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	<title>datenschmutz &#187; Armin Medosch</title>
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		<title>Symposium: Das Versprechen der kreativen Ökonomie</title>
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		<pubDate>Mon, 30 Mar 2009 16:18:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 31. März 2009; 14:00 bis 20:00. ] Sind die Arbeitskräfte der Web 2.0 Ökonomie moderne Sklaven ihrer eigenen Miskonzeption? Ein Symposium der Ö1 Wissenschaftsredaktion geht dieser Fragen morgen im Radiokulturhaus nach.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">31. März 2009</td></tr><tr><td class="ec3_start">14:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">20:00</td></tr></table><p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/03/kreoek.jpg" alt="kreoek Symposium: Das Versprechen der kreativen Ökonomie" title="kreoek" width="250" height="79" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />On short notice: bereits morgen, am 31. März, findet im großen Sendesaal des RadioKulturHauses (Argentinierstrasse 30a, 1040 Wien) das von Ina Zwerger und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/armin-medosch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Armin Medosch">Armin Medosch</a> organisierte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oe1/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ö1">Ö1</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/symposium/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with symposium">Symposium</a> “Creative Cities” statt. Bei freiem Eintritt lädt die Ö1 Wissenschaftsredaktion zu einer hochkarätig besetzten Reflexion der immer wieder gern zitierten Utopie, Kunst und Wirtschaft täten sich vertragen wollen können.</p>
<p>Anlass ist nicht zuletzt das von der EU 2009 ausgerufene “Jahr der Kreativität und Innovation” (ich freu mich schon aufs “Jahr der Einfallslosigkeit und des Rückschritts”) und die große Hoffnung, welche Regierungen weltweit in die “Creative Industries” setzen. Die Veranstalter fragen im Einladungstext nicht ganz unsuggestiv, ob möglicherweise eine neues intellektuelles Proletariat entstünde, eine Art “Tagelöhnertum im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a>″:</p>
<blockquote><p>Arbeitsplätze – so wird suggeriert – schafft man sich selbst, im “Home Office”, im virtuellen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netzwerk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzwerk">Netzwerk</a>. Befristete “Projekte” ersetzen immer öfter den Job auf Lebenszeit. Lebenslanges Lernen soll die Wettbewerbsfähigkeit steigern. Doch von der Wertschöpfung der “Ideenwirtschaft” profitieren nur ganz wenige, meist große Unternehmen der Kulturindustrie. Das durchschnittliche Einkommen der “Cultural Workers” ist sehr gering.</p></blockquote>
<p>Das klingt mir zwar alles gar ein wenig negativ: ein “lebenslanger Job” wär meine persönliche Hölle, und wenn der Tagessatz stimmt, dann bin ich liebend gern vortragender oder coachender Tagelöhner. Und ja, meinen “Home Office” Arbeitsplatz hab ich mir tatsächlich selber geschaffen — vor 20 Jahren wär’s schlicht undenkbar gewesen, mit einem digitalen Produktionsstudio um rund 10k Euro mit “professionellen” Corporations zu konkurrieren. Aber andererseits bin ich ja auch kein freischaffender Künstler, sondern freischaffender Marketing-Berater und “geringes Einkommen” liegt natürlich immer im Auge des Betrachters, aber ich kann mich definitiv nicht beschweren <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Symposium: Das Versprechen der kreativen Ökonomie" class='wp-smiley' title="Symposium: Das Versprechen der kreativen Ökonomie" /> Doch weiter im Text:</p>
<blockquote><p>Was macht diesen Lebensentwurf dennoch attraktiv? Ist es die Vorstellung, aus dem Hobby einen Beruf zu machen? Ist es die Hoffnung auf Ruhm? Oder einfach der Mangel an Alternativen? Muss nun “jeder ein Künstler” werden, frei nach Joseph Beuys? Oder müssen alle Künstler/innen ins Betriebswirtschaftsseminar? Und ist nicht der Zwang zur ökonomischen Verwertbarkeit für das kreative Schaffen letztlich kontraproduktiv? Lässt sich Innovation auf Knopfdruck herstellen? Vor welchen Herausforderungen stehen Kunstförderung und Aus– und Weiterbildungsinstitutionen?</p></blockquote>
<p>Diese versuchen unter anderem Martin Netzer von der Sektion Erwachsenenbildung des BM für Unterricht und Kunst, Richard Barbrook von der Westminster University London, Diedrich Diederichsen, das kulturwissenschaftliche Aushängeschild Berlins, Geert Lovink vom Amsterdamer Institute of Network Cultures und Inke Arns vom Hartware MedienKunstVerein Dortmund in ihren Referaten zu klären. Der erste Teil des Programms hat für mich durchaus einen gewissen Zeitreise-Aspekt: soweit ich mich erinnere, diskutieren die üblichen Verdächtigen die gleichen Themen seit Mitte der Neunziger, damals noch vorwiegend auf der nettime–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mailingliste/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mailingliste">Mailingliste</a>. Seither hat sich die Situation — je nach persönlicher Einschätzung — drastisch verbessert oder verschlechtert, eines ist jedenfalls klar: in Zeiten der Wirtschaftskrise erhöht sich das Interesse ans Kapital-/Liberalismuskritik beträchtlich. Wird jedenfalls sicherlich ein spannender Nachmittag, den ich aber leider ob Creative-Industry–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/business/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Business">Business</a>–Stress nur teilweise werde verfolgen können. Genauere Details finden Kurzentschlossene Besucher <a href="http://www.impulse-awsg.at/upload/Oe1_FOL_CreativeCities.pdf" class="lipdf">Programm-PDF</a>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Facebook besser gar nicht benutzen?</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-03/facebook-besser-gar-nicht-benutzen/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Mar 2008 07:03:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Meine Audio-Kolumne aus der aktuellen Ö1 matrix-Sendung gibts hier zum Nachhören - und natürlich zum Mitdiskutieren.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vor einigen Tagen war ich bei <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oe1/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ö1">Ö1</a> im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/matrix/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with matrix">matrix</a>–Studio zu Gast, um meine <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-01/keine-mauern-des-anstands-mehr/" class="liinternal">Replik</a> auf Armins <a href="http://oe1.orf.at/highlights/114968.html" rel="nofollow" class="liexternal">Facebook-Kolumne</a> zu verlesen.</p>
<p>Der Text steht mittlerweile auch auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/117414.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a> und stößt dort auf geteilte Unzustimmung — bin gespannt, ob und wie die Diskussion weitergeht. Jedenfalls tat ich mir ordentlich schwer damit, meine eigenen Zeilen zu lesen — freies Sprechen ist da schon wesentlich einfacher. A propos: gestern war ich wieder bei Paul und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/radio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Radio">Radio</a> uton live zu Gast, wir schnackten wieder eine Runde über Social Networks, Fluchtgeschwindigkeiten und Musikmythen, die Sendung gibt’s demnächst hier zum Nachhören.</p>
<p>Hier die matrix-Aufzeichnung, die ich von Franz bekommen habe — die Einleitung und Armins Teil hab ich drin gelassen, sonst wär meine Audio-Antwort zu sehr aus dem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kontext/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kontext">Kontext</a> gerissen. Kommentare hochwillkommen!</p>
<p>[Im Original-Posting finden Sie an dieser Stelle ein Audio-Snippet.] </p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Keine Mauern des Anstands mehr?</title>
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		<pubDate>Fri, 25 Jan 2008 11:36:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Sind Social Networks wie Facebook grundsätzlich böse? Oder unterliegen Kritiker, die diesen kommerziellen Unternehmen ihre Datensammelwut vorwerfen, nicht vielleicht doch einer Kategorienverwechslung?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kolumnistenkollege <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/armin-medosch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Armin Medosch">Armin Medosch</a> hat auf <a href="http://oe1.orf.at" rel="nofollow" class="liexternal">oe.orf.at</a> eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netzkulturkolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzkulturkolumne">Netzkulturkolumne</a> mit dem Titel <a href="http://oe1.orf.at/highlights/114968.html" rel="nofollow" class="liexternal">Mein Facebook-Freund? Nein, danke!</a> verfasst, die als Apologet von Social Networx hochspannend finde. Armin unterstellt nämlich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a> Datensammelei und Profitoptimierung, und ich denk mir: ja was denn sonst?</p>
<p>Der Flashback in die frühen 90er, als wir auf net.culture.conferences alle von virtuellen Doubles träumten, ist dem Lamentieren über die Durchschaubarkeit unserer virtuellen Personae gewichen. Dabei war’s doch noch nie so einfach, aus Feuer und Bytes den eigenen Golem ganz nach Wunschvorstellung zu formen… die Daten gibt immer noch der User ein, die staatliche Kontrolle *hat* längst versagt, und wer am langen Hebel sitzt und gerne Social Networks kartographieren möchte, kann das genauso bequem über Handydaten tun. (Österreich hat die notwendigen Gesetzesgrundlagen im Dezember ja leider begrüßt, obwohl der Fachmann vom “Verabschieden” spricht; merk-würdige Terminologie.)</p>
<p>Facebook ist noch nicht so voller data dirt wie myspace, aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis die ersten Marketing-Hans-Meisers dort ihr Unwesen treiben… das längerfristige Überleben der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> (+3 Jahre) halte ich persönliche für relativ unwahrscheinlich, <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-01/social-networking-auf-speed-naymzcom/" class="liinternal">Naymz</a> wird mehr als einen Epigonen auf entweder dumme oder kluge (aber das ist ohnehin eine Frage des Betreiberstandpunkts) Gedanken bringen. Deren Valorisierungsmodell müsste Armin noch wesentlich mehr missfallen, denn er schreibt über FB:</p>
<blockquote><p>Abgesehen davon, dass die angeblich über 50 Millionen User der superschnell wachsenden Plattform größtenteils zu den ökonomisch stärkeren und intellektuell-technisch avancierten Gruppen gehören, bleibt nur noch nüchtern festzustellen, dass hier die persönlichen, zwischenmenschlichen Beziehungen endgültig zur Ware werden — und das im wahrsten Sinne des Wortes.</p></blockquote>
<p>Jo mei, da Franck Georg hot’s do scho längscht gwusst, Sakra! Das lächelnde Aas <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> lächelt nun man gern jedem User persönlich zu… dass eine US-Firma meine “Facebook”-Daten hat (genau wie Xing, Linked-In etc.) macht mir weit weniger Sorgen als die Überwachungspläne der hiesigen Regierung; immerhin kann ich ja selbst bestimmen, wie ich mich dort repräsentiere — und ob ich das überhaupt möchte.</p>
<p>Für mich hat derlei Kritik sehr viel von enttäuschter (Heils)Erwartungshaltung — ich war zwar damals um eine Dekade jünger, aber sozusagen grade noch dabei, als die nettime–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/community/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Community">Community</a> das Netz als das neue Anarcho-Intello Paradies abfeierte, häufig ohnedies aus gravierender Unkenntnis und/oder Desinteresse für technische Realitäten. (“Das Netz ist anonym.”) Was mir fehlt, ist die Alternative: wär’s denn besser, FB gar nicht zu benutzen? Ich glaube nicht. Derlei Networks fungieren im allerbesten Fall als hocheffizienter Durchlauferhitzer für die interkulturelle Kommunikation, als tailor-made Infoprovider und — sie bieten eine Spielwiese mit ungleich niedrigerem finanziellem Einstiegslevel als klassische One-to-many Kanäle. Aber eines wird kein Social Network und kein Web 22.0 jemals leisten können: nämlich dem User media literacy und reflektieren Umgang mit seinen Spielzeugen abzunehmen.</p>
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