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Artikel-Schlagworte: „Charts“

Twitter-News: @datadirt Nr. 1 in den Twem-Charts, @datenschmutz für .de-Tweets

Erfreuliche News aus der Microblogging-Welt: am Montag habe ich endlich den Account @datenschmutz bekommen, den ich zukünftig statt @ritchie_tweets für meine deutschsprachigen Micro-Messages verwenden werde. Ich bin gerade dabei, allen Friends des alten Accounts zu folgen und hab mich über knapp 400 Followers in den ersten zwei Tagen ziemlich gefreut :mrgreen: Aktuelle datenschmutz-Postings werden wie gehabt über den Feed-Account @datenschmutzrss gepostet - ich bevorzuge die Trennung von "Human" und "RSS Accounts". Außerdem bin ich mit meinem Haupt-Account @datadirt (derzeit 33k Followers) seit Montag auf Platz 1 der Twem-Charts - Sascha Lobo sieht bloß noch den Hinterreifen meines Bikes.

Aber bei aller Freude über die Chart-Platzierung kann ich mir an dieser Stelle ein paar Anmerkungen zum Maßbändern, -stäben und -einheiten einfach nicht verkneifen. "What people know and what they say is like colorful sky," habe ich mal den Purple Pro singen hören. Und in der Tat: Einerseits beschwören sämtliche Evangelisten den dialogischen Charakter von Web 2.0 Services, andererseits gilt es fast schon als anrüchig, wenn die Follower-Followed-Ratio bei 1:1 liegt. Den größten .at/.de/.ch Twitteraccount in punkto Followers habe ich mit über 30k schon eine ganze Weile. Aber an die Spitze der Twem-Charts kam ich erst diese Woche, da ich mittlerweile aufgrund des rasanten Wachstums rund 17k mehr Followers als Friends habe.

Twem bezeichnet diese nicht-reziproke Gruppe als "Fans" und baut die Gesamtwertung auf dieser Differenz auf. Der Hintergedanke ist wohl, dass spammige Mass-Follow Accounts außen vor bleiben sollen, spricht mit 100k Followern und ebenso vielen Friends wäre man bei Twem ziemlich weit hinten. Aber spiegelt dieses Verfahren die Twitter-Realität überhaupt wider? Nein, denn im Extremfall müssen sich Followers und Friends überhaupt nicht überschneiden - ein Tweeper könnte beispielsweise 100 anderen Usern folgen, während im selbst 200 andere Accounts folgen, von denen er keinen einzigen in der Timeline hat. Um die tatsächliche "non-reziproke Differenz" zu eruieren, müsste Twem also analog zum äußerst nützlichen TwitterKarma beide Listen komplett abgleichen, um auf die tatsächliche Anzahl der "Fans" zu kommen.

Diese Zahl entspräche zumindest eher der tatsächlichen Differenz, aber was sagt die eigentlich aus? Es handelt sich lediglich um ein Analogon zu klassischen Maßzahlen á la Reichweite oder Newsletter-Abonnenten. Genauso gut könnte man diese Zahl mit dem Quotient Followers durch Friends hoch Pi multiplizieren und das zweimal durch den Kehrwert des Prozentsatzes @-Replies durch ReTweets dividieren. Doch der Punkt ist: es gibt keine *richtige* Art, Twitter zu verwenden, sondern völlig unterschiedliche Nutzungs-Szenarien. Kann man einen über Twitter geposteten RSS-Newsfeed des Spiegel sinnvoll mit dem Twitter-Account von Nora X, 17, Webdesignerin aus dem Wuppertal, vergleichen? Ich denke nicht. Auch ReTweets sind spätestens, seit man sie en gros um Spottpreise einkaufen kann, keine sinnvolle Maßeinheit mehr.

Am ehestens würde sich zur indirekten Messung der Popularität die Click-Through-Rate von geposteten Fotos, Links, Videos etc. eignen, und zwar in Relation zur Zahl der Followers. Sprich: wenn Heinz Mustermann mit 100 Followern einen Link postet und 20 User drauf klicken, dann ist das mehr wert als Elise Musterfrau Aussendung an 500 Followers, von denen nur fünf neugierig auf den Inhalt sind. (Wenn allerdings Walter Spamberger einen Link an seine hunderttausend Followers verschickt, von denen auch nur ein Prozent drauf klickt, dann sieht die Sache in punkto "Mediawert" schon wieder ganz anders aus.) Mit anderen Worten: Während in grauer Web 2.0 Vorzeit, als Technorati noch funktionierte, beispielsweise der Zahl der Trackbacks der letzten 3 Monate tatsächlich einen gewissen Aufschluss über die Relevanz bestimmter Blogs lieferte, so betont jede Twitter-Hitparade und Wertung lediglich einzelne quantitative Aspekte, die recht wenig über die (dialogische) Qualität des jeweiligen Accounts aussagen. Außer im Fall von datadirt natürlich! :mrgreen:

Und noch mal ein kurzer Reminder: deutschsprachige Tweets gibt's ab sofort unter @datenschmutz, alle Blog-Updates unter @datenschmutzrss und wer Englisch bevorzugt, wirft einen Blick auf @datadirt respektive @datadirtrss. Ich twittere über ähnliche Themen wie hier am Blog - sprich Social Web, Online Marketing, Gadgets und die üblichen Geekereien. Natürlich freu ich mich über neue Followers, außerdem interessiert mich brennend: was halten Sie von Microblogging-Landvermessungen und Twitter-Hitparaden?

Blogistan Panoptikum KW33 2009

Fast allen großen Religionen dieser Welt gilt der Sonntag als der Tag des Blogistan-Panoptikums. Da machen auch wir atheistischen Laizisten keine Ausnahme und zelebrieren die Tradition mit dem gemeinsamen Rückblick von Linzerschnitte und datadirt auf sieben Tage ganz normalen Social Media Wahnsinn. Von während der Wehen twitternden Twitter-Gründer Ehefrauen bis zur specklastigen Feinkostabteilung reicht das Themenspektrum, kurzum: dieses Panoptikum hat wieder mal alles, also ohne weitere Ausschweifungen direkt in medias res:

Codename: Project Retweet

Judith aka Linzerschnitte ritchie aka datadirt Am 13. August brachte Mashable die Breaking News: Project Retweet verhilft der altbekannten Best-Practice zu offiziellem Feature-Status. Beim Retweeten setzt man ein "RT" an den Beginn der weiterzuleitenden Nachricht, in gewisser Weise handelt es sich um ein Äquivalent der E-Mail-Forwarding-Funktion (z.B. RT @linzerschnitte oder RT @datadirt). Retweets könnten sich - analog zu Backlinks bei Google - zu einer Art Twitter-Popularitäts-Währung entwickeln, die Integration die API und in weiterer Folge in 3rd Party Apps ist daher ein logischer Schritt. Noch sind aber nicht alle Details bekannt:

1. You can see if someone retweets a link with a small line that says "Retweeted by ___" under the tweet and the time when the tweet was sent.
2. Hovering over a tweet will soon make two options appear: Reply and Retweet. Reply is already supported by Twitter – it’s that little arrow that appears on the right when you hover over a tweet.
3. Clicking on the “Retweet” button will confirm if you really want to retweet this tweet to all of your followers
4. The retweet is done. It apparently shows the people that have retweeted it in your timeline. We’re unsure as to how many people can be listed in the "Retweeted by" section of any tweet.

Journalistische Qualitätsmaßstäbe

ritchie aka datadirt Früher: Check, Cross-Check, Re-Check, Double-Check Jackson, wie die Zeitungswissenschaftler zu sagen pflegten. Heute dagegen: Retweet, Retweet, Nix-Check. Denn wie digiom richtig stellt:

NEIN, Sony hat KEINE Selbsthilfegruppe für Social Media-Abhängige gegründet! Das wäre eine eigene Studie wert: Inwieweit stimmen geretweetete Kurzdarstellungen mit der tatsächlichen Nachricht überein? Recht häufig klafft dazwischen eine gewaltige Lücke – z.B. auch in dem von Nicole Kolisch analysierten Fall 'Twittensnobelpreis', in dem Mark Pfeifle, "ein (ehemaliger) Sicherheitsberater der (ehemaligen) US-Regierung" vorgeschlagen hatte, dass Twitter für den Friedensnobelpreis nominiert werden solle. Was wurde re-re-re-tweetet? "Twitter für den Friedensnobelpreis vorgeschlagen." Klingt natürlich toll – da ehemalige Sicherheitsberater aber noch immer nicht das Vorschlagsrecht bei der Vergabe des Friedensnobelpreises haben, war's natürlich Blödsinn.

Sehr lesenswertes Posting über multiple Social Media Wahrheiten: unbedingt auch die Videos im Beitrag anschauen - Bruno Kammerls Megawoosh ist verdammt gut gemacht.

Facebook: Ein Durchlauferhitzer für Eitelkeitsdramen?

ritchie aka datadirt Das legt zumindest eine aktuelle Studie aus dem CyberPsychology & Behavior Journal nahe:

The report concludes that there is a "significant association between time spent on Facebook and jealousy-related feelings and behaviors experienced on Facebook."

Das alte Bon-Mot "Was ich nicht weiß, macht mich heiß" findet also seine Fortsetzung im Social Web der Zwischenmenschlichkeiten. Man könnte natürlich auch sagen: je mehr Kommunikation, desto mehr Missverständnisse :-)

ritchie aka datadirt Twitter hat Link-Shortener Services zu ungeheurer Popularität verholfen. Je nach Eleaboriertheitsgrad bieten die verschiedenen Services bloß die Basics oder weitergehende Features wie etwa Klick-Tracking Statistiken. adjix geht einen anderen Weg, schaltet via Frameset relativ dezente Werbung über die verkürzten Links und beteiligt den Nutzer an den Einnahmen.

Für mich hat sich, seit ich PrettyLinkPro einsetze, das Thema 3rd Party Short-URL Services völlig erledigt. PLP verbindet flexible, frei anpassbare Statistik-Reports mit einer ganzen Reihe von Cloaking-, Word-Replacement und Twitter-Publishing Funktionen und erlaubt über den "PrettyBar" optional auch das Einblenden von (Eigen)Werbung. Ein weiterer relevanter Unterschied zwischen 3rd Party Services und PLP besteht in der Zeit-bezogene Sicherheit (wer weiß, ob TinyURL und Co. ewig bestehen). Grundsätzlich wäre adjix ein interessantes Tool für Power-Tweeter - aber gegen PrettyLinkPro und Short-URLs auf der eigenen Domain kommt der Service nicht an.

Social Networking verkommt zur Gammelfleischparty!

Judith aka Linzerschnitte Vor einigen Wochen erzählte Axel Maireder von einer aktuellen Studie über Social Networks, die an der Uni Wien durchgeführt wurde. Eines der erstaunlichsten Ergebnisse: aus nicht nachvollziehbaren Gründen würden viele Teenager mit ca. 16 Jahren, nach zwei jähriger Social-Networks-Aktivität plötzlich Reißaus nehmen und die diversen Plattformen mehr und mehr zu einer Gammelfleisch-Party mutieren. Über die Gründe wusste man zum damaligen Zeitpunkt noch nichts Genaueres. Ein Artikel im britischen The Guardian lieferte diese Woche allerdings erste Interpretationsansätze zu dieser Massenflucht: Die coolen Kids hauen ab, weil ihre Eltern (und Lehrer) plötzlich in den Social Networks auftauchen! Und das ist ihnen einfach URpeinlich...

Although their love of being online shows no sign of abating, the percentage of 15- to 24-year-olds who have a profile on a social networking site has dropped for the first time – from 55% at the start of last year to 50% this year. In contrast, 46% of 25- to 34-year-olds are now regularly checking up on sites such as Facebook compared with 40% last year.

Liebe Leser, wir gehören nun wohl alle offiziell zum alten Eisen!

Keine kleine Spende

ritchie aka datadirt Wie die FutureZone berichtet, will Facebook im Allgemeinen "kommerzielle Userprofile" verbieten und im Speziellen das Verkaufen von Statusmeldungen an Anzeigenkunden:

Das Soziale Netzwerk Facebook hat am Dienstag erneut Änderungen bei den Nutzungsbestimmungen vorgeschlagen. Diese beinhalten unter anderem ein Statement, dass private Nutzerprofile nicht dazu verwendet werden dürfen, kommerzielle Gewinne zu erwirtschaften. Konkret angeführt wird das Verkaufen von Statusmeldungen an Anzeigenkunden. Werbekunden dürfen freilich weiterhin bezahlte Anzeigen schalten.
Facebook geht mit dieser neuen Regelung den gegenteiligen Weg des Microblogging-Diensts Twitter. Mit dem Dienst Sponsored Tweets können Twitter-Nutzer ihre 140-Zeichen-Nachrichten an Werbekunden verkaufen.

Dazu wäre noch anzumerken, dass es sich bei SponsoredTweets *nicht um ein offizielles Twitter-, sondern ein 3rd Party Service handelt, genauer gesagt um ein Start-Up von Izea. Ich hab mich dort mal umgeschaut und kann die ganze Sache (noch) nicht ernst nehmen: Beim Launch wurde aufs Affiliate Programm vergessen, Anzeigenkunden gibt's noch so gut wie keine. Um einiges früher dran war übrigens Magpie, über das man wenigstens sagen kann, dass es so vor sich hindümpelt :mrgreen:

Dass Werbekunden auch weiterhin bezahlte Anzeigen schalten dürfen, ist allerdings beruhigend. Und wer seine Statusmeldungen trotzdem verkauft, sollte sie wenigsten mit [bezahlte Quasi-Anzeige] kennzeichnen, damit Facebook die betroffenen Accounts auch zuverlässig sperren kann *rofl*

Facebook erhält Twitter-ähnliche Suchfunktion

Judith aka Linzerschnitte Bisher war Facebook ein riesiger Moloch, der eine Unmenge Daten in sich hineinfraß, hermetisch abschottete und nichts nach außen dringen ließ. Das wird die Plattform auch weiterhin bleiben - vorerst. Aber um mehr Übersichtlichkeit zu gewähren gibt es ab sofort eine bereits teilweise implementierte Suche. Ähnlich der Twittersearch werden die Suchergebnisse laufend aktualisiert, außerdem kann man in der Suche nun filtern: nach Pages, Gruppen usw. Und dann wäre da noch das neue Schlüsselfeature: die Keywordsuche mit dem Filter "Everyone"!

The new Everyone filter makes Facebook like Twitter in search, but it will take some time for people to learn to use Facebook the way they do Twitter, and it's not clear that the two models will mesh well on one social platform.

Erstmals lässt Facebook also zu, dass die Schranken des eigenen Freundeskreises durchbrochen werden. Keyword-Search auf Facebook - das bedeutet wohl feuchte Träume für die gefühlten 78 Prozent Marketer und Partyveranstalter auf Facebook...

TweetMeme vs. TechMeme

ritchie aka datadirt In der Schlacht der Aggregationsgiganten 2.0 - Tech-, TweetMeme, SocialMedian und Co. sind die neuen Diggs - scheint Tweetmeme vorerst klar Sieger vorne zu liegen. TechMeme verlässt sich auf multiple, nicht dokumentierte Quellen:

At this moment, the must-read stories in technology are scattered across hundreds of news sites and blogs. That's far too much for any reader to follow.
Fortunately, Techmeme arranges all of these links into a single, easy-to-scan page. Story selection is accomplished via computer algorithm extended with direct human editorial input. Our goal is for Techmeme is to become your tech news site of record.

TweetMeme setzt ganz auf Twitter-RTs (siehe auch weiter oben) und liegt derzeit in der Gunst der User klar weiter vorne. Die Zahlenbasis ist durchwegs beeindrucken: für einen Platz in den Top-in-7-Days Charts braucht man derzeit rund 5.000 Retweets, für einzelne Kategorien wie Security reichen aber auch schon 5 Stück für einen Platz in der Top-in-24-hourse Liste.

Gebärfreuden

Judith aka Linzerschnitte Letzte Woche hat es auf Twitter wieder mal richtig gemenschelt. Denn es gibt sie noch - die Menschen, die Twitter zur Befriedigung privater Kommunikationsbedürfnisse nutzen - und nicht nur zur beruflichen Selbstdarstellung und als Trafficgenerator für die eigene Website. In diesem besonderen Fall gewährt @Sara, Ehefrau von Twitter CEO Evan Williams sehr private Einblicke:

sara1 Blogistan Panoptikum KW33 2009

Nun, auch aus privaten Meldungen kann man einige interessante Schlüsse ziehen - so verrät dieser Tweet wohl, dass man auf die Twitter-Monetarisierung noch länger warten wird müssen...

sara2 Blogistan Panoptikum KW33 2009

Anm. li schni: Bei @ev handelt es sich um Twitter-CEO Evan Willams... Mashable kennt weitere intime Details.

Baconize it, suckers!

ritchie aka datadirt Moslems finden Schweine ganz und gar nicht lecker, weite Teile der westlichen Welt tragen dagegen stolz Schildkappen mit der Aufschrift "Baconize it". Naja, eigentlich habe ich eine solche Schildkappe nur bei Frank in 30 Rock gesehen - aber wie auch immer: geräucherte Sau-Teile, in dünne Streifen geschnitten und liebevoll als "Speck" betitelt (Nachfrage unnötig: ja, die Osttiroler sind die Weltmeister in der Herstellung dieser Delikatesse), umhüllen gegrillten Schafkäse, finden ihren Weg zwischen Burgerhälften, auf morgendliche Eierteller... falls Sie Vegetarier sind und Ihnen an dieser Stelle bereits schlecht ist, entschuldige ich mich - ich hätte Sie vorwarnen sollen, aber besser später als nie: es wird noch schweinischer! Auf Recipestar.com finden Afficionados ein liebevolles Tutorial mit dem vielsagenden Titel How to use Bacon to make your life incredible & amazing. Mein Favorit:

Attach bacon to your hard drive.
Every time you download a large file, the smell will be glorious.

Auf derselben Seite gibt's auch ziemlich unterhaltsame Quizzes rund ums Thema Feststoffzufuhr durch den Mund. Ich bin übrigens "extremelely experienced in the foods of the world", und wenn mich ein Kannibale essen würde, "I would most likely taste like barbequed beef". Mhmmm, yummy!

Foto der Woche

Großartiger B/W Shot eines Kicksportkampfes von Latente Le Balene Fossili al Governo. Das Bild heißt übrigens Lo sport di quelli che si tirano i calci in faccia:

kickbox Blogistan Panoptikum KW33 2009

Ritchies Video der Woche

Joe Simon hat Regie geführt beim neuen Video von Mutiny Bikes, das ab September auf DVD und Blue-Ray erhältlich sein wird. Auf Vimeo gibt's den Trailer zu "Let's get mystical" und weitere Videos einer der weltweit besten BMX-Crews. Die Jumps und die Kameraarbeit sind ein Hammer, ich freu mich auf die Vollversion:

http://www.vimeo.com/5859589

Judiths Video der Woche

Die Welt ist wieder sicher!
Der Online Reputation Manager ist tot, hoch lebe die absolute Datensicherheit! Google bietet nun das lang erwartete, absolute Datenschutzkonzept: Das Google Opt Out inklusive Google Opt Out Village.

YouTube Preview Image

Über die Mietpreise in Opt-Out Village sind noch keine näheren Details bekannt - Ihre Web-Chronisten Linzerschnitte und datadirt bleiben selbstverständlich Woche für Woche für Sie am laufendenden. Danke für Ihre Aufmerksamkeit, wir lesen uns am Montag.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

Facebook-Beitrag auf ATV

Gestern vormittag besuchte mich ein Kamerateam von ATV, um ein Statement für einen ATV-Aktuell Beitrag zum Thema "Facebook und der Datenschmutz" einzuholen - Geeks wissen in der Regel recht gut über die drei W's des symbolischen Datentauschs (Welche Daten gebe ich wem und was für einen Vorteil hab ich dadurch?), Otte Normaluser dagegen ist nicht mal unbedingt klar, dass potentiell jeder jede ins Netz gestellte Information finden kann, es sei denn, man trifft explizit Vorkehrunge. Das mag sich ziemlich hypotethisch anhören, Max, Francis und ich bekommen aber immer wieder mal Mails von neu aufgenommenen Piratencharts Blogbetreiber, die vollkommen schockiert drüber sind, dass ihre Blogspot-Seite plötzlich von Technorati und damit auch in weiterer Folge von uns gefunden wird. Ein schwieriges Thema, das sich in kurzer Zeit natürlich nur grob anreißen lässt - aber sehen Sie selbst:

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Twingly Blogcharts: Platz 44 für datenschmutz!

Twingly ChartsDie Social Media Suchmaschine Twingly hat das Potential, zum neuen Technorati zu avancieren. Während Big T. seit Monaten mit Aktualisierungs- und Verfügbarkeitsproblemen zu kämpfen hat, haben sich die Schweden für ihre Charts einiges überlegt: endlich gibt's eine standardisierte, nach 12 Sprachen getrennte Hitparade; and guess what: datenschmutz ist auf Platz #44 in der gesamten deutschsprachigen Blogosphäre!!!

Daher erstmal ein herzliches Dankeschön an all die Stammleserinnen und -leser, die datenschmutz diesen äußerst motivierenden Erfolg ermöglicht haben. Und ein extra-großes Danke an alle, die mich in den letzten 12 Monaten verlinkt haben. Ich revanchier mich bekanntlich gerne - eine gute Gelegenheit, Backlinks abzustauben, bietet mein wöchentliches Blogistan-Panoptikum: passende Themen können derzeit via Formular eingeschickt werden. Und Gratulation an Rob - er regiert souverän die deutschsprachige .at/.ch./.de Wertung. Die gesamte und die englischsprachige Wertung führt übrigens TechCrunch an, die sich natürlich erfreut zeigen, aber auch skeptisch:

Sweden-based Twingly, not to be confused with Twing, doesn't share much about the underlying technology and only says its ranking system focuses on 'inlinks and likes among other things'. They also stress that it shows the blogosphere according to their data, and that it’s not necessarily 100% accurate. It’s a nice feature, but late in the game, and you’ve got to ask yourself how obsolete both Twingly’s and Technorati's ranking would be if Google were actually the next to introduce the next 'Google PageRank for blogs'.

Jede Statistik ist Manipulation

In der Tat - sollte irgendwann Big G eine eigenes Blogranking pushen, würden alle anderen Listen ziemlich obsolet. Aber ds wär mit Sicherheit unter den Top 100 Blogs zu finden: denn anders als bei den dbc werden hier keine "unliebsamen" Einträge händisch entfernt. Übrigens ebenso wie bei den Twitter Charts. Um nicht falsch verstanden zu werden: jeder, der seine eigene Hitparade baut, darf daran gerne rum-manipulieren wie's im beliebt. Unsympathisch finde ich beim Popkulturjunkie allerdings, dass er nicht unbeträchtlichen Aufwand betreibt, um den Eindruck von Objektivität zu erwecken: sozusagen Hausordnung als Farce, aber andererseits auch wieder zu unwichtig, um sich drüber aufzuregen.

Aber zurück zu erfreulicheren Dingen: dass es mit einem deutschsprachigen Blog schwierig bis unmöglich sein dürfte, in die Gesamtwertung zu rutschen, zeigt sich deutlich an der Tatsache, dass nicht mal BasicThinking unter den weltweiten Top 100 vertreten ist. Englisch ist und bleibt eben die Geschäftssprache der Blogosphäre - insofern bin ich auch recht froh über meinen erfreulich anlaufenden Einstieg ins anglo-amerikanische Netz aka datadirt. Hier geht's zu Twingly's deutschsprachigen Blogcharts.

PS: Ich hab mir Twingly bislang noch nicht näher angesehen - aber die (werbefreie!) Suchfunktion macht einen mehr als brauchbaren Eindruck. Ich sag nur: Pêche Rodemaque Royal :mrgreen:

ds präsentiert: Das große ÖWA Validator-Rating

validatorlogo 1217164154 ds präsentiert: Das große ÖWA Validator Rating1. Die ÖWA (österreichische Web-Analyse) und ihre avanciertere Variante, die ÖWA plus, sind in der Alpenrepublik quasi die harte Werbewährung der großen Fische im Web-Teich: zur Teilnahme wird ein Zählpixel in die betreffende Homepage eingebaut, die Teilnahme ist kostenpflichtig. 2. Mir ist in letzter Zeit verstärkt aufgefallen, dass vorwiegend große und "professionelle" Homepages sich unglaublich viele Schnitzer bei der Programmierung leisten: entweder haben die jeweiligen Agenturen noch nie von xml-Validierung gehört, oder sie halten die Doctype-Deklaration für einen eigentlich unnötigen Nerd-Kommentar. Der Rekord lag bei über 300 Validierungsfehlern: damit verschenkt man natürlich ganz gewaltiges SERP-Potential. Synthese: was haben diese beiden Sachverhalte miteinander zu tun? Ganz einfach: ich werde ab sofort einmal monatlich ein alternatives Rating präsentieren: und zwar die Top-10 ÖWA-Sites, gereiht nach der Anzahl der Validierungsfehler. Und dabei gibt's auch was zu gewinnen, und zwar den begehrten Strunz [Trappatoni: Was machen Strunz?] in Gold-, Silber- und Bronze-Imitat.

Zur Methodik der Analyse

Als Analysetool kommt der Validator des W3 Konsortiums zum Einsatz. Die Top-10 österreichischen Webseites ermittle ich anhand der Unique-Clients: dieser Wert ist meiner Meinung nach wesentlich aussagekräftiger als die Pageviews, die sehr stark von der Art des Angebots und der Seitenprogrammierung abhängen. (Obwohl Ajax & Co. bei Profi-Angeboten bislang eine Nischenrolle spielen.) Ich ziehe jeweils das aktuellste verfügbare Monatsranking heran - die ÖWA stellt die betreffenden Daten auf ihrer Homepage zur Verfügung, die Top Ten Sites werden anschließend durch den Validator gejagt. Die ÖWA trennt ihre Liste nach Einzel- und Dachangeboten: diese Unterscheidung interessiert mich für den vorliegenden Test nicht, ich verwende das gesamte CSV-Sheet, das die ÖWA auf ihrer Seite zum Download bereit stellt. Die meisten der gelisteten Seiten betreiben also mehrere Domains/Startseiten, für die Validierung wurde jeweils die Hauptadresse verwendet. Außerdem sind manche Angebote aufgesplittet vertreten: der ORF etwa ist auf Platz eins und zwei vertreten, und zwar jeweils mit dem Gesamtangebot und dem redaktionellen Angebot: in solchen Fällen ziehe ich immer das Gesamtangebot heran. Den ÖWA-Teilnehmern steht es übrigens frei, die jeweiligen Monatsdaten zu melden oder nicht - Seiten, die keine Unique Clients angeben, tauchen hier logischerweise auch nicht auf.

Die Reihung erfolgt absteigend nach der Zahl der Fehlermeldungen. Sollten eine oder mehrere Seiten nicht validierbar sein (Sonderzeichen, falsche Doctype-Deklaration etc.), so werden die vom Validator dafür angegebenen Gründe aufgeführt und die betreffende Seite gewinnt die Goldmedaille: bei mehreren Kandidaten gibt's ex-aequo auch mehrere erste Plätze. Et voilá, here we go:

Top Ten ÖWA-Sites: die xml-Fehlerhitparade

(basierend auf den ÖWA-Daten von Juni 2008)

Die erste Ausgabe der datenschmutz Programmierfehler-Charts hat einen überlegenen Sieger: der echt-kupfer-vergoldete Strunz mit neonrotem Band geht an die nicht validierbare Krone.at. Nach einem knappen Rennen teilen sich Tripple.net und Tiscover mit je 331 Fehlern den echt-aluminium-versilberten Strunz, über den echt-plastik-bronzierten Strunz darf sich Austria.at mit 296 Fehlern freuen. Spannend wird's dann wiederum auf den hinteren Plätzen: als einziger mit langweilig-fehlerfreiem 0-Fehler Code landet derstandard.at auf gerade noch auf Platz zehn, während sich ORF.at mit sporadischen 5 Fehlern gerade noch so auf Platz 9 retten kann.

PS: im Übrigen freu ich mich natürlich wie ein Frosch im Sommerregen über die erstaunlich Tatsache, dass datenschmutz mittlerweile mehr Unique Clients hat als etwas gmx.at "Entertainment" und in etwa gleich viele wie Vienna Online "Community". Schade übrigens, dass Vienna.at nicht unter den Top-10 Seiten liegt: mit 316 Fehlern wäre immerhin Potential für einen guten dritten Platz vorhanden. Aber nun ohne weitere Umschweife zur Premierenwertung:

  1. Krone.at - http://www.krone.at: Failed validation*
  2. Tripple ad-locator.net - http://www.tripple.net/ad-locator/: 331 Fehler
  3. Tiscover - http://www.tiscover.at: 331 Fehler
  4. Austria.com - http://www.austria.com: 296 Fehler
  5. Geizhals-Netzwerk - http://www.geizhals.at: 293 Fehler
  6. oe24-Netzwerk - http://www.oe24.at: 206 Fehler
  7. GMX Österreich - http://www.gmx.at: 38 Fehler
  8. Herold.at - http://www.herold.at: 36 Fehler
  9. ORF.at Network - http://www.orf.at: 5 Fehler
  10. derStandard.at Network - http://derstandard.at: passed validation

*) Es wurde kein Character Encoding angegeben, mit Fallback auf utf-8 war keine Validierung möglich.

Meedia.de: Dirk Manthey hat gelauncht

meedialogo Meedia.de: Dirk Manthey hat gelaunchtDer bekannte Medienmacher Dirk Manthey, in den 90ern unter anderem mit Max und TV Spielfilm erfolgreich, konzentrierte sich in den letzten Monaten ganz aufs Online-Geschäft: daraus resultierte ein kürzlich gelaunchtes - und in seiner Breite sehr ambitioniertes - Medienportal, das den Platzhirschen Horizont.net und WUV.de gar nicht gefallen dürfte.

Ein sehr ausführliches Portrait über den Verleger und die Gründe für sein Ausscheiden aus der Printbranche veröffentlichte die Wirtschaftswoche:

"Ich kann mir vorstellen, dass es irgendwann überhaupt keine gedruckten Zeitungen mehr geben wird. Beispielsweise unsere 14-jährige Tochter liest außer Tokio-Hotel-Heften alles im Internet."
[...]
Doch die Anzeigenkrise nach dem Platzen der New-Economy-Blase setzte den bunten Blättern zu. Der Rivale Burda, der sich über einen Umweg in der Milchstraße eingekauft hatte, drängte Manthey Stück für Stück aus seinem Unternehmen.

meedia.de: Dirk Mantheys B2B Spielplatz

Der am 14. Juli erfolgte Launch stellt für den Pagemacher (ist dieser Begriff das neue Äquivalent zu "Blattmacher"?) eine Art Betaphase dar, der finale Launch folgt dann im September - das nenne ich mal kreative Ausnutzung des Sommerlochs. Der Malibu-Fan wird übrigens auch selbst eine Kolumne verfassen, und zwar über aktuelle Trends aus den USA. Dass er seine einstige stückweise Montage durch den Burda-Verlag und das Zusammenschrumpfen der früher so erfolgreichen Milchstraße-Gruppe allerdings via meedia.de "rächen" wolle, bestreitet Manthey entschieden.

Was mich ebenso verwundert wie Medienrauschen ist die unsinnige vorgeschaltene Logoseite ("Zum Betreten der Homepage bitte auf das Logo klicken") und die Tatsache, dass Typo 3 (immerhin mit Rewrite-Modul) zum Einsatz kommen. Naturgemäß entsprechend launig fiel der Kommentar aus, den Horizont.net zum Start abgab (Zaunpfahlwink: URL-Rewrites täten euch auch nicht schlecht!):

Angeblich arbeiten 15 Redakteure und Vermarkter an dem von US-Websites inspirierten Dienst. Für einige Lacher über die Qualität der Mannschaft sorgte in der Szene eine "Welt"-Meldung, dass eine Meedia-Fotoredakteurin bei HORIZONT nach Bildern der bei Lesern überaus beliebten HORIZONT.NET-Bildergalerie gefragt hatte. Merkwürdig auch: Für die Akquise ist Martin Fischer, schon zu Milchstraßen-Zeiten die rechte Hand des Verlegers (und 1999 HORIZONT-"Medienmann des Jahres"), zuständig, doch Abwicklung, Technik und Dispo kommt vom Quality Channel, dem Online-Vermarkter des Spiegel Verlags.

Ganz groß geschrieben werden bei meedia Zahlen: Reichweiten, Auflagen, Clicks und quantitative Analysen auf Tod und Teufel. Und da ich selten Radiospots oder Zeitungsanzeigen schalte, wird meedia - nicht zuletzt wegen der fehlenden RSS Subfeeds für die einzelnen Channels - wohl nicht meiner neuer Informationshub, auch wenn das Design des Video Channels recht gut gelungen ist.

Für die digitale Zahlenkrämerei hat sich Herr Manthey übrigens den Popkulturjunkie geholt, der als Mister Analyzer bloggt. Ich frag mich, ob er die Zahlen auch so willkürlich "korrigiert" wie bei seinen deutschen Blogcharts*... also ich hätt mich da eher an die Blogpiraten gewandt.


*) Dort stehe ich skurrilerweise mit angeblich nur 225 Trackbacks auf Platz 77. Warum? Das weiß nur der Herausgeber, der Transparenz vorzugsweise mit kleinem "t" schreibt.

Blogistan Panoptikum KW20 2008

WochenrückblickMax hat ein hervorragend gelungenes grafisches Brand-Mashup ausgegraben, am Online Marketing Blog gibt's ein Interview mit Herrn Guy Kawasaki, der Problogger hat einen spannenden Beitrag über die unausgesprochenen Regeln von Social Networks veröffentlicht und einige Gedanken zum Thema Weblog-Lifecycle zusammengefasst und bei SEO Blackhat gibt's einen Backlink für jeden originellen Glückskeks-Spruch. Und die Gratulation der Woche geht an Gerald Reischl, der den New Media Journalism Award des Österreichischen Journalistenclub und der TA erhielt! [via Georg]

Buchen mit WordPress

WordPress wird dank neuer Plugins immer mächtiger - ganz frisch aus der Byteschmiede kommt Staypress von clearskys.net [via ma.tt]:

StayPress is a collection of plugins that will turn a standard vanilla installation of WordPress or WordPress MU into a property management and bookings system. Of course when I say Property, I actually mean any bookable resource of which there is a finite availability. So the StayPress system will be able to manage property rentals, hotel room rentals, conference rooms and centres, B and B's, training rooms, bands, etc...

Also nur mehr eine Frage der Zeit, bis wir unsere Urlaubs-Apartments ebenfalls mit unserem Lieblings-CMS buchen :-)

Als die Interaktivität zurückkehrte

Wie war das schnell nochmal, damals? Seinerzeit? "Wir waren mal Stars, die Karriere is vorbei, das war's, ihr rockt die Charts und wir hängen in den Bars," haben Torch und Linguist mal gerappt. Dabei wird's doch jetzt erst richtig lustig, wie Douglas Adams 1999 in in Paraphrase von Stanley Kubrick in seinem Essay How to Stop Worrying and Learn to Love the Internet schrieb:

"During [the twentieth] century we have for the first time been dominated by non-interactive forms of entertainment: cinema, radio, recorded music and television. Before they came along all entertainment was interactive: theatre, music, sport-the performers and audience were there together, and even a respectfully silent audience exerted a powerful shaping presence on the unfolding of whatever drama they were there for. We didn't need a special word for interactivity in the same way that we don't (yet) need a special word for people with only one head.

I expect that history will show "normal" mainstream twentieth century media to be the aberration in all this. 'Please, miss, you mean they could only just sit there and watch? They couldn't do anything? Didn't everybody feel terribly isolated or alienated or ignored?'

"Yes, child, that's why they all went mad. Before the Restoration."

"What was the Restoration again, please, miss?"

"The end of the twentieth century, child. When we started to get interactivity back."

Und genau diesen paradigmatischen Einleitungssatz hat Joshua Porter für sein neues Buch Designing for the social web als Einleitungszitat gewählt. Er schreibt dazu:

As anybody who has ever read anything knows, the most important part of a book are the quotes sprinkled throughout it. Yes, if you are able to pick the perfect quotes to start your chapters with, then you've done the majority of hard work in writing.

Dem kann man schwer widersprechen... genauso wenig wie Adams hellsichtiger Prognose. [via Helge]

Peter Purgathofer über Spam

Professor Peter Purgathofer vom Institut für Gestaltungs- und Wirkungsforschung der TU Wien, hielt kürzlich auf einer vom Verein accessible media organisierten Veranstaltung einen Vortrag zum Thema Captchas und Accessibility - Pflichtlektüre für jeden, der fundiert gegen die unsinnigen Anti-Spam Rätsel argumentieren möchte:

CAPTCHAs sind als nachhaltige und menschenfreundliche Lösung des Problems von Bot-Angriffen theoretisch wie praktisch ungeeignet. Als nachhaltige Lösung und als menschenfreundliche Lösung versagen sie in beiden Fällen.

Warum das so ist, verrät der Volltext des Vortrags - unbedingt lesen: nicht nur instruktiv, sondern obendrein noch unterhaltsam.

Das war's dann auch schon wieder mit dem diesmal um einen Tag verspäteten Wochenrückblick - aber gestern auf Franz' B-Day Grillparty war's trotz sintflutartiger Regenfälle extrem gemütlich... auch Blogger müssen Prioritäten setzen :mrgreen:

PS: Haben Sie schon gehört? Chuck Norris hat bis unendlich gezählt... zweimal!


Titelbild: Geralt / Pixelio

datenschmutz: Platz 11 in den ultimativen Blogcharts…

...des deutschsprachigen Internet. Selbige haben 1000f gebaut - als Gegenpol zu Jans langweiliger und tendenziöser Technorati-Abschreibarbeit haben wir ja schon mal einen Gegenentwurf vorgelegt, aber dort liegt mein Blog auf dem schlaffen 35sten Platz.

In besagten ultimativen deutschen Blogcharts dagegen landete datenschmutz knapp nicht unter den Top 10 - auf Platz 11 hab ich's geschafft, gleichwohl hinter und vor sehr respektabler Konkurrenz:

  1. Basic Thinking Blog
  2. Spreeblick
  3. BILDblog
  4. Nerdcore
  5. netzpolitik.org
  6. Software Guide
  7. Ehrensenf
  8. law blog
  9. Werbeblogger
  10. web2null
  11. Datenschmutz
  12. Stefan Niggemeier
  13. kochtopf - 1x umrühren bitte
  14. Pixelgraphix
  15. MC Winkles weBlog
  16. GoogleWatchBlog
  17. Beetlebum - Jojos illustrierter Blog
  18. Fontblog
  19. Dr. Web Weblog
  20. Indiskretion Ehrensache

Und warum ultimativ? Das verraten die Macher lieber selbst. Ganz gegen sonstige Gewohnheit zitier' ich ausnahmsweise mal den kompletten Beitrag, weil der die Idee kurz und bündig erklärt:

Hier die ersten Ergebnisse des Versuchs die 50 beliebtesten Blogs der deutschsprachigen Blogosphäre in ein ultimatives Ranking zu bringen. Mit Daten von Technorati, Google, del.icio.us, Mister Wong, Digg und metaroll, die in ein Punktesystem umgewandelt wurden, das aus drei gleichwertigen Kategorien besteht.

Die (theoretisch) maximal erreichbare Punktzahl liegt bei 1500. In jeder Kategorie werden maximal 500 Punkte vergeben. Die einzelnen Faktoren, die zusammen eine Kategorie bilden, haben unterschiedliche Wertigkeiten. Untersucht wurden z.B. neu eingehende Links in den letzten sieben Tagen / Gesamtlinks (von unique domains), die Anzahl der gespeicherten Bookmarks bei del.icio.us, Mister Wong etc., der PageRank, die Anzahl der Blogrolls bei metaroll... und weitere Faktoren, die ich aus Anti-Manipulationsgründen lieber geheim halte.

So, damit wäre alles gesagt, Hossa und juchee! Auch wenn ich schon wieder eine Armada von datenschmutz-Hatern vor den Keyboards sitzen sehe, die sich mit den neuesten Verschwörungstheorien überschlagen: "Ey Alda, der hat das doch alles nur voll gefaked!" Ja sicher Mann! Und die Analytics Zahlen gleich dazu, mir gehört nämlich das ganze Internet, seit mir Chuck Norris beigebracht, wie man durch Null teilt!