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PR Camp 2014: Inspiration für Public Relations Experten

Beim #prcamp Wien dreht sich alles um die Themen Unternehmenskommunikation, Social Media und Public Relations. Bereits zum dritten Mal luden die Public Relations Newcomers Austria in die gediegenen Schauräume von Bene Büromöbel im ersten Wiener Bezirk. Nach einem intensiven Wochenende voller spannender Vorträge, intensiver Diskussionen und ausgesprochen entspannter gemeinsamer Abende kann ich dem Organisationsteam und der ganzen Veranstaltung nur höchstes Lob aussprechen: ein so rundum gelungenes Barcamp habe ich schon lange nicht mehr erlebt.

Leid tut mir einzig und allein, dass ich die Veranstaltungen der beiden Vorjahre versäumt habe – zukünftig ist das PR Camp Wien für Astrid, die als langjährige PR-Expertin und Lektorin einige ihrer ehemaligen Studentinnen und Studenten traf, und mich ein Fixpunkt am jährlichen Konferenzkalender. Und Pula will auch unbedingt wieder hin: der Vorträge, der Streicheleinheiten und des Joseph Brotes wegen…

Foto-Album Tag 1

 

Foto-Album Tag 2

Die alleinige Schuld an meiner diesjährigen Premiere trägt der notorisch gut informierte Drupal-Evangelist, Grafikdesigner und Neo-Gürtelmacher Nico Grienauer, der mir am Uberall App Congress empfahl, unbedingt vorbeizuschauen – diesen Tipp kann ich allen Interessierten fürs kommende Jahr nur weitergeben. Das #prcamp15 geht voraussichtlich am 4./5. Juli 2015 über die Bühne.

Was macht das PR Camp so besonders?

Über Erfolg und Misserfolg von Barcamps, zu deutsch gerne “Unkonferenzen” genannt, entscheiden ganz alleine die Besucher. Motivation, Diskussionsbereitschaft und eine offene, freundliche Grundstimmung sind die sichersten Erfolgsgaranten – das zeigte sich am vergangenen Wochenende einmal mehr. Wenn eine sowohl alters- als auch themenmäßig sehr inhomogene Gruppe von rund 70 Teilnehmern ein ganzes Wochenende lang intensiv fachsimpelt, dann lernt dabei jede und jeder viel Neues und/oder gewinnt neue Blickwinkel auf Altbekanntes.

Dass wir keineswegs nur mit todernsten Diskussionen befasst waren, zeigen die beiden Videos – enmal Huberts Armfolding-Fußball-WM-Style Clip mit Pula und mir im Opener, einmal Nicos “Hands-on-camera” Reel. Warnung des Barcampministeriums: Unkonferenzen können zu kreativem Umgang mit Medienformaten führen!

Eine umfassende chronologische Zusammenfassung der Ereignisse findet man unter dem Titel #prcamp14 – Lass uns reden auf Storify. Die Themen reichten von Visual Storytelling über sehr ehrliche Insights in die Social Media Kommunikation unserer Minister direkt von den Machern im Hintergrund bis zu Stundensatzkalkulation mit jeweils 2 oder 3 Vorträgen gleichzeitig.

Public Relations Camp 2014

Bei Barcamps gibt es kein fixes Programm, gleich nach dem gemeinsamen Frühstück erfolgt die Sessionplanung: wer mag, bietet ein oder mehrere Themen an, eruiert via Handabstimmung potentielle Interessenten und reserviert einen Slot zur gewünschten Uhrzeit. Formatvorgaben gibt’s keine – ob vorgetragen oder diskutiert wird, entscheidet sich meist spontan.

Meine Sessions: Social Media Update 2014 | Krisenkommunikation und Shitstorms (mit Thomas Goiser)

Ich hatte die Ehre und das Vergnügen, gleich zwei Sessions mitgestalten zu dürfen. Am Sonntag vormittag habe ich versucht, den Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein kurzes, knackiges Update zum Thema “Social Media für PR Strategen 2014″ zu geben und bin dabei auf folgende Themen eingegangen:

  • Das Kleeblatt-Modell (Cloverleaf Model) der Online-Kommunikation: diese Einteilung nach vier verschiedenen Web-Properties (eigene, Mainstream Media, Blogger Relations, Social Media) hat sich bei mir in der Praxis als nützliches Analysetool erweisen.
  • Social Media Integration auf der eigenen Webseite: Wie verzahnt man im Jahr 2014 am effizientesten die eigene Webseite mit den diversen Social Media Kanälen? Ein simpler Like-Button tut’s nämlich schon längst nicht mehr – ein ausführlicher Beitrag zu diesem Thema folgt in Kürze.
  • Social Outreach: Welche Metadaten sind relevant, wie rasch nach der Veröffentlichung sollte man welche Inhalte auf welchen Plattformen posten?
  • Außerdem habe ich CoSchedule vorgestellt, eine ziemlich neue und ziemlich smarte Kombination aus Redaktionskalender und WordPress-internem Hootsuite, die Nützlichkeit von Google+ Communities erklärt und rege Nutzung der neuen LinkedIn Plattform empfohlen.

Vielen herzlichen Dank für das ausgesprochen nette Feedback!

Am Nachmittag moderierte ich dann gemeinsam mit Thomas Goiser, einem alten Bekannten aus FH MultiMediaArt-Tagen (in Salzburg begannen Peter Steinberger und ich 1999 gemeinsam unsere Lektoren-Karrieren), eine Diskussionsrunde zum Thema “Krisenkommunikation und Shitstorms”. Ö3-Elke, Zucker-Plachutta und Co. haben in Österreich eine unselige Diskussion über das Verbot von Pseudonymen auf Webplattformen ausgelöst, die alle anwesenden Experten als genauso lachhaft empfinden wie der Schreiber dieses Blogs. Einigkeit herrscht aber darüber, dass bei Fäkaltornados rasches Reagieren mit viel Hausverstand Not tut.

Fazit: Eine rundum gelungene, fantastisch organisierte und sehr sympathische Veranstaltung – sozusagen die Benchmark fürs datenschmutz Barcamp-Gütesiegel :-) Wenigstens konnte ich mich bei Nico mit einem Glas von Omas Osttiroler Waldhimbeermarmelade für den super Tipp revanchieren:

Almcamp 2010: Fotos, Fazit und die Barcamp-Zukunft

Meine zwei Veranstaltungs-Highlights im Vorjahr waren eindeutig die Mix in Las Vegas und das Almcamp 2009. Unterschiedlicher geht’s kaum: einmal mitten im größten Erwachsenen-Themepark der Welt, einmal mitten in den Kärntner Bergen auf über 1.600 Metern Seehöhe: mögen andere visualisieren, auf hohe Berge zu steigen oder zu tiefsten Riffen abzutauchen, ich bevorzuge eindeutig Event-Extreme.

Einziges Problem im Vorfeld des Almcamps 2010: dank der unglaublich gut gelungenen Premiere im Vorjahr stand das Erwartungshaltungs-Thermometer auf Höchsttemperatur. Glücklicherweise allerdings völlig zu Recht, wie die zwei Tage auf der Leonhard-Hütte im Maltatal eindeutig bewiesen. Einziger Unterschied zur Erstauflage: das WLAN war wesentlich stabiler, die Sessions für mich persönlich noch um einiges spannender und der Kater… musste zuhause bleiben. Ich hab mir nämlich erlaubt, die Almcamper zu einer kleinen Rumverkostung einzuladen, und mit Hilfe der kubanischen Systema Solera Destillate durchaus erfolgreich, wie ich meine, das eine oder andere Vorurteil über Zuckerrohr-Erzeugnisse ausgeräumt.

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Verlosung: Kongressticket für den Werbeplanung Summit 2010

Am kommenden Donnerstag beginnt der Werbeplanung Summit 2010 in der Wiener Hofburg. Das umfangreiche Konferenzprogramm, das sich heuer auf zwei dicht gepackte Tage mit jeweils drei parallelen Tracks verteilt, deckt alle Aspekte des Online-Business ab, die Teilnahme kostet inklusive Kongressteilnahme, Mittagessen und Chill-Out Party €490. Allerdings sind nur mehr wenige Restplätze verfügbar, aber für datenschmutz-Leserinnen und Leser gibt’s ausgesprochen gute Nachrichten: Dank Martin Staudinger, Geschäftsführer von Werbeplanung.at und Veranstalter des Summit, hat ein datenschmutz-Leser die Möglichkeit, gratis am Summit 2010 teilzunehmen! Wer sich nächste Woche über den State-of-the-Art des Web 2.0 informieren möchte, schreibt einen Kommentar zu diesem Beitrag und nimmt damit automatisch an der Verlosung teil.

Werbeplanung Summit 2010

Die eintägige erste Auflage im Vorjahr zählte mich zu den Veranstaltungshighlights 2009, in diesem Jahr gibt’s Online-Infos im Doppelpack inklusive donnerstäglicher Chill-Out Party im MAK, denn bei so viel thematischem Input dürfte unter Tags die Zeit zum Networken durchaus knapp werden. Außerdem fällt mir bei dieser Gelegenheit ein: meinen ersten Barcamp-Vortrag ever habe ich vor drei oder vier Jahren gemeinsam mit Martin Staudinger im WerkzeugH gehalten – uns war damals durchaus klar, dass dieses Social Media Ding so richtig groß werden würde. Aber das Tempo hat zumindest mich dann doch überrascht! Weiterlesen

Wiener Runde Podcast: Spaghetti an die Wand kleben

Da hätte ich der hochverehrten Leserschaft vor lauter Barcamp-Stress doch fast die aktuelle Ausgabe der Wiener Runde vorenthalten… nun denn: aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Aus dem geplanten Barcamp-Special ist zwar nichts geworden, dafür haben wir uns am vergangenen Freitag ganz regulär unterhalten – über Spaghetti, die an der Wand kleben, Twitters neue Werbe-Strategie, den 7. Geburtstag von WordPress und vieles mehr. ‘njoy!

Links zum Podcast auf Wienerrunde.at   Download
mp3, 55Mbyte [rechte Maustaste und “speichern unter”]

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Dieses Wochenende: Barcamp Vienna!

Geeks lieben Unkonferenzen. In den letzten Jahren haben sich Barcamps zum beliebtesten Veranstaltungsformat der Webszene entwickelt, am Wochenende laden die Organisatoren Max Kossatz und Rolf Mistelbacher ins Microsoft-Hauptquartier zum Barcamp Vienna 2010. Zwei Tage lang beschäftigen sich Internet-Freaks mit allem, was die Netzwelt derzeit in Atem und die Bits und Bytes am Laufen hält.

Barcamp Vienna 2010

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Barcamp Klagenfurt 2010: 50 Beweisfotos und ein Konzertmitschnitt

Herzlichen Dank dem Organisationsteam des Barcamp Klagenfurt 2010: wie schon in den Vorjahren zwei tolle Tage mit hervorragenden (und mittlerweile wohl durchaus obligatorischen!) Kärntner Kasnudeln und spannenden Sessions. Meine persönlichen Highlights waren Olaf Nitz’ Präsentation über Social Media und Social Search sowie Gerald Bäcks Session zum Thema “Reichweitenmessung auf Twitter”. Hier endlich mit ein wenig (upload-technisch bedingter) Verspätung meine Fotos vom #bcklu und ein äußerst musikalisches Podcast-Special – ‘njoy!


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Videocamp Vienna 2010: Fotos, Rückblick und Doku

Das Wichtigste zuerst: danke allen Sponsoren, Besuchern und Vortragenden des Videocamp Vienna 2010 und dem Team des Mediaquarter St. Marx für die perfekte technische Betreuung! Es hat Riesen-Spaß gemacht, gemeinsam mit ATV und Datenwerk das erste Online-Video Barcamp Österreichs zu organisieren, und ich bin froh, sagen zu können: die Mission Erfahrungsaustausch ist vollauf gelungen und ich freue mich schon aufs Videocamp Vienna 2011.


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Webtermine.at: Social Media Dates im Überblick

Barcamps, Webmontage, Mobile Mondays, Hackathons, Tweet-Ups, Datenschutz-Round-Tables – und das alles auch noch in neun verschiedenen österreichischen Bundesländern: da kann man trotz aller Social Media Tools schon mal die Übersicht verlieren. Aber glücklicherweise pflegt Robert Lender einen feinen, vollständigen und laufend aktualisierten Kalender web-affiner Veranstaltungen unter der Adresse Webtermine.at.

Die Termine erscheinen auf der Seite selbst in der Reihenfolge des Eintrags und können nach Bundesländern gefiltert sowie als RSS-Feed abonniert werden. Die fehlende chronologische Sortierung macht aber gar nix (angetrieben wird die Seite von Soup.io), denn das absolute Killer-Feature ist der Link zu allen Dates im iCal-Format: nach dem Anklicken öffnet sich das jeweils eingestellte Standard-Programm für die Terminverwaltung, in meinem Fall Outlook.

Nach dem Öffnen wird der neue Online-Kalender standardmäßig als eigener Tab angezeigt, was relativ unpraktisch ist. Stellt man aber in der linken Seitenleiste via Rechtsklick auf den jeweiligen Kalender “nebeneinander anzeigen” auf “überlagert anzeigen” an, erscheinen die Termine auch im Hauptkalender – äußerst praktisch. Wie sich der Zusatzkalender bei der Synchronisierung mit mobilen Devices verhält, hängt von der jeweiligen Synchro-Software ab – bei Nokias PC-Sync habe ich keine Möglichkeiten gefunden, einen iCal-Ordner einzubinden, allerdings lassen sich die Termine in Outlook via Drag-and-Drop zwischen verschiedenen Kalendern verschieben.

Ein tolles Service und eine gute Möglichkeit, alle Real-Life Web-Events im Auge zu behalten: Webermine.at

Videocamp Vienna 2010

ATV, datenwerk und datenschmutz laden am 30. Jänner 2010 in Media Center St. Marx zu einem themenspezifischen Barcamp: beim Videocamp Vienna 2010 stehen jene Bewegtbilder, die in den letzten Jahren auch im Internet laufen gelernt haben, im Fokus: die verschiedenen Sessions werden sich mit Videoproduktion und Gestaltung (natürlich mit Schwerpunkt auf HD) ebenso beschäftigen wie mit Video-Hosting, Vermarktung und Best-Podcast-Practices. Die Veranstaltung will den Wissensaustausch unter Video-Geeks fördern – für Infrastruktur und Catering ist gesorgt, die Teilnahme ist komplett gratis. Aber: die Listenplätze sind auf ca. 80 Teilnehmer beschränkt, die Hälfte der Plätze ist bereits vergeben.

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Almcamp 2009 – die Beweisfotos

Großartig war’s auf der Leonhardhütte – dank der großartigen Leistung des Organisationsteams Monika Meurer, Achim Meurer und Alex Kühnel verbrachten wir ein unvergessliches Wochenende auf der Leonhardhütte. Dass Barcamper und digitales Foto-Equipment in Symbiose leben, dürfte mittlerweile hinlänglich bekannt sein – auf FlickR findet bereits rund 250 Bilder unserer Alpin-Konferenz, ich hab meine endlich auch sortiert. Et voilá: Menschen und Tiere in friedlicher Koexistenz auf 1.600 Metern Seehöhe:

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Almcamp 09 – der erste Tag

Seit heute Morgen ist die Mannschaft der HMS Leonhard Hütte komplett – pünktlich um 10:00 Uhr eröffnete Captain Achim die illustre Runde mit einer Metadiskussion über die An-und-für-Sichs des Formats Barcamp. Die vergangen Stunden flogen in üblicher Barcamp-Lichtgeschwindigkeit vorüber, und das lag nicht zuletzt am recht hohen Level der Sessions; für mich ist das Almcamp 09 jedenfalls schon zur Halbzeit *das* Veranstaltungshighlight des Jahres.

Weiter ging es vormittags mit einer von mir angestoßenen Diskussion über Twitter-Anwendungs-Szenarien, anschließend präsentierte Achim seine neuesten SoIsses-Streich: eine customized Landing Page für Facebook Fan Pages, sprich: wer noch nicht Fan ist und auf die Page gelangt, sieht eine alternative Startseite. Die darf zwar nur statische bzw. FBML-Inhalte enthalten, ist ansonsten aber frei gestaltbar – das Ergebnis sieht dann zum Beispiel so aus. Sehr spannende Möglichkeit, wenn FB nicht die primär-Destination darstellt, sondern man die User lieber auf die eigene Domain ziehen möchte und wohl einiges der wenigen Schlupflöcher aus dem “walled garden” ins Freie; ich werd meine datenschmutz-Landing Page jedenfallls gleich am Montag umgestalten.

In der folgenden Session demonstrierte Peter Höflehner den Status Quo mobiler Augmented Reality Systeme: dabei werden beispielsweise Fotos oder Videos mit zusätzlich Informationslayer überlagert – sozusagen die Verwandlung des Mobiltelefons in den altbekannten Star Trek Tricorder. Georg Holzer sprach über die Veränderung der Fotografie durch zusätzliche Kamerasensoren: aus der Kombination von GPS-Daten und Raumlage der Kamera könnten beispielsweise ganz neue “Panorama-Techniken” entstehen.

Sehr intensiv gestaltete sich die von Achim angeregte “Skittles/Oberstaufen” Sessions. Reine Aggregations-Portale, die ohne eigene Inhalte lediglich Social Web Content zu einem bestimmen Schlagwort (siehe oberstaufen-plus.de) aggregieren, sind definitiv nicht der Weisheit letzter Schluss, aber eine sinnvolle Erweiterung bestehender Homepages. Mit ReTweet-Automatiken sollte man im Übrigen äußerst vorsichtig sein – nicht nur, dass mein “Skittles AND Oberstaufen gives you AIDS” Tweet sofort auf der Seite auftauche, die braven Oberstaufener Social Marketer haben ihn sogar re-tweetet – danke! :mrgreen:

Zum Thema Aggregation hier ein Plugin, das sich auf datenschmutz und datadirt.net bewährt hat: Self-hosted WordPress Nutzer richten ihren Lifestreams übrigens sehr komfortabel mit WP-Lifestream ein.

Völlig neu war für mich Benjamins Vorstellung von CouchDB – dabei handelt es sich keineswegs um ein Couch-Surfing Portal, sondern um einen dokumenten-orientierte (im Gegensatz zu einer relationalen) Datenbank, die vollkommen auf Schemata komplett verzichtet. Auf großes Interesse stießen auch die gar nicht so neuen, aber endlich implementierten Feed-Realtime-Technologien PubsubHubbub (für Atom) und RSSCloud (für RSS): hier schlummert massives Potential für distribuierte Realtime-Systeme á la Google Wave. Einen gemütlichen Hands-On Ausklang fand der ersten Tag mit den Foto-Sessions: Werner Ranner erklärte Digi-Foto Basics, und Karola Riegler wies den Weg zum perfekten Portrait-Foto. Und jetzt gibt’s dann gleich Abendessen.

Vorläufiges Fazit: rund 50 Barcamper, circa 30 Kühe, genau 3 Ziegen, geschätzte 150 Schafe (heute war Almabtrieb), mehrere tausend Höhenmeter mit dem Auto und per pedes – und seit längerem endlich wieder mal ein Barcamp, dass meiner Meinung nach für Einsteiger *und* Pros viel zu bieten hat. Almcamp for the win! Ich freu mich schon auf Tag 2.

Kommt er oder kommt der nicht?

Ein Stein des Anstoßes: die üblichen Last-Minute Absagen, die auf einem (im Übrigen perfekt organisierten) Barcamp auf einer Almhütte mit begrenzten Schlafplätzen natürlich stärker ins Gewicht fallen als etwa bei einem Wiener Corporate-Barcamp. Achim (Almstudio.at, Monika und Lexxi (Lexi.at haben sich mächtig ins Zeug gelegt, um uns hier auf 1.600 Metern jeden erdenklichen Geek-Komfort zu bieten – von der 8Mbit Funk-Richtstrecke bis zur hervorragenden Gratis-Verpflegung.

Last Minute Absagen sind den Veranstaltern einer Camp-Veranstaltung gegenüber schlichtweg respektlos. Ganz besonders dann, wenn die Entschuldigung “Zeitnot” lautet und die betreffende Person sich am selben Wochenende für ein anderes Camp anmeldet… you know who you are. Camp-Konferenzen funktionieren auf Dauer nur dann, wenn jeder Teilnehmer selbst bereit ist, Verantwortung fürs Gelingen zu übernehmen. Kleiner Tipp: Wiki-Anmeldelisten sind nicht in Stein gemeißelt, man kann sich auch wieder austragen. Und zwar nicht nachträglich.

Dieses Wochenende: Almcamp und Mobile Camp

almcampAm Donnerstag fahre ich nach Gmünd – seit Monaten freue ich mich aufs von mir mit-gesponserte Almcamp, das am 26./27. September auf der Leonhardhütte im Maltatal stattfindet. Aufgrund der begrenzten Schlafmöglichkeiten ist die Anzahl der Plätze auf fünfzig begrenzt – die Liste war bereits voll, aufgrund einiger Absagen sind aber noch einige Spots frei – Kurzentschlossene melden sich hier an. Der offizielle Teil beginnt am Samstag, am Freitag steht um 11:00 Uhr eine gemeinsame Wanderung mit extrem ortskundigem Führer an, immerhin liegen Faschaunereck, Reitereck und Stubeck in Geh-Reichweite, Twitterwall und Liveübertragung sind schon eingerichtet.

mobilecampKeine Lust auf Höhenwanderungen? In Wien startet am Samstag das MobileCamp 09, veranstaltet von A1 im Rahmen der Innovation Days. 130 Teilnehmer, die sich intensiv mit aktuellen Trends und Technologien am Handy- und Smartphone Sektor auseinandersetzen möchten, haben sich bereits angemeldet, die Registrierung erfolgt via mixxt, Veranstaltungsort ist die Lasallestraße 9 im 2. Bezirk.

Während in der Lasallestraße also Handys im Fokus stehen, gibt’s auf der Alm nicht nur koa Sünd, sondern auch koa spezielles Thema:

Das Almcamp ist ein besonderes Barcamp, quasi ein All-In-One-Barcamp. Und es soll eine Art Think-Tank sein. Wir erwarten, dass die besondere Atmosphäre der Alm viele kreative Ideen hervorbringt. Deswegen hat das Almcamp auch kein spezielles Thema oder Motto.

Ich freue mich schon sehr auf Erkundung der Gegend und auf spannende Diskussion – bei einer so illustren Runde wird das Wochenende wie im Flug vergehen. Wie erwähnt sind noch (wenige) Plätze frei, wer sich die Leonhard-Hütte entgehen lässt, möge sich dann nachher bloß nicht beschweren :mrgreen:

Geschmacklos identitätsstiftend: Stimmen zur Internetrat-Session

Heute veranstaltet der ÖIR ein Barcamp bzw. Ratcamp an einem hochgeheimen Ort, denn es gilt, unter strengstem Ausschluss jeglicher unkritischen Öffentlichkeit die weiteren Vorgehensweisen zu besprechen. Peter hat gemeint, bei ihm zuhause müsste irgendwo noch ein Vakuum-Deckel für Pandoras Büchse rumliegen – mal sehen, ob uns die Quadratur des Kreises gelingt (Rein mathematisch betrachtet existieren da schon recht gute Annäherungen.) Getreu dem Motto “Legitimation schützt vor Abwahl” hier einige Echos von einem ausgesprochen räte-republikanischen Barcamp:

Helmut am Datenwerk-Blog:

Die Diskussion über Zensur und mögliche Kontrollmechanismen war lange Zeit scharf an der Grenze zwischen geschmacklos und identitätsstiftend.

Beate auf alles wird gut:

Ethik, Zensur und Selbstkontrolle im Internet sind eine emotionalisierende, bewegende Angelegenheit, wie die Session zum Österreichischen Internetrat (ÖIR) veranschaulichte. Eine Aktion, die für manche die Frage aufwirft, wann sich der Spaß aufhört. Ich persönlich befinde den Internetrat (und ähnliche mittlerweile gegründete Gremien) für höchst notwendig und plädiere an die Proponent_innen, das ernsthaft zu einem Live Kabarett auszubauen. Stichwort: Einnahmequelle für die Organisationsarbeit.

Robert auf Robertlender.info:

Eine ironische Aktion mit Augenzwinkern, die etlichen einen Spiegel vorsetzt, wie sie es denn mit Gremien, Kontrolle im Internet, Legitimationen etc. halten. Aber gleichzeitig habe ich ein Grummeln im Bauch, dass man – wie es ein Teilnehmer formulierte – die “Büchse der Pandora” öffnet.

Tatsächlich hätte ich nie vermutet, dass die Büchse der Pandora voller Räte ist… vielleicht entsteht daraus ja eines Tages sogar ein Nerd-Witz, der ungefähr so beginnt: “Kennst du den Unterschied zwischen einem guten Rat und einem Online Reputation Manager?” Wie er dann weitergeht, werden wir morgen Abend rausfinden! Bleiben Sie dem ÖIR gewogen, machen Sie Eingaben oder gründen Sie Ihr eigenes Kontrollgremium und zögern Sie vor allem nicht, uns Papierpost an unsere neue Zentrale zu schicken!

Blogistan Panoptikum KW23 2009

In Österreich beherrschte ein Thema die Blogwoche wie kein zweites: denn die Gründen des ÖIR schlug höchste Wellen bis zur FuZo-Titelstory und ist zugleich auch der Grund, weshalb dieses Panoptikum mit einem Tag Verspätung erscheint. Denn aus dem geplanten Softlaunch wurde nix – das überaus vitale Interesse der Community zwang den Vorstand zu raschem Handeln, welches unverzüglich fortgesetzt wird: am kommenden Woche lädt die Modul-Uni Wien zum Barcamp am Kahlenberg, wo wir eine Session über unsere bisherigen Erkenntnisse in punkto Selbst-Ethik halten werden. Aber nun – without much further ado – mit einem Kopfsprung mitten hinein in die Ereignisse der Woche!

Ignoriere jeden!

Ruhe sein! Hugh Macleod von Gapingvoid hat sein erstes Buch veröffentlicht, es trägt den Titel Ignore Everybody: And 39 Other Keys to Creativity. Ich hab mir meines gerade vorbestellt – und bin gespannt auf die enthaltenen Cartoons:

The first rule of business, is never sell something you love. Otherwise you may as well be selling your children.

Twitter auswerten und analysieren

Max hat beim Expertenforum (generische Namen mag ich!) gemeinsam mit Meral einen Vortrag über Twitter-Monitoring gehalten – die zugehörige Prezi sollte Brand-Strategen brennend interessieren:

Mein Vortrag beschäftigte sich damit was man alles mit den Unmengen an Tweets, die sekündlich geschrieben werden, anfangen kann, bzw. wie man sie auswerten und analysieren kann und warum dass für Unternehmen wichtig ist.

Mit Pip-Boy unterwegs in den Wastelands…

Sind künftig nicht bloß Fallout-Spieler in postatomaren Nuklearwüsten. Engadget berichtet über ein flexibles OLED-Display, bezweifelt aber dessen Smoking-Tauglichkeit:

The 4-inch organic electroluminescent display sports up to 1.67 million colors, QVGA (320 x 240) 100ppi resolution, and can be bent to a curvature radius of about 2 inches. Hopefully, this doesn’t become a must-have fashion accessory any time soon: while it’s perfectly appropriate attire for post-apocalyptic wastelands, we don’t know how well it’ll fly at the sorts of high society social events we normally frequent.

Seesmic Desktop braucht keine Luft

TechCrunch interviewte Seesmic-Gründer Loic LeMeur – und der charmante Leena Rao gelang es, Loic einige hochspannende News zu entlocken:

According to Le Meur, Seesmic will soon be offering a browser based client. This offering is actually appealing, considering that Adobe’s AIR platform has some strange UI bugs and quirks and tends to use a good amount of resources on computers. And Seesmic will also launch an iPhone app, which is currently under wraps along with the web-based product.

Jeremys Affiliate-Network Erfahrungen

Jeremy Shoemaker schreibt schon lange über Affiliate Marketing – doch seit einem Monat betreibt er ein eigenes Affiliate-Network, und das erste Zwischen-Resümee ist absolut lesenswert; gelauncht wurde das ganze wegen des aktuellen Gratis-Kurses; bin schon neugierig, was sich der Meister da wieder hat einfallen lassen:

Sure I hear you… your thinking “Why the hell would you pay people to sign up for a free course?” It’s a great question and I think when the dust settles around the shoemoneyx.com program I will write all about it, why I did what, and what exact effect it had. I do have a method to my madness but it’s not as many have guessed. We will see if it works but that is for another post

Twitter wird zur Infrastruktur

Der Regular Geek beleuchtet einen wichtigen Aspekt von Twitter – was als Online-Service begann, ist gerade dabei, sich zur fixen Netz-Infrastruktur zu wandeln:

So, why is marketing and economy so important to Twitter becoming infrastructure? Without an economy building on top of Twitter data and functionality, Twitter would just be a toy. With people researching the data that is generated from Twitter, it becomes much more important. In order to monetize the system, they can sell the data, but monetization becomes much easier when you become ubiquitous.

Da hat er recht – und mit dem steigenden Interesse an Echtzeit-Suchmöglichkeiten und den vielen Mash-Ups wird uns das Vögelchen wohl noch eine Weile erhalten bleiben!

Bing schlägt Yahoo

Schaut so aus, als hätte Bing in den USA einen überaus erfolgreichen Start hingelegt: TechCrunch berichtet, dass Microsofts neue Suchmaschine die bisherige Nummer zwei bereits überflügelt hat – jetzt stellt sich die Frage: Anfangsinteresse oder Dauertrend?

The company’s analysis for Thursday finds that in the U.S. Bing overtook Yahoo to take second place on 16.28%, with Yahoo Search currently at 10.22%. For the sake of comparison: Google’s U.S. market share is pegged at 71.47%, and its worldwide share at a whopping 87.62% (vs. 5.62% for Bing and 5.13% for Yahoo).

König Content entthront

Inhalte seine ganz und gar nicht das wichtigste, sagt Viral Garden. Wer nicht aktiv an der Social Media Sphäre teilnimmt und auf seinen virtuellen Output aufmerksam mache, der ziehe mit guten Inhalten allein noch keine Besucher und vor allem keine diskutierenden Leser an:

Every day I read hundreds of blog posts. And every day, I see dozens of truly GREAT posts that get no comments. Every day I see dozens of pretty good posts that get dozens of comments and have vibrant conversations.
The difference? Most of the bloggers that write those pretty good posts are also pretty good about leaving their blog and interacting with people on OTHER sites. They comment on their reader’s blogs. They tweet their links on Twitter. They are ACTIVELY social with social media.

Interessante These… ich würd mal ganz diplomatisch behaupten: beide Seiten der Medaille sind relevant. Nur, dass es gar keine Medaille ist, sondern ein mindestens 99seitiger Würfel :-)

Foto der Woche

Ich geb’s zu: die Entscheidung war unmöglich… sowohl der freifliegende Vogel (freihändig aufgenommen!), A direct path von eyesplash Mikul, als auch die liegende Wölfin im Züricher Zoo von Tambako the Jaguar finde ich sensationell:

picweekbird

picweekwolf

Video der Woche

Boote sind auch nur Menschen – und zwar ganz schön hinterhältige! Wer schon mal an einer rutschigen Reling gescheitert ist, wird den Schmerz der Protagonisten dieses Clips vollauf teilen können:

Und das war’s auch schon mit dem dieswöchigen Panoptikum – danke für Ihre Aufmerksamkeit, bleiben Sie datenschmutz und dem ÖIR gewogen, vergessen Sie nicht darauf, sich selbst zu kontrollieren: dann wird alles gut und wir lesen uns morgen!

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
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Almcamp 09: Barcamp auf 1.600 Metern Seehöhe

Gestern habe ich von Achim und Monika die Einladung zum Almcamp 2009 bekommen: auf 1.600 Metern wird drei Tage lang gewandert, diskutiert und dem fröhlichen Hochgebirgsleben gefrönt. Von 25.-27. September steigt die Geekdichte auf der Leonhardhütte im Maltatal exponentiell an. Aber lassen wir doch die Organisatoren selbst sprechen:

Neugierig geworden? Hier gibt’s ein großartiges Panoramafoto der Hütte samt umliegender Bergwelt. Aufgrund der begrenzten Bettenzahl gibt es nur 50 Plätze, 15 sind bereits vergeben. Verköstigt werden die Teilnehmer ebenfalls vor Ort, der Pauschalpreis wird noch bekannt gegeben. Die Organisation von Fahrgemeinschaften und Shuttle-Services passiert via Wiki, dort gibt’s auch das genaue Programm. Mir hat das Castlecamp im Vorjahr extrem gut gefallen, und die Location find ich einfach perfekt. Ob’s dort Internet gibt oder nicht, wird sich noch herausstellen – langweilig wird uns auf keinesfalls:

Das Almcamp ist ein besonderes Barcamp, quasi ein All-In-One-Barcamp. Und es soll eine Art Think-Tank sein. Wir erwarten, dass die besondere Atmosphäre der Alm viele kreative Ideen hervorbringt. Deswegen hat das Almcamp auch kein spezielles Thema oder Motto. Das Zentrum vom Almcamp ist die Leonhardhütte. Sie befindet sich auf 1600 m Seehöhe mit einer wunderschönen Aussicht über das Maltatal.

almcamp09

Der Gastraum der Almhütte dient das ganze Wochenende über als Veranstaltungsraum. Hier findet das Get together am Freitag Abend statt, hier gibt es Frühstück, Mittag- und Abendessen und hier werden die Sessions abgehalten. Es gibt nur eine Session, da wir nur diesen einen Raum haben. Die Mahlzeiten nehmen wir ebenfalls dort ein. Falls das Wetter mitspielt, wird einiges auf die riesige Terrasse verlegt. Dann könnten wir auch parallele Sessions einplanen. Der Gastraum und das WC der Leonhardhütte sind nach deren eigenen Angaben für Rollstuhlfahrer geeignet.

Sponsoren gesucht + Video-Sponsoring-Angebot

Monika, Achim und Alex suchen noch Sponsoren für die Veranstaltung, die einen Teil der Catering-Kosten übernehmen. Dazu ein Angebot von meiner Seite: Jeder Sponsor, der das #almcamp 09 mit mindestens €200,- unterstützt, schickt mir per Post ein Logo (im A4 Format, in Wien kann ich’s auch vor Ort abholen) und ich drehe während des Camps ein kurzes Imagevideo der Veranstaltung, in dem sämtliche Logos platziert werden. Der Film wird sämtlichen Sponsoren zur eigenen Verwendung zur Verfügung gestellt und natürlich auch auf Barcamp.at und auf datenschmutz veröffentlicht.

Ich denke, da wird’s ein paar sehr nette Bilder geben – über Teilnehmer freue ich mich sehr. Wer sponsern möchte, setzt sich bitte mit dem Orga-Team in Verbindung und ich melde mich dann wegen des Logos:

Monika Meurer: monika [ät] soisses [dot] at
Achim Meurer: achim [ät] almstudio [dot] at
Alexander Kühnel: alexander.kuehnel [ät] googlemail [dot] com

ATVs neue Videocommunity: Beta-Keys zu vergeben!

ATV - BetakeysAm Barcamp Wien 2008 wurde das Konzept der neuen ATV-Homepage erstmals öffentlich präsentiert. Die Mischung aus Social Network und local-based Videocommunity erregte großes Interesse – und genau in diesem Moment hat die Closed Beta-Phase begonnen. Wer als erster einen Blick in auf die neue Community werfen will, sagt einfach via Kommentar, e-Mail oder Twitter-Message @datadirt Bescheid und der Beta-Key folgt prompt. Fünfzig Zugänge habe ich zu vergeben – wer zuerst kommt, surft naturgemäß zuerst! :mrgreen:

Die neue ATV-Videoplattform setzt auf die enge Verzahnung von On-Air Programm und Internet. Weitergehende Features, Hintergrundberichte und Eigenproduktionen sind zukünftig auch online abrufbar – allerdings bleibt’s natürlich nicht bei der Einwegkommunikation: User können selbst Videoclips hochladen, besonderer Fokus liegt dabei auf der geographischen Verortung der einzelnen Aufnahmen. Bekannte Social Network Features wie Freundesverwaltung, Pinwand und anpassbare Profilpage bilden das Frameworks für die Bewegtbildseite. Diverse Kanäle erleichtern die Navigation durch die User Generated Videos – bereits jetzt findet man hier diverse Perlen wie die legendären H.A.P.P.Y. Comedy Clips.

Der Videoplayer bietet äußerst brauchbare Bildqualität, eine Vollbildansicht ist möglich, HD Video wird jedoch nicht unterstützt. Alle Clips lassen sich wie gewohnt in Drittseiten embedden, kommentieren bzw. als Favorite abspeichern. Eine Besonderheit der Seite ist die Videotapete, die sich nach Empfehlungen bzw. Popularität sortieren lässt; wahlweise können spatiale Denker aber auch die Kartenansicht nutzen, auf der aktuelle Videos geographisch verortet werden und Textfans nutzen die Themenansicht, die an eine klassische Tag-Cloud erinnert.

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Die Closed-Beta-Phase wird bis Anfang März dauern und dann in die Public Beta übergehen. Wie im Begleitblog nachzulesen ist, sind einige Bereiche (etwa der Programmguide) noch nicht verfügbar. ATV betrachtet die Seite, wie sich’s für ein ordentliches Web 2.0 Projekt gehört, natürlich als Work in Progress – weitere Features, darunter einen Gruppenverwaltung, Status-Updates, Videokommentare und Private Messaging werden in den nächsten Wochen und Monaten folgen. Das Design finde ich durchwegs gelungen, und die enge Verzahnung von On-Air Programm mit Online-Video verspricht auf längere Sicht interessante Mixed-Media Formate – doch wie bei allen Web 2.0 Projekten wird der Erfolg der Plattform weniger von einzelnen Features als von der Aktivität der User abhängen. Mir persönlich gefällt jedenfalls die Idee, auf den Longtail statt auf Landesstudios zu setzten :cool:

Wer neugierig geworden ist und einen Beta-Key haben möchte, sagt einfach via Kommentar, Twitter oder Kontaktformular Bescheid! Denn wo sonst erzählen M&M Nanseck und Kathi Lampe ihre Lieblingswitze?

Barcamp Klagenfurt 2009: Der 2. Tag

Barcamp KlagenfurtAnderswo in Kärnten sitzt man um diese Zeit beim Frühshoppen, wir Barcamper saßen dagegen am Vormittag beim Photoshoppen – digitale Fotografie war einer der Schwerpunkte des zweiten Klagenfurter Barcamp-Tages. Eine von Ed Wohlfahrt initiierte ausführliche Diskussion über das Management eigener und fremder Online-Reputationen mit Ausflügen in SEO- und Juristerei-Gefilde stellte ein Highlight des Nachmittags dar. Hier meine restlichen Bilder vom Sonntag und ein Resumée des zweiten Barcamp-Tages:

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Zum Kick-Off stellte Martin Gratzer den Workflow mit Adobe Lightroom 2 vor (gebenedeit unter den Grafikprogramm!), anschließend erfuhren die versammelten Fotografen anhand eines Live-Beispiels, mit welchen Tools man im Handumdrehen Panoramen erstellt. Dank Session-Hopping hörte ich endlich mal einen Vortrag von Jana: sie analysierte in ihrem Beitrag zur Twitterforschung den Microblogging-Service anhand des anthropologischen Modells des Initiationsritus. Jetzt weiß ich auch, warum immer alle so von Janas Vorträgen begeistert sind – hochinteressant und äußerst amüsant zugleich! Die Twitterforscherin sucht übrigens auskunftsfreudige 140-Zeichen-Fans:

Ich bin auf der Suche nach Personen, die ich kurz zur ihrer Twitternutzung interviewen darf – ich freue mich über Interessebekundungen via Kontaktformular auf meinem Google-Profil.

Vor dem Mittagessen stellte dann Ulrich die Altersberger Webgenossenschaft vor – der Modellversuch “ein Dorf geht online” zäumt das Social Media Pferd sozusagen von der lokalen Seite her auf:

Hochgradig spannend wurde es bei der 3D-Druck Session: diese Technologie steckt noch in den Anfangsschuhen, aber Open-Source Baukits sind bereits verfügbar. Eine herrliche Gelegenheit, um über die Zukunft kapitalistischer Verwertungsketten zu spekulieren: bis selbstreproduzierende 3D-Drucker die Weltherrschaft übernehmen, wird’s wohl noch ein Weilchen dauern (hoffentlich ist Arnold dann noch fit!), aber in nicht allzu ferner Zukunft könnten Gebrauchsgegenstände wie Geschirr durchaus aus dem hauseigenen 3D-Printer kommen. Ob dann wohl copyrightgeschützte Tellerdesigns via Bittorrent vertrieben werden?

Nach angeregten Gesprächen beim Nudelbuffet war’s Zeit für “Linux on the Desktop” und die einleitend erwähnte Session zur digitalen Reputation. Ed brachte einige sehr amüsante und auch drastische Beispiele, bei denen die Diskussion schnell ins Rollen kam. Ein wichtiges Learning: anstatt sich wie die Supermächte im Kalten Krieg paranoid aufs übelste aller Szenarien vorzubereiten, sollte man nicht die helle Seite der Macht vernachlässigen: affirmatives Reputations-Management heißt eben keinesfalls, Pseudonyme zu verwenden, sondern für adäquate Positionierung der eigenen Webpräsenz zu sorgen. In den meisten Fällen stellen ja ohnehin die User selbst kompromittierendes Material online und wundern sich dann über allfällige Konsequenzen.

Die anschließende Heimfahrt gestaltete sich äußerst entspannt: ich hatte ja eigentlich Panik vor überfüllten Zügen ob des Ferienendes, speziell weil ich mit schwerem Gepäck (sprich Skiausrüstung) unterwegs war. Aber dank Gerhard, der Martin, Max und mich über den Highway nach Hause brachte, musste ich den Twitter Train nicht besteigen. Die Aufbereitung des Materials ist noch längst nicht abgeschlossenen: die Videos aller Sessions gehen demnächst online, Georg arbeitet an einem Barcamp-Photosynth.

Abschließend bleibt mir nur mehr zu sagen: vielen Dank ans gesamte Organisationsteam! Die Zeit verging wie im Flug, die Kärntner Kasnudeln schmeckten vorzüglich, die Karaoke-Session bleibt unvergesslich (so klingt’s, wenn zwei Affiliate Marketer Finger im Po singen – und schon ist die Online Reputation dahin :mrgreen:) und der 9./10. Februar 2010 (der angepeilte Termin fürs nächste Barcamp in Kärnten) sind bereits mit kleinen grünen Lindwurm-Stickern im Outlook markiert. Ed hat’s bei der Vorstellungsrunde ja sehr treffen formuliert: bei einem Barcamp nimmt jeder das mit, was alle gemeinsam in den großen Kochtopf rein schmeißen. Diskussion, Austausch und Weiterbildung brachten hohen Mehrwert für alle Beteiligten – ich freu mich schon aufs nächste Mal!

Barcamp Klagenfurt: Morgen geht’s los

Barcamp KlagenfurtSchnellentschlossene sollten sich noch rasch auf die Anmeldeliste schreiben, denn morgen Abend beginnt das Web-Remmi-Demmi am Wörthersee aka Barcamp Klagenfurt 2009 mit gemeinsamen Vorbereitungen im Vorstufengebäude der Uni Klagenfurt und einem anschließenden Bummel durch die Innenstadt(lokale). Am Samstag pünktlich um 9:30 startet die Intro-Session, und dann geht’s in schnurstracks in medias res.

Ich bin schon gespannt auf die Sessions; mein Plan ist es, über Online-Marketing mit Twitter und aktuelle SEO-Trends zu sprechen, voraussichtlich wird’s auch eine gemeinsame Session mit Hans-Peter und Socialist Andi geben, aber das soll eine Überraschung werden. Wer über den aktuellen Status des ATV-Relaunchs informiert werden möchte (Beta-Keys gibt’s in Kürze) bzw. mal einen Blick auf den BlackBerry Bold im Live-Einsatz werfen möchte, dem stehe ich natürlich auch gern Rede und Antwort.

Keine geographischen Fragen offen lässt die Google Map, außerdem kann man das Uni-Vorstufen-Gebäude schon mal virtuell durchschreiten. Und für alle zuhause Gebliebenen gibt’s den gesamten Livestream des Barcamps auf ustream.tv.

Hier nochmal der gesamte Zeitplan:

Freitag, 6. Februar
16:00 Basteln/Aufbauen/Vorbereiten, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
20:00 Opening, Molly Melone, Klagenfurt-Innenstadt

Samstag, 7. Februar
09:30: Intro-Session, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
10:00 – 12:30: Sessions, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
12:30 – 13:30: Nahrungsaufnahme IQ, Uni Klagenfurt
13:30 – 18:00, Sessions, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
19:00 Socializing, Blauzeug und Pubcrawl durch in der Uni-Straße

Sonntag, 8. Februar
10:00 – 12:30: Sessions, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
12:30 – 13:30: Nahrungsaufnahme, IQ, Uni Klagenfurt
13:30 – 15:00 Sessions, Vorstufengebäude, Uni Klagenfurt
15:00 Feedback-Session

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