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		<title>Der große Vergleichstest: Deutsche Satiremagazine</title>
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		<pubDate>Fri, 28 Aug 2009 17:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jeder Lacher zählt - sogar, wenn die Pointe absichtlich oder geplant statt findet. Doch die Printmedien-Ökonomen fragen sich: brechen nun, da Brand Eins zum Satiremagazin geworden ist, harsche Zeiten für die Titanic an?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/08/riestenbrueste33.jpg" alt="riestenbrueste33 Der große Vergleichstest: Deutsche Satiremagazine" title="riestenbrueste33" width="194" height="129" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid gray;" />Sic transit humoria mundi — für meine sechsstündige Fahrt von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> nach Lienz hatte ich mich mit ausreichend Lesestoff eingedeckt, der in Kombination mit dem vorzüglichen Service der ÖBB (13 von 16 Toiletten im IC “inutilisable” = neuer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rekord/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Rekord">Rekord</a>, aus einigen Waggons musste letzten Vorhänge entfernt werden, nicht besonders boshafte Naturen behaupten aufgrund von Lausbefall) dann auch für mehr Heiterkeitsausbrüche sorgte als ein ganzes Lach-Yoga-Wochenendseminar. Viel gelacht, viel geweint und noch mehr gelernt: beispielsweise, dass eine einzige Ausgabe Titanic mehr Popverständnis vermittelt als 10 Jahre Spex und dass Brand Eins zwar auch versucht, absurd witzig zu sein, dabei aber längst nicht so postlinks-locker daherkommt die zum ewigen Untergang verdammte Schwesternzeitschrift. Und als ich, vollkommen erschöpft von so wenig überflutender Print-Information zwischen zwei spitzen Entzückensschreien meiner Teenage-Sitznachbarn über gelungene Facebook-Attack-Züge mal kurz wegdämmerte, da vermischten sich die beiden Pamphlete in meinem Traum zum neuen deutschen Witz-Flaggschiff mit Krisen-tauglichem Titel: “Titanenbrand!”</p>
<p>Von der verlässlichen Titanic und meines Lieblingskolumnisten Hans Mentz’ Humorkritik <strike>im Brand Eins</strike> in der Titanic erwarte ich mir monatlich Großes, immer wieder neu, immer wieder zu Recht. Insofern überraschten die vielen Humor-Highlights in der aktuellen Ausgabe mit der trittsicheren Titel-Alliteration <em>Merkel in der Menopause</em> (aus dem Editorial: “Wie können wir lernen, mit einer Kanzlerin zu leben, die ihre sinnliche Jugendschönheit demnächst verliert?”) mich keineswegs.</p>
<p>Umso mehr verwirrte mich dafür die inhaltlich-strategische Voll-Neuausrichtung von Brand Eins. Frühere sporadische Lesungen plus <a href="http://www.petersteinberger.net" class="liexternal">Peters</a> Beschreibungen hatten mich — die Gründe dafür liegen verborgen im Nebel der Geschichte — glauben machen, es handle sich um ein Wirtschaftsmagazin für nachhaltige Freigeister: arme und bedauernswerte Schizos, deren “Individualismus” sie zwingt, sich möglichst regelkonform zu benehmen, währen deine ungeregelte Lambda-Wahrnehmungsstörung es ihnen verunmöglicht, zwischen Nischen-Mainstream und Divergenz zu unterscheiden. (Nein, nix gegen Veräppel-Rechner. Nur gegen die Begründung, man erwürbe sie, um “anders” zu sein.) Aber ganz im Gegenteil: der Verlag scheint die Sinnlosigkeit gedruckter Wirtschaftsberichterstattung vollinhaltlich eingesehen zu haben, und allein diese Tatsache verdient absatzweise Beachtung.</p>
<h2 id="toc-was-im-brand-eins-witzig-ist">Was im Brand Eins witzig ist</h2>
<p>Eines allerdings sollten sich die Alleinunterhalter aus Hamburg auf die Fahnen schreiben: Satire ist kein Boulevardjournalismus! Falls ein Herr Wolfram Feller (Name von der ds-Redaktion geändert) hypothetisch eine neue Tageszeitung namens “Streich” (Name von der ds-Redaktion erneut geändert) “heraus” “bringt”, mag sich der geneigte Leser nicht unbedingt eine Multitude an Zugängen erwarten. Aber wenn die selbstgewählte-Themenbeschränkung schon einen engen ökonomischen Fokus gebietet, so könnte ein wenig Variation bei der Karikatur–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/strategie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Strategie">Strategie</a> durchwegs nicht schaden.</p>
<p>Im Gesamtpaket ergibt die extrem überhöhte Kritiklosigkeit jedwedem Sujet gegenüber durchwegs karikativen Mehrwert. Zahnbürsten aus der Schweiz: Genial! Softwareklitschen aus Deutschland: Weltspitze! Traktor-Sharing: Innovationsorgasmus! Letzeres nennt man in Tirol, dem ausgelagertem Silicon Valley der Balkan Region, übrigens seit gut 100 Jahren “Landwirtschaftliche Genossenschaft”. Bei Einzelbetrachtung verlieren die meisten Beiträge hingegen durch das strikte Korsett an Originalität und könnten in manchen, besonders misslungenen Fällen, sogar als ernst gemeint durchgehen — etwa der Bericht über eine Kooperation zwischen zwei Werbeagenturen, die “ausgerechnet in Düsseldorf in Bündnis geschlossen haben”. Solche temporären Zweifel weiß der Themenschwerpunkt aber zum Glück rasch zu zerstreuen: denn das mehrköpfige Team verarscht gekonnt klassische journalistische Zeigefinger-Wissensvermittlung dadurch, dass Plattitüden im Brustton höchster Überzeugung geklopft werden: etwa dass wir uns im Wandel von der Industrie– zur Wissensgesellschaft befinden und uns vom Gedanken der Vollbeschäftigung verabschieden müssen, wie das “Special Arbeit” erklärt.</p>
<p>Ebenso konsequent wie gestalterisch glücklich erweist sich indes der Totalverzicht auf klassische Cartoons. Ähnlich wie das Gamer-Magazin “PC <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/action/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Action">Action</a>” setzt Brand Eins auf vorerst “normale” Fotos, konterkariert die abgebildeten Motive aber durch herrlich subversiv-schräge Bildunterschriften. Beispiele gefällig? Unter zwei Zahnbürstenbildern: “Für 50 Jahren stellen 200 Mitarbeiter bei Trisa 50.000 Zahnbürsten her… …heute schaffen viermal so viele Mitarbeiter zwanzigmal so viele Zahnbürsten.” (Ob zu produzieren, zu verbrauchen oder als Füllmaterial für diverse körpernahe Guinness-Weltrekordversuche bleibt dabei ganz der Fantasie des Lesers überlassen.) Oder mein Favorit aus einem langen Textelaborat, in dem erklärt wird, dass nicht nur Frauen, sondern auch Männer Arbeit und Kinder unter einen Hut bekommen (letztere aber nicht bekommen) können: “Der Berater: Markus Leibundgut arbeitete zweieinhalb Jahre mittwochs nicht.” (Beneidenswert! Ich nehme an, von Donnerstag bis Dienstag waren die Kinder bei Reini zu Besuch, denn: “Der Ingenieur. Reiner Hohl konzentriert sich auf das Wesentliche.”</p>
<p>Zur Neuausrichtung kann man Brand Eins, der zukünftigen Nummer zwei unter den deutschen Satiremagazinen, echt — aber auch ganz echt — nur gratulieren! Ernst gemeinter Wirtschaftsjournalismus könnte sich Artikeluntertitel wie “Die USA sind viel mehr als <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/coca-cola/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Coca Cola">Coca Cola</a>, IBM und Microsoft” oder “Putzen gilt als minderwertige Arbeit. Dass sie weit mehr sein kann, zeigt ein Besuch bei der Frankfurter Wisag” (hat Redakteur Matthias Hannemann dort etwa die Büros gereinigt?) schlichtweg nicht leisten. Der Verzicht auf faktenbasierten, innovativen Realjournalismus räumt dem schreibenden Personal völlig neue Freiheitsgrade ein — nur besonders bösartige Beobachter würden behaupten, dass bei den steigenden Kosten für “richtige” Contentproduzenten der Verlag gar keine andere Wahl gehabt hätte. Und perfekter als der letzte Satz auf der letzten Seite 134 von Heft 09 des 11. Jahrgangs könnte ich das neue Selbstverständnis auch nicht subsummieren:</p>
<blockquote><p>Eine Zusammenstellung aus 20 internationalen Wässern von Wasserdepot hat gewonnen: Angelika Tschuri, Gersthofen.</p></blockquote>
<p>datenschmutz gratuliert recht herzlich und versteht jetzt endlich, warum der Durchschnittsbobo, der sich über jeden Einbruch anarchischer Freude in sein sonst so kommunistisch-streng geregeltes Hedonistenleben freut, Brand Eins so gern mag.</p>
<h2 id="toc-was-in-der-titanic-nicht-witzig-ist">Was in der Titanic nicht witzig ist</h2>
<p>So viel wie über die B1 kann ich über die auf den Äckern des Humors weitaus arriviertere Titanic nicht sagen. Aber dass ich den Großteil meines politischen aktuellen Halbwissens aus einem dedizierten Satire-Magazin beziehe, spricht nun mal nicht für den deutschen Qualitätsjournalismus. </p>
<p>Das mag aber durchwegs an der Multitude der Zugänge und Themenfelder liegen: bereits auf den ersten Seiten werden Steinmeiers Vollbeschäftigungspläne, Minus-Milieus (“Retrophile Oligarchen, traditionsbewusste Absteiger, Metanormale) erklärt und die Doppelrolle von Vera Lengsfelds Brüsten im SPD-Wahlkampf thematisiert, aber angenehmerweise nie restlos erklärt. Dabei fallen durchwegs thematische Überschneidungen auf: wo Brand Eins sich für Zahnbürstenbauer aus der Schweiz begeistert, stellt Titanic den im dräuenden Lichte des kommenden Verbots wieder stärker nachgefragten Job des Glühlampenreparateurs vor. Um zu bemerken, dass man es hier mit dem wesentlich arrivierteren Satire-Magazin zu tun hat, braucht es allerdings gar keine “redaktionellen Inhalte” — die Zuschriften von Leser enthalten unverzichtbare Tipps für moderne Netizens:</p>
<blockquote><p>Bei vielen jungen Menschen ist es zu einer Selbstverständlichkeit geworden, potentielle Sexualpartner vor dem ersten Treffen zu googeln, um herauszufinden, mit wem sie es da eigentlich zu tun haben. Das klingt erst mal vernünftig, aber man sollte sich nicht zu sehr darauf verlassen: Nicht jeder, der obskure Freunde, perverse Hobbys und ein Vorstrafenregister von hier bis Hamburg-Harburg hat, ist automatisch ein cooler Typ. <small><em>Cornelia Röser</em></small></p></blockquote>
<p>Und während Brand Eins noch von Ende der Industriegesellschaft redet, beschäftigt den durchschnittlichen Titanic-Leser schon präventives Online-Reputation-Management:</p>
<blockquote><p>Neulich zusammen mit meiner Freundin im Online-Sexshop bestellt. Als ich das Gleitgel in den Warenkorb klicke, sagt sie: “Nee, da steht ja ‘anal’ drauf. Nimm das normale, wenn das jemand sieht, was soll der denn denken.” <small><em>Christian Martin</em></small></p></blockquote>
<p>Überhaupt ist Titanic meiner persönliches Lebenswelt viel näher. Speziell die Bastel-Seite reizt das unterschätzte Medium Papier bis an die Grenze aus, etwa mit Antwort-Karten für diesen lächerlichen  Berghain-Türsteher in Berlin, der mich auch partout nicht reinlassen wollte, obwohl ich mit zwei *sehr* hübschen Mädels hartnäckig wie weiland die heilige Familie Einlass begehrte. (Übrigens ein singuläres Erlebnis in meiner Clubkarriere, aber um nichts undemütigender.) Mit diesen Kärtchen in der Geldtasche hätte ich reagieren können, so ging’s mir wie den meisten Besuchern: ich musste einfach nur über seine unglaublich bescheuert aussehende, überpiercte Clownmaske von einem Gesicht lachen, und das hat ihm wohl nicht gefallen.</p>
<p>Überhaupt fällt auf, dass Brand Eins kein einziges, Titanic dafür gleich ein ganzes Genrebündel an Zeitschriften ersetzt, mindestens aber TV-Media (“Hallo, ich bin der Junge, der immer pfurzen muss, wenn er was wissen will.”), die Computerwelt (“E-Mails weder mit ‘Hallo’ beginnen noch mit “‘Heil Hitler’ unterschreiben”) und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/the-gap/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with the gap">the gap</a> (“Nie zuvor hat sich die Aufnahmetechnik so wenig weiterentwickelt wie im letzten Jahrzehnt. Es spricht einiges, jedoch nicht alles dafür, dass Popmusik ein weitgehend abgeschlossenes Kapitel ist.”) Ohnehin unterstelle ich dem Redaktionsteam, dass es die Titanic genau wie wir seinerzeit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/the-gap/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with the gap">the gap</a> lediglich aus Eigeninteresse gegründet hat, wenn auch zu einem deutlich späteren Lebensabschnitt. Denn irgendwann, hoffentlich deutlich vor der Pensionierung, fühlen sich die meisten schlagartig zu alt, um über manche Themen noch ernsthaft schreiben können zu wollen. Sollte diese These zu gewagt erscheinen, empfehle ich die genaue Lektüre von “Born to be wild”, einem Feature über die Zeitschrift des “Deutschen Rock &amp; Pop Musikverbandes e.V.”. Ein Meisterwerk der Realsatire, das in dieser Form in keinem “kritischen” Musikmag abgedruckt werden könnte.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Was kann Brand Eins also von der Titanic lernen? Aus dem Stand heraus ein Medienprodukt für einen Markt zu lancieren, der von einem alt-eingesessenen Konkurrenten schon längst perfekt bedient wird (siehe etwa die Boulevard-Schlacht zwischen “Österreich” und “Der Standard”), ist schwierig und erfordert ein genaues Austarieren bekannter Erfolgsrezepte und Distinktionskriterien. Ihr seid auf dem richtigen Weg, Brand Eins, keine Frage — doch zu vieles wiederholt sich. Nur, weil beide Adjektive mit dem gleichen Wort beginnen, heißt “lustig schreiben” nämlich nicht automatisch “lange schreiben”. Also traut euch ruhig mal, auch eine kürzere Ausgabe zu produzieren, und dann geht sich vielleicht sogar mal ein aufwendige(re)s Layout aus.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Lady Bitch Ray: Knallhart und einfach genial?</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jan 2008 12:13:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Derbe Sprache ist nicht unbedingt per se ein Ticket in die Hitparade - für eine weibliche Rapperin türkischer Abstammung aus Bremen allerdings schon. Nebenbei schreibt die Porno-Rapperin (Eigenbezeichnung) ihre Diss in Semiotik.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/01/bitch-ray.jpg" rel="lightbox" title='bitch ray' class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/01/bitch-ray.thumbnail.jpg' alt="bitch ray.thumbnail Lady Bitch Ray: Knallhart und einfach genial?" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:10px;border:1px solid orange;" title="Lady Bitch Ray: Knallhart und einfach genial?" /></a><em>Achtung, Jugendliche unter 18 Jahren nicht weiterlesen! Dirty Langue folgt.</em> <a href="http://profile.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.viewprofile&#038;friendID=72669273" class="liexternal">Lady Bitch Ray</a> sorgt aktuell für erhitzte Diskussionen in meinem BekanntInnenKreis: die deutsche Rapperin türkischer Abstammung nimmt sich kein Blatt vor den Mund, oder, wie sie sagen würde, die Muschi und denkt sich Texte aus wie: “Lady Bitch Ray fickt euch Schlampen in den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/arsch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Arsch">Arsch</a> / Du willst Anpassungen / ich bin dagegen / kein Schwanz ist so hart wie mein Leben.” Viele Wege führen ins Fernsehen, das ist einer davon. Von wegen Gleichberechtigung: kaum sagt eine Frau laut “Fotze”, fühlt sich das gesamt Feuilleton peinlich berührt.</p>
<p>Wer nun denkt, er habe es hier mit einer radikaleren Schwester Sabrina Setlur zu tun, der könnte falscher nicht liegen. (Okay, sie oder er könnte vermutlich falscher liegen, aber das ist eine andere Geschichte.) LBR ist Empfängerin eines Hochbegabtenstipendiums, schreibt gerade ihre Dissertation an der Uni Bremen und hat offensichtlich während und zwischen der Vorlesungen eine Menge Hip Hop Platten gehört und sowohl ausreichend schmutzige Phantasien als auch genug Marketingwissen um ihren persönlichen Goldbrunnen zum Sprudeln zu bringen. Aber lassen wir mal den <a href="http://www.stern.de/unterhaltung/musik/:Lady-Ray-Die-Doktor-Schlampe/603207.html" class="liexternal">Spiegel</a> sprechen, der einen der besseren Artikel zu der un/stereotypen Dame zustande gebracht hat:</p>
<blockquote><p>Ihr eigenes Label hat sie Vagina Records genannt. Unter dem Namen Vagina Style entwirft sie Kleidung — einen “Fotzen-Mantel” beispielsweise. Kürzlich ist sie in der Bezahlfernsehshow von Niels Ruf aufgetreten und hat sich von ihm den großen Zeh lutschen lassen. Erst Anfang der Woche mischte sie mit lasziven Sprüchen eine Maischberger-Talkrunde in der ARD auf und ernannte sich zur Nachfolgerin des Sexual-Aufklärers Oswalt Kolle.</p></blockquote>
<p>Im Medienbiz unerfahren ist reichlich mit sekundären Geschlechtsmerkmalen ausgestattete Selbstdarstellerin keineswegs — die ehemalige Mitarbeiterin von Radio Bremen wurde seinerzeit gefeuert, weil den Vorgesetzten die Bilder im Netz nicht gefielen: ein früher Fall von Social Network Disobedience, sozusagen. Reyhan Sahin aka Lady Bitch Ray klopfte daraufhin selbst bei der Bildzeitung an um die legendäre Schlagzeile <strong>Zu sexy! Radio-Moderatorin gefeuert.</strong> zu evozieren. Also alles nur Kalkül? Mitnichten, sagt die Protagonistin:</p>
<blockquote><p>Lady Ray hat eine Mission: Sie möchte die erste wirklich prominente Rapperin Deutschlands werden, ein weiblicher Gegenentwurf zu Sido, Bushido und anderen Verbalaggressiven. Sie nennt sich selbst eine Bitch, eine Schlampe, Lady “Bitch” Ray, und sie beansprucht für sich, die erste deutsche Rapperin zu sein, die offen zu ihrer Sexualität steht: “Ich ficke, ich masturbiere, ich reibe an meiner Möse. So what? Fuck you?”</p></blockquote>
<p>In der Tat ist dirty language im US-Rap zwar an der Tagesordnung, aber hierzulande scheitert Verständnis meist ohnehin a priori: .at-Denglisch und Hip Hop Slang don’t fit… aber wenn dann eine/r kommt und plötzlich deutlich dekodierbar die ganze Zeit von Fotzen, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ficken/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ficken">Ficken</a>, Blasen und Co. rappt, ist natürlich Aufmerksamkeit garantiert. Derzeit wird Bitch Ray von Pressetermin zu Pressetermin herumgereicht. Bisher erschienen drei EPs, ein Album wird wohl demnächst folgen. Der Aussage des Tagesspiegels (gefunden in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Reyhan_%C5%9Eahin" rel="nofollow" class="liwikipedia">Wikipedia</a>) kann ich mich daher nur anschließen:</p>
<blockquote><p>Der Tagesspiegel, der ihre Musik als “professionell” lobte, stellte fest, dass es ihr nicht darum gehe, Mechanismen von Provokation und Vermarktung vorzuführen — sie bediene sie vielmehr ganz offen. Ihre <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/strategie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Strategie">Strategie</a>, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, gehe daher auf.</p></blockquote>
<p>Dass sie (vor allem bei den türkischen) männlichen Kollegen und Rap-Fans auf geteilte Reaktionen stößt, dürfte auch nicht weiter überraschen: das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/myspace/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with myspace">Myspace</a>–Gästebuch strotzt nur so vor Beischlaf-Angeboten und Hasstiraden, wobei erstere allerdings bei weitem überwiegen. Auf ihrem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/myspace/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with myspace">myspace</a>–Blog verleiht die Ex-Radiomoderatorin dem Phänomen <strong>Vaginalisierung der deutschen Sprache</strong> völlig neue <a href="http://blog.myspace.com/index.cfm?fuseaction=blog.view&#038;friendID=72669273&#038;blogID=308546449" class="liexternal">Dimensionen</a>:</p>
<blockquote><p>Die Spiegel-TV-Redakteure waren meine Gäste und hatten die Ehre, an Lady Biatchs Möse mal zu schnuppern, außerdem haben sie meinen ultimativen Bitch-Honour-Auftritt mitten in meinem Wohnzimmer erleben dürfen… …mit Titten-Pressen und Muschy-Reib-Aktionen von der Aufklärerin höchstpersönlich.<br />
[…]<br />
PS: An die Neider da draußen: Bellt weiter, ihr habt bald meinen Gummischwanz gaaaaaaaaaaaanz tief im Arsch stecken, Nutten und Nuttensöhne, ich ficke euch in den Anus. Meine Songs schmettern euch.</p></blockquote>
<p>Und das finden dann letztendlich nicht ausschließlich pubertierende Identitätssucher geil, wie der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kommentar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kommentar">Kommentar</a> einer jungen Dame zeigt:</p>
<blockquote><p>hey lady ray …hab dich im spiegel gesehn ..war leider nich mein spiegelbild…isch find disch super…naja n bischen bitchig…aber is ma ne nedde abwechslung zum “hartenberlineryeahischfickedeinemuddarap”… du schlampiges ding du machs gut</p></blockquote>
<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/01/lady-bitch-ray.jpg' alt="lady bitch ray Lady Bitch Ray: Knallhart und einfach genial?" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" title="Lady Bitch Ray: Knallhart und einfach genial?" />Da Hip Hop zu einem hohen Grad davon lebt, Stereotypen zu perpetuieren (sorry, falls sich das jetzt so anhört, also ob ich was gegen Sprechgesang hätte: au contraire, unsere Liebesbeziehung feiert bald Goldene Hochzeit), und Härte plus Verbalaggression selbst in der Post-Alice-Schwarzer-Ära immer noch als primäre Männerattribute gelten, rennt ein Mädel natürlich ganz andere offene Sensationsreporter-Türen ein als ihre männlichen Berufskollegen. (Sidenote: vielleicht hätte Britney sich auch lieber an Dirty Language versuchen sollen, statt den Fotografen ihre unbeslipte Musche entgegen zu strecken.) Mir persönlich wär’s ein bisschen zu viel Körpereinsatz, da bevorzuge ich dann doch konzeptionelles Marketing — mal ganz abgesehen davon, dass sowieso niemand sehen möchte, wie ich mich mit Nabelpiercing leichtbekleidet am Leopardenfell wälze… jedenfalls erinnert mich die ganz Inszenierung stark an Foucaults Schriften über den Körper — vielleicht doch kein Zufall, dass Lady Bitch Ray in Semiotik promoviert.</p>
<p>Da wird die Musik schnell zur Nebensache, wobei ich anmerken muss: die Songs am myspace-Profil gefallen mir. Phatte, zeitgemäß produzierte Beats, flowige Raps… gute Sache. Ziemlich abgedreht ist auch der Texte von <a href="http://www.magistrix.de/lyrics/Lady%20Bitch%20Ray/Ich-Hasse-Dich-208966.html" class="liexternal">Ich hasse dich</a>, einer derben Beschimpfung von Sarah Connor, Jeanette Biedermann und Mel Beatz, die deutlich zeigt, dass Bitch Ray in der olympischen Kategorie “Dissen” jederzeit die Goldmedaille holen würde. Fürs angepeilte Zielpublikum bin ich wohl zu alt, aber ein paar Lady Bitch Ray Pladden würd ich sofort hier verlosen… macht sich sicher gut im Regal für “beängstigend gut gelungene weirde Marketingexperimente”. Und wem das alles zu theoretisch klingt, der möge downloaden: bei Rap.de gibt’s einen Track in hoher Quali zum Download: <a href="http://www.webmirror.net/7/1/lady_ray_-_hengzt_arzt_orgi.mp3" class="liexternal">Hengzt, Arzt und Orgi</a> (Direktlink)</p>
<p><strong>Lady Bitch Ray bei Spiegel TV</strong><br />
<small>Man beachte die großartige Meldung am Schluss: wissenschaftliches Arbeiten und Raptexte schreiben sei im Prinzip das gleiche, sagt Lady Bitch Ray. So viel zum Thema “Postmoderne goes Mainstream”.</small></p>
<p>PS: <a href="http://weirdsista.twoday.net/" class="liexternal">Sabrina</a> hat mir übrigens erzählt, dass der Auftritt bei “Willkommen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a>” wohl eher peinlich ausgefallen sei. (Warum zum Geier lädt man eine Pornorapperin zur den Großeltern-Nachrichten ein? Oder war’s doch “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> will kommen”?) Hat da vielleicht jemand einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/youtube/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with youtube">Youtube</a>–Link?</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Ein Pamphlet: Die heldenhaften 80er</title>
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		<pubDate>Thu, 06 Dec 2007 08:30:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nicole hat mir diesen wunderbaren Text über die Prä-80ies Generation geschickt. Selbst mit der nötigen Distanz kann man zwanzig Jahre später mit Gewissheit sagen: die 20er Jahre waren nicht nur modisch betrachtet relativ desaströs… außerdem A-Team ist eigentlich wenig von hochkultureller Relevanz übrig geblieben. Was für unglaubliche politische Brisanz der Text brigt, zeigt sich übrigens [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.facebook.com/profile.php?id=649263255" class="liexternal">Nicole</a> hat mir diesen wunderbaren Text über die Prä-80ies Generation geschickt. Selbst mit der nötigen Distanz kann man zwanzig Jahre später mit Gewissheit sagen: die 20er Jahre waren nicht nur modisch betrachtet relativ desaströs… außerdem A-Team ist eigentlich wenig von hochkultureller <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/relevanz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Relevanz">Relevanz</a> übrig geblieben. Was für unglaubliche politische Brisanz der Text brigt, zeigt sich übrigens auch an der <a href="http://www.mykath.de/index.php?showtopic=13788" class="liexternal">weiterführenden Diskussion</a> in einem großen deutschsprachigen Katholikenforum, wo offensichtlich der heilige Geist den unheiligen Humor längst verdrängt hat. Aber wie auch immer: thx an Verfasser oder Verfasserin dieses anonymen Pamphlets.</p>
<h2 id="toc-80er-generation">80er Generation</h2>
<p>Wenn du NACH 1980 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun! (Aber du solltest trotzdem weiterlesen. Schon allein, um zu verstehen, warum die Pampers-Generation (zu der du auch gehörst) keine Helden hervorbringen wird.</p>
<p>Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!<br />
Wir sind Helden!!!</p>
<p>Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium. Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm. Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar. Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.</p>
<p>Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei! Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach “Aufsichtspflicht”. Kannst du dich noch an “Unfälle” erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.</p>
<p>Wir aßen ungesundes Zeug, (Schmalzbrote, Schweinsbraten, etc.) keiner scherte sich um Kalorien, tranken Alkohol und wurden trotzdem nicht zu dick. Und auch nicht Alkoholsüchtig. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.</p>
<p>Wir hatten nicht:Playstation, Nintendo64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video oder DVD, SurroundSound, eigene Fernseher, Computer, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>–Chat-Rooms, Jahreskarten im Fitness-Club, Handys, etc.</p>
<p>Wir hatten: Freunde! Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu denen nach Hause und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns…</p>
<p>Wie war das nur möglich? Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch nicht besonders viele Augen aus.</p>
<p>Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen. Fahrräder (nicht Mountain-Bikes!) wurden von uns selbst repariert! Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.</p>
<p>Wir bumsten quer durch den Gemüsegarten, hatten jede Menge <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sex/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sex">Sex</a>. Wir wussten zwar nicht immer, wer gerade mit wem, aber das war egal. Wir mußten uns die Pornos nicht aus dem Internet laden, wir machten sie selber! Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel herausboxen. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei!</p>
<p>Na so etwas!</p>
<p>Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem mussten wir umgehen, wussten wir umzugehen!</p>
<p>Und du gehörst auch dazu?!? Herzlichen Glückwunsch !!!</p>
<p>geb. nach 1980 =&gt; So, jetzt wisst ihr Warmduscher das auch.<br />
geb. vor 1980 =&gt; Wir sind Helden!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>GOVNE präsentiert: Jackass Oberwaltersdorf</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-10/govne-praesentiert-jackass-oberwaltersdorf/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Oct 2007 10:33:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Dass Jackass eine Dependance in Oberwaltersdorf eröffnet hat, war mir neu: und die ersten beiden Produktionen sind durchwegs schmerzhaft intensiv geraten. Fernsehen zum ungern sehen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da der pädagogische <a href="http://wissenbelastet.com/2007/10/26/dumme-jackass-nachahmer/" class="liexternal">Bedenklichkeitshinweis</a> bereits bei Max zu finden ist, sollen die Produktionen von GOVNE ganz unkommentiert hier stehen bleiben.</p>
<p>Allerdings würde ich bei dem Satz “die Leute von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/jackass/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Jackass">Jackass</a> sind Profis und wissen was sie tun” den zweiten Teil nicht unbedingt unterschreiben. Nur folgende kleine Anmerkung sei mir gestattet: Schnittfolge, Dramaturgie und Musikauswahl finde ich hervorragend gelungen, und sich den eigenen Crewnamen an den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/arsch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Arsch">Arsch</a> zu tackern, spricht für echte Dedication. Wider die Schmerzgrenze, wider den gesunden Hausverstand: wär ja nicht das erste mal, dass die Fadesse des Landlebens zur Selbstverstümmelung führt. Aber wie’s so schön heißt: everything is okay consenting teenagers Ã¯ÂÅ  Da kann man nur hoffen, dass beim Dreh keine unschuldigen Kloakenfische zu Schaden kamen…</p>
<h3 id="toc-oberwaltersdorf-jackass-the-movie-pt-1">Oberwaltersdorf Jackass The Movie pt. 1</h3>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-10/govne-praesentiert-jackass-oberwaltersdorf/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h3 id="toc-oberwaltersdorf-jackass-the-movie-pt-2">Oberwaltersdorf Jackass The Movie pt. 2</h3>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-10/govne-praesentiert-jackass-oberwaltersdorf/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Die Kolumne #81 (Oktober 2007)</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-10/die-kolumne-81-oktober-2007/</link>
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		<pubDate>Mon, 22 Oct 2007 06:10:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Unerwarteter Besuch aus Russland bringt Tante Brigitte in eine verfickte Situation, während sich die letzten Helden der Arbeit fragen: should I stay or should I do blow?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/specials/die-kolumne/" class="liinternal">Kolumne</a> erscheint regelmäßig in <a href="http://www.thegap.at" class="liexternal">the gap</a>.</em><br />
<strong>Diesmal: Oder ein Querulant schwimmt selten aufwärts gegen den Strom.</strong><br />
Gorkuv besuchte mich letzthin zu meiner großen Freude, ein schmächtiger, aber nachdrücklicher Ex-KGB Doppelagent, den ich zu jener turbulenten Zeit kennen gelernt hatte, als der vierschrötige Zwerg für die Regie bei Brigittes <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gangbang/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gangbang">Gangbang</a>–Weltrekordversuchen zuständig war. Seine natürliche Autorität kam ihm dabei zupasse, seine immenses Untalent punkto Kameraführung naturgemäß weniger. Darum, nur darum erhielten die über 30stündigen Videos von der Bundespornoprüfanstaltet für Erwachsenen-gefährdende Schriften das Prädikat “bis höchstens 16″.<br />
<span id="more-1341"></span><br />
Gorkuv, wie ihn sein polnischer Vater nannte, oder Gorsuv, wie ihn seine russische Stiefmutter rief, war mit nur einer Leber zur Welt gekommen. Wann immer es das Wetter möglich machte, hielt er jedem nachdrückliche Vorträge über die Nachteile von papiernen Einkaufstaschen. Brigitte und der Halbrusse hatten sich wie jedem wöchentlichen Wiederstehen bis zur gegenseitigen Unkenntlichkeit betrunken und durchstreiften anschließend das übelste Pflaster von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a>, erfolglos auf der Suche nach Ärger.</p>
<p>“Im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> gibt’s nun mal kein Interesse an weder jugendgefährdenden noch staatszersetzenden Schriften,” hatte Brigitte mir nach Jahre nach dem Gangband-Incident jeden Abend nach der zweiten Flasche Mezcal ihr Leid geklagt. “Hey, du  kaufst und verkaufst doch mittlerweile selbst Slips online,” wandte ich ein. “Ich sag ja auch nix gegen den E-Kommerz, obwohl ich den Eindruck habe, dass das Netz Alkohol– und Viagraverbote elegant unterläuft. Außerdem umgebe ich meine Arschbacken aufgrund des Wortwitzes nur mit Boxershorts.” widersprach Brigitte. “Das Zeug, das Gorkuv in deiner Küche in Kapseln abfüllt und das du mit deinen Spam-Mails bewirbst, ist erstens kein echtes Viagra. Wenn irgendjemand das wissen müsste, dann du. Aber typisch: kaum arbeitest du nicht mehr als Live-Cam Model, ist bequeme Wäsche angesagt. Dabei hast du immer behauptet, du fühltest dich in Korsetten und Strapsen einfach wohler!”</p>
<p>“Wer sagt denn, dass ich keine Strapse trage? Ich arbeite den ganzen Tag als Slip-Broker für gebrauchte Ware und vermittle gegen Kommission zwischen Bedürftigen und NachfragerInnen, da kann ich Privat einfach keine Slips mehr sehen. Wie hätte ich denn auch ahnen sollen, dass aus einem Nebenjob innerhalb von 7 Tagen ein Firmenimperium erwächst? Berufsrisiko eben — oder hast du schon mal einen Metzger gesehen, der am Abend Roastbeef ist oder isst? Oder einen Schuster, der sich eine Suppe aus einer Ledersohle kocht? Oder einen Rotwild-Besamungsspezialisten, der…”  “Ich versteh schon, hör auf, bevor mit der Appetit vergeht,” unterbrach ich aus Selbstschutzgründen. “Erklär mir lieber nochmal dein neues Businessmodell!</p>
<p>Brigitte grinste breit: “SlipR (beta) setzt erstmals auf die gigantischen Möglichkeiten des Web 2.0 (wie zum Beispiel abgerundete Logoecken), und verwendet sowohl RSS Feeds als auch ein Blog, um über die Tatsache hinwegzutäuschen, dass einfach nur chinesische Unterwäsche erneut und vor allem überteuert in den Fetisch-Kreislauf eingebracht wird! Über uns haben schon zwei Blogs berichtet, und du wolltest auf datenschmutz doch auch…” “Besser,” fiel ich meiner Lieblingstante erneut ins Wort, “ich schreib in meiner gap–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> drüber, die wird laut Österreichischer Presse Rezeptions-Kontrolle ohnehin vorwiegend von Fetischisten gelesen. Dafür legst du jeder Bestellung meine Visitenkarte bei: schmutziges Blog sucht willige LeserInnen. Alles ist möglich unter http://blog.datenschmutz.net”</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>WordPress Deutschland legt sich mit LinkLift ins Bett</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-09/wordpress-deutschland-legt-sich-mit-linklift-ins-bett/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Sep 2007 08:30:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[WordPress Deutschland liefert seit der 2.3er Version standardmäßig das Linklift-Plugin mit - und diese Tatsache sorgt für eine reichlich skurrile Diskussion innerhalb der Community.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie erwähnt wurde vor kurzem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wordpress/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WordPress">WordPress</a> 2.3 entwickelt. In der deutschsprachigen Community sorgt die Tatsache, dass die .de-Version der 2.3er Version gemeinsam mit dem <a href="/linklift/" class="liinternal">Linklift</a>-<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plugin/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plugin">Plugin</a> ausgeliefert wird, für eine mittlere Erregung. Dass <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogistan/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with blogistan">Blogistan</a> Probleme mit der Kommerzialisierung hat, wurde mir nicht erst klar, seit die <a href="http://www.deutscheblogcharts.de" class="liexternal">dbc</a> mir Backtracks wegen “unerlaubter Karnevalsaktivitäten” abziehen. Meine persönliche Meinung dazu habe ich bereits wiederholt kundgetan: wer ein öffentlich zugängliches Online-Tagebuch schreibt, sei’s aus privaten, sei’s aus beruflichen Motiven, die/der wird unweigerlich zum unbezahlten Mitarbeiter einer ganzen Reihe von Aggregationsanbietern wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/technorati/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with technorati">Technorati</a> oder Digg. Von einer Non-Commercial Szene kann also a priori keine Rede sein.</p>
<p>In diesem Kontext ärgerte mich die aktuelle Diskussion am WordPress <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/forum/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Forum">Forum</a> außerordentlich; <a href="http://www.greensmilies.com" class="liexternal">Michi</a> hat mich drauf aufmerksam gemacht, ansonsten wäre mir dieses Theater der Befindlichkeiten entgangen. Die Kurzversion: WPD (WordPress Deutschland) nimmt von <a href="/linklift/" class="liinternal">LL</a> Geld dafür, deren Plugin in der Standard-Konfig mitzuliefern. Gelungene <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/marketing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Marketing">Marketing</a>–Koop, Punkt. Wer kein LL-Konto hat, kann das Teil ohnehin nicht benutzen — trotzdem beschweren sich zahllose User am Forum, die der Meinung sind, dass die Betreiber von WPD aufgrund eines imaginären Ehrenkodex dazu verpflichtet wären, bloß keinen Euro mit ihren zahllosen Support-Stunden zu verdienen: eine meiner Meinung nach arrogante und realitätsferne Haltung. Jedenfalls hat mich die Diskussion so verwundert, dass ich im zugehörigen Thread am WordPress Deutschland Forum nicht umhin konnte, meine <a href="http://forum.wordpress-deutschland.org/feedback-und-ankuendigungen/25428-offene-anfrage-wordpress-deutschland-13.html#post124921" A class="liexternal">Meinung kund zu tun</a>. Mein Posting möchte ich auch hier in gekürzter Form zur Diskussion stellen:</p>
<blockquote><p>[…] @LL: ich verwende auf meinem Blog selbst LL. Ich habe keinerlei Probleme und/oder Berührungsängste mit dem Thema Kommerzialisierung von Blogs. Was ich nicht okay finde, ist die halboffizielle Art der Deklarierung: WPD, zeigt doch ein bisschen mehr Selbstvertrauen! Ihr macht verdammt gute Arbeit. Es ist mehr als gerechtfertigt, wenn ihr mit eurem Einsatz auch Geld verdient — mir persönlich ist’s 1000mal lieber, wenn ihr mit ein paar deutschen Online-Marketing Companys Verträge abschließt, die euch im Idealfall ein Einkommen garantieren, dass es euch in the long run ermöglicht, euch hauptberuflich um WPD zu kümmern — WP macht genau dasselbe, siehe wp.com. WP als Blog-CMS erreicht langsam eine Größe, die’s mehr als rechtfertigt, sich hauptberuflich um den Support zu kümmern. ABER BITTE STELLT EUCH NICHT SELBST INS ECK! Redet’s nicht um den heißen Brei herum… wenn jemand denkt, dass jeglicher Support gratis erfolgen sollte, dann soll er selbigen doch selbst leisten.</p>
<p>[…]</p>
<p>PS: viel größere Probleme habe ich mit dem, Entschuldigung, Scheiß, den WP mit dem 2.3er Update gebaut hat. Das Argument der Programmierer, mal rudimentäres <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tagging/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tagging">Tagging</a> einzubauen ohne Tagverwaltung, um dann mal zu sehen, was die User eigentlich für Features wollen (siehe offizielles Entwicklerstatement), ist im Kontext von Simple <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tagging/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tagging">Tagging</a> und UTW schlicht Verarschung. Und dass 2.3 im Original Release dann mit ST nicht mal lauffähig ist, ist so sehr nicht meine Vorstellung von OS <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/software/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with software">Software</a>, dass ich mir deswegen das erste mal ernsthaft überlege, auf Serendipity umzusteigen. ST ist OS, warum kann man nicht einfach Michi Wöhrers perfekte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tagging/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tagging">Tagging</a>–Lösung, die ohnehin auf Englisch zur Verfügung steht, integrieren???</p></blockquote>
<p>Naja… soviel zu meinen online-Stammtisch-5-Cent… mal sehen, wie die Sache mit WordPress weitergeht. Bisher jedenfalls bin ich noch nicht motiviert, das 2.3er Update einzuspielen…</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Eurofighter: Arsch mit ohne Ohren?</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-05/eurofighter-arsch-mit-ohne-ohren/</link>
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		<pubDate>Mon, 07 May 2007 07:21:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wenn Waffenlobbyisten von der Presse belagert werden, dann zeigen sie ihren Hintern - so und nicht anders geht man in Österreich mit Eurofighter-Affären nun mal um.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wenn Waffenlobbyisten sich von der Presse belagert fühlen, dann tun sie das, was jede/r mediengewandte PR-ExpertIn in so einer Situation tun würde: sie strecken ihren nackten <strike><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/arsch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Arsch">Arsch</a></strike> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hintern/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hintern">Hintern</a> “minutenlang provokant in die Kameras”.</p>
<p>So zumindest Erhard Steininger, dessen derzeitige nicht unspannende primäre Rolle sich “Schlüsselfigur der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/eurofighter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Eurofighter">Eurofighter</a>–Affäre” nennt:</p>
<blockquote><p>Seit der Mittelsmann für den umstrittensten Deal der 2. Republik am Wochenende aus Thailand zurückgekehrt ist, belagern Fotografen seine Luxusvilla in Klosterneuburg. Am Montag eskaliert die Situation. Steininger stellt sich in die Auffahrt zu seiner schlossähnlichen Villa, dreht den Fotografen den Rücken zu, löst den Gürtel seiner Hose — und zeigt der Presse minutenlang provokant seinen nackten Hintern.</p></blockquote>
<p>Wie <a href="http://www.oe24.at/zeitung/oesterreich/politik/article129407.ece" class="liexternal">Ö24</a> zu berichten weiß, richtete sich der blanke Popo aber nicht gegen das gesamte Land:</p>
<blockquote><p>“Ich bin belagert worden. Mir ist nach neun Stunden der Kragen geplatzt. Mein Unmut galt und gilt dieser Situation, niemandem anderen”, erklärte Steininger. “Das hat nichts mit dem Land und den Österreichern zu tun, beide schätze ich, auch nicht mit dem Untersuchungsausschuss oder laufenden Verfahren”, so der Lobbyist.</p></blockquote>
<p>Das beruhigt natürlich — und analog zu dem bekannten Spruch “Ein schöner Rücken kann auch entzücken” kann man da wohl nur mehr sagen:</p>
<p><strong>Ein schönes Rectum bereichert das Pressespektrum.</strong></p>
<p><a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/05/05/oesterreichische-hinternwaeldler/" class="liexternal">Robert</a> spricht von österreichischen <strong>Hinternwäldlern</strong>, und <a href="http://www.christian-in-wien.at/Blog/index.php?/archives/529-Wochenrueckblick-fuer-Woche-18-2007.html" class="liexternal">Christian in Wien</a> meint zur Eurofighter-Anal-Causa:</p>
<blockquote><p>Wahrscheinlich wollte er damit den Reportern klar machen das sie für ihn eine Hämorride am Hintern sind, womit er bei manchen die nur zu gern in der Schei*e wühlen wahrscheinlich nicht mal so Unrecht hat.</p></blockquote>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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