Im vergangenen Semester machte ich mit meinen FH-Studenten eine Exkursion ins Technische Museum Wien. Obwohl Direktorin Dr. Gabriele Zuna-Kratky sowohl museumsdidaktisch als auch PR-technisch einen hervorragenden Job macht, stattet nur ein Bruchteil der Wiener Medien-Studentenschaft dem imposanten Bau in der Mariahilferstraße 212 einen Besuch ab. Dabei hält die fixe Sonderausstellung Medienwelten eine ganze Serie von Aha-Erlebnissen bereit. Sie zeigt die Geschichte der technischen Medien anhand zweier Entwicklungsstränge:
Auf der einen Seite ist die Entfaltung von Post-, Telegrafen-, Telefon-, Funk- und Rundfunknetzwerken zu sehen, auf der anderen die Entwicklung von Bild-, Ton- und Druckmedien sowie Medien der Datenverarbeitung.
Auf insgesamt 2500m2 Ausstellungsfläche findet sich ein faszinierendes Spektrum historischer Gerätschaften: von den ersten "Bewegtbildern" in Form mechanisch-optischer Täuschungen über die Daguerreotypie, frühe Kameras, Fernschreiber bis hin zu Smartphones spannt die Ausstellung den Bogen der Geschichte der Informationsvermittlung. Am Sonntag war ich wieder in Ausstellung - diesmal mit SLR-Kamera. Diesen Beitrag weiterlesen »
Vor kurzem habe ich hier auf datenschmutz 10 Plätze für eine Führung durch die aktuelle Albertina-Ausstellung Impressionismus: Wie das Licht auf die Leinwand kam verlost. Vor unserem Rundgang habe ich Pressesprecherin Verena Dahlitz vor die datenschmutz-Cam gebeten: sie spricht im aktuellen Videopodcast über die Besonderheiten einer Kunstrichtung am Übergang zwischen Salonmalerei und Fotografie:
In Kooperation mit ATV kann ich meinen kunstinteressierten Leserinnen und Lesern diesmal ein ganz besonderes Highlight anbieten: datenschmutz verlost 10 Plätze für eine exklusive abendliche Führung durch die neue Albertina-Ausstellung Impressionismus - wie das Licht auf die Leinwand kam. Alle Infos zur Ausstellung gibt's auf Albertina.at - die Herbstausstellung zeigt unter anderem Originale von Superstars wie MC Renoir, DJ Paul Cézanne und die holländische Techno-Legende Vincent van Gogh, insgesamt umfasst das Set 70 Tracks:
Im Mittelpunkt dieser außergewöhnlichen und ambitionierten Schau stehen die Ergebnisse eines 5jährigen Forschungsprojektes, die einen neuen Blick auf die Entstehungsgeschichte, die Techniken und Malweisen des Impressionismus ermöglichen. Kunstgeschichte und Kunsttechnologie agieren auf einer gleichberechtigten Ebene. Aus diesem neuen Zugang resultieren neue Antworten auf Fragen wie "Was ist eine Impression?", "Drinnen oder Draußen?", oder "Wann ist ein Bild fertig?" - Antworten, die die Geschichte des Impressionismus an beispielhaften Werken von Courbet, Caillebotte, Manet, Monet, Renoir, Cézanne, Pissarro, Signac und van Gogh aus einer ungewohnten Sicht einmal neu erzählen lässt.

Wer am 23.09. in der Bundeshauptstadt weilt und am Abend an der exklusiven Albertina-Führung teilnehmen möchte,
Das Gewinnspiel beginnt mit der Veröffentlichung dieses Beitrags am 14.09.2009 und endet am Freitag, 18.09.2009 um 00:00 Uhr. Die Gewinner werden via E-Mail verständigt, der Rechtsweg ist ausgeschlossen, es gelten die Standard-Teilnahmebedingungen für datenschmutz-Gewinnspiele.
Die Führung wird exklusiv für Mitglieder von ATV und datenschmutz-Afficionados angeboten - insgesamt werden 25 Personen an unsere Tour de Force durch die Bildkultur teilnehmen. Wer nicht live dabei sein kann, für den gibt's demnächst ein Video über die Ausstellung hier auf datenschmutz.
| 24. April 2009 | ||
| 19:00 | bis | 23:00 |
Bernd Püribauer zeichnet in der Wiener Stadtzeitschrift Falter seit 10 Jahren das Tier der Woche zu den Texten von Peter Iwaniewicz, höchste Zeit also für eine große Ausstallung der 100 gelungensten animalischen Kreaturen im würdigen Rahmen des Wiener WUK! Unglaublich genial finde ich den Video-Trailer zum Event:
Man kann nicht dauernd nur arbeiten - zwischendurch muss man schließlich auch mal reflektieren, wie und warum man arbeitet. Prokrastination per se ist nämlich weder Schlüssel zum Erfolg noch zur Zufriedenheit. Die spannendsten Medienprojekte sind an der Schnittstelle von Technologie, Wissenschaft, Unterhaltung und Kunst angesiedelt, und mit diesem Job-Biotop beschäftigt sich das Festival Coded Culture von 27. bis 31. Mai in Wien und von 14. bis 18. Oktober in Yokohama.
Österreich fungiert als Gastgeber für das mehrtägige Symposium, in Japan wird die zugehörige Ausstellung präsentiert. Die binationale Veranstaltung findet im Rahmen des offiziellen "Österreich-Japan Jahres 2009" statt, das ausgerufen wurde, um 140 Jahre diplomatische Beziehungen (ich wusste gar nicht, dass unsere Kontakte zum Reich der aufgehenden Sonne so jung sind) zu zelebrieren.
Veranstaltet wird die Exploration der kreativ-kommerziellen Sphäre von der Gruppen 5uper.net:
Im Mittelpunkt steht eine neue Generation von Medien- und Entwurfskulturen und deren kreative Praktiken. Vielfältige Szenen und Projekte, die unter Zuhilfenahme von elektronischen Medien neue Anwendungsbereiche schaffen, werden vernetzt und für Außenstehende zugänglich gemacht. [...] Eine noch nie dagewesene Anzahl japanischer KünstlerInnnen, KuratorenInnen und WissenschaftlerInnen wird in Wien ihre Erfahrungen und ihr Wissen im Rahmen des Symposiums (28. – 31. Mai) und der Ausstellung (27. Mai – 07. Juni) von Coded Cultures mit KollegInnen aus Österreich, Europa und einem interessiertem Publikum austauschen. Um die kulturellen Beziehungen beider Länder zu intensivieren, sind schon im Vorfeld des Festivals zwei Künstler und ein Wissenschaftler als Artist in Residence bzw. Professor in Residence in Wien anwesend.
2004 fand die Premiere des Festivals statt, damals noch unter dem Titel "Decoding Digital Cultures". Der Schwerpunkt des im Wiener Museumsquartiers angesiedelten Vereins liegt auf der teilnehmenden Erforschung neuer Medien und auf der didaktischen Aufbereitung der Ergebnisse, die diesjährigen vier Themenbereiche tragen so buzzige Namen wie Designing Complexity, Assembling Things, Expanding Locality und Creating Proto-Culture:
5uper.net besteht aus ProduzentInnen die Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine erforschen, existierende Medienkanäle optimieren sowie neue Kommunikations-, Distributions- und Diskursformen entwickeln. Seit 2003 vermittelt die Gruppe in Form von Ausstellungen, Workshops und Symposien die Themenbereiche, die sich im Umfeld von Medienkunst und den Hybridbereichen zwischen Kunst und Technologie bewegen.
Weitere Infos über die Aktivität von 5uper.net gibt's im Newsfeed, persönlich trifft man die Proponenten am besten beim sonntäglichen MedienKunstCafe. Hier der genaue Terminplan:
Pressekonferenz: 27.05. 2009, 10.30 Uhr, Freiraum / quartier21 – MQ
Eröffnung: 27.05. 2009, 19.00 Uhr, Freiraum / quartier21 – MQ
Ausstellung: 28.05. – 07.06. 2009, Freiraum / quartier21 – MQ
Symposium und Präsentationen: 28.05. – 31.05. 2009, MUMOK – MQ
Abschlussveranstaltung und Party: 31.05. 2009, 20.00 Uhr, Hofstallungen – MQ
| 2. Dezember 2008 | ||
| 16:00 |
Merkur mag der Gott des Krieges gewesen sein, Mercur dagegen ist eine güldene Statuette, die besonders innovativen Wiener Unternehmen von der Wirtschaftskammer verliehen wird. Am 2. Dezember haben innovationsfreudige Interessierte die Möglichkeit, bei der Mercur-Ausstellung im Tech Gate Vienna die eingereichten Projekte aus der Nähe kennen zu lernen, um 18:00 Uhr beginnt die ebenfalls öffentlich zugängliche Mercur Gala inklusive Preisverleihung und Feier.
Was habe ich mit dem Mercur zu tun? Keine Angst, datenschmutz hat mitnichten den Preis fürs innovativste Twitter-Marketing gewonnen (ich hab mich als "Involvierter" auch gar nicht beworben). Gemeinsam mit den Mastercodern Bernd und Roman habe ich das elektronische Einreichsystem für die Wirtschaftskammer konzipiert und programmiert. Die Einreichfrist ist längst zu Ende, die Gewinner der einzelnen Kategorien dürften bereits feststehen. Preise werden vergeben für die beste "Innovation allgemein", "Kreativität" (Multimedia) und den innovativsten Jungunternehmer:
Neben den Sonderpreisen FEMMINOVA und "Kooperation" wird auch der Sonderpreis ECONOVIUS verliehen – das innovativste Projekt eines Kleinunternehmens ist außerdem automatisch zum Österreichischen Staatspreis nominiert. Die Preise werden in einer Festveranstaltung Anfang Dezember verliehen, die Kategoriensieger sowie die Sonderpreisträger erhalten jeweils 1500 Euro.
Im Gegensatz zu vielen anderen Wirtschaftspreisen wurde die Einreichung bewusst knapp und einfach gehalten, schließlich haben Kleinunternehmen in der Regel recht begrenzte Ressourcen. Über 150 Teilnehmer gab es in diesem Jahr, wie auch aus gut informierten Insiderkreisen erfahren haben
Ich weiß nicht, ob Projekte aus dem Web 2.0 Umfeld vertreten sind, im Mai habe ich auf die Einreichmöglichkeit hingewiesen - Wiener Web-Bereich fallen mir einige potentielle Gewinner ein. Wer die Teilnahme in diesem Jahr versäumt hat, bekommt 2009 erneut die Chance zum Mitmachen.
Die Gala-Veranstaltung, bei der die Preise an die Kategoriesieger verliehen werden, ist öffentlich - interessierte Gäste sind gerne gesehen, und im Anschluss lädt die Wirtschaftskammer Wien zu Buffet und DrinX. Wer teilnehmen möchte, muss sich lediglich über dieses Formular anmelden und die Anzahl der Personen angeben.
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| 4. November 2008 | ||
| 19:30 | bis | 22:30 |
Nicht österreich- oder europaweit, keine Sorge. Bloß lokal begrenzt, genauer gesagt in den Örtlichkeiten des Aktionsradius Wien. Stephan Weber aka Mr. Drahdiwaberl, Liedermacher Herr Ronnie Urini, der gerade mit den mysteriösen 24/7 im Studio war, Robert Wolf von Chuzpe, Thomas Weber vom gap, Martin Blumenau von fm4 und Thomas "Kunsthalle" Miessgang diskutieren unter der kundigen Ägide von Musiklandschaftskenner Walter Gröbchen über das sperrige Thema: Anarchie & Alltag. Popkultur & Politik in Wien von 70er Jahren bis heute.
Das klingt nach einem umfangreichen Thema, vorsichtige Naturen bringen Schlafsäcke und Verpflegung für mehrere Tage mit. Und weil sich Anarchie und Türsteher irgendwie so gar nicht vertragen, ist der Eintritt gratis. Parallel eröffnet die WienBibliothek im Rathaus eine begleitende Online-Ausstellung, die Walter Gröbchen aus dem "Vorlass" Stefan Webers zusammengestellt hat:
Ganz dem Titel entsprechend präsentiert Prof. Stefan Weber himself die Geschichte der legendären Wiener Anarcho-Rock-Combo Drahdiwaberl. In Bild und Ton. Und zwar als zweifache Premiere: einerseits ist es die erste Ausstellung der Wienbibliothek, die ausschließlich (oder zumindest primär) im Internet stattfindet. Und andererseits gehen hier "Aural History" und das Web eine interaktive Verbindung ein, die die Geschichtslektionen des Prof. Weber - anhand seiner eigenen Tagebuch- Aufzeichnungen von 1969 - 1981! - zur sehr intimen, persönlichen Vorlese- und Erzählstunde machen.
Das Podiumsdiskussion findet übrigens im Rahmen das vom Aktionradius ausgerufenen Anarchiemonats statt. Dürfte gar nicht so einfach werden, zu diesem Thema neben Stefan Weber weitere prominente Proponenten zu finden.
Ort und Zeit: 4. November, 19:30 / Gaußplatz 11, Wien
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| 24. Juni 2008 | ||
| 19:00 | bis | 22:00 |
Bei der derzeit im net culture lab präsentierten Ausstellung Make your own Thing werden die BesucherInnen ganz im Sinne des DIY (Do it yourself) Gedankens zum mitmachen, mitlöten und mitbasteln eingeladen. Sozusagen eine positive Neubesetzung des Begriffs Kunsthandwerk - und wie Vilém Flusser schon mal so treffend erwähnt hat, kommt Begriff bekanntlich vom Be-greifen. Was uns zum Thema bringt: Dioden & Co. dürfen nur mehr bis kommenden Dienstag begrapscht und/oder begriffen werden.
Martin Bredl, Kommunikationsboss der TA, Gerfried Stocker, Kunstboss der Ars und Roland Alton Scheidl, Kuratorenboss des net culture lab sprechen über die Ausstellung, als besonderes Highlight wird das Netzkunst-projekt "The Sound of eBay" erstmals öffentlich präsentiert. Der neueste Streich vom UBERMORGEN.COM in Zusammenarbeit mit Stefan Nussbaumer (Soundcoding), lia (Visualcoding), Grischinka Teufel (Theorycoding) und Erich Kachel (Scriptcoding) verwandelt eBay-Daten in elektronische Musik und verschafft so jedem User seine persönliche National-Einkaufshymne.
Im Anschluss lädt Sie net culture lab, eine Innovationsinitiative von Telekom Austria, zum sommerlichen Miteinander in entspannter Atmosphäre.
Sagt die Ankündigung. Das klingt ganz nach Free Drinks.. und Bikini Models. Naja, zumindest Free Drinks. Wer sich das anschauen will, möge sich anmelden unter m.schrammel [at] hochegger.com.
| 3. Juni 2008 | ||
| 19:00 | bis | 22:00 |
Immerhin heißt das Thema ja Do it yourself, kurz DIY. Im Raum D [Q21] im Wiener Museumsquartier diskutieren heute im Rahmen der gleichnamigen Ausstellung Karel Dudesek (TakeAway, London), Gerin Trautenberger (Industriedesginer, Wien) und Bircsák Eszter (Kitchen, Budapest) über selbstgebaute Zeit- und Espressomaschinen. Die Veranstalter sehen in der Ärmel-Hoch-Mentalität des Web 2.0 einige Parallele zur Baumarkt-Bewegung und Bastler-Vers(t)andhäuser der 50er, 60er und 70er Jahre.
Die Wikipedia schreibt dazu:
DIY heißt für seine Anhänger oft, den Glauben an sich selbst und die eigene Kraft als Triebfeder für Veränderungen zu sehen. Die Do-it-yourself-Bewegung der 60er und 70er war geprägt von einem Glauben an Selbstermächtigung, Selbstorganisation, Improvisation, Eigeninitiative, und oft einem Misstrauen gegenüber etablierter Autorität, gegenüber passivem Konsum, Produkten der Industrie und Vorgaben der Medien. Oftmals sind aber auch einfach Spaß, Kreativität oder wirtschaftliche Gründe der Anlass, Dinge selber zu machen.
Ich werd nie erfahren, ob sich die Diskussion um bloße Affirmation dreht oder ob das Panel über die meiner Meinung nach spannende Frage, wie und in welcher Form kapitalistische Produktionsstrukturen Selbstermächtigungs-Philosophien strukturell assimilieren (können) - und ob DIY in unserer modernen, hochkomplexen Welt überhaupt einen alternativen Produktionsansatz darstellen kann.
Das mag jetzt ein wenig (zu) negativ rüberkommen - und um keine falschen Eindrücke zu wecken: meine Lötstation ist nach wie vor einsatzbereit, und ein analoges Radio oder ein Filter-Netzteil zu reparieren: kein Thema. Aber ich hab halt noch nie jemanden getroffen, der im eigenen Arbeitszimmer einen brauchbaren Silikon-Wafer, geschweige denn eine CPU hergestellt hat. Vielleicht bin ich aber auch nur ein bisschen Kittler-geschädigt von wegen "es gibt keine Software" - aber andererseits kann man ja nicht dauernd nur die Tastatur bedienen. Ab und an ein wenig im metaphorischen Gatsch zu wühlen, tut der eigenen Ausgeglichenheit bekanntlich sehr wohl.
Dan war letzten Samstag in der Pyramide - aber nicht um Pharaonen bei mittelmäßigen, überbewerteten Ausstellungen zu sehen, sondern Ritchie Hawtin. Warum's eine miese Party war, lässt sich recht ausführlich und unterhaltsam auf Turnthescrew.com nachlesen. Zum Trost gewann Dan dafür jüngst einen Coypwriter-Bewerb - Gratulation!. Und um an dieser Stelle ausnahmsweise auch in die Zukunft zu blicken: wer am 27. Mai zufällig in San Fran weilt, der sollte wohl der Wordpress 5-Jahres-Feier einen Besuch abstatten - ich werd's leider nicht schaffen, dafür freu ich mich schon auf den morgigen Webmontag. Herzliche Gratulation jedenfalls an Matt und das gesamte Team! Ihr baut die besten Werkzeuge ever - für uns Blogger. Und im Gegensatz zu richtigen Bohrhämmern, Zangen und Schraubenziehern gibt's die sogar noch gratis - thx!
...am Grazer Schauspielhaus, und zwar in Form eines Theaterstücks, das Blogosphärentexte verwendete, um ein "literarisches Statement auf die digitalisierte Lebenswelt" zu montieren. Unglaublich geil ist die Beschreibung aus dem Programmheft:
Sie nennen sich Yvan, Popnutte, Schimmerschnecke und Helge und sind Bewohner der Blogosphäre. Im nie endenden Prozess des Bloggens, Postens, Updatens und Verlinkens basteln sie an ihrem Kosmos, definieren ihre Existenz, [...], suchen ganz einfach: die Liebe.
Hehe... Er nannte sich Helge!. Vielleicht wird das ja der deutsche Synchro-Titel von "They called him Machete".
Wer sich schon länger fragt, ob die Web 2.0 Szene ihren wirtschaftlichen Zenit überschritten hat, findet beim Command Line Idiot die 12 Signs That The Recession Has Hit The Internet. Mein Favorit ist die Nummer 5:
For $20, Rick Astley will show up to do it in person.
Am 20. September isses so. Weit. Wie ich gerade von Monika erfahren habe: die alte Burg Gmünd bildet den würdigen Rahmen fürs erste Bloggertreffen im Bundesland mit der besten Polenta Österreichs. Wär jedenfalls ein willkommener Anlass für einen längeren Motorradausflug! Trotz mittelalterlicher Gemäuerkulisse wird's WLAN geben; ob das Mittagessen im ritchie Ritter-Stil (ohne Besteck und mit viel Sauerei) über die Tafel geht, ist derweil noch nicht bekannt; außerdem haben alle BesucherInnen die einmalige Gelegenheit zur Teilnahme an einer Gmünder Stadtführung 2.0. Nicht Kärntner und Kasnudel-Touristen ohne festen Wohnsitz in Wörtherseenähe dürften aufatmen:
Worüber Ihr bloggt ist egal und natürlich müsst Ihr nicht aus Kärnten kommen. Alle Blogger sind herzlich willkommen.
Thx Ulrich - für die Power-Uno Regeln, die fantastischen sizilianischen Melanzani in Tomatensauce (wie schnell kann man davon körperlich abhängig werden?) und für drei großartige Videos! Letztere möchte ich auch der hochverehrten LeserInnenschaft keinesfalls vorenthalten; als da wären: 1. der neueste Trend aus Saudi-Arabien: Street-Skating auf Birkenstocks sowie 2. eine unglaublich gut gelungene Kanye West Parodie und 3. der schlechteste Kampf der Fernsehgeschichte. Schönen Restsonntag!
| 21. Mai 2008 | bis | 25. Mai 2008 |
Und dabei ist doch in Kürze Sommerbeginn! Aber hier ist ja auch nicht die Rede vom Frühling, sondern vom Festival: genau genommen von meinem Lieblings-Elektronik-Festival südlich des Weißwurstäquators. Einen Fotopass hab ich auch, mit anderen Worten: mit ein paar Schnappschüssen muss gerechnet werden, und vielleicht sogar dem einen oder anderen Audio-Interview. Vorgestern hab ich noch eine Einladung zur Electronic Beats Party von T-Mobile bekommen, die schon am Mittwoch Nachmittag im Aiola am Schlossberg (mein Lieblingslokal in Graz) beginnt - also wird die Pilgerfahrt gen Rave-Culture wohl bereits am Mittwoch in der Früh beginnen.
Als Stammbesucher des Grazer springfestival habe ich die ersten fünf Auflagen miterleben und musste dann aus Termingründen zwei Jahre pausieren - umso größer ist die Vorfreude drauf, nächste Woche mal endlich wieder im Dom im Berg abzurocken, der genialsten Location, in der in Österreich je legale Parties gefeiert wurden. Man stelle sich einen großen Quader (Einen sehr großen Quader. Er bietet immerhin Platz für weit über 1.000 Tänzer.) vor, der einfach mitten in den Grazer Schlossberg reingesprengt wurde: meterdicke, massive Naturfelswände, dazu eine phatte Anlagen und ein talentierter Tontechniker, und jeder Raver ist im siebten Soundhimmel. Der Dom ist allerdings "nur" die Hauptlocation, ingesamt verteilt sich die Feierei auf mehrere Venues, darunter auch PPC und Postgarage.
Begonnen hat das Spring-Festival, wie jedes ambitionierte Musik-Event, vergleichsweise klein - eine Riesen-Veranstaltung á la Sonar wird aber glücklicherweise nie draus werden, denn die Locations begrenzen die Zuseherzahl, und das ist eine der Hauptstärken des Festivals. Einige der Vorjahres-Highlights sind bei play.fm als komplette Streams verfügbar, außerdem ist die hübsch gesaltete Videogallerie mittlerweile auf ganz beachtlichen Umfang angewachsen. Ebenfalls einzigartig in Österreich: die Partys verteilen sich über die gesamte Innenstadt, abendlicher Party-Tourismus ist quasi ein Muss. Vielen Elektronik-Connaisseuren gilt der Event mittlerweile als Highlight der Partysaison - kein Wunder, wenn man einen Blick auf das diesjährige Artist Line-Up wirft. Neu in diesem Jahr: die Veranstalter haben mit dem Londoner End, dem ich kürzlich beim London-Ausflug mit Tom erstmals einen Besuch abgestattet hab, eine Partnerschaft abgeschlossen:
This is another step towards the springfestival's further expansion providing sophisticated clubnights to an international crowd. The End will take over the whole Dom im Berg - the festival's main venue - on Saturday 24th May, with a lineup that represents the club's wide musical spectrum of some of the world's finest DJs holding residencies at The End.
Ein unvergessliche Party war übrigens die Brazil-Night beim Springfive. Stamina MC und DJ Marky sind das dynamischste Drumandbass-Duo, das ich jemals gehört hab... glücklicherweise mehrmals, und ich freu mich schon mächtig auf die diesjährige Brazil-Session: check this one out:
Ebenfalls bereits "Tradition" beim Spring ist das Tagesprogramm mit zahlreichen Workshops der Red Bull Music Academy, Lesungen und Vorträgen, Symposien und - neu in diesem Jahr - einer Videoausstellung im Museum für Moderne Kunst. Eine Aufzählung aller Programmpunkte würde den Rahmen dieses Artikel sprengen - die vollständige Übersicht gibt's auf der Homepage. Mein vorläufiger Partyplaner sieht folgendermaßen aus: am Mittwoch werd ich mir Streets und Roni Size beim Electronic Beats Opening in den Kasematten anhören und vielleicht in der Früh dann noch zu marfloW & Co. in den Dom rüberschauen. (Bereits hier tritt der erste Interessenskonflikt auf: Fabio, D-Bridge, Bryan G *und* Artificial Intelligence spielen mit den MCs LowQui, SP:MC und Rage im PPC).
Am Donnerstag wird's mich wohl wieder in den Dom verschlagen, XRS spielt gemeinsam mit Drumagick live - der Mann ist ein Qualitätsgarant, außerdem sind die ebenfalls brasilianischen Plattendreher Bungle und DJ Edgar am Start, zweiteren hab ich noch nie gehört. Allerdings werd ich dann wohl relativ früh abreisen müssen, denn: in der Postgarage spielen neben Arabian Prince aka Professor X, Egyptian Love & Jamie Jupiter auch... the Man!!! The one and only Godfather of Techno and House - Mr. Juan Atkins! Ich hab sein Set nach der Wiener Loveparade im Jahr 2000 im Flex gehört - der Mann versteht sein Handwerk wie wenige. Ich vermut mal stark, das wird mein persönliches Highlight - mal gucken, ob sich die Vice Party im Arcadium dann noch ausgeht.
Am Freitag werd ich mir im Orpheum den lang gehegten Wunsch, Senor Coconut and his Orchestra mal live auftreten zu sehen, erfüllen - und später dann zum Chicago House Special mit Robert Owens und Larry Heard aka Mr. Fingers in den Dom rüberwandern. Der Samstag wird dann nochmal richtig anstrengend - da braucht man ja fast schon Projektmanagement-Software für die Koordination der Timetables. Den Dom rocken Marky, Stamina, Gilles Pterson, Bushwacka und Mr. C, im PPC sind die Dub Pistols, Atomic Hooligan, Hannah Holland, MC Chickaboo, Trevor Loveys, Baobinga und Kid Blue zugange, in der Postgarage zelebrieren Luke Vibert (aka Wagon Christ), Hot Chip und Deadelus elektronische Klänge, während im Arcadium Temper D, The Sec und The Dying Punks Drumandbass hochleben lassen.
*Achtung*: das ist nur ein kleiner Ausschnitt des Programms. Daneben gibt's weitere Locations, Second Floors, Afterpartys, Vorträge... einfach hier reinschauen. Ansonsten sehen wir uns am Springeight - lookin' forward!
Die DIY (Do it yourself) Bewegung schwappt von den USA nach Europa über: sie lässt Heimwerken unter veränderten Vorzeichen plötzlich wieder en vogue werden. Zu je komplexeren und undurchschaubareren Konfigurationen sich Technologie auf der einen Seite hin entwickelt, desto größer wird auf der anderen Seite offensichtlich das Bedürfnis, einen Blick hinter die Maske namens Oberfläche zu werfen. Denn selbst im Zeitalter der allumfassenden Digitalisierung macht es manchmal Sinn, das "Begreifen" wörtlich zu verstehen.
Nicht zuletzt das amerikanische Make Magazine hat den Trend zum Do-it-Yourself entscheidend mitgeprägt. Während die einen in die Disko kroch'n gehen, schrauben die anderen aus purer Entdeckungslust an Klospülungen rum - höchste Zeit also für the gap, einen Blick unter die Haube der DIY-Szene zu werfen. Für die derzeit im Druck befindliche Ausgabe habe ich ein Interview mit Karel Dudesek geführt: der Medienkünstler, Medienkunstprofessor und Musiker organisiert in England das Takeaway Festival und hat ganze Generationen von Studenten an der Angewandten in Wien unterrichtet. Eine Biographie findet auf Kunstradio.at. Herzlichen Dank an Klaus Kraigher für die Fotos!
Exklusiv hier auf datenschmutz gibt's das Interview in voller Länge als Streaming Audio - im Gespräch schneidet Prof. Dudesek einige hochinteressante Themen an, die ich im Artikel aus Platzgründen weglassen musste. Et voilá: Digital Crafts, Kunst und Handwerk und die Entwicklung der Medienkunst der letzten Jahre: Professor Karel Dudesek im Gespräch mit dem Autor. (Bitte die suboptimale Audioqualität zu entschuldigen; ich hatte meine externe Soundkarte nicht zur Hand und der eingebaute Mic-In besitzt einen nicht abschaltbaren Dynamikfilter aus der Hölle. Trotzdem Hörspielpflicht für alle Medienkunst-Freaks!)
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
Die Lust am Basteln erlebt eine digitale Renaissance.
Einen wesentlichen Kristallisationspunkt fand die DIY-Bewegung im us-amerikanischen Make Magazine: die erfolgreiche Printpostille mit stark bevölkerter Community-Seite stellt so etwas wie die moderne Gegenthese zu Tim Taylor dar: Motor und Kraftquelle ist primär die Lust am Sinn-Losen, Anleitungen für effektivere Stauraumgenerierung oder klassische Haushaltstipps wird man hier nur ein Ausnahmefällen finden. Dafür erklären Redakteure etwa anhand eines detaillierten Films, wie man aus Haushaltsmaterialien einen ferngesteuerten Ornithopter baut oder wie man eine Violine ein USB-Instrument umfunktioniert. Natürlich gehört dazu auch ein nahezu täglich aktualisiertes Blog - und in der Tat erscheint kaum ein Thema so unerschöpflich und variantenreich wie der Einsatz von Technik in der und vor allem gegen die Intention ihrer Schöpfer. Das Web 2.0 mit seinen Social Networks wie Facebook, Myspace oder StudiVZ und den zahllosen Mikromedien-Channels von Weblogs über Twitter-Profile bis zu Youtubes Accounts bietet der Do-it-yourself Kultur die perfekte Selbstdarstellungsplattform. Denn die Freude am selbstgebastelten USB-Mini-Heißwasser Boiler respektive die Motivation, ihn überhaupt erst zu bauen, steigen zum Quadrat, wenn eine potentiell interessierte Weltöffentlichkeit zum Voyeur der eigenen Ingenieurskunst wird.
Dass dieser Paradigmenwechsel am Kunstbetrieb längst nicht spurlos vorüber geht, weiß jeder, der in den letzten Jahren die ars electronica besucht hat. Seit der russische net.artist Alexej Shulgin im Jahr 2000 mit seinen 10 in Steintafeln gravierten Gesetzen das Genre der net.art für verblichen erklärte, wich das analytische Paradigma auch im medien-artistischen Bereich einem Hands-On Ansatz, der den User mehr oder weniger radikal von der passiven Rezipientenrolle in die des Créateurs versetzt.
Universitätsprofessor Karel Dudesek befasst sich seit mehreren Jahrzehnten mit dem Themenkomplex Medienkunst und organisiert in London das Takeaway Festival, eine Mischung aus Konferenz, Ausstellung und kollektivem Bastelworkshop. Der mittlerweile in England, Deutschland und Österreich tätige Theoretiker und Aktivist gestaltete die ars electronica mit, prägte durch seine organisatorische und/oder kuratorische Tätigkeit zahllose Medienfestival und sensibilisierte Generationen von StudentInnen im Umgang mit diesem eigenartig-immersiven Medien-Dingsda*, das sich sowohl im akademischen als auch im künstlerischen Bereich stets so elegant dem finalen Zugriff des Betrachters entzieht. Medien, das predigte McLuhan Zeit seiner Lehrtätigkeit, bilden einen integrativen Teil des uns umgebenden Lebensraums. Wir können sie nicht im klassischen Sinne analysieren, da der nötige Abstand zwischen Betrachter und Subjekt schlicht nicht herzustellen ist - also bleiben uns nur die sogenannten "Probes", also Sonden, die einzelne "Medienproben" liefern, aus denen wir Rückschlüsse begrenzter Gültigkeit ziehen können.
Zu Abstrakt? Genau um dieses invasive Hinter-die-Maske-Schauen einerseits und um ein altes Spannungsfeld zwischen Kunst und Kunsthandwerk andererseits dreht sich der aktuelle Diskurs der Medienkunst, wie Karel Dudesek erklärt: "Was komplexer wird, kommt von Natur aus auch in die Krise. Und in dieser Krise modifizierte sich die Medienkunst zu einer Art Designkunst. Die ars electronica und andere Festivals mutierten zu Design-Präsentationen; ob Open Source oder nicht, sei mal dahingestellt. Das hat natürlich dazu geführt, dass in der Spannung zwischen Kunst und Design - also zwischen Kunst und Handwerk, diese Spannung gibt es ja nach wie vor - die handwerkliche Seite in Form der 'digital crafts' plötzlich sehr stark die Oberhand gewonnen hat."
Die digital-crafts Bewegung existiert seit rund fünf Jahren und zeigt neue Varianten interaktiver Interfaces, die in der "klassischen" Medienkunst schlicht keinerlei Beachtung mehr fanden: "Designer haben per definitionem keine politische oder kulturelle Selbstaufgabe. Daher auch dieser Begriffsbogen von wegen 'knitting', 'do-it-yourself' und so weiter. Diese neue technologische Situation erlaubt einem viel weiteren Personenkreis, eigene Projekte zu entwerfen und in weiterer Folge auch Geld damit zu verdienen, was natürlich völlig legitim ist. Die Universitäten in Europa haben diese Entwicklung weitgehend verschlafen und beschäftigen sich nach wie vor mit einem tradierenden Kunstbegriff, der mit dieser neuen Form der medienkulturellen Produktion einfach nicht mehr funktioniert."
Technologien beziehungsweise Werkzeuge formen stets den mit ihnen generierten Output: das Vektor-Grafikformat Flash von Adobe etwa gibt bis zu einem hohen Grad das mit ihm realisierbare Endprodukt vor - eine scheinbar paradoxe Situation, die Prof. Dudesek mit dem in Europa lange Zeit sehr beliebten "Stricken nach Zahlen" vergleicht. Studenten sollen an Kunsthochschulen für diese Situation sensibilisiert werden und durch den Blick unter die Oberfläche ihre Werkzeuge im Flusser'schen Sinne als Dispositive des Kunsthandwerks verstehen. "Tools framen die Ästhetik," erklärt Dudesek, "und die Beschäftigung des Künstlers endet ja nicht an der Oberfläche, sondern es geht darum, diese Interface-Systeme von der intellektuellen Seite her zu kapieren: denn dieses Verständnis spielt ja wieder eine beträchtliche Rolle im kreativen Bereich."
Für die Einwohner des klassischen Kunstestablishments müssen die Credos der jungen Medienkünstler-Generation wie Altarfrevel erscheinen: wo das Establishment Sicherheit an Ölgemälden in historischen Säulenhallen festmacht, richtet sich die Aufmerksamkeit der jungen Medienkunst auf iPhones, digitale Klospülungen und so ziemlich jede Blackbox, deren unter der Haub verborgener Hard- oder Software-Schaltplan sich neu verdrahten lässt. Was im Bereich elektronischer Musik modifizierte Klangerzeuger-Hardware bedeutet, davon weiß jeder Synthie-Sammler ein Lied zu singen - ob der Do-it-Yourself Schock als nachhaltiger künstlerischer Paradigmenwechsel gelten wird, das kann aber nur eine entscheiden: und zwar die Nachwelt.
Dass (digitale) Re- und Produktionstechniken den Fokus ästhetischen Schaffens auf die Beschäftigung mit den Implikationen der Hard- und Software lenken würde, erkannte in den zwanziger Jahren bereits Walter Benjamin in seinem hellsichtigen - und vielfach zu Unrecht als kulturpessimistisch bezeichneten - Kunstwerksaufsatz (Walter Benjamin: Das Kunstwerk im Zeialter seiner technischen Reproduzierbarkeit). Ein berechtigter Zweifel an der Hoffnung auf lustvolle Aneignung der mediengesellschaftlichen Infrastruktur macht sich aber trotzdem breit: noch nie wurden so viele Kochbücher und -sendungen produziert und konsumiert wie in den Nuller-Jahren des neuen Jahrtausend - während zugleich noch nie in der Geschichte Westeuropas privat so wenig gekocht und soviele Fertigprodukte konsumiert werden. Anstatt die guten alten Zeiten elitärer Kunstproduktion zurück zu sehnen, bleibt also nur zu hoffen, dass der hohe Spaßfaktor der Do-it-yourself Philosophie auf breiter Ebene nicht bloß verkleidete Kapitulation vor znunehmend undurchschaubareren Blackboxes symbolisiert.
* Unter anderem auch den Herausgeber des Pamphlets; sowas kommt also dabei raus, wenn man zu lange über dieses Medienzeugs nachdenkt.
| 29. Januar 2008 | ||
| 19:00 | bis | 21:00 |
Was geht? Was geht? Ich zeig's euch ganz konkret! könnte gut das Motto der nächsten Ausstellung im net.culture.space lauten. Die Gemeinschaftsproduktion von Sponsor Telekom Austria und Ars Electronica präsentiert Interfaces, die mit herkömmlichen Joysticks, Mäuschen und Tastaturen fast gar nix mehr zu tun haben.
Ort: net.culture.space im quartier21/MQ (transeuropa) - Museumsplatz 1, 1070 Wien, www.netculturespace.at
"We bring your body in!" versprechen heute alle angesagten Spiel-Konsolen. Was GameentwicklerInnen zurzeit beschäftigt, ist den MedienkünstlerInnen schon länger ein Anliegen: intuitive Interfaces, die statt Maus und Tastatur unsere Körper und Sinne mit einbeziehen. Mit "E-MOTION" präsentiert der net.culture.space Arbeiten, die Gedanken und Gefühle zur Steuerung interaktiver Arbeiten heranziehen. So bewegen die User von "Brainball" mittels ihrer Gehirnströme eine Kugel über den Tisch. Das Netzprojekt "Colors" wiederum filtert Gefühlsäußerungen aus tausenden Blogs und visualisiert den "Gefühlszustand" unserer Welt.
Zur Eröffnung am 29. Jänner sprechen Martin Bredl, Leiter Kommunikation der TA, und Gerfried Stocker, Künstlerischer Leiter der ars electronica. Zu sehen ist die Ausstellung - bei freiem Eintritt - dann von 30. Jänner bis 11. März 2008 und zwar täglich von 10:00 bis 20:00 Uhr. Am 19. Februar sprechen die beteiligten KünstlerInnen um 19:00 Uhr mit interessierten MultiplikatorInnen über ihre Werke. Mehr Infos gibt's am net.culture.space.blog.
PS: Ein kleiner Tipp an Hochegger bezüglich PAs - auch in PDFs kann man Internetadressen verlinken und Bilder sollten idealerweise sowohl in brauchbarer Qualität verfügbar als auch noch frei verwendbar sein (und auch deutlich als Rechte-frei gekennzeichnet.)