Auf Snip-me.com werden seit kurzem Neuwagen verschiedener Händler versteigert - vom "vernünftigen" Citroen C1 bis zum knallorangen Audi A8 (da fiele mir persönlich die Wahl nicht schwer). Anders als auf herkömmlichen Auktionsplattformen gewinnt aber nicht jener Bieter, der das höchste Gebot abgibt, sondern der mit dem niedrigsten Einzelgebot. Mit der richtigen Auktionsstrategie und etwas Glück hat jeder Teilnehmer die Möglichkeit, ein Neufahrzeug um einen ein- oder zweistelligen Eurobetrag zu erwerben. Für datenschmutz-Leser gibt's ein Special: Wer sich noch vor Weihnachten (kostenfrei!) registriert, hat zusätzlich die Chance, einen von fünf iPods zu gewinnen.
Das niedrigste Einzelgebot? Wie soll das funktionieren? Ganz einfach: jedes Gebot wird in Cent abgeben, jede Auktion hat eine bestimmte Laufzeit und einen Countdown. Wer zum Ende der Aktion das niedrigste Gebot, welches von keinem zweiten User abgegeben wurde, geboten hat, nimmt das Auto für den jeweiligen Betrag mit nach Hause.
Aktuell findet sich im Portfolio unter anderem ein Audi A3 - die Auktion läuft bis 23.12.2009, 23:00 Uhr. Nehmen wir mal an, User A bietet 1 Cent für das Auto und User B 25 Cent. Wenn sonst niemand mitbietet, bekommt User A das Auto für 1 Cent. Allerdings besteht eine Versteigerung nicht nur aus zwei Teilnehmern. User C bietet ebenfalls 1 Cent, damit handelt es sich nicht mehr um Einzelgebot (A und C haben beide den gleichen Betrag geboten), und deshalb würde nun B den Zündschlüssel für 25 Cent erhalten. Allerdings erfährt jeder Teilnehmer einer Auktion, ob er ein Einzelgebot abgegeben hat: A und C wissen also, dass sie nicht mehr im Rennen sind. A gibt ein neues Gebot über 26 Cent ab, B bietet diesmal 15 Cent. Endet die Auktion zu diesem Zeitpunkt, sind B's 15 Cent das niedrigste Einzelgebot. Alles klar? Wer sich genauer über das Auktionsprinzip informieren möchte, schaut sich am besten das Tutorial-Video an - danach sollte eigentlich alles klar sein.
Die Registrierung ist nicht nur gratis, Neulinge erhalten auch gleich die ersten 100 Snips und für Stamm-User gibt's diverse Goodies. Wer bis Weihnachten 5.000 Snips kauft, erhält 500 weitere dazu, wer 10.000 Snips (die natürlich nicht alle sofort verbraucht werden müssen) erwirbt, bekommt einen iPod Nano.
Für datenschmutz-Leser gibt's ein Special: wer bis zum 31. Dezember 2009 den Snip-me.com Newsletter abonniert, hat die Chance auf einen von fünf iPod Nanos (zur Verfügung gestellt von Snip-me)!
ACHTUNG: zum Teilnahme am Gewinnspiel bitte wie üblich einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag hinterlassen. Mit der Teilnahme stimmen Sie zu, den Snip-me.com Newsletter zu erhalten. Das bedeutet: am Ende des Gewinnspiels bekommt Snip-me.com von mir die Adressen aller Teilnehmer und trägt diese in den Newsletter ein (der selbstverständlich bei Bedarf auch wieder abbestellt werden kann). Wer kommentieren möchte und nicht am Gewinnspiel teilnehmen bzw. den Newsletter nicht abonnieren will, möge diesem bitte im Kommentar kundtun.
Wie üblich gibt's Zusatzlose für jede Ankündigung des Gewinnspiels auf Twitter, Facebook, am eigenen Blog etc. - Details dazu siehe hier. Im Übrigen gelten die Standard-Teilnahmebedingungen für datenschmutz Gewinnspiele.
Schon wieder neigt sich ein Sonntag zur Neige, liegt eine ereignisreiche Woche hinter uns, ist im Social Web kein Kiesel auf dem anderen geblieben. Aber zum Glück gibt's ja das Blogistan Panoptikum von Linzerschnitte und datadirt. (Virtuelle) Weltendeutung hat in unserem Kulturkreis eine ehrenvolle Tradition und darf keinesfalls mit gewöhnlichem Hirnwichsen (Aufpolieren der grauen Zellen, vom Ausdruck "die Schuhe wichsen" = auf Hochglanz polieren. Nicht, was Sie dachten.) verwechselt werden. Doch bevor es hier zu theoretisch wird an dieser Stelle nochmal der Hinweis auf die Abschlussparty zur N97 Verlosung: Jedenfalls fröhlich und auf Wunsch auch feucht gefeiert wird ab 19:00 im Werkzeug-H, Details auf Facebook. Aber nun genug der Prognosen, wir richten unseren Blick eine Woche zurück.
Gleich vorweg, die Ergebnisse der Twitterumfrage von Thomas Pfeiffer umfasst eigentlich die Tweeper des gesamten deutschsprachigen Raums - aber Alliterationen in Überschriften sollen ja immer besonders gut ziehen. Was man immer schon geahnt hat, wird durch die Twitterumfrage verifiziert - die deutschsprachigen Tweeper sind ein hochgradig homogenes Grüppchen, und das ist der Archetyp:
Jung (32 Jahre), männlich (74%) und gebildet (78% haben Abitur). Zwei von drei betreiben einen eigenen Blog und schreiben über Technik, Web 2.0-Themen oder Privates. Jeder zweite stammt aus der Medien- oder Marketingbranche und jeder Vierte ist Führungskraft oder Unternehmer/in.
Nicht wirklich überraschend also. Aber immerhin, einen Aspekt gibt es da, der mir bisher nicht explizit bewusst war:
Frauen, so könnte man sagen, verstecken sich eher und wählen Fantasienamen.
Hmm. True.
Skype könnte für eBay zum Kuckucksei werden, wie die Times Online berichtet. 2005 hatte das Auktionshaus die Online-Telefon-Firma für 2,6 Milliarden Dollar gekauft und plante in näherer Zukunft ein Spin-Off samt Börsengang. In der Auseinandersetzung mit der schwedischen Firma Joltid, einem Start-Up der Skype-Mitgründer Niklas Zennstrom und Janus Friis, geht es um Core-Technologien von Skype, bei deren Nutzung angeblich Lizenzbedingungen verletzt wurden. Die Auswirkungen könnten sich als drastisch erweisen:
EBay admitted in a regulatory filing that it might have to close down the company. It said it was trying to develop alternative software but if that did not work, or if eBay lost the right to the original software: "Skype would be severely and adversely affected and the continued operation of Skype's business as currently conducted would likely not be possible."
Zwar sieht man der Verhandlung angeblich gelassen entgegen, arbeitet aber bereits an Alternativen:
"Although Skype is confident of its legal position... Skype has begun to develop alternative software to that licensed through Joltid. However, such software development may not be successful, may result in loss of functionality or customers even if successful, and will in any event be expensive," eBay said.
Auch anderswo wird diese Woche mit gerichtlichen Bandagen gekämpft: TweetMeme-Gründer Nick Halstead bezichtigt ReTweet des Plagiarismus:
He had to look no further than the code for the retweet button itself. The code below is what he found, which he says is "an exact copy of our own retweet button code with the word 'tweetmeme' replaced with 'retweet'".
Blair Williams hat mit Pretty Link eines der für Pro-Blogger genialsten WordPress-Plug-Ins überhaupt geschaffen. Die Software ermöglicht die Nutzung der eigenen Domain als Short-URL-Service: äußerst nützlich für Twitter, aber auch zum Managen von Forward und zum Erstellen leicht zu merkender Adressen. Bereits die Free-Version liefert Statistiken und Cloaking-Funktionen. Aber Blair hat nochmal tief in die Trickkiste gegriffen und vor wenigen Tagen die Pro-Version veröffentlicht, die es wirklich in sich hat: detaillierte Statistiken, integrierte ReTweet-Funktion und ein ausgefeilter Cloaking- und Keyword-Replace Mechanismus (inkl. Split-Testing!) rechtfertigen die 97$ für eine Lifetime-Lizenz auf bis zu fünf Blogs auf jeden Fall. Ab September wird Pretty Links teurer, wer WordPress nutzt und twittert, sollte schnell zuschlagen - eine ausführlichere Review folgt demnächst.
Apfel-Anbeter sind bekanntlich prädestiniert für große Gefühle, und diese Woche schlug der Drama-Pegel bei einigen iPhone-Besitzer ziemlich heftig aus. Nachdem man bei Apple wieder mal den Möchtegern-Monopolisten raushängen ließ und die Application "Google Voice" aus dem App Store warf, gingen offensichtlich einige Liebesbeziehungen zu Ende. Einer davon wird von Michael Arrington auf Techchrunch im Rosamunde-Pilcher-Style betrauert:
I have loved the iPhone, but now I am quitting the iPhone.
This is not an easy decision. Was there in January 2007 when it was announced and I bought the first iPhone as soon as it was available. (...) But I'm not going to upgrade to the iPhone 3GS. Instead, I’m abandoning the iPhone and AT&T.
Die ganze Seifenoper gibt es auf TechCrunch.
Immer mehr Experten bezweifeln die baldige Marktreife semantischer Technologien - der Cuil Fehlstart in die Bedeutungslosigkeit hat dazu gewiss beigetragen. Immer mehr Bedeutung dagegen misst man dem "Social Rank" zu: denn Informationen aus dem eigenen erweiterten Freundeskreis sind vielleicht nicht unbedingt relevanter, aber in der Regel vertrauenswürdiger als "neutrale" Quellen. Dass sich daraus ein selbstverstärkender Effekt ergeben könnte, liegt auf der Hand: die Schlüsselherausforderung bei der Informationssuche liegt meiner Meinung nach nicht zuletzt im richtigen Quäntchen "Entropie" oder Zufall. Außerdem spielt der jeweilige Kontext eine wichtige Rolle - ReadWriteWeb stellt dazu ein paar spannende Überlegungen:
But each level more likely indicates degrees of social proximity than relevance per se; although in some cases closer proximity may very well indicate greater relevance. The problem is that relevance is highly contextual. It depends on many factors, such as your profession, your search query, your friends, your friends' knowledge about those topics, and the information that is publicly recorded in their activity streams.
So kannten wir sie, und so liebten wir sie - die alte Twitter Homepage. Diese Woche wurde das Microblogging-Web-Portal einem Relaunch unterzogen, der aus technischer Sicht so minimal war, dass es anscheinend nicht mal dem FailWale aufgefallen ist - doch bei näherem Hinsehen verbirgt sich hinter dem kleinen Relaunch ein großer Paradigmenwechsel. Der alte Selbstbeschreibungstext lautete:
Twitter, this is a service for friends, family, and co-workers to communicate and stay connected through the exchange of quick, frequent answers to one simple question: What are you doing?
Nun sieht die Sache nicht nur anders aus, sie hört sich auch anders an:
Share and discover what's happening right now, anywhere in the world.
Einen Interpretationsansatz für diese neue Strategie liefert gleich der Social Media Guide Mashable:
The Goal of Twitter’s New Homepage? Be the World's Water Cooler!
Zuerst die richtigen Plattformen wählen, eine geeignete Strategie definieren und diese konsequent und effizient verfolgen - so einfach kann es sein. Andererseits kann man sich auch leicht übernehmen (oder "zersprageln", wie der Wiener sagt) und vor lauter neuen Social Web Services den Sinn und Zweck nicht mehr erkennen. Wichtigste Richtschnur: Wo finde ich meine Community, wo unterhalten sich Kunden, die an meinem Produkt interessiert sind? Predigerliteratur findet man allen Ecken und Enden, vom Longtail hat jeder schon mal gehört - aber gute Tipps zum Workflow sind selten, die Angst vor der Überforderung wächst. P. Morgan Brown hat eine äußerst lesenswerten Beitrag mit dem Titel Identifying a social media workflow verfasst, der einen hervorragenden Einstieg in die Frage "sollte ich mitmachen?" bietet:
Change always feels uncomfortable. And unless you're forced out of that comfort zone it’s difficult to take the steps you need to take to get out and move forward. So what I try to do when talking to people who feel overwhelmed by the prospect of social media is talk to them about email. And cell phones. Because I often speak to and work with people who are older than me I ask them "Do you remember doing your job without email and cell phones?" Invariably they say "yes," and then they smile knowing where I am going with these questions.
Extranoise hat das Treppenhaus der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Berlin - Linienführung und Farbgebung des Bildes finde ich grandios gelungen:

Storytelling, Dramaturgie, Framing, Lichtführung, Tiefenschärfe... alles genau geplant. Oder einfach am Heimweg vom Festival die Cam rausgeholt und ein paar spontane Aufnahmen vom Sonnenaufgang gemacht. Zitat von Regisseur Giugesco: "Sunrise is one of the greatest things in life. it’s a pity that i don’t see it very often." Geht mir auch so - und: Wow!
Dass Touristen Versicherungsgebäude abfilmen, kommt sicher nicht besonders oft vor. Der Uniqua Tower in Wien an der Aspernbrücke ist allerdings eines der privilegierten Bauwerk, dank einiger Studenten der Universität für Angewandte Kunst, die sich lustige Dinge mit LED Grids ausdachten.
Nicht gar so ausgefallen wie LED Grids, dafür aber optisch noch um einiges beeindruckender ist diese Projektion auf die Hamburger Kunsthalle:
Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres gemeinsamen Wochenrückblicks angelangt, und somit bleibt uns nur mehr zu sagen: auf eine neues! Doch bevor wir Ihnen das nächste Panoptikum präsentieren können, müssen die nächsten sieben Tage erst vergehen. In diesem Sinne: danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns morgen!
trigami hat der Online-Applikation mal wieder ein paar Updates verpasst. Neu mit dabei ist eine äußerst praktische Funktion: bei der Bewerbung für neue Kampagnen kann man auf die alten Bewerbungstexte als Vorlage zurückgreifen.
Im Rahmen der re:publica fand übrigens kürzlich in Berlin ein von Monsieur Tobiwei einberufenes trigami-Treffen in der Bellini-Lounge statt. Dürfte ein netter Abend gewesen sein; und nachdem ich's nicht zur re:publica geschafft hab, wär ich sehr dafür, dass wir so ein Treffen auch mal in Wien einberufen, wenn Remo mal vor Ort ist; da erklär ich mich auch schon mal präventiv gern zur Organisation bereit.
Im deutschsprachigen Raum ist trigami eine der besten Einnahmequellen für Blogger; ich hab mittlerweile die Agentur auch eingehend von Auftraggeberseite her kennen gelernt; die "positiven Vorurteile", die Österreicher so über Schweizer haben (Zuverlässigkeit, Genauigkeit etc.) treffen da jedenfalls voll zu. Ich bin ja recht bald nach dem Launch als Blogger zu trigami gestoßen, und ich kann mich noch gut dran erinnern, wie viele Unkenrufe von wegen "Untergang des Bloggens" zu hören waren. Und als trigami schließlich das verpflichtende nofollow-Attribut einführte, um Googles Richtlinien für Site-Werbung zu entsprechen, sahen dieselben Blogger das Ende dieses Werbemodells gekommen... Ätsch, Irrtum! Ich bin schon sehr neugierig, was sich Remo und sein für die Zukunft noch so alles einfallen lassen.
Bei der aktuell ausgeschriebenen fatfoogoo-Kampagne zu unserem neuen Reverse Auctioning Feature hab ich zum ersten Mal von der neuen Kampagnenvariante "Freestyle" Gebrauch gemacht, weil's dabei einfach nur ums Erklären der "umgekehrten Auktion" geht - eine klassische Review-Kampagne folgt mit dem nächsten Plattformupdate.
Seit heute hat fatfoogoo nicht nur ein neues Gesicht, sondern unser Auktionshaus für Game-Güter bietet nun auch Reverse Auctioning als ganz frisches Feature an. Irgendwie schon sehr flashig, wenn zur Abwexlung mal ein Start-Up aus Wien wesentlich rascher ist als ganz Silicon Valley
Dieses erwähnte Auktionsprinzip stammt eigentlich aus dem B2B Beschaffungsbereich (hat per se nix mit Beschaffungskriminalität und Piraten zu tun *g*) und dient dazu, für eine vorgegebene Aufgabe den billigsten Anbieter zu finden.
Das Stadtamt Niederwickenburg schreibt also zum Beispiel aus, dass es gern ein neues Dach hätte, interessierte Firmen können sich innerhalb einer definierten Zeitspanne gegenseitig unterbieten. Resultat: der Steuersäckel wird geschont. Und damit's dann am Ende dann auch nicht heißt, "Blödmann kauft billig" oder so heißt, müssen die Leistungsparameter möglichst genau definiert sein. Das gleiche System eignet sich aus leicht nachvollziehbaren Gründen auch perfekt für die "umgekehrte Versteigerung" von Serviceleistungen in Online Games: wer zum Beispiel in WoW auf Server X einen Raidplatz sucht, um irgendwo mitgezogen zu werden, oder Unterstützung für bestimmte Quests, kann eine entsprechende Ausschreibung tätigem mitsamt dem Preis, den er bereit ist maximal zu bezahlen - und die Dienstleister, in diesem Fall die Verkäufer bzw. Gilden, die ihre Portokasse ein wenig aufbessern möchten, könnten sich gegenseitig unterbieten. Das neue Reverse Auctioning beschränkt sich natürlich nicht auf WoW sondern steht in allen von fatfoogoo unterstützten Games zur Verfügung, das integrierte Treuhandsystem verhindert, dass jemand am Ende in die Röhre geguckt. (Es sei denn, er hat dafür bezahlt, in irgendeine Röhre gucken zu dürfen.)
Ausnahmsweise kann ich über Aussehen und Usability mal nicht ablästern, zumal ich ja selber auch ein wenig dran mitgearbeitet habe - ganz im Gegenteil: die Navigation ist nun wesentlich übersichtlicher, nicht zuletzt dank des neuen Farbleitsystems. Dass wir noch eine ganze Weile lange "perpetual Web 2.0 beta" sein werden, dürfte indes auch klar sein: schließlich sind wir weltweit das erste Auktionshaus, das sich ganz dem An- und Verkauf virtueller Güter und Services widmet - und wir haben natürlich noch eine ganze Menge vor.
In Amerika macht schon wieder ein neues blog advertising network große Karriere, während hierzulande neben Trigami, Google AdWords und Zanox wenig Brauchbares für den Longtail zu finden ist. BlgAds konzentriert sich dabei ganz aufs Wesentliche: der Account ist schnell erstellt, die Auswahl der Werbemittel erklecklich.
Schon rein aus Interesse hab ich mich bei dem Blogger-Netzwerk gleich mal angemeldet. Bei der Registrierung fällt als erstes schon mal das ausnahmsweise wirklich gut lesbare Captcha auf - und im Gegensatz zu vielen anderen us-amerikanischen Netzwerken ist die Registrierung auch für Non-US Sites möglich. Die Erstellung des benötigten Ad-Codes geht schnell von der Hand: die Seite bietet sowohl gängige Bannergrößen als auch frei definierbare Formate an, die Farbgebung der Textinserate ist frei gestaltbar. Einzelne Channels helfen bei der thematischen Zuordnung - um die passende Schaltung der generierten Codeschnipsel muss sich der Blogger selbst kümmern, aber dazu existieren bekanntlich ausreichend WordPress-Plugins: Who sees ads? hat sich bisher bei mir als äußert flexible Lösung sehr bewährt, wer's ganz genau wissen will, setzt auf den kostenlosen Adservern OpenX, vormals als OpenAds bekannt.
Die Bedingungen können sich sehen lassen: BlgAds bezahlt für Clicks, die minimale Auszahlungssumme beträgt 30$ und wer mehr als 2.500 Pageimpressions am Tag generiert, erhält einen einmaligen Bonus von 10$ für die Erstellung des Accounts, wie am Projektblog nachzulesen ist. Dabei gibt's keine fixen Preise für die Adspaces, sondern der Wettbewerb soll durch gegenseitiges Überbieten angeheizt werden, wie die FAQ-Page erklärt:
BlgAds will always display the highest bidders on your site, assuring the maximum revenue possible at any given time. You will see a constant improvement in your bidding over time, as both your visitors and our advertisers will be exposed to the opportunity of bidding against each other on your ad space.
Sieht gut aus, scheint ein durchdachtes System zu sein und bietet sich wie allen neuen Longtail-Formen für eine Test an: ich warte mal auf die Freischaltung meines Accounts und bin gespannt, ob Werbung auftaucht, die zu datenschmutz passt. Nur schade, dass es noch kein Affiliate-Programm für BlgAds selbst gibt
Nicht die Million Dollar, die Projekt-Gründer Graham ursprünglich verdienen wollte: dafür aber eine Gratis-Seite auf einem der smarteren Online-Marketing Projekte der letzten Jahre. Blog Money lautet der Begriff, den ich mir ausgesucht habe, und diese Seite gehört mir nun für die nächsten fünfzehn Jahre. Auch wenn Graham mittlerweile schon wieder plant, das komplette Wiki mit 8.000 Kunden via Online-Auktion zu verkaufen.
Die betreffende Seite hab ich deshalb gewählt, weil ich mal wissen wollte, wie's im en-sprachigen Internet so mit dem Blogs-und-Geld-Verdienen Traffic aussieht, allerdings hatte ich bisher so gut wie keine Zeit, mich um die Page zu kümmern und ordentliche Inhalte online zu stellen - aber die Idee finde ich prinzipiell klasse, und immerhin hat der Gründer damit bereits 100.000 Dollar verdient - nicht die allerschlechteste Bilanz für ein Monat Nettoarbeitszeit. Wir kennen das ja von der Million Pixel Homepage - ein Wiki nach derselben Systematik bietet natürlich eine Menge zusätzlicher Vorteile.
Wer eine Seite am Wiki sein eigen nennen möchte, sucht sich einen freien Begriff aus und bezahlt via Google Checkout 100 Dollar. Anschließend kann die eigene Seite beliebig editiert und mit Texten, Bildern und Links befüllt werden. Das Kontingent ist auf insgesamt 10.000 Seiten limitiert, und Graham garantiert, dass das Wiki mindestens 15 Jahre lang online bleiben wird. Das bedeutet, die jährliche Seitenmiete beträgt 6,66 Dollar oder weniger als 0,5 Euro pro Monat. Nun gut, werden sich einige fragen, warum sollte ich mir um 100 Dollar eine Seite kaufen, wo doch an allen Ecken und Enden Gratis-Webspace-Provider auf nicht zahlende Kundschaft warten?
...wo's doch an allen Ecken und Enden des Netzes gratis Webspaces gibt... und Wikis. Nun, in erster Linie deshalb, weil der Betreiber bemüht ist, das ganz Ding ordentlich zu verlinken, SEO-tauglich zu machen und vor allem werbefrei für einen längeren Zeitraum unverändert im Netz stehen zu lassen - bis jetzt haben sich solche long-term Investments in gute Rankings so gut wie immer ausgezahlt. Bezieht man die Gesamtlebensdauer der Seite ein, so kostet die monatliche Miete so gut wie nix.
Wer mit dem Gedanken spielt, sich ebenfalls eine Seite im Million Dollar Wiki zuzulegen, kann natürlich gerne meinen Affiliate-Code "ritchie" verwenden und damit fünf Dollar sparen:
Ritchie,
You also might want to mention that I am going to start promoting heavily in German, as well as other languages, so this is the perfect time to buy
words in German because almost none of them are taken.And: Your affiliate code has been activated.
Your code is: ritchie
This code will give customers a $5 discount off their page. Good luck and please remember that the sale must be processed through
Google Checkout to use the promo code.Cheers,
Graham
Manchmal kopieren Leudde einfach unverschämt irgendwelche Seiten. Die deutschen Piraten Blogcharts etwa haben jede Menge Nachahmer gefunden, und im Zeitalter des copy-paste Pragmatismus muss das Plagiat endlich seinen schurkischen Nimbus verlieren. Dachten sich die Macher des Million Euro Wiki und klonten wie ein Genlabor. Am Resultat gehört mir ebenfalls die Seite Blog Money. Das europäische Pendant wird mit unvorstellbarem Elan betrieben, was sich nicht zuletzt daran zeigt, dass der aktuellste Beitrag am Projektblog vom 7.12. stammt - und der davor vom 26.10.. Bei soviel Enthusiasmus ist's kein Wunder, dass noch keine 1000 Seiten über die virtuelle Ladentheke wanderten. Irgendwann war da auch mal die Rede von einem Gewinnspiel, aber seitdem hat das MEW auch schon mindestens einmal den Besitzer gewechselt... das Million Dollar Bizznizz ist eben kurzlebig und gnadenlos :twisted:
Bereits 2006 sorgte die Künstlergruppe ubermorgen.com mit ihrer [V]ote-auction für Aufsehen. Unter dem Motto "Bringing democracy and capitalism closer together" wollte man damals schwunghaften Handel mit Wahlstimmen betreiben - allerdings nur als medial inszenierten Fake. Nun stehen am 21. Oktober Schweizer Parlamentswahlen vor der Tür, und man will's erneut wissen: wahlgeld.com bietet wieder Stimmen feil, diesmal aber "for real", wie die Initiatoren behaupten.
Getreu dem kapitalistischen Credo, dass jede Ware ihren Preis hat, will wahlgeld.com die Lücke zwischen Angebot und Nachfrage schließen. Mindestens 75 Schweizer Franken soll jede Stimme wert sein - die Preise variieren allerdings von Kanton zu Kanton. Wer seine Stimme verkaufen möchte, kann via Webseite die Betreiber kontaktieren. Stimm-Einkäufer sollten allerdings beachten, dass die Paketpreise von Kanton zu Kanton stark: die höchste Quote weist derzeit Bern mit 126 Stimmen für insgesamt 9.450chf auf.
Natürlich ist dieses Vorgehen extrem heftig: aber das haben Medienhacks nun mal so an sich. Und genau als solchen betrachte ich die Aktion: als originell inszenierten Angriff auf das Feld politischer Meinungsbildung, der zum Nachdenken anregen sollte über die tatsächlichen Zusammenhänge zwischen Demokratie und wirtschaftlich motivierter Meinungsbildung. Aber lassen wir die Betreiber selbst sprechen:
In der Schweiz finden am 21. Oktober die Parlamentswahlen statt. Die österreichische Plattform WAHLGELD.COM bietet jedem Schweizer Stimmbürger einen garantierten Mindestpreis von 50 Sfr. pro Wahlstimme. Die so erworbenen Wahlstimmen werden in einer Auktion an den Bestbietenden weiterverkauft.
Mit dem Stimmenhandel werden Zwischenhändler (Verbände, Werbeagenturen) ausgeschalten (cutting out the middleman). Ein Teil der geschätzten Sfr. 100 Mio. Wahlkampffinanzierung geht damit direkt an die Bürger. WAHLGELD.COM hebt die Stimmbeteiligung an, Stimmwillige erhalten Geld für ihre Wahlstimme und Parteien gelangen günstiger zu den dringend benötigten Wahlstimmen. Alle Transaktionen laufen via Internet, SMS/MMS, über ein anonymes Postfach und über ein schweizerisches Nummernkonto.
WAHLGELD.COM bietet Parteien, Interessengruppen, Politikern sowie zahlungskräftigen Schweizern und Ausländern die Möglichkeit, Wahlstimmen en bloc (pro Kanton) in einer Auktion zu erwerben. Durch diese Direktvermittlung von Wahlstimmen werden Konkordanzdemokratie und Freier Markt optimal verschmolzen.
Die Ware Wahlstimme soll zu einem fairen Marktpreis gehandelt werden. WAHLGELD.COM bietet einen "service public" für unmotivierte Wähler. Eine wichtige Zielgruppe sind Pensionisten, für die das aktuelle Geld im "Kässeli" wichtiger ist als langfristige Einflussnahme, sowie Jungstimmbürger, die aufgrund ihrer Unerfahrenheit mehr die Qual als die Wahl haben und sich daher in vielen Fällen den Nichtwählern anschließen.
Tja, so schaut's aus - ich könnte mir durchaus vorstellen, dass der Schweizer Verfassungsschutz oder eine ähnliche Institution derartige Manipulationsversuche weniger unterhaltsam findet. Allerdings kann ich in keinster Weise einschätzen, ob sich's um eine gut gefakte Inszenierung oder um einen realen Marktplatz handelt: letztendlich ist das aber gar nicht der entscheidende Punkt. Trotzdem bin ich gespannt, wie's mit der medialen Berichterstattung über wahlgeld.com weitergeht.
Das Schweizmagazin findet die Aktion peinlich:
Ein paar wenige Stimmenverkäufer erklärten sich bereit, ihren Wahlschein gegen 50 CHF dieser dubiosen Aktion zu überlassen. Ob es sich hierbei um Drogenabhängige gehandelt hat die Geld für einen "Schuss" brauchten oder Alkoholiker die die 50 CHF in Alkohol umgesetzt haben, darüber kann nur spekuliert werden.
Paxx vermutet einen Hoax:
So, dieses Fundstück ist entweder ein gut gemachte Satire - oder schlechte Realsatire. Ich tendiere zwar auf ersteres, aber so oder so ist die Sache eigentlich nur Werbung für unsere Sache.
Und Rebell.tv fühlt sich genauso gut unterhalten wie ich:
genial. endlich investiert der gewinngeile markt in direkte demokratie. ein witziges projekt.
Wundert mich aber dennoch, dass die ganze Aktion nicht mehr Rauschen im Blätterwäldchen erzeugt hat.
AuctionAds funktioniert genau wie gewohnte Affiliate Programme: Seitenbetreiber registrieren sich und bauen einen Codeschnippsel in ihre Seite ein, der zukünftig kontextsensitive Werbeanzeigen einblendet. Der neueste Streich im Affiliate-Reigen zeichnet sich allerdings durch einige Besonderheiten aus und eignet sich möglicherweise sogar als Ersatz für Google Ads. Der Slogan "increase the bid on your site's income" scheint jedenfalls durchwegs berechtigt zu sein - so man zufällig in den USA wohnt.
In der Affiliate-Marketing Szene ist Jeremy Shoemaker hinlänglich bekannt - vor allem unter seinem Pseudonym Shoemoney. Am gleichnamigen Blog gibt's immer wieder Insider-Stories aus der us-amerikanischen Affiliate-Szene zu lesen. Über dem großen Teich geht die kommerzielle Post ganz anders ab als hier in Europa. Das mag mit einer verstärkten Goldgräberstimmung und mit dem klassischen vom Tellerwäscher-zum-Millionär Mythos zu tun haben, führt in jedem Fall allerdings zu wesentlich affirmativerem Umgang mit dem Thema Blog-Vermarktung. Jeremy stand zwar nie beruflich vor dem Waschbecken, der frühere Vertreter allerdings scheffelt seit Jahre hunderttausende Dollar im Netz - ohne Illegalitäten, Pornographie oder Abzocke. Wenn jemand eine Ahnung von Arbitrage Marketing hat, dann er. Dementsprechend groß waren die Erwartungen, als er sein neues Produkt ankündigte.
Warum kann AuctionAds genauso viel auszahlen, wie man als Publisher direkt bekommen würde und trotzdem selbst dabei verdienen? Das liegt an der Vergütungsstruktur des eBay-Partnerprogramms, denn die ist gestaffelt: je mehr Conversion man generiert, desto höher der ausgezahlte Prozentsatz. AuctionAds tritt gegenüber eBay als einzelner Account mit hohem Volumen auf und erreicht daher viel leichter eine hohe Provisionsstufe als ein einzelner Publisher. Die resultierende Differenz stellt sozusagen den abschöpfbaren Gewinn dar.
Antwort von Radio Eriwan: im Prinzip ganz simpel. Aber in der Tat - selbst der manuelle Einbau (für Infos zum WordPress-Plugin siehe unten) ist in zehn Minuten erledigt. Nach der Registrierung auf der Seite legt man die entsprechenden Channels (Werbeplätze) an und generiert anschließend einen oder mehrere Codes zum Einbau. Alle gängigen Bannerformate sind in der Auswahl enthalten, die Farben lassen sich frei anpassen. Essentiell sind die Keywords, die man in diesem Schritt wählt: sie entscheiden über die thematische Ausrichtung der Anzeigen.
Wie der Name durchaus nahelegt, geht's hier ausschließlich um Anzeigen zu Online-Auktionen, die aktuelle auf Ebay laufen. Die größte FischVersteigerungshalle der Welt bietet natürlich eine riesige Auswahl an Auktionen aus allen Bereichen: von der seltenen rare-groove LP bis zum gut erhaltenen Opel Manta. In dem Wissen, dass visuelle Stimuli die Clickrate ganz beträchtlich erhöhen, besteht jede Anzeige aus Textlink, aktuellem Mindestpreis und einem Thumbnail-Bildchen. Bezahlt wird nicht pro Click, sondern pro erfolgreich vermitteltem Kauf - schlägt der Anzeigenleser auf eBay zu, registriert sich auf eBay oder/und ersteigert den Gegenstand seines Begehrens, so wird der Publisher finanziell beteiligt, und zwar nach folgendem Muser:
When your site's visitors click on an Auction Ad listing and take an action on eBay you earn cash. Actions are defined as a Winning Bid, a Buy-it-Now or a confirmed user registration. AuctionAds is committed to paying out a minimum of 100% of eBay commission revenue. See eBay's affiliate program for details on the payout.
Auction Ads zahlt also mindestens so viel wie das hauseigene eBay Programm - da dürfte jemand wohl gute Prozentsätze verhandelt haben, denn die Betreiber des Netzwerks werden sicherlich nicht verhungern. Die bisherige Wachstumsrate kann sich sehen lassen: 17.000 Mitglieder registrierten sich in den ersten drei Monaten und erhielten bislang eine halbe Million Dollar an Provisionszahlungen. Nähere geo-spezifische aufbereitete Details erklärt der Maestro persönlich in seiner Videopräsentation:
Als langjähriger Blogger kennt der CEO von AuctionAds die Bedürfnisse von Blogautoren. Die von osCandy entwickelte Software basiert auf Jeremy's Spec-Vorgaben und bietet im Gegensatz zu üblichen Quick-and-Dirty Plugins einen echten Mehrwert gegenüber der händischen Template-Pfriemelei:
- Content can be included in either above, below or within the content.
- A keyword text box is provided within the content editor, this allows unique keywords to be used for individual blog posts; this eases the need to create new ads each time.
- Keywords can be stored for future use. Just select pre-used keywords from the drop down menu and insert the comma or semicolon, done in a matter of seconds.
- Only displays ads to posts that keywords have been added to.
Kurz gesagt: das Plugin ermöglicht Keyword-Sets pro Artikel und den direkten Einbau der Ads in den Contentbereich. Die Amerikaner kennen da eben keine Scheu; zumindest hab ich noch auf keinem englischsprachigen Alphablog seitenlange Diskussionen darüber gelesen, ob die Kommerzialisierung von Weblogs denn überhaupt moralisch vertretbar ist.
Plugin-Download
Ich hab AuctionAds seit gut vier Woche laufen; die Anzeigen werden im Wechsel mit anderen Affiliate-Programmen eingeblendet. Insgesamt bekamen die Ads rund 20.000 PIs im Zeitraum von einem Monat. Zur Online-Applikation selbst kann ich nur sagen, dass hier erfahrene Profis am Werk waren: die Bedienung geht flott von der Hand, der Einbau war, wie oben bereits erwähnt, mit keinerlei Problemen behaftet.
Sehr gut gelungen ist auch die Auswertung, mit der man die Performance seiner Channels im Auge behält. Das Verhältnis von Pageimpressions zu Clicks ist für eine Anzeige in Bannerform, die noch dazu recht weit weg vom Hauptcontent positioniert ist, ausgesprochen akzeptabel. Verdient habe ich in diesem Zeitraum mit AuctionAds allerdings EUR 0,26 - und das trotz der erstaunlich hohen Clickrate. Das liegt daran, dass AA sich bisher ausschließlich an den amerikanischen Markt richtet: wer auf den Ad klickt, gelangt nicht direkt zur betreffenden Auktion, sondern zur landesspezifischen eBay-Seite mit voreingestellter Suche der Keywords der jeweiligen Anzeige. Der User sieht also zum Beispiel, dass ein vergoldeter USB-Zigarettenanzünder um 2 Dollar zu haben wäre, klickt auf die Anzeige zum kommt zur eBay-Österreich Suche nach "Hardware Musik Gadgets". Das macht die AuctionAds weitgehend obsolet für Non-US Einwohner.
Die Frage, warum ich die Ads immer noch laufen habe, scheint bei diesem Resutat berechtigt. Es ging und geht mir dabei primär um das Testen einer innovativen Werbeform, die auf der Klick-Raten-Seite offensichtlich funktioniert, und da eBay ja ohnehin in den meisten Ländern verfügbar ist, kann es wohl nur ein kleiner Schritt zu einer Lokalisierung des Service sein. Daher vermute ich stark, dass Jeremy recht bald eine Option zur Auswahl des gewünschten eBay-Landes nachrüsten wird. Falls nicht, werden die AuctionAds am datenschmutz Blog jedenfalls bald wieder pausieren. Der CTR-Indikator zeigt im Vergleich zu anderen Werbeformen allerdings deutlich die Überlegenheit visueller Botschaften vor reinen Textanzeigen. Das offizielle Statement zum Thema Internationalisierung lautet wie folgt:
AuctionAds currently supports traffic from all countries in which eBay has a presence. Ad units currently only display ads in English, but all click traffic is geotargeted to the visitors country.
To clarify: at this time no ads are displayed from other countries' eBay sites. When a non-US visitor clicks an ad, they are taken to a search page of items from the same keywords. As ad impression volume builds from specific countries, we will consider adding local ad display. Our statistics and testing shows that this converts extremely well for international users.
Naja... "extremely well" ist wohl ein Euphemismus; und baldige "echte" Internationalisierung tut Not.
Wir Österreicher sind beim Affiliate-Marketing dank der Sprachverwandtschaft mit Deutschland ja immer benachteiligt, wenn's um Produkte geht, die nur für das Alpenland relevant sind: wie etwa Mobilfunkprodukt einheimischer Anbieter. Ich hab hier auf datenschmutz rund 92% deutsche Leser, 5% Österreicher und einige Schweizer; große Systeme wie Adwords (die hier nicht laufen!) zeigen ohnehin die nach IP zugeteilten landesspezifischen Werbungen an; für kleinere Web 2.0 Start-Ups ist's nicht einfach, hier mitzuhalten. Generell würde ich meinen, dass im Bereich Affiliate-Marketing das Thema "Lokalisierung" von zunehmender Bedeutung ist - Bidvertizer bietet bereits länderspezifische Anzeigen an. Aber so geht's einem eben, wenn man im Nischenmarkt eines weltumspannenden Netzes seinen Stand aufbaut!
In Blogistan gibt's bereits einiges an Feedback: Max findet auch, dass AuctionAds Potential hat, JohnTP hat ein paar Tipps, und SEOfm hat den Maestro interviewed.
Update: Hauke hat ein Plugin geschrieben, das automatisch alle eBay-Links durchsucht:
Der AuctionAdder durchsucht die Posts und Kommentare deines Wordpress Blogs nach URLS welche auf eBay verweisen und ergänzt diese durch deinen persöhnlichen AuctionAds Code.
Selbst wenn sich auf der Werbeversteigerungs-Plattform wenig an Weiterentwicklung tut - ich geb nach dem gloriosen Erfolg der letzten Versteigerung nicht auf. Und weil die Auktion doch tatsächlich fette 11 Euro in meine Marketing-Kassen gespült hat, gibt's ein weiteres datenschmutz Bannerkontingente und einen Backlink zu ersteigern.
Die Details zum Werbespace-Auktionshaus Adsix sind im wesentlich gleich geblieben, immerhin kann man nun vergangene Auktionen als Vorlagen für neue Angebote verwenden. Aber da die Inflation bekanntlich im Schweinsgalopp dahinreist, steigen die Preise ins Ermessliche: waren es bei der vorigen Auktion EUR 10,- für 5.000 Impressions, so sind's diesmal EUR 15,- für dieselbe Menge. Schnell zugreifen - in wenigen Monaten kann sich das kein Mensch mehr leisten
Außerdem versteigere ich einen Backlink von der Startseite um günstigen EUR 25,- / Monat. Ist bloß ein Test, ob sich ein solcher Link auch außerhalb von Marktplätzen wie Text-Link-Ads und Linklift an den Mann oder die Frau bringen lässt.
PS: beide Auktionen laufen noch ungefähr fünf Tage lang; Adsix zeigt keinen Endzeitpunkt, sondern nur die verbleibenden Stunden an.