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	<title>datenschmutz &#187; Diskussion</title>
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		<title>WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Dec 2010 16:45:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer einmal geheime Dokumente leakt, dem glaubt man nicht - aber wer das regelmäßig tut, wird schnell mal aus der Sicht eines westlichen Demokratie zum Terroristen, der die Grundfesten unserer Gesellschaft erschüttert. Kein Wunder, denn die steht ja in der Tat auf zunehmend wackligeren Beinchen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nein, es folgt keine Step-by-Step-Anleitung, wie Sie kommerziell-virale Inhalte in brisanten Dokumenten und diese auf WikiLeaks platzieren — das wäre zwar jetzt, wo Julian Assanges Beichtstuhl für Schuldgefühl-geplagte Systemfunktionäre ausnahmsweise gerade so überdurchschnittlichen viel <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a> von den bezahlten Hütern der Demokratie genießt, nicht der Pläne dümmster — allerdings sollte für das strategisch geschickte Platzieren von Markenbotschaften in gefälschten Botschafts-Depeschen (Obama an Putin: “A wengal an Hang zum Rassistischen ham’s scho, die Canyon-Shitters! But they know damn well how to bake Mannerschnitten!”) keine Schritt-für-Schritt-Anleitung erforderlich sein. Weniger trivial dagegen erscheint die Frage, ob solche Formen teilfreiwilliger Transparenz eine ergänzende Funktion im bestehenden demokratischen System einnehmen können oder als transformativer Impuls von “außen” verstanden werden müssen.</p>
<div align="center" style="margin-bottom:15px;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/12/wikileaks3.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[28227]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/12/wikileaks3-600x356.jpg" alt="wikileaks3 600x356 WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen" title="The trouble with WikiLeaks" width="600" height="356" style="border:1px solid orange;" /></a><br />
<small>[zum Vergrößern bitte anklicken.]</small></div>
<p>Man kann also, wie Kulturwissenschaftler Wolfgang Müller-Funk dies kürzlich im Ö1 <a href="http://oe1.orf.at/programm/261782" rel="nofollow" class="liexternal">Journal Panorama</a> tat, die Frage stellen, ob in der repräsentativen Demokratie as we know her das Privileg der Vertraulichkeit (noch) eine signifikante Rolle spielt oder wie Judith Denkmayr eine realistischere Sichtweise pflegen und Plattformen wie Wikileaks als notwendiges <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/korrektiv/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Korrektiv">Korrektiv</a> eines Systems deuten, das Intransparenz instrumentalisiert hat und den Wähler/Kunden recht effizient von Entscheidungsprozessen ausschließt.<span id="more-28227"></span></p>
<p>Die präferierte Sichtweise sagt wenig über Wikileaks, aber einiges über den Standpunkt des Beobachters aus — man muss keineswegs in einer Amish-Siedlung aufgewachsen sein, um das von Analogue Natives empfundene Unbehagen ob einer Zukunft, in der technologische und politische Elite konvergieren, zu verstehen wenn nicht gar zu teilen. Auf der anderen Seite scheint sich das Vertrauen genau jener vorsichtigen Mahner, die humanistisch-politische Traditionen nicht am Digital-Altar geopfert sehen wollen, in weit höherem Maße auf Hoffnung denn auf Beobachtung zu gründen. Dass eine Synthese nicht mal als Silberstreif am Horizont zu sehen ist (sorry Hegel!), liegt an der prinzipiellen Unentscheidbarkeit der zugrunde liegenden Fragestellung: wer entscheidet, ob die transformativen Kräfte innerhalb eines Systems ausreichen, um adäquate Weiterentwicklung / Adaption an veränderte Systemparameter zu gewährleisten? Wir neigen dazu, den Status Quo als Endzustand zu betrachten — ich persönlich bezweifle allerdings stark, dass die repräsentative Demokratie in ihrer derzeitigen Form tatsächlich der politischen Weisheit letzter Schluss ist. Selbst ein SMS-Voting zu den Fragen Schul-/Gesundheits-Verwaltungs-Reform wär mir lieber als der herrschende Totalstillstand — schlimmer als Maria Theresias Bildungserbe bis in alle Ewigkeit zu hofieren kann nicht mal ein “gehacktes” Wahlergebnis sein.</p>
<p>Apropos: Dass Peter Kleissner, Computer-Sicherheitsexperte und Hacker (“Ich bin einer von den guten und stopfe Sicherheitslücken.”) eher die Piratenpartei als den digitalen Underground vertrat, verwunderte mich ebenso wie die eigenartige Definition des Moderators, dass “ein Hacker natürlich ein exzellenter Programmierer sein und sich mit Computer besonders gut auskennen müsse”. Ich erhebe Einspruch: Code-Affinität ist eine mögliche, aber keine hinreichende und schon gar keine notwendige Voraussetzungen. Es geht nicht um Technologie, sondern um Systeme, Gewohnheiten, um das Erkennen, Analysieren und Brechen von Regeln, um Manipulation: Bühnenmagier hacken unsere Wahrnehmung, talentierte Amateurschauspieler hacken die Warteschlange vorm Club (file under: “Lichttechnikerprinzip”), ich hab als ehemaliger passionierter Schwarzfahrer unzählige Male die Fahrkartenkontrolle in der U-Bahn gehackt mit ganz unterschiedlichen Scripts vom “dummen Tiroler” über “da hat wohl jemand vergessen, die Tintenpatrone im Entwerter zu wechseln (erforderliche Zutaten: ein Einzel-Vorverkaufsschein aus der Trafik, kann mehrfach verwendet werden) bis zum “Houdini Switch” (nur für Experten zu empfehlen — benötigt einen Partner mit schneller Auffassungsgabe und gültigem Fahrschein, der das Opfer spielt, alle mentalen Ressourcen des Kontrolleurs bindet, mit diesem an der nächsten Station  zerknirscht aussteigt, wo ihm dann einfällt, dass das Ticket ‘zum Glück’ ja doch in der Jackentaschen steckt).</p>
<p>Sogar vereinzelte Fälle von unfreiwilligem Selbsthacking wurden in der Vergangenheit bekannt: seit Pete und ich während unseres Studiums zwei Jahre gratis bei Subway getafelt und getrunken haben, kann ich Ihnen versichern: es gibt gute Gründe, warum auf Rabatt-Gutscheinen fast immer draufsteht “pro Person / Einkauf maximal 1 Gutschein einlösbar”. Sollte Sie mal Gutscheine in die Hände bekommen, bei denen dieser Satz fehlt, weil sich die sonst immer so penible und verlässliche Mitarbeiterin der Rechtsabteilung ausgerechnet an dem Tag beim Frühstück furchtbar mit ihrem Freund gestritten hat, der in zwei Wochen schon wieder mit seiner Punk-Band auf Tour gehen will, ganz zu schweigen von dem lästigen Vertriebsmitarbeiter aus dem Außendienst, der mit zittriger Stimme unbedingt jetzt sofort wissen musste, ob der Kunde, der behauptet “wenn ich unterhalb der Gürtellinie treffe, wird mir kein Staatsanwalt Mordabsicht unterstellen” tatsächlich Recht hat, also wenn Ihnen mal solche Gutscheine in die Hände fallen: nehmen Sie sie fest in die Hand, und zwar so viele Sie kriegen können — Sie werden viel Spaß damit haben.</p>
<p>Ich will also darauf hinaus, dass “Hacken” aus gutem Grund zu den “subversiven Künsten” zählt. Natürlich müssen Hacker die Spielregeln besser kennen als jene, die glauben, sie zu machen — egal, welches Werkzeug sie benutzen, und unabhängig, ob sie glauben, ihr okkultes (nicht übersinnlich, sondern nur einer kleinen Minderheit bekannt) Wissen zum Wohl des großen Ganzen oder zum eigenen Vorteil einzusetzen. Nun leben Projekte wie Wikileaks ebenso wie OpenLeaks, das neueste Spin-Off in Reaktion auf die immer stärkere Zentriertheit der Mutterseite auf die Person des Julian Assange, in hohem Maß von der Beteiligung einer Personengruppe, die sich entweder selbst als Hacker bezeichnen oder zumindest eine gewisse wohlmeinende Sympathie diesen modernen “Freibeutern” gegenüber verspüren.</p>
<p><a href="http://xkcd.com/834/" class="liimagelink"><img src="http://imgs.xkcd.com/comics/wikileaks.png" width="600" height="265" alt="wikileaks WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen"  title="WikiLeaks als Verkaufstool einsetzen" /></a><br />
<small>[Cartoon: <a href="http://xkcd.com" class="liexternal">xkcd by Randall Munroe]</a></small></p>
<p>Rasch kommt die Diskussion über derlei Veröffentlichungsplattformen im Kontext von Demokratie, Journalismus und humorloser Habermasigkeit in der Regel auf den Punkt, wo libertäre Geister regulativen Institutionen per se misstrauen, egal ob die sich auf den Wähler, den Gott, den Dollar oder alle drei berufen — und zwar völlig zu Recht. Wer nicht mit machtvoller Blind– und Dämlichkeit geschlagen ist, wird wohl kaum mehr leugnen können, dass das Wohl des Volkes seinen Vertretern Mittel, aber gewiss nicht Zweck ist. Ebenso logisch scheint daher der nächste Schritt, das Einfordern von Stärkung der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/media-literacy/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Media Literacy">Media Literacy</a> — je früher, desto besser! Einmal mehr wären die Lehrer gefordert, viele smarte kleine User zu produzieren.</p>
<p>Aber das ist so eine Sache mit der fortgeschrittenen Media Literacy: man kann Hard– und Softskills vermitteln, aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie die Schule als eines der autoritärsten, rigidesten, katastrophalsten und effizientesten Normierungssysteme aller Zeiten, jemals in der Lage sein sollte, deviantes und kritisches Verhalten anders zu fördern als dadurch, selbst abschreckendes Beispiel zu sein. So lernt man vielleicht, das Fehlstundensystem zu “hacken” (“Kleines Klassenbuch, segel tapfer bis ans Meer!”), aber das wird selbst nach der Ära Pröll, wenn wieder Hoffnung auf erneutes Nachdenken über eine Schulreform erlaubt ist, mit Sicherheit kein explizites Ausbildungsziel sein.</p>
<p>So lässt sich die grausame Wahrheit also einmal mehr auf einen sehr simplen topologischen Grundsatz zurückführen:</p>
<p><strong>Ein System der Ordnung s hoch n kann kein System der Ordnung s hoch (n+1) enthalten.</strong></p>
<p>Einmal mehr sind wir also auf die radikale Selbstverantwortung zurückgeworfen. Aber da das System bekanntlich ziemlich effektiv zurückfickt, wäre es hoch an der Zeit, die Diskussion auf eine pragmatisch-ökonomische Frage zu lenken: klassische Massenmedien als “vierte Kraft” der Demokratie erfüllen die Funktion, die Ressource Zeit bereit zu stellen — bezahlte Zeit für professionelle Journalisten, die, so die Mär, keine Pressemeldungen umschreiben, sondern selbst recherchieren, reduzieren, filtern und so weiter. Ye Olde Media röchelt aber sterbend vor sich hin, der freie Journalist wird zum Schutzpatron des Prekariats und Blogger kann man im Zweifelsfall wesentlich leichter mundtot machen als Verlage.</p>
<blockquote><p>Individualist sein wird immer aufwendiger. Früher brauchte man bloß ab und an einen Baum umarmen, mit dem Rad in der Stadt rumfahren und sich für asiatische Weisheit interessieren, heutzutage muss man schon mehrere SUVs besitzen, ständig Zigaretten rauchen und kein Gerät von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/apple/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Apple">Apple</a> verwenden.<br />
<small>Business-Leitfaden für Bohemien Prolos, unveröffentlichtes Manuskript, unbekannter Autor, um 2012</small></p></blockquote>
<p>Anstatt neue Regulative und Verhaltenscodizes herbei zu fantasieren, deren Abstinenz bloß nicht intensiv am Online-Leben partizipierende User monieren, wünsche ich mir vom Christkind, dass es neben all dem Schnee auch wieder mal ein bisschen Hirn vom Himmel wirft. Denn Dokumente kann man nicht erst seit gestern anonym online publizieren — was WikiLeaks tut, ist wirklich trivial, leicht ersetzbar und wird zukünftig fixer Bestandteil des Internet sein, unter welchen URLs auch immer.</p>
<p>ABER: die Veröffentlichung mehrhundertseitiger Dokumente ist bloß der Anfang, nicht das Ziel des Weges. Das demokratiepolitische Defizit sehe ich in der fehlenden Struktur, die sich der “Nachbereitung” dieser riesigen Datenflut widmet. Social Media User tun sich leicht damit, ihre ach so reflektierte Meinung über die Wichtigkeit von WikiLeaks für das Fortbestehen der freien Welt in diese hinaus zu posaunen und spenden freudig fürs kollektive Media Budget — die beachtlichen “selbstkorrektiven” Kräfte des Netzes enden meiner Meinung nach dort ganz abrupt, wo eine Ressource knapp wird, die sich nicht durch Spenden, nicht durch Server, nicht durch technisch freie Meinungsäußerung kompensieren lässt: Aufmerksamkeit, die Universalwährung unserer Mediengesellschaft.</p>
<h3 id="toc-ein-schwacher-versuch-den-linken-die-schuld-an-meiner-schwarzfahrerei-zu-geben">Ein schwacher Versuch, den Linken die Schuld an meiner Schwarzfahrerei zu geben</h3>
<p>Eigenblogtherapie ist die beste — schon wieder eine Sitzung gespart, jedes Posting eine Aufarbeitung früherer Traumen! Es war mein erstes Semester in Wien, ich hatte erste wenige Freunde auf meiner Real-Life-Profilpage. Die Konservativen ÖH-Heinis veranstalteten und besuchten beschissene Partys, im EKH und in der Arena gab’s damals dagegen sehr nette Acid-Techno-, Jungle– und Breakbeat Kaffeekränzchen. (#Lego-Soundsystem #Musikmaschine). Ich rollte also ein Weilchen mit den Linkslinken um den Block und hatte gleich mal am ersten Abend einiges gut zu machen — erstens hatte ich eine politisch unkorrekte Burenwurst beim Standler erworben (“Wir kaufen unseren Proviant bei den türkischen Brüdern.” Ja okay, deren Fladenbrot und <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Sucuk" rel="nofollow" class="liwikipedia">Sucuk</a> schmeckten weit besser, aber das schien hier nicht der Punkt zu sein) und zweitens hatte ich auf die Frage, ob ich das Gesamtwerk von Marx gelesen hätte, geantwortet: “Gibt’s die Drehbücher zu kaufen? Ich hab bloß die Filme gesehen, Groucho ist mein Favorit”. Eine junge Dame, deren innere Schönheit vermutlich noch nie in ihrem Leben von Make-Up übertüncht worden war, was man von ihrer paramilitärischen Kleidung nicht gerade sagen konnte, warf mir einen Blick zu, der bei längerem Augenkontakt zu temporärer Unfruchtbarkeit hätte führen können. Bevor irgendwem auffiel, dass ich gar kein Kommunist war, musst dringend etwas geschehen.</p>
<p>“Genossen”, hub ich an, “der Staat nimmt uns aus wie die Weihnachtsgänse und öffentlicher Verkehr ist ein öffentliches Gut, das allen Proletariern 24h um die Uhr gratis zur Verfügung stehen sollte!” Alle nickten zustimmend. Tja, die Zeiten haben sich geändert, mittlerweile sind die Rastalocken weg, die ehemaligen Revoluzzer haben Jobs, zahlen Steuern und bekämpfen das System von innen: einer schreibt täglich das Impressum für eine U-Bahn Zeitung, ein anderer unterrichtet an der School of Wasted Talent “Fortgeschrittenen Populismus” und verdingt sich als Teilzeit-Hassprediger bei einer Anti-Homosexuellen-Organisation — nur ich geh immer noch am und zu zum selben Türken, ess’ mein Fladenbrot mit Sucuk und denk mir: lieber Stammkunde als Genosse!</p>
<p>Trotzdem saß mir jahrelang die Angst im Nacken, einer von denen könnte mich beim U-Bahn-Fahren erwischen, wie ich gerade kontrolliert werde und einen Fahrschein besitze. Ja, so war das damals in 90ern, heute könnte man das natürlich nicht mehr machen — aber das waren noch ganz andere Zeiten, kann man unmöglich vergleichen — eben ein anderes Jahrhundert. Männer trugen noch Hüte, wenn sie das Haus verließen, auf internationalen Flügen wurde der Jive getanzt, Terroristen forderten Lösegeld, in Großbritannien durften erstmals Frauen Zahnmedizin studieren, Alkohol war strengstens verboten, dafür gab’s damals auf jeder öffentlichen Toilette einen Zigaretten– und einen Automaten für harte Drogen. Holland gehörte zu Spanien, Lammfleisch war noch nicht erfunden und die Zukunft schien rosig, sofern es uns gelingen würde, Natur künstlich mithilfe von Atomkraft herzustellen. Vor allem aber hatten wir keine Smartphones, keine PDAs, keine Zeitungen, und die dichten schwarzen Schwaden des U-Bahn-Dampftriebwagens macht das Entkommen wesentlich einfacher.<br />
150 Jahre später ist natürlich alles anders, ich hab eine Monatskarte — aber wenn wir mal gemeinsam in der U-Bahn unterwegs sind und Sie Ihre “vergessen” haben, mach ich mit Vergnügen den Komplizen beim Houdini Switch!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie">Ritchie</a> Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Warum E-Mail lesen in der U-Bahn nicht immer eine super Idee ist</title>
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		<pubDate>Thu, 16 Dec 2010 11:22:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Alle reden von der Echtzeit. Mir hat sie mein Pausenbrot weg genommen - aber wenigstens bin ich selbst schuld daran, zwischen Tür und Angel ist's nun mal nicht besonders gemütlich.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>…oder wie ich mich eines schönen Tages im November fast zum Geek-Deppen gemacht hätte. Ja, ich weiß: Blogs dienen der Glorifizierung ihres Autors, und davon hab ich hier schon reichlich Gebrauch gemacht. Höchste Zeit, das sorgsam gepflegte Selbstbild mit self-powered negative <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/reputation-management/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Reputation Management">Reputation Management</a> (ha, neues 5-fach-Buzzwöad!) zu beschädigen. Aber ich finde die Geschichte einfach zu gut, deshalb kann ich Sie Ihnen schlichtweg nicht vorenthalten.</p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/12/yak.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[28224]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/12/yak-600x404.jpg" alt="yak 600x404 Warum E Mail lesen in der U Bahn nicht immer eine super Idee ist" title="datenschmutz der alte Depp" width="600" height="404" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<p>Namen und personenbezogenen Daten tun nichts zur Sache, aber ich garantiere Ihnen: die Handlung ist sowas von nicht frei erfunden und Ähnlichkeiten mit lebenden Blogautoren sind eindeutig. Es trug sich also eines schönen Tages zu, dass mich der Geschäftsführer einer Ausbildungsinstitution kontaktierte und um ein Angebot für einen einstündigen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vortrag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vortrag">Vortrag</a> über ein branchenspezifisches Social Media Thema bat. Wir führten ein ausführliches Telefonat, einigten uns auf Inhalte und Honorar und vereinbarten, dass ich ihm am nächsten Tag ein Angebot und eine kurze Beschreibung des geplanten Talks schicken sollte.<span id="more-28224"></span></p>
<p>Genau das tat ich dann auch, und war einigermaßen überrascht, als ich am nächsten Tag um die Mittagszeit auf der Fahrt zwischen zwei Terminen seine Antwort durchlas — der Tag war dicht  mit Terminen, die U4 dicht  mit Passagieren gefüllt, die Zeit zwischen den zwei Stationen dagegen verdammt knapp, um die 18 ungelesenen Mails in meiner Inbox zu checken. Also drückte ich ordentlich aufs IMAP4-Gaspedal und überflog in Windeseile alle neuen Nachrichten. Ich bin nämlich verdammt gut darin, Informationen schnell zu scannen, das Wichtigste zu extrahieren und adäquat zu reagieren, glauben Sie mir! Nein, glauben Sie mir nicht — lesen Sie einfach weiter *g*</p>
<p>Wie gesagt staunte ich jedenfalls nicht schlecht, als ich die Antwort meines Auftraggebers überflogt, der sinngemäß schrieb: “Sie haben mich komplett missverstanden — Ihr Konzept ist unverständlich, ich hab die betreffenden Stellen im Dokument rot markiert, bitte korrigieren Sie das anhand der mitgeschickten Vorlage.” Natürlich war ich sofort neugierig auf die problematischen Stellen im Text und öffnete reflexartig die Word-Datei — auf den eineinhalb Seiten leuchtete mir fast jeder Absatz in schmerzhaft grellem Superbright-LCD-Rot entgegen.</p>
<p>Verständlich schienen meinem Kunden wohl bloß ein paar Füllsätze — welche das waren, konnte ich im Detail nicht mehr herausfinden, denn ich war bereits am Ziel und musste das Handy sofort in der Tasche verschwinden lassen, um überhaupt eine realistische Chance zu haben, mich durch die ca. 2.000 neuen Passagiere zu kämpfen. Die waren nämlich alle bei der letzten Station eingestiegen, und wurden von meinem Erzfeind Dr. Putenkebab offenbar gut für diese Sabotageaktion bezahlt. Irgendwie kam ich dann doch auf den Bahnsteig und irgendwann nach zwei weiteren Meetings dann in die Zentrale des datadirt media group Imperiums im malerischen Karmeliterviertel an. Dort gab es zwar erstmal gute Nachrichten von meinem ersten Offizier Mr. Frog (“Doktor Putenkebab hat sich die Saboteure schwarz beschäftigt — jetzt steht die SVA vor seiner Tür und er ist finanziell ruiniert!”), die konnten aber meine schlechte Laune auch nicht vertreiben.</p>
<p>“Schon seltsam”, dachte ich mir, “da hab ich mir extra Mühe gegeben, einen kurzen, knackigen Text zu verfassen, der für Laien absolut verständlich ist. Oder meine er etwa gar, dass ich, der berühmteste Facebook-Poet aller Social-Media-Zeiten, auf gar lausige Weise Unlesbares fabuliere? Und warum formuliert er seine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kritik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kritik">Kritik</a> dann so nebulös und fährt gleich mit großem roten Pinsel quer durch mein Elaborat?” Und natürlich war’s mir ein wenig peinlich, aber das hätte ich mir selbst gegenüber natürlich nie zugegeben. Wie/was sollte ich ihm antworten? Um genaueres Feedback bitten? Den Beleidigten spielen und ihm einen “verständlicheren” Vortragenden vorschlagen? Gute Kunde-ist-König-Miene zum bitterbösen Spiel machen, alles umschreiben und einen zweiten Versuch starten? Der Gedanke behagte mir am allerwenigsten, denn ich nach unserem Telefonat meinte ich noch, wir hätten ganz und gar nicht aneinander vorbei geredet. Außerdem hatte ich mich ja wirklich bemüht, Fachchinesisch weg zu lassen, einfach zu formulieren und seriöses Handwerk wie bestellt abzuliefern. Denn man kennt sich selbst ja ein wenig nach all den Jahren, und eines weiß ich über mich ganz genau: lieber verpass ich die eine oder andere Deadline, als jemals ein hingeschludertes Konzept zu verschicken. Da geht’s um kein Prinzip, sondern um Qualität: manche Tätigkeiten brauchen unbedingt Ruhe, Konzentration, Zeit zum ungestörten Nachdenken und lassen sich nicht zwischen Tweet und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/status-update/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Status-Update">Status-Update</a> erledigen. Achtung, Spoiler: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/e-mail/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with E-Mail">E-Mail</a>–Lesen gehört wohl auch dazu.</p>
<p>Denn während mich am Heimweg derlei finstere Gedanken plagten wie die Justiz Karl-Heinz Grasser, während die goldenen Strahlen der im Schneetreiben keineswegs sichtbare Sonne sich nicht an kahlen Ästen imaginärer Bäume brachen (sorry an alle Leser für den 2. Halbsatz, außer Desi — der ist speziell für dich! Glaubst du mir jetzt endlich, dass *das* gute Literatur nicht ausmacht?), während mich furchtbare Selbstzweifel plagen und ich mich frage, wie ich angesichts dieser niederschmetternden Kritik je wieder einer Webcam–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/konferenz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Konferenz">Konferenz</a> ins kalte Glasauge schauen könnte, überlegte ich fieberhaft, ob ich Antwort A, B, C oder doch D wählen sollte (“Sorry, unter diesem E-Mail Anschluss ist derzeit kein Teilnehmer erreichbar”). Okay, ich geb zu: dramatische Übertreibung kurz vor der Pointe, so schlimm war’s dann doch nicht. Man muss ja für gelegentliche Lektionen in Demut ebenso dankbar sein wie für ein gesundes Ego, wobei die Definitionen beider Kategorien zum Glück weit divergieren… aber zurück zum Thema. Der Plan stand verrückbar fest: Ich würde erst mal Abendessen, die aktuelle Social Media Großwetterlage checken, mir einen Cuba Libre einschenken und dann in gebotenem Ernst und Ruhe auf dieses Mail, das mich ärgerlicherweise die ganze Zeit beschäftigte, zu reagieren. Wie ein Profi. Also ganz unter uns, gekränkte Autoreneitelkeit macht mich unrund.</p>
<p>1 1/2 gefüllte Zucchine, 5 Telefonate, 6 Tweets, 5hoch5 Sekunden ausgiebiger Facebook-Prokrastination und geschätzte 42 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plugin/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plugin">Plugin</a>–Updates auf 21 Blogs später öffnete ich das Mail dann mit nahezu physischer Abneigung erneut. Und las es in Ruhe. Ich überflog die Antwort nicht, sondern ich ehrte die altehrwürdige Kulturtechnik Lesen durch das in jeglicher Hinsicht unzeitgemäße Zeilensprungverfahren. Gar Wunderliches kann ich berichten, denn wahrlich, ich sage euch, es stand geschrieben in flammenden Calibri-11pt-Lettern:</p>
<blockquote><p><em>From:</em> Herr Auftraggeber<br />
<em>To:</em> Ritchie@ehschonwissen.net.wahr<br />
<em>Subject:</em> AW: Einladung zum Vortrag über Social Media</p>
<p>Lieber Herr Pettauer,</p>
<p>danke für Ihr Angebot und Kurzfassung Ihres geplanten Vortrags; die relevanten Punkte habe ich in Ihrem Text rot markiert, außerdem habe ich Ihnen ein Beispiel eines anderen Vortragenden mitgeschickt — dieses Format hatte ich gemeint, bitte orientieren Sie sich bei der Länge und Formatierung an diesem Beispiel.</p>
<p>Eine Sache noch: bei unserem Telefonat hatte ich teilweise Schwierigkeiten, Ihren Ausführungen zu folgen. Bitte achten Sie bei Ihrem Vortrag unbedingt auf allgemein verständliche Formulierungen und einen auch für Laien verständlichen Aufbau, das ist sehr wichtig für unser Publikum.</p>
<p>Können Sie mir das geänderte Dokument bitte bis Ende der Woche schicken?</p>
<p>mfG,<br />
Herr Auftraggeber</p></blockquote>
<p>Und dann schaute ich mir in Ruhe mein Dokument und die beiliegende Vorlage an — mein Text war um ein gutes Drittel zu lang; die rot markierten Teile ohne die “Füllsätze” ergaben die gewünschte Länge, mein Lebenslauf dagegen war zu kurz. Und ja, natürlich war ich am Telefon wie so oft in Fachkauderwelsch abgeschwiffen, das ich mir bei Vorträgen in der Regel für die anschließende Diskussion aufhebe (wo wir schon gerade beim Thema Selbstkritik sind…)</p>
<p>Was ich mit diesem langen, ausschweifenden Beitrag, der Sie hoffentlich nicht so sehr gelangweilt hat wie mich “Inception”, sagen will, ist: Lesen Sie keine E-Mails in der U4! Gestatten Sie mir diesen kleinen Scherz. Dafür hätte, da kann ich Ihnen nicht widersprechen, auch ein Tweet locker gereicht. Aber ich bin’s echt nicht gewohnt, mich in schlechtes Licht zu rücken, deswegen blödel ich ein bisschen rum, um die ganze Sache mehr auf lächerliche Ebene zu ziehen, was mich wiederum nicht ganz so dämlich aussehen lasst… Sie kennen das, ist ja nun wirklich keine genuin digitale Strategie, um mit peinlicher Berührtheit umzugehen, oder zu dealen, wie die Amerikaner sagen. [In totally unrelated News: trotzdem fragt mich am Heimweg nie einer der netten Jungs in den teuren <a href="http://www.def-shop.com/" class="liexternal">Hip Hop Klamotten</a> auf der Augartenbrücke, ob ich  peinliche Berührtheit kaufen will. Aber ich würd ebenfalls höflich aber bestimmt nein sagen.] Und nochmal nein, ein gebrannter Player, der sein Handy in öffentlichen Verkehrsmitteln zukünftig nur mehr zum Gamen aus der Tasche nehmen wird, bin ich seither ganz und gar nicht — erstens brauchen die leiwanden Games am ansonsten blitzschnellen Win7 Phone genau 2 U-Bahnstationen zum Starten, zweitens liebe ich meinen Alltime-Mailbox-Access wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/chuck-norris/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Chuck Norris">Chuck Norris</a> die Gefahr (ganz im Gegensatz zu meiner Sprach-Mailbox, die ich hasse wie <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/piraten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Piraten">Piraten</a> Ninjas), und drittens werden Sie mich hier garantiert nicht schirrmachern hören. Es sei denn, jemand hält mir ein entsichertes Putenkebab an den Mund, das fiele dann nicht unter die Subkategorie “freiwillig”.</p>
<p>Jedoch: wir müssen uns eingestehen, dass wir… nein, nie im Leben verfall ich in neodeutschen Bildungsbürgertums-Pluralis-Majestatis — erneut schweife ich ab, aber wir beide wissen: es gibt Grenzen. Wir müssen uns gar nix eingestehen, man muss sich nix eingestehen, nur ich muss mir eingestehen oder vielmehr zugestehen, dass ich Newsletter, Notifications, Kommentaremails und Co. getrost überfliegen kann, richtige Mails aber richtig lesen werde. Was Echtzeit ist, bestimmen wir! (please note: gewollte Mehrzahl. Natürlich widerspricht das diametral <strike>allem, was ich glaube</strike> dem, was ich gerade mal einen Satz weiter oben geschrieben habe, aber Bloggen ist nun mal ein einziger Widerspruch.) Echtzeit, ich definier dich neu in meinem persönlichen Duden und du kannst nichts dagegen tun: <strong>Echtzeit, die: Manchmal ist echt erst später Zeit! Siehe auch: #gute-gruende</strong></p>
<h3 id="toc-executive-summary">Executive Summary:</h3>
<p>Stress is the salt of life (<a href="http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC1878603/pdf/canmedaj01483-0055.pdf" class="lipdf">Selye 1976</a>)</p>
<p>Nichts ist Gift und alles ist Gift — allein die Dosis macht es aus (<a href="http://recherchenblog.ch/index.php/weblog/nichts_ist_gift/" class="liexternal">Paracelsus, um 1520</a>)</p>
<p>Unnötiger Stress, den man sich sinnlos selber macht, ist die Prise Salz zu viel: ungustiös, ungesund und unnötig. (datenschmutz-confessiones, um 2010)</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>WBF 2010: statt eines Konferenzberichts</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-11/wbf-2010-statt-eines-konferenzberichts/</link>
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		<pubDate>Mon, 15 Nov 2010 17:38:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Danke an alle, die das World Blogging Forum Vienna 2010 unterstützt haben! Anstelle eines Nachberichts habe ich einige persönliche Gedanken zusammengefasst - über die Highlights und die wenigen Details, die mir nicht so gut gefallen haben.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anstatt einen Konferenzbericht zu schreiben, werde ich in den nächsten Tagen und Wochen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kommentare/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kommentare">Kommentare</a>, Blogberichte und Zitate zum <a href="http://wbf2010.at" class="liexternal">World Blogging Forum 2010</a> sammeln. Das digitale Feedback war schlichtweg überwältigend, sowohl quali– als auch quantitativ: weit über 1.5k Tweets (mehr gibt die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/twitter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Twitter">Twitter</a>–API nicht her), 150k unique Tweeps, eine Verdreifachung der SERPs über Nacht… das freut des Herz des Statistikers und Mediaplaners, ungleich mehr bedeuten mir die persönlichen Rückmeldungen, die ich während und nach des Events bekommen habe! Danke an das gesamte Team und alle Partner, ganz besonders an Werner Reiter, Karin Brandner, Carl-Peter Echtermeijer, Bernhard Schmidt, Christoph Henrichs, Anita Posch, Dan Taylor, Chris Lendl, Stefan Gabritsch, Martin-Hannes Giesswein, Hubert Nagele, Richard Hemmer und Gerhard Laga: die Logos der Companies/Organisationen/Brands sieht jeder Besucher unsere Homepage <a href="http://wbf2010.at" class="liexternal">wbf2010.at</a>, aber stattgefunden hat das WBF 2010, weil diese Menschen an das Konzept, an die Idee, eben an die Vision geglaubt und das Projekt unterstützt haben. Danke dafür!</p>
<div align="center" style="margin-bottom:10px;"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/11/wbfall.png" alt="wbfall WBF 2010: statt eines Konferenzberichts" title="World Blogging Forum 2010" width="600" height="292" style="border:1px solid gray;" /><br />
<small>World Blogging <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/forum/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Forum">Forum</a> 2010 Vienna in the House! [Foto: Pilo Pichler]</small></div>
<p><span id="more-28200"></span></p>
<p>Dass man es ersten nicht allen recht machen kann und dass eine perfekte Veranstaltung ohne jegliches Verbesserungspotential wohl nur in der Phantasie existiert, ist mir völlig klar. Und dass die spannenden Diskussionsergebnisse nicht durch Zugabe von Weichspüler erzielt werden ebenfalls. Aber es gab im Lauf des Tages sowohl auf der Twitterwall als auch ganz analog vereinzelt ein paar Wortmeldungen, die mir zu denken gaben und dazu führten, dass ich gestern meinen bisher längsten Facebook-Kommentar geschrieben habe. Damit wollte ich diese wenigen, aber für mich äußerst unerquicklichen Seiten eines insgesamt sehr motivierenden Wochenendes für mich persönlich abschließen — allerdings bin ich von mehreren Seiten gebeten worden, diesen Text nicht im Social Graph zu verstecken. Ich habe der besseren Verständlichkeit wegen ein paar Kleinigkeiten geändert (der ursprüngliche Text war auch eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/antwort/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Antwort">Antwort</a> auf die vorherigen Kommentare), wollte aber keinen sorgfältig redigierten Blogartikel draus machen. Die folgende Passage entstand sehr spontan. Wie ich schon am WBF angemerkt habe: Facebook ist Fastfood, Bloggen ist selber kochen — aber manchmal muss es eben schnell gehen! <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog3.gif' alt="frog3 WBF 2010: statt eines Konferenzberichts" class='wp-smiley' title="WBF 2010: statt eines Konferenzberichts" /> </p>
<div style="padding-left:6px;border-left:15px solid #4a748a;font-family:verdana,arial,helvetica;font-size:0.9em;">
<h3 id="toc-an-wen-es-betrifft" style="margin:top:0px;padding-top:0px;">An: Wen es betrifft</h3>
<p>99% der Tweets auf der WBF-Wall fand ich überhaupt nicht schlimm. Aber die restlichen 1% haben gereicht, um mich sehr nachdenklich zu machen und zeitweise sogar zu genieren. Ich hab nicht nur rein gar nichts gegen sachliche Kritik, ich fordere sie ja sogar ein, wenn ich über die Hälfte der Session-Zeit für Diskussion reserviere… bloß: das World Blogging Forum war keine Konferenz mit Keynote Speakern. Ich bin mir bei all den skurrilen Unterstellungen (Stichwort: ihr zensiert die Twitterwall!) nicht sicher, ob eigentlich allen klar war, dass keiner unserer internationalen Gäste auch nur einen einzigen Cent an Honorar bekommen hat, ich übrigens auch nicht.</p>
<p>Natürlich hat mich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/a1-telekom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with A1 Telekom">A1 Telekom</a> nach einem Angebot gefragt, aber ich hab von Anfang gesagt: I’ll gladly take the money — für die Veranstaltung, nicht für mich. Damit wir das hier in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> tun können. Sonst hätt ich zwar was verdient (garantiert nicht “gut”, denn beim Angebot hätte ich den Zeitaufwand sowieso *viel* zu niedrig eingeschätzt), aber es hätte halt 3 Gäste weniger oder keine Gratisparty oder keine Getränkebons oder was weiß ich was nicht gegeben. Ich hab das auch nicht großartig erwähnt, mir vollkommen bewusst ist, dass eine Menge Leute sich denken würden: “entweder er lügt oder er ist ein naiver Depp, wenn er sowas ohne Bezahlung ‘für’ A1 Telekom organisiert.” Nein, bin ich nicht: dass das WBF in diesem Jahr in meinem Hood stattfinden konnte, sah und sehe ich als unglaublichen Glücksfall.</p>
<p>Wir haben unseren Gästen die Flüge bezahlt, und dass die Leute im The Ring wohnen konnten, war ein extremer Glücksfall (weil Carl-Peter Echtermeijer, der Geschäftsführer, selbst ein Blog betreibt und sich sehr für die Thematik interessiert. Er hat meinen <a href="http://blog.datenschmutz.net/2010-07/world-blogging-forum-2010-vienna-die-digitale-medienzukunft/" class="liinternal">ersten Blogbeitrag zum WBF</a> gelesen und mich kontaktiert. Ich konnte es gar nicht glauben und war natürlich superglücklich, unsere Gäste in einem absoluten Spitzenhotel unterbringen zu können — aber auch diese Kooperation ergab sich erst, nachdem die internationalen Blogger bereits zugesagt hatten.</p>
<p>Ich sehe das ganz und gar nicht als selbstverständlich an: Andrea, Matthias, Domen und die meisten anderen sind *die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-media/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Media">Social Media</a> Aushängeschilder* in ihren Heimatländern — die halten andauernd Vorträge. Und zwar sehr gut bezahlte. Ich hatte einige Blogger, die ich nicht persönlich kannte, eingeladen — aber mit dem Großteil der Leute bin ich persönlich befreundet. *Niemand* von denen hatte irgendein Problem damit, dass das WBF vom größten österreichischen Kommunikations-Infrastruktur-Provider ermöglicht wird, kein einziger von den Leuten, die ich eingeladen habe, hat auch nur nachgefragt, ob’s denn ein Honorar gibt — nicht mal die “kalt akquirierten”. Diese Blogger kommen nach Wien um ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wochenende/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wochenende">Wochenende</a> mit Gleichgesinnten zu verbringen, um zu diskutieren — und ich bin wirklich nur froh drüber, dass jede und jeder von denen cool und gelassen genug ist, um nicht mal im mindesten unfreundlich zu reagieren auf die eine oder andere äußerst beleidigende Meldung.</p>
<p>Das gilt nicht nur für die Twitterwall: ganz besonders daneben hab ich übrigens die Wortmeldungen nach Anitas Vortrag über Social Commerce gefunden. Unter anderem wurde kritisiert, dass Anita über Social Commerce allgemein und nicht über ihre eigenen Projekte (über die’s wahrlich genug Interessantes zu berichten gäbe) sprach. Aber ich bin mir sehr sicher, die gleichen oder vielleicht auch andere Besucher sich dann höllisch drüber mokiert, was es denn für eine Unverschämtheit sei, einen “Verkaufsvortrag” zu machen.</p>
<p>Natürlich kann man alles falsch verstehen, wenn man unbedingt möchte — aber ich gebe mir Mühe, mich klar und deutlich auszudrücken. Also auf die Gefahr, mich zu wiederholen: es wäre lächerlich zu erwarten, dass jeder Vortragende mit Samthandschuhen angefasst wird oder dass jeder Diskussionsteilnehmer die gleiche Meinung hat. <strong>Es geht mir erstens um die Intention mit der und zweitens um die Art und Weise wie etwas gesagt wird.</strong> Aus genau diesem Grund halte ich <a href="http://www.baeck.at/blog/2010/11/14/stirb-twitterwall-stirb/#comments" class="liexternal">Diskussionen über die Gut– oder Bösartigkeit von Twitterwalls</a> für völlig verfehlt. It’s not the technology, stupid! Ob die Twitterwall vorne, hinten oder an der Decke hängt: was wir zu anderen sagen und wie wir es sagen ist ganz einfach nur eine Frage des zwischenmenschlichen Respekts. Oder, wie der Geek sagt: PEBKAC — Problem exists between keyboard and chair. Dass es sich dabei nicht um eine Vermutung handelt, wird jeder, der mal außerhalb des deutschen Sprachraums eine derartige Veranstaltung besucht hat, aus eigener Erfahrung bestätigen können. Wer immer auf der eigenen Weide grast, kann sich dagegen mit der Vorstellung schwer tun, dass das Gras anderswo sehr wohl grüner ist.</p>
<p>Ich schreibe hier über punktuelle Ausnahmen, denen ich kein übergroßes Gewicht geben will. Insgesamt war’s für mich und auch für “meine” Gäste ein fantastisches Wochenende, und ich freue mich wahnsinnig darüber, dass wir so viel Unterstützung bekommen haben, dass so viele Blogger gekommen sind, dass ich Gis — wir kennen uns online seit Jahren — endlich mal persönlich kennen lernte, dass wir das Format WBF überhaupt fortsetzen konnten, dass sich während der Veranstaltung für mich zwei spitzenmäßige Social Media Projekte ergeben haben, dass ich so viele interessante Gespräche führen konnten, dass wir endlich mal eine anständige Party gefeiert haben mit “Networking-freier-Zone” aka Dancefloor, und und und — die Liste könnte ich noch sehr sehr lange fortsetzen.</p>
<p>Damit habe ich alles gesagt, was ich noch loswerden wollte — mit diesem kathartischen Posting ist das Thema für mich nun endgültig abgeschlossen, ich werde nicht länger drauf herumreiten. Aber es war nun mal “mein” Event, deshalb kann und will ich das, was mich gestört hat, nicht unkommentiert lassen oder unter den Teppich kehren: sonst wird der Boden, auf dem man sich bewegt, nämlich früher oder später zur Stolperfalle. Auch wenn das alles nur eine winzig kleine Essiggurke in der Susitorte war, metaphorisch gesprochen.</p>
<p>Herzlichst, Ihr Blogfried</p></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Wienwahl: 2x2 Karten für die ATV Elefantenrunde</title>
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		<pubDate>Wed, 29 Sep 2010 04:30:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 3. Oktober 2010; 20:10 bis 22:10. ] Am 3. Oktober lädt ATV die Spitzenkandidaten der Wienwahl 2010 zur interaktiven Elefantenrunde in die Wiener Stadthalle - 20 datenschmutz Leserinnen und Leser können dem Spektakel live vor Ort beiwohnen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">3. Oktober 2010</td></tr><tr><td class="ec3_start">20:10</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">22:10</td></tr></table><p>Das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/orf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ORF">ORF</a>–Monopol auf sogenannte “Elefantenrunden” ist gebrochen — vor dem Ergebnis der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wienwahl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wienwahl">Wienwahl</a> zittern Lokal– und Bundespolitiker so sehr, dass sich sogar die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spoe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SPÖ">SPÖ</a> wie weiland vor der NR–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wahl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wahl">Wahl</a> nicht mehr traut, im Privatfernsehen durch Abwesenheit zu glänzen. Am kommenden Sonntag, dem 3. Oktober 2010, lädt ATV die Spitzenkandidaten der vier Parteien (BZÖ und KPÖ kann man nun wirklich nicht als “Parteien” bezeichnen) und 4 datenschmutz Leser in die Wiener Stadthalle ein. Jawoll-mit-Doppel-L, richtig gelesen: Sie können den gewiss hitzigen verbalen Schlagabtausch nicht nur im Fernsehen, sondern live vor Ort erleben. Martin Thür  findet nämlich genau wie ich, dass datenschmutz Leser <a href="http://www.facebook.com/datenschmutz?v=wall&#038;story_fbid=121379577915107&#038;ref=mf" class="liexternal">die besten</a> sind und hat mir 2x2 Tickets für die große Live-Horror-Show in der Stadthalle zur Verlosung überlassen. Muchos Gracias!</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/wienwahl.jpg" alt="wienwahl Wienwahl: 2x2 Karten für die ATV Elefantenrunde" title="Wien hat die Qual der Wahl" width="600" height="537" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Wer Interesse hat, am 3. Oktober Bundeshauptstadt-Politik mal ganz hautnah zu erleben, ist hiermit herzlich zur groß Live-Show eingeladen — ich werd mir das auf jeden Fall anschauen, denn bei der letzten ATV “Meine Wahl” Aufzeichnung (es ging drum, ob Heinz Fischer oder Fischer Heinz Bundespräsident wird) hatten wir im Bloggers’ Newsroom einen Heidenspaß. Gemeinsam ablästern macht eben doppelt Freude!</p>
<p>Hier die Eckdaten in aller Kürze:</p>
<blockquote><p>Eingang ist der Haupteingang der Halle F am Roland-Rainer Platz  (gegenüber  Lutz /Hütteldorferstraße, U6 Station Burggasse, 1150 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a>).<br />
Bitte vor 19:20 Uhr kommen, wegen Security Check und Akkreditierung. Die Sendung dauert von 20.10 Uhr bis 22.10 Uhr.</p></blockquote>
<h2 id="toc-wie-komme-ich-zu-meiner-akkreditierung">Wie komme ich zu meiner Akkreditierung?</h2>
<p><span id="more-23262"></span></p>
<p>Wer am Sonntag bei der Aufzeichnung in der Stadthalle dabei sein möchte, hinterlässt einfach einen Kommentar zu diesem Beitrag; ich muss bis Freitag die Gästeliste an Martin schicken. Ich kann wie gesagt 2x2 Karten vergeben, daher:</p>
<ul>
<li>Wenn mehr als 2 datenschmutz-Leser mitmachen, entscheidet das Los.</li>
</ul>
<p>In jedem Fall werden die Gäste/Gewinner am Freitag verständigt, also bitte unbedingt eine gültige <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/e-mail/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with E-Mail">E-Mail</a> Adresse eingeben! (Man kann auf datenschmutz auch kommentieren, ohne die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/e-mail/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with E-Mail">E-Mail</a> anzugeben; aber dann wird’s schwierig mit der Akkreditierungsbestätigung, und da die Aktion recht kurzfristig stattfindet, tu ich mir schwer, den Andrang abzuschätzen.) Und: Das ist zwar kein “Gewinnspiel” im klassischen Sinn, aber man weiß ja nie, hinter welchem Busch ein Jurist lauert, insofern: es gelten die üblichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/gewinnspiele/#tnb" class="liinternal">Teilnahmebedingungen</a>.</p>
<h3 id="toc-die-live-diskussion">Die Live–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussion">Diskussion</a></h3>
<p>Die Wogen dürften hoch schlagen, sowohl bei den Gästen als auch beim Publikum, dessen Zusammensetzung nicht unbedingt den realen politischen Kräfteverhältnissen entspricht:</p>
<blockquote><p> Die politische Konfrontation wird vor Publikum ausgetragen, wobei ATV das Kartenkontingente per Vorkaufsrecht zu gleichen Teilen auf SPÖ, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oevp/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ÖVP">ÖVP</a>, FPÖ und Grüne aufgeteilt hat. Moderiert wird die Sendung von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sylvia-saringer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sylvia Saringer">Sylvia Saringer</a> und Meinrad Knapp. <small>[<a href="http://derstandard.at/1285199184435/Wien-Wahl-ATV-und-Puls-4-mit-eigenen-Elefantenrunden" rel="nofollow" class="liexternal">DerStandard.at</a>]</small></p></blockquote>
<p>Ähnlich wie bei <a href="http://blog.atv.at/ampunkt" class="liexternal">Am Punkt</a> setzt ATV auf rege Publikumsbeteiligung: bereits im Vorfeld können Fragen an die Spitzenkandidaten <a href="http://atv.at/contentset/821732-atv-meine-wahl/1193425" class="liexternal">deponiert</a> werden. Moderiert wird die Diskussion von Sylvia Saringer und Meinrad Knapp. Den “windigen” Trailer finde ich ausgesprochen gelungen:</p>
<div align="center"><script src="http://pro.hit.gemius.pl/gstream.js"></script><object width="400" height="350"><param name="movie" value="http://atv.at/flash/EmbedPlayer/EmbedPlayer.swf" /><param name="FlashVars" value="environment=production&amp;configPath=http%3A%2F%2Fatv.at%2Fflash%2Fflash%2FEmbedPlayer%2F&amp;contentSetId=821732&amp;activeClipId=1200229"><param name="allowScriptAccess" value="always" /><param name="allowFullscreen" value="true" /><embed src="http://atv.at/flash/EmbedPlayer/EmbedPlayer.swf" width="400" height="350" name="EmbedPlayer" allowScriptAccess="always" allowFullscreen="true" type="application/x-shockwave-flash" flashvars="environment=production&amp;configPath=http%3A%2F%2Fatv.at%2Fflash%2Fflash%2FEmbedPlayer%2F&amp;contentSetId=821732&amp;activeClipId=1200229"></embed></param></object><br /><a href="http://atv.at/contentset/821732-ATV%20Meine%20Wahl/1200229/0" class="liexternal">ATV Meine Wahl</a> auf <a href="http://www.atv.at" class="liexternal">ATV.at</a></div>
<p>2 Stunden große Politik-Theater, 2 Stunden Live-Fernsehen, 2 Stunden Stadthalle — aber wer hat schon an einem Sonntagabend 6 Stunden Zeit? ATV erledigt das alles in einem Drittel der Zeit, und es würd mich freuen, Sie / dich am kommenden Sonntag in der Wiener Stadthalle zu treffen. Ich meine, die Diskus-Inquisition könnte durchaus unterhaltsam werden und idealerweise Anhaltspunkte für die diesmal ohnehin reichlich schwierige Wahlentscheidung liefern.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Blogparade: Wann ist man jemand im Web?</title>
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		<pubDate>Mon, 27 Sep 2010 09:54:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wann ist man jemand im Web? Anlässlich des Kick-Offs der Eventreihe twentytwenty rufen die Organisatoren zur selbstreflexiven Blogparade auf.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Anlässlich des Kick-Offs der Eventreihe <a href="http://www.twentytwenty.at/ich-2-0/speaker/" class="liexternal">TwentyTwenty — exploring the future</a> rufen die Organisatoren zu einer Blogparade auf: die Beiträge sollen Geert Lovinks Vortrag und die nachfolgende Diskussion im Radiokulturhaus ergänzen. Ich habe die Ehre und das Vergnügen, mit Moderator Martin Mühl, Falter-Redakteurin Ingrid Brodnig und dem altgedienten nettime-Haudegen himself die Bühnenbretter des Radiokulturhauses zu teilen und hoffe, dass die passende Identität kommenden Mittwoch aus dem Waschsalon zurück ist, denn: Netzkritik ist angesagt!</p>
<p>Geert hat nämlich auch schon begonnen zu schirrmachern und sich in alter Netzaktivisten-Tradition am 31. Mai 2010 freiwillig das Facebook-Leben genommen. Ein Netz-Verweigerer ist er deswegen keineswegs, sagt er: “The future is not some alien invasion from outside but is shaped by everyone. The future is inside us.” </p>
<p>Die Frage sei bloß: wer kontrolliert, wer strukturiert das Ich 2.0? Ich warte noch bis Mittwoch auf die ultimative <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/antwort/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Antwort">Antwort</a> und unternehme im Vorfeld mit Ihnen, verehrter Leser, einen Ausflug in die Vergangenheit, und die dauert — so viel Vorwegnahme muss ein — immer noch an. Schon wieder. Aber man kann’s nun mal nicht allen Recht machen: Us and them, wir und die anderen, Innen und Außen, ich und die Welt, darum dreht sich’s. Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> sind neu, die Frage nach der Identität bleibt hochgradig identisch, mehr ganz– als teilüberlappend.</p>
<p><strong>Wann ist man “jemand” im Web?</strong> lautet die, wie sich’s für eine anständige Blogparade gehört, vergleichsweise einfach formulierte Frage. “Ab 1994″ gilt nicht, also:</p>
<p><strong>Man ist jemand im Web, wenn ein anderer, von dem man glaubt, dass er jemand im Web ist, glaubt, man sei jemand im Web.</strong><span id="more-23025"></span></p>
<p>Warum? Lassen Sie mich dazu ausholen. Nicht ein wenig, sondern gleich g’scheit weit.</p>
<h3 id="toc-folge-1-boethius">Folge 1: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/boethius/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Boethius">Boethius</a></h3>
<p>Sogar bei fernerer Betrachtung kann man nicht übersehen, dass die Frage nach der Identität Bestandteil jeder sinnstiftenden Lehre ist, das breite Spektrum der angebotenen Erklärungen, Meta-Erklärungen und Deutungsmuster bezeichnen wir gemeinhin als Kultur. Da geht’s uns nicht mal sprichwörtlich an den ziemlich weit oben liegenden Kragen, nein, wir müssen die Wurzel packen. Also auf in den De Lorean und schnell mal gute 2.000 Jahre zurückgereist.</p>
<p>Boethius habe damals angeblich gesagt: “Si tacuisses, philosophus mansuisses.” (Hättest du geschwiegen, wärst du Philosoph geblieben). Der Aufmerksamkeitsökonom könnte noch hinzufügen “aber hättest es nie mit dem blonden IT-Girl getrieben”. Ist Schweigen doch die schleichende Zellvergiftung der Selbstdarstellung, so lautet zumindest §1 der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ich-ag/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ich AG">ICH AG</a> Geschäftsordnung.</p>
<p>Konnte Boethius etwa ahnen, dass heutzutage alles mit jedem kommunizieren will, ja geradezu muss? Dazu gehört nicht viel, denn gewiss wusste er um seine eigene paradoxe Situation: hätte Boethius geschwiegen, wäre er uns unbekannt geblieben.</p>
<p>Passend dazu flexibilisierte sich das Heilsversprechen, das hat der rasche Blick ins Morgen, der auf ausreichend lange Sicht ja notwendigerweise zum Blick ins Jenseits wird, immer schon so an sich gehabt. Warhol mit seinen 15 Minutes of Fame tritt nicht als Vordenker einer Aufmerksamkeitsökonomie auf, sondern beendet das Zeitalter der humanzentrierten <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Apotheose" rel="nofollow" class="liwikipedia">Apotheose</a>:</p>
<blockquote><p>Apotheose (griechisch apo– “fern-, ins Ferne”, theós “Gott”) ist die Erhebung eines Menschen zu einem Gott oder Halbgott. Es bedeutet auch nur “Verherrlichung”. Sie hat ihren Ursprung im Altertum, als geglaubt wurde, dass “große Persönlichkeiten” zu Göttern würden und wie diese verehrt werden könnten bzw. sollten.</p></blockquote>
<p>Gottwerdung schließt Technik ein, Gaia und der Global Brain erweitern unsere Identität, sie connecten uns mit der Gottmaschine. Mögen Lichtnahrungs-Prediger beim Kebabstand um die Ecke völlern, “the big promise” steht immer im Raum: “Es wird garantiert aus dem Wald zurückschallen, wie auch immer. Wenn du nur hineinrufst.” Der Downstream bekommt mehr Bandbreite als der Upstream, hier endet die “anarchische Struktur”, diese Ungleichgewicht ist in der Provider-Hardware quasi fest verdrahtet.</p>
<p>Das wäre also die Kurzfassung, eine bestechend lineare Entwicklung vom antiken Bon-Moteur zum Twitter-Werbepapst des 21. Jahrhunderts. Aber der Vergleich hinkt, die Crux rostet, der Übertragungskanal schreibt seinen Treppenwitz in die Dunkelkammer der Geschichte ein. Rauschen ist auch eine Art von Remixen, und den Beweis, dass der Informationsgehalt sich umgekehrt proportional zum Nährwert verhält, ist uns die Boulevardwissenschaft bis heute schuldig geblieben.</p>
<p>Boethius, der alte Schlingel, hat nämlich was anderes gesagt, und auch aufgeschrieben in seiner “Philosophiae Consolatio”, sonst wüssten wir das erst seit meiner Zeitreise. Also zuerst nicht geschwiegen und dann auch noch geschrieben:</p>
<blockquote><p>Möchtegern-Philosoph: “Intellegis me esse philosophum?” [Erkennst du nun, dass ich ein Philosoph bin?]<br />
Boethius: “Intellexeram, si tacuisses.” [Ich hätte es erkannt, wenn du den Mund gehalten hättest.]</p></blockquote>
<p>Was sich reimt, wird eben wahrer, das wusste schon der Pumuckl. Der Unterschied zählt, denn er, Boethius, zieht seine Schlüsse aus dem Kommunikationsverhalten seines Gegenübers. Der Nicht-Philosoph macht Boethius zum Philosophen. #<a href="http://www.google.at/search?q=differance" rel="nofollow" class="liexternal">différance</a>, #<a href="http://www.google.at/search?q=Apoha" class="liexternal">Apoha</a></p>
<p><strong>Identität ist ergo ein Nebenprodukt kommunikativer Aktivität.</strong></p>
<h3 id="toc-folge-2-neidhart-von-reuental">Folge 2: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/neidhart-von-reuental/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Neidhart von Reuental">Neidhart von Reuental</a></h3>
<p>Zuviel Gelaber, zu viele Tweets, Fragmente allerorten: einmal mehr drohen Medien mit der Vernichtung unserer “Kultur”, und wir werden auf die einzige adäquate Weise reagieren, auf jene Weise, die sich schon so oft bewährt hat. Wir erfinden einfach neue, noch viel gefinkeltere Medien, die jene, welche uns einst furchtbare Schreckensvisionen bescherten, vollkommen harmlos aussehen lassen.</p>
<blockquote><p><em>Frage an Radio Eriwan: Ist unsere Identität durch das Internet bedroht?<br />
Antwort: Im Prinzip ja. Aber irgendwann musste das Internet ja mal beginnen, sich zu wehren.</em></p></blockquote>
<p>Denken Sie nur mal an die zunehmende Verrohung der Jugend! Fast wäre es dem Fernsehen gelungen, einer ganzen Generation viereckige Augäpfel zu verpassen und sie völlig vom Leben abzuschotten. Im letzten Moment ritt jedoch ein Held am weißen Ross heran. Und als dann schließlich Computerspiele jeden Super Mario World Spieler zum potentiellen Amokläufer machten, war es wirklich an Zeit für ein neues Bedrohungsszenario: et voila, schon wird die Jugend in Facebook gestalkt und gemobbt. Vermutlich.</p>
<p>Wir tendieren ja immer dazu zu glauben, die Erstlöser jedes scheinbar genuin neuen Problems zu sein, dabei wusste schon Neidhart von Reuental im Mittelalter ganz genau, dass Rede und Verstand nicht kongruent sein müssen:</p>
<blockquote><p>Doch wais ich czwen dorff chnaben<br />
die enruchten das ich wer begraben<br />
so cziment sich so wahe.<br />
das ist limmenczaun vnd irrenfrid.<br />
der in die oren paide ab snit.</p>
<hr />
Zwei nette Burschen wohlbekannt,<br />
Mit großem Maul und kaum Verstand,<br />
Die säh’n mich gerne leiden.<br />
Sind Limmenzaun und Irrenfritz,<br />
Ach, schlüg vom Himmel doch ein Blitz<br />
G’rad mitten durch die beiden!</p></blockquote>
<p>Limmenzaun und Irrenfritz — Ist dieser Neidhart zeitlos oder “macht heute überhaupt niemand mehr sowas Gutes”? Limmenzaun und Irrenfritz, die Foren-Trolle des Mittelalters: mit großem Maul und kaum Verstand.</p>
<p><strong>Kommunikative Aktivität ist ergo ein Nebenprodukt unserer Identität.</strong></p>
<h3 id="toc-endstation-sehnsucht">Endstation: Sehnsucht</h3>
<p>Wann ist man “niemand” im Web? Sehr geehrte Jury, lieber Vorsitzender, geschätztes Publikum! Diese Frage ist weit schwieriger zu beantworten, lassen Sie mich Ihnen dies an einem Beispiel erklären:</p>
<blockquote><p><em>Morten Gibrit war noch nie im Internet. Es interessiert ihn einfach nicht. Aber “he’s <a href="http://www.cluetrain.com/" class="liexternal">not</a> in control!”  Sein weit jüngerer Halbbruder Bruder Terrance Fitze-Gibrit hat ohne sein Wissen eine Facebook-Page angelegt und schreibt dort regelmäßig Status-Updates. Der falsche Morten hat mittlerweile über eine Million Fans.</em></p></blockquote>
<p>Jetzt Frage ich Sie, kompetent-objektive Jurymitglieder, wer hat die Identität entführt und kein Lösegeld verlangt?</p>
<p>a) Morten ist jemand im Netz, Gibrit ist niemand.<br />
b) Morten und Gibrit sind beide niemand im Netz.<br />
c) Morten ist niemand im Netz, Gibrit ist jemand.<br />
d) Morten und Gibrit sind beide jemand im Netz.</p>
<p>Merken Sie, wie komisch diese Anhäufung von jemands und niemands klingt? Sowas sind wir einfach nicht gewohnt, genauso wenig wie die Tatsache, dass es keine richtige Antwort gibt. Ihre <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wahl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wahl">Wahl</a> mag einiges über Sie verraten, liebes Jurymitglied, über Ihre Identität, über Ihr Verhältnis zu Sein und Schein. Über Mortens und Gibrits jemand/niemand Status erfahren wir dabei gar nichts. Seien Sie bloß froh, dass heute niemand verurteilt werden muss.</p>
<p>[Der Ankläger verlässt den Gerichtssaal.]</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Identität 1.0 ist für unser kausales Denken schwierig genug zu fassen und die wenigen Bugfixes rechtfertigen keinesfalls einen ganzzahligen Versionssprung. Identität 1.0.1 meinetwegen oder wenn’s sein muss auch 1.1. Weil wie schon erwähnt:</p>
<p><strong>Man ist jemand im Web, wenn ein anderer, von dem man glaubt, dass er jemand im Web ist, glaubt, man sei jemand im Web.</strong></p>
<p>Das war aber in der nicht-virtuellen Welt auch immer schon so. Dass der “Andere” ein eigener Fake-Account sein kann, ist übrigens auch nichts Neues. Fragen Sie mal bei der Gewerkschaft der “Imaginären Freunde” nach: die sind inzwischen fast alle arbeitslos.</p>
<p><strong>Weitere Beiträge zur Blogparade</strong></p>
<ul>
<li><a href="http://www.2-blog.net/2010/twenty-twenty/" class="liexternal">Ich 2.0 | Blogparade twenty.twenty</a> von Luca Hammer</li>
<li><a href="http://www.myway-rocknroll.at/2010/09/ich-2-0-twentytwenty-at-blogparade/" class="liexternal">Ich 2.0 — twentytwenty.at Blogparade</a>von René Wegscheider</li>
<li><a href="http://digiom.wordpress.com/2010/09/28/wann-ist-eigentlich-jemand-niemand-im-web-2-0/" class="liexternal">Wann ist eigentlich jemand niemand im Web 2.0?</a> von Jana Herwig</li>
<li><a href="http://www.werquer.com/blog/2010/09/das-sozial-erwunschte-ich-2-0/" class="liexternal">Das sozial erwünschte Ich 2.0</a> von Werner Reiter</li>
<li><a href="http://c-fischer.com/blogparade-wann-ist-man-jemand-im-web/" class="liexternal">Blogparade: Wann ist man jemand im Web?</a> von Christian Fischer</li>
<li><a href="http://www.alexanderstocker.at/2010/10/der-zusammenhang-zwischen-online-und.html" class="liexternal">Der Zusammenhang zwischen Online– und Offline-Reputation</a> von Alexander Stocker</li>
</ul>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Ach so, deswegen</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-07/ach-so-deswegen/</link>
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		<pubDate>Fri, 23 Jul 2010 17:10:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das ist ein Plakat, kein Flyer! Ach so, deswegen...]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die beste <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/unterhaltung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Unterhaltung">Unterhaltung</a>, die ich in einem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/forum/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Forum">Forum</a> seit langem gelesen hab, muss hier verewigt werden. Folgendes Setup: im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/thread/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Thread">Thread</a> wird eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/party/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Party">Party</a> angekündigt, einer der Veranstalter postet postet, wie in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/party/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Party">Party</a>–Foren üblich, den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/flyer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Flyer">Flyer</a>, und zwar ein einer ziemlich riesigen, weit über 1000 Pixel breiten Variante. Daraufhin entspannt sich folgender <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dialog/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Dialog">Dialog</a> zwischen dem Veranstalter und — nennen wir ihn <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/joe/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Joe">Joe</a>.</p>
<p><em>Joe:</em> Auf diesem Flyer kann man ja gar nichts lesen…hast ihn vielleicht auch noch eine Spur größer?<span id="more-7432"></span></p>
<p><em>Veranstalter:</em> Das ist das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plakat/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plakat">Plakat</a> zur Party, kein Flyer.</p>
<p><em>Joe:</em> Ach so. Deswegen.</p>
<p>Made my day! Und damit vergessen wir mal kurz Auflösungen und Abmessungen — schönes <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wochenende/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wochenende">Wochenende</a>!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie">Ritchie</a> Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Neu auf datenschmutz: Kommentare bewerten</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-07/neu-auf-datenschmutz-kommentare-bewerten/</link>
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		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 22:16:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[datenschmutz hat eine Kommentar-Rating Funktion spendiert bekommen: ab sofort können alle User via Daumen hoch / Daumen runter sämtliche Kommentare am Blog bewerten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So mancher Facebook-User wünscht sich neben dem hinlänglich bekannten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/like/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Like">Like</a>- auch einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dislike/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Dislike">Dislike</a>–Button. Doch beim größten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-network/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Network">Social Network</a> der Welt wird Schweigen auch weiterhin Nicht-Zustimmung signalisieren. Die ganze binäre Bandbreite der zwei Grund-Emotionen gibt’s dagegen ab sofort bei allen datenschmutz Kommentaren: mit den “Daumen-hoch” bzw. “Daumen-runter” Symbolen kann jeder Besucher jeden Kommentar <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/bewerten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Bewerten">bewerten</a>:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/07/commentratingds.jpg" alt="commentratingds Neu auf datenschmutz: Kommentare bewerten" title="Kommentare bewerten" width="600" height="242" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p><span id="more-4321"></span></p>
<p>Besonders beliebte Wortspenden werden in weiterer Folge grafisch hervorgehoben dargestellt. Für die Voting-Funktion nutze ich das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plugin/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plugin">Plugin</a> <a href="http://wealthynetizen.com/wordpress-plugin-comment-rating/" class="liexternal">Comment Rating</a> von <a href="http://wealthynetizen.com/" class="liexternal">Bob King</a>. Ich hab mir (alte Gewohnheit) gleich mal die Pro-Version gekauft, Plugin-Autoren, die solche Perlen coden, müssen unterstützt werden.</p>
<p>Comment Ratings stellt nicht nur ein nettes <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/community/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Community">Community</a>-<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gimmick/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with gimmick">Gimmick</a> dar, sondern zeigt eine interessante Möglichkeit für crowd-sourced Kommentar–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/moderation/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Moderation">Moderation</a> auf — also, hochverehrte Leserinnen und Leser, halten Sie mit Ihrer Meinung nicht hinter dem Berg. Two thumbs up!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>World Blogging Forum 2010 Vienna: Die digitale Medienzukunft</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Jul 2010 11:41:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 13. November 2010; 9:00 bis 23:00. ] Am 13. November laden datenschmutz und die A1 Telekom Austria zum World Blogging Forum nach Wien - internationale Top-Blogger diskutieren mit Österreichs Social Media Experten über die digitale Zukunft und die Medien-Etnwicklung der nächsten Jahre.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">13. November 2010</td></tr><tr><td class="ec3_start">9:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">23:00</td></tr></table><div style="float:left;background-color:#ededed;padding-right:3px;margin-top:5px;margin-right:9px;width:230px;height:44px;border:2px solid #4a748a;"><a href="http://blog.datadirt.net/2010-07/world-blogging-forum-vienna-2010-the-next-10-years-in-digital-media/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/usa.jpg" alt="usa World Blogging Forum 2010 Vienna: Die digitale Medienzukunft" title="usa" width="64" height="42" style="float:left;margin-right:6px;background-color:#4a748a;padding-left:3px;padding-right:3px;padding-bottom:1px;padding-top:1px;" /></a><small>Dieser Beitrag ist auch <a href="http://blog.datadirt.net/2010-07/world-blogging-forum-vienna-2010-the-next-10-years-in-digital-media/" class="liexternal"><strong>auf Englisch</strong> verfügbar.</a></small></div>
<p>Am 13. November 2010 laden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/a1-telekom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with A1 Telekom">A1 Telekom</a> Austria und datenschmutz zur ersten internationalen Weblog–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/konferenz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Konferenz">Konferenz</a> in Wien. Beim World Blogging Forum 2010 diskutieren Top-Blogger aus verschiedenen Ländern über die Medienwelt von morgen. Auf dem Programm der eintägigen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/konferenz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Konferenz">Konferenz</a> steht die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> der digitalen Medienproduktion und –nutzung, ein detailliertes Session-Programm geht demnächst auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wbf2010/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WBF2010">wbf2010</a>.at online. Stattfinden wird das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wbf2010/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WBF2010">WBF2010</a> (Sie haben es bereits vermutet: #<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wbf2010/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with WBF2010">wbf2010</a> ist auch der offizielle Twitter Tag!) im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/a1-ta/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with A1 TA">A1 TA</a> Hauptquartier in der Lasallestraße 9: dort stehen uns ein großer Saal sowie zusätzlich diverse Konferenzräume für Breakout-Sessions zur Verfügung.</p>
<p>Österreichische Blogger und Pressevertreter sind selbstverständlich herzlich willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos, die Plätze sind allerdings begrenzt: im Lauf der nächsten Monaten werden wir alle verfügbaren Tickets auf verschieden Blogs vergeben. Die ersten 10 Teilnahmeplätze für Schnellentschlossene gibt’s mit dieser Ankündigung — sicher Sie sich gleich ein Ticket für das <strong>World Blogging Forum 2010</strong> in Wien!</p>
<h3 id="toc-10-pltze-frs-world-blogging-forum-2010-zu-vergeben">10 Plätze fürs World Blogging Forum 2010 zu vergeben</h3>
<p>Blogger-Events und Barcamps leben von der Beteiligung aller Teilnehmer: wir wünschen uns aktive Besucher, die sich an den Diskussionsrunden beteiligen und mit uns einen Blick in die Zukunft des Internet werfen möchten. Für Catering und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/party/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Party">Party</a> wird natürlich gesorgt! Wer am 13. November mit dabei sein möchte, beantwortet via Kommentar folgende Frage:</p>
<p><strong>Warum möchten Sie / warum möchtest du am World Blogging Forum 2010 teilnehemen?</strong></p>
<p>Die ersten 10 Spots werden bis zum 15. August vergeben. Achtung: alle Sessions und die folgenden Diskussionsrunden werden in Englisch abgehalten!</p>
<h3 id="toc-worum-gehts-beim-world-blogging-forum-vienna">Worum geht’s beim World Blogging Forum <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vienna/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vienna">Vienna</a>?</h3>
<p>Technologie-affine Blogger machen sich Gedanken über die Zukunft: noch vor wenigen Jahren bestand das Internet aus statischen Inhalten, in nicht einmal fünf Jahren hat Social Media einen beispiellosen Siegeszug angetreten. Wie wird sich digitale Multimediawelt in den nächsten 10 Jahren entwickeln? Welche Rollen wird das Internet im täglichen Leben und in der Berufswelt spielen? Beim World Blogging Forum 2010 diskutieren Experten, die sich täglich im Cyberspace bewegen und mit ihren Weblogs zu den populärsten Medienexperten ihres Landes geworden sind, über ihre Ideen zur Zukunft des (mobilen) World Wide Web.</p>
<p>“Die Infrastruktur der Telekommunikationsanbieter ist das Rückgrat der Wissensgesellschaft. A1 Telekom Austria baut aber nicht nur die Netze dafür, wir wollen auch mit Experten auf allen Ebenen darüber sprechen, wie sich Gesellschaft und die Medienwelt entwickeln – also für welche Services und Inhalte wir die Datenautobahnen ausbauen,” so Werner Reiter, Pressesprecher des Veranstalters und Hauptsponsors A1 Telekom Austria.</p>
<p>datenschmutz-Stammleser wissen, was für eine einzigartige Erfahrung das World Blogging Forum 2009 in Bukarest für alle Beteiligten darstellte. Ich finde es einfach nur großartig, dass ich gemeinsam mit A1 TA dieses außergewöhnliche Konferenzformat in Wien hosten kann — und zähle auf rege Beteiligung der Locals. Wir werden während des Events einige freiwillige Helfer brauchen, Ideen und Vorschläge sind selbstverständlich hochgradig willkommen. Nähere Details zu Kooperations-Möglichkeiten und Mitarbeit folgen in Kürze auf wbf2010.at!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie">Ritchie</a> Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>u-ton Podcast: Das Ende der Audimax-Besetzung</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2010-01/u-ton-podcast-das-ende-der-audimax-besetzung/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Jan 2010 21:03:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im aktuellen Radio u-ton Podcast diskutieren Paul Lohberger und Alexander Weber mit Studiogästen über das Ende der Audimax-Besetzung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Paul Lohnberger und Alexander Weber begrüßen im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/studio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Studio">Studio</a> diverse Gäste aus dem Zentrum des universitären Protestgeschehens, mit denen das Moderatorenduo über das Thema Uniproteste respektive <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/audimax/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Audimax">Audimax</a>–Besetzung diskutiert — die Sendung wurde kurz vor Weihnachten am Tag nach der überraschenden Räumung des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/audimax/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Audimax">Audimax</a> aufgenommen. Viel Vergnügen beim Nachhören!</p>
<p>[Im Original-Posting finden Sie an dieser Stelle ein Audio-Snippet.]<span id="more-4032"></span></p>
<p>Ein Archiv aller auf datenschmutz publizierter Radio <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/u-ton/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with U-Ton">u-ton</a> Podcasts finden Sie <a href="http://blog.datenschmutz.net/category/schmutzflash/audio/uton-podcast/" class="liinternal">hier</a>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie">Ritchie</a> Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Blogistan Panoptikum KW44 2009</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Nov 2009 00:16:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Twitter führt einfach so das neue Listen-Feature ein, während Linzerschnitte und datenschmutz auf Urlaub waren. Höchste Zeit, wieder auf eine Woche Social Media zurück zu blicken: wir laden ein zum Blogistan Panoptikum mit aktuellen Twitter und Facebook News.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach der urlaubsbedingten Pause geht es heute an dieser Stelle wieder mit dem gemeinsamen Wochenrückblick von <a href="http://www.linzerschnitte.at" class="liexternal">Linzerschnitte</a> und datenschmutz weiter. Unvorstellbares hat sich schon wieder zugetragen: Twitter unterstützt mit der neuen Funktion “Lists” ein Komfortfeature, mit dem avanciertere Clients schon lange glänzen, die deutsche Regierung steht zur 2-Klassen-Medizin und die 2. Klasse kriegt zukünftig nur mehr <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Jahr_2022%E2%80%A6_die_%C3%BCberleben_wollen" rel="nofollow" class="liwikipedia">Soylent Green</a>. Aber wir greifen schon wieder davor, dabei sollten wir doch eigentlich zurückblicken!</p>
<div class="toc">
<ol>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-the-revolution-has-been-televised-copyright-by-digiom" class="liinternal">The revolution has been televised (copyright by <a href="http://digiom.wordpress.com">@digiom</a>)</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-facebook-wird-weniger-viral" class="liinternal">Facebook wird weniger viral</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-gemeinsame-feinde-verbinden" class="liinternal">Gemeinsame Feinde verbinden</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-stehst-du-auf-der-liste" class="liinternal">Stehst du auf der Liste?</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-air-2-0-in-adobes-pipeline" class="liinternal">Air 2.0 in Adobes Pipeline</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-suchergebnis-reputation-management" class="liinternal">Suchergebnis-Reputation-Management</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-der-post-journalismus-journalismus" class="liinternal">Der Post-Journalismus Journalismus</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-mobile-themes-fr-wordpress-com-blogs" class="liinternal">Mobile Themes für WordPress.com Blogs</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-khe-furzen-zuviel" class="liinternal">Kühe furzen zuviel</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-keine-alternative-zur-schweinegrippe-in-sicht" class="liinternal">Keine Alternative zur Schweinegrippe in Sicht</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-foto-der-woche" class="liinternal">Foto der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-ritchies-video-der-woche-found-footage-san-francisco-1958" class="liinternal">Ritchies Video der Woche: Found Footage: San Francisco 1958</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-judiths-video-der-woche" class="liinternal">Judiths Video der Woche</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/#toc-lesetipps-der-woche" class="liinternal">Lesetipps der Woche</a></li>
</ol>
</div>
<h2 id="toc-the-revolution-has-been-televised-copyright-by-digiom">The revolution has been televised (copyright by <a href="http://digiom.wordpress.com" class="liexternal">@digiom</a>)</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Ja, jetzt ist es endlich soweit: Auch wir Österreicher dürfen bei der Cloud-Revolution mitspielen! Lange haben wir uns leid gesehen, nun darf auf auch hierzulande eine Web 2.0-Revolution exekutiert werden! Mit allem, was zum Web 2.0 dazugehört:  Facebook Gruppen, Flickr, Twitter, Hashtags, Blogs, Wikis, <a href="http://www.ustream.tv/channel/unsereuni" class="liexternal">Livestreams</a>. Auch würde es Inhalte geben, wurde kolportiert. [/Sarkasmus] </p>
<p>Seit 10 Tagen wird das Wiener Audimax besetzt, und was da an Protestinfrastruktur aus dem Boden gestampft wurde ist ziemlich beeindruckend. So sehr, dass die Medienberichterstattung sowohl in Old– als auch in New Media sich mehr um Livestreams, Voküs und Facebook-Gruppen zu drehen scheint, als um Inhalte. Doch darüber sind alle sich einig: Die Uni-Besetzer in ganz Österreich kann man nur unterstützen. Die Zustände an den Unis sind schon lange unerträglich und die Unterzeichnung der Bologna-Erklärung kommt rückwirkend gesehen einem bildungspolitischen Waterloo gleich. Mein persönliches aktuelles Frusterlebnis in Sachen Bologna-reformierte Uni: Die neuen, verschulten Studiengänge schließen berufsbegleitendes Studieren vollständig aus.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/audimax-besetzung.jpg" alt="audimax besetzung Blogistan Panoptikum KW44 2009" title="audimax-besetzung" width="300" height="225" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;margin-left:0px;border:1px solid gray;" />Genauso tragisch ist der völlige Ausschluß von Studenten und Mittelbau aus sämtlichen entscheidenen Gremien, eine kleine Entdemokratisierung, die uns die schwarz-blaue Koalition vor 8 Jahren bescherte. Und wer so etwas wie das akademische Schlußlicht Europas ist, sollte universitäre Platzprobleme nicht mit Zugangsbeschränkungen lösen. Denn hätte es in den späten 90er Jahren Zugangsbeschränkungen gegeben, hätten wohl viele Jugendliche wie ich, die nicht aus Akademikerfamilien stammen, niemals den Entschluß gefasst, sich das mit dem Studium mal anzusehen. Gegen die Einführung der Studiengebühren hab ich schon vor Jahren demonstriert — dann allerdings meine Meinung revidiert: Nach Einführung der Studiengebühren habe ich (wenn auch zeitversetzt) doch einige merkliche Verbesserungen an den Unis gesehen und würde Studiengebühren kombiniert mit einem entsprechenden Stipendienwesen durchaus für sinnvoll erachten.  Zum Thema “Sexismus an Unis” fällt mir fast nur eins ein: Niemals wieder ist mir an einem Ort so wenig Sexismus untergekommen, wie an der Uni — zumindest aus Studentensicht. Davon abgesehen hat dieses Thema mit dem Kern der Debatte wenig bis nichts zu tun. </p>
<p>Nichtsdestotrotz ist aber auch die Slacktivism Rate bei #unibrennt ziemlich hoch. Fast 24.000 Unterstützer auf Facebook, 1.300 weitere bei der Gruppe “ArbeitnehmerInnen unterstützen die Uni-Proteste”. Klingt großartig. Bei einer geplanten Kundgebung der “ArbeitnehmerInnen” am Nachmittag des 1.11.2009 sind dann von 130 fix angemeldeten und 200 “maybes” knapp 15 Leute erschienen. Und im Audimax auf etwa 50 weitere Besetzer gestoßen. Nicht verwunderlich, neun Tage Besetzung und Protest fordern ihren Tribute. Aber mal ehrlich: in Österreich gibt es knapp 200.000 Studierende — sind alle bisher zuhause gebliebenen mit den Zuständen an Österreichs Unis zufrieden?! Also, Ärsche hoch, Freunde, so schnell kommt die Gelegenheit nicht wieder, etwas verändern zu können — oder es zumindest zu versuchen.</p>
<p>Bleibt nur mehr zu hoffen, dass die Revolution und ihre Basisdemokratie nicht ihre Kinder frisst. Amen. </p>
<p>PS: Wer real unterstützen will: <a href="http://wiki.unsereuni.at" class="liexternal">http://wiki.unsereuni.at</a><br />
Wer lieber beim Slacktivism bleibt: <a href="http://www.facebook.com/home.php#/unsereuni" class="liexternal">Facebook Gruppe “Unsere Uni”</a>, <a href="http://www.facebook.com/search/?q=arbeitnehmerinnen&#038;init=quick#/group.php?gid=169141562370&#038;ref=search&#038;sid=837873218.2429095758..1" class="liexternal">Facebook Gruppe “ArbeitnehmerInnen unterstützen Uni-Proteste”</a>, <a href="http://twitter.com/unibrennt<br />
http://twitter.com/tubrennt">Facebook Page TU Wien brennt</a><br />
Twitter: <a href="http://twitter.com/ugrazbrennt" class="liexternal">@ugrazbrennt</a><br />
<a href="http://www.unsereuni.at" class="liexternal">www.unsereuni.at</a><br />
FlickR: <a href="http://www.flickr.com/unibrennt/" class="liexternal">Uni brennt</a>, <a href="http://www.flickr.com/groups/unibrennt/" class="liexternal">FlickR Gruppe</a></p>
<h2 id="toc-facebook-wird-weniger-viral">Facebook wird weniger viral</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Zynga und Playfish, die zwei größten Anbieter von Social Games auf Facebook, haben gut lachen: sie erzielen mit ihren Spielchen Millioneneinkommen, während Host Facebook noch immer keine positiven Cash-Flow generiert. Die diversen Notification-Messages sollen zukünftig gravierend eingeschränkt werden, wie <a href="http://venturebeat.com/2009/10/26/facebook-tinkering-with-big-changes-that-may-weaken-app-virality/" class="liexternal">VentureBeat</a> berichtet:</p>
<blockquote><p>Facebook is having one-on-one meetings with some of its larger developers detailing a series of changes that could significantly affect the way applications are spread through the <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-network/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Network">social network</a>. […] From what we hear, Facebook is reshuffling  all the traditional channels like notifications and requests that developers use to reach new users and tucking them away in harder-to-reach parts of the Web site. The idea is to give users more control over the information they see on their homepage.</p></blockquote>
<p>Kurz gesagt Spiele werden sich nicht mehr so einfach viral verbreiten, und mit den nervigen Dauer-Requests dürfte auch bald Schluss sein. VentureBeat kennt noch mehr Details: so sollen alle Notifications mittelfristig in die Inbox wandern. Spielehersteller werden sich zukünftig als verstärkt auf bezahlte Werbung verlassen müssen, um ihr Publikum zu finden.</p>
<h2 id="toc-gemeinsame-feinde-verbinden">Gemeinsame Feinde verbinden</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Gerald Wagner hat in der <a href="http://www.faz.net/s/Rub5C2BFD49230B472BA96E0B2CF9FAB88C/Doc~EAC3EEFC640B44C3B88BAEFE6CBE6EE7F~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_feuilleton" class="liexternal">FAZ</a> über Facebook nachgedacht und bringt unter dem mehr als hochtrabenden Titel “Eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/soziologie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Soziologie">Soziologie</a> von Facebook” einige relativ lose Gedanken zum Ausdruck. Von der provokanten Eingangsfrage bis zu ihrer Beantwortung braucht der Autor aber gerade mal einen Absatz:</p>
<blockquote><p>Facebook ist zum neuen Leitmedium des Internets geworden. Lernen wir von Facebook entscheidende Verschiebungen im Sozialen, neue Vergesellschaftungsformen, gar auf Kosten der alten?<br />
[…]<br />
Sollte Facebook, wie es vielerorts behauptet wird, stellvertretend für eine Kultur der “neuen Verknüpfungsformen” stehen, wäre es eine Verbindung von größter Beliebigkeit mit Folgenlosigkeit.</p></blockquote>
<p>Der Essay ist unbedingt lesenswert, weil er in seiner bemerkenswert verständnislosen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kritik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kritik">Kritik</a> das größte Social Network mit einer Art Personenregister verwechselt und dann zum Schluss kommt, dieses funktioniere nicht so gut wie ein Polizeicomputer:</p>
<blockquote><p>Ist das Insistieren auf dem Recht auf Neuanfänge, auf Häutungen und Brüche im Leben nicht viel zeitgemäßer als das bleischwere Herumwühlen von Facebook in meiner Vergangenheit? Sind wir nicht gerade darum in den Achtzigern nach <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/berlin/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Berlin">Berlin</a> gegangen? Nicht bei Facebook. Mit fröhlicher Penetranz zieht es aus entlegenen Winkeln meiner Biographie einen Kronzeugen der Kontinuität hervor. Es gibt kein nachtragenderes Medium. Damit beharrt dieses Netzwerk eigentlich auf einem Leitmotiv der qualitativen Sozialforschung, nämlich von der narrativen Identität der Persönlichkeit auszugehen. Das Netz verspricht, jedem seine Geschichte erzählen zu können. Dass die auf ein paar durchquerte Institutionen und verblichene Gesichter zusammenschrumpft, scheint keinen Unterschied zu machen.</p></blockquote>
<p>Ich jedenfalls habe noch keine Beschwerde darüber gehört, dass ein “Telefonbuch ja bloß Nummern, Namen und Adressen enthält”.</p>
<h2 id="toc-stehst-du-auf-der-liste">Stehst du auf der Liste?</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Dieser Satz hat nun eine völlig neue Bedeutung: Waren bisher meistens Gratiseintritte zu mehr oder weniger exklusiven Events mit dieser Frage in Verbindung zu bringen, geht es nun darum, auf möglichst vielen Twitterlisten zu stehen — und wenn nicht dass, dann wenigstens möglichst viele Twitterlisten anzulegen. Twitterlists gibt den Usern die Möglichkeit, mehrere Tweeper thematisch zu filtern und diese Listen beliebig zu betiteln. Alle Infos dazu gibt’s am offiziellen <a href="http://blog.twitter.com/2009/10/theres-list-for-that.html" class="liexternal">Twitter Blog</a>.</p>
<p>Tweetdeck und Seesmic Desktop User haben bei den Twitterlists wahrscheinlich eh nur gelangweilt gegähnt, kennen beide Clients das Feature unter der Bezeichnung “groups” ja schon länger. Bald soll auch eine <a href="http://blog.louisgray.com/2009/10/tweetdeck-promises-to-integrate-twitter.html" class="liexternal">Synchronisation</a> via Twitter API möglich sein.</p>
<p>Ach ja, und wer schon immer mal in San Francisco beim coolsten Startup der Welt arbeiten wollte — Twitter is <a href="http://twitter.com/jobs" class="liexternal">hiring</a>! </p>
<h2 id="toc-air-2-0-in-adobes-pipeline">Air 2.0 in Adobes Pipeline</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Nicht bloß heiße Luft: AIR hat sich als beliebte Plattform für Social Media Clients fest etabliert, mit der zweiten Auflage wollen die Adobe Labs ihrem Framework neue Features verpassen. <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/air_20_coming_soon_multitouch_audio_recording_less.php" class="liexternal">ReadWriteWeb</a> weiß, warum effizienterer Umfang mit Speicherressourcen dringend notwendig ist:</p>
<blockquote><p>The New York Times for example, one of the most new-media capable old-school institutions in the US, recently asked its staff to stop using the AIR app Tweetdeck because it’s such a memory hog. That’s probably one of the reasons why Times staff appears to be posting to Twitter less these days.</p></blockquote>
<p>Weiters wird AIR 2.0 Multitouch-Gesten und lokales Audio-Encoding beherrschen — bis zum Release werden aber noch einige Panoptika ins Land ziehen, Adobe plant die erste Jahreshälfte 2010 an. Jede Menge nicht unbedingt nützlicher, aber zumindest hübscher Air-Applikationen findet man übrigens auf <a href="http://refreshingapps.com/" class="liexternal">refreshingapps.com/</a>.</p>
<h2 id="toc-suchergebnis-reputation-management">Suchergebnis-Reputation-Management</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Große neue Erkenntnisse hat der Beitrag im offiziellen <a href="http://googleblog.blogspot.com/2009/10/managing-your-reputation-through-search.html" class="liexternal">Google Blog</a> auch nicht zu bieten — zumindest der Tipp “zuerst nachdenken, dann veröffentlichen” kann getrost als alter Hut gelten:</p>
<blockquote><p>The first step in reputation management is preemptive: Think twice before putting your personal information online.</p></blockquote>
<p>Interessanter ist das schon der Teil übers “proaktive Publizieren”: wenn man lästige Infos schon nicht los wird, weil der Webmaster der Drittseite partout nicht agieren will, muss man eben gegensteuern. Google empfiehlt dazu unter anderem, eine öffentliche Profilseite im eigenen Haus <a href="http://www.google.com/profiles" class="liexternal">anzulegen</a>: in der Tat eine oft übersehene Funktion, die das Potential hat, mittelfristig Xing und LinkedIn überflüssig zu machen.</p>
<h2 id="toc-der-post-journalismus-journalismus">Der Post-Journalismus Journalismus</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> <a href="http://blogs.law.harvard.edu/doc/2009/10/31/toward-post-journalism-journalism/" class="liexternal">Doc Searl</a> berichtet über eine Round-Table Diskussion zum Thema “Geld verdienen mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/medien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Medien">Medien</a> im 21. Jahrhundert”, an der unter anderem Sherry Turkle und Virginia Postrel teilnahmen. Die Zusammenfassung ist unbedingt lesenswert und fasst die Verwobenheit von Technologie, Wirtschaftsorganisation und Medienmodellen sehr gut zusammen:</p>
<blockquote><p>he Net employs a principle called end-to-end. Among other things, it assumes that the bulk of intelligence is at the ends of the network — with people and the devices serving them — rather than in the middle, where the phone companies used to be, back when they thought, as old-fashioned formerly modern industrial companies, that most of the network’s intelligence should reside, and make decisions for us.</p></blockquote>
<h2 id="toc-mobile-themes-fr-wordpress-com-blogs">Mobile Themes für WordPress.com Blogs</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> WordPress.com Blogs sind ab sofort standardmäßig mit Mobile Themes ausgestattet, wie <a href="http://www.readwriteweb.com/archives/wordpress_mobile.php" class="liexternal">ReadWriteWeb</a> berichtet. Zwar kommen moderne Smartphone mit leistungsfähigen Browsern, doch allein schon aufgrund des kleineren Displays und der schnelleren Ladezeiten empfehlen sich optimierte Templates. Wer sein Blog selbst hostet, hat die Qual der Wahl zwischen dem iPhone-optimierten <a href="http://www.bravenewcode.com/wptouch/" class="liexternal">WPTouch</a> und <a href="http://wordpress.org/extend/themes/carrington-mobile" class="liwp">Carrington Mobile</a>. Beide Themes kommen als Plugins daher und lassen sich in Windeseile konfigurieren. Denn:</p>
<blockquote><p>From the slow emergence of mobile reading and publishing to the unwillingness of carriers to solve bandwidth problems, it’s clear that the mobile web is still in its very early stages. For now, little things like this make a very big difference.</p></blockquote>
<h2 id="toc-khe-furzen-zuviel">Kühe furzen zuviel</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> So manches langgezogene “Muhhhh!” könnte in Wahrheit ein klimaschädigender Darmwind sein, glaubt man Lord Stern, einer der “führenden Experten für Klimawandel” (wobei ich mir sicher bin, wodurch genau sich Expertentum in diesem Bereich auszeichnet). Als er jung war, gab’s noch lustige Promille-Straßenrennen, bald wird einem die Polizei den Führerschein auch ab 0,5 Gramm tierischem Eiweiß in der Atemluft <a href="http://www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Fleisch-essen-wird-einst-so-verpoent-sein-wie-betrunken-Autofahren/story/29078958" class="liexternal">abnehmen</a>:</p>
<blockquote><p>Und er prophezeit gar, dass der Fleischverzehr in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zukunft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zukunft">Zukunft</a> gesellschaftlich so geächtet sein wird, wie es heute das Autofahren in betrunkenem Zustand ist. “Ich bin jetzt 61 und die Einstellung gegenüber Alkohol am Steuer hat sich seit meiner Studentenzeit radikal verändert”, so Lord Stern. Der Ökonom rät den Teilnehmern der Weltklimakonferenz Ende Dezember in Kopenhagen, darauf hinzuwirken, dass die Preise für Fleisch erhöht werden.</p></blockquote>
<p>Das Methan der Kühe (CH4) sei als Treibhausgas 21mal effektiver als jenes furchtbar schädliche CO2, das beispielsweise Menschen beim Ausatmen produzieren. Wollen wir bis Ende des Monats eine unmittelbar bevorstehende Klimakatastrophe verhindern, gibt’s also nur zwei Varianten: entweder werden *alle* bis Ende der Woche Vegetarier. Vorher gibt’s aber noch eine große Schlachtplatte samt Café Latte, die ganzen Kühe müssen ja weg. Oder die Franzosen hören auf, soviel alten Käse zu essen — das könnte der Menschheit eine Verschnaufpause von mehreren Jahrzehnten verschaffen.</p>
<h2 id="toc-keine-alternative-zur-schweinegrippe-in-sicht">Keine Alternative zur Schweinegrippe in Sicht</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-ritchie.png" width="48" height="48" alt="autor ritchie Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Was als relativ harmloser Twitter-Virus begann, entwickelte sich zu einem medialen Flächenbrand, an dem selbst <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/8/146376" class="liexternal">Telepolis</a> nicht mehr vorbei kommt:</p>
<blockquote><p>In Deutschland zieht das Zwei-Klassen-System nun ganz offiziell als Regierungspolitik ein. Während die Regierung für das gemeine Volk 50 Millionen Pandemrix-Impfdosen mit Wirkverstärker vom Pharmakonzern Glaxosmithkline bestellte, orderte man für das Kabinett, die Bundesbehörden und die Bundeswehr 200.000 Celvapan-Impfdosen von Baxter. Sie sind ohne Wirkverstärker und sollen verträglicher sein.</p></blockquote>
<p>Ein einziges PR-Desaster, diese Schweinegrippe — nach der jahrhundertelangen Ächtung des Schweinefleisch durch Moslems nun das: kein Wunder, das Verschwörungstheoretiker komplexe Pläne vermuten. Die <a href="http://www.welt.de/wissenschaft/article3656217/Schweinegrippe-alles-eine-grosse-Verschwoerung.html" class="liexternal">Welt Online</a> hat umfassend recherchiert:</p>
<blockquote><p>So schnell wie die Schweingrippe verbreiten sich wilde Theorien dazu: Tote Schweine in China, fiese Industriefarmen in Mexiko sowie eine Verschwörung von al-Qaida und mexikanischen Drogenkartellen – all dies sind nur einige der Erklärungsversuche, die sich um den Ausbruch der Krankheit ranken.</p></blockquote>
<p>Eines steht jedenfalls fest — exotische Tiere sind wenig gefährdet, ein mm&gt;Schneckenschnupfen oder <em>Hummer Hirnsausen</em> eigenen sich nicht für die Massenhysterisierung. Doch ich zittere mit Alinaluna um die armen <a href="http://esoterikforum.at/forum/showthread.php?p=2229638" class="liexternal">Lämmchen</a>:</p>
<blockquote><p>Mal gibt’s die Vogelgrippe-Heute kräht kein Hahn mehr danach.…<br />
Vormals war es BSE .….Die Kuh macht auch kein Muh mehr.….<br />
Ich warte bis das mit den Schweinen vorbei ist denn dann kommt die Schafseuche.…Mäh.</p></blockquote>
<h2 id="toc-foto-der-woche">Foto der Woche</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/images/autor-judith.png" width="48" height="48" alt="autor judith Blogistan Panoptikum KW44 2009" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:9px;" title="Blogistan Panoptikum KW44 2009" /> Halloween ist nicht jedermanns Sache. Ich verweigere mich dem jährlichen Kürbis-Zirkus aus Prinzip. Aber dieses Foto fand ich dann echt genial. (Copyright by Burt Zinsler / Facebook):</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/11/facebook-burt-zinsler.jpg" alt="facebook burt zinsler Blogistan Panoptikum KW44 2009" title="facebook-burt-zinsler" width="600" height="793" style="border:1px solid gray;" /></div>
<h2 id="toc-ritchies-video-der-woche-found-footage-san-francisco-1958">Ritchies Video der Woche: Found Footage: San Francisco 1958</h2>
<p>Das folgende Material hat <a href="http://vimeo.com/jeffaltman" class="liexternal">Jeff Altman</a> im Nachlass seines Großvaters gefunden — die 50er-Jahre Aufnahmen der Fahrt durch San Fran versprühen einen ganz besonderen Retro-Charme:</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-judiths-video-der-woche">Judiths Video der Woche</h2>
<p>Sonnenuntergänge am Meer hat jeder schon mal gesehen — aber wohl kaum jemand hat sich daran jemals sattgesehen. Schon gar keine käsigen, sonnenunverwöhnten Ösi-Touristen am Strand von El Palmar an der Costa de la Luz, Spanien. </p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw44-2009/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<h2 id="toc-lesetipps-der-woche">Lesetipps der Woche</h2>
<ul>
<li>“Pumpkin-Carving” ist eine Kunst, die geübt sein will: <a href="http://mashable.com/2009/10/28/halloween-pumpkin-carvings/" class="liexternal">Mashable</a> hat unter anderem einen WordPress– und einen RSS-Kürbis zu bieten.</li>
<li><a href="http://scobleizer.posterous.com/why-i-dont-use-google-reader-anymore" class="liexternal">Scobble mag den Google Reader nicht mehr</a>, denn der sei langsam und mühsam in punkto Freundesverwaltung, sagt Robert.</li>
<li>Digg <a href="http://www.techcrunch.com/2009/10/15/confirmed-digg-acquires-kevin-rose-side-project-wefollow/" class="liexternal">kauft</a> WeFollow und will die Echtzeit-Fähigkeiten mit dem Twitter-Portal steigern (TechCrunch).</li>
<li>Das neue Social Network, für jene, denen Social Networks schon beim Halse raushängen… <a href="http://alleinr.de/" class="liexternal">alleinr</a>!</li>
<li>Nicht ganz so prominent gelegen, wie der neue Helmut-Zilk-Platz mitten in Wien, aber immerhin: Nach Twitter wurde bereits eine Straße <a href="http://edition.cnn.com/2009/WORLD/meast/10/01/twitter.street/index.html?iref=intlOnlyonCNN" class="liexternal">benannt</a>.</li>
<li>Nein, nicht nur den öffentlich-rechtlichen Sendern und dem armen Professor Hademar Bankhofer soll die gute alte Schleichwerbung verboten werden — auch Blogger sollen in Zukunft Ethik vor SCHGGG (Schleichwerbung für Geile Gratis Gadgets) <a href="http://www.heute.de/ZDFheute/inhalt/11/0,3672,7911147,00.html" class="liexternal">verboten</a> sein… <small>Anm. von dd: fda!!! (full disclosure always :mrgreen:)</small></li>
</ul>
<p>Und das war’s auch schon wieder mit dem Zurückschauen auf 7 Tage mal 24 Stunden mal 60 Minute mal 60 Sekunden, also 604.800 Blogosphärenwochen-Momente. Danke für Ihre hochgeschätzte Aufmerksamkeit, bleiben Sie uns und unserem RSS-Feed treu! Linzerschnitte und datenschmutz wünschen immens erkleckliche Restsonntagsminuten und einen grandiosen Start in die kommende Woche — wir treffen uns morgen im Social Web.</p>
<div style="padding:6px;border:2px dotted #ffffff;background-color:#4a748a;"><a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" class="liimagelink"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/icon-input.png" alt="icon input Blogistan Panoptikum KW44 2009" title="icon-input" width="90" height="90" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" /></a><span style="color:white;">Haben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?<br />Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?<br />
<strong>Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick — für jeden Eintrag gibt’s auf Wunsch einen Backlink!</strong> Hier geht’s zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/kontakt/panoptikum/" style="color:orange;text-decoration:underline;" class="liinternal">Einreich-Formular</a>.</span></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie">Ritchie</a> Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Videointerview: Sylvia Saringer über Am Punkt</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-09/videointerview-sylvia-saringer-ueber-am-punkt/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 10:41:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im datenschmutz-Videopodcast verrät ATV-Anchorwoman Sylvia Saringer alle Details zur neuen Live-Diskussion-Sendung Am Punkt, die am 16. September 2009 um 21:50 Premiere feiert. Die Besonderheit der Talkshow: Zuseher können nicht nur im Vorfeld Video-Fragen hochladen, sondern sich auch während der Ausstrahlung via Blog, Facebook und Twitter an der Diskussion beteiligen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Montag nach der Aufzeichnung der letzten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/probesendung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Probesendung">Probesendung</a> vor der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/premiere/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Premiere">Premiere</a> von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/am-punkt/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Am Punkt">Am Punkt</a> habe ich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/atv/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ATV">ATV</a> Anchor-Woman <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sylvia-saringer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sylvia Saringer">Sylvia Saringer</a> vor die datenschmutz-Cam <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/silvia-saringer-bei-der-am-punkt-probesendung/" class="liinternal">gebeten</a>. In <a href="http://blog.atv.at/ampunkt/" class="liexternal">Am Punkt</a> diskutiert Sylvia jeweils am Mittwoch um 21:50 Uhr <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/live/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with live">live</a> mit Gästen über aktuelle politische Themen. Das Besondere dabei: via Blog, Facebook, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/twitter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Twitter">Twitter</a> und Video-Upload auf <a href="http://www.atv.at" class="liexternal">ATV</a> sind Zuseher eingeladen, sich aktiv an der Sendung zu beteiligen — und zwar nicht nur im Vorfeld, sondern auch während der Ausstrahlung. Premiere feiert dieses meiner Meinung sehr spannende Format am kommenden Mittwoch. Im Video verrät Moderatorin Sylvia Saringer, was uns erwartet (und ein paar Out-Takes gibt’s am Ende auch):</p>
<p><p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-09/videointerview-sylvia-saringer-ueber-am-punkt/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><span id="more-3681"></span></p>
<p>Im Anschluss an die Live-Ausstrahlung werden alle Ausgaben von Am Punkt auch als <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/online-video/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Online-Video">Online-Video</a> auf der ATV-Homepage verfügbar sein. Ich bin schon gespannt auf das Thema der ersten Sendung, in der Probe-Aufzeichnung ging es um Jugendkriminalität bzw. die Sinnhaftigkeit der Senkung des Strafalters. Wer kein Thema verpassen möchte, abonniert am besten den <a href="http://blog.atv.at/ampunkt/aborss/" class="liexternal">Am Punkt RSS Feed</a>, alle Details zu den verschiedenen Feedback-Kanälen verrät <a href="http://blog.atv.at/ampunkt/2009-09/deine-fragen-sind-gefragt/" class="liexternal">dieser Beitrag</a>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie">Ritchie</a> Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Silvia Saringer bei der Am Punkt Probesendung</title>
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		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2009-09/silvia-saringer-bei-der-am-punkt-probesendung/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 19:30:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Silvia Saringer]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute war ich bei ATV Probesendung zur neuen Live-Diskussions-Show Am Punkt eingeladen. Silvia Saringer hat souverän moderiert und erwies sich als äußerst schlagfertige und humorvolle Interviewpartnerin - den Videopodcast gibt's demnächst, hier ein paar Fotos vom Studio.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Heute war ich bei <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/atv/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ATV">ATV</a> im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/studio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Studio">Studio</a> eingeladen, um bei der letzten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/probesendung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Probesendung">Probesendung</a> der neuen Live–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussion">Diskussion</a>–Show “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/am-punkt/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Am Punkt">Am Punkt</a>” mit dabei zu sein. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/atv/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ATV">ATV</a> Anchor-Woman Sylvia Saringer wird jeden Mittwoch um 21:50 mit Live-Gästen zu einem aktuellen Thema aus den Ressorts <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politik">Politik</a>/<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/chronik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Chronik">Chronik</a> diskutieren — die Besonderheit: Zuseher haben die Möglichkeit, während der Sendung via <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/twitter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Twitter">Twitter</a> und Facebook Fragen zu stellen oder im Vorfeld Video-Fragen hochzuladen. Hier drei Fotos vom meiner Meinung nach sehr gelungenen Studio-Design — im Anschluss an die Aufzeichnung habe ich ein Video–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interview/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interview">Interview</a> mit Sylvia geführt (eine der sympathischsten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interview/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interview">Interview</a>–Partnerinnen, die ich je vor der Linse hatte — auch wenn sie meinte, dass dieser Rollenwechsel recht ungewohnt sei), das in Kürze hier auf datenschmutz veröffentlicht wird. Ich freu mich schon auf die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/premiere/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Premiere">Premiere</a> am 16. September, alle Sendungen werden auch in voller Länge auf <a href="http://atv.at" class="liexternal">ATV.at</a> veröffentlicht.</p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/09/silvia-saringer01.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[3670]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/09/silvia-saringer01-600x400.jpg" alt="silvia saringer01 600x400 Silvia Saringer bei der Am Punkt Probesendung" title="Sylvia Saringer moderiert am Punkt" width="600" height="400" style="border:1px solid orange;" /></a></div>
<p><span id="more-3670"></span></p>
<div align="center"><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/09/ampunkt01.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[3670]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/09/ampunkt01-600x408.jpg" alt="ampunkt01 600x408 Silvia Saringer bei der Am Punkt Probesendung" title="Am Punkt Studio-Mischpult" width="600" height="408" style="border:1px solid orange;" /></a></p>
<hr />
<a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/09/ampunktstudio.jpg" class="liimagelink" rel="lightbox[3670]"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/09/ampunktstudio-600x476.jpg" alt="ampunktstudio 600x476 Silvia Saringer bei der Am Punkt Probesendung" title="Am Punkt Studio" width="600" height="476" class="alignnone size-large wp-image-3673" /></a></div>
<p>Ganz unbeteiligt bin ich an diesem “bimedialen Sende-Konzept” (Zitat ATV-News-Chef Alex Millecker) keineswegs: gemeinsam mit der ATV-Online Redaktion und <a href="">Michael Kamleitner</a> habe ich das Konzept für die auf WordPress basierende Sendungshomepage erarbeitet (online in Kürze) und mich ums WordPress-Tuning gekümmert — und ich muss sagen: freut mich außerordentlich, an einem so innovativen Talkshow-Konzept mit zu arbeiten!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Morgen beginnt der Kampf um die Aufmerksamkeit</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-07/morgen-beginnt-der-kampf-um-die-aufmerksamkeit/</link>
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		<pubDate>Wed, 29 Jul 2009 17:52:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 30. Juli 2009; 18:30 bis 20:30. 18:30 bis 20:30. ] Morgen diskutiere ich in einer illustren Experten-Runde auf Einladung der APA über das Thema Kampf um die Aufmerksamkeit - hier eine Zusammenfassung meiner Ideen und Meinungen zum Thema Web 2.0 und Märktewandel.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">30. Juli 2009</td></tr><tr><td class="ec3_start">18:30</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">20:30</td></tr><tr><td class="ec3_start">18:30</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">20:30</td></tr></table><p>Die APA EBC (<a href="http://ebc.apa.at/cms/ebc" class="liexternal">E-Business-Community</a> veranstaltet im Haus der Musik in Wien regelmäßig Expertendiskussionen zu verschiedenen IT– und Internet-Themen. Bei der morgigen Veranstaltung mit dem Titel <a href="http://www.apa.at/cms/site/events.html?channel=CH0020&#038;doc=CMS1234459288550" class="liexternal">Online-Marketing: Der Kampf um die Aufmerksamkeit</a> werde ich ein kurzes Impulsreferat halten und anschließend in einer illustren Runde hoffentlich kontrovers (sonst wird’s fürs Publikum sehr schnell langweilig) und instruktiv diskutieren:mrgreen:</p>
<p>Mit mir am Podium sitzen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/peter-droessler/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Peter Drössler">Peter Drössler</a> (WKO), Geza Dunzer (WirtschaftsBlatt), <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/carmen-hickl-szabo/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Carmen Hickl-Szabó">Carmen Hickl-Szabó</a> (seeyou 3.0), Alf Netek ( Kapsch AG), Yuki Sakurai (diamond:dogs), <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dieter-zirnig/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Dieter Zirnig">Dieter Zirnig</a> (Hewlett-Packard). Die Veranstaltung ist öffentlich zugänglich, hier geht’s zur <a href="http://ebc.apa.at/cms/ebc/anmeldung.html?doc=CMS1245228236311" class="liexternal">Anmeldung</a>.</p>
<p><strong>Datum und Zeit:</strong> Donnerstag, 30. Juli 2009. 18:30 Uhr<br />
<strong>Ort:</strong> Haus der Musik, 1010 Wien, Seilerstätte 30, Café Cantino, Erdgeschoss</p>
<h2 id="toc-muss-man-um-aufmerksamkeit-kmpfen">Muss man um Aufmerksamkeit kämpfen?</h2>
<p>Meine Meinung zu dem Thema ist sehr eindeutig: im Online-Marketing ist die Kontaktgenerierung (in alle ihren Ausprägungen, ob <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-network/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Network">Social Network</a>, AdWords, SEO, Newsletter, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/twitter/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Twitter">Twitter</a>… you name it) nur der erste Schritt — und zugleich jener, der finanziell am ungünstigsten skaliert. Die entscheidenden Fehler begehen die meisten Akteure nicht bei der Mediaplanung, sondern auf der eigenen Homepage, in der Servicierung und Nachbetreuung ihrer Kunden.</p>
<p>Das Web 2.0 mag einen grundlegenden Paradigmenwechsel in der Art und Weise der Marktkommunikation einläuten, an der klassischen Verkaufsstrategie ändert sich dagegen gar nichts: um jeden Preis erhaschte Aufmerksamkeit stellt sich in der Praxis als wertlos heraus.  Wertvolle “Whuffies” (so nennt Tara Hunt die “Währung” der Aufmerksamkeit) bekommt man durch den Aufbau von Vertrauen und Kompetenz. Beides entsteht durch langfristiges Beziehungsmanagement und die Bereitschaft, im Dialog mit den eigenen Kunden Mehrwerte zu schaffen. Alles andere ist bloß Mittel zum Zweck: zwar bietet das Web 2.0 effizientere und vor allem *viel* billigere Kontaktmöglichkeiten als Old Media, aber die Relation zwischen “Werber” und “Zielgruppe” ist eine grundsätzlich andere.</p>
<p>Es mag den einen oder anderen User geben, der alle heiligen Zeiten mal zufällig auf ein Banner klickt — aber Internet-Nutzer sind keine Fernsehkonsumenten, die man mit einem vorgegebenen Programmablauf und abgesehen von demographischen Kriterien vollkommen arbiträrer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> zuschüttet. Internet-Nutzer sind aktive Informationssucher, die verschiedenste Strategien nutzen, um jene Informationen und Produkte zu finden. Wer diese Tatsache ernst nimmt, wird sich auch nicht über Gebühr darum bemühen, das eigene Arsenal im Kampf um die Aufmerksamkeit hochzurüsten, sondern Ressourcen lieber nutzen, um die eigenen Produkte und Services so sehr zu verbessern, dass die Kunden von ganz allein kommen. Mal sehen, was der Rest der Runde morgen dazu sagt — hier mein Vortrags-Abstract:</p>
<blockquote><p>Die Regelungen für den deutschsprachigen Internet-Markt sind im internationalen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vergleich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vergleich">Vergleich</a> sehr streng: doch trotz Double Opt-In und gutgemeinter Datenschutzbestimmungen prasseln auf fast jeden User täglich mehrere Spam-Mails, diverse Social-Media Notifications, Newsletter, Twitter-Messages und sonstige digitale Informationsschnipsel ein. Zugleich sprechen Web 2.0 Evangelisten seit einigen Jahren davon, dass der grundlegende Paradigmenwechsel vom Kon– zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/prosumer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Prosumer">Prosumer</a> Märkte in Dialoge verwandelt. Aufmerksamkeit erlangt im Social Web aber nicht der, der am lautesten oder am häufigsten schreit — entscheidende Erfolgsfaktoren sind neben dem richtigen Kontext für die eigenen Werbemaßnahmen die laufende Optimierung der gesamten Vertriebskette von Werbeschaltungen über den Verkauf bis zur Nachbetreuung des Kunden: denn das Web 2.0 lässt mittelfristig die klassisch getrennten Unternehmensbereiche Werbung, Marketing und CRM verschmelzen und löst damit einen tiefgreifenden organisatorischen Wandel aus.</p></blockquote>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Fake! Youtube-Kinoabend im MuQa</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-06/fake-youtube-kinoabend-im-muqa/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 14:01:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 7. Juli 2009; 20:30 bis 22:00. ] Am 7. Juli lädt die Forschungsgruppe Internet zu einem Youtube-Kinoabend ins Wiener Museumsquartiert - das Motto der Kurzfilmschau lautet "Fake! Realität und Illusion."]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">7. Juli 2009</td></tr><tr><td class="ec3_start">20:30</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">22:00</td></tr></table><p>Was im Internet veröffentlicht wird, *muss* einfach wahr sein! Getreu ihrem Motto hat die interdisziplinäre Dissertandengruppe <a href="http://internetforschung.wordpress.com/" class="liexternal">Internetforschung</a> ein abendfüllendes Internet-Video-Programm zusammengestellt. Das Motto lautet <strong>Fake! Realität und Illusion</strong>, dazu werden die Bücherwürmer von der Uni (ich darf das so abwertend sagen, bin schließlich selber einer) in bester Hip Hop Jam Tradition auch die eine oder andere Wortspende droppen. Und bei dem vielen Niederschlag momentan können wir ja eines lauschigen Sommerabends fast sicher sein!</p>
<p>Das <a href="http://internetforschung.wordpress.com/2009/06/23/youtube-kino-am-7-juli/" class="liexternal">Spektakel</a> beginnt mit Einbruch der Dämmerung, also ca. 20:30 Uhr auf der Wiese vor dem Quartier 21. (Wiese mag ein wenig euphemistisch sein — der Rasentreifen zwischen MQ und 2er Linie ist gemeint, also außerhalb der MQ-Festungsmauern.) Das Detailprogramm sieht folgendermaßen aus:</p>
<ul>
<li>Jana Herwig: Fake als Attraktion</li>
<li>René König: 9/11 was an inside job! – <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/youtube/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with youtube">YouTube</a> als Plattform für alternative Deutungen des 11. September 2001</li>
<li>Axel Maireder: Slap me happy – but real! Die Realitätskonstruktionen von Jugendlichen zu Amateur-Gewaltvideos</li>
<li>Sigrid Jones: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> oder nicht <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a>?</li>
<li>Axel Kittenberger: Who is (not) real? </li>
<li>Philipp Budka: ‘Don’t Call me Eskimo!’ Repräsentationen indigener Musik(er) auf YouTube</li>
<li>Susanne Rabler: Was Avatare in ihrer Freizeit tun, und wie World of Warcraft in der Realität aussieht.</li>
<li>Thomas Lohninger: How can this be real?</li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie">Ritchie</a> Pettauer: Post-Production Fakes</li>
</ul>
<p>Vorbei ist die Show um 22:00, danach gibt’s kurz Gelegenheit für Autogramme und Reflexion. Sollte Schlechtwetter notwendig sein, übersiedelt das moderne Kabarett in den Gang des Quartier21.</p>
<p>PS: Letztendlich haben wir uns dann doch gegen das Autokino am Rande von Donaustadt und fürs MuQa entschieden. Aber nur wegen der Anreise.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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