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Blogistan Panoptikum KW49 2009

Jedes Jahr eine erneute Enttäuschung: kein Krampustreiben in Wien! Dafür bloß "überteuerter Glühwein auf überfüllten Weihnachtsmärkten" (=Klischeesatz der vorjährigen Wintersaison), ausbleibendes Schneetreiben und erbitterte Jagd auf originelle Geschenke. Möchten Sie dem ganzen Wahn entfliehen, dann lehnen Sie sich entspannt zurück: datenschmutz und Linzerschnitte blicken garantiert nicht auf den 24, sondern sieben Tage zurück - denn trotz der fallenden Außentemperaturen brodelt die Blogosphäre wie eh und je.

Die perfekte Facebook-Fanpage

ritchie aka datadirt Social Media Anleitungen für Firmen und Brands kursieren in großer Zahl, in den meisten Fällen ist's schade um die vergeudete Lesezeit. Wer sich theoretische Abhandlungen sparen will und eine leicht verständliche Anleitung sucht, dem sei Jesse Stays Gastbeitrag auf Techipedia ans Herz gelegt: "How to create the perfect Facebook Fan Page" erklärt alle wichtigen Schritte von der Erstellung eines Custom-Tabs über die optimale Logo-Größe bis hin zu SEO-Überlegungen. Lesen und umsetzen, denn wie Jesse völlig richtig schreibt:

As you can see, a Facebook Page is a powerful tool that you can use to enhance and strengthen your brand naturally using the tools Facebook provides. Be sure to leverage this tool, customize it, and make it work to get your brand in front of as many people and their friends as possible.

Jesse, Gründer und CEO von Socialtoo.com, hat übrigens eine hervorragende Einführung für alle geschrieben, die sich näher mit den Untiefen der Facebook-Programmierung beschäftigen möchten: FBML Essentials Blogistan Panoptikum KW49 2009

Sind wir nicht alle ein bisschen ...krank?

Judith aka Linzerschnitte Wer zuviel twittert, chattet, mailt etc. kann krank werden. Klingt wie der übliche Kulturpessimismus wohlmeinender Eltern aus Zeiten des Fernsehen-Hypes: "Du kriegst noch ganz eckige Augen".

Götz Mundle, Psychotherapeut und Spezialist im Fachgebiet der Psychosomatik wird in der Jänner-Ausgabe von "Psychologie heute" aber erklären, was genau er damit meint. Manche Menschen, so Mundle, stürzten sich in das

"mediale Dauerfeuer, um persönliche Probleme zu verdrängen. Statt auf ihre innere Stimme und Warnsignale ihres Körpers zu hören, betäuben sie sich mit Müll aus dem Internet. Wer es als quälend empfindet, offline zu sein, und wem es nicht gelingt, einen Tag in der Woche komplett ohne diese Medien auszukommen, hat ein handfestes Problem.

Besagtes mediales Dauerfeuer erhöhe außerdem die Produktion der Stresshormone Kortisol und Adrenalin, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit leiden." Mundle: "Langfristig kann ein Burn-out-Syndrom die Folge sein."

Nun ja, Mediziner und ihre Warnungen sind eine Sache. Bevor aber die gesamte Social Media Branche wegen Digital Burn Out in einer Psychomatik-Spezialklinik landet und die Krankenkassen noch mehr in den Ruin treibt, empfehlen wir (uns) für heute: Auch offline ist es hin und wieder ganz nett & Gute Nacht (nachdem Sie beim Fertiglesen des Panoptikums noch reichlich Kortisol ausgeschüttet haben).

Anm. von datenschmutz: Ich kontere mit der Gegenthese: "Wer zu wenig oder gar nicht twittert, chattet, mailt etc. kann krank werden." Widerleg das, Mundle! Oder, wie Mundl gesagt hätte: "Mei Twitta is ned deppat!"

Mobile Internetnutzung steigt rasant

ritchie aka datadirt Online-Umfragen sind immer so eine Sache: selbst wenn es heißt, es nahm "eine repräsentative Stichprobe von über 1.000 Internetnutzern teil" muss man im Zweifelsfall davon ausgehen, dass die Daten über irgendwelche Popup-Layer gesammelt wurden und eher arbiträr als signifikant sind. Dennoch zeigt eine aktuelle Umfrage, die Scout24 gemeinsam mit Innofact durchgeführt hat, dass - oh Überraschung - mobiles Internet längst kein Exotendasein mehr fristet: jeder zweite Nutzer war schon mal mit seinem Handy online, jeder vierte nutzt häufig mobile Services:

Mit 60 Prozent Nutzung und 29 Prozent intensiver Nutzung sind Männer die Vorreiter beim mobilen Internet. Die mobilen Surfer interessieren sich zu 71 Prozent stark für Nachrichten, 59 Prozent zählen Navigationstools zu ihren beliebtesten mobilen Services. 51 Prozent erfreuen sich an Mobile Shopping.
Knapp 70 Prozent der befragten Online-Nutzer würden für mobile Applications extra zahlen, sofern der angebotene Dienst ihnen einen persönlichen Mehrwert bringt.

Bildbearbeitung online - ein Picnik!

Judith aka Linzerschnitte Vor einigen Tagen war ich gezwungen, auf dem PC meines Vaters zu arbeiten. 13''-Röhrenmonitor, gefühlte 500 MB Arbeitsspeicher, Internet Explorer, keine Flash Updates etc. Und: Ich brauchte ein Bildbearbeitungsprogramm. Nicht einmal Standardsoftware war zu finden, von dem mir vertrauten Photoshop ganz zu schweigen.

Da wagte ich den Versuch und googlte nach einem Online-Bildbearbeitungsprogramm. Ich wählte das erstbeste namens Picnik und war begeistert. Fotos skalieren, zuschneiden und grundsätzliche Bildbearbeitungstechniken ohne sich registrieren zu müssen, Bilder in verschiedenen Formaten und Qualitäten abspeichern, großartige Usability (kein Nachlesen erforderlich) und noch zusätzliche Tipps und Erklärungen. Wer sich registriert, kann seine Fotos außerdem automatisch bei FlickR, Facebook usw. uploaden. Das Service wird mittlerweile in Deutsch angeboten, für $24,90 pro Jahr ist auch eine Premiumversion erhältlich, die unter anderem Layers unterstützt. Wem Photoshop immer schon zu viele und zu komplizierte Funktionen hatte und außerdem zu teuer war, der wird in der Cloud glücklicher.

Obama weiß, was du einkaufst

ritchie aka datadirt Weil auf die USA fokussierte Terroristen natürlich die Warenwirtschaft ihres kapitalistischen Erzfeindes nicht auch noch unterstützen wollen, kaufen sie die Bauteile für ihre Bomben vorzugsweise in Europa. Also lassen die netten Politiker ihre Freunde von der Homeland Security natürlich in die Konten blicken - wenn auch seit neuestem nur für 6 Monate:

Deutschland, Österreich und Ungarn machten demnach durch ihre Enthaltung den Weg frei.
Den Kritikern des Abkommens ist es gelungen, die Laufzeit von ursprünglich zwölf auf neun Monate herunterzuhandeln. Allerdings bleibt das EU-Parlament unberücksichtigt - und zwar nur einen Tag vor Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags, der den Volksvertretern ein Mitspracherecht in Sicherheitsfragen gibt.

Die Detailregelungen des Abkommens sind ein Hammer und verdienen es, an dieser Stelle näher beleuchtet zu werden (Swift-Volltext):

Das US-Finanzministerium kann, dem neuen Abkommen zufolge, nicht einfach die Daten abholen, sondern muss einen möglichst genau definierten Antrag stellen. Wenn der angesprochene Finanzdienstleister nicht in der Lage ist, den angeforderten Datensatz eindeutig zu identifizieren, muss er eine größere Datenmenge an die für die Kooperation mit den USA verantwortliche nationale Polizeibehörde übermitteln, die sie dann an die USA weitergibt. Die Verwendung der Daten ist explizit auf Terrorfahndung beschränkt. Außerdem dürfen die Daten nicht zum automatisierten Profiling sowie im Rahmen von Data-Mining-Aktionen verwendet werden. Daten, die sich als nutzlos für die Fahnder herausstellen, müssen spätestens acht Monate nach deren Überprüfung gelöscht werden. Ein Richtervorbehalt bei den Anfragen ist nicht vorgesehen.

Unglaublicherweise stellt diese Situation allerdings sogar ein "Verbesserung" gegenüber dem Status von vor 2006 dar, als US-Behörden ohne jegliche rechtliche Grundlagen massenhaft Finanzdaten auswerteten. Dass sich .at, .de und .ch ihrer Stimmen enthielten, lieferte der Opposition einiges an Munition, bleibt aber unverständlich - ebenso wie der Kommentar der österreichischen Innenministerin:

Maria Fekter (ÖVP) bezeichnete das Interimsabkommen in einer Mitteilung vom Montag als "unbefriedigend". Sie habe sich daher der Stimme enthalten.

Wow - wirklich eine beruhigende Haltung der Regierung in Sachen Europapolitik! Wenn uns irgendwas nicht passt, dann sagen wir - nix.

Social Media: No Joy with the ROI?

Judith aka Linzerschnitte Ist Social Media aus wirtschaftlicher Sicht nur eine weitere Blase an überzogenen Erwartungen und Goldgräbertum, wie Community TV in den 90ern, Multitext in den 2000ern und nahezu alles, was mit Interaktion und Medien zu tun hat? Manches weist darauf hin:
Firmen, auf deren nichtige Eigenwerbung man sich im Social Web gerne verzichten könnte, ernennen sich plötzlich zur Social Media Agentur und sprechen von Mehrwert - und man fragt sich: Wenn sie selbst im Social Web keinen Mehrwert bieten, wie wollen sie diesen ihren Kunden vermitteln? Social Media Berater, deren Schlüsselqualifikation es ist, einen Twitteraccount mit mehr als 500 Followern und Grundkenntnisse von Wordpress zu haben, vermehren sich wie Schweingrippeviren. Und jeder Round Table oder XY-Tag beinhaltet Social Media Slots, wo mit heißer Luft nicht gegeizt wird.

Letztendlich gibt es ihn aber, den ROI von Social Media. Und wer weniger in Kampagnen denkt, sondern daran, Digital Relations aufzubauen, wird ihn früher oder später selbst erleben. Hier einige Beispiele dafür:

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Fickfreie Zone: die Top-Suchworte

ritchie aka datadirt Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, folgerichtig werfen die Suchmaschinenbetreiber ihre Statistikbots an - aus den aktuellen Hitparaden lässt sich so mancher Trend ablesen. Dass kommerzielle Angebote zum Thema Fortpflanzung an Relevanz verloren hätten, möge aber keinesfalls voreilig gefolgert werden: XXX-Suchworte filtern die Betreiber bedauerlicherweise aus. Dass die einen nicht unbeträchtlichen Teil des Gesamtvolumens ausmachen, legt eine aktueller Untersuchung des schwedischen World Internet Institute nahe:

Men det är inte bara unga män som sexsurfar, även bland kvinnor är det nu 7% som uppger att de besöker sidor med sexuellt innehåll.

Sexsurfar... hehe. 7% wär in der Tat nicht so wenig... die offizielle Hitparade wird indes in Deutschland von Megan Fox angeführt, während die Österreicher am häufigsten nach "Wien", "Youtube" und "Österreich" (wtf?) suchten. Dass URL-Suchbegriffe wie "ebay" oder "gmx" ebenfalls stark in den Top 10 vertreten sind, hat übrigens mit der Direkt-Weiterleitungsfunktion aktueller Browser zu tun, allerdings zählt ein solcher Aufruf eben auch als Suchvorgang.

Bei Yahoo dagegen bleibt's weiterhin schwül, windig und orientierungslos: die Top Begriffe lauten Wetter, Routenplaner, Wikipedia (sic!), Telefonbuch, Horoskop und Erotik. Wer die Schweinegrippe überstanden, für seinen Opel die Abwrackprämie kassiert, einen Apfelkuchen verspeist und anschließend mit Monica Lierhaus und Lady Gaga beim Echo 2009 einen "Sturm der Liebe" entfachte, lag komplett im Plansoll.

Noch eine Topliste: RSS-Technologien

ritchie aka datadirt ReadWriteWeb hat mit der Veröffentlichung der "traditionellen" Best-Of Listen begonnen. Dass in den "Top Mobile Web Products" ausschließlich Android- und iPhone-Apps vertreten sind, mag auf einen gewissen redaktionellen Bias schließen lassen (und dass die Top-10-Semantic-Apps Liste überhaupt gefüllt werden konnte, verwundert), aber im Beitrag über die Top 10 RSS & Syndication Technologies of 2009 habe ich ein interessantes Service gefunden:

Echo, from JS-Kit is a reverse syndication service for distributed social media conversations. It brings back tweets and other mentions to the page they refer to. The service is growing fast and becoming more sophisticated every week. New features come so fast and furious that it's overwhelming but the end result is an experience that brings the dispersed social web back together again.

Grundsätzlich nichts, das nicht andere Plugins auch leisten könnten - die Twitter-Kommentare importiere ich schon längere Zeit via Backtype. Allerdings beherrscht Echo auch noch Unified Login und synchronisiert alle Importe mit dem WP-eigenen Kommentarsystem. Werd ich mir demnächst mal näher ansehen, immerhin bin ich ein großer Fan von Premium Services und Echo kostet $48 pro Jahr. In diese Kategorie fällt auch Fever, der Feedreader für Geeks: es handelt sich nicht um lokale Software, sondern um eine am eigenen Webserver gehostete mobile-taugliche Software. Mit $30 ein günstiges Weihnachtsgeschenk für alle, die keine Steckdosen für neue Hardware-Gadgets mehr frei haben.

Ritchies Video der Woche

Gerade mal 12 Jahre alt ist dieser äußerst talentierte Schlagzeuger - die Rhythmus- und Tempi-Wechsel in diesem Solo sind unglaublich - muss man gehört und gesehen haben! (Gefunden in Karola Rieglers Facebook Feed):

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Judiths Video der Woche

Einmal noch, okay? Dann mach ich wieder mal eine Pause mit Katzencontent. Aber dieses eine Mal muss noch sein....

Lesetipps der Woche

  • Steve Gillmor hat auf TechCrunchIT einen ausgedehnten Beitrag über die strategische "Aushungerung" Twitters durch Friendfeed veröffentlicht, in dem er auch auf die Problematik der "data ownership" eingeht.
  • Lesetipp/Weihnachtswunschlistentipp: Gmail-User aufgepasst: Das Gboard ist da! Ein USB-Board, mit dem ohne Scrollen auf Gmail navigiert werden kann. Kostenpunkt 19 Dollar - www.gboard.com

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende der Rückschau und somit in der Gegenwart angekommen - wir hoffen, Sie hatten einen sanften Flug und freuen uns, Sie bald wieder an Bord des Blogistan Panoptikums begrüßen zu dürfen. Bitte geben Sie aus Sicherheitsgründen einen Kommentar ab, bevor Sie diesen Beitrag verlassen. Linzerschnitte und datenschmutz wünschen einen geruhsamen Restsonntag und einen beachtlichen Start in die kommende Woche; wir lesen uns am Montag!

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
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Fast Blogfinder 3.0 erscheint am 10. Dezember

Ich habe vor ziemlich genau einem Jahr begonnen, Fast Blogfinder intensiv zu nutzen. Kein anderes SEO-Tool generiert derart effizient hochwertige Backlinks (siehe Review). Von automatisierten Systemen halt ich nämlich gar nix - die bewirken im besten Fall überhaupt nichts oder haben im schlimmsten Fall sogar negative Effekte. FBL dient lediglich dazu, thematisch passende Nofollow-Blogs bzw. -beiträge zu identifizieren, die Kommentare selbst werden händisch verfasst. Am 10. Dezember erscheint die lang erwartete 3.0er Version, zu der heute erste Details bekannt gegeben wurden.

Der Recherche-Ansatz hat eine ganze Reihe von Vorteilen: zum einen stößt man immer wieder auf spannende Artikel (nach fast jeder FBL-Recherche hatte ich "Stoff" für einige neue Blogpostings), außerdem freut sich jeder Blogbetreiber über sinnvolle Diskussionsbeiträge. Das hat bisher hervorragend funktioniert, die nächste Woche erscheinende 3er Version stellt allerdings einen gravierenden Versionssprung dar: neben der noch leistungsfähigeren Search-Engine nutzt Glock die "Wisdom of the Crowd":

Fast Blog Finder v3.0 has a new engine which recognizes new blog platforms and finds much more DoFollow blogs than the previous version. When developing the v3.0 we spent many hours for manually verifying hundreds of blogs to ensure that the program determined the blog type correctly.
Despite this, we don't expect the program to be 100% accurate in analyzing the blogs. So, we added the "Report Wrong Blog Type" option to the program. Using this option you can send us the URL of the blog that was determined incorrectly by Fast Blog Finder. We'll check it out and make improvements in the program engine.

Nähere Informationen zur Funktionsweise halt Julia in ihrem ausführlichen Test zusammengefasst. Hier ein erster Screenshot:

Fast Blogfinder 3.0

Was kostet das Upgrade?

Als ich den Release der neuen Version auf Twitter ankündigte, tauchte sofort die Frage nach dem (Upgrade)Preis auf - wie gewohnt ist die Pricing-Policy äußerst fair:

  • Neukunden, die FBL bisher noch nicht einsetzen, bezahlten für die Version $99. (Einmalig. Ich würd ja sofort ein monatliches Abo abschließen... wer Preis ist ein Scherz im Vergleich zu allen anderen SEO-Tools.)
  • Wer in den 90 Tagen vor dem Release des Updates eine Lizenz gekauft hat, erhält die neue Version gratis.
  • Wer eine Lizenz besitzt, die älter ist als 90 Tage, zahlt für das Update auf Fastblogfinder 3.0 $25 bis zum 24. Dezember, ab 25. Dezember werden $44,50 fällig.

Kleiner Hinweis: beim Kauf wird ein optionaler Newsletter angeboten. Den zu abonnieren lohnt sich definitiv - er wird nur alle 1 bis 2 Monate verschickt, dafür enthält jede einzelne Ausgabe wirklich brauchbare Tipps.

Wer sich vor dem Kauf von der Leistungsfähigkeit der Software überzeugen will, hat die Möglichkeit, eine Demo-Version zu installieren und ausgiebig zu testen. Eigentlich kann sich's aber kein amitionierter Blogbetreiber leisten, FBL nicht einzusetzen:

Fast Blogfinder Demo-Version [*.exe Datei, 150kB)

Fast Blogfinder Lizenz kaufen (Wer vor dem 10.12. die aktuelle Version 2.6 erwirbt, bekommt das Update auf die 3er gratis)

Blogistan Panoptikum KW38 2009

Soeben noch auf der Futura-Showbühne, und schon wieder mitten im Rückblicken: in den letzten drei Tagen war die Gadget-Dichte bei der größten österreichischen Elektronik-Fachmesse selbst für meine Verhältnisse ungewohnt hoch - eine Reihe von Podcasts folgt in den nächsten Tagen. Aber wir sind ja nicht hier, um nach vorne zu blicken, sondern es geht... nach hinten los: sieben Tage nach hinten, um genau zu sein. Denn in der Blogosphäre geht Unheimliches vor: plötzlich kann man mit Twitter telefonieren, Nintendo Games im Browser spielen und Zeitungen, die aussehen wie Zeitungen, online lesen. Linzerschnitte und datadirt haben sich nicht erschrecken lassen und präsentieren Ihnen den furchtlosesten Wochenrückblick aller Zeiten!

The Internet didn't steal the audience, we lost it.

Judith aka Linzerschnitte Während die Verleger (und auch die Musikindustrie) hierzulande noch denjenigen beschimpft und für ihren Misserfolg verantwortlich macht, den sie eigentlich tätscheln und hätscheln sollte, ist man in the US of Ä wiedermal einen Schritt weiter. Michael Skoler von der Nieman Foundation for Journalism der Harvard University hat sich damit beschäftigt, warum die Leser/Seher den Mainstream Medien abspenstig geworden sind - und wie man sie gleichzeitig via Social Media zu Usern der eigenen Angebote machen kann:

Only the savviest of journalists are using the networks for the real value they provide in today's culture—as ways to establish relationships and listen to others. The bright news organizations and journalists spend as much time listening on Twitter as they do tweeting.

Wie weit Journalisten hierzulande davon noch entfernt sind, zeigt ein Blick in die Followerlisten der "twitternden" Reporter: Die meisten folgen fast ausschließlichen ihren Berufsgenossen. "Kollegenorientierheit" heißt der Fachausdruck für diesen journalistischen Zugang, in dem es eher darum geht, die Kollegen mit dem eigenen Fachwissen zu beeindrucken, als sich an der Zielgruppe zu orientieren. Nun denn, liebe twitternde Journalisten in Österreich - lernt mal schnell dazu, sonst finden eure kleinen Plänkeleien bald unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt!

Dein TwitterFon macht Ring

ritchie aka datadirt Jajah launchte eine Telefonlösung für Twitter namens JAJAH@call, wie thenextweb berichtet:

You'll be able to make phone calls via Twitter free of charge to anyone in the world, so long as they follow you back and have JAJAH accounts.
@calls are made without revealing your number and without needing to know the number of the person you wish to call – all you need is their Twitter username.

Klingt zu gut, um wahr zu sein? In der Tat könnte Jahjah damit ein großer Wurf gelungen sein, zumindest solange es den Providern weiterhin gelingt, die technisch unbegründete Trennung zwischen Sprach- und Datentelefonie weiter aufrecht zu erhalten. Ein Gespräch zu starten ist in etwa so schwierig, wie ein Tweet abzuschicken:

To make a call simply send a tweet with "@call @username" where the 'username' is the Twitter name of the person you wish to call. If that person follows you on Twitter, a free two-minute call – the verbal equivalent of a Tweet – will be initiated.

Klingt spannend, ich werd das sicher demnächst ausprobieren - vor allem praktisch für kostenspielige Auslandstelefonate.

Nintendo Games im Browser spielen

ritchie aka datadirt Stan Schroeder weist auf Mashable auf eine großartige Zeitvertreibs-URL hin: mit Ben Firshmans JSNES Simulator kann man eine Reihe von älteren Nintendo-ROMs im Browser spielen - die Emulation läuft komplett in JavaScript. Interessant nicht nur als Zeitvertreiben, sondern auch als JIT-Compiler Kraftprobe. Und die ergibt erstaunliche Ergebnisse:

Yes, it works in Firefox (Firefox) 3.5 and in Safari (Safari) 4, but thanks to its JavaScript optimizations, it runs about 10 times faster in Chrome.

Das entspricht eigentlich ganz meinen Erfahrungen mit dem aktuellen 3.5er Feuervogel, der nicht nur im Vergleich zu Chrome, sondern sogar zum 3er-Vorgänger unglaublich lahmt. Ich hoffe, dass die FF-Entwickler die Stabilitäts- und Performanceprobleme in den Griff bekommen, denn aufgrund der Add-On Vielfalt ist Firefox für Webprofis nach wie vor unersetzlich.

Total bimedial: Am Punkt

Judith aka Linzerschnitte Persönliches Highlight der Woche war der Launch des neuen Diskussionsformat "Am Punkt" auf ATV und damit verbunden der erste Einsatz für ein weiteres Datenschmutz-Linzerschnitten-und auch Subnet Gemeinschaftsprojekt. "Am Punkt" ist das erste bimediale Format eines österreichischen Fernsehsenders und dank Subnet/Michi Kamleitner auch das erste Format mit einem Facebook Livestream. Das Prinzip ist einfach: Auf dem Weblog blog.atv.at/ampunkt wird montags ein Thema für die Sendung veröffentlicht. Von diesem Zeitpunkt an können User/Seher Fragen stellen; per Mail (ampunkt@atv.at), via Video, Twitter oder Facebook. Während der Live-Sendung kommt noch der Facebook Livestream hinzu, der ebenfalls am Blog eingebunden ist. Sensationelles Ergebnis der Premiere: Mehr als 800 User-Kommentare über die verschiedenen Feedback-Kanäle - und ein Marktanteil von über 5 Prozent bei der eher fernsehunwilligen Zielgruppe der 12 - 29-Jährigen. "Am Punkt" gibt's immer mittwochs um 21.50 Uhr auf ATV.

Vertrauen ist keine Erfindung des Social Web

ritchie aka datadirt In Old School vs. New School Marketing beschreibt Lisa Barone eine lehrreiche Konversation mit ihrem Vater, dem sie einige Social Media Marketing Bücher geschickt hatte::

After reading the books, he called me this morning. To yell at me. In Italian.
What the hell was wrong with me? Why was I insulting him? Did I think he was an idiot? He's a successful business man. He knows all about trust and customers and building relationships and running a small business. He had been doing it for years. The information I sent him was nothing new. Why haven't I learned to cook yet?

Fazit des Artikels: Vertrauen war schon immer der wichtigste Erfolgsfaktor, allerdings trägt das Internet den Word-of-Mouth Effekt weit über geographische Grenzen hinaus:

The basic principles of business and marketing haven’t changed. However, that doesn't mean people are any better about implementing them. Today's empowered consumer means that "the basics" are more important than ever. Because now if someone doesn't like you, it's not just them and their three friends that hear about it. We all hear.

Big G News: Google kauft reCAPTCHA und launcht Fastflip

ritchie aka datadirt Die allgegenwärtigen Captchas nerven Internet-User jeden Tagen - und sind doch eines der wenigen probaten Mittel gegen die total Ver-Spam-Bottung des Internet. Das populäre und von vielen Third-Party Webmastern eingesetzte reCAPTCHA System zeichnet sich durch Crowd-Sourcing-Mehrwert aus, die User greifen OCR-Software bei schwierigen Fällen sozusagen unter die Arme:

But there's a twist — the words in many of the CAPTCHAs provided by reCAPTCHA come from scanned archival newspapers and old books. Computers find it hard to recognize these words because the ink and paper have degraded over time, but by typing them in as a CAPTCHA, crowds teach computers to read the scanned text.

Das Google sich nun reCAPTCHA einverleibt hat, ist nur konsequent - der Mehrwert für Google Books ist gewaltig. Und wo wir schon beim Thema Papier sind: ebenfalls vergangene Woche launchte Google offiziell den neuen Newsreader Fastflip:

Fast Flip is a new reading experience that combines the best elements of print and online articles. Like a print magazine, Fast Flip lets you browse sequentially through bundles of recent news, headlines and popular topics, as well as feeds from individual top publishers.
[...]
To build Google Fast Flip, we partnered with three dozen top publishers, including the New York Times, the Atlantic, the Washington Post, Salon, Fast Company, ProPublica and Newsweek. These partners will share the revenue earned from contextually relevant ads. This gives publishers an opportunity to introduce new readers to their content. It also tests our theory that being able to read articles faster means people will read more of them, driving more ad revenue to publishers.

Auffällig ist, wie stark sich Fast Flip an konventionellem Print-Layout orientiert - und noch bemerkenswerter finde ich, dass traditionelle Verlagshäuser im Taumel des Niedergangs sich wohl langsam mit der Vorstellung abfinden, zukünftig als Content-Generatoren mit Affiliate-Beteiligung zu überleben, bis sie dann endlich von Google gekauft werden :mrgreen:

Details zum neuen Twitter ReTweet-API

ritchie aka datadirt Wir haben bereits darüber berichtet, dass Twitter die bislang "informelle" ReTweet Funktion (also das Kennzeichnen von weitergeleiteten Tweets mit RT, quasi ein Pendant zum E-Mail Forward) in die nächste API-Version als Core-Feature integrieren wird. CNET News kennt einige Details zur Implementation. Besonders spannend: der ReTweet-Faktor könnte sich zu einer Art Pagerank-Äquivalent entwickeln - und bei mehr als 100 ReTweets gibt's einen Cut-Off:

What's interesting is that the new format, assuming that this is how the timeline ends up looking, can provide a quick, one-glance way to see just how influential a given Twitter user or individual tweet is, adding a new dimension to measuring Twitter influence beyond the follower count. If you see a lot of little retweet icons, for example, you might stop and take a closer look at a tweet (or the user behind that tweet) that you might otherwise have skimmed past.
What's also interesting is that it looks like retweet counts get cut off at 100, with higher ones displayed as simply "100+." I'm guessing that, say, CNN Breaking News generally gets a lot more than that.

Wie werde ich am häufigsten ge-re-tweet-et?

Judith aka Linzerschnitte Gespannt wartet die Twitteria bereits auf die Implementierung des neuen "Retweet" Features auf Twitter. Erste Einblicke gibt es bereits (siehe vorigen Beitrag) - und auch eine gewisse Retweet-Müdigkeit bei dem einen oder anderen Twitteruser lässt sich nicht von der Hand weisen. Die Karrierebibel hat sich diese Woche mal Retweet-Statistiken genauer angesehen und den besten Zeitpunkt ausfindig gemacht, um einen Retweet-werten Tweet auszusenden: Immer mittwochs, gegen 17 oder 22 Uhr. Und dazu gibt's noch folgende Tipps:

  • Schreiben Sie keinen Eintrag, der länger ist als durchschnittlich 120 Zeichen (140 ist das Maximum bei Twitter). Grund: Die anderen brauchen noch Platz für den ReTweet-Kopf: RT @IhrName.
  • ReTweeten Sie selbst. Wer sich an der Mundpropaganda nicht beteiligt, kann auch nicht auf eigenen Tratsch hoffen. Übertreiben sollten Sie es aber auch nicht damit.
  • Wenn Sie retweetet werden möchten, sollte Ihr Eintrag auch einen Nutzen bieten. Ob Humor, Erkenntnisse oder eine interessante Fundstelle im Netz – alles ist erlaubt. Nur keine Selbstpreisungen.

.

Comicempfehlung: Ulli Lusts Autobiographie

Judith aka Linzerschnitte "Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" heißt der autobiographische Comic meiner lieben Freundin Ulli Lust. Und im Gegensatz zu uns Normalsterblichen hat Ulli vor allem eines: etwas zu erzählen. Ach ja, und auch das Talent, diese Erzählungen kunstvoll in Worte und Bilder zu fassen. Mit 17 Jahren setzte sich die damalige Punkerin Ulli mit einer Freundin per Autostopp für zwei Monaten nach Sizilien ab und lernte dort das Leben von seinen schönen und auch sehr unschönen Seiten kennen. Mafia, harte Drogen, Vergewaltigung und falsche Freunde inklusive. 25 Jahre später hat sie diese Reise in einer Comic Autobiographie festgehalten, von der die FAZ meint, er sei eine Sensation.
Eine Leseprobe gibt's im PDF-Format, Ullis elektronischer Comicverlag ist unter Electrocomics.com zu finden, bei Amazon kann man bereits vorbestellen Blogistan Panoptikum KW38 2009

Foto der Woche: Checking the Hood

Laertes hat Oola auf ihrem Wachtposten geknipst. Dass Hunde aufmerksam ihre Umgebung studieren, ist nicht weiter außergewöhnlich - die Sitzposition dagegen durchaus:

oola Blogistan Panoptikum KW38 2009

Ritchies Videos der Woche

Diese Woche konnte ich mal wieder nicht entscheiden - zuerst mal zum Ernst des Lebens: Das AdWords System ist weder ein Buch noch trägt es sieben Siegel - allerdings fällt es Anfängern nicht gerade leicht, die Entstehung des AdRanks zu verstehen, der einen gravierenden Einfluss auf den Klickpreis hat. Dieses Video beseitigt alle Klarheiten: Googles Chefbuchhalter Hal Varian erklärt, wie die Ad Auctions funktionieren: ein Must-See für jeden AdWords-Nutzer!

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Noch unterhaltsamer: Facebook Manners and you. Großartiges Tutorial über Beziehungs-Dos and Don'ts im Stil von 50er-Jahre Benimmfilmchen:

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Judiths Video der Woche

Nachdem Herr Datenschmutz auch diese Woche wieder den einen oder anderen Wuff bemüht, um Sie, werte Leser, auf die Hundeseite zu ziehen, muss auch etwas für die Katzenseite getan werden. Und die lieben Kätzchen machen es mir einfach - denn selbst beim Wassertrinken sind Katzen einfach nur cool,. Verschwenderisch, aber geradezu gottgleich.

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Lesetipps der Woche

  • Nicht unbedingt zum Lesen, aber dafür zum Angucken und verwenden: Six Revisions hat 22 "Awesome Adobe Air Applications for Designers" zusammengestellt - nicht alle sind Awesome, aber Freeware-Freunden finden durchaus einige Schmankerl.
  • Auf 3rd Party Betreiber angewiesen zu sein, kann sich schnell als Bumerang erweisen - Andy Oram argumentiert am O'Reilly Radar ausführlich für dezentralisierte Social Networks.
  • Gefundenes Fressen für Geeks mit Faible für historische Forschungen: die Geschichte der augmentierten Realität
  • Das Weiße Haus stellt einen Social Media Archivar ein - Mashable kennt die Job Description.

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres Rückblicks angelangt - vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Nächste Woche werden auf datenschmutz die Gewinner der Albertina-Führung und des Herzlos-Krimis bekannt gegeben - bleiben Sie dran! Linzerschnitte und datadirt wünschen einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
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Blogistan Panoptikum KW23 2009

In Österreich beherrschte ein Thema die Blogwoche wie kein zweites: denn die Gründen des ÖIR schlug höchste Wellen bis zur FuZo-Titelstory und ist zugleich auch der Grund, weshalb dieses Panoptikum mit einem Tag Verspätung erscheint. Denn aus dem geplanten Softlaunch wurde nix - das überaus vitale Interesse der Community zwang den Vorstand zu raschem Handeln, welches unverzüglich fortgesetzt wird: am kommenden Woche lädt die Modul-Uni Wien zum Barcamp am Kahlenberg, wo wir eine Session über unsere bisherigen Erkenntnisse in punkto Selbst-Ethik halten werden. Aber nun - without much further ado - mit einem Kopfsprung mitten hinein in die Ereignisse der Woche!

Ignoriere jeden!

Ruhe sein! Hugh Macleod von Gapingvoid hat sein erstes Buch veröffentlicht, es trägt den Titel Ignore Everybody: And 39 Other Keys to Creativity Blogistan Panoptikum KW23 2009. Ich hab mir meines gerade vorbestellt - und bin gespannt auf die enthaltenen Cartoons:

The first rule of business, is never sell something you love. Otherwise you may as well be selling your children.

Twitter auswerten und analysieren

Max hat beim Expertenforum (generische Namen mag ich!) gemeinsam mit Meral einen Vortrag über Twitter-Monitoring gehalten - die zugehörige Prezi sollte Brand-Strategen brennend interessieren:

Mein Vortrag beschäftigte sich damit was man alles mit den Unmengen an Tweets, die sekündlich geschrieben werden, anfangen kann, bzw. wie man sie auswerten und analysieren kann und warum dass für Unternehmen wichtig ist.

Mit Pip-Boy unterwegs in den Wastelands...

Sind künftig nicht bloß Fallout-Spieler in postatomaren Nuklearwüsten. Engadget berichtet über ein flexibles OLED-Display, bezweifelt aber dessen Smoking-Tauglichkeit:

The 4-inch organic electroluminescent display sports up to 1.67 million colors, QVGA (320 x 240) 100ppi resolution, and can be bent to a curvature radius of about 2 inches. Hopefully, this doesn't become a must-have fashion accessory any time soon: while it's perfectly appropriate attire for post-apocalyptic wastelands, we don't know how well it'll fly at the sorts of high society social events we normally frequent.

Seesmic Desktop braucht keine Luft

TechCrunch interviewte Seesmic-Gründer Loic LeMeur - und der charmante Leena Rao gelang es, Loic einige hochspannende News zu entlocken:

According to Le Meur, Seesmic will soon be offering a browser based client. This offering is actually appealing, considering that Adobe’s AIR platform has some strange UI bugs and quirks and tends to use a good amount of resources on computers. And Seesmic will also launch an iPhone app, which is currently under wraps along with the web-based product.

Jeremys Affiliate-Network Erfahrungen

Jeremy Shoemaker schreibt schon lange über Affiliate Marketing - doch seit einem Monat betreibt er ein eigenes Affiliate-Network, und das erste Zwischen-Resümee ist absolut lesenswert; gelauncht wurde das ganze wegen des aktuellen Gratis-Kurses; bin schon neugierig, was sich der Meister da wieder hat einfallen lassen:

Sure I hear you… your thinking "Why the hell would you pay people to sign up for a free course?" It's a great question and I think when the dust settles around the shoemoneyx.com program I will write all about it, why I did what, and what exact effect it had. I do have a method to my madness but it's not as many have guessed. We will see if it works but that is for another post

Twitter wird zur Infrastruktur

Der Regular Geek beleuchtet einen wichtigen Aspekt von Twitter - was als Online-Service begann, ist gerade dabei, sich zur fixen Netz-Infrastruktur zu wandeln:

So, why is marketing and economy so important to Twitter becoming infrastructure? Without an economy building on top of Twitter data and functionality, Twitter would just be a toy. With people researching the data that is generated from Twitter, it becomes much more important. In order to monetize the system, they can sell the data, but monetization becomes much easier when you become ubiquitous.

Da hat er recht - und mit dem steigenden Interesse an Echtzeit-Suchmöglichkeiten und den vielen Mash-Ups wird uns das Vögelchen wohl noch eine Weile erhalten bleiben!

Bing schlägt Yahoo

Schaut so aus, als hätte Bing in den USA einen überaus erfolgreichen Start hingelegt: TechCrunch berichtet, dass Microsofts neue Suchmaschine die bisherige Nummer zwei bereits überflügelt hat - jetzt stellt sich die Frage: Anfangsinteresse oder Dauertrend?

The company’s analysis for Thursday finds that in the U.S. Bing overtook Yahoo to take second place on 16.28%, with Yahoo Search currently at 10.22%. For the sake of comparison: Google’s U.S. market share is pegged at 71.47%, and its worldwide share at a whopping 87.62% (vs. 5.62% for Bing and 5.13% for Yahoo).

König Content entthront

Inhalte seine ganz und gar nicht das wichtigste, sagt Viral Garden. Wer nicht aktiv an der Social Media Sphäre teilnimmt und auf seinen virtuellen Output aufmerksam mache, der ziehe mit guten Inhalten allein noch keine Besucher und vor allem keine diskutierenden Leser an:

Every day I read hundreds of blog posts. And every day, I see dozens of truly GREAT posts that get no comments. Every day I see dozens of pretty good posts that get dozens of comments and have vibrant conversations.
The difference? Most of the bloggers that write those pretty good posts are also pretty good about leaving their blog and interacting with people on OTHER sites. They comment on their reader's blogs. They tweet their links on Twitter. They are ACTIVELY social with social media.

Interessante These... ich würd mal ganz diplomatisch behaupten: beide Seiten der Medaille sind relevant. Nur, dass es gar keine Medaille ist, sondern ein mindestens 99seitiger Würfel :-)

Foto der Woche

Ich geb's zu: die Entscheidung war unmöglich... sowohl der freifliegende Vogel (freihändig aufgenommen!), A direct path von eyesplash Mikul, als auch die liegende Wölfin im Züricher Zoo von Tambako the Jaguar finde ich sensationell:

picweekbird Blogistan Panoptikum KW23 2009

picweekwolf Blogistan Panoptikum KW23 2009

Video der Woche

Boote sind auch nur Menschen - und zwar ganz schön hinterhältige! Wer schon mal an einer rutschigen Reling gescheitert ist, wird den Schmerz der Protagonisten dieses Clips vollauf teilen können:

Und das war's auch schon mit dem dieswöchigen Panoptikum - danke für Ihre Aufmerksamkeit, bleiben Sie datenschmutz und dem ÖIR gewogen, vergessen Sie nicht darauf, sich selbst zu kontrollieren: dann wird alles gut und wir lesen uns morgen!

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1k BLs: Wer sind die datenschmutz-Piraten?

1000 Backlinks auf des blauen Frosch's Seite drauf / und 'ne Buddel voll Rum!

Zur nofollow-Diskussion habe ich schon einiges geschrieben - und 3 Jahre Blog-Erfahrungen haben mich in meiner Meinung, dass Weblogs vom Geben und Nehmen leben und Kommentare einer der wichtigsten Bestandteile des Blogs sind, täglich neu bestärkt. Das Top-Commentators-Plugin habe ich auf der Startseite schon länger im Einsatz, es handelt sich dabei um eine dynamische Blogroll: die Top-Kommentatoren der jeweils letzten 14 Tage bekommen einen Backlink von der Startseite. Im Zuge des kürzlich erfolgten datenschmutz-Redesigns habe ich darüber nachgedacht, wie sich dieses Konzept ausbauen ließe, was schließlich in der Einrichtung des "datenschmutz-Piraten" Widgets gipfelte: die fünf Top-Kommentatoren seit Beginn des Blogs bekommen auf einen Schlag über 1000 Backlinks, nämlich von jeder einzelnen datenschmutz-Beitragsseite - in vollem Effekt zu bewundern auch hier ganz unten in der rechten Seitenspalte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Blogistan Panoptikum KW16 2009

blogiblau Blogistan Panoptikum KW16 20092009 ist das Jahr der sozialen Medien. Kein Wunder, dass Mashable zu diesem Schluss kommt, denn Twitter, Youtube, Facebook und Co. wuchsen und wachsen nach wie vor ganz gewaltig - ein Ende des Trends ist weit und breit nicht in Sicht, die höchste Facebook-Wachstumsrate wies übrigens Spanien mit 999% auf. Es rappelt also weiterhin ungebremst in der Kiste Internet, und früher oder später muss vielleicht mal jemand die alte Hymne "The Internet is for porn" umdichten. Doch bis es soweit ist, without any further ado direkt zu den News der Woche:

Cult of Done: wider die Prokrastination

Prokrastination war noch nie meins. Nicht, dass ich alles sofort angehe und fertigbringe. Auch ich schiebe oft und vieles vor mir her. [...] Aber das zelebrieren bzw. ästhetisieren dieses Zustandes ist mir unsympathisch. Im besten Fall entspricht es einem oberflächlichen, seltsam interpretierten Gestalt Prinzip, im Normalfall ist es eine als Rechtfertigung missverstandene Ausrede für Muqa Smalltalk.

Schreibt Pete. Und ich wollte eigentlich schon längst einen Kommentar zu diesem lächerlichen Konzept, aus dem Sascha Lobo ein Business-Modell gemacht hat, schreiben, aber treffender hätt ich's nicht formulieren können. In seinem Beitrag gibt's einige lesenswerte Links, unter anderem auch zum Cult of Done Manifesto von Pre Pettis und Kio Stark. Besonders gut gefallen mit die Regeln 3, 5 und 13:

3. There is no editing state.
5. Banish porcrastination. If you wait more than a week to get an idea done, abandon it.
13. Done is the engine of more.

Ich möchte dem noch hinzufügen: Prokrastination ist das virtuelle Äquivalent zu Crystal Meth für jeden Online-Unternehmer... außer Sascha Lobo. Aber die Freude der Feuilleton-Medien über ein neues Buzzword reicht bloß für einen.

"Twitter Connect": ReadWriteWeb analysiert

Endlich arbeitet Twitter an einer Identifikations-API analog zu Facebook Connect bzw. Google Friend Connect. Damit soll es zukünftig möglich sein, Drittapplikationen ohne Passwort-Weitergabe zu nutzen und Twitter als Alternative zu OpenID zu nutzen. Längst überfällig - doch ReadWriteWeb sieht enormes Potential:

All social networking services these days want to be "a platform" - but it's really true for Twitter. From desktop apps to social connection analysis programs to services that will Twitter through your account when a baby monitoring garment feels a kick in utero - there's countless technologies being built on top of Twitter.

Im Gegensatz zu Facebooks proprietärer Schnittstelle setzt Twitter auf OAuth, wie TechCrunch berichtet. Doch der Autor bezweifelt, dass Einfachheit siegt - letztendlich wird die "Calling Card Battle" wohl tatsächlich ein "Number-Game":

Of course, Twitter is still far, far behind Facebook in terms of users. And at the end of the day it would seem the service that controls the most users will win what ReadWriteWeb’s Marshall Kirkpatrick has named the “calling card” battle.

Celebrities und Twitter

VentureBeat dankt Oprah: "We can finally stop talking about Twitter." Und das kommt so: die populärste amerikanische Talkmasterin ging unter die Microblogger und hat nach nur 10 Tweets bereits über 300k Followers - das nennt man wohl crossmedialen Image-Transfer:

The next time you see a post breathlessly exclaiming, "Politicians are on Twitter! Celebrities are on Twitter! You can find news on Twitter!" or whatever, please leave the following comment: "Dude, Twitter was on Oprah. 'Nuff said." And yes, that includes posts on VentureBeat.

Erster Twitterant mit über einer Million Followern war übrigens weder Guy Kawasaki noch Jason Calacanis - nein, Ashton Kutcher führt die Hitparade an.

Sonys erster eBook Reader

Georg hat sich einen Sony PRS-505 eBook Reader besorgt, Amazon Blogistan Panoptikum KW16 2009 verkauft das Gerät um knapp 300 Euro. Im aufschlussreichen Testbericht finden potentielle Interessenten alle Fürs und Widers - WLAN muss in die nächste Version auf jeden Fall rein:

Bücherwürmer, die die Haptik eines Buches oder den Geruch frischen Papiers wird ein E-Reader nie für sich gewinnen können. Muss er auch nicht. Genauso wie heute noch Schallplatten verkauft werden, wird es wohl immer auch gedruckte Bücher geben. Was wird er verändern? So ziemlich alles andere, was heute gedruckt daher kommt. Vielleicht nicht in dieser oder in der nächsten Version. Aber für mich ist absehbar, dass das die Zukunft ist.

Ich werde mir demnächst auch einen eBook-Reader zulegen (müssen). Immer mehr spannendes Lesefutter, seien es pdf-eBooks oder Fulltext-Feeds und Zeitungen (dazu mehr in diesem Beitrag), landet digital auf meiner Festplatte. Das Handy ist (derzeit) kein besonders augenfreundliches Lesegerät, und die Zeit der Papierstapel ist vorbei. Wichtigster Punkt ist dabei sicherlich das Kontrast/Auflösungsverhältnis, und beim Screen scheint Sony bereits recht gute Arbeit geleistet zu haben.

Die besten BBQ Blogs

Es darf wieder gegrillt werden - da kommen Rezepte recht gelegen, und bei der Röstung toter Tierteile über offener Flamme sind sich Europäer und Amerikaner einig: es handelt sich um eine Wissenschaft! Wer immer schon mal in-depth wissen wollte, warum man bloß kein Bier aufs brutzelnde T-Bone kippen sollte, wird bei dieser Topliste der Blogpiloten beängstigend fündig. Aber Vorsicht: es haben sich auch ein paar vegetarische Rezepte eingeschlichen, dabei weiß doch jedes Kind: Soja hat am Grill nix verloren! Mein Favorit ist der Smoky Chipotle - oder hört sich das nicht großartig an? Oatmeal/Macadamia Crusted Pork Tenderloin with a Coconut Chipotle Sauce & Grilled Caramelized Pineapple Relish.

Webmarketing ohne Suchmaschinen

Ein bemerkenswerter Beitrag auf DoshDosh stellt die berechtigte Frage: wie würden Sie Ihre Seiten ohne Suchmaschinen vermarkten? Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es effektiver ist, direkt zu den Kunden zu gehen anstatt drauf zu warten, bis die von selber kommen:

Go where people gather. There you will be heard. It sounds like rudimentary marketing but quite honestly, until I’ve tried ignoring search engines and focusing exclusively on gathering points, I didn’t realize how much actual marketing I was NOT doing.

Also den Fokus weg von Google, hin zu integrativem Brandmanagement? Im Social Web durchaus ein logischer Schritt, für den der Beitrag ein paar interessante Anregungen liefert.

SEO News der Woche

Alexa trägt mit den 3 neuen Features Demographics, Clickstream und Search Traffic ein Scherflein zum Datensalat bei. Und Bayando ist aufgefallen, dass die Google-Profile Nice-URLs bekommen haben - hier kann man mit wenig Aufwand einen Backlink abstauben - nun nur noch den richtigen Linktext verwenden, und schon klappt's mit den SERPs.

Google erweitert die Referrer

Im Googleblog gibt's Infos über die neue Referrer-Struktur - da stehen jede Menge Goodies drin, unter anderem die Keyword-Position des Resultats, auf das geklickt wurde - kein verspäteter Aprilscherz:

The new referrer URLs will initially only occur in a small percentage of searches. You should expect to see old and new forms of the URLs as this change gradually rolls out.

Weitere Details findet man bei WP-optimieren.de - die Universal Search macht die ganze Sache nicht gerade einfacher, aber auf mittelfristige Sicht einige Drittanbieter-Tools obsolet:

Leider trifft Google keine Unterscheidung, ob man ein gerade eine Suchergebnisseite mit Blendings (News, Lokal, Produktsuche etc...) erwischt hat. Wenn man z.B. nach "Blumen" sucht, erhält man aus der Universal Search lokale Treffer, News und auch Videos. So finden sich auf der ersten Seite 22 Treffer. Klickt man dann auf die zweite Seite der Suchergebnisse, geht es da mit Position 11 weiter.

SEO-United verweist auf die Wichtigkeit der richtigen Verlinkung aus Blogartikeln und empfiehlt Änderungen am Originaltext, um einer Abwertung zu entgehen - klingt durchaus leicht paranoid, aber man kann bekanntlich nie vorsichtig genug sein! :mrgreen:

Damit Google einen Link nicht abwertet, sollte man unmissverständlich klar machen, dass eine nachträgliche Editierung des Artikels nötig war. Für Google ausschlaggebend dürfte hierbei in erster Linie der Umfang der gemachten Änderung sein. Wenn ein Artikel umfassend verändert oder noch besser ergänzt wurde, werden wahrscheinlich auch neu gesetzte Links voll berücksichtigt.

Video der Woche

Wenn Fanboys auch nur halb so lustig wird, wie der Trailer vermuten lässt, dann steht der internationalen Nerd-Community ein unglaubliches Highlight bevor. Aber was soll auch schon groß schiefgehen bei einem Film, in dem der Typ aus Tropical Thunder, das heiße Chick aus Sin City und Captain James T. Kirk mitspielen? (Beste Stelle: "I'm Captain James T. Kirk. I can screw anything." [via Pete]

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Und das war's auch schon wieder mit dieser Kalenderwoche. Ich wünsche einen wunderschönen Restsonntag und werd mich mal an die Vorbereitungen für Montag und Dienstag machen - das Programm ist recht dicht gepackt: Montag und Dienstag werde ich als Blogger-Gast gemeinsam mit Dieter Rappold live vom Kongress Identitaet09 berichten, am Dienstag Abend werde ich bei digitalks einen kurzen Vortrag über Online-Marketing mit Twitter halten. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.

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Mein vorletztes Posting hier: Ich habe datenschmutz verkauft!

Bei diesem Posting handelt es sich um meinen Aprilscherz 2009 - natürlich habe ich, wie die meisten auch sofort richtig erraten haben, mein Blog nicht verkauft. Und auch absolut keine Pläne in diese Richtung!

Ja, ich hab's getan. Ich habe meinWeblog gestern verkauft - nach knapp drei Wochen nicht übermäßig zäher Verhandlungen einigten sich der neue Käufer und ich auf einen für beide Seiten mehr als erfreulichen Betrag, den ich auf "regulärem Weg" mit diesem Blog jedenfalls in den nächsten drei Jahren unmöglich verdienen könnte. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Robert Basic: ohne die Ermutigung durch Deinen erfolgreichen Verkauf hätt' ich mich nie getraut, die Sache bis zum Ende durchzuziehen. Aber die Taube ist Sack ist bekanntlich besser als der Spatz am Kirchturm und die Zahlen am Vertrag bloß ein Ergebnis der Verhandlungskunst. Heute hab ich ein kurzes Videostatement aufgenommen, um alle etwaigen Fragen zu klären - es wird nicht mein letzter Videopodcast sein, der Vimeo-Account bleibt mir schließlich:

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SEO Kung-Fu: Lebensläufe fürs Linkbuilding zweckentfremden

Linkbuilding mit Lebenslauf-SeitenOnline Reputation Management gehört zum Web 2.0 wie der Chili-Senf aufs Roastbeef-Sandwich und Web-Entrepreneure können es sich kaum leisten, auf Social Networks wie Xing, LinkedIn und Co. nicht vertreten zu sein. Die Online-Präsentation des eigenen Curriculums ist für selbständige SEO-Unternehmer dagegen normalerweise kein Thema - dabei bieten einige der weniger bekannten CV-Seiten ganz hervorragende Möglichkeiten fürs Backlink-Building. Konkret handelt es um zwei Seiten, bei denen sich die Registrierung auch dann definitiv auszahlt, wenn man gar keinen Job sucht.

Besonders angenehm ist, dass beide Anbieter auf schnellen Workflow Wert legen, denn unnötig kompliziertes Editing verschreckt bloß potentielle Kunden: also ist so ein Profil im Handumdrehen umgelegt, außerdem sind beide vorgestellten Services gratis. Bliebe nur noch zu erwähnen, dass es sich dabei ja nicht um Fire-and-Forget Pages handelt: man kann jederzeit den eigenen CV mit zusätzlichem Text (und natürlich auch zusätzlichen Kundenlinks) ausbauen. Mit anderen Worten: wer zwei gratis-Ergänzungen für sein Backlink-Portfolio braucht, kann beruhigt zuschlagen. Auf zum Curriculum Vitae!

Emurse

Domain PR: 6
Beispiel: socialmarketing.emurse.com

"Create, share and store your resume online for free" - und bringt deine Links unter. Emurse ist gebenedeit unter den CV-Portalen, da jeder User gratis eine eigene Subdomain bekommt, die man sich (vorbehaltlich der Verfügbarkeit) noch dazu frei aussuchen kann. Da der CV-Text ebenfalls beliebig wählbar ist (inklusive Links, zur Syntax siehe die Hilfefunktion) und auf nofollow-Tags verzichtet wird, lohnt sich der geringe Aufwand unbedingt. Wer möchte, kann seine Profil-Seite zusätzlich Bildern pimpen und sich Keyword-technisch so richtig schön austoben. Außerdem sagt ja niemand, dass man sich auf einen einzigen Lebenslauf beschränken muss.

VisualCV

Domain PR: 6
Beispiel: www.visualcv.com/socialmarketing

Auch der zweite Kandidat weiß, wie man Backlink-Builder-Herzen erfreut. Das Anlegen des Profils geschieht dank des Schritt-für-Schritt Ansatz im sprichwörtlichen Nu, der komfortable Editor erlaubt das Einfügen beliebig vieler Links. Auch hier gilt es also nur noch, die geeigneten Copywriting-Skills zu entwickeln und die passenden Keywords zu wählen. Dass das "Privacy setting" auf "public" gestellt sein muss, dürfte ohnehin klar sein.

Lohnt sich nicht: ResumeSocial, Resumebucket

ResumeSocial hat mehr Kategorien als CVs online sind und Pagerank 0. Resumebucket steht zwar platzierungsmäßig etwas besser da, fügt überall im Text und sogar beim Link zum eigenen Blog das ungeliebte nofollow-Attribut ein.

Ach ja: die meisten Seiten listen zwar auf der Homepage die "neuesten CVs", allerdings kann es keinesfalls schaden, zwei bis drei Backlinks auf die neu angelegten Subpages zu legen. Schließlich handelt es sich ja um ein mindestens mittelfristiges Projekt :mrgreen:

Falls jemand weitere CV-Tipps für Juicy Links kennt, freu ich mich natürlich über Infos. Und wer mehr Backlinks in kürzerer Zeit braucht, kann ja auch zum Fast Blogfinder greifen.

Blogistan Panoptikum KW09 2009

schina Blogistan Panoptikum KW09 2009Wilde Zeiten erfordern wüste Maßnahmen oder so ähnlich - ich werd mich jedenfalls als stiller Teilhaber an Petes Wealth Therapy Imperium beteiligen! Und hoffen, dass dies kein guter Vorsatz ist, denn sonst scheitert er spektakulärer als der volltrunkener Matrose an einer Doppelglas-Drehtür - es sei denn, die Belohnung ist größer als das Straußenei des Kolumbus, denn nur wer Rootrechte erlangt, hat die volle Kontrolle - und blickt entspannt zurück auf eine Woche voller Wochentage.

Österreich im Zweinullweb

Helge hat eine Liste österreichischer Web 2.0 Projekte zusammengestellt - von T wie Twoday bis T bis Tunesbag. Und U wie Urgestein bis H wie Hacker, trotzdem ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Und weil das Land relativ klein, muss man sich nicht mal eine Woche frei nehmen, um sämtliche Services ausprobieren!

Von exotischen Radio-Erotomanen

Man könnte fast in Versuchung geraten zu vergessen, dass der DAB-Standard, also digitales Radio, überhaupt existiert. Digitales Radio - sind damit nicht Podcasts und net.radios gemeint? Nicht notwendigerweise! Denn irgendwo geistert in den Köpfen schließlich noch die Idee der Vollversorgung herum, trotz Vegetieren des Formats:

Ob wir alle solchermaßen noch mal auf das Kürzel DAB eingeschworen werden, darf nun allmählich doch bezweifelt werden. Trotz einiger hundert Millionen Euro, die seitens der EU in eine technokratische Idee gesteckt wurden. Und eventuell noch werden. Mindestens gleichviele, omnipräsente und klaglos funktionierende UKW-Empfänger sprechen dagegen.
Der Radio-Enthusiast hat längst ein anderes Lieblingsspielzeug erkoren: Webradio. (Fast) jedes Handy kann das heutzutage, jeder PC und Laptop, von Spielkonsolen, Streaming Clients und HiFi-Anlagen mit Netzanschluss ganz zu schweigen.

Aber, wie Walter völlig richtig schreibt: im Auto geht halt noch recht wenig, und der Verkehrsfunk wär immerhin ein gutes Argument - wobei die in moderne Navis eingeblendeten Stau-Infos einen recht brauchbaren Ersatz bieten: letztendlich geht eben doch nix über Playlists on Demand.

Elevate-Festival-Videos online

Jedes Wort wurde penibelst für die Nachwelt dokumentiert, vom Aufzug bis zum Auszuck, Stichwort Scheiss-Internet - und seit letzter sind die Videos vom 2008er Elevate-Festival online und bequem auf blip.tv abrufbar - das hilft, die Zeit bis zum nächsten Schlossberg-Abshaken zu überbrücken, denn das Elevate war definitiv mein Party-Highlight des vergangenen Jahres:

SEO News der Woche

Yannick relativiert die Sagen- und Legenden-umwobene 3.000 Euro Aussage im neuen Interview, und noch wichtiger: er verdient mittlerweile eine Latte mehr. Gratulation - mit einem so frühen Kickstart im Web kann's ja nur mehr rasant aufwärts gehen! Und a propos Qualität:

Verlagshäuser sollten nicht blindlings jeden Ratschlag ihrer betreuenden Marketingagentur folgen und ihre mühsam gewachsene Stammleserschaft auf Kosten einiger über Google und Co. generierter Leser aufs Spiel setzen.

Yup. Da kann ich SEO-United auch nicht widersprechen. Und, ein für allemal: Tippfehlern sind Online-Lesern keines egaler als Papierkonsumenten.

Besser als Baby Channel

Der zweite Teil der umfangreichen SEOmoz DVD-Reihe ist dieser Tage erschienen - bis zum 6. März gibt's die 12 DVDs umfassende Advanced SEO Training Edition noch zum Early-Bird Preis, mein Exemplar ist schon am Postweg unterwegs - bin gespannt, was Rand Fishkin, Danny Sullivan & Co aktuell so zu erzählen haben:

Krishna rankt News

Warum nicht einfach besser ranken bei Google-News? Und wenn Krishna (Bharat, nicht der Hindu-Gott) noch so freundlich: ein Algorithmus ist kein Frosch und damit relativ leicht zu "überlisten". Wobei überlisten in dem Fall dann tatsächlich zu einem Synonym für "sich an die Regeln halten" mutiert!

Ich lass mich nicht doubeln!

Erschöpft aber überglücklich lehnte sich der Autor zurück. Im Kamin verglomm langsam das letzte Holzscheit, die Hühner waren schon vor Stunden schlafen gegangen und das Licht des Mondes brach sich auf der schimmernden Schneefläche. "Möge der letzte Teil der Trilogie über Duplicate Content Segen bringen", seufzte der St. Whitehat. Doch er hatte noch nicht mal sein Computer runtergefahren, als auch schon die erste Kopie im Netz auftauchte.

Video der Woche

Wenn man sich fragt wie die anderen glauben, dass man sich selbst sieht, wenn man sich vorstellt, wie die anderen einen sehen sollten, und man dann ein Video dreht, das einen selber so zeigt, wie einen die anderen der eigenen Meinung nach sehen sollten, dann hat das nix mit Realitätsfindung zu tun. Nein, es handelt sich entweder um ein Tourismusvideo oder um Kunst. Welches ist welches? Wer richtig rät, gewinnt einen kostenpflichtigen Anruf von einer 0900er Nummer.

Was soll man dazu noch sagen? Außer: Österreich liegt nicht in China. In diesem Sinne wünsche ich einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen!

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Blogistan Panoptikum KW05 2009

krone Blogistan Panoptikum KW05 2009Joke der Woche: Google sperrte kurzfristig aufgrund eines Malware-Generalverdachts das gesamte Internet. Vizepräsidentin Marissa Mayer höchstpersönlich erklärte am Google-Blog die Paranoiawelle mit einem simplen händische Fehler: blöderweise hatte ein Mitarbeiter in die Sperrliste die URL "/" eingetragen. Das Resultat: Google erkannte weltweit für rund vierzig Minuten lang jede einzelne Internetseite - inklusive sich selbst - als gefährliche Malware.

Schade, dass es sich bloß um eine Panne handelte, denn die Aktion hat durchwegs Medienkunst-Potential. Man stelle sich das mal vor: Millionen Surfer, die ausschließlich Big G als Gateway zum Netz benutzen und noch niemals eine URL direkt in die Adresszeile getippt haben, stehen plötzlich vor verschlossener Tür. Auf Twitter und zahlreichen Blogs hagelte es auch dementsprechend hämische Kommentare - und so mancher Webmaster sollte sich wohl über die Diversifizierung seines Traffics Gedanken machen:

Dieser Ausfall blieb nicht ohne Folgen: billigemarken.de berichtet von einem Userschwund von 90 %!

Google erstellt die Liste teils manuell, teils werden Daten von Stopbadware.org übernommen. Dort wurde am Blog schnell klargestellt, dass der Fehler automatisch übernommene Daten zurück zu führen ist.

Was kann Affiliate Marketing?

Hans-Peter hat einen exzellenten Beitrag über die Stärken und das Potential des Affiliate Marketings veröffentlicht. Den acht Gründen für eine selbständige Existenz als Affiliate ist wenig entgegen zu setzen: mit Ausdauer, Grips und den richtigen Infos versorgt lassen sich gewaltige Revenue-Streams abseits von lästigen Faktoren wie Personal, Chefs, Lager etc. aufbauen. In Österreich steckt dieses Thema noch in den Kinderschuhen - HP und ich sind gerade am Überlegen, ob wir demnächst mal einen Einführungsevent für Interessierte in Wien veranstalten. Dass allerdings auch in Deutschland diverse Mythen und Mären rund um dieses Thema kursieren, zeigt ein aktuellen Beitrag von Mediadonis.

Franz Köfel I. regiert souverän die Leserbriefseite

Max hat den großen Analyse-Generator angeworfen und der Krone-Leserbriefseite ein paar äußerst spannende statistische Daten entlockt. So ist Franz Köfel mit knappem Vorsprung von 2 Briefen auf Franz Weinpolter der ungekrönte König der Volksmeinung. Ein Schelm, wer Manipulation unterstellt:

Diese 4766 Leserbriefe wurden mit 1994 unterschiedlichen Namen unterschrieben, somit ergibt sich ein Durchschnitt von 2,4 abgedruckte Briefe pro SchreiberIn, deutet auf etliche StammschreiberInnenn hin.

Papier vs. ein paar Bier

Pete wirtschafts-philosophiert über die psychologischen Paradoxien der Wirtschaftskrise: Papier ist eben umso geduldiger, je mehr Buchstaben drauf gedruckt sind - da ändern noch so viele Sicherheitsmerkmale und Notenbank-Chefunterschriften nichts dran:

Nicht ganz, heute hat sich nämlich etwas getan. Eine Paradoxie ist aufgetreten. Ich wollte eigentlich nur kurz ein Buch kaufen, bin dann aber wie so oft nicht bei den günstigen stw Bänden hängen geblieben sondern hatte plötzlich ein ziemlich teures Buch in Händen. Der erste Reflex war, “warten bis es die Paperback Variante gibt, es liegen eh noch genug ungelesene Seiten zu Hause herum”. Da war dann plötzlich die Paradoxie: Was solls, das Buch kostet einen Bruchteil dessen was ich letztes Jahr verloren habe und schneller als man Lehman Brothers sagen kann habe ich es gekauft.

Urbane Rivalen unter der Lupe

Loki hat seinen ersten Podcast Online gestellt: es geht dabei um das immer beliebter werdende Browser-Game Urban Rivals. Wer also nach einer neuen Möglichkeit sucht, Online gepflegt ein paar Minuten tot zu schlagen, werfe einen Blick auf die Einführung:

In dem zwölf einhalb minütigen Filmchen zeige ich euch das Browsergame Urban Rivals und erkläre einige wichtige Bereiche des Spiels, wie etwa den Marktplatz, den Laden, oder die Duelle. Insgesamt dürfte es ein interessanter Einblick in das MMO-Trading Card Game sein und man kann auch einige Tipps mitnehmen.

SEO-News der Woche

Wer allzu dreist King Content klaut, muss mit unerwarteten Bannern rechnen - zum Glück siegt Dreistigkeit eben nicht immer; es sei denn, man ist im Domaingrabber-Markt tätig. Wer lieber Bücher grabbt, sollte dagegen ein Ohr auf den aktuellen SEO-Podcast von Radio4Seo werfen.

Ossi Urchs im Gespräch mit SEO-United.de

Der Mann ist im Suchmaschinenmarketing nicht wenig als eine Legende - Mr. Hemken führte mit dem Berater und Uni-Vortragenden ein ausführliches Gespräch über die aktuelle Online-Marketing Landschaft und Googles Vormachtstellung. Zitat:

Suche im Internet und “Google” sind ja fast schon Synonyme geworden. Wenn man schon "googlen" sagt, wenn man “suchen” meint, dann ist Google eben nicht mehr nur eine, sondern DIE Suchmaschine. Und was bei Google nicht vorkommt, ist im Web quasi nicht existent. Insofern ist Deine "Assoziation" eher eine Untertreibung: Wer über "Suchen im Internet" sprechen will, muss zunächst über Google sprechen - das ist der Maßstab an dem alle anderen sich messen lassen müssen.

Aus den Kochtöpfen der Blackhats

Wer eine Reise durch Blackhat-Foren tut, kann anderen was erzählen - tiefe Einblicke in die Mysterien passwortgeschützter Torrents und anderer Auto-Traffic-Strategien bringt ein aktuelles Posting auf Geld-Verdienen.tv:

Eine ähnliche Methode ist das Posten von eBooks als Torrent. Man schreibt ein eBook mit 10-20 Seiten und stellt es als Torrent bereit. Man suggeriert im Titel, dass dieses eBook eine wahnsinnige Summe gekostet hat und als free Download angeboten wird. User laden das eBook runter und lesen es voll Begeisterung. Im eBook hat der Blackhat Affiliate Links versteckt, die die Leser anklicken und dem Blackhat entsprechende Signups bringen. Beispiele dafür gibt es Unmengen. Eine Idee wäre z.B. ein Adult Dating Portal, dass man promotet. Das eBook müsste dann suggerieren, dass man mit Hilfe des eBooks kostenlos heiße Kontakte im Internet findet. Der User liest das eBook, findet die Empfehlung zum Portal, meldet sich dort an und der Blackhat hat verdient! Einfach aber genial.

Klingt in der Theorie einfach, bringt in der Praxis aber schnell schlechtes Karma - wer ist schon gerne ein Bottom-Feeder?

Video der Woche

"Wir tun das nicht, um Geld zu verdienen." Oder: "Die Vorstellung, dass jemand in der Früh seinen Computer aufdreht und am Bildschirm die Nachrichten liest, ist gar nicht so weit hergeholt, wie man meinen könnte." Das sagt ein KRON-Report über die frühen Anfänge des Internet aus dem Jahr 19681. [via TechCrunch]

YouTube Preview Image

Und das war's auch schon wieder für diese Woche - genießen Sie die verbleibenden Sonntagsstunden! Ich werd heute Abend wohl mal bei James B. reingucken (Halle Berry als Bondgirl hab ich bisher nur im Trailer gesehen); irgendwie ist mir heute sehr nach Anachronismen und überzogenen Actions-Szenen. In diesem Sinne: bis nächste Woche, wir lesen uns am Montag.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
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WordPress Templates: Die Revolution kostet wieder

Revolution themes go open sourceAls Brian Gardner und Jason Schuller Ende 2008 ankündigten, dass ihre gratis verfügbar seien, ging ein Raunen durch die WP-Community - zählen die Designs des kongenialen Duos doch zu den beliebtesten Magazin-Themes. Kürzlich ging's aber wieder einen Schritt zurück und es darf wieder bezahlt werden:

To be clear, the spirit of open source and the GPL are being kept intact, and this decision is a result of some clarification that has been made about premium themes and how they can fit into the WordPress community.

Mir persönlich ist die Sache relativ egal, ich hab mir schon vor langer Zeit eine Lizenz gekauft - für hochwertige Plugin- oder Designarbeit werf ich gern ein paar Dollar ein. Im großen und ganzen zeigt die Episode allerdings, dass das Support-Businessmodell wohl nicht funktioniert hat, vermutlich war die bestehende User-Basis wohl doch nicht groß genug. Jedenfalls haben die beiden Autoren mit der ganzen Aktion einige Backlinks abgestaubt :mrgreen:

Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang auch einen aktuellen Artikel auf Texto über die Zukunft von WordPress:

WordPress.org verändert sich, hinter den Kulissen brodelt es, große Plugin Autoren gehen ihren Weg immer öfter ohne WP.org - große Theme Autoren meiden WP.org auch immer öfter - was bedeutet dies alles für den *normalen WP Nutzer, der einfach ein Blog haben mag. Was bedeutet dies für Developer, die an WP mitarbeiten oder mit der Software ihren Lebensunterhalt auf die eine oder andere Weise bestreiten.

Ich bin da etwas anderer Meinung und denke grundsätzlich, dass OS und kommerzielle Modelle problemlos nebeneinander bestehen können - schließlich sollte man nicht vergessen, dass nicht nur Auttomatic Millionen scheffelt, sondern Millionen von Einzelusern direkt oder indirekt monetär von WP profitieren. Dass kommerzielle Plugins und Themes nicht auf WordPress.org gehostet werden dürfen, finde ich auch in Ordnung; wie man ein Added-Value Tools erfolgreich selbst vermarktet, zeigen Sergej Müller mit WP-SEO bzw. der Woo Themes Club vor.

Blogistan Panoptikum KW01 2009

bewerbung Blogistan Panoptikum KW01 2009Der letzte Rückblick des Jahres 2008 stand ganz im Zeichen 51 vorangegangener Sonntag respektive Wochen, die erste Blogistan-Panoptikum Ausgabe des neuen Jahres riskiert einen Seitenblick auf einige andere lesenswerte Rückblicke. Man muss ja auch mal aktiv was unternehmen gegen das Vergessen, heißt es. Obwohl ohne die gute alte Entropie, Königin unserer chaotischen Herzen, unsere Informationsverarbeitung wohl ziemlich langweilig wäre. Für mich persönlich jedenfalls hat das 2k9 mit einer äußerst erfreulichen multiplen Pagerank-Überraschung begonnen: datenschmutz hat in der deutschen Blogosphäre nicht gerade breit gestreuten Sechser bekommen, datadirt wurde von Big G zu Weihnachten mit einem Fünfer bedacht und einige weitere Pages erhielten ebenfalls kleine Päckchen. Da sag ich doch mal artig "Danke", auch wenn das alles nicht völlig unerwartet kam :mrgreen:

Was ist ein Super-Affiliate?

Super Affiliate ist ein dummes Buzzword, das in der Affiliate-Blogging Community von Leuten verwendet wird, die dir einreden wollen, dass sie entweder mehr Geld verdienen oder auf irgendeine andere Weise besser sind als du. Als i8ch meine ersten 1000$ pro Woche mit einem sehr bekannten Affiliate-Netzwerk verdiente, sagten sie, ich sei jetzt ein "Super-Affiliate", was mir sofort zeigte, dass dieser Begriff überhaupt nichts bedeutet. Jeder, der den Ausdruck "Super Affiliate" in einer nicht-ironischen Weise verwendet, speziell, wenn er damit sich selbst meint, ist unglaubwürdig und ein Idiot.

Sagt Nicky Cackes vom Reformed Blackhat bei Shoemoney (Übersetzung von mir), und dieser wunderschönen Definition ist schlicht und ergreifend nix mehr hinzu zu fügen.

Blicken rück und vor! Aber flott!

Jeremy blickt ordentlich auf das gesamte Jahr zurück, was übrigens auch aus seo-technischer Sicht (Stichwort: interne PR-Verteilung) ganz und gar keine blöde Idee ist. Netzwertig blickt zweifach nach vorne, die Autoren haben durchwegs gewisse Auffassungsunterschiede über die weitere wirtschaftliche Entwicklung des Web 2.0 und einen Hang zu vagen Prognosen, wie Computernotizen bemerkt. Er stellt etwas konkretere Fragen, die auch Mathias Schindler beantwortete. Das Google Watchblog spekuliert naturgemäß über Big G's Pläne für die nächsten 12 Monate, Phlow hatten eine äußerst hörenswerten, zweiteiligen Rückblick auf ein Jahr freie Musik zusammengestellt. Den grafisch reizvollsten Blick in den breiten Rückspiegel gibt's bei Max in Form von Tagclouds und Steam-Grafiken.

TechCrunch und Twitter

Ein aktueller Artikel über ein Mash-Up, das Twitter-Messages an die eigene Mailbox schickt, evozierte eine eigenartige Diskussion auf TechCrunch. Babou fragt:

I really enjoy your blog for your insights and the posts of your team of writers but there is one thing: you really speak a lot about twitter.
Now I understand Twitter has become an important medium of communication but does it really deserve so much attention?

Nun ja... ich würd mal sagen: soviel Aufmerksamkeit, wie sich in 140 Zeichen eben unterbringen lässt - dafür aber mehrmals am Tag :mrgreen:

SEO-News der Woche

Tja, die meisten SEOs haben in den vergangenen sieben Tagen wohl ausgiebig gefeiert - anders die dünne Gesätheit aktueller Nachrichten wohl kaum zu erklären. Gerald schreibt über PR-Updates und Fehlalarme und Blogiger plagt sich mit dem Seotonie Wettbewerb. Irgendwie fasziniert mich das Business-Modell "SEO-Wettbewerb" ja ungemein - den Betreibern müssen solche Wettbewerbe, selbst bei sinnlosen Keywords, ja einiges an Linkjuice bringen. Wem es um (Geld)Preise geht, der sollte die Energie und den Zeitaufwand aber lieber anderswo investieren - beispielsweise in einen neuen Digg-Clon. Und weil der SEO-Lesestoff diese Woche so schmal ausfällt, wär vielleicht mal wieder ein Zeitungsabo angebracht: aber leicht wird einem das Bestellen ja nicht immer gemacht.

Video der Woche

Trainingsmaterial für die richtige Bewerbung gibt es genug, doch wer sich dieses Video von Ben Schwartz zu Herzen nimmt, muss nie mehr Angst haben, jemals eine Anstellung zu bekommen:

Und damit sind wir auch schon wieder an der äußersten Nordspitze des Panoptischen Kaps angekommen. Setzen Sie lieber Ihre Kapuzen auf, es bleibt weiter kühl! Im Übrigen wünsch einen chilligen Sonntag, wir lesen uns morgen.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

Fast Blogfinder: Bestes Linkaufbau-Tool aller Zeiten

Linkaufbau leicht gemachtEigentlich sollte man den Fast Blog Finder unter Verschluss halten und um ein paar tausend Dollar an eine Handvoll SEOs verkaufen. Dass die Anbieter ihre Programm für einen Spottpreis verscherbeln, macht die Software allerdings umso attraktiver: denn noch nie war hocheffizienter Linkaufbau so einfach. FBL erstellt nämlich automatisch Listen von Artikeln zu bestimmten Keywords, bei denen man Kommentare hinterlassen kann - und zwar *ohne nofollow*. Ganze 42 Euro verlangt Anbieter G-Lock für eines der hilfreichsten SEO-Programme aller Zeiten.

Wer's gleich mal ausprobieren möchte, kann sich an die im Funktionsumfang deutlich eingeschränkte Freewareversion halten, die einen genauen Eindruck vom Funktionsprinzip vermittelt: hier geht's direkt zum Download der Trial-Version.

DownloadFast Blog Finder Demo-Version:
Download
*.exe Datei, 125kB
OS: Windows XP, Vista

Seit längerer Zeit grassieren diverse Liste von nofollow-Blogs, also solchen Seiten, bei denen die Betreiber das standardmäßig "nofollow-Attribut", das Links für Google entwertet, entfernt haben. Fast Blog Finder geht einen gewaltigen Schritt weiter: Der User wählt Keyword bzw. Keywordkombination und Sprache (zur Auswahl stehen de, en, it, fr, nl, es, ru) und startet die Suche. Nach kurzer Zeit präsentiert das Programm eine sauber strukturierte Liste von thematisch (zumindest laut Meinung von Google) passenden Seiten, die nach verschiedenen Kriterien wie Domain-Pagerank, Deeplink-Pagerank, Zahl der outgoing Links und vor allem nach Typ (dofollow/nofollow) sortiert werden können. Falls die nofollow-Präsenz nicht auf Anhieb erkannt werden kann, hilft in vielen Fällen die "Detect Type" Funktion. Zusätzlich kann man einzelne Domains auf eine Blacklist setzen, Ergebnisse exportieren bzw. Listen für die spätere Bearbeitung speichern.

Zeit sparen bei Linkaufbau
Der Fast Blog Finder Screen mit Keyword-Listen-Übersicht (linke Spalte), aktiver Linkliste (oberes Fenster) und eingebundenem Internet Explorer (unteres Fenster).

Das Programm merkt sich dabei, wann man bei welchem Beitrag kommentiert, zusätzliche Notizen helfen dabei, die Übersicht zu behalten. Das Kommentieren erfolgt direkt im Programm über ein eingebundenes Internet-Explorer Fenster, sodass der Workflow schnell von der Hand geht - für nicht ganz 42 Euro ein wahres Schnäppchen. Bestellen kann man den schnellen Blogfinder online, bezahlt wird via Kreditkarte: Fast Blog Finder kaufen.

Wo liegen die Vorteile?

Ich arbeite seit einigen Wochen mit FBL, vor kurzem erschien ein Update mit zusätzlichen Features. Ich habe den Fast Blog Finder innerhalb kürzester Zeit lieben gelernt: die Hauptarbeit, das Schreiben passender Kommentare, kann eine Software natürlich nicht übernehmen. Aber bei der Recherche und Abwicklung spart die Software dermaßen viel Zeit im Vergleich zur klassischen Vorgehensweise, dass die paar Euros sogar für Hobby-Webmaster gut angelegt wären. Zusammenfassend:

  1. FBL ist das einzige Linkaufbau-Tool, das ganz hervorragend für nicht-englischsprachige Seiten funktioniert: die Sprach- bzw. Index-Auswahl qualifiziert das Programm als einziges derartiges Tool für deutschsprachige SEOs.
  2. Es gibt andere Link-Aufbau Programme, die auf (hohen) monatlichen Gebühren basieren. Mit FBL erreicht man denselben Effekt für eine einmalige Flat-Fee und ein bisschen eigene Arbeit, die aber hochgradig Spaß macht. (Mir zumindest.)
  3. Im Gegensatz zu nofollow-Listen erreicht man mit FBL dank der Keywordsuche ungleich bessere Platzierungen.

Ich war überrascht, wie viele nofollow-Seiten man selbst bei Nischen-Keywords auf Anhieb findet. Natürlich ist ab und an auch mal ein Blindgänger dabei (z.B. indexiert FBL recht gerne Tag-Pages), und natürlich muss man die resultierenden Liste nachbearbeiten und die Arbeit mit FBL sinnvoll ins gesamte SEO-Konzept einpassen.

Fast Blog Finder Trialversion
Fast Blog Finder kaufen

Ist FBL ein Spam-Tool?

Manche werden sagen ja, aber die verdienen ihr Geld gewiss nicht mit Online-Marketing. Jeder SEO muss zwangsweise Linkaufbau betreiben, Kommentare sind ein derzeit hervorragende funktionierender Bestandteil im Backlink-Mix. Und man sollte nicht vergessen, dass mittlerweile zahlreiche Blogger (ich auch) zusätzlich via Keyword Luv sogar gezielt Keywords erlauben. Denn nichts macht ein Blog attraktiver als rege Diskussion - und wer möchte, dass sein Link stehen bleibt, hütet sich sowieso vor sinnlosen Postings, und so entsteht ganz simpel eine win-win Situation. Und schließlich postet die Software keine automatisierten Kommentare, sondern spart einfach immens viel Zeit bei der Recherche und Abwicklung. Die Anbieter sehen das übrigens genauso:

Blog Finder is 100% No-Spam, search engine friendly blog commenting software. It does not make automated comments on blogs. It does not have any kind of comment posting features built into it.
*Tip* Most blog owners moderate the comments to prevent SPAM. Do not spam blogs with the comments full of links. Your comment will end up being deleted. Leave meaningful comments only after reading the blog post.

Ach ja, noch was zum Thema Support: ich hab zwei Lizenzen gekauft, nach Installation am Laptop und am PC weigerte sich die Software korrekterweise bei der dritten Installation am Dualboot Windows. Ich hab ein E-Mail an den Support geschickt und das Problem erklärt, 3 Stunden später war mein Code wieder freigeschalten. Online Support kann funktionieren!

Xsara, SEO dog #7: Der Tag nach dem Pagerank Update

Am Wochenende gab's mal wieder ein Pagerank-Update, das einige hochinteressante Tendenzen zeigt: Google setzt noch stärker als bisher auf den Faktor Aktualität, wird bei Domains geiziger und bei Deeplinks (viel) großzügiger. Incoming Links spielen natürlich nach wie vor die größte Rolle bei den Off-Site Faktoren, aber das hat Xsara möglicherweise nicht ausreichend beachtet.

Xsara, diaries of a SEO dog #7

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SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle

illu seospy 1222355491 SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle SEOs, die in hoch-kompetitiven Märkten tätig sind, finden sich in einer ähnlichen Situation wieder wie Hacker, die versuchen, einen Verschlüsselungs-Algorithmus zu knacken: man kann entweder wie bei einer Brute-Force Attacke ins Blaue hinarbeiten und auf Masse setzen, oder man entscheidet sich für Reverse Engineering und macht mögliche Schwachstellen des Zielobjekts aus. Aber dazu muss man erstmal dessen Stärken kennen. Vor einigen Wochen ist mir eine Analyse-Software untergekommen, die getreu dem Motto "Know your enemies" Webmaster und SEOs zwar nicht arbeitslos macht, aber ihnen eine Menge Zeit spart. Das SEO SpyGlass bereitet eine Flut von Informationen so auf, dass man sich mit einem Blick Klarheit über die Linkstruktur konkurrierender Webseiten verschaffen kann.

Eine wichtige Regel im SEO-Business lautet bekanntlich: wer Geld verdienen will, muss auch Geld ausgeben: Bei PPC-Kampagnen sowieso, aber genauso im Bereich Linkbuilding und Konkurrenzanalyse. Zahllose Softwarepakete buhlen um die Gunst der SEOs, eierlegende Wunder-Wollmilchsau ist keine darunter. Kreativität und gute Planung lassen sich (noch) nicht in Software auslagern, aber die Stärke der besten Tools liegt meiner Erfahrung in einem einzigen Punkt: sie sparen Zeit! Einige der wertvollsten SEO-Tools machen nichts weiter, als ohnehin in Suchmaschinen-Indizes frei zugängliche Daten gut strukturiert aufzubereiten: und das spart unglaublich viel Zeit. Ich bin schon lange Fan der SEOmoz.org Pro Tools SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle , denn diese Online-Werkzeugkiste deckt die gängigsten Anforderungen hervorragend ab. Die 49$ im Monat sind gut investiert, speziell beim derzeitigen niedrigen Dollarkurs.
Daneben benutze ich allerdings auch noch eine Reihe von lokalen Programmen. Relativ neu in der Sammlung ist SEO SpyGlass SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle von LinkAssistant. Der Claim auf der Seite ist zweifellos maßlos übertrieben:

Here's A 100% Proven Way To Quickly And Easily Outrank ANY Site, For ANY Keyword, And Get A Top Google Ranking (Read Full Proof Below.)

Aber, und das spricht sehr für die Software, die Analysefunktion spart unglaublich viel Zeit, wenn man in kompetitiven Branchen unterwegs ist. Das SpyGlass analysiert in einem einzigen Arbeitsschritt die Backlink-Struktur von Konkurrenzseiten (entweder via Keyword oder URL) und bereitet die Ergebnisse so auf, dass selbst Anfänger im Handumdrehen die sinisteren Machenschaften der Konkurrenz durchschauen. Und die genauen Link-Strategien zu kennen ist ungemein nützlich bei der Optimierung der eigenen Seite. Ein Riesenvorteil ist, dass sich SEO SpyGlass im Gegensatz zu den meisten derartigen Tools nicht auf den Standard-Google-Index beschränkt: Ask.com, MSN, Yahoo und andere Suchmaschinen lassen sich ebenso nutzen wie die länderspezifischen Google-Indizes. Für diesen Funktionsumfang sind 87$ für jeden Webmaster, der seine Seite nach vorne bringen will, ein guter Deal. Für professionelle SEOs bietet LinkAssistant eine Enterprise Edition an: die kostet 267$ und unterscheidet sich nicht in der Grundfunktionalität, sondern ermöglicht in erster Linie automatisiertes Reporting an Kunden.

Extrem hilfreich ist die Software für all die armen Webmaster, die mangels eigener Networks Links bei Drittanbietern wie Teliad einkaufen müssen. Denn wenn es darum geht, en ersten Platz im Suchergebnis einzunehmen, dann will man schließlich keinen Cent mehr ausgeben als erforderlich; und möglicherweise lässt sich ja sogar der eine oder andere mietbare starke Backlink ausmachen, der dem "Gegner" seinen Vorsprung verschafft :evil:

Wer sich von den Vorzügen der Linkspionage vorab überzeugen, kann die kostenlose Testversion nutzen. Ich habe mir die Software in erster Linie für meine eigenen Pages gekauft, da ich mit den Resultaten äußerst zufrieden war, setze ich SEO SpyGlass mittlerweile auch gerne bei Kundenprojekten an. Kein anderes Tool ermöglicht einen so raschen Überblick über die Linkstrukturen der Konkurrenz - und der wichtigste Erfolgsfaktor im SEO-Business war schon immer das entscheidende Quäntchen Informationsvorsprung. :mrgreen:

SEO SpyGlass Download SEO SpyGlass: Backlinkanalyse auf die Schnelle

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