Vor kurzem habe ich österreichische Branchenbücher auf ihre SEO-Tauglichkeit hin analysiert. Während sich die Platzhirsche Yellowmap und Herold hierzulande den Markt weitgehende aufteilen, kommt in Deutschland Bewegung in die "Szene": die Neue Branchenbuch AG kombiniert als erster Anbieter eine Bewertungsplattform mit dem klassischen Branchenbuch-Angebot.
Im Social Web wird bekanntlich alles und jedes bewertet. Die "Wisdom of the Crowd" also auch bei der Bewertung von Firmen genau dort einzusetzen, wo man normalerweise nach ihnen Sucht, liegt extrem nahe. Eigentlich wundert es mich, dass noch kein Anbieter generell die Social Network Metapher verwendet bzw. als Firmenbuch zweckentfremdet: sozusagen ein Xing für Unternehmen statt für Personen. Denn dem klassischen Businessmodell der Branchenbuch-Branche (Wort-der-Woche-Anwärter, kurz: BMdBbB) täte dies keine Abbruch: denn es wird ja nicht der Installateur- oder Fotographen-suchende User zur Kasse geben, sondern die Firma, die sich präsentieren möchte - also kein Problem, eine Premium-Modell (aber bitte durchdachter als bei Xing) einzuziehen. Der Pressetext hebt zunächst die klassischen Qualitäten hervor:
Auf den ersten Blick scheint der Mitbewerber mit einem Basispreis von netto 49,99 Euro im Monat im Vergleich zu 89,00 Euro netto bei der Neuen Branchenbuch AG günstiger. Allerdings bietet das Frankfurter Unternehmen deutlich mehr Service wie die doppelte Anzahl für Schlagwörter und Branchenzuordnung, die eben entscheidend für das Finden eines Unternehmens sind.
Spannender wird's allerdings weiter unten - denn die Betreiber haben zwei Prinzipien des Social Networking offensichtlich internalisiert. Wer die Crowd sourced, muss auch für Motivation sorgen:
Wer seine Daten im Onlinebranchenbuch immer aktuell hält, seien es die Adress- und/oder aber die Produktdaten, erscheint in den Listings bei Suchanfragen weiter oben, als jene die dies eben nicht machen.
Zweites spannendes Alleinstellungsmerkmal ist ein umfangreiches Programm gegen "Bewertungsbetrug". Hier wolle man mit Experten zusammenarbeiten und "stichprobenartig" prüfen, so die Neue Branchenbuch AG. In der Tat ein untriviales Problem: denn das bekannte Social-News Phänomen (raufvoten mit mehreren Konten, motivieren des Bekanntenkreises...) nimmt im Kontext eines Branchenbuchs natürlich sofort wettbewerbsrechtliche Dimensionen an: wer es schafft, selbst besser bewertet zu sein als die direkte Konkurrenz, wird dies umso stärker an den Umsatzzahlen merken, umso mehr potentielle Kunden ihre Unternehmen im Netz suchen, und diese Quote steigt bekanntlich ständig. Rechtsexperten und eine Redaktion, die auf der Hut ist wie der sprichwörtliche Luchs, sollen systematische Verzerrungen vermeiden. Leicht stelle ich mir diese Aufgabe nicht vor: denn je populärer das Branchenbuch wird, desto größer die "Blackhat Energie". Österreichische Unternehmen dürfen übrigens - je nach Präferenz - aufatmen oder enttäuscht sein, denn die Neue Branchenbuch AG bietet ihr Service derzeit nur für Deutschland an.
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Michi Kamleitner hat mich auf ein weiteres Branchenbuch aufmerksam gemacht, das ich in meiner Serie übersehen habe, obwohl ich schon längst drin vertreten bin: die Wirtschaftskammer Österreich betreibt auf ihrer eigenen Seite ein umfangreiches Firmenverzeichnis namens Firmen A-Z und bietet neben den Kontaktdaten auch zusätzliche Services für Unternehmen an, die im Netz tätig sind. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Eintragungen in Branchenbücher mögen den einen oder anderen menschlichen Besucher generieren - im Online-SEO-Mix für gewerbliche Homepages spielen sie allerdings keine Rolle. Die gut platzierten Verzeichnisse verlangen in der Regel Geld für einen Backlink, der sich anderswo leicht gratis abstauben lässt. Als High-Trust Link Directories käme gut gepflegten Online-BBs zwar hoher Google-Trust zu, die meist monatlich laufenden Schaltungskosten rechtfertigen diesen jedoch aus SEO-Sicht im Vergleich zu dedizierten Linkvermietern keineswegs. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Bei der Professionalisten-Datenbank des Falter handelt es sich nicht um sehr spezialisiertes Branchenbuch: ausschließlich Unternehmen aus den sogenannten Creative Industries finden hier Aufnahme. Innerhalb der Branche gilt das Falter-Verzeichnis längst als Geheimtipp, denn die Datenqualität ist immens hoch: einen beträchtlichen Teil der Einträge recherchieren die Betreiber selbst, jährliche Rückrufe sichern laufende Aktualität und vermeiden Karteileichen. Diesen Beitrag weiterlesen »
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Betreiber des FirmenABC sind auch in Deutschland tätig, dort in Kooperation mit Radio Gong und Schwerpunkt auf die Empfehlung von Handwerksbetrieben - also ein klassisches B2C Portal. Die wenigsten Privatpersonen benötigen die Dienste eines Online-Marketing-Beraters, also scheint das Firmen-ABC nicht das optimale Branchenbuch für mich zu sein: aber es geht in diesem Test ja in erster Linie um die SEO-Eignung - können Unternehmen also hier einen Backlink abstauben? Diesen Beitrag weiterlesen »
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Der dritte Teilnehmer am großen datenschmutz-Branchenbuch SEO-Marathon hört auf den englischen Namen Yellowmap.at. YM bietet zwar einen kostenlosen Eintrag ins Verzeichnis an, will aber in erster Linie seine Premium-Produkte an den werbenden Mann oder die Frau bringen - mit Bild um EUR 9,90 und ohne für EUR 3,90 pro Monat. Ich habe mir allerdings lediglich die Features des Produkts "WerbeEintrag Free" angesehen; sogar dessen Beschreibungstext suggeriert ein Upgrade: Diesen Beitrag weiterlesen »
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Auf ein unter seinen Möglichkeiten bleibendes Branchenbuch für Österreich bin ich durch Haralds Coaching Homepage gestoßen, genauer gesagt durch den dort verlinkten Routenplaner - ein nettes Feature, das sich nach erfolgter Anmeldung gratis in die eigene Homepage einbinden lässt. Im Prinzip handelt sich's um einen simplen Verweis auf eine Google-Map, aber wer sich mit dem ganzen Technik-Kram nicht eingehend beschäftigen will, findet hier eine praktische Copy-Paste Lösung. Im Großen und Ganzen handelt sich's hier allerdings um eine eher grottige Applikation, aus der sich aber durchaus was machen ließe. Aber alles der Reihe nach... Diesen Beitrag weiterlesen »
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Online-Branchenbücher sind die Web-Directories der Geschäftswelt: selbst im Zeitalter der Web 2.0 Do-it-yourself Hysterie Euphorie feiert das gute alte Premium-Placement Businessmodell fröhliche Urständ. Neben Platzhirsch Herold bieten in .at noch weitere Dienstleister ihre Services feil - gemäß der Theorie von Dr. Theodore Longtail kann's ja auch für Einzel- und Kleinunternehmen nicht von Nachteil sein, mehr als einmal vertreten zu sein. Aber eignen sich die Branchenverzeichnisse auch für SEO-Zwecke? Ich habe einen näheren Blick auf die populärsten österreichischen Branchenbücher geworfen - und eine kurze Serie draus gemacht - ab heute stelle ich jeden Tag ein Branchenbuch vor und lege dabei speziellen Wert auf die Frage: kriegt man einen Google-tauglichen Backlink ab? Diesen Beitrag weiterlesen »