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Von PC-Prinzen und Abstürzen – New Business Model

Wo sind die einfachen Support-Dienste für Computer-Probleme? Jeder kann oder muss sich einen Elektriker oder Sanitär-Menschen bestellen, wenn mal was ist. Die kommen auch rund um die Uhr. Aber was passiert bei einem PC-Absturz bzw. -Problem? Eine Notfallnummer für PC-Probleme wäre inzwischen angebracht! Ein Plädoyer.

Ich habe auch die eine oder andere Durststrecke durchlaufen– und ich meine jetzt nicht die Kamelritte im Tunesien-Urlaub oder die Quad-Wüsten-Ausflüge bei der Ägypten-Pressereise – meine Durststrecken waren immer sehr computertechnisch orientiert: Freund, Compi-Aufsetzen, Liebe machen, gut. Trennung, Laptop hin, offline, schlecht! (Hypothese Nummer eins: Wenn sich dein Partner von dir trennt, ist auch dein Laptop kaputt.)

Beziehung und das Übliche: Er wartet PC, dann Apple, dann Linux für dich (bitte nicht fragen, wer von dem Dreierpack schlimmer ist). Dann plötzlich die Ernüchterung: Schon wieder ein Virus – er und der jeweilige Computer, kaputt. Komisch, weil war eine Beziehung mit einem der angeblichen Profis vorbei, war auch mein Compi jeweils hin. So durfte ich nicht nur alleine da stehen, sondern mir auch noch einen professionellen PC-Prinzen suchen bzw. bezahlen, der mir aktuelles Office, Photoshop und Co besorgte.

Ich liebe meine Freunde, aber in dem Bereich konnte ich mir nie Support von denen erwarten. Da wäre mal der Eine, der Wandlöcher mit Zahnpasta, statt Rigips zumacht und ungefähr ähnlich mit Computern umgeht; dann der Andere, der zwar immer selbst alles gut von Bekannten gerichtet bekommt, aber dessen Kollegen nicht so gerne bei mir vorbeischauen, weil ich geschlechtsmäßig nicht so attraktiv für sie bin, außer ich gebe ihnen Schminktipps.

IT Support für Ladies

Ach Mist, wo soll der verdammte USB-Stecker denn jetzt bloß rein?

Nun, dann hätten wir noch den so genannten Opinion Leader, der glaubt er ist Experte und liebend gerne vorbei schaut, aber doch der bessere Kinofreund ist, weil er beim Popcorn laut kauen nicht so viel Schaden anrichten kann, wie am Computer. Und die Mädels? Leider komplett zu vergessen, so leid es mir tut, das als Frau sagen zu müssen. Aber meine Generation hat es uns Weibern leider noch gelehrt, dass dies Männersache ist. Letzte Hoffnung in meinem Single-Dasein war immer der Neue der Freundin. Die bemühten sich noch und wollten imponieren, indem sie der Freundin der potentiellen Freundin mit technischem Zeugs halfen.

Der Energydrink floß in Strömen

Eine Ex-Kollegin hat’s mal ganz am “Tastatursten” erwischt. Sie war aus einer 14-jährigen Beziehung mit einem Linux-Programmierer ausgestiegen, weil sie sich in einen sehr netten langhaarigen Apple-(Ind)ianer mit Motorrad und Bar in Wien verliebte. Er hat ihr zwar den Apple aufgesetzt und immer genügend Energie-Drinks mit in die Arbeit gegeben, aber als ihr mal ein Energie-Drink über die Tastatur lief und sie die Auswirkungen mit dem WC-Trockner reparieren wollte, schwammen nicht nur die Tasten dahin, sondern er schwamm auch weg (Karibik-Bar oder so). Nicht deshalb natürlich, aber parallel dazu. Was meine Erfahrung/Hypothese Nummer eins bestätigt: Compi hin, Mann weg. Die Frau in meiner Generation braucht also weniger einen schwulen Freund, als eher einen IT-Kompagnon (Hypothese Nummer zwei).

IT Supporthotline für Frauen

So viele Rädchen, an denen man drehen kann: Da muss ein Experte her!

Woher bekommen? Wie komme ich zu einem netten IT-Berater, der mich nicht abzocken will? Wie kann ich mich seriös supporten lassen und es dann auch ein win-win-Situation werden lassen, sprich: Ich empfehle eine gute Dienstleistung natürlich weiter. Wenn ich zufrieden bin und virales Marketing betreibe, dann kann das auch was. Was früher Mundpropaganda war, ist heute unter dem Begriff “Word of Mouth” ganz wichtig auf Social Media Plattformen geworden. Jeder von uns kann mit seinen Empfehlungen und positiven Erfahrungen ad Produkten und Dienstleistungen mehr als Meinungsführer (advocate) bewirken, als dies in Zeiten klassischer Medien der Fall war.

Zukunft des weiblichen IT-Supports

Damen und Mädels: Lasst euch nicht nur von den Computerkenntnissen des Dating-Objektes leiten. Schön, wenn er welche hat und euch supporten kann. Aber ganz im Ernst: Emanzipation bedeutet für mich mittlerweile, ein funktionierendes Betriebssystem, nette Grafikprogramme und ein funktionierendes WLAN, abseits von Mann oder gerade Nicht-Mann. Dazu gibt es die Experten, gibt es sie, leistbar und verfügbar?

Geeks & Nerds: Wisst ihr eigentlich, was euch durch die Lappen geht? Es gibt zahlreiche Frauen da draußen, die mal ein wenig Hilfe mit der Installation eines Programmes benötigen würden oder das “Aufsetzen” des neuen PCs nicht gerne alleine machen. Und wenn man “Frauenhotline Computer” googelt, kommt nichts außer Smartphone-Tipps und die “Anti-Frauen-Gewalt-Hotline”. Also: Raus aus den Dating-Portalen, rein ins Dienstleistungsgeschäft. Wer die erste 24-Stunden Hotline für PC-Probleme aufmacht ist reich, und ich bekomme bitte zehn Prozent für die Idee.


Gastautorin: <a href="http://blog.datenschmutz.net/author/astrice/">Dr. Astrid Pettauer</a>

Gastautorin: Dr. Astrid Pettauer

Kommunikationswissenschaftlerin, PR-Expertin, Blogfried-Gattin

Univ.-Lektorin, PR-Trainerin, Mediencoach und Researcher, Studium der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft / Soziologie. Trägerin des österreichischen Wissenschaftspreises für Public Relations und des Wissenschaftspreises für Demokratie der Republik Österreich 2007 für die Dissertation.
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Wiener Runde Podcast: Starke Regenfälle im Chat-Roulette

In Wien verhält sich der Mai derzeit ziemlich unfrühlungshaft und nahm sogar Podcast-Host Michael Kamleitner stundenlang den Saft weg. Am Freitag nachmittag gab’s zum Glück wieder Strom, sodass Luca, Gerald, Michael und ich eine knappe Stunde lang über “nichts Besonderes”, sprich Facebook-Privacy, Chat-Roulette und die unüblich verdächtigen Betriebssysteme Chrome und Ubunutu schnaken konnten. Viel Vergnügen beim Anhören!

Links zum Podcast auf Wienerrunde.at   Download
mp3, 51Mbyte [rechte Maustaste und “speichern unter”]

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Pixelpipe: Raus aus dem iStore!

Wer nicht nach Apples Regeln spielt, fliegt raus aus dem iStore. So erging es letzte Woche der beliebten Pixelpipe-Applikation: die Programmierer hatten es doch tatsächlich gewagt, den Inhalt des DCIM-Ordners zu scannen, um Anwendern zu ermöglichen, multiple Fotos auszuwählen. Obwohl in diesem Folder die Kamerabilder liegen, erlaubt Apple den Zugriff darauf aber lediglich über die offizielle API. Skurril, aber wahr: die Software flog nach Beschwerde von dritter Seite aus dem Shop. Weiterlesen

Mix 2010: Silverlight 4 und Windows Mobile 7

Mit einer klassischen Keynote hatte der Auftakt der Mix-Konferenz recht wenig zu tun. Nach einigen einführenden Yoyo Tricks erwartete die Besucher ein sehr, sehr langer (und für mich als Nicht-Entwickler stellenweise sehr, sehr langweiliger) Werbespot über die neue Generation von Microsoft Software Development Produkten, Silverlight 4.0 und vor allem die neue Windows Mobile Generation. An all diesen Fronten scheinen sich bei Microsoft gegenwärtig nämlich ziemliche Umbrüche abzuspielen.

Böse Zungen sagen: nach nur zwei Jahren hat’s Microsoft geschafft, ein zeitgemäßes Touchscreen Betriebssystem zu entwickeln, das weniger auf eigene Ideen setzt als vielmehr Features von anderen Plattform “ausleiht”. Ganz von der Hand zu weisen ist dieser Vorwurf gewiss nicht: Wer noch nie eine Palm Pre in der Hand hatte, mag Unified Messaging sensationell finden, und dass populäre Services wie Foursquare nun endlich auch auf MS-Telefonen komfortabel laufen, halte ich ebenfalls eher für Pflicht als Kür. Wirklich neu dagegen ist die Orientierung an sogenannten “Hubs”: so sollen Musik-Apps wie Shazam an das “Musik-Subsystem” des Handys andocken und so weiter. Mit dieser Hub Integration soll die User Experience am Telefon “rich and always connected” sein. Weiterlesen

Blogistan Panoptikum KW47 2009

Das Jahr neigt sich unweigerlich seinem Ende zu – bei den Kalenderproduzenten steigt die Nervosität ins Unermessliche, Motorradfahrer müssen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und die Weihnachtsbeleuchtung – keine Spur von Energiesparlampen – ist an. Trotz zunehmend winterlicher (Miss)Verhältnisse friert in der Blogosphäre aber gar nix ein: da wird Altbekanntes neu aufgewärmt, neues Heißes auf Trinktemperatur abgekühlt und syndiziert, was das Zeug hält: Business as usual eben, dessen letzte sieben Tage Linzerschnitte und datenschmutz wie gewohnt für Sie zusammengefasst haben.

HYPE: Foursquare.com

Judith aka Linzerschnitte Facebook war der Liebling der Medien 2008, 2009 wurde und wird Twitter in den Mainstream-Himmel gehyped – but who’s next?
Wenn man Mashable Glauben schenkt, dann wird 2010 foursquare.com die Spitze des Hype Cycle erklimmen!

Foursquare.com erinnert auf den ersten Blick ein bisschen an die Android App Latitude: Man legt Orte an, an denen man sich regelmäßig bewegt, checkt ein, wenn man diese aufsucht, informiert seine Freunde darüber. Erweitert wird das ganze um den Faktor “addictive Game” – wie bei Farmville oder der guten alten Zombie oder Mafia Application auf Facebook wird das ganze durch ein Gratifikationssystem, dem Sammeln von “Badges” gefördert. Wer am meisten Badges hat, wird zum “Mayor” der Location. Nun, wir werden sehen, ob Spieltrieb oder Datenschutzbedürfnisse siegen. Eines lässt sich jedenfalls schon fix feststellen: Geotagging ist wirklich totally “in”, auch Twitter springt auf den Verortungszug auf.

Pete Cashmore hat noch mehrere Parallelen zwischen Twitter und foursquare.com ausgemacht:

The parallels with Twitter are numerous. As technology early adopter and popular blogger Robert Scoble wrote in September: “Go back three years ago. Twitter was being used by the same crowd that is playing with Foursquare today. (…) This week Foursquare debuted the singular piece that launched Twitter into the stratosphere: an API.

PS: Bis vor kurzem war Foursquare nur für Städte in den USA freigeschalten, nun sind schon einige Städte mehr dabei!

Radiospotting: Web-Präsentation ist online

ritchie aka datadirt Bald ist das Linzer Kulturhauptstadtjahr zu Ende – und eines der spannendsten Projekte ging zwar offline im Oktober zu Ende, ist aber mittlerweile lückenlos online dokumentiert. Beim Projekt Radiospotting präsentierten 13 Autoren ihre Stories an verschiedenen Plätzen mittels lokaler Radiosender:

Seit Paul Watzlawick wissen wir: Kommunikation entsteht beim Empfänger. Diesen Gedanken aufgreifend, werden an 13 Orten in Linz (z.B. Stifterhaus, Nibelungenbrücke, Neuer Dom,…) lokal begrenzte Radiosender Arbeiten von 30 internationalen SoundkünstlerInnen über den Äther schicken. Grundlage für die akustischen Arbeiten waren 13 Orte und deren Geschichten, welche von renommierten oberösterreichischen Autorinnen und Autoren geschrieben wurden. Ohrenzeuge kann dabei jeder werden, der sich mit einem Radio an die einzelnen Orte begibt, die Frequenz einstellt und seine Ohren spitzt.

Unter dem Menüpunkt tune in! kann man nun alle Beiträge auch ohne Linz-Besuch nachlesen und -hören. Auf Radio Fro gab’s eine begleitende Doku-Serie, die einzelnen Beiträge sind ebenfalls online dokumentiert.

Google Chrome OS

Judith aka Linzerschnitte Wir haben bereits im letztwöchigen Panoptikum darüber berichtet: Tod dem Desktop, Tod Microsoft! Dieser Kampfspruch scheint bei Google nicht unter das Mission Statement “don’t be evil” zu fallen. Dem Konkurrenten Microsoft wird einmal mehr gnadenlos der Kampf angesagt, diesmal an seinem angestammten Platz, dem Desktop. Auf dem Desktop verfügt Microsoft über Heimvorteile, darum wird er von Google einfach als redundant erklärt. Das Betriebssystem Chrome OS wird daher in der Cloud, genauer gesagt im Browser angesiedelt. dieses Video erklärt schon mal, wie Google Chrome funktionieren soll.

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Allerdings ist das Chrome OS nicht für Laptops geschaffen: laut Mashable ist ein Solid-State-Drive angeblich Voraussetzung:

Chrome OS doesn’t support drivers and will not run on your laptop: The Google operating system won’t be running on your Dell or Macbook anytime soon – it only works with solid-state hard drives. It is meant for Netbooks. Many hardware manufacturers are going to have to tweak their netbook designs to support Chrome OS.

Dann warte ich vielleicht doch noch ein bisschen mit der Anschaffung eines Netbooks…

Facebook weicht List-Policy auf

ritchie aka datadirt Beim Filtering the Stream Roundtable frage Loic Le Meur Facebook VP Bret Taylor, warum 3rd Party Apps kein Zugriff auf die Freundeslisten gewährt werde – Twitter erlaubt dies. Und wider Erwarten scheint Facebook das tatsächlich vor zu haben:

Taylor said that Le Meur’s request seemed “reasonable” and continued “we should do that.” “We’re not working on that. But we should be,” he continued. So there you go, done deal. Great. It would seem that soon, third parties should have access to the list filters that Facebook uses.

Im Zeitalter von Social Graphs und personalisierter Information spielt dies keine geringe Rolle, denn:

If there were a way to merge Twitter Lists and Facebook Friend Lists, third-party services could provide a valuable new service: Easy-to-make Facebook and Twitter social graph mashups.

Automatic Captions für Youtube Videos

ritchie aka datadirt Am offiziellen Google-Blog wurde letzte Woche bekannt gegeben, dass Youtube Videos ab sofort automatisch erstellte Untertitel anbietet. Seit längerem können Video-Uploader Untertitel anbieten, nun geht Big G in punkto Accessibility mit Voice Recognition Technologie noch einen Schritt weiter:

To help address this challenge, we’ve combined Google’s automatic speech recognition (ASR) technology with the YouTube caption system to offer automatic captions, or auto-caps for short. Auto-caps use the same voice recognition algorithms in Google Voice to automatically generate captions for video. The captions will not always be perfect (check out the video below for an amusing example), but even when they’re off, they can still be helpful—and the technology will continue to improve with time.

Auch das manuelle Untertiteln von Beiträgen wird einfacher: es reicht, ein simples Text-File hochzuladen, das auto-timing Feature sorgt für die Einblendung der Untertitel an der passenden Stelle. Wie das genau funktioniert, zeigt folgendes Demo-Video:

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Facebook becoming lame for young folks?

Judith aka Linzerschnitte Diese berechtigte Frage stammt von niemand geringerem als Guy Kawasaki (bzw. seiner Twitter-Assistentin). Meine Antwort: Ja, ein bisschen schon. Denn nicht nur ältere Schwestern sondern auch Eltern und andere Verwandte und womöglich auch Lehrer, Chefs und Kunden überfluten Facebook zunehmend und stalken bzw. geben das Gefühl, gestalkt zu werden. Manche davon laden einfach die Fotos von Opas letzter Geburtstagsfeier hoch, die einen nicht gerade so cool aussehen lassen, wie man gerne hätte. Doch wie so oft hat das Social Web da auch schon eine Lösung bereit, oder zumindest eine Selbsthilfegruppe. Auf myparentsjoinedfacebook werden Sie geholfen!

So, you finally caved. You’ve accepted a friend request from your Mom, Dad, crazy Aunt Ida, and your college roommate’s newly divorced mother. Well here’s your chance to get back at them for taking away your public privacy.
Email us at: myparentsjoinedfacebook@gmail.com because we want to laugh at your Mom’s ridiculous Facebook status and the embarrassing message your Dad wrote on your wall too!

Blogazines vs. Blog

ritchie aka datadirt “Für jeden Artikel das gleiche Template – das ist doch langweilig!” Das denken sich einige Blogbetreiber mit gesteigerten grafischen Ambitionen und legen ebenso viel Wert auf grafische Gestaltung einzelner Artikel wie auf deren Inhalt. Smashing Magazine hat ein beindruckendes Feature über diese “Blogazines” zusammengestellt – und zwar thematisch passend ebenfalls in aufwendigem Layout. Die Frage ” We have some of the most creative and inspiring designers in our profession, so why don’t we show our true potential in our blog articles?” mag durchaus berechtigt sein, aber Dustin Curtis hat völlig recht mit seiner Anmerkung zu HTML und CSS:

The biggest disadvantage is that CSS and HTML are terrible technologies that weren’t designed for page layout. They were designed for structured content presentation, like for a newspaper, where all the elements throughout the website are the same and are re-used. But I’m trying to make a magazine, where the content and presentation are inextricably mixed and unique. The way presentation CSS is supposed to be decoupled from the content HTML is totally counter to the mission I am trying to accomplish, and it makes coding the articles frustrating, messy and time-consuming.

Agenturfail der Woche: Zertifizierter Social Media Koordinator

Judith aka Linzerschnitte Wo Honig ist, da sind auch (Schmeiß)fliegen. Social Media und seine/ihre Handhabung erfordert vor allem zwei Dinge: grundlegendes Interesse in Kommunikation und einigermaßen normale Umgangsformen. Der Rest kommt von selbst. Aber nicht, wenn es nach einer Salzburger Agentur geht. Da versucht man, aus Social Media eine Profession zu machen – wer also ein paar Wochenende Zeit und läppische 990 Euro investiert, der darf bekommt von der Agentur ein Zertifikat verliehen und darf sich “Social Media Koordinator” nennen/schimpfen. Anmelden kann man sich übrigens auch via Facebook – und der Weg vom Computer-Illiterate zum SM-Star ist ein kurzer:

. In einer drei Tage dauernden Ausbildung erfahren die künftigen Social Media Koordinatoren alles, was sie für eine erfolgreiche Performance im Web 2.0 benötigen.

Buttons mit CSS

ritchie aka datadirt Submit-Buttons, RSS-Buttons, Button-Buttons… Photoshop darf heute mal länger schlafen, denn Onkel Janko holt die große CSS-Bastelkiste aus dem Keller. Genau sowas hab ich gesucht:

Designers have many reasons to style buttons, including to make them more attractive and to enhance usability. One of the most important reasons, though, is that standard buttons can easily be missed by users because they often look similar to elements in their operating system. Here, we present you several techniques and tutorials to help you learn how to style buttons using CSS. We’ll also address usability.

Wirklich tolle Anleitung – demnächst kriegt mein “submit-Button” unter dem Mailinglist-Formular ein neues Styling verpasst! :mrgreen:

Twitter: Zahlen, Fakten, Spekulationen

ritchie aka datadirt “How many roads must a man walk down?” Wir wissen’s bis heute nicht – kein Wunder: immerhin verbläst der Wind die Antwort. In der digitalen Welt bleiben keine solchen Unsicherheiten bestehen. Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wieviele Tweets pro Tag im Durchschnitt verschickt werden? 27,3 Millionen pro Tag sind es, berichtet PR 2.0 basierend auf aktuellen Pingdom-Zahlen. Das macht pro Jahr dann 10 Milliarden Micro-Messages, wobei CNET erst vor einem Monat über das 5-milliardste Tweet berichtete.

Auch bei den Clients gibt’s neue Zahlen: das Web-Interface führt immer noch mit weitem Abstand (46,8 Prozent), ganz und gar nicht dicht gefolgt von Tweetdeck (8,48 Prozent). Seesmic kommt auf 1,1 Prozent, alle anderen Client zusammen erreichen 37,14%. Die ganze Tortengrafik hat ReadWriteWeb.

Ziemlich unsicher ist indes, was mit der SUL, der heiligen “Suggested Users List” geschieht – Twitter will sie, zumindest in der jetzigen Form, los werden:

The benefits to getting on the list are great indeed. Users added to the SUL, gained on average of 53,000 new followers after being on the list for a week and 170,000 within the first month. Some users even gained as many as 370,000 in the first 30 days.

Womit genau, weiß noch niemand – aber die Gerüchteküche über einen Authority-Algorithmus läuft derzeit noch heißer als sonst. Dabei ist doch alles maßlos überschätzt, kontert New Comm Biz häretisch unter dem Titel “Twitter doesn’t create influence, it reaveals it”:

Twitter didn’t make anyone influential. Twitter only exposes and amplifies influence. If you look at the top 100 Twitter accounts, the only person/company that Twitter made influential was @Twitter. Everyone else was already influential in their own right.

Von SuperTweetern geht’s nahtlos zu den Supertweets, Scobleizers neuem Steckenpferd. Twitter will ja definitiv Werbung zulassen, aber die wird, so Scoble, in Form von Metadaten ausgeliefert:

Think about all the metadata that exist OUTSIDE of the Tweet. How about you mouse-over a Tweet to see a new slide-down UI that shows you all the metadata.

Wow – wirklich super! Werbung mit eingebautem Pop-Up Blocker in der Tat “Advertising we love” :mrgreen:

Judiths Video der Woche

Warum spielen Frauen Fußball? Weil es der Fußballplatz der beste weil sozial anerkannte Ort für einen Bitchfight ist:

Ritchies Video der Woche: Ficker oder Nicht-Ficker?

Das ist hier die Frage… [via Web-Newspaper.de] Und genau deshalb fahren wir im Inland mit dem Zug! :evil:

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Lesetipps der Woche

  • “Es bedurfte nur eines Tweets”: Die “Twitterrevolution Iran Election” hat den reflektierten Social Media Nutzer eines gelehrt: Oft ist eine gehypte Revolte auf Twitter nicht mehr als heiße Luft. Doch Social Media kann mächtig sein. Wie mächtig dokumentierte Alan Rusbridger, Chefredakteur der britischen Tageszeitung “The Guardian”. Eine “klassische” PR Firma namens Trafigura und die Anwaltskanzlei Carter-Ruck durften so auf die harte Tour lernen, dass sich die Zeiten geändert haben.
  • Quantenrechner-News: Bis vor kurzem habe ich hinter dem Mond gelebt. Ich wusste nicht, was ein Quantenrechner ist. Nun, wo ich dieses neue, zukünftige Buzzword aufgeschnappt habe, verfolge ich alle News zum Thema. So auch diese. Laut Hype Cycle der Gartner Company wird der Quantenrechner in spätestens 10 Jahren übrigens “the next big thing!.
  • Twitter und Facebook machen jeden zum Affiliate-Marketer, schreibt Gastautor Steve Poland in einem lesenswerten Gast-Posting auf TechCrunch. Bestes Zitat: “The adult industry has always been ahead of the curve, but I digress.”
  • Ikea rules: Es gibt dann auch noch Agenturen, die sich im Bereich des Social Media Marketings ein bisschen mehr einfallen lassen. Was dabei rauskommt, zeigt diese wirklich nette Video.

Und damit sind wir auch schon wieder rasend schnell am panoptischen Fluchtpunkt angelangt, sprich: rückblickend werden wir Ihnen erst wieder in sieben Tagen eine Woche zusammenfasst haben – bis dahin: danke für Ihre Aufmerksamkeit, schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.

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Blogistan Panoptikum KW28 2009

Überschätzungen, Unterschätzungen, grobe und feine Schätzungen: wenig Genaues weiß man. Während sich der eine übers tausendste Mash-Up freut, warnt der andere vor blinder Technikverliebtheit. Aber das Netz lebt bekanntlich von Gegensätzen, also keine Scheu: treten Sie ein zum kleinen geführten Wochenrundgang durchs Social Web – Judith Denkmayr aka Linzerschnitte und datadirt präsentieren das Web 2.0 Ereignisprotokoll der letzten 168 Stunden.

Du sollst eine Suchmaschine haben neben Google

Und wir sprechen hier nicht von Bing oder Yahoo Search. Nicht mal von Cuil – da hätte Stephen mal lieber bei Mathematica bleiben sollen. Aber Wired meint, es gibt sie doch – die coolen Suchmaschinen:

For this article, we surveyed some 50 specialty search services and picked out our favorites. What follows is not a systematic ranking or review, but a general guide to a very vibrant world that few have bothered to explore in depth.
The variety of search startups is mind-boggling, and hints at the challenges Google may face staying on the bleeding edge of search innovation in the coming years. (There’s even something for micro-philanthropists: Good Search donates a penny to the charity of your choice for each search you run.)

Wer also trotz aller Variationen das Big-G Logo einfach nicht mehr sehen kann, der werfe eine Blick auf IceRocket, Scoopler, Collecta und Co.: da gibt’s einiges an guten Ideen, aber eben ziemlich weit-verstreut.

Chris Andersons neues Buch “Free”

Ergänzend zur letzten Woche hier der Link zum Audiobook Free von Chris Anderson, das konsequenterweise ebenso wie das eBook als Gratis-Download erhältlich ist.

Erschieß den Fail-Whale!

Wer schon mal Moorhuhnjagd gespielt hat, dem wird Die Fail Whale! auf Anhieb bekannt vorkommen. Gefragt sind ein flinker Mauszeiger und der richtige Rhythmus – wer nicht aufs Nachladen vergisst, sollte es durchaus schaffen, meinen bescheidenen Score von 33 Walen zu toppen, oder?

diefailwhale

PS: Allein schon die Fake-Testimonials sind definitiv einen Besuch der Seite wert, z.B. Michael Arrington, TechCrunch: “I offered to trade this game for my website, but Die Fail Whale said no. Now I’m sad.”

Google versus Facebook

Eine interessante Theorie über Facebook veröffentlichte diese Woche Fred Vogelstein im Wired Magazine. Im Hause Facebook sah man niemals andere Social Networks als Benchmark, sondern ausschließlich Google. So erzählt ein früherer Programmierer von Facebook:

We never liked those guys. We all had that audacity, ‘Anything Google does, we can do better.’ No one talked about MySpace or the other social networks. We just talked about Google.

Darum bekam auch Microsoft den Zuschlag als Investor. Fred Vogelstein erklärt außerdem noch den “4-Stufen-Plan zur Online Domination” von Facebook:

1. Build a critical Mass (mit 200 Millionen FB-Mitglieder kann man diesen Punkt für nahezu abgeschlossen betrachten)
2. Redefine Search (Facebook geht davon aus, dass FB Mitglieder auch eine Facebook Suche nutzen würden)
3. Colonize the Web (Facebook Connect bildet dazu den Ausgangspunkt und wird bereits von über 10.000 Partner Sites benutzt)
4. Self targeted Ads, everywhere (Facebook hoffe, eines Tages nicht nur auf der eigenen sondern auf allen Partner Sites werben zu können)

Nun, man darf gespannt sein, ob Mark Zuckerbergs Plan aufgeht – schließlich sollte Mark die Stromrechnungen früher oder später nicht mit Investorengeld, sondern mit laufenden Einnahmen finanzieren.

“Future of Blogging” Mindmap

Steve Rubel fordert zum kollektiven Mind-Mappen auf – er möchte wissen, wie’s um die Zukunft des Bloggens bestellt ist. Ohne Zweifeln nehmen Social Networks, Microblogging-Dienste und andere Services immer mehr Surfer-Zeitbudget in Anspruch – wie wirken sich die Änderungen auf Blogs aus? Was vor drei Jahren noch super-schnell News waren, lahmt im Twitter-Zeitalter ganz gewaltig. Steve sieht die Sache übrigens recht binär:

From my point of view, blogging’s future will likely flow down one of two paths: either it will evolve and grow into something else (like many species have) or it will succumb to Darwinism and become extinct (like the Dodo). Let’s take a closer look at each. We’ll also give you the chance to add your own opinion to our mind map.

PS: es gibt 10 Arten von Usern: die, die das Binärsystem kennen, und jene, die es nicht kennen.

Von Browsern und Betriebssystemen

What is a Browser? Newsfeed, Sharefeed, Livestream, Aggregator, Plugin, Extension, Firefox, Spreadsheet, Poke/n, SEO/SEM, Backlinks, RSS, Feedreader, Tweet, Gadgets…. Die meisten Leser dieses Blogs kennen diese Begriffe, manche von uns werfen sogar oft und gerne mit diesen Begriffen um uns. Aber eine elaborierte Soziolekt grenzt bekannterweise nicht nur ab, sondern auch aus. Ji Lee von Google (Trackback zeigt in diesem Video am Beispiel des good old “Browsers”, wie weit der Großteil der Menschen wirklich mit der Netz-Fachsprache vertraut ist:

Da offensichtlich die wenigsten Menschen wissen, was nun eigentlich ein Browser ist (noch weniger, was Google Chrome ist), stellt sich die Frage, ob die frommen Wünsche von Eric Schmidt sich erfüllen werden. In einem Interview mit bloomsberg.tv meinte er nämlich, auf die Frage, wie viele Menschen das neuen Betriebssystem Google Chrome OS verwenden werden:

We don’t have numbers, we know it will be millions.

Abermals bleibt nur zu sagen: Man darf gespannt sein.

Endlich sagt mal einer, Twitter sei vollkommen überbewertet

David Golumbia ist ein Ketzer. Ein Abtrünniger, der im Mittelalter leicht hätte auf dem Scheiterhaufen landen können bei so viel Devianz von der Mainstream Meinung – näher betrachtet hat sein Kommentar zur Rolle des Microblogging-Vögelchens im Iran-Konflikt aber durchwegs was für sich:

Ich bezweifle, dass Twitters Wirkung für die Proteste wirklich so großartig war, wie viele Leute das gerne hätten. Vielleicht handelt es sich einfach nur um Werbung für Twitter.

Der Kulturkritiker und Programmierer bezeichnet sich selbst als “von marxistischen Denkweisen beeinflusst” und wirft der Netzgeneration allzu starke Technikverliebtheit, die den Fokus aufs Wesentliche verstelle, vor:

Genau genommen hat der starke Fokus auf den technischen Aspekt die ernsthafte Debatte über das, was wirklich geschieht, sogar gestört. Die Technik-Fans glauben, dass man soziale Probleme mit digitalen Mitteln lösen kann. Nur die allerwenigsten beschäftigen sich allerdings mit den komplexen sozialen Problemen, für deren Lösung man neue Ideen benötigt.

Den Rest des äußerst lesenswerten Interviews, das Johannes Boie mit David Golumbia geführt hat, gibt’s in der Süddeutschen.

6 Lifestream-Lösungen

Ein sogenannten “Lifestream” fasst die übers Social Web verstreuten Kommentare, Uploads, Likes etc. eines User an zentraler Stelle zusammen – ich verwende dafür das Lifestream-Plugin von iBegin, das den Feed in der rechten Spalte auf der Startseite generiert und bin mit dieser Lösung sehr zufrieden – allerdings benötigt man dazu eine WordPress-Installation als Host. The Next Web stellt in einem lesenswerten Beitrag sechs verschiedene Lösungen – vom Full-Service Provider bis zum Self-Hosted-CMS – vor, bei denen jeder fündig werden sollte.

Den Kunden in den Mittelpunkt stellen?

Thomas Knüwer wäre bei einer Vodafone-Pressekonferenz gegen seinen Willen beinahe erleuchtet worden, als man ihm erklärte, dass zukünftig der Kunde, eine wahrer “Held des Alltags”, im Mittelpunkt stehen werde. Ein Musterbeispiel an Buzzword-Dropping und Pressekonferenz How-Not-To:

Das Bild, das sich bot, war erschreckend. Denn die Veranstaltung war in einem Anfall von Tanja-Anja-Coolness in einen Truck verlegt worden, in dem als Sitzgelegenheiten rückenbeugende Hocker vorhanden waren, auf denen nun die Journalisten – weil sie ja mitschrieben – ein Bild von eifrig notierenden, devot buckelnden Schreibknechten boten.
Dies allein war schon schlimm. Noch fürchterlicher wurde es durch die nicht enden wollende Flut dümmlicher Buzzwords, mit denen die Vodafoner um sich warfen, gepaart mit Folien in einer Commodore-64-Nostalgie-Optik.

Twitter Addict?

Schon mal vom Klo aus getwittert? Nein ?! Dann sind Sie auch kein Twitter Addict! Oder doch? Sinnfreie aber lustige twitter-related Webapp der Woche: How addicted to Twitter are you?

Foto der Woche

The Punisher nennt Chris Rooker dieses großartige Foto seines VW-Busses. Antropomorphismus in Reinkultur :mrgreen: Auf FlickR gibt’s auch eine zweite, weniger stark bearbeitete Version des Bildes:

vwbus

Linzerschnittes Video der Woche

Es gibt zu wenig Katzenvideos im Internet. Denn es kann nie genug davon geben.

datadirts Video der Woche

Klappe die erste! Die subtilen Nuancierungen so mancher Jobs werden von der unwissenden Allgemeinheit nur allzu leicht unterschätzt – wie dieser Clapper zu berichten weiß:

Und damit sind wir auch schon wieder bei der letzten Kammer des dieswöchigen Shaolin-Kurses angelangt – nächste Woche, hochverehrte Leserinnen und Leser, gibt’s hier auf datenschmutz nicht nur die gewohnten Tiere und Artisten, sondern auch Gewinnspiel-Sensationen im Doppelpack. Einen schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen!

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Videopodcast: Windows Seven am Netbook

Da hab ich mich gerade mal an Vista64 gewöhnt, schon tauchst das nächste Betriebssystem am Horizont auf. Im Gegensatz zum Wechsel von XP zu Vista stellt Seven allerdings keinen großen Bruch dar: Usability und Aussehen sind sehr ähnlich, unter der Haube hat sich allerdings vor allem in punkto Performance einiges getan. Seven arbeitet ressourcenschonend genug, um sich sogar als OS für Netbooks, die von Intels stromsparendem Mobil-Prozessor Atom angetrieben werden. Ein solches Netbook habe ich von Microsoft Österreich für einen zweimonatigen Test bekommen, hier ein Video mit den ersten Eindrücken:

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Blackberry Storm: die ersten Eindrücke

BlackBerry StormMit dem Touchscreen-Gerät Storm will BlackBerry nicht bloß Business-Kunden ansprechen: hochwertige Materialien, gute Verarbeitung und hervorragende Multimedia-Tauglichkeit sollen die Herzen von Geeks mit Lifestyle-Faible höherschlagen lassen. Und das Konzept geht voll auf: ich bin von meinem Testgerät, das ich vor kurzem von der mobilkom erhalten habe, schwer begeistert.

Den ersten Eindruck darf man bekanntlich nicht unterschätzen – und beim Storm klappert und scheppert einfach nix, man hat als User das Gefühl, ein hochwertiges Gerät in der Hand zu halten. Das beginnt bei den Tasten und setzt bei der Akku-Abdeckung aus gebürstetem Aluminium fort, die sich problemlos und ohne nervige Fummelei abnehmen lässt. Die Oberfläche ist selbsterklärend, der Touchscreen funktioniert hervorragend und wartet als Besonderheit mit einem “Screenclick” auf: Leichtes Berühren markiert Inhalte, drückt man fester, dann gibt der gesamte Screen leicht nach und sorgt so für Mausklick-Feeling. Die Software hatte in den ersten Tagen noch einige Bugs, die nach dem gestrigen Firmware-Update allerdings bereits behoben sind.

Selbstverständlich beherrscht der Storm das BlackBerry Messaging System, er kommt allerdings auch mit gewöhnlichen Pop- bzw. IMAP-Boxen zurecht. BlackBerry nutzt wie beim Bold und anderen Geräten weder S60 noch Windows Mobile sondern ein selbst entwickeltes Betriebssystem. Für gängige Services (Twitter, ICQ, Facebook und Co.) existieren diverse Clients – über die Software, Surf- und Multimedia-Tauglichkeit des Geräts werde ich demnächst berichten. Hier mal ein paar Detailaufnahmen des BlackBerry Storm:

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Die ersten Tests überschlagen sich geradezu vor Enthusiasmus, so schreibt etwa CNET.de:

Dieses Smartphone könnte die nächste Revolution in Sachen Nutzerführung einläuten: Eine ClickThrough genannte Technologie bringt Multitouch eine Generation weiter. Tippen auf dem virtuellen Tastenfeld soll so perfekt klappen wie auf einer mechanischen Tastatur.

Mir ist gefällt der hochwertige Bildschirm, der sich sehr gut für die Videowiedergabe eignet – auch die eingebaute Kamera erfreut mit geringer Auslöseverzögerung und hoher Lichtempfindlichkeit. In Kürze folgen Erfahrungen aus meinem Blackberry-Praxistest.

SaaS – Das Internet als Großcomputer

Ö1 [Ö1 Netzkultur Kolumne] Das Schlagwort “Software as a Service” lässt mitterlweile nicht mehr nur IT-Verantwortliche aufhorchen: war das Internet bislang primär Informations- und Kommunikationsmedium, so soll das Netz künftig auch gleich als Betriebssystem und zentraler Dokumentenspeicher dienen. Im Taumel der Euphorie wird dabei leicht vergessen, dass weite Teile der Spielregeln bereits von einer einzigen Firma definiert und auch exekutiert werden.

Alles wiederholt sich – auch in der IT verlaufen viele Entwicklungen zyklisch. In den späten60er und 70er Jahren zentralisierte man mittels Mainframes (“Großrechnern”) die verfügbare Rechenleistung, die einzelnen User saßen an vergleichsweise simplen Terminals und teilten sich die Leistung einer gemeinsamen CPU. Der Arbeitsplatzrechner fungierte dabei als bloßes Terminal zur Ein- und Ausgabe: das Grafiksignal wurde vom Zentralrechner an den Bildschirm, die Maus- und Tastaturkommandos von diesem zurück an den “Server” geschickt. Die eigentlichen Programme, etwa die Textverarbeitung, liefen nicht am lokalen Rechner, sondern am zentralen Mainframe.

Einige Jahre später standen die ersten Home Computer in den Läden, der Rest ist Geschichte: seit dem 286er übertrumpft jede Prozessorgeneration ihre Vorgänger, alle zwei Jahre verdoppelt sich laut Moore’s Law die verfügbare Prozessorleistung. Moderne Home PCs werden bald den Stromhunger einer Großfamilien-Waschmaschine erreicht haben, Betriebssystem und Software zeigen sich immer Ressourcen-hungriger. In den letzten drei Jahren ist allerdings eine deutliche Trendwende erkennbar: sogenannte “Thin Clients”, also relativ leistungsschwache Rechner, feiern unter anderem in Form der “Netbooks” ihr Comeback.

Diese Rechner beschränken sich im Wesentlichen auf eine stabile Umgebung für einen Webbrowser. Zusätzliche Software, etwa Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, aber auch Bildbearbeiten erfolgen nicht primär am lokalen Rechner, sondern mit Hilfe von Online Services wie Google Docs. Die zentrale Dokumentenspeicherung erlaubt einen Zugriff auf die eigenen Dateien von jedem Rechner mit Internetzugang, Probleme mit Kompatibilität und Softwareinstallationen könnten der Vergangenheit angehören. Neue Webtechnologien ermöglichen es, komplexe Applikationen im Browser abzubilden, der damit zu einer Art Netz-Betriebssystem wird. Dominiert wird der Markt derzeit von Google, und mit der Veröffentlichung des hauseigenen Browsers “Chrome” kommt der Suchmaschinenriese seiner Vision der lückenlosen Vewertungskette ein großes Stück näher.

Spielernaturen werden auch zukünftig nicht ums das Aufrüsten ihrer Grafikkarten herumkommen. Wer seinen Rechner in erster Linie als Arbeitsknecht ansieht, spart mit den beschriebenen SaaS-Lösungen allerdings elegant den üblichen Nebenjob als Systemadministrator – mit “Software als Service” verwandelt sich das Netz vom Informationsmedium zur gigantischen Großrechenanlage und die “Thin Clients” feiern ihr Comeback. Geblieben ist dabei freilich nur der Name: so ein Netbook verfügt über mehr CPU-Leistung als eine Großrechenanlage anno 1970.

Wenn Mädchen Computer zerlegen

maedchenuniGanz dem DIY-Approach folgend bieten die beiden Computer-Trainerinnen Nina Musil und Suanne Palmetzhofer von der TU Wien 2tätige Workshops speziell für Hardware-interessierte Ladies zwischen 10 und 18 Jahren an. Dabei stehen Kern-Kompetenz-Themen wie Betriebssystem-Installation, Faktoren für den PC-Kauf und eine eingehende Beschäftigung mit den einzelnen Hardware-Komponenten am Programm. Die Gruppengröße von maximal 10 Teilnehmerinnen sichert intensive Betreuung – und das Beste an der ganzen Sache: das komplette Seminar ist kostenlos!

Nähere Informationen findet man auf der Seite der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies:

Du hast zwar schon mit Computern gespielt und gearbeitet, aber noch nie gesehen, was sich innerhalb eines Computergehäuses abspielt? Bei uns bekommst Du einen Schraubenzieher in die Hand gedrückt und hast zwei Tage Zeit, dem Computer näher zu kommen! In Kleingruppen kannst Du einen Computer in seine Einzelteile zerlegen und dabei mehr über die Funktionsweise der einzelnen Teile erfahren und lernen. Anschließend wird der Computer wieder zusammengebaut und ein Betriebssystem (Windows) installiert. Wir legen viel Wert auf praktisches Arbeiten: Kurze Vorträge wechseln sich ab mit der Möglichkeit zum Ausprobieren. Unterstützt und angeleitet wirst Du von einer erfahrenen Informatikstudentin.

Für die Teilnahme gibt’s ein Kurs-Zertifikat, die Anmeldung erfolgt bei Vera Kuzmits unter der Adresse vera.kuzmits [at] tuwien.ac.at. Die ersten drei Termine für 10-13Jährige sind bereits ausgebucht, freie Plätze gibt’s noch für die Kurse am 22./23. sowie 24./25. Juli. 14-18Jährige haben am 15./16. Juli Gelegenheit zur Auffrischung ihres Hardware-Wissens. Für jüngere IT-Geeks bietet die Kinderuni Wien zwei eintägige Workshops am 8. und 9. Juli an.

Admina.at PC-Hardware: Wie sieht ein Computer von innen aus?

find / -type f -name “Linuxwochen”

linuxwochenRockstars gehen auf Tour, Autoren gehen auf Tour, Wanderprediger gehen auf Tour – warum sollte Linux da zurückstehen? Seit heute machen die Linuxwochen Wien im Gewerbehaus der WK (Gewerbehaus der Wirtschaftskammer, Rudolf Sallinger-Platz 1, 1030 Wien) Station: Bei insgesamt 45 Vorträgen, Workshops und 13 Ausstellern bietet die Veranstaltung allen Open-Source Interessierten BesucherInnen ein breit gefächertes Programm-Portfolio. Schwerpunkt sind der Einsatz von Linux am Arbeitsplatz respektive an Bildungsinstitutionen unter dem Gesichtspunkt Umsteigen auf Standard Open Source. Der Eintritt zur Veranstaltung ist ebenso gratis wie das im Fokus stehende Betriebssystem.

Heutigentags geht’s um die Unternehmenspraxis, morgen steht die Technologie im Vordergrund und am Samstag öffnet der “Linux-Kindergarten” seine Pforten, das detaillierte Programm findet man auf der Linuxwochen-Homepage:

Open Source Software feiert im Moment einen wahren Siegeszug auf allen Betriebssystemen. Seit der Version 1.0 wurde der beliebte Open Source Internet Browser Firefox mehr als 500 Millionen Mal herunter geladen. Und das für alle Betriebssysteme von Linux, Windows, Mac OS X, bis hin zu FreeBSD, einem der ersten Unix Systeme.

Die freie Open Source Büro Software OpenOffice mit Tabellenkalkulation, Textverarbeitung, Präsentationen und vielen weiteren Anwendungen feiert ebensolche Erfolge, wie die Grafik-Software Gimp, die Email-Software Thunderbird, die Audio-Software Audacity und viele weitere Programme, die umfassende Anforderungen an einen Büro-, Grafik-, Audio/Video-PC erfüllen.

Und wer Anwendungen, die auf den Linux Versionen bereits vorinstalliert sind hat auch keine Einstiegshürde mehr auf Linux auch als Betriebssystem umzusteigen. Das ist ein wichtiger Grund, warum sich die Linuxwochen 2008 dieser sehr wichtigen Anwendergruppe widmen: den Umsteigern als Privatanwendern, in Schule und Ausbildung sowie als Unternehmen und Behörden.

Ab 19. Jänner geht’s im Joanneum Graz dann gleich nahtlos weiter mit dem Missionieren für die gute Sache, alle weiteren Termine gibt’s auf Linuxwochen.at.