Steve Rogers ist Europadirektor von Google - Europadirektor mag gut klingen, realiter dürfte Stevie allerdings bloß ein besserer Laufbursche von Larry, Marissa, Matt + Co sein, anders kann ich mir seine Antworten auf Georg Holzers Fragen beim besten Willen nicht erklären. Der wollte nämlich für die Kleine Zeitung (Ausgabe vom 9.2., S.29) von ihm wissen, warum Big G den Ruf der Datenkrake nicht los wird. Says Rogers:
Das wird schwer werden, diesen Ruf los zu werden. Wenn eine Firma größer wird, wird sie als undurchsichtig gesehen. Wir versuchen, aber so transparent wie möglich zu sein.
Wie diese "Transparenz nach Möglichkeit" in der Praxis aussieht, führt Steve dann auch direkt bei der nächsten Frage vor, die sich auf Datensicherheit gegenüber Dritten bezieht. Seine lakonische Antwort: "Bitte um Verständnis, dazu darf ich nichts sagen." Zur China-Situation übrigens auch nicht: "Es war wirklich etwas, aber ich darf das nicht weiter kommentieren." Diesen Beitrag weiterlesen »
Nationale Märkte unterscheiden sich nicht bloß durch die Sprache voneinander - oft sind es die feinen, kulturell geprägten Details, die ein in Westeuropa und Amerika erfolgreiches Business-Modell in Asien scheitern lassen. China unterscheidet sich durch eine weitere Besonderheit von anderen Ländern: hier kontrolliert Übervater Staat mittels der Great Chinese Firewall den Netz-Zugang aufs strikteste. Dass diese staatliche Zensur nicht nur politische, sondern auch handfeste wirtschaftliche Auswirkungen hat, illustriert Juergen Hoebarth, der die Internet-Szene der Volksrepublik mittlerweile besser kennt als seine eigenen Westentasche, in einem äußerst lesenswerten Essay.
Don't forget China, veröffentlicht als Gratis-eBook Download, geht vor allem auf die Copycat-Problematik ein, denn in vielen Fällen ist die Kopie erfolgreicher als das Original:
As we can see in China there is definitely a copycat of every success story form the west and they are doing very well. This last case concerning the video portal sector in the Chinese market is really interesting, because it is a battle where an international site like Youtube has more or less no chance to win. Bureaucratic restrictions by the Chinese government just kick them out of the market. Once there is a copycat brand for a service that is better known, it is hard for the original to get into the market again, even when the restrictions are removed and an agreement is reached between Google, who owns Youtube and the Chinese government. The reason, for censorship at the moment, is that there have been regime critical videos between the millions that are offered on Youtube.
Bis 2010 will die chinesische Regierung jedes Dorf im Reich der Mitte mit Breitband-Anschluss versorgt haben - davon kann Deutschland nur träumen :evil: Wer ein international orientiertes Web-Startup Unternehmen gründet, dürfe sich längst im mehr ausschließlich am englischsprachigen Teil der Welt orientieren:
As we live in a global world we are in a global competition as well, and so I would say the fast, smart and clever one will win the race and those who are thinking from the beginning on about a global strategy when they found a company will survive and if they are well prepared and know the rules of the Chinese internet market and adapt some issues, they definitely will have a chance to survive in this country as well and will not get kicked out as easily as the big global net giants have been before by their Chinese copycats.
Besonders illustrativ ist das im eBook ausführlich beschriebene Beispiel eBays: das Auktionshaus musste sich wegen chronischer Erfolglosigkeit schließlich ganz aus China zurückziehen: man hatte weder bedacht, dass eine direkte Kontaktaufnahme zwischen Käufer und Verkäufer einen für Chinesen unerlässlichen Vertrauensbeweis darstellt, noch dass sich die Verbreitung von Kreditkarten in engen Grenzen hält.
Wer mit seinen (Online)-Produkten als zukünftig nicht nur Frieda, Emanuel und John, sondern auch Bao, Fang und Wei erreichen möchte, sollte unbedingt mal einen Blick auf dieses PDF-werfen: Direktdownload: Don't forget China
Schon wieder Sonntag, aber das letzte Wort der Woche fehlt noch, aber keine Sorge: durch Medien-Kunstausstellungen zu mäandern hält niemanden vom Rückblicken ab, ganz im Gegenteil: zumal doch in der vergangenen Woche sich Unvorstellbares zutrug - und wir sprechen hier nicht von Dominiks neuer Aufgabe als Seitenblicke-Spielertrainer. Und diese Woche gilt: only bad news are good news! Gmail war down, das Internet gehört Google, eBook Reader sind viel zu teuer, SEO ist tot und WordPress-Installationen werden gehackt: sozusagen eine Traum-Woche für den Katastrophenjournalisten in uns. Wie immer begrüßen Sie Linzerschnitte und datenschmutz herzlichst zum Höllenritt durch sieben Tage Blogosphärenwahnsinn - dieses Panoptikum ist für Leser aller Altersstufen teilweise unbedenklich.
Unser Lieblings-Netzwerk wurde vierzig - vor vier Dekaden begannen Len Kleinrock und sein Team am UCLA mit den ersten Tests für ein Kommunikationsnetzwerk, das verschiedene Universität verbinden sollten und einen freien Informationsaustausch ermöglichen. Uneingeschränkte Partylaune will sich bei der New York Times dennoch nicht einstellen:
There's still plenty of room for innovation today, yet the openness fostering it may be eroding. While the Internet is more widely available and faster than ever, artificial barriers threaten to constrict its growth.
Call it a mid-life crisis.
Der Standard, Copycat Nr. 1 unter den österreichischen "Qualitätszeitungen", würdigt das Jubiläum mit einer würdigen Übersetzung und gibt lustigerweise als Quelle AP/APA an:
Für Innovationen ist zwar sicher immer noch genug Raum da, aber die Offenheit scheint doch zu schwinden. Vielleicht erlebt das Internet ja gerade so etwas wie seine Midlife-Crisis.
Vielleicht erlebt ja der Printjournalismus gerade seine End-of-Life Krise?
Kevin Marks' How Twitter works in theory gehört wohl zu den meist-zitierten Artikeln der Woche - bis 2007 war der Autor Head Engineer bei Technorati (und seit er für BT arbeitet, ist offensichtlich niemand mehr in der Lage, den Spider zum Arbeiten zu bewegen). Der gelernte Kommunikationswissenschaftler würde ein paar Schlagwörter samt rudimentärer Erklärung vermutlich nicht unbedingt als genuine Theorie des Micro-Blogging durchgehen lassen, aber lesenswert sind Kevins Ideen allemal:
At its heart Twitter is a flow - it doesn't present an unread count of messages, just a list of recent ones, so you don't have email's inbox problem - the implicit pressure to turn bold things plain and get that unread number down. Instead, you can dip in and out of it, when you have time, and what you see is notes from people you care about.
Okay, ich geb's zu: der rund 100 Minuten dauernde Gmail-Ausfall von letzter Woche ist mir nicht einmal aufgefallen, allerdings nutze ich Googles Kommunikationsservice auch lediglich auf meinen Homepages als relativ spam-resistente öffentliche Kontaktadresse und Durchgangsstation zu meinem "richtigen" Mailserver. Geschuldet war der eher ungewöhnliche Ausfalle laut Gmail Blog überforderten Routern:
At about 12:30 pm Pacific a few of the request routers became overloaded and in effect told the rest of the system "stop sending us traffic, we're too slow!". This transferred the load onto the remaining request routers, causing a few more of them to also become overloaded, and within minutes nearly all of the request routers were overloaded. As a result, people couldn't access Gmail via the web interface because their requests couldn't be routed to a Gmail server. IMAP/POP access and mail processing continued to work normally because these requests don't use the same routers.
Dieses Szenario wird sich laut Google nicht mehr wiederholen, veranlasste aber Joe Kissell auf Macworld.com zu einem Lob des Desktop-E-Mail Clients. Grundsätzlich teile ich ja Joes Meinung, aber dieses Argument bestätigt durchaus totgeglaubte Vorurteile gegenüber Mac-Usern:
I'll still take a desktop e-mail client (such as Apple Mail, Microsoft Entourage, or Mozilla Thunderbird) any day. Why? Well, there is the issue of outages like the one Gmail experienced this week. I like to be able to access my e-mail whenever I want.
Man fühlt sich versucht, ins Kontaktformular zu schreiben: "It's in the server, st00pid!" Im Zeitalter des mobilen E-Mail Zugangs macht Pop3 einfach keinen Sinn mehr - und wenn die Gegenstelle, spricht der Mailserver, nicht mehr will, dann hilft auch der beste lokale Client nicht weiter... aber meist ist bloß ein bisschen Geduld gefragt, also nicht gleich ausfreaken, wenn mal ein paar Minuten nix geht, meint JK:
I heard all kinds of complaints when Gmail went down. People saying that email service X would never go down like that. Or others saying that Google OWED us to keep Gmail up and running. Give me a break, stuff happens. When I was in the corporate world it was oh, so common to hear employees at some large company or another wandering down the halls claiming that "email is down again." And this is the fancy corporate Exchange Server that only has to keep their own employees working. Stuff happens.
199$ klingen nicht gerade nach Luxusgegenstand – so viel kostet Sonys neuer eBook Reader bei Amazon.us. Aber das ist den meisten potentiell digitalen Leseratten immer noch viel zu teuer, wie eine aktuelle Studie von Forrester Research belegt:
Even among frequent readers with a household income above $75,000, current prices put e-book devices firmly in the expensive luxury category. Forrester's survey of 4,700 online consumers in the U.S. found average consumers believe the value of e-book readers to be between $50 and $99, well below the cheapest reader on the market today. Only 14 percent of consumers said that prices of $199 or higher fall even within the "It’s expensive but I might consider it" range, according to Forrester.
Da liegt der Gedanke an die Preisstützung beim Handy natürlich nahe: wenn digitale Inhalte über Abos vertrieben werden sollen, dann brauchen die Lesegeräte allerdings mindestens WiFi, wenn nicht gar UMTS oder zumindest EDGE - die meisten derzeit verfügbaren Reader lassen sich allerdings bloß per USB-Kabel mit Lesestoff füttern. Wird wohl doch noch ein paar Wochen dauern, bis die Mediaprint-Druckerei völlig arbeitslos wird.
John Andrews trifft wie immer den Nagel auf den Kopf, wenn er die Markt-Dominanz von Big in G in einem aktuellen Posting thematisiert:
Eric Schmidt, the guy who thinks Wikipedia is the greatest gift to mankind ever created by man, has web publishers (and domain owners) in his cross hairs. If Google succeeds, no one needs a domain name and no one needs to create a brand. They just need to submit to Google, and then, perhaps if Google has not completely satisfied the users with "the answer", provide a way to be contacted or a server IP for a web site for further reading (perhaps through the Google Profile conduit).
Diese technologische Total-Abhängigkeit zeichnet sich schon längst am Horizont ab - das Beispiel China zeigt, wie perfekt sich Suchtechnologie und Kontrollbedürfnis vereinbaren lassen. Google gestaltet unsere Vorstellung vom Netz, das schlichte Eingabefeld wurde zu unserem Haupt-Interface bei der Informationserschließung - schon jetzt bestimmt ein einzelner Gatekeeper über Quellenrelevanz. Was John zu seinem Posting veranlasst hat, war dieses Zitat von Eric Schmidts über die Zukunft seiner Suchmaschine auf TechCrunch:
So I don't know how to characterize the next 10 years except to say that we’ll get to the point - the long-term goal is to be able to give you one answer, which is exactly the right answer over time... what I’d like to do is to get to the point where we could read his site [the definitive authority on a particular searched query] and then summarize what it says, and answer the question.
Mit anderen Worten: Eric will das Web abschaffen und alle öffentlichen Webseiten dieser Welt zu Zulieferern degradieren. Schöne Aussichten... das wär's dann mit dem Thema "Meinungsvielfalt", wenn man bedenkt, dass schon jetzt 90% aller Suchen über einen einzige Anbieter laufen.
Jeremy hat völlig Recht: wer als SEO seine Arbeit nicht klar rechtfertigen kann, hat bald keinen Job mehr. Die Aura des Mysteriösen ist verflogen, gutes Linkbuilding ist ebenso mühsam wie teuer, und mit simplen Tricks kommt man nicht mehr weit - was die Arbeit auch unglaublich öde macht, denn schlecht positioniert sind nur noch Seiten mit gravierenden technischen Fehlern oder gravierendem Fehlverständnis für den Keyword-Longtail:
SEO Agencies providing client work are a dying breed. Especially when any monkey can have wordpress or any other CMS system up and running in 5 minutes and totally SEO'd as much as needed.
Noticed a trend it what dominates most search results lately? Wikipedia and wordpress blogs. How many SEO’s do you think they hired ? =P
Tja, waren ein paar lustige Jahre, und es kann nicht schaden, zu wissen, wie man eigenen und Kundenseiten das gewisse Extra an SM-Traffic verschafft... aber warum man seinen Berufsalltag freiwillig mit Linkbuilding verbringen wollen sollte, ist mir ein Rätsel
Runde Ecken via CSS? Zukünftig alles kein Problem mehr... oder doch? Die Versionsumstellung bringt nicht nur mehr Programmier-Komfort, sondern auch einige gravierende Neuerungen, die David Eisenberg auf A List apart übersichtlich inklusive weiterführender Links zusammenfasst. Trial und Error bleibt ambitionierten Webdesignern natürlich nicht erspart:
By doing this, you'll find out what works and what doesn't. For example, I discovered that, as of this writing, Firefox 3.5 treats elements like article and section as display:inline, and I had to explicitly set them to display:block to make them work as expected.
Eine der wohl wichtigsten Änderungen sind die neuen Strukturierungselement: während man bisher mit verschiedenen div-KLassen arbeitete, bringt HTML5 diverse dezidierte Block-Elemente wie "nav" (für die Navigation), "footer" und "article" mit, die Lachlan Hunt in diesem Beitrag im Detail beschreibt. Interpretiert wird der neue Mark-Up Standard derzeit von Chrome, Firefox 3.5, Opera und Safari - Microsofts IE übt sich bislang in vornehmer Zurückhaltung, was die Verbreitung wohl ein wenig bremsen dürfte.
Unliebsame Eindringlinge gibt's nicht nur im richtigen Leben: auch virtuell mussten sich in den letzten Woche und Monaten einige Blog-Betreiber über ungebetene Gäste ärgern - die Ursachenforschung ergibt in 99% der Fälle hochgradig monokausales Verschulden: denn sobald ein sicherheitskritisches WordPress-Update auftaucht, sollte dieses so zeitnah wie möglich installiert werden: ist eine Sicherheitslücke erst einmal bekannt, dauert es in der Regel nicht lange, bis sie nach Strich und Faden ausgenützt wird. Das WordPress Blog rät aufgrund eines aktuell grassierenden Wurms nachdrücklich von Laissez-Faire Taktiken ab:
A stitch in time saves nine. Upgrading is a known quantity of work, and one that the WordPress community has tried its darndest to make as easy as possible with one-click upgrades. Fixing a hacked blog, on the other hand, is quite hard. Upgrading is taking your vitamins; fixing a hack is open heart surgery. (This is true of cost, as well.) [...] The only thing that I can promise will keep your blog secure today and in the future is upgrading.
Dem kann man nur zustimmen - es gibt zwar diverse Security-Plugins, aber Vorsicht ist besser als Nachsicht: also lieber nicht slacken und sofort den ftp-Client oder die automatische Update-Funktion anwerfen, denn Vorsicht ist in diesem Fall definitiv besser als Nachsicht. [via ma.tt]
Bei diesem hübschen Kerlchen handelt es sich um einen blauen Pfeilgiftfrosch, den Tambako im Züricher Zoo mit seiner 105er Makrolinse zu einer Modelling-Session überreden konnte. Ich glaub, ich muss demnächst mal nach Zürich. Und: ob blau, ob grün: Frösche sind einfach verdammt fotogen! Vielleicht sollte ich diese Rubrik in "Froschfoto der Woche" umbenennen.
Walter5.15 produzierte, führt Regie und schnitt diesen Kurzfilm - gedreht wurde im National Black Theatre in Harlem, das gesamte Set hat das Team selbst gebastelt: visuell ziemlich nett, vielleicht ein bisschen länger als nötig - aber insgesamt sehr stimmig:
http://www.vimeo.com/5569709Schön, wenn es einem so gut geht, dass man sich über Ernährung Gedanken machen kann. Manche von uns werden von der Kinesiologin ihres Vertrauens auf eine Beinahe-nur-Wasser-Diät gesetzt, andere lassen sich auf TCM ein und beschäftigen sich seitdem mit den wunderlichen Welten kühlenden und hitzebringenden Nahrungsmittel - die meisten von uns haben lange genug an ihrer Frustrationstoleranz gearbeitet um die Freuden verzögerter bzw. "nachhaltige" Gratifikation zu schätzen. Doch manch rebellischer Jungspund steht noch für seine Ideale (Speck!) ein und lässt sich von nichts und niemandem etwas sagen, schon gar nicht, solange er schneller als die Ernährungberaterin auf ihren "little high heels" ist.
How to increase Retweets on your TweetsDas waren unsere letzten sieben Tage im Schnelldurchlauf - wir danken für Ihre Whuffies (so nennt Tara Hunt die Währung der Aufmerksamkeit), bleiben Sie uns gewogen und schauen Sie nächste Woche wieder rein, wenn es heißt: "Artisten, Tiere, Attraktionen: alles virtuell". Wir wünschen einen schönen Restsonntag und poken uns morgen im Social Web.
Als ich letztens im On zu Gast war, stand ein neues Gericht auf der Karte: die "Renaissance der 8 Schätze". Ich musste natürlich sofort probieren und war begeistert wie immer - natürlich haben die Speisen aus Simon Xie Hongs Küche wenig gemein mit China-Restaurant Massenware. Acht frische Fleisch- und Fischsorten anstelle fader, undefinierbarer Teigklöse - es schmeckte großartig. Und nun folgt die radikale Überleitung zu den Thunfischnudeln, denn die haben einen ähnlichen Ruf wie besagte 8 schätze: man mische eine Dose Tomaten mit einer Dose Thunfisch und ausreichend Nudeln und hat das klassische Studenten-WG-Futter. Dabei müssen gar keine unangenehmen Reminiszenzen hochkommen - diese High-Brow Variante gelingt immer, ist in 10 Minuten fertig und qualifiziert sich durchaus auch für anspruchsvolle Gäste.
Wie immer entscheidet primär die Qualität der Zutaten: der Thunfisch sollte frisch sein, die Cocktailtomaten müssen intensiv schmecken (keinesfalls eine dickhäutige Sorte verwenden!), das Basilikum kommt nicht aus der Trockenanlage, sondern direkt von der Pflanze. Dazu einen ausreichend gereiften Parmesan und feine italienische Eierteigware, und die Sache ist geritzt!

Da die eigentliche Zubereitung genau so lange dauert wie Kochzeit der Nudeln, unbedingt alle Zutaten vorher vorbereiten; Zuerst die Thunfischfilets gut abspülen (falls TK-Ware zum Einsatz kommt, diese vorher vollständig auftauen lassen), gegebenenfalls putzen und in mundgerechte Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und sehr fein hacken. Knoblauch, Chili und Ingwer ebenfalls sehr fein wiegen, die Basilikumblätter waschen und grob hacken, Parmesan mittelfein reiben. Alle Zutaten liegen in passenden Schüsseln bereit? Noch eine kurze Zwischenbemerkung, bevor's los geht: verabschieden Sie sich unbedingt vom "Sugo trifft Nudeln am Teller" Paradigma. Das hat im Topf zu passieren, nur so kann sich die cremige Sauce optimal verteilen, oder wie Italo-Food-Poeten sagen, "an die raue Außenseite der Teigwaren schmiegen". Ergo: Zuerst die Nudeln in reichlich stark gesalzenes Wasser (1 Teelöffel pro Liter) geben. 7 Minuten vor dem Ende der Kochzeit in einer großen Pfanne, in die später auch die Nudeln passen, Olivenöl heiß werden lassen.
Zuerst die Thunfischstücke von allen Seiten scharf anbraten, anschließend die Zwiebel und circa ein bis zwei Minuten später Chili, Knoblauch und Ingwer etwa eine halbe Minute lang mitrösten. Anschließend das Tomatenmark in der heißen Pfanne verteilen, mit Weißwein ablöschen, Hitze reduzieren und kurz köcheln lassen. Zuletzt die Sahne beigeben, noch einmal vorsichtig aufkochen lassen und auf kleinste Flamme schalten.
Die Nudeln abgießen und im Sieb gut abtropfen (keinesfalls kalt abspülen!), anschließend gemeinsam mit dem Basilikum in die Pfanne zum Thunfisch geben und gut durchmischen. Auf Nudeltellern anrichten und mit dem Parmesan betreuen - vorausschauende Geister haben sich beizeiten ein Blättchen Basilikum zur Dekoration auf die Seite gelegt. Mahlzeit!
Der Name verrät es bereits: im Gegensatz zum wendigen Skateboard ist das Longboard ein Beförderungsmittel für weite Strecken, sozusagen die Concorde unter den Brettern auf Rollen. Wer das nicht glauben kann, sollte 14degrees.org, der Homepage von Rob Thomson, einen Besuch abstatten: der hat nämlich schon mal die Welt am Fahrrad umrundet und zischt nun auf seinem Longboard quer durch die Volksrepublik; Tibet wird er wohl auslassen, nehm ich an - bekanntlich eigenen sich Longboards ja nicht so besonders für steinige, steile Hochgebirgsstrassen.
Auf youtube gibt's die gesamte Videosammlung - Rob hat mittlerweile erstaunliches Talent dabei entwickelt, sich selbst während des Longboardens zu filmen, wie das neueste Update, hochgeladen vor zwei Tagen, beweist. [Wie die meisten kewlen Vids in letzter Zeit hab ich auch dieses von Ulrich bekommen, der noch immer kein Blog schreibt.]
Vor kurzem waren Johannes und Daniel von monochrom in den Staaten - natürlich nicht zum Privatvergnügen. Gemeinsam mit der BLF (Billboard Liberation Front) wurden konspirative Pläne geschmiedet. Ziel des Kunst-Anschlags: die Google Campus im Silicon Valley. Eine Installation namens "The great firewall of China" sollte elegant den Blick aufs Logo verstellen; glücklicherweise ging die ganze Sache (angeblich zufällig) auch noch ausgerechnet während eines Google Shareholder Meetings über die Bühne.
BoingBoing hat alles auf Video dokumentiert - viel Vergnügen! (btw: hübscher Flash-Videoplayer!)
In einem 7-Millionen-Einwohner Land verunmöglichen die Economies of Scale so manche Entwicklung - zum Beispiel die zur ökonomischen Weltmacht. Was Schadstoff-Emissionen betrifft, sind wir aber anscheinend Weltspitze. Zumindest wenn man dem Editorial der Aprilausgabe von "forschung. Magazin für Technologie und Innovation" glaubt. Die Beilage zur österreichischen Tageszeitung "Die Presse" beschäftigt sich in der Titelstory mit dem Thema Wasserkraft und Energieknappheit. Im Editorial schreibt Martin Kugler über das drohende Versiegen des Saftes aus der Steckdose und findet eine interessante Formulierung:
Den einzigen Ausweg aus diesem Dilemma beschreibt Brauner im Interview ab Seite 10: Wir müssen wesentlich effizienter mit der Energie umgehen. Wenn wir den Stromverbrauch in den nächsten drei Jahrzehnten um jährlich ein Prozent senken würden, bräuchten wir nicht einmal neue Kraftwerke zu bauen. Denn dann könnte Österreich mit dem Angebot an erneuerbarer Energie aus der Region sein Auslangen finden - ohne die Natur über Gebühr zu strapazieren und das Weltklima endgültig kippen zu lassen.
Mit anderen Worten: Fernseher abdrehen oder das Weltklima kippt! Und dabei dachte ich immer, Industrialisierungs-China sei der schlimmste Umweltsünder...
In der Frankfurter Rundschau erschien am 28. März ein Reprint eines übersetzten Artikels von Louis Bayard über dessen aktuelle Einschätzung der politischen Position des Dalai Lama. Nix gegen Kritik am Oberhaupt der buddhistischen Religion, aber Abschied vom Dalai Lama verfolgt eine sehr seltsame Argumentationslinie:
Die tibetische Exil-Regierung wird von keiner einzigen Nation anerkannt, und nach jahrelanger Politik der Anpassung und Passivität - der Dalai Lama fordert keinen separaten tibetischen Staat mehr, sondern nur noch die friedliche Koexistenz mit den Chinesen - sind die Besatzer um keinen Millimeter zurückgewichen.
[...]
Das dürfte vor allem daran liegen, dass er (der Dalai Lama) so wenig von uns verlangt. Für das westliche Publikum gibt seine Botschaft nicht viel mehr zu verstehen als ein Benetton-Plakat: Seid nett und lebt glücklich. Es wird kein ernsthaftes Glaubensbekenntnis gefordert, ja nicht einmal ordentliche Geldgaben scheinen zu interessieren (zum Glück hat der Schauspieler Richard Gere die Badezimmer des Dalai Lama bezahlt). Es werden keine (Selbst-)Opfer gefordert, fühlen Sie sich einfach frei, Ihr "Free Tibet"-Banner vor irgendeiner chinesischen Botschaft aufzustellen. All das ist nicht gerade viel angesichts der mehr als sechs Millionen Tibeter, die unter der Gewaltknute Chinas zu leiden haben. Aber was fordern, wenn der Dalai Lama selbst der Volksrepublik verziehen hat? Das sagte er: "Unsere wirklichen Feinde sind unsere schlechten Gewohnheiten, die uns denken lassen, dass wir Feinde haben... Den Terror, den wir erleben, haben wir selbst angerichtet.
Die FR erlaubt keine Kommentare, sondern nur sogenannte "Leserbriefe" mit der Option auf Veröffentlichung... eine Frage zum Artikel konnte ich mir jedenfalls unmöglich verkneifen; denn eine Religion dafür zu verurteilen, dass sie "kein ordentliches Glaubensbekenntnis fordert", zeugt wirklich von gravierender Unkenntnis der Lehre Buddhas: im Gegensatz zu den meisten Religion gehen Buddhisten von den sogenannten "Fahrzeugen" (kleines, mittleres, großes) aus: im Wesentlich geht's darum, die Leudde dort abzuholen, wo sie stehen - und eben nicht um die ultimativ richtige Wahrheit, aber das nur am Rande. Mir stieß der suggestive Subtext des Artikels sauer auf:
Ich bin immer wieder aufs Neue überrascht, auf welche tendenziöse Interpretation die Lehren Tenzin Gyatsos im Westen stoßen. Die "Weltanschauung" der Dzog Chen Religion lässt sich nun mal, im Gegensatz zu Slogans von Firmen wie Benetton, nicht auf wenige Worter reduzieren; versucht man das trotzdem, dann kommt so ein "gut gemeinter Stuss" raus wie im vorliegenden Artikel. Ja natürlich kann man jeden Aufruf zur friedlichen Koexistenz als "Billigung" (von was auch immer verstehen)... aber das wäre eine lange Diskussion. Eine Frage interessiert mich allerdings brennend nach der Lektüre dieses Artikels: was wäre denn nach Meinung des Autors die Alternative? Dass der Dalai Lama zur Gewalt gegen die chinesischen Besatzer auffordert? Und überall verkündet, dass friedliche Koexistenz eben doch keine Option sein, weil Menschen halt ab und an ein paar aufs Maul brauchen?
Tenzin Gyatso aka der Dalai Lama hat zur Zurückhaltung und zum Dialog aufgerufen, die chinesische Regierung scheint zwischen Reputations-Verlustangst und - ja, und was eigentlich? - zu schwanken. Eine aktuelle Petition will Chinas Präsident Hu Jintao vom Konfrontationskurs abbringen, möglichst viele UnterzeichnerInnen werden innerhalb der nächsten 48 Stunden gesucht.
Petition: Unterstützt den Dalai Lama
Nach Jahrzehnten chinesischer Repression hat sich die Frustration der tibetischen Bevölkerung in Straßenprotesten und gewaltsamen Unruhen entladen. Während die Welt wegen der bevorstehenden Olympischen Spiele auf Tibet schaut, rufen die Tibeter die Welt um Hilfe für einen Wechsel. Die chinesische Regierung hat angekündigt, die Demonstranten und Demonstrantinnen, die sich nicht ergeben haben, 'zu bestrafen'. Ihre Führer treffen gerade jetzt eine wegweisende Entscheidung zwischen brutaler Eskalation oder Dialog, die die Zukunft Tibets und Chinas bestimmen kann.
Wir können diese historische Entscheidung beeinflussen -- China sorgt sich um seine internationale Reputation. Chinas Präsident Hu Jintao muss zu hören bekommen, dass der Erfolg von 'Made in China' und der Olympischen Spiele von seiner Wahl abhängen. Aber es braucht die schnelle Reaktion einer Masse von Menschen, um seine Aufmerksamkeit zu gewinnen und wir brauchen diese in den nächsten 48 Stunden.
Der tibetische Friedensnobelpreisträger und geistige Führer der Dalai Lama hat zu Zurückhaltung und zum Dialog aufgerufen. Er braucht die Unterstützung der Weltbevölkerung. Klick auf den untenstehenden Link um die Petition zu unterstützen. Ziel sind eine Million Stimmen für Tibet (es sind schon 79729!!).
Die Unterschrift erfolgt rein digital, ein getuntes Spamscript müsste eigentlich locker ein paar Millionen Einträge schaffen - aber wie auch immer: schaden kann's ja nicht, hier geht's
Und nicht zum Kaffeeklatsch, sondern in Form eines hochoffiziellen Besuchs. Danke Herr Kanzler, dass Sie als erster europäischer Staatschef seine Heiligkeit den 14. Dalai Lama trafen. Es fühlt sich ungewohnt und beinahe eigenartig an, sich als Österreicher mal nicht für die eigenen Politiker schämen zu müssen.
Ob die Entscheidung letztendlich fiel, weil durchsickerte, dass auch Frau Merkel mit dem Gedanken spielt, das Oberhaupt des tibetischen Buddhismus nächste Woche zu empfangen, ob Zielgruppen-spezfisches strategiches Marketing oder einfach das Bauchgefühl unseres Kanzlers den Ausschlag gaben, spielt dabei für mich überhaupt keine Rolle. Gusis Kommentar zu seiner nicht mutigen, sondern hochgradig notwendigen und einzig richtigen Entscheidung ist wenig hinzuzufügen. Ich hätte nicht gedacht, dass ich hier mal Dichands Hofblatt zitiere, aber der gesamte Online-Medienbiotop hat den knackigen zweiten Teil der Aussage unterschlagen:
Österreich ist ein Ort des Dialogs. Ich finde, wenn ein Putin aushalten kann, dass vorher Garria Kasparow bei mir war, oder ein Bush den Besuch einer bekannten Irak-Kriegsgegnerin bei mir, dann wird das doch auch China verkraften können. (aus der Kronenzeitung vom 20. September, Seite 2)
Ein Ort des Dialogs, fürwahr - so wäre das irgendwann ja auch mal gedacht gewesen mit der Neutralität... irgendwann mal. Zu Besuch in der Alpenrepublik war der Dalai Lama übrigens schon häufiger, 1991 empfing ihn noch die gesamte Regierung. Doch als China Mitte der Neunziger eine neue Parole ausgab, war es vorbei mit offiziellen Ehren, denn die chinesische Regierung beharrt nach wie vor auf dem Standpunkt:
Ein Treffen mit dem Dalai Lama wird als Einmischung in innerchinesische Angelegenheiten gesehen.
Unter dem Deckmantel der Religion strebe Tenzin Gyatso nämlich danach, "das Vaterland zu spalten", und darf deshalb in Tibet nicht einreisen. Der allerdings verkündete, dass er im Fall einer Einreise freiwillig sämtliche Ämter zurücklegt und als gewöhnlicher Bürger nach Tibet kommen werde.
Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama unterscheidet sich in einem Punkt gravierend von seinen Vorgängern: er öffnete einstmals geheime tibetische Lehren, indem er sie für jeden zugänglich machte. Information zu verbreiten ist eben die effektivste Methode, um sie zu bewahren: denn was die Chinesen in Tibet an Klösterbibliotheken zerstören, ist für immer verloren - es sei denn, das "Geheimwissen" wird zur Public Domain, und genau dafür setzte sich Tenzin Gyatso mit größter Nacnhaltigkeit ein. Seine Bemühungen um einen intensivierten Dialog zwischen Wissenschaft, Kunst und Religion sind legendär, Grund des aktuellen Besuchs war übrigens das Waldzell Meeting 2007 im Stift Melk. Gusi dürfte sich gewiss gefreut haben, als ihm der spirituelle Führer des tibetischen Buddhismus eröffnete: "Eigentlich habe ich mich politisch immer schon als Linken betrachtet."
Auf dem Startseitenkasterl des Kurier war diese Woche zu lesen, dass der Dalai Lama ein "etwas überschätztes Marketinggenie aus Tibet" sei. Diese unerhörte Beleidigung spricht von immenser Ignoranz der Autorin. Zum Glück gibt's jede Menge Buchgeschäfte, und in den größeren bietet die Abteilung Religion/Buddhismus in der Regel eine breite Auswahl aus den Büchern, die Tenzin Gyatso veröffentlichte. Einfach eines mitnehmen und mal reinlesen - ich bin kein Buddhist, aber das ist in keinster Weise notwendig, um allergrößten Respekt vor der Friedfertigkeit und dem unglaublichen didaktischen Talent des derzeitigen Dalai Lamas zu empfinden.
PS: Hätten die Trimondis sich vor der Veröffentlichung ihrer hanebüchenen Schwachsinnstexte diese Mühe gemacht, dann wäre vielleicht etwas anderes dabei rausgekommen als eine bloße Zurschaustellung gravierender eigener Inkompetenz in der Interpretation tibetischer Texte.
Letzte Woche hat Werner Reiter wieder eine Diskussionsrunde einberufen. Nach den Artikeln über Online-Musikvertrieb und Web 2.0 stand diesmal Google im Fokus unserer Betrachtungen. Zur Abrundung seines Berichts führt Werner gerade eine kleine Meinungsumfrage durch - wär super, wenn hier jemand dazu kommentiert und seine drei Google-Assoziationen postet.
Von Google Österreich wollte uns aus "Zeitnot" leider niemand beehren; zum Glück war Christopher Sima, Managing Director von Adlink, Werners Einladung gefolgt - sonst wäre die Diskussion über die Ambitionen des Google-Kraken wohl etwas einseitig geblieben. Für mich persönlich lautet das Fazit jedenfalls: Google ist eine gewinnorientierte Firma und keine Wohlfahrtsinstitution. Wenn die Wahl "entweder Zensur oder Verbot in China" lautet, dann zwingt das Gesetzt der Gewinnmaximierung eben zum Filtern. Problematisch wird's halt durch die zunehmend stäkere Monopolstellung: und hier zeigt sich deutlich, dass gegen multinationale Konzerne staatliche Gesetzgebungen recht machtlos sind... aber zurück zum Thema. Werner hat mir geschrieben:
Ich würde möglichst viele namhafte Personen bitten, mir 3 Begriffe zu schicken, die sie mit Google assoziieren. Diese Quasi-Meinungsforschung würde dann das Bauchgefühl der Kenner noch ein wenig quantifizierbar machen. Was hältst du davon? Könntest du da auch einen Aufruf in deinem Blog publizieren?
Ich find's eine sehr gute Idee - insofern, verehrte LeserInnenSchaft, bitte ich um das Kundtun der eigenen Meinung in den Kommentaren! Mir fällt zu Google ein: Finger-im-Po, Datenkrake, innovativer Dienstleister mit Realitätsverlustsyndrom.
Eine Bitte noch wider die Anonymität: Bitte beim Aufruf auch den Hinweis platzieren, dass ich mich über personalisierte Beiträge am meisten freue (=voller Name und Beruf).

Die "Firewall rund um China" wird gerne als digitale Version der einstigen Großen Mauer angesehen - der Staat kontrolliert alle Internetzugänge und filtert konsequent Seiten, die als bedenklich oder regimeschädigend angesehen werden. Wer wissen möchte, ob eine bestimmte Seite nach Meinung der chinesischen Zensoren in diese Kategorie fällt, kann dies hier überprüfen.
Sämtlicher Datenverkehr in und aus dem Ausland muss chinesischer Regierungsserver passieren. Über die Struktur in Anspielung an die Chinesische Mauer "Great Firewall" genannte Sperr- und Überwachungstechnik wird viel spekuliert, es gibt nur widersprüchliche Angaben. Immer wieder gebe es Hinweise, dass große westliche Firmen am Aufbau maßgeblich beteiligt seien. [Tagesschau.de
Nichts Genaueres weiß man also nicht - außer, dass der freie Zugang zu Information keine Eigenschaft von Netzmedien ist, sondern sehr wohl dem politischen Gestaltungswillen unterliegt: wo eine zentrale Stelle alle Netzzugänge von/nach außen kontrolliert, da lässt sich Zensur nicht schwieriger, sondern noch viel effizienter betreiben als dies mit analogen Medien je möglich gewesen wäre. Selbst die laut Eigendefinition no-evil Google Manager müssen sich der Filterung beugen, um nicht gänzlich ausgesperrt zu werden:
Google-Gründer Sergey Brin hat auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos die Selbstzensur in China verteidigt. Er sagte, man habe lange mit der Entscheidung gerungen. Letztlich aber habe man sich der Zensur unterworfen, um den chinesischen Internet-Nutzern so viele Informationen wie möglich zugänglich zu machen. [Netzzeitung.de