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Artikel-Schlagworte: „Berlin“

Fotoalbum: Berlin Locations by Bernd

Fotos: Bernd Manhartseder

Blogistan Panoptikum KW44 2009

Nach der urlaubsbedingten Pause geht es heute an dieser Stelle wieder mit dem gemeinsamen Wochenrückblick von Linzerschnitte und datenschmutz weiter. Unvorstellbares hat sich schon wieder zugetragen: Twitter unterstützt mit der neuen Funktion "Lists" ein Komfortfeature, mit dem avanciertere Clients schon lange glänzen, die deutsche Regierung steht zur 2-Klassen-Medizin und die 2. Klasse kriegt zukünftig nur mehr Soylent Green. Aber wir greifen schon wieder davor, dabei sollten wir doch eigentlich zurückblicken!

Judith aka Linzerschnitte Ja, jetzt ist es endlich soweit: Auch wir Österreicher dürfen bei der Cloud-Revolution mitspielen! Lange haben wir uns leid gesehen, nun darf auf auch hierzulande eine Web 2.0-Revolution exekutiert werden! Mit allem, was zum Web 2.0 dazugehört: Facebook Gruppen, Flickr, Twitter, Hashtags, Blogs, Wikis, Livestreams. Auch würde es Inhalte geben, wurde kolportiert. [/Sarkasmus]

Seit 10 Tagen wird das Wiener Audimax besetzt, und was da an Protestinfrastruktur aus dem Boden gestampft wurde ist ziemlich beeindruckend. So sehr, dass die Medienberichterstattung sowohl in Old- als auch in New Media sich mehr um Livestreams, Voküs und Facebook-Gruppen zu drehen scheint, als um Inhalte. Doch darüber sind alle sich einig: Die Uni-Besetzer in ganz Österreich kann man nur unterstützen. Die Zustände an den Unis sind schon lange unerträglich und die Unterzeichnung der Bologna-Erklärung kommt rückwirkend gesehen einem bildungspolitischen Waterloo gleich. Mein persönliches aktuelles Frusterlebnis in Sachen Bologna-reformierte Uni: Die neuen, verschulten Studiengänge schließen berufsbegleitendes Studieren vollständig aus.

audimax besetzung Blogistan Panoptikum KW44 2009Genauso tragisch ist der völlige Ausschluß von Studenten und Mittelbau aus sämtlichen entscheidenen Gremien, eine kleine Entdemokratisierung, die uns die schwarz-blaue Koalition vor 8 Jahren bescherte. Und wer so etwas wie das akademische Schlußlicht Europas ist, sollte universitäre Platzprobleme nicht mit Zugangsbeschränkungen lösen. Denn hätte es in den späten 90er Jahren Zugangsbeschränkungen gegeben, hätten wohl viele Jugendliche wie ich, die nicht aus Akademikerfamilien stammen, niemals den Entschluß gefasst, sich das mit dem Studium mal anzusehen. Gegen die Einführung der Studiengebühren hab ich schon vor Jahren demonstriert - dann allerdings meine Meinung revidiert: Nach Einführung der Studiengebühren habe ich (wenn auch zeitversetzt) doch einige merkliche Verbesserungen an den Unis gesehen und würde Studiengebühren kombiniert mit einem entsprechenden Stipendienwesen durchaus für sinnvoll erachten. Zum Thema "Sexismus an Unis" fällt mir fast nur eins ein: Niemals wieder ist mir an einem Ort so wenig Sexismus untergekommen, wie an der Uni - zumindest aus Studentensicht. Davon abgesehen hat dieses Thema mit dem Kern der Debatte wenig bis nichts zu tun.

Nichtsdestotrotz ist aber auch die Slacktivism Rate bei #unibrennt ziemlich hoch. Fast 24.000 Unterstützer auf Facebook, 1.300 weitere bei der Gruppe "ArbeitnehmerInnen unterstützen die Uni-Proteste". Klingt großartig. Bei einer geplanten Kundgebung der "ArbeitnehmerInnen" am Nachmittag des 1.11.2009 sind dann von 130 fix angemeldeten und 200 "maybes" knapp 15 Leute erschienen. Und im Audimax auf etwa 50 weitere Besetzer gestoßen. Nicht verwunderlich, neun Tage Besetzung und Protest fordern ihren Tribute. Aber mal ehrlich: in Österreich gibt es knapp 200.000 Studierende - sind alle bisher zuhause gebliebenen mit den Zuständen an Österreichs Unis zufrieden?! Also, Ärsche hoch, Freunde, so schnell kommt die Gelegenheit nicht wieder, etwas verändern zu können - oder es zumindest zu versuchen.

Bleibt nur mehr zu hoffen, dass die Revolution und ihre Basisdemokratie nicht ihre Kinder frisst. Amen.

PS: Wer real unterstützen will: http://wiki.unsereuni.at
Wer lieber beim Slacktivism bleibt: Facebook Gruppe "Unsere Uni", Facebook Gruppe "ArbeitnehmerInnen unterstützen Uni-Proteste", Facebook Page TU Wien brennt
Twitter: @ugrazbrennt
www.unsereuni.at
FlickR: Uni brennt, FlickR Gruppe

Facebook wird weniger viral

ritchie aka datadirt Zynga und Playfish, die zwei größten Anbieter von Social Games auf Facebook, haben gut lachen: sie erzielen mit ihren Spielchen Millioneneinkommen, während Host Facebook noch immer keine positiven Cash-Flow generiert. Die diversen Notification-Messages sollen zukünftig gravierend eingeschränkt werden, wie VentureBeat berichtet:

Facebook is having one-on-one meetings with some of its larger developers detailing a series of changes that could significantly affect the way applications are spread through the social network. [...] From what we hear, Facebook is reshuffling all the traditional channels like notifications and requests that developers use to reach new users and tucking them away in harder-to-reach parts of the Web site. The idea is to give users more control over the information they see on their homepage.

Kurz gesagt Spiele werden sich nicht mehr so einfach viral verbreiten, und mit den nervigen Dauer-Requests dürfte auch bald Schluss sein. VentureBeat kennt noch mehr Details: so sollen alle Notifications mittelfristig in die Inbox wandern. Spielehersteller werden sich zukünftig als verstärkt auf bezahlte Werbung verlassen müssen, um ihr Publikum zu finden.

Gemeinsame Feinde verbinden

ritchie aka datadirt Gerald Wagner hat in der FAZ über Facebook nachgedacht und bringt unter dem mehr als hochtrabenden Titel "Eine Soziologie von Facebook" einige relativ lose Gedanken zum Ausdruck. Von der provokanten Eingangsfrage bis zu ihrer Beantwortung braucht der Autor aber gerade mal einen Absatz:

Facebook ist zum neuen Leitmedium des Internets geworden. Lernen wir von Facebook entscheidende Verschiebungen im Sozialen, neue Vergesellschaftungsformen, gar auf Kosten der alten?
[...]
Sollte Facebook, wie es vielerorts behauptet wird, stellvertretend für eine Kultur der "neuen Verknüpfungsformen" stehen, wäre es eine Verbindung von größter Beliebigkeit mit Folgenlosigkeit.

Der Essay ist unbedingt lesenswert, weil er in seiner bemerkenswert verständnislosen Kritik das größte Social Network mit einer Art Personenregister verwechselt und dann zum Schluss kommt, dieses funktioniere nicht so gut wie ein Polizeicomputer:

Ist das Insistieren auf dem Recht auf Neuanfänge, auf Häutungen und Brüche im Leben nicht viel zeitgemäßer als das bleischwere Herumwühlen von Facebook in meiner Vergangenheit? Sind wir nicht gerade darum in den Achtzigern nach Berlin gegangen? Nicht bei Facebook. Mit fröhlicher Penetranz zieht es aus entlegenen Winkeln meiner Biographie einen Kronzeugen der Kontinuität hervor. Es gibt kein nachtragenderes Medium. Damit beharrt dieses Netzwerk eigentlich auf einem Leitmotiv der qualitativen Sozialforschung, nämlich von der narrativen Identität der Persönlichkeit auszugehen. Das Netz verspricht, jedem seine Geschichte erzählen zu können. Dass die auf ein paar durchquerte Institutionen und verblichene Gesichter zusammenschrumpft, scheint keinen Unterschied zu machen.

Ich jedenfalls habe noch keine Beschwerde darüber gehört, dass ein "Telefonbuch ja bloß Nummern, Namen und Adressen enthält".

Stehst du auf der Liste?

Judith aka Linzerschnitte Dieser Satz hat nun eine völlig neue Bedeutung: Waren bisher meistens Gratiseintritte zu mehr oder weniger exklusiven Events mit dieser Frage in Verbindung zu bringen, geht es nun darum, auf möglichst vielen Twitterlisten zu stehen - und wenn nicht dass, dann wenigstens möglichst viele Twitterlisten anzulegen. Twitterlists gibt den Usern die Möglichkeit, mehrere Tweeper thematisch zu filtern und diese Listen beliebig zu betiteln. Alle Infos dazu gibt's am offiziellen Twitter Blog.

Tweetdeck und Seesmic Desktop User haben bei den Twitterlists wahrscheinlich eh nur gelangweilt gegähnt, kennen beide Clients das Feature unter der Bezeichnung "groups" ja schon länger. Bald soll auch eine Synchronisation via Twitter API möglich sein.

Ach ja, und wer schon immer mal in San Francisco beim coolsten Startup der Welt arbeiten wollte - Twitter is hiring!

Air 2.0 in Adobes Pipeline

ritchie aka datadirt Nicht bloß heiße Luft: AIR hat sich als beliebte Plattform für Social Media Clients fest etabliert, mit der zweiten Auflage wollen die Adobe Labs ihrem Framework neue Features verpassen. ReadWriteWeb weiß, warum effizienterer Umfang mit Speicherressourcen dringend notwendig ist:

The New York Times for example, one of the most new-media capable old-school institutions in the US, recently asked its staff to stop using the AIR app Tweetdeck because it's such a memory hog. That's probably one of the reasons why Times staff appears to be posting to Twitter less these days.

Weiters wird AIR 2.0 Multitouch-Gesten und lokales Audio-Encoding beherrschen - bis zum Release werden aber noch einige Panoptika ins Land ziehen, Adobe plant die erste Jahreshälfte 2010 an. Jede Menge nicht unbedingt nützlicher, aber zumindest hübscher Air-Applikationen findet man übrigens auf refreshingapps.com/.

Suchergebnis-Reputation-Management

ritchie aka datadirt Große neue Erkenntnisse hat der Beitrag im offiziellen Google Blog auch nicht zu bieten - zumindest der Tipp "zuerst nachdenken, dann veröffentlichen" kann getrost als alter Hut gelten:

The first step in reputation management is preemptive: Think twice before putting your personal information online.

Interessanter ist das schon der Teil übers "proaktive Publizieren": wenn man lästige Infos schon nicht los wird, weil der Webmaster der Drittseite partout nicht agieren will, muss man eben gegensteuern. Google empfiehlt dazu unter anderem, eine öffentliche Profilseite im eigenen Haus anzulegen: in der Tat eine oft übersehene Funktion, die das Potential hat, mittelfristig Xing und LinkedIn überflüssig zu machen.

Der Post-Journalismus Journalismus

ritchie aka datadirt Doc Searl berichtet über eine Round-Table Diskussion zum Thema "Geld verdienen mit Medien im 21. Jahrhundert", an der unter anderem Sherry Turkle und Virginia Postrel teilnahmen. Die Zusammenfassung ist unbedingt lesenswert und fasst die Verwobenheit von Technologie, Wirtschaftsorganisation und Medienmodellen sehr gut zusammen:

he Net employs a principle called end-to-end. Among other things, it assumes that the bulk of intelligence is at the ends of the network — with people and the devices serving them — rather than in the middle, where the phone companies used to be, back when they thought, as old-fashioned formerly modern industrial companies, that most of the network’s intelligence should reside, and make decisions for us.

Mobile Themes für WordPress.com Blogs

ritchie aka datadirt WordPress.com Blogs sind ab sofort standardmäßig mit Mobile Themes ausgestattet, wie ReadWriteWeb berichtet. Zwar kommen moderne Smartphone mit leistungsfähigen Browsern, doch allein schon aufgrund des kleineren Displays und der schnelleren Ladezeiten empfehlen sich optimierte Templates. Wer sein Blog selbst hostet, hat die Qual der Wahl zwischen dem iPhone-optimierten WPTouch und Carrington Mobile. Beide Themes kommen als Plugins daher und lassen sich in Windeseile konfigurieren. Denn:

From the slow emergence of mobile reading and publishing to the unwillingness of carriers to solve bandwidth problems, it's clear that the mobile web is still in its very early stages. For now, little things like this make a very big difference.

Kühe furzen zuviel

ritchie aka datadirt So manches langgezogene "Muhhhh!" könnte in Wahrheit ein klimaschädigender Darmwind sein, glaubt man Lord Stern, einer der "führenden Experten für Klimawandel" (wobei ich mir sicher bin, wodurch genau sich Expertentum in diesem Bereich auszeichnet). Als er jung war, gab's noch lustige Promille-Straßenrennen, bald wird einem die Polizei den Führerschein auch ab 0,5 Gramm tierischem Eiweiß in der Atemluft abnehmen:

Und er prophezeit gar, dass der Fleischverzehr in Zukunft gesellschaftlich so geächtet sein wird, wie es heute das Autofahren in betrunkenem Zustand ist. "Ich bin jetzt 61 und die Einstellung gegenüber Alkohol am Steuer hat sich seit meiner Studentenzeit radikal verändert", so Lord Stern. Der Ökonom rät den Teilnehmern der Weltklimakonferenz Ende Dezember in Kopenhagen, darauf hinzuwirken, dass die Preise für Fleisch erhöht werden.

Das Methan der Kühe (CH4) sei als Treibhausgas 21mal effektiver als jenes furchtbar schädliche CO2, das beispielsweise Menschen beim Ausatmen produzieren. Wollen wir bis Ende des Monats eine unmittelbar bevorstehende Klimakatastrophe verhindern, gibt's also nur zwei Varianten: entweder werden *alle* bis Ende der Woche Vegetarier. Vorher gibt's aber noch eine große Schlachtplatte samt Café Latte, die ganzen Kühe müssen ja weg. Oder die Franzosen hören auf, soviel alten Käse zu essen - das könnte der Menschheit eine Verschnaufpause von mehreren Jahrzehnten verschaffen.

Keine Alternative zur Schweinegrippe in Sicht

ritchie aka datadirt Was als relativ harmloser Twitter-Virus begann, entwickelte sich zu einem medialen Flächenbrand, an dem selbst Telepolis nicht mehr vorbei kommt:

In Deutschland zieht das Zwei-Klassen-System nun ganz offiziell als Regierungspolitik ein. Während die Regierung für das gemeine Volk 50 Millionen Pandemrix-Impfdosen mit Wirkverstärker vom Pharmakonzern Glaxosmithkline bestellte, orderte man für das Kabinett, die Bundesbehörden und die Bundeswehr 200.000 Celvapan-Impfdosen von Baxter. Sie sind ohne Wirkverstärker und sollen verträglicher sein.

Ein einziges PR-Desaster, diese Schweinegrippe - nach der jahrhundertelangen Ächtung des Schweinefleisch durch Moslems nun das: kein Wunder, das Verschwörungstheoretiker komplexe Pläne vermuten. Die Welt Online hat umfassend recherchiert:

So schnell wie die Schweingrippe verbreiten sich wilde Theorien dazu: Tote Schweine in China, fiese Industriefarmen in Mexiko sowie eine Verschwörung von al-Qaida und mexikanischen Drogenkartellen – all dies sind nur einige der Erklärungsversuche, die sich um den Ausbruch der Krankheit ranken.

Eines steht jedenfalls fest - exotische Tiere sind wenig gefährdet, ein mm>Schneckenschnupfen oder Hummer Hirnsausen eigenen sich nicht für die Massenhysterisierung. Doch ich zittere mit Alinaluna um die armen Lämmchen:

Mal gibt’s die Vogelgrippe-Heute kräht kein Hahn mehr danach....
Vormals war es BSE .....Die Kuh macht auch kein Muh mehr.....
Ich warte bis das mit den Schweinen vorbei ist denn dann kommt die Schafseuche....Mäh.

Foto der Woche

Judith aka Linzerschnitte Halloween ist nicht jedermanns Sache. Ich verweigere mich dem jährlichen Kürbis-Zirkus aus Prinzip. Aber dieses Foto fand ich dann echt genial. (Copyright by Burt Zinsler / Facebook):

facebook burt zinsler Blogistan Panoptikum KW44 2009

Ritchies Video der Woche: Found Footage: San Francisco 1958

Das folgende Material hat Jeff Altman im Nachlass seines Großvaters gefunden - die 50er-Jahre Aufnahmen der Fahrt durch San Fran versprühen einen ganz besonderen Retro-Charme:

http://www.vimeo.com/6337228

Judiths Video der Woche

Sonnenuntergänge am Meer hat jeder schon mal gesehen - aber wohl kaum jemand hat sich daran jemals sattgesehen. Schon gar keine käsigen, sonnenunverwöhnten Ösi-Touristen am Strand von El Palmar an der Costa de la Luz, Spanien.

http://www.vimeo.com/7383010

Lesetipps der Woche

  • "Pumpkin-Carving" ist eine Kunst, die geübt sein will: Mashable hat unter anderem einen WordPress- und einen RSS-Kürbis zu bieten.
  • Scobble mag den Google Reader nicht mehr, denn der sei langsam und mühsam in punkto Freundesverwaltung, sagt Robert.
  • Digg kauft WeFollow und will die Echtzeit-Fähigkeiten mit dem Twitter-Portal steigern (TechCrunch).
  • Das neue Social Network, für jene, denen Social Networks schon beim Halse raushängen... alleinr!
  • Nicht ganz so prominent gelegen, wie der neue Helmut-Zilk-Platz mitten in Wien, aber immerhin: Nach Twitter wurde bereits eine Straße benannt.
  • Nein, nicht nur den öffentlich-rechtlichen Sendern und dem armen Professor Hademar Bankhofer soll die gute alte Schleichwerbung verboten werden - auch Blogger sollen in Zukunft Ethik vor SCHGGG (Schleichwerbung für Geile Gratis Gadgets) verboten sein... Anm. von dd: fda!!! (full disclosure always :mrgreen:)

Und das war's auch schon wieder mit dem Zurückschauen auf 7 Tage mal 24 Stunden mal 60 Minute mal 60 Sekunden, also 604.800 Blogosphärenwochen-Momente. Danke für Ihre hochgeschätzte Aufmerksamkeit, bleiben Sie uns und unserem RSS-Feed treu! Linzerschnitte und datenschmutz wünschen immens erkleckliche Restsonntagsminuten und einen grandiosen Start in die kommende Woche - wir treffen uns morgen im Social Web.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

u-ton Podcast: Reiseempfehlung – Köln, die Rheinland-Metropole

Nach längerer (datenschmutz-verschuldeter) Pause gibt's endlich wieder einen Radio u-ton Podcast. Katherina Lochmann und Alexander Weber haben sich in die gar nicht so fremden und wilden Gefilde des erforschten Rheinlandes aufgemacht, um sich akustisch dem Thema "Köln - Mythos und Wahrheit" anzunähern. Mich hat's schon mehrmals nach Big K verschlagen, einmal als Kandidat zu Millionenshow und einmal als Aussteller mit Intonation zur Popkomm (die seit 2004 in Berlin statt findet), also was soll ich sagen? Ich hab nur die besten Erinnerungen an die Stadt mit dem großen Dom, dem eigenartigen Bier und den vielen Partys.

Teil 1 - Rheinmetropole Köln

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Teil 1 - Rheinmetropole Köln

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Ich finde das Portrait sehr zutreffend - und hab beim Anhören sofort Lust auf ein Kölsch bekommen. :mrgreen:

CD-Tipp: Holgi Star & Harry Axt: Roadtrip

Holgi Star und Harry Axt - RoadtripWenn deutsche Szene-Magazine über Holgi Star berichten, dann basteln sie gerne Überschriften wie Ein Mittelfranke mischt Berlins Szene auf. Das klingt fast nach Newcomer, dabei dreht Herr Star schon gute 10 Jahren Platten in Clubs und gründete anno 1999 mit DJ Emerson Kiddaz.fm - ein Label, dessen Vinylia seither gern gesehene Gäste in den Plattenkoffern von Szenegrößen wie Monika Kruse und DJ Krush sind. Dieser Tag katapultiert Kiddaz Kiddaz.fm die siebte Label-Compilation aufs Rave-Märktle: die erste Scheibe selektierte der Labelboss, das Tracklisting der zweiten CD stammt vom wie immer ausgesprochen geschmackssicher agierenden Daniel Steinberg aka Harry Axt.

Holgi Star und Harry Axt rocken Kiddaz-Style

Und weil so lange Zeit im Techno-Biz Spuren sowohl am Schlafrhythmus also in punkto Dogmatismus hinterlassen, erfreut die Compilation das weit offene Genre-Herz alter Rave-Säcke genauso wie die jenen Teil der nach neo-experimental-neuen Beats dürstenden Jugend, die ein paar unerschrockene Pioniere aus den Fängen der elenden Emo-Szene retten konnten. Aber genug der Stellvertreterkriege, zurück zum "Roadtrip": was Kiddaz mittlerweile so released, läuft an und für sich unter dem Label Minimal. Im vorliegenden Fall fetten beide Protagonisten ihre Magic Ingredients allerdings mit klassischen Deephouse-Grooves, experimentellen und Parts und stellenweise ganz und gar nicht minimalistischen Breaks auf, was für Abwechslung und zarte Rückschauer sorgt: eine bissiger Acid-Spucke Angriff ins Gesicht der müden "Alles-schon-mal-dagewesen" Fraktion, eine knackige Ansage gegen geschmacklosen, chemieverseuchten Elendsviertel-Elektro aus der deutschen Metropole: kein Wunder, dass Holgi Berlin aufmischt...

Holgi Star und Harry Axt blicken über den Tellerrand

Selbstredend bedienen sich bei DJs reichlich im hauseigenen Umfeld, wobei Herr Axt (nicht verwandt mit dem gleichnamigen Kinderarzt, es handelt sich um einen Künstlernamen) ein Spürchen dubbiger zur Sache geht und gleich mal mit Robag Wruhme eröffnet, während Meister Star ein wenig entschlossener zur Tat schreitet. Kein Wunder also, dass ersterer am Ende beim "Keta... was?" und zweiterer beim "Heroin" ankommt. Selten wurde die auditive Deprivationstherapie namens Minimal Techno so spaßig präsentiert. Floortauglich, wohnzimmertauglich und Autoradio-tauglich (in allen drei Fällen bitte mit ordentlichem Subwoofer), also mit anderen Worten: knarzend-knisternd-polterende Dreifachempfehlung. Einige Hörbeispiele finden Technonauten auf den myspace-Pages der Roadtripper:

Holgi Star | Harry Axt

Tracklisting - Holgi Star & Harry Axt: Roadtrip

Tracklisting Roadtrip Disc 1, mixed by Holgi Star

  1. Flinsch'n'nielson - Korea Tabs (dj emerson rmx)
  2. Marc Depulse - 87 Remember
  3. Harada - Conscious Movements (Marcus Meinhardt Winter Games Remix)
  4. Harry Axt - Der Papageientaucher
  5. Holgi Star - Acces
  6. Silent Breed - Sync In 2008 (Popof Remix)
  7. Holgi Star - Star & Sternchen
  8. Luca & Paul - I Hope Me
  9. Transistor - Alpha (Popof Remix)
  10. Harry Axt - Snippet
  11. Heinrichs & Hirtenfellner - Ear Worm
  12. Heckmann - Silverscreen
  13. Dj Emerson - Rubber Band Man
  14. Chris Liebing - Bang Bop
  15. Harry Axt - Keta Was ??

Tracklisting Roadtrip Disc 2, mixed by Harry Axt

  1. Peter Lauer - Free Entry For Girls (Robag Wruhmes Drikkibass Remix)
  2. Heinrichs & Hirtenfellner - Rerecall
  3. Shlomi Aber - Freakside
  4. Jesse Rose & Oliver $ - Wake Up
  5. Ds - Orangefood (Jens Zimmermann's Vitamin C Remix)
  6. Holgi Star - Grosses Kino
  7. Emerson & Dubnitzky - Bbc (Billy Dalessandro Remix)
  8. Harry Axt - Kaiserschmarrn
  9. Alexi Delano - Brooklyn Social
  10. Ds - One Force (Harry Axt Remix)
  11. Dj Hmc - Track 2
  12. Jonas Kopp - Imagoinacion Nula
  13. Jan Driver - L
  14. J - Dr
  15. Pele & Shokh - Thumbs (Simon Baker Remix)
  16. Magik Johnson - Scanning For Viruses (Claude Vonstroke's Coffee On Your Motherboard Mix
  17. Harry Axt - Riffler
  18. Daniel Sternberg - I Like To Be
  19. Winks - Thick As Thieves
  20. Heroin - Heroin

Blogistan Panoptikum KW25 2008

twittercomic 150x150 Blogistan Panoptikum KW25 2008"Es kommt auch meistens immer darauf an, wie du das richtige Timing hast", sagte Pepi "Hicke" Hickersberger in klugem Vorausblick bereits zur Halbzeit des EM-Finales. Torres hat die silbrig glänzende Armani-Wuchtel reingewürgt, Lehmann war quasi wehrlos. Gratulation an die Erfinder von Tapas, Rioja und Sonar Festival! Sogar das Wienwetter hat mitgespielt und heute Abend auf Gewitter verzichtet. Ich bin sicher, die vielen Fans werden die Zeiten der Viereurofünfzigkleinenbiere furchtbar vermissen, aber die nächste Rip Off Europameisterschaft kommt gewiss!

Bilder fulgurieren

Der Image Fulgurator verstört ahnungslose Passanten - einen "Apparat zur minimal-invasiven Manipulation von Fotographien" nennt Julius von Bismarck sein Spielzeug: bei dem genialen und zum Patent angemeldeten Device handelt es sich um eine invertierte Spiegelreflexkamera. Ein Sensor registriert andere Kamerablitze in der Nähe und projiziert für einen Sekundenbruchteil ein gespeichertes Bild auf das fotografierte Motiv. Klingt unverständlich? Die journalistischen Komplexitätsreduktions-Kollegen vom Standard formulieren das so:

So erscheinen dann plötzlich geisterhafte Schriftzüge auf den Bildern, wie von Bismarck mit einem Video auf seiner Webpage demonstriert. Darin ist zu sehen wie TouristInnen am Berliner "Checkpoint Charlie" das berühmte "You are entering the American Sector"-Schild zu fotografieren versuchen, nur um dann einen Extra-Kommentar mitgeliefert zu bekommen. Quer über alle Aufnahmen findet sich der Hinweis "Hundreds of people died last year by trying this at the US-Mexico border".

fulgurator Blogistan Panoptikum KW25 2008

Das Patent hat der Erfinder, der mit seinem Gadget bei der diesjährigen ars electronica nominiert ist, in erster Linie angemeldet, um kommerziellen Einsatz zu verhindern - ob das wohl auf Dauer gelingt? Subversion ist bekanntlich Schnellbeton... [via Ulrich]

K.I.T.T. kommt zurück

Anja berichtet in dieser Woche über das geplante Knight Rider Comeback: der an sich durch die permanente radioaktive Strahlung Kitts zeugungsunfähige Michael Knight hat doch einen Sohn - ob von Bonny, April oder Klon bleibt dahingestellt. Ob der neue K.I.T.T., der Knight Industries 3.000 mit Benz oder gutem Willem fährt, wird die Fernsehzukunft zeigen: mehr dazu am Cocktail Blog.

Den Twitter-Comic...

...hat Anton Gigov ins grafische Leben gerufen. Der Strip läuft unter Bezeichnung twitter nonsense und war bisher twitpic, einen Service zum Posten von Bildern über den beliebten Kurznachrichtendienst, abrufbar. Mein Favorit:

twittercomic Blogistan Panoptikum KW25 2008

Seit dieser Woche haben die Strips eine neues Heim im Netz: auf http://www.pink-sheep.com/twitter-nonsense/ wird's zukünftig regelmäßige Cartoons über unsere Freuden und Leiden mit dem instabilsten Short-Messaging Service der noch jungen Netzgeschichte geben.

Typo-Manie, mal anders

Tattoos müssen gar nicht immer permanent sein, wie das folgende Video zeigt. Dazu braucht man nicht nur eine exhibitionistische Ader, sondern auch eine *sehr* ruhige Hand [via Kreisrot:

YouTube Preview Image

Eben. Mit dem eigenen Blut malen kann ja jeder... bin schon gespannt, was Kunsttheoretiker in ein paar Jährchen begonnen haben werden, über die Re-Definition des Performanz-Begriffs durch Netzmedien zu schwadronieren... in diesem Sinne: schönen Restsonntag und viel Erfolg bei all Ihren malerischen und sonstigen Unternehmungen.

Usability-Updates bei trigami

trigami hat der Online-Applikation mal wieder ein paar Updates verpasst. Neu mit dabei ist eine äußerst praktische Funktion: bei der Bewerbung für neue Kampagnen kann man auf die alten Bewerbungstexte als Vorlage zurückgreifen.

Im Rahmen der re:publica fand übrigens kürzlich in Berlin ein von Monsieur Tobiwei einberufenes trigami-Treffen in der Bellini-Lounge statt. Dürfte ein netter Abend gewesen sein; und nachdem ich's nicht zur re:publica geschafft hab, wär ich sehr dafür, dass wir so ein Treffen auch mal in Wien einberufen, wenn Remo mal vor Ort ist; da erklär ich mich auch schon mal präventiv gern zur Organisation bereit.

Im deutschsprachigen Raum ist trigami eine der besten Einnahmequellen für Blogger; ich hab mittlerweile die Agentur auch eingehend von Auftraggeberseite her kennen gelernt; die "positiven Vorurteile", die Österreicher so über Schweizer haben (Zuverlässigkeit, Genauigkeit etc.) treffen da jedenfalls voll zu. Ich bin ja recht bald nach dem Launch als Blogger zu trigami gestoßen, und ich kann mich noch gut dran erinnern, wie viele Unkenrufe von wegen "Untergang des Bloggens" zu hören waren. Und als trigami schließlich das verpflichtende nofollow-Attribut einführte, um Googles Richtlinien für Site-Werbung zu entsprechen, sahen dieselben Blogger das Ende dieses Werbemodells gekommen... Ätsch, Irrtum! Ich bin schon sehr neugierig, was sich Remo und sein für die Zukunft noch so alles einfallen lassen.

Bei der aktuell ausgeschriebenen fatfoogoo-Kampagne zu unserem neuen Reverse Auctioning Feature hab ich zum ersten Mal von der neuen Kampagnenvariante "Freestyle" Gebrauch gemacht, weil's dabei einfach nur ums Erklären der "umgekehrten Auktion" geht - eine klassische Review-Kampagne folgt mit dem nächsten Plattformupdate.

Szenariotrichter zum Thema Future Entertainment

Der dritte Virtual Think Tank von trendone wird sicherlich wieder ausgesprochen spannend, und ich wäre Norberts Einladung zu trendone nach Berlin sehr gern gefolgt - zumal das Thema "Real Business Models in digital Environments" lautet.

Aber leider verhindern Terminkollisionen den Ausflug samt der obligatorischen Currywurst... aus dem Sandwich auf der Friedrichsstraße wird ja nix mehr, weil ich beim letzten Mal mit Entsetzen feststellen musste, dass Schlotzky's Deli seine Pforten geschlossen hat. Aber ich bin schon äußerst gespannt aufs Protokoll und freu mich schon auf die nächste Gesprächsrunde.

Beim letzten Workshop im Februar ging's um die Konvergenz von Filmen und Games - die Ergebnisse sind mittlerweile in Form eines Szenariotrichters als pdf am trendone wiki verfügbar.

Besagter Trichter ist eine nette Visualisierung des zukünftigen Zeitstroms - je fortgeschrittener die Jahreszahl, desto weiter laufen die beiden Achsen "worst" und "best case" auseinander. Verschiedene Trends, Entwicklungen und Technologien werden dann auf dieser Matrix platziert; die vorgenommene Einteilung ist das Ergebnis unserer angeregten Diskussionen und bietet eine guten Überblick über kommende Trends - ich habe ein jpg draus gemacht, biddeschön:

Szenariotrichter Future Entertainment

Gast-Fotogallerie #1: Berlin Locations

Schon wieder eine Premiere auf ds - und zwar die allererste Gast-Fotogallerie: Bernd war die letzten Monate in Berlin und als Location-Scout überdurchschnittlich häufig mit der Kamera unterwegs. Hier eine kleine Auswahl seiner Schnappschüsse, Teil zwei folgte demnächst. Zu den Fotos schreibt Bernd:

Ein interessantes Kunstprojekt hat mich letzten Sommer nach Berlin geführt. Seitdem streife ich unermüdlich durch die alten Ostbezirke der Stadt, ständig auf der Suche nach aufregenden Party und Ausstellungs-Locations.
Dass nach der Wende unzählige Brauereien, Fabrikhallen und Kraftwerke einfach nicht mehr benötigt wurden, ist für einen "Location-Scout" in Berlin natürlich ein ganz besonderer Bonus. Viele dieser morbid wirkenden DDR Relikte stehen zwar seit fast zwei Jahrzehnten einsam und allein in der Gegend rum, doch zum Glück haben noch nicht alle ihren ursprünglichen Charme verloren.
Gelegentlich von Punks als Behausung benutzt, oder von Sprayern wegen der Abgeschiedenheit geliebt, bieten sich viele Locations auch ideal für sommerliche Spontanparties an. Meine Aufgabe besteht allerdings darin, eine komplett "jungfräuliche", riesige Halle zu scouten, zentral gelegen, die geradezu darauf wartet, von mir entdeckt und und für einen Event genutzt zu werden.
Nachdem ich bei meinen Touren immer von meiner treuen Nikon begleitet wurde, möchte ich euch die kleinen Schnappschüsse dieser Berliner Schmankerln natürlich nicht vorenthalten!

Viel Spaß beim durchklicken!

PS: Ein paar klassische Berlin Motive haben sich auch noch dazu geschwindelt.

Barcamp Rückblick, Teil 2

barcamp2008Die Echtzeitmedien rotieren, Fotogallerien explodieren und die Trackbacks fliegen nur so durchs Netz: kein Wunder, war ja auch ein ausgesprochen intensiver Tag des Austauschs gestern. Und während die Netzavantgarde ganz gern davon spricht, dass Blogs längst wieder out wären, hab ich den Eindruck, dass die Szene in .at von Monat zu Monat spannender und vielfältiger wird. Eine kleine Rundschau auf die rückblickende Berichterstattung auf das gestrige Barcamp Vienna - to be erweitert.

Auf Startup gibt's einen englischsprachigen Rückblick, Modeexpertin Michaela freut sich über's lady-adäquate Shirt (ich war für "large" leider zu spät dran) und auf soup.io wurde live berichtet. Max hat völlig recht, wenn er schreibt, dass die Gespräche zwischen den Sessions ebenso spannend waren wie die Vorträge selbst. Sekantes Fazit kann ich mich nur anschließen:

Angenehm viele Leute und angenehm gestreute Themen und Interessen beim Barcamp im werkzeugH.

Update: Christian Spanring hat's ebenfalls gut gefallen, und hier erreicht man die Blogsvision beta.

Von mir ebenfalls nochmals ein phattes thx an Helge und die anderen Organisatoren! Meinen persönlichen Rückblick hab ich gestern veröffentlicht, hier noch die ppt mit der quick-and-dirty Vergleichs-Screens zwischen myspace, StudiVZ und Facebook, die Andi für unsere Facebook-Diskussion zusammengestellt hat:


facebook.ppt (Powerpoint-Präsentation, rechte Maustaste + "speichern unter")


Jürgen hat auf seinem Blog einen Rückblick veröffentlicht und attestiert dem Event hohe qualitative Quantität (oder umgekehrt):

aber sehr sehr interessant ist, dass die Szene in Österreich wächst :-) zwar noch nicht so groß wie in Berlin, aber die Qualität in Österreich ist quantitativ locker auf demselben Niveau.

Apropos Berlin: Norbert von trendone hat Martin und mich zum 2. Virtual Thinktank nach Berlin eingeladen - das Thema "Konvergenz von Games und Film" klingt sehr spannend, mal sehen, ob sich das ausgeht... eine kurzer Berlin-Abstecher wär eh mal wieder fällig, aber vorher geht's nächste nach London zur Koordination der Fotografisch.at hat sehr gelungene Stimmungsbilder veröffentlicht, Peter Höflehner stellte einige Vortragspix online, weitere Pix gibt's bei Yatil - und Gibarian hat einige gastronomische Impressionen festgehalten (Food & Drinx im Werkzeug waren deliziös wie immer.)

Absolut flashiges Highlight: das erste 360° Panorama von Vollwertmedia.at ist bereits online. Ich war ja schon sehr neugierig - und das Resultat sieht wirklich grandios aus... weitere Panoramen werden folgen.

bruit netlabel.nacht in Graz

20. Dezember 2007
21:00

bruitSchnell nochmal abfeiern vor Weihnachten? Wer heute Abend in der steirischen Metropole weilt, dem kann ein Besuch der bruit Netlabel-Nacht trotz tiefer Temperaturen nur wärmstens empfohlen werden. Gegründet wurde das Online-Label für freie Musik von Gert Brantner und Dr. Nachtstrom, hier am Blog habe ich schon mehrmals über die hochinteressante Selection geschrieben.

Die Labelnight findet im Rahmen des Interpenetration Festivals statt, Veranstaltungsort ist das Forum Stadtpark Graz (malerisch gelegen mitten im Grazer Stadtpark), genauer gesagt dessen Keller, am Programm steht einerseits die Präsentation des demnächst bei bruit erscheinenden Releases "Tempelhof / Graz. A Virtual Journey" von TV-Victor (Berlin, Tresor Rec.) und die folgenden Liveacts:

  • Herwig Holzman (aka Photophob, laridae)
  • Kabelton (Houseverbot Rec.)
  • Tomoroh Hidari (Isolate Rec.)

Die Turntables bedienen She-Ra, Dr. Nachtstrom und v93r, um 21 Uhr geht die Sause Los und - der Eintritt ist gratis, also gibt's auch keine Freikarten zu gewinnen :mrgreen:

CD-Verlosung: Rodney Hunter – Hunterville

27. November 2007bis9. Dezember 2007

rodney hunterAnfang November veröffentlichte Rodney Hunter sein zweites Soloalbum auf g-stone. "Hunterville" entwickelt den zeitlosen Funk-Groove Grundtenor des Debutalbums "Hunter Files" geschickt weiter: die neuen Tunes kommen ebenso dancefloor- wie wohnzimmertauglich daher. Bei datenschmutz gibt's "Hunterville" zweimal auf CD zu gewinnen - Hip Hop Fans, Funk-Afficionados und Groove-Enthusiasten willkommen - wer gewinnen möchte, hinterlässt einen Kommentar zu dieser Story.

Nach seinem ersten g-stone Release zog Rodney nach Berlin - aus der geplanten Kreativpause wurde dank des großen Interesses an den Hunter Files allerdings nichts: Europa- und US-Touren folgten, und die Erfahrungen mit den verschiedenen lokalen Szenen spiegeln sich am neuen Album deutlich wieder. "Hunterville" empfiehlt sich mit seinen laid-back, funky Tunes für Groovejunkies und Hip Hop Heads gleichermaßen.

Hunterville Gewinnspiel

datenschmutz verlost zweimal Hunterville auf CD - wer gewinnen möchte, hinterlässt wie üblich einfach einen Kommentar zu dieser Story. Bonusrunde: wer selbst ein Blog schreibt und dort die 8K Verlosung ankündigt und verlinkt, bekommt ein zweites Los für die Ziehung und hat damit doppelt so hohe Gewinnchancen!
Bitte unbedingt eine korrekte E-Mail Adresse eintragen, sonst sonst klappt's nicht mit der Gewinnverständigung. Das Gewinnspiel endet am 9. Dezember. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen, die Preise können nicht in bar abgelöst werden. Im Übrigen gelten die Standard Teilnahmebedingungen für datenschmutz Gewinnspiele.

Die Hunterville-Story

hunter3Reisen bildet auch musikalisch, und die von leeren Kilometern kann fortbildungstechnisch nicht die Rede sein, erklärt Rodney: "In Miami und San Francisco sind schnellere Beats angesagt, im Rest der USA wird in den Clubs eher Downbeat gespielt - man neigt ja dazu zu glauben, dass musikalische Trends weltweit ähnlich sind, aber in Wahrheit gibt's da sehr große Unterschiede. Ich habe versucht, die verschiedenen Stile und Infos zu synthetisieren und sie sozusagen 'in mein Regelbuch eingetragen'."

hunter2Trotz aller Erweiterung des Spektrums bleibt "Hunterville" der Produktionsweise und dem Groove-Appeal zeitgenössischer amerikanischer R&B Produktionen treu, aber Soundeinflüsse aus verschiedenen elektronischen Genres sorgen für Abwechslung. Ans Mikrofon lud der Produzent sowohl alte G-Stone Bekannte wie Earl Zinger und Ken Cesar, aber auch für g-stone neue Stimmen wie Zeebo und dem französischen Shootingstar Jay Sebag. "In Wien bin ich es gewohnt, den ganzen Tag im Studio zu sitzen - in Berlin gab's einerseits mehr Ablenkung, andererseits fehlte mir mein Umfeld dann doch. Seit dieser Zeit sehe ich Wien allerdings recht anders - die Stadt ist für mich ein angenehmer Ruhepol," erklärt Rodney die Gründe für die Rückkehr in die Stadt, in der österreichische Musikgeschichte mitschrieb: zu Beginn als Bassist bei der Mordbuben AG, später gemeinsam mit DJ DSL, Peter Kruder und Sugar B als Mitglied der legendären Moreaus belieferte er jahrelang unter anderem die Aphrodelics und DJ Tomekk mit Hit-Rohmaterial - die erfolgreichen Tunes brachten Uptight Productions schließlich sogar eine Grammy-Nominierung ein.

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Feelgood-Elektronik und entspannte Scientists-Musik gehörte schon immer zu den Markenzeichen des Uptight Labels, das Rodney Hunter gemeinsam mit Werner Geier liebevoll zu einer Basisstation der Wiener Elektronikszene auf- und ausbaute. "Hunterville" weicht noch weiter von Hip Hop Pfaden ab als der Vorgänger - der Wandel vom Beatproduzenten zum elektronischen Songwriter ist geglückt und dürfte den Kreis der Fans beträchtlich erweitern.

Gewinnspiel: Supershirt – Du bist super

supershirtSupershirt haben ihr Debutalbum veröffentlicht - ich war von der Vorab-Single "Teitmaschine" bereits so geflasht, dass ich die Teitness gern mit meinen LeserInnen teilen möchte: et voilá, datenschmutz verlost einmal das komplette Album, ABER: bei diesem Gewinnspiel gibt's keine VerliererInnen. Denn Jede/r, die/der mitspielt, gewinnt einen Download-Code für die erste Single Teitmaschine. Und die rockt ganz gewaltig! Außerdem inside: ein Interview mit der Band sowie eine Reihe von Live-Videos - viel Vergnügen mit poppigem Konsumkritikwahnsinn á la Supershirt! Crazy abgefahrn eben!

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"Kauf weniger ein - dann brauchst du weniger Geld - dann musst du weniger arbeiten geh'n - und hast mehr Zeit für dich selbst." Wer solche Texte schreibt, der hat offensichtlich eine enge Beziehung zur Sprache: in der Tat kommen das Duo aus der Hip Hop-Ecke, kreuzt aber wild Elektro, Technobeats und Punkrock-Attitude mit den originellsten deutschsprachigen Texten, die mir seit langem zu Ohren gekommen ist. Zitat aus dem Pressetext, dem ich nur vollinhaltlich zustimmen kann:

Aber was tun, wenn man so teit ist? Die gute Erziehung von Faxe System und Tim Brenner ließ nur eine Antwort zu: Sie wollten die Teitness gerecht unter allen Menschen auf der Welt verteilen. Und es funktionierte: Die Menschen wurden teit und teiter. Sie waren schön, fröhlich und sexuell unersättlich.

In der Praxis klingt das ganze ungefähr so:

Kauf weniger ein:

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Wie es funktioniert

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Mehr Infos über die Band gibt's am obligatorischen myspace-Profil, und statt einer old-school Homepage betreibt die Band ihre eigenes Weblog.

Gewinnspiel: 1x "Du bist super" auf CD

Wer das liebevoll gestaltete Album auf CD sein eigen nennen möchte, muss wie gewohnt lediglich einen Kommentar zu dieser Story hinterlassen. Mitmachen lohnt sich diesmal aber in jedem Fall, denn jede/r TeilnehmerIn bekommt einen Downloadcode für die erste Single-Auskopplung "Teitmaschine" - die digitale Musikdistribution lässt grüßen! Also wie immer bitte unbedingt eine korrekte E-Mail Adresse eintragen, sonst wird's nix mit der Gewinnverständigung. Das Gewinnspiel endet am 11. November.
Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen, die Preise können nicht in bar abgelöst werden. Im übrigen gelten die Standard Teilnahmebedingungen für datenschmutz Gewinnspiele.

Interview mit Teitmaschine

datenschmutz: Der Titel "Teitmaschine" lässt irgendwie drauf schließen, dass Hip Hop in eurer Vergangenheit durchwegs eine gewissen Rolle spielt. Musikalisch allerdings sitzt das Album auf originelle Art zwischen Elektro-, Techno- und Rock-Stühlen. Wie würdest du euren Sound beschreiben?

Hendrik: Das stimmt - wir waren mal eine HipHop-Band und haben uns auch sehr viel mit der Musik beschäftigt - wir kennen wohl jeden Deutschen Rap-Song, der bis 2001 erschienen ist. Der Hype hatte sich aber damals totgelaufen, die Musik wurde langweilig, die Szene unangenehm und wir langsam erwachsen. Natürlich haben wir zu dem Zeitpunkt schon viel andere Musik gehört. Tim eher Rock und Pop - Faxe eher Techno und Elektro. Und als dieses Mashup- Electroclash-Zeug langsam hochkam haben wir uns wieder in der Mitte getroffen. Unser Sound heißt AlkoPop - das passt ganz gut, obwohl es natürlich ein schnöder Gag ist.

? Wie produziert ihr und welche Hard- bzw. Software benutzt ihr dabei?

! Hardware benutzen wir kaum noch. Wir produzieren eigentlich alles am PC. Naja, Gitarren sind ja auch Hardware - die nehmen wir dann aber auch auf und verwursten sie in Cubase oder Cakewalk Sonar. Manchmal ist es etwas kompliziert das wir unterschiedliche Software benutzen, aber unsere Ansprüche sind einfach anders. Außerdem will auch keiner zugeben "Okay, Dein Programm ist besser"

? Du betreibst mit Kasabi Tunez selbst ein netlabel - was hat euch dazu bewogen, "Du bist Super" auch als Offline-Album rauszubringen?

! KasabiTunez ist ja kein Netlabel. Das war immer als "normales" Label gedacht. Und wir haben auch fast alle Veröffentlichungen physisch rausgebracht. Ich bin einfach ein Fan von schönen Produkten, Verpackungen und so - und ich kenne auch viele Leute, die eine mp3-Datei einfach nicht als wertvolles Etwas ansehen. Für diese Leute mit gutem Musikgeschmack bringen wir Platten raus.

? Welche Bands bzw. Produzenten (aktuell und/oder old school) findet man so auf euren persönlichen Playlists?

Supershirt Duo

 

! Mal die aktuelleren Sachen: Timbaland, Justice (sowieso der ganze Ed Banger-Kram), The Knife, Familjen (und die ganzen upcoming schwedischen Superbands), ach es ist soviel - da fällt mir adhoc kaum was ein. * Wie war euer persönlicher Weg zur Musik? Ist Supershirt eure erste Band? Jein. Wie gesagt waren wir vorher "Halbe Hemden", aber fast in derselben Besetzung. Wir haben als Teenies angefangen zu rappen, immer mehr Musik gehört, Platten gekauft, gesampelt, angefangen zu produzieren. Wie das halt so läuft.

? Wie steht's mit der Arbeitsteilung im Studio, und mit welchem Setup tretet ihr live auf?

! Im Studio mache ich (Tim) schon das meiste. Ich übernehme das Aufnehmen und Mischen. Mastern lassen wir in dann woanders. Man muss dann auch mal Abstand vom eigenen Kram schaffen und jemand anderen ranlassen. Live passiert noch viel Playback, da wir mit dem Singen und Rappen schon recht ausgelastet sind. Außerdem ist es oft albern 2-3 Knöpfe in Ableton zu drücken, da kann man's auch sein lassen. Wir haben auch schon mal Gitarren live probiert, aber das sitzt noch nicht teit genug. Unsere tollste Live-Erfindung ist die Beat-Tanz-Matte. Da haben wir eine Tanzmatte von einem Konsolen-Tanz-Spiel für den PC umgebaut und nutzen das quasi als Midi Controller. Wir können also einen Sampler mit den Füßen ansteuern und so den Beat tanzen. Das hat (soweit ich weiß) noch niemand gebracht.

superhirt

 

? Wie sehen die näheren Zukunftspläne von Supershirt aus?

! Wir wollen möglichst viel Live spielen und Leute von uns überzeugen. Am 19.10. erschien/erscheint unser erstes Album "Du Bist Super" auf KasabiTunez. Wir hoffen auf gute Presse und viele Interessierte. Wir wissen, dass die Platte gut ist, aber als Newcomer ist es schwer reinzukommen.

Live-Dates

In diesem Jahr stehen noch einige Live-Auftritte am Programm. In folgenden Städten gibt's die Gelegenheit, die Band live zu erleben:

  • 27.10. - Berlin - vorWien
  • 21.11. - Amsterdam (NL) - MS Stubnitz
  • 24.11. - Rostock - Mau Club
  • 30.11. - Reutlingen - Zelle

Wie's dabei so zugeht, verraten die kürzlich produzierten Live-Videos von Fortschritt.tv:

 

Teitmaschine live

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Kauf weniger ein

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Teiter, teiter

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Holland wählt wieder mit Stift und Papier

Wahlen sind das Rückgrat der (symbolischen) Demokratie: wenn hier digitalisiert wird, dann mit besonders hohen Sicherheitsanforderungen, denn die verwendete Technologie muss ausgesprochen manipulationssicher ausfallen. Denn während beim klassischen Wahlvorgang zumindest die "Hardware" Stimmzettel eine nachträgliche Überprüfung erlaubt, öffnen unzureichend dokumentierte Computersysteme Manipulationsversuchen Tür und Tor.

Darauf wird der Chaos Computer Club nicht müde hinzuweisen, insbesondere seit in Deutschland die Einführung der eWahl beschlossen wurde. Die in Holland bereits zugelassenen NEDAP-Wahlcomputer erfüllten nicht die Anforderungen an freie demokratische Wahlen, so die Informationsexperten aus dem Hacker-Umfeld: und die sollten's ja eigentlich wissen.

Falsch kann der CCC jedenfalls nicht gelegen sein, denn wie ich soeben aus der aktuellen Aussendung des Clubs erfahren habe, kehrt in holländische Wahlzellen ab sofort wieder die analoge Nostalgie ein:

Die Regierung der Niederlande hat entschieden, die Verordnungen, auf denen die Zulassung der NEDAP-Wahlcomputer beruhen, zurückzuziehen. Damit wird in den Niederlanden nun wieder mit Papier und Stift gewählt.

Berlin, Amsterdam (27.09.2007) - Die Entscheidung erfolgte als Reaktion auf den Bericht einer unabhängigen Untersuchungskommission zur Reform des Wahlverfahrens. Die in den Niederlanden hergestellten und dort fast flächendeckend verwendeten Wahlcomputer der Firma NEDAP sind praktisch baugleich mit den in Deutschland verwendeten Systemen. Durch eine gemeinsam vom Chaos Computer Club und der niederländischen Stiftung "Wij vertrouwen stemcomputers niet" durchgeführte Analyse war im Oktober 2006 bekannt geworden, dass die NEDAP-Wahlcomputer einfach zu manipulieren sind und damit die Wahl mit geringem Entdeckungsrisiko gefälscht werden kann. Aus den vielschichtigen Problemen hinsichtlich möglicher Manipulationsmethoden an Wahlcomputern in den Niederlanden und Deutschland und dem daraus folgende Verlust des Wählervertrauens in die Computer hat die niederländische Regierung nun also die Konsequenz gezogen.

Während die holländische Administration die geäußerten Bedenken offensichtlich sehr ernst nahm, erweckt die Berichterstattung im c't auf mich eher den Eindruck, dass die Verantwortlichen in unserem Nachbarland die CCCs als einen Haufen hypersensibler Spinner abtun - nun beschäftigt sich glücklicherweise der VfGH mit den veröffentlichten Einwänden:

Die Frage, ob die Verwendung von Wahlcomputern in Deutschland mit den Grundsätzen eines freien, gleichen, geheimen, manipulationsfesten und vom Bürger nachvollziehbaren Wahlverfahrens vereinbar ist, beschäftigt derzeit auch das Bundesverfassungsgericht. Der Chaos Computer Club hat dazu eine ausführliche Stellungnahme abgegeben.

Weiterführende Links:

Privatsphäre erhalten! Keine Vorratsdatenspeicherung!

22. September 2007
14:00bis18:00

datenspeicherungIm Deutschland wird der Herbst unappetitlich, falls die Pläne der Regierung zur sogenannten Vorratsdatenspeicherung unwidersprochen bleiben. Präventive Computerdurchsuchungen, verschärfte Sicherheits- und Überwachungsbefugnisse sollen aus Deutschland einen Überwachungsstaat machen, mit dem der fiktive Diktator aus Orwells 1984 seine helle Freude hätte.

Am 22. September findet in Berlin ab 14:00 eine Demo unter dem Motto Freiheit statt Angst statt, initiiert vom Arbeitskreis gegen Vorratsdatenspeicher. Treffpunkt ist der Pariser Platz (Brandenburger Tor) um 14.30 Uhr:

Als Kritiker des zunehmenden Aufbaus einer Sicherheits- und Überwachungsgesellschaft laden wir Sie herzlich zur Demonstration ein. Desweiteren bitten wir Sie einen Hinweis über unsere Demonstration, eventuell mit eigenen Worten, an Ihre Öffentlichkeit zu richten. Diese Demonstration ist eine wichtige Gelegenheit, die Öffentlichkeit für die Zukunft unserer Grundrechte in einem Sicherheitsstaat zu sensibilisieren.

Ich bin zu diesem Zeitpunkt nicht im dicken B., sonst täte ich liebend gern auch ein Transparent hochhalten. Bei Wortfeld habe ich übrigens einen nett gemachten Film zur Thematik entdeckt:

Blogvorstellungen: Quantinger und Seoblitz.de

Diese Woche zu Gast: Prof. Anton Zeilinger mit seinem nicht nur für PhysikerInnen ausgesprochen lesenswertem Blog Quantinger und Seoblitz.de mit einem bunten Strauß News aus der wunderbaren Welt der Suchmaschinenoptimierung.

Prof. Anton "Quantinger" Zeilinger

anton zeilinger
Foto: Jaqueline Godani

Vor wenigen Tagen erst bin auch auf das Weblog des berühmten österreichischen Physikers Anton Zeilinger gestoßen. Welchen passenderen Titel könnte die Online-Publikation des Forschers tragen als Quantinger? Die Fragen, mit denen sich der Forscher beschäftigt, sind längst nicht mehr nur rein physikalischer Natur - das ist mir spätestens klar geworden, als ich Prof. Zeilinger vor einigen Jahren auf einer Veranstaltung des Waldzell-Insituts erleben durfte, wo er mit Paulo Coelho über das Wesen der Realität diskutierte. Anton Zeilinger ist kein Fachnerd, er relativiert gerne schaut über den Tellerrand hinaus - Paradigmen wird man hier vergeblich suchen:

In der Wissenschaft wird oft gesagt, wenn Einstein nicht die Relativitätstheorie gefunden hätte, dann hätte das jemand anders gemacht. Das setzt voraus, dass es nur eine einzige lineare Entwicklung geben kann. Es ist aber durchaus denkbar, dass wesentliche Schritte in Neuland in Wirklichkeit immer auch Weggabelungen waren. Und wenn wir uns da jeweils anders entschieden hätten, sähe unser Weltverständnis vielleicht heute ganz anders aus. Und trotzdem konsistent und ebenso Vieles erklärend wie unsere heutige Wissenschaft.

Seoblitz.de

seoblitzSEO Blogs gibt's einige, denn wenn irgend jemand wissen muss, wie sehr big G die ehemaligen Privat-Tagebücher liebt, dann Suchmaschinenoptimierer. Der Berliner Nils Kambach berichtet über seine Erlebnisse im Wettstreit um die vorderen Plätze und trägt immer wieder spannende Links zusammen - außerdem wissen wir dank seiner Umfrage, dass eine knappe Mehrheit der Berufsgruppe Es-Eh-Oh sagt (as opposed to Seo). Premiere feierte das Blog im Februar diesen Jahres - wer an Tipps und Tricks rund ums Thema "Wie krieg ich Aufmerksamkeit im Netz" interessiert ist, der hat mit Seoblitz.de die richtige Adresse gefunden.

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