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	<title>datenschmutz &#187; Die Grünen</title>
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	<description>Ritchie Blogfried Pettauers Weblog</description>
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		<title>An: Marco Schreuder / Re: Eine persönliche Bitte</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-09/an-marco-schreuder-re-eine-persoenliche-bitte/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 14:59:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Marco Schreuder tritt für mehr DJ-Kurse an den prekären Wiener Musikschulen ein. Und er meint es tatsächlich ernst.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>S.g. Herr Schreuder,</p>
<p>ich habe mich sehr über Ihr heutiges E-Mail gefreut, auch wenn ich, obwohl Sie angeblich “in meinem Sinne aktiv waren”, erst mal keine Ahnung hatte, wer mir da schreibt. Wissen Sie, ich krieg nämlich ständig Mails von Afrikanern, die mir große Erbschaften überweisen möchten und Weißrussinnen, die ausgerechnet mich heiraten wollen. Bei denen klingt der erste Absatz meist recht ähnlich wie in Ihrem Schreiben:</p>
<blockquote><p>Wir sind uns in den letzten Jahren, seit ich im Wiener Gemeinderat bin, real und/oder auf Facebook und im Sozial Web begegnet, bzw. hast Du meine Arbeit auf die eine oder andere Weise verfolgen können. Ich hoffe, auch in deinem Sinne aktiv gewesen zu sein. Ich möchte deine Anliegen weiter verfolgen, weiter helfen und dranbleiben. Um das zu tun brauche ich allerdings deine Hilfe.</p></blockquote>
<p>Ich bin gerührt! Ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politiker/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politiker">Politiker</a> braucht meine Hilfe — da muss es ja wirklich schlimm stehen um <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/die-gruenen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Die Grünen">die Grünen</a>. Aber Herr Schreuder, auch wenn Ihr Name ein bisschen nach Gerd Schröder klingt, also recht polit-kompetent, fürchte ich, dass ich Sie leider enttäuschen muss.<span id="more-23264"></span></p>
<p>Was Sie da in Ihrem aktuellen Clip so <a href="http://www.marco-schreuder.at/2010/09/60-sekunden-kulturpolitik.html" rel="nofollow" class="liexternal">daher brabbeln</a>, das geht wirklich auf kein Tarnnetz: “Wir brauchen viel mehr Investitionen in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/musikschulen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Musikschulen">Musikschulen</a>. Die Grünen wollen in jedem Bezirk eine Musikschule mit ausreichender Ausbildung vor allem auch von popkulturellen Elementen oder <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/djing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DJing">DJing</a>,” sagen Sie in Ihrem aktuellen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/video/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with video">Video</a>. Aber weil Sie nicht der Kasperl aus dem Wurstlprater und auch nicht der Flex-Sonic sind, sondern der Kulturversprecher der Wiener Grünen, wollte ich mal genauer nachfragen, wie Sie sich den DJ-Unterricht in den Wiener Musikschulen eigentlich so vorstellen. Das könnten Sie ruhig mal ausführlicher erklären. “Hojak, Scratchen, 5″ — stell ich mir durchaus unterhaltsam vor.</p>
<p>Überhaupt ist das, lieber <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/marco-schreuder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Marco Schreuder">Marco Schreuder</a>, eine schwierige Sache mit diese Kültür. Top-Down funktioniert ja nicht mal mehr in der Josefstadt richtig, und irgendwie wirkt der durchschnittliche Opernbesucher auf mich wesentlich unverkrampfter als Sie und Ihre Parteikollegen. Ein wenig früher, als alles noch ein bisschen besser war (direkt nach Hainburg und so), da konnte man sich wenigstens drauf verlassen, dass naturverbundene Basisdemokraten ihre Linksdialektik aus dem FF beherrschten. Das scheint sich geändert zu haben, denn, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/marco-schreuder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Marco Schreuder">Marco Schreuder</a>, ich muss Ihnen mal was verraten: <em>eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> ist keine Leberwurstsemmel</em> und es macht einfach überhaupt keinen Sinn, von “kultureller Nahversorgung” zu sprechen. Klingt zwar irgendwie so, als würd man sich den “Nöten und Ängsten des skurrilen kleinen Mannes” annehmen, sagt aber was ganz anderes. (“Erna, die Kultur geht uns aus! Wir müssen in den 2. ziehen.”)</p>
<p>Wer unreflektiert in derartig üble Rhethoriken verfällt, neigt nämlich dazu, einen wesentlichen Punkt zu übersehen: irgendwer muss nun mal bestimmen, was die “Kultur” ist, mit der “nahversorgt” werden soll. Solche Modelle haben, dies noch als abschließender kleiner Hinweis an Sie, in diversen Diktaturen immer sehr gut funktioniert. Mangels Protestmöglichkeiten. Denken Sie doch mal über Enablement statt Distribution nach — fördern, was man selber sympathisch findet, wär ja sowieso bloß die Fortführung der SPÖ Politik… oder?</p>
<p>leicht bestürzt,<br />
Ihr Blogfried datenschmutz</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Blogistan Panoptikum KW19 2009</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw19-2009/</link>
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		<pubDate>Sun, 10 May 2009 22:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Twitter-Hype hält ungebrochen an, dabei wär's doch langsam wirklich mal wieder an der Zeit für ein neues Social Media Killer Start-Up... aber da ist weit und breit nix in Sicht. Dafür laufen die Grünen online Amok und die deutschen SEOs waren wieder fleißig - die ganze Story gibt's im Blogistan Panoptikum.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Freitag war ich mit Judith in der ATV-Küche mixend und filmend tätig — die ersten Rohaufnahmen für unsere Cocktail-Serie, eine Koproduktion von ATV, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a> und cocktail-blog.com, sind Kasten. Oder besser gesagt auf Solid State… watch out for Daiquiri Madness, demnächst mehr dazu. Ansonsten habe ich in der vergangenen Woche wieder mal, wie <a href="http://petersteinberger.net" class="liexternal">Pete</a> zu sagen pflegt, “viel gelacht, viel geweint, viel gelernt”. Trotz aller Social Media Schnickschnackerein können auch Diskussionen auf den guten alten Mailingliste ganz schön hitzig werden. Und wie auf Twitter kann man Personen unfollowen, allerdings nur allen auf einmal (“Bitte nehmt mich von der Liste! Diese Spamflut! Mami, ich muss Bäuerchen machen.”) oder sie sogar blocken (if sender = datenschmutz -&gt; move to trash). Tja, “new media contains old media” — da hätte Mac schon recht.</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw19-2009/#toc-die-grnen-deklarieren-sich" class="liinternal">Die Grünen deklarieren sich</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw19-2009/#toc-3-worte-fr-knig-content" class="liinternal">3 Worte für König Content</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw19-2009/#toc-scoopler-sucht-in-echtzeit" class="liinternal">Scoopler sucht in Echtzeit</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw19-2009/#toc-5x-twitterforschung" class="liinternal">5x Twitterforschung</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw19-2009/#toc-zeit-managen-wie-ein-profi" class="liinternal">Zeit managen wie ein Profi</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw19-2009/#toc-seo-news-der-woche" class="liinternal">SEO News der Woche</a>
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw19-2009/#toc-nicht-nur-kse-schimmelt" class="liinternal">Nicht nur Käse schimmelt</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw19-2009/#toc-sei-kein-domainer" class="liinternal">Sei kein Domainer</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw19-2009/#toc-der-focus-rankt" class="liinternal">Der Focus rankt</a></li>
</ol>
</li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-05/blogistan-panoptikum-kw19-2009/#toc-video-der-woche" class="liinternal">Video der Woche</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-die-grnen-deklarieren-sich"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/die-gruenen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Die Grünen">Die Grünen</a> deklarieren sich</h2>
<blockquote><p>Ich bin Vorwählerin, weil ich an Märchen und Heilsversprechungen glaube<br />
Ich bin Vorwählerin, weil ich die linken Fundis bei den Grünen loswerden möchte<br />
Ich bin Vorwähler, weil ich den ganzen Tag vorm Internet sitze und keine Freunde habe<br />
Ich bin Vorwähler, weil ich von der ÖVP dafür bezahlt werde</p></blockquote>
<p>Diese und ähnliche Sprüche wurden innerhalb eines verdächtig kurzen Zeitraums in Max’ <a href="http://wissenbelastet.com/2009/04/27/ich-bin-gruener-vorwaehler-weil/" class="liexternal">Bannergenerator</a> eingetippt. Mit dem kann man personalisierte Banner erstellen, um Support für die Aktion <a href="http://gruenevorwahlen.at/" class="liexternal">Grüne Vorwahlen</a> kundzutun. Die ganze Sache hat eine längere Vorgeschichte: im Gegensatz zu allen anderen Parteien erlauben die Grünen “Unterstützern” bei der Erstellung der Kandidatenlisten mitzustimmen, ohne aber Parteimitglied zu sein. Helge und einige weitere unzufriedene potentiell-Grün-Wähler nutzten diesen Passus auf smarte Weise aus und riefen besagte Vorwahlen ins Leben, mehr zu diesem Stück <a href="http://www.helge.at/2009/04/ein-experiment-gruene-vorwahlen/" class="liexternal">partizipative Demokratie</a> gibt’s bei Helge nachzulesen. Und jetzt kommt der Hammer: die obenstehenden Banner haben sich die Grünen, die mittlerweile wohl ebenso viel Angst vorm Internet zu haben scheinen wie der <a href="http://scheissinternet.at/" class="liexternal">ORF Programmdirektor</a>, selbst gebastelt! Ich sag nur: a) <a href="http://digiom.wordpress.com/2009/04/17/ich-hab-den-eisenhintern-wer-noch/" class="liexternal">Eisenhintern</a>. b) Don’t mess with Karli’s toys! <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Blogistan Panoptikum KW19 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW19 2009" /> </p>
<h2 id="toc-3-worte-fr-knig-content">3 Worte für König Content</h2>
<p>Clear — Concise — Compelling. Das empfiehlt zumindest der <a href="http://www.copyblogger.com/killer-online-content/" class="liexternal">Copyblogger</a>:</p>
<blockquote><p>Writing for the web is a minimalist affair. Your words, sentences and paragraphs are short. Precise. Lean. Tight. Web writing trades in sheering off useless words. Cutting flabby paragraphs…<br />
Even shedding entire pages.<br />
Think that’s harsh? Jakob Nielson recommends you cut up to half of the words for every print page you plan to put on the web.</p></blockquote>
<p>Ich bin ja kein großer Nielsen-Fan — aber die grausame Wahrheit ist: man muss den persönlichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/trade-off/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Trade-Off">Trade-Off</a> finden. Ich zum Beispiel schreib nicht immer nur für meine Leser (pardon), sondern auch für mich, weil ich gerne mit Sprache rumspiele. Das macht manche Sätze komplizierter und missverständlicher als nötig… aber wenn ich keinen Spaß am Schreiben hätte, dann gäb’s dieses Blog überhaupt nicht. Insofern muss man, da Schreiben nun mal eine der Haupttätigkeiten jedes Bloggers ist (wenn auch bei weitem nicht die einzige), einen persönlichen Mittelweg finden. Und ganz ehrlich: wenn sich alle an clear-concise-compelling hielten, dann wären einige meiner Lieblingsblogs mit einem Schlag nur mehr halb so lesenswert. Wie sehen Sie das?</p>
<h2 id="toc-scoopler-sucht-in-echtzeit">Scoopler sucht in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/echtzeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Echtzeit">Echtzeit</a></h2>
<p>Während sich altgediente SEOs über die mittlerweile doch schon recht raschen Index-Update-Zeiten von Google freuen, wächst und gedeiht derweilen anderswo die Echtzeit-Suche — <a href="http://www.scoopler.com" class="liexternal">Scoopler</a> etwa verwirft die Idee eines starren Index völlig und präsentiert aktuelle Ergebnisse aus mehreren Quellen als Live-Stream:</p>
<blockquote><p>Scoopler is indexing live streams from Twitter (Twitter reviews), Digg (Digg reviews), Delicious (Delicious reviews), Flickr (Flickr reviews) and Identica in real-time, and not only that; it’s also indexing links, videos and photos from these data sources, which is similar to what Twitter has been planning to do. As a result, Scoopler doesn’t feel so much as a search engine, more like a news site with a constant stream of live updates in the middle (paused when you mouseover, a nice touch), list of hot topics on the left, and most popular results on the right.</p></blockquote>
<p>Details zum neuen Suchservice kennt <a href="http://mashable.com/2009/05/08/scoopler/" class="liexternal">Mashable</a> — Reviewer Stan Schroeder freut sich einerseits über die elegant aufbereiteten Ergebnisse und die integrierte Relevanzwertung, hält diese jedoch für verbesserungswürdig: im Fall von Twitter etwa berücksichtigt Scoopler nur den nackten retweet-Rank, lässt sich also mit anderen Worten sehr leicht manipulieren.</p>
<h2 id="toc-5x-twitterforschung">5x Twitterforschung</h2>
<p>Mashable hat eine Reihe von <a href="http://mashable.com/2009/05/03/twitter-research-tools/" class="liexternal">Statistik-Tools</a> für Twitter zusammengetragen und spricht relativ hochtrabend von “Research Tools”:</p>
<blockquote><p>Fortunately, there are several tools out there that can help analyze Twitter data, understand user behavior, and graph it for analysis and presenting to others. Today, we’ve picked out five great tools to get you started.</p></blockquote>
<p>Die meisten kennt man als 140-Zeichen-Junkie ohnehin schon, aber zumindest die hübschen <a href="http://xefer.com/twitter" class="liexternal">Xefer Charts</a> waren neue für mich.</p>
<h2 id="toc-zeit-managen-wie-ein-profi">Zeit managen wie ein Profi</h2>
<p>Wir arbeiten an der großen Zerstreuungs– und Ablenkungsmaschine Computer, was so manches Problemchen mit sich bring. <a href="http://www.lifehack.org/articles/productivity/impressing-your-boss-with-time-management-20.html" class="liexternal">Lifehack</a> hat vier Tipps für außergewöhnlich gestresste Mitarbeiter. E-Mails nur zu bestimmten Zeitpunkten checken und so — Prokrastinierer sollten mittlerweile ohnehin wissen, dass sämtliche Alert-Pop-Ups ihre natürlichen Feinde sind, die es zu deaktivieren gilt. Hilariös fand ich allerdings diesen Satz:</p>
<blockquote><p>In times past, when training budgets were somewhat normal the solution was easy. Sign up for a class in New Jersey, make sure that the boss is involved in the planning, offer a one page post-course “summary,” and email a thank-you for the life-changing opportunity.</p></blockquote>
<p>Tja… vom Angestellten 2.0 wird eben erwartet, dass er sich selbst fortbildet. Da kann man sich doch auch gleich selbständig machen!</p>
<h2 id="toc-seo-news-der-woche">SEO News der Woche</h2>
<p>Bottom Feeder können sogar bei <a href="http://www.seo-handbuch.de/suchmaschinen-suchmaschinenoptimierung/dofollow-backlinks-aus-dem-business-netzwerk-xing" class="liexternal">Xing</a> ein paar Backlinks abgreifen (als ich dort noch ein Profil hatte, war die About-Seite quasi ein vollgestopftes Kontext-Link-Directory). Mehr als PR1-2 wird’s zwar nicht, aber einem Free-Account schaut man bekanntlich nur dann ins Maul, wenn mal das Kind im Brunnen liegt. Oder so. Yannick hat da sicherlich andere Tricks an Lager — er startet gerade mit seiner neugegründeten Agentur &lt;a href=“http://www.seoventus</a> </a><a href=" http://www.blogschrott.net/1361/vom-blog-zur-seo-agentur/" class="liexternal">durch</a> — Gratulation und guten Start! Ich sag ja nur: <a href="http://stereophone.de/david-gegen-goliath/" class="liexternal">David gegen Goliath</a><a>!</p>
<h3 id="toc-nicht-nur-kse-schimmelt">Nicht nur Käse schimmelt</h3>
<p>Was tun mit expired content? Rand Fishkin empfiehlt die von den </a><a href="http://www.seonauten.com/expired-content-was-tun-mit-vergaenglichen-inhalten/" class="liexternal">Seonauten</a> auf deutsch erklärte “Hybridmethode”:</p>
<blockquote><p>Der schlechteste Weg ist, die Seite einfach zu entfernen. Die Suchanfrage gibt ein 404 aus und aus ist die Maus. Zumindest wenn du die 404 im Standard behältst.<br />
Der zweit-schlechteste Weg ist die Seite so zu lassen wie sie ist. Sicherlich werden noch ein paar Leute nach dem alten Zeug suchen, aber macht das einen Sinn ?<br />
Besser ist es die Seite gänzlich zu redirecten per 301 und damit dauerhaft umzuleiten auf eine Seite, die am besten themenrelevant ist zu dem alten Thema. Beispiel : iPhone zu IPhone 3G oder ähnliches<br />
Was nach meiner Meinung aber eine noch bessere Methode sein kann (auch wenn sie nicht immer passt) ist die Teil-Trust-Übergabe an eine neue URL durch Verlinkung mit passenden Anchor Texten oder der Teil-Trust Übertrag an eine URL einer neuen Domain.</p></blockquote>
<h3 id="toc-sei-kein-domainer">Sei kein Domainer</h3>
<p>Oder sei einer, aber dann bitte richtig — im Matthias Süß erklärt dem Netten SEO im <a href="http://www.der-nette-seo.de/302-nachgefragt-interview-mit-matthias-suess-zum-thema-domainhandel-und-expired-domains/" class="liexternal">Interview</a> nämlich die Unterschiede zwischen URL-Händlern und URL-Optimierern:</p>
<blockquote><p>Aus der Sicht eines Suchmaschinenoptimierers interessieren mit an einer Domain andere Faktoren als einem Domainer. Einem Domainer sind die eingehenden Links beispielsweise völlig egal, da sind der Domainnamen und die Top Level Domain viel wichtiger. Bindestrichdomains würde eine Domainer i.d.R. nie anfassen. Und dann gibt es noch die Projektentwickler, die wiederum andere Ansichten mitbringen.</p></blockquote>
<h3 id="toc-der-focus-rankt">Der Focus rankt</h3>
<p>Auf <a href="http://www.suchmaschinentricks.de/aktuelles/news/788.php" class="liexternal">Suchmaschinentricks.de</a> gibt’s eine interessante Statistik zu bewundern — und zwar die numerische Beantwortung der Frage, wer in Google am häufigsten (also mit den meisten populären Keywords) auf Platz 1 steht:</p>
<blockquote><p>Um diese Frage zu beantworten, habe ich einen kleinen Blick in meine Datenbank geworfen und mir die Websites herausgefischt, die die meisten Top-Platzierungen in Google erreichen. Als Suchbegriffe habe ich die zehntausend häufigsten Suchanfragen der letzten Jahre (Quelle: meine Keyword-Datenbank) zugrunde gelegt. Diese Liste geht von Google bis Planetarium und sollte den “Short Head” der deutschen Suchanfragen umfassen.</p></blockquote>
<p>Die Zahlen gelten für Deutschland, wenig überraschend landete die Wikipedia auf Platz eins und zwei (de und en), Bronze geht am Amazon. Chip und Focus sind mit Platz 5 respektive 9 auch sehr gut vertreten — die komplette Top-100-Liste gibt’s als <a href="http://www.suchmaschinentricks.de/download/top10000-top1-platzierungen.xls" class="liexternal">Excel-Download</a>.</p>
<h2 id="toc-video-der-woche">Video der Woche</h2>
<p>Das Video der Woche ist in dieser Woche kein Video, nicht mal im weiteren Sinn — sondern ein Panorama, sogar ein unendliches. Und definitiv eines meiner kontemporären 10 Lieblingskunstwerke:</p>
<blockquote><p>Das Unendliche Panorama ist eine Endloszeichnung der Filmemacherin und Autorin Andrea Maria Dusl. Es erscheint seit Herbst 2008 — in kontinuierliche wöchentliche Folgen unterteilt — in der Wiener Stadtzeitung Falter. Das Unendliche Panorama ist die kolorierte Fassung jenes legendären Projekts, das Dusl zwischen 1985 und 1995 im legendären österreichischen Diskurs-Organ FORVM publizierte.</p></blockquote>
<p>Man kann also auf legalen und dubiosen Wegen versuchen, sämtliche Falter-Ausgaben seit Herbst 2008 zu ergattern und sich anschließend mit einer Schachtel Buntstifte unverzagt an die Arbeit machen. Oder man nutzt einfach den Webbrowser der Wahl und geht nach <a href="http://bureau.comandantina.com/panorama/" class="liexternal">http://bureau.comandantina.com/panorama/</a> (Embedding spielt’s leider nicht). Und das beste dran: man setzt das Panorama via onMouseOver in Bewegung, und es läuft und läuft — also irgendwie doch quasi ein Video. Den Link hab ich übrigens gerade frisch von <a href="http://twitter.com" class="liexternal">@Matthias_Cremer</a> bekommen, besten Dank dafür!</p>
<p>Und zum Drüberstreuen gibt’s noch das neue Oeuvre der Fibro Twins (das sind die Jungs, die auch für das Skatevideo “Fire Pit Hunt” von letzter Woche verantwortlich zeichnen — imho sehr gelungene Bild-Text-Collage mit Effekten satt:</p>
<div align="center"><object width="601" height="338"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4453950&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=4453950&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="601" height="338"></embed></object></div>
<p>Und das war sie auch schon wieder, die Rückschau auf die vergangenen sieben Tag. Nächste Woche wird’s hier give-away technisch wieder äußerst spannend, denn dank Susanne Holzer verlose ich ein Ticket für die <a href="http://www.meshed-conference.com/tickets/" class="liexternal">meshed #1</a> Konferenz am 28./29. Mai in Linz <strong>im Wert von €680,-</strong>. Und weil das bisher der teuerste Preis ist, den ich je auf datenschmutz verschenkt habe, müssen sich alle, die gewinnen wollen, auch richtig anstrengen <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Blogistan Panoptikum KW19 2009" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW19 2009" /> Ich werde ab Montag für drei Tage lang ein Twitter-Quiz starten, und wer die meisten Fragen richtig beantwortet, hat freien Eintritt bei dieser spannenden Online-Marketing Konferenz — ich werde übrigens auf vor Ort sein und Ende Mai live berichten. Nähere Details zur Verlosung gibt’s ab Montag. Ich wünsche einen schönen Sonntagabend, wir lesen uns morgen.</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW19 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Wahl.Qual: Wohin mit den Bürgerrechten?</title>
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		<pubDate>Tue, 26 Aug 2008 10:32:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 26. August 2008; 19:30 bis 22:30. ] Die quintessenz rüttelt in Wahlkampfzeiten an einem brisanten Thema und befragt Kandidaten von vier österreichischen Parteien über ihre Einstellung zum Thema Datenschmutz.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">26. August 2008</td></tr><tr><td class="ec3_start">19:30</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">22:30</td></tr></table><p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/quintessenz.jpg" alt="quintessenz Wahl.Qual: Wohin mit den Bürgerrechten?" title="quintessenz" width="207" height="62" style="float:right;margin-top:5px;margin-left:15px;border:1px solid gray;" />Die <a href="http://www.quintessenz.at/d/000100004539" class="liexternal">q/uintessenz</a> lädt am heute zum q/talks in den Raum D des Museumsquartiers: aus aktuellem Anlass stellt Georg Markus Kainz brisante Fragen zu den Themen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">Datenschmutz</a>, Bürgerrechte und Überwachungsstaat an vier Parteikandidaten: Martin Prager (<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SPÖ">SPÖ</a>), NR Peter Pilz (Die Grünen) und NR Peter Fichtenbauer (<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fpoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FPÖ">FPÖ</a>) haben bereits zugesagt, bei BM Maria Fekter (ÖVP) wurde angefragt. Diese Veranstaltung erfreut mein Herz, denn in Zeiten von Wahlzuckerln, Diskussionen über Steuernachlässe und wahlwerbender Beihilfe-Erhöhungen geht das Thema <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Datenschutz">Datenschutz</a> gerne unter: zu komplex sind die Zusammenhänge, als dass sie sich auf publikumstaugliche Plakat-Slogan-Größe schrumpfen ließen.</p>
<h2 id="toc-das-recht-auf-verbergen">Das Recht auf Verbergen</h2>
<blockquote><p>Wann immer in einem Krimi die Polizei ihre Befugnisse überschreiten möchte, wird diese mit den Worten legitimiert: “Sie haben ja nichts zu verbergen” — Jeder der auf seine Rechte besteht macht sich damit automatisch verdächtig. Dieser laxe Umgang mit unseren Rechten erinnert fatal an Strategien nach dem Anschluss.</p></blockquote>
<div style="float:left;margin-top:9px;margin-right:15px;border:6px solid gray;width:180px;height:200px;" >[Bilder als Slideshow ansehen]</div>
<p>Diese Argumentation dürfe jeder, der schon mal gegen die Mauer der Datenbürokratie angerannt ist, aus eigener Erfahrung kennen: da gibt’s Beispiele, bei denen einem schlecht wird: da hat etwa mal vor Jahren ein Polizist dem kleinen Bruder eines Bekannten am Bahnhof ein Klappmesser abgenommen, als dieser zwölf war — gemacht hat er damit gar nix, also keine Rede von “offiziellem” Eintrag. 15 Jahre später, also mit 27, steht derselbe Typ auf der österreichischen Polizeiwache im Zuge einer Einvernehmen, als der Polizist zu ihm sagt: “Sie kennen wir ja schon, da war doch damals diese Messersache.” Datenlöschung laut Gesetz? Die konnte sich anscheinend schon vor dem Zeitalter der Terrorismusangst niemand leisten — und die Schlingen werden gezielt enger gezogen:</p>
<blockquote><p>Schrittweise werden immer mehr Bereiche unseres Lebens elektronisch überwacht. Neben Videoüberwachung öffentlicher Plätze und dem öffentlichen Verkehr wird auch der Individual-Verkehr durch Section-Control, Autobahn-Maut und Nummerntafelerfassung immer lückenloser überwacht. Durch Speicherung der Verbindungsdaten werden unsere Emails, unser Surf-Verhalten und unsere Telefonate überwacht.</p></blockquote>
<p>Ich hoffe, dass BM Maria Fekter erscheint, denn die amtierende Innenministerin hätte mit Datenschützer Peter Pilz wohl so manches Henderl zu entfedern… Ziel der Veranstaltung ist es jedenfalls, klar Fronten zu schaffen: und vielleicht traut sich ja sogar jemand zu sagen, dass er für die uneingeschränkte Totalüberwachung steht:</p>
<blockquote><p>Wahlkampf ist Wahlzuckerzeit und wir wollen wissen, wer unsere Bürgerrechte mit entsprechendem Respekt betrachtet und auf Augenmaß und Demokratie achtet. […] Auf unseren Datenschatten haben wir weder Einfluss, noch Möglichkeit vor diesem zu entfliehen. Unser Preis ist ein transparentes Leben und der Verlust unserer persönlichen Freiheit.</p></blockquote>
<p>Der Einlass beginn um 19:00, die Diskussion um 20:00 Uhr. Und so kommt man zum Raum D respektive zum Quartier 21: <a href="http://quartier21.mqw.at/uebersichtsplan/" class="liexternal">Lageplan</a>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Benzinpreisspirale nach unten drehen</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-08/die-benzinpreisspirale-nach-unten-drehen/</link>
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		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 05:24:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesel, Super, Normalbenzin: Erdöl ist teurer geworden, und die Gewinnspannen der Konzerne beträchtlich höher. Höchste Zeit also, von der Basis her Druck auszuüben, meinen die Organisatoren von Volksboykott.de.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/friedhofsautos.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2586]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/friedhofsautos-150x150.jpg" alt="friedhofsautos 150x150 Die Benzinpreisspirale nach unten drehen" title="friedhofsautos" width="150" height="150" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid orange;" /></a>Höchste Zeit für ein paar Anmerkungen zum Thema Benzinpreis, Energiepolitik und Konsumenteneinfluss die mir schon länger im Kopf rumspuken: konkreter Anlassfall ist eine von Baynado ins Leben gerufene <a href="http://www.baynado.de/blog/blogette-deine-stimme-gegen-die-spritabzocke/" class="liexternal">Blogkette</a>, welche die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> <a href="http://volksboykott.de/" class="liexternal">Volksboykott.de</a> bekannter machen soll. Die Idee dahinter: durch gezielte, temporär beschränkte Blockade einzelner Ölmultis soll ein Preiskampf entfacht werden, der letztlich die Benzinpreise für alle senkt. Was ich von Betrügern und Autos, die “mit Wasser fahren”, halte, habe ich an dieser Stelle schon öfter kund getan, die Benzinpreisidee ist vergleichsweise weit weniger absurd, wenn auch nicht neu.</p>
<p>Allerdings stimme ich Baynado zu, dass die Erfolgsaussichten in einer Zeit, in der ein Großteil der Konsumenten via E-Mail &amp; Co. vernetzt ist, größer sind als je zuvor. Und vorweg ein caveat: man muss erstmal wissen, wie sich der Spritpreis zusammensetzt, ein paar lesenswerte Infos dazu hat das deutsche <a href="http://www.bundesfinanzministerium.de/DE/Buergerinnen__und__Buerger/Mobilitaet__und__Reisen/Rund__ums__Auto/0001__Spritpreis.html" class="liexternal">Finanzministerium</a> online gestellt: tatsächlich lässt sich der gängige Vorwurf, der Staat verdiene am höheren Benzinpreis aufgrund der höheren Steuereinnahmen, leicht entkräften:</p>
<blockquote><p>Die Rechnung ist einfach: Jeder Euro kann nur einmal ausgegeben werden. Was die Verbraucher mehr an Umsatzsteuer an der Tankstelle bezahlen, geben sie an anderer Stelle weniger für den Konsum aus. Im Endeffekt bleibt das Steueraufkommen aus der Umsatzsteuer für den Staat gleich. Weder im Hinblick auf die Konjunktur, noch auf Steuereinnahmen hat der Staat ein Interesse an hohen Kraftstoffpreisen.</p></blockquote>
<p>Hauptgrund für die steigenden Preise ist die steigende Weltmarktnachfrage bei derzeit weigehend gleichbleibendem Angebot, der zweitwichtigste Punkt sind die immer höheren Gewinnspannen der Erdölkonzerne, und genau um die geht’s im vorliegenden Fall. Die ÖMV etwa, Österreichs größer Mineralölkonzert, hat im ersten Halbjahr 2008 1,5 Milliarden Gewinn (nicht Umsatz — Gewinn!) gemacht, das sind 55% mehr als im Vorjahr, wie der ORF  am 7. August berichtete.</p>
<p>Was kann man dagegen tun? Nun, man boykottiert gezielt einen Anbieter, kauft also beispielsweise kein Benzin mehr bei Shell, nur mehr bei Agip, selbst wenn’s dort ein paar Cent mehr kostet. Shell hat keine Kunden mehr, gerät unter Druck und muss den Preis senken, die anderen Bewerber ziehen nach — und alle sind glücklich über das billige Benzin — nur die Aktionäre nicht. So das vereinfachte Modell, das in der Praxis allerdings meist daran scheitert, dass die nötige kritische “Boykottmasse” nicht erreicht wird.</p>
<h2 id="toc-vlker-hrt-ihr-die-boykotte">Völker, hört ihr die Boykotte</h2>
<p>Dieses Prinzip lässt sich grundsätzlich auf jedes Produkt anwenden, das nicht von einem Monopolisten hergestellt und vertrieben wird — und genau dieser Aufgabe hat sich die Seite <a href="http://volksboykott.de" class="liexternal">Volksboykott.de</a> verschrieben — .at und .ch bleiben einstweilen außen vor. Aktuelles Projekt ist natürlich der besagte Benzinpreis, und mag davon halten, was man will: ein wenig “fucking with the free market” hat zumindest interessanten Experimentalcharakter. Also gehet hinaus in die Welt und machet die inverse Crowdsourcing-Plattform bekannt. Ich schließe mich hiermit also sozusagen wider besseres Wissen Baynados Blogkette an: wider besseres Wissen deshalb, weil das Internet im deutschsprachigen Raum (noch) nicht jenes Leitmedium ist, dass den nötigen Impact erzeugen konnte. Da müssten schon <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fernsehen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fernsehen">Fernsehen</a> und mindestens die Bildzeitung ran.</p>
<p>Eine andere Überlegung betrifft die gesamtwirtschaftlichen Folgen derartiger Aktionen: solange ein paar Aktionäre weniger Rendite bekommen, bleibt der Schaden überschaubar, wird eine Firma allerdings in gröbere Schwierigkeiten gebracht, so zieht dies unweigerlich wiederum den Verlust von Arbeitsplätzen nach sich… eröffnet aber andererseits einem neuen Anbieter Markteintrittschancen oder Expansionsmöglichkeiten — hier kann man also getrost von einem Nullsummenspiel ausgehen.</p>
<h2 id="toc-ein-paar-anmerkungen-zur-energiepolitik">Ein paar Anmerkungen zur Energiepolitik</h2>
<p>@Die Grünen: im Zusammenhang mit der Neuwahlberichterstattung habe ich irgendeine Grün-Politikerin sagen gehört, die momentan Erdöl-Preisentwicklung zeige, dass die Grünen, die schon in den 80ern einen Literpreis von 25 Schilling (oder waren’s dreißig, das weiß ich nicht mehr genau), ihrer Zeit weit voraus waren. w00t? Was für eine verquere Logik ist denn das? </p>
<p>Die derzeitige energiepolitische Situation zeigt doch vor allem eines deutlich: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wasserkraft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wasserkraft">Wasserkraft</a>, die effizienteste aller Energiegewinnungsformen (thx Meister Pelton!), ist bei weitem nicht überall einsetzbar, und Strom lässt sich bekanntlich nur mit sehr viel Aufwand und ordentlichem Konversionsverlust speichern. (Wasserkraftwerke lösen übrigens auch dieses Problem mithilfe von Stauseen, die mit “überschüssigem” Strom wieder vollgepumpt werden, vergleichsweise sehr elegant.) Ein beträchtlicher Teil unseres Energiebedarfs wird von Verbrennungskraftwerken, die vorwiegend <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Öl">Öl</a> verheizen, erzeugt. Dieser Strom wird immer teurer, also folgt ein Ausweichen auf zweitbilligste, wenn auch extrem gefährliche und unsichere Alternative: Atomkraftwerke, das Schreckgespenst der Tschernobyl-Generation.</p>
<p>Die eine Alternative wäre, Strom zu sparen: but that’s just not gonna happen. Technische Fortschritte in punkto Verbrauch werden locker vom Mehrbedarf aufgefressen, das Stromnetz ist der Blutkreislauf unserer Informations-/Industriegesellschaft. In dieser Situation fordern die Grünen, verstärkt auf sogenannten erneuerbare, alternative Energieformen zu setzen: kurz gesagt, Solar und Windkraftwerke. Zweitere sind nur lokal einsetzbar, aber durchaus eine punktuelle Lösung, erstere stinken immer noch aufgrund wahnwitziger Herstellungskosten und schlechter Effizienzraten ab. Die Menge an Solarzellen und Windkraftwerken, die benötigt würden, um ernsthaft Öl– und Atomenergie abzulösen, ist riesig: und bevor man diese Energieformen promotet, wär’s erstmal höchste Zeit für Langzeit-Feasibility Studien: wer sagt denn, dass Windkraft– und Solarenergienutzung in wirklich großem Maßstab keinen gravierenden Einfluss aufs Ökosystem hat? Genau genommen ist der Ausdruck “Energieerzeugung” kompletter Schwachsinn: wir erzeugen überhaupt keine Energie, wir transformieren bloß vorhandene Energie(n) mittels verschiedener Methoden in andere Formen, zum Beispiel die im Erdöl gespeicherte Wärmeenergie in Fortbewegung… wär wirklich zu schön, wenn wir Energie “erzeugen” könnten.</p>
<hr /><small><strong>Fotocredits:</strong> <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=292798" class="liexternal">Autofriedhof</a> von fa.sommaruga / Pixelio.de</small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Zuweisungsverfahren zur Betrieblichen Vorsorgekasse</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Aug 2008 12:01:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Froide ist groß: gerade rechtzeitig, bevor die aktuelle österreichische Regierung abdankt, hat sie nochmal ordentlich an der Sozialversicherungsschraube für Einzelunternehmer gedreht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/svadeppensteuer-1217964351.jpg" alt="svadeppensteuer 1217964351 Zuweisungsverfahren zur Betrieblichen Vorsorgekasse " title="svadeppensteuer" width="150" height="108" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid gray;" />Briefe von der SVA bedeuten normalerweise nix Gutes, und da machte der Schrieb mit dem ominösen Titel <strong>“Einleitung des Zuweisungsverfahrens einer Betrieblichen Vorsorgekasse gemäß § 27a BMSVG”</strong> keinen Unterschied. Nach einem Telefonat mit der freundlichen Dame von der Niederösterreichischen Vorsorgekasse wurde mir allerdings schnell klar: die Förderung von Klein– und Mittelunternehmen ist in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> nicht mal ein Wahlslogan.</p>
<p>Sinn und Zweck der neuen Pflichtversicherung: Betriebe sollten verpflichtet werden, für ihre Mitarbeiter zu sorgen: das Geld sei für die Abfertigung bestimmt. Dass nicht einmal Einzelunternehmen davon ausgenommen sind, zeigt in voller Deutlichkeit, dass hier jemand wirklich lange und eingehend nach gedacht hat: 1,50% von der SV-Bemessungsgrundlage beträgt die neue Deppensteuer, die hierzulande wohl für “mehr soziale Wärme” (Reibung macht heiß) sorgen soll. Ich darf also eineinhalb Prozent <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sozialversicherung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sozialversicherung">Sozialversicherung</a> mehr bezahlen — für nix und wieder nix.</p>
<p>Während also an anderer Stelle über die Abschaffung der gesetzlichen Pflichtversicherung diskutiert wird, bastelt diese jämmerliche Scheiter–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/regierung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Regierung">Regierung</a> in Österreich noch schnell einen weiteren undurchdachten Pfusch: ein weiterer Zusatzvertrag, mehr Bürokratie, mehr Verwaltungsaufwand: jeder SVA-Pflichtversicherte hat die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wahl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wahl">Wahl</a>, mit einer der gelisteten Kassen einen betrieblichen Vorsorgevertrag abzuschließen, geschieht dies nicht, so erfolgt innerhalb von drei Monaten die Zwangszuweisung, welche “auch ohne Unterschrift Gültigkeit erlangt”. Eingehoben werden die paar Zusatzhunderter pro Jahr von der SVA, und wer an einen Schnellschuss zur Krankenkassenfinanzierung denkt, mag zwar ein Schelm sein, aber durchwegs recht haben. Bezeichnend auch, dass man auf der <a href="http://esv-sva.sozvers.at/portal/index.html?ctrl:cmd=render&#038;ctrl:window=svaportal.channel_content.cmsWindow&#038;p_menuid=6265&#038;p_tabid=7" rel="nofollow" class="liexternal">Homepage der SVA</a> bei der Suche nach “Betriebliche Gesundheitsvorsorge” keinen Treffer zur neuen Sonderschröpfabgabe bekommt. Gratulation zu diesem Schnellschuss! Dass ich weder <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SPÖ">SPÖ</a> noch <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oevp/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ÖVP">ÖVP</a> wählen kann, steht für mich nun eindeutig fest — danke für diese “Wahlhilfe”.</p>
<p>PS: Allerdings wird’s schwierig: die Grünen wissen nicht mal, ob sie eigentlich überhaupt Wahlplakate wollen und ob da etwas — und wenn ja, was — draufstehen sollte, weil man kann ja als <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/partei/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Partei">Partei</a> nicht einfach was wollen, da muss man schon zuerst die Basis fragen, was die eigentlich will, damit man dann dasselbe will. (So denken weite Teile der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fpoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FPÖ">FPÖ</a>–Strategen übrigens auch.) Hardcore-Strache grinst seit Dr. Jörgls BZÖ-Kandidaturkrise im ZIB-Studio noch unentspannter und verzweifelter in die Kamera und das BZÖ will plötzlich nix mehr gegen Ausländer haben, so sie denn keine sind und einer schlagenden Studentverbindung beitreten — von wegen rechts und Ordnung! Wofür aber Fritz Dinkhauser (außer für eine larmoyant-undefinierte Trutzhaltung gegenüber irgend etwas stehen) soll, konnte ich noch nicht herausfinden, und Hans-Peter Martin hat eigentlich gar kein Talent zum spoken-word Märchenonkel und macht außerdem kleinen und großen Kindern Angst. Da muss man sich doch langsam ernsthaft fragen: ist Nichtwählen oder ungültig Wählen das demokratiepolitisch bedenklichere Statement?</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Politik und das Web 2.0</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 23:25:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit Christoph Chorherr plauderten einige österreichische Blogger über den Einsatz von Web 2.0 Medien im Wahlkampf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/chorherr1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2376]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/chorherr1-150x150.jpg" alt="chorherr1 150x150 Die Politik und das Web 2.0 " title="Christoph Chorherr" width="150" height="150" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid orange;" /></a>Dass in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> Neuwahlen vor der Türe stehen, ist mittlerweile hinlänglich bekannt — auf Einladung von Helge war ich gestern Abend bei einer informellen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werkzeugh/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WerkzeugH">WerkzeugH</a>–Gesprächsrunde mit dem grünen Bildungspolitiker Christoph Chorherr. Über die (möglichen) Einsatzsenarien von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> im kommenden Wahlkampf zu plaudern war sehr spannend, und eines steht fest: wir brauchen einen Hashtag, um in diesem kurzen, aber hektischen Wa(h)lkampf den Überblick zu behalten. Außerdem hatte ich Gelegenheit, meine neuererworbene Olympus-Digicam unter schwierigen Lichtverhältnissen zu testen.</p>
<p>Mit Wahlempfehlungen halt ich’s wie die coolen alten Dinosaurier-Zeitungen und bleib ganz unparteiisch, zumal ja selber noch nicht mal weiß, wen ich wähle. Bloß eine Negativempfehlung geb ich ab: FPÖ und die komische andere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/partei/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Partei">Partei</a> aus Kärnten bitte nicht wählen. Ansonsten wär mal was anderes als eine große Koalition im Minimalfall zumindest Abwechslung, was aber effektiv eh nur <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/die-gruenen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Die Grünen">die Grünen</a> übrig lässt. Ich hab jedenfalls eine schöne Bilderserie, auf der Helge und Christoph, der selbst <a href="http://chorherr.twoday.net/" class="liexternal">bloggt</a>, auf dessen brandneuem DVB-H Handy gespannt den ZIB2-Beitrag über die Grünen und Van der Bellens Wortspende verfolgen — die Crowdsourcing Plakataktion hat übrigens mittlerweile so weite Kreise gezogen, dass die ersten Entwürfe sogar im Ex-Leitmedium <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fernsehen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fernsehen">Fernsehen</a> zu bewundern waren:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/chorherr3.jpg" alt="chorherr3 Die Politik und das Web 2.0 " title="Christoph und Helge" width="500" height="568" style="border:1px solid gray;" /></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Die Grünen sourcen die Crowd</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 07:01:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Neuwahlen sind. Punkt. Trotzdem interessieren sich immer weniger Österreicher dafür, und die wenigen, die sich dafür interessieren, wählen zum Großteil auch eher FPÖ als die Grünen. Also ist dieser Beitrag eigentlich recht überflüssig, aber von flockiger Konsistenz und im politischen Spektrum nicht klar einordenbar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/gruenig.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2359]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/gruenig-150x150.jpg" alt="gruenig 150x150 Die Grünen sourcen die Crowd" title="gruenplakat" width="150" height="150" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid orange;" /></a>Strategiesitzungen sind momentan in, schließlich erwarten uns in zwei Monaten Neuwahlen. Christoph Chorherr von den Grünen ruft in seinem Blog LeserInnen auf, Plakatideen einzusenden — zwei davon hat er bereits mit <a href="http://www.helge.at/2008/07/chorherr-ruft-zu-kampagnendesign-auf-lets-blogstorm/" class="liexternal">Helges Support</a> selbst <a href="http://chorherr.twoday.net/stories/5049146" class="liexternal">realisiert</a>. Politstrategisch dürfte es schwierig sein, sich mit einer Multitude von Claims und Standpunkten nachhaltig zu positionieren, trotzdem finde ich die Idee irgendwie originell (bei der Konkurrenz aber auch nicht schwierig) und am besten gefällt mir bisher <a href="http://digiom.wordpress.com/2008/07/10/walplakat-vote-failwhale/" class="liexternal">Janas Vorschlag</a>; übrigens bin ich auch neugierig, wie Super-Fi in den nächsten Wochen für die G tätig werden — Max hat ja am Donnerstag <a href="http://wissenbelastet.com/2008/07/10/wahl08-brauchen-die-gruenen-ein-wahlplakat/" class="liexternal">geschrieben</a>, dass er sich einen aktiven, unmittelbar (d.h. nicht durch Agenturen durchdramaturgisierten) WK erwartet:</p>
<blockquote><p>Ich möchte täglich auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/youtube/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with youtube">Youtube</a> sehen wo <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/die-gruenen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Die Grünen">die Grünen</a> gerade unterwegs sind, was sie die Bevölkerung fragen, über welche Themen (schließlich geht’s ja um Themen und Perspektiven, einen Personenwahlkampf gegen Faymann werden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/die-gruenen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Die Grünen">die Grünen</a> wohl nicht gewinnen) sie mit den Menschen reden, sehen wie viele Leute für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/die-gruenen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Die Grünen">die Grünen</a> arbeiten, sehen das es da mehr als nur einen Van der Bellen, einen Pilz, eine Glawischnig und einen Chorherr gibt.<br />
[…]<br />
Ich möchte wenn ich auf Flickr “Wahlkampf” eintippe Fotos von Grünen PolitikerInnen sehen, ich will auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/geizhals/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Geizhals">Geizhals</a>.at mit Ihnen diskutieren wie man beim Neugerätekauf auf das Energiesparen achten kann, usw.</p></blockquote>
<p>Naja, warum nicht — am besten mit Masterplan im öffentlichen Google-Sheet <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Die Grünen sourcen die Crowd" class='wp-smiley' title="Die Grünen sourcen die Crowd" /> Ich bin mal gespannt, was bei Chorherrs Aufruf noch so an schrägen Motiven rauskommt… ein wenig Selbstironie kann ja übrigens nie schaden. Besonders gut gefällt mir Max’ Vorschlag eines <strong>Political Friendfeeds</strong>:</p>
<blockquote><p>Was schön wäre ist eine Seite (dessen URL kann man dann von mir aus auch auf einem Plakat bewerben kann) wo alle Aktivitäten zusammengefasst werden, siehe z. B. <a href="http://www.platterwatch.at/" class="liexternal">Platterwatch</a>. Wirklich mutig wäre dann wenn auch die Aktivitäten der anderen Parteien dort auch einsehbar wären.</p></blockquote>
<p>Dennoch werde ich mich nach eingehender Beratung mit <a href="http://petersteinberger.net/" class="liexternal">Master P.</a>, dem Vorsteher des datadirt-Politbüros, jeglicher jeglicher Wahlkampf-Plakatentwürfe (außer allfälliger defätistischer Designs) zu enthalten. Letztendlich steht jede Partei des kleinen Mannes auf den Schultern von Giganten und vice versa; im Gegensatz zu überteuerten Agenturen und den PolitikerInnen selbst werde ich allerdings nicht für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/propaganda/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Propaganda">Propaganda</a>–Tätigkeiten bezahlt — und wenn die lieben Genossen schon ganz locker ein paar Milliönchen verblasen, dann erscheint mir Ruhm und Ehre doch als schäbiger Preis für die gesourcte Crowd. Aber das ist ohnehin alles recht hypothetisch — trotzdem sollte ein kritischer Blick auf die Unterschiede zwischen Partizipation an der Entscheidungsfindung und Crowdsourcing á la Mechanical Turk jenseits aller Freude übers großartige Mitmachen-Dürfen nicht gänzlich ausgeblendet werden.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>ÜberwachungsStaat: geht irgendwie was weiter?</title>
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		<pubDate>Wed, 23 Jan 2008 15:59:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erfreuliche Entwicklung in Sachen Petition gegen die Überwachung: bereits 20.000 Unterschriften konnten online gesammelt werden, nun soll das Anliegen eine breitere Öffentlichkeit erreichen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/01/sos-ueberwachung.jpg' alt="sos ueberwachung ÜberwachungsStaat: geht irgendwie was weiter?" id="leftnail" title="ÜberwachungsStaat: geht irgendwie was weiter?" />Yup. In einer aktuellen Aussendung informieren <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/die-gruenen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Die Grünen">die Grünen</a> über ihre Initiative SOS–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ueberwachung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Überwachung">Überwachung</a>. Auch wenn ich mir einen überparteilicheren Ansatz gewünscht hätte: zum Glück unternimmt wenigstens überhaupt jemand was gegen diese enorm übertriebenen Allmachtsphantasien eines Staatsapparats, der seine BürgerInnen konsequent nicht als selbständig denkende Subjekte, sondern als Rohmaterial für Intimsphären-verletzende Zwangs-Sozialforschung betrachtet und behandelt; im Fall mancher <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oevp/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ÖVP">ÖVP</a>–Hardliner nicht direkt überraschend, aber die SPÖ, die sich immer noch zu Unrecht für eine Linkspartei hält, hat hier auf ganzer Linie grandios versagt.</p>
<p>Ein sehr lesenswertes Interview hat <a href="http://www.georgholzer.at/blog/" class="liexternal">Georg Holzer</a> zu diesem Thema mit <a href="http://www.helge.at/2008/01/interview-zum-uberwachungsstaat/" class="liexternal">Helge</a> geführt — der fasst kurz und prägnant das Kernproblem zusammen:</p>
<blockquote><p>Wer nichts zu verbergen hat, hat nichts zu befürchten. Doch wir alle haben etwas zu verbergen: Unsere Privatsphäre und unsere Beziehungen. Man arbeitet, ganz im Stil George Bushs, mit Angst. Angst vor Terror, Angst vor Kriminalität. Dabei ist Österreich sicher wie nie zuvor. Niemand käme auf die Idee, private Autofahrten zu verbieten, trotz tausender Verkehrstoter. So wie hier Mobilität über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sicherheit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sicherheit">Sicherheit</a> gestellt wird, sollten wir die Privatsphäre des Einzelnen nicht am Altar der Angst opfern.</p></blockquote>
<p>Die vom Autor dieses Zitats initiierte <a href="http://wiki.helge.at/Online-Demo" class="liexternal">Online-Demo</a> (siehe Eselsohr hier in der oberen rechten Ecke) läuft weiterhin, alle Webmaster und –mistressen sind herzlich eingeladen, sich zu beteiligen. 20.000 Unterschriften konnten mit der <a href="http://www.ueberwachungsstaat.at" class="liexternal">Online-Petition</a> gegen den Überwachungsstaat bereits gesammelt werden. In einer aktuellen Aussendung informierten die Initiatoren über die nächsten Schritte:</p>
<blockquote><ol>
<li>SOS-Überwachung geht jetzt auf die Straße. Wir werden in der zweiten Phase Unterstützungen mit Listen sammeln, in möglichst vielen Städten und Gemeinden.</li>
<li>Eine Reihe von Initiativen unterstützt SOS-Überwachung. Mehr als 140 Blogs haben sich als “Online Demo” zusammen getan, um Unterschriften zu sammeln. Platterwatch, die von den Grünen initiierte Plattform zur “Überwachung der Überwacher”, unterstützt mit Links und mit Sammeln auf der Straße.</li>
<li>Von Providern wird derzeit die Möglichkeit einer Verfassungsklage geprüft. Verfassungsrechtler wie Univ. Prof. Funk und Univ.Prof. Mayer geben diesen Klagen ebenso gute Chancen wie Klagen der betroffenen User/Innen. Rund um Platterwatch ist eine Sammelklage der betroffenen User/Innen in Vorbereitung.</li>
<li>Am 3. März 2008 tagt voraussichtlich der Petitionsausschuss. Das ist der erste Termin, zu dem die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/petition/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Petition">Petition</a> im Nationalrat eingebracht werden kann. Von dort soll sie dem Innenausschuss zugewiesen werden, der Anfang Mai zu einer Sitzung zusammenkommen wird.</li>
</ol>
<p>WAS KÖNNEN SIE JETZT TUN?</p>
<p>Vor allem eines: weiter Unterstützungen sammeln — über das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> und mit Listen. Die Listen können Sie bei den Grünen anfordern oder sich <a href="http://www.ueberwachungsstaat.at/ueberwachungsstaat/petition_print/" class="liexternal">hier</a> ausdrucken und kopieren. </p>
<p>Vielen Dank für Ihre Unterstützung!</p>
<p>Univ. Prof. Dr. Gerald Futschek<br />
Dr. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/barbara-helige/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Barbara Helige">Barbara Helige</a><br />
Dr. Peter Pilz<br />
Univ. Prof. Dr. A Min Tjoa<br />
Univ. Prof. Dr. Hannes Werthner</p></blockquote>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Platterwatch: Überwacht den Innenminister</title>
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		<pubDate>Sun, 20 Jan 2008 07:08:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Überwacher wird überwacht: die Grünpolitiker Marie Ringler und Peter Pilz haben Platterwatch ins Leben gerufen, eine Seite, die dem österreichischen Innenminister auf die Finger schaut.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem ich mich letztens über ein Plakat mit unglücklich gewähltem Slogan <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-01/die-gruenen-stecken-in-der-scheisse/" class="liinternal">mockiert</a> habe, darf ich mich erneut über eine auf den ersten Blick gelungene Aktion wundern: <a href="http://www.marieringler.at/" class="liexternal">Marie Ringler</a> und <a href="http://www.peterpilz.at/" class="liexternal">Peter Pilz</a> haben getreu dem Motto <strong>Überwacht den Überwacher!</strong> <a href="http://www.platterwatch.at/" class="liexternal">Platterwatch</a> ins Leben gerufen.</p>
<p>Ein Innenminister, der gerne *alles* über seine BürgerInnen wissen möchte (siehe Eselsohr “Nein zu Metternich 2.0″ rechts oben), muss einfach etwas zu verbergen haben, so die Kernidee. Also wird der Überwacher überwacht, und das scheint ihm nicht besonders zu <a href="http://www.platterwatch.at/blog/15-1-2008/PLATTER-BLOG.html" class="liexternal">schmecken</a>:</p>
<blockquote><p>Heute war das Platterwatch Team wieder im Einsatz. Der Innenminister hat den Schlepperbericht 2007 präsentiert. Wir wollten ihn beobachten. 10 Mann und Frau hoch, in unseren schönen neongrünen Platterwatch Jacken. Und natürlich mit Kamera, Handycam und Co. Wer sich versteckte war allerdings der Innenminister. Offenbar ist ihm die Aktion gar nicht recht, denn wir durften nicht in den Pressekonferenzsaal und als er dann von Journalisten bei der Pressekonferenz nach Platterwatch gefragt wurde, blieb er wortkarg: “Kein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kommentar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kommentar">Kommentar</a>”.</p></blockquote>
<p>Die “Videoüberwachung” wird auf der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/youtube/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with youtube">youtube</a>–Gruppe Platterwatch genau dokumentiert — und da kommen dann solche rührenden Szenen raus wie in diesem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kurzfilm/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kurzfilm">Kurzfilm</a>:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-01/platterwatch-ueberwacht-den-innenminister/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>(Ich war noch *nie* auf einer PK, wo irgendjemand eine Ausweis sehen wollte. Aber ich geh ja auch nie zu Minister-PKs.)</p>
<p>Niemand wird ernsthaft annehmen, dass “fighting fire with fire” einen gangbaren Weg darstellt — ich sehe die Platterwatch in der von mir geschätzten Traditionslinie des grünen Aktionismus. (Auhirsch!) Manche mögen sowas kindisch finden, wie aus den Kommentaren auf Maries Blog auch deutlich hervorgeht. (Aber wer weiß: wenn die NL–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oevp/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ÖVP">ÖVP</a> eine kompetente Online-Marketingagentur hat, dann wird sie ja sicherlich so schlau sein, Poster zu bezahlen.). Ich persönliche denke, dass es momentan in .at beim Thema <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ueberwachung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Überwachung">Überwachung</a> noch gar nicht um Meinungsbildung, sondern um das Erzeugen von Awareness geht, denn die ist auf breiter Basis beim einfach nicht vorhanden: und dazu ist &lt;a href=“http://www.platterwatch.at/STECKBRIEF.html&gt;Platterwatch</a> durchaus gut geeignet.</p>
<p>Andererseits, und da liegt das Problem, wie mir eine längere Diskussion mit <a href="http://www.petersteinberger.net" class="liexternal">Pete</a> heute klar gemacht hat, macht eine derartige Vereinnahmung von Themen durch eine Partei jegliches Entstehen einer zivilgesellschaftlichen Opposition so gut wie unmöglich. Ein gutes Beispiel dafür ist die Metternich 2.0 Online-Demo, die hier am Blog geschalten ist (das Eselsohr in der rechten oberen Ecke). Die Petition ist ja schön und gut, allerdings führt sich die behauptete Überparteilichkeit selbst ad absurdum, wenn die anschließende Bestätigungsmail von einer E-Mail der Domain @diegruenen.at kommt.</p>
<p>Nun kann man also zurecht die Fragen stellen, wieso eine Minderheitenpartei, die ja im Parlament sitzt um die mythenumwobene “Kontrollfunktion” auszuüben, nicht in erster Linie parlamentarische Maßnahmen einsetzt, auf einem Untersuchungsausschuß besteht, Gebrauch macht von den gar nicht mal sooo üblen Minderheitenrechten des österreichischen Parlaments, so Pete’s Meinung. Ich bin mir da unschlüssig: einerseits schlägt mein Herz für aktionistische Aktionen, andererseits würde man sich in der Tat mehr parlamentarische Action wünschen — so machtlos, wie die Platterwatch die Grünen darstellt, sind sie nämlich laut Verfassung keineswegs.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Grünen stecken in der Scheiße</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Jan 2008 12:10:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ein anscheinend originelles Werbeplakat kann auch nach hinten losgehen - nicht jede Parodie findet die ungeteilte Zustimmung des anvisierten Publikums.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Nimm ein Flaggerl für dein Gackerl!” und darunter “Wer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> liebt, muss Scheiße sein.” Dieses Plakat dachte sich irgendjemand bei der Grünen Jugend aus… und stieß damit auf fast ungeteilten Widerspruch. Wie man’s auch dreht und wendet: die Persiflage auf eine Kampagne der Wiener <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fpoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FPÖ">FPÖ</a> für mehr Hundedreck-Beseitigung durch Tierhalter (ein ehrenwertes Unterfangen) erlaubt in der Tat keine Interpretation, bei der die Urheber irgendwie gut aussteigen würden.</p>
<p>Die F frohlockte natürlich und fordert strategisch die <strike>Ausweisung</strike> volle Härte des Gesetzes — in der Tat droht das österreichische StGb im ÃÂ§248 mit bis zu 6 Monaten Haftstrafe für alle Gimps, die öffentlich Österreich und/oder dessen Flagge lächerlich machen. Ich finde es zwar traurig, dass man einem nationalen Symbol (Nationalismus kommt nun mal von “national”) diesen strafrechtlichen Extra-Schutz angedeihen lässt, wo man doch annehmen könnte, die “Freiheit der Meinung” sei ein höheres Gut als Ehrfurcht vor einer Flagge. Aber andererseits kommt mir diese “Werbeaktion” der Grünen unglaublich dämlich vor. Das ganze passierte ja keineswegs im Verborgenen — immerhin hing das inkriminierte Plakat  laut <a href="http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20071212_OTS0128" class="liexternal">ots-Aussendung</a> mehrere Wochen vor der Wiener Parteizentrale.</p>
<p>Ärgerlich daran finde ich, dass die Botschaft schlicht und ergreifend die Idee nationaler demokratischer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politik">Politik</a> ganz ablehnt — eine völlig legitime Position für eine offiziell anarchistische <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/partei/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Partei">Partei</a>. Aber warum sollte ich Volksvertreter wählen, die ganz klar kommunizieren, dass sie nicht vertreten wollen? Genau diese unglaubliche sprachliche Insensibilität stört mich bei den Grünen schon seit Jahren und macht’s mir unmöglich, einer Truppe von Leuten, die vor lauter Splittersuche im Auge des Gegner das fette Holzbrett vor dem eigenen Kopf nicht mal im Spiegel sehen, meine Stimme zu geben. Eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/partei/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Partei">Partei</a>, die größten Wert auf Splitting und sensiblen Umgang mit Sprache legt, und dann im NR-Wahlkampf “Für mehr Kontrolle” plakatiert, wie vor einigen Jahren geschehen, ist offensichtlich nicht in der Lage, die gepredigten Grundsätze selbst umzusetzen. Schade, denn nachdem Umwelt-Themen längst breitenwirksames Querschnittsthema geworden sind, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/die-gruenen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Die Grünen">die Grünen</a> ihre “Fundis” unter “mehr Kontrolle” gebracht haben und der Großteil der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/partei/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Partei">Partei</a> sich bereitwilliger mit König Pragmatismus arrangiert als jede große Koalition, wird’s schwierig mit Uniqueness und Positionierung. Da helfen weder halblustige Versuche, sowas wie die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/partei/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Partei">Partei</a> der von ÖVP und SPÖ komplett vernachlässigten neuen Selbständigen zu werden noch Politiker wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/peter-pilz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Peter Pilz">Peter Pilz</a>, solange sie Einzelkämpfer bleiben und die Parteispitze besagtes Plakat als “Missgeschick” und “eigenen Willen der Jugend” abtut. Die deutsche <a href="http://blog.gruene-jugend.de/archives/996" class="liexternal">Grüne Jugend</a> war übrigens auch recht verwundert.</p>
<p>PS: Ich schreibe diesen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kommentar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kommentar">Kommentar</a> nur deshalb, weil ich mir am politischen Spektrum nix mehr wünschen würde für .at als eine wirtschaftspolitisch realistische, auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/umweltschutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Umweltschutz">Umweltschutz</a> bedachte und gesellschaftspolitisch sozial eingestellte Partei. Nach dieser ganzen Eurofigher-Würg-Kotz Story und einem roten Armeeminister, der plötzlich nix von Kritik wissen will, bleibt ja leider keiner mehr übrig, den man guten Gewissens wählen könnte.</p>
<p><strong>Update:</strong> Zufällig gerade gefunden beim Neo-Blog <a href="http://ostarrichi.wordpress.com/2007/12/18/arigona-und-die-gackerl-flagge/" class="liexternal">ostarrichi</a> — solipsistisch, aber die eigene Logik kann einem manchmal ganz schön um die Ohren fliegen:</p>
<blockquote><p>Nun ist es so, dass die Grüne-Jugend Wien den Slogan eines Anti-Hundekot-Plakates von “Nimm ein Sackerl für mein Gackerl” zu “Nimm ein Flaggerl für mein Gackerl” auf der Österreichischen Flagge mit dem Untertitel “Wer Österreich liebt muss scheiße sein”. Abgesehen davon, dass die grünen Jungs damit bewiesen haben, dass zu allererst sie selbst scheiße sind, hat Arigona ja behauptet, dass die nicht in den Kosovo zurück will und hier in Österreich bleiben möchte, das Land, das sie angeblich zu Lieben gelernt hat, somit ist laut den Grünen Arigona scheiße und die Grünen unterstützen somit Scheiße.</p></blockquote>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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