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		<title>Wienwahl: 9 Parteivorstellungen und 1 Nichtwahl-Empfehlung</title>
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		<pubDate>Fri, 08 Oct 2010 01:03:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Wienwahl steht am Wochenende ins Haus - wird die SPÖ ihre absolute Mehrheit behalten? Und wer tritt überhaupt zur Wahl an? datenschmutz informiert ausgesprochen subjektiv.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wie immer auch die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wienwahl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wienwahl">Wienwahl</a> am Sonntag ausgegangen sein wird, ein Faktum steht schon jetzt, fernab von Wählerstrom-Analysen und Wahlkarten-Unwägbarkeiten mit unumstößlicher <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sicherheit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sicherheit">Sicherheit</a> fest: alle wahlwerbenden Parteien werden ein fantastisches Ergebnis erzielt haben und den Wählern für ihr großes Vertrauen gedankt haben. Die machen das immer so, siehe Steiermark! Ich kann mir das nur dadurch erklären, dass Politiker aus zartem Holz geschnitzt und nahe am Wasser gebaut sind, kurz: nicht mit Niederlagen umgehen können. Also gibt eben  keine und “wir machen uns die Welt wide-wide-wie sie uns gefällt!” Dennoch wär’ Pippi  Langstrumpf natürlich keine gute Politikerin gewesen, nicht nur Outfit-mäßig — einfach so daher sagen, was einem in den Sinn kommt, bringt ja in den meisten Parteien je nach Clubkultur basisdemokratische oder top-down-Probleme mit sich.</p>
<p>(Exkurs: Ausgenommen BZÖ und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fpoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FPÖ">FPÖ</a>, hier gehört völlig Abwesenheit von Eigenreflexion schließlich zur Politkultur. Ich bezeichne mich selbst als liberal, und dass einer der beiden Populistenvereine “freiheitlich” im Namen trägt, fügt der langen Liste unfreiwilliger Pointen eine neue hinzu. Und wenn, wie neulich bei ATV” Meine Wahl”, manche Seher Sylvia Saringer und Meinrad Knapp vorwerfen, die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fpoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FPÖ">FPÖ</a> respektive H.C. Strache anders als die anderen Parteien zu behandeln, dann kann ich nur sagen: diese Seher haben recht. Und Sylvia und Meinrad haben ebenfalls recht, denn die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fpoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FPÖ">FPÖ</a> ist keine “normale” Partei und sollte auch nicht wie eine solche behandelt werden. Das meine ich ganz und gar nicht sarkastisch, und im Gegensatz zum BZÖ wird es diesen Verein wohl leider noch länger geben. Deren Bodensatz-Auflesen der Unzufriedenheit, dieses Spiel hart an der Grenze zur gesetzlich verbotenen Verhetzung sollte bei *jeder* Gelegenheit als das vorgeführt werden, was es ist: eine zynisch-kalkulierte Groteske auf Kosten eines optimistischen Zukunftsbilds. Wenn die Versammlungen dieser nicht-islamischen Hassprediger einen Twitterwall hätte, sollte der Hashtag #widerlich lauten. Ende des Exkurses.)</p>
<p>Wahlempfehlungen sind ja sowas von Old Media, Foursquare eignet sich auch nicht so wahnsinnig toll für die Wahl-Vorberichterstattung, was also macht der tendenziell eher unpolitische Blogger? Er findet, dass Sie, liebe Wienerin, und Sie, lieber Wähler, idealerweise am kommenden Sonntag (oder vorher via Wahlkarte) wählen sollte, denn wie der Hip Hopper so schön sagt: “This is my city.” Also entscheiden Sie mit, machen Sie Ihr Kreuzerl wo immer sie wollen (idealerweise nicht bei FPÖ oder BZÖ, soviel negative Wahlempfehlung muss dann doch sein). Wer zuhause bleibt, darf nämlich nachher auch nicht jammern, und  nicht jammern zu dürfen, muss doch Schrecklich sein für alle Wiener. In diesem Sinne — wer steht zur Wahl? datenschmutz beschreibt für den fragmentierten Internet-Leser in aller gebotenen Kürze sämtliche wahlwerbenden Gruppierungen, wie sie auf der offiziellen <a href="http://www.wien.gv.at/wahlinfo/index.html" class="liexternal">Wienwahl-Seite</a> gelistet sind, aber selbstverständlich wesentlich tendenziöser — denn wie schon öfter erwähnt: ich bin kein Journalist und ich berichte nicht. Aber man macht sich halt so seine Gedanken, nicht wahr?<span id="more-23705"></span></p>
<h2 id="toc-plattform-direkte-demokratie">Plattform Direkte Demokratie</h2>
<p>Wer tritt an in der Schlacht um Wien? Neben den chancenreichen Parteien gibt es auch einige kleinere Gruppierungen, die sich um einen Einzug in den Wiener Gemeinderat bemühen. Grundsätzlich sehr sympathisch finde ich das zentrale Anliegen der <a href="http://www.demokratie.at/" class="liexternal">DEM — Plattform Direkte Demokratie</a>. Die Abkürzung PDD ist ja leider schon von der <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Partei_Deutscher_Demokraten" rel="nofollow" class="liwikipedia">Partei Deutscher Demokraten</a> belegt. Die existiert zwar nicht mehr, aber wollen wir hoffen, dass der nur im 22. Bezirk antretenden DEM ein ähnliches Schicksal erspart bleiben möge:</p>
<blockquote><p>Stets blieben Zweifel an der Arbeitsfähigkeit der Partei. Eine Statistik des Deutschen Bundestages wies Ende 1991 nur 15 Mitglieder auf. Im Jahr 2000 löste sich die Partei wieder auf.</p></blockquote>
<h2 id="toc-slp">SLP</h2>
<p>Wir wenden den Kopf etwas weiter nach links und stoßen — nur im Wahlkreis Brigittenau! — auf die Partei mit dem unbestritten längsten Namen und der kürzesten URL. Der vermutlich schlagkräftigste Treiber des Online-Wahlkampfs dürfte von der Kollateral-Traffic durch Tippfehler von NLP-Suchenden sein, allein ich fürchte: diese Zielgruppe konvertiert nicht. Aber wie auch immer, die <a href="http://www.slp.at/" class="liexternal">SLP — Sozialistische LinksPartei — Liste Rassismus schafft keine Jobs — Geld für Soziales statt für Banken und Konzerne</a> definiert sich zu einem beträchtlichen Grad über den Kampf gegen den Kapitalismus und scheint, auch ich mich der Forderung nach einer Mindestpension von €1.200 nur anschließen kann, eine wenig attraktive Alternative für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/unternehmer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Unternehmer">Unternehmer</a> zu sein:</p>
<blockquote><p>Kapitalismus bedeutet Umweltzerstörung und Chaos. Nachhaltigkeit und Wohlstand durch eine demokratisch geplante Wirtschaft, die von gesellschaftlichen Bedürfnissen und nicht von Aktienkursen &amp; Profiten bestimmt wird.</p></blockquote>
<h2 id="toc-lif">LIF</h2>
<p>Da würde selbst unter günstigsten wahlarithmetischen Bedingungen keine Koalition mit der Partei mit dem kürzesten Namen zustande kommen. Das <a href="http://www.liberale.at/" class="liexternal">LIF — Liberales Forum</a> tritt nicht in den Wahlkreisen Hietzing, Rudolfsheim-Fünfhaus und Döbling an, besorgte Stadtplaner befürchten ob kurzfristiger Verlängerung des Hauptwohnsitzes Massen-Emigrationen aus den genannten Bezirken. Aber irgendwie hat das LIF nie so richtig existiert, scheinbar das Schicksal einer jeden FPÖ-Abspaltung. Was uns gleich zur nächsten wahlwerbenden Gruppierung überleitete, wären da nicht noch Marx’ Erben:</p>
<h2 id="toc-kp">KPÖ</h2>
<p>Die Groucho-Partei, nein, nur Spaß, die <a href="http://wien.kpoe.at/news/" class="liexternal">KPÖ — Kommunistische Partei Österreichs — Linke Liste</a> differenziert sich von der SLP vermutlich vor allem dadurch, dass sie nicht nur Brigittenau antritt. Nicht nur optisch hat die Seite etwas sehr parodistisches, Listenplatz-2-Kandidat Refet Eskis Einfallslosigkeit ringt mir durchwegs ein Lächeln ab:</p>
<blockquote><p>Die Arbeiter und Bauern, die die Last der heutigen kapitalistischen Weltordnung tragen, und deren Probleme haben im Mittelpunkt zu stehen.</p></blockquote>
<p>Jo eh. De Landwirtschaft ist ein großer Thema. Aber zählen die Wissensarbeiter eigentlich auch zu den Arbeitern… irgendwie schon skurril, dass Leute noch Jahre nach dem Zusammenbruch des Kommunismus hartnäckig im demokratischen Kontext eine “neue gesellschaftliche Ordnung” propagieren.</p>
<h2 id="toc-bz">BZÖ</h2>
<p>So weit geht der parteiartige Kärntner Traditionsverein <a href="http://www.bzoe.at/" class="liexternal">BZÖ — Bündnis Zukunft Österreich — Liste Walter Sonnleitner</a> nicht. Vermutlich erscheinen derart hohe Ziele angesichts des Überlebenskampfs der eigenen Organisation auch eher sekundär, wollen die Akteure doch mit grandioser Hartnäckigkeit einfach nicht wahrhaben, dass Jörg Haider das Bündnis mit einem großen Crash nachhaltig aufgelöst hat, ganz im Gegensatz zu den mysteriösen Konten. Und damit kommen wir endlich zu den “richtigen” Parteien, wobei man über die nächsten zwei natürlich trefflich streiten könnte.</p>
<h2 id="toc-fp"><strike>FPÖ</strike></h2>
<p>Da wäre einerseits der grinsende Zahntechniker mit seinen Disko-Kumpels, der in seiner frühen Jugend von ein paar Ausländern mal so richtig ein paar aufs Maul bekommen haben muss. Warum die <a href="http://www.fpoe-wien.at/" rel="nofollow" class="liexternal">FPÖ — Freiheitliche Partei Österreichs</a> das an sich positive Attribut “freiheitlich” im Namen trägt, habe ich noch nie kapiert, da scheint der Schwenk auf “die soziale Heimatpartei” durchaus folgerichtig, zumal die Heimat ja national ist und man das Verbotsgesetz ja irgendwie umgehen muss. (Frage an die mitlesenden Juristen: Könnte mich die FPÖ klagen, wenn ich hier am Blog behaupten würde, dass vielleicht nicht Kickl, aber vermutlich einige andere, könnten sie, wie sie wollten, ihren Haufen doch lieber sozialistischnationale Partei als FPÖ nennen täten wollen würden? Ich glaube natürlich nicht, dass sie das wollen, wär mir auch zu riskant, sowas zu schreiben. Das ist alles rein hypothetisch und entbehrt jeglicher objektivierbarer Grundlage, ich kenne die Herren nicht mal persönlich. Und ginge das auf einem Blog dann unter “quasi-schurnalistische Freiheitlichkeit” durch oder würden mich Klagsfall die Roten oder Grünen supporten, weil ich’s dem Rechtsextremismus gezeigt haben würde und mit meinem Blog in die Kategorie “David gegen Goliath” — laut Christian Mikunda ein gut funktionierendes dramaturgische Script -, fallen würde, oder würde mich die SPÖ nicht unterstützen, weil sie lieber mit der FPÖ kopulieren möchte? Man fragt sich halt so Rechtsfragen als Blogger.)</p>
<h2 id="toc-grne">Grüne</h2>
<p>Da sind die Grünen schon ein wesentlich sympathischerer Haufen sesselklebender Berufspolitiker mit Kompetenzdefiziten — man kann ihnen nicht vorwerfen, dass sie gegen irgendwen hetzen würden. Außer gegen die FPÖ, und die hat’s nun wirklich verdient. Und ein bisschen gegen SUV-Fahrer. Und Leute, die eben nicht so richtig ins tief verinnerlichte “Mir-san-mir” Kumpelgefüge samt impliziter Werteordnung passen. Aber dass Top-Down Basisdemokratie einen so richtig zerreißen kann, musste die <a href="http://wien.gruene.at/" class="liexternal">GRÜNE — Die Grünen — Grüne Alternative Wien</a> ohnehin schon leidvoll in zwei Bezirken erfahren, also wollen wir nicht keine alternativen Heiltropfen in offene Wunden träufeln. Ein kanadischer Bekannter, der schon lange in Österreich lebt, hat mal zu mir gesagt: “Die Grünen sind wie der weltfremde Neffe aus Iowa: kurios, durchaus nett und umgänglich, kreativ, aber beruflich möchte man nicht mit ihm zu tun haben: zu eingefahrene Denkmuster.”</p>
<h2 id="toc-vp"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oevp/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ÖVP">ÖVP</a></h2>
<p>Kommen wir zu den beiden momentanen Koalitionsparteien, die eine Ebene höher über das ganze Land wachen und fürsorglich die Steuerreform hintan geschoben haben: eine Kröte anstatt des Wahlzuckerls könnte den Wiener Kollegen den Brei ver… jetzt hätt ich fast verscheißen geschrieben. Versalzen natürlich, versalzen! Um Gottes Willen. Wir sind hier ja nicht auf DerStandard.at. Aber zurück zum Sicherheitsbedürfnis: Marek will ihren Beitrag leisten. Und ja, eh: in Wien muss sich was ändern, der sozialistische Zustand ist keine Dauerlösung, vor allem nicht für den Wirtschaftsstandort Wien. Aber so sehr Häupl und seine Vasallen sich an die totale Alleinherrschaft gewöhnt haben mögen, sie machen gewiss nicht alles falsch. Und damit spiele ich keineswegs auf Wiens Platz 1 in der vielzitierten Lebensqualitätsliste an, denn diese Umfrage, das wird meist nicht dazugesagt, wird unter Top-Managern durchgeführt.</p>
<p>Muss man denn wirklich “Es geht auch anders” plakatieren? Das erinnert mich an einen Spruch, den österreichische Heranwachsende immer wieder zu hören bekommen: “Ich kann auch andere Saiten aufziehen!” Und dann gibt’s da noch dieses kleine Wörtchen im “Wertekanon”, das mich einfach nicht guten Gewissens die <a href="http://oevp-wien.at/" class="liexternal">ÖVP — Österreichische Volkspartei</a> wählen lässt:</p>
<blockquote><p>Wir verstehen uns als moderne christdemokratische Partei, als Partei des liberalen Rechtsstaats und einer offenen Gesellschaft. Wir bekennen uns zur ökologischen Nachhaltigkeit, zur  ökosozialen Marktwirtschaft und zu einem bürgernahen, sozialen und wirtschaftstarken Wien im Herzen eines geeinten Europas.</p></blockquote>
<p>Haben Sie’s gefunden? Ja, genau. “christ” meine ich. Ich verkneife mir jetzt eine Schimpftirade auf den Popen und seine schwachsinnigen Vasallen, aber demokratisch würd vollkommen reichen, echt jetzt. I’m all for liberalen Rechtsstaat und so, aber als überzeugter Agnostiker kann ich mit sehr viel mit Ethik, aber rein gar nix mit christlicher Moral anfangen. Religion und Politik sind wie Öl und Wasser: man kann schütteln und eine Mischung erzeugen, aber früher später hat die das natürliche Bestreben, sich wieder zu trennen. Ich will jetzt nicht so weit gehen zu behaupten, die Religion sei die Ölpest auf dem Meer der Politik, aber in einer einzigen Sache halt ich’s ganz mit der Bibel: sein Königreich ist nicht von dieser Welt — und damit Privatsache im genuinen Sinn des Wortes, aber Politik nun mal per definitionem nicht. Aber der “Schwarze <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pfeffer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pfeffer">Pfeffer</a> fürs rote Wien” hat was für sich: Alleinregierungen neigen nun mal zu Kontrollverlusten.</p>
<h2 id="toc-sp">SPÖ</h2>
<p>So, wir hätten also alle Parteien durch! Momenterl, da fehlt ja noch jemand! Bühne auf für “Bürgermeister Michael Häupl — einen echter Wiener”, der auch diesmal wohl kaum untergehen wird. Die <a href="http://2010.wien.spoe.at/" class="liexternal">SPÖ — Sozialdemokratische Partei Österreichs</a> setzt alles in Bewegung, sogar die U-Bahnen an Wochenendnächten. “Weil er Wien auch in schwierigen Zeiten sicher führt”. Sind sie denn besonders schwierig, die Zeiten? Ich habe schon bei einigen Wienwahlen mein aktives Stimmrecht ausgeübt, und soweit ich mich erinnere, war es immer unglaublich kritisch, ja geradezu an der Kippe: stets drohte die Absolute der Roten zu zerbröckeln: mal schienen die rechten Demagogen das fehlende Prozent abzubeißen, mal wirkte es, als könnten die Grünen mehr werden als Nicht-amtsführende-Stadträte von Häupls Gnaden. Aber geändert hat sich niemals nix. Wie muss Faymann, der alte Wiener Wohnungsstadtrat, diese Zeiten vermissen, als man Stadt– und Parteibudget noch kreativ balancieren konnte!</p>
<p>Nein, die SPÖ macht ihren Job nicht so schlecht. Aber sie würd ihn verdammt noch mal viel besser machen, wenn ein “Juniorpartner” ihr in den richtigen Momenten einen kleinen Stups (oder wenn nötig auch einen kräftigen Arschritt) gäbe. On y va, wie der Franzose sagt, “man wird sehen”.</p>
<p>Damit hätte ich meiner demokratischen Blog–<strike>Pflicht</strike>–Freiwilligkeit genüge getan und alle Parteien verlinkt (nur FPÖ und BZÖ natürlich mit nofollow). Eine Entscheidungshilfe kann ich Ihnen leider nicht geben: rot bedeutet weiter Stillstand (aber keineswegs den schlechtesten aller möglichen Stillstände), blau Hetzerei  und Populismus. Und wenn’s blöd geht, wird’s am Ende noch rot-blau. Wollen wir hoffen, dass das nicht passiert: rot-schwarz oder rot-grün wären mir persönlich bedeutend lieber, falls es mit der absoluten diesmal dann doch nicht klappen sollte.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>April, April und der ultimative Führerschein</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-04/april-april-und-der-ultimative-fuehrerschein/</link>
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		<pubDate>Thu, 01 Apr 2010 22:30:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[WordPress dreht die JPEG Unterstützung keineswegs ab, und Social Media Beratung bleibt bis auf weiteres ein freies Gewerbe - danke für Ihre Kommentare zu meinen 2010er-Aprilscherzen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wordpress/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WordPress">WordPress</a> wird auch weiterhin <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-04/wordpress-3-0-ohne-jpeg-unterstuetzung/" class="liinternal">JPEGs</a> “unterstützen” — obwohl das CMS mit dem Rendering ohnehin recht wenig zu tun hat, dieser Job obliegt schließlich dem Browser. Diesen absurden Beitrag habe ich aber nur online gestellt, um vom eigentlichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aprilscherz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aprilscherz">Aprilscherz</a> abzulenken: nein, Social Media Beratung wird kein <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-03/social-media-beratung-wird-reglementiertes-gewerbe/" class="liinternal">reglementiertes Gewerbe</a> und ich bin auch nicht Mitglied der Konzessions-Vergabe-Arbeitsgruppe. Noch nicht. <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog1.gif' alt="frog1 April, April und der ultimative Führerschein" class='wp-smiley' title="April, April und der ultimative Führerschein" /> </p>
<p>Aber den europäischen Computerführerschein gibt es ja tatsächlich. Doch aufgrund der vielen Auffahrunfälle, die vor allem von jungen Surfern verursacht werden, steht nun eine Neuregelung ins Haus. 56% aller geisterfahrenden IP-Pakete kommen von Jung-Usern, die ihren Computerführerschein erst höchstens zwei Jahre lang besitzen. Aufgrund dieser bedenklichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/entwicklung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Entwicklung">Entwicklung</a> hat sich die Europäische Kommission nun entschlossen, analog zum KFZ-Führerschein verschiedene Klassen einzuführen. Die endgültige Fassung des Dokuments sieht so aus (<em>zum Vergrößeren anklicken</em>):</p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/04/computerfuehrerscheinklassen.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[4161]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/04/computerfuehrerscheinklassen-600.jpg" alt="computerfuehrerscheinklassen 600 April, April und der ultimative Führerschein" title="Computerführerschein-Klassen" width="600" height="657" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<p><span id="more-4161"></span></p>
<p>Gerüchten zufolge soll die Version 2.0 des Hundeführerscheins ebenfalls stärker differenzieren — eine der Streitfragen war ja, welche Rassen denn grundsätzlich als gefährlofürchterlich einzustufen sind. Da die simple schwarz/weiß Einteilung aber kaum der schwanzwedelnden Praxis genügt, wollen Hundeexperten zukünftig zumindest unterscheiden zwischen Leichthunden mit max. 3kg Eigengewicht, Krafthunden mit bis zu 8 Beinen außer dem Schwanz und Krafthunden der Klasse C, mit denen andere als leichte Schlitten gezogen werden — die diesbezügliche Regelung könnte aber noch eine Weile auf sich warten lassen, näheres dazu demnächst hier auf datenschmutz.</p>
<p>Danke für Ihre Kommentare und Retweets; der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/1-april/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with 1. April">1. April</a> ist schließlich — nach meiner rein subjektiven Wertung — der wichtigste Tag im Blogosphären-Jahr, dicht gefolgt vom <a href="http://www.talklikeapirate.com/" class="liexternal">Talk-like-a-pirate Day</a> am 19 September. Da es in diesem Jahr generell recht viel Gejammer über 1.-April-Scherze gab (nicht speziell auf datenschmutz bezogen, sondern quer über die .de-Blogosphäre), hier noch meine persönlichen 5 Euro-Cents: wir Blogger nehmen uns und “es” 364 Tage in gewöhnlichen und 365 Tage in Schaltjahren ohnehin ernst genug, also wird wohl ein Tag für Blödeleien reserviert bleiben dürfen! Ich hab jedenfalls heute öfter als üblich vor dem Monitor laut auflachen müssen. <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/supercrazy.gif' alt="supercrazy April, April und der ultimative Führerschein" class='wp-smiley' title="April, April und der ultimative Führerschein" /> Ursprünglich hatte ich ja vor, über “Google Home View”, eine freiwillige fotografische Erfassung von privaten Wohnungen, zu schreiben. Aber da sind mir ZDF und Martin Sonneborn schon eine ganze Weile vor dem 1. April zuvor gekommen:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-04/april-april-und-der-ultimative-fuehrerschein/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Mir selber machen die 1.-April-Postings Riesenspaß, und auch wenn mir klar ist, dass man kaum einen “Schmäh”, wie die Wiener sagen, (er)finden dürfte, den *alle Leserinnen und Leser* uneingeschränkt großartig finden, so hoffe ich doch, zumindest ein wenig zur allgemeinen Erheiterung beigetragen zu haben. Jetzt bleiben ja glücklicherweise wieder 12 Monate Zeit, um den nächsten Hoax vorzubereiten. Mögen Sie den 1. April oder können Sie ihn nicht ausstehen? Haben Sie heute besonders gute oder schlechte 1.-April-Gags entdeckt, und wenn ja, welche?</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Twitter-News: @datadirt Nr. 1 in den Twem-Charts, @datenschmutz für .de-Tweets</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-08/twitter-news-datadirt-nr-1-in-den-twem-charts-datenschmutz-fuer-de-tweets/</link>
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		<pubDate>Wed, 26 Aug 2009 11:06:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit Montag steht datadirt an der Spitze der Twem Charts und ich haben endlich den Account datenschmutz für meine deutschsprachigen Tweets. Ein Anlass für ein paar Überlegungen zum Thema Twitter-Messbarkeit.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Erfreuliche News aus der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/microblogging/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Microblogging">Microblogging</a>–Welt: am Montag habe ich endlich den Account <a href="http://twitter.com/datenschmutz" class="liexternal">@datenschmutz</a> bekommen, den ich zukünftig statt @ritchie_tweets für meine deutschsprachigen Micro-Messages verwenden werde. Ich bin gerade dabei, allen Friends des alten Accounts zu folgen und hab mich über knapp 400 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/followers/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Followers">Followers</a> in den ersten zwei Tagen ziemlich gefreut <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Twitter News: @datadirt Nr. 1 in den Twem Charts, @datenschmutz für .de Tweets" class='wp-smiley' title="Twitter News: @datadirt Nr. 1 in den Twem Charts, @datenschmutz für .de Tweets" /> Aktuelle datenschmutz-Postings werden wie gehabt über den Feed-Account <a href="http://twitter.com/datenschmutzrss" class="liexternal">@datenschmutzrss</a> gepostet — ich bevorzuge die Trennung von “Human” und “RSS Accounts”. Außerdem bin ich mit meinem Haupt-Account <a href="http://twitter.com/datadirt" class="liexternal">@datadirt</a> (derzeit 33k Followers) seit Montag auf Platz 1 der <a href="http://www.twem.de/" class="liexternal">Twem-Charts</a> — Sascha Lobo sieht bloß noch den Hinterreifen meines Bikes.</p>
<p>Aber bei aller Freude über die Chart-Platzierung kann ich mir an dieser Stelle ein paar Anmerkungen zum Maßbändern, –stäben und –einheiten einfach nicht verkneifen. “What people know and what they say is like colorful sky,” habe ich mal den Purple Pro singen hören. Und in der Tat: Einerseits beschwören sämtliche Evangelisten den dialogischen Charakter von Web 2.0 Services, andererseits gilt es fast schon als anrüchig, wenn die Follower-Followed-Ratio bei 1:1 liegt. Den größten .at/.de/.ch Twitteraccount in punkto Followers habe ich mit über 30k schon eine ganze Weile. Aber an die Spitze der Twem–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/charts/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Charts">Charts</a> kam ich erst diese Woche, da ich mittlerweile aufgrund des rasanten Wachstums rund 17k mehr Followers als Friends habe.</p>
<p>Twem bezeichnet diese nicht-reziproke Gruppe als “Fans” und baut die Gesamtwertung auf dieser Differenz auf. Der Hintergedanke ist wohl, dass spammige Mass-Follow Accounts außen vor bleiben sollen, spricht mit 100k Followern und ebenso vielen Friends wäre man bei Twem ziemlich weit hinten. Aber spiegelt dieses Verfahren die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/twitter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Twitter">Twitter</a>-<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/realitaet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Realität">Realität</a> überhaupt wider? Nein, denn im Extremfall müssen sich Followers und Friends überhaupt nicht überschneiden — ein Tweeper könnte beispielsweise 100 anderen Usern folgen, während im selbst 200 andere Accounts folgen, von denen er keinen einzigen in der Timeline hat. Um die tatsächliche “non-reziproke Differenz” zu eruieren, müsste Twem also analog zum äußerst nützlichen <a href="http://dossy.org/twitter/karma/" class="liexternal">TwitterKarma</a> beide Listen komplett abgleichen, um auf die tatsächliche Anzahl der “Fans” zu kommen.</p>
<p>Diese Zahl entspräche zumindest eher der tatsächlichen Differenz, aber was sagt die eigentlich aus? Es handelt sich lediglich um ein Analogon zu klassischen Maßzahlen á la Reichweite oder Newsletter-Abonnenten. Genauso gut könnte man diese Zahl mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Quotient Followers durch Friends hoch Pi multiplizieren und das zweimal durch den Kehrwert des Prozentsatzes @-Replies durch ReTweets dividieren. Doch der Punkt ist: es gibt keine *richtige* Art, Twitter zu verwenden, sondern völlig unterschiedliche Nutzungs-Szenarien. Kann man einen über Twitter geposteten RSS-Newsfeed des Spiegel sinnvoll mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Twitter-Account von Nora X, 17, Webdesignerin aus <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Wuppertal, vergleichen? Ich denke nicht. Auch ReTweets sind spätestens, seit man sie en gros um Spottpreise einkaufen kann, keine sinnvolle Maßeinheit mehr.</p>
<p>Am ehestens würde sich zur indirekten Messung der Popularität die Click-Through-Rate von geposteten Fotos, Links, Videos etc. eignen, und zwar in Relation zur Zahl der Followers. Sprich: wenn Heinz Mustermann mit 100 Followern einen Link postet und 20 User drauf klicken, dann ist das mehr wert als Elise Musterfrau Aussendung an 500 Followers, von denen nur fünf neugierig auf den Inhalt sind. (Wenn allerdings Walter Spamberger einen Link an seine hunderttausend Followers verschickt, von denen auch nur ein Prozent drauf klickt, dann sieht die Sache in punkto “Mediawert” schon wieder ganz anders aus.) Mit anderen Worten: Während in grauer Web 2.0 Vorzeit, als Technorati noch funktionierte, beispielsweise der Zahl der Trackbacks der letzten 3 Monate tatsächlich einen gewissen Aufschluss über die Relevanz bestimmter Blogs lieferte, so betont jede Twitter-Hitparade und Wertung lediglich einzelne quantitative Aspekte, die recht wenig über die (dialogische) Qualität des jeweiligen Accounts aussagen. Außer im Fall von datadirt natürlich! <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Twitter News: @datadirt Nr. 1 in den Twem Charts, @datenschmutz für .de Tweets" class='wp-smiley' title="Twitter News: @datadirt Nr. 1 in den Twem Charts, @datenschmutz für .de Tweets" /> </p>
<p>Und noch mal ein kurzer Reminder: deutschsprachige Tweets gibt’s ab sofort unter <a href="http://twitter.com/datenschmutz" class="liexternal">@datenschmutz</a>, alle Blog-Updates unter <a href="http://twitter.com/datenschmutzrss" class="liexternal">@datenschmutzrss</a> und wer Englisch bevorzugt, wirft einen Blick auf <a href="http://twitter.com/datadirt" class="liexternal">@datadirt</a> respektive <a href="http://twitter.com/datadirtrss" class="liexternal">@datadirtrss</a>. Ich twittere über ähnliche Themen wie hier am Blog — sprich Social Web, Online Marketing, Gadgets und die üblichen Geekereien. Natürlich freu ich mich über neue Followers, außerdem interessiert mich brennend: was halten Sie von Microblogging-Landvermessungen und Twitter-Hitparaden?</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Meine ersten fotografischen Gehversuche in HDR</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-02/meine-ersten-fotografischen-gehversuche-in-hdr/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Feb 2009 20:47:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit dem High Definition Range entstehen aus herkömmlichen Landschaftsaufnahmen surrealistische Fantasielandschaften. HDR hilft aber auch dabei, fotografisch schwierige Situationen besser zu meistern, auch wenn diese Technik nur für unbewegte Motive in Frage kommt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wer mehr <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kontrast/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kontrast">Kontrast</a> will, muss interpolieren — und zwei Belichtungen sehen mehr als eine. So könnte man in etwa die Grundgedanken der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hdr/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with HDR">HDR</a>–Fotografie zusammenfassen: anstatt ein bestimmtes Motiv nur einmal aufzunehmen, werden vom selben Motiv  zwei oder mehr Fotos mit unterschiedlichen Belichtungen geschossen, die man später mittels geeigneter Software zu einem Gesamtbild zusammensetzt. Sinn und Zweck dieser Vorgehensweise ist die Erreichung eines höheren Kontrastumfangs, daher der Name “High Dynamic Range”. Das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ergebnis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ergebnis">Ergebnis</a> sieht dann beispielsweise so aus:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/02/hdr1.jpg" alt="hdr1 Meine ersten fotografischen Gehversuche in HDR" title="High Definition Range - HDR" width="520" height="358" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p><span id="more-3269"></span></p>
<p>Jeder Fotograf kennt Motiv-Situationen, bei denen unterschiedliche Bildteile eine hohe Helligkeitsdifferenz aufweisen. Häufig ist es bei Landschaftsaufnahmen etwa kaum möglich, sowohl den (bewölkten) Himmel als auch die eigentliche Landschaft zugleich richtig zu belichten: wählt man die Belichtungszeit so, dass die Landschaft richtig dargestellt wird, überstrahlt der Himmel — und umgekehrt säuft die Landschaft in unterbelichteten Flecken ab, wenn man mit einer kürzeren Zeit den Himmel und Wolken richtig aufs Bild bannt. Hier kann HDR große Vorteile bringen. Außerdem schätzen zahlreiche Fotografen den hyper– oder auch surrealistischen Gesamteindruck solcher Fotos.</p>
<p>Naturgemäß unterliegt diese Methode der Kontrastspreizung aber einigen gravierenden Einschränkungen, welche die Wahl potentieller HDR-Motive sehr stark einschränken:</p>
<ol>
<li>HDR-Aufnahmen eigenen sich nur für unbewegte Motive: die einzelnen Aufnahmen müssen völlig deckungsgleich sein, da ansonsten im Endergebnis sogenannte “Geisterbilder” auftauchen.</li>
<li>Aus der Anforderung der Deckungsgleichheit ergibt sich die Quasi-Unmöglichkeit, HDR-Aufnahmen aus der freien Hand zu schießen — ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/stativ/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Stativ">Stativ</a> ist Pflicht, idealerweise sollte man die Kamera via Fernauslöser betätigen, um minimale Verschiebungen durch das Antippen des Auslösers zu vermeiden.</li>
</ol>
<p>Diese Einschränkungen qualifizieren HDR-Setups vor allem für Landschaftsfotografien — hier sieht sich der Fotograf häufig mit stark unterschiedlich beleuchteten Bildteilen konfrontiert. Zahlreiche Spiegelreflexkameras, darunter auch meine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/eos/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with EOS">EOS</a> 40D, bieten von Haus aus die Möglichkeit, sogenannte Belichtungsreihen anzufertigen: dabei nimmt die Kamera beispielsweise drei Bilder auf, nämlich ein korrekt belichtetes und jeweils ein unter– bzw. überbelichtetes Foto. Der Grad der Abweichung lässt sich einstellen, für HDR-Zwecke empfehlen Profis eine Unter– bzw. Überbelichtungen von mindestens einer, besser noch eineinhalb Blendenstufen. Dabei sollte man mit einer konstanten Blende arbeiten und die Belichtungszeit variieren, um unterschiedliche Schärfentiefe-Verläufe der einzelnen Fotos zu vermeiden. Die automatische Belichtungsreihen-Funktion hat weiters den Vorteil, dass die Fotos unmittelbar nacheinander geschossen werden, was Probleme mit langsam bewegten Objekten (etwa den besagten Wolken) vermeiden hilft.</p>
<h2 id="toc-hdr-images-mit-photoshop-erstellen">HDR-Images mit Photoshop erstellen</h2>
<p>Die so entstandenen Fotos lassen sich mit entsprechender Spezial-Software weiterbearbeiten. Der hier werkelnde <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/algorithmus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Algorithmus">Algorithmus</a> ist um einiges komplexer als eine simple Transparenzmischung der Bilder, denn im Prinzip sollen über– und unterbelichtete Stellen durch Kombination aller Bildinfos möglichst eliminiert werden. Auch Photoshop bietet seit der Version CS2 eine integrierte HDR-Verarbeitung an, mit der man ohne weitere Plug-Ins erste Tests vornehmen kann. Die betreffende Funktion versteckt sich im Menü File -&gt; Automate -&gt; Merge to HDR: Der Importer erwartet eine Serie von Bildern, die in weiterer Folge zum HDR-Image zusammengesetzt werden. Dabei werden auch mehr als die beschriebenen drei Images pro Serie verarbeitet, in der Praxis fallen die Unterschiede jedoch so gering aus, dass in der Regel die Normalversion plus Über– und Unterbelichtungen völlig ausreichen. Optional lässt sich der vorgeschlagene Weißpunkt manuell anpassen, weitere händische Bearbeitungsschritte sind nicht erforderlich. Das resultierende Bild hat allerdings vorerst noch 32 Bit Farbtiefe — vor einer allfällige Weiterverwendung für den Web– oder Printeinsatz muss daher eine Umrechnung auf die üblichen 16 RBG-Bits erfolgen (Image -&gt; Mode), für die Photoshop verschiedene Verfahren anbietet — “Exposure and Gamma” dürfte in den meisten Fällen ausreichen (Tipp: zuerst den gewünschten Gamma-Wert einstellen, dann die passende Exposure dazu wählen), “Local Adaption” bietet über die Manipulation der Tonwertkurve die flexibelsten Einstellmöglichkeiten. In vielen Fällen wird man das fertige Bild zusätzlich mit einem Farbverlaufs-Layer mergen, etwa um das Blau des Himmels deutlicher herauszuarbeiten oder ein Bild stark zu entfremden:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/02/hdr3.jpg" alt="hdr3 Meine ersten fotografischen Gehversuche in HDR" title="hdr3" width="520" height="347" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Mehr Informationen zum High Dynamic Range Verfahren und weiterführenden Links bietet dieser <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/High_Dynamic_Range" rel="nofollow" class="liwikipedia">Wikipedia-Artikel</a>. Grundsätzlich sollte man für HDR-Kompositionen die Raw-Daten heranziehen und nicht mit verlustbehafteten Formaten wie JPEG arbeiten. Allerdings lassen sich mittels der algorithmischen HDR-Magie auch ohne weiteres zwei völlig unterschiedliche Fotos zusammenfügen — ein ähnliches Ergebnis erreichen geübte Photoshop-Artisten zwar auch mittels klassischem Layer-Blending, das dauert aber wesentlich länger:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/02/hdr2.jpg" alt="hdr2 Meine ersten fotografischen Gehversuche in HDR" title="hdr2" width="520" height="347" style="border:1px solid gray;" /></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Neues Gadget: Webcam mit Autofokus</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-10/neues-gadget-webcam-mit-autofokus/</link>
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		<pubDate>Wed, 01 Oct 2008 08:01:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Logitech 9000 Webcam besticht mit Autofokus und Carl Zeiss Objektiv - zwei Features, die man bei den Aufnahmen in punkto Schärfe massiv viel Sinn machen. Allein das eingebaute Mikro rechtfertigt den ohnehin recht niedrigen Anschaffungspreis.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/illu9000-1222814491.jpg" alt="illu9000 1222814491 Neues Gadget: Webcam mit Autofokus" title="illu9000" width="250" height="191" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Eigentlich wollte ich mir die Logitech Quickcam Pro 9000 ja im Elektronikgroßmarkt besorgen, aber fast 40 Euro Preisdifferenz zwischen Laden– und Amazonpreis waren mir die fünf Tage Wartezeit allemal wert. Heute kam das gute Teil an, also flugs installiert, angeschlossen und ausprobiert. Fazit: Durchaus eine gravierende Verbesserung im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vergleich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vergleich">Vergleich</a> zur Creative–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/webcam/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Webcam">Webcam</a>, die ich vorher verwendet hab.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=httpwwwusbsti-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=B000U1IX76&#038;fc1=222222&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=4A748A&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;margin-top:5px;margin-left:9px;float:right;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Die Bildwiederholrate könnte höher sein, außer der Auflösung habe ich aber keine diesbezüglichen Softwareeinstellungen gefunden. Zwar sind die fps theoretisch abhängig von der Systemleistung, aber daran kann’s in meinem Fall nicht scheitern — und die Umschaltung von HD auf 640 mal 480 brachte auch nur eine geringfügige Änderung, recht viel mehr als 15fps werden’s einfach nicht. Schade, denn mit einer Standard-PAL-Rate wär die Logitech-Cam ein vollwertiger Ersatz für den vergleichsweise umständlichen Camcorder. Für Youtube Clips ist die Qualität aber allemal mehr als ausreichend. Dank Autofokus und Carl Zeiss objektiv ist die 9000er für Video-Telefoneure und Quick-and-Dirty Video-Podcaster wie mich derzeit sicherlich die beste Wahl. Allerdings muss man sich darüber im Klaren sein, dass die meisten Videochat-Programm durch die Komprimierung der Daten den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hardware/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hardware">Hardware</a>–Schärfevorteil locker wieder zunichte machen — der Gesprächspartner hat also meist wenig von der exzellenten Qualität, aber wenigsten sieht man sich selbst am eigenen Monitor gestochen scharf <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Neues Gadget: Webcam mit Autofokus" class='wp-smiley' title="Neues Gadget: Webcam mit Autofokus" /> </p>
<p>Sehr überrascht war ich von der exzellenten Qualität des eingebauten Mikrophons. Für kurze Videoblogeinträge kann mein Shure-Mikro zukünftig jedenfalls im Schrank bleiben. Bei Youtube fällt der Unterschied zwischen der Creative-Cam und der S9000 videocodec-bedingt weniger ins Gewicht, bei Vimeo sieht man die Unterschiede dagegen deutlich:</p>
<div align="center"><object width="520" height="392"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=1853828&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=1853828&amp;server=vimeo.com&amp;show_title=1&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="520" height="392"></embed></object><br /><a href="http://vimeo.com/1853828?pg=embed&amp;sec=1853828" class="liexternal">Testing my new webcam…</a> from <a href="http://vimeo.com/user668442?pg=embed&amp;sec=1853828" class="liexternal">datadirt</a> on <a href="http://vimeo.com?pg=embed&amp;sec=1853828" class="liexternal">Vimeo</a>.</div>
<p>Alles in allem ein lohnender Kauf — eine mittelmäßige Webcam kostet auch an die 40 Euro, wer einen Zwanziger drauflegt, bekommt für sein Geld eine problemlose Cam, die dank ihres Universalhalters sowohl Laptop– als auch LCD-Monitor-tauglich ist — two thumbs up! Microsoft macht die besten Tastaturen und Mäuse, Logitech die derzeit beste Webcam und Creative… Creative baut halt Soundkarten für Computerspieler. Ist doch auch was!</p>
<h3 id="toc-logitech-quickcam-pro-9000-bei-amazon"><a href="http://www.amazon.de/gp/product/B000U1IX76?ie=UTF8&#038;tag=httpwwwusbsti-21&#038;linkCode=as2&#038;camp=1638&#038;creative=6742&#038;creativeASIN=B000U1IX76" class="liexternal">Logitech QuickCam Pro 9000</a><img src="http://www.assoc-amazon.de/e/ir?t=httpwwwusbsti-21&#038;l=as2&#038;o=3&#038;a=B000U1IX76" width="1" height="1" border="0" alt=" Neues Gadget: Webcam mit Autofokus" style="border:none !important; margin:0px !important;" title="Neues Gadget: Webcam mit Autofokus" /> bei <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/amazon/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Amazon">Amazon</a></h3>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Wahl.Qual: H.C. Haider vs. Jörgl Strache</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-08/wahlqual-hc-haider-vs-joergl-strache/</link>
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		<pubDate>Thu, 21 Aug 2008 09:11:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<guid isPermaLink="false">http://blog.datenschmutz.net/?p=2607</guid>
		<description><![CDATA[Wenn's vorne juckt und hinten beißt - nimm Klosterfrau Melissengeist! Oder die FPÖ und das BZÖ im Doppelpack - doch vorher müssen Jörg Haider und H.C. Strache ihre nicht-inhaltlichen Differenzen beim Käfigmatch austragen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/morph5-150x150.jpg" alt="morph5 150x150 Wahl.Qual: H.C. Haider vs. Jörgl Strache " title="strider" width="150" height="150" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid gray;" />Die Volksfronten des kleinen Mannes machen ernst. Musste man sich früher bloß vor einem rechten Lager in Acht nehmen, droht nun doppelte Ungemach. Beim rechtsaußen Local-Celebrity Deathmatch zählt sogar ein linker Schwinger, ohnehin ruht kein Blick auf der Gegend oberhalb der Gürtellinie. Sympathisanten der nationalen EU-Befreiungsfronten und des mir-san-mir Kulturbewahrertums erleichtert Österreichdiezeitung dankenswerterweise die Auswahl. Jene bunte Tageszeitung dürfte “Opa aller Kanzler” Dichand aber ein Dorn im Auge sein: er gibt schließlich diesem Land die <strike>randständige</strike> anständige Zeitung, die es verdient, während Wolfi Fellner anständig damit verdient, dass er diesem Land eine Zeitung gibt, die es nicht verdient hätte. Während also Krone und Heute aus allen Rohren mit Faymännern auf schwarze Spatzen schießen, frug ein Vasall der Konkurrenz beim Original und seiner Karikatur vor einigen Tagen genauer nach und bastelte daraus ein Fihtscha (sprich: feature). Die Kronprinzen rechter Lebensführung hatten je 10 Fragen zu beantworten und es zeigte sich: die berühmte Engstirnigkeit der rechten Gesinnung lässt offensichtlich nicht mal genug Spielraum für Schein-Differenzierung!</p>
<div style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;width:350px;"><object width="350" height="281"><param name="allowfullscreen" value="true" /><param name="allowscriptaccess" value="always" /><param name="movie" value="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=1556284&amp;server=www.vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" /><embed src="http://www.vimeo.com/moogaloop.swf?clip_id=1556284&amp;server=www.vimeo.com&amp;show_title=0&amp;show_byline=0&amp;show_portrait=0&amp;color=4a748a&amp;fullscreen=1" type="application/x-shockwave-flash" allowfullscreen="true" allowscriptaccess="always" width="350" height="281"></embed></object><br /><a href="http://www.vimeo.com/1556284?pg=embed&amp;sec=1556284" class="liexternal">The official Jörg H.C. Haider-Strache Video</a> from <a href="http://www.vimeo.com/user668442?pg=embed&amp;sec=1556284" class="liexternal">datadirt</a> on <a href="http://vimeo.com?pg=embed&amp;sec=1556284" class="liexternal">Vimeo</a>.</div>
<p>Dazu muss ich eine Anekdote erzählen: als ich anno domini 1995 in Graz Technische Physik studiert, kam Jörgl zu Besuch, um am Jakominiplatz für seine Ausländerfeindlichkeit zu werben. Der Uhrzeit gemäß — 10 am Vormittag — bestand das Publikum quasi exklusiv aus Pensionisten, was der smarte Populist sofort messerscharf erkannte. Aufgrund unerwarteter Explosionen im Chemielabor war uns eine Vorlesung ausgefallen (vielleicht haben wir auch nur geschwänzt, um im Notfall eingreifen zu können), wir hatten also das Vergnügen, zu fünft den Altersschnitt der rund 200 Anwesenden beträchtlich zu senken. Der Jörgl drosch ordentlich auf die Studentenschaft ein, verbal zumindest: “Diese Schmarotzer sollen mal was arbeiten!” Zustimmendes Murren-Nicken der Pensionisten. Wir begannen spontan Gegenparolen zu intonieren wie “Diese Nazis solle mal 0 Prozent bekommen!” Missbilligende Gesichter wandten sich in unsere Richtung, der dunkle Herrscher des Ulrichsbergs hatte eine Personifizierung für seinen blutsaugenden, gesellschaftsschädigenden Studenten-Archetypus gefunden.</p>
<p>“So wie die da drüben — die sollten in der Vorlesung sein”, hetzte er. Und wäre der Großteil des Publikums nicht so fußlahm gewesen, dann hätte ich spätestens jetzt Angst vor einem spontan gebildeten Lynchmob bekommen. “Seien Sie doch froh, dass Ihnen überhaupt jemand unter 60 zuhört”, rief ich ihm noch zu, dann drehten wir uns um und gingen, moralische Sieger einer Auseinandersetzung, an die mich besagtes <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a>–Fragespiel erneut erinnerte. Denn zu Punkt 3 <em>Schaffen Sie die Studiengebühren ab?</em> antwortet Haider:</p>
<blockquote><p>Ich heiße Haider, habe alle meine Wahlversprechen auf Punkt und Beistrich eingehalten. Ich verspreche aber die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/abschaffung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Abschaffung">Abschaffung</a> der Studiengebühren nicht, weil ich meine, dass auch Studenten ihren Beitrag für die Allgemeinheit leisten sollen.</p></blockquote>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/f-haider1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2607]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/f-haider1-300x204.jpg" alt="f haider1 300x204 Wahl.Qual: H.C. Haider vs. Jörgl Strache " title="f-haider1" width="300" height="204" style="float:right;margin-top:3px;margin-left:9px;border:1px solid orange;" /></a>Warum dieser Akademikerhass, lieber Herr Ex-Universitätsassistent? Was für ein Beitrag soll den das bitteschön sein? Diese Gebühren, die gerade mal die Kosten ihrer Eintreibung decken, belasten die ohnehin meist finanziell prekäre Situation der meisten Studenten zusätzlich, halten Maturanten vom Studium ab, sorgen dafür, dass mehr nebenher (schwarz) gearbeitet werden muss… Sollten wir nicht lieber den Akademikerschnitt heben, die Studiendauer verkürzen und den gern zitierten Slogan von der zentralen Stellung des Wissens in der Wissensgesellschaft ernst nehmen? Ich bin ja froh, dass in Kärnten die Kleinsten schon gratis in den Kindergarten dürfen, aber Studenten geben Fünfjährige ausspielen ist noch weit unter Kindergarten-Niveau. Schon blöd, dass im rechts-sozialistischen Paradies auf Erden mitten in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/klagenfurt/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Klagenfurt">Klagenfurt</a> diese Schmarotzer Uni steht — aber für die zahlt zum Glück ja eh der Bund. Steht der Name Haider gar für Kostenwahrheit der Studiengebühren? Sollen die Studenten künftig endlich mehr Beiträge leisten und ihre Lektoren pro Stunde bezahlen? Straches Antwort zeugt hingegen davon, dass er durchaus mit Wählern aus der Studentenschar spekuliert:</p>
<blockquote><p>&gt;Die Studiengebühren sind nicht wie versprochen den Studierenden zugute gekommen. Eltern und Studenten wurden abgezockt. Studiengebühren abschaffen.</p></blockquote>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/f-strache1.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[2607]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/f-strache1-300x204.jpg" alt="f strache1 300x204 Wahl.Qual: H.C. Haider vs. Jörgl Strache " title="f-strache1" width="300" height="204" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid gray;" /></a>Bei allen anderen Fragen sind die Antworten fast beängstigend wortgleich ausgefallen — der Unterschied zwischen BZÖ und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fpoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with FPÖ">FPÖ</a> liegt übrigens darin, dass aus der Sicht der einen die jeweils andere Partei gar keine Verantwortung übernehmen will/kann und nicht zu ihren Versprechen steht. Und Haider will primär rot/schwarz verhindern, während die EU-Diktatur Straches größte politische Sorge ist. Ansonsten streiten beide munter weiter um die Gunst der männlichen Bevölkerung unter 1,50 Körpergröße (der sogenannten <strong>kleinen Männer</strong>) Cool wär übrigens auch mal ein Cagefight, um ein für allemal zu entscheiden, wer die wiedervereinte empörte Volksfront des kleinen Mannes unter neuer Farbgebung (kack-beige?) in die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> führen darf.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Sprach.Splitting: von GeschlechterInnen-DifferenzInnen</title>
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		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 12:01:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Liebe Leserschar, wir müssen mit wenig Trauer bekannt geben, dass das datenschmutz Binnen-I (Stichwort: Gender, Sprachsplitting) heute von uns gegangen ist.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/binnen-i.jpg" alt="binnen i Sprach.Splitting: von GeschlechterInnen DifferenzInnen" title="binnen-i" width="150" height="90" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid gray;" />Im Englischen hätten wir dieses Problemchen nicht, eh klar: aber die Tschörmän Flexion zieht überall einen Geschlechtslayer ein und unterscheidet etwa zwischen Schornsteinfeger und Schornsteinfegerin. Weil <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sprache/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sprache">Sprache</a> ein wesentlicher Teil der Weltwahrnehmung ist, fordern Femis schon lange eine inklusive Form, und weil die permanente Doppel-Aufzählung suckt, erblickte das sogenannte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/binnen-i/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Binnen-I">Binnen-I</a> (SchornsteinfegerIn) das Licht der Welt.</p>
<p>Denn Sexismen seien tief in der Sprache verwurzelt, so die Befürworterinnen. Diese Sichtweise stößt aber auch bei vielen Ladies auf wenig Begeisterung; das sogenannte “Binnen-I” mache Texte schwerer lesbar und “hässlicher”, ist ein oft gehörtes Argument, dass die wahren Probleme anderswo lägen ein weiteres. </p>
<p>Ich bin ja ein Kind der linken Uni-Sozialisation, wo die Kategorie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gender/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gender">Gender</a> schon vor Jahren das biologische Geschlecht — zumindest nach <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Willen der ProtagonistInnen — ersetzt haben sollte. Im journalistischen Bereich (außer vielleicht beim Standard, dort habe ich nie gearbeitet) ist das Binnen-I in .at meist unerwünscht, hier auf datenschmutz habe ich ja die Freiheit, selbst zu entscheiden. Bislang habe ich den eingeschobenen Großbuchstaben hier am <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blog">Blog</a> immer verwendet, aber inzwischen geht’s mir damit wie mit manchen Lebensmitteln, die man früher gern mochte, und die einem plötzlich gar nicht mehr schmecken.</p>
<p>Von meiner hochgeschätzten LeserInnenSchaft habe ich außerdem sporadisch Feedback zum <a href="http://fritzthomas.com/overall/fun-overall/233-binnen-i-be-gone-extension-fur-den-firefox/" class="liexternal">Binnen-I</a> erhalten, und zwar ausschließlich negatives… Und als Bernd mir letztens das <a href="https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/6822" class="liexternal">Binnen-I be gone Plugin für Firefox</a> zeigte, kam ein langer Nachdenkprozess zu einem rapiden Ende: kein Binnen-I mehr auf datenschmutz. </p>
<p>Falls jemand Lust hast, einen reverses <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plugin/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plugin">Plugin</a> zu schreiben (Binnen-I come in), kann sie oder das ja gerne tun: da für die meisten Readers (haha, ausgetrickst) aber die Split-Form wohl eine permanente Annoyance darstellt, beuge ich mich gern den Wünschen meiner Leserschar und spreche die magische <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/formel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Formel">Formel</a>:</p>
<p><em>Lirum larum literarischer Stil /<br />
weil das Binnen-I Ihnen nicht gefiel /<br />
nimmt’s der Trainer aus dem Spiel.</em></p>
<p>Ich hätte ja vermutet, dass man sich irgendwann so sehr dran gewöhnt hat, dass früher oder später eher das fehlende I den Lesefluss stört… aber für Nicht-Muttersprachler erhöht es gewiss die Schwierigkeit. Und um mein feministisch geprägtes Gewissen ein für allemal zu beruhigen, frag ich an dieser Stelle nochmal nach:</p>
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<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Blogistan Panoptikum KW31 2008</title>
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		<pubDate>Thu, 07 Aug 2008 22:07:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[blogging mit WordPress]]></category>
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		<category><![CDATA[Wochenrückblick]]></category>

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		<description><![CDATA[Andrea Pininfarina verstarb im Alter von 50 Jahren, und anstatt des größtes Autodesigners aller Zeiten zu gedenken, streiten bloß alle rum - und zwar über Nichtigkeiten. Aber das gehört wohl zur Blogosphäre wie die Käsekrainer in die Gurkenkaltschale.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/08/druff3-1218388346.jpg" alt="druff3 1218388346 Blogistan Panoptikum KW31 2008" title="druff3" width="150" height="98" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid gray;" />Ideen kann jeder haben, aber in der Umsetzung liegt die Würze. Meint zumindest <a href="http://www.oreillynet.com/onlamp/blog/2005/08/ideas_are_just_a_multiplier_of.html" class="liexternal">Derek Sivers</a>, der dieser Tage seine Weltformel am O’Reilly Blog veröffentlichte. Ansonsten sind die Themen in dieser Woche Tod und Streit, also nicht gerade das fröhlichste <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogistan/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with blogistan">Blogistan</a>–Panoptikum aller Zeiten, dafür aber eines der längsten: Andrea Pininfarina verstarb, Kinder versterben angeblich an Überraschungseiern, Yatil streitet mit Oliver über die passende Webmontags-Organisationsplattform und Klaus streitet mit der Air Berlin über den Playboy.</p>
<h2 id="toc-stryte-der-woche-webmontag-wien-vs-mixxt">Stryte der Woche: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/webmontag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Webmontag">Webmontag</a> Wien vs. Mixxt</h2>
<p>Yatil will den <a href="http://yatil.de/Weblog/webmontag-mixxt-up" class="liexternal">Webmontag nicht auf Mixxt</a> sehen, zumindest nicht die Wiener Version — und hat einen sehr ausführlichen Beitrag geschrieben, in der erklärt, warum er für offene Netzwerke und zugängliche Webseiten votiert; da kann man nix gegen sagen. Außer vielleicht, dass eine unglaublich lange und ausschweifende Diskussion über die passende Organisationsplattform für einen Event, den in Wien grade mal 30 Hanseln heimsuchen, ziemlich typisch ist für das selbstverliebte Über-Ego der Web 2.0 Szene. Aber vielleicht werden auch nur langsam alle unentspannter, weil’s mit den Investoren nicht mehr so recht klappen will… (Hey, ihr da draußen: wie wär’s mit dem 10. Localized Social Network?)</p>
<p>Trotzdem bin ich ja ein großer Freund der erhitzten Diskussion, nur leider leidet auch Yatil unter einem scheinbar typischen Syndrom der deutschen Blogosphäre: sobald die Diskussion interessant wird und/oder dem/der Autorin die Argumete ausgehen, dreht er — so schnell kannste gar nischt gucken — die Kommentarfunktion ab. I’m not loving it.</p>
<p>PS: Ich würd die Webmontag-Sache über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a> abwickeln. Eine Gruppe und ein Event pro Webmontag — und gut is. Keine Extraanmeldung, super-accessible, leicht zu bedienen. Und dass die einzelnen Webmontage in verschiedenen Städten überhaupt nicht miteinander kommunizieren, seh ich nicht gerade als das erstrebenswerte Killer-Feature an.</p>
<h2 id="toc-kindstod-durch-ein-berraschungseier">Kindstod durch ein Überraschungseier</h2>
<p>Die Kinderkommission des deutschen Bundestags hasst anscheinend ihre Schutzbefohlenen, deswegen will sie aufgrund des erhöhten Sicherheitsrisikos nun unter anderem das <a href="http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,570548,00.html" class="liexternal">Wunderei verbieten</a>: </p>
<blockquote><p>Jegliche Kombination aus Nahrungsmitteln und Spielzeug solle verboten werden, heißt es nach Angaben der “Welt” in einer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/empfehlung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Empfehlung">Empfehlung</a> gegen “Sicherheits– und Gesundheitsrisiken für Kinder im Alltag”. Dazu gehören nach Ansicht des Kommissionsmitglieds Miriam Gruß (FDP) auch Cornflakes mit Spielzeug. “Kinder unterscheiden nicht zwischen Spielzeug und Nahrungsmitteln”, argumentiert sie. Konkrete Unfallzahlen mit verschluckten Plastikfiguren habe Gruß aber nicht vorgelegt, berichtet die Zeitung.</p></blockquote>
<p>Wo sie recht hat, hat sie recht: ich konnte mit 5 noch nicht mal annähernd zwischen Lego und Manner Schnitte unterscheiden. Ständig hab ich Klötzchen gefressen und Burgen aus Waffeln gebaut…</p>
<h2 id="toc-andrea-pininfarina-verstorben">Andrea Pininfarina verstorben</h2>
<p>Andrea Pininfarina, (Auto) Designerlegende, verstarb am 7. August bei einem Autounfall in seiner Heimatstadt Rom. Pininfarina designte nicht nur so gut wie alle Ferrari, Maserati (und die meisten erfolgreichen Fiat) Modelle, seine Karosserie-Firma gehört zu den bedeutendsten Industriebetrieben Italiens. Der geniale Designer war mit seinem Vespa Scooter am Weg zur Arbeit, als er mit dem 78jährigen Giuliano Salmi kollidierte, der einem ausladendem LKW auswich und dabei die Vespa übersah. Pininfarina hinterlässt drei Kinder. Wer mehr über das Leben jenes Mannes nachlesen möchte, der unsere Vorstellung von Sportwägen stärker geprägt hat als jeder Großkonzern, findet auf der zugehörigen <a href="http://www.mahalo.com/Andrea_Pininfarina" class="liexternal">Mahalo Page</a> einige spannende Links.</p>
<h2 id="toc-ich-lass-mich-doch-nicht-bersetzen">Ich lass mich doch nicht übersetzen</h2>
<p>Seit kurzem übersetzt <a href="http://mloovi.com/" class="liexternal">mloovi</a> RSS-Feeds, und dazu müssen keinerlei indische Translatoren Überstunden machen: die Seite zapft einfach Google an, indem sie ein simples from-to-interface drüberstülpt. Eric Cartman würde vermutlich sagen “this is bullcrap”, denn was dabei rauskommt, entbehrt jeglichen Sinns, ist aber durchwegs unterhaltsam zu lesen, etwa mein Beitrag über meine Lieblingsgottheit:</p>
<blockquote><p>In the year of polytheism not want such matters to be undertaken lightly taken shoulders. But if in doubt find a à la carte menu from which all the right order of courses for personal salvation rauspickt, I find all sympathetic than Dogmatismen: it does not have the body of Christ. In this respect I am also very pleased when John asked me if I was a review of my favourite deity for the polytheism blog written.</p></blockquote>
<p>Nein, I’m not a review. Übersetzer müssen demnächst jedenfalls nicht um ihre Arbeitsplätze fürchten.</p>
<h2 id="toc-die-wichsvorlagen-affre-titten-im-flieger">Die Wichsvorlagen-Affäre: Titten im Flieger</h2>
<p>Selbige können im Handumdrehen (naja, vielleicht nicht direkt Umdrehen) zum Quell der Diskussion über die Akzeptanz nackter Brüste in verschiedenen Kulturkreisen werden. Klaus Werner fand den <a href="http://klauswerner.com/2008/07/airberlin-boardservice-mit-wixvorlage/" class="liexternal">Playboy</a> im Flieger gar nicht lustig und beschwerte sich über intrusive “Wichsvorlage”, und dann kam Post vom Herrn <a href="http://klauswerner.com/2008/07/post-von-playboy/" class="liexternal">PB</a> Chefredakteur, der natürlich denkt, es handle sich um eine Spitze gegen sein Elaborat — dabei will Klaus bloß allein reisende Mütter vor nackten Brüsten schützen. Was <a href="http://www.neelaa" class="liexternal">Neelaa</a> wohl dazu sagen würde? Die hat nämlich gerade festgestellt, dass der gute alte Kafka Franzi seine <a href="http://www.neelaa.at/2008/08/kafkas_wichsvorlagen.html" class="liexternal">Wichsvorlagen</a> nicht im Flieger, sondern brav im dunklen Kammerl konsumierte.</p>
<h2 id="toc-zeit-mir-deine-chromosome">Zeit mir deine Chromosome…</h2>
<p>…und ich sage dir dein Geschlecht. Oder zeig mir dein Browserhistory, das reicht nämlich <a href="http://www.mikeonads.com/2008/07/13/using-your-browser-url-history-estimate-gender/" class="liexternal">auch</a>. [via <a href="http://www.helge.at/2008/08/ich-bin-zu-97-prozent-maennlich/" class="liexternal">Helge</a>] Das ganze ist kein Joke, sondern verwendet statistische Daten:</p>
<blockquote><p>So what I did is I modified the SocialHistory JS so that it polled the browser to find out which of the Quantcast top 10k sites were visited. I then apply the ratio of male to female users for each site and with some basic math determine a guestimate of your gender. The math is really quite simple, I just take:<br />
1 / (1 + r_1 * r_2 * … * r_n)<br />
where p_i is the ratio of men-to-women for the specific site. For example, if you had been to two sites that had a 2–1 ratio of men to women, the probability of you being female would be:<br />
1 / (1 + 2 * 2) = 1/5 = 20%</p></blockquote>
<p>Alles klar? Helge, der alte Macho, ist zu 97% männlich. Ich dagegen bin privat zu 103% männlich und in der Arbeit fast eine halbe Frau (Kommt wohl daher, dass ich online immer so freundlich zu allen bin.)</p>
<h2 id="toc-d-el-i-cio-u-s-we-miss-you">D.el.i.cio.u.s we miss you</h2>
<p>Nach harten Jahren des erfolglosen Versuchs, der eigenen Userbasis die originelle Punktierung der Domain beizubringen, hat delicious diese Woche schließlich das Handtuch geworfen: Die <a href="http://delicious.com/" class="liexternal">tastiest bookmarks on the web</a> schauen ab sofort hübscher aus, werden von Symfony angetrieben — und sonst hat sich zum Glück nix geändert.</p>
<h2 id="toc-die-seo-news-der-woche">Die SEO-News der Woche</h2>
<p><a href="http://eikyo.de/2008/08/05/erfolg-des-community-management/" class="liexternal">Eikyo</a> bedankt sich bei Beeline Labs für nichts respektive für deren vollkommen überflüssige Community-Studi, <a href="http://www.sistrix.de/news/786-indexwatch-07-2008.html" class="liexternal">Cpt. Sistrix</a> zeigt Google-Trends auf und Janik führt einen aussichtslosen Kampf gegen <a href="http://www.janik.cc/webdesigner-blog/2008/08/linkgeiz/" class="liexternal">Linkgeiz</a>; das Anfangsstatement stellt die Sache allerdings gröbstens vereinfacht dar:</p>
<blockquote><p>Google sieht, dass man auf gute Internetseiten verlinkt und deshalb die Wahrscheinlichkeit höher ist, dass man selbst eine gute Seite hat, da man sich anscheinend auskennt.</p></blockquote>
<p>Nene — so einfach isses nicht. G wertet die gesamt Linkstruktur aus; ansonsten würd’s ja reichen, mit einer neuen Seite auf heise, zdf und den deutschen Bundestags zu verlinken — und Boing. Tja, schön wär’s… auf <a href="http://www.webdesign-in.de/mts/eigentor-nofollow/" class="liexternal">Webdesign-In</a> gibt’s zum selben Thema einen wesentlich differenzierteren Artikel. Eine kleine Anmerkung dazu: Page Rank Sculping wurde hierzulande grundsätzlich missverstanden… das macht nur Sinn in Kombination mit einer durchdachte Anti-Duplicate-Content Strategie: und in dieser Hinsicht gibt’s bei WP auch keinen Königsweg, es hängt rein davon ab, was man erreichen möchte: sollen die Kategorieseiten, die Tag-Übersichtspages oder doch die Einzelartikel die beste Platzierung abbekommen? Das kann man mit den Metatags noindex und nofollow wunderbar steuern… aber dazu werde ich demnächst einen Artikel posten.</p>
<p>Im <a href="http://www.search-lab.de/blog/such-technik/2008/08/01/die-google-bombe-lebt-zumindest-bei-cuil-com/" class="liexternal">Searchlab</a> wurden einige interessante Beobachtungen zur neuen Suchmaschine Cuil getätigt, Malte Landwehrt <a href="http://www.lorm.de/2008/08/07/google-merchant-search-beta/" class="liexternal">misstraut</a> völlig zur Recht Googles “objektiven” Kreditvergleich und hat genau wie <a href="http://www.thomas-zeithaml.de/blog/google-search-insights" class="liexternal">Tom Zeithaml</a> ausgiebig mit <a href="http://www.lorm.de/2008/08/06/wie-die-deutschen-suchen/" class="liexternal">Google Insights for Search</a> gespielt. Am <a href="http://www.techweblog.de/2008/08/06/top-20-web-20-webseiten-us/" class="liexternal">Techweblog</a> gibt’s eine durchwegs fragwürdige Liste der Top 20 US Web 2.0 Seiten von Hitwise. Nach soviel virtueller Aufregung muss man sich ab und an auch mal in echt in Gesicht blicken: für die Schweizer SEOs organisiert <a href="http://www.internet4you.ch/internet-blog/2008/08/06/schweizer-seo-internet-marketing-treffen.html/" class="liexternal">Internet4You</a> gerade einen Stammtisch. Sowas wär doch in Wiena auch mal nett…</p>
<h2 id="toc-video-der-woche-druff-druff-druff">Video der Woche: druff, druff, druff</h2>
<p>Das Video der Woche habe ich von <a href="http://petersteinberger.net/2008/08/05/der-4-tag/" class="liexternal">Pete</a> gestohlen — wir beiden kennen das 3-Tage-wach Ding ja nur zu gut, seinerzeit von den Lagerhallen-House-Raves in Chicago anno 88:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-08/blogistan-panoptikum-kw31-2008/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>Spieglein an der Wand, wer ist drei Tage wach? Hehe… da wird man doch gleich wehmütig <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/supercrazy.gif' alt="supercrazy Blogistan Panoptikum KW31 2008" class='wp-smiley' title="Blogistan Panoptikum KW31 2008" /> </p>
<p>Und was tut sich nächste Woche auf datenschmutz? Immer wieder montags gibt’s einen Artikel zum Zeitgeist-Thema Life Streaming, Xsara sucht neue SEO-Knochen am Mittwoch und am Freitag wird wieder gekocht. Schönen Restsonntag wünsch ich, wir lesen uns morgen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>überklang wird 50 und ehrt Philip K. Dick</title>
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		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 09:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Überklang Podcast feiert seine 50. Ausgabe mit einem Tribut an Philip K. Dick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/06/ueberklang.jpg" alt="ueberklang überklang wird 50 und ehrt Philip K. Dick" title="ueberklang50" width="150" height="43" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" />Der großartige <a href="http://ueberklang.net/" class="liexternal">überklang podcast</a> feiert am 22. Juni seine 50. Sendung — und die ist niemand geringerem gewidmet als “unserem ewigsten Lieblingsschriftsteller Philip K. Dick”, wie Sendungsmacher Dr. Nachtstrom schreibt. Schriftstellerkollege Stanislaw <a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-11/bruit-referenziert-stanislaw-lem/" class="liinternal">Lem</a> stand ja schon mal im Zentrum einer Sendung — außerdem liegt die Verbindung von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/science-fiction/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Science Fiction">Science Fiction</a> und elektronischer Musik ja wirklich nicht sehr fern.</p>
<p>Die Sendung selbst bleibt allerdings nicht das einzige Präsent: zeitgleich erscheint am 22. Juni der erste bruit-Labelsampler. Zum Launch des netlabels der Brandner-Brothers hab ich vor einiger Zeit ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-07/bruit-gert-und-nachtstrom-im-interview/" class="liinternal">Interview</a> geführt, inzwischen weist der Katalog bereits ein recht umfangreiches <a href="http://www.bruit.at/" class="liexternal">Portfolio</a> auf. Auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> erwähnten Sampler werden sich 19 KünstlerInnen, von Pita bis Karlheinz Essl, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Phänomen Dick nähern, dessen Geschichten als Inspirationsquelle der Musik fungierten. Ich bin schon sehr gespannt auf das Album — sobald ich reingehört hab, folgt die Review.</p>
<h2 id="toc-ber-philip-k-dick">Über Philip K. Dick</h2>
<p>Philip K. Dick neben <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/stanislaw-lem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Stanislaw Lem">Stanislaw Lem</a> als einen der Väter der modernen Science Fiction zu bezeichnen, stellt keine Übertreibung dar: in der Tat dürfte es weitaus schwieriger fallen, einen SF–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/film/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Film">Film</a> der letzten 20 Jahr zu finden, der in keinster Weise vom komplexen Gedankengut dieses Autors zumindest inspiriert ist. Doch im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen steht bei Dick nie die Technologie im Fokus der Story. Der Amerikaner, Zeit seines Lebens reichlich versorgt mit Drogen *und* psychischen Problemen (hell of a combination), interessierte sich herzlich wenig für die Faszination der Raumfahrt: seine Dramen, Mini-Epen und Short Stories sind kluge, detailreich gezeichnete Psychogramme seiner Hauptdarsteller. In der Differenz zu außerirdischen Rassen, zu unbegreiflichen Handlungsmustern geht Dick der alten Frage nach “Was ist der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mensch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mensch">Mensch</a>?” Hoffen dürfen seine Protagonisten im allgemeinen nämlich recht wenig: Blade Runner, dank der Verfilmung wohl Dicks bekannteste Short Story, stellt konsequent die Frage nach Identität(skonstruktion) — leider bemerkt Harrison Ford nur im Directors Cut ganz am Ende, dass er selbst, der Androidenjäger, ein künstlicher <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mensch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Mensch">Mensch</a> ist — und flieht mit Rachel.</p>
<div align="center"><object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/get/flashplayer/current/swflash.cab" id="Player_d620c2b4-9b27-45ff-8e68-1a84860c3fdd"  WIDTH="500px" HEIGHT="175px"><param NAME="movie" VALUE="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Fhttpwwwusbsti-21%2F8010%2Fd620c2b4-9b27-45ff-8e68-1a84860c3fdd&#038;Operation=GetDisplayTemplate"></param><param NAME="quality" VALUE="high"></param><param NAME="bgcolor" VALUE="#FFFFFF"></param><param NAME="allowscriptaccess" VALUE="always"><embed src="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Fhttpwwwusbsti-21%2F8010%2Fd620c2b4-9b27-45ff-8e68-1a84860c3fdd&#038;Operation=GetDisplayTemplate" id="Player_d620c2b4-9b27-45ff-8e68-1a84860c3fdd" quality="high" bgcolor="#ffffff" name="Player_d620c2b4-9b27-45ff-8e68-1a84860c3fdd" allowscriptaccess="always"  type="application/x-shockwave-flash" align="middle" height="175px" width="500px"></embed></param></object> <noscript><a href="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Fhttpwwwusbsti-21%2F8010%2Fd620c2b4-9b27-45ff-8e68-1a84860c3fdd&#038;Operation=NoScript" class="liexternal">Amazon.de Widgets</a></noscript></div>
<p>Drogen als Differenz-Kriterium, als Nullsummenspiel der sozialen Identität, steht auch im Zentrum des Romans “A Scanner Darkly” (deutsch: Der dunkle Schirm), der vor zwei Jahren von Richard Linklater <a href="http://www.imdb.com/title/tt0405296/" class="liexternal">verfilmt</a> wurde. Der Mischung aus Realfilm und Animationstechnik gelingt es besser als den meisten Hollywood-Umsetzungen, die zugleich skurrile und hyperrealistische Welt des Autors einzufangen, ohne an erzählerischer Komplexität zu verlieren. Viele von Dicks Kurzgeschichten erschienen in amerikanischen SF-Periodika, ein großer Teil des Oeuvres findet sich derzeit nicht im Handel — ein akribischer Blick bei 2nd Hand Händler lohnt allemal.</p>
<p><strong>Spezialtipp für Wiener Dick Fans:</strong> Die Wiener Stadtbücherei betreibt eine Filiale im 22. Bezirks, nahe der Erzherzog-Karl-Straße. Dort gibt’s eine 70er-Jahre Hardcover-Ausgabe von Dicks Kurzgeschichten in, wenn ich mich recht entsinne, 20 Bänden. Und darin finden sich zahlreiche Stories, die sonst nirgends erhältlich sind: der lange Weg nach Transdanubien lohnt sich also allemal!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Excel-Tipp: Zeitdifferenzen mit Stundensatz multiplizieren</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Apr 2008 05:10:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer Excel programmiert, dem glaubt man nicht, und wenn die Differenz auch die Wahrheit spricht: dennoch ist Stundenerfassung anhand von Beginn- und Endzeiten mit automatisierter Summenberechnung ein Kinderspiel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Excel, das Tier aus der Tiefe, die Tabellenverarbeitung mit der 666 vorne drauf ist — manchmal unverzichtbar. Speziell für Selbständige, denn selbst der Kreativste aller Kreativchaoten, der nie WU-Vorlesungen besucht hat, steht idR eher früher als später vor der unspannenden Herausforderung, penible Aufzeichnungen über die eigenen Arbeitsstunden zu führen. Old Schooler rechnen alles von Hand, mit Excel geht’s allerdings auch weitgehend automatisiert.</p>
<p>Man legt ein neues Sheet an, trägt die Stunden ein, schreibt den jeweiligen Stundensatz in ein weiteres Feld und multipliziert die beiden Werte. Peanuts. Eine Spur komplizierter wird’s, wenn man anstatt der täglichen Stundensumme Beginn– und Endzeiten erfassen möchte: denn errechnet man anschließend die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/differenz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Differenz">Differenz</a> der beiden Felder, so kommt wieder um Uhrzeit raus, und die lässt sich schlecht mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DEM">dem</a> Stundensatz multiplizieren. Das funktioniert nämlich folgendermaßen:</p>
<ol>
<li>Felder für Beginn– und Endzeit auf Datentyp “Uhrzeit” (in der Form hh:mm, die wenigsten Arbeitszeiten werden in Sekunden erfasst) stellen. (rechte Maustaste, Zellen formattieren, Karteireiter “Zahlen”). In unserem Beispiel wären das die Zellen A1 und B1, also die ersten beiden Zellen der ersten Zeile.</li>
<li>In ein drittes Feld (C1) die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/formel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Formel">Formel</a> =(B1-A1)*24 eintragen, also Beginnzeit minus Endzeit mal 24. (Formeln beginnen in Excel immer mit einem = Zeichen)</li>
<li>Noch steht Blödsinn im Ergebnisfeld, aber das wird sich gleich ändern: beim Feld C1 den Datentyp “Zahl” einstellen, und schon steht die richtige Summe drin</li>
</ol>
<p>Die Multiplikation mit 24 muss erfolgen, da Excel Datumsfelder (und Zeitfelder gehören da auch dazu) immer als Tage darstellt — und ein Tag hat nun mal 24 Stunden. Mit der hier beschriebenen Methode erhält man also die absolute Stundenzahl, die sich dann problemlos weiterbearbeiten (z.B. aufsummieren oder mit dem Stundensatz multiplizieren) lässt. Zum besseren Verständnis habe ich eine Beispielsdatei für die Stundenerfassung im April 2008 angelegt, in der die betreffenden Formeln bereits eingetragen sind und die natürlich gerne als Vorlage für weitere eigene wilde Tabellen-Experimente verwendet werden darf:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/04/datenschmutz-zeiterfassung.xls" class="liinternal">Excel-Vorlage für Zeiterfassung</a> <small>[rechte Maustaste + “speichern unter”]</small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rss-feed/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with RSS-Feed">RSS-Feed</a> wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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