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	<title>datenschmutz &#187; Binnen-I</title>
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	<description>Ritchie Blogfried Pettauers Weblog</description>
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		<title>Trainerei: Gruppendynamik und Gendersensibilisierung</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-10/trainerei-gruppendynamik-und-gendersensibilisierung/</link>
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		<pubDate>Thu, 23 Oct 2008 04:34:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Diskussion ums Binnen-I geht weiter: mit der Trainerei, einer gemeinsamen Firma von neun Coaches, habe ich ein Interview zum Thema Gendersensibilisierung geführt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/trainerailogo-1224155955.jpg" alt="trainerailogo 1224155955 Trainerei: Gruppendynamik und Gendersensibilisierung" title="trainerailogo" width="255" height="69" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Vor kurzem habe ich die <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-08/sprachsplitting-von-geschlechterinnen-differenzinnen/<br />
">Verwendung des Binnen-I</a> auf datenschmutz zur Diskussion gestellt und seine Verwendung aufgrund des großteils negativen Feedbacks beendet. Meine Bloggerkollegen <a href="http://zavarsky.blogspot.com/" class="liexternal">Irene</a>, <a href="http://elab.or.at/" class="liexternal">Markus</a> und <a href="http://www.petersteinberger.net/" class="liexternal">Peter</a> von der <a href="http://www.trainerei.at/" class="liexternal">Trainerei</a> haben im Bereich der Gendersensibilisierung einiges an Erfahrung. Grund genug, mich mit der Trainerei zu treffen und mir anzuhören, was die Experten so zum ungeliebten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/binnen-i/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Binnen-I">Binnen-I</a> zu sagen haben — und bei der Gelegenheit auch gleich mal nachzufragen, was die Trainerei denn eigentlich so treibt.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">datenschmutz: </span>Was ist denn eure Erfahrung mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/splitting/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Splitting">Splitting</a>, Binnen-I und Co. in eurer Arbeit?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">Trainerei: </span>Das ist vom Kontext abhängig. Einige AuftraggeberInnen finden es sehr wichtig und bestehen auf gendersensiblen Formulierungen, einige kommen im Zuge eines Trainings zum ersten Mal mit dem Thema in Berührung. Wirklich egal ist es aber sehr selten, da Splitting praktisch immer polarisiert. Für uns ist es eine Selbstverständlichkeit, gendersensibel zu sprechen und zu schreiben. Uns geht es in einschlägigen Trainings ja nicht darum, jemanden zu bekehren oder zu missionieren, sondern Argumente und Fakten zu präsentieren, andere Sichtweisen vorzustellen bzw. Erfahrungen zu ermöglichen, die blinde Flecken aufzeigen. Was die einzelnen SeminarteilnehmerInnen damit tun, bleibt in ihrer Selbstverantwortung. In dieser ganzen Binnen-I Debatte bleiben leider andere Punkte, die zum gendersensiblen Umgang miteinander gehören, vollkommen unterbelichtet.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Was wären diese Punkte?</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/train2-1224156903.jpg" alt="train2 1224156903 Trainerei: Gruppendynamik und Gendersensibilisierung" title="train2" width="300" height="213" style="float:right;margin-top:5px;margin-left:15px;border:1px solid gray;" /><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Nicht nur bei der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sprache/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sprache">Sprache</a> hängen bleiben, sondern sich die eigene Rolle, das eigene Agieren und folglich die unterschiedlichen Handlungsweisen anzusehen; Strategien zu entwickeln, um diese Unterschiede nicht zu werten, sondern in den eigenen Handlungen mitzudenken. Es geht um Bewusstseinsbildung, und da sind Gut-Böse-Schemata der falsche Ansatz. Im Idealfall können nach einem Seminar die Unterschiede wahrgenommen und als Ressourcen anerkannt und genutzt werden.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Was heißt das jetzt für mich als Blogger?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Du kannst es natürlich halten, wie du willst. Das ist ja das schöne am Bloggen, dass du deine eigenen Regeln aufstellen kannst und an kein Redaktionsstatut gebunden bist. [<small>[Anm.: das datenschmutz Redaktionsstatut ist äußerst streng! :mrgreen</small>] Aber Wirklichkeit wird über Sprache konstruiert, und wer in der Sprache nicht vorkommt, spielt auch weniger Rolle in der kollektiven Wirklichkeit. Das hat Markus in dem <a href="http://elab.or.at/2008/08/schauspieler-und-schauspielerinnen-und-schauspielerinnen-2/" class="liexternal">Video</a>, das du auch verlinkt hast, deutlich gezeigt.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>In welcher Situation wende ich mich mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/coaching/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Coaching">Coaching</a>–Wünschen an euch? Was sind eure Empfehlungen?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Immer mehr Aufgaben im beruflichen Alltag werden in Gruppen oder Teams erledigt. Diese funktionieren am besten, wenn alle vorhandenen Ressourcen bekannt sind, eingebracht und genutzt werden können. Ressourcen umfassen nicht nur fachliche Kompetenzen, sondern auch ein Verständnis der eigenen Position und der damit verbundenen Zuschreibungen. Dabei spielt <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gender/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gender">Gender</a> eine noch oft unterschätzte Rolle. Unsere Seminare sind immer auf die Bedürfnisse unserer AuftraggeberInnen zugeschnitten. Es macht verständlicherweise einen Unterschied, ob wir es mit einer Schulklasse, Studierenden, einer KMU, NGOs oder einem Großunternehmen zu tun haben. Prinzipiell geht es uns darum herauszufinden, was die thematischen Knackpunkte und die Erwartungen der AuftraggeberInnen sind. Wir verwenden keine Seminarkonzepte von der Stange, sondern entwickeln individuelle Trainings je nach Bedürfnislage. Ob wir dabei auf Kreativmethoden, spielerische Übungen oder auf klassische Wissensvermittlung setzen. hängt genauso von der Gruppe wie der Dauer des Seminars ab.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Ihr macht aber nicht nur Genderkompetenz-Seminare. Wer auf eure <a href="http://www.trainerei.at/" class="liexternal">Website</a> schaut, findet da noch eine Reihe anderer Seminarthemen wie Leitungs– und Führungskompetenz, Moderationstechniken, Projektmanagement und einige andere.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Dadurch, dass wir zu neunt sind, ergibt sich eine Vielzahl unterschiedlicher Kompetenzen, Schwerpunkte und wissenschaftlicher Zugänge. Die Kombination daraus führt zu einem breiten Spektrum an Seminaren, sowohl thematisch als auch methodisch.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Neun Personen sind ganz schön viele — ist das ganze organisatorisch sehr aufwändig? Als EPU wünscht man sich ja manchmal Austausch und Diskussion, aber gleich neun Leute?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Hinter den Kulissen kann schon mal länger diskutiert werden <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog5.gif' alt="frog5 Trainerei: Gruppendynamik und Gendersensibilisierung" class='wp-smiley' title="Trainerei: Gruppendynamik und Gendersensibilisierung" /> Im Endeffekt entscheiden die AuftraggeberInnen, wen sie kontaktieren. Zu AuftraggeberInnen gibt es immer eine Ansprechperson, die die Projektverantwortung trägt. Diese Person führt das Vorgespräch, stellt das ideale Team zusammen und kümmert sich um den reibungslosen Ablauf.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>And now to something completely different: Im April gab es eine phatte Party im Nelsons. Ist so etwas wieder geplant?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Sicherlich. Unser einjähriges Bestehen werden wir jedenfalls feiern. </p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Sprach.Splitting: von GeschlechterInnen-DifferenzInnen</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-08/sprachsplitting-von-geschlechterinnen-differenzinnen/</link>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 12:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Leserschar, wir müssen mit wenig Trauer bekannt geben, dass das datenschmutz Binnen-I (Stichwort: Gender, Sprachsplitting) heute von uns gegangen ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/binnen-i.jpg" alt="binnen i Sprach.Splitting: von GeschlechterInnen DifferenzInnen" title="binnen-i" width="150" height="90" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid gray;" />Im Englischen hätten wir dieses Problemchen nicht, eh klar: aber die Tschörmän Flexion zieht überall einen Geschlechtslayer ein und unterscheidet etwa zwischen Schornsteinfeger und Schornsteinfegerin. Weil <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sprache/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sprache">Sprache</a> ein wesentlicher Teil der Weltwahrnehmung ist, fordern Femis schon lange eine inklusive Form, und weil die permanente Doppel-Aufzählung suckt, erblickte das sogenannte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/binnen-i/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Binnen-I">Binnen-I</a> (SchornsteinfegerIn) das Licht der Welt.</p>
<p>Denn Sexismen seien tief in der Sprache verwurzelt, so die Befürworterinnen. Diese Sichtweise stößt aber auch bei vielen Ladies auf wenig Begeisterung; das sogenannte “Binnen-I” mache Texte schwerer lesbar und “hässlicher”, ist ein oft gehörtes Argument, dass die wahren Probleme anderswo lägen ein weiteres. </p>
<p>Ich bin ja ein Kind der linken Uni-Sozialisation, wo die Kategorie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gender/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gender">Gender</a> schon vor Jahren das biologische Geschlecht — zumindest nach dem Willen der ProtagonistInnen — ersetzt haben sollte. Im journalistischen Bereich (außer vielleicht beim Standard, dort habe ich nie gearbeitet) ist das Binnen-I in .at meist unerwünscht, hier auf datenschmutz habe ich ja die Freiheit, selbst zu entscheiden. Bislang habe ich den eingeschobenen Großbuchstaben hier am <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a> immer verwendet, aber inzwischen geht’s mir damit wie mit manchen Lebensmitteln, die man früher gern mochte, und die einem plötzlich gar nicht mehr schmecken.</p>
<p>Von meiner hochgeschätzten LeserInnenSchaft habe ich außerdem sporadisch Feedback zum <a href="http://fritzthomas.com/overall/fun-overall/233-binnen-i-be-gone-extension-fur-den-firefox/" class="liexternal">Binnen-I</a> erhalten, und zwar ausschließlich negatives… Und als Bernd mir letztens das <a href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/6822" class="liexternal">Binnen-I be gone Plugin für Firefox</a> zeigte, kam ein langer Nachdenkprozess zu einem rapiden Ende: kein Binnen-I mehr auf datenschmutz. </p>
<p>Falls jemand Lust hast, einen reverses <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plugin/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plugin">Plugin</a> zu schreiben (Binnen-I come in), kann sie oder das ja gerne tun: da für die meisten Readers (haha, ausgetrickst) aber die Split-Form wohl eine permanente Annoyance darstellt, beuge ich mich gern den Wünschen meiner Leserschar und spreche die magische Formel:</p>
<p><em>Lirum larum literarischer Stil /<br />
weil das Binnen-I Ihnen nicht gefiel /<br />
nimmt’s der Trainer aus dem Spiel.</em></p>
<p>Ich hätte ja vermutet, dass man sich irgendwann so sehr dran gewöhnt hat, dass früher oder später eher das fehlende I den Lesefluss stört… aber für Nicht-Muttersprachler erhöht es gewiss die Schwierigkeit. Und um mein feministisch geprägtes Gewissen ein für allemal zu beruhigen, frag ich an dieser Stelle nochmal nach:</p>
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<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>datenschmutz und das Sprach-Splitting</title>
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		<pubDate>Tue, 15 Jan 2008 07:13:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Splitting ist nicht gerade ein Segen in punkto Sprachflow - dennoch gebe ich mir auf datenschmutz Mühe, nicht nur eine Hälfte der potentielle Leserschaft anzusprechen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>StammleserInnen werden es notgedrungen bereits bemerkt haben: ich bemühe mich auf d/s konsequent, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/splitting/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Splitting">Splitting</a> einzusetzen, also jenes spezifische Problem mancher Sprachen, dass man entweder nur die Manderl oder nur die Weiberl anspricht, durch großes “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/binnen-i/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Binnen-I">Binnen-I</a>” und die/der Kombis zumindest partiell zu entschärfen.</p>
<p>Im professionellen Bereich ist Splitting so gut wie nirgends gewünscht — wenn ich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/presse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Presse">Presse</a>- und Marketingtexte schreibe, richten die sich — aus <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gender/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gender">Gender</a> Sicht halt — meist nur an Männer. Und ich versteh’s ehrlich gesagt auch sehr gut: Splitting ist aus sprachästhetischer Sicht betrachtet einfach kacke, weil’s den Sprachflow zerstört, beim Lesen rausreißt und häufig stört. Sogar mich als Autor der Texte. Warum mach ich’s dann gerade hier am <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a>, wo ich mir doch völlig frei aussuchen kann, wie ich schreibe?</p>
<p>Es gibt dafür nur einen einzigen, ganz simplen Grund: ich spreche häufig mein Publikum direkt an, und die vielen Jahre im Nahbereich linker ÖH-Organisationen haben ihre Spätschäden hinterlassen. Tatsächlich habe ich bei nicht-gesplitteten Texten mittlerweile selbst den Eindruck, nur Männer anzusprechen, und das stört mich, das nervt, ich find’s doof. Punkt. Hat nix mit politischer Korrektheit zu tun, die in meinen Augen bloß ein delegatives Feigenblatt darstellt und schon gar nix mit Überkorrektheit und Berührungsängsten vor derber <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sprache/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sprache">Sprache</a>, ganz im Gegenteil — möchten Sie einen Beweis? Bitteschön: <em>Titten, Titten, Titten! </em> bzw.: <em>Futkarli / –karla!</em></p>
<p>Mit anderen Worten: als alter Hip Hopper und Schönschreiber schlagen ach zwei Herzen in meiner Brust: und die Entscheidung war gar keine bewusste, sondern hat sich im Lauf des Schreibens einfach so ergeben… hätt ich ja nie für möglich gehalten <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/elk.gif' alt="elk datenschmutz und das Sprach Splitting" class='wp-smiley' title="datenschmutz und das Sprach Splitting" /> Das englischsprachige Netz hat’s da übrigens besser: von wenigen Ausnahmen abgesehen (“men” wird ja auch im Sinne von “Menschheit” verwendet) kennen englische Hauptwörter nur eine Geschlechtsform: the baker ist zugleich Bäcker und Bäckerin, daher tritt das Problem hier weitgehend gar nicht erst auf. Im Deutschen kann man sich fallweise behelfen und auf geschlechtsneutrale Formulierungen ausweichen, aber eben nicht immer — und für diese Fälle werde ich mich weiterhin vertrauensvoll ans Amt für Binnen-I’s wenden. Ihre Meinung dazu täte mich übrigens brennend interessieren — stört Sie das Splitting? Finden Sie’s gut? Bitte um Input, lieber Leserin!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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