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Artikel-Schlagworte: „Community“

Perry Rhodan: SF Werbung aus der Vergangenheit

Der erste Kontakt mit den Arkoniden, die Suche nach der Superintelligenz ES, der Kampf gegen die Meister der Insel, die mehrfachen Invasionen der Milchstraße durch Maahks, Laren, Überschwere und andere exotische Außerirdische, der Aufstieg der SOL, Perrys Naupaum-Odysee - und dann noch Sporenschiffe, Materiequellen und -senken, das Fernraumschiff Basis, die Posbis, "Old Man", Bardioc... der "Erbe des Universums" hat mich jahrelang begleitet. Aber eigentlich geht's in diesem Beitrag gar nicht um das Perry Rhodan Universum, sondern um Werbung aus den 70er Jahren - Ungeduldige scrollen gleich nach unten.

Wer Heftromanserien generell für Schund hält, hat natürlich recht, doch die Science-Fiction Ausnahme bestätigt die Regel und ich möchte bloß anmerken: meine Damen, meine Herrn, Perry Rhodan ist der längste Roman der Welt, halten wir momentan doch bei Band Nr. 2531. Das macht 48,6 Jahren oder knapp 160.000 Seiten. Im Gegensatz zu John Sinclair, Jerry Cotton und Co. sind PR-Romane nämlich keine abgeschlossenen Hefte: die Handlung geht immer weiter und ist grob in 2-Jahres Substories á 100 Hefte (sogenannte "Zyklen") unterteilt. Als ich seinerzeit aktives Mitglied der Fancommunity war, mussten Leserbriefe noch zu Fuß verfasst werden, mittlerweile hat Perry auch einen Wohnsitz im Internet und kommt auf Wunsch sogar aufs iPhone.

Das Autorenteam, dem einige der begabtesten SF-Schreiber des deutschen Sprachraums angehören, verstand es von Beginn, aktuelle politische Entwicklungen in die Serie einfließen zu lassen, immer vor dem Hintergrund eines tolerant-liberalen Menschen- respektive Alien-Bildes. Die letzten Wochen haben ich interessehalber mal wieder rein gelesen: derzeit schlagen sich Perry und Konsorten gerade mit den Verwüstungen, die die "terminale Kolonne" in der Milchstraße hinterlassen hat, herum: Parallelen zur Post-WTC-Situation drängen sich unmittelbar auf. (Wir schreiben derzeit das Jahr 1463 Neuer Galaktischer Zeitrechnung, das entspricht anno domini 5050. Die Sache mit der Hauptpersonen-Lebensdauer haben die Autoren übrigens mit einem dramaturgischen Kniff gelöst: Perry und einige andere Hauptpersonen tragen Zellaktivatoren, die praktischerweise die natürlich Zellalterung verhindern.)

Grund für dieses Posting ist freilich nicht die aktuelle Handlung, sondern ein Heft aus den 70ern: der Tag, an dem ich im Alter von 10 oder 11 beim Versteckspielen im Hof eine fast komplette Rhodan-Sammlung von Band 150 bis 900 fand, war wie Weihnachten und Geburtstag zugleich. Das Interesse meiner Spielkameraden an den seltsamen Heften hielt sich zwar in engen Grenzen, aber sie halfen mir, den Container in Rekordzeit leerzuräumen. Mittlerweile sind die Hefte längst wieder am Altpapier gelandet, aber Nr. 505 "Im Schwarm gefangen" habe ich letztens beim Aufräumen gefunden:

perry rhodan 1 small Perry Rhodan: SF Werbung aus der Vergangenheit

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WordPress 3.0 – Wohin geht die Reise?

Mitte 2010, ein genauer Release-Termin steht noch nicht fest, wird WordPress mit dem Versionssprung auf die Drei vor dem Komma einen weiteren gewaltigen Schritt vollziehen. Die Trennung in WP und WP-MU ist Geschichte, ab der Version 3.0 wird *jedes* WordPress-CMS die Fähigkeit spendiert bekommen, multiple Blogs zu hosten.

WordPress 3.0

Ein ungutes Erbe der Vergangenheit wird ebenfalls beseitigt: das unübersichtliche, schlecht dokumentiert und mit if-then Abfragen vollgestopfte Standard-Theme "Kubrick" (aka das WordPress-Template aus der Hölle) wird endlich in den Ruhestand geschickt. Das von Grund auf neu gestrickte Standard-Theme wird den Namen 2010 tragen, eine sehr gelungene Referenz an Stanleys "2001 - Odyssee im Weltraum" Follow-Up. Diesen Beitrag weiterlesen »

Blogistan Panoptikum KW49 2009

Jedes Jahr eine erneute Enttäuschung: kein Krampustreiben in Wien! Dafür bloß "überteuerter Glühwein auf überfüllten Weihnachtsmärkten" (=Klischeesatz der vorjährigen Wintersaison), ausbleibendes Schneetreiben und erbitterte Jagd auf originelle Geschenke. Möchten Sie dem ganzen Wahn entfliehen, dann lehnen Sie sich entspannt zurück: datenschmutz und Linzerschnitte blicken garantiert nicht auf den 24, sondern sieben Tage zurück - denn trotz der fallenden Außentemperaturen brodelt die Blogosphäre wie eh und je.

Die perfekte Facebook-Fanpage

ritchie aka datadirt Social Media Anleitungen für Firmen und Brands kursieren in großer Zahl, in den meisten Fällen ist's schade um die vergeudete Lesezeit. Wer sich theoretische Abhandlungen sparen will und eine leicht verständliche Anleitung sucht, dem sei Jesse Stays Gastbeitrag auf Techipedia ans Herz gelegt: "How to create the perfect Facebook Fan Page" erklärt alle wichtigen Schritte von der Erstellung eines Custom-Tabs über die optimale Logo-Größe bis hin zu SEO-Überlegungen. Lesen und umsetzen, denn wie Jesse völlig richtig schreibt:

As you can see, a Facebook Page is a powerful tool that you can use to enhance and strengthen your brand naturally using the tools Facebook provides. Be sure to leverage this tool, customize it, and make it work to get your brand in front of as many people and their friends as possible.

Jesse, Gründer und CEO von Socialtoo.com, hat übrigens eine hervorragende Einführung für alle geschrieben, die sich näher mit den Untiefen der Facebook-Programmierung beschäftigen möchten: FBML Essentials Blogistan Panoptikum KW49 2009

Sind wir nicht alle ein bisschen ...krank?

Judith aka Linzerschnitte Wer zuviel twittert, chattet, mailt etc. kann krank werden. Klingt wie der übliche Kulturpessimismus wohlmeinender Eltern aus Zeiten des Fernsehen-Hypes: "Du kriegst noch ganz eckige Augen".

Götz Mundle, Psychotherapeut und Spezialist im Fachgebiet der Psychosomatik wird in der Jänner-Ausgabe von "Psychologie heute" aber erklären, was genau er damit meint. Manche Menschen, so Mundle, stürzten sich in das

"mediale Dauerfeuer, um persönliche Probleme zu verdrängen. Statt auf ihre innere Stimme und Warnsignale ihres Körpers zu hören, betäuben sie sich mit Müll aus dem Internet. Wer es als quälend empfindet, offline zu sein, und wem es nicht gelingt, einen Tag in der Woche komplett ohne diese Medien auszukommen, hat ein handfestes Problem.

Besagtes mediales Dauerfeuer erhöhe außerdem die Produktion der Stresshormone Kortisol und Adrenalin, Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit leiden." Mundle: "Langfristig kann ein Burn-out-Syndrom die Folge sein."

Nun ja, Mediziner und ihre Warnungen sind eine Sache. Bevor aber die gesamte Social Media Branche wegen Digital Burn Out in einer Psychomatik-Spezialklinik landet und die Krankenkassen noch mehr in den Ruin treibt, empfehlen wir (uns) für heute: Auch offline ist es hin und wieder ganz nett & Gute Nacht (nachdem Sie beim Fertiglesen des Panoptikums noch reichlich Kortisol ausgeschüttet haben).

Anm. von datenschmutz: Ich kontere mit der Gegenthese: "Wer zu wenig oder gar nicht twittert, chattet, mailt etc. kann krank werden." Widerleg das, Mundle! Oder, wie Mundl gesagt hätte: "Mei Twitta is ned deppat!"

Mobile Internetnutzung steigt rasant

ritchie aka datadirt Online-Umfragen sind immer so eine Sache: selbst wenn es heißt, es nahm "eine repräsentative Stichprobe von über 1.000 Internetnutzern teil" muss man im Zweifelsfall davon ausgehen, dass die Daten über irgendwelche Popup-Layer gesammelt wurden und eher arbiträr als signifikant sind. Dennoch zeigt eine aktuelle Umfrage, die Scout24 gemeinsam mit Innofact durchgeführt hat, dass - oh Überraschung - mobiles Internet längst kein Exotendasein mehr fristet: jeder zweite Nutzer war schon mal mit seinem Handy online, jeder vierte nutzt häufig mobile Services:

Mit 60 Prozent Nutzung und 29 Prozent intensiver Nutzung sind Männer die Vorreiter beim mobilen Internet. Die mobilen Surfer interessieren sich zu 71 Prozent stark für Nachrichten, 59 Prozent zählen Navigationstools zu ihren beliebtesten mobilen Services. 51 Prozent erfreuen sich an Mobile Shopping.
Knapp 70 Prozent der befragten Online-Nutzer würden für mobile Applications extra zahlen, sofern der angebotene Dienst ihnen einen persönlichen Mehrwert bringt.

Bildbearbeitung online - ein Picnik!

Judith aka Linzerschnitte Vor einigen Tagen war ich gezwungen, auf dem PC meines Vaters zu arbeiten. 13''-Röhrenmonitor, gefühlte 500 MB Arbeitsspeicher, Internet Explorer, keine Flash Updates etc. Und: Ich brauchte ein Bildbearbeitungsprogramm. Nicht einmal Standardsoftware war zu finden, von dem mir vertrauten Photoshop ganz zu schweigen.

Da wagte ich den Versuch und googlte nach einem Online-Bildbearbeitungsprogramm. Ich wählte das erstbeste namens Picnik und war begeistert. Fotos skalieren, zuschneiden und grundsätzliche Bildbearbeitungstechniken ohne sich registrieren zu müssen, Bilder in verschiedenen Formaten und Qualitäten abspeichern, großartige Usability (kein Nachlesen erforderlich) und noch zusätzliche Tipps und Erklärungen. Wer sich registriert, kann seine Fotos außerdem automatisch bei FlickR, Facebook usw. uploaden. Das Service wird mittlerweile in Deutsch angeboten, für $24,90 pro Jahr ist auch eine Premiumversion erhältlich, die unter anderem Layers unterstützt. Wem Photoshop immer schon zu viele und zu komplizierte Funktionen hatte und außerdem zu teuer war, der wird in der Cloud glücklicher.

Obama weiß, was du einkaufst

ritchie aka datadirt Weil auf die USA fokussierte Terroristen natürlich die Warenwirtschaft ihres kapitalistischen Erzfeindes nicht auch noch unterstützen wollen, kaufen sie die Bauteile für ihre Bomben vorzugsweise in Europa. Also lassen die netten Politiker ihre Freunde von der Homeland Security natürlich in die Konten blicken - wenn auch seit neuestem nur für 6 Monate:

Deutschland, Österreich und Ungarn machten demnach durch ihre Enthaltung den Weg frei.
Den Kritikern des Abkommens ist es gelungen, die Laufzeit von ursprünglich zwölf auf neun Monate herunterzuhandeln. Allerdings bleibt das EU-Parlament unberücksichtigt - und zwar nur einen Tag vor Inkrafttreten des Lissabon-Vertrags, der den Volksvertretern ein Mitspracherecht in Sicherheitsfragen gibt.

Die Detailregelungen des Abkommens sind ein Hammer und verdienen es, an dieser Stelle näher beleuchtet zu werden (Swift-Volltext):

Das US-Finanzministerium kann, dem neuen Abkommen zufolge, nicht einfach die Daten abholen, sondern muss einen möglichst genau definierten Antrag stellen. Wenn der angesprochene Finanzdienstleister nicht in der Lage ist, den angeforderten Datensatz eindeutig zu identifizieren, muss er eine größere Datenmenge an die für die Kooperation mit den USA verantwortliche nationale Polizeibehörde übermitteln, die sie dann an die USA weitergibt. Die Verwendung der Daten ist explizit auf Terrorfahndung beschränkt. Außerdem dürfen die Daten nicht zum automatisierten Profiling sowie im Rahmen von Data-Mining-Aktionen verwendet werden. Daten, die sich als nutzlos für die Fahnder herausstellen, müssen spätestens acht Monate nach deren Überprüfung gelöscht werden. Ein Richtervorbehalt bei den Anfragen ist nicht vorgesehen.

Unglaublicherweise stellt diese Situation allerdings sogar ein "Verbesserung" gegenüber dem Status von vor 2006 dar, als US-Behörden ohne jegliche rechtliche Grundlagen massenhaft Finanzdaten auswerteten. Dass sich .at, .de und .ch ihrer Stimmen enthielten, lieferte der Opposition einiges an Munition, bleibt aber unverständlich - ebenso wie der Kommentar der österreichischen Innenministerin:

Maria Fekter (ÖVP) bezeichnete das Interimsabkommen in einer Mitteilung vom Montag als "unbefriedigend". Sie habe sich daher der Stimme enthalten.

Wow - wirklich eine beruhigende Haltung der Regierung in Sachen Europapolitik! Wenn uns irgendwas nicht passt, dann sagen wir - nix.

Social Media: No Joy with the ROI?

Judith aka Linzerschnitte Ist Social Media aus wirtschaftlicher Sicht nur eine weitere Blase an überzogenen Erwartungen und Goldgräbertum, wie Community TV in den 90ern, Multitext in den 2000ern und nahezu alles, was mit Interaktion und Medien zu tun hat? Manches weist darauf hin:
Firmen, auf deren nichtige Eigenwerbung man sich im Social Web gerne verzichten könnte, ernennen sich plötzlich zur Social Media Agentur und sprechen von Mehrwert - und man fragt sich: Wenn sie selbst im Social Web keinen Mehrwert bieten, wie wollen sie diesen ihren Kunden vermitteln? Social Media Berater, deren Schlüsselqualifikation es ist, einen Twitteraccount mit mehr als 500 Followern und Grundkenntnisse von Wordpress zu haben, vermehren sich wie Schweingrippeviren. Und jeder Round Table oder XY-Tag beinhaltet Social Media Slots, wo mit heißer Luft nicht gegeizt wird.

Letztendlich gibt es ihn aber, den ROI von Social Media. Und wer weniger in Kampagnen denkt, sondern daran, Digital Relations aufzubauen, wird ihn früher oder später selbst erleben. Hier einige Beispiele dafür:

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Fickfreie Zone: die Top-Suchworte

ritchie aka datadirt Das Jahr neigt sich seinem Ende zu, folgerichtig werfen die Suchmaschinenbetreiber ihre Statistikbots an - aus den aktuellen Hitparaden lässt sich so mancher Trend ablesen. Dass kommerzielle Angebote zum Thema Fortpflanzung an Relevanz verloren hätten, möge aber keinesfalls voreilig gefolgert werden: XXX-Suchworte filtern die Betreiber bedauerlicherweise aus. Dass die einen nicht unbeträchtlichen Teil des Gesamtvolumens ausmachen, legt eine aktueller Untersuchung des schwedischen World Internet Institute nahe:

Men det är inte bara unga män som sexsurfar, även bland kvinnor är det nu 7% som uppger att de besöker sidor med sexuellt innehåll.

Sexsurfar... hehe. 7% wär in der Tat nicht so wenig... die offizielle Hitparade wird indes in Deutschland von Megan Fox angeführt, während die Österreicher am häufigsten nach "Wien", "Youtube" und "Österreich" (wtf?) suchten. Dass URL-Suchbegriffe wie "ebay" oder "gmx" ebenfalls stark in den Top 10 vertreten sind, hat übrigens mit der Direkt-Weiterleitungsfunktion aktueller Browser zu tun, allerdings zählt ein solcher Aufruf eben auch als Suchvorgang.

Bei Yahoo dagegen bleibt's weiterhin schwül, windig und orientierungslos: die Top Begriffe lauten Wetter, Routenplaner, Wikipedia (sic!), Telefonbuch, Horoskop und Erotik. Wer die Schweinegrippe überstanden, für seinen Opel die Abwrackprämie kassiert, einen Apfelkuchen verspeist und anschließend mit Monica Lierhaus und Lady Gaga beim Echo 2009 einen "Sturm der Liebe" entfachte, lag komplett im Plansoll.

Noch eine Topliste: RSS-Technologien

ritchie aka datadirt ReadWriteWeb hat mit der Veröffentlichung der "traditionellen" Best-Of Listen begonnen. Dass in den "Top Mobile Web Products" ausschließlich Android- und iPhone-Apps vertreten sind, mag auf einen gewissen redaktionellen Bias schließen lassen (und dass die Top-10-Semantic-Apps Liste überhaupt gefüllt werden konnte, verwundert), aber im Beitrag über die Top 10 RSS & Syndication Technologies of 2009 habe ich ein interessantes Service gefunden:

Echo, from JS-Kit is a reverse syndication service for distributed social media conversations. It brings back tweets and other mentions to the page they refer to. The service is growing fast and becoming more sophisticated every week. New features come so fast and furious that it's overwhelming but the end result is an experience that brings the dispersed social web back together again.

Grundsätzlich nichts, das nicht andere Plugins auch leisten könnten - die Twitter-Kommentare importiere ich schon längere Zeit via Backtype. Allerdings beherrscht Echo auch noch Unified Login und synchronisiert alle Importe mit dem WP-eigenen Kommentarsystem. Werd ich mir demnächst mal näher ansehen, immerhin bin ich ein großer Fan von Premium Services und Echo kostet $48 pro Jahr. In diese Kategorie fällt auch Fever, der Feedreader für Geeks: es handelt sich nicht um lokale Software, sondern um eine am eigenen Webserver gehostete mobile-taugliche Software. Mit $30 ein günstiges Weihnachtsgeschenk für alle, die keine Steckdosen für neue Hardware-Gadgets mehr frei haben.

Ritchies Video der Woche

Gerade mal 12 Jahre alt ist dieser äußerst talentierte Schlagzeuger - die Rhythmus- und Tempi-Wechsel in diesem Solo sind unglaublich - muss man gehört und gesehen haben! (Gefunden in Karola Rieglers Facebook Feed):

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Judiths Video der Woche

Einmal noch, okay? Dann mach ich wieder mal eine Pause mit Katzencontent. Aber dieses eine Mal muss noch sein....

Lesetipps der Woche

  • Steve Gillmor hat auf TechCrunchIT einen ausgedehnten Beitrag über die strategische "Aushungerung" Twitters durch Friendfeed veröffentlicht, in dem er auch auf die Problematik der "data ownership" eingeht.
  • Lesetipp/Weihnachtswunschlistentipp: Gmail-User aufgepasst: Das Gboard ist da! Ein USB-Board, mit dem ohne Scrollen auf Gmail navigiert werden kann. Kostenpunkt 19 Dollar - www.gboard.com

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende der Rückschau und somit in der Gegenwart angekommen - wir hoffen, Sie hatten einen sanften Flug und freuen uns, Sie bald wieder an Bord des Blogistan Panoptikums begrüßen zu dürfen. Bitte geben Sie aus Sicherheitsgründen einen Kommentar ab, bevor Sie diesen Beitrag verlassen. Linzerschnitte und datenschmutz wünschen einen geruhsamen Restsonntag und einen beachtlichen Start in die kommende Woche; wir lesen uns am Montag!

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Blogistan Panoptikum KW31 2009

Schon wieder neigt sich ein Sonntag zur Neige, liegt eine ereignisreiche Woche hinter uns, ist im Social Web kein Kiesel auf dem anderen geblieben. Aber zum Glück gibt's ja das Blogistan Panoptikum von Linzerschnitte und datadirt. (Virtuelle) Weltendeutung hat in unserem Kulturkreis eine ehrenvolle Tradition und darf keinesfalls mit gewöhnlichem Hirnwichsen (Aufpolieren der grauen Zellen, vom Ausdruck "die Schuhe wichsen" = auf Hochglanz polieren. Nicht, was Sie dachten.) verwechselt werden. Doch bevor es hier zu theoretisch wird an dieser Stelle nochmal der Hinweis auf die Abschlussparty zur N97 Verlosung: Jedenfalls fröhlich und auf Wunsch auch feucht gefeiert wird ab 19:00 im Werkzeug-H, Details auf Facebook. Aber nun genug der Prognosen, wir richten unseren Blick eine Woche zurück.

Der typische Teutonen-Tweeper

Judith aka Linzerschnitte Gleich vorweg, die Ergebnisse der Twitterumfrage von Thomas Pfeiffer umfasst eigentlich die Tweeper des gesamten deutschsprachigen Raums - aber Alliterationen in Überschriften sollen ja immer besonders gut ziehen. Was man immer schon geahnt hat, wird durch die Twitterumfrage verifiziert - die deutschsprachigen Tweeper sind ein hochgradig homogenes Grüppchen, und das ist der Archetyp:

Jung (32 Jahre), männlich (74%) und gebildet (78% haben Abitur). Zwei von drei betreiben einen eigenen Blog und schreiben über Technik, Web 2.0-Themen oder Privates. Jeder zweite stammt aus der Medien- oder Marketingbranche und jeder Vierte ist Führungskraft oder Unternehmer/in.

Nicht wirklich überraschend also. Aber immerhin, einen Aspekt gibt es da, der mir bisher nicht explizit bewusst war:

Frauen, so könnte man sagen, verstecken sich eher und wählen Fantasienamen.

Hmm. True.

Rechtsstreit bedroht Skype

ritchie aka datadirt Skype könnte für eBay zum Kuckucksei werden, wie die Times Online berichtet. 2005 hatte das Auktionshaus die Online-Telefon-Firma für 2,6 Milliarden Dollar gekauft und plante in näherer Zukunft ein Spin-Off samt Börsengang. In der Auseinandersetzung mit der schwedischen Firma Joltid, einem Start-Up der Skype-Mitgründer Niklas Zennstrom und Janus Friis, geht es um Core-Technologien von Skype, bei deren Nutzung angeblich Lizenzbedingungen verletzt wurden. Die Auswirkungen könnten sich als drastisch erweisen:

EBay admitted in a regulatory filing that it might have to close down the company. It said it was trying to develop alternative software but if that did not work, or if eBay lost the right to the original software: "Skype would be severely and adversely affected and the continued operation of Skype's business as currently conducted would likely not be possible."

Zwar sieht man der Verhandlung angeblich gelassen entgegen, arbeitet aber bereits an Alternativen:

"Although Skype is confident of its legal position... Skype has begun to develop alternative software to that licensed through Joltid. However, such software development may not be successful, may result in loss of functionality or customers even if successful, and will in any event be expensive," eBay said.

Auch anderswo wird diese Woche mit gerichtlichen Bandagen gekämpft: TweetMeme-Gründer Nick Halstead bezichtigt ReTweet des Plagiarismus:

He had to look no further than the code for the retweet button itself. The code below is what he found, which he says is "an exact copy of our own retweet button code with the word 'tweetmeme' replaced with 'retweet'".

ritchie aka datadirt Blair Williams hat mit Pretty Link eines der für Pro-Blogger genialsten WordPress-Plug-Ins überhaupt geschaffen. Die Software ermöglicht die Nutzung der eigenen Domain als Short-URL-Service: äußerst nützlich für Twitter, aber auch zum Managen von Forward und zum Erstellen leicht zu merkender Adressen. Bereits die Free-Version liefert Statistiken und Cloaking-Funktionen. Aber Blair hat nochmal tief in die Trickkiste gegriffen und vor wenigen Tagen die Pro-Version veröffentlicht, die es wirklich in sich hat: detaillierte Statistiken, integrierte ReTweet-Funktion und ein ausgefeilter Cloaking- und Keyword-Replace Mechanismus (inkl. Split-Testing!) rechtfertigen die 97$ für eine Lifetime-Lizenz auf bis zu fünf Blogs auf jeden Fall. Ab September wird Pretty Links teurer, wer WordPress nutzt und twittert, sollte schnell zuschlagen - eine ausführlichere Review folgt demnächst.

I quit the iPhone

Judith aka Linzerschnitte Apfel-Anbeter sind bekanntlich prädestiniert für große Gefühle, und diese Woche schlug der Drama-Pegel bei einigen iPhone-Besitzer ziemlich heftig aus. Nachdem man bei Apple wieder mal den Möchtegern-Monopolisten raushängen ließ und die Application "Google Voice" aus dem App Store warf, gingen offensichtlich einige Liebesbeziehungen zu Ende. Einer davon wird von Michael Arrington auf Techchrunch im Rosamunde-Pilcher-Style betrauert:

I have loved the iPhone, but now I am quitting the iPhone.

This is not an easy decision. Was there in January 2007 when it was announced and I bought the first iPhone as soon as it was available. (...) But I'm not going to upgrade to the iPhone 3GS. Instead, I’m abandoning the iPhone and AT&T.

Die ganze Seifenoper gibt es auf TechCrunch.

Nach sozialer Relevanz filtern

ritchie aka datadirt Immer mehr Experten bezweifeln die baldige Marktreife semantischer Technologien - der Cuil Fehlstart in die Bedeutungslosigkeit hat dazu gewiss beigetragen. Immer mehr Bedeutung dagegen misst man dem "Social Rank" zu: denn Informationen aus dem eigenen erweiterten Freundeskreis sind vielleicht nicht unbedingt relevanter, aber in der Regel vertrauenswürdiger als "neutrale" Quellen. Dass sich daraus ein selbstverstärkender Effekt ergeben könnte, liegt auf der Hand: die Schlüsselherausforderung bei der Informationssuche liegt meiner Meinung nach nicht zuletzt im richtigen Quäntchen "Entropie" oder Zufall. Außerdem spielt der jeweilige Kontext eine wichtige Rolle - ReadWriteWeb stellt dazu ein paar spannende Überlegungen:

But each level more likely indicates degrees of social proximity than relevance per se; although in some cases closer proximity may very well indicate greater relevance. The problem is that relevance is highly contextual. It depends on many factors, such as your profession, your search query, your friends, your friends' knowledge about those topics, and the information that is publicly recorded in their activity streams.

Watercooler-Conversations von, mit und über Twitter

Judith aka Linzerschnitte So kannten wir sie, und so liebten wir sie - die alte Twitter Homepage. Diese Woche wurde das Microblogging-Web-Portal einem Relaunch unterzogen, der aus technischer Sicht so minimal war, dass es anscheinend nicht mal dem FailWale aufgefallen ist - doch bei näherem Hinsehen verbirgt sich hinter dem kleinen Relaunch ein großer Paradigmenwechsel. Der alte Selbstbeschreibungstext lautete:

Twitter, this is a service for friends, family, and co-workers to communicate and stay connected through the exchange of quick, frequent answers to one simple question: What are you doing?

Nun sieht die Sache nicht nur anders aus, sie hört sich auch anders an:

Share and discover what's happening right now, anywhere in the world.

Einen Interpretationsansatz für diese neue Strategie liefert gleich der Social Media Guide Mashable:

The Goal of Twitter’s New Homepage? Be the World's Water Cooler!

Tipps für den Social Media Workflow

ritchie aka datadirt Zuerst die richtigen Plattformen wählen, eine geeignete Strategie definieren und diese konsequent und effizient verfolgen - so einfach kann es sein. Andererseits kann man sich auch leicht übernehmen (oder "zersprageln", wie der Wiener sagt) und vor lauter neuen Social Web Services den Sinn und Zweck nicht mehr erkennen. Wichtigste Richtschnur: Wo finde ich meine Community, wo unterhalten sich Kunden, die an meinem Produkt interessiert sind? Predigerliteratur findet man allen Ecken und Enden, vom Longtail hat jeder schon mal gehört - aber gute Tipps zum Workflow sind selten, die Angst vor der Überforderung wächst. P. Morgan Brown hat eine äußerst lesenswerten Beitrag mit dem Titel Identifying a social media workflow verfasst, der einen hervorragenden Einstieg in die Frage "sollte ich mitmachen?" bietet:

Change always feels uncomfortable. And unless you're forced out of that comfort zone it’s difficult to take the steps you need to take to get out and move forward. So what I try to do when talking to people who feel overwhelmed by the prospect of social media is talk to them about email. And cell phones. Because I often speak to and work with people who are older than me I ask them "Do you remember doing your job without email and cell phones?" Invariably they say "yes," and then they smile knowing where I am going with these questions.

Foto der Woche

Extranoise hat das Treppenhaus der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Berlin - Linienführung und Farbgebung des Bildes finde ich grandios gelungen:

treppenhaus

Ritchies Video der Woche

Storytelling, Dramaturgie, Framing, Lichtführung, Tiefenschärfe... alles genau geplant. Oder einfach am Heimweg vom Festival die Cam rausgeholt und ein paar spontane Aufnahmen vom Sonnenaufgang gemacht. Zitat von Regisseur Giugesco: "Sunrise is one of the greatest things in life. it’s a pity that i don’t see it very often." Geht mir auch so - und: Wow!

Linzerschnittes Video der Woche

Dass Touristen Versicherungsgebäude abfilmen, kommt sicher nicht besonders oft vor. Der Uniqua Tower in Wien an der Aspernbrücke ist allerdings eines der privilegierten Bauwerk, dank einiger Studenten der Universität für Angewandte Kunst, die sich lustige Dinge mit LED Grids ausdachten.
Nicht gar so ausgefallen wie LED Grids, dafür aber optisch noch um einiges beeindruckender ist diese Projektion auf die Hamburger Kunsthalle:

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres gemeinsamen Wochenrückblicks angelangt, und somit bleibt uns nur mehr zu sagen: auf eine neues! Doch bevor wir Ihnen das nächste Panoptikum präsentieren können, müssen die nächsten sieben Tage erst vergehen. In diesem Sinne: danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns morgen!

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Blogistan Panoptikum KW25 2009

Zurück aus dem hochverschneiten Lienz (nächtens fiel die Schneefallgrenze deutlich unter 2.000 Meter) sitze ich in der ersten Klasse der ÖBB und frage mich, ob man die Arbeitslosigkeit in diesem Land nicht zumindest ein wenig bekämpfen könnte, wenn man ab und an mal jemanden die Zugfenster putzen ließe. Aber genug der Besserwisserei: wenn der natürliche Weichzeichner der Landschaft ihren kargen Reiz entreißt, wird die kühle Post-Kathodenröhre des Laptops umso interessanter. Mit anderen Worten: auf zum Panoptikum, das letzte Woche einem grausamen Arbeits-Anschlag, verschuldet durch den gewissenlosen Internetrat, zum Opfer fiel!

Die meisten WordPress-Templates saugen

Das sagt nicht irgendwer, sondern Blair Williams - und der hat immerhin das großartige Pretty Links for WordPress geschrieben. Wir alle wissen, dass gutes Aussehen manchmal für ein paar Stunden Spaß vollkommen ausreicht, aber wenn's um längerfristige Beziehungen geht, dann zählen auch die Werte unter der Haube - im Fall eines WordPress Templates zählen dazu solche Themen wie Kommentar-Formatierung, sauberes HTML und so weiter. In seinem Beitrag über die 10 häufig übersehene WordPress Template-Probleme erklärt Blair, worauf man bei Template-Wechsel neben der Optik noch achten sollte:

I'll think a theme looks clean, beautiful and professional — then I install it, have a look under the hood and realize that it has fatal flaws.
This really makes me wonder how many people are slaving away on their websites and blogs all the while their site is dying a slow death because of a WordPress Theme that they think is fine.

Reise durch die Räterepublik

Hans-Peter Lehofers e-comm Blog gehört seit einiger Zeit zu meinen Favoriten - ich kenne niemanden, der so unterhaltsam, fundiert und hintergründig über die an sich sperrigen Themen "österreichisches und europäisches Recht der elektronischen Kommunikationsnetze und -dienste" berichtet. Im kommenden Semester möchte ich jedenfalls an Dr. Lehofers Vorlesung an der WU Wien teilnehmen. Konkreter Anlass dieser Erwähnung ist die Serie "Reise durch die Räterepublik". Da heißt es im ersten Teil etwa:

Vielleicht sollte man alle Selbstregulierungseinrichtungen um eine ausdrückliche Erklärung ersuchen, dass es sich dabei (jedenfalls nach Auffassung der Initiatoren) nicht um ein fake handelt. Mit der Frage nach der "Legitimation" kann man eine Unterscheidung nämlich nur schwer treffen. Der auch gerade neu gegründete, wunderbar schräge Österreichische Internetrat (ÖIR) etwa schreibt zu seiner Legitimation (ausdrücklich als Selbstlegitimation bezeichnet): "Der ÖIR hat sich selbst gegründet und verfügt über die Legitimation, sich als erste Institution als Österreichischer Internetrat bezeichnet zu haben ..."

Und im zweiten Teil heißt es über den großartig amüsanten PR-Ethik Rat:

"PR-Ethik-Rat fordert klare Kennzeichnung von Werbung" Da gehört wirklich Mut dazu: etwas zu fordern, was seit Jahrzehnten gesetzlich verpflichtend vorgesehen ist. Aber das wirklich Faszinierende an der Presseaussendung ist, dass weder ein einziges Beispiel (von wegen "öffentliche Rüge"), noch auch nur die geringste Andeutung einer Sanktion - und sei es nur die Namensnennung - vorkommt. Der Grund dafür ist besonders nett: es gibt einfach zu viele schwarze Schafe.

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

Musikalische Alternativen zu Last.fm

Last.fm kostet in den meisten Ländern mittlerweile Geld - mir persönlich hat die Seite nicht mal gefallen, als die Streams noch gratis aus dem Lautsprecher dudelten. Aber Alternativen gibt's genug - und die unterscheiden sich nicht nur in punkto Look und Repertoire - Roh.cc hat die drei "big Players" verglichen:

Drei Services werde ich hier näher beleuchten: Play.fm, Blip.fm und Hypemachine. Sie alle gibt es schon länger, und es wurde schon reichlich darüber geschrieben. Aber auch Musikplattformen machen eine Evolution durch und es bilden sich charakteristische Community-Kulturen, die sich durchaus voneinander unterscheiden können.

Super-Influencer: Experten ohne Ahnung

Wer V8-Zwölfzylinder Motoren baut, braucht sich um den Spott nicht zu kümmern, möchte man meinen, aber nix: Medien schaffen Distanz und fördern gefährliches Halbwissen, argumentiert ein erfrischen anti-trendiger Beitrag im Mashazine. Speziell bei diesem Zitat aus dem Teil "Inflation der Expertise" musste ich die fünf tapferen Pioniere denken, die vor kurzem den Österreichischen Internetrat gründeten:

Jeder ist Experte; die Vielzahl von Meinungen schafft Vertrauen – schlicht durch Präsenz: Weil es Kommunikation, Vielfalt, Widerspruch gibt wirkt der Ausschnitt, den wir wahrnehmen, für uns vertrauenswürdig – schließlich hat er sich gegen die Konkurrenz durchgesetzt.
All das sind formale Kriterien; die Diskussion zu Vertrauen in Onlinemedien und Kriterien von Vertrauenswürdigkeit in der Onlinekommunikation wird nach wie vor oft über formale Merkmale geführt. Gibt es Gütesiegel, Kommentare, Pagerank oder andere Insignien digitaler Kompetenz?

Photoshop für Arme

Man muss nicht alles im Browser machen - aber man kann! Aviary findet, dass Photoshop und Co. den Profis vorbehalten bleiben sollte: den Geburtstagsgruß aus Digi-Foto pappen kann Otto Normaluser schließlich auch direkt in Firefox, noch dazu ganz für lau. Aviary bietet diverse Pixel- und auch Vektor-Manipulations-Tools an, free-user müssen vor allem mit der Einschränkung leben, dass alle erstellen Werke frei zugänglich sind. Wer 25 Dollar im Jahr bezahlt, bekommt eine private Kajüte und bessere Download-Optionen. Ausnahmsweise schließe ich mich dem Spiegel an und frage mich, wer sowas braucht - schließlich gibt's neben Adobe's Platzhirsch inzwischen sehr brauchbare Freeware-Alternativen (wie etwa Gimp, das ausschließlich existiert, damit man an passender Stelle seine Existenz erwähnen kann - ob jemand tatsächlich schon mal damit gearbeitet hat, weiß ich nicht genau), und gerade Bildbearbeitung, bei der schnell mal heftige Datenmengen anfallen, möchte ich eigentlich lieber lokal erledigen.

Wenn Richter irren

Manche Zufälle können gar keine Zufälle sein, möchte man meinen - aber StudiVZ hat keineswegs frech Facebook plagiiert, entschied der Richter im mit Spannung erwarteten Urteil Holtzbrinck vs. Facebook:

Zum angeblichen Diebstahl von Quellcodes durch StudiVZ habe Facebook lediglich Vermutungen angestellt, urteilte das Gericht. Diese seien nicht ausreichend, um dem deutschen Online-Netzwerk "unredliche Erkenntniserlangung" vorzuwerfen. Letztlich sei auch vorstellbar, dass die StudiVZ-Gründer die Facebook-Webseiten mit Hilfe von im Netz für jedermann sichtbaren Informationen nachprogrammiert hätten. Darin liege jedoch kein Verstoß gegen die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Facebook, da StudiVZ nie selbst Vertragspartner des US-Unternehmens gewesen sei. Gegen das Urteil kann Facebook Berufung beim Kölner Oberlandesgericht einlegen.

Geile Begründung! "mit Hilfe von im Netz für jedermann sichtbaren Informationen"... wenn das nur mal kein Präzedenzfall wird!

Der Damm ist gebrochen

Deutschland darf endlich China werden! Da muss Maria Fekter ja geradezu vor Neid erblassen ob der CDU/CSU Kampfrethorik in punkto Netzsperren:

"Wir haben die Pflicht, alle rechtsstaatlichen Mittel zur Bekämpfung von Kinderpornographie einzusetzen", begründete Martina Krogmann, parlamentarische Geschäftsführerin der CDU/CSU-Fraktion die Initiative. Es könne sich hier niemand auf die Informationsfreiheit berufen.

Dabei haben unsere Nachbaren wirklich einen erstaunlichen Murks zusammengebracht - eine Verfassungsbeschwerde wegen unrechtmäßigem Zustandekommen des Gesetzes ist keineswegs ausgeschlossen, wie Heise berichtet:

Der "Placebo"-Entwurf sei nicht verhältnismäßig und öffne das Tor zur Internetzensur, monierte Jörn Wunderlich von den Linken. Eine rechtsstaatliche Kontrolle der Sperrlisten finde nicht statt. Polizeibehörden dürften nicht darüber entscheiden, was publiziert werden dürfe. Wolfgang Wieland beklagte für die Grünen, dass "im Schweinsgalopp" allein ein "Vorhang für Verbrechen" aufgezogen werde. Es sei "schierer Missbrauch", das Vorhaben unter der Flagge des Wirtschaftsrechts durchzusetzen. Prinzipiell müsste zumindest ein verwaltungsrechtliches Widerrufsverfahren gegen die Aufnahme auf die Schwarze Liste eingeführt werden. Ein Richter habe die Anordnung zu genehmigen, kein Kontrollgremium beim Bundesbeauftragten für Informationsfreiheit.

Dass das hochemotionale Thema Kinderpornographie nicht Ziel, sondern bloß Mittel zum Zweck ist, wissen Experten längst - es geht um die Schaffung der Sperr-Infrastruktur, die China schon so lange erfolgreich einsetzt: steht die Firewall erst mal, kann man auf Knopfdruck auch jeden anderen missliebigen Inhalt ausblenden. Naja, wie der CCC in einer bemerkenswerten Aussendung schrieb: freie Funknetze werden boomen.

SM zwischendurch?

Kein Lack, kein Leder, keine Neunschwänzige: bloß Social Media, das sich nach Ansicht von Steven Weather problemlos für den schnellen Quickie zwischendurch eignet:

Time is money, but Weathers says it's all about how you manage it. "Previously wasted down time like sitting in taxis for 20 minutes or standing in a bank line for 10 minutes is now spent on my mobile phone, bouncing between Twitter and Facebook. It's getting easier and easier, and for branding an entrepreneur, I think it's golden."

Naja, was will man auch von einem Artikel erwarten, der einleitend die folgenden Fragen stellt:

But is social media right for your business? Could it be a free substitute for a traditional (read: expensive) advertising plan? How much time should be spent in the care and feeding of all those profiles? The answers may surprise you.

Ach ja: die Antwort lautet völlig überraschenderweise "eventuell". Oder auch "teilweise". Wow, das kam jetzt echt überraschend.

Wikipedia kriegt Video

ReadWriteWeb berichtet über eine multimediales Wikipedia-Upgrade, das dank einer Partnerschaft mit Kaltura Hosting-technisch bereits unter Dach und Fach ist:

Wikipedia, the free web-based encyclopedia used worldwide, will be adding video to their online repository in a matter of months. When the new system launches, you'll find a new button labeled "Add Media" on Wikipedia articles. [...] According to news breaking at Technology Review, this video upgrade will be made available within two to three months. At launch time, Wikipedia will provide access to the following online video repositories: the Internet Archive, which contains 200,000 videos, Wikimedia Commons, a resource maintained by the Wikimedia Foundation, creators of Wikipedia, and Metavid, a source for Congressional hearings and speeches.

Twitter zensiert die "heißen Themen"

Auch ReadWriteWeb kann sich angesichts des jüngsten "Goodpussy" und "Gooddick" Skandals auf Twitter der Diskussion um die Notwendigkeit von Zensur entziehen:

Should there be an algorithm for trends rather than making trending topics a pure numbers game? Should the system be fixed so that #liesboystell doesn't win out over truly important, significant, or newsworthy content? Should tweets, like images and other kinds of content, be screened for "adult" material and user preferences be set accordingly? Or do trends really belong to the lowest common denominator?

Nein, nein und nochmals nein! Kommen Sie doch einfach zu SauberTweeten! Dort kontrollieren sich die User selbst :mrgreen:

Foto der Woche

Die Social Web Community engagiert sich seit einigen Tagen in der Causa "Where is my vote?" Mit zahlreichen grün eingefärbten Avataren und speziellen Tags solidarisiert sich die Netzgemeinde mit den Protestanten im Iran. In der Sonntagsausgabe des Kurier sagte der aus Persien stammende Kabarettist Michael Niavarani bezugnehmend auf die aktuelle österreichische Wertestudie sinngemäß: "In Österreich kämpfen islamische Frauen darum, ein Kopftuch tragen zu dürfen. Im Iran kämpfen sie darum, keines trage zu müssen. 60% der Österreicher misstrauen der Demokratie und wünschen sich einen starken Führer, 60% der Iraner misstrauen dem starken Führer und wünschen sich Demokratie." Hier eine Slideshow aktueller Fotos aus Teheran von Faramarz Hashemi - Achtung, nichts für empfindsame Gemüter! [via TechCrunch]

Video der Woche

Es ist eindeutig mal wieder Zeit für ein wenig Management-Theorie: das Peter-Prinzip, auch bekannt als die "Hierarchie der Unfähigen", wird in diesem Kurzfilm sehr anschaulich erläutert [via Linzerschnitte]:

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Und damit sind wir auch schon wieder am Ende der letzten und am Beginn der aktuellen Woche angelangt: der längste Tag des Jahres ist vorüber, zumindest Sonnenlicht-technisch, trotzdem gilt wie immer: danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns morgen.

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Blogistan Panoptikum KW22 2009

Herzlich willkommen zum Blogistan-Panoptikum - vor lauter Feiertagen vergehen die Wochen ja nahezu im Flug, aber das hält eifrige Blogger natürlich nicht vom Berichterstatten ab, ganz im Gegenteil. Noch dazu bei diesen sibirisch-verschärften Außenbedingungen... dabei hatten uns die EU-Spitzenkandidaten doch einen super-heißen Mai versprochen. Aber wenn's draußen kalt ist, dann kann man sich aus den diversen werblichen Print-Produkten und anachronistischen Tageszeitungen wenigstens ein wärmendes Feuerchen anzünden. Ganz ehrlich, kein Mensch braucht im Internetzeitalter mehr Tageszeitungen, die ganze Journalismus-Qualitäts-Debatte können wir Crowdsourcer uns doch endgültig schenken. Außer Datum - die einzige löbliche Ausnahme im von Falter-Meinungs-Monopolen geplagten Bobo-Österreich. Im Übrigen bin ich der Meinung, Armin Thurnherrs internet-feindliche Haltung gehört zerschlagen.

Google bringt Wave

The buzz is on - im Lauf des Jahres will Google sein neuestes Produkt "Wave" veröffentlichen - es soll nicht mehr und nicht weniger tun, als unseren Umgang mit Kommunikation und Kollaboration im Web nachhaltig zu verändern. E-Mail, Kontakte, Social Networks - Wave will die Grenzen zwischen Dokument und Dialog verschwimmen lassen:

A wave is equal parts conversation and document. People can communicate and work together with richly formatted text, photos, videos, maps, and more.
A wave is shared. Any participant can reply anywhere in the message, edit the content and add participants at any point in the process. Then playback lets anyone rewind the wave to see who said what and when.
A wave is live. With live transmission as you type, participants on a wave can have faster conversations, see edits and interact with extensions in real-time.

Erste Eindrücke und Screenshot kann man hier begutachten, potentiell Beta-Tester können sich mal für einen Account vormerken lassen. Wave wird übrigens komplett unter der Open Source Lizenz stehen - diese ausführliche Präsentation von der Google I/O macht mir jedenfalls den Mund wässrig:

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"But all good things, they say, never last", sang Prince. Und nun sagt TechCrunch das gleiche über Twitters "Trending Topics":

Up until recently, Twitter’s trending topics - which are prominently displayed on their Search homepage and now also in the sidebar when you’re using the Twitter website - were an awesome way to get a feel of what was buzzing on the Web, in a way that virtually no other web service was able to do.

Aber dann kamen die Piraten und Michael war ordentlich beleidigt!

Today, when you look at Twitter’s trending topics, you’ll notice that the large majority of trends are memes started by a single user or a group of users, with the main goal offering entertainment rather than spreading information. That’s all fine and dandy - no harm in having fun - and I realize well that Twitter’s trending topics are not necessarily required to be giving you and me an overview of stuff that really matters, but I can’t help but think it’s a pity that that list is starting to turn into the top 10 of chain letters people used to circulate through e-mail messages in the late nineties.

Ach liebes fliegendes Spaghetti-Monster, ich bete zu dir jeden Tag darum, dass mehr Menschen einsehen mögen, dass es mehr Spaß macht, Social Media Plattformen zu manipulieren als deren Regen einzuhalten...

Heißt du wirklich so?

Amerikanische Ureinwohner tragen häufig sprechende Namen wie "Robin kills the Enemy": der steht zwar in ihrem Pass, bringt aber auf Facebook Probleme mit sich, ebenso wie exotische Namen á la "Lisa Strawberry" - denn laut AGBs verlangt FB den richtigen Namen und legt bei Verdacht auch gerne mal unbegründet Accounts stillt, wie der Spiegel online berichtet:

Alicia Istanbul wurde zum Verhängnis, dass sie einen ungewöhnlichen Namen hat. Und Facebook hat gerade eine Kampagne gestartet, alle "fake accounts" zu löschen, also Nutzerkonten, die nicht wie gefordert den richtigen Namen angegeben haben. Für dieses Anliegen hat Istanbul ja Verständnis. Aber ganz und gar nicht verstehen kann sie, warum Facebook sie nicht einfach gefragt hat. "Sie sollten vorher wenigstens einen Warnhinweis schicken", klagt sie. "Ich war dort den ganzen Tag unterwegs. Ich habe mein gesamtes soziales Netz darauf angelegt. Und das ist es ja schließlich, was Facebook auch will."

Zwar werden die Konten im Ernstfall nach Support-Intervention wieder freigeschalten, allerdings kann das bei 850 Mitarbeitern und Millionen Usern schon mal ein Weilchen dauern. So selten dürften derartige Fehlalarme übrigens gar nicht vorkommen - FB-Sprecher Barry Schmidt räumte Probleme ein, die Gruppe Facebook: don't discriminate against Native surnames!!! hat bereits über 4.000 Mitglieder. Schwierige Sache: einerseits will Facebook natürlich keine ressourcen-fressenden Fake-Accounts, andererseits entstehen dadurch für die Träger exotischer Namen derartige Kollateralschäden.

Gratulation zum 35., Mr. Shoemoney!

Jeremy Shoemaker wurde diese Woche 35 - herzliche Gratulation! Von keinem anderen US-Blogger habe ich mehr über Online-Marketing und Affiliate-Biz gelernt... keep up the good work! Auch einen Blick wert: das Friendshirt der Woche, diesmal von Friendshirt.me. Und die Kommentare sind ziemlich eindeutig... ich würd drauf wetten, dass da in der nächsten Zeit einige Bestellungen eingehen! Ich hab mein Friendshirt ja schon :mrgreen:

Wieviel ist ein Micro-Scobble?

Robert Scobble ist Web 2.0 Evangelist und Twitter-Legende. Das Disqus Blog hat ein Interview mit dem Mann, dessen Nachname Pate stand für die Benennung der internationalen Tweet-Frequenz-Einheit "Micro-Scobble", veröffentlicht:

I grew up in silicon valley, I had no choice. My Dad was an engineer and I grew up in Cupertino about a mile from Apple Computers. I had an Apple Computer in 1977, in my junior high I was in the first computer club , and I got a tour of Apple when they were one little building. So yeah, I’ve always been around tech.

Werner, die Russen sind da

Dass Facebook viel mehr Geld verbrennt als die Werbungen reinbringen, dürfte mittlerweile wohl bekannt sind. Munter geht die Suche nach neuen Investoren weiter -einen fand man in Form von Digital Sky Technologies. Die russische Internet-Investment Firma gab 200 Millionen Dollar für 1,96% Anteil an Facebook aus, wie die New York Times berichtet:

Digital Sky won because its founders Yuri Milner and Gregory Finger have strong experience running Internet properties in Eastern Europe and Russia, and "a deep, advanced understanding" of social networking technology, Zuckerberg said.

Pikantes Detail am Rande: Cheffe Zuckerberg gibt sich zwar ganz lässig, dürfte aber wissen, dass die Gesamtbewertung des Unternehmens in den nächsten Monaten wohl ziemlich nach unten rasseln wird. Der Gesamtwert beträgt derzeit übrigens sagenhafte 10 Milliarden Dollar, als Microsoft 2007 für 240 Millionen Dollar lediglich 1,6 Prozent erwarb, lag der Unternehmenswert noch um ein Drittel höher. Tja, Analysten sind halt auch ganz schön launisch.

Die fünf nuttigsten Hochzeitskleider ever

Danke an Judith, die mich auf diesen großartigen Beitrag über die Top 5 Sluttiest Wedding Dresses Spotted In 2009 hingewiesen hat. Auch wenn es mir fast das Herz bricht, dass Miss Carey nicht mehr Single ist, eines muss man ihr lassen: mit ihrem Gefühl für Styling könnte sie in jedem Bordell dieser Welt sofort einen Job bekommen - und der Hochzeitsbikini ist auch nicht übel. Das muss man gesehen haben:

The Mariah Carrey slutty wedding dress certainly doesn't leave anything to the imagination. Fully equipped with garter belt, stockings, and a main fashion piece better off worn under the dress or on the wedding night, this dress starts us off with its moderately tame slutty fashion.

SEO-News der Woche

Die wahren Abenteuer sind im Kopf, und sind sie nicht im Kopf, dann sind sie nirgendwo: das legt zumindest eine aktuelle Studie über das Thema Suchmaschinen Branding. vs. Suchmaschinenqualität nahe:

So haben die Mannen rund um Google einen internen Versuch durchgeführt, bei dem die Suchergebnisse konkurrierender Suchmaschinen wie z.B. Yahoo, MSN/Live, Cuil, Ask, AltaVista, etc. in das Seitenlayout von Google gegossen und Testpersonen vorgesetzt wurden. Zum Vergleich wurde dieses Spielchen natürlich auch in umgekehrter Weise durchgeführt, wobei die Google-Suchergebnisse in das Layout von fremden Suchmaschinen integriert wurden. Das Ergebnis: Die Probanden empfanden immer die Suchergebnisse als besser, über denen das Google-Logo platziert war!

Manches lässt sich aber auch experimentell überprüfen, wie etwa der Canonical-Tag - Stefan hat seine höchst aufschlussreiches Versuchsprotokoll hiezu dokumentiert - unbedingt lesenswerter Beitrag! Apropos Kopien: die Seouxindianer haben 10 einfache Linkbaits zum Kopieren bereitgestellt. Und in der Tat: die genannten Rezepte wirken nachhaltiger als alle Russenlinks dieser Welt :mrgreen:

Wie SMO *nicht* funktioniert

Bei den Seouxindinaner habe ich auch noch einen zweiten Beitrag gefunden, den sich potentielle Social Media Cowboys unbedingt *vor* allfälligen Pistolen-Duellen zu Herzen nehmen sollten, gefunden: Wie SMO nicht funktioniert beschreibt die häufigsten Fehler und ich kann jeden einzelnen Punkt nur vollauf unterstreichen. Beispiel gefällig?

Den Usern freie Hand lassen funktioniert nicht. Wer seine Firma in Social Media Portalen nicht selbst präsentiert, der gibt unzufriedenen Nutzern und der Konkurrenz die Chance “ihre Meinung” als einzig vorhandene einzureichen. Wenn die ersten Inhalte aber von der eigenen Firma gestellt werden, ist der erste Eindruck durch kontrollierte Publikation gerettet.

Google Suggest nutzen

Google Suggest wirft in der Tag einiges über den Haufen:

Google Suggest ist wohl die größte Änderung, die uns Google in den letzen Monaten präsentiert hat. Nicht nur, weil Suggest von der breiten Usermasse aktiv genutzt wird, sondern auch weil es ein paar Erkenntnisse der Vergangenheit über den Haufen wirft. So führt die aktive Nutzung zu einer massiven Verschiebung der Suchvolumen von Ein-Wort-Kombinationen hin zum Longtail.

Und der Preis für den charmantesten-Insider-Slang des Monats geht an den selben Beitrag:

Der User sucht trotzdem dasselbe, er geht nur evt. einen anderen, direkteren Weg. In der Folge heißt dies, dass es abermals schwerer wird, dem User Inhalte unterzujubeln, die er eigentlich gar nicht sehen möchte. Also heißt es, den User genauer zu studieren und seine Wünsche zu kennen.

Video der Woche

Normalerweise poste ich an dieser Stelle keine Werbeclips, aber Peter Novak hat mit dieser Redhat-Linux Werbung einen fantastischen Job gemacht! Der geht raus an die Open Source Community weltweit:

Foto der Woche

Die bewegten Bilder der Woche werden ab sofort in jedem Panoptikum um die Foto-Rubrik ergänzt: das Bild der Woche suche ich nach rein subjektiven Kriterien aus - seit ich selbst recht viel mit meiner digitalen SLR hantiere, weiß ich, wie schwierig es ist, perfekte (HDR)-Belichtungen zustande zu bringen. Die Auswahl ist mir bei der Premiere gar nicht leicht gefallen, aber diese Abendstimmung im Manasquan Reservoir von Joisey Showaa finde ich fantastisch:

manasquan Blogistan Panoptikum KW22 2009

Und das war's auch schon wieder für diese Woche - danke fürs Vorbeisurfen, wir lesen uns am Montag!

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1k BLs: Wer sind die datenschmutz-Piraten?

1000 Backlinks auf des blauen Frosch's Seite drauf / und 'ne Buddel voll Rum!

Zur nofollow-Diskussion habe ich schon einiges geschrieben - und 3 Jahre Blog-Erfahrungen haben mich in meiner Meinung, dass Weblogs vom Geben und Nehmen leben und Kommentare einer der wichtigsten Bestandteile des Blogs sind, täglich neu bestärkt. Das Top-Commentators-Plugin habe ich auf der Startseite schon länger im Einsatz, es handelt sich dabei um eine dynamische Blogroll: die Top-Kommentatoren der jeweils letzten 14 Tage bekommen einen Backlink von der Startseite. Im Zuge des kürzlich erfolgten datenschmutz-Redesigns habe ich darüber nachgedacht, wie sich dieses Konzept ausbauen ließe, was schließlich in der Einrichtung des "datenschmutz-Piraten" Widgets gipfelte: die fünf Top-Kommentatoren seit Beginn des Blogs bekommen auf einen Schlag über 1000 Backlinks, nämlich von jeder einzelnen datenschmutz-Beitragsseite - in vollem Effekt zu bewundern auch hier ganz unten in der rechten Seitenspalte. Diesen Beitrag weiterlesen »

Blogistan Panoptikum KW20 2009

An diesem Wochenende durfte ich meinen 10.000sten Twitterfollower (respektive mein 10kste Followeress) begrüßen - allerdings hat mir die Vorstellung von Simon Leungs neuem Follower-Kettenscript gleich mal 700 neue Tweeping Friends auf einen Schlag gebracht - ich war zuerst äußerst skeptisch, aber die Idee ist in der Tat schwer genial: Einfach zum Ende der Seite scrollen, das Formular ausfüllen und auf "Tweet Now" klicken. Account-Daten werden keine gespeichert, aber jeder User erhält eine persönliche Landingpage, und selbige ein wenig zu promoten, kann nicht schaden. Mehr muss man nicht machen, außer natürlich gegebenenfalls vorher Auto-Follow auf Tweetlater auf "Vet Followers" umstellen... denn wer schnell auf den Zug aufspringt, kann ordentlich profitieren, aber in einem Monat funktioniert dieses "Twitter Ponzi Scheme" nicht mehr... die ersten, die's benutzt habe, nennt man dann später Twittergurus und fragt sich, warum sie so viele Followers bekommen haben. Und weil ich zum Thema Follower-Aufbau auf Twitter derzeit mehrere Anfraqen pro Tag bekomme, gibt's Anfang nächster Woche ein kleines Special zum Thema Re-Follow Services und Co. Und nun zu meinen übrigen Highlights aus den vergangenen sieben Tag:

Nicht nur tweeten, auch bloggen

Es gibt vermutlich noch mehr gute Gründe, warum man sich keinesfalls ganz auf Twitter stürzen sollte - Future Buzz hat 19 besonders stichhaltige zusammengetragen. Denn wer ernsthaft eine längerfristige Netz-Präsenz plant, kommt nun mal an einem eigenen Hub (und nur über den hat man die volle Kontrolle) nicht herum. Tag: Volle Zustimmung!

These are all just tools to share content and ideas, no more, no less. You need a cohesive strategy for all of them to drive conversions in one spot. A blog is the perfect place for that if you want focused attention and to build an interested community. What if any one network you don’t control falls out of favor or changes the rules? At the end of the day, self-hosted blog owners control the vertical and the horizontal, whereas on Twitter or any external network you’re at the whim of someone else.

Wann ist ein Desktop sozial?

Keine Panik, ich fange jetzt nicht mit Nachhaltigkeit und CO2-Fußabdrücken an - Anlass für diese Überschrift ist vielmehr eine äußerst lesenswerte Review verschiedener Social Desktop Clients auf Guruvan - denn wie überdurchschnittlich gut informierte Nerds längst wissen, sind/waren Twitter-Clients bloß die Spitze des Eisbergs, und die kurze Ära der Widgets scheint vorbei, denn das Web 2.0 erobert immer mehr Platz am Desktop: kein Wunder, denn schließlich unterstützen die neuen Client-Generationen nicht nur mehrere Networks, sondern sogar multiple User auf ebendiesen. Besonders avanciert und flexibel wahlweise als Browser- oder lokale Adobe-Air-Applikation nutzbar scheint PeopleBrowsr:

The number of networks I can access is unparalleled. Not only does it have access to all that Sobees does, but Digg, LinkedIn, Myspace, identi.ca, Photobucket, and Plaxo too! And Peoplebrowsr has its own network, that allows you to share groups and view someone's entire known social graph. You can publicly tag people. PeopleBrowsr supports multiple user accounts (simultaneously) on several networks, and has search and geo-location features I’ve only just begun to explore. And if this is all too complicated for you get wrap your brain around at first you can use PeopleBrowsr in "Lite" mode, and just have one of the top Twitter clients. The search functionality and groups make PeopleBrowsr Lite even more powerful than Tweetdeck.

What goes around comes around

"Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus," lautet das deutschsprachige Äquivalent dieses Spruchs, oder in der christlichen Negationsform: "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu." Simpel eigentlich, aber erzählen Sie das mal einem General, der gerade mit seinen neuen Waffen spielen darf. Ich finde, dass Big Ant International den "Gold Pencil for Design" für ihre aktuelle Anti-Kriegs-Kampagne in der Kategorie "Public Service Poster" gewonnen haben. Auf The Inspiration Room sind alle Sujets online: die Plakate im extremen Breitformat entfalten ihre Botschaft erst, wenn sie um eine runde Säule geschlungen werden und sich die Katze sozusagen in den Schwanz beißt - schauen Sie sich das an!

Wer verdient wie viel an einer Milliarde verkaufter iPhone-Applikationen?

Der Applikationsmarkt für Handys gilt immer noch als Hoffnungsträger einer ganzen Branche - und vor wenigen Tagen gab Apple die Installation der einmilliardsten iPhone Applikation bekannt. Klingt beeindruckend, oder? Aber Stan Schroeder hat für TechCrunch den Entmystifizierungs-Rechenstift ausgepackt und kommt zu einem vergleichsweise ernüchternden Ergebnis in punkto Gewinn für Apple

Anywhere between $20 and $45 million; when you count in LSVP’s approximation that the ratio of free to paid apps, is somewhere between 1:15 and 1:40, and O’Reilly’s estimate that the mean price for paid apps is $2.65. Multiply these numbers and you get revenue of $70-$160 million; Apple’s 30%, which is how much they get from each sold application puts their chunk of the cake at $20-45 million.

Der Autor kommt zu den Schluss, dass Apple eben doch immer noch primär eine Hardware-Company sei, der Applikationsmarkt aber einen wichtiger Treiber für den Absatz der Geräte darstelle. Also wieder mal das alte Spiel der der Umwegrentabilität... irgendwie will die Aufmerksamkeitsökonomie auf breiter Basis nicht so richtig in die Gänge kommen, zumindest wenn man genauer hinschaut...

Twitter um etwa 1935 herum

Charlie Grover hat einen Beitrag aus "Modern Mechanix" eingescannt, der im August 1935 erschien. Leider sind alle Rechte am Bild reserviert - ich find's ja mehr als skurril, dass man sich traut, ein Copyright-Zeichen unter einen Scan aus einer Zeitschrift zu setzen, aber wie auch immer: Twitter robot from 1935 muss man gesehen haben! [via @dudeman718]

Der Personensuchmaschine Herr werden

Über Aim.at bin ich auf einen interessanten Artikel der ARGEn Datenschützer gestoßen. Wer sich von 123people, Yassni und Co. aufs reputations-technische Glatteis geführt sieht, findet hier eine Standard-Unterlassungserklärung, die bei weiter Verbreitung das Business-Modell der Personensucher gefährden könnte. Die klingt ungefähr so:

Ich habe festgestellt, dass Sie meinen Namen ….. dazu verwenden, auf ihrer Webseite zu meiner Person zutreffende und nicht zutreffende Informationen zusammen zu stellen. Diese Zusammenstellung teilweise richtiger, teilweise fehlerhafter Informationen ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Ich sehe meine Persönlichkeitsrechte und meine Kreditwürdigkeit dadurch beeinträchtigt. Sie werden daher aufgefordert, ab sofort keine derartigen Zusammenstellungen mehr durchzuführen, zu verbreiten, zu veröffentlichen und eine entsprechende Unterlassungserklärung abzugeben.

Der Push-Up BH mit Auto-Follow

Oder besser gesagt Autopilot. Große Dankbarkeit gegenüber Gizmodo: Wann hat man als Tech- und Marketing-Blogger denn sonst schon Gelegenheit, über Brüste und deren Idealzustand vor dem Geschlechtsverkehr zu schreiben? Ein Traum wird war, glauben die Macher: denn die Frau zum geilen, hemmungslosen Tier wird in Stimmung kommt - festzumachen an der Körpertemperatur - dann beginnt der integrierte Memory-Foam seine schmutzige Täuschungsarbeit zu verrichten und täuscht ad hoc Pamela Anderson Dimensionen vor. Nein, ich hab mir das echt nicht ausgedacht:

The integrated memory foam bra reshapes under the influence of heat to enhance cleavage, making a woman more desirable when she'd like to be desirable. Or, you know, when she's just a little sweaty.

Tja, damit taugt der BH mit Eigenleben wohl höchstens für Golferinnen... besonders lustig stelle ich mir diese Unterwäsche aber in Situationen vor, in denen sich die Körperwärme nicht direkt aus Geilheit, sondern eher aus anderen Gründen erhöht: irgendwie kommt das ganze Konzept einfach nicht so richtig durchdacht vor.

SEO-News der Woche

Sehr sympathisch finde ich die neue gelaunchte Video-Metasuche von Adrian Meyer und Marcel Wengel, und das liegt - ich will hier gar nicht unnötig verkomplizieren - am Namen: der ViFrog klappert alle Plattformen abn, bis zum Beta-Launch Ende Mai gibt's eine Preview auf SEO-Handbuch.de. Two thumbs up fürs Logo!

Die Beschreibung der Description

Der SEO-Evangelist leuchtet alle dunklen Winkel des Description-Tags aus:

Als vor Jahren meta-tags unter Insidern noch als Geheimwaffe bei der Suchmaschinenoptimierung galten und dem daraus resultierenden Missbrauch, wurde es plötzlich ruhig um sie, nachdem die Suchmaschinen sie nun auch nicht mehr mit ins Ranking einbeziehen.
Sicherlich spielen meta-tags heutzutage keine Rolle mehr bei der Platzierung einer Website in den Suchergebnissen, dennoch sind einige von ihnen nachwievor noch ein sinnvoller Bestandteil der OnSO (OnSite Optimization), die auch dabei helfen können mehr Besucher auf eine Internetpräsenz zu bekommen.

Guter Punkt - und wer immer schon mal wissen wollte, warum eigentlich noodp in seinem WP-Header steht, sollte das Posting unbedingt lesen :mrgreen:

Und sonst? Nix interessantes die Woche... war irgendwie recht ruhig im SEO-Haifischbecken, was wohl nur daran liegen könnte, dass alle üblichen Verdächtigen momentan mit Twitter beschäftigt sind und die Keywords sozusagen nackt und ungeschützt rumliegen!

Video der Woche

Shane Dawson hat das Gewicht der Welt auf seine Schultern genommen und getan, was noch keinem vor ihm gelungen ist: der populäre Video-Podcast hat das beste Sexvideo auf Youtube ever aufgenommen. Ich hab's gerade von Linzerschnitte geschickt bekommen und verstehe jetzt endlich, wie die Sache mit den Donuts und den Bananen und den Bienen und den Blumen und dem vorehelichen Fickverbot wirklich funktioniert! Shane's Aufruf zum Einsenden von Video-Antworten blieb ebenfalls alles andere als unbeantwortet: 252 Youtuber legen für ein weltweites Publikum ihre ersten Quests zur Erlangung des geheimen Wissens über die wahre Funktion von Penis und Vagina offen dar und ersparen zukünftig allen Eltern dieser Welt peinliche Aufklärungsgespräche:

YouTube Preview Image

Und das war's auch schon wieder mit dem aktuellen Wochenrückblick - nächste Woche gibt's die angekündigten Twitter-Tipps, außerdem stehen zwei Interview-Videos von der Identitat09 am Redaktionsplan. Danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns am Montag!

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Blogistan Panoptikum KW16 2009

blogiblau Blogistan Panoptikum KW16 20092009 ist das Jahr der sozialen Medien. Kein Wunder, dass Mashable zu diesem Schluss kommt, denn Twitter, Youtube, Facebook und Co. wuchsen und wachsen nach wie vor ganz gewaltig - ein Ende des Trends ist weit und breit nicht in Sicht, die höchste Facebook-Wachstumsrate wies übrigens Spanien mit 999% auf. Es rappelt also weiterhin ungebremst in der Kiste Internet, und früher oder später muss vielleicht mal jemand die alte Hymne "The Internet is for porn" umdichten. Doch bis es soweit ist, without any further ado direkt zu den News der Woche:

Cult of Done: wider die Prokrastination

Prokrastination war noch nie meins. Nicht, dass ich alles sofort angehe und fertigbringe. Auch ich schiebe oft und vieles vor mir her. [...] Aber das zelebrieren bzw. ästhetisieren dieses Zustandes ist mir unsympathisch. Im besten Fall entspricht es einem oberflächlichen, seltsam interpretierten Gestalt Prinzip, im Normalfall ist es eine als Rechtfertigung missverstandene Ausrede für Muqa Smalltalk.

Schreibt Pete. Und ich wollte eigentlich schon längst einen Kommentar zu diesem lächerlichen Konzept, aus dem Sascha Lobo ein Business-Modell gemacht hat, schreiben, aber treffender hätt ich's nicht formulieren können. In seinem Beitrag gibt's einige lesenswerte Links, unter anderem auch zum Cult of Done Manifesto von Pre Pettis und Kio Stark. Besonders gut gefallen mit die Regeln 3, 5 und 13:

3. There is no editing state.
5. Banish porcrastination. If you wait more than a week to get an idea done, abandon it.
13. Done is the engine of more.

Ich möchte dem noch hinzufügen: Prokrastination ist das virtuelle Äquivalent zu Crystal Meth für jeden Online-Unternehmer... außer Sascha Lobo. Aber die Freude der Feuilleton-Medien über ein neues Buzzword reicht bloß für einen.

"Twitter Connect": ReadWriteWeb analysiert

Endlich arbeitet Twitter an einer Identifikations-API analog zu Facebook Connect bzw. Google Friend Connect. Damit soll es zukünftig möglich sein, Drittapplikationen ohne Passwort-Weitergabe zu nutzen und Twitter als Alternative zu OpenID zu nutzen. Längst überfällig - doch ReadWriteWeb sieht enormes Potential:

All social networking services these days want to be "a platform" - but it's really true for Twitter. From desktop apps to social connection analysis programs to services that will Twitter through your account when a baby monitoring garment feels a kick in utero - there's countless technologies being built on top of Twitter.

Im Gegensatz zu Facebooks proprietärer Schnittstelle setzt Twitter auf OAuth, wie TechCrunch berichtet. Doch der Autor bezweifelt, dass Einfachheit siegt - letztendlich wird die "Calling Card Battle" wohl tatsächlich ein "Number-Game":

Of course, Twitter is still far, far behind Facebook in terms of users. And at the end of the day it would seem the service that controls the most users will win what ReadWriteWeb’s Marshall Kirkpatrick has named the “calling card” battle.

Celebrities und Twitter

VentureBeat dankt Oprah: "We can finally stop talking about Twitter." Und das kommt so: die populärste amerikanische Talkmasterin ging unter die Microblogger und hat nach nur 10 Tweets bereits über 300k Followers - das nennt man wohl crossmedialen Image-Transfer:

The next time you see a post breathlessly exclaiming, "Politicians are on Twitter! Celebrities are on Twitter! You can find news on Twitter!" or whatever, please leave the following comment: "Dude, Twitter was on Oprah. 'Nuff said." And yes, that includes posts on VentureBeat.

Erster Twitterant mit über einer Million Followern war übrigens weder Guy Kawasaki noch Jason Calacanis - nein, Ashton Kutcher führt die Hitparade an.

Sonys erster eBook Reader

Georg hat sich einen Sony PRS-505 eBook Reader besorgt, Amazon Blogistan Panoptikum KW16 2009 verkauft das Gerät um knapp 300 Euro. Im aufschlussreichen Testbericht finden potentielle Interessenten alle Fürs und Widers - WLAN muss in die nächste Version auf jeden Fall rein:

Bücherwürmer, die die Haptik eines Buches oder den Geruch frischen Papiers wird ein E-Reader nie für sich gewinnen können. Muss er auch nicht. Genauso wie heute noch Schallplatten verkauft werden, wird es wohl immer auch gedruckte Bücher geben. Was wird er verändern? So ziemlich alles andere, was heute gedruckt daher kommt. Vielleicht nicht in dieser oder in der nächsten Version. Aber für mich ist absehbar, dass das die Zukunft ist.

Ich werde mir demnächst auch einen eBook-Reader zulegen (müssen). Immer mehr spannendes Lesefutter, seien es pdf-eBooks oder Fulltext-Feeds und Zeitungen (dazu mehr in diesem Beitrag), landet digital auf meiner Festplatte. Das Handy ist (derzeit) kein besonders augenfreundliches Lesegerät, und die Zeit der Papierstapel ist vorbei. Wichtigster Punkt ist dabei sicherlich das Kontrast/Auflösungsverhältnis, und beim Screen scheint Sony bereits recht gute Arbeit geleistet zu haben.

Die besten BBQ Blogs

Es darf wieder gegrillt werden - da kommen Rezepte recht gelegen, und bei der Röstung toter Tierteile über offener Flamme sind sich Europäer und Amerikaner einig: es handelt sich um eine Wissenschaft! Wer immer schon mal in-depth wissen wollte, warum man bloß kein Bier aufs brutzelnde T-Bone kippen sollte, wird bei dieser Topliste der Blogpiloten beängstigend fündig. Aber Vorsicht: es haben sich auch ein paar vegetarische Rezepte eingeschlichen, dabei weiß doch jedes Kind: Soja hat am Grill nix verloren! Mein Favorit ist der Smoky Chipotle - oder hört sich das nicht großartig an? Oatmeal/Macadamia Crusted Pork Tenderloin with a Coconut Chipotle Sauce & Grilled Caramelized Pineapple Relish.

Webmarketing ohne Suchmaschinen

Ein bemerkenswerter Beitrag auf DoshDosh stellt die berechtigte Frage: wie würden Sie Ihre Seiten ohne Suchmaschinen vermarkten? Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es effektiver ist, direkt zu den Kunden zu gehen anstatt drauf zu warten, bis die von selber kommen:

Go where people gather. There you will be heard. It sounds like rudimentary marketing but quite honestly, until I’ve tried ignoring search engines and focusing exclusively on gathering points, I didn’t realize how much actual marketing I was NOT doing.

Also den Fokus weg von Google, hin zu integrativem Brandmanagement? Im Social Web durchaus ein logischer Schritt, für den der Beitrag ein paar interessante Anregungen liefert.

SEO News der Woche

Alexa trägt mit den 3 neuen Features Demographics, Clickstream und Search Traffic ein Scherflein zum Datensalat bei. Und Bayando ist aufgefallen, dass die Google-Profile Nice-URLs bekommen haben - hier kann man mit wenig Aufwand einen Backlink abstauben - nun nur noch den richtigen Linktext verwenden, und schon klappt's mit den SERPs.

Google erweitert die Referrer

Im Googleblog gibt's Infos über die neue Referrer-Struktur - da stehen jede Menge Goodies drin, unter anderem die Keyword-Position des Resultats, auf das geklickt wurde - kein verspäteter Aprilscherz:

The new referrer URLs will initially only occur in a small percentage of searches. You should expect to see old and new forms of the URLs as this change gradually rolls out.

Weitere Details findet man bei WP-optimieren.de - die Universal Search macht die ganze Sache nicht gerade einfacher, aber auf mittelfristige Sicht einige Drittanbieter-Tools obsolet:

Leider trifft Google keine Unterscheidung, ob man ein gerade eine Suchergebnisseite mit Blendings (News, Lokal, Produktsuche etc...) erwischt hat. Wenn man z.B. nach "Blumen" sucht, erhält man aus der Universal Search lokale Treffer, News und auch Videos. So finden sich auf der ersten Seite 22 Treffer. Klickt man dann auf die zweite Seite der Suchergebnisse, geht es da mit Position 11 weiter.

SEO-United verweist auf die Wichtigkeit der richtigen Verlinkung aus Blogartikeln und empfiehlt Änderungen am Originaltext, um einer Abwertung zu entgehen - klingt durchaus leicht paranoid, aber man kann bekanntlich nie vorsichtig genug sein! :mrgreen:

Damit Google einen Link nicht abwertet, sollte man unmissverständlich klar machen, dass eine nachträgliche Editierung des Artikels nötig war. Für Google ausschlaggebend dürfte hierbei in erster Linie der Umfang der gemachten Änderung sein. Wenn ein Artikel umfassend verändert oder noch besser ergänzt wurde, werden wahrscheinlich auch neu gesetzte Links voll berücksichtigt.

Video der Woche

Wenn Fanboys auch nur halb so lustig wird, wie der Trailer vermuten lässt, dann steht der internationalen Nerd-Community ein unglaubliches Highlight bevor. Aber was soll auch schon groß schiefgehen bei einem Film, in dem der Typ aus Tropical Thunder, das heiße Chick aus Sin City und Captain James T. Kirk mitspielen? (Beste Stelle: "I'm Captain James T. Kirk. I can screw anything." [via Pete]

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Und das war's auch schon wieder mit dieser Kalenderwoche. Ich wünsche einen wunderschönen Restsonntag und werd mich mal an die Vorbereitungen für Montag und Dienstag machen - das Programm ist recht dicht gepackt: Montag und Dienstag werde ich als Blogger-Gast gemeinsam mit Dieter Rappold live vom Kongress Identitaet09 berichten, am Dienstag Abend werde ich bei digitalks einen kurzen Vortrag über Online-Marketing mit Twitter halten. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.

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ATV Shorts: Neue Plattform für Kurzfilmer

atvkanalshorts ATV Shorts: Neue Plattform für KurzfilmerVor wenigen Wochen launchte ATV die neue Video-Plattform als Nachfolger der konventionellen Homepage. Auch wenn die neue Seite mit einigen Beta-Kinderkrankheiten zu kämpfen hat, handelt sich um einen folgerichtigen Schritt für einen Fernsehsender. Besonderes Augenmerk legt die Online-Redaktion auf das beliebte Genre der Kurzfilme und widmet den "Shorts" einen eigenen Kanal. Der wesentliche Benefit für Video-Uploader: der neue Channel wird auf der Homepage ausgiebig beworben - und ein aufmerksamkes Publikum wünscht sich in der Regel jeder Kurzfilmer.

Unter dem Slogan Zeig uns deine Shorts (daher auch die hübschen Unterhosen an der Wäscheleine) lädt ATV ambitionierte Amateur- und Profi-Kurzfilmer ein, ihre Oeuvres einer breiten Öffentlichkeit vorzuführen. Ob 30-Sekünder oder 25-Minuten Mini-Drama, die Redaktion macht keine Längenvorgaben, einziges Limit ist die Videouploadgröße von relativ bescheidenen 100MB. Vorgeschlagen werden kann jedes Video (dazu einfach beim Uploaden den Kanal "Shorts" auswählen), allerdings werden alle Clips aus Qualitätssicherungs-Gründen redaktionell überprüft, bevor sie im Kurzfilm-Kanal erscheinen. Schon jetzt findet man einige Perlen - mein persönlicher Favorit ist naturgemäß die Geschichte vom Frosch und der Prinzessin:

Ich persönlich wünsche mir nicht ganz uneigennützig einen weiteren Channel: Podcasts, also alle Videos rund um Web 2.0, Social Media, Twitter, die Blogosphäre und Co. Soweit ich weiß, gibt's für diese Nische keinen Video-Aggregator für den deutschsprachigen Bereich.

Blogistan Panoptikum KW13 2009

termi Blogistan Panoptikum KW13 2009Tim Berners-Lee beginnt zu forschen, Play.fm beginnt Geld zu verdienen, Webmaster beginnen damit, Personensuchmaschinen auszusperren. Oh Hebdomada, oh mores! Tja, der Frühlingsbeginn stiehlt uns allen eben nicht nur auf grausame Weise jene Woche Schlaf, die uns der Herbstbeginn so großzügig überließ - es wird auch auf magische Weise plötzlich früher hell und alle beginnen sofort damit, anzufangen. Nur ich fühle mich ein momentan eher entspannt als in Start-Up Laune - das könnte aber natürlich auch am ausklingenden Sonntag liegen. Also lassen Sie uns nicht länger zögern, kopfüber ins kalte Wasser des Blogistan-Panoptikums zu springen!

Personensuchmaschinen aussperren

Die gute alte htaccess-Datei hält im Fall der Fälle nicht bloß den braven Google-Bot von Verzeichnissen fern, die er nicht indexieren soll, sondern wehrt auch ungeliebte Personensuchmaschinen ab. Korsti beschreibt, wie's geht:

Klar, wer nicht will, dass die und die Daten im Internet zu finden sind, sollte sie auch nicht veröffentlichen. Trotzdem sind 123people, yasni & Co. lästig. Wenigstens über die eigene Website kann man ein wenig Kontrolle bekommen, und von personenbezogenen Suchmaschinen kommende Besucher aussperren oder umleiten.

Korsti schickt die Bots übrigens auf diese Seite - ich teile seine großen Ressentiments gegenüber Personensuchmaschinen nicht. Die mögen zwar lästig wirken, sind aber im Endeffekt nur ein weiterer Spam-Katalog mit so vielen Fehl-Zuordnungen, dass eh kein Mensch ernst nimmt, was da drin steht: sozusagen eine Art Google-Personensuche für Arme.

Tim bemerkt Forschungsnotwendigkeit

Tim Berners-Lee ist draufgekommen, dass man das Web ganz schön komplex geworden ist und man endlich damit beginnen sollte, es im Rahmen einer dedizierten Disziplin erforschen sollte - die hat er gemeinsam mit Kollegen gegründet und Web Science genannt. Das ist der Futurezone einen großartigen Beitrag mit unglaublich fundierten Background-Infos wert:

Das Web ist ein unglaublich komplexes Gebilde und im Prinzip sehr robust. Wenn die wichtigsten Websites, auf die viele andere Sites verlinken, jedoch plötzlich abgeschnitten würden, könnte es zusammenbrechen oder zumindest nicht mehr richtig funktionieren. Es könnte aber auch von gesetzlichen Regulierungen, von wirtschaftlichen Interessen oder anderen Entwicklungen fragmentiert und bedroht werden.

Wow - man stelle sich nur vor, China würde plötzlich Datenverkehr filtern. Oder Deutschland DSL-Nutzer bespitzeln. Gut, dass Berners-Lee rechtzeitig das Superhelden-Team zur Rettung gerufen hat!

Play.fm wird wirtschaftlich

Barbara Wimmer aka Shroombab hat Play.fm Geschäftsführer Georg Hitzenberger zu den weiteren Plänen nach dem Relaunch befragt und ein paar interessante Antworten zu Monetarisierungsideen nach Departure erhalten:

Mit neuen Ideen, einem starken Fokus auf Web-2.0-Anwendungen und einer strategischen Umsetzung der gesetzten Ziele will das Projekt den Sprung von einem nichtkommerziellen Verein zu einem gewinnbringenden Unternehmen schaffen. Die Ende 2007 erlangte, rund 178.000 Euro umfassende Fördersumme der städtischen Wiener Kreativagentur departure ist für das fünfköpfige Kernteam von Play.fm wichtig. Das Geld macht rund 57 Prozent des auf zwei Jahre geplanten Gesamtbudgets aus. Spätestens mit Jahresende wird es aufgebraucht sein.

Play.fm will jedenfalls vom Wiener Nischen-Angebot zum Global Player werden - und ich sehe da recht realistische Chancen für den Metashop, den (Hobby)DJs geben im Gegensatz zum Mainstream-Publikum durchaus Geld für einzelne Tracks aus:

Das neu eingeführte Metashop-System bringt Nutzer, sofern sie sich für ein in einer Tracklist aufscheinendes Musikstück interessieren, direkt zu einer Auswahl an Shops, die dieses Stück in ihrem Online-Store als MP3 oder WAV-Audiofile anbieten - ohne Kopierschutz. Derzeit sind Kooperationen mit vier Shops und Dienstleistern abgeschlossen: Discogs, SoulSeduction, DJTunes und Finetunes.

Attac kopiert die Zeit

Die-Zeit.net ist natürlich gar nicht die echte Zeit, wie die echte Zeit einem echten Zeit-Blog berichtet. Aber was ist im Zeitalter der Bits und Bytes schon noch täuschen echt?

Die globalisierungskritische Organisation Attac hat eine täuschend ähnliche Kopie von ZEIT ONLINE und DIE ZEIT erstellt, um auf sich aufmerksam zu machen. An diesem Wochenende will Attac 150.000 Exemplare der gefälschten Wochenzeitung in deutschen Städten verteilen. Am Montag wird das Plagiat auch der Zeitung "taz" beiliegen.

Die echte Zeit bleibt dagegen echt cool und lässt keine juristischen Schritte folgen. Was für journalistische Grandezza, also echt!

Ruhig mal wen empfehlen

Mit Twibes geht ein recht neuer Twitter-Durchlauferhitzer an den Start, der User ermuntert, Empfehlungen rauszuschicken. Mindesten zehn Fellow Tweepers gilt es auszuwählen, aus den Gesamtdaten erstellt Twibes ein (nicht gecachtes) Ranking. Mir persönlich gefällt Mr. Tweet zwar besser, aber ein wenig Follow-Love kann bekanntlich nie schaden.

Zeit für den Frühjahrs-Blogputz!

Der ist zum Glück kürzer und schmerzloser als das Real-World Äquivalent, aber wer sein Blog nicht ohnehin regelmäßig sicher und updatet, sollte sich diese Tipps auf WordPreneur zu Herzen nehmen.

If you publish a blog, it’s a good time to do some basic blog spring cleaning. Good thing is that it should be a lot easier (and a whole lot less filthier) than that annual top-to-bottom house cleaning thing that many of us winter climate survivors have ritualized.

Ach ja: das Checking der Broken Links kann bei umfangreichen Blogs ganz schön mühsam werden...

SEO-News der Woche

Der SEO-Evangelist hat die nofollow-Sache ein für allemal geklärt (oder war da doch was mit der Wikipedia? :mrgreen:), SEO-United verlost 1 Karte für die SMX und im SEO-Handbuch wird über die Nützlichkeit von Tel-Domains spekuliert.

Baynado ruft an

Die aktuelle Ausgabe von der SM.Show (es handelt sich um die numinöse #13) finde ich inhaltlich und musikalisch sehr gelungen - Moderator Baynado spricht in Webwelt - Dies und Das unter anderem über StudiVZ, die unbeliebteste Web-Community, das SEO-Meter, Automagic und einige Themen mehr. Hat alles toll geklappt, nur mit den vormittäglichen Anrufen bei SEOs war's uhrzeittechnisch etwas schwierig :mrgreen: Unbedingt anhören!

Julia von G-Lock Software hat einen interessanten Split-Test durchgeführt um herauszufinden, ob die Form eines Links in Newslettern (Tracking Link, verlinktes Keyword, komplette Domain) eine Auswirkung auf die Klickrate hat. Ihr Fazit fällt sehr eindeutig aus:

The way you show the URLs in the email does matter and has impact on the click-through rate. People are more willing to click on clear and trustworthy links. A generic domain and a combination of generic characters are not the things that instill trust. They may be confusing for many people so they do not dare to click.

Video der Woche

Warum kommen die Terminator-Killermaschinen aus der Zukunft eigentlich immer nackt bei uns an? College Humor ging dieser alles entscheidenden Frage nach und stieß auf verblüffende Antworten [via LaugingSquid]:

Und damit geht diese Woche auch schon wieder zu Ende - die Hoffnung, dass sich der Frühling von der Zeitumstellung doch noch erweichen lässt, bleibt uns. Und falls nicht, dann sind zumindest die Karibik-Webcams nur ein paar Klicks entfernt! Angenehmen Restsonntag, wir lesen uns morgen.

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Last.fm beginnt zu kosten

lastfm Last.fm beginnt zu kostenEs war bloß eine Frage Zeit - gestern gabt Last.fm am offiziellen Blog bekannt, dass man ab sofort beginnen werde, von Hörern in den meisten Teilen der Welt monatliche Gebühren fürs Radiohören einzuheben. 3 Euros sind zwar im unteren Preis-Segment angesiedelt, trotzdem sehe ich die Umstellung mit Skepsis, da das Angebot an frei verfügbaren Streaming-Angeboten schlichtweg riesig ist.

Klar, Kundenbindung, Gewöhnung an die Seite und ähnliche "Convenience-Faktoren" werden Besitzer Yahoo helfen, einen gewissen Prozentsatz der Community in zahlende Kunden zu konvertieren. Allerdings vermute ich, dass diese Zahl vergleichsweise niedrig liegen wird, was zumindest eine konsequente Fortführung der neuen Yahoo-Firmenphilosophie von effizienter Selbst-Demontage voll und ganz entspräche. Die Nutzung der restlichen Features bleibt weiterhin gratis:

In all other countries, listening to Last.fm Radio will soon require a subscription of €3.00 per month. There will be a 30 track free trial, and we hope this will convince people to subscribe and keep listening to the radio. Everything else on Last.fm (scrobbling, recommendations, charts, biographies, events, videos etc.) will remain free in all countries, like it is now.

Interessanterweise dürfen Deutsche, US-Amerikaner und Engländer weiterhin gratis zuhören - in diesen Ländern verzichtet last.fm auf die Einhebung der Subscription Fees - über die Gründe gibt das offizielle Statement keine Auskunft.

Der immer wieder mal gern zitierte Vergleich mit Privatradios hinkt übriges: denn während es Energy, 88,6 und anderen akustischen Umweltverschmutzern recht gut gelingt, den Sendebetrieb mit Werbung zu finanzieren, sind die Last.fm Streams frei von Konsumenteninformationen. Ob die 7 Millionen Tracks für ausreichend viele User ein Grund sein werden, 36 Euros im Jahr abzudrücken, muss die Zukunft zeigen. Ich habe Last.fm bisher kaum genutzt und werde meine Streaming-Bedürfnisse auch in Zukunft mit Blip.fm und meinem grandios relaunchten Favoriten play.fm abdecken.

Das A1 Red Bull Mobiltelefon

Mit Getränkedosen konnte man bisher nicht telefonieren, und Handys halten zwar manchmal wach, schmecken aber dafür nicht übermäßig süß. Beides ändert sich auch durch eine aktuelle Kooperation zwischen A1 und Red Bull auch weiterhin nicht. Aber Red Bull Mobile User können ab sofort speziell gebrandete Handys mit spezielle Tarifen nutzen, um unlimitiert am RB-Portal surfen zu können. Eines der Handys sowie die gesondert erhältliche Action-Cam und das zugehörige Headset habe ich von der mobilkom zum Testen bekommen - hier ein Video über den Gadget-Park für Hardware-Sammler:

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ATVs neue Videocommunity: Beta-Keys zu vergeben!

ATV - BetakeysAm Barcamp Wien 2008 wurde das Konzept der neuen ATV-Homepage erstmals öffentlich präsentiert. Die Mischung aus Social Network und local-based Videocommunity erregte großes Interesse - und genau in diesem Moment hat die Closed Beta-Phase begonnen. Wer als erster einen Blick in auf die neue Community werfen will, sagt einfach via Kommentar, e-Mail oder Twitter-Message @datadirt Bescheid und der Beta-Key folgt prompt. Fünfzig Zugänge habe ich zu vergeben - wer zuerst kommt, surft naturgemäß zuerst! :mrgreen:

Die neue ATV-Videoplattform setzt auf die enge Verzahnung von On-Air Programm und Internet. Weitergehende Features, Hintergrundberichte und Eigenproduktionen sind zukünftig auch online abrufbar - allerdings bleibt's natürlich nicht bei der Einwegkommunikation: User können selbst Videoclips hochladen, besonderer Fokus liegt dabei auf der geographischen Verortung der einzelnen Aufnahmen. Bekannte Social Network Features wie Freundesverwaltung, Pinwand und anpassbare Profilpage bilden das Frameworks für die Bewegtbildseite. Diverse Kanäle erleichtern die Navigation durch die User Generated Videos - bereits jetzt findet man hier diverse Perlen wie die legendären H.A.P.P.Y. Comedy Clips.

Der Videoplayer bietet äußerst brauchbare Bildqualität, eine Vollbildansicht ist möglich, HD Video wird jedoch nicht unterstützt. Alle Clips lassen sich wie gewohnt in Drittseiten embedden, kommentieren bzw. als Favorite abspeichern. Eine Besonderheit der Seite ist die Videotapete, die sich nach Empfehlungen bzw. Popularität sortieren lässt; wahlweise können spatiale Denker aber auch die Kartenansicht nutzen, auf der aktuelle Videos geographisch verortet werden und Textfans nutzen die Themenansicht, die an eine klassische Tag-Cloud erinnert.

Es wird der Adobe Flash Player benötigt und im Browser muss Javascript aktiviert sein..

Die Closed-Beta-Phase wird bis Anfang März dauern und dann in die Public Beta übergehen. Wie im Begleitblog nachzulesen ist, sind einige Bereiche (etwa der Programmguide) noch nicht verfügbar. ATV betrachtet die Seite, wie sich's für ein ordentliches Web 2.0 Projekt gehört, natürlich als Work in Progress - weitere Features, darunter einen Gruppenverwaltung, Status-Updates, Videokommentare und Private Messaging werden in den nächsten Wochen und Monaten folgen. Das Design finde ich durchwegs gelungen, und die enge Verzahnung von On-Air Programm mit Online-Video verspricht auf längere Sicht interessante Mixed-Media Formate - doch wie bei allen Web 2.0 Projekten wird der Erfolg der Plattform weniger von einzelnen Features als von der Aktivität der User abhängen. Mir persönlich gefällt jedenfalls die Idee, auf den Longtail statt auf Landesstudios zu setzten :cool:

Wer neugierig geworden ist und einen Beta-Key haben möchte, sagt einfach via Kommentar, Twitter oder Kontaktformular Bescheid! Denn wo sonst erzählen M&M Nanseck und Kathi Lampe ihre Lieblingswitze?

Ode an die Jugendsubkultur

gitarre Ode an die JugendsubkulturIm Wiener Rabenhof geht am 12. Februar der Protestsongcontest 2009 über die Bühne, die 10 Finalisten stehen bereits fest und mein Favorit ebenfalls. Ich drücke dem Ski-Schuh-Tennis Orchestra jedenfalls beide Daumen für die Ode an die Jugendsubkultur!

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