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Artikel-Schlagworte: „Börse“

Blogistan Panoptikum KW31 2009

Schon wieder neigt sich ein Sonntag zur Neige, liegt eine ereignisreiche Woche hinter uns, ist im Social Web kein Kiesel auf dem anderen geblieben. Aber zum Glück gibt's ja das Blogistan Panoptikum von Linzerschnitte und datadirt. (Virtuelle) Weltendeutung hat in unserem Kulturkreis eine ehrenvolle Tradition und darf keinesfalls mit gewöhnlichem Hirnwichsen (Aufpolieren der grauen Zellen, vom Ausdruck "die Schuhe wichsen" = auf Hochglanz polieren. Nicht, was Sie dachten.) verwechselt werden. Doch bevor es hier zu theoretisch wird an dieser Stelle nochmal der Hinweis auf die Abschlussparty zur N97 Verlosung: Jedenfalls fröhlich und auf Wunsch auch feucht gefeiert wird ab 19:00 im Werkzeug-H, Details auf Facebook. Aber nun genug der Prognosen, wir richten unseren Blick eine Woche zurück.

Der typische Teutonen-Tweeper

Judith aka Linzerschnitte Gleich vorweg, die Ergebnisse der Twitterumfrage von Thomas Pfeiffer umfasst eigentlich die Tweeper des gesamten deutschsprachigen Raums - aber Alliterationen in Überschriften sollen ja immer besonders gut ziehen. Was man immer schon geahnt hat, wird durch die Twitterumfrage verifiziert - die deutschsprachigen Tweeper sind ein hochgradig homogenes Grüppchen, und das ist der Archetyp:

Jung (32 Jahre), männlich (74%) und gebildet (78% haben Abitur). Zwei von drei betreiben einen eigenen Blog und schreiben über Technik, Web 2.0-Themen oder Privates. Jeder zweite stammt aus der Medien- oder Marketingbranche und jeder Vierte ist Führungskraft oder Unternehmer/in.

Nicht wirklich überraschend also. Aber immerhin, einen Aspekt gibt es da, der mir bisher nicht explizit bewusst war:

Frauen, so könnte man sagen, verstecken sich eher und wählen Fantasienamen.

Hmm. True.

Rechtsstreit bedroht Skype

ritchie aka datadirt Skype könnte für eBay zum Kuckucksei werden, wie die Times Online berichtet. 2005 hatte das Auktionshaus die Online-Telefon-Firma für 2,6 Milliarden Dollar gekauft und plante in näherer Zukunft ein Spin-Off samt Börsengang. In der Auseinandersetzung mit der schwedischen Firma Joltid, einem Start-Up der Skype-Mitgründer Niklas Zennstrom und Janus Friis, geht es um Core-Technologien von Skype, bei deren Nutzung angeblich Lizenzbedingungen verletzt wurden. Die Auswirkungen könnten sich als drastisch erweisen:

EBay admitted in a regulatory filing that it might have to close down the company. It said it was trying to develop alternative software but if that did not work, or if eBay lost the right to the original software: "Skype would be severely and adversely affected and the continued operation of Skype's business as currently conducted would likely not be possible."

Zwar sieht man der Verhandlung angeblich gelassen entgegen, arbeitet aber bereits an Alternativen:

"Although Skype is confident of its legal position... Skype has begun to develop alternative software to that licensed through Joltid. However, such software development may not be successful, may result in loss of functionality or customers even if successful, and will in any event be expensive," eBay said.

Auch anderswo wird diese Woche mit gerichtlichen Bandagen gekämpft: TweetMeme-Gründer Nick Halstead bezichtigt ReTweet des Plagiarismus:

He had to look no further than the code for the retweet button itself. The code below is what he found, which he says is "an exact copy of our own retweet button code with the word 'tweetmeme' replaced with 'retweet'".

ritchie aka datadirt Blair Williams hat mit Pretty Link eines der für Pro-Blogger genialsten WordPress-Plug-Ins überhaupt geschaffen. Die Software ermöglicht die Nutzung der eigenen Domain als Short-URL-Service: äußerst nützlich für Twitter, aber auch zum Managen von Forward und zum Erstellen leicht zu merkender Adressen. Bereits die Free-Version liefert Statistiken und Cloaking-Funktionen. Aber Blair hat nochmal tief in die Trickkiste gegriffen und vor wenigen Tagen die Pro-Version veröffentlicht, die es wirklich in sich hat: detaillierte Statistiken, integrierte ReTweet-Funktion und ein ausgefeilter Cloaking- und Keyword-Replace Mechanismus (inkl. Split-Testing!) rechtfertigen die 97$ für eine Lifetime-Lizenz auf bis zu fünf Blogs auf jeden Fall. Ab September wird Pretty Links teurer, wer WordPress nutzt und twittert, sollte schnell zuschlagen - eine ausführlichere Review folgt demnächst.

I quit the iPhone

Judith aka Linzerschnitte Apfel-Anbeter sind bekanntlich prädestiniert für große Gefühle, und diese Woche schlug der Drama-Pegel bei einigen iPhone-Besitzer ziemlich heftig aus. Nachdem man bei Apple wieder mal den Möchtegern-Monopolisten raushängen ließ und die Application "Google Voice" aus dem App Store warf, gingen offensichtlich einige Liebesbeziehungen zu Ende. Einer davon wird von Michael Arrington auf Techchrunch im Rosamunde-Pilcher-Style betrauert:

I have loved the iPhone, but now I am quitting the iPhone.

This is not an easy decision. Was there in January 2007 when it was announced and I bought the first iPhone as soon as it was available. (...) But I'm not going to upgrade to the iPhone 3GS. Instead, I’m abandoning the iPhone and AT&T.

Die ganze Seifenoper gibt es auf TechCrunch.

Nach sozialer Relevanz filtern

ritchie aka datadirt Immer mehr Experten bezweifeln die baldige Marktreife semantischer Technologien - der Cuil Fehlstart in die Bedeutungslosigkeit hat dazu gewiss beigetragen. Immer mehr Bedeutung dagegen misst man dem "Social Rank" zu: denn Informationen aus dem eigenen erweiterten Freundeskreis sind vielleicht nicht unbedingt relevanter, aber in der Regel vertrauenswürdiger als "neutrale" Quellen. Dass sich daraus ein selbstverstärkender Effekt ergeben könnte, liegt auf der Hand: die Schlüsselherausforderung bei der Informationssuche liegt meiner Meinung nach nicht zuletzt im richtigen Quäntchen "Entropie" oder Zufall. Außerdem spielt der jeweilige Kontext eine wichtige Rolle - ReadWriteWeb stellt dazu ein paar spannende Überlegungen:

But each level more likely indicates degrees of social proximity than relevance per se; although in some cases closer proximity may very well indicate greater relevance. The problem is that relevance is highly contextual. It depends on many factors, such as your profession, your search query, your friends, your friends' knowledge about those topics, and the information that is publicly recorded in their activity streams.

Watercooler-Conversations von, mit und über Twitter

Judith aka Linzerschnitte So kannten wir sie, und so liebten wir sie - die alte Twitter Homepage. Diese Woche wurde das Microblogging-Web-Portal einem Relaunch unterzogen, der aus technischer Sicht so minimal war, dass es anscheinend nicht mal dem FailWale aufgefallen ist - doch bei näherem Hinsehen verbirgt sich hinter dem kleinen Relaunch ein großer Paradigmenwechsel. Der alte Selbstbeschreibungstext lautete:

Twitter, this is a service for friends, family, and co-workers to communicate and stay connected through the exchange of quick, frequent answers to one simple question: What are you doing?

Nun sieht die Sache nicht nur anders aus, sie hört sich auch anders an:

Share and discover what's happening right now, anywhere in the world.

Einen Interpretationsansatz für diese neue Strategie liefert gleich der Social Media Guide Mashable:

The Goal of Twitter’s New Homepage? Be the World's Water Cooler!

Tipps für den Social Media Workflow

ritchie aka datadirt Zuerst die richtigen Plattformen wählen, eine geeignete Strategie definieren und diese konsequent und effizient verfolgen - so einfach kann es sein. Andererseits kann man sich auch leicht übernehmen (oder "zersprageln", wie der Wiener sagt) und vor lauter neuen Social Web Services den Sinn und Zweck nicht mehr erkennen. Wichtigste Richtschnur: Wo finde ich meine Community, wo unterhalten sich Kunden, die an meinem Produkt interessiert sind? Predigerliteratur findet man allen Ecken und Enden, vom Longtail hat jeder schon mal gehört - aber gute Tipps zum Workflow sind selten, die Angst vor der Überforderung wächst. P. Morgan Brown hat eine äußerst lesenswerten Beitrag mit dem Titel Identifying a social media workflow verfasst, der einen hervorragenden Einstieg in die Frage "sollte ich mitmachen?" bietet:

Change always feels uncomfortable. And unless you're forced out of that comfort zone it’s difficult to take the steps you need to take to get out and move forward. So what I try to do when talking to people who feel overwhelmed by the prospect of social media is talk to them about email. And cell phones. Because I often speak to and work with people who are older than me I ask them "Do you remember doing your job without email and cell phones?" Invariably they say "yes," and then they smile knowing where I am going with these questions.

Foto der Woche

Extranoise hat das Treppenhaus der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Berlin - Linienführung und Farbgebung des Bildes finde ich grandios gelungen:

treppenhaus

Ritchies Video der Woche

Storytelling, Dramaturgie, Framing, Lichtführung, Tiefenschärfe... alles genau geplant. Oder einfach am Heimweg vom Festival die Cam rausgeholt und ein paar spontane Aufnahmen vom Sonnenaufgang gemacht. Zitat von Regisseur Giugesco: "Sunrise is one of the greatest things in life. it’s a pity that i don’t see it very often." Geht mir auch so - und: Wow!

Linzerschnittes Video der Woche

Dass Touristen Versicherungsgebäude abfilmen, kommt sicher nicht besonders oft vor. Der Uniqua Tower in Wien an der Aspernbrücke ist allerdings eines der privilegierten Bauwerk, dank einiger Studenten der Universität für Angewandte Kunst, die sich lustige Dinge mit LED Grids ausdachten.
Nicht gar so ausgefallen wie LED Grids, dafür aber optisch noch um einiges beeindruckender ist diese Projektion auf die Hamburger Kunsthalle:

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres gemeinsamen Wochenrückblicks angelangt, und somit bleibt uns nur mehr zu sagen: auf eine neues! Doch bevor wir Ihnen das nächste Panoptikum präsentieren können, müssen die nächsten sieben Tage erst vergehen. In diesem Sinne: danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns morgen!

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Blogistan Panoptikum KW46 2008

Blogistan-PanoptikumIn punkto Community-Building-Speed ist Twitter der Schnell-Durchlauf-Erhitzer unter den Social Networks. Privatpersonen schätzen das Vögelchen als flexiblen semi-privaten Kommunikationskanal, Marketing-Pros freuen sich über den hervorragenden Traffic. Und ich? Ich freue mich über 1000+ Followers seit gestern, special thanks an alle Re-Tweeter! Twitter-Conversions sind derzeit sowas wie die Sahne auf dem Affiliate-Kuchen, und dementsprechend nimmt auch der Spam-Missbrauch zu. Im nächsten Podcast werde ich einige Tipps geben, wie man Twitter AGB-konform als Marketing-Tool einsetzen kann und wo die Stärken des Microblogging-Dienstes liegen. Und wo ich gerade dabei: endlich gab's heute mal wieder eine der sehnlich vermissten Downtimes des Failwhales :mrgeen: Aber genug nach vorne geblickt - was hat sich in den vergangenen sieben Tagen im Web 2.0 getan?

Crowdsourcing: kollektives Artikulieren

Seth Godins Blog ist ein Must Read - wie kaum ein anderer versteht es der Amerikaner, das Wesentliche kurz und pointiert zusammenzufassen. In einem aktuellen Posting schreibt er über Internet und The Power of Movement:

Simple example: the Starbucks in Larchmont, NY keeps their thermostat at 64 degrees. And the stores in Breckenridge, Colorado keep their doors wide open all winter. If you're raging mad about energy waste, you could say something. And nothing would happen. But if customers organized and ten people said something or a hundred people said something... boom, new rules. The system doesn't know what to do with a movement.

Was macht eigentlich... die Finanzkrise?

Nun, sie ist in vollem Effekt, kann man mit Fug und Recht behaupten: die EU befindet sich zum ersten Mal seit ihrer Gründung in einer Rezessionsphase, wie Telepolis berichtet:

Das europäische Statistikamt Eurostat meldete in einer Schnellschätzung einen Rückgang von 0,2 Prozent des Bruttoinlandproduktes (BIP) im dritten Quartal 2008, das auf einen ebenfalls 0,2 prozentigen Rückgang im zweiten Quartal folgte. Für die größere EU27-Zone ermittelte Eurostat den gleichen Rückgang.

Zugleichen fallen die Börsen jeden Tag um weitere 2 bis 5 Prozent und die Liquiditätskrise der Banken, an der die staatlichen Zuschüsse weit weniger geändert haben als erhofft. In Deutschland stieg die Quote der bei der Nationalbank von Privatbanken "geparkten" Gelder, Kreditvergaben geschehen weiterhin sehr zögerlich und die Krise beginnt, auf die Automobilindustrie überzugreifen: es ist kein Zufall, dass Dacia zu den wenigen Firmen gehört, die derzeit Gewinne einfahren können. Der Medienbranche stehen aufgrund drastisch schrumpfender Werbebudgets gravierende Umbauten bevor. Früh dran ist die Süddeutsche Zeitung, die sich aufgrund der schwierigen Situation eine drastische Sparkur verordnen muss. Auf mittelfristige Sicht bedeutet dies eine Umschichtung zu Online-Budgets, allerdings wird das Interesse an Display-Kampagnen nachlassen: ich denke, dass die wirtschaftlichen Probleme in Europa Performance-Based Marketing zum Durchbruch verhelfen werden. Und: bevor es wieder aufwärts geht, geht's noch ein ganzes Stück weiter abwärts.

Der kluge Mann plant vor

Tweets aus dem Jenseits? Kein Problem mit Twuffer - auch als virtuelle "Urlaubsvertretung" könnte das Tool nützliche Dienste leisten. Der Funktionsumfang ist schnell erklärt: einloggen, Tweets schreiben, Veröffentlichungs-Datum auswählen: wer also regelmäßige Gewohnheiten pflegt, kann ohne weiteres seine Statusmeldungen für die nähere und fernere Zukunft vorbereiten. Und weil man diverse Social-Status-Updates in anderen Networks via Twitter bespielen kann, ließe sich so ein recht aktiver Ghost-in-the-Machine konstruieren - tja, Live-Blogging war gestern, ab sofort wird vorgeplant :mrgreen: [via Blogpiloten]

SEO-News der Woche

Animierte Gifs leben! Gerald hat mit Liebe zum Detail eine echte Google-Penalty animiert in Szene gesetzt, der SEOnaut dagegen konzentriert sich beim aktuellen Radio4SEO Podcast naturgemäß auf auditive Information - unter anderem über das Thema Universal Search, das mysteriöse Halloween Update und die Ergebnisse aktueller Eyetracking-Studien. Wem der Sinn mehr nach Buchstaben steht, der könnte auch zu Mario Fischers Standardwerk "Website Boosting" greifen, das nun in einer stark erweiterten Neuauflage erschienen ist. [via Torsen Maue] Und weil man nie genug Informationen berücksichtigen kann, empfiehlt sich auch noch ein Blick auf Reiffix' Liste von 10 kostenlosen SEO-Büchern: damit geht der Lesestoff nicht so schnell aus.

Göögle lässt diggen

Ayudo hat sie gesehen, die neuen Digg-artigen Buttons auf den SERP-Pages:

Google experimentiert scheinbar wieder mit Digg-ähnlichen Funktionalitäten. Auf einmal sieht man Promote/Remove/Comment Buttons in den SERPs. Scheinbar wird das nur für einen geringe %-Zahl der User ausgeliefert um ein A/B Testing zu ermöglichen. [...]
Der Footer wurde auch verändert. Es ist hier scheinbar jetzt möglich Webseiten vorzuschlagen die man in den Top10 sehen möchte. Zudem kann man dort "SearchWiki" Notes hinterlegen. Spannende Geschichte... Plant Google ein Suche-Wiki im großen Stil?

Nix Genaues weiß man nicht - Big G ist bekanntlich nicht sonderlich auskunftsfreudig, allerdings frage ich mich, ob die so gesammelten Daten in den "allgemeinen" Index einfließen werden, oder ob Google die Bewertungen für individuelle Index-Anpassungen eingeloggter User verwendet. Dass das System große Auswirkungen auf SEO-Tätigkeiten hat, kann ich mir nicht vorstellen: gegen Missbrauch wird Google vermutlich ausreichende Schwellen einziehen, und das Gros der User wird aufs Suchergebnis klicken und nicht auf die Bewertung.

AdSense Werbung via TKP-Abrechnung

Ja, das geht - Millionär wird man damit nicht unbedingt, aber wer einen entsprechenden Channel anlegt, tut gut daran, die Optimierungstipps von Allblogs zu beachten: aussagekräftige Informationen über die Seite, auf der gebucht werden soll, sind nun mal die halbe Miete. Und branding-technisch ist der Longtail alles andere als erschlossen.

Video der Woche

Fallout gehört zu den meist-erwarteten Single-Player Rollenspielen der letzten Jahre. Trotz ungebrochenem WoW-Boom und dem letzte Woche veröffentlichten Add-On "Wrath of the Lich King" sind die guten alten Einzelspieler-Games keineswegs ausgestorben. Während die meisten Gamestudios ihre Helden in Fantasywelten gegen Orks und Drachen kämpfen lassen, zeichnete sich die Fallout-Reihe von Beginn an durch ein schwer satirisches, retro-futuristisches Setting aus: die postnukleare Welt befindet sich in deprimierendem Zustand. Zwischen mutierten Riesenkakerlaken und ärmlichen Siedlungen erkundet der Spieler die Welt. Die beiden Computerspiel-Journalisten-Doyens Lenhardt und Langer haben ein ausführliches Test-Video ihrer "1. Fallout 3 Stunde" aufgenommen - gelungenes Format und offenbar gelungenes Spiel. Da wird mir wohl nix anders übrig bleiben, als am Wiederaufbau der Zivilisation mitzuarbeiten. [via Locoloki]:

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Und damit bin ich auch schon wieder am Ende mit dem Rückblicken - ich wünsche einen herbstlich-beschwing-entspannten Wochenausklang, wir lesen uns am Montag.

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Rollingpin: Koch müsste man sein…

Rolling PinEs wird unüberfühlbar kälter hierzulande: eine gute Gelegenheit für Saisonarbeiter und Gastro-Experten, einige Monate in wesentlich wärmeren Gefilden oder gleich auf einem Kreuzfahrtsschiff zu verbringen. Wer dies nicht aus urlaubstechnischen, sondern aus beruflichen Gründen macht, tut gut daran, der Nischen-Jobbörse Rollingpin einen Besuch abzustatten. Vor einigen Monaten habe ich im Rahmen eines trigami-Reviews auf ehrlichtreu.org die Seite vorgestellt, inzwischen gab es einen größeren Relaunch: fast 5.000 Berufsangebot aus dem Großraum Hotellerie und Gastronomie warten auf Köche und Servicepersonal.

Rolling Pin ist ein Printmagazin, das 14mal pro Jahr erscheint - bei Abschluss einer Premium-Mitgliedschaft erhält man das Heft zugeschickt und kann erweitere Funktionen auf der Homepage nutzen. Die einfache Benutzbarkeit täte auch manch andere Jobbörse gut: nach einmaliger Registrierung und Hinterlegung aller relevanten Daten bewirbt man sich zukünftig einfach via Mausklick für diverse Hoteljobs. Neben dem eigentlichen Stellenmarkt bietet die Seite geballte Informationen für Newcomer und Brancheninsider: von Tipps für Gehaltsverhandlungen bis hin zu arbeitsrechtlichen Fragen bei Jobs im Ausland finden zukünftige Gastro-Traveller Antworten auf viele Fragen.

In meinem Bekanntenkreis kochen überdurchschnittlich viele Leute beruflich - und mit Küchen-Profis hab ich immer einiges zu bereden :mgreen: Beruflich scheint's, soweit die Erfahrung meiner Bekannten repräsentativ ist, nicht anders zu sein als in den meisten Branchen: mit guter Reputation und Vita fällt's zumindest im Inland relativ leicht, einen Job zu finden. Rolling Pin ist als Job-Portal nicht zuletzt deshalb hochinteressant, weil die Stellenangebote über die ganze Welt verteilt sind - wenn ich Koch wäre, dann würde ich auf jeden Fall einen Winter-Saison-Job in wärmeren Gefilden bevorzugen... aber wer Lederhosen und Almhütten bevorzugt, findet vermutlich auch etwas Passendes.

Xsara, Diaries of a SEO Dog #8

Überall sind die Hunde verunsichert: sollen sie ihre Knochen lieber vergraben oder in billige Optionsscheine investieren? Xsara lässt sich von der Panik an den internationalen Finanzmärkten natürlich nicht unterkriegen!

Xsara, Diaries of a SEO dog #8

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