Das neu erschienene Remix-Album zu 36grad von 2Raumwohnung begeistert durch abwechslungsreiche Mischung der durchwegs gelungenen Remakes von Songs wie Freie Liebe.
Samon Kawamuras Debutalbum “Translations” besticht durch fein ziselierten Instrumental-Hip Hop, der auf Subtilität statt brachialer Effekte setzt.
Officerfishdumplungs erstes Album gefällt mit einer witzigen Mischung auf Lo-Fi, World Musik, Elektro und schrägen Rhythmen.
Makossa, Integrationsfigur der heimischen Elektronikszene, FM4 Eminenz und Megablast, langgedienter Luv-Lite-Massive Haudegen und Release-technisch alles andere als unerfahren, droppen ihr Debutalbum auf g-stone und lassen damit gemeinerweise die Austro-Pop-Doku von DoRo schon zum DVD-Erscheinungstermin veraltet aussehen. Mit ihrem intelligent-dubbig-kosmischen Sound hat das Duo Publikum, Musikkritik und die internationale DJ-Elite auf Anhieb auf ihrer Seite.
Dass der erste 12″ Release “Like a Rocket” sowohl für Gilles “Worldmusic” Peterson …
“Some Mainstream Journalists think Drum and Bass is dead or maybe just semi-alive,” schreibt Rawful ins Booklet seiner Mix-CD. Dabei werfen Innenstehende dem 180er Sound doch neuerdings ganz gerne seine vielfach bewiesene Großraumdisco-Eignung vor. Wahr ist auf jeden Fall, dass sich einerseits das musikalische Breakbeat-Spektrum erweitert hat und dass andererseits weite …
Wenn Online-Medien über Angina P’s Tracks schreiben, dann tauchen sehr rasch Formulierungen wie “Diamant in der Asche” oder “Wonderfully Crafted Ambient-DNB-Techno” auf. In der lokalen österreichischen Szene nur durch Auftritte auf Elektronikfestivals der ambitionierteren Art bekannt (temp~festival), hielt sich die Wienerin von ravenden Dancefloors elegant fern, ihre zwischen Industrial, Breaks und IDM angesiedelten Tracks veröffentlichte …
Jeden Science-Fiction Heftromanadepten wird OMFOs Cover unweigerlich an den Großadministrator des Solaren Imperiums erinnern. Die fremdartige Planetenoberfläche, die startende Rakete im Hintergrund, das dekorative “CCCP” und die Schafe mit Astronautenhelm.… Schafe? CCCP?
Also gut, von vorne: gaposlovakia hat anscheinend kein Patent auf Ostblock-Charme, und Our Man From Odessa, im richtigen Leben von seiner Mutter als German Popov (ersters …
Trust me, you don’t wanna paint against me. Not the purple pro, phantom power is lent to me!
Wo amerikanische Hip Hop “Erfinder” immer noch vollmundig, wortarm und langweilig großkotzen über ihre angebliche Sprachgewandtheit, verleiht sich der in Barcelona lebende schottische Berliner Max Turner gleich ein post-ernsthaftes Superhelden Label: der Purple Pro hat den Green Planet erreicht, und er will und wird ihn rocken. Nicht, dass der Gespiele von Schneider TM und Kollaborateur Gonzalez’ ein popkulturell unbeleckter Akteur wäre: außergewöhnlich gut informierte Kreise vermeinen in ihm gar ein Mitglied der äußerst anonymen Puppetmastaz ausgemacht zu haben.
Mit Minx vereint Roberto Di Gioia Rück– und Vorwärtsgewandtheit zu einem Sammelsurium organischer Klänge, das beiden beteiligten Labels zu höchster Ehre gereicht: denn die Klangteppiche, sich hier ausbreiten, sind von bester Qualität und äußerst feinmaschig gewoben. Marsmobil bedient sich zwar stilsicher und kenntnisreich an der trashigen Klang-Ästhetik der 60er und 70er Jahre Synthies, führt diese allerdings mit kontemporären Produktionsmitteln und einem außergewöhnlichen Gespür für Songwriting fort.

Das winzige Gestirn hat unter den Namen DJ Sterngucker Breakbeatfloors beschallt und als Micronaut lange Jahre Techno-Tanzböden beatmäßig versorgt. Auf seinem Debut-Album überzeugt der Mecklenburger mit sympathisch-verschrobener Produktionsweise: eigene Samples, Clicks-n-Cuts Zischeleien, und drüber sogar noch die selbst eingespielte Gitarre und eingetreute Vocal-Parts ergeben keine dancefloor-taugliche, sondern eine leicht melancholische, überaus stimmige Zimmertextur für daheim. Gefällig, fein ziseliert, stellenweise überraschend anders.
Bloss nicht abschrecken lassen vom Cover im astreinen Metal-Look. Hier ist Boombox Sound drin und Hip Hop, wie er sein sollte. Dynamisch, treibend, originell — vom ersten Track “Blackout”, der mit selten gehörter Funk-Wucht aus deinen Boxen dringt. Aber Vorsicht! Die Scratches auf “Swamp Water” könnten deine Katze verschrecken.
Was dem telekom-Magazin copy recht, ist datenschmutz allemal billig — und die neue Jan-Delay Platte entwickelt sich sowieso zu einer Spätzünderin. Wenn also hier wie dort die Reze eines Albums, das bereits im August die Plattenläden beglückte, gedruckt wird, sind Bytes allemal geduldiger als Papier — hier also zur Nachlesen meine Review von Jan Delays “neuer” Platte “Mercedes Dance”, Erschienen in the gap und mit einer …
Weil dieser Tage Stereotyps zweites Album “Keepin’ me” erscheint, hier der Reprint meines Artikels über Stefans Debutalbum “My Sound”. (erschienen 2004 in the gap).
Stereotyp: Clubmusic 3.0
[slideshow=22]“My Sound” von Stereotyp aka Stefan Moerth verbindet Dancehall, Drum’n’Base, Soul und Funk zu einem Fusion-Sound, der vielleicht nicht den einzigen Weg in die Clubkultur des 3. Jahrtausends weist — aber den weitaus sympathischsten.
Stereotyp aka Stefan Mörth hat sein neues Album “Keepin’ me” auf g-stone veröffentlicht. Ich halte ihn für einen der spannendsten Wiener Elektronik-Produzenten und bin Fan seit seinem Debutalbum “My Sound”.
Hier die noch nicht mal druckfrische Rezension der neuen Platte, die im kommenden the gap erscheinen wird. Und aus gegebenem Anlass gibt’s hier auch ein “Reprint” des Features, das ich im Juli 2004 über Stereotyps Debut “My Sound” geschrieben habe. (erschienen in the gap). Man sieht daran außerdem: das In-Series PlugIn verrichtet nützliche Dienste.
Ein guter Jahrgang
“My Sound” zeigte vor vier Jahren paradigmatisch die Richtung des Stereotyp-Sounds an. Mit seinem neuen Album rockt Stefan Mörth wesentlich subtiler: “Keepin’ me” braucht Aufmerksamkeit, aber die wird mit zahllosen wohligen Soul-Schauern bedankt.
Keepin’ me Pressebilder:
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Die Hendrix-Paraphrase am Cover darf ironisch verstanden werden — das Dub-Kollektiv hat kein Konzeptalbum á la “Jimi in Dub” aufgenommen, sondern solide Neo-Dub-Beats, wie man sie spätestens seit “Return to Planet Egalica” von den Wienern gewohnt ist. 12 neue Tracks, die zwischen tiefem Chillout und upbeat-Tanzfegern pendeln, reichten als Kaufargument locker aus.