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Vanity-Boost via Autocomplete

Das da (ausgeloggt, at-Index und nein, definitiv kein Fake) hat mich sehr geflasht:

Google autocomplete flash

Mir ist natürlich vollkommen klar, dass ich das nur Ihnen zu verdanken habe. Wie schon mal erwähnt: über die Qualität meines Blogs kann und will ich keine Aussagen treffen, da bin ich betriebsblindest. Aber mir ist völlig klar, dass datenschmutz die besten Leserinnen und Leser der ganzen deutschsprachigen Internetwelt hat! Weiterlesen

Danke für meine coolste Wall ever!

Vielen vielen Dank allen Leserinnen, Lesern, RL- und Social Media Freunden, Kollegen und Bekannten, die mir heute via Facebook zum Geburtstag gratuliert haben. Ich war echt gestoked, als ich heute auf meine Profil geschaut haben.

Und weil auf Facebook ja (contrary to public opinion) alles unglaublich flüchtig ist, muss ich meine großartigste Wall ever natürlich via Screenshot festhalten: Weiterlesen

Herr Twitter Europa: Bitte um Ihre Stimme

tweetwall-votenowDie Semi-Finals zu den Wahlen des Mr. Twitter sind gerade in vollem Gang – derzeit läuft die europäische Kontinentalausscheidung, und ich bin bei den Top 100 (derzeit Platz 73) mit dabei. Das stachelt natürlich den Sinn für Web-Vanity an, und daher bitte ich Sie, meine hochverehrten Leserinnen und Leser an dieser Stelle viel direkter als Politiker vor Wahlen um Ihre Stimme. Sie müssen nirgends hingehen, keine Wahlkarte anfordern und sich nicht einmal registrieren: einfach aufs kleine blaue Pluszeichen neben meinem Avatar klicken, und schon steigen meine Chancen auf unsterblichen Ruhm derbstens an. Man kann nicht bloß einmal, sondern alle 20 Minuten wählen – da die Competition noch 4 1/2 Tage läuft, könnten Sie – Ablenkungen wie Job und Schlaf mal beiseite – noch 324mal für mich abstimmen :mrgreen: Vielen Dank jedenfalls für Ihre Stimme: hier geht’s zur Wahl (wie gesagt: Point-and-Click, keine Registrierung): Mister Twitter Europe: Continental Finals.

tweetwall-vote

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Mein vorletztes Posting hier: Ich habe datenschmutz verkauft!

Bei diesem Posting handelt es sich um meinen Aprilscherz 2009 – natürlich habe ich, wie die meisten auch sofort richtig erraten haben, mein Blog nicht verkauft. Und auch absolut keine Pläne in diese Richtung!

Ja, ich hab’s getan. Ich habe meinWeblog gestern verkauft – nach knapp drei Wochen nicht übermäßig zäher Verhandlungen einigten sich der neue Käufer und ich auf einen für beide Seiten mehr als erfreulichen Betrag, den ich auf “regulärem Weg” mit diesem Blog jedenfalls in den nächsten drei Jahren unmöglich verdienen könnte. Ein herzliches Dankeschön an dieser Stelle an Robert Basic: ohne die Ermutigung durch Deinen erfolgreichen Verkauf hätt’ ich mich nie getraut, die Sache bis zum Ende durchzuziehen. Aber die Taube ist Sack ist bekanntlich besser als der Spatz am Kirchturm und die Zahlen am Vertrag bloß ein Ergebnis der Verhandlungskunst. Heute hab ich ein kurzes Videostatement aufgenommen, um alle etwaigen Fragen zu klären – es wird nicht mein letzter Videopodcast sein, der Vimeo-Account bleibt mir schließlich:

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Der Affiliate-Text-Award des Jahres…

…für den schönsten kontraproduktiven Satz geht an einen bekannten, hier aber nicht genannt werden sollenden Anbieter telekommunikativer Services. Diese außergewöhnlich gelungene Konstellation der Sorte “Klingt beim ersten Durchlesen gut, da muss man über die eigentliche Bedeutung nicht weiter nachdenken” entstammt einem Newsletter, den die Firma an ihre Affiliate-Marketing-Partner verschickte. Danke dafür!

XY suggeriert mit typischen Web 2.0 Element wie der “Tag Cloud” populäre Informationen.

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Österreich: Wahlplakat-Persiflagen

dreibierPersiflagen auf Wahlplakate begegnen einem dieser Tage allenthalben, ich habe vorgestern von einem anonymen Absender ein Mail mit mehreren Verunglimpfungen erhalten. Ein paar davon sind so unglaublich gut gelungen, dass ich sie meinen Lesern keinesfalls vorenthalten möchte. Bei den unbekannten Schöpfern dieser Kunstwerke bedanke ich mich, Credits hab ich leider keine – aber ich behaupte mal, dass diese Bildchen ohnehin zur Verbreitung gedacht sind. [Update: die hübschen Verunglimpfungen stammen von Raketa.at]

illu-rundum

Buchtipp: Wolf-Dieter Storl: Mit Pflanzen verbunden

storlAm Wochenende hab ich Ich bin ein Teil des Waldesteil des waldes gelesen, die Autobiographie von Wolf-Dieter Storl, der gerne als der “Schamane aus dem Allgäu” tituliert wird. So ehrenvoll und gerechtfertigt diese Bezeichnung auch sein mag, sie sollte jene nicht abschrecken, die beim Auftauchen dieses Begriffs sofort an esoterische Scharlatanerie denken. Wolf-Dieter Storl ist ein weitgereister, kluger und weiser Mann: der promovierte Ethnologe weiß weit mehr über einheimische Pflanzen als viele Biologen. Was Storl für mich aber mehr als jeden anderen Autor auszeichnet, ist sein ruhig-besonnene, nicht-urteilende Darstellung verschiedener Weltbilder, Religionen und Realitätskonstruktionen.

Storl hat selbst einen beträchtlichen Teil seines Lebens “zwischen den Stühlen” als Schüler unterschiedlicher Kenner ihrer Gebiete gelebt: er wanderte mit dem legendären indianischen Medizinmann und Pflanzenschamanen Bill Tallbull durch die Big Horn Mountains, lernte auf dem Bergbauernhof vom Schweizer Pionier Arthur Hermes auf dessen Einsiedlerhof die Grundlagen der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und lebte lange Zeit in Indien, bevor er mit seiner Frau auf einen Bauernhof im Allgäu zog. All diese Lebensabschnitte sind, gepaart mit Anekdoten und einem beeindruckend lebendigem spirituellen Wissen in Storls Autobiographie vertreten. Das Buch ist nicht nur wahnsinnig informativ, sondern äußerst spannend, und ich war fast enttäuscht, als ich bei der letzten Seite angelangt war.

Zum Glück stehen aber bereits weitere Werke Storls, der mir vor einigen Jahren von Hannes Erler empfohlen wurde (danke dafür! :mrgreen:), in meinem Buchregal. Kräuterkunde, Naturrituale… Storl beschreibt dies alles mit einer Intensität, die – aber nur fast – an seinem eigenen Grundsatz zweifeln lässt: alles, was man lernen und verstehen möchte, muss man erleben. Dieses Pflanzen-Heilwissen, das über Jahrtausende nur im direkten menschlichen Kontakt überliefert wurde, steht wie so viele anderen, vor wenigen Jahrzehnten noch “streng geheime” Text, auf Amazon abrufbereit.

Als Blueprint zum eigenen Experimentieren, als Augenöffner für den unglaublichen Reichtum an persönlicher Freiheit und Realitätskonstruktion, der uns abseits der westlichen Rationalität zur Verfügung steht, sind sie Gold wert. Und was Wolf-Dieter Storls Bücher so besonders macht, ist die unmittelbare Nähe des Mitteleuropäers zu jener Fauna und Flora, die er in seinem Büchern in all ihrer facettenreichen Erscheinung beschreibt – jedem Pflanzen- und Naturfreund kann ich das Buch nur wärmstens ans Herz legen! Soviel zur Theorie – ich schmeiß ich jetzt auf mein Motorrad und werd die nächsten drei Tage in den Waldviertler Wäldern verbringen.

Finissage zu Make your own Thing

netculturefiniBei der derzeit im net culture lab präsentierten Ausstellung Make your own Thing werden die BesucherInnen ganz im Sinne des DIY (Do it yourself) Gedankens zum mitmachen, mitlöten und mitbasteln eingeladen. Sozusagen eine positive Neubesetzung des Begriffs Kunsthandwerk – und wie Vilém Flusser schon mal so treffend erwähnt hat, kommt Begriff bekanntlich vom Be-greifen. Was uns zum Thema bringt: Dioden & Co. dürfen nur mehr bis kommenden Dienstag begrapscht und/oder begriffen werden.

Martin Bredl, Kommunikationsboss der TA, Gerfried Stocker, Kunstboss der Ars und Roland Alton Scheidl, Kuratorenboss des net culture lab sprechen über die Ausstellung, als besonderes Highlight wird das Netzkunst-projekt “The Sound of eBay” erstmals öffentlich präsentiert. Der neueste Streich vom UBERMORGEN.COM in Zusammenarbeit mit Stefan Nussbaumer (Soundcoding), lia (Visualcoding), Grischinka Teufel (Theorycoding) und Erich Kachel (Scriptcoding) verwandelt eBay-Daten in elektronische Musik und verschafft so jedem User seine persönliche National-Einkaufshymne.

Im Anschluss lädt Sie net culture lab, eine Innovationsinitiative von Telekom Austria, zum sommerlichen Miteinander in entspannter Atmosphäre.

Sagt die Ankündigung. Das klingt ganz nach Free Drinks.. und Bikini Models. Naja, zumindest Free Drinks. Wer sich das anschauen will, möge sich anmelden unter m.schrammel [at] hochegger.com.

Wenn wissen nicht belastet…

…dann macht’s auch nix. Heute morgen fand ich in meinem Briefkästlein – im richtigen, nicht in der virtuellen Box – den Bezirksnewsfolder der Wirtschaftskammer Wien für die Bezirke 2, 19, 20, 21 und 22. Gleich im Editorial begegnete mir der erste Satz mit Skepsis, ich dagegen empfing ihn mit offenen Armen, denn dort stand und steht: Sehr geehrte Unternehmerin, sehr geehrte Unternehmer, wissen ist Macht.

Ich kannte in diesem Spruch bislang bloß das objektifizierte Wissen, das mit dem großen Weh. Der paradigmatische Switch zur transitiven Variante könnte nun möglicherweise ein Erstarken des foersterianischen Flügel des WKO implizieren: kein wissen ohne Wissenden, sozusagen. Die ontologische Gleichsetzung eines performativen Knowledge-Concepts mit einem monolithischen Block irritiert den Leser und rüttelt ihn wach. Danke dafür!

Neben zahlreichen Kursen zur SEO- und Mobility-Optimierung fand ich das zweite Highlight im Gastkommentar von DDr. Herbert Pribyl. Unter dem Titel Zahlt sich Ethik aus? wird folgendermaßen argumentiert:

Von manchen wird die Meinung vertreten, dass die Rücksichtnahme auf die sozialen Belange von Kunden und Mitarbeitern sowie auf die Umwelt nur zusätzliche Kosten verursache. Verschiedene Untersuchungen haben aber gezeigt, dass sich ethisch richtiges Handeln auch rechnen kann.

Thank God! Ich hatte schon befürchtet, dass ich zur Einnahmenmaximierung datenschmutz auf unethisch-unrichtiges Handeln umstellen müsse…

Ein-Kommen (und -Gehen) mit Blogs

Shitloads of money – how to bring ‘em home? Ein spannendes Blogposting zu diesem Thema gibt’s bei Kollege Chow, und da wünscht man sich als “good” old European in der Tat vor allem eines: das kanadische Steuersystem. Ich hätte ja nie gedacht, dass sich datenschmutz mal zu einer virtuellen Gelddruckmaschine entwickeln würde, aber erfreulicherweise nimmt mein Blogeinkommen langsam aber stetig zu.

Während ich mich nach den ersten Monaten über die Refinanzierung der Serverkosten freute, ist mittlerweile der monatliche Tausender eher die Regel als die Ausnahme… da sind zwar ein paar kleinere Nebenprojekte mit dabei, und den Großteil meines Einkommens verdien ich nach wie vor als selbständiger Berater für verschiedene Online-Projekte – aber ich bin durchaus gespannt, wie weit sich dieser Anteil in den nächsten Jahren noch verschiebt. Die Blogeinnahmen versteuere ich via Gewerbeschein, laut EU-Finanzgesetzgebung sind dabei Rechnungen aus dem EU-Ausland umsatzsteuerbefreit, so man einen eigenen Gewerbeschein und eine – in diesem Fall österreichische – Steuernummer besitzt. Das ist vor allem relevant bei diversen deutschen Ad-Netzwerken, wie’s mit Einkommen aus Übersee steht, entzieht sich meiner Kenntnis, spielt für mich bis dato allerdings auch keine Rolle. Ansonsten sind sämtliche Einnahmen natürlich ganz gewöhnlicher Einkommensbestandteil – Serverrechnungen, Werbeausgaben (Offline-Printartikel, Schaltungen etc.) landen ebenso als Ausgaben in meiner Buchhaltung.

Wie erwähnt übersteigen erstere letztere in den vergangenen Monaten deutlich, und daher habe ich mir anstatt eines Karibikurlaubs am Jahresende vorgenommen, mal so richtig nett essen zu gehen. Nein, Scherz, das mach ich so auch oft genug – ich hab vielmehr den Entschluss gefasst, sämtliche Blogüberschüsse für Marketingzwecke auszugeben: Werbeschaltungen, Content-Partnerschaften, was sich halt so anbietet und mir sinnvoll erscheint. Das Blog soll meine steuerliche Bilanz quasi einstweilen nicht belasten, mir dafür aber etwas Experimentierspielraum geben. Demnächst möcht ich gern mal ein phattes Gewinnspiel veranstalten (vielleicht mit Handys) und dazu eine Trigami-Kampagne schalten und vielleicht mal testweise auch mal das eine oder andere Printsujet an passender Stelle platzieren… eben ganz dem datenschmutz-Experimental-Labor Gedanken folgend.

Beim vorhin erwähnten Posting von John geht’s kurz gesagt darum, dass er sein Blog als Firma mit eigener Rechtspersönlichkeit führt und sich selbst ein in Relation zum den monatlichen Blogeinnahmen per Dividende ein vergleichsweise sehr geringes Jahresgehalt von 33.000 Dollar ausbezahlt. Bis zu diesem Betrag ist die Dividende in Kanada nämlich steuerfrei – der Großteil der 400k Dollar, die John im Jahr verdient, bleiben im Besitz der Firma. Für ein Angestelltengehalt dieser Größenordnung wären 160k an Steuern fällig, die sich der smarte Kanadier so erspart. Die teuren Essen, Hotels, Reisen und Gadgets werden aus der Firmenkasse bezahlt:

Whenever possible, I try to have the company pay my expenses. There are limits to what you can do so you need to check with your professional tax adviser first. For example, you can’t have the company pay for a new set of golf clubs (unless you’re a professional golfer). As long as it has something to do with company business, chances are the company can pay for it even if you draw some personal use out of it.

Jo mei. Da wünscht man sich halt direkt, in Kanada zu leben. Der deutsche Sprachraum ist eben doch sehr begrenzt (und wenn der Tag 30 Stunden dauerte, hätt’ ich schon längst ein datadirt Blog *g*), und die lukrativen Longtail-Werbemöglichkeiten lassen vor allem eines: auf sich warten. Aber falls sich Deutsch-Blogistan weiterhin so prächtig entwickelt, dann wird in drei Jahren die datenschmutz Ges.m.b.H. natürlich ein 42köpfiges AutorInnenteam beschäftigen und die ohnehin viel zu niedrigen Texthonorare in Österreich in die Höhe treiben :twisted:

Barcamp Vienna: Intensiv war’s

barcamp2008Das Barcamp Vienna geht langsam zu Ende – spannende Sessions und reges Interesse an kontroversen Diskussionen dürften die Erwartungen TeilnehmerInnen vollauf erfüllt haben. Für mich war’s ein intensiver und – wie bisher jedes Mal – ausgesprochen lehrreicher Tag.

Da immer zwei oder drei Sessions parallel abgehalten wurden, hab ich natürlich nur einen Ausschnitt des Programms mitbekommen. Mein persönliches Highlight war definitiv Max’ Präsentation seines Konzeptstudie Blogsvision (noch nicht online), für die Walter Rafelsberger eine spezielle Version seiner Rhizome Navigation baute. Kurz erklärt geht’s bei der ganzen Sache darum, dass Max rein quantitative Relevanzwertungen á la Technorati unbefriedigend findet und sich auf die Suche machte nach alternativen Gruppierungsmöglichkeiten machte – diverse automatisierte System geben zwar vor, thematisch passende Beiträge zu den eigenen Elaboraten zu finden, bestechen in der Praxis aber vor allem durch ausgesprochen zufällige Auswahl der angeblich ähnlichen Texte. Max Meinung zum Thema Syndikation kann ich nur voll teilen:

Es geht nicht um die Einzelbeiträge in den Blogs, sondern um die Personen bzw. Medienformate.

Term Extraction und anschließende Google-Suche erwiesen sich im Test als wenig tragfähig: bei zu vielen Begriffen liefert Google zu wenige oder gar kein Ergebnis, wählt man ein kleineres Keyword-Set, wird die Trefferflut dagegen zu groß. Folglich konzentriert sich Max auf die Blogrolls der einzelnen Seiten und wertet ausschließlich Domains ohne Adressteil hinter der tld. (also domain.com oder sub.domain.com, nicht aber domain.com/blog). Die so gewonnene Network-Map erlaubt alle möglichen Spielereien: vom elaborierten Localnews-Network bis hin zu einer wissenschaftlich verwertbaren Landkarte Blogistan. Ich bin sehr gespannt, was genau Max draus machen wird – ein Highlight des Barcamps war jedenfalls das Fazit des Vortrags: große Informationsmengen zu scannen erwies sich als wesentlich einfacher als vermutet, so das Fazit: also bloß keinen unbegründeten Respekt vor Big G.!

Ebenfalls äußerst informativ: die CA-Cert Session (ich werde datenschmutz *nicht* auf SSL umstellen, weil simple User-Fehler und unzureichende Browser-Sicherheitseinstellungen die ganzen tolle Security-Vorteile allzu leicht zunichte machen) und Valerie Hackls Vortrag über Social Entrepreneurship.

Martin und ich eröffneten übrigens am Vormittag mit einer kurzen Vorstellung von fatfoogoo.com, dem weltweit ersten Marktplatz für “virtual game goods” – seit Dezember kümmere ich mich dort um jenen Bereich, den man am ehestens als “Web 2.0 Marketing” bezeichnen könnte. Während klassische Bannerkampagnen zeitlich begrenzt sind und eine genaue Auswertung erlauben, geht’s im Web 2.0 Bereich in erster Linie darum, Webpräsenz nachhaltig aufzubauen. In diesem neuen Bereich existieren vergleichsweise wenig Erfahrungswerte: wer effizient werben will, muss also nicht nur experimentierfreudig sein, sondern sollte auch von Anfang an Wert darauf legen, eigenen Qualitätskontroll-Tools zu entwickeln, denn out-of-the-box Lösungen wird man hier völlig vergeblich suchen. Hier die zugehörige Powerpoint-Präsentation:


Barcamp-Präsentation: fatfoogoo [Powerpoint-Format; mit rechter Maustaste klicken & “speichern unter” wählen]


Am Nachmittag hosteten Andi Klinger (resident Mag) und ich eine kleine Diskussionsrunde zum Thema “Marketing via Facebook”. Unsere Meinung dazu: die Straßen sind gebaut, in Europa gibt’s noch relativ wenig human traffic (in Österreich schafft FB gerade mal zwischen 25 und 50k Bannerauslieferungen pro Tag, wenn man nur auf “Network Austria” ohne weitere Parameter abzielt), aber das wird sich ganz rasant im Lauf diesen Jahres ändern: und Bannerschaltungen werden gewiss nicht das Social Network Werbeformat mit der goldenen Zukunft sein, aber zum Glück gibt’s da ausreichend Alternativmöglichkeiten, über die sich eine angeregte Diskussion entwickelte.

Nächstes Wochenende geht’s übrigens weiter mit der Barcamperei – ein paar Kilometer gen Westen treffen sich die Freaks (zu denen ich mich auch zähle, soll also keineswegs abwertend klingen), um ein volles Wochenende lang unter dem Motto Senza Confini Ideen rund ums Netz auszubrüten und Branchenfeedback einzuholen. Für einen Sprung in den Wörthersee wird’s wohl noch etwas zu kühl sein… aber die Klagenfurter Altstadt machen wir am Samstag Abend bestimmt unsicher (oder doch sicherer als sonst?) machen… nuff said, es wird Zeit für die Afterparty – großes Dankeschön an Helge und Wolfgang für die Organisation der ersten Nicht-Konferenz in neuen Jahr – und natürlich ans WerkezeugH, das ideale Biotop für solche Veranstaltungen.

10 große Alphablogger: …da waren’s nur noch 9

Da waren’s nur noch neun. Yup, das mittlerweile unsingbare Kinderlied hat mich zu einer kleinen, rein fiktiven Ode inspiriert. Sprache ist ein fluides Ding, immer im Wandel, und zum Glück (dieses Gefühl habe ich zumindest) hat sich in punkto Rassismus-Sensibiltität in den letzten Jahren viel Positives getan.

Mag sein, dass ich mich in einem unrepräsentativen Umfeld bewege, aber “Negerbrot”, das vor weniger als 10 Jahren in österreichischen Supermärkten im Regal stand, würde heute niemand mehr verkaufen. Wir haben den bewussten Abzählt-Reim-Song damals vor 1000 Jahren in meiner Kindheit jung, naiv und ohne böse Hintergedanken gesungen und auch eigene Varianten erdichtet. “10 kleine Negerlein” wird wohl mittlerweile hoffentlich in keinem Kinder-Gesangsbuch mehr abgedruckt sein. Das Original stammt übrigens aus den USA (siehe Wikipedia) und inspirierte Agatha Christie zu ihrem gleichnamigen Romantitel.

Wie auch immer: sprachliche Rassismen sind Scheiße, der Sprachrhythmus und die Idee des Runterzählens sind aber trotzdem genial, also hab ich mir erlaubt, aus den originalen Protagonisten 10 große Alphablogger zu machen. Müsste korrekterweise natürlich BloggerInnen heißen, aber in dem Fall stört’s den Flow empfindlich. Aber es reimt sich, also muss es Literatur sein, und die widersetzt sich hier einmal mehr hartnäckig gesellchaftlichen Utopien. Außerdem sterben die Alphablogger auch nicht auf martialisch-explizite Weise, sondern werden einfach zu Beta-Bloggern. Wie gesagt: Freiheit der Kunst und so, rein erfunden, fiktiv, ohne jeglichen Bezug zum jenem kollektiven Konstrukt, das manche von uns Realität und wieder andere Wirklichkeit nennen :-)

10 große Alphablogger konnten sich an tausenden Besuchern freun’n –
einer verkaufte Linklift Links, da waren’s nur noch neun.

9 große Alphablogger haben für trigami Reviews gemacht –
einer hat nofollow vergessen, da waren’s nur noch acht.

8 große Alphablogger wollten, dass ihre Leser sie lieben –
einer hat’s mit Uri Geller übertrieben: da waren’s nur noch sieben.

7 großte Alphablogger tranken ein paar Shots auf Ex –
einer hat Fotos auf Facebook gestellt, da waren’s nur noch sechs.

6 große Alphablogger schrieben über Supermodels und ihre Strümpf’ –
einer hat pornographische Bilder gepostet, da waren’s nur noch fünf.

5 große Alphablogger kannten ihr Revier –
einer schrieb zu deviant, da waren’s nur noch vier.

4 große Alphablogger hassten den Einheitsbrei –
einer wechselte zur FAZ, da waren’s nur noch drei.

3 große Alphablogger dissten Konken und fühlten sich frei –
einen hat er wegen übler Nachrede verklagt, da waren’s nur noch zwei.

2 große Alphablogger sagten: groß wird neben uns keiner!
der das sagte, hatte einen Servercrash, da war’s nur noch einer.

1 großer Alphablogger wollte seine Erfolge iterieren –
doch das gelang ihm nicht, er hatte ja niemaden mehr zum Kopieren.

2008 – Das Jahr des Frosches

Sie leben amphibisch, fühlen sich also im Wasser so zuhause wie am Land. Viele von ihnen sind grün, aber manche bevorzugen durchwegs auch schrillere Farben. Den ganz und gar nicht “gemeinen” Laubfrosch kennt hierzulande wohl jede/r, aber zuhause sind die Tiere des Jahres auf der ganzen Welt.

Initiiert wurde das Jahr des Frosches von der amphibian ark, einer Organisation, die sich dem Artenschutz verschrieben hat:

Das Hauptziel der Kampagne wird sein, das Bewusstsein und das Verständnis der Öffentlichkeit für die Amphibienaussterbekrise, die die größte Herausforderung im Artenschutz in der Geschichte der Menschheit repräsentiert, zu wecken. […] Alle diese Aktivitäten werden die Nachhaltigkeit der Überlebenspopulationen von Amphibien sichern durch Bildung eines Geldfonds für die Naturschutzarbeit für die Zeit nach 2008.

Der Gedanke des Artenschutzes geht natürlich davon aus, dass jede Art für immer Überleben muss; auch wenn die Evolution einen deutlich anderen Plan zu haben scheint, so kann aber ein wenig Freundlichkeit gegenüber den Fröschen keineswegs schaden, sind sie doch immerhin meiner Ansicht nach so etwas wie die Hunde unter den Wildtieren – im Hinblick auf ihr komödiantisches Talent.

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Im Naturschutzgebiet Lobau, wo ich im Sommer häufig schwimmen gehe, leben unglaublich viele Frösche, und wenn man lange genug ruhig daliegt, dann traut sich sogar ab und an mal einer, auf den Oberschenkel zu hüpfen und dort ein Weilchen sitzen zu bleiben – natürlich mit großen Augen und scheinbar ausgesprochen neugierig. Sie merken vermutlich: ich mag Frösche sehr gern. Damit bin ich allerdings nicht allein, in Osttiroler etwa helfen jedes Jahr Freiwillige beim Anlegen von Froschtunnels bzw. werden die Tiere über die Bundesstraße getragen – denn mit der Verkehrserziehung hapert’s bei den Fröschlein ganz gewaltig.

In diesem Sinne also herzliche Gratulation; und ich freu mich schon wieder auf zahlreiche Begegnungen mit dem Tier des Jahres; hoffentlich werden die Lobau-Frösche nicht allzu arrogant ob des ehrenvollen Titels.

Fröhliche Weihnachten wünscht datenschmutz!

Und besinnliche Feiertage. Schließlich muss man vor der großen Sylvester-Feierei ja noch Kräfte sammeln! 2006 gab’s keinen Eintrag am 24. Dezember, in diesem Jahr verschenke ich an alle StammleserInnen einen Backlink, siehe weiter unten. Ansonsten hält sich die Weihnachtsdekoration mangels Darstellbarkeit von 3D-Elchgeweihen auf Flatscreens hier am Blog in engen Grenzen – AmerikanerInnen beispielsweise schicken ja aus Respekt vor Andersgläubigen einfach nur “Season Greetings”. Mehr Respekt vor anders Denkenden und Gläubigen täte diesem Land übrigens auch nicht schlecht – aber die frohen Wünsche deponiert man bekanntlich zu Sylvester!

Also an dieser Stelle nochmal eine lobende Erwähnung von Sabrinas Kränzen. Und ein inbrünstiges fröhliche und/oder besinnliche Feiertage, je nach persönlicher Präferenz! Und ein herzliches thx an alle LeserInnen, die mich jeden Tag motivieren, mit datenschmutz weiter zu machen. Ein ganz besonderes Dankeschön geht an Chef-Sysadmin Gerald, ohne den dieses Blog wohl immer noch auf einem Shared-Account beheimatet wäre – und natürlich an alle, die mich mit Tipps und Inhalten versorgen. Keep the interesting stuff coming!


Weihnachtsgeschenk: 1 Backlink

Wer auf der Facebook datenschmutz Page als Fan eingetragen ist, bekommt von mir zu Weihnachten einen Backlink geschenkt. Schickt mir einfach eine private Message mit dem gewünschten Link sowie dem Linktext: ich werde Anfang nächsten Jahres die betreffenden Links in einem oder mehreren Beiträgen am Blog zusammenfassen.

Wer noch nicht datenschmutz-Fan ist, hat bis zum 31. Dezember Gelegenheit, sich auf Facebook einzutragen und mir eine Message mit dem gewünschten Backlink zu schicken!


In diese Sinne also schöne Feiertage und fröhliche Weihnachten mit dem Weihnachtskonzert der 4B aus der Waldschule, dirigiert von Fr. Langer:

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Heute: 10 Jahre Bloggen, 10 Tipps für BloggerInnen

Der Gründungsmythos des Wortes Blog splittet sich in mehrere Submythen auf (Logbuch?). Wired gibt Jorn Barger dafür Credits – der Betreiber von Robotwisdom, seines Zeichens Blog-Urgestein, verwendete den Begriff erstmals am 17. Dezember 1997 – also vor genau einer Dekade. [via Frank]

Die Intention des Amerikaners war damals eine völlig andere als die der meisten kontemporären Weblog-Autoren heute: in Jorns Welt sollen kurze Bookmarktrails die eigenen Wege durchs Netz für andere nachvollziehbar machen, originärer redaktioneller Content dagegen ist weit weniger gefragt:

My intent for weblogs in 1997 was to make the web as a whole more transparent, via a sort of “mesh network,” where each weblog amplifies just those signals (or links) its author likes best. 1998-1999 was for me the Golden Age of Weblogs, when the following principles were widely understood.

Blogging versteht Barger also als eine Art persönliches Social Bookmarking – eine Meta-Informationsebene fürs Web, die Google Konkurrenz macht. Das ist natürlich auch eine Meinung, und wer auf freiwillige Selbstbeschränkung steht, wird mit den folgenden 10 Geboten, die ich mal auf die Schnelle ins Deutsche übersetzt hab, gut leben bloggen können.

Andererseits finde ich’s faszinierend, wohin sich Blogging in diesen wenigen Jahren entwickelt hat: ich denke, das angesprochene Amplifying ist inzwischen die Aufgabe von mehr oder weniger smarten Algorithmen: Technorati und Google können das in großem Stil, del.icio.us und Co. ebenfalls. Die redaktionelle Aufgabe des Bloggers auf Pinpointers zu beschränken, mag für manche okay sein – mich haben aber Blogs, die einfach nur Links mit dem Kommentar “great site!” posten schon immer gelangweilt. Aber urteilen Sie selbst, ich stelle die Thesen hier einfach mal übersetzt zur Diskussion (englischer Originaltext):

  1. Ein wirkliches Weblog ist eine Liste aller URLs, die du selber speichern oder mitteilen willst. (Also ist del.icio.us das bessere Bloggingtool als Blogger.com)
  2. Du kannst auf jeden Fall Links zur Originalquelle posten, auch wenn diese sich auf einer anderen Seite befindet – aber wenn du mehr “original posts” als Links hast, dann wär’s vermutlich Zeit für eine Lektion in Demut.
  3. Wenn du vor dem Schreiben ein wenig Zeit fürs Suchen verwendest, dann findest du deine Gedanken vermutlich bereits irgendwo, und zwar sorgfältig ausformuliert.
  4. Du selbst zu sein wirkt stets hipper als einen Link zu unterschlagen, nur weil er nicht trendy genug ist. Deine LeserInnen müssen dich kennen lernen.
  5. Bei der Beschreibung des Links lässt sich der Originaltitel so gut wie verbessern. (Deine Beschreibung muss mindestens so aussagekräftig aussagekräftig sein, dass deine Leser Seiten, die sie bereits besucht haben, erkennen.
  6. Inkludiere immer ein Adjektiv, das deine eigene Reaktion gegenüber der verlinken Seite beschreibt. (großartig, nützlich, fantasievoll, schlau etc.)
  7. Nenne die Quelle, die dich hingeführt hat, sodass deine LeserInnen die Möglichkeit haben, “dem Fluss stromaufwärts zu folgen”.
  8. Warne vor “Gotchas” – das sind seltsame Formate, Beiträge, die über mehrere Seiten verteilt sind, extrem lange Files etc. Verstecke nicht den Hauptlink zwischen unnützen (oder missverständlich benannten) weiteren Hyperlinks.
  9. Such dir ein paar Lieblings-AutorInnen oder Berühmtheiten und lege einen Google Newsfeed an, der dich über ihre Aktivitäten informiert, damit andere Fans Aktivitäten dieser Personen über dein Weblog verfolgen können.
  10. Poste deine Lieblingslink immer wieder mal, damit LeserInnen, die sie beim ersten Mal verpasst haben, auch mitbekommen.

Mehr Infos und ganz unterschiedliche Meinungen zu den 10 Tipps des “Original Bloggers” gibt’s unter anderem bei Sobleizer, Susan Mernit, J-Walk, Mark Ghosh, Technocult und Blogissues.

matrix-Special: Geschenke für Geeks

Am Donnerstag war ich zu Besuch im Studio bei Wolfang Ritschl, um gemeinsam mit Marion Breitschopf und Michael Wesely ein paar Vorschläge zum Thema Geschenke für Geeks zu machen. Jede/r von uns stellte ein Buch und ein Gadget vor – ausgestrahlt wird die Sendung heute Abend um 22:30 auf Ö1.

Michael sprach überThe Decadent Handbook for the Modern Libertine und seine neue Küchenmaschine (Der Herr Kollege ist mir da einen beträchtlichen Schritt voraus, denn während ich mich kulinarisch noch in der Welt des Salzigen aufhalten, bäckt und patissieriert Michael: und dies erfordert bekanntlich mehr Präzision als der gute alte Tofubraten.), Marion hatte einige Beispiel aus Wer bin ich? 777 indiskrete Fragen vorbereitet und ihren Video-iPod ins Studio mitgebracht. Schlechte Zeiten für uneinige DVB-H Konsortien, die sich schneller bilden und re-gruppieren als Allianzen in Risiko.

Was Bücher betrifft, war ich in diesem Jahr nicht besonders aktuell und hab sehr wenig 2007er Publikationen offline gelesen… also hab ich gleich ein wenig weiter zurückgegriffen und stellvertretend für das Gesamtwerk ein Buch meines großen intellektuellen Helden vorgestellt: In Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners diskutiert der deutsche Wissenschaftsjournalist mit Heinz von Foerster dessen zentrale Thesen zu Wahrnehmung, Kybernethik (yup, mit “h”) und Konstruktivismus: eine hervorragender, leicht zugänglicher, wahnsinnig unterhaltsamer, unglaublich anregender und zum 1000fachen Wiederlesen geeigneter Einstieg in die Welt eines der konsequentesten und humorvollsten Denker des vergangenen Jahrhunderts: ein ideales Geschenk eben.

Schwieriger war’s mit dem Gadgetto, denn da hab ich ein Überdosierungs-Problem: danke diverser Techie-Journalisten und Mobilfunk-Jobs hab ich im Lauf der letzten Jahre eine Überdosis abbekommen… und ich mag meinen (non-Apple) mp3-Player, ich schätz die Tastatur an meinem Handy, aber das sind nun mal Alltagsgegenstände ohne den typischen Gadget-Shinyness Faktor. Mir fiel einfach kein geniales, bugfreies Teil ein, für das ich mit gutem Gewissen Werbung machen wollte – bis ich auf die Idee kam, dass Software mit ein wenig Phantasie ja auch gadgetuös sein könnte… also hab ich WordPress vorgestellt, denn damit arbeite ich in der Tat jeden Tag, und gerade die Detaillösungen dieser genialen Blog-Software gefallen mir ganz hervorragend. Ich hab dann auch für die FuZo einen Beitrag über WordPress als Weihnachtsgeschenk geschrieben und darin erklärt, was mir an “Dexter” (so der Codename der aktuellen Version 2.3.1) so gut gefällt.

LL-Support: Lang lebe der Textbaustein!

Der Support von Linklift war noch nie preisverdächtig, aber der bloße Versand von Textbausteinen unter dem falschen Vorwand menschlicher Absender kann auf Dauer nur kontraproduktiv sein; ich hab einige meiner “minor Sites” dort vor einigen Monaten eingestellt – eine davon wurde aufgrund zu geringen Pageranks abgelehnt.

Mit dem letzten Google-PR-Update stieg der PR der betreffenden Seite allerdings kräftig von 1 auf 3 – für die Domain habe ich derzeit nicht wirklich Verwendung, also dachte ich mir: auf ein Neues! Ging aber nicht, also habe ich folgende Anfrage über das LL-Kontaktformular geschickt:

Hallo,
meine Domain www.domain.tld hat inzwischen PR3, ich möchte gern einen Adspace anmelden – das system sagt aber, dass der xy.tld Adspace bereits existiert – bitte um Support diesbezüglich, mfG, ritchie pettauer

Auf diese Anfrage bekam ich einige Tage später folgende Antwort:

Hallo Herr Pettauer,
vielen Dank für Ihre E- Mail. Entschuldigen Sie bitte die Verzögerung in der Bearbeitung Ihres Anliegens. Sie haben diese Seite bereits bei uns zur Vermarktung vorgestellt. Da wir Ihnen kein effektives Vermarktungsangebot unterbreiten konnten, haben wir diese nicht freigeschalten. Dazu haben Sie bereits am 30.01.2007 eine E- Mail erhalten. Durch die Ablehnung der Seite sind die Daten bereits im System hinterlegt und daher erhalten Sie diese Meldung. Leider können wir Ihnen auch zum heutigen Zeitpunkt kein effektives Vermarktungsangebot unterbreiten.
Ich bitte um Verständnis und möchte mich für Ihr Interesse an unserem Dienst bedanken.

Nun denn, auf eine Neues: immerhin hieß es damals ich könne die betreffende Seite aufgrund zu geringen Pageranks nicht eintragen, also antwortete ich:

S.g. Fr. XY,
erstmal vielen Dank für die Auskunft, aber ich bin dennoch verwirrt: Sie haben mir damals mitgeteilt, dass der Grund der zu niedrige PR sei und die Seite eingestellt werden könne ab PR3 – hat sich an Ihren diesbezüglichen Richtlinien in der Zwischenzeit denn etwas geändert?

mfG,
ritchie pettauer

Und bekam daraufhin folgende immens aufschlussreiche Antwort:

Hallo Herr Pettauer,
vielen Dank für Ihre Rückmeldung, bezüglich der vermarktung Ihrer Seite www.domain.tld. Wir freuen uns, dass Sie die Zusammenarbeit mit LinkLift erweitern möchten, können Ihnen jedoch auch zum heutigen Zeitpunkt keine effektiven Vermarktungsangebote für die oben genannte Seite unterbreiten.
Ich bitte um Verständnis, möchte mich für Ihr Interesse an unserem Dienst bedanken und wünsche Ihnen eine erfolgreiche Woche.

Eingehen auf Kundenanliegen? Oder doch lieber dran vorbeigehen? Die betreffenden Mailwechsel jedenfalls zeigen, dass ein Tracking-System für Kunden-Rückfragen, wie’s von den meisten Service-Dienstleistern eingesetzt wird, durchwegs keinen unnötigen Luxus darstellt. Der Original-Mailwechsel allerdings war ohnehin unten angehängt; arme Frau XY, die dürfte ziemlich zu tun haben mit Serviceanfragen… erst das WordPress Plugin Skandälchen und dann noch so ein toller Support: das trägt sicherlich ungemein zur Seriosifizierung des Service bei. Oder war das gesuchte Wort doch Kafkaeskisierung?