Ob der große flugunfähige, einst auf Mauritius ansässige Vogel namens Dodo ein idealer Reisebegleiter und ein gern gesehener Zimmergenosse gewesen wäre, werden wir Weltenbummler nie mehr erfahren - denn erst ist längst ausgestorben. Die Reisecommunity dodo.com dagegen hat das Licht der Globetrotter-Welt ganz frisch erblickt. Die Seite will reisebegeisterter aus und in aller Welt zusammenbringen und lockt zum Start der Beta-Phase mit einem attraktiven Gewinnspiel für Weltreisende in spe.
Weitgehend unkommentiert möchte ich diese spannende Pressemeldung zum Thema "Social Network Marketing" stehen lassen... aber lesen Sie selbst.
...ging Mitte März das US-amerikanische Portal *** in die Beta-Phase. Dieses neue Social-Network wird eine Revolution werden. Es soll den bekannten Plattformen, darunter auch XING das Wasser abgraben. Das Neue bei dieser Markteinführung ist, dass *** zur Mitgliedergewinnung das Prinzip des Network-Marketing anwendet. Eine Art Mund-zu-Mund-Werbung. Für die Gewinnung neuer User verteilt *** 80% der zukünftigen Werbeeinnahmen an die aktiven Mitglieder. Fleißige Werber bekommen natürlich mehr ab, dies regelt ein sog. Marketingplan.
Aha. Marketingplan ist bekanntlich der mittlere Vorname des Cheap Chief Affiliation Officers.
Die Mitgliedschaft ist natürlich kostenlos. Die einzige Bedingung, um an den Einnahmen partizipieren zu können ist, dass man volljährig ist und sich innerhalb eines Monats 30 Mal auf der Seite einloggt. *** berichtet in einer Meldung, dass ein 66-Jähriger in wenigen Wochen über 2.500 Menschen in seine Gruppe bekommen hat, indem er es ein paar Freunden erzählte, diese den Video auf der ***-Homepage angeschaut haben und diese es wiederum ihren Freunden erzählten. Das ist die Macht der Duplikation!
Respect the power of duplication! Vielleicht sollt ich's auf datenschmutz auch so machen und die "Macht der Duplikation" einsetzen, hehe.
Der Erfolg zeichnet sich bereits ab. Bei Alexa kann man dies leicht ablesen: Innerhalb sechs Wochen stieg der Traffic von Null auf 7 Mio Zugriffe pro Tag an. Zum Vergleich: Webnews hatte im letzten Jahr gleichmäßig ca. 5 Mio Zugriffe, XING ca. 40 Mio. Für mehr Erfolg muss die *** Seite natürlich auch noch kräftig an Ihrem Design und an den Funktionen arbeiten, will sie mit YouTube & Co. konkurrieren.
Ja dann bleibt nur zu hoffen, dass Xing nicht allen, die sich mindestens 30x täglich einloggen, eine Gratis-Premium-Mitgliedschaft anbietet, sonst wird's erst wieder nix mit dem Alexa-Traffic... jedenfalls ist eine neue eierlegende Social-Network Sau genau das, worauf die Netzwelt gerade wartet. Oder? Einen Lacher wert ist jedenfalls der Slogan: Make friends. Make money. Make Sense... da fällt mir ein neuer datenschmutz-Slogan ein: Undo friendship. Do dirt. Get retarded.
Seit heute hat fatfoogoo nicht nur ein neues Gesicht, sondern unser Auktionshaus für Game-Güter bietet nun auch Reverse Auctioning als ganz frisches Feature an. Irgendwie schon sehr flashig, wenn zur Abwexlung mal ein Start-Up aus Wien wesentlich rascher ist als ganz Silicon Valley
Dieses erwähnte Auktionsprinzip stammt eigentlich aus dem B2B Beschaffungsbereich (hat per se nix mit Beschaffungskriminalität und Piraten zu tun *g*) und dient dazu, für eine vorgegebene Aufgabe den billigsten Anbieter zu finden.
Das Stadtamt Niederwickenburg schreibt also zum Beispiel aus, dass es gern ein neues Dach hätte, interessierte Firmen können sich innerhalb einer definierten Zeitspanne gegenseitig unterbieten. Resultat: der Steuersäckel wird geschont. Und damit's dann am Ende dann auch nicht heißt, "Blödmann kauft billig" oder so heißt, müssen die Leistungsparameter möglichst genau definiert sein. Das gleiche System eignet sich aus leicht nachvollziehbaren Gründen auch perfekt für die "umgekehrte Versteigerung" von Serviceleistungen in Online Games: wer zum Beispiel in WoW auf Server X einen Raidplatz sucht, um irgendwo mitgezogen zu werden, oder Unterstützung für bestimmte Quests, kann eine entsprechende Ausschreibung tätigem mitsamt dem Preis, den er bereit ist maximal zu bezahlen - und die Dienstleister, in diesem Fall die Verkäufer bzw. Gilden, die ihre Portokasse ein wenig aufbessern möchten, könnten sich gegenseitig unterbieten. Das neue Reverse Auctioning beschränkt sich natürlich nicht auf WoW sondern steht in allen von fatfoogoo unterstützten Games zur Verfügung, das integrierte Treuhandsystem verhindert, dass jemand am Ende in die Röhre geguckt. (Es sei denn, er hat dafür bezahlt, in irgendeine Röhre gucken zu dürfen.)
Ausnahmsweise kann ich über Aussehen und Usability mal nicht ablästern, zumal ich ja selber auch ein wenig dran mitgearbeitet habe - ganz im Gegenteil: die Navigation ist nun wesentlich übersichtlicher, nicht zuletzt dank des neuen Farbleitsystems. Dass wir noch eine ganze Weile lange "perpetual Web 2.0 beta" sein werden, dürfte indes auch klar sein: schließlich sind wir weltweit das erste Auktionshaus, das sich ganz dem An- und Verkauf virtueller Güter und Services widmet - und wir haben natürlich noch eine ganze Menge vor.
Einerseits sollte man sich im Zweifelsfall seine Meinung aus einem breitestmöglichen Querschnitt an Information bilden - andererseits stellen Web 2.0 Technologien das ideale Toolset zur Aggregation von Information dar. Das gilt auch im Shopping-Bereich - testfreaks.de bastelt aus diesen beiden Maximen eine Produkt-Plattform, die zu diversen digitalen Gadgets eine breite Palette an Tests, Kommentaren und Meinungen von sowohl Profis als auch Amateurusern aggregiert.
Egal ob neue Digitalkamera, Handywechsel oder Erstanschaffung eines Navigationssystems: ein Blick in die betreffende Kategorie präsentiert die beliebtesten Produkte inklusive FreakScore: dieser errechnet sich als Querschnittswertung aus allen Test-Infos, die einbezogen werden. Im Detail wird dabei zwischen "Expertenbewertungen" und "Userbewertungen" unterschieden: zu ersteren zählen alle Testberichte in Branchenmedien wie CNET und Co., zweitere stammen von den Nutzern der Seite. Um eine eigene Bewertung abzugeben, muss man sich registrieren - der betreffende Link erscheint als Floatover-Window erst beim Klick auf "Edit" - eigentlich eine recht elegante Lösung.

Für die Bearbeitung der Seite kommt eine Wiki-Software zum Einsatz - derzeit stehen allerdings noch nicht alle Funktionen zur Verfügung. Zukünftig werden User eigene Punktebewertungen abgeben können, Videorezensionen und Fotos hochladen sowie eigene Produkte einstellen.
Eine der Hauptstärken der Seite liegt in der internationalen Ausrichtung: Testfreaks besteht aus mehreren lokalisierten Länderpages, bei jedem Produkt kann man zwischen lokalisiertem Content - in diesem Fall deutschen Bewertungen - und allen Inhalten umschalten. An manchen Stellen tut sich dabei natürlich ein wenig babylonische Sprachverwirrung auf, ein großer Teil der Rezensionen steht allerdings ohnehin auf Englisch zur Verfügung.

Ich erwäge, demnächst ein technologisches Upgrade meine Bildspeichertechnologien vorzunehmen - ein Blick in die Kategorie Digitalkameras zeigt schnell die Vorteile der übersichtlichen Benutzeroberfläche: keine unnötigen Bells-and-Whistles, dafür alle relevanten Infos auf einen Blick. Auf der Produkt-Detailseite finden kaufwillige Interessenten einen von Shopping.com syndizierten Preisvergleich - was auch die Frage nach dem Finanzierungsmodell von testfreaks.de aufwirft. Denkbar sind mehrere Möglichkeiten: Affiliate-Prämien, Premium-Placements bzw. bezahlte Werbung kommen auf jeden Fall in Frage. Hintergrundinformationen zum Projekt liefert das (allerdings sehr sporadisch upgedatete) Testfreaks Blog.
Die Wiki-basierte Oberfläche finde ich äußerst gelungen und übersichtlich - noch leidet die deutschsprachige Version an recht wenigen Einträgen und fehlenden Funktionen, das dürfte sich aber in Kürze ändern: denn durch die Konzentration aufs Wesentliche bietet testfreaks.de dem binär-technologischen Nerd sozusagen aggregativen Mehrwert... jedenfalls eine der spannenderen Produkt-Info Plattformen, die mir bislang im Web 2.0 begegnet sind.
Wikio, genreüberschreitender Bastard von Papa RSS-Aggregation und Mama Social Media Community, geht in die nächste Runde - für den Betatest werden derzeit ausprobierwillige SurferInnen gesucht. Die Aggregationsseite soll einen freshen Look bekommen und um etliche von Bloggern gewünschte Features erweitert werden.
Wie schon mal erwähnt, gefällt mir Wikio sehr gut. Die bereits jetzt sehr übersichtliche und funktionale Seite erlebt gerade ein Redesign samt neuen Features, wer vorab probieren, ist herzlich dazu einladen - und kann mit etwas Glück sogar noch einen smarten kleinen Digitalassistenten gewinnen:
Alle registrierten Betatester, die uns ein
Feedback per E-Mail zusenden, können an einer Verlosung eines Asus EeePCs teilnehmen. Interessiert sind wir neben Kommentaren zum neuen Design und neuen Funktionen auch an Meinungen zum Blog-Ranking, und zu gewünschten neuen Funktionen für Blogger.
Ich hab mich schon registriert, wer selbst ein Blog betreibt und einen RSS-Feed generiert, kann sich auch gleich mal zur Syndikation vormerken lassen.