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	<title>datenschmutz &#187; Aufmerksamkeit</title>
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		<title>WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 16:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer einmal geheime Dokumente leakt, dem glaubt man nicht - aber wer das regelmäßig tut, wird schnell mal aus der Sicht eines westlichen Demokratie zum Terroristen, der die Grundfesten unserer Gesellschaft erschüttert. Kein Wunder, denn die steht ja in der Tat auf zunehmend wackligeren Beinchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, es folgt keine Step-by-Step-Anleitung, wie Sie kommerziell-virale Inhalte in brisanten Dokumenten und diese auf WikiLeaks platzieren — das wäre zwar jetzt, wo Julian Assanges Beichtstuhl für Schuldgefühl-geplagte Systemfunktionäre ausnahmsweise gerade so überdurchschnittlichen viel Aufmerksamkeit von den bezahlten Hütern der Demokratie genießt, nicht der Pläne dümmster — allerdings sollte für das strategisch geschickte Platzieren von Markenbotschaften in gefälschten Botschafts-Depeschen (Obama an Putin: “A wengal an Hang zum Rassistischen ham’s scho, die Canyon-Shitters! But they know damn well how to bake Mannerschnitten!”) keine Schritt-für-Schritt-Anleitung erforderlich sein. Weniger trivial dagegen erscheint die Frage, ob solche Formen teilfreiwilliger Transparenz eine ergänzende Funktion im bestehenden demokratischen System einnehmen können oder als transformativer Impuls von “außen” verstanden werden müssen.</p>
<div align="center" style="margin-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/12/wikileaks3.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[28227]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/12/wikileaks3-600x356.jpg" alt="wikileaks3 600x356 WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen" title="The trouble with WikiLeaks" width="600" height="356" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>[zum Vergrößern bitte anklicken.]</small></div>
<p>Man kann also, wie Kulturwissenschaftler Wolfgang Müller-Funk dies kürzlich im Ö1 <a href="http://oe1.orf.at/programm/261782" rel="nofollow" class="liexternal">Journal Panorama</a> tat, die Frage stellen, ob in der repräsentativen Demokratie as we know her das Privileg der Vertraulichkeit (noch) eine signifikante Rolle spielt oder wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/judith-denkmayr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Judith Denkmayr">Judith Denkmayr</a> eine realistischere Sichtweise pflegen und Plattformen wie Wikileaks als notwendiges Korrektiv eines Systems deuten, das Intransparenz instrumentalisiert hat und den Wähler/Kunden recht effizient von Entscheidungsprozessen ausschließt.<span id="more-28227"></span></p>
<p>Die präferierte Sichtweise sagt wenig über Wikileaks, aber einiges über den Standpunkt des Beobachters aus — man muss keineswegs in einer Amish-Siedlung aufgewachsen sein, um das von Analogue Natives empfundene Unbehagen ob einer Zukunft, in der technologische und politische Elite konvergieren, zu verstehen wenn nicht gar zu teilen. Auf der anderen Seite scheint sich das Vertrauen genau jener vorsichtigen Mahner, die humanistisch-politische Traditionen nicht am Digital-Altar geopfert sehen wollen, in weit höherem Maße auf Hoffnung denn auf Beobachtung zu gründen. Dass eine Synthese nicht mal als Silberstreif am Horizont zu sehen ist (sorry Hegel!), liegt an der prinzipiellen Unentscheidbarkeit der zugrunde liegenden Fragestellung: wer entscheidet, ob die transformativen Kräfte innerhalb eines Systems ausreichen, um adäquate Weiterentwicklung / Adaption an veränderte Systemparameter zu gewährleisten? Wir neigen dazu, den Status Quo als Endzustand zu betrachten — ich persönlich bezweifle allerdings stark, dass die repräsentative Demokratie in ihrer derzeitigen Form tatsächlich der politischen Weisheit letzter Schluss ist. Selbst ein SMS-Voting zu den Fragen Schul-/Gesundheits-Verwaltungs-Reform wär mir lieber als der herrschende Totalstillstand — schlimmer als Maria Theresias Bildungserbe bis in alle Ewigkeit zu hofieren kann nicht mal ein “gehacktes” Wahlergebnis sein.</p>
<p>Apropos: Dass <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/peter-kleissner/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Peter Kleissner">Peter Kleissner</a>, Computer-Sicherheitsexperte und Hacker (“Ich bin einer von den guten und stopfe Sicherheitslücken.”) eher die Piratenpartei als den digitalen Underground vertrat, verwunderte mich ebenso wie die eigenartige Definition des Moderators, dass “ein Hacker natürlich ein exzellenter Programmierer sein und sich mit Computer besonders gut auskennen müsse”. Ich erhebe Einspruch: Code-Affinität ist eine mögliche, aber keine hinreichende und schon gar keine notwendige Voraussetzungen. Es geht nicht um Technologie, sondern um Systeme, Gewohnheiten, um das Erkennen, Analysieren und Brechen von Regeln, um Manipulation: Bühnenmagier hacken unsere Wahrnehmung, talentierte Amateurschauspieler hacken die Warteschlange vorm Club (file under: “Lichttechnikerprinzip”), ich hab als ehemaliger passionierter Schwarzfahrer unzählige Male die Fahrkartenkontrolle in der U-Bahn gehackt mit ganz unterschiedlichen Scripts vom “dummen Tiroler” über “da hat wohl jemand vergessen, die Tintenpatrone im Entwerter zu wechseln (erforderliche Zutaten: ein Einzel-Vorverkaufsschein aus der Trafik, kann mehrfach verwendet werden) bis zum “Houdini Switch” (nur für Experten zu empfehlen — benötigt einen Partner mit schneller Auffassungsgabe und gültigem Fahrschein, der das Opfer spielt, alle mentalen Ressourcen des Kontrolleurs bindet, mit diesem an der nächsten Station  zerknirscht aussteigt, wo ihm dann einfällt, dass das Ticket ‘zum Glück’ ja doch in der Jackentaschen steckt).</p>
<p>Sogar vereinzelte Fälle von unfreiwilligem Selbsthacking wurden in der Vergangenheit bekannt: seit Pete und ich während unseres Studiums zwei Jahre gratis bei Subway getafelt und getrunken haben, kann ich Ihnen versichern: es gibt gute Gründe, warum auf Rabatt-Gutscheinen fast immer draufsteht “pro Person / Einkauf maximal 1 Gutschein einlösbar”. Sollte Sie mal Gutscheine in die Hände bekommen, bei denen dieser Satz fehlt, weil sich die sonst immer so penible und verlässliche Mitarbeiterin der Rechtsabteilung ausgerechnet an dem Tag beim Frühstück furchtbar mit ihrem Freund gestritten hat, der in zwei Wochen schon wieder mit seiner Punk-Band auf Tour gehen will, ganz zu schweigen von dem lästigen Vertriebsmitarbeiter aus dem Außendienst, der mit zittriger Stimme unbedingt jetzt sofort wissen musste, ob der Kunde, der behauptet “wenn ich unterhalb der Gürtellinie treffe, wird mir kein Staatsanwalt Mordabsicht unterstellen” tatsächlich Recht hat, also wenn Ihnen mal solche Gutscheine in die Hände fallen: nehmen Sie sie fest in die Hand, und zwar so viele Sie kriegen können — Sie werden viel Spaß damit haben.</p>
<p>Ich will also darauf hinaus, dass “Hacken” aus gutem Grund zu den “subversiven Künsten” zählt. Natürlich müssen Hacker die Spielregeln besser kennen als jene, die glauben, sie zu machen — egal, welches Werkzeug sie benutzen, und unabhängig, ob sie glauben, ihr okkultes (nicht übersinnlich, sondern nur einer kleinen Minderheit bekannt) Wissen zum Wohl des großen Ganzen oder zum eigenen Vorteil einzusetzen. Nun leben Projekte wie Wikileaks ebenso wie OpenLeaks, das neueste Spin-Off in Reaktion auf die immer stärkere Zentriertheit der Mutterseite auf die Person des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/julian-assange/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Julian Assange">Julian Assange</a>, in hohem Maß von der Beteiligung einer Personengruppe, die sich entweder selbst als Hacker bezeichnen oder zumindest eine gewisse wohlmeinende Sympathie diesen modernen “Freibeutern” gegenüber verspüren.</p>
<p><a href="http://xkcd.com/834/" class="liimagelink"><img src="http://imgs.xkcd.com/comics/wikileaks.png" width="600" height="265" alt="wikileaks WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen"  title="WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen" /></a><br />
<small>[Cartoon: <a href="http://xkcd.com" class="liexternal">xkcd by Randall Munroe]</a></small></p>
<p>Rasch kommt die Diskussion über derlei Veröffentlichungsplattformen im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kontext/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kontext">Kontext</a> von Demokratie, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/journalismus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Journalismus">Journalismus</a> und humorloser Habermasigkeit in der Regel auf den Punkt, wo libertäre Geister regulativen Institutionen per se misstrauen, egal ob die sich auf den Wähler, den Gott, den Dollar oder alle drei berufen — und zwar völlig zu Recht. Wer nicht mit machtvoller Blind– und Dämlichkeit geschlagen ist, wird wohl kaum mehr leugnen können, dass das Wohl des Volkes seinen Vertretern Mittel, aber gewiss nicht Zweck ist. Ebenso logisch scheint daher der nächste Schritt, das Einfordern von Stärkung der Media Literacy — je früher, desto besser! Einmal mehr wären die Lehrer gefordert, viele smarte kleine User zu produzieren.</p>
<p>Aber das ist so eine Sache mit der fortgeschrittenen Media Literacy: man kann Hard– und Softskills vermitteln, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie die Schule als eines der autoritärsten, rigidesten, katastrophalsten und effizientesten Normierungssysteme aller Zeiten, jemals in der Lage sein sollte, deviantes und kritisches Verhalten anders zu fördern als dadurch, selbst abschreckendes Beispiel zu sein. So lernt man vielleicht, das Fehlstundensystem zu “hacken” (“Kleines Klassenbuch, segel tapfer bis ans Meer!”), aber das wird selbst nach der Ära Pröll, wenn wieder Hoffnung auf erneutes Nachdenken über eine Schulreform erlaubt ist, mit Sicherheit kein explizites Ausbildungsziel sein.</p>
<p>So lässt sich die grausame Wahrheit also einmal mehr auf einen sehr simplen topologischen Grundsatz zurückführen:</p>
<p><strong>Ein System der Ordnung s hoch n kann kein System der Ordnung s hoch (n+1) enthalten.</strong></p>
<p>Einmal mehr sind wir also auf die radikale Selbstverantwortung zurückgeworfen. Aber da das System bekanntlich ziemlich effektiv zurückfickt, wäre es hoch an der Zeit, die Diskussion auf eine pragmatisch-ökonomische Frage zu lenken: klassische Massenmedien als “vierte Kraft” der Demokratie erfüllen die Funktion, die Ressource Zeit bereit zu stellen — bezahlte Zeit für professionelle Journalisten, die, so die Mär, keine Pressemeldungen umschreiben, sondern selbst recherchieren, reduzieren, filtern und so weiter. Ye Olde Media röchelt aber sterbend vor sich hin, der freie Journalist wird zum Schutzpatron des Prekariats und Blogger kann man im Zweifelsfall wesentlich leichter mundtot machen als Verlage.</p>
<blockquote><p>Individualist sein wird immer aufwendiger. Früher brauchte man bloß ab und an einen Baum umarmen, mit dem Rad in der Stadt rumfahren und sich für asiatische Weisheit interessieren, heutzutage muss man schon mehrere SUVs besitzen, ständig Zigaretten rauchen und kein Gerät von Apple verwenden.<br />
<small>Business-Leitfaden für Bohemien Prolos, unveröffentlichtes Manuskript, unbekannter Autor, um 2012</small></p></blockquote>
<p>Anstatt neue Regulative und Verhaltenscodizes herbei zu fantasieren, deren Abstinenz bloß nicht intensiv am Online-Leben partizipierende User monieren, wünsche ich mir vom Christkind, dass es neben all dem Schnee auch wieder mal ein bisschen Hirn vom Himmel wirft. Denn Dokumente kann man nicht erst seit gestern anonym online publizieren — was WikiLeaks tut, ist wirklich trivial, leicht ersetzbar und wird zukünftig fixer Bestandteil des Internet sein, unter welchen URLs auch immer.</p>
<p>ABER: die Veröffentlichung mehrhundertseitiger Dokumente ist bloß der Anfang, nicht das Ziel des Weges. Das demokratiepolitische Defizit sehe ich in der fehlenden Struktur, die sich der “Nachbereitung” dieser riesigen Datenflut widmet. Social Media User tun sich leicht damit, ihre ach so reflektierte Meinung über die Wichtigkeit von WikiLeaks für das Fortbestehen der freien Welt in diese hinaus zu posaunen und spenden freudig fürs kollektive Media Budget — die beachtlichen “selbstkorrektiven” Kräfte des Netzes enden meiner Meinung nach dort ganz abrupt, wo eine Ressource knapp wird, die sich nicht durch Spenden, nicht durch Server, nicht durch technisch freie Meinungsäußerung kompensieren lässt: Aufmerksamkeit, die Universalwährung unserer Mediengesellschaft.</p>
<h3 id="toc-ein-schwacher-versuch-den-linken-die-schuld-an-meiner-schwarzfahrerei-zu-geben">Ein schwacher Versuch, den Linken die Schuld an meiner Schwarzfahrerei zu geben</h3>
<p>Eigenblogtherapie ist die beste — schon wieder eine Sitzung gespart, jedes Posting eine Aufarbeitung früherer Traumen! Es war mein erstes Semester in Wien, ich hatte erste wenige Freunde auf meiner Real-Life-Profilpage. Die Konservativen ÖH-Heinis veranstalteten und besuchten beschissene Partys, im EKH und in der Arena gab’s damals dagegen sehr nette Acid-Techno-, Jungle– und Breakbeat Kaffeekränzchen. (#Lego-Soundsystem #Musikmaschine). Ich rollte also ein Weilchen mit den Linkslinken um den Block und hatte gleich mal am ersten Abend einiges gut zu machen — erstens hatte ich eine politisch unkorrekte Burenwurst beim Standler erworben (“Wir kaufen unseren Proviant bei den türkischen Brüdern.” Ja okay, deren Fladenbrot und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sucuk" rel="nofollow" class="liwikipedia">Sucuk</a> schmeckten weit besser, aber das schien hier nicht der Punkt zu sein) und zweitens hatte ich auf die Frage, ob ich das Gesamtwerk von Marx gelesen hätte, geantwortet: “Gibt’s die Drehbücher zu kaufen? Ich hab bloß die Filme gesehen, Groucho ist mein Favorit”. Eine junge Dame, deren innere Schönheit vermutlich noch nie in ihrem Leben von Make-Up übertüncht worden war, was man von ihrer paramilitärischen Kleidung nicht gerade sagen konnte, warf mir einen Blick zu, der bei längerem Augenkontakt zu temporärer Unfruchtbarkeit hätte führen können. Bevor irgendwem auffiel, dass ich gar kein Kommunist war, musst dringend etwas geschehen.</p>
<p>“Genossen”, hub ich an, “der Staat nimmt uns aus wie die Weihnachtsgänse und öffentlicher Verkehr ist ein öffentliches Gut, das allen Proletariern 24h um die Uhr gratis zur Verfügung stehen sollte!” Alle nickten zustimmend. Tja, die Zeiten haben sich geändert, mittlerweile sind die Rastalocken weg, die ehemaligen Revoluzzer haben Jobs, zahlen Steuern und bekämpfen das System von innen: einer schreibt täglich das Impressum für eine U-Bahn Zeitung, ein anderer unterrichtet an der School of Wasted Talent “Fortgeschrittenen Populismus” und verdingt sich als Teilzeit-Hassprediger bei einer Anti-Homosexuellen-Organisation — nur ich geh immer noch am und zu zum selben Türken, ess’ mein Fladenbrot mit Sucuk und denk mir: lieber Stammkunde als Genosse!</p>
<p>Trotzdem saß mir jahrelang die Angst im Nacken, einer von denen könnte mich beim U-Bahn-Fahren erwischen, wie ich gerade kontrolliert werde und einen Fahrschein besitze. Ja, so war das damals in 90ern, heute könnte man das natürlich nicht mehr machen — aber das waren noch ganz andere Zeiten, kann man unmöglich vergleichen — eben ein anderes Jahrhundert. Männer trugen noch Hüte, wenn sie das Haus verließen, auf internationalen Flügen wurde der Jive getanzt, Terroristen forderten Lösegeld, in Großbritannien durften erstmals Frauen Zahnmedizin studieren, Alkohol war strengstens verboten, dafür gab’s damals auf jeder öffentlichen Toilette einen Zigaretten– und einen Automaten für harte Drogen. Holland gehörte zu Spanien, Lammfleisch war noch nicht erfunden und die Zukunft schien rosig, sofern es uns gelingen würde, Natur künstlich mithilfe von Atomkraft herzustellen. Vor allem aber hatten wir keine Smartphones, keine PDAs, keine Zeitungen, und die dichten schwarzen Schwaden des U-Bahn-Dampftriebwagens macht das Entkommen wesentlich einfacher.<br />
150 Jahre später ist natürlich alles anders, ich hab eine Monatskarte — aber wenn wir mal gemeinsam in der U-Bahn unterwegs sind und Sie Ihre “vergessen” haben, mach ich mit Vergnügen den Komplizen beim Houdini Switch!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/backlink/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Backlink">Backlink</a> freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Almcamp 2010: Fotos, Fazit und die Barcamp-Zukunft</title>
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		<pubDate>Tue, 12 Oct 2010 00:03:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das zweite Almcamp konnte die hohe Vorgabe des ersten Termins vollauf erfüllen: danke an die Veranstalter - wer hätte jemals vermutet, dass WLAN und Almhütte besser zusammenpassen als Rum und Cola?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine zwei Veranstaltungs-Highlights im Vorjahr waren eindeutig die <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-03/mix10-ie9-im-rampenlicht/" class="liinternal">Mix</a> in Las Vegas und das <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/almcamp-09-der-erste-tag/" class="liinternal">Almcamp</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/almcap-2009-die-beweisfotos/" class="liinternal">2009</a>. Unterschiedlicher geht’s kaum: einmal mitten im größten Erwachsenen-Themepark der Welt, einmal mitten in den Kärntner Bergen auf über 1.600 Metern Seehöhe: mögen andere visualisieren, auf hohe Berge zu steigen oder zu tiefsten Riffen abzutauchen, ich bevorzuge eindeutig Event-Extreme.</p>
<p>Einziges Problem im Vorfeld des Almcamps 2010: dank der unglaublich gut gelungenen Premiere im Vorjahr stand das Erwartungshaltungs-Thermometer auf Höchsttemperatur. Glücklicherweise allerdings völlig zu Recht, wie die zwei Tage auf der <a href="http://www.maltabergeralm.at/de/index.php" class="liexternal">Leonhard-Hütte</a> im Maltatal eindeutig bewiesen. Einziger Unterschied zur Erstauflage: das WLAN war wesentlich stabiler, die Sessions für mich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/persoenlich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with persönlich">persönlich</a> noch um einiges spannender und der Kater… musste zuhause bleiben. Ich hab mir nämlich erlaubt, die Almcamper zu einer kleinen Rumverkostung einzuladen, und mit Hilfe der kubanischen Systema Solera Destillate durchaus erfolgreich, wie ich meine, das eine oder andere Vorurteil über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zuckerrohr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zuckerrohr">Zuckerrohr</a>–Erzeugnisse ausgeräumt.</p>
<p>
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			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-30.jpg" title="Jochen Schneeengel Hencke" rel="lightbox[set_87]" >
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	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-31.jpg" title="Achim Meurer im Abendlicht" rel="lightbox[set_87]" >
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-32.jpg" title="Robert Basic, Karola Riegler" rel="lightbox[set_87]" >
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	</div>
	
		
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			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-33.jpg" title="Ein entspannter Robert Basic, im Hintergrund Andreas Heissenberger" rel="lightbox[set_87]" >
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	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-34.jpg" title="Ali Mahlodji" rel="lightbox[set_87]" >
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	</div>
	
		
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			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-36.jpg" title="HDR von Achim beim HDR-Fotografieren" rel="lightbox[set_87]" >
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			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-37.jpg" title="HDR von Achim beim HDR-Fotografieren" rel="lightbox[set_87]" >
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	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-38.jpg" title="Achim und Monika Meurer, die Organisatoren des Almcamp 2010
" rel="lightbox[set_87]" >
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	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-39.jpg" title="Judith Linzerschnitte Denkmayr" rel="lightbox[set_87]" >
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	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-40.jpg" title="Neu im Alcamp Kursprogramm: der europäische Geocheating-Führerschein" rel="lightbox[set_87]" >
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		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2437" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-41.jpg" title="Gerald Back, Geocheater" rel="lightbox[set_87]" >
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		</div>
	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-42.jpg" title="Thomas Khom" rel="lightbox[set_87]" >
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		</div>
	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-43.jpg" title="Monika Meurer, Jochen Hencke" rel="lightbox[set_87]" >
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		</div>
	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-44.jpg" title="Max Rossberg" rel="lightbox[set_87]" >
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	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-45.jpg" title="Gerald Bäck, Kaiser der Foursquare-Badges" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-46.jpg" title="Jochen Hencke übertrifft die Nummer mit den weißen Tigern locker." rel="lightbox[set_87]" >
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		</div>
	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-47.jpg" title="Abendstimmung auf der Almterasse" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-48.jpg" title="10 Minuten vor 0 Grad." rel="lightbox[set_87]" >
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		</div>
	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-49.jpg" title="Der Blick ins Tal" rel="lightbox[set_87]" >
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		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2446" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-50.jpg" title="Almcamp 2010" rel="lightbox[set_87]" >
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		</div>
	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-51.jpg" title="Lichtmalen 1 - eine Ko-Produktion von Schneeengel und datenschmutz" rel="lightbox[set_87]" >
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		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2448" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-52.jpg" title="Lichtmalen 2 - eine Ko-Produktion von Schneeengel und datenschmutz" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-53.jpg" title="Lichtmalen 3 - eine Ko-Produktion von Schneeengel und datenschmutz" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2450" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-54.jpg" title="Inoffizieller Almcamp 2010 Flyer" rel="lightbox[set_87]" >
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		</div>
	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-55.jpg" title="Berge, Bäume und... WLAN" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2452" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-56.jpg" title="Almcamp 2010" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2455" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-59.jpg" title="Hat da grade jemand Geek gesagt?" rel="lightbox[set_87]" >
							</a>
		</div>
	</div>
	
		
	<div id="ngg-image-2461" class="ngg-gallery-thumbnail-box" style="width:33%;display: none;" >
		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-65.jpg" title="Blick durch die Berg-Kegelbahn auf die Almcamp-Terrasse." rel="lightbox[set_87]" >
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	</div>
	
		
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		<div class="ngg-gallery-thumbnail" >
			<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/gallery/almcamp-2010/alcamp2010-66.jpg" title="Ausblick von unserem Balkon" rel="lightbox[set_87]" >
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<br />
<span id="more-24354"></span></p>
<p>Ausgesprochen entgegen kommend von Mark Zuckerberg fanden wir, dass mit dem Release der neuen Gruppen bis knapp vor dem Almcamp–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wochenende/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wochenende">Wochenende</a> wartete, denn die boten Stoff für ausgiebige Diskussionen über mögliche Einsatzszenarien. Mit den zusätzlichen Kollabo-Features will Facebook offenbar eine Lücke schließen und rüstet Möglichkeiten für Online-Zusammenarbeit nach, die einigen Konkurrenten noch heftige Kopfschmerzen bereiten dürften.</p>
<p>Spannend fand ich Achims Ausführungen zur <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hdr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with HDR">HDR</a>–Photographie inklusive der live vor Ort angefertigten Praxisbeispiele — datenschmutz-Leserinnen und Lesern dürfte in der Vergangenheit nicht entgangen sein, dass ich genau wie Achim diese Erweiterung der kreativen Möglichkeiten sehr spannend finde. Wer <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/High_Dynamic_Range_Image" rel="nofollow" class="liwikipedia">High Dynamic Range</a> Bilder gar nicht mag, dem sei verraten: Paracelsus’ alter Spruch gilt auch hier: <em>Die Dosis macht das Gift</em>. Ganz nach meinem Geschmack war natürlich auch die Cheating–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/session/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Session">Session</a>: auf grandios unterhaltsame und ausgesprochen informative Art und Weise führten Judith Denkmayr und Gerald Bäck die Teilnehmer in die hohe Kunst des Geocheating ein. Erzählen Sie’s nicht weiter, aber die virtuelle <a href="http://digitalaffairs.at/2010/09/13/k2-massengipfelsturm-oder-auch-how-to-geocheat/" class="liexternal">Besteigung des K2</a> war erst der Anfang… In der anschließenden Diskussion waren wir sich dann zumindest die passionierten (Ex-) Gamer schnell einig: Cheats gehören nun mal zu Computerspielen wie Rucola auf die Rindscarapaccio-Pizza. Muss man auch probieren, um mitreden zu können. Aber dass manche Leute mehr Spaß dran haben, sich und andere möglichst penibelst recht arbiträren Regelwerken zu unterwerfen, statt Systemgrenzen auszuloten und das Spiel auch mal im erweiterten Kontext zu spielen, werd ich trotzdem nie verstehen.</p>
<p>Bedenkenswerte Anstöße zu einem in der Online-Welt viel zu wenig diskutierten Thema gab Max Rossberg. Er stellte das Konzept der <a href="http://www.geert-hofstede.com/" class="liexternal">Cultural Dimensions</a> von Professor Geert Hofstede vor. Dessen Analyse der unterschiedlichen kulturellen Werte und Normen liefert einen brauchbaren Erklärungsansatz für die sehr unterschiedliche Wahrnehmung und Nutzung von Social Media Services in den USA und in Europa, speziell im Hinblick auf Privacy– und Plattform-Transparenz.</p>
<p>Kurz gesagt: die 48 Stunden waren intensiv, entspannend, lehrreich — und das alles bei großartigem Ausblick und frischer Bergluft. Danke den Organisatoren, den Wirtsleuten der Leonhard-Hütte und den Almcampern für ein fantastisches Wochenende! Ich freue mich (und bin ein wenig stolz), dass ich Teilnehmer und Sponsor dieser außergewöhnlichen Netzkonferenz sein durfte.</p>
<h3 id="toc-quo-vadis-barcamp">Quo vadis, Barcamp?</h3>
<p>Für mich hat das Almcamp 2010 einmal mehr bestätigt, dass das Barcamp-Konzept in einer kleinen Gruppe wesentlich besser funktioniert. Bei den “großen” Barcamps in Wien orte ich zwei Probleme: einerseits ist von den Grundideen “You do talk about barcamp” und Co. nicht wahnsinnig viel übrig geblieben, andererseits lässt sich bei 200 Besuchern die Idee der Aufhebung der Grenzen zwischen Referenten und Publikum kaum mehr realisieren.</p>
<p>Aber das alles wäre halb so schlimm, hätte nicht so ziemlich jede Werbe und PR-Agentur mittlerweile mitbekommen, dass man auf solchen “Unkonferenzen” eine Menge über diese komische Online-Welt lernen kann, die so wenig mit Old-Media-Konzepten gemeinsam hat. Nun sind Barcamps aber keine Gratis-Nachhilfekurse in Social Media Literacy, sondern ein Austausch von Internet-Praktikern, –theoretikern, –techniker und –philosophen. Mit wachsender Größe wird die “Finanzierung” immer komplizierter, das Catering immer aufwendiger, aber der Dialog immer weniger — kein Wunder, denn ganz ehrlich gesagt habe ich selbst auch überhaupt keine Lust, so richtig aus dem Nähkästchen zu plaudern, wenn ein immer größerer Anteil der Besucher bloß die Ohren spitzt, aber den Mund konsequent geschlossen hält. Und ich weiß aus zahlreichen Gesprächen, dass ich mit meiner Meinung keineswegs allein darstehe. Wie sehen diese vielzitierten <a href="http://barcamp.org/TheRulesOfBarCamp" class="liexternal">Barcamp-Regeln</a> eigentlich aus? Ganz einfach:</p>
<blockquote><ul>
<li>1st Rule: You do talk about BarCamp.</li>
<li>2nd Rule: You do blog about BarCamp.</li>
<li>3rd Rule: If you want to present, you must write your topic and name in a presentation slot.</li>
<li>4th Rule: Only three word intros.</li>
<li>5th Rule: As many presentations at a time as facilities allow for.</li>
<li>6th Rule: No pre-scheduled presentations, no tourists.</li>
<li>7th Rule: Presentations will go on as long as they have to or until they run into another presentation slot.</li>
<li>8th Rule: If this is your first time at BarCamp, you HAVE to present. (Ok, you don’t really HAVE to, but try to find someone to present with, or at least ask questions and be an interactive participant.)</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Size matters, und ich bin mir sicher, dass auch in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> spannende, inspirierende und inspirierte Barcamps stattfinden werden — aber vermutlich in kleiner Runde, themenspezifisch und/oder nicht mehr ganz so offen zugänglich wie bisher. Denn “No tourists” gilt mittlerweile nicht mehr, und ein Barcamp lebt nun mal von aktiven Besucherinnen und Besuchern. Social Media genießt inzwischen eine enorme kommerzielle <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a>, die diesem offenen Format nicht unbedingt gut tut. Und genau deshalb macht’s so viel Spaß, mal wieder auf die Alm zu “flüchten” und mit Geek-Kollegen  ganz offen und ohne “Sauger-Bedenken” zu diskutieren — quasi wie in “alten Zeiten”, als wir einfach nur deshalb dauernd ins Netz wollten, weil’s so irre spannend und so irre und so spannend war. Und ist. Und nicht weil der Chef letzte Woche beim Jour Fix meinte, dass die Firma jetzt endlich mal “auch was mit diesem Social Media Zeugs machen muss.”</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Bloglines und XMarks verabschieden sich: Start-Up Krise oder Generationswechsel?</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-09/bloglines-und-xmarks-verabschieden-sich-start-up-krise-oder-generationswechsel/</link>
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		<pubDate>Thu, 30 Sep 2010 04:03:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[XMarks, ein populärer Bookmark-Synchronisierungs Service, und Bloglines, ein browserbasiert RSS-Reader, geben den Kampf gegen die Aufmerksamkeitsökonomie auf und stellen ihre Services ein.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Zwei Schwalben machen vielleicht keinen Sommer, aber möglicherweise einen leckeren Schwalbeneintopf. Soll heißen: Start-Ups kommen und gehen, nur einige wenige schaffen den großen Exit und verkaufen mit reichlich Gewinn — <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/business/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Business">Business</a> as usual. Just diese Woche allerdings scheinen sich die Exitus* meiner Lieblings-Services zu häufen. Okay, häufen mag der falsche Ausdruck sein — eigentlich waren es nur zwei Wölkchen in der großen Cloud, denen ich durchaus die eine oder andere Träne nachweine. RIP XMarks + Bloglines!</p>
<p>Das allein wäre zwar Grund genug für ein bedauerndes Status-Update auf Facebook, aber doch nicht für einen ganzen, ausgewachsenen Blogbeitrag samt Fußnote und Zwischenüberschriften, möchte man meinen. Aber da steckt noch mehr dahinter, denn die Fazits der beiden Unternehmen zeigen verblüffende Parallelen, die eine meiner vagen Vermutungen bestätigen: wir erleben nicht die platzende Dotcom-Blase reloaded, sondern einen tiefgreifenden Wandel in der Aufmerksamkeitsökonomie: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/start-ups-2-0/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Start-Ups 2.0">Start-Ups 2.0</a> beschränken ihre Business-Modelle nicht mehr auf den virtuellen Raum, sondern verknüpfen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-media/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Media">Social Media</a> auf smarte Weise mit der analogen Welt. Klingt abstrakt? Lassen Sie mich ein wenig ausholen.<span id="more-23265"></span></p>
<h2 id="toc-xmarks">XMarks</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/xmarks.png" alt="xmarks Bloglines und XMarks verabschieden sich: Start Up Krise oder Generationswechsel?" title="XMarks synchronisiert nie wieder" width="286" height="455" style="float:right;margin-left:15px;margin-top:3px;margin-bottom:3px;" />Bookmarks — für mich ein Reizthema. Man will ja einfach nur Internetadressen zur späteren Verwendung irgendwo abspeichern und dort gut ausgehoben wissen! Ist aber nicht so simpel, wie’s klingt, wie Heavy Surfer wissen: klar hat jeder Browser eine Bookmarkverwaltung eingebaut, natürlich gibt’s seit der Frühzeit des Web 2.0 Cloud Bookmarking Services wie Delicious. Die haben für mich nur leider nie funktioniert — ich will meine Mauswege nun mal kurz halten und nicht erst eine Drittseite aufrufen müssen. Solche Services sind äußerst praktisch für kollaborative Link-Recherchen, als Back-Up Lösung und für den Not-Zugriff fern der Heimat (oder im Internet-Café um die Ecke), aber eben keine befriedigende Lösung für die Standardnutzung.</p>
<p>Nun funktionieren die Bookmark-Manager der diversen Browser für sich allein genommen ganz famos. Aber jeder, der regelmäßig mehrere Browser parallel im Einsatz hat und/oder schon mal bei der Neuinstallation des Betriebssystems aufs Bookmark-Backups vergaß, kennt die Schwächen dieses Systems.</p>
<p>Enter XMarks: die Software startete als <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/firefox/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Firefox">Firefox</a>–Plugin und hieß damals noch Foxmarks, inzwischen ist das Plugin für FF, Chrome und Internet Explorer verfügbar. XMarks synchronisiert Bookmarks zwischen verschiedenen Rechnern *und* Browsern und hat sich bei mir in den letzten Jahren im harten täglichen Surf-Betrieb als perfekte “install and forget” Lösung bewährt: nach der Erstinstallation holt man sich einmalig die Bookmarks vom Xmarks-Server ab (dazu ist eine Registrierung erforderlich). Hinfort synchronisiert XMarks im Hintergrund alle Bookmarks und Ordner — egal, auf welchem Rechner/Browser man Lesezeichen neu anlegt, löscht oder editiert, alles bleibt auf aktuellem Stand, synchronisiert wird im Hintergrund.</p>
<p>Für mich hat XMarks ein Problem gelöst, das mich jahrelang genervt hat, und tausenden ging’s genauso wie mir. Traurig, aber wahr: das reicht nicht, wie ein überraschendes Mail der Betreiber gestern mitteilte:</p>
<blockquote><p>Dear Xmarks User,</p>
<p>We’ve always said we won’t email you unless it’s important; this is one of those occasions:<br />
Xmarks will be shutting down our free browser synchronization services on January 10, 2011. For details on how to transition to recommended alternatives, consult this <a href="http://www.xmarks.com/about/shutdown" class="liexternal">page</a>.</p></blockquote>
<p>ABER: es gibt keine wirklichen Alternative! Wie die Shutdown-Page zeigt, existieren zwar für alle Browser Insellösungen, aber mit dem Ende von XMarks ist’s vorbei mit der bequemen Cross-Browser-Synchro im Hintergrund. </p>
<p>Da gibt’s also ein Produkt mit einer “unique selling proposition”, einer riesigen Zahl zufriedener User und trotzdem sehen die Betreiber kein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/licht/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Licht">Licht</a> am Ende des Tunnels. Die Hintergründe erklärt ein ausführliches Posting am Corporate Blog: <a href="http://blog.xmarks.com/?p=1886" class="liexternal">End of the Road for Xmarks</a>. Ich empfehle jedem Start-Up-Gründer und Betreiber dringend die Lektüre dieser lehrreichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geschichte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschichte">Geschichte</a> eines ungewöhnlichen Scheiterns. Todd Agulnick, einer der XMarks Gründer, beschreibt, warum es unmöglich war, ein perfekt funktionierendes und beliebtes Service zu monetarisieren. An Ideenlosigkeit oder Engstirnigkeit lag’s gewiss nicht, wie dieses Zitat zeigt:</p>
<blockquote><p>One of the unseen benefits of the new system was that it enabled us to anonymize, extract, and aggregate bookmark data. So we dove into that and started looking at what products we might be able to deliver powered by the “corpus” of what would soon be 100 million bookmarks. The first thing we built was a search engine. It turned out amazing results, but only for certain types of queries. It was terrible at finding facts. But if you were looking for the websites in a particular category, the results were shockingly complete and entirely spam-free. Looking for the list of all auto manufacturers? Or presidential libraries? Or art supply sites? A casual comparison of our results with those of the major search engines would convince you that we were on to something.</p>
<p>We recruited a group of non-technical subjects to do a <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/usability/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Usability">usability</a> test, and it flopped. Sit people in front of a search box and ask them to test it, and their first query is their own name. #FAIL. It turns out that with the exception of people doing market research, consumers using search are not typically looking for an authoritative list of sites within a category; they’re looking for an answer to a specific question. Undaunted, we tested some variants of the basic search idea, including a version where we inserted our results into the Google search results page. The verdict from users: too complicated.</p></blockquote>
<p>Todd betont in seinem Blogbeitrag, dass die Erfahrungen und Learning aus dem Projekt immens waren, dass es aber nie gelangt, die Popularität des Services in harte Währung zu verwandeln. Mich wundert’s allerdings, dass XMarks nicht mal probiert hat, sich über Premium-Accounts zu finanzieren — ich bin sicherlich nicht der einzige, der sofort 10 Dollar im Jahr für die weitere Nutzung zahlen würde. Schade drum!</p>
<p><strong>Update vom 4.11.2010:</strong> Erfreuliche Neuigkeiten — wie’s aussieht, hat XMarks einen <a href="http://blog.xmarks.com/?p=2007" class="liexternal">Käufer gefunden</a>, der den genialen (und einzigartigen Service) weiterbetreiben will.</p>
<h2 id="toc-bloglines">Bloglines</h2>
<p>Bei den RSS-Readern verhält sich’s ähnlich wie bei den Suchmaschinen: es gab mal Applikationen wie Sand am Meer, aber irgendwann wechselten ganz einfach alle zu Google, in diesem speziellen Fall zum Google Newsreader. Der ist ohne Frage ausgesprochen gut gemacht, funktioniert problemlos auf Handys und bringt so ziemlich jedes erdenkliche Feed-Verwaltungs-Tool sowie einige nette Gadgets (Recommendation API, Follow-Logik etc.) mit.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/bloglines.png" alt="bloglines Bloglines und XMarks verabschieden sich: Start Up Krise oder Generationswechsel?" title="Bloglines.com sperrt zu" width="600" height="94" style="margin-top:15px;margin-bottom:15px;" /></p>
<p>Der einzige Grund, warum ich <a href="http://bloglines.com/" class="liexternal">Bloglines</a> zum schnellen Feed-Scannen bevorzugt habe, lag in der Optik: so gut Big G’s Applikation funktioniert, ich finde sie einfach potthässlich. Das Bloglines-Interface wirkt einfach hübscher, auch wenn ich von den Zusatz-Funktionen wie Clippings und Playlists  kaum Gebrauch gemacht habe.</p>
<p>Wie am <a href="http://blog.ask.com/2010/09/bloglines-update.html" class="liexternal">Ask.com Blog</a> nachzulesen ist, will man sich zukünftig voll und ganz auf den Frage-Antwort Service konzentrieren. Spannende finde ich, dass selbst RSS-Aggregatoren mittlerweile die Dominanz der Big 3 deutlich spüren:</p>
<blockquote><p>When we originally acquired Bloglines in 2005, RSS was in its infancy. The concept of “push” versus “search” around information consumption had become very real, and we were bullish about the opportunity Bloglines presented for our users.</p>
<p>Flash forward to 2010. The Internet has undergone a major evolution. The real-time information RSS was so astute at delivering (primarily, blog feeds) is now gained through conversations, and consuming this information has become a social experience. As Steve Gillmor pointed out in <a href="http://www.techcrunchit.com/2009/05/05/rest-in-peace-rss/" class="liexternal">TechCrunch</a> last year, being locked in an RSS reader makes less and less sense to people as Twitter and Facebook dominate real-time information flow. Today RSS is the enabling technology – the infrastructure, the delivery system. RSS is a means to an end, not a consumer experience in and of itself. As a result, RSS aggregator usage has slowed significantly, and Bloglines isn’t the only service to feel the impact.. The writing is on the wall.</p></blockquote>
<p><a href="http://bloglines.com/" class="liexternal">Bloglines.com</a> wird ab 1. November 2010 nicht mehr erreichbar sein — wer die eigene Feed-Sammlung exportieren möchte, kann bis dahin mittels “Export Subscriptions” ein OPML-File mit allen Feeds generieren, das in so gut wie jeden anderen RSS-Reader importiert werden kann.</p>
<p><strong>Update vom 4.11.2010:</strong> Wie heute bekannt gegeben wurde, bleibt Bloglines.com weiter online — Merchantcircle.com übernimmt den RSS-Reader, Passwort und Login bleiben gleich. Mehr Details über die Übernahme und Pläne für die Zukunft gibt’s am <a href="http://blog.merchantcircle.com/2010/11/merchantcircle-to-take-over-operations.html" class="liexternal">Merchantcircle Blog</a>.</p>
<h2 id="toc-grund-zur-panik-oder-freude">Grund zur Panik oder Freude?</h2>
<p>So wenig Xmarks und Bloglines auf den ersten Blick gemeinsam haben mögen, so sehr erstaunen mich die Parallelen: für die Betreiber beider Services war die Erkenntnis, dass die Popularität und Dominanz von Facebooks Social Graph Paradigma wenig Luft für “traditionelle” Arten der Datenaggregation übrig lässt, ein wesentlicher Grund für den Druck auf den Ausschaltknopf. In beiden Fällen scheiterten Angebote, die noch vor zwei Monaten State-of-the-Art waren, letztendlich an der rasanten Weiterentwicklung des Social Web.</p>
<p>XMarks und Bloglines werden nicht die letzten gewesen sein, die angesichts der starken Konzentration des Marktes auf wenige Brands das Handtuch werfen. Da drängen sich durchaus Vergleiche mit der infamösen Dotcom-Blase der Jahrtausendwende auf, aber das scheint doch ein wenig voreilig.</p>
<p>Denn während der ersten Generation der Social Media Start-Ups ein rauer Wind ins Gesicht bläst, entstehen die ersten Business-Modelle, die den Einsatz des interaktiven Webs nicht auf den digitalen Raum beschränken. <a href="http://www.garmz.com/" class="liexternal">Garmz</a> ist ein prototypisches Beispiel für diese neue “Generation” von Unternehmen, welche die Stärken des Social Web mit der alten, analogen Welt auf innovative Weise verbinden. Unkenrufer mögen bloß eine Ausdünnung der Netz-Szene wahrnehmen, ich behaupte, dass die Social Web Start-Ups 2.0 erstmals das Potential haben, eine Aufmerksamkeitsökonomie der Hoffnungen in ein viables und stabiles Businessmodell zu transferieren. Richtig Oldschool, mit operativem Gewinn und so.</p>
<p>Suche, Social Networking und General Interest Marktplätze gehören sowieso längst ein paar Großen (für .at-Leser: “Großkopferten”), die vorangehende Aufzählung ist quasi synonym mit Google, Facebook und EBay/Amazon. Deren Geschäftsmodelle sind kaum replizierbar, oder netter formuliert: kein Platz für Copycats und Me-Toos, dafür beginnen sich Internet und “analoge Welt” auf ganz neue Art zu verflechten und ergänzen — meiner bescheidenen Meinung nach nicht die schlechtesten Aussichten. Aber ich hab ja nie einen Hehl draus gemacht, dass ich überzeugter Medienkulturoptimist bin.</p>
<hr />
* Nein, nicht Exiti. Das passt schon so, Exitus gehört zur U-Deklination, daher lautet die Mehrzahl auch Exitus — so einfallslos waren sie, die alten Römer.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Blogparade: Wann ist man jemand im Web?</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 09:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wann ist man jemand im Web? Anlässlich des Kick-Offs der Eventreihe twentytwenty rufen die Organisatoren zur selbstreflexiven Blogparade auf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich des Kick-Offs der Eventreihe <a href="http://www.twentytwenty.at/ich-2-0/speaker/" class="liexternal">TwentyTwenty — exploring the future</a> rufen die Organisatoren zu einer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogparade/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogparade">Blogparade</a> auf: die Beiträge sollen Geert Lovinks Vortrag und die nachfolgende Diskussion im Radiokulturhaus ergänzen. Ich habe die Ehre und das Vergnügen, mit Moderator Martin Mühl, Falter-Redakteurin Ingrid Brodnig und dem altgedienten nettime-Haudegen himself die Bühnenbretter des Radiokulturhauses zu teilen und hoffe, dass die passende Identität kommenden Mittwoch aus dem Waschsalon zurück ist, denn: Netzkritik ist angesagt!</p>
<p>Geert hat nämlich auch schon begonnen zu schirrmachern und sich in alter Netzaktivisten-Tradition am 31. Mai 2010 freiwillig das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a>–Leben genommen. Ein Netz-Verweigerer ist er deswegen keineswegs, sagt er: “The future is not some alien invasion from outside but is shaped by everyone. The future is inside us.” </p>
<p>Die Frage sei bloß: wer kontrolliert, wer strukturiert das Ich 2.0? Ich warte noch bis Mittwoch auf die ultimative Antwort und unternehme im Vorfeld mit Ihnen, verehrter Leser, einen Ausflug in die Vergangenheit, und die dauert — so viel Vorwegnahme muss ein — immer noch an. Schon wieder. Aber man kann’s nun mal nicht allen Recht machen: Us and them, wir und die anderen, Innen und Außen, ich und die Welt, darum dreht sich’s. Die Medien sind neu, die Frage nach der Identität bleibt hochgradig identisch, mehr ganz– als teilüberlappend.</p>
<p><strong>Wann ist man “jemand” im Web?</strong> lautet die, wie sich’s für eine anständige Blogparade gehört, vergleichsweise einfach formulierte Frage. “Ab 1994″ gilt nicht, also:</p>
<p><strong>Man ist jemand im Web, wenn ein anderer, von dem man glaubt, dass er jemand im Web ist, glaubt, man sei jemand im Web.</strong><span id="more-23025"></span></p>
<p>Warum? Lassen Sie mich dazu ausholen. Nicht ein wenig, sondern gleich g’scheit weit.</p>
<h3 id="toc-folge-1-boethius">Folge 1: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/boethius/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Boethius">Boethius</a></h3>
<p>Sogar bei fernerer Betrachtung kann man nicht übersehen, dass die Frage nach der Identität Bestandteil jeder sinnstiftenden Lehre ist, das breite Spektrum der angebotenen Erklärungen, Meta-Erklärungen und Deutungsmuster bezeichnen wir gemeinhin als Kultur. Da geht’s uns nicht mal sprichwörtlich an den ziemlich weit oben liegenden Kragen, nein, wir müssen die Wurzel packen. Also auf in den De Lorean und schnell mal gute 2.000 Jahre zurückgereist.</p>
<p>Boethius habe damals angeblich gesagt: “Si tacuisses, philosophus mansuisses.” (Hättest du geschwiegen, wärst du Philosoph geblieben). Der Aufmerksamkeitsökonom könnte noch hinzufügen “aber hättest es nie mit dem blonden IT-Girl getrieben”. Ist Schweigen doch die schleichende Zellvergiftung der Selbstdarstellung, so lautet zumindest §1 der ICH AG Geschäftsordnung.</p>
<p>Konnte Boethius etwa ahnen, dass heutzutage alles mit jedem kommunizieren will, ja geradezu muss? Dazu gehört nicht viel, denn gewiss wusste er um seine eigene paradoxe Situation: hätte Boethius geschwiegen, wäre er uns unbekannt geblieben.</p>
<p>Passend dazu flexibilisierte sich das Heilsversprechen, das hat der rasche Blick ins Morgen, der auf ausreichend lange Sicht ja notwendigerweise zum Blick ins Jenseits wird, immer schon so an sich gehabt. Warhol mit seinen 15 Minutes of Fame tritt nicht als Vordenker einer Aufmerksamkeitsökonomie auf, sondern beendet das Zeitalter der humanzentrierten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apotheose" rel="nofollow" class="liwikipedia">Apotheose</a>:</p>
<blockquote><p>Apotheose (griechisch apo– “fern-, ins Ferne”, theós “Gott”) ist die Erhebung eines Menschen zu einem Gott oder Halbgott. Es bedeutet auch nur “Verherrlichung”. Sie hat ihren Ursprung im Altertum, als geglaubt wurde, dass “große Persönlichkeiten” zu Göttern würden und wie diese verehrt werden könnten bzw. sollten.</p></blockquote>
<p>Gottwerdung schließt Technik ein, Gaia und der Global Brain erweitern unsere Identität, sie connecten uns mit der Gottmaschine. Mögen Lichtnahrungs-Prediger beim Kebabstand um die Ecke völlern, “the big promise” steht immer im Raum: “Es wird garantiert aus dem Wald zurückschallen, wie auch immer. Wenn du nur hineinrufst.” Der Downstream bekommt mehr Bandbreite als der Upstream, hier endet die “anarchische Struktur”, diese Ungleichgewicht ist in der Provider-Hardware quasi fest verdrahtet.</p>
<p>Das wäre also die Kurzfassung, eine bestechend lineare Entwicklung vom antiken Bon-Moteur zum Twitter-Werbepapst des 21. Jahrhunderts. Aber der Vergleich hinkt, die Crux rostet, der Übertragungskanal schreibt seinen Treppenwitz in die Dunkelkammer der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geschichte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geschichte">Geschichte</a> ein. Rauschen ist auch eine Art von Remixen, und den Beweis, dass der Informationsgehalt sich umgekehrt proportional zum Nährwert verhält, ist uns die Boulevardwissenschaft bis heute schuldig geblieben.</p>
<p>Boethius, der alte Schlingel, hat nämlich was anderes gesagt, und auch aufgeschrieben in seiner “Philosophiae Consolatio”, sonst wüssten wir das erst seit meiner Zeitreise. Also zuerst nicht geschwiegen und dann auch noch geschrieben:</p>
<blockquote><p>Möchtegern-Philosoph: “Intellegis me esse philosophum?” [Erkennst du nun, dass ich ein Philosoph bin?]<br />
Boethius: “Intellexeram, si tacuisses.” [Ich hätte es erkannt, wenn du den Mund gehalten hättest.]</p></blockquote>
<p>Was sich reimt, wird eben wahrer, das wusste schon der Pumuckl. Der Unterschied zählt, denn er, Boethius, zieht seine Schlüsse aus dem Kommunikationsverhalten seines Gegenübers. Der Nicht-Philosoph macht Boethius zum Philosophen. #<a href="http://www.google.at/search?q=differance" rel="nofollow" class="liexternal">différance</a>, #<a href="http://www.google.at/search?q=Apoha" class="liexternal">Apoha</a></p>
<p><strong>Identität ist ergo ein Nebenprodukt kommunikativer Aktivität.</strong></p>
<h3 id="toc-folge-2-neidhart-von-reuental">Folge 2: Neidhart von Reuental</h3>
<p>Zuviel Gelaber, zu viele Tweets, Fragmente allerorten: einmal mehr drohen Medien mit der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vernichtung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vernichtung">Vernichtung</a> unserer “Kultur”, und wir werden auf die einzige adäquate Weise reagieren, auf jene Weise, die sich schon so oft bewährt hat. Wir erfinden einfach neue, noch viel gefinkeltere Medien, die jene, welche uns einst furchtbare Schreckensvisionen bescherten, vollkommen harmlos aussehen lassen.</p>
<blockquote><p><em>Frage an Radio Eriwan: Ist unsere Identität durch das Internet bedroht?<br />
Antwort: Im Prinzip ja. Aber irgendwann musste das Internet ja mal beginnen, sich zu wehren.</em></p></blockquote>
<p>Denken Sie nur mal an die zunehmende Verrohung der Jugend! Fast wäre es dem Fernsehen gelungen, einer ganzen Generation viereckige Augäpfel zu verpassen und sie völlig vom Leben abzuschotten. Im letzten Moment ritt jedoch ein Held am weißen Ross heran. Und als dann schließlich Computerspiele jeden Super Mario World Spieler zum potentiellen Amokläufer machten, war es wirklich an Zeit für ein neues Bedrohungsszenario: et voila, schon wird die Jugend in Facebook gestalkt und gemobbt. Vermutlich.</p>
<p>Wir tendieren ja immer dazu zu glauben, die Erstlöser jedes scheinbar genuin neuen Problems zu sein, dabei wusste schon Neidhart von Reuental im Mittelalter ganz genau, dass Rede und Verstand nicht kongruent sein müssen:</p>
<blockquote><p>Doch wais ich czwen dorff chnaben<br />
die enruchten das ich wer begraben<br />
so cziment sich so wahe.<br />
das ist limmenczaun vnd irrenfrid.<br />
der in die oren paide ab snit.</p>
<hr />
Zwei nette Burschen wohlbekannt,<br />
Mit großem Maul und kaum Verstand,<br />
Die säh’n mich gerne leiden.<br />
Sind Limmenzaun und Irrenfritz,<br />
Ach, schlüg vom Himmel doch ein Blitz<br />
G’rad mitten durch die beiden!</p></blockquote>
<p>Limmenzaun und Irrenfritz — Ist dieser Neidhart zeitlos oder “macht heute überhaupt niemand mehr sowas Gutes”? Limmenzaun und Irrenfritz, die Foren-Trolle des Mittelalters: mit großem Maul und kaum Verstand.</p>
<p><strong>Kommunikative Aktivität ist ergo ein Nebenprodukt unserer Identität.</strong></p>
<h3 id="toc-endstation-sehnsucht">Endstation: Sehnsucht</h3>
<p>Wann ist man “niemand” im Web? Sehr geehrte Jury, lieber Vorsitzender, geschätztes Publikum! Diese Frage ist weit schwieriger zu beantworten, lassen Sie mich Ihnen dies an einem Beispiel erklären:</p>
<blockquote><p><em>Morten Gibrit war noch nie im Internet. Es interessiert ihn einfach nicht. Aber “he’s <a href="http://www.cluetrain.com/" class="liexternal">not</a> in control!”  Sein weit jüngerer Halbbruder Bruder Terrance Fitze-Gibrit hat ohne sein Wissen eine Facebook-Page angelegt und schreibt dort regelmäßig Status-Updates. Der falsche Morten hat mittlerweile über eine Million Fans.</em></p></blockquote>
<p>Jetzt Frage ich Sie, kompetent-objektive Jurymitglieder, wer hat die Identität entführt und kein Lösegeld verlangt?</p>
<p>a) Morten ist jemand im Netz, Gibrit ist niemand.<br />
b) Morten und Gibrit sind beide niemand im Netz.<br />
c) Morten ist niemand im Netz, Gibrit ist jemand.<br />
d) Morten und Gibrit sind beide jemand im Netz.</p>
<p>Merken Sie, wie komisch diese Anhäufung von jemands und niemands klingt? Sowas sind wir einfach nicht gewohnt, genauso wenig wie die Tatsache, dass es keine richtige Antwort gibt. Ihre Wahl mag einiges über Sie verraten, liebes Jurymitglied, über Ihre Identität, über Ihr Verhältnis zu Sein und Schein. Über Mortens und Gibrits jemand/niemand Status erfahren wir dabei gar nichts. Seien Sie bloß froh, dass heute niemand verurteilt werden muss.</p>
<p>[Der Ankläger verlässt den Gerichtssaal.]</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Identität 1.0 ist für unser kausales Denken schwierig genug zu fassen und die wenigen Bugfixes rechtfertigen keinesfalls einen ganzzahligen Versionssprung. Identität 1.0.1 meinetwegen oder wenn’s sein muss auch 1.1. Weil wie schon erwähnt:</p>
<p><strong>Man ist jemand im Web, wenn ein anderer, von dem man glaubt, dass er jemand im Web ist, glaubt, man sei jemand im Web.</strong></p>
<p>Das war aber in der nicht-virtuellen Welt auch immer schon so. Dass der “Andere” ein eigener Fake-Account sein kann, ist übrigens auch nichts Neues. Fragen Sie mal bei der Gewerkschaft der “Imaginären Freunde” nach: die sind inzwischen fast alle arbeitslos.</p>
<p><strong>Weitere Beiträge zur Blogparade</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.2-blog.net/2010/twenty-twenty/" class="liexternal">Ich 2.0 | Blogparade twenty.twenty</a> von Luca Hammer</li>
<li><a href="http://www.myway-rocknroll.at/2010/09/ich-2-0-twentytwenty-at-blogparade/" class="liexternal">Ich 2.0 — twentytwenty.at Blogparade</a>von René Wegscheider</li>
<li><a href="http://digiom.wordpress.com/2010/09/28/wann-ist-eigentlich-jemand-niemand-im-web-2-0/" class="liexternal">Wann ist eigentlich jemand niemand im Web 2.0?</a> von Jana Herwig</li>
<li><a href="http://www.werquer.com/blog/2010/09/das-sozial-erwunschte-ich-2-0/" class="liexternal">Das sozial erwünschte Ich 2.0</a> von Werner Reiter</li>
<li><a href="http://c-fischer.com/blogparade-wann-ist-man-jemand-im-web/" class="liexternal">Blogparade: Wann ist man jemand im Web?</a> von Christian Fischer</li>
<li><a href="http://www.alexanderstocker.at/2010/10/der-zusammenhang-zwischen-online-und.html" class="liexternal">Der Zusammenhang zwischen Online– und Offline-Reputation</a> von Alexander Stocker</li>
</ul>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		</item>
		<item>
		<title>TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland</title>
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		<pubDate>Sun, 12 Sep 2010 00:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die erste TEDx Konferenz Österreichs fand im Burgenland statt - ein überaus gelungener Auftakt für die TEDx Pannonia, die nächstes Jahr ihre Fortsetzung finden soll.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Danke an Hermann Gams, Manuel Gruber und Harald Katzenschläger — das Team der <a href="http://www.dreamacademia.at" class="liexternal">Dream Academia</a> hat’s möglich gemacht, dass ich heute meine allererste TEDx Konferenz besuchen konnte. TEDx Konferenzen sind Spin-Offs des mittlerweile immens populären <a href="http://www.ted.com/" class="liexternal">TED Formats</a>, das unter dem Motto “Ideas worth spreading” die Netzwelt regelmäßig mit fantastischen Vortragsvideos versorgen. Ähnlich wie beim Barcamp kann jeder, der ausreichend Motivation, Zeit und Organisationstalent mitbringt, die Idee fortführen: die unabhängigen Spin-Offs heißen <a href="http://www.ted.com/pages/view?id=343" class="liexternal">TEDx</a> und müssen einige <a href="http://www.ted.com/pages/view?id=351" class="liexternal">Vorgaben</a> der Erfinden erfüllen.</p>
<p><strong>Update, 26.10.2010:</strong> Alle Videos der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tedx-pannonia/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with TEDx Pannonia">TEDx Pannonia</a>–Talks sind mittlerweile online: <a href="http://www.tedxpannonia.com/speakers/" class="liexternal">TEDx Talks</a></p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-6.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-6-600x370.jpg" alt="tedx 6 600x370 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Albert Frantz" width="600" height="370" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Albert Frantz auf der Suche nach versteckten Träumen</small></div>
<p>Inhaltlich könnte der Anspruch kaum höher gesteckt sein, das Format der Konferenz dagegen ist recht strikt geregelt:</p>
<blockquote><p>Spirit/purpose: Your TEDx event must maintain the spirit of TED itself: cross-disciplinary, focused on the power of ideas to change attitudes, lives and ultimately, the world.<br />
Format: A suite of short, carefully prepared talks, demonstrations and performances on a wide range of subjects to foster learning, inspiration and wonder — and to provoke conversations that matter. The typical presentation should be an 18-minute talk by a single presenter. No panels. No break-out sessions. Usually: No podium.</p></blockquote>
<p><span id="more-21606"></span></p>
<p>Die im Vorjahr für Wien angekündigte TEDx verschwand ja leider spurlos in den Untiefen des Netzes — umso mehr habe ich mich auf den Ausflug in die burgenländische Villa Vita gefreut. <a href="http://www.turnthescrew.com" class="liexternal">Dan</a> und ich kamen genau richtig zur Freestyle Show an, Respekt an die BMX Rider! Auf dieses überraschende Outdoor-Intro folgten 6 hochgradig inspirierende Stunden — behauptet zumindest meine Uhr, subjektiv kam’s mir eher so vor, als hätte der Architekt einen Flux-Kompensator ins — passend zum Thema “New Energy” energieautarke Gebäude — eingebaut. Dan, der unter anderem  für Mindmeister die digitale <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/marketing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Marketing">Marketing</a>–Trommel rührt, war als “embedded Mindmapper” vor Ort, seine Zusammenfassung ist <a href="http://www.mindmeister.com/de/landing/tedxpannonia2010" class="liexternal">hier</a> zu bewundern. Die Konferenz bestand aus vier Tracks á drei Sessions — im diesem Beitrag habe ich meine persönlichen Highlights kurz (*räusper*) zusammen gefasst. Die Videos aller Talks werden in Kürze online verfügbar sein — schauen Sie sich das unbedingt an: soviel Optimismus, Energie und inspirierende Ideen sind das probateste Mittel gegen Zukunftspessimismus!</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-5.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-5-600x394.jpg" alt="tedx 5 600x394 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Mark Kramer" width="600" height="394"  style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Mark Kramer sprach über freien Informationszugang als Grundrecht.</small></div>
<h3 id="toc-wolfang-sator-ber-e-mobilitt">Wolfang Sator über E-Mobilität</h3>
<p>Nach dem genialen kombinierten Mini-Stretching / Handy-Abdreh Intro des Moderators betrat Wolfang Sator als erster die Sprecherbühne. Der österreichische Pionier des Elektroautos wusste erstaunliche Fakten und Mythen zum nicht gerade unbelasteten Thema “Mobilität” und “fossile Brennstoffe” zu berichten — selten haben ich einen derart unvoreingenommenen, humorvollen und unverkrampften Vortrag zu diesem Thema gehört. Das Elektro-Auto, so der erfahrene Praktiker, hat eine lange Geschichte: dass sich der fossile Brennstoffmotor durchsetzte, hatte von Beginn der Automobilgeschichte an nicht unwesentliche Image-Gründe: die “Kings of the Road” fuhren eben auf Verbrennungsmotoren ab, mit Zuverlässigkeit und Praxistauglichkeit hatte das offenbar von Beginn an recht wenig zu tun. Interessante Fußnote: die E-Autos der 70er Jahre verwendeten Eisen-basierte Batterien, im Gegensatz zu den heute üblichen Blei-Gel-Akkus. Der einzige Grund, so Wolfgang Sator: erstere lassen sich recht leicht fast beliebig oft “revitalisieren”, zweitere müssen nach wenigen Jahren ersetzt werden — die Hersteller haben hier natürlich ganz klar Präferenzen.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-8.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-8-600x419.jpg" alt="tedx 8 600x419 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Oleksandr bei der Arbeit" width="600" height="419"  style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Oleksandr  fotografiert ein Mitglied der Percussion-Gruppe “Chaos”, die für einen groovigen Abschluss der TEDx sorgte.</small></div>
<h3 id="toc-matthias-horx-wie-wollen-wir-zuknftig-wohnen">Matthias Horx: Wie wollen wir zukünftig wohnen?</h3>
<p>Den zweiten Talk gab Zukunftsforschungs-Schwergewicht Matthias Horx: der populäre Autor und Vorausblicker gehört zu den gefragtesten Vortragenden des deutschen Sprachraums — und ist offenbar ein glühender Fan des TED-Konferenzformats. In seinem Vortrag warf er die Frage auf, was die Häuser der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> — und zwar abseits technologischer Vollausstattung und — vernetzung — eigentlich lebenswert macht. Videokonferenz-Setups zwischen Toilette und Wohnzimmer nennt Horx passenderweise “Ruinen der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a>”, denn die eigentlich Herausforderung liegt laut Horx in neuen Lösungen, die eine Balance zwischen Arbeit und Privatleben architektonisch ermöglichen und unterstützen.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-1-600x380.jpg" alt="tedx 1 600x380 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Matthias Horx" width="600" height="380" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Matthias Horx sprach über die Zukunft des Wohnens.</small></div>
<p>Nein, das klingt definitiv nicht nach Webcams und Terminals in jedem Raum — vielmehr müssen architektonische Entwürfe die veränderte Lebenssituation respektive die Restrukturierung von Arbeits-, Privat– und Berufsräumen bedenken.</p>
<h3 id="toc-claus-schnetzer-das-palettenhaus">Claus Schnetzer: das Palettenhaus</h3>
<p>Derartige Überlegungen haben in hochgradig differenzierten und wohlhabenden Regionen natürlich ihre Berechtigung, müssen aber der “Zielgruppe” des “Project Palettehouse” wie absurde Luxusprobleme erscheinen: Claus Schnetzer hat im Rahmen eines Forschungsprojekts eine unglaublich simple und praktikable Möglichkeit gefunden, eine Art Lo-Tech Pendant zum Niedrigtemperaturhaus zu bauen. Sein primäres Baumaterial sind die allseits bekannten Holzpaletten, die mittels eines äußerst simplen, selbsttragenden Systems verbunden werden.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-9.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-9-600x459.jpg" alt="tedx 9 600x459 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Das Palettenhaus" width="600" height="459"  style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Das Grundprinzip des Palettenhauses — diese Konstruktion ist in wenigen Minuten aufgebaut!</small></div>
<p>Neben den Paletten sind dazu lediglich ein paar Holzpfosten sowie eine Abdichtfolie erforderlich. Das besondere daran: solche Paletten sind so gut wie überall verfügbar, nicht zuletzt in Krisengebieten, die mit Hilfslieferungen versorgt werden. Bisher waren diese Paletten bloß ökologisch unbedenklicher Abfall — Schnetzers Idee verwandelt sie in wertvolles Baumaterial, mit dem sich in kürzester Zeit Strukturen errichten lassen, die beispielsweise ohne weiteres als Not-Hospital dienen können. Klingt nicht nur genial und hat mich schon beim Vortrag schwer beeindruckt. Im Anschluss an die Konferenz durften wir dann ein solches Palettenhaus “in echt” bewundern — ein Wahnsinns-Beispiel für sprichwörtliches “Out-of-the-box Thinking”.</p>
<h3 id="toc-peter-purgathofer-the-radical-portfolio"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/peter-purgathofer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Peter Purgathofer">Peter Purgathofer</a>: The radical portfolio</h3>
<p>Peter Purgathofer ist ein Mann der Theorie und der Praxis. Er stellte sein “Radical Portfolio” vor: als Universitätsprofessor macht sich Purgathofer nämlich weit mehr Gedanken über Didaktik als die meisten seiner Kollegen, und aus seinen Beobachtungen zieht er durchaus radikale Schlüsse:</p>
<blockquote><p>You can either pass a test or your can learn something. Not both. We’re trying to reconcile those.</p></blockquote>
<p>In seiner Vorlesung, so Purgathofer, will er seinen Studenten 5 grundlegende Prinzipien vermitteln. Laut den Evaluationsergebnissen gelte er als sehr guter Vortragender (was jeder, der mal eine Purgathofer-Vorlesung besucht hat, aus eigener Erfahrung bestätigen kann), außerdem bemühe er sich um interessante Gestaltung. Da drängt sich natürlich die Frage auf: Lernen Studenten bei “guten” Vortragenden mehr? Laut Peter Purgathofer nicht; die wirkliche Stärke liegt im interaktiven Lernen, und nicht in der Optimierung des Frontalvertrags.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-3.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-3-600x552.jpg" alt="tedx 3 600x552 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Peter Purgathofer" width="600" height="552"  style="border:1px solid orange;" /></a></p>
<p><small>Peter Purgathofer setzt Social Media in seiner Vorlesung ein — auf beindruckend komplexe Weise und mit überzeugenden Resultaten.</small></div>
<p>Purgathofer setzt verschiedene, an seine didaktische Methode und die Inhalte seiner Vorlesung angepasste Tools an, beispielsweise eine Art Twitterwall, über die Studenten schon während der Vorlesung miteinander diskutieren. Die Idee mag Anhänger klassischer Vorlesungsformate geradezu absurd erscheinen, denn schließlich soll der Student ja nicht vom Vortrag des Professors abgelenkt werden! Oder vielleicht doch? Entspricht womöglich diese “Spaltung” unserer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a>, diese gänzlich neue Art, auf verschiedenen Wegen Information und Meta-Information aufzunehmen, diese Fragmentierung der Linearität einer grundlegend veränderten Kommunikationssituation?</p>
<p>Social Media bleibt bei Peter Purgathofer nicht auf den Live-Einsatz während der Vorlesung beschränkt: anstatt einer Abschlussprüfung müssen die Teilnehmer im Lauf des Semesters diverse Übungen absolvieren, die wiederum im Double-Blind-Verfahren von Kollegen bewertet werden. Bewertet wird anhand eines Punktesystems — und Punkte gibt’s nicht nur für die Übungen selbst, sondern auch für sinnvolle Beiträge zur Weiterentwicklung des eLearning Systems. Seit 2 Jahren setzt Purgathofer dieses Crowd-gestützte Lernen ein, und zwar mit durchschlagendem didaktischem Erfolg. Somit erhärtete er eine Vermutung, die ich schon lange hege: der Erfolg internetgestützter didaktischer System hängt nicht in erster Linie von der Elaboriertheit oder dem Feature-Reichtum der jeweiligen Plattform ab, sondern von einer sinnvollen Integration ins didaktische Gesamtkonzept.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-7.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-7-600x328.jpg" alt="tedx 7 600x328 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Abschlussrunde" width="600" height="328" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Zum Abschluss der Konferenz standen alle gemeinsam auf der Bühne.</small></div>
<p>Social Media bedeutet in erster Linie, das betone ich immer wieder in meinen eigenen Vorträgen und Workshops, das Dialoge, die bisher nur offline stattgefunden haben, sich mittlerweile auch im Netz abspielen. Natürlich diskutierten Studenten immer schon vor, nach und manchmal auch während der Vorlesung die Ideen und Informationen, die ihnen ihr Professor lieferte, völlig unabhängig vom <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>. Selbstverständlich war “soziales Lernen”, also der Austausch mit den Mitstudenten, Gruppenarbeiten, gemeinsame Forschungsprojekte etc., seit jeher ein zentraler Bestandteil des didaktischen Prozesses. Wir betreten hier also keinesfalls völliges Neuland, aber die Technologien, die wir mittlerweile zur Verfügung haben, können diesen Austausch sehr effektiv unterstützen, intensivieren und dokumentieren.</p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-4.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-4-600x368.jpg" alt="tedx 4 600x368 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Mark Kramer" width="600" height="368"  style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Mark Kramer</small></div>
<h3 id="toc-tedx-pannonia-da-capo">TEDx Pannonia: Da Capo!</h3>
<p>Nochmals ein riesengroßes Kompliment an alle Organisatoren und Mitarbeiter — danke für einen großartigen, inspirierenden Tag! Ich freue mich, dass Manuel, Katzi und Hermann bereits fest mit der TEDx Pannonia 2011 rechnen — und eines kann ich euch jetzt schon androhen: bei der nächsten Auflage bewerbe ich mich für einen Vortrags-Slot <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog1.gif' alt="frog1 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" class='wp-smiley' title="TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" /> </p>
<div align="center" style="padding-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-2.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[21606]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/tedx-2-600x323.jpg" alt="tedx 2 600x323 TEDx Pannonia: Inspiration mitten im Burgenland" title="Blick von oben" width="600" height="323" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>Blick von der Terasse auf den Villa Vita Park</small></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/backlink/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Backlink">Backlink</a> freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<item>
		<title>Hilfe, die Online-Werbung hat mir ins Ohr gespuckt!</title>
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		<pubDate>Wed, 25 Aug 2010 12:31:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer einmal wirbt, dem glaubt man nicht - also gilt es, die Botschaft um jeden Preis an den Kunden zu bringen. Ob der das auch will, ist dabei sekundär. Oder?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/intrusiv/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with intrusiv">intrusiv</a> darf Online–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> sein, oder anders gefragt: sollte erfolgreiche Online–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> sämtliche technischen Möglichkeit nutzen, die kostbare <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a> des User um jeden Preis zu erhaschen? Die Frage klingt verdächtig nach einer suggestiven Nona-Einleitung — allerdings scheinen einige vermarktende Kollegen im Eifer des Impression-Gefechts zu ganz anderen Ergebnissen zu kommen als der gesunde Hausverstand. Zumindest legt dies ein aktuelles Beispiel des Facebook Game-Providers Rock You! nahe. Doch man muss man gar nicht erst online gehen, um auf Spammer zu stoßen.<span id="more-19829"></span></p>
<p>RockYou! (ehemals “Rock you live”) und Zynga sind die zwei größten Anbieter von Facebook-Spielen. Zu den erfolgreichsten RockYou!-Apps gehört “Zoo”, ein Sammel– und Wirtschaftsspiel, dessen RPG-artigem Simpel-Charme nicht nur Karnivoren verfallen. (Mhmmm, die Tierchen sehen ja alle sooo lecker aus!) RockYou! bietet schon eine ganze Weile lang die direkte Verrechnung von Aufmerksamkeit in Geld an: wer freiwillige Werbevideos guckt, bekommt Facebook-Credits, mit denen man wiederum besonders rare Tierarten kaufen kann. Facebook-App-Anbietern sind bekanntlich auf den “Content Canvas” beschränkt, sprich die rechte Seitenspalte mit den altbekannten Facebook-Ads bleibt immer sichtbar.</p>
<p>Als Werbeflächte können die Betreiber nur das Spiel selbst nutzen. Zoo ist, wie die meisten Games, komplett in Flash programmiert — und das verlockt anscheinend zu wilden Experimenten: seit kurzem blendet die Applikation beim ersten Laden unterhalb des eigentlichen “Spielfelds” ein Flash-Video ohne Bedienelemente ein, das automatisch startet. Selbst auf größeren Bildschirmen liegt der Clip “below the fold”, also unterhalb des sichtbaren Bildschirmbereichs, dafür dudelt bei aufgedrehten Boxen der Ton umso penetranter los. Als heute (ja, ich spiel Zoo. Natürlich *nur* aus Recherchegründen) eine nicht enden wollende Werbung für Vanish Oxy Irgendwas erklangt, beschuldigte ich im Geiste zuerst sämtlich anderen Browser und –Tabs, dachte einen kurzen Moment lag gar an einen Virus-artige Adware, bis ich das gar nicht mal so leicht auszumachende Video beim Runterscrollen entdeckt.</p>
<p>Solche Werbung wirkt ungemein “gut”: Vanish-Irgendwas-Produkte kauf ich garantiert nie mehr, aber ich nehm nicht an, dass die Kampagne von der Konkurrenz bezahlt wird. Erstaunt hat mich aber allemal, dass die Lokalisierung wohl recht gut funktioniert und sich offensichtlich sogar für den deutschsprachigen Raum Werbekunden finden, die meinen, mit akustischer Invasion des Arbeitsplatzes ihre Verkaufszahlen steigern zu können. Und weil Spiele immer ein guter Online–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/marketing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Marketing">Marketing</a> Trendindikator sind, steht uns da Flash-mäßig im Social Web wohl noch einiges ins Haus!</p>
<h2 id="toc-unterjubeln-vs-interesse-wecken">Unterjubeln vs. Interesse wecken?</h2>
<p>WWW steht eigentlich für <strong>W</strong>orld <strong>W</strong>ide <strong>W</strong>eb und nicht für <strong>w</strong>ildgewordene <strong>W</strong>erbe<strong>w</strong>irtschaft. Trotzdem gehören erektile Spams aus den Abteilungen Penisvergrößerung und –verlängerung zum täglichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>–Brot wie langweilige Kurzhaarfrisuren zur ORF-Moderatorinnen. <small>(Nein, das ist nicht beleidigend. Ich hätte ja erstens “furchbare Frisuren” schreiben können und zweitens handelt sich’s sowieso nur um persönliche Meinung.)</small></p>
<p>Die Geschichte der randständigen Online-Werbung ist weniger eine Geschichte der Missverständnisse als vielmehr eine des Wettlaufs zwischen Technologie und Intrusion: kaum kam jede dahergelaufene Safety-Suite mit einem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pop-up/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pop-Up">Pop-Up</a> Blocker an Board, poppten uns die Werbebotschaften via DHTML-Layer entgegen — die oder der eine oder andere hat die immer wieder mal hier auf datenschmutz aufpoppende freundliche Erinnerung zum wohlwollenden Bezug des Newsletters gewiss bemerkt.</p>
<p>Und was soll ich sagen? Es funktioniert einfach verdammt gut. Die Hälfte meiner Newsletter-Anmeldungen bekomm ich über die Seitenleiste, die andere Hälfte über das Pop-Up. Man muss als Werbetreibender also abwiegen, wie interessant die eigene Botschaft für den Leser sein könnte — wie gut ein Werbemittel “wirkt” (also im Online-Bereich Klicks respektive Conversions generiert), ist der beste und direkteste Indikator für das Interesse des Users. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/webmaster/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Webmaster">Webmaster</a>, die ihre Besucher mit aufdringlicher Dauerwerbung nerven, schaden mittelfristig ohnehin ihrer eigenen Seite. (Es sei denn, die Inhalte sind derart “unique” und attraktiv, dass sabberende Surfer so ziemlich jede Browser-Vergewaltigung über sich ergehen lassen müssen wollen. Aber da nähern wir uns bereits Triple-X und Torrent-Gefilden, und das wär ein Posting für sich.)</p>
<h2 id="toc-der-offline-spammer">Der Offline-Spammer</h2>
<p>Als “Spam” bezeichnen wir unverlangt zugestellte Mails — eine Praxis, die im analogen Pendant zur E-Mail-Box schon lange gang und gäbe ist. Doch während sich die unerwünscht Papierflut im Postkasten mittels “nur persönlich adressierte Sendungen” abstellen lässt, bleibt speziell den Nutzern recht alter E-Mail-Adressen nur ein möglichst guter Spamfilter.</p>
<p>In der analogen Welt sollten, zumindest in der Theorie, ein Sticker, der nicht persönlich adressierte Sendungen entschieden zurück weist, ausreichen. Die meisten Zettelverteiler halten sich auch dran — nicht so ein Gewichts-Verlust-Experte, den ich via außen am Briefkasten angehefteten Zettel kennen lernen durfte: </p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/08/speckweg.jpg" alt="speckweg Hilfe, die Online Werbung hat mir ins Ohr gespuckt!" title="Speckweg" width="600" height="915" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Ja, das erweckt Vertrauen — vor allem das wunderbare Passfoto aus den späten 50ern! Ich werd gleich mal anrufen, aber vorher muss ich mir noch das günstige Viagra aus Armenien bestellen, einem reichen nigerianischen Erben dabei helfen, seine Goldbarren nach Nicaragua zu schaffen und für die nette Russin, die mir immer E-Mails schickt, ein Flugticket buchen!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Kleiderbauer-Blogger-Klage: Social Media Krisen-PR zum Mitlernen</title>
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		<pubDate>Thu, 05 Aug 2010 18:22:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Kleiderbauer, here come the horns: warum man Blogger im Jahr 2010 besser nicht mehr verklagen sollte.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich persönlich kaufe nicht bei Kleiderbauer ein. Keine Ahnung, ob mir die Klamotten dort gefallen würden, aber eines weiß ich ganz sicher: in den letzten 100 Jahren hat die Textilindustrie unglaubliche Fortschritte bei der Herstellung von Kunstpelz gemacht. Und ich habe auch rein gar nichts gegen die sinnvolle Nutzung von Tierpelzen. Auf meinem Schreibtischsessel liegt ein Lammfell, das ich von einem befreundeten Bio-Züchter gekauft habe, aber: Pelztierzucht muss wirklich nicht sein, Händler, die diese widerwärtige Art der Pelzproduktion durch Einlistung ins Sortiment unterstützen, will ich nicht unterstützen.</p>
<p>Aber weil’s in diesem Beitrag — zumindest indirekt — schon wieder mal um Martin Balluch geht, muss ich an dieser Stelle auch festhalten, dass ich “Tierschutzaktionen”, die in illegalen Aktionen münden, vehement ablehne. Der “radikale Tierschützer” bzw. seine Organisation wurden bekanntlich nach dem sogenannten “Mafiaparagraphen” angeklagt, die Staatsanwaltschaft unterstellte die Gründung einer kriminellen Organisation. Dies sorgte für ausgiebigen Medienrummel, den auch die Grünen für sich auszuschlachten suchten, indem sie Baluch auf ihre Kandidatenliste für die NR-Wahlen setzen. Soviel zur Vorgeschichte, deren Opfer kürzlich ein <a href="http://diewahrheit.at/" class="liexternal">videobloggender Kollege</a> wurde: Er publizierte auf seinem Blog ein Interview mit einem der Anwälte der “Tierschützer”, in dem dieser vermutlich unrichtige Aussagen über die Firma Kleiderbauer tätigte. Diese kontert mit einem Anwaltsbrief, was weiter passiert, hat <a href="http://www.baeck.at/blog/2010/08/04/schaem-dich-kleiderbauer/" class="liexternal">Gerald</a> sehr treffend zusammengefasst:<span id="more-19161"></span></p>
<blockquote><p>Leider gibt der Blogger der anwaltlichen Einschüchterung durch Kleiderbauer nach, geht einen Vergleich ein und sitzt jetzt auf seinen Anwaltskosten und 5.000 Euro Entschädigung, die er an Kleiderbauer bzw. deren Anwälte zahlen muss. Meiner Meinung nach hätte man vorher schon an die Öffentlichkeit gehen und das Vorgehen Kleiderbauers enthüllen müssen, jetzt ist das leider zu spät. Jetzt ruft Jörg Wipplinger, so heißt der Blogger, zu spenden auf, was letztlich hieße, Geld an Kleiderbauer zu überweisen.</p></blockquote>
<p>Achtung: im <a href="http://diewahrheit.at/video/blogger-in-not" class="liexternal">Spendenaufruf</a> kommen extrem süße kleine Hunde vor. Sagen Sie nachher bloß nicht, ich hätte Sie nicht gewarnt, wenn Sie sofort Ihre Paypal-Adresse zücken:</p>
<div align="center" style="margin-bottom:15px;"><embed type="application/x-shockwave-flash" src="http://diewahrheit.at/wp-content/mediaplayer-viral/player-licensed.swf" width="580" height="330" style="undefined" id="ply" name="ply" bgcolor="#FFFFFF" quality="high" allowfullscreen="true" allownetworking="all" allowscriptaccess="always" flashvars="file=http://diewahrheit.at/wp-content/videos/spendenaufruf.flv&amp;width=580&amp;height=330&amp;autostart=false&amp;repeat=list&amp;linkfromdisplay=true&amp;linktarget=_self&amp;javascriptid=delfivideo&amp;enablejs=true&amp;shownavigation=true&amp;allownetworking=true&amp;plugins=adtonomy,drelated&amp;adtonomy.config=http://diewahrheit.at/wp-content/mediaplayer-viral/config.xml&amp;drelated.dxmlpath=http://diewahrheit.at/wp-content/mediaplayer-viral/drelated/relatedclips.xml&amp;drelated.dposition=bottom&amp;drelated.dskin=http://diewahrheit.at/wp-content/mediaplayer-viral/drelated/skins/grayskin.swf&amp;drelated.dtarget=_self&amp;stretching=uniform"></embed></div>
<p>Bleibt also die Frage, was man nun noch tun kann — auch da hat Gerald ein paar gute Vorschläge:</p>
<blockquote><p>Nachdem die Sache juristisch gelaufen ist, hilft es nur noch, die Praktiken von Kleiderbauer weiter zu verbreiten, seinen Nachbarn zu erzählen, auf Facebook posten, twittern, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/bloggen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bloggen">bloggen</a> und vielleicht sogar der Krone einen Leserbrief schreiben. Vielleicht kommt man dort ja noch zu Besinnung, wenn der öffentliche Druck etwas stärker wird.</p></blockquote>
<h2 id="toc-lernen-wir-doch-was-daraus">Lernen wir doch was daraus!</h2>
<p>Wenn ich Social Media Workshops halte, sind Best Practices und Beispiele aus der jeweiligen Branche immer sehr gefragt. Die KBBK (“Kleiderbauer-Blogger-Klage”) stellt eine mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sicherheit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sicherheit">Sicherheit</a> nicht willkommene, aber doch sehr lehrreiche Blaupause für die riskanteste aller Eskalationsstrategien dar, ein How-not-to aus dem noch zu verfassenden Lehrbuch.</p>
<p>Was sagen die Klage und der anschließende Vergleich über Kleiderbauers Online-Strategie eigentlich aus? Als Außenstehender ist es natürlich unmöglich zu beurteilen, ob die Initiative von der Rechtsabteilung ausging, oder ob so etwas wie eine “Risikofolgenabschätzung” und eine Abstimmung mit der Marketing/PR-Abteilung geschah. Dass Abmahnungen und Klagen gegen Blogger sehr schnell sehr weite Kreise ziehen können, haben Beispiele aus Deutschland schon vor Jahren gezeigt — und Google vergisst zwar, aber wenig und langsam. Wenn im Jahr 2010 ein Unternehmen rechtliche Schritte gegen einen Blogger einleitet, dann muss es auf jeden Fall mit einem “Shitstorm” mittlerer Ausprägung rechnen. Unabhängig von der Berechtigung solcher Klagen kommt hier ein nicht zu unterschätzendes Brainscript zum Tragen:</p>
<h3 id="toc-david-gegen-goliath">David gegen Goliath</h3>
<p>Dass 99% aller Blogger, wenn sie denn Ferraris fahren, diese nicht durch ihre Werbeeinkünfte finanzieren, hat sich mittlerweile ausreichend herumgesprochen. Und wie Jörg es im Video so treffend formuliert: eine Links– ist keine Rechtsabteilung. Da steht auf der einen Seite der “Moloch” Unternehmen mit seinem viele Spezialisten, seinen endlos scheinenden Anwaltsressourcen, und auf der anderen Seite der kleine, hilflose Blogger: er muss sich sehr genau überlegen, ob er es denn überhaupt riskieren sollte, einen Anwalt einzuschalten, um die zu erwartenden Kosten nicht zusätzlich explodieren zu lassen.</p>
<p>Ich will mit dieser überspitzten Darstellung sagen: hier herrscht ein Ungleichgewicht, das a priori erst mal jedem Unternehmen sehr schlechte Karten in die Hand gibt, und zwar völlig unabhängig von der möglichen Berechtigung einer Klage. Und deshalb behaupte ich: letztendlich steigt, so unangenehm und schwierig die Bezahlung der geforderten Summe für den einzelnen Blogger auch sein mag, immer das Unternehmen als Verlierer aus dem Ring dieser kommunikativen Krise. Denn innerhalb weniger Tagen greifen Gerald, ich und viele weitere bloggende Kollegen die Geschichte auf, wir verlinken uns gegenseitig und im Nu hat Kleiderbauer einen langfristigen, negativen Medienwert “eingekauft”, der am freien Markt weit mehr kostet als ein paar Anwaltsstunden.</p>
<h3 id="toc-was-kann-man-besser-machen">Was kann man besser machen?</h3>
<p>Die individuelle Situation verklagter Blogger ist in der Regel eine sehr schwierige. Diese konkreten Fälle könnten durch verschiedene Maßnahmen abgefedert werden: so wäre einerseits eine Blogger-spezifische Rechtsschutzversicherung ebenso denkbar wie ein Verein, welcher der Finanzierung eines Rechtsbeistands dient. Ich möchte allerdings im abschließenden Teil dieses Artikels über die andere Seite schreiben: wie können Unternehmen derartige Situationen vermeiden, was hätte Kleiderbauer anders machen können?</p>
<p>Ein Unternehmen könnte auf die Idee kommen, die unliebsamen Informationen einfach zu ignorieren und zu hoffen, dass sie irgendwann wieder verschwinden — zweifellos keine befriedigende Lösung. Verfrüht zum Anwaltsbrief zu greifen kann aber noch kontraproduktiver als Untätigkeit sein. Wie überall im Web 2.0 lautet das Zauberwort auch hier Dialog: wer erst mal freundlich, aber bestimmt anfragt und den Betreiber des jeweiligen Blogs darauf hinweist, dass nach Unternehmensmeinung ein rechtliches Problem mit einem Beitrag besteht, wird in den meisten Fällen auf offene Ohren stoßen. Wie aus dem oben Geschriebenen hervorgeht, ist Bloggern selbst ja durchaus klar, dass sie auf juristischer Ebene mit hoher Wahrscheinlichkeit den (ausgesprochen teuren) Kürzeren ziehen. Sollte der Blogbetreiber keinerlei Gesprächsbereitschaft zeigen, bleibt als ultimativer Eskalationsweg ja immer noch der Weg über die Gerichte.</p>
<p>Ob man sich im Falle einer außergerichtlichen Einigung auf die Entfernung eines bestimmten Beitrags(teils) oder auf eine Gegendarstellung einigt, wird im Einzelfall zu entscheiden sein. Eine “friedfertige” Einigung kann, und darüber müssen sich Unternehmen mittlerweile klar sein, beiden Seiten jede Menge Ärger ersparen. Die meisten Blogs mögen im Vergleich zu hiesigen ÖWA-Plattformen tatsächlich Mikromedien sein  — die aber in Summe dennoch beträchtliche Reichweiten (und ungleich bessere Platzierungen im Google-Index) als alle Tageszeitungs-Artikel erreichen.</p>
<p>Noch ein Phänomen der Informationsgesellschaft zeigt die KBBK einmal mehr in aller Deutlichkeit auf: die Zyklen der technologischen Information haben die Zyklen der Gesetzgebung längst überholt. Mediengesetzgebung geht von Old Media aus, von Verlagshäusern und Rundfunkanstalten. Der medientechnologische Wandel der letzten Jahre hat in den juristischen Rahmenbedingungen keinerlei Niederschlag gefunden — und ich fürchte, das wird auch noch eine Weile so bleiben. (Vergessen wir nicht: weite Teile der österreichischen Verfassung stammen aus dem vorvorigen Jahrhundert.)</p>
<h3 id="toc-3-12-tipps-an-kleiderbauer">3 1/2 Tipps an Kleiderbauer</h3>
<p>Ein Wort zur Güte: ich bin nicht Ihr Social Media Berater, sonst hätten Sie Jörg Wipplinger hoffentlich nicht verklagt. Aber nehmen wir mal an, ich hätte die hypothetische Aufgabe, Schadensbegrenzung zu betreiben, dann würde ich Ihnen folgendes raten:</p>
<ul>
<li>Rufen Sie Jörg Wipplinger an. Bieten Sie ihm an, auf Ihre finanziellen Forderungen zu verzichten.</li>
<li>Schlagen Sie ihm stattdessen vor, ein gemeinsames Video aufzunehmen — lassen Sie jemanden aus Ihrer PR– oder Marketingabteilung vor der Kamera mit Jörg sprechen. Erklären Sie bei dieser Gelegenheit unbedingt, was Sie zur Klage bewogen hat und welche Aussagen des Tierschützer-Anwalts Ihrer Meinung nach falsch waren.</li>
<li>Sie haben jetzt jede Menge Aufmerksamkeit — und die wird in den nächsten Tagen noch stetig ansteigen. Nutzen Sie die Gelegenheit, eine positive Botschaft zu verbreiten, zeigen Sie, dass Ihr Unternehmen sein Tun und Lassen argumentieren kann, und dass Sie es nicht nötig haben, Ihre Kritiker mit juristischen Mitteln zu “bezwingen”.</li>
<li><small>Und wenn Sie mir persönlich einen Gefallen tun wollen: hören Sie bitte endlich auf, das Zuchtpelz-Zeugs zu verkaufen. Ich verspreche, dass ich dann auch mal zu Ihnen einkaufen komme.</small></li>
</ul>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		</item>
		<item>
		<title>Über FlattR und Co</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-07/ueber-flattr-und-co/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Jul 2010 22:35:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Warum es hier auf datenschmutz auch in Zukunft keine FlattR Button geben wird.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nix gegen Micropayments. Nix gegen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a>. Dass ich dieses Blog betreibe, um eine breite Palette persönlicher und geschäftlicher Vorteile daraus zu ziehen, habe ich von Beginn an gesagt, was mir vor einigen Jahren teils nicht gerade freundliche Kommentare eingebracht hat. Egal, datenschmutz hat sich als kombinierte Forschungs– und PR-Abteilung meines Ein-Personen-Unternehmens hervorragend bewährt. Aber <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/flattr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FlattR">FlattR</a>, “Spenden Sie für dieses Blog” und Co? Ey Manno. Fehlt bloß noch, dass Corporate Blogs nachziehen… Wie schon ein altes amerikanisches Sprichwort sagt: <em>Die eigenen Blogleser um finanzielle Unterstützung zu bitten ist das gleiche, als würde man vom Kellner im Steakhouse nach dem Essen Trinkgeld verlangen.</em><span id="more-14984"></span></p>
<p>Leser sind der wichtigste Teil eines Blogs. Jeder noch so motivierte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogger">Blogger</a> gibt nach genügend langer Zeit ohne Feedback und ohne Kommentare auf, oder anders gesagt: ich fühle mich durch Ihre hochgeschätzte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a> mehr als ausreichend “bezahlt” und plane auch in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> nicht, die kostbaren Minuten, die sie meinem Blog widmen, mit einem Schnorr-Button gering zu schätzen. Das musste mal gesagt werden, auch ganz ohne <a href="http://www.titanic-magazin.de/rss.3756" class="liexternal">Satire</a>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/backlink/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Backlink">Backlink</a> freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Welche Zukunft hat das Buch?</title>
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		<pubDate>Thu, 15 Apr 2010 12:14:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Hartmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer hat Angst vorm Netz? Frank Hartmann beschreibt in seinem Gastbeitrag, was an der Debatte über die Frage, ob "das Buch" eine Zukunft hat, schief läuft, und die elitäre Missachtung der Netzkultur fortführt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="font-family:Times,Roman;font-size:18px;background-color:#ddddd9;padding:3px;">Wer hat Angst vorm Netz? Was an der Debatte über die Frage, ob “das Buch” eine Zukunft hat, schief läuft, und die elitäre Missachtung der Netzkultur fortführt.</div>
<p><em>Anm. von Ritchie: Der folgende Gastbeitrag von Frank Hartmann, Professor an der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/bauhaus-universitaet-weimar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with bauhaus universität weimar">Bauhaus Universität Weimar</a>, unterstellt aktuellen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/debatten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with debatten">Debatten</a> zur Medienkonkurrenz einen systematisch verzerrten Blickwinkel. Er entstand als Vortrag zu den <a href="http://www.rauriser-literaturtage.at/" class="liexternal">40. Rauriser Literaturtagen</a> und wurde in <a href="http://volltext.net/" class="liexternal">Volltextt</a> 1/2010 abgedruckt. Ich freue mich sehr über diese Gastpublikation und freue mich angesichts der aktuellen Flut kulturpessimistischer Publikationen (Lanier, Schirrmacher u.a.) auf eine rege <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussion">Diskussion</a>!</em></p>
<hr />Der Beitrag ist für eBook-Besitzer und Papierleser auch als PDF verfügbar:<br />
<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/04/frank-hartmann-buchzukunft.pdf" class="lipdf"><strong>Frank Hartmann: Wer hat Angst vorm Netz?</strong><strong></strong></a> <small>PDF, 150kB</small><br />
<hr />
<p>Die Rauriser Literaturtage sind nun also 40 Jahre alt, und es ist nur mäßig originell zu fragen, was in weiteren vier Jahrzehnten sein wird: ob es dann noch Bücher und Bibliotheken gibt. Es ist so ein Problem mit Prognosen – die Wahrscheinlichkeit, sich mit ihnen zu blamieren, ist auch schon das einzige, was an ihnen sicher ist. Aber es gibt Möglichkeiten, die Frage anders zu stellen. Zum Beispiel so: werden im Jahr 2050 Apple, Amazon und Google die Verlage abgeschafft haben? Werden dank neuer Medientechnologien dann vielleicht die Autoren den Hauptteil an ihrem Werk verdienen, und nicht ihre Verleger und die Buchhändler? Und was ist überhaupt noch ein Buch, angesichts neuer multimedialer Narrative? Was wäre die Bibliothek der Zukunft?<span id="more-4186"></span></p>
<p>Das sind Fragen, die an den Grundfesten der westlichen Kultur rühren. Kultur aber ist kein Wert ohne Kontext, sie hängt immer auch von den Medien ab, Kultur bedeutet immer auch Kulturtechnik. In den letzten vier Jahrzehnten hat sich genau das verändert, und zwar ebenso radikal wie unvorhersehbar: als Medium des Erzählens erwuchs dem Buch die mächtige Konkurrenz Fernsehen, und der Bibliothek als Medium des Wissens die übermächtige Konkurrenz des Internets.</p>
<p>Um den Kulturwandel begreiflich zu machen, der dieser Medienrevolution zugrunde liegt, gilt es historisch ein wenig auszuholen. Die neuen Technologien sind schließlich kein Virus aus dem All, der unvermittelt auf diese Erde fällt und sich hier rücksichtslos ausbreitet. Auch wirkt das Internet nicht kausal auf unsere Kultur, sondern diese Technologie reagiert auf einen Bedarf, der sich von langer Hand entwickelt hat und vor dem die Drucktechnik, und mit ihr Bücher und Bibliotheken, sich in vielen Belangen als dysfunktional erwiesen haben. Medienentwicklungen sind ebenso Ausdruck und nicht allein Folge eines kulturellen Erfahrungswandels.</p>
<p>Bereits gegen Ende des 17. Jahrhundert klagte ein berühmter Zeitgenosse, dass die Menge alles Gedruckten nicht mehr zu bewältigen sei: “Die schreckenerregende Vielzahl von Büchern, die ständig zunimmt”, stürzte den Gelehrten in “unheilvolle Verzweiflung”. Bei der anschwellenden Zahl der Dispute und den vielen Untersuchungen ohne nennenswerten Nutzen drohe heilloses Chaos und Rückfall in die Barbarei. Diese Klage brachte Gottfried Wilhelm Leibniz vor, Philosoph und Bibliothekar in Hannover und Wolfenbüttel.</p>
<p>Leibniz glaubte daran, dass die Zukunft der Gelehrsamkeit nicht im Lesen und Schreiben liegt, sondern in der Berechenbarkeit von Problemen – genau das bestimmt heute unsere Lage, wenn man es genau nimmt. Zugleich aber schlug er ein neues Orientierungssystem vor, eine “Kunst des Auffindens”, die durch Exzerpieren von Büchern und durch Kategorisieren von Wissensbereichen erreicht werden soll, denn Information braucht Dokumentation und zu diesem Zwecke das, was informationstechnisch als “Metadaten” bezeichnet wird, also bestimmte Zusatzinformationen. Tatsächlich tauchte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts ein entsprechend neues Medienformat auf: es war die Zeit der Wörterbücher und Dictionnaires, der Lexika und Enzyklopädien. </p>
<p>Als dann im 19. Jahrhundert mit der Schnelldruckpresse, dem Holzschliffpapier und der Linotype-Setzmaschine das Druckwesen industrialisiert wurde, schwoll die Masse an Publikationen exponentiell an. Abermals kam es zu Vorschlägen der Neuorganisation von Dokumentation und Wissensorganisation – am eindrücklichsten vorgebracht vom heute vergessenen belgischen Privatgelehrten Paul Otlet, der auf Mikrofilmtechnik setzte und auf Telekommunikation, womit sich die Bibliothek auflöse in Richtung einer weltweiten Datenbank und das Buch in Richtung vernetzter Wissensbestände. Otlet sprach bereits von einer technikgestützten “Hyper-Intelligenz”.</p>
<p>Jahrzehnte vor dem Internet war also klar, dass das Buch nicht das Leitmedium für die Wissensgesellschaft bleiben kann, und die Bibliothek in ihrer Funktion der Verwaltung von Wissensbeständen beschränkt ist. Ohne diesen kulturell lang angekündigten Bedarf an neuen medialen Formen hätte sich das Internet niemals allgemein durchsetzen können. Es wäre geblieben, wofür es am Anfang geplant war – eine Anwendung für Expertensysteme.<br />
Bücher sind nicht nur für die, die sie geschrieben haben, immer noch Mittel sozialen Distinktionsgewinns. In der Moderne wurden Bücher und Bibliotheken zu Insignien des Bürgertums. Das gediegene Buchregal gehört unmittelbar zur bürgerlichen Existenz und in den Bibliotheksbauten manifestiert sich neben den Kathedralen des Klerus und den Palästen des Adels das neue bürgerliche Selbstbewusstsein. Zudem errichtete die Aufklärung ein ganz eigenes Wissensideal, das Ideal einer Lesbarkeit der Welt.  Hans Blumenberg hat mit dieser Metapher die Tatsache umschrieben, dass das Paradigma der Verschriftung menschlicher Erfahrungen – sei es in den Monographien von Gelehrten, sei es in den Berichten von Reisenden und in den Protokollen von Bürokraten – den Eigensinn einer Epoche prägte, der durch Einblicke, wie sie wissenschaftliche Instrumente und entsprechende Experimente ermöglichten, radikal herausgefordert wurde. </p>
<p>Dass die Wissenschaft damit begonnen hat, im sogenannten Buch der Natur andere  Ausdrucksmodalitäten zu entziffern als die der alphanumerischen Form, ist eine Seite der Medaille. Auf der anderen wird erkennbar, dass das Ideal der Lesbarkeit durch eine neue Bildlichkeit angekratzt wurde. Genauer gesagt wurde sie durch neue Aufzeichnungsmedien erschüttert, durch die analoge Medientechnik der Fotografie und der Phonographie. Von der direkten Art, mit der jenseits des umständlichen Buchstabenlesens bereits eine Daguerreotypie die Wahrnehmung anzusprechen vermag, berichtete aus Paris der erstaunte Alexander von Humboldt 1839 an den preußischen König: die Unmittelbarkeit, mit der sie die menschliche Einbildungskraft anspricht, faszinierte ihn besonders.</p>
<p>Eben davor hatte die deutsche Aufklärung immer Angst gehabt, wie ein Blick in Kants Kritik der Urteilskraft belegt, die für das alttestamentarische Bilderverbot plädiert. Bilder verwende, wer die Einbildungskraft der Menschen einschränken und manipulieren will; für die Aufklärung bleibt nur die Via negativa des abstrakten Buchstabenlesens. Diese Haltung verkennt natürlich das menschliche Bedürfnis nach Unterhaltung und Entspannung. Aber je komplexer codiert eine Botschaft ist, desto anstrengender wird jene Gratifikation zu erreichen sein, die der Konsum kultureller Güter verspricht. Aus diesem Grund besteht ein sozialer Distinktionsmechanismus, nach dem höher prämiert wird, was abstrakter codiert ist, beispielsweise eben Texte gegenüber Bildern.</p>
<p>Nun ist das Buch nicht allein Träger von Wissen, es dient im fiktiven Umgang mit Wirklichkeit ebenso der Erbauung und Unterhaltung. Das war nicht immer so, denn der moderne Roman entstand erst etwa im 17. Jahrhundert. Derzeit entstehen nicht nur neue Distributionsformen für Inhalte, sondern auch neue Narrative. Sie entsprechen einem alten Wunsch – auch der Literaten, erinnert sei an Hugo von Hofmannsthals Chandos-Brief – nach einer neuen Sprache oder einem Medium, das “unmittelbarer, glühender ist als Worte”. Und dies nicht zufällig zu einer Zeit, da die Moderne neue künstlerische und technische Ausdrucksmodalitäten entwickelte, wie die Kinematographie. Das bewegte Bild wird zum der größten Konkurrenten des erzählenden Wortes. Die Sichtbarmachung von Vorstellungen als direkte Visualisierung – das ist jener phänomenale Schritt, den das Kino über die Literatur hinaus macht. Es wird nicht der letzt gewesen sein.</p>
<p>Grundsätzlich, so sieht es einer der angesehensten Schriftsteller der Gegenwart, kann das Buch nicht mit dem Computer konkurrieren, wie schon zuvor nicht mit Kino und Fernsehen. Natürlich verschwindet das Buch in dieser Medienkonkurrenz nicht ganz, aber es ändert seine Form wie auch seine Funktion. Ist ein E-Book noch ein Buch? Gegenfrage: sind die geleimten Papierstapel der Handelsketten tatsächlich noch Bücher?</p>
<p>Gefragt, ob man in 25 Jahren noch Bücher lesen werde, antwortete Philip Roth, dass es diese kulturelle Praktik dann wohl nur noch als “Kult” geben werde, so wie es heute noch Anhänger lateinischer Dichtung gibt. </p>
<blockquote><p>The book can’t compete with the screen – and the Kindle won’t change that. […] I think always people will be reading them but it will be a small group of people. Maybe more people than now read Latin poetry, but somewhere in that range. – Philip Roth, Interview (<a href="thedailybeast.com" class="liinternal">thedailybeast.com</a>, Okt. 2009)</p></blockquote>
<p>Ein Narrativ, das ein hohes Maß an Konzentration und Aufmerksamkeit verlangt, verliert für ein großes Publikum zusehends an Attraktivität. Zwei Motive prägen die Überwindung der Gutenberg-Galaxis: zum einen der unermesslich gesteigerte Mehrwert der Bilder, seit ihre beschleunigte technische Reproduzierbarkeit sie die Unmittelbarkeit der Sprache einholen ließ. Zum anderen die Verlagerung der menschlichen Sinnesorganisation von der Visualität des Lesens und Schreibens hin zur Taktilität, wie McLuhan es nannte, zu jener posttypografischen Medienkultur eben, die mit Radio und Fernsehen begonnen hat.</p>
<p>Zur “posttypographischen” Kultur (Michael Giesecke) gehört ein Motiv, das sich in der westlichen Kultur nicht erst mit dem Internet bemerkbar macht: die Erosion der bürgerlichen Ideologie des Individuums. Das Bürgertum privilegierte zudem eine mit Produktion und Verteilung von Druckwerken befasste Elite, die neue Klasse der Literaten.  Es schuf mit der kulturellen Prämierung der Lektüre von Druckwerken zudem die ideale kulturtechnische Entsprechung zur relativ neuen Vorstellung von intimer Individualität, die von der Massenkommunikation im 20. Jahrhundert in Frage gestellt wird.</p>
<p>Schon die Nationalsozialisten übernahmen mit ihrer Forcierung von Radio und Fernsehen jenen zutiefst antibürgerlichen Impuls, der den modernen Formen von Propaganda (nach Edward Bernays) zugrundeliegt. Demnach ist eine Massenbeeinflussung vor allem dann möglich, wenn die Rezeption von Inhalten nicht individuell erfolgt, sondern in der Gruppe. Denn das Massenpublikum verhält sich nicht reflexiv, wie der einzelne Leser, sondern reaktiv, und da ist es leichter, die Mechanismen zur Übernahme  gewünschter Interpretationen zu forcieren.<br />
In der sich nun formierenden Netzkultur (und wie viel Veränderung wurde manifest, in gerade einmal zwei Jahrzehnten!) werden Tugenden des bürgerlichen Individuums immer weniger prämiert, verbunden mit einer tendenziellen Abwertung traditioneller publizistischer Formen der Printmedienkultur. Dieses Ende der Privatheit kennt viele Formen. Schon die Erfolgsgeschichte der Massenmedien und jetzt die der Social Networks weist auf eine tiefgreifende Veränderung der kulturellen Codes. Es ist kein Zufall, dass nach der Epoche bürgerlicher Individualisierung, in der das Bücherlesen zum Habitus sozialer Distinktion geriet, Wirklichkeit immer weniger durch den gebildeten Intellekt und immer stärker durch Medien synthetisiert wird: “Was wir über unsere Gesellschaft, ja über die Welt, in der wir leben, wissen, wissen wir durch die Massenmedien.” (Niklas Luhmann)<br />
Das definitive Ende des Buches und der Literatur wird das wahrscheinlich nicht sein, aber deren Funktionswandel. Das Buch stand einst für die Gleichzeitigkeit der Verfügbarkeit von Wissen. Es schuf die Gelehrtenrepublik, als den gemeinsamen Raum vorhandener Informationen zu einen Thema oder Forschungsgegenstand. Diese Organisationsgrundlage des Wissens bildete eine wesentliche Bedingung der Möglichkeit wissenschaftlichen Fortschritts. </p>
<p>Die Computernetze – das war gerade auch vor 40 Jahren nicht nur ArpaNet in den Vereinigten Staaten, sondern auch Cyclades in Frankreich und andere europäischen Datennetze – sollten den medientechnischen Stand der Dinge bald neu definieren, obwohl keiner der Entwickler auch nur im Traum daran gedacht hatte, damit eine neue kulturelle Ausdrucksmodalität zu schaffen. Zuerst löst Programmieren das Schreiben ab, nimmt ihm die Exklusivität des Weltentwurfs. Aber nachdem die technische Komplexität der vernetzten Computer hinter der grafischen Oberfläche des Web verschwunden ist und niemand mehr programmieren können muss, um Präsenz im Netz zu schaffen, sieht diese Sache bekanntlich ganz anders aus. Widerstand gegen die “Diktatur des schönen Scheins” (Neal Stephenson) und die angebliche Entmündigung der Computernutzer blieb zwar nicht aus, erwies sich letztlich aber als zwecklos. Die Kulturtechnik des WIMP (Windows, Menues, Icons, Pointing) setzt sich langsam aber sicher gegen die des Buchstabierens durch.  Und mit zunehmendem Anteil wird das, was wir über die Welt, in der wir leben, wissen, durch Google und Wikipedia vermittelt. Dass die Demokratisierung des Wissens durch Oberflächlichkeit erzeugt wird, erzeugt noch keine “Unbildung”, wie die Unkenrufe aus der “Generation Adorno” nahelegen. </p>
<p>Die Technologie der Netzwerke ist dabei, den Stand der Dinge neu zu verhandeln und die Kultur der Gatekeeper (Verleger, Redakteure, Zeitungsherausgeber) durch eine Kultur der Teilhabe zu ersetzen. Was tut sich nun konkret: ist Literatur im Netz einfach Literatur geblieben, nur eben an anderen Orten auf anderen Datenspeichern als eben in Büchern, die in Bibliotheken stehen? Nein, zumindest tendenziell ist sie das nicht mehr. Den Hinweis auf Weblogs wollen wir uns schenken, er ist ebenso billig wie das, was die meisten “Blogs” inhaltlich produzieren. Wichtig an ihnen ist eigentlich nur die technische Form, die radikale Öffnung des Rückkanals und das Prinzip der Präsentierung. Aus der Logik der Datenbanken und der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/online/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with online">Online</a>–Verfügbarkeit tendenziell sämtlicher Inhalte des kulturellen Archivs folgt, dass das Konzept der Kommunikation sich grundsätzlich ändert zugunsten dieser ungeheuren Präsentierungsleistung der Medientechnik.</p>
<p>Nun kann, wer will, innerhalb weniger Minuten ohne jegliches eigenes Produktionsmittel (Internet-Zugang vorausgesetzt) schriftlich oder in multimedialer Form publizieren und damit ein lokales, nationales und potenziell sogar weltweites Publikum adressieren. Es entstehen neue Formen nicht nur des Publizierens jenseits des Buches, sondern auch jenseits der herkömmlichen Formen des Schreibens, das sich technisch anders organisiert. Eigentlich ist ja schon jede lokale oder nationale Literaturszene eine Art kollaborative Plattform, auf der Texte entstehen, die auf andere Texte antworten: Thomas Galvinic hat den kalten Klotz des Erfolgs von Daniel Kehlmann zu verdauen und kennt keinen Genierer, sein Elaborat dazu (“Das bin doch ich”) einen Roman zu nennen. Frau Hegemann verwurstet “Strobo”, den Text eines unbekannten Techno-Bloggers, und findet nichts dabei, doch: sie hat sogar noch recht damit, denn Literatur bestand immer schon darin, andere Aussagen, andere Texte zu verarbeiten und zu interpretieren.</p>
<p>Dieser Aspekt bedürfte ausführlicherer Diskussion, hier nur soviel: ohne all die bestehende Literatur wäre der einzelne Literat gar nichts. Und natürlich auch nicht ohne sein Publikum. Schriftsteller sind einigermaßen pathetische Figuren. Sie werden nicht gleich alle, wie derzeit der Bestsellerautor Frank Schätzing, mit einer Multimedia-Show durch die Lande ziehen müssen. Sie werden sich aber mit den neuen medialen Formen auseinandersetzen müssen, die nicht allein die Publikations-, sondern diese Kommunikationsverhältnisse auf neue Art und Weise interpretieren: sie verzichten auf das Medium Buch (und auf seinen Verleger) als “Mittler”. </p>
<p>Eine neue Generation von Autoren publiziert ihre Texte selbst längst online. Natürlich wird es eine ganze Weile noch so sein, dass die besten Produkte aus dem Netz in die Wertschöpfungskette der Verlagsindustrie eingehen werden. Aber deren viel beschworene Qualitätskontrolle findet längst schon anderswo statt: im Vorfeld jener Leserinnen und Leser, die in Blogs von Autoren Kommentare hinterlassen und in dieser oder jener Form an deren Geschichten mitschreiben. Oder gleich selbst zu Autoren werden – Web-Plattformen dazu gibt es zuhauf. Man wird als Autor von Online-Verlagen auf allen Ebenen abgeholt: “from inspiration to distribution: connect, write, publish, sell” (so die Werbung von fastpencil.com). </p>
<p>Wenn nun neben den kleinen Start-ups für Autoren Giganten wie etwa Amazon einen Verlagsservice für Autoren anbietet, muss man sich wirklich fragen, was hier die Publikationskultur betreffend im Gange ist. Irgendwann wird vielleicht noch der rückständigste Autor erkennen, dass mit all dem Geschwätz vom “geistigen Eigentum” er oder sie gemeint ist, und nicht sein Verleger und sein Buchhändler. Er wird sich dann wahrscheinlich jenen Agenten zuwenden, die ihm 60 bis 70 Prozent des Verkaufspreises ausbezahlen, und nicht wie derzeit üblich 6 bis 10  Prozent, weil Produktions– und Distributionskosten im traditionellen Verlagsbusiness derart zu Buche schlagen.</p>
<p>Auch wenn dann, wenn der Verkaufspreis weit niedriger sein wird, weil der Text als Produkt eine neue, elektronische Präsentationsform annimmt – den Verlegern, den Druckern und den Buchhändlern sollten die Autoren keine allzu dicken Tränen nachweinen. Immer seltener nämlich erfüllen sie ihre Funktion der Qualitätskontrolle, nachdem sie in den vergangenen Jahrzehnten gelernt haben, wie sich auch ganz ohne Marketing und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/verkauf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Verkauf">Verkauf</a> von Druckkostenzuschüssen und anderen Förderungen gut leben lässt. In vielerlei Hinsicht ist das Buch nurmehr <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/business/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Business">Business</a>, mit vielen unsichtbaren Stützen, das von einer unheimlichen Betriebsamkeit aufrechterhalten wird.</p>
<p>Das Buch ist zum Fetisch einer Kultur geworden, die ihre Ideale in dieser medialen Form materialisiert sah. Texte, die sich in Buchform niederschlugen, können nun auch als E-Book weiter existieren. Doch darum geht es weniger. Nach einer anfänglichen Euphorie hinsichtlich der Möglichkeiten von Hypertext als neuer literarischer Form lässt sich erkennen, dass es nicht die Faszination für technische Möglichkeiten an sich ist, die die Veränderung bringt. Die neue digitale Kultur hat ihre eigene Gesetzlichkeit, zu der vor allem ein Umstand zählt: die Netzkultur ist weniger hierarchisch und stärker relational bestimmt, was eine Ästhetik der Verteilung mit sich bringt, deren Form noch längst nicht feststeht – kleine Phänomene, die morgen vielleicht schon vorbei sein werden (man denke an Dienste wie Twitter) bestimmen sie, durch die Akzeptanz und den Gebrauch, den die Masse davon macht.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Vektoriell präsentieren: Prezi Desktop 3.0 bringt neue Features</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-04/vektoriell-praesentieren-prezi-desktop-3-0-bringt-neue-features/</link>
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		<pubDate>Mon, 12 Apr 2010 14:26:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Prezi bringt in der Version 3.0 zahlreiche neue Features mit: nach der Konvertierung ins PDF-Format können die Vektor-Präsentation ab sofort auch ausgedruckt werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/powerpoint/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Powerpoint">Powerpoint</a> ist wie ein Schwert: man kann es fürs Gute oder fürs Böse einsetzen. Zugegeben: der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vergleich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vergleich">Vergleich</a> hinkt… vermutlich kann man mit einem Schwert nicht viel Gutes anstellen, mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/powerpoint/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Powerpoint">Powerpoint</a> aber auch nicht. Doch während ersteres eine physisch tödliche Waffe darstellt, sollen, so will es die Legende, besonders untalentierte Vortragende ihr Publikum schon mal zu Tode gelangweilt haben.</p>
<p>Genau deshalb lieben Geeks <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/prezi/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Prezi">Prezi</a>: die Browser-basierte Präsentations-Software eines ungarischen Start-Ups wird die Folien-Metapher über Bord und setzt auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vektorgrafik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vektorgrafik">Vektorgrafik</a>. Das Resultat sind fließend animiert und visuell überzeugende Präsentationen, die sich dank des durchdachten Editors im Nu zusammenklicken lassen. Letzte Woche präsentierte das Team die Version 3.0, die einige interessante neue Features wie Copy-Paste und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pdf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with PDF">PDF</a>–Konvertierung mitbringt.<span id="more-4183"></span></p>
<p>Eine grundlegende Übersicht über Funktionsweise und Optik von Prezi bietet folgendes Video:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-04/vektoriell-praesentieren-prezi-desktop-3-0-bringt-neue-features/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Alle Details zur neue Version erklärt dieser <a href="http://blog.prezi.com/2010/04/06/prezi-desktop-3-save-to-a-native-file-format-export-to-pdf-and-print/" class="liexternal">Blogbeitrag</a>. Wichtigste Neuerung ist ein eigenes Dateiformat namens *.pez, das die Konvertierung in PDFs und damit auch den Ausdruck der Präsentation ermöglicht:</p>
<blockquote><p>To print a prezi, you need to convert it to .pdf format first, then print the .pdf file. One path step in your prezi converts to one page in your .pdf document. You can find the ‘Print’ option on the upper right corner of your screen near the ‘Save’ button and also in your window menu bar under ‘File’.</p></blockquote>
<p>Ebenfalls neu an Bord sind die sogenannten “Hidden Frames”: bei Prezi ordnet man alle Elemente einer Präsentation (Text, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/bilder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bilder">Bilder</a>, Videos) auf einer Art virtuellem Schreibtisch an, gruppiert sie via “Frames” und fügt anschließend eine Pfad von Frame zu Frame ein, der die Grundlage für die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/animation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Animation">Animation</a> beim Abspielen darstellt. Bisher waren dieser Frames zugleich grafische Elemente, die “unsichtbaren” Gruppierungen erlauben noch mehr Flexibilität bei der Erstellung von Präsentationen. Die Animationen selbst wurden ebenfalls überarbeitet, Übergänge wirken jetzt noch fließender.</p>
<p>Wer den Free-Account nutzt, muss Prezi im Browser verwenden, Besitzer des kostenpflichtigen Pro Accounts erhalten zusätzlich einen Offline-Editor, mit dem sich Präsentationen auch ohne Netzzugang bearbeiten und natürlich abspielen lassen. Dieser Editor bekam ebenfalls ein lang erwartetes neues Feature spendiert und unterstützt jetzt Copy-Paste zwischen verschiedenen Prezis.</p>
<p>Selbstverständlich kann auch das allerbeste Werkzeug allein noch keine überzeugende Präsentation hervorzaubern. Aber ich habe in den letzten 2 Jahren hervorragende Erfahrungen mit Prezi gemacht: ich habe mir gleich im Anschluss ans Klagenfurter Barcamp 2008, wo das Prezi-Team ihr damals neu gelaunchtes Produkt präsentierte, eine Pro-Account gekauft und verwende Powerpoint seitdem überhaupt nicht mehr. Nach der kurzen Einarbeitungszeit geht das Erstellen von Prezis flott von der Hand, beim Powerpoint-müden Publikum sorgt die elegante Darstellung auf jeden Fall für einen Aufmerksamkeitsbonus — und Aufmerksamkeit ist immerhin die neue Netz-Währung. <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog1.gif' alt="frog1 Vektoriell präsentieren: Prezi Desktop 3.0 bringt neue Features" class='wp-smiley' title="Vektoriell präsentieren: Prezi Desktop 3.0 bringt neue Features" /> </p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Blogistan Panoptikum KW49 2009</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Dec 2009 22:33:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linzerschnitte und datenschmutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Es weihnachtet sehr - aber anstatt sich dem sonntäglichen Punsch- und Glühweinwahnsinn hinzugeben, haben Linzerschnitte und datenschmutz für Sie die blogosphärischen Ereignisse der letzten Woche festgehalten. Schnallen Sie sich, lehnen Sie sich zurück und lassen Sie 7 Tage Social Media Revue passieren!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jedes Jahr eine erneute Enttäuschung: kein Krampustreiben in Wien! Dafür bloß “überteuerter Glühwein auf überfüllten Weihnachtsmärkten” (=Klischeesatz der vorjährigen Wintersaison), ausbleibendes Schneetreiben und erbitterte Jagd auf originelle Geschenke. Möchten Sie dem ganzen Wahn entfliehen, dann lehnen Sie sich entspannt zurück: datenschmutz und <a href="http://www.linzerschnitte.at" class="liexternal">Linzerschnitte</a> blicken garantiert nicht auf den 24, sondern sieben Tage zurück — denn trotz der fallenden Außentemperaturen brodelt die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogosphaere/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogosphäre">Blogosphäre</a> wie eh und je.</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-12/blogistan-panoptikum-kw49-2009/#toc-die-perfekte-facebook-fanpage" class="liinternal">Die perfekte Facebook-Fanpage</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-12/blogistan-panoptikum-kw49-2009/#toc-sind-wir-nicht-alle-ein-bisschen-krank" class="liinternal">Sind wir nicht alle ein bisschen …krank?</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-12/blogistan-panoptikum-kw49-2009/#toc-mobile-internetnutzung-steigt-rasant" class="liinternal">Mobile Internetnutzung steigt rasant</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-12/blogistan-panoptikum-kw49-2009/#toc-bildbearbeitung-online-ein-picnik" class="liinternal">Bildbearbeitung online — ein Picnik!</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-12/blogistan-panoptikum-kw49-2009/#toc-obama-wei-was-du-einkaufst" class="liinternal">Obama weiß, was du einkaufst</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-12/blogistan-panoptikum-kw49-2009/#toc-social-media-no-joy-with-the-roi" class="liinternal">Social Media: No Joy with the ROI?</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-12/blogistan-panoptikum-kw49-2009/#toc-fickfreie-zone-die-top-suchworte" class="liinternal">Fickfreie Zone: die Top-Suchworte</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-12/blogistan-panoptikum-kw49-2009/#toc-noch-eine-topliste-rss-technologien" class="liinternal">Noch eine Topliste: RSS-Technologien</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-12/blogistan-panoptikum-kw49-2009/#toc-ritchies-video-der-woche" class="liinternal">Ritchies Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-12/blogistan-panoptikum-kw49-2009/#toc-judiths-video-der-woche" class="liinternal">Judiths Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-12/blogistan-panoptikum-kw49-2009/#toc-lesetipps-der-woche" class="liinternal">Lesetipps der Woche</a></li>
</ol>
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<h2 id="toc-die-perfekte-facebook-fanpage">Die perfekte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a>–Fanpage</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW49 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW49 2009" /> Social Media Anleitungen für Firmen und Brands kursieren in großer Zahl, in den meisten Fällen ist’s schade um die vergeudete Lesezeit. Wer sich theoretische Abhandlungen sparen will und eine leicht verständliche Anleitung sucht, dem sei Jesse Stays Gastbeitrag auf <a href="http://www.techipedia.com/2009/create-facebook-page/" class="liexternal">Techipedia</a> ans Herz gelegt: “How to create the perfect Facebook Fan Page” erklärt alle wichtigen Schritte von der Erstellung eines Custom-Tabs über die optimale Logo-Größe bis hin zu SEO-Überlegungen. Lesen und umsetzen, denn wie Jesse völlig richtig schreibt:</p>
<blockquote><p>As you can see, a Facebook Page is a powerful tool that you can use to enhance and strengthen your brand naturally using the tools Facebook provides. Be sure to leverage this tool, customize it, and make it work to get your brand in front of as many people and their friends as possible.</p></blockquote>
<p>Jesse, Gründer und CEO von Socialtoo.com, hat übrigens eine hervorragende Einführung für alle geschrieben, die sich näher mit den Untiefen der Facebook-Programmierung beschäftigen möchten: <a href="http://www.amazon.de/gp/product/0596519184?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwusbsti-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=0596519184" class="liexternal">FBML Essentials</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=httpwwwusbsti-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=0596519184" width="1" height="1" border="0" alt=" Blogistan Panoptikum KW49 2009" style="border:none !important; margin:0px !important;" title="Blogistan Panoptikum KW49 2009" /></p>
<h2 id="toc-sind-wir-nicht-alle-ein-bisschen-krank">Sind wir nicht alle ein bisschen …krank?</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW49 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW49 2009" /> Wer zuviel twittert, chattet, mailt etc. kann krank werden. Klingt wie der übliche Kulturpessimismus wohlmeinender Eltern aus Zeiten des Fernsehen-Hypes: “Du kriegst noch ganz eckige Augen”.  </p>
<p>Götz Mundle, Psychotherapeut und Spezialist im Fachgebiet der Psychosomatik  wird in der Jänner-Ausgabe von “Psychologie heute” aber erklären, was genau er damit meint. Manche Menschen, so Mundle, stürzten sich in das </p>
<blockquote><p>“mediale Dauerfeuer, um persönliche Probleme zu verdrängen. Statt auf ihre innere Stimme und Warnsignale ihres Körpers zu hören, betäuben sie sich mit Müll aus dem Internet. Wer es als quälend empfindet, offline zu sein, und wem es nicht gelingt, einen Tag in der Woche komplett ohne diese Medien auszukommen, hat ein handfestes Problem. </p></blockquote>
<p>Besagtes mediales Dauerfeuer erhöhe außerdem die Produktion der Stresshormone Kortisol und Adrenalin, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit leiden.” Mundle: “Langfristig kann ein Burn-out-Syndrom die Folge sein.”</p>
<p>Nun ja, Mediziner und ihre Warnungen sind eine Sache. Bevor aber die gesamte Social Media Branche wegen Digital Burn Out in einer Psychomatik-Spezialklinik landet und die Krankenkassen noch mehr in den Ruin treibt, empfehlen wir (uns) für heute: Auch offline ist es hin und wieder ganz nett &amp; Gute Nacht (nachdem Sie beim Fertiglesen des Panoptikums noch reichlich Kortisol ausgeschüttet haben).</p>
<p><em>Anm. von datenschmutz:</em> Ich kontere mit der Gegenthese: “Wer zu wenig oder gar nicht twittert, chattet, mailt etc. kann krank werden.” Widerleg das, Mundle! Oder, wie Mundl gesagt hätte: “Mei Twitta is ned deppat!”</p>
<h2 id="toc-mobile-internetnutzung-steigt-rasant">Mobile Internetnutzung steigt rasant</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW49 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW49 2009" /> Online-Umfragen sind immer so eine Sache: selbst wenn es heißt, es nahm “eine repräsentative Stichprobe von über 1.000 Internetnutzern teil” muss man im Zweifelsfall davon ausgehen, dass die Daten über irgendwelche Popup-Layer gesammelt wurden und eher arbiträr als signifikant sind. Dennoch zeigt eine <a href="http://www.gfm-nachrichten.de/news/archives/Umfrage-Haelfte-der-Internetnutzer-surft-mobil.html#extended" class="liexternal">aktuelle Umfrage</a>, die Scout24 gemeinsam mit Innofact durchgeführt hat, dass — oh Überraschung — mobiles Internet längst kein Exotendasein mehr fristet: jeder zweite Nutzer war schon mal mit seinem Handy online, jeder vierte nutzt häufig mobile Services:</p>
<blockquote><p>Mit 60 Prozent Nutzung und 29 Prozent intensiver Nutzung sind Männer die Vorreiter beim mobilen Internet. Die mobilen Surfer interessieren sich zu 71 Prozent stark für Nachrichten, 59 Prozent zählen Navigationstools zu ihren beliebtesten mobilen Services. 51 Prozent erfreuen sich an Mobile Shopping.<br />
Knapp 70 Prozent der befragten Online-Nutzer würden für mobile Applications extra zahlen, sofern der angebotene Dienst ihnen einen persönlichen Mehrwert bringt.</p></blockquote>
<h2 id="toc-bildbearbeitung-online-ein-picnik">Bildbearbeitung online — ein Picnik!</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW49 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW49 2009" /> Vor einigen Tagen war ich gezwungen, auf dem PC meines Vaters zu arbeiten. 13″-Röhrenmonitor, gefühlte 500 MB Arbeitsspeicher, Internet Explorer, keine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/flash/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Flash">Flash</a> Updates etc. Und: Ich brauchte ein Bildbearbeitungsprogramm. Nicht einmal Standardsoftware war zu finden, von dem mir vertrauten Photoshop ganz zu schweigen. </p>
<p>Da wagte ich den Versuch und googlte nach einem Online-Bildbearbeitungsprogramm. Ich wählte das erstbeste namens <a href="http://www.picnik.com/" class="liexternal">Picnik</a> und war begeistert. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fotos/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fotos">Fotos</a> skalieren, zuschneiden und grundsätzliche Bildbearbeitungstechniken ohne sich registrieren zu müssen, Bilder in verschiedenen Formaten und Qualitäten abspeichern, großartige Usability (kein Nachlesen erforderlich) und noch zusätzliche Tipps und Erklärungen. Wer sich registriert, kann seine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fotos/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fotos">Fotos</a> außerdem automatisch bei FlickR, Facebook usw. uploaden. Das Service wird mittlerweile in Deutsch angeboten, für $24,90 pro Jahr ist auch eine Premiumversion erhältlich, die unter anderem Layers unterstützt. Wem Photoshop immer schon zu viele und zu komplizierte Funktionen hatte und außerdem zu teuer war, der wird in der Cloud glücklicher.</p>
<h2 id="toc-obama-wei-was-du-einkaufst">Obama weiß, was du einkaufst</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW49 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW49 2009" /> Weil auf die USA fokussierte Terroristen natürlich die Warenwirtschaft ihres kapitalistischen Erzfeindes nicht auch noch unterstützen wollen, kaufen sie die Bauteile für ihre Bomben vorzugsweise in Europa. Also lassen die netten Politiker ihre Freunde von der Homeland Security natürlich in die Konten blicken — wenn auch seit neuestem nur für <a href="http://futurezone.orf.at/stories/1633043/" rel="nofollow" class="liexternal">6 Monate</a>:</p>
<blockquote><p>Deutschland, Österreich und Ungarn machten demnach durch ihre Enthaltung den Weg frei.<br />
Den Kritikern des Abkommens ist es gelungen, die Laufzeit von ursprünglich zwölf auf neun Monate herunterzuhandeln. Allerdings bleibt das EU-Parlament unberücksichtigt — und zwar nur einen Tag vor Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags, der den Volksvertretern ein Mitspracherecht in Sicherheitsfragen gibt.</p></blockquote>
<p>Die Detailregelungen des Abkommens sind ein Hammer und verdienen es, an dieser Stelle näher beleuchtet zu werden (<a href="http://register.consilium.europa.eu/pdf/en/09/st16/st16110.en09.pdf" class="lipdf">Swift-Volltext</a>):</p>
<blockquote><p>Das US-Finanzministerium kann, dem neuen Abkommen zufolge, nicht einfach die Daten abholen, sondern muss einen möglichst genau definierten Antrag stellen. Wenn der angesprochene Finanzdienstleister nicht in der Lage ist, den angeforderten Datensatz eindeutig zu identifizieren, muss er eine größere Datenmenge an die für die Kooperation mit den USA verantwortliche nationale Polizeibehörde übermitteln, die sie dann an die USA weitergibt. Die Verwendung der Daten ist explizit auf Terrorfahndung beschränkt. Außerdem dürfen die Daten nicht zum automatisierten Profiling sowie im Rahmen von Data-Mining-Aktionen verwendet werden. Daten, die sich als nutzlos für die Fahnder herausstellen, müssen spätestens acht Monate nach deren Überprüfung gelöscht werden. Ein Richtervorbehalt bei den Anfragen ist nicht vorgesehen.</p></blockquote>
<p>Unglaublicherweise stellt diese Situation allerdings sogar ein “Verbesserung” gegenüber dem Status von vor 2006 dar, als US-Behörden ohne jegliche rechtliche Grundlagen massenhaft Finanzdaten auswerteten. Dass sich .at, .de und .ch ihrer Stimmen enthielten, lieferte der Opposition einiges an Munition, bleibt aber unverständlich — ebenso wie der Kommentar der österreichischen Innenministerin:</p>
<blockquote><p>Maria Fekter (ÖVP) bezeichnete das Interimsabkommen in einer Mitteilung vom Montag als “unbefriedigend”. Sie habe sich daher der Stimme enthalten.</p></blockquote>
<p>Wow — wirklich eine beruhigende Haltung der Regierung in Sachen Europapolitik! Wenn uns irgendwas nicht passt, dann sagen wir — nix.</p>
<h2 id="toc-social-media-no-joy-with-the-roi">Social Media: No Joy with the ROI?</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW49 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW49 2009" /> Ist Social Media aus wirtschaftlicher Sicht nur eine weitere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blase/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blase">Blase</a> an überzogenen Erwartungen und Goldgräbertum, wie Community TV in den 90ern, Multitext in den 2000ern und nahezu alles, was mit Interaktion und Medien zu tun hat? Manches weist darauf hin:<br />
Firmen, auf deren nichtige Eigenwerbung man sich im Social Web gerne verzichten könnte, ernennen sich plötzlich zur Social Media Agentur und sprechen von Mehrwert — und man fragt sich: Wenn sie selbst im Social Web keinen Mehrwert bieten, wie wollen sie diesen ihren Kunden vermitteln? Social Media Berater, deren Schlüsselqualifikation es ist, einen Twitteraccount mit mehr als 500 Followern und Grundkenntnisse von WordPress zu haben, vermehren sich wie Schweingrippeviren. Und jeder Round Table oder XY-Tag beinhaltet Social Media Slots, wo mit heißer Luft nicht gegeizt wird. </p>
<p>Letztendlich gibt es ihn aber, den ROI von Social Media. Und wer weniger in Kampagnen denkt, sondern daran, Digital Relations aufzubauen, wird ihn früher oder später selbst erleben. Hier einige Beispiele dafür:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-12/blogistan-panoptikum-kw49-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-fickfreie-zone-die-top-suchworte">Fickfreie Zone: die Top-Suchworte</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW49 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW49 2009" /> Das Jahr neigt sich seinem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ende/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ende">Ende</a> zu, folgerichtig werfen die Suchmaschinenbetreiber ihre Statistikbots an — aus den aktuellen Hitparaden lässt sich so mancher Trend <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Megan-Fox-meistgesuchter-Mensch-bei-Google-873859.html" class="liexternal">ablesen</a>. Dass kommerzielle Angebote zum Thema Fortpflanzung an Relevanz verloren hätten, möge aber keinesfalls voreilig gefolgert werden: XXX-Suchworte filtern die Betreiber bedauerlicherweise aus. Dass die einen nicht unbeträchtlichen Teil des Gesamtvolumens ausmachen, legt eine aktueller Untersuchung des schwedischen <a href="">World Internet Institute</a> nahe:</p>
<blockquote><p>Men det är inte bara unga män som sexsurfar, även bland kvinnor är det nu 7% som uppger att de besöker sidor med sexuellt innehåll.</p></blockquote>
<p>Sexsurfar… hehe. 7% wär in der Tat nicht so wenig… die offizielle Hitparade wird indes in <a href="http://www.google.com/intl/en_us/press/zeitgeist2009/regional.html#germany" class="liexternal">Deutschland</a> von Megan Fox angeführt, während die <a href="http://www.google.com/intl/en_us/press/zeitgeist2009/regional.html#austria" class="liexternal">Österreicher</a> am häufigsten nach “Wien”, “Youtube” und “Österreich” (wtf?) suchten. Dass URL-Suchbegriffe wie “ebay” oder “gmx” ebenfalls stark in den Top 10 vertreten sind, hat übrigens mit der Direkt-Weiterleitungsfunktion aktueller Browser zu tun, allerdings zählt ein solcher Aufruf eben auch als Suchvorgang.</p>
<p>Bei Yahoo dagegen bleibt’s weiterhin schwül, windig und orientierungslos: die Top Begriffe lauten Wetter, Routenplaner, Wikipedia (sic!), Telefonbuch, Horoskop und Erotik. Wer die Schweinegrippe überstanden, für seinen Opel die Abwrackprämie kassiert, einen Apfelkuchen verspeist und anschließend mit Monica Lierhaus und Lady Gaga beim Echo 2009 einen “Sturm der Liebe” entfachte, lag komplett im <a href="http://de.docs.yahoo.com/top2009.html" class="liexternal">Plansoll</a>.</p>
<h2 id="toc-noch-eine-topliste-rss-technologien">Noch eine Topliste: RSS-Technologien</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW49 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW49 2009" /> ReadWriteWeb hat mit der Veröffentlichung der “traditionellen” Best-Of Listen begonnen. Dass in den “Top Mobile Web Products” ausschließlich Android– und iPhone-Apps vertreten sind, mag auf einen gewissen redaktionellen Bias schließen lassen (und dass die Top-10-Semantic-Apps Liste überhaupt gefüllt werden konnte, verwundert), aber im Beitrag über die <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/top_rss_syndication_technologies_of_2009.php" class="liexternal">Top 10 RSS &amp; Syndication Technologies of 2009</a> habe ich ein interessantes Service gefunden: </p>
<blockquote><p>Echo, from JS-Kit is a reverse syndication service for distributed social media conversations. It brings back tweets and other mentions to the page they refer to. The service is growing fast and becoming more sophisticated every week. New features come so fast and furious that it’s overwhelming but the end result is an experience that brings the dispersed social web back together again.</p></blockquote>
<p>Grundsätzlich nichts, das nicht andere Plugins auch leisten könnten — die Twitter-Kommentare importiere ich schon längere Zeit via Backtype. Allerdings beherrscht <a href="http://js-kit.com/" class="liexternal">Echo</a> auch noch Unified Login und synchronisiert alle Importe mit dem WP-eigenen Kommentarsystem. Werd ich mir demnächst mal näher ansehen, immerhin bin ich ein großer Fan von Premium Services und Echo kostet $48 pro Jahr. In diese Kategorie fällt auch <a href="http://feedafever.com/" class="liexternal">Fever</a>, der Feedreader für Geeks: es handelt sich nicht um lokale Software, sondern um eine am eigenen Webserver gehostete mobile-taugliche Software. Mit $30 ein günstiges Weihnachtsgeschenk für alle, die keine Steckdosen für neue <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hardware/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hardware">Hardware</a>–Gadgets mehr frei haben.</p>
<h2 id="toc-ritchies-video-der-woche">Ritchies Video der Woche</h2>
<p>Gerade mal 12 Jahre alt ist dieser äußerst talentierte Schlagzeuger — die Rhythmus– und Tempi-Wechsel in diesem Solo sind unglaublich — muss man gehört und gesehen haben! (Gefunden in Karola Rieglers Facebook Feed):</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-12/blogistan-panoptikum-kw49-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-judiths-video-der-woche">Judiths Video der Woche</h2>
<p>Einmal noch, okay? Dann mach ich wieder mal eine Pause mit Katzencontent. Aber dieses eine Mal muss noch sein.…</p>
<div align="center"><object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" width="600" height="442" id="viddler_a8e62420"><param name="movie" value="http://www.viddler.com/player/a8e62420/" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><embed src="http://www.viddler.com/player/a8e62420/" width="600" height="442" type="application/x-shockwave-flash" allowScriptAccess="always" allowFullScreen="true" name="viddler_a8e62420"></embed></object></div>
<h2 id="toc-lesetipps-der-woche">Lesetipps der Woche</h2>
<ul>
<li>Steve Gillmor hat auf TechCrunchIT einen ausgedehnten Beitrag über die strategische “Aushungerung” Twitters durch Friendfeed <a href="http://www.techcrunchit.com/2009/11/29/calling-twitters-bluff/" class="liexternal">veröffentlicht</a>, in dem er auch auf die Problematik der “data ownership” eingeht.</li>
<li>Lesetipp/Weihnachtswunschlistentipp: Gmail-User aufgepasst: Das Gboard ist da! Ein USB-Board, mit dem ohne Scrollen auf Gmail navigiert werden kann. Kostenpunkt 19 Dollar — <a href="http://www.gboard.com/" class="liexternal">www.gboard.com</a></li>
</ul>
<p>Und damit sind wir auch schon wieder am Ende der Rückschau und somit in der Gegenwart angekommen — wir hoffen, Sie hatten einen sanften Flug und freuen uns, Sie bald wieder an Bord des Blogistan Panoptikums begrüßen zu dürfen. Bitte geben Sie aus Sicherheitsgründen einen Kommentar ab, bevor Sie diesen Beitrag verlassen. Linzerschnitte und datenschmutz wünschen einen geruhsamen Restsonntag und einen beachtlichen Start in die kommende Woche; wir lesen uns am Montag!</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW49 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Blogistan Panoptikum KW47 2009</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 23:44:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Linzerschnitte und datenschmutz</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein neues Blogistan, ein neues Glück - Linzerschnitte und datenschmutz haben schon wieder jede Menge zu berichten: es gibt neue Details zum Google OS Chrome, Twitter kündigt Werbune, die wir lieben werden an und auch sonst hat sich im Social Web so einiges getan in den letzten sieben Tagen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Das Jahr neigt sich unweigerlich seinem Ende zu — bei den Kalenderproduzenten steigt die Nervosität ins Unermessliche, Motorradfahrer müssen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und die Weihnachtsbeleuchtung — keine Spur von Energiesparlampen — ist an. Trotz zunehmend winterlicher (Miss)Verhältnisse friert in der Blogosphäre aber gar nix ein: da wird Altbekanntes neu aufgewärmt, neues Heißes auf Trinktemperatur abgekühlt und syndiziert, was das Zeug hält: Business as usual eben, dessen letzte sieben Tage <a href="http://www.linzerschnitte.at" class="liexternal">Linzerschnitte</a> und datenschmutz wie gewohnt für Sie zusammengefasst haben.</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-hype-foursquare-com" class="liinternal">HYPE: Foursquare.com</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-radiospotting-web-prsentation-ist-online" class="liinternal">Radiospotting: Web-Präsentation ist online</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-google-chrome-os" class="liinternal">Google Chrome OS</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-facebook-weicht-list-policy-auf" class="liinternal">Facebook weicht List-Policy auf</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-automatic-captions-fr-youtube-videos" class="liinternal">Automatic Captions für Youtube Videos</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-facebook-becoming-lame-for-young-folks" class="liinternal">Facebook becoming lame for young folks?</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-blogazines-vs-blog" class="liinternal">Blogazines vs. Blog</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-agenturfail-der-woche-zertifizierter-social-media-koordinator" class="liinternal">Agenturfail der Woche: Zertifizierter Social Media Koordinator</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-buttons-mit-css" class="liinternal">Buttons mit CSS</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-twitter-zahlen-fakten-spekulationen" class="liinternal">Twitter: Zahlen, Fakten, Spekulationen</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-judiths-video-der-woche" class="liinternal">Judiths Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-ritchies-video-der-woche-ficker-oder-nicht-ficker" class="liinternal">Ritchies Video der Woche: Ficker oder Nicht-Ficker?</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/#toc-lesetipps-der-woche" class="liinternal">Lesetipps der Woche</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-hype-foursquare-com">HYPE: Foursquare.com</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a> war der Liebling der Medien 2008, 2009 wurde und wird <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/twitter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Twitter">Twitter</a> in den Mainstream-Himmel gehyped — but who’s next?<br />
Wenn man <a href="http://edition.cnn.com/2009/TECH/11/19/cashmore.foursquare/" class="liexternal">Mashable</a> Glauben schenkt, dann wird 2010 foursquare.com die Spitze des <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Hype-Zyklus" rel="nofollow" class="liwikipedia">Hype Cycle</a> erklimmen!</p>
<p><a href="http://www.foursquare.com" class="liexternal">Foursquare.com</a> erinnert auf den ersten Blick ein bisschen an die Android App Latitude: Man legt Orte an, an denen man sich regelmäßig bewegt, checkt ein, wenn man diese aufsucht, informiert seine Freunde darüber. Erweitert wird das ganze um den Faktor “addictive Game” — wie bei Farmville oder der guten alten Zombie oder Mafia Application auf Facebook wird das ganze durch ein Gratifikationssystem, dem Sammeln von “Badges” gefördert. Wer am meisten Badges hat, wird zum “Mayor” der Location. Nun, wir werden sehen, ob Spieltrieb oder Datenschutzbedürfnisse siegen. Eines lässt sich jedenfalls schon fix feststellen: Geotagging ist wirklich totally “in”, auch Twitter springt auf den <a href=" http://mashable.com/2009/11/19/twitter-geolocation-live/" class="liinternal">Verortungszug</a> auf.</p>
<p>Pete Cashmore hat noch mehrere Parallelen zwischen Twitter und foursquare.com <a href="http://edition.cnn.com/2009/TECH/11/19/cashmore.foursquare/" class="liexternal">ausgemacht</a>:</p>
<blockquote><p>The parallels with Twitter are numerous. As technology early adopter and popular blogger Robert Scoble wrote in September: “Go back three years ago. Twitter was being used by the same crowd that is playing with Foursquare today. (…) This week Foursquare debuted the singular piece that launched Twitter into the stratosphere: an API.</p></blockquote>
<p>PS: Bis vor kurzem war Foursquare nur für Städte in den USA freigeschalten, nun sind schon <a href="http://mashable.com/2009/11/19/foursquare-50-more-cities/" class="liexternal">einige Städte mehr</a> dabei!</p>
<h2 id="toc-radiospotting-web-prsentation-ist-online">Radiospotting: Web-Präsentation ist <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/online/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with online">online</a></h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Bald ist das Linzer Kulturhauptstadtjahr zu Ende — und eines der spannendsten Projekte ging zwar offline im Oktober zu Ende, ist aber mittlerweile lückenlos online dokumentiert. Beim Projekt <a href="http://www.radiospotting.net/" class="liexternal">Radiospotting</a> präsentierten 13 Autoren ihre Stories an verschiedenen Plätzen mittels lokaler Radiosender:</p>
<blockquote><p>Seit Paul Watzlawick wissen wir: Kommunikation entsteht beim Empfänger. Diesen Gedanken aufgreifend, werden an 13 Orten in Linz (z.B. Stifterhaus, Nibelungenbrücke, Neuer Dom,…) lokal begrenzte Radiosender Arbeiten von 30 internationalen SoundkünstlerInnen über den Äther schicken. Grundlage für die akustischen Arbeiten waren 13 Orte und deren Geschichten, welche von renommierten oberösterreichischen Autorinnen und Autoren geschrieben wurden. Ohrenzeuge kann dabei jeder werden, der sich mit einem Radio an die einzelnen Orte begibt, die Frequenz einstellt und seine Ohren spitzt.</p></blockquote>
<p>Unter dem Menüpunkt <a href="http://www.radiospotting.net/sounds.php" class="liexternal">tune in!</a> kann man nun alle Beiträge auch ohne Linz-Besuch nachlesen und –hören. Auf Radio Fro gab’s eine begleitende Doku-Serie, die einzelnen Beiträge sind ebenfalls <a href="http://www.radiospotting.net/rstrifft/player/page-player/rstrifft.php" class="liexternal">online dokumentiert</a>.</p>
<h2 id="toc-google-chrome-os">Google Chrome OS</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Wir haben bereits im letztwöchigen Panoptikum darüber berichtet: Tod dem Desktop, Tod Microsoft! Dieser Kampfspruch scheint bei Google nicht unter das Mission Statement “don’t be evil” zu fallen. Dem Konkurrenten Microsoft wird einmal mehr gnadenlos der Kampf angesagt, diesmal an seinem angestammten Platz, dem Desktop. Auf dem Desktop verfügt Microsoft über Heimvorteile, darum wird er von Google einfach als redundant erklärt. Das Betriebssystem Chrome OS wird daher in der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Cloud_Computing" rel="nofollow" class="liwikipedia">Cloud</a>, genauer gesagt im Browser angesiedelt. dieses Video erklärt schon mal, wie Google Chrome funktionieren soll.</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Allerdings ist das Chrome OS nicht für Laptops geschaffen: laut <a href=http://mashable.com/2009/11/19/chrome-os-differences/">Mashable</a> ist ein Solid-State-Drive angeblich Voraussetzung:</p>
<blockquote><p>Chrome OS doesn't support drivers and will not run on your laptop: The Google operating system won't be running on your Dell or Macbook anytime soon – it only works with solid-state hard drives. It is meant for Netbooks. Many hardware manufacturers are going to have to tweak their netbook designs to support Chrome OS.</p></blockquote>
<p>Dann warte ich vielleicht doch noch ein bisschen mit der Anschaffung eines Netbooks...</p>
<h2 id="toc-facebook-weicht-list-policy-auf">Facebook weicht List-Policy auf</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Beim <a href="http://www.techcrunch.com/2009/11/20/facebook-twitter-lists/" class="liexternal">Filtering the Stream</a> Roundtable <a href="http://www.techcrunch.com/2009/11/20/facebook-twitter-lists/" class="liexternal">frage</a> Loic Le Meur Facebook VP Bret Taylor, warum 3rd Party Apps kein Zugriff auf die Freundeslisten gewährt werde - Twitter erlaubt dies. Und wider Erwarten scheint Facebook das tatsächlich vor zu haben:</p>
<blockquote><p>Taylor said that Le Meur’s request seemed "reasonable" and continued "we should do that." “We're not working on that. But we should be," he continued. So there you go, done deal. Great. It would seem that soon, third parties should have access to the list filters that Facebook uses.</p></blockquote>
<p>Im Zeitalter von Social Graphs und personalisierter Information spielt dies keine geringe Rolle, denn:</p>
<blockquote><p>If there were a way to merge Twitter Lists and Facebook Friend Lists, third-party services could provide a valuable new service: Easy-to-make Facebook and Twitter social graph mashups.</p></blockquote>
<h2 id="toc-automatic-captions-fr-youtube-videos">Automatic Captions für Youtube Videos</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Am offiziellen Google-Blog wurde letzte Woche <a href="http://googleblog.blogspot.com/2009/11/automatic-captions-in-youtube.html" class="liexternal">bekannt gegeben</a>, dass Youtube Videos ab sofort automatisch erstellte Untertitel anbietet. Seit längerem können Video-Uploader Untertitel anbieten, nun geht Big G in punkto Accessibility mit Voice Recognition Technologie noch einen Schritt weiter:</p>
<blockquote><p>To help address this challenge, we’ve combined Google’s automatic speech recognition (ASR) technology with the YouTube caption system to offer automatic captions, or auto-caps for short. Auto-caps use the same voice recognition algorithms in Google Voice to automatically generate captions for video. The captions will not always be perfect (check out the video below for an amusing example), but even when they’re off, they can still be helpful—and the technology will continue to improve with time.</p></blockquote>
<p>Auch das manuelle Untertiteln von Beiträgen wird einfacher: es reicht, ein simples Text-File hochzuladen, das auto-timing Feature sorgt für die Einblendung der Untertitel an der passenden Stelle. Wie das genau funktioniert, zeigt folgendes Demo-Video:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-facebook-becoming-lame-for-young-folks">Facebook becoming lame for young folks?</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Diese berechtigte Frage stammt von niemand geringerem als Guy Kawasaki (bzw. seiner Twitter-Assistentin). Meine Antwort: Ja, ein bisschen schon. Denn nicht nur ältere Schwestern sondern auch Eltern und andere Verwandte und womöglich auch Lehrer, Chefs und Kunden überfluten Facebook zunehmend und stalken bzw. geben das Gefühl, gestalkt zu werden. Manche davon laden einfach die Fotos von Opas letzter Geburtstagsfeier hoch, die einen nicht gerade so cool aussehen lassen, wie man gerne hätte. Doch wie so oft hat das Social Web da auch schon eine Lösung bereit, oder zumindest eine Selbsthilfegruppe. Auf <a href="http://myparentsjoinedfacebook.com" class="liexternal">myparentsjoinedfacebook</a> werden Sie geholfen!</p>
<blockquote><p>So, you finally caved. You’ve accepted a friend request from your Mom, Dad, crazy Aunt Ida, and your college roommate’s newly divorced mother. Well here’s your chance to get back at them for taking away your public privacy.<br />
Email us at: myparentsjoinedfacebook@gmail.com because we want to laugh at your Mom’s ridiculous Facebook status and the embarrassing message your Dad wrote on your wall too!</p></blockquote>
<h2 id="toc-blogazines-vs-blog">Blogazines vs. Blog</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> “Für jeden Artikel das gleiche Template — das ist doch langweilig!” Das denken sich einige Blogbetreiber mit gesteigerten grafischen Ambitionen und legen ebenso viel Wert auf grafische Gestaltung einzelner Artikel wie auf deren Inhalt. <a href="http://www.smashingmagazine.com/the-death-of-the-blog-post/" class="liexternal">Smashing Magazine</a> hat ein beindruckendes Feature über diese “Blogazines” zusammengestellt — und zwar thematisch passend ebenfalls in aufwendigem Layout. Die Frage ” We have some of the most creative and inspiring designers in our profession, so why don’t we show our true potential in our blog articles?” mag durchaus berechtigt sein, aber Dustin Curtis hat völlig recht mit seiner Anmerkung zu HTML und CSS:</p>
<blockquote><p>The biggest disadvantage is that CSS and HTML are terrible technologies that weren’t designed for page layout. They were designed for structured content presentation, like for a newspaper, where all the elements throughout the website are the same and are re-used. But I’m trying to make a magazine, where the content and presentation are inextricably mixed and unique. The way presentation CSS is supposed to be decoupled from the content HTML is totally counter to the mission I am trying to accomplish, and it makes coding the articles frustrating, messy and time-consuming.</p></blockquote>
<h2 id="toc-agenturfail-der-woche-zertifizierter-social-media-koordinator">Agenturfail der Woche: Zertifizierter Social Media Koordinator</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Wo Honig ist, da sind auch (Schmeiß)fliegen. Social Media und seine/ihre Handhabung erfordert vor allem zwei Dinge: grundlegendes Interesse in Kommunikation und einigermaßen normale Umgangsformen. Der Rest kommt von selbst. Aber nicht, wenn es nach einer Salzburger Agentur geht. Da versucht man, aus Social Media eine Profession zu machen — wer also ein paar Wochenende Zeit und läppische 990 Euro investiert, der darf bekommt von der Agentur ein Zertifikat verliehen und darf sich “Social Media Koordinator” nennen/schimpfen. Anmelden kann man sich übrigens auch via <a href="http://www.facebook.com/event.php?eid=165731782402&#038;ref=mf" class="liexternal">Facebook</a> — und der Weg vom Computer-Illiterate zum SM-Star ist ein kurzer:</p>
<blockquote><p>. In einer drei Tage dauernden Ausbildung erfahren die künftigen Social Media Koordinatoren alles, was sie für eine erfolgreiche Performance im Web 2.0 benötigen.</p></blockquote>
<h2 id="toc-buttons-mit-css">Buttons mit CSS</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> Submit-Buttons, RSS-Buttons, Button-Buttons… Photoshop darf heute mal länger schlafen, denn Onkel Janko holt die große CSS-Bastelkiste aus dem Keller. Genau <a href="http://www.smashingmagazine.com/2009/11/18/designing-css-buttons-techniques-and-resources/" class="liexternal">sowas</a> hab ich gesucht:</p>
<blockquote><p>Designers have many reasons to style buttons, including to make them more attractive and to enhance usability. One of the most important reasons, though, is that standard buttons can easily be missed by users because they often look similar to elements in their operating system. Here, we present you several techniques and tutorials to help you learn how to style buttons using CSS. We’ll also address usability.</p></blockquote>
<p>Wirklich tolle Anleitung — demnächst kriegt mein “submit-Button” unter dem Mailinglist-Formular ein neues Styling verpasst! <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Blogistan Panoptikum KW47 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> </p>
<h2 id="toc-twitter-zahlen-fakten-spekulationen">Twitter: Zahlen, Fakten, Spekulationen</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW47 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> “How many roads must a man walk down?” Wir wissen’s bis heute nicht — kein Wunder: immerhin verbläst der Wind die Antwort. In der digitalen Welt bleiben keine solchen Unsicherheiten bestehen. Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wieviele Tweets pro Tag im Durchschnitt verschickt werden? <strong>27,3 Millionen pro Tag</strong> sind es, berichtet <a href="http://www.briansolis.com/2009/11/guess-how-many-tweets-fly-across-twitter-each-day/" class="liexternal">PR 2.0</a> basierend auf aktuellen Pingdom-Zahlen. Das macht pro Jahr dann 10 Milliarden Micro-Messages, wobei CNET erst vor einem Monat über das 5-milliardste Tweet <a href="http://news.cnet.com/8301-13577_3-10378353-36.html" class="liexternal">berichtete</a>.</p>
<p>Auch bei den Clients gibt’s neue Zahlen: das Web-Interface führt immer noch mit weitem Abstand (46,8 Prozent), ganz und gar nicht dicht gefolgt von Tweetdeck (8,48 Prozent). Seesmic kommt auf 1,1 Prozent, alle anderen Client zusammen erreichen 37,14%. Die ganze Tortengrafik hat <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/twitter_users_and_the_third_party_clients_they_use.php" class="liexternal">ReadWriteWeb</a>.</p>
<p>Ziemlich <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/twitter_definitely_ditching_suggested_users_list.php" class="liexternal">unsicher</a> ist indes, was mit der SUL, der heiligen “Suggested Users List” geschieht — Twitter will sie, zumindest in der jetzigen Form, los werden:</p>
<blockquote><p>The benefits to getting on the list are great indeed. Users added to the SUL, gained on average of 53,000 new followers after being on the list for a week and 170,000 within the first month. Some users even gained as many as 370,000 in the first 30 days.</p></blockquote>
<p>Womit genau, weiß noch niemand — aber die Gerüchteküche über einen Authority-Algorithmus läuft derzeit noch heißer als sonst. Dabei ist doch alles maßlos überschätzt, kontert <a href="http://www.newcommbiz.com/twitter-doesnt-create-influence-it-reveals-it/" class="liexternal">New Comm Biz</a> häretisch unter dem Titel “Twitter doesn’t create influence, it reaveals it”:</p>
<blockquote><p>Twitter didn’t make anyone influential. Twitter only exposes and amplifies influence. If you look at the top 100 Twitter accounts, the only person/company that Twitter made influential was @Twitter. Everyone else was already influential in their own right.</p></blockquote>
<p>Von SuperTweetern geht’s nahtlos zu den <a href="http://scobleizer.com/2009/11/20/twitter-to-turn-on-advertising-you-will-love-heres-how-supertweet/" class="liexternal">Supertweets</a>, Scobleizers neuem Steckenpferd. Twitter will ja definitiv Werbung zulassen, aber die wird, so Scoble, in Form von Metadaten ausgeliefert:</p>
<blockquote><p>Think about all the metadata that exist OUTSIDE of the Tweet. How about you mouse-over a Tweet to see a new slide-down UI that shows you all the metadata.</p></blockquote>
<p>Wow — wirklich super! Werbung mit eingebautem Pop-Up Blocker in der Tat “Advertising we love” <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Blogistan Panoptikum KW47 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW47 2009" /> </p>
<h2 id="toc-judiths-video-der-woche">Judiths Video der Woche</h2>
<p>Warum spielen Frauen Fußball? Weil es der Fußballplatz der beste weil sozial anerkannte Ort für einen Bitchfight ist:</p>
<div align="center"><object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" width="600" height="457" id="viddler_b81d241"><param name="movie" value="http://www.viddler.com/player/b81d241/" /><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="allowFullScreen" value="true" /><embed src="http://www.viddler.com/player/b81d241/" width="600" height="457" type="application/x-shockwave-flash" allowScriptAccess="always" allowFullScreen="true" name="viddler_b81d241"></embed></object></div>
<h2 id="toc-ritchies-video-der-woche-ficker-oder-nicht-ficker">Ritchies Video der Woche: Ficker oder Nicht-Ficker?</h2>
<p>Das ist hier die Frage… [via <a href="http://www.web-newspaper.de/blog/ficker-oder-nichtficker-oder-vielleicht-doch-nichtraucher" class="liexternal">Web-Newspaper.de</a>] Und genau deshalb fahren wir im Inland mit dem Zug! :evil:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw47-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-lesetipps-der-woche">Lesetipps der Woche</h2>
<ul>
<li><strong>“Es bedurfte nur eines Tweets”:</strong> Die “Twitterrevolution Iran Election” hat den reflektierten Social Media Nutzer eines gelehrt: Oft ist eine gehypte Revolte auf Twitter nicht mehr als heiße Luft. Doch Social Media kann mächtig sein. Wie mächtig dokumentierte Alan Rusbridger, Chefredakteur der britischen Tageszeitung “The Guardian”. Eine “klassische” PR Firma namens Trafigura und die Anwaltskanzlei Carter-Ruck durften so <a href="http://www.freitag.de/kultur/0942-es-bedurfte-nur-eines-tweets-alan-rusbridger" class="liexternal">auf die harte Tour lernen</a>, dass sich die Zeiten geändert haben.</li>
<li><strong>Quantenrechner-News:</strong> Bis vor kurzem habe ich hinter dem Mond gelebt. Ich wusste nicht, was ein Quantenrechner ist. Nun, wo ich dieses neue, zukünftige Buzzword aufgeschnappt habe, verfolge ich alle News zum Thema. So auch <a href="http://www.gartner.com/it/page.jsp?id=1124212" class="liexternal">diese</a>. Laut Hype Cycle der Gartner Company  wird der Quantenrechner in spätestens 10 Jahren übrigens “<a href="http://www.wissenschaft-online.de/artikel/1014381?utm_source=twitterfeed&#038;utm_medium=twitter" class="liexternal">the next big thing</a>!.</li>
<li><a href="http://www.techcrunch.com/2009/11/15/twitter-facebook-amazon-affiliate-marketing/" class="liexternal">Twitter und Facebook machen jeden zum Affiliate-Marketer</a>, schreibt Gastautor Steve Poland in einem lesenswerten Gast-Posting auf TechCrunch. Bestes Zitat: “The adult industry has always been ahead of the curve, but I digress.”</li>
<li><strong>Ikea rules:</strong> Es gibt dann auch noch Agenturen, die sich im Bereich des Social Media Marketings ein bisschen mehr einfallen lassen. Was dabei rauskommt, zeigt diese wirklich nette <a href="http://www.youtube.com/watch?v=YE2LSp-hjbQ" class="liexternal">Video</a>.</li>
</ul>
<p>Und damit sind wir auch schon wieder rasend schnell am panoptischen Fluchtpunkt angelangt, sprich: rückblickend werden wir Ihnen erst wieder in sieben Tagen eine Woche zusammenfasst haben — bis dahin: danke für Ihre Aufmerksamkeit, schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW47 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Blogistan Panoptikum KW44 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 00:16:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Twitter führt einfach so das neue Listen-Feature ein, während Linzerschnitte und datenschmutz auf Urlaub waren. Höchste Zeit, wieder auf eine Woche Social Media zurück zu blicken: wir laden ein zum Blogistan Panoptikum mit aktuellen Twitter und Facebook News.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der urlaubsbedingten Pause geht es heute an dieser Stelle wieder mit dem gemeinsamen Wochenrückblick von <a href="http://www.linzerschnitte.at" class="liexternal">Linzerschnitte</a> und datenschmutz weiter. Unvorstellbares hat sich schon wieder zugetragen: Twitter unterstützt mit der neuen Funktion “Lists” ein Komfortfeature, mit dem avanciertere Clients schon lange glänzen, die deutsche Regierung steht zur 2-Klassen-Medizin und die 2. Klasse kriegt zukünftig nur mehr <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jahr_2022%E2%80%A6_die_%C3%BCberleben_wollen" rel="nofollow" class="liwikipedia">Soylent Green</a>. Aber wir greifen schon wieder davor, dabei sollten wir doch eigentlich zurückblicken!</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-the-revolution-has-been-televised-copyright-by-digiom" class="liinternal">The revolution has been televised (copyright by <a href="http://digiom.wordpress.com">@digiom</a>)</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-facebook-wird-weniger-viral" class="liinternal">Facebook wird weniger viral</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-gemeinsame-feinde-verbinden" class="liinternal">Gemeinsame Feinde verbinden</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-stehst-du-auf-der-liste" class="liinternal">Stehst du auf der Liste?</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-air-2-0-in-adobes-pipeline" class="liinternal">Air 2.0 in Adobes Pipeline</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-suchergebnis-reputation-management" class="liinternal">Suchergebnis-Reputation-Management</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-der-post-journalismus-journalismus" class="liinternal">Der Post-Journalismus Journalismus</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-mobile-themes-fr-wordpress-com-blogs" class="liinternal">Mobile Themes für WordPress.com Blogs</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-khe-furzen-zuviel" class="liinternal">Kühe furzen zuviel</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-keine-alternative-zur-schweinegrippe-in-sicht" class="liinternal">Keine Alternative zur Schweinegrippe in Sicht</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-foto-der-woche" class="liinternal">Foto der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-ritchies-video-der-woche-found-footage-san-francisco-1958" class="liinternal">Ritchies Video der Woche: Found Footage: San Francisco 1958</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-judiths-video-der-woche" class="liinternal">Judiths Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-lesetipps-der-woche" class="liinternal">Lesetipps der Woche</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-the-revolution-has-been-televised-copyright-by-digiom">The revolution has been televised (copyright by <a href="http://digiom.wordpress.com" class="liexternal">@digiom</a>)</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Ja, jetzt ist es endlich soweit: Auch wir Österreicher dürfen bei der Cloud-Revolution mitspielen! Lange haben wir uns leid gesehen, nun darf auf auch hierzulande eine Web 2.0-Revolution exekutiert werden! Mit allem, was zum Web 2.0 dazugehört:  Facebook Gruppen, Flickr, Twitter, Hashtags, Blogs, Wikis, <a href="http://www.ustream.tv/channel/unsereuni" class="liexternal">Livestreams</a>. Auch würde es Inhalte geben, wurde kolportiert. [/Sarkasmus] </p>
<p>Seit 10 Tagen wird das Wiener Audimax besetzt, und was da an Protestinfrastruktur aus dem Boden gestampft wurde ist ziemlich beeindruckend. So sehr, dass die Medienberichterstattung sowohl in Old– als auch in New Media sich mehr um Livestreams, Voküs und Facebook-Gruppen zu drehen scheint, als um Inhalte. Doch darüber sind alle sich einig: Die Uni-Besetzer in ganz Österreich kann man nur unterstützen. Die Zustände an den Unis sind schon lange unerträglich und die Unterzeichnung der Bologna-Erklärung kommt rückwirkend gesehen einem bildungspolitischen Waterloo gleich. Mein persönliches aktuelles Frusterlebnis in Sachen Bologna-reformierte Uni: Die neuen, verschulten Studiengänge schließen berufsbegleitendes Studieren vollständig aus.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/audimax-besetzung.jpg" alt="audimax besetzung Blogistan Panoptikum KW44 2009" title="audimax-besetzung" width="300" height="225" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid gray;" />Genauso tragisch ist der völlige Ausschluß von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/studenten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Studenten">Studenten</a> und Mittelbau aus sämtlichen entscheidenen Gremien, eine kleine Entdemokratisierung, die uns die schwarz-blaue Koalition vor 8 Jahren bescherte. Und wer so etwas wie das akademische Schlußlicht Europas ist, sollte universitäre Platzprobleme nicht mit Zugangsbeschränkungen lösen. Denn hätte es in den späten 90er Jahren Zugangsbeschränkungen gegeben, hätten wohl viele Jugendliche wie ich, die nicht aus Akademikerfamilien stammen, niemals den Entschluß gefasst, sich das mit dem Studium mal anzusehen. Gegen die Einführung der Studiengebühren hab ich schon vor Jahren demonstriert — dann allerdings meine Meinung revidiert: Nach Einführung der Studiengebühren habe ich (wenn auch zeitversetzt) doch einige merkliche Verbesserungen an den Unis gesehen und würde Studiengebühren kombiniert mit einem entsprechenden Stipendienwesen durchaus für sinnvoll erachten.  Zum Thema “Sexismus an Unis” fällt mir fast nur eins ein: Niemals wieder ist mir an einem Ort so wenig Sexismus untergekommen, wie an der Uni — zumindest aus Studentensicht. Davon abgesehen hat dieses Thema mit dem Kern der Debatte wenig bis nichts zu tun. </p>
<p>Nichtsdestotrotz ist aber auch die Slacktivism Rate bei #unibrennt ziemlich hoch. Fast 24.000 Unterstützer auf Facebook, 1.300 weitere bei der Gruppe “ArbeitnehmerInnen unterstützen die Uni-Proteste”. Klingt großartig. Bei einer geplanten Kundgebung der “ArbeitnehmerInnen” am Nachmittag des 1.11.2009 sind dann von 130 fix angemeldeten und 200 “maybes” knapp 15 Leute erschienen. Und im Audimax auf etwa 50 weitere Besetzer gestoßen. Nicht verwunderlich, neun Tage Besetzung und Protest fordern ihren Tribute. Aber mal ehrlich: in Österreich gibt es knapp 200.000 Studierende — sind alle bisher zuhause gebliebenen mit den Zuständen an Österreichs Unis zufrieden?! Also, Ärsche hoch, Freunde, so schnell kommt die Gelegenheit nicht wieder, etwas verändern zu können — oder es zumindest zu versuchen.</p>
<p>Bleibt nur mehr zu hoffen, dass die Revolution und ihre Basisdemokratie nicht ihre Kinder frisst. Amen. </p>
<p>PS: Wer real unterstützen will: <a href="http://wiki.unsereuni.at" class="liexternal">http://wiki.unsereuni.at</a><br />
Wer lieber beim Slacktivism bleibt: <a href="http://www.facebook.com/home.php#/unsereuni" class="liexternal">Facebook Gruppe “Unsere Uni”</a>, <a href="http://www.facebook.com/search/?q=arbeitnehmerinnen&#038;init=quick#/group.php?gid=169141562370&#038;ref=search&#038;sid=837873218.2429095758..1" class="liexternal">Facebook Gruppe “ArbeitnehmerInnen unterstützen Uni-Proteste”</a>, <a href="http://twitter.com/unibrennt<br />
http://twitter.com/tubrennt">Facebook Page TU Wien brennt</a><br />
Twitter: <a href="http://twitter.com/ugrazbrennt" class="liexternal">@ugrazbrennt</a><br />
<a href="http://www.unsereuni.at" class="liexternal">www.unsereuni.at</a><br />
FlickR: <a href="http://www.flickr.com/unibrennt/" class="liexternal">Uni brennt</a>, <a href="http://www.flickr.com/groups/unibrennt/" class="liexternal">FlickR Gruppe</a></p>
<h2 id="toc-facebook-wird-weniger-viral">Facebook wird weniger viral</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Zynga und Playfish, die zwei größten Anbieter von Social Games auf Facebook, haben gut lachen: sie erzielen mit ihren Spielchen Millioneneinkommen, während Host Facebook noch immer keine positiven Cash-Flow generiert. Die diversen Notification-Messages sollen zukünftig gravierend eingeschränkt werden, wie <a href="http://venturebeat.com/2009/10/26/facebook-tinkering-with-big-changes-that-may-weaken-app-virality/" class="liexternal">VentureBeat</a> berichtet:</p>
<blockquote><p>Facebook is having one-on-one meetings with some of its larger developers detailing a series of changes that could significantly affect the way applications are spread through the social network. […] From what we hear, Facebook is reshuffling  all the traditional channels like notifications and requests that developers use to reach new users and tucking them away in harder-to-reach parts of the Web site. The idea is to give users more control over the information they see on their homepage.</p></blockquote>
<p>Kurz gesagt Spiele werden sich nicht mehr so einfach viral verbreiten, und mit den nervigen Dauer-Requests dürfte auch bald Schluss sein. VentureBeat kennt noch mehr Details: so sollen alle Notifications mittelfristig in die Inbox wandern. Spielehersteller werden sich zukünftig als verstärkt auf bezahlte Werbung verlassen müssen, um ihr Publikum zu finden.</p>
<h2 id="toc-gemeinsame-feinde-verbinden">Gemeinsame Feinde verbinden</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Gerald Wagner hat in der <a href="http://www.faz.net/s/Rub5C2BFD49230B472BA96E0B2CF9FAB88C/Doc~EAC3EEFC640B44C3B88BAEFE6CBE6EE7F~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton" class="liexternal">FAZ</a> über Facebook nachgedacht und bringt unter dem mehr als hochtrabenden Titel “Eine Soziologie von Facebook” einige relativ lose Gedanken zum Ausdruck. Von der provokanten Eingangsfrage bis zu ihrer Beantwortung braucht der Autor aber gerade mal einen Absatz:</p>
<blockquote><p>Facebook ist zum neuen Leitmedium des Internets geworden. Lernen wir von Facebook entscheidende Verschiebungen im Sozialen, neue Vergesellschaftungsformen, gar auf Kosten der alten?<br />
[…]<br />
Sollte Facebook, wie es vielerorts behauptet wird, stellvertretend für eine Kultur der “neuen Verknüpfungsformen” stehen, wäre es eine Verbindung von größter Beliebigkeit mit Folgenlosigkeit.</p></blockquote>
<p>Der Essay ist unbedingt lesenswert, weil er in seiner bemerkenswert verständnislosen Kritik das größte Social Network mit einer Art Personenregister verwechselt und dann zum Schluss kommt, dieses funktioniere nicht so gut wie ein Polizeicomputer:</p>
<blockquote><p>Ist das Insistieren auf dem Recht auf Neuanfänge, auf Häutungen und Brüche im Leben nicht viel zeitgemäßer als das bleischwere Herumwühlen von Facebook in meiner Vergangenheit? Sind wir nicht gerade darum in den Achtzigern nach Berlin gegangen? Nicht bei Facebook. Mit fröhlicher Penetranz zieht es aus entlegenen Winkeln meiner Biographie einen Kronzeugen der Kontinuität hervor. Es gibt kein nachtragenderes Medium. Damit beharrt dieses Netzwerk eigentlich auf einem Leitmotiv der qualitativen Sozialforschung, nämlich von der narrativen Identität der Persönlichkeit auszugehen. Das Netz verspricht, jedem seine Geschichte erzählen zu können. Dass die auf ein paar durchquerte Institutionen und verblichene Gesichter zusammenschrumpft, scheint keinen Unterschied zu machen.</p></blockquote>
<p>Ich jedenfalls habe noch keine Beschwerde darüber gehört, dass ein “Telefonbuch ja bloß Nummern, Namen und Adressen enthält”.</p>
<h2 id="toc-stehst-du-auf-der-liste">Stehst du auf der Liste?</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Dieser Satz hat nun eine völlig neue Bedeutung: Waren bisher meistens Gratiseintritte zu mehr oder weniger exklusiven Events mit dieser Frage in Verbindung zu bringen, geht es nun darum, auf möglichst vielen Twitterlisten zu stehen — und wenn nicht dass, dann wenigstens möglichst viele Twitterlisten anzulegen. Twitterlists gibt den Usern die Möglichkeit, mehrere Tweeper thematisch zu filtern und diese Listen beliebig zu betiteln. Alle Infos dazu gibt’s am offiziellen <a href="http://blog.twitter.com/2009/10/theres-list-for-that.html" class="liexternal">Twitter Blog</a>.</p>
<p>Tweetdeck und Seesmic Desktop User haben bei den Twitterlists wahrscheinlich eh nur gelangweilt gegähnt, kennen beide Clients das Feature unter der Bezeichnung “groups” ja schon länger. Bald soll auch eine <a href="http://blog.louisgray.com/2009/10/tweetdeck-promises-to-integrate-twitter.html" class="liexternal">Synchronisation</a> via Twitter API möglich sein.</p>
<p>Ach ja, und wer schon immer mal in San Francisco beim coolsten Startup der Welt arbeiten wollte — Twitter is <a href="http://twitter.com/jobs" class="liexternal">hiring</a>! </p>
<h2 id="toc-air-2-0-in-adobes-pipeline">Air 2.0 in Adobes Pipeline</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Nicht bloß heiße Luft: AIR hat sich als beliebte Plattform für Social Media Clients fest etabliert, mit der zweiten Auflage wollen die Adobe Labs ihrem Framework neue Features verpassen. <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/air_20_coming_soon_multitouch_audio_recording_less.php" class="liexternal">ReadWriteWeb</a> weiß, warum effizienterer Umfang mit Speicherressourcen dringend notwendig ist:</p>
<blockquote><p>The New York Times for example, one of the most new-media capable old-school institutions in the US, recently asked its staff to stop using the AIR app Tweetdeck because it’s such a memory hog. That’s probably one of the reasons why Times staff appears to be posting to Twitter less these days.</p></blockquote>
<p>Weiters wird AIR 2.0 Multitouch-Gesten und lokales Audio-Encoding beherrschen — bis zum Release werden aber noch einige Panoptika ins Land ziehen, Adobe plant die erste Jahreshälfte 2010 an. Jede Menge nicht unbedingt nützlicher, aber zumindest hübscher Air-Applikationen findet man übrigens auf <a href="http://refreshingapps.com/" class="liexternal">refreshingapps.com/</a>.</p>
<h2 id="toc-suchergebnis-reputation-management">Suchergebnis-Reputation-Management</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Große neue Erkenntnisse hat der Beitrag im offiziellen <a href="http://googleblog.blogspot.com/2009/10/managing-your-reputation-through-search.html" class="liexternal">Google Blog</a> auch nicht zu bieten — zumindest der Tipp “zuerst nachdenken, dann veröffentlichen” kann getrost als alter Hut gelten:</p>
<blockquote><p>The first step in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/reputation-management/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Reputation Management">reputation management</a> is preemptive: Think twice before putting your personal information online.</p></blockquote>
<p>Interessanter ist das schon der Teil übers “proaktive Publizieren”: wenn man lästige Infos schon nicht los wird, weil der Webmaster der Drittseite partout nicht agieren will, muss man eben gegensteuern. Google empfiehlt dazu unter anderem, eine öffentliche Profilseite im eigenen Haus <a href="http://www.google.com/profiles" class="liexternal">anzulegen</a>: in der Tat eine oft übersehene Funktion, die das Potential hat, mittelfristig Xing und LinkedIn überflüssig zu machen.</p>
<h2 id="toc-der-post-journalismus-journalismus">Der Post-Journalismus Journalismus</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> <a href="http://blogs.law.harvard.edu/doc/2009/10/31/toward-post-journalism-journalism/" class="liexternal">Doc Searl</a> berichtet über eine Round-Table Diskussion zum Thema “Geld verdienen mit Medien im 21. Jahrhundert”, an der unter anderem Sherry Turkle und Virginia Postrel teilnahmen. Die Zusammenfassung ist unbedingt lesenswert und fasst die Verwobenheit von Technologie, Wirtschaftsorganisation und Medienmodellen sehr gut zusammen:</p>
<blockquote><p>he Net employs a principle called end-to-end. Among other things, it assumes that the bulk of intelligence is at the ends of the network — with people and the devices serving them — rather than in the middle, where the phone companies used to be, back when they thought, as old-fashioned formerly modern industrial companies, that most of the network’s intelligence should reside, and make decisions for us.</p></blockquote>
<h2 id="toc-mobile-themes-fr-wordpress-com-blogs">Mobile Themes für WordPress.com Blogs</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> WordPress.com Blogs sind ab sofort standardmäßig mit Mobile Themes ausgestattet, wie <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/wordpress_mobile.php" class="liexternal">ReadWriteWeb</a> berichtet. Zwar kommen moderne <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/smartphone/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Smartphone">Smartphone</a> mit leistungsfähigen Browsern, doch allein schon aufgrund des kleineren Displays und der schnelleren Ladezeiten empfehlen sich optimierte Templates. Wer sein Blog selbst hostet, hat die Qual der Wahl zwischen dem iPhone-optimierten <a href="http://www.bravenewcode.com/wptouch/" class="liexternal">WPTouch</a> und <a href="http://wordpress.org/extend/themes/carrington-mobile" class="liwp">Carrington Mobile</a>. Beide Themes kommen als Plugins daher und lassen sich in Windeseile konfigurieren. Denn:</p>
<blockquote><p>From the slow emergence of mobile reading and publishing to the unwillingness of carriers to solve bandwidth problems, it’s clear that the mobile web is still in its very early stages. For now, little things like this make a very big difference.</p></blockquote>
<h2 id="toc-khe-furzen-zuviel">Kühe furzen zuviel</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> So manches langgezogene “Muhhhh!” könnte in Wahrheit ein klimaschädigender Darmwind sein, glaubt man Lord Stern, einer der “führenden Experten für Klimawandel” (wobei ich mir sicher bin, wodurch genau sich Expertentum in diesem Bereich auszeichnet). Als er jung war, gab’s noch lustige Promille-Straßenrennen, bald wird einem die Polizei den Führerschein auch ab 0,5 Gramm tierischem Eiweiß in der Atemluft <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Fleisch-essen-wird-einst-so-verpoent-sein-wie-betrunken-Autofahren/story/29078958" class="liexternal">abnehmen</a>:</p>
<blockquote><p>Und er prophezeit gar, dass der Fleischverzehr in Zukunft gesellschaftlich so geächtet sein wird, wie es heute das Autofahren in betrunkenem Zustand ist. “Ich bin jetzt 61 und die Einstellung gegenüber Alkohol am Steuer hat sich seit meiner Studentenzeit radikal verändert”, so Lord Stern. Der Ökonom rät den Teilnehmern der Weltklimakonferenz Ende Dezember in Kopenhagen, darauf hinzuwirken, dass die Preise für Fleisch erhöht werden.</p></blockquote>
<p>Das Methan der Kühe (CH4) sei als Treibhausgas 21mal effektiver als jenes furchtbar schädliche CO2, das beispielsweise Menschen beim Ausatmen produzieren. Wollen wir bis Ende des Monats eine unmittelbar bevorstehende Klimakatastrophe verhindern, gibt’s also nur zwei Varianten: entweder werden *alle* bis Ende der Woche Vegetarier. Vorher gibt’s aber noch eine große Schlachtplatte samt Café Latte, die ganzen Kühe müssen ja weg. Oder die Franzosen hören auf, soviel alten Käse zu essen — das könnte der Menschheit eine Verschnaufpause von mehreren Jahrzehnten verschaffen.</p>
<h2 id="toc-keine-alternative-zur-schweinegrippe-in-sicht">Keine Alternative zur Schweinegrippe in Sicht</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Was als relativ harmloser Twitter-Virus begann, entwickelte sich zu einem medialen Flächenbrand, an dem selbst <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/146376" class="liexternal">Telepolis</a> nicht mehr vorbei kommt:</p>
<blockquote><p>In Deutschland zieht das Zwei-Klassen-System nun ganz offiziell als Regierungspolitik ein. Während die Regierung für das gemeine Volk 50 Millionen Pandemrix-Impfdosen mit Wirkverstärker vom Pharmakonzern Glaxosmithkline bestellte, orderte man für das Kabinett, die Bundesbehörden und die Bundeswehr 200.000 Celvapan-Impfdosen von Baxter. Sie sind ohne Wirkverstärker und sollen verträglicher sein.</p></blockquote>
<p>Ein einziges PR-Desaster, diese Schweinegrippe — nach der jahrhundertelangen Ächtung des Schweinefleisch durch Moslems nun das: kein Wunder, das Verschwörungstheoretiker komplexe Pläne vermuten. Die <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article3656217/Schweinegrippe-alles-eine-grosse-Verschwoerung.html" class="liexternal">Welt Online</a> hat umfassend recherchiert:</p>
<blockquote><p>So schnell wie die Schweingrippe verbreiten sich wilde Theorien dazu: Tote Schweine in China, fiese Industriefarmen in Mexiko sowie eine Verschwörung von al-Qaida und mexikanischen Drogenkartellen – all dies sind nur einige der Erklärungsversuche, die sich um den Ausbruch der Krankheit ranken.</p></blockquote>
<p>Eines steht jedenfalls fest — exotische Tiere sind wenig gefährdet, ein mm&gt;Schneckenschnupfen oder <em><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hummer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hummer">Hummer</a> Hirnsausen</em> eigenen sich nicht für die Massenhysterisierung. Doch ich zittere mit Alinaluna um die armen <a href="http://esoterikforum.at/forum/showthread.php?p=2229638" class="liexternal">Lämmchen</a>:</p>
<blockquote><p>Mal gibt’s die Vogelgrippe-Heute kräht kein Hahn mehr danach.…<br />
Vormals war es BSE .….Die Kuh macht auch kein Muh mehr.….<br />
Ich warte bis das mit den Schweinen vorbei ist denn dann kommt die Schafseuche.…Mäh.</p></blockquote>
<h2 id="toc-foto-der-woche">Foto der Woche</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Halloween ist nicht jedermanns Sache. Ich verweigere mich dem jährlichen Kürbis-Zirkus aus Prinzip. Aber dieses Foto fand ich dann echt genial. (Copyright by Burt Zinsler / Facebook):</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/facebook-burt-zinsler.jpg" alt="facebook burt zinsler Blogistan Panoptikum KW44 2009" title="facebook-burt-zinsler" width="600" height="793" style="border:1px solid gray;" /></div>
<h2 id="toc-ritchies-video-der-woche-found-footage-san-francisco-1958">Ritchies Video der Woche: Found Footage: San Francisco 1958</h2>
<p>Das folgende Material hat <a href="http://vimeo.com/jeffaltman" class="liexternal">Jeff Altman</a> im Nachlass seines Großvaters gefunden — die 50er-Jahre Aufnahmen der Fahrt durch San Fran versprühen einen ganz besonderen Retro-Charme:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-judiths-video-der-woche">Judiths Video der Woche</h2>
<p>Sonnenuntergänge am Meer hat jeder schon mal gesehen — aber wohl kaum jemand hat sich daran jemals sattgesehen. Schon gar keine käsigen, sonnenunverwöhnten Ösi-Touristen am Strand von El Palmar an der Costa de la Luz, Spanien. </p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-lesetipps-der-woche">Lesetipps der Woche</h2>
<ul>
<li>“Pumpkin-Carving” ist eine Kunst, die geübt sein will: <a href="http://mashable.com/2009/10/28/halloween-pumpkin-carvings/" class="liexternal">Mashable</a> hat unter anderem einen WordPress– und einen RSS-Kürbis zu bieten.</li>
<li><a href="http://scobleizer.posterous.com/why-i-dont-use-google-reader-anymore" class="liexternal">Scobble mag den Google Reader nicht mehr</a>, denn der sei langsam und mühsam in punkto Freundesverwaltung, sagt Robert.</li>
<li>Digg <a href="http://www.techcrunch.com/2009/10/15/confirmed-digg-acquires-kevin-rose-side-project-wefollow/" class="liexternal">kauft</a> WeFollow und will die Echtzeit-Fähigkeiten mit dem Twitter-Portal steigern (TechCrunch).</li>
<li>Das neue Social Network, für jene, denen Social Networks schon beim Halse raushängen… <a href="http://alleinr.de/" class="liexternal">alleinr</a>!</li>
<li>Nicht ganz so prominent gelegen, wie der neue Helmut-Zilk-Platz mitten in Wien, aber immerhin: Nach Twitter wurde bereits eine Straße <a href="http://edition.cnn.com/2009/WORLD/meast/10/01/twitter.street/index.html?iref=intlOnlyonCNN" class="liexternal">benannt</a>.</li>
<li>Nein, nicht nur den öffentlich-rechtlichen Sendern und dem armen Professor Hademar Bankhofer soll die gute alte Schleichwerbung verboten werden — auch <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogger">Blogger</a> sollen in Zukunft Ethik vor SCHGGG (Schleichwerbung für Geile Gratis Gadgets) <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/11/0,3672,7911147,00.html" class="liexternal">verboten</a> sein… <small>Anm. von dd: fda!!! (full disclosure always :mrgreen:)</small></li>
</ul>
<p>Und das war’s auch schon wieder mit dem Zurückschauen auf 7 Tage mal 24 Stunden mal 60 Minute mal 60 Sekunden, also 604.800 Blogosphärenwochen-Momente. Danke für Ihre hochgeschätzte Aufmerksamkeit, bleiben Sie uns und unserem RSS-Feed treu! Linzerschnitte und datenschmutz wünschen immens erkleckliche Restsonntagsminuten und einen grandiosen Start in die kommende Woche — wir treffen uns morgen im Social Web.</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW44 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Blogistan Panoptikum KW38 2009</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/</link>
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		<pubDate>Sun, 20 Sep 2009 21:16:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Twitter lernt dank Jahjah telefonieren, Google kauft ReCaptcha und koopiert mit Zeitungsverlagen - die vergangene Social Media Woche war gewiss nicht arm an unheimlichen Begegnungen der dritten Art, doch Linzerschnitte und datadirt blicken wie jede Woche unerschrocken auf sieben Tage Blogistan-Business zurück, damit Sie am laufenden bleiben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Soeben noch auf der Futura-Showbühne, und schon wieder mitten im Rückblicken: in den letzten drei Tagen war die Gadget-Dichte bei der größten österreichischen Elektronik-Fachmesse selbst für meine Verhältnisse ungewohnt hoch — eine Reihe von Podcasts folgt in den nächsten Tagen. Aber wir sind ja nicht hier, um nach vorne zu blicken, sondern es geht… nach hinten los: sieben Tage nach hinten, um genau zu sein. Denn in der Blogosphäre geht Unheimliches vor: plötzlich kann man mit Twitter telefonieren, Nintendo Games im Browser spielen und Zeitungen, die aussehen wie Zeitungen, online lesen. <a href="http://www.linzerschnitte.at" class="liexternal">Linzerschnitte</a> und datadirt haben sich nicht erschrecken lassen und präsentieren Ihnen den furchtlosesten Wochenrückblick aller Zeiten!</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-the-internet-didnt-steal-the-audience-we-lost-it" class="liinternal">The Internet didn’t steal the audience, we lost it.</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-dein-twitterfon-macht-ring" class="liinternal">Dein TwitterFon macht Ring</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-nintendo-games-im-browser-spielen" class="liinternal">Nintendo Games im Browser spielen</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-total-bimedial-am-punkt" class="liinternal">Total bimedial: Am Punkt</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-vertrauen-ist-keine-erfindung-des-social-web" class="liinternal">Vertrauen ist keine Erfindung des Social Web</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-big-g-news-google-kauft-recaptcha-und-launcht-fastflip" class="liinternal">Big G News: Google kauft reCAPTCHA und launcht Fastflip</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-details-zum-neuen-twitter-retweet-api" class="liinternal">Details zum neuen Twitter ReTweet-API</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-wie-werde-ich-am-hufigsten-ge-re-tweet-et" class="liinternal">Wie werde ich am häufigsten ge-re-tweet-et?</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-comicempfehlung-ulli-lusts-autobiographie" class="liinternal">Comicempfehlung: Ulli Lusts Autobiographie</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-foto-der-woche-checking-the-hood" class="liinternal">Foto der Woche: Checking the Hood</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-ritchies-videos-der-woche" class="liinternal">Ritchies Videos der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-judiths-video-der-woche" class="liinternal">Judiths Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/#toc-lesetipps-der-woche" class="liinternal">Lesetipps der Woche</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-the-internet-didnt-steal-the-audience-we-lost-it">The Internet didn’t steal the audience, we lost it.</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> Während die Verleger (und auch die Musikindustrie) hierzulande noch denjenigen beschimpft und für ihren Misserfolg verantwortlich macht, den sie eigentlich tätscheln und hätscheln sollte, ist man in the US of Ä wiedermal einen Schritt weiter. Michael Skoler von der Nieman Foundation for Journalism der Harvard University hat sich damit <a href="http://niemanwatchdog.org/index.cfm?fuseaction=background.view&#038;backgroundid=00389" class="liexternal">beschäftigt</a>, warum die Leser/Seher den Mainstream Medien abspenstig geworden sind — und wie man sie gleichzeitig via Social Media zu Usern der eigenen Angebote machen kann:</p>
<blockquote><p>Only the savviest of journalists are using the networks for the real value they provide in today’s culture—as ways to establish relationships and listen to others. The bright news organizations and journalists spend as much time listening on Twitter as they do tweeting.</p></blockquote>
<p>Wie weit Journalisten hierzulande davon noch entfernt sind, zeigt ein Blick in die Followerlisten der “twitternden” Reporter: Die meisten folgen fast ausschließlichen ihren Berufsgenossen. “Kollegenorientierheit” heißt der Fachausdruck für diesen journalistischen Zugang, in dem es eher darum geht, die Kollegen mit dem eigenen Fachwissen zu beeindrucken, als sich an der Zielgruppe zu orientieren. Nun denn, liebe twitternde Journalisten in Österreich — lernt mal schnell dazu, sonst finden eure kleinen Plänkeleien bald unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt! </p>
<h2 id="toc-dein-twitterfon-macht-ring">Dein TwitterFon macht Ring</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> Jajah launchte eine Telefonlösung für Twitter namens JAJAH@call, wie <a href="http://thenextweb.com/2009/09/17/phone-calls-twitter-call-username/" class="liexternal">thenextweb</a> berichtet:</p>
<blockquote><p>You’ll be able to make phone calls via Twitter free of charge to anyone in the world, so long as they follow you back and have JAJAH accounts.<br />
@calls are made without revealing your number and without needing to know the number of the person you wish to call – all you need is their Twitter username.</p></blockquote>
<p>Klingt zu gut, um wahr zu sein? In der Tat könnte Jahjah damit ein großer Wurf gelungen sein, zumindest solange es den Providern weiterhin gelingt, die technisch unbegründete Trennung zwischen Sprach– und Datentelefonie weiter aufrecht zu erhalten. Ein Gespräch zu starten ist in etwa so schwierig, wie ein Tweet abzuschicken:</p>
<blockquote><p>To make a call simply send a tweet with “@call @username” where the ‘username’ is the Twitter name of the person you wish to call. If that person follows you on Twitter, a free two-minute call – the verbal equivalent of a Tweet – will be initiated.</p></blockquote>
<p>Klingt spannend, ich werd das sicher demnächst ausprobieren — vor allem praktisch für kostenspielige Auslandstelefonate.</p>
<h2 id="toc-nintendo-games-im-browser-spielen">Nintendo Games im Browser spielen</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> Stan Schroeder weist auf <a href="http://mashable.com/2009/09/17/chrome-nes/" class="liexternal">Mashable</a> auf eine großartige Zeitvertreibs-URL hin: mit Ben Firshmans <a href="http://benfirshman.com/projects/jsnes/" class="liexternal">JSNES</a> Simulator kann man eine Reihe von älteren Nintendo-ROMs im Browser spielen — die Emulation läuft komplett in JavaScript. Interessant nicht nur als Zeitvertreiben, sondern auch als JIT-Compiler Kraftprobe. Und die ergibt erstaunliche Ergebnisse:</p>
<blockquote><p>Yes, it works in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/firefox/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Firefox">Firefox</a> (<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/firefox/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Firefox">Firefox</a>) 3.5 and in Safari (Safari) 4, but thanks to its JavaScript optimizations, it runs about 10 times faster in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/chrome/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Chrome">Chrome</a>.</p></blockquote>
<p>Das entspricht eigentlich ganz meinen Erfahrungen mit dem aktuellen 3.5er Feuervogel, der nicht nur im Vergleich zu Chrome, sondern sogar zum 3er-Vorgänger unglaublich lahmt. Ich hoffe, dass die FF-Entwickler die Stabilitäts– und Performanceprobleme in den Griff bekommen, denn aufgrund der Add-On Vielfalt ist Firefox für Webprofis nach wie vor unersetzlich.</p>
<h2 id="toc-total-bimedial-am-punkt">Total bimedial: Am Punkt</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> Persönliches Highlight der Woche war der Launch des neuen Diskussionsformat “Am Punkt” auf ATV und damit verbunden der erste Einsatz für ein weiteres Datenschmutz-Linzerschnitten-und auch <a href="http://kamleitner.com" class="liexternal">Subnet</a> Gemeinschaftsprojekt. “Am Punkt” ist das erste bimediale Format eines österreichischen Fernsehsenders und dank Subnet/Michi Kamleitner auch das erste Format mit einem Facebook Livestream. Das Prinzip ist einfach: Auf dem Weblog <a href="http://blog.atv.at/ampunkt" class="liexternal">blog.atv.at/ampunkt</a> wird montags ein Thema für die Sendung veröffentlicht. Von diesem Zeitpunkt an können User/Seher Fragen stellen;  per Mail (ampunkt@atv.at), via Video, <a href="http://twitter.com/ampunkt" class="liexternal">Twitter</a> oder <a href="http://facebook.com/ampunkt" class="liexternal">Facebook</a>. Während der Live-Sendung kommt noch der Facebook Livestream hinzu, der ebenfalls am <a href="http://blog.atv.at/ampunkt/livesendung" class="liexternal">Blog</a> eingebunden ist. Sensationelles Ergebnis der Premiere: Mehr als 800 User-Kommentare über die verschiedenen Feedback-Kanäle — und ein Marktanteil von über 5 Prozent bei der eher fernsehunwilligen Zielgruppe der 12 — 29-Jährigen. “Am Punkt” gibt’s immer mittwochs um 21.50 Uhr auf ATV.</p>
<h2 id="toc-vertrauen-ist-keine-erfindung-des-social-web">Vertrauen ist keine Erfindung des Social Web</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> In <a href="http://outspokenmedia.com/online-marketing/old-is-new-marketing/" class="liexternal">Old School vs. New School Marketing</a> beschreibt Lisa Barone eine lehrreiche Konversation mit ihrem Vater, dem sie einige Social Media <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/marketing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Marketing">Marketing</a> Bücher geschickt hatte::</p>
<blockquote><p>After reading the books, he called me this morning. To yell at me. In Italian.<br />
What the hell was wrong with me? Why was I insulting him? Did I think he was an idiot? He’s a successful business man. He knows all about trust and customers and building relationships and running a small business. He had been doing it for years. The information I sent him was nothing new. Why haven’t I learned to cook yet?</p></blockquote>
<p>Fazit des Artikels: Vertrauen war schon immer der wichtigste Erfolgsfaktor, allerdings trägt das Internet den Word-of-Mouth Effekt weit über geographische Grenzen hinaus:</p>
<blockquote><p>The basic principles of business and marketing haven’t changed. However, that doesn’t mean people are any better about implementing them. Today’s empowered consumer means that “the basics” are more important than ever. Because now if someone doesn’t like you, it’s not just them and their three friends that hear about it. We all hear.</p></blockquote>
<h2 id="toc-big-g-news-google-kauft-recaptcha-und-launcht-fastflip">Big G News: Google kauft reCAPTCHA und launcht Fastflip</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> Die allgegenwärtigen Captchas nerven Internet-User jeden Tagen — und sind doch eines der wenigen probaten Mittel gegen die total Ver–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spam/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spam">Spam</a>–Bottung des Internet. Das populäre und von vielen Third-Party Webmastern eingesetzte reCAPTCHA System zeichnet sich durch Crowd-Sourcing-Mehrwert aus, die User greifen OCR-Software bei schwierigen Fällen sozusagen unter die Arme:</p>
<blockquote><p>But there’s a twist — the words in many of the CAPTCHAs provided by reCAPTCHA come from scanned archival newspapers and old books. Computers find it hard to recognize these words because the ink and paper have degraded over time, but by typing them in as a CAPTCHA, crowds teach computers to read the scanned text.</p></blockquote>
<p>Das Google sich nun reCAPTCHA <a href="http://googleblog.blogspot.com/2009/09/teaching-computers-to-read-google.html" class="liexternal">einverleibt</a> hat, ist nur konsequent — der Mehrwert für Google Books ist gewaltig. Und wo wir schon beim Thema Papier sind: ebenfalls vergangene Woche <a href="http://googleblog.blogspot.com/2009/09/read-news-fast-with-google-fast-flip.html" class="liexternal">launchte</a> Google offiziell den neuen Newsreader <a href="http://fastflip.googlelabs.com/" class="liexternal">Fastflip</a>: </p>
<blockquote><p>Fast Flip is a new reading experience that combines the best elements of print and online articles. Like a print magazine, Fast Flip lets you browse sequentially through bundles of recent news, headlines and popular topics, as well as feeds from individual top publishers.<br />
[…]<br />
To build Google Fast Flip, we partnered with three dozen top publishers, including the New York Times, the Atlantic, the Washington Post, Salon, Fast Company, ProPublica and Newsweek. These partners will share the revenue earned from contextually relevant ads. This gives publishers an opportunity to introduce new readers to their content. It also tests our theory that being able to read articles faster means people will read more of them, driving more ad revenue to publishers.</p></blockquote>
<p>Auffällig ist, wie stark sich Fast Flip an konventionellem Print-Layout orientiert — und noch bemerkenswerter finde ich, dass traditionelle Verlagshäuser im Taumel des Niedergangs sich wohl langsam mit der Vorstellung abfinden, zukünftig als Content-Generatoren mit Affiliate-Beteiligung zu überleben, bis sie dann endlich von Google gekauft werden <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Blogistan Panoptikum KW38 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> </p>
<h2 id="toc-details-zum-neuen-twitter-retweet-api">Details zum neuen Twitter ReTweet-API</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> Wir haben bereits darüber berichtet, dass Twitter die bislang “informelle” ReTweet Funktion (also das Kennzeichnen von weitergeleiteten Tweets mit RT, quasi ein Pendant zum E-Mail Forward) in die nächste API-Version als Core-Feature integrieren wird. <a href="http://news.cnet.com/8301-13577_3-10356837-36.html?part=rss&#038;subj=news&#038;tag=2547-1_3-0-20" class="liexternal">CNET News</a> kennt einige Details zur Implementation. Besonders spannend: der ReTweet-Faktor könnte sich zu einer Art Pagerank-Äquivalent entwickeln — und bei mehr als 100 ReTweets gibt’s einen Cut-Off:</p>
<blockquote><p>What’s interesting is that the new format, assuming that this is how the timeline ends up looking, can provide a quick, one-glance way to see just how influential a given Twitter user or individual tweet is, adding a new dimension to measuring Twitter influence beyond the follower count. If you see a lot of little retweet icons, for example, you might stop and take a closer look at a tweet (or the user behind that tweet) that you might otherwise have skimmed past.<br />
What’s also interesting is that it looks like retweet counts get cut off at 100, with higher ones displayed as simply “100+.” I’m guessing that, say, CNN Breaking News generally gets a lot more than that.</p></blockquote>
<h2 id="toc-wie-werde-ich-am-hufigsten-ge-re-tweet-et">Wie werde ich am häufigsten ge-re-tweet-et?</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> Gespannt wartet die Twitteria bereits auf die Implementierung des neuen “Retweet” Features auf Twitter. Erste Einblicke gibt es bereits (siehe vorigen Beitrag) — und auch eine gewisse <a href="http://geekandpoke.typepad.com/geekandpoke/2009/08/twitterers-favorite-pets-part-1.html" class="liexternal">Retweet-Müdigkeit</a> bei dem einen oder anderen Twitteruser lässt sich nicht von der Hand weisen. Die <a href="http://karrierebibel.de/twitters-noch-einmal-sam-wann-ist-die-beste-zeit-fur-retweets/" class="liexternal">Karrierebibel</a> hat sich diese Woche mal Retweet-Statistiken genauer angesehen und den besten Zeitpunkt ausfindig gemacht, um einen Retweet-werten Tweet auszusenden: Immer mittwochs, gegen 17 oder 22 Uhr. Und dazu gibt’s noch folgende Tipps:</p>
<blockquote><ul>
<li>Schreiben Sie keinen Eintrag, der länger ist als durchschnittlich 120 Zeichen (140 ist das Maximum bei Twitter). Grund: Die anderen brauchen noch Platz für den ReTweet-Kopf: RT @IhrName.</li>
<li>ReTweeten Sie selbst. Wer sich an der Mundpropaganda nicht beteiligt, kann auch nicht auf eigenen Tratsch hoffen. Übertreiben sollten Sie es aber auch nicht damit.</li>
<li>Wenn Sie retweetet werden möchten, sollte Ihr Eintrag auch einen Nutzen bieten. Ob Humor, Erkenntnisse oder eine interessante Fundstelle im Netz – alles ist erlaubt. Nur keine Selbstpreisungen.</li>
</ul>
</blockquote>
<p>.</p>
<h2 id="toc-comicempfehlung-ulli-lusts-autobiographie">Comicempfehlung: Ulli Lusts Autobiographie</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /> “Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens” heißt der autobiographische Comic meiner lieben Freundin Ulli Lust. Und im Gegensatz zu uns Normalsterblichen hat Ulli vor allem eines: etwas zu erzählen. Ach ja, und auch das Talent, diese Erzählungen kunstvoll in Worte und Bilder zu fassen. Mit 17 Jahren setzte sich die damalige Punkerin Ulli mit einer Freundin per Autostopp für zwei Monaten nach Sizilien ab und lernte dort das Leben von seinen schönen und auch sehr unschönen Seiten kennen. Mafia, harte Drogen, Vergewaltigung und falsche Freunde inklusive. 25 Jahre später hat sie diese Reise in einer Comic Autobiographie festgehalten, von der die <a href="http://www.faz.net/s/RubBE163169B4324E24BA92AAEB5BDEF0DA/Doc~E67225FBD38024B2086F0C30505AA5F95~ATpl~Ecommon~Scontent.html" class="liexternal">FAZ</a> meint, er sei eine Sensation.<br />
Eine <a href="http://www.wiljes.com/~reprodukt/graphic-novel.info/lust_der_letzte_tag_vorschau.pdf" class="lipdf">Leseprobe</a> gibt’s im PDF-Format, Ullis elektronischer Comicverlag ist unter <a href="http://www.electrocomics.com/" class="liexternal">Electrocomics.com</a> zu finden, bei Amazon kann man bereits <a href="http://www.amazon.de/gp/product/3939080365?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwusbsti-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=19454&#038;creativeASIN=3939080365" class="liexternal">vorbestellen</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=httpwwwusbsti-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=3939080365" width="1" height="1" border="0" alt=" Blogistan Panoptikum KW38 2009" style="border:none !important; margin:0px !important;" title="Blogistan Panoptikum KW38 2009" /></p>
<h2 id="toc-foto-der-woche-checking-the-hood">Foto der Woche: Checking the Hood</h2>
<p><a href="http://www.flickr.com/photos/jonhurd/" class="liexternal">Laertes</a> hat Oola auf ihrem Wachtposten <a href="http://www.flickr.com/photos/jonhurd/565216/" class="liexternal">geknipst</a>. Dass Hunde aufmerksam ihre Umgebung studieren, ist nicht weiter außergewöhnlich — die Sitzposition dagegen durchaus:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/09/oola.jpg" alt="oola Blogistan Panoptikum KW38 2009" title="oola" width="600" height="833" style="border:1px solid gray;" /></div>
<h2 id="toc-ritchies-videos-der-woche">Ritchies Videos der Woche</h2>
<p>Diese Woche konnte ich mal wieder nicht entscheiden — zuerst mal zum Ernst des Lebens: Das AdWords System ist weder ein Buch noch trägt es sieben Siegel — allerdings fällt es Anfängern nicht gerade leicht, die Entstehung des AdRanks zu verstehen, der einen gravierenden Einfluss auf den Klickpreis hat. Dieses Video beseitigt alle Klarheiten: Googles Chefbuchhalter Hal Varian erklärt, wie die Ad Auctions funktionieren: ein Must-See für jeden AdWords-Nutzer!</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Noch unterhaltsamer: <em>Facebook Manners and you</em>. Großartiges Tutorial über Beziehungs-Dos and Don’ts im Stil von 50er-Jahre Benimmfilmchen:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-judiths-video-der-woche">Judiths Video der Woche</h2>
<p>Nachdem Herr Datenschmutz auch diese Woche wieder den einen oder anderen Wuff bemüht, um Sie, werte Leser, auf die Hundeseite zu ziehen, muss auch etwas für die Katzenseite getan werden. Und die lieben Kätzchen machen es mir einfach — denn selbst beim Wassertrinken sind Katzen einfach nur cool,. Verschwenderisch, aber geradezu gottgleich.</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw38-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-lesetipps-der-woche">Lesetipps der Woche</h2>
<ul>
<li>Nicht unbedingt zum Lesen, aber dafür zum Angucken und verwenden: <a href="http://sixrevisions.com/tools/22-awesome-adobe-air-applications-for-designers/" class="liexternal">Six Revisions</a> hat 22 “Awesome Adobe Air Applications for Designers” zusammengestellt — nicht alle sind Awesome, aber Freeware-Freunden finden durchaus einige Schmankerl.</li>
<li>Auf 3rd Party Betreiber angewiesen zu sein, kann sich schnell als Bumerang erweisen — Andy Oram argumentiert am O’Reilly Radar ausführlich für <a href="http://radar.oreilly.com/2009/09/rss-never-blocks-you-or-goes-d.html" class="liexternal">dezentralisierte Social Networks</a>.</li>
<li>Gefundenes Fressen für Geeks mit Faible für historische Forschungen: die <a href="https://www.icg.tugraz.at/~daniel/HistoryOfMobileAR/" class="liexternal">Geschichte der augmentierten Realität</a></li>
<li>Das Weiße Haus stellt einen Social Media Archivar ein — <a hre="http://mashable.com/2009/09/16/white-house-records/">Mashable</a> kennt die Job Description.</li>
</ul>
<p>Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres Rückblicks angelangt — vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Nächste Woche werden auf datenschmutz die Gewinner der Albertina-Führung und des Herzlos-Krimis bekannt gegeben — bleiben Sie dran! Linzerschnitte und datadirt wünschen einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW38 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Blogistan Panoptikum KW36 2009</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 21:45:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Linzerschnitte und datenschmutz haben wie jeden Sonntag zurück geblickt, damit sie beruhigt nach vorne schauen können. Und der Gmail Ausfall war nicht das einzige Katastrophen-Highlight der vergangenen Woche!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schon wieder Sonntag, aber das letzte Wort der Woche fehlt noch, aber keine Sorge: durch Medien-Kunstausstellungen zu mäandern hält niemanden vom Rückblicken ab, ganz im Gegenteil: zumal doch in der vergangenen Woche sich Unvorstellbares zutrug — und wir sprechen hier nicht von Dominiks neuer Aufgabe als Seitenblicke-Spielertrainer. Und diese Woche gilt: only bad news are good news! Gmail war down, das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> gehört Google, eBook Reader sind viel zu teuer, SEO ist tot und WordPress-Installationen werden gehackt: sozusagen eine Traum-Woche für den Katastrophenjournalisten in uns. Wie immer begrüßen Sie <a href="http://www.linzerschnitte.at" class="liexternal">Linzerschnitte</a> und datenschmutz herzlichst zum Höllenritt durch sieben Tage Blogosphärenwahnsinn — dieses Panoptikum ist für Leser aller Altersstufen teilweise unbedenklich.</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-liebes-internet-gratulation-zum-40er" class="liinternal">Liebes Internet, Gratulation zum 40er!</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-ein-bisschen-twitter-theorie" class="liinternal">Ein bisschen Twitter-Theorie</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-die-gmail-misere" class="liinternal">Die Gmail Misere</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-ebook-reader-noch-immer-viel-zu-teuer" class="liinternal">eBook Reader noch immer viel zu teuer</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-all-your-internets-are-belong-to-google" class="liinternal">All your internets are belong to Google</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-seo-wechsel-dich" class="liinternal">SEO, wechsel dich!</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-html-5-kommt-im-laufschritt" class="liinternal">HTML 5 kommt im Laufschritt</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-wie-man-wordpress-sichert" class="liinternal">Wie man WordPress sichert</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-foto-der-woche" class="liinternal">Foto der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-ritchies-video-der-woche" class="liinternal">Ritchies Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-judiths-video-der-woche-bacon-is-good-for-me" class="liinternal">Judiths Video der Woche: Bacon is good for me!</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/#toc-lesetipps-der-woche" class="liinternal">Lesetipps der Woche</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-liebes-internet-gratulation-zum-40er">Liebes Internet, Gratulation zum 40er!</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> Unser Lieblings-Netzwerk wurde vierzig — vor vier Dekaden begannen Len Kleinrock und sein Team am UCLA mit den ersten Tests für ein Kommunikationsnetzwerk, das verschiedene <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/universitaet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Universität">Universität</a> verbinden sollten und einen freien Informationsaustausch ermöglichen. Uneingeschränkte Partylaune will sich bei der <a href="http://www.nytimes.com/aponline/2009/08/31/business/AP-US-TEC-Internet-at-40.html?_r=2&#038;scp=1&#038;sq=40%20years%20internet&#038;st=cse" class="liexternal">New York Times</a> dennoch nicht einstellen:</p>
<blockquote><p>There’s still plenty of room for innovation today, yet the openness fostering it may be eroding. While the Internet is more widely available and faster than ever, artificial barriers threaten to constrict its growth.<br />
Call it a mid-life crisis.</p></blockquote>
<p><a href="">Der Standard</a>, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copycat/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copycat">Copycat</a> Nr. 1 unter den österreichischen “Qualitätszeitungen”, würdigt das Jubiläum mit einer würdigen Übersetzung und gibt lustigerweise als Quelle AP/APA an:</p>
<blockquote><p>Für Innovationen ist zwar sicher immer noch genug Raum da, aber die Offenheit scheint doch zu schwinden. Vielleicht erlebt das Internet ja gerade so etwas wie seine Midlife-Crisis.</p></blockquote>
<p>Vielleicht erlebt ja der Printjournalismus gerade seine End-of-Life Krise?</p>
<h2 id="toc-ein-bisschen-twitter-theorie">Ein bisschen Twitter-Theorie</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> Kevin Marks’ <a href="http://epeus.blogspot.com/2009/03/how-twitter-works-in-theory.html" class="liexternal">How Twitter works in theory</a> gehört wohl zu den meist-zitierten Artikeln der Woche — bis 2007 war der Autor Head Engineer bei Technorati (und seit er für BT arbeitet, ist offensichtlich niemand mehr in der Lage, den Spider zum Arbeiten zu bewegen). Der gelernte Kommunikationswissenschaftler würde ein paar Schlagwörter samt rudimentärer Erklärung vermutlich nicht unbedingt als genuine Theorie des Micro-Blogging durchgehen lassen, aber lesenswert sind Kevins Ideen allemal:</p>
<blockquote><p>At its heart Twitter is a flow — it doesn’t present an unread count of messages, just a list of recent ones, so you don’t have email’s inbox problem — the implicit pressure to turn bold things plain and get that unread number down. Instead, you can dip in and out of it, when you have time, and what you see is notes from people you care about.</p></blockquote>
<h2 id="toc-die-gmail-misere">Die Gmail Misere</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> Okay, ich geb’s zu: der rund 100 Minuten dauernde Gmail-Ausfall von letzter Woche ist mir nicht einmal aufgefallen, allerdings nutze ich Googles Kommunikationsservice auch lediglich auf meinen Homepages als relativ spam-resistente öffentliche Kontaktadresse und Durchgangsstation zu meinem “richtigen” Mailserver. Geschuldet war der eher ungewöhnliche Ausfalle laut <a href="http://gmailblog.blogspot.com/2009/09/more-on-todays-gmail-issue.html" class="liexternal">Gmail Blog</a> überforderten Routern:</p>
<blockquote><p>At about 12:30 pm Pacific a few of the request routers became overloaded and in effect told the rest of the system “stop sending us traffic, we’re too slow!”. This transferred the load onto the remaining request routers, causing a few more of them to also become overloaded, and within minutes nearly all of the request routers were overloaded. As a result, people couldn’t access Gmail via the web interface because their requests couldn’t be routed to a Gmail server. IMAP/POP access and mail processing continued to work normally because these requests don’t use the same routers.</p></blockquote>
<p>Dieses Szenario wird sich laut Google nicht mehr wiederholen, veranlasste aber Joe Kissell auf <a href="http://www.macworld.com/article/142570/2009/09/desktopmail.html" class="liexternal">Macworld.com</a> zu einem Lob des Desktop-E-Mail Clients. Grundsätzlich teile ich ja Joes Meinung, aber dieses Argument bestätigt durchaus totgeglaubte Vorurteile gegenüber Mac-Usern:</p>
<blockquote><p>I’ll still take a desktop e-mail client (such as Apple Mail, Microsoft Entourage, or Mozilla Thunderbird) any day. Why? Well, there is the issue of outages like the one Gmail experienced this week. I like to be able to access my e-mail whenever I want.</p></blockquote>
<p>Man fühlt sich versucht, ins Kontaktformular zu schreiben: “It’s in the server, st00pid!” Im Zeitalter des mobilen E-Mail Zugangs macht Pop3 einfach keinen Sinn mehr — und wenn die Gegenstelle, spricht der Mailserver, nicht mehr will, dann hilft auch der beste lokale Client nicht weiter… aber meist ist bloß ein bisschen Geduld gefragt, also nicht gleich ausfreaken, wenn mal ein paar Minuten nix geht, meint <a href="http://jkontherun.com/2009/09/04/this-weeks-gmail-outage-its-only-email-get-over-it/" class="liexternal">JK</a>:</p>
<blockquote><p>I heard all kinds of complaints when Gmail went down. People saying that email service X would never go down like that. Or others saying that Google OWED us to keep Gmail up and running. Give me a break, stuff happens. When I was in the corporate world it was oh, so common to hear employees at some large company or another wandering down the halls claiming that “email is down again.” And this is the fancy corporate Exchange Server that only has to keep their own employees working. Stuff happens.</p></blockquote>
<h2 id="toc-ebook-reader-noch-immer-viel-zu-teuer">eBook Reader noch immer viel zu teuer</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> 199$ klingen nicht gerade nach Luxusgegenstand – so viel kostet Sonys neuer eBook Reader bei Amazon.us. Aber das ist den meisten potentiell digitalen Leseratten immer noch viel zu teuer, wie eine aktuelle <a href="http://www.forrester.com/Research/Document/Excerpt/0,7211,53824,00.html" class="liexternal">Studie</a> von Forrester Research belegt:</p>
<blockquote><p>Even among frequent readers with a household income above $75,000, current prices put e-book devices firmly in the expensive luxury category. Forrester’s survey of 4,700 online consumers in the U.S. found average consumers believe the value of e-book readers to be between $50 and $99, well below the cheapest reader on the market today. Only 14 percent of consumers said that prices of $199 or higher fall even within the “It’s expensive but I might consider it” range, according to Forrester.</p></blockquote>
<p>Da liegt der Gedanke an die Preisstützung beim Handy natürlich nahe: wenn digitale Inhalte über Abos vertrieben werden sollen, dann brauchen die Lesegeräte allerdings mindestens WiFi, wenn nicht gar UMTS oder zumindest EDGE — die meisten derzeit verfügbaren Reader lassen sich allerdings bloß per USB-Kabel mit Lesestoff füttern. Wird wohl doch noch ein paar Wochen dauern, bis die Mediaprint-Druckerei völlig arbeitslos wird.</p>
<h2 id="toc-all-your-internets-are-belong-to-google">All your internets are belong to Google</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> <a href="http://www.johnon.com/696/googlestorm.html" class="liexternal">John Andrews</a> trifft wie immer den Nagel auf den Kopf, wenn er die Markt-Dominanz von Big in G in einem aktuellen Posting thematisiert:</p>
<blockquote><p>Eric Schmidt, the guy who thinks <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wikipedia/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wikipedia">Wikipedia</a> is the greatest gift to mankind ever created by man, has web publishers (and domain owners) in his cross hairs. If Google succeeds, no one needs a domain name and no one needs to create a brand. They just need to submit to Google, and then, perhaps if Google has not completely satisfied the users with “the answer”, provide a way to be contacted or a server IP for a web site for further reading (perhaps through the Google Profile conduit).</p></blockquote>
<p>Diese technologische Total-Abhängigkeit zeichnet sich schon längst am Horizont ab — das Beispiel <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/china/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with China">China</a> zeigt, wie perfekt sich Suchtechnologie und Kontrollbedürfnis vereinbaren lassen. Google gestaltet unsere Vorstellung vom Netz, das schlichte Eingabefeld wurde zu unserem Haupt-Interface bei der Informationserschließung — schon jetzt bestimmt ein einzelner Gatekeeper über Quellenrelevanz. Was John zu seinem Posting veranlasst hat, war dieses Zitat von Eric Schmidts über die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> seiner Suchmaschine auf <a href="http://www.techcrunch.com/2009/09/03/google-ceo-eric-schmidt-on-the-future-of-search-connect-it-straight-to-your-brain/" class="liexternal">TechCrunch</a>:</p>
<blockquote><p>So I don’t know how to characterize the next 10 years except to say that we’ll get to the point — the long-term goal is to be able to give you one answer, which is exactly the right answer over time… what I’d like to do is to get to the point where we could read his site [the definitive authority on a particular searched query] and then summarize what it says, and answer the question.</p></blockquote>
<p>Mit anderen Worten: Eric will das Web abschaffen und alle öffentlichen Webseiten dieser Welt zu Zulieferern degradieren. Schöne Aussichten… das wär’s dann mit dem Thema “Meinungsvielfalt”, wenn man bedenkt, dass schon jetzt 90% aller Suchen über einen einzige Anbieter laufen.</p>
<h2 id="toc-seo-wechsel-dich">SEO, wechsel dich!</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> <a href="http://www.shoemoney.com/2009/09/03/seos-need-to-adapt-or-die/" class="liexternal">Jeremy</a> hat völlig Recht: wer als SEO seine Arbeit nicht klar rechtfertigen kann, hat bald keinen Job mehr. Die Aura des Mysteriösen ist verflogen, gutes Linkbuilding ist ebenso mühsam wie teuer, und mit simplen Tricks kommt man nicht mehr weit — was die Arbeit auch unglaublich öde macht, denn schlecht positioniert sind nur noch Seiten mit gravierenden technischen Fehlern oder gravierendem Fehlverständnis für den Keyword-Longtail:</p>
<blockquote><p>SEO Agencies providing client work are a dying breed. Especially when any monkey can have wordpress or any other CMS system up and running in 5 minutes and totally SEO’d as much as needed.<br />
Noticed a trend it what dominates most search results lately? Wikipedia and wordpress blogs. How many SEO’s do you think they hired ? =P</p></blockquote>
<p>Tja, waren ein paar lustige Jahre, und es kann nicht schaden, zu wissen, wie man eigenen und Kundenseiten das gewisse Extra an SM-Traffic verschafft… aber warum man seinen Berufsalltag freiwillig mit Linkbuilding verbringen wollen sollte, ist mir ein Rätsel <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Blogistan Panoptikum KW36 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> </p>
<h2 id="toc-html-5-kommt-im-laufschritt">HTML 5 kommt im Laufschritt</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> Runde Ecken via CSS? Zukünftig alles kein Problem mehr… oder doch? Die Versionsumstellung bringt nicht nur mehr Programmier-Komfort, sondern auch einige gravierende Neuerungen, die David Eisenberg auf <a href="http://www.alistapart.com/articles/get-ready-for-html-5/" class="liexternal">A List apart</a> übersichtlich inklusive weiterführender Links zusammenfasst. Trial und Error bleibt ambitionierten Webdesignern natürlich nicht erspart:</p>
<blockquote><p>By doing this, you’ll find out what works and what doesn’t. For example, I discovered that, as of this writing, Firefox 3.5 treats elements like article and section as display:inline, and I had to explicitly set them to display:block to make them work as expected.</p></blockquote>
<p>Eine der wohl wichtigsten Änderungen sind die neuen Strukturierungselement: während man bisher mit verschiedenen div-KLassen arbeitete, bringt HTML5 diverse dezidierte Block-Elemente wie “nav” (für die Navigation), “footer” und “article” mit, die Lachlan Hunt in <a href="http://www.alistapart.com/articles/previewofhtml5/" class="liexternal">diesem Beitrag</a> im Detail beschreibt. Interpretiert wird der neue Mark-Up Standard derzeit von Chrome, Firefox 3.5, Opera und Safari — Microsofts IE übt sich bislang in vornehmer Zurückhaltung, was die Verbreitung wohl ein wenig bremsen dürfte.</p>
<h2 id="toc-wie-man-wordpress-sichert">Wie man WordPress sichert</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW36 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> Unliebsame Eindringlinge gibt’s nicht nur im richtigen Leben: auch virtuell mussten sich in den letzten Woche und Monaten einige Blog-Betreiber über ungebetene Gäste ärgern — die Ursachenforschung ergibt in 99% der Fälle hochgradig monokausales Verschulden: denn sobald ein sicherheitskritisches WordPress-Update auftaucht, sollte dieses so zeitnah wie möglich installiert werden: ist eine Sicherheitslücke erst einmal bekannt, dauert es in der Regel nicht lange, bis sie nach Strich und Faden ausgenützt wird. Das <a href="http://wordpress.org/development/2009/09/keep-wordpress-secure/" class="liwp">WordPress Blog</a> rät aufgrund eines aktuell grassierenden Wurms nachdrücklich von Laissez-Faire Taktiken ab:</p>
<blockquote><p>A stitch in time saves nine. Upgrading is a known quantity of work, and one that the WordPress community has tried its darndest to make as easy as possible with one-click upgrades. Fixing a hacked blog, on the other hand, is quite hard. Upgrading is taking your vitamins; fixing a hack is open heart surgery. (This is true of cost, as well.) […] The only thing that I can promise will keep your blog secure today and in the future is upgrading.</p></blockquote>
<p>Dem kann man nur zustimmen — es gibt zwar diverse <a href="http://wordpress.org/extend/plugins/search.php?q=security" class="liwp">Security-Plugins</a>, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht: also lieber nicht slacken und sofort den ftp-Client oder die automatische Update-Funktion anwerfen, denn Vorsicht ist in diesem Fall definitiv besser als Nachsicht. [via <a href="http://ma.tt/2009/09/keep-wordpress-secure/" class="liexternal">ma.tt</a>]</p>
<h2 id="toc-foto-der-woche">Foto der Woche</h2>
<p>Bei diesem hübschen Kerlchen handelt es sich um einen blauen <a href="http://www.flickr.com/photos/tambako/3721167475/" class="liexternal">Pfeilgiftfrosch</a>, den <a href="http://www.flickr.com/photos/tambako/" class="liexternal">Tambako</a> im Züricher Zoo mit seiner 105er Makrolinse zu einer Modelling–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/session/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Session">Session</a> überreden konnte. Ich glaub, ich muss demnächst mal nach Zürich. Und: ob blau, ob grün: Frösche sind einfach verdammt fotogen! Vielleicht sollte ich diese Rubrik in “Froschfoto der Woche” umbenennen.</p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/08/wochenfrosch1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[3645]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/08/wochenfrosch1-600x398.jpg" alt="wochenfrosch1 600x398 Blogistan Panoptikum KW36 2009" title="Frosch der Woche" width="600" height="398" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<h2 id="toc-ritchies-video-der-woche">Ritchies Video der Woche</h2>
<p>Walter5.15 produzierte, führt Regie und schnitt diesen Kurzfilm — gedreht wurde im National Black Theatre in Harlem, das gesamte Set hat das Team selbst gebastelt: visuell ziemlich nett, vielleicht ein bisschen länger als nötig — aber insgesamt sehr stimmig:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/blogistan-panoptikum-kw36-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-judiths-video-der-woche-bacon-is-good-for-me">Judiths Video der Woche: Bacon is good for me!</h2>
<p>Schön, wenn es einem so gut geht, dass man sich über Ernährung Gedanken machen kann. Manche von uns werden von der Kinesiologin ihres Vertrauens auf eine Beinahe-nur-Wasser-Diät gesetzt, andere lassen sich auf TCM ein und beschäftigen sich seitdem mit den wunderlichen Welten kühlenden und hitzebringenden Nahrungsmittel — die meisten von uns haben lange genug an ihrer Frustrationstoleranz gearbeitet um die Freuden verzögerter  bzw. “nachhaltige” Gratifikation zu schätzen. Doch manch rebellischer Jungspund steht noch für seine Ideale (Speck!) ein und lässt sich von nichts und niemandem etwas sagen, schon gar nicht, solange er schneller als die Ernährungberaterin auf ihren “little high heels” ist.</p>
<div align="center"><object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" id="EmbedPlayer" width="400" height="350" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/get/flashplayer/current/swflash.cab"><param name="movie" value="http://atv.at/flash/EmbedPlayer/EmbedPlayer.swf" /><param name="quality" value="high" /><param name="bgcolor" value="#FFFFFF" /><param name="FlashVars" value="environment=production&amp;configPath=http%3A%2F%2Fatv.at%2Fflash%2Fflash%2FEmbedPlayer%2F&amp;contentSetId=390339&amp;activeClipId=450946"><param name="allowScriptAccess" value="sameDomain" /><param name="allowFullscreen" value="true" /><embed src="http://atv.at/flash/EmbedPlayer/EmbedPlayer.swf" quality="high" bgcolor="#FFFFFF" width="400" height="350" name="EmbedPlayer" align="middle" play="true" loop="false" quality="high" allowScriptAccess="sameDomain" allowFullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" flashvars="environment=production&amp;configPath=http%3A%2F%2Fatv.at%2Fflash%2Fflash%2FEmbedPlayer%2F&amp;contentSetId=390339&amp;activeClipId=450946" pluginspage="http://www.adobe.com/go/getflashplayer"></embed></param></object><br /><a href="http://atv.at/contentset/390339-Der%20Kampf%20um%20den%20Speck/450946/0" class="liexternal">Der Kampf um den Speck</a> auf <a href="http://www.atv.at" class="liexternal">ATV.at</a></div>
<h2 id="toc-lesetipps-der-woche">Lesetipps der Woche</h2>
<ul>
<li>Marketeers haben wenig Zeit, daher erfreuen sich Listen großer Beliebheit. Ohne weitere Verzögerung daher: <a href="http://webworkerdaily.com/2009/07/21/32-ways-to-use-facebook-for-business/" class="liexternal">32 Ways to Use Facebook for Business</a>.</li>
<li>“hehe, tomorrow I’m going to bed at night, cos I’m tired and I will sleep well. Lol.” Theoretisch müsste dieser Tweet unzählige Male retweetet werden. Dan Zarella hat sich angesehen, welche Keywords am häufigsten in Retweets vorkommen — und das Ergebnis ist… erstaunlich <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/elk.gif' alt="elk Blogistan Panoptikum KW36 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW36 2009" /> <a href="http://danzarrella.com/the-20-least-retweetable-words.html" class="liexternal">How to increase Retweets on your Tweets</a></li>
</ul>
<p>Das waren unsere letzten sieben Tage im Schnelldurchlauf — wir danken für Ihre Whuffies (so nennt Tara Hunt die Währung der Aufmerksamkeit), bleiben Sie uns gewogen und schauen Sie nächste Woche wieder rein, wenn es heißt: “Artisten, Tiere, Attraktionen: alles virtuell”. Wir wünschen einen schönen Restsonntag und poken uns morgen im Social Web.</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW36 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wochenrueckblick/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wochenrückblick">Wochenrückblick</a> — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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