsteiger-freundliches Tool für ambitionierte KMUs. Mehr Informationen über die genauen Features und die Web-basierten Nutzungsmöglichkeiten bietet die <a href="http://www.sage.de/smb/prodloes/act/default.asp" rel="nofollow" class="liexternal">offiziell Produkthomepage</a>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Neues Medienkultur-Magazin: mediatropes</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-03/neues-medienkultur-magazin-mediatropes/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 12:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im März startet ein neues peer-reviews Journal zum Thema Medienkultur - der Großteil der Texte wird unter einer Creative Commons Lizenz veröffentlicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ein neues peer-reviewed <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/journal/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Journal">Journal</a> <strike>wird in den nächsten Tage online gehen</strike> ist seit gestern online. Die erste Ausgabe von <a href="http://www.mediatropes.com" class="liexternal">MediaTropes</a> beschäftigt sich mit McLuhans berühmten Dictum vom Medium, das die Botschaft (oder doch Massage) sei. Die Texte muss ich mir erst in Ruhe zu Gemüte führen, das gesamte Setup des Journals finde ich allerdings bereits jetzt hochgradig erfreulich: die HerausgeberInnen setzen auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/creative-commons/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Creative Commons">Creative Commons</a> und nehmen den Topos des freien Wissens offensichtlich ernst</p>
<blockquote><p>We will be launching in mid-March 2008 with our first issue, “Marshall <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mcluhan/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with McLuhan">McLuhan</a>’s ‘Medium is the Message’: Information Literacy in a Multimedia Age.” Please sign up as a reader (at the right) and you will be notified as soon as we are online. Thank you!</p></blockquote>
<p>Sehr sympathisch: die Publikation steht unter einer Creative Commons Lizenz, sämtliche AutorInnen werden gebeten (aber nicht gezwungen), dieser Nutzungsvereinbarung zuzustimmen:</p>
<blockquote><p>As a complete work, MediaTropes is licensed under a Creative Commons by-nc-nd Attribution-NonCommercial-NoDerivativeWorks. When an author submits a work for publication, s/he is asked to agree to licensing that work under a similar license, that grants any user the non-exclusive right to download, print, copy, archive, distribute for non-commercial purposes only, so long as appropriate attribution is given to the author of the work. For more information, please read the details of the Creative Commons by-nc-nd license. While agreement to a Creative Commons (or similar) license is not mandatory for a work to be accepted, it is strongly encouraged by the editorial board.</p></blockquote>
<p>Die im wissenschaftlichen Curriculum dringende Notwendigkeit zur Publikationstätigkeit hat zu einem eng verzahnten System von akademischen Verlagen geführt, dabei bietet das Netz fantastische Möglichkeiten für extrem kostensparende öffentliche Publikation und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/archivierung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Archivierung">Archivierung</a>: ich gehe davon aus, dass in den nächsten Jahren sehr viele peer-reviewed Journals dem Beispiel von <a href="http://www.mediatropes.com" class="liexternal">MediaTropes</a> folgen werden und bin ausgesprochen gespannt auf die Beiträge der ersten Ausgabe.</p>
<p>Als technologische Basis kommt übrigens <a href="http://pkp.sfu.ca/?q=ojs" class="liexternal">Open Journal Systems 2.1.1.0</a> zum Einsatz, das einen sehr detaillierte Ausgestaltung des peer-review Workflows <a href="http://www.mediatropes.com/index.php/Mediatropes/about/aboutThisPublishingSystem" class="liexternal">ermöglicht</a>. Registrieren kann man sich übrigens als Leser, Autor und/oder potentieller Peer-Reviewer.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Die Kolumne: Archiv verfügbar von #47 — jetzt</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-04/die-kolumne-archiv-verfuegbar-von-47-jetzt/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Apr 2007 09:34:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Da das Kolumnen-Archiv auf thegap.at in grauer Vorzeit bei #53 endet (wir sind halt doch ein Printmedium), die Versprechung des Internet andererseits aber lautet, alles irgendwie zu konsevieren, was jemals informiert worden ist, präsentiere ich nach jahrzehntelanger Aufbereitung teilverschlüsselter Bits und Bytes stolz: das teil-vollständige Archiv von “Die Kolumne” von #47 bis zur aktuellen #75.
Die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da das Kolumnen-Archiv auf <a href="http://www.thegap.at" class="liexternal">thegap.at</a> in grauer Vorzeit bei #53 endet (wir sind halt doch ein Printmedium), die Versprechung des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> andererseits aber lautet, alles irgendwie zu konsevieren, was jemals informiert worden ist, präsentiere ich nach jahrzehntelanger Aufbereitung teilverschlüsselter Bits und Bytes stolz: das teil-vollständige Archiv von “Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a>” von #47 bis zur aktuellen #75.</p>
<p>Die seit September 2006 — also seit Start dieses Blogs — erschienenen Texte hab ich bereits gepostet. Nac demh Durchforschen meiner Festplatte hab ich nun auch die vorangegangenen drei Jahr lückenlos aufbereitet. Das volle Programm innklusive Artwork-Scans gibt’s unter Specials — <a href="http://blog.datenschmutz.net/specials/die-kolumne/" class="liinternal">Die Kolumne</a>.</p>
<p>Dass noch ältere Ausgaben als #47 gepostet werden, will ich nicht gänzlich ausschließen — da zur Zeit der Publikation dieser Texte allerdings noch Dinosaurier die Erde bevölkerten, könnte die Restaurierung der Steintafeln etwas schwierig werden… ich wünsche jedenfalls viel Vergnügen beim Lesen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Blogistan-Rückblick KW48</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Nov 2006 14:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Debut* debug berichtet über die Langschwanz–Entdeckung der Musikindustrie, auch Achsel Axel Springer “umarmt das Netz” mit der neuen Direktive Online first. Ob Myvideo-User sich über den neuen Sat 1 Deal freuen, steht freilich auf einem anderen Blatt namens “Nutzungsbedingungen”.

Technorati quälen in letzter Zeit eine Reihe technischer Probleme — nicht, dass eine wirkliche Alternative in Sicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strike>Debut</strike>* debug <a href="http://de-bug.de/medien/archives/langer-schwanz-kurzes-ende.html" class="liexternal">berichtet</a> über die <a href="http://blog.datenschmutz.net/2006-11/langschwanz-content-longtail-was.html" class="liinternal">Langschwanz</a>–Entdeckung der Musikindustrie, auch <strike>Achsel</strike> Axel Springer “umarmt das Netz” mit der neuen Direktive <a href="http://www.axelspringer.de/inhalte/pressese/inhalte/presse/5583.html" class="liexternal">Online first</a>. Ob Myvideo-User sich über den neuen <a href="http://blog.handelsblatt.de/indiskretion/eintrag.php?id=987" class="liexternal">Sat 1 Deal</a> freuen, steht freilich auf einem anderen Blatt namens “Nutzungsbedingungen”.<br />
<span id="more-170"></span></p>
<p>Technorati quälen in letzter Zeit eine Reihe <a href="http://nonsmokingarea.com/blog/2006/11/23/blog-search-to-be-added-to-googlecom/" class="liexternal">technischer Probleme</a> — nicht, dass eine wirkliche Alternative in Sicht wäre, aber bevor Google den Blog-Such-Markt wie alles andere komplett übernimmt, wär die Blogsuche von <a href="http://blogs.icerocket.com/" class="liexternal">Icerocket</a> wohl noch einen Blick wert. Ich mag ja alles, was <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a> flotter in indiziert als das große G. Ein neues Problem zeigt sich recht deutlich: während das klassiche Ranking sich viel Zeit lässt, um den Page Rank einer Seite zu bestimmen, wären für eine sinnvolle Blogsuche quasi Echtzeit-Tools von Nöten; oder anders gefragt — wenn interessiert ein 2 Monate alter <a href="http://blog.datenschmutz.net/2006-11/was-ist-eigentlich-ein-trackback.html" class="liinternal">Trackback</a>?</p>
<p>Der womöglich <a href="http://www.bloggingpro.com/archives/2006/11/22/worlds-oldest-blogger/" class="liexternal">älteste Blogger der Welt</a> ist 92 und rege am Schreiben. Er sitzt in Kanada, aber ob er beim Bloggen <a href="http://blog.datenschmutz.net/2006-11/review-swollen-members-black-magic.html" class="liinternal">Swollen Members</a> hört, entzieht sich meiner Kenntnis. Nicht jeder steht allen Medien so affirmativ gegenüber — wie dieses Leserfoto beweist:</p>
<p align="center"><img id="image191" src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2006/11/bittekeinoesterreich.jpg" alt="bittekeinoesterreich Blogistan Rückblick KW48"  title="Blogistan Rückblick KW48" /><br />
[via <a href="http://oesterreichblog.twoday.net/stories/2981564/" class="liexternal">Österreich-Blog</a>]</p>
<p>Selbst wenn wikipedia-Nachfolgeprojekte bereits heiß diskutiert werden, vom Original kann man immer noch eine Menge lernen. Okay, ich wusste bereist, was ein DAU ist, aber der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/LART#LART" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">neunschwänzige LART</a> war mir neu. Natürlich sammle ich bereits fleißig überschüssige Kabel, um meine eigene zu basteln. [via a href=“http://oldschool.blogg.de/eintrag.php?id=175″ target=“_blank”&gt;oldschool blog] So denn — einen schönen Sonntag mit den <a href="http://www.we-make-money-not-art.com/archives/009148.php" class="liexternal">Affen des Tages</a> und dem Wort der Woche: <a href="http://oldschool.blogg.de/eintrag.php?id=180" class="liexternal">akustikalisch</a>!</p>
<p>Immer noch nicht genug? Dann werfen Sie doch einen Blick in die 6. Folge von IT-Crowd — so geht’s zu in den Eingeweiden der Informationsgesellschaft:</p>
<p><p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2006-11/blogistan-rueckblick-kw48/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
—<br />
*) Freud’scher Verschreiber?</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Amazon Noir — Interview mit Hans Bernhard</title>
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		<pubDate>Thu, 23 Nov 2006 12:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In ihrer aktuellen Aktion verwendeten die bekannten Netzkünstler UBERMORGEN.COM die “Search-Inside-the-Book” Funktion von Amazon.com, um komplette Bücher von der Webseite des Online-Händlers zu spidern und “in ihr traditionelles Interface zu überführen”. Verpackt in einen klassischen Krimiplot der vierziger Jahr trägt die Aktion den Titel Amazon Noir.

Im Interview (für telepolis, erschienen am 22.11.2006) erklärt Netzkunstaktivist Hans [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img id="image185" src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2006/11/amazonnoirteaser.jpg" alt="amazonnoirteaser Amazon Noir   Interview mit Hans Bernhard" style="float:right;padding-left:6px;padding-bottom:2px;" title="Amazon Noir   Interview mit Hans Bernhard" />In ihrer aktuellen Aktion verwendeten die bekannten Netzkünstler <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ubermorgencom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ubermorgen.com">UBERMORGEN.COM</a> die “Search-Inside-the-Book” Funktion von Amazon.com, um komplette Bücher von der Webseite des Online-Händlers zu spidern und “in ihr traditionelles <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interface/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interface">Interface</a> zu überführen”. Verpackt in einen klassischen Krimiplot der vierziger Jahr trägt die Aktion den Titel <a href="http://www.amazon-noir.com" class="liexternal">Amazon Noir</a>.<br />
<span id="more-183"></span></p>
<p>Im Interview (für <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/24/24034/1.html" class="liexternal">telepolis</a>, erschienen am 22.11.2006) erklärt Netzkunstaktivist <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hans-bernhard/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hans Bernhard">Hans Bernhard</a>, warum die Künstlergruppe ihre Coup als Freestyle-Forschung und durchaus nicht als Angriff auf das Konzept des  Copyright sieht — und versichert, dass die gesamte Aktion tatsächlich stattgefunden hat, denn nachprüfbar ist dies für die interessierte Öffentlichkeit letztendlich nicht. Dissimumlierte Netzkunst, Underground-Coup und/oder Media Hacking? Interview zu einem teilfiktiven Krimi mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hans-bernhard/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hans Bernhard">Hans Bernhard</a>, Lizvlx, Paolo Cirio und Alessandro Ludovico in den Hauptrollen.</p>
<p> </p>
<h1 id="toc-geistiges-eigentum-rekombinieren">Geistiges Eigentum rekombinieren.</h1>
<h4 id="toc-interview-mit-hans-bernhard-zu-amazon-noir">Interview mit Hans Bernhard zu “Amazon Noir”</h4>
<p><i>Wie kam’s zur Idee von Amazon Noir?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> 2003 hat Amazon begonnen, ca. 120.000 Buchtitel via “Search Inside the Book” durchsuchbar anzubieten. Die Idee, die Bücher zu klauen, ist schon älter: Sie kommt aus dem Umfeld der italienischen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/software/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with software">Software</a>-<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kunst/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kunst">Kunst</a>–Gruppe <a href="http://epidemic.ws" class="liexternal">[EpidemiC]</a> und des Netzaktivisten &lt; href=“http://www.paolocirio.info”&gt;Paolo Cirio, einer unserer Kooperationspartner, hat mit [EpidemiC] vor ein paar Jahren gearbeitet; Wir klauen eigentlich gerne Ideen von anderen. Es ist eine unserer Spezialitäten, dass wir einfach etwas nehmen und weiterentwickeln. Anfang 2006 begannen wir, die Technologie auszuloten und uns zu überlegen, was man mit diesem System machen kann. Dabei ist uns folgendes aufgefallen: wenn man mit verschiedenen Robots Queries (Suchanfragen) absetzt an das “<a href="http://www.amazon.com/Search-Inside-Book-Books/b?ie=UTF8&#038;node=10197021" class="liexternal">Search Inside the Book Tool</a>” und dazu sehr häufige Wörter verwendet wie “ist” oder “und”, dann erhält man eine ganz Liste von Treffern.<br />
Allerdings bekommt man ja nie ganze Seiten oder das komplette Buch, sondern immer nur einen einzelnen Paragraphen. Von dem nimmt man die ersten und die letzten vier, fünf Wörter, die in der Regel “unique” sind, also nur einmal im Buch vorkommen, und startet mit denen die nächste Suche — so erhält man den folgenden bzw. den vorigen Absatz.<br />
Das so lange zu machen, bis man ein komplettes Buch zusammengesetzt hat, ist natürlich eine unheimlich mühsame und anstrengende Arbeit, die ein Mensch zwar prinzipiell erledigen könnte. Aber durch Software lässt sich der Prozess stark verkürzen. Für ein komplettes Buch braucht man ca. fünf– bis zehntausend Anfragen. Unsere Software hat das zu Beginn in etwa 30 Stunden erledigt, später konnten wir den Prozess auf rund eine Stunde verkürzen.</p>
<p align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2006/11/diagram.jpg" class="imagelink" rel="lightbox" title="Ablaufdiagramm Amazon Noir"><img id="image184" src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2006/11/diagram.thumbnail.jpg" alt="diagram.thumbnail Amazon Noir   Interview mit Hans Bernhard"  title="Amazon Noir   Interview mit Hans Bernhard" /></a><br />
<small>Ablaufdiagramm der Amazon Noir Software</small></p>
<p><i>Amazon bietet natürlich keine “offizielle” Schnittstelle für diese Suchfunktion an; das heißt, eure Software simuliert einen normalen Besucher bzw. Benutzt genau jenes Interface, das jedem Amazon-User zur Verfügung steht. Die Entwicklungszeit für diese Software war relativ kurz — wann habt ihr begonnen?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Anfang 2006 — es dauerte 3 Monate, das Tool zu entwickeln; nach einigen Probeläufen haben wir Tuningmaßnahmen getroffen, Libraries ausgetauscht und das Programm verbessert. Dann kam uns Amazon USA auf die Schliche und begann, auf technischer Ebene Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Paolo Cirio hat die Software programmiert — ich kenne mich technisch nicht im Detail aus; jedenfalls hat Amazon die Texte so umgestaltet, dass unsere Roboter sie nicht mehr korrekt zusammensetzen konnte.<br />
Wir trafen aber wiederum Gegenmaßnahmen und konnten weiterhin Bücher — wenn auch in niedrigerer Qualität — rausfischen. Das war aber schon ziemlich gegen Ende des Projekts. Zugleich hat uns Amazon sogenannte “Cease-and-Desist-Letters” zugestellt. Das sind keine Gerichtsurteile, sondern reine Anwaltsbriefe, die gerichtliche Maßnahmen androhen. Wir nahmen daraufhin Kontakt auf und trafen eine Vereinbarung — soweit ich mich erinnere, haben unsere Anwälte am 30. Oktober mit den Anwälten von Amazon gesprochen. Wir einigten uns darauf, die Software an Amazon zu verkaufen und haben anschließend sofort aufgehört, Bücher von der Seite zu ziehen. Denn bei unseren Projekten geht’s rein ums Experimentieren: Amazon Noir ist kein Statement zum Copyright und schon gar kein Angriff auf den Online-Händler. Da ist keine spezifische Zielsetzung dahinter, das Thema hat sich einfach angeboten. Ich bezeichne das als  Freestyle-Grundlagenforschung. Wir bauen ein Setting und beobachten dann, was passiert soziologisch, medial und technologisch. Dabei hatten wir keinen festen Plan für den Ausgang. Der Verkauf hat sich als neue Lösung angeboten, und so haben wir uns zur Einigung mit Amazon entschlossen.<br />
In userer Arbeitsweise sind wir ja absichtlich sehr offen: im whois-Eintrag unserer Domains stehen immer der richtige Namen und die richtige Adresse drin, damit man uns auch problemlos kontaktieren kann, wenn man das möchte. An dieser Stelle ist es wichtig zu erwaehnen das “Amazon Noir“ein Projekt von <a href="http://ubermorgen.com" class="liexternal">UBERMORGEN.COM</a> (Lizvlx/Hans Bernhard), Paolo Cirio und Alessandro Ludovico ist. Gefördert wurde Amazon-Noir vom <a href="http://www.edith-russ-haus.de/" class="liexternal">Edith Russ Haus</a>, von der Sektion Unst des österreichischen Bundeskanzleramtes von der Stadt Wien. </p>
<p><i>Was habt ihr im konkreten Fall mit den gespiderten Büchern gemacht?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Die wurden über Peer-2-Peer Netzwerke wie Gnutella und Bittorrent weiterbreitet, existieren jetzt irgendwo da draußen und sind auch nicht mehr rückholbar.</p>
<p><i>Habt ihr die Dateien markiert?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Nein, wir haben uns das lange überlegt, ob wir Werbung für uns inkludieren sollten oder eine Kennzeichnung, entschieden uns dann aber ganz klar dagegen. Weiters haben wir die Bücher auch in verschiedenen Formaten angeboten, damit sie nicht auf uns rückverfolgbar sind. Das Problem ist: juristisch gesehen macht man sich durch die Verbreitung komplett angreifbar. Wir haben die Bücher nicht gestohlen, sondern nur genommen, aber nach der geltenden Gesetzeslage dürfte man sie nicht massenhaft weiterverbreiten. Das haben wir gemacht, wollen uns aber nicht festnageln lassen dafür.</p>
<p><i>Wurde Amazon über die massenhaft abgesetzten Suchanfragen auf euch aufmerksam?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Ich weiß nicht genau, was ausschlaggebend war. Das Projekt wurde bis zum 15. November nie offiziell veröffentlicht; es wurde technisch durchgeführt, und es fand in den Massenmedien statt: der Spiegel berichtete darüber, es gab einen Artikel am <a href="http://www.we-make-money-not-art.com/archives/008920.php" class="liexternal">we-make-money-not-art Blog</a>… und dadurch entstand eine schizophrene Situation. Einerseits totale Underground-Technologie, andererseites “Overground”-Presse. Dazwischen gab’s überhaupt nichts. Wir haben keinerlei Informationen nach außen gegeben und waren wie in einem Vakuum. Und Amazon hat sehr wahrscheinlich über die Presse, möglicherweise aber auch über die Suchanfragen bemerkt, dass jemand versucht, ihr System anzugreifen; wobei das natürlich keine Hackerangriffe waren: sie haben das System ja angeboten, wir haben uns die Bücher nicht durch die Hintertür erschlichen und irgendwelche Systeme “gecrackt”, wir haben mit einem Hack die Bücher wieder in ein anderes — nämlich in das klassische — Interface überführt. </p>
<p><i>Wie würdest du “Hack” definieren?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Wir sprechen gern vom media hacking — damit ist ganz spezifisch gemeint: das Eindringen in massenmediale Kanäle mittels Niedrigtechnologie, mittels Technologie, die jedem zur Verfügung steht: wie etwa E-Mail und Web, Mobiltelefone, GPS-Geräten usw. Und damit loten wir die Grenzen die Legalität aus. Wir prüfen vorher, ob es Gesetze gibt, die unser Vorhaben verbieten. Falls ja, kann man manchmal Gesetze übertreten, wenn man das mit sicher selber verantworten kann. Gesetze müssen manchmal auch “angegangen” werden, weil das Recht keine fixe Sache ist, sondern sich ändert, wenn sich Gesellschaft und Technologie ändern. Die “Freiheit der Kunst” ist bei uns ein sehr hoch angesiedeltes Gut, genauso wie die Redefreiheit in den USA: und da kann man andere Gesetze auch darunter ansiedeln, das ist eine Möglichkeit der Rechtfertigung juristischer Twilight-Zones.<br />
Wenn uns dieses Eindringen in die Massenmedien gelingt, dann erreichen wir riesengroße Verbreitung und Frequenz. Das wäre also der Media Hack. Beim “technischen Hack” geht’s, allgemein gesagt, um das Auffinden von Schwachstellen im System bzw. um alternative Benutzung von Interfaces. </p>
<p><i>Spielte das Projekt <a href="http://www.textz.com" class="liexternal">textz.com</a> eine Vorbildrolle für Amazon Noir?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Ich kenne Sebastian Lütgow seit sieben oder acht Jahren und finde seine Tätigkeit großartig. Vor einigen Tagen traf ich ihn in Kopenhagen, dort stellte er eine wunderbare Arbeit vor: einen Screenshot und ein Script, und wenn man das Script ausführt, wird aus dem Bild das komplette “Cryptonomicon” von Neal Stephenson dechiffriert — der Text ist steganographisch im Buch kodiert, das ist zugleich die Zukunft von Textz.com und diese Verschlüsselung wird auch auf juristischer Ebene eine ganz neue Herausforderung. Sebastians aktuelle These ist, dass Copyright bei konvergenten digitalen Medien einfach nicht mehr funktioniert.<br />
Aber wir waren nicht beeinflusst von ihm; wir wollten keine weitere Plattform sein, die Bücher distribuiert, sondern eine aggressive Technologie entwickeln und beobachten, was passiert, wenn wir diese Technologie in den Raum stellen und die ganze Geschichte in eine Handlung verpacken. Dieser Noir-Plot bezieht sich auf die Kriminalautoren der vierziger Jahre wie Raymond Chandler und auf die typischen Gangsterfilme aus dieser Zeit.<br />
Durch solche Inszenierungen versuchen wir, der ganzen Aktion eine weitere Dimension zu geben. Wir möchten das Thema nicht als trockene Copyright-Aktion darzustellen, sondern durch den Transfer bekannter Metaphern in den digitalen Raum eine leicht verständliche Erklärung zu liefern.<br />
Ein anderes Beispiel dafür wäre etwa der <a href="http://www.hijack.org/" class="liexternal">digital Hijack</a> von etoy. Wir haben die ganze Aktion als Flugzeugentführung gescriptet, damit die Wahrnehmung von außen auch wirklich funktioniert. Damit man etwas hat, was man erzählen kann, damit die ganze zugehörige Ästhetik die Geschichte stützt. Das andere Beispiel ist <a href="http://www.vote-auction.net" class="liexternal">Vote-Auction</a>, wo wir im Prinzip auch eine relativ einfache Idee — nämlich Wahlkampfstimmen während der Präsidentschaftswahl 2000 zu kaufen und zu verkaufen — erweiterten. Wir behaupten, dass wir eben nicht Künstler sind, sondern radikale osteuropäische Businessmen, die der Meinung sind, dass man Kapitalismus und Demokratie zusammenbringen müsse. Das war ein wesentlicher Grund für die ausgedehnte Berichterstattung in den Massenmedien.</p>
<p align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2006/11/amazon-noir1.jpg" class="imagelink" rel="lightbox" title="Amazon Noir"><img id="image186" src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2006/11/amazon-noir1.thumbnail.jpg" alt="amazon noir1.thumbnail Amazon Noir   Interview mit Hans Bernhard"  title="Amazon Noir   Interview mit Hans Bernhard" /></a><br />
<small>Amazon Noir Artwork</small></p>
<p><i>Spielte eure Bekanntheit als net artists für das Zustandekommen des Amazon-Deals eine Rolle?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Ich glaube nicht; ich denke, die werden schon recherchiert haben, wer da dahinter steckt, um rauszufinden, ob wir das auch durchziehen können. Sie haben ja quasi die Katze im Sack gekauft und wussen nicht genau, was wir in petto haben. Da ging’s dann auch um den Preis, um die Einschätzung der tatsächlichen Bedrohung.</p>
<p><i>Eure Software als solche ist ja für Amazon völlig wertlos, abgesehen davon, dass sie nicht weiter verbreitet wird.</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Ja, das auf jeden Fall; wir haben auf der Seite noch das Ablauf-Diagramm und wir haben uns das Recht eingeräumt, die Funktionalität schematisch darzustellen — das müssen wir tun, um die Software zu erklären, sonst existiert die ja gar nicht und ist nur ein Geist. Die Scripts selbst werden wir natürlich nicht publizieren.</p>
<p><i>“Geist” ist ein gutes Stichwort — es gibt von Amazon keinerlei Stellungnahme zu dem angeblichen Kauf der Software. De facto könnte die gesamte Aktion auch nicht statt gefunden haben und bloße Inszenierung sein; war das eure Absicht?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Ich habe letzte Woche mit Cornelia Sollfrank gesprochen, die einen Text für unseren UBERMORGEN.COM Katalog verfasst hat. Sie hat mich dann auch in Bezug auf Amazon Noir gefragt, inwieweit unsere Aktionen auch real statt finden. Meine Antwort darauf: Sie finden definitiv statt, weil es für uns von substanzieller Wichtigkeit ist, das Experiment auch tatsächlich durchzuführen.</p>
<p><i>Diese Antwort erstaunt. Wäre das nicht der “next Level” im media hacking: Berichterstattung über Aktionen, die überhaupt nie passierten?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Wir haben das natürlich schon gemacht und experimentieren damit; aber bei unseren großen Projekten wie <a href="http://www.gwei.org/index.php" class="liexternal">Google Will Eat Itself</a> und Amazon Noir ist es wichtig, dass der technologische Teil funktioniert. Inwieweit dies tatsächlich der Fall ist, variiert, und natürlich gibt’s gewisse Verzerrungen in der Darstellung. Aber das Experiment soll auf jeden Fall statt finden. Sonst ist es eine reine mediale Blase, und die ist für uns nicht so interessant, weil sie keine Verbindung in die Realität hat, und dadurch die Geschichte unglaublich mühsam wird: wir sind ein relativ faules Pack, und es ist sehr mühsam, wenn man alles erfinden muss!<br />
Bei Vote-Auction etwa haben wir die Idee von einem amerikanischen Studenten gekauft; wir mussten bloss noch die Story von den osteuropäischen Geschäftsleuten basteln und ertragen, dass wir jeden Tag Klageschriften bekamen und CIA und die österreichische Staatspolizei hinter uns her waren, dass wir vierzig Interviews pro Tag gaben — das mussten wir alles ertragen, aber wir mussten nichts erfinden.<br />
Wenn du also fragst, ob wir Projekte machen, wo’s gar keine Substanz gibt: Vote-Auction war das ultimative Beispiel dafür. Da gab es gar nichts: nicht einmal die auctioning Software, nur ein Formular, das aus Sicherheitsgründen keine Userdaten gespeichert hat und eine kleine, hässliche Website. Unser Weg war vielleicht umgekehrt: über die Blase zum realen Experiment. </p>
<p><i>A propos reales Experiment: Google will eat itself läuft nun schon eine ganze Weile — und der Konzern zeigt wenig Freude über eure Aktion und hat euch kontaktiert?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Google hat zu uns gesagt, sie verstünden schon, dass sich um Kunst handle, aber wir sollen trotzdem aufhören. </p>
<p><i>Als Shareholder kann man sich nicht mehr registrieren?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Wir haben nur ein technisches Problem mit der Anmeldung; die Technologie läuft, Geld kommt rein, und man wird sich in Kürze wieder anmelden können. Wir stehen derzeit bei über 80.000 Dollar, das ist nicht wenig Geld für ein Kunstprojekt. Wir sind sehr zufrieden damit. Mal schauen, wie sich das weiterentwickelt.</p>
<p><i>Ist die Amazon noir Aktion mit dem Verkauf der Software für euch nun beendet?</i></p>
<p><strong>Hans Bernhard:</strong> Wir sind erstmal froh, dass wir einen Deal mit Amazon machen konnten — die Zeit seit Februar war sehr anstrengend, wir durften einerseits nicht über die Aktion sprechen, andererseits wurde viel berichtet… wir werden demnächst im Kunstbereich die Aktion weiterentwickeln und museale <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/praesentation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Präsentation">Präsentation</a> und Installationen für Gallerien machen; das sind geplante Erweiterungen, von der Technologieseite her ist Amazon Noir abgeschlossen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Archiv aller Browserversionen</title>
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		<pubDate>Wed, 22 Nov 2006 10:48:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mehr Browser, als die Internetpolizei erlaubt — naja, nicht gerade die Internetpolizei, aber zumindest die Standardisierungsgremien. Wer dennoch schon immer mal der Frage nachgehen wollte, wie FlickR im 16-Bit-Netscape Navigator 0.4 gerendert wird, dem sei dringend ein Besuch des Browser Archives empfohlen. Von “A” wie Air Mosaic Demo bis “W” wie World Wide Web Nexus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mehr Browser, als die Internetpolizei erlaubt — naja, nicht gerade die Internetpolizei, aber zumindest die Standardisierungsgremien. Wer dennoch schon immer mal der Frage nachgehen wollte, wie FlickR im 16-Bit-Netscape Navigator 0.4 gerendert wird, dem sei dringend ein Besuch des Browser Archives empfohlen. Von “A” wie Air Mosaic Demo bis “W” wie World Wide Web Nexus von <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Tim_Berners-Lee" target="_blank" rel="nofollow" class="liwikipedia">Tim Berners-Lee</a>* findet sich dort eine Menge <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/software/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with software">Software</a>, die in den letzten 15 Jahren Webseiten dargestellt hat.<br />
<span id="more-69"></span></p>
<p>Ein spannendes Archiv der “weichen” Materialitäten unserer Kommunikation: der Browser als <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interface/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interface">Interface</a> wird gewiss noch Gegenstand medienhistorischer Forschungen. In diesem Sinne könnte man das Archiv also als einen Prototypen einer neuen Art von Sammlung bezeichnen: was noch fehlt, sind erläuternde Bemerkungen, Kontextualisierungen und eine virtueller Rundgang durch das jüngste technische Museum der Internetgeschichte.</p>
<p>Was ebenfalls fehlt, sind die neuere Versionen des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> Explorers: das dürfte wohl lizenzrechtliche Gründe haben. Aber wir erinnern uns ohnehin mit Grausen an die Zeiten, an denen Microsofts semiproprietärer Browser eine Abdeckung von rund 90% erreichte. Auch Opera endet bei der Version 7; allerdings bemühen sich die Macher der Seite um alle verfügbaren Betriebssystemversionen — zudem wird die Seite ständig upgedatet und erweitert. Hier geht’s zur Software-Zeitreise: <a href="http://browsers.evolt.org/" target="_blank" class="liexternal">http://browsers.evolt.org/</a>.</p>
<p>–<br />
* Der britische Informatiker gilt gemeinhin als Begründer des World Wide Web.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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