"Oida, bamm, Krocha, Oida!" Trendforscher schätzen die neue Jugendkultur aus Wien als relativ kurzlebig ein, weil Wien "nicht die Stadt ist, in der internationale Trends entstehen." Stimmt - das ist Innsbruck, dort kommt doch DJ Ötzi her, oder? Jedenfalls berichtet nun schon der Spiegel über die markenbewussten Palästinensertuchträger.
Durch einen Artikel von Andy Beard über bezahlten Content bin ich auf die Don't be an idiot Initiative gestoßen: sozusagen die sympathische Kurzform des in den USA vieldiskutierten "Code of Conduct" für Diskussionen zu Blogartikeln:
Apparently, we must remind ourselves of basic good human behavior. Is this really anything more than basic common sense, deserving of a code of conduct? We think not! [...] It covers everything from being an ass, to spamming, to link dropping. In fact it carries over into real-life as well. You can't go wrong with this one. Feel free to use it on your own blog and in your own life, as you see fit.
Höllisch kewler Stuff: wenn man alte stereoskopische 3D-Aufnahmen via Animated gif im richtigen Tempo "wackeln" lässt, stellt sich der 3D-Effekt ebenfalls ein. Klingt abstrakt? Sieht so aus:

Mehr solcher Bilder gibt's hier, gestoßen bin ich auf die New-Oldschool-Stereogramme bei Max.
Was passiert, wenn man einen eingeschworenen Drumandbass-Fan plötzlich unerwartet Rockmusik hören lässt? Einige AbonenntInnEn der österreichischen Breakbeatpostille wissen es seit dieser Ausgabe - soeben erreichte mich folgender charmanter Absatz:
Der aktuellen elften Ausgabe von resident liegt eine falsche Mix-CD bei. Das Presswerk hat NICHT den Danny Byrd Mix verwendet, sondern eine uns bis dato unbekannte Zusammenstellung aus rockartigen Einzelstücken. resident ist um eine schnelle Aufklärung bemüht, viel wichtiger ist aber der Ersatz für alle Käufer und Abonnenten von Exemplaren mit falscher CD. Natürlich gibt es adäquaten Ersatz. In Kürze dazu mehr Informationen.
Hehe... wir sind um eine schnelle Aufklärung bemüht! Den Satz kennen wir doch irgendwo her. Ich hoff, die Rockmusik hinterlässt bei den Headz keine bleibenden Schäden!
Vom Semantic Puzzle hab ich Unterstützung bekommen in punkto Google-Seelenkäuferei. Ich kann's ja kaum glauben, dass so gut wie niemand Tante G. den Vogel zeigt. Nochmal in Kurzform: wer beim Favicon-Contest mitmacht, gewährt Google eine immerwährende
...license to your name, voice, image, persona, likeness and performance in any media taken or to be taken of you by or on behalf of Google.
Erinnert mich wirklich ganz stark an die (angeblich verdammt lässige, ich hab's ja nicht gesehen) US-Serie "Reaper", die in Europa noch nicht läuft... nur dass hier wohl niemand todkrank ist und seine Seele verkaufen muss :devil:
Bleibt mir also nur mehr, einen geruhsamen Wochenend-Ausklang und für die kommenden Tage ordentlich Hitzeresistenz zu wünschen!
DJ Marky und MC Stamina waren gestern Abend von eins bis drei für die Beschallung des Dom im Berg verantwortlich. Der Ausnahme-Turntablist aus Sao Paolo und sein kongenialer britischer Gesangs- und Rap-Partner lieferten eine Show ab, die für mich persönlich zu den absoluten Highlights des diesjährigen Festivals zählte. Dazu leisteten auch die elaborierten Visuals von Mox und Decollage.tv einen beträchtlichen Beitrag. Bushwacka trieb uns anschließend ganz schnell Richtung Postgarage, wo Hot Chip gerade recht konsequent den Club leerspielten - aber das ist eine andere Geschichte.
Unser Timing war gestern einfach perfekt: wir hörten genau nix mehr von Gilles "Dancefloor-Boredom" Peterson - als wir den Dom enterten, legte Marky gerade die erste Pladde auf den 1210er. Kein softes brasilianisches Intro, sondern brachiale Basslines gleich zu Beginn: Mister Marky vergeudete keine Zeit, und nach den ersten drei Brettern betrat Stamina die Bühne. Ab diesem Moment begann eine großartige Soundreise: wie wenige Plattendreher beherrscht Marky, der mit 13 seine DJ-Karriere begann, die Kunst der Set-Dramaturgie und das perfekte Wechselspiel von soft und hart, das gerade bei Drumandbass Sets unerlässlich ist für längerfristige Tanzmotivation. Seine schon damals sicken Scratch-Skills hat Marky, seit ich ihn vor drei Jahren das letzte Mal auflegen gehört hab, noch weiter verbessert - und setzte sie an mehreren Stellen gekonntest ein. Stamina MCs Kommentar dazu: "Your friends told you about him, you've seen him on youtube - he is *my* DJ!" Kein Wunder, dass bei so großartiger Mucke der altbekannte Zeitdilatationseffekt eintrat: nach subjektiv gefühlten 30 Minuten waren die zwei Stunden um; "LK", Megahit und Signature-Tune des Duos, folgte als vorletzte Nummer. Alles in allem: grandios! Außerdem möchte ich unbedingt wissen, wie dieses Dubplate heißt, bei dem eine Frauenstimme singt "Shorty, what's your dream deep down?" Falls irgendjemand diese Nummer kennt, bitte ich um einen Hinweis - der Track ist der Liquid-Burner schlechthin...
Ach ja, noch ein Wörtlein zu den Visuals: das Setup im Dom besteht aus drei Leinwänden (Mitte, links, rechts), die auch unabhängig bespielt werden können. Während mich die bewegten Pixel am Freitag gar nicht vom Hocker rissen (dafür aber Robert Owens), war ich gestern ziemlich begeistert und der äußerst abwechslungsreichen Melange aus Fotos, Videos und Typo-Spielereien - sehr anregender visueller Input, bravo!
Dass Bushwacka dieses Set nicht würde toppen können, hatte ich bereits vermutet. Allerdings brauchte er nur zweieinhalb (grauslich mittenübersteuerte) Nu Rave Breakbeat Tracks, um uns ganz schnell Richtung Postgarage zu scheuchen. Als wir dort ankamen, schien alles gut: der Hot Chip DJ spielte gerade gemütlichen Old School DnB - aber nur drei Tracks lang. Dann wurde es ungewollt kuschelig, und eine Menge Folks, die gerne ihre Beinchen geschwungen hätten, beschlossen in Ermangelung von Couches, den Club zu verlassen. Uns hielt die Hoffnung auf feine Acid Breaks von Luke Vibert vor Ort, die war allerdings nach einer Stunde restlos aufgebraucht; und als Wagon Christ, der um 3:30 hätte beginnen sollen, um 4:45 noch immer nicht hinter den Turntables stand und alles darauf hindeutete, dass Mr. Hot Chip demnächst beginnen würde, seine Bob Marley Sammlung auszupacken, beschlossen wir einen, den Vibert einen guten Mann sein zu lassen und machten uns auf den Heimweg.
Fazit: Marky machte den letzten Abend des Festivals zu einem Highlight. Im Großen und Ganzen hat mit das diesjährige Spring großen Spaß gemacht, und das Line-Up war motivierend genug, um viermal hintereinander bis in die frühen Morgenstunden zu tanzen. Weniger gelungen fand ich in Einzelfällen die zeitlichen Programmierung: das eine oder andere Mal war's gerade zur "Haupt-Tanzzeit" 2 bis 4 einfach zu hatschert, ruhig und elegisch - wobei man allerdings, und das ist ja eine der Hauptstärken des Spring, bei derart vielen Locations immer recht problemlos eine Ausweichmöglichkeit findet. Der Festivalbus ist dazu nicht unbedingt erforderlich, denn in Graz liegt definitiv alles in Gehweite
In diesem Sinne also herzlichen Dank ans Spring-Team für vier lässige Tage in der Murmetropole; wenn ich wieder zurück in Wien bin, werd ich ein kleines Video aus meinen Schnippselchen zusammenschneiden.
Die Chance auf ein Jahr lang erstklassige Breakbeat-Infos in Printform frei Haus und für laut ist vorbei - Gratulation an die GewinnerInnen und viel Vergnügen mit Maestro Spor im Zoo am 9. Februar.
In Kooperation mit dem österreichischen Magazin für mehr Bass habe ich an dieser Stelle vor kurzem einige Goodies verlost, en detail: 3 resident-Jahresabos, drei fesche Slipmats mit resident-Logo und 2x2 Karten für die Lifted Session am 9.2. im Wiener Zoo mit Spor, Apex und Chris Renegade. Die Glücksfee hat mit unbestechlicher Hand und massiven Basslines den Losbehälter zertrümmert und folgendes beschlossen: Je ein resident-Abo geht an Ulrich, cheezecakez und Cirkator, je eine Slipmat haben frika, Hans im Glück und dnbjunkie und die 2x2 Eintrittskarten für die Spor-Sause erhalten Montz und Luftgucker. Herzliche Gratulation - und falls es diesmal nicht geklappt hat: die nächsten Gewinnspiele scharren bereits in den Startlöchern!
| 7. Februar 2008 21:00 | bis | 8. Februar 2008 4:00 |
In der Fluc_Wanne am Praterstern 5 gibt sich Miyara Supasaiyajin aka Tetsuo live die Ehre. Die geneigte Zuhörerschaft erwartet "traditioneller" Mash-Up Sound, genauer gesagt japanisch-grazerischer Schlagercore. Also Schuhplattler statt Krocha - oder allenfalls Squaredance, wenn Point und Santos live und und an den Decks ihre Oldskool-Western-Hörspiel-Collage basteln.
Die visuelle Reizüberflutung dirigiert Herr Nieder von paxnicht respektive brainwash drivein, beginnen tut der vorgezogene Karneval um 21:00 Uhr. Wie immer gibt's auf datenschmutz *keine* Gravity-Tickets zu gewinnen - denn der Eintritt ist nun mal gratis. Big up Drumfunk.at!
Mehr Infos zu den beteiligten Sound-Dekonstruktivisten:
Miyara Supasaiyajin aka Tetsuo (live) [alp.traum / JP]
Any Maniac (live) [shellbeach / widerstand / disko404]
Point (live) stubenmusicstudio]
Santos [stubenmusicstudio]
Breakbeat-Afficionados aufgepasst: datenschmutz verlost 3 Jahresabos des österreichischen Magazins für Musik mit mehr Bass aka resident (gültig für .at, .ch, .de), drei fesche Slipmats mit resident-Logo und 2x2 Karten für die Lifted Session am 9.2. im Wiener Zoo mit Spor, Apex und Chris Renegade.
Letzeren habe ich mal in London auflegen hören... angeblich ist Spor der talentierteste der drei Schreibendreher, dabei fand ich damals schon das Set von Chris extrem fein selektiert und auffällig leiwand gemixt. Wird also sicherlich eine sehr freshe Party, die sich kein Drumandbass-Fan entgehen lassen sollte.
Wer gewinnen möchte, hinterlässt - wie eh und je - einfach einen Kommentar zu dieser Story. Und wie bei allen ds/Gewinnspielen gibt's ein Extra-Los für jede Online-Verlosungsankündigung (auf Blogs, Foren etc.) und für alle teilnehmenden datenschmutz Facebook-Fans. Eine Registrierung ist nicht erforderlich, Details zu den Teilnahmebedingungen sind hier nachzulesen. Die Verlosung endet am 06. Februar 2008, die GewinnerInnen werden via E-Mail verständigt.
Preise:
Achtung: bitte im Kommentar unbedingt angeben, ob ihr am 9. Februar in Wien seid und die Gratiskarten wollt, oder ob ihr nur das an der Verlosung von Slipmats bzw. Abo teilnehmen möchtet!!!
"Resident" mit "Evil" hintendran ist ein Computerspiel bzw. mittlerweile auch ein Kinofilm. "Residents", also "Heimische", heißen aber auch die Local DJs bei Fanversammlungen beatlastiger elektr(on)ischer Musik im gemächlichen 180er Takt, gemeinhin auch als Drumandbass bezeichnet. Denselben Namen wählte die österreichische Printpostille, das im 2007 bereits seinen zweiten Geburtstag feierte. Aber weil über Musik schreiben ganz gut mit "über Architektur tanzen" vergleichbar ist, kommt jede Ausgabe mit wesentlich mehr Bass: jeder Printausgabe liegt eine stets ausgesprochen deliziöse Mix-CD bei. Die nationale bzw. deutschsprachige Szene spielt natürlich eine beträchtliche Rolle im Inhaltsportfolio, internationale (bzw. britische) Acts kommen aber ebenfalls regelmäßig zu Wort. Mehr über die Redaktion in Wort und Bild verrät eine aktuelle frei:stunde Sendung (ausgestrahlt auf okto tv):
Aktuell steht ein Relaunch ins Haus, für 2008 sind insgesamt vier Ausgaben geplant - die erste Ausgabe diesen Jahres wird im März in neuem Glanz erstrahlen, weitere Issues folgen im Juni, September und Dezember:
Gleich im März gibt's dann ein Update in Sachen Layout, Struktur und Themenvielfalt. Die letzten zwei Jahre haben uns weiser werden lassen - und das werden wir auch zeigen.
Absolut einen Besuch wert ist auch die Homepage (gegen die unsere gap-Seite übrigens ganz ordentlich abstinkt), wo informationshungrige Raver unter anderem lesenswerte Szene-Kolumnen finden. Demnächst gibt's an dieser Stelle ein Interview mit den HerausgeberInnen - wer sich vorab schon mal ins Magazin einlesen will, sollte auf jeden Fall beim Gewinnspiel mitmachen!
| 6. Dezember 2007 21:00 | bis | 7. Dezember 2007 4:00 |
Die Wiener Drumfunk-Crew Gravity feiert am Nikolaustag ihren vierten Geburtstag - und zwar mit einem Meister breakbeatigen Sound-Wahnsinns: Fanu is in the house, genauer gesagt in der Fluc Wanne. Und ich würd ja Karten verlosen, aber das erübrigt sich in diesem Fall, denn der Eintritt ist gratis.
Ort des atmosphärischen Trommelwirbel-Geschehens ist die Fluc_Wanne (Praterstern 5, 1020 Wien). "The Otherness. A cetain degree of David-Lynchism", so beschreibt der Finnen seinen Sound, in dem sich Jungle-Einflüsse ebenso wiederfinden wie Electronica-Klangwolken. Fanu ist übrigens nicht nur gefragter DJ, sondern auch begehrter Remixer, kürzlich unter anderem für die Nine Inch Nails und Bill Lasswell. Also sagen wir's, wie es ist: ein Pflichttermin.
Line-Up:
| 24. November 2007 23:00 | bis | 25. November 2007 4:00 |
Wie jeden letzten Samstag im Monat stehen am 24. November im Wiener Flex Future Beats am Programm. Stargast des von DJ Mat und Raw.full ins Leben gerufenen Clubs ist diesmal der britische "Drumandbass Rockstar" TC, stimmlich begleitet von MC Jakes. datenschmutz verlost 1x2 Tickets - wer gewinnen möchte, hinterlässt einfach einen Kommentar zu dieser Story.
Future Beatz gibt's seit Beginn des dritten Jahrtausend (hört sich irgendwie schräger an als 2001, oder?), seit 2006 wird, wie der Pressetext erklärt, "mit Urban Art Forms CEO Christian Lakatos (aka) Meph" kooperiert. Ich krieg ja von der Drumandbass-Szene nicht mehr allzu viel mit, aber eines steht fest: wenn die Crews mittlerweile nicht bloß aus DJs, MCs, Visual Artists und Entourage bestehen, sondern einen CEO haben, ist's mit den "Andagraund, Oida!" Zeiten vorbei
Außer Zweifel steht indes, dass die "Eristoff Tracks Future Beatz" zu den beliebtesten Breakbeat-Veranstaltungsserien der Hauptstadt gehören - und TC (dstyle recordings/UK) gehört zu den talentiertesten jungen Producern und DJs der Insel. Er und Jakes sind ein eingeschworenes Duo, das sich hervorragend ergänzt und seit dem Erfolgstune "Deep" auf dem Weg zu weltweiter Dancefloor-Bekanntheit.
Neben TC und MC Jakes geben sich die Lokalmatadoren Body&Soul sowie die durch ihre Performances mittlerweile legendären SNITCHBROS. (UAF//AUT) die Ehre. Vokale Unterstützung kommt von resident MC Shnek, um die feiernde Crowd zusätzlich ordentlich ins Schwitzen zu bringen.
Die Tickets kosten 12 Euros, datenschmutz LeserInnen, die am Samstag, 24. November, in Wien weilen, besuchen die Party mit ein wenig Glück gratis: wer gewinnen möchte, hinterlässt wie stets zu solchen Anlässen einfach einen Kommentar zu dieser Story. Unter allen KommentatorInnen werden die zwei Tickets nach dem Zufallsprinzip verlost - die Ziehung übernimmt dabei die datenschmutz Glücksfeen-Abteilung.
Bonusrunde: wer selbst ein Blog schreibt und dort die Future Beatz Verlosung ankündigt und verlinkt, bekommt ein zweites Los für die Ziehung und hat damit doppelt so hohe Gewinnchancen!

Bitte unbedingt eine korrekte E-Mail Adresse eintragen, sonst wird's nix mit der Gewinnverständigung. Das Gewinnspiel endet am 22. November um 20:00 Uhr. Der Rechtsweg ist wie immer ausgeschlossen, die Preise können nicht in bar abgelöst werden. Im Übrigen gelten die Standard Teilnahmebedingungen für datenschmutz Gewinnspiele.
Ort: Flex, am Donaukanal, U2/U4 Schottenring Wien
Line Up:
| 13. Oktober 2007 22:00 | bis | 14. Oktober 2007 4:00 |
Die residents sind das eigentliche Rückgrat jeder Drumandbass Party: nur mit den Mainacts und ohne die heimischen Plattendreher würde die durchschnittliche Breakbeat-Zelebration wohl kaum bis in die frühen Morgenstunden dauern. Von diesen hat sich vor zwei Jahren ein heimisches Musikmag den Namen geliehen: resident widmet sich allen Facetten der internationalen Breakbeatkultur. Vor zwei Jahren präsentierte das Redaktionsteam die allererste Ausgabe. Die war, wie sich's gehört, mit einer ordentlichen Portion Fan-Charme durchdrungen, doch in den vergangenen 24 Monaten entwickelte sich das einzige deutschsprachige DnB Magazin zum ernstzunehmenden Verlautbarungsorgan der Breakbeat-Szene.
resident erscheint viermal im Jahr, für günstige EUR 3,50 gibt's zu jeder Ausgabe eine Mix-CD mit aktuellen Tracks. In der Oktoberausgabe richtet die Redaktion den Scheinwerfer aufs Thema "Blood Death and Gore - muss guter DnB böse sein?" (Anm. des Autors: nein, aber es hilft. Oder anders gesagt: hängt ganz von der momentanen Hörstimmung ab.) Die Antwort wird gewiss recht differenziert ausfallen, außerdem standen Friction, Young Ax und andere für das kommende Mag Rede und Antwort.
Dass ein Spartenmagazin in einem Land, dessen Economies of Scale sogar das Überleben allgemeiner Popmagazine nicht gerade leicht machen, so schnell zu seiner Leserschaft findet, mag durchwegs mit der Vorliebe österreichischer Raver für Geschwindigkeiten jenseits der 180bpm zusammenhängen - und die wird beim 2-Jahres-Geburtstagsfest am 13. Oktober im Wiener Zoo ausgiebig zelebriert. Am Mainfloor rocken die Holländer Black Sun Empire back2back mit Noisia, unterstützt werden sie von den resident residents der Wiener Redaktion, nämlich Combo, Intoxicated, Makeedo, Res und MC Daxta, für visuelle Entrückung sorgt DEF. Am zweiten Floor bleibt die Geschwindigkeit etwas niedriger, Monsta aus UK und die locals Shroombab, Defekta, Menace und Se.Vero werden mit dem Publikum ihre Begeisterung für Dubstep und Nu:Breakz teilen. the gap gratuliert ganz herzlich und wünscht viele weitere erfolgreiche Jahre mit mindestens 180 Lesern pro Minute.
Jener Artikel, der nun den schönen Titel Max Kossatz und Ritchie Pettauer kopieren Design von deutscheblogcharts.de trägt, hieß vor wenigen Stunden noch Warnung vor Max Kossatz und Ritchie Pettauer, wie der Permalink verrät. Jan versteht trotzdem noch immer nicht, worin eigentlich die Pointe begraben liegt. Aber kein Wunder - so viel aufopferungsvolle Sicht kann schon mal den Blick für die vielbeschworene Demokratisierung trüben. Danke im übrigen an Frank Helmschrott, den Mitbegründer des deutschen Blog Schwanzvergleichs, für seinen Beitrag:
Jens Schröder macht sich mit den originalen DBCs eine Arbeit, die ich mir offen gesagt schon lange nicht mehr gemacht hätte. Die Aussage die dahinter steckt wurde zahlreich in Frage gestellt und letztlich vermittelt sie ein Bild der sog. deutschen Blogosphäre, dem sie teilweise selbst nicht gerecht wird. Was für ein Blog ist schon besser oder beliebter als ein anderer? Wenn nur eingehende "echte" Links eine Rolle spielen, wie wichtig sind dann noch Leser oder der Grund warum sie den Blog lesen? Um ganz ehrlich zu sein brauchen wir keine der Toplisten so wirklich.
Da kann ich nur zustimmen, und die Aggregationsfunktionen von Dirk Olbertz' Blogscout sind extrem gut durchdacht und kommen meiner Vorstellung von Blog-Aggregation um Meilen näher als irgendwelche oberlehrerhaften Listen. Und zugegeben: die Layout-Ähnlichkeit bzw. Mimikry ist eine der ältesten Taktiken zur Generierung von Aufmerksamkeit; natürlich können wir auch gaaaanz anders. Aber, wie Max bereits geschrieben hat:
die sogenannte blogsphaere (die, laut technorati eine miniszene ist, so gibt es nur rund 300 blogs mit "viel authority" (wenn man diese "kennzahl" jetzt hernimmt) bei technorati auf deutsch, da muss man rund 120 zeitungen, etc. abziehen, das ist ech wenig fuer rund 100 Millionen menschen) muss endlich begreifen das es keinen sinn mehr macht nur die ganze zeit ueber sich selber zu referenzieren.
hier sind neue ideen gefragt um den naechsten schub einzuleiten, deswegen nochmals danke fuer diesen beitrag! lauyout und design spielen bei solchen problemen, genauso wie beleidigungen und warnungen, keine rolle.

Aber nicht genug mit der Umbenennung: Michael, der Autor, schließt auch gleich noch zugehörigen Diskussionthread mit den knappen Worten:
Max/Ritchie: Da es nun wohl doch von Euch eingesehen wurde, dass nicht nur bloß eine Word-Tabelle kopiert wurde, und Ihr das Design angepasst habt, habe ich nun den oben stehenden Artikel aktualisiert und die Warnung aufgehoben.
Außerdem schließe ich damit auch die Diskussionen hier.
Gar nix haben wir eingesehen! Es ging von Anfang nie um das Layout, obwohl sich die Mimikry als wesentlich probateres Mittel zum Generieren von Aufmerksamkeit erwiesen hat als erwartet. Nun gut, wir haben die Farben invertiert und die Schriftart geändert, den schließlich macht sich auch die Piratenflagge weiß auf schwarz besser. Damit wäre der Vorwurf des Designklaus "aus der Welt geschafft", was immer das heißen mag, aber wie Cordobo völlig richtig schrieb:
Hmm, ich habs als Parodie gesehen. Und ich glaube als solche war die Seite auch gedacht, wenn man sich die FAQ ansieht.
A propos Warnungen - dieser Screenshot bekommt einen Ehrenplatz auf meiner Festplatte: die erste Manifestation des verbreiteten Piratenschreckens! Sogar auf Rivva haben wir bereits eine umfassende Kollektion bekommen! Und der Upload-Podcast, den ich hier an dieser Stelle gerne remixed hätte, darf leider nicht veröffentlicht werden, wie Jan mitteilte. Naja, was soll's -he's kickin' it old school, aber ich hätte "ich find's eine Frechheit!" zu gern mit ein paar Breakbeats unterlegt. Der Herr Blogpimp wundert sich ebenso wie wir über die "transparenten Filtermechanismen" des "Originals":
Und noch was ist mir aufgefallen, bei den Piraten tauchen Blogs mit teilweise über 2000 Backlinks laut Technorati auf, die in den deutschen Blogcharts gar nicht vertreten sind. Und das, obwohl sie offensichtlich keine Templates, Plugins oder ähnliches anbieten. Da fragt sich der brave Blogbetreiber, wie denn die Filter der Deutschen Blocharts programmiert sind, und wen man verlinken muss, damit die Filter einen mögen?
Michael kopiert ebenfalls oberdreist das Layout mit seinen Smiley Blogcharts. Das fand ich zuerst überhaupt nicht okay, aber dann musste ich wieder an Nikos Präsentation auf diesem Designkongress vor Jahren denken - also letztendlich haben wir's doch noch geschafft, Webpublishing via Word zum Trend zu adeln!

Naja, jedenfalls sollte man Diskussion nicht an dem Punkt schließen, wo sie beginnt, interessant zu werden... die deutsche Blogosphäre wird sich wie weiland Münchhausen an den eigenen Haaren immer weiter nach oben ziehen! In diesem Sinne: auf das neue Design der deutschen piraten blogcharts!
Während für viele Hobby-DJs Drumandbass nicht mehr als eine flüchtige Affäre bleibt, geht die mittlerweile zehnjährige Beziehung des Wiener Produzenten und DJs d.kay wesentlich tiefer: rechtzeitig zum Dekaden-Jubiläum veröffentlichte der einzige Full-Time Breakbeat Producer dieses Landes sein Debut-Soloalbum "Individual Soul" - der richtige Anlass für eine Titelstory in the gap, die ich für die aktuelle Ausgabe geschrieben habe. Und weil das Internet im Gegensatz zu Print keine Zeichenbeschränkung kennt, gibt's hier die Vollversion der im Heft leicht gekürzten Geschichte des Wiener Breakbeat Producers. Aber damit nicht genug der digitalen Vorzüge: David hat mir die unten eingebauten Snippets zur Verfügung gestellt - und die sagen mehr als tausend Worte. Hier erstmal ein Snippet aus meiner Lieblingsnummer, dem Opener des Albums - Golden Hands:
Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.
| 4. Mai 2007 22:00 | bis | 5. Mai 2007 2:00 |
Die Genrebezeichnung "Schlagercore" verdient auf jeden Fall eine Ankündigung: am 3. Mai lädt Gravity mal wieder ins Fluc um bei freiem Eintritt die Freuden des Drumfunk zu zelebrieren - diesmal mit Any Maniac und Point & Santos.
Die Visuals projizieren Tulumba Optics, ob's tanzbar wird oder eher was zum Zuhören weiß man bei Gravitiy im Vorhinein nie so genau - interessante Beatpatterns gibt's aber auf jeden Fall. Ein bisschen mehr Überraschung/Unvorhersehbarkeit schadet ja bekanntlich nie.
Any Manica
Musik zwischen DnB, Jungle und tekkno bis hin zum Breakcore. Sein aktuelles Liveset ist in den letzten 3 Jahren entstanden, stark beeinflusst von den Widerstand Parties in Graz. Er hat schon auf zahlreichen Veranstaltungen bewiesen, dass er das Publikum zum tanzen und zum schmunzeln bringen kann. Sein eigener Style und die unverkennbare Verspieltheit seiner Musik sind smart und sympathisch zugleich. Breakcore mit Humor.Point & Santos
Von dark bis zart, von rockig bis schnulzig, von weird bis straight, movie samples und sonstige sound spheren...
Details: Drumfunk.at