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	<title>datenschmutz &#187; Diskussionsrunde</title>
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		<title>Wahlkampf abseits des ORF: Interview mit Alexandra Damms von ATV</title>
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		<pubDate>Thu, 02 Oct 2008 08:30:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Interview mit Alexandra Damms, Pressesprecherin von ATV, über den Fernsehwahlkampf im privaten Fernsehens, die Einbeziehung des Internet und das Fernbleiben von Spitzenkandidaten.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/atvlogo-1222880722.jpg" alt="atvlogo 1222880722 Wahlkampf abseits des ORF: Interview mit Alexandra Damms von ATV" title="atvlogo" width="178" height="64" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Noch nie wurde abseits des Staatsfunks so engagiert und umfangreich über den Wahlkampf berichtet wie in diesem Jahr. Mit puls4 und ATV hat der unentschlossene Österreicher gleich zweimal die Möglichkeit, Zusatzinformationen einzuholen. Im Gegensatz zu den klassischen Konfrontationen und Elefantenrunden im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/orf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ORF">ORF</a> bemühten sich die privaten Sender um dynamischere Formatgestaltung und vor allem die um direkte Einbeziehung des Publikums über Online-Videos: jeder Zuseher kann via VideoplattformFragen an die Politiker stellen, ein Feature, das der klassischen Selbstdarstellungsplattform <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fernsehen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fernsehen">Fernsehen</a> eine ganz neue Dimension verleiht.</p>
<p>Wer den Wahlkampf ausschließlich im ORF verfolgt, könnte durchaus auf die Idee kommen, dass es in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> nur eine Meinungsforscherin (Sophie Karmasin) und einen Politikwissenschafter (Peter Filzmaier) gibt: nach der jeweiligen Sendungen dürfen die beiden ihre wenig kontroversiellen Statements abgeben, die inhaltliche Oberhoheit in den Diskussionsrunden liegt bei der äußerst kompetenten und angenehmen Diskussionsleiterin Ingrid Thurnherr. Neu waren in diesem Jahr die Jugendrunden, bei denen Schüler live Fragen an Kandidaten der einzelnen Parteien stellten.</p>
<p>Ganz anders präsentierte sich die Vorwahlzeit bei <a href="http://www.puls4.com" class="liexternal">puls4</a>, <a href="http://www.atv.at" class="liexternal">ATV</a> und <a href="http://www.wahltotal.at" class="liexternal">Wahltotal.at</a>: Ich habe nicht alle Konfrontationen und Präsentationen verfolgt, muss im großen und ganzen allerdings sagen, dass die private Konkurrenz der Wahlberichterstattung sehr gut tut: vor allem die Zwischenunterbrechungen mit wirklich knackigen Expertendiskussionen auf puls4 gefielen mir ausgesprochen gut, während ATV vor allem mit der geschickten Einbindung von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/youtube/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with youtube">Youtube</a>–Videos punktete. Alexandra Damms, Pressesprecherin von ATV, hat mir im Rahmen einer Mini-Serie einige Fragen zu den Schwerpunkten der Wahlberichterstattung beantwortet. Demnächst folgen ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interview/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interview">Interview</a> mit den Machern von Wahltotal und mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politik">Politik</a>–Chefredakteur von Puls4.</p>
<h2 id="toc-atv-neue-zugnge-zur-politik">ATV: Neue Zugänge zur Politik</h2>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/10/dammsalexandra-1222880576.jpg" alt="dammsalexandra 1222880576 Wahlkampf abseits des ORF: Interview mit Alexandra Damms von ATV" title="dammsalexandra" width="220" height="332" style="float:right;margin-top:5px;margin-left:15px;border:1px solid gray;" /><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">datenschmutz: </span>Das duale Fernsehsystem ist in Österreich eine vergleichsweise junge Einrichtung, bislang hatte der ORF das Wahlkampf-Berichterstattungs-Monopol. Das hat sich mit den privaten Sendern geändert —  was sind die Spezifika der ATV-Wahlberichterstattung und wodurch unterscheidet sie sich von den klassischen ORF-Runden?</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">Alexandra Damms: </span>ATV möchte mit dem Konzept die althergebrachte Elefantenrunde wo Fragen von Journalisten beantwortet werden durch einen neuen Zugang ergänzen. Da unser Zielpublikum jünger ist (12–49 Jahre) und auch vor allem bei diesen Nationalratswahlen sehr viele Erstwähler zwischen 16 und 18 Jahren die Möglichkeit haben, mitzubestimmen ist das Konzept frischer und auf jüngere Seher aufgebaut. Die Kandidaten müssen direkt auf Wählerfragen antworten, die diese via YouTube online gestellt haben, bzw. haben wir auch eine Österreich-Tour gemacht, wo Bürger ihre Fragen in die Kamera stellen konnten.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Welche Rolle spielt das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> in der Wahlberichterstattung von ATV?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Wie gesagt, durch das Konzept der ATV-Wahlberichterstattung spielt das Internet eine große Rolle dabei.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Wie sind Sie mit dem bisherigen Verlauf der Wahlberichterstattung auf ATV zufrieden? Gab es Reaktionen von Seiten des Publikums oder gar parteipolitische Proteste?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Bis jetzt sind 171 Fragen online, das ist sehr zufriedenstellend Parteipolitische Proteste gab es nicht, jene Spitzenkandidaten die zugesagt haben, waren sofort dafür bereit.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Wie schätzen Sie persönlich den Einfluss der ATV-Berichterstattung ein? Und was sagen Sie zur Weigerung Werner Faymanns, an den privaten “Elefantenrunden” teilzunehmen?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Für eine österreichischen Privatsender sind Nachrichten und politische Berichterstattung sehr wichtig, da es auch zu unserer Identität beiträgt und zur Positionierung von Privatsender in Österreich einen wichtigen Beitrag liefert. Wir sehen unsere politische Berichterstattung als Kontrapunkt zu jener des Öffentlich-Rechtlichen, und vor allem auf unsere Zielgruppe zugeschnitten. Werner Faymann ist leider terminlich verhindert, er bleibt bei uns bis zum Sendungsbeginn eingeladen, und wenn wir ihn unterstützen können, seinen Termindruck zu entzerren, wird ATV alle Hebel dafür in Bewegung setzten. Allerdings finden wir es sehr schade, dass er sich die Gelegenheit entgehen lässt, direkt auf Wählerfragen im Fernsehen zu antworten, vor allem da es sich an ein jüngeres Publikum richtet.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Elevate 08: Commonism — die Multiplikation der Commons</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-09/elevate-08-commonism-die-multiplikation-der-commons/</link>
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		<pubDate>Sat, 13 Sep 2008 07:18:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 5. November 2008 bis 9. November 2008. ] Das diesjährige Elevate Festival in Graz steht unter dem Motto Commonismus und ich freue mich schon sehr auf die Teilnahme ab Lab - außerdem steht am Abend natürlich wieder Party am Programm.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td class="ec3_start">5. November 2008</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">9. November 2008</td></tr></table><p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/09/elevate.jpg" alt="elevate Elevate 08: Commonism   die Multiplikation der Commons" title="elevate" width="250" height="177" style="float:right;margin-top:5px;margin-left:15px;border:1px solid gray;" />Unter dem Motto <a href="http://commonsblog.wordpress.com/2007/12/29/vom-mikrokosmos-der-commons/" class="liexternal">Commonism</a> steht das diesjährige Elevate <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/festival/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Festival">Festival</a> in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/graz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Graz">Graz</a>. Ich hätte ja bereits im Vorjahr am Lab teilnehmen sollen, allerdings hielt mich eine lästige Grippe recht effektiv von der Anreise ab — umso mehr freue ich mich, dass Simon mich zum diesjährigen Lab eingeladen hat, denn die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussionsrunde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussionsrunde">Diskussionsrunde</a> dürfte äußerst spannend werden:  Paul Keller aus Holland will ein geschlossenes Meeting zum Thema “Collecting Societies meets <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/creative-commons/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Creative Commons">Creative Commons</a>” veranstalten, Georg Pleger von CC–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> wird ebenfalls mit von der Partie sein.</p>
<p>Das Elevate08 findet von 5.-9. November statt, Hauptlocation ist wieder der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/dom-im-berg/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Dom im Berg">Dom im Berg</a>, mein österreichisches Lieblings-Venue. Ich bin sicher, dass die Kuratoren des Festivals auch in diesem Jahr wieder für ein äußerst spannendes musikalisches Line-Up sorgen, mehr Infos zum Festival gibt’s in Kürze auf <a href="http://www.elevate.at/" class="liexternal">elevate.at</a>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Youlivesee: bequem via Cam chatten</title>
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		<pubDate>Sat, 28 Jun 2008 12:20:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[YouLiveSee ermöglicht simple, browserbasierte Cam-Chats, wahlweise private oder als öffentliche Diskussionsgruppe.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;margin-bottom:2px;padding:3px;background-color:#ededed;font-size:11px;border:1px solid #dddddd;">[<a href="http://www.sponsoredreviews.com/?aid=5356" rel="nofollow" target="_blank" class="liexternal">Sponsored Review</a>]<script type="text/javascript" src="http://s.trigami.com/78240s.js"></script></div>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/06/youlivesee.jpg" alt="youlivesee Youlivesee: bequem via Cam chatten" title="youlivesee" width="150" height="48" style="float:right;margin-left:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" />Youlivesee.com ist eine Kombination aus Portal und Suchmaschine, die es <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/webcam/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Webcam">Webcam</a>–Chattern vereinfachen soll, thematisch passende GesprächspartnerInnen zu finden. Auf unnötigen Ballast verzichtet die angenehme schlanke und schnell ladende Seite vollkommen. So entfällt auch die Installation einer zusätzlichen Software, denn die gesamte Kommunikation wird rein über die Page abgewickelt. Besonders für virtuelle Diskussionsrunden scheint die Seite geeignet: der Initiator kann entweder gezielt Teilnehmer einladen oder es jedem freizustellen, mitzudiskutieren.<br />
<span id="more-2298"></span><br />
<a href="http://youlivesee.com" rel="nofollow" class="liexternal">YouLiveSee</a> eignet sich auch zur Erstellung von Live-Broadcasts für das eigenen Blog oder die eigene Homepage, denn die Streams lassen sich problemlos extern einbetten. Eine Besonderheit gegenüber der Konkurrenz ist die Unterstützung von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/3d/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with 3D">3D</a>–Objekten: diese dürfen in den Formaten X3D oder WRL daherkommen — eine äußerst praktische Zusatzfunktion speziell für den didaktischen Einsatz. Der Untertitel “Global webcam and microphone interaction portal” deutet an, dass die Betreiber nicht eigene Inhalte unter die Surfer bringen wollen, sondern sich in erster Linie als Infrastrukturprovider betrachten. Entsprechend simpel ist die Portalseite gehalten — sie zeigt eine Auflistung sämtlicher Channels sowie deren Online-Status — über die Suchfunktion kann nach Themen, Usern oder Locations gefahndet werden:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/06/youliveseestartseite.jpg" alt="youliveseestartseite Youlivesee: bequem via Cam chatten" title="youliveseestartseite" width="500" height="478" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Für die Nutzung von <a href="http://youlivesee.com" rel="nofollow" class="liexternal">YouLiveSee</a> ist eine Registrierung erforderlich — Knackpunkt bei vielen Communities heutzutage sind die Nutzungsbedingungen — yls fällt hier sehr positiv auf: niemand muss seine Seele und/oder Persönlichkeitsrechte verkaufen, auch werden laut AGBs keinerlei Daten weitergeben; grosso modo sichern sich die Betreiber lediglich gegen diverse Eventualitäten ab. Durchaus charmant formuliert fand ich Punkt 10:</p>
<blockquote><p>10. YOULIVESEE™ website is controlled and offered to you by NTEHLAB Ltd., based inside European Union. We cannot confirm that YOULIVESEE™ website is appropriate to access and use from all locations around the world. Those who access it outside jurisdiction of European Union do so at their own risk and local law applies to all their activities. This website and terms of use section are written and intended for English language speaking visitors and users. We will not be held liable if you did not understand any part of it.</p></blockquote>
<p>Der gute Eindruck setzt sich bei der Registrierung fort — auch das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/profil/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Profil">Profil</a> ist recht minimalistisch gehalten, nach erfolgter Registrierung kann man ein Avatar-Bild oder wahlweise ein 3D-Modell als Avatar hochladen. Ebenso ruck-zuck ist ein neuer Channel eingerichtet: Name, Beschreibung und Topic Permission müssen eingegeben werden. Hierfür stehen drei Optionen zur Auswahl:</p>
<blockquote><ul>
<li>Only the defined users can reply to your webcam/microphone stream with his webcam/microphone stream.</li>
<li>Anyone can reply to your webcam/microphone stream with his webcam/microphone stream</li>
<li>No one can reply to your webcam/microphone stream but everyone can see / hear your webcam/microphone stream (broadcast)</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Ich hab testweise einen öffentlichen Broadcast und eine private <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/konferenz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Konferenz">Konferenz</a> gestartet, bei der man die Teilnehmer auswählt — die Erkennung beider Kameras (einmal Creative, einmal die im MacBook eingebaute) funktionierte anstandslos und auf Anhieb — mit sehr akzeptabler Bild-und Tonqualität. Als Videoplayer kommt Flash zum Einsatz, beim Start eines Chats muss man dem Player daher erlauben, auf die Kamera zuzugreifen.</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/06/youliveseecam.jpg" alt="youliveseecam Youlivesee: bequem via Cam chatten" title="youliveseecam" width="500" height="426" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Alles in allem ist <a href="http://youlivesee.com" rel="nofollow" class="liexternal">YouLiveSee</a> die bisher ansprechendste Cam–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/chat/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Chat">Chat</a> Lösung, die ich bisher zu Gesicht bekommen habe: hier gilt der alte Spruch “simple is beautiful” uneingeschränkt: mit wenigen Klicks steht die Videokonferenz, und das von jedem Computer mit Internetanschluss und Webcam aus — ich werde den Service sicherlich weiterhin nutzen; two thumbs up!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Von Wunschszenarien und harten Realitäten</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-05/von-wunschszenarien-und-harten-realitaeten/</link>
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		<pubDate>Wed, 28 May 2008 06:53:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das resident Magazin lud eine illustre Expertenrunde zum Gespräch über das Thema Zukunft der Musikdistributionen. Ist Pessismismus angebracht oder wird dank mp3 alles gut?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/residentmag-150x150.jpg" alt="residentmag 150x150 Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="residentmag" width="150" height="150" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><em>Eine weitere Diskussionsrunde zum Thema Online-Musikvertrieb — die Redaktion des <a href="http://www.resident.at" class="liexternal">resident drum’n’bass mag</a> lud eine illustre Runde zu wilden Spekulationen ein — ich hatte die Ehre und das Vergnügen, den Round Table aus Musikern, Labelmanagern und Distributionsexperten zu moderieren. Der Text erscheint in der kommenden resident-Ausgabe, datenschmutz LeserInnen sind natürlich wie immer früher informiert…</em><br />
Die Zeiten waren immer schon hart, und wir waren stets härter. Doch während die ehemaligen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/piraten/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Piraten">Piraten</a> der Weltmeere kein Königreich zu Fall brachten, sondern lediglich den Staatssäckel lästig piesackten, tun die modernen digitalen Musik-Kopieranten der von ihnen angeblich so geschätzten Kunstform ein Übel an — oder versetzen ihr gar den Todesstoß, darf man den drastischsten Ausführungen der Major Labels glauben.<br />
<span id="more-2146"></span><br />
Und während die einen sich schon längst von der Idee verabschiedet haben, dass Musikverkauf in näherer Zukunft noch eine nennenswerte Rolle spielen wird und Künstler als Mikro-Manager mit umweg-rentablen Einkommen ansehen, predigen die anderen, dass Musik sowieso free sei und Menschen wider kapitalistischem Erwarten auch schon vor der Erfindung der Lizenzzahlung Krach zu erbaulichen Zwecken gemacht hätten. Behäbige Vertriebsstrukturen mit traumhaften Renditen scheinen jedenfalls der Vergangenheit anzugehören, aber sind kleine Kreativzellen und Selbstvermarkter die Multifunktionäre der Zukunft? Wird der digitale Musikvertrieb weiterhin auf Tracks basieren, werden Flatrates Realität? Und wie viele DJs legen in Zukunft noch Vinyl auf die Turntables?*</p>
<p>Das Thema hat jedenfalls ganz neue Brisanz gewonnen: die schwedische GEMA will eine Musik-Flatrate testen**, während Kanzlerin Merkel den deutschen Musikern unlängst zusagte, härter gegen Urheberrechtsverletzungen vorzugehen. Dabei steht hinter der Frage nach dem Vertrieb von Musik, nach dem Umgang mit Kultur — die ja, wie jede Theorie bestätigt, notwendigerweise stets kollektiv entstehen muß — ein viel weiterer Horizont, respektive eine ideologische Frage: wie verwertbar darf/soll/kann Musik als kapitalistisches Gut sein und wie hoch sollen die Strafen bei Mißachtung der “Kopierregeln” ausfallen? Man möchte meinen, es gäbe noch dringendere gesellschaftliche Prioritäten als den Sechzehnjährigen Filesharing-Nutzer, andererseits wollen Musiker natürlich von ihrer Kunst leben. Die technologischen Möglichkeiten des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> haben ein bislang gut funktionierendes System nahezu ausgehebelt — die Frage nach der Neugestaltung bleibt zu diesem Zeitpunkt relativ offen. resident wollte den erwähnten Fragen genauer nachgehen, lud Betroffene und Betreffende zu einem Round Table, dessen gekürztes Transkript an dieser Stelle folgt.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/georgtomandl.jpg" alt="georgtomandl Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="georgtomandl" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Georg Tomandl (GT)</strong><br />
Ist Multifunktionär: der Fachverbandsvertreter in der Wirtschaftskammer für Film und Musik, Obmann des Österreichischen Musikfonds und Betreiber eines Tonstudios verfügt über umfangreiche Erfahrung im Event-Bereich und kennt daher in seiner Funktion als Interessensvertreter die Praxisbedürfnisse sehr genau.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/stefandorfmeister.jpg" alt="stefandorfmeister Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="stefandorfmeister" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Stefan Dorfmeister (SD)</strong><br />
Der Labelmanager von G-Stone Recordings ist ebenfalls Funktionär in der Wirtschaftskammer Film und Audio, Mitglied des Vorstandes der Kreativwirtschaft <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> und Obmann des Vereins Austrian Music Ambassador Network, das österreichische Labels in der weiten Welt bekannt(er) machen möchte.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/timrenner.jpg" alt="timrenner Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="timrenner" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Tim Renner (TR)</strong><br />
Begann seine Karriere im Musikbiz bei Polygramm und später Geschäftsführer von Universal Music. Während dieser Tätigkeit gründete er Motor Music, um dessen Belange er sich auch seit der Trennung von Universal kümmert. Labelarbeit sieht der Praktiker als Amalgam aus Dienstleistung, Management, Medienarbeit und kreativer Tätigkeit.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/franzfroehlich.jpg" alt="franzfroehlich Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="franzfroehlich" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Franz Fröhlich (FF)</strong><br />
Hat etliche Jahre Erfahrung im österreichischen Musikgeschäft, dessen Vertriebsstrukturen er als Teilhaber eines Indie-Labels recht genau kennen lernte. Derzeit ist Franz Fröhlich bei der AKM mit dem komplizierten Bereich Online-Lizenzen beschäftigt.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/christianschwanz.jpg" alt="christianschwanz Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="christianschwanz" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Christian Schwanz aka Cee (CS)</strong><br />
Gründete das Musikprojekt Al Haca und lebt seit geraumer Zeit von seinen Beats, allerdings nicht im Rahmen des klassischen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tontraeger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tonträger">Tonträger</a>–Verkaufsmodells, sondern durch gute Kontakte zur Lifestyleindustrie und viele Live-Auftritte. In diesem Jahr will er eine Music and Arts Consulting Company gründen.</p>
<h3 id="toc-wie-sollte-in-einer-idealen-welt-musik-verkauft-werden-via-flatrate-tontrger-oder-andere-formen">Wie sollte in einer idealen Welt Musik verkauft werden? Via Flatrate, Tonträger oder andere Formen?</h3>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">CS:</span> Also ich glaube ganz stark an die Music Flatrate, weil die Musikindustrie einfach auf die neuen Technologien anspringen muss, und das hat sie in den  letzten sieben Jahre einfach nicht getan. Ich sehe die Freude an Musik. Ich sehe den Erfolg der Verteilung von Musik abseits der normalen alten Distributionswege. Ich weiß, ich habe meine Fans in Brasilien, obwohl da nie eine CD angekommen ist. Ich habe sogar Fans in Pakistan und Peru, und selbst dort hat es nie eine CD hingeschafft. Also auf jeden Fall Music Flatrate, wenn ein System gefunden wird — das haben auch Radio oder <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fernsehen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fernsehen">Fernsehen</a> geschafft — dass quasi alle Medien die übers Internet transportiert werden, und dementsprechend abzurechnen, ähnlich den monatlichen Rundfunkgebühren. Außerdem: alle Medien werden einfach mal digital sein. Insofern ist die Frage nach dem Copyright ja auch obsolet. Also es wird einfach mal eine Lizenz zum Access… Kopieren kannst du ohnehin. Auch wenn es bei dir nur als Stream ankommt oder so, ich kann’s immer hacken weil es kommt eh digital bei mir an, es ist eine Null und eine Eins.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">FF:</span> Ich glaube <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/persoenlich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with persönlich">persönlich</a>, dass der Musikvertrieb der Zukunft eine Mischform aus allen möglichen Konfigurationen sein wird, aus den verschiedensten Vertriebswegen — durch die, wenn ich es so bezeichnen kann, digitale Revolution sind sicherlich neue, interessante Wege dazugekommen — nur: ich halte auch nichts oder nicht besonders viel von der Diskussion Ã¢â¬Å¾physischer versus non-physischer Tonträger — es gibt darauf keine entweder/oder– sondern eine sowohl/als auch-Antwort. </p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">TR:</span> Und ich find es ja völlig legitim wenn es eine gemeinsame Absprache gibt zwischen Aufführenden und Musikern, dass beide mehr Geld verdienen. Aber in dem Moment, wo eine Seite ein Erlös-Modell vorschlägt bin ich ein konservativer Charakter der sagt: dann sollte der Künstler an diesem Business-Modell auch in irgendeiner Weise beteiligt werden. Und insofern sympathisiere ich mit den schon angesprochenen Gedanken Richtung Flatrate.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/cdrohlinge.jpg" alt="cdrohlinge Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="cdrohlinge" width="300" height="199" style="float:right;margin-left:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">SD:</span> Ich weiß nicht, gab’s jemals ideale Vertriebskanäle? Das Problem ist ja jetzt gar nicht physisch/digital oder was auch immer aus meiner Sicht, ist halt ein anderer Vertriebskanal und er verschiebt sich. Da gab es ja zu einem viel früheren Zeitpunkt eine Reaktion der Urheberrechtsindustrie, die gesagt hat: Ha! Wir hauen uns auf die mechanische Abgabe. Für jede CD die du kaufst, jeder Rohling, Festplatte, alles was in irgendeiner Form mit Speicherung zu tun hat, da hauen wir uns drauf, und da kassieren wir mit. Das ist ja schon sehr frühzeitig passiert. Deshalb die Diskussion jetzt über Flatrates. Wie können wir’s irgendwie anders rein bekommen, um dieses Wegfallende Stück Fleisch in irgendeiner Form zu kompensieren? Weil ja Hunderttausende von Menschen in irgendeiner Form daran hängen. Wir versuchen hier eine Kompensationsmodell-Situation zu entwickeln, weil am Ende des Tages trifft es die Künstler. Und wenn der gesamte Kuchen verteilt wird und immer demokratisierter wird, gibt es immer mehr Möglichkeiten zu konsumieren, aber keine zusätzlichen Ertragseinnahmen und jeder bekommt weniger. Das heißt: da ist einfach eine Einnahmelücke entstanden, und diese Lücke — und deshalb gibt es diese Diskussion um die Flatrate — es ist eine mögliche Lösung. Ob es die endgültige Lösung ist, weiß ich nicht, aber selbstverständlich, wenn dir nichts besseres einfällt als Abo-Modelle oder eben öffentlich eingerichtete Flatrates zu formulieren weil es derzeit keine anderen vorstellbaren Einnahmefunktionalitäten gibt dann muß man es halt so machen.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">GT:</span> Mit dem Thema Flatrate befasse ich mich auch recht viel, weil wir als Fachverband ja von der Gesetzgebung her mitzureden haben. Und wir können nicht einfach irgend etwas beschließen. Abgesehen davon, dass Politiker sowieso ungern allgemeine Steuern einheben, es reicht schon die Autobahnvignette und die Rundfunkgebühren. Ich meine, die einfache Rechnung “jeder zahlt einen Euro oder einen Cent, und ich bin reich”, die gibt’s halt nicht weil niemand will einen Euro zahlen. Hast du schon einmal einen Telekommunikationsbetreiber kennen gelernt der einen Cent mehr zahlen will als irgendwas? Solange es Musik gratis zum downloaden gibt wird es sehr schwer sein, jemanden dazu zu bringen, etwas dafür zu zahlen — leider.</p>
<h3 id="toc-wie-sieht-zuknftig-die-rolle-des-musikers-aus-bleibt-konzentration-auf-die-kreative-ttigkeit-mglich-oder-mu-jeder-musiker-sein-eigener-label-manager-werden">Wie sieht zukünftig die Rolle des Musikers aus? Bleibt Konzentration auf die kreative Tätigkeit möglich, oder muß jeder Musiker sein eigener Label-Manager werden?</h3>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">CS:</span> Zum Thema “gibt’s da noch Musik, wenn’s keine Majors mehr gibt”: das ist einfach ein Trugschluss. Es waren einfach nur diese vier Firmen, die 80% des Musikmarktes kontrollierten. Und es gab auch gar keinen anderen Weg an Musik zu kommen. Also Musik wird es definitiv immer geben und ich denke, dass die Betreuung einer “Nische” in einem kleinen Team wahnsinnig interessant und spannend sein kann.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">FF:</span> Das muß sich der Einzelne oder die Einzelne selbst überlegen. Was möchte ich? Möchte ich einerseits mit der Musik Geld verdienen? Oder mache ich das nur als Hobby? Und zum anderen: Wo möchte ich vielleicht in zwei bis drei Jahren stehen? Natürlich gibt es dann noch weitere Möglichkeiten, das ist eh alles bekannt, rein nur über Konzerte und Merchandising und so weiter. Aber all das ist meiner Meinung nach Grundvoraussetzung, dass man sich eine Fanbase und einen Namen schafft. Soll heißen: die Gesetzmäßigkeiten des Marketings sind ganz sicher nicht außer Kraft gesetzt und man wird sicherlich auch ein gewisses Kapital brauchen, um sich auf dem Markt positionieren zu können.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">SD:</span> Also Geld, ausgedrückt in Arbeitszeit ist für mich auch Geld. Und über dieses Demokratisierung, weil der Künstler es ja selbst kann, stellt sich die Frage: soll er lieber 4 Stunden einen neuen Song komponieren oder 4 Stunden in Myspace seine eigene Community pflegen? Das ist eine Relationsfrage. Aber, wurscht, der Access ist das Thema und die Möglichkeit etwas heraus zu bringen ist begrüßenswert. Aber es kostet aus meiner Sicht Geld.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">TR:</span> Da hat sich ja auch nichts geändert. Wenn du in einer Band bist, muß ein Mitglied gewillt sein, zur Stadtzeitung zu marschieren, zum lokalen Radio zu marschieren, Alarm zu machen — auch schon in Zeiten lange vor dem Internet. Und das ist heute genau dasselbe, bloß dass der sich anderer Mittel bedienen muß…</p>
<h3 id="toc-verndert-das-internet-die-werbe-und-marketingkosten-zugunsten-unabhngiger-kleiner-knstler-oder-brauchen-gerade-diese-finanzstarke-major-vertriebe">Verändert das Internet die Werbe– und Marketingkosten zugunsten unabhängiger, kleiner Künstler — oder brauchen gerade diese finanzstarke Major-Vertriebe?</h3>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">SD:</span> Wenn man über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/marketing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Marketing">Marketing</a> spricht, dann denken die meisten Menschen an eine Werbekampagne oder an ähnliche Dinge. Wenn ich vier Leute beschäftige, die in Web 2.0-Foren versuchen meine Fanbase irgendwie am Kochen zu halten, dann kostet mich das Personalkosten. Auch das sind Marketingkosten. Es kommt hier also zu einer Verschiebung von Kosten. Im Endeffekt muß man einfach alles ausprobieren. Man muß meines Erachtens nach überall mit dabei sein um das selbst beurteilen zu können, das heißt man muß es auch mittragen, mitverfolgen und einfach nicht warten dass die Anderen dir das Momentum aus der Hand nehmen– Punkt. Und ob das jetzt aus der Sicht eines produzierenden Künstlers zu sehen ist, ob das aus der Sicht eines Dienstleisters ist oder aus der des Vertriebs. Dadurch dass wir das alles irgendwie mitdenken müssen, bei uns in unserer kleinen Familie, muß ich mir eh jeden Tag über die verschiedensten Wertschöpfungsstufen die Gedanken machen und die Dinge auch ausprobieren. Es gibt ja auch solche und solche Künstler. Es gibt Leute wie den Stereotyp, der hat Spaß an diesem Networking, diesem Kommunizieren.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">CS:</span> Es gibt gar keinen anderen Weg heraus! Weil Leute wie chello.at oder so haben es eh verstanden, und die neue Anzeige ist ja quasi so: jetzt hier noch schneller downloaden, und dann rutschen da so Musiker durch eine Sanduhr. Genau, nämlich um noch schneller aus I-Tunes runterzuladen, dazu brauch ich gar keine so gute Leitung, sondern um zu sharen! Und eines würde ich dazu gerne noch anmerken, denn ich mache auch Workshops und so weiter. Und da sage ich immer gerne: ist doch toll, dass das billiger wird. Ist doch toll, dass es alle diese Möglichkeiten gibt. Weil, woher nehme ich mir das Recht heraus zu sagen all die großen Talente von damals, das war’s quasi? Also ich glaube da sind so viele Leute unentdeckt, die ich jetzt im Moment an Software heranführe, wie man einfach aufnimmt — Controller — den ganzen Kram.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/lautsprecherbox.jpg" alt="lautsprecherbox Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="lautsprecherbox" width="250" height="212" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">TR:</span> Ja aber es sind keine Kosten mehr die mich im Vornherein erdrücken müssen. Der entscheidende Wandel der gekommen ist, und das passt genau zu der Frage: was passiert wenn die Majors nicht mehr da sind? Nichts! Es ist zu einer Demokratisierung gekommen, der Produktionsmittel, des Marketing und der Distribution. Das heißt es ist erschwinglicher geworden. Leute können komplett eigenständig mitspielen, die vorher eine Fremdfinanzierung durch ein Major-Label gebraucht hätten. Und der einzige große Nachteil, wo wir noch lange nicht sind: wir sind noch nicht bei dem Verständnis angekommen, dass ein Musiker auch Anspruch hat, dafür bezahlt zu werden, wenn seine Musik in irgendeiner Form genutzt wird. Andererseits ist es ein riesiger Vorteil, dass ich in einer nicht-physischen Welt nicht anfangen muß für meine sehr spitze Nische der tibetanischen Gong-Musik, die ich zu Hause betreibe, meine Platten nach Indien, nach Australien und selbst nach Deutschland zu schicken.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">GT:</span> Die Großen sind so groß, dass sie vielleicht mit neuen Verwertern, mit Telcos oder mit Mobilfunkherstellern/-betreibern, Deals machen können. Aber wenn irgendwann jeder nur noch zu Hause Musik macht, wer weiß ob in 3 bis 4 Jahren die Begeisterung noch so groß ist. Wenn eigentlich niemand mehr Star werden kann, so richtig. Ich glaube nicht ganz daran, einer zu Hause sitzt und seine Sachen ins Netz stellt und irgendwo groß rauskommt. Künstler wollen doch irgendwo mal Stars werden. Und da finden sich dann immer Leute die dann Marketing machen, und die dann irgendwo sagen: ja, ich mach dir das. Es gibt Künstler die können das auch selber. Die Kleinen haben es in einer Hinsicht leichter: sie sind flexibel, ich beobachte das. Die Großen müssen halt die Vorteile der Großen nützen und die Kleinen die Vorteile der Kleinen. Und natürlich: nur Tonträger allein zu verkaufen ist verdammt schwierig.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">FF:</span> Ich möchte vielleicht noch kurz einflechten: eine Eigenschaft von digitalen Gütern ist ja, dass sie grundsätzlich unerschöpflich sind. Das heißt, ich kann sie endlos reproduzieren, ich habe jetzt nicht wie beim physischen Produkt einen Haufen Kosten — keine Covers, keine physischen Tonträger. Es kann ja jeder de facto heute in seinem Schlafzimmer seine eigenen Produktionen machen. Die Produktionsmittel sind billiger geworden, der Zugang zu den Märkten ist auch einfacher geworden. Aber wie gesagt, die digitalen Güter sind unerschöpflich, es ist mehr Material im Netz. Und daraus heraus zu stechen, wenn ich sozusagen mit meinem Bauchladen an der Straße stehe, wird schwierig: die Konkurrenz ist einfach sehr groß. Aber ich glaube, um dieses ganze Musikgeschäft zu verstehen ist ein Blick in die Geschichte hilfreich. Also ich denke ad hoc jetzt eigentlich ganz einfach an die ganzen schwarzen Blues-Labels der frühen 50er-Jahre, die eigentlich auch aus dem Nichts entstanden sind und auch ihre eigenen Vertriebswege suchen mußten, natürlich auch stark gekoppelt mit der Technologie. Die ganze globale Industrie ist eigentlich immer und bis heute immer von technologischen Fragen getrieben gewesen. Und da hat sich einerseits in der Distribution, der Aufnahmetechnik extrem viel geändert. Das ganze Geschäftsmodell hat sich geändert. Ich erinnere nur an die Erfindung/Einführung des Radios. Die Labelbosse haben eigentlich immer die richtige Abzweigung verpasst!</p>
<hr />
*) Beim Springeight wenige. Dort haben locker 2/3 der DJs, die ich gesehen haben, Final Scratch und Powerbooks benutzt.<br />
**) siehe <a href="http://www.heise.de/newsticker/Schwedische-GEMA-testet-Modell-zur-Legalisierung-von-Filesharing--/meldung/108321" class="liexternal">heise.de</a></p>
<hr /><small><strong>Fotos:</strong><br />
Bild 1 (CD-Rohlinge): <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=244950" rel="nofollow" class="liexternal">Pixel Kings</a> / pixelio.de<br />
Bild 2 (Lautsprecher): <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=213779" rel="nofollow" class="liexternal">Anticheater</a> / pixelio.de</small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>4. TU-Forum: Überwachung[staat] ohne Kontrolle</title>
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		<pubDate>Fri, 02 May 2008 07:08:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 19. Mai 2008; 18:00 bis 20:00. ] Das 4. TU-Forum beschäftigt sich mit der Diskussion um das Thema Überwachungsstaat - hat die Uhr bereits fünf nach zwölf geschlagen?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">19. Mai 2008</td></tr><tr><td class="ec3_start">18:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">20:00</td></tr></table><p>“Wer kontrolliert die Kontrolleure?” fragt das vierte TU–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/forum/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Forum">Forum</a>. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hannes-werthner/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hannes Werthner">Hannes Werthner</a>, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gerald-futschek/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gerald Futschek">Gerald Futschek</a> und Wolfram Proksch diskutieren darüber, ob die Totalüberwachung schon längst aus dem Ruder gelaufen ist, moderiert wird die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussionsrunde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussionsrunde">Diskussionsrunde</a> von Christian Müller (Austria Presse Agentur).</p>
<p><strong>Ort:</strong> TU <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a>, Prechtl-Saal im Erdgeschoss (Karlsplatz 13, 1040 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a>)</p>
<p>Univ. Prof. Hannes Werthner unterrichtet am Institute of Software Technology &amp; Interactive Systems, sein Spezialgebiet ist das Thema <a href="http://www.isis.tuwien.ac.at/pub/member/121" class="liexternal">eTourismus</a>, Univ. Prof. Dr. Gerald Futschek gehört der ifs (Information &amp; Software Engineering Group) der TU Wien an und beschäftigt sich in erster Linie mit <a href="http://www.opendockproject.org/" class="liexternal">eLearning-Systemen</a> und Dr. Wolfgang Proksch arbeitet im rechtswissenschaftlichen Bereich der TU Wien. Bei der Diskussion geht’s um folgende Themen:</p>
<blockquote><p>Ort: TU Wien, Prechtl-Saal (4., Karlsplatz 13, EG) Handys orten, Daten absaugen, Computer überwachen — die Novelle zum  Sicherheitspolizeigesetz (SPG), per 1. Januar 2008, ermöglicht Eingriffe in die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/privatsphaere/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Privatsphäre">Privatsphäre</a> von BürgerInnen ohne richterlichen Beschluss und somit ohne wirksame Kontrolle. Experten der TU Wien erörtern Methoden, Technik und Recht sowie die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen, die die “Datenspuren” in sich bergen. Worin besteht die Gefahr von Datenmissbrauch? Gehen wir in Richtung uneingeschränkte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ueberwachung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Überwachung">Überwachung</a>?</p></blockquote>
<p>Übrigens, zum Thema Datenlöschung vs. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/speicherung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Speicherung">Speicherung</a>: Aus gegebenem Anlass fällt mir dazu der Amstettner Delinquent ein, der seine Tochter jahrzehntelang im Keller einsperrte. In den RTL-Nachrichten war dazu zu hören, dass der Mann bereits einmal vor 25 Jahren oder so straffällig geworden sei (und zwar im Zusammenhang mit einem Sexualstrafdelikt), dass die Behörden bzw. die Gerichte allerdings keinerlei Kenntnis davon gehabt hätten, da die betreffenden Aufzeichnungen gesetzeskonform längst vernichtet bzw. aus seinem Akt entfernt worden seien. Nun frage ich mich, warum die Beamten eigentlich jetzt nach dem Bekanntwerden des Martyriums der Tochter und ihrer Inzest-Kinder sofort von dem Delikt wissen, wenn doch jegliche Aufzeichnungen aus den Akten verschwunden sind? Würd mich interessieren, ob ein Journalist im Presse-Archiv recherchiert hat oder ob’s irgendwo doch noch ein “Backup” gab.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>1. World Blog Forum in Bern</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Feb 2008 09:10:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 11. Juli 2008; ] Mitte Juli findet in Bern das erste World Blog Forum statt. Auf die Fahnen geschrieben hat sich der Event die Vernetzung von Bloggern und Wirtschaft.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">11. Juli 2008</td></tr></table><p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/02/blogforum.jpg' alt="blogforum 1. World Blog Forum in Bern" style="float:right;margin-left:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px; border:1px solid gray;" title="1. World Blog Forum in Bern" /><a href="http://www.yoda.ch" class="liexternal">Roman aka yoda</a>, den eine Grippe leider vom Besuch des letzten Barcamps in Klagenfurt abhielt, und Daniel von <a href="http://www.diekreide.net/" class="liexternal">DieKreide.net</a> haben vor einiger Zeit ein hochgradig spannendes Projekt angekündigt: das erste <a href="http://alliance.yoda.ch/?p=1176" class="liexternal">World Blog Forum</a> wird Mitte Juli in der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/schweiz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Schweiz">Schweiz</a> über die Bühne gehen und soll als Durchlauferhitzer für Vernetzung fungieren:</p>
<blockquote><p>Das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/forum/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Forum">Forum</a> versteht sich als globale <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/plattform/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Plattform">Plattform</a> für Blogger und den “artverwandten Publizisten”, aber auch für Partner, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/sponsoren/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Sponsoren">Sponsoren</a>, Vermarkter, Journalisten und weitere Zubringer und Dienstleister rund um die Welt der Blogger.<br />
[…]<br />
Es dient als Treffpunkt für Menschen, die aus den verschiedensten Gebieten stammen, sich aber gegenseitig unterstützen und von einander lernen und natürlich auch Geld verdienen können. Das Forum selbst ist bloß ein Gefäß, eine Plattform des Treffens und soll nicht weiter als nötig (ver)institutionalisiert werden.</p></blockquote>
<p>Das zugehörige <a href="http://www.worldblogforum.org/" class="liexternal">Blog</a> ist bereits online, und seit der Veröffentlichung der Ankündigung gab’s <a href="http://www.bessergehtsimmer.at/2007/12/19/grosse-idee-aus-der-schweiz-world-blog-forum/" class="liexternal">zahlreiche</a> <a href="http://www.basicthinking.de/blog/2007/12/19/termine/" class="liexternal">positive</a> <a href="http://upload-magazin.de/?p=766" class="liexternal">Reaktionen</a> aus <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogistan/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with blogistan">Blogistan</a> — mehr dazu <a href="http://alliance.yoda.ch/?p=1184" class="liexternal">hier</a>. </p>
<p>Ich finde nicht nur die Idee hervorragend, sondern die beiden Initiatoren sind imho genau die richtigen Personen, um ein derart komplexes Projekt konzipieren und auch auf Schiene halten zu können. Sowas erfordert vor allem viel Ausdauer, Motivation und — ein wichtiger Punkt — keinerlei Berührungsängste mit dem Nachdenken über neue Professionalisierungs– und Kommerzialisierungsmodelle. Das <a href="http://www.worldblogforum.org/?page_id=44" class="liexternal">vorläufige Programm</a> sieht einen invitation-only sowie einen offenen Teil vor.</p>
<p>Ich hoffe, ich schaff’s im Juli in den <a href="http://www.kursaal-bern.ch/" class="liexternal">Berner Kursaal</a>, denn ich denke, weil ich glaube, dass ein solcher Austausch zwischen “den Bloggern” und “der Wirtschaft” für beide Seiten von großem Vorteil sein kann. Dabei geht’s ganz und gar nicht um Überinstitutionalisierung, sondern um die Schaffung eines kreativen und produktiven Umfelds:</p>
<blockquote><p>Am ersten Forum zu Bern sehen wir zunächst eine Austausch– und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussionsrunde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussionsrunde">Diskussionsrunde</a> mit professioneller Unterstützung aus den Medien und der Vermarktung.</p></blockquote>
<p>Außerdem ist ein Ausflug ins eidgenössische Nachbarland für mich eh schon längst mal wieder überfällig — spread the word!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Frank Hartmann über den neuen Club 2</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Dec 2007 07:02:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Frank Hartmann</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Heute abend startet die erste Ausgabe der Neuauflage des Club 2. Der österreichische Medienphilosoph Frank Hartmann, Gast in der Diskussionrunde, stellt Überlegungen zu Medien, Paradoxien und medialen Paradoxien an.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/12/frank-hartmann.jpg" rel="lightbox" title='frank hartmann' class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/12/frank-hartmann.thumbnail.jpg' alt="frank hartmann.thumbnail Frank Hartmann über den neuen Club 2" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid orange;" title="Frank Hartmann über den neuen Club 2" /></a><a href="http://www.medienphilosophie.net/" class="liexternal">Frank Hartmann</a> hat mir gestern den folgenden Gastbeitrag zum neuen <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Club_2" rel="nofollow" class="liwikipedia">Club 2</a> geschickt. Besagte Fernsehsendung erlangte in den 70er Jahren (nicht zuletzt durch Aktionismus wie Nina Hagens Masturbationsanleitung für Frauen) einen recht legendären Nimbus, von dem die Neuauflage nach dem Willen des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/orf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ORF">ORF</a> zehren soll. Die Live-Erstausstrahlung des neuen Clubs folgt morgen Abend um 23:00 Uhr, Frank wird dort zu Gast sein und stellt im Vorfeld folgende imho sehr spannende Überlegungen zum Thema Fernsehdiskussionen, Rollenverhalten und Medien an — ‘njoy the preview!</p>
<h3 id="toc-frank-hartmann-ber-den-neuen-club-2"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frank-hartmann/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frank Hartmann">Frank Hartmann</a> über den neuen Club 2</h3>
<p>Club 2 — jetzt also wird die Fernsehlegende wiederbelebt. Hallo, ja, es klingt recht vernünftig, was Lorenz Gallmetzer mir telefonisch zu seinem Konzept mitteilt, nun gut, er lädt mich ein — Was? Aber nein, der Villacher Hausphilosoph sei nicht akut erkrankt, er lädt schon ‘mich’ ein, also sage ich zu, ich bin ein höflicher Mensch. Es ist natürlich ein Paradox — es soll um Medienmacht und Meinungsbildung gehen: “Die Meinungsfabriken. Wie prägen Zeitungen, Radio, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fernsehen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fernsehen">Fernsehen</a>, aber auch <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> Musikvideos, Werbung und Hollywood unser Denken, unsere Anschauungen, unsere Moden, unseren Geschmack? Wer sind heute die Meinungsmacher? Wie frei können wir noch denken?”</p>
<p>Das entnehme ich der Presseaussendung, ein ‘Briefing’ für die Teilnehmer scheint es nicht zu geben. Also ein Paradox, denn eine generelle Funktion der Medien ist die Ermächtigung, das heisst dieser Apparat lässt Aussagen zu (oder verhindert sie) und gewichtet dadurch ganz vehement die Fiktion ‘öffentlicher Diskurs’. Nur deswegen können die Betriebsfunktionäre aus <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politik">Politik</a>, Wirtschaft und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> ihren fortgesetzten Nonsens verbraten, nur deswegen hört diese öffentlich-rechtliche Endlosschleife nie auf. Ein Paradox auch im performativen Sinn, denn wie lässt sich im Medium eine Aussage gegen das Medium treffen? Nun bin ich denn gespannt, welche Rolle die Medienmacher einnehmen werden, die eingeladen wurden. Mediaprint! Nur vom Feinsten, wenn man das so sagen darf …</p>
<p>Übrigens, vorbei die Zeiten, als das Performative an einer solchen Teilnahme noch aktionistisch erledigt werden konnte (jaja, Provokation war schon geil, aber nein, man sollte Posen niemals übernehmen, und ich wüsste auch gar nicht, wie). Lässt sich die versteckte Normativität von Medienbotschaften artikulieren, ohne dass man kulturpessimistische Kalauer verbrät? Wie kritisiert man die ökonomisch und politisch abgesicherte Macht (“Medien” — ein Abstraktum, ihre Manager — das Konkretum), die längst alle Züge von  Selbstimmunisierung aufweist? Wie die Saturiertheit eines gebührenzahlenden Publikums, das all diese “Shows”, “Serien” und “Dokus” samt Werbung und reichlich Eigenwerbung in sich hineinfressen muss, ohne jemals kotzen zu können? Vielleicht indem man auf die Mechanismen der Produktion und die Materialitäten dieser konkreten Wiederbelebung hinweist: denkt man beim ORF eigentlich nicht über die Polstergarnitur hinaus? Gibt es denn dort keine originellen Menschen, die bereit sind, ausserhalb ihres Programmschemas der veränderten Medienwirklichkeit zu entsprechen, die seit den seligen Zeiten des ORF-Monopols ausgebrochen sind? Zumindest als Online-Ergänzung der Diskussion (die wird als “Open End” angekündigt, aber wie soll das gehen)? Das wäre es vielleicht gewesen: ein “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/club-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Club 2.0">Club 2.0</a>″!? Vielleicht. Man wird ja sehen [Club 2, auf Sendung heute Abend 23:00, ORF2].</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Marktübliche Preise für Web 2.0 Consulting</title>
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		<pubDate>Sun, 09 Dec 2007 10:02:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Geiz ist geil - und je größer die Firma, desto höher anscheinend manchmal der Anteil von Ruhm und Ehre am Beratungshonorar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Mein Interesse an digitalen Medien beschränkt sich keineswegs auf dieses Blog hier. Ich bin seit fünf Jahren selbständiger Berater und habe mich auf den konzeptionellen Produktionsbereich, auf strategisches <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/marketing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Marketing">Marketing</a> und Social Networks spezialisiert. Die Auftragslage in diesem Bereich ist dank des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> Booms — vorsichtig ausgedrückt — hervorragend.</p>
<p>Und obwohl auf meine Beratungsjobs tendenziell nur der erste Teil des bekannten Anti-Schuppen-Shampoo Slogans zutrifft (wirken: ja. sauteuer: nein.), war ich heute trotzdem einigermaßen über die folgende <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/e-mail/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with E-Mail">E-Mail</a> verwundert, die ich von Mitarbeiter eines Mobilfunkunternehmens erhielt:</p>
<blockquote><p>Wie du vielleicht weißt arbeite ich für xxx (im xxx Team). Wir planen nächste Woche zwei Diskussionsrunden zum Thema User Generated Content auf kommerziellen Plattformen abzuhalten. Im Vorfeld würden wir dazu gerne die Meinung von Experten einholen, und einer davon wärst du … Als kleines (leider wirklich nur kleines…) Zuckerl könnte ich dir 35 Euro für die Teilnahme anbieten.<br />
lG, XXX</p></blockquote>
<p>Ich verstehe ja durchaus, dass die Mobilfunkprovider zunehmend panischer werden, weil niemand für 10 Euro im Monat 20 digitale Sender am Handy schauen will und die derzeit noch künstlich aufrecht erhaltene Trennung zwischen Sprach– und Datentelefonie auch nicht auf Dauer bestehen bleiben wird… aber den Teil mit den 35 Euros kapier ich trotzdem nicht. So unrosige Zeiten am .at-Mobilfunkmarkt? Meine Tages– und Stundenhonorare sind eh sehr günstig, und über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gratis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with gratis">gratis</a> Einladungen kann man auch jederzeit sprechen… aber bei 35 Euro fühl ich mich ver-a-wortet. Der beste <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kommentar/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kommentar">Kommentar</a> stammte von einem Kollegen, der meinte: “Ist doch eh eine angemessene Bezahlung… geh doch einfach hin und sag: das ist alles sehr kompliziert. Und aus.” Im Übrigen handelt sich’s um dieselbe Firma, die Ballonfahrern für motivierende Vorträge Honorare von einigen 10.000 Euros bezahlt. Wer also in der  Mobilfunkbranche sein Auslangen finden will, der sollte besser Ballonfahren üben, statt sich auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-media/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Media">Social Media</a> zu spezialisieren</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Club 2.0: The Making of</title>
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		<pubDate>Sat, 17 Nov 2007 14:20:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Gestern trafen wir uns zur ersten Aufnahmesession für den Club 2.0: eine Video-Podcast Gesprächsrunde zu aktuellen Webthemen. Die erste Folge geht demnächst online, auf Youtube gibt's das Making Of im Zeitraffer.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oder: andertags bei <a href="http://www.wissenbelastet.com" class="liexternal">Max</a>: <a href="http://www.bessergehtsimmer.at" class="liexternal">Hannes</a>, <a href="http://www.comdao.org" class="liexternal">Heinz</a>, der Gastgeber und ich begaben uns auf die Kossatz’sche Couch — ganz ohne Therapeut, dafür mit Kamera. Projektname: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/club-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Club 2.0">Club 2.0</a>. Mission: ein Videopodcast zu unseren Lieblingsthemen.</p>
<p>Unsere erste Unterhaltung spannte den Bogen von Hasstiraden für und wider Apple über <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/xing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with xing">Xing</a>–Absonderlichkeiten bis hin zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hype/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hype">Hype</a>. Die erste Sendung geht demnächst Online — und während normalerweise das Making Of erst nach dem Release folgt, machen wir’s <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> Style umgekehrt und Bottom Up: hier also erstmal die zeit-geraffte Entstehung unseres ersten Club 2.0, minütlich festgehalten von einer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/webcam/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Webcam">Webcam</a>. </p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-11/club-20-the-making-of/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<p>PS: Nein, ich hab’s nicht mehr rechtzeitig zum Friseur geschafft.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Barcamp Vienna: Das Web floriert (wieder)</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-10/barcamp-vienna-das-web-floriert-wieder/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Oct 2007 10:16:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachbericht über das zweite Barcamp Vienna 2007, geschrieben für Ö1.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Barcamps nennt die New Media Branche ihre informalen, selbstorganisierten Treffen: der Ideologie des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> gemäß werden solche auch als Unkonferenzen bezeichneten Veranstaltungen zumeist via WIKI organisiert, die Programmkoordination der einzelnen Vorträge und Diskussionsrunden erfolgt vor Ort. [erschienen auf <a href="http://oe1.orf.at/highlights/109838.html" rel="nofollow" class="liexternal">oe1.orf.at</a>]</p>
<p>Der Name, so die Gründungslegende, leite sich von “foobar” her: diese Bezeichnung verwenden Programmierer bevorzugt für sogenannte metasyntaktische Variablen oder einfacher ausgedrückt: Platzhalter. Wenn Programmierer sich über Ablaufdiagramme und Algorithmen austauschen, dann bezeichnet foobar also nicht mehr und nicht weniger als das umgangssprachliche  “Dingsbums”. Barcamps blühen, seit sich die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>–Ökonomie von ihrer tiefen Krise Ende Neunziger Jahre einigermaßen erholt hat und Investoren erneut bereit sind, Risikokapital in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/start-up/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Start-Up">Start-Up</a> Unternehmen zu pumpen. Mit konventioneller Konferenzorganisation hat der Ablauf eines Barcamps indessen wenig zu tun: </p>
<blockquote><p>Barcamps sind aus dem Bedürfnis heraus entstanden, daß sich Menschen in einer offenen Umgebung austauschen und voneinander lernen können. Es ist eine intensive Veranstaltung mit Diskussionen, Präsentationen, und Interaktion der Teilnehmer untereinander. (<a href="http://www.barcamp.at" class="liexternal">Barcamp.at</a>: Was sind Barcamps?)</p></blockquote>
<p>Von allen TeilnehmerInnen wird erwartet, daß sie sich aktiv in das Programm einbringen: sei es durch einen Vortrag, durch Mithilfe bei der Organisation oder durch Bewerben der Veranstaltung im eigenen Blog und/oder Bekanntenkreis. Seit der ersten Veranstaltung im Jahr 2005 im kalifornischen Palo Alto manifestierte sich die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/barcamp/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Barcamp">Barcamp</a>–Idee in weltweit rund fünfzig Städten.</p>
<p>Am 29. und 30. September trafen sich Informationsarbeiter aus dem Überschneidungsbereichen von Technik, Journalismus, Werbung, Medienwissenschaft und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politik">Politik</a> zum bereits zweiten Wiener Barcamp in diesem Jahr. Sponsor Microsoft sorgte für die Räumlichkeiten, in denen rund 100 Unkonferenz-TeilnehmerInnen an einem besseren virtuellen Morgen bastelten.</p>
<p>Ganz oben auf der Tagesordnung stand die sogenannte “Blogosphäre”, so die Bezeichnung für die Gesamtheit aller Weblogs. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hannes-offenbacher/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hannes Offenbacher">Hannes Offenbacher</a> will mit seiner <a href="http://www.blögger.at" class="liexternal">Blögger-Initiative</a> die heimischen Mikromedien besser vernetzen und sichtbar machen, Martin Staudinger sprach gemeinsam mit dem Autor dieser Kolumne über das Thema “Monetarisierung von Weblogs” und zahlreiche Diskussionsrunden beschäftigten sich mit der Frage nach der Positionierung von Blogs in Kanon der (Massen)Medienlandschaft. Meral Akin-Hecke präsentierte ihre neue Veranstaltungsreihe <a href="http://www.digitalks.at" class="liexternal">Digitalks</a>, bei der Experten aus der Blogger-Szene im Wiener Museumsquartiert interessierten Laien den Einstieg ins digitale Publizieren erleichtern sollen.</p>
<p>Ebenfalls auf breiter Basis diskutiert wurde das Thema “Accessibility: wie können Webseiten gestaltet werden, um für möglichst alle Besucher zugänglich zu sein, unabhängig von allfälligen sensorischen Behinderungen? In diesem Bereich sind noch riesige Anstrengungen zu leisten, wie die Diskussion mit den Fachleuten von <a href="http://www.mainweb.at" class="liexternal">MAIN</a> (Medienarbeit Integrativ) schnell klar machte. Die heute gestartete Blog-Aktion, die Ideen zum Thema “integrative Mediengestaltung” sammelt, entstand im Rahmen dieses Themenblocks.</p>
<p>Natürlich dürfen auf keinem Barcamp die neuesten Web 2.0 Applikationen fehlen: YEurope Gründer Paul Böhm zeigte ein neues Aggregations-Tool namens <a href="Soup.io - Mikro-Aggregator" class="liinternal">Soup.io</a>, das es spielerisch einfach ermöglicht, verschiedenste Inhalte völlig ohne Programmierkenntnisse zu einer eigenen Internetseite zu kombinieren, zahlreiche TeilnehmerInnen führten ihre aktuellen Beta-Applikationen auf mitgebrachten Laptops vor. Den Schwerpunkt des Wochenendes bildeten allerdings weder Start-Up Gründen noch neue Businessmodelle: Vernetzung und Netzkultur stießen auf weit mehr Aufmerksamkeit als alle Investor-Talks: Vom Vortrag über das Web 2.0 in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/china/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with China">China</a> bis zur gemeinsamen Planung einer Blog-Demo zu “Free Burma” reichte das Spektrum der politischen Inhalte.</p>
<h2 id="toc-die-barcamp-szene-wchst">Die Barcamp-Szene wächst</h2>
<p>Am vergangenen Wochenende steckten fast 300 Web-Bastler ihre Köpfe in München zusammen, für die im November geplante Veranstaltung in Berlin sind bereits jetzt fast fünfhundert TeilnehmerInnen angemeldet. Dass mit dem Wachsen der Szene die Unkonferenzen ihren informellen Charakter beibehalten, scheint derzeit aber sehr unwahrscheinlich: in Deutschland werden paradoxerweise bereits erste Stimmen aus der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/community/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Community">Community</a> selbst immer lauter, die vehement Eintrittspreise fordern: denn nur so könne man dem Problem begegnen, dass sich präventiv mal zahlreiche Interessenten anmelden, die dann aber gar nicht kommen und anderen die potentiell limitierten Plätze wegnehmen.</p>
<p>Wer bottom-up organisiert, sollte sich indessen darüber klar sein, dass fehlende organisatorische Strenge nun mal eine gewisse Unschärfe mit sich bringt. Jede Fluglinie kennt ihre statistischen Passagier-Ausfallsdaten und überbucht Flüge entsprechend — vielleicht eine Option für zukünftige Barcamps. Denn wo man Eintritt zahlt, da führt der nächste logische Schritt zum Honorar für Vortragende, und von diesem Zeitpunkt an wäre es nicht mehr weit her mit der “Unkonferenz”. Sicher ist allerdings eines: beim nächsten österreichischen Barcamp “Senza Confini” (Klagenfurt, 2./3. Februar 2008) stehen derartige Professionalisierungsüberlegungen zum Glück noch nicht auf der virtuellen Agenda.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>elevate-Ankündigungstext: Krisen und Freuden</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-09/elevate-ankuendigungstext-krisen-und-freuden/</link>
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		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 08:12:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einer der Schwerpunkte des diesjährigen Elevate-Festivals in Graz widmet sich dem freiwilligen und unfreiwilligen Online-Musikvertrieb.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/09/elevate.jpg" rel="lightbox" title='elevate' class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/09/elevate.thumbnail.jpg' alt="elevate.thumbnail elevate Ankündigungstext: Krisen und Freuden" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid orange;" title="elevate Ankündigungstext: Krisen und Freuden" /></a>Das elevate <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/festival/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Festival">Festival</a> in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/graz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Graz">Graz</a> habe ich bereits <a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-09/elevate-lab-in-graz-von-wegen-und-dilemmata/" class="liinternal">angekündigt</a>. Für die Festivalhomepage bzw. den Katalog habe ich den folgenden kurzen Text geschrieben. Anregungen, Ideen und Fragestellungen für die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussionsrunde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussionsrunde">Diskussionsrunde</a> sind natürlich jederzeit willkommen, und natürlich freue ich mich, wenn der eine oder andere Blogleser* zum Festival nach Graz schaut — das komplette Line-Up kenne ich noch nicht, die <a href="http://www.elevate.at" class="liexternal">Homepage</a> sollte aber dieser Tage online gehen.</p>
<h2 id="toc-des-einen-krise-des-andern-freud">Des einen Krise, des andern <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/freud/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Freud">Freud</a></h2>
<p>In Kürze feiern die Klagen der Major-Labels über den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>–bedingten Niedergang der Popkultur ihr 10jähriges Jubiläum, und trotzdem ist das Gedränge im Frequenzband der globalen Popkultur nicht geringer geworden. Denn wo Apokalyptiker, da auch Integrierte: und zweitere sehen in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mp3/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with mp3">mp3</a> und seinen Nachfolgeformaten, im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/filesharing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with filesharing">Filesharing</a> und in einer neuen Vertriebsstruktur keine Bedrohung, sondern eine riesige Chance. </p>
<p>Das Elevate Festival wirft in diesem Jahr einen genaueren Blick auf jene Reibungsflächen, die notwendigerweise entstehen müssen, wenn <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> zum internationalen Handelsgut Pop wird und ein vergleichsweise anarchisches Netzmedium eine gut geölte Maschine blitzartig verrosten lässt. Denn das Internet verweigert sich hartnäckig der Einsortierung in den Kanon gut kontrollierbarer Distributionsmedien, es weigert sich, das effektivere Formatradio zu sein und kopiergeschützte Files schmecken den UserInnen auch nicht so recht. Zugleich boomen netlabels und Musiker werden zu ihren eigenen A&amp;Rs und Vertriebsspezialisten in Personalunion. Die neue Pop-Vielfalt oder das beklagenswerte Ende einer Industrie? </p>
<p> </p>
<p>*) Splitting: normalerweise ja. Bzw. dort, wo sinnvoll möglich. Aber “die/der eine oder andere BlogleserIn” geht nicht. Das holpert zu übel, natürlich sind aber auch Leserinnen mit kleinem i herzlichst willkommen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>elevate Lab in Graz: von Wegen und Dilemmata</title>
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		<pubDate>Sat, 01 Sep 2007 12:34:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 26. Oktober 2007; 20:00 bis 22:00. ] Am 26. Oktober moderiere ich in Graz eine Podiumsdiskussion zum Thema Musikindustrie in der Krise. Die Veranstaltung findet im Rahmen des diesjährigen elevate Festivals statt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">26. Oktober 2007</td></tr><tr><td class="ec3_start">20:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">22:00</td></tr></table><p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/09/elevate.jpg" rel="lightbox" title='elevate' class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/09/elevate.thumbnail.jpg' alt="elevate.thumbnail elevate Lab in Graz: von Wegen und Dilemmata" style="float:right;margin-left:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid orange;" title="elevate Lab in Graz: von Wegen und Dilemmata" /></a><strong>Wege aus dem Dilemma der Musikindustrie — oder wer hat eine Krise?</strong> lautet der Titel der elevate_lab Diskussion, die im Rahmen des gleichnamigen Festivals am Grazer Schlossberg über die Bühne geht. Ich habe die Ehre und das Vergnügen, selbige Diskussion zu moderieren und hoffe auf mindestens so spannende Dialoge über Sinne und Krisen wie bei Star Trek zwischen Spock und Pille. Außerdem bin ich schon gespannt auf das musikalische Line-Up des ambitionierten Festivals — nähere Informationen folgen in Kürze. Sämtliche Zusammenhänge mit Militärparaden und dem österreichischen Nationalfeiertag dementiert die ds Blog-Investors Relations Abteilung indessen aufs Heftigste.</p>
<p>elevate_lab im Rahmen von <a href="http://www.elevate.at" class="liexternal">elevate.at</a><br />
Freitag 26.10.2007, 20:15 — ca. 22:00 </p>
<p>“Ways out of the music industry’s dilemma” lautet die englische Übersetzung des Titels, wobei der relativierende Teil sicherlich eine gravierende Rolle spielt — die Frage ist ja weniger, ob die Musikindustrie “überlebt”, sondern wie der Wandel, den die Musikbranche gerade durchmacht, auf längere Sicht zu gravierenden strukturellen Änderungen führt. Dazu gibt’s viele Ansätze und Ideen, vom Ende des “Starsystems” bis hin zum Musiker als Einzelunternehmer, der seine Alben im Wohnzimmer eintütet und selbst verschickt. Ich hab ja nicht zuletzt durch <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/the-gap/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with the gap">the gap</a> und meine Zuständigkeit für die seinerzeitige <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mp3/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with mp3">mp3</a>–Seite am legendären lion.cc Dampfer seit einigen Jährchen mit der Musikbranche zu tun und sehe durchwegs eine grundsätzlich erfreuliche Entwicklung hin zu mehr Vielfalt und leichterem Zugang zu einer größeren Menge an Musik als je zuvor… und sollten ein paar Major Labels zusperren müssen, dann werde ich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/persoenlich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with persönlich">persönlich</a> ihnen gewiss keine Träne nachweinen.</p>
<p>Und so sieht unsere illustre Runde im Detail aus:</p>
<ul>
<li>Martin Aschauer (fm5, mica, no-label) Betreiber von no-label sowie des Online Magazins fm5 und Mitarbeiter des MICA<br />
<a href="http://www.fm5.at" class="liexternal">http://www.fm5.at</a>, <a href="http://www.nolabel.at" class="liexternal">http://www.nolabel.at</a>, <a href="httpp://mica.at" class="liexternal">http://mica.at</a></li>
<li>Andreas Klinger (<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/resident/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with resident">resident</a>, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a>): Herausgeber des drum&amp;bass Magazins <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/resident/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with resident">Resident</a><br />
<a href="http://resident.at" class="liexternal">http://resident.at</a></li>
<li>Clemens Neufeld (giant wheel, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/graz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Graz">Graz</a>) Musiker und Labelbetreiber<br />
<a href="http://www.myspace.com/giantwheel" class="liexternal">http://www.myspace.com/giantwheel</a></li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> (the gap, datenschmutz.net, Wien) Journalist, “Diskussionsleiter”, Piratenkapitän<br />
<a href="http://blog.datenschmutz.net" class="liinternal">http://blog.datenschmutz.net</a><br />
Ach ja, und wie ich anfügen möchte: Inhaber der schönen Domain <a href="http://www.musicpirates.net" class="liexternal">musicpirates.net</a>, für die mir allerdings noch keine passende Verwendung eingefallen ist.</li>
<p>Angefragt wurde weiterhin bei Andreas Kolm (AKM, Bereich Online), der noch nicht genau weiß, ob er Zeit hat, aber sicherlich eine sehr interessante Erweiterung für die Runde wäre, eventuell schaut auch jemand aus dem Datendunstkreis der q/uintessenz vorbei. Zweifellos wäre ein Vertreter eines Major Labels höchst willkommen, mal sehen, ob jemand vorbeischaut.</p>
<p>Die 2007er elevate-Homepage ist noch nicht online, die an der grundsätzlichen Mission hat sich im Vergleich zum Vorjahr allerdings nichts geändert:</p>
<blockquote><p>Vier Tage und Nächte voller Konzerte, Live-Acts und DJ Lines, Installationen, Performances, Diskussionen und Workshops — von und mit unabhängigen Initiativen, Labels und KünstlerInnen am und im Grazer Schlossberg.</p></blockquote>
<p>Das Programm des elevate-Labs umfasst ein weites Themenspektrum: Al Haca halten einen Ableton-Workshop, Sven König spricht über Hacks, Permanent Unit beschäftigen sich mit Street Art, Mike Dred spricht über Sounddesign und Strukt führen in die Welt der Visuals ein — das und noch viel mehr in der Hauptstadt des Kernöls. Sehr gespannt bin ich auf das abendliche Line-Up… das wird mein erster elevate-Besuch, aber aus den Vorjahren hab ich nur das Beste gehört und freu mich auf ein paar entspannende Tanzschritte im Anschluss an unsere kleine Talkrunde.</ul>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)</title>
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		<pubDate>Fri, 10 Aug 2007 07:33:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Reiter</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ausführliche Zusammenfassung einer Expertendiskussion zum Thema Google: von Marketing über Datenschmutz, das große G ist überall. Hat die Konkurrenz überhaupt noch eine Chance? Und wie groß ist der Einfluss von Google wirklich?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/08/gugl.gif' alt="gugl Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" title="Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)" />Mit seiner rasanten Entwicklung vom kleinen Start-up zum größten Internetunternehmen der Welt hat <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> eine märchenhafte Erfolgsstory vorzuweisen. Doch wo Licht ist, ist auch Schatten. Und einige Schatten, die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> wirft, sind sogar recht dunkel. Werner Reiter versucht, die Story in einer Diskussionsrunde ein Stück weiter zu erzählen, fotografiert hat Florian Auer. “Der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> Zauberbesen” erscheint in der gerade frisch gedruckten Ausgaben von <a href="http://www.thegap.at" class="liexternal">the gap</a> in leicht gekürzter Form — datenschmutz LeserInnen erfahren die ganze Wahrheit über den gefährlichen Suchmaschinenmoloch, der unser tägliches Leben so sehr erleichtert. </p>
<h2 id="toc-die-diskussionsrunde">Die Diskussionsrunde</h2>
<ul>
<li><strong>Monika Bargmann</strong>: Obmannstellvertreterin VIBE!AT — Verein für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>–Benutzer Österreichs und wissenschaftliche Assistentin am Fachhochschulstudiengang Informationsberufe. <a href="http://www.vibe.at" class="liexternal">vibe.at</a></li>
<li><strong>Adrian Dabrowski</strong>: Datenschützer bei q/uintessenz und Datenbankentwickler. <a href="http://www.quintessenz.org" class="liexternal">quintessenz.org</a></li>
<li><strong>Christopher Sima</strong>: Österreich-Geschäftsführer des Online Vermarkters AdLink. <a href="http://www.adlink.at" class="liexternal">adlink.at</a></li>
<li><strong><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a></strong>: Medientheoretiker und Journalist. <a href="http://blog.datenschmutz.net" class="liinternal">datenschmutz.net</a></li>
</ul>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/08/dsc_7041.jpg" rel="lightbox" title='diskussionsrunde' class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/08/dsc_7041.thumbnail.jpg' alt="dsc 7041.thumbnail Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)" style="float:left;border:1px solid orange;margin-top:3px;margin-bottom:2px;margin-right:9px;" title="Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)" /></a>Im Jahr 1998 gründen zwei junge Studenten mit einer damals revolutionären Suchtechnologie eine Internetfirma. Dem Märchenklischee entsprechend dienen billige IBM-PCs als Infrastruktur und eine Garage als Firmensitz. Das Ende ist noch offen. Aus heutiger Sicht lassen sich je nach Geschmack zwei mögliche Schlüsse erzählen. Der eine ist voller Superlative: wertvollste Marke der Welt, meistbesuchte Internetseite, Weltmarktführer bei Online-Werbung … ad infinitum. Der zweite — vorläufige — Schluss erkennt in all der Größe eine massive Gefahr: Wir alle sind Googles Zauberlehrlinge und werden die gerufenen Geister nicht mehr los. Schließlich ist Google nicht irgendwo groß, sondern am Lebensnerv der modernen Gesellschaft: der Information, genauer gesagt deren Aggregation und Aufbereitung. </p>
<h2 id="toc-keine-zeit-fr-selbstreflexion">Keine Zeit für Selbstreflexion</h2>
<p>Natürlich war auch ein Vertreter von Google Österreich eingeladen. Wichtigere und zeitkritische Projekte standen einer Teilnahme leider im Wege und man überließ es uns, die Diskussion aus der Außenperspektive zu führen. Nicht weiter schlimm, wird doch ohnehin jeder User täglich von den Annehmlichkeiten kostenloser Google Services überzeugt. Bemerkenswert bleibt aber, dass kritische Geister und Datenschützer weit eher bereit sind, Diskussionseinladungen zu folgen. Und dass jene, die Google ob seiner ungebrochenen Innovationskraft bewundern, diesen Aspekt nicht wirklich in den Diskurs einbringen wollen. Christopher Sima, Geschäftsführer des Online-Vermarkters AdLink, ist unserer Einladung gefolgt und hat die etwas undankbare Rolle des Google-Verteidigers brilliant übernommen.</p>
<h2 id="toc-die-trojanischen-pferde">Die Trojanischen Pferde</h2>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/08/dsc_7044.jpg" rel="lightbox" title='diskussionsrunde' class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/08/dsc_7044.thumbnail.jpg' alt="dsc 7044.thumbnail Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)" style="float:left;border:1px solid orange;margin-top:3px;margin-bottom:2px;margin-right:9px;" title="Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)" /></a>Doch der Reihe nach: Beweggrund, die Diskussion zu veranstalten, war die Tatsache, dass Google mittlerweile eine zentrale Rolle in der Internetwelt einnimmt. Nicht nur die Mehrzahl der User wählt Google als Einstiegspunkt, auch zahllose Webmaster bauen Google Analytics als Analysetool und AdSense (kontextsensitive Werbeanzeigen in Textform) als komfortable Verdienstmöglichkeit ein. Damit nicht genug, steckt Google mit Toolbar und Desktop Search in Millionen PCs und mit Messaging-Services wie Gmail und Google Talk hat sich der Internet-Riese noch mehr Möglichkeiten geschaffen, Daten zu sammeln und Userprofile für die Werbewirtschaft zu generieren.</p>
<blockquote><p>“Es ist schwierig, gegen Google zu argumentieren, weil’s einfach so praktisch und noch dazu kostenlos ist.” Monika Bargmann über geschenkte Gäule</p></blockquote>
<p>Ein einfaches Experiment zeigt ein interessantes Ergebnis: Der Suchbegriff “Internet” bringt auf Google knapp zwei Millionen Treffer, der Begriff “Google” etwas mehr als die Hälfte. Eine Suche auf Yahoo bringt ein ähnliches Resultat. Selbst wenn MSN Search es etwas anders sieht und Googles Anteil auf 12% reduziert, ist die Frage zulässig, ob Google die Regeln des Internet zu einem großen Teil bestimmt. Neuerdings wird das ebenso simple wie erfolgreiche AdSense-Konzept zur Online-Vermittlung von Werbeanzeigen auf klassische Medien wie Print, Radio und TV ausgerollt und erstmals gelingt es einer Internet-Company, auch die klassische Marketingwelt empfindlich aus dem Gleichgewicht zu bringen.</p>
<h2 id="toc-democracy-on-the-web-works-auch-nicht-besser-als-die-staatliche">Democracy on the web works — auch nicht besser als die staatliche</h2>
<p>“Democracy on the web works” und “The need for information crosses all borders” lauten Nummer vier und acht der zehn Gebote, die Google sich als Firmenpolicy auferlegt hat. Sie beschreiben ein Versprechen aus der Frühzeit des Web: Wo Information frei zugänglich ist, wird <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a> ermöglicht. Von Beginn an war es Googles Credo, alle im Internet verfügbare Information für die User nutzbar zu machen. Mittlerweile bedient das Unternehmen aus Mountain View das Informationsbedürfnis der Massen und ist dabei so groß geworden, dass die politischen Eliten ihre Einflusssphäre bedroht sehen.</p>
<blockquote><p>“Irgendwann sind sich alle Monopole nicht nur ihrer eigenen Macht bewusst. Auch fremde Interessen wissen, dass sie den Hebel nur mehr an einer Stelle ansetzen müssen, um etwas zu bewirken.” Adrian Dabrowski über simple Wirtschaftsphysik</p></blockquote>
<p>Die von Google gefilterten Suchergebnisse als Zugeständnis an die chinesische Regierung werden nicht nur in unserer Expertenrunde massiv kritisiert. Wobei alle Diskussionsgäste von weiteren Beispielen wissen, in welchen Google anderen Staatsobrigkeiten gegenüber — zum Teil vorauseilenden — Gehorsam zeigt. Der Medientheoretiker Ritchie Pettauer meint, dass es ohnehin nie auf der Agenda stand, als Suchmaschine Dinge im Sinne der Allgemeinheit zu regeln. Als börsenotiertes Unternehmen regle Google Dinge im Sinne seiner Shareholder. Warum sollte ein Unternehmen auch für mehr Demokratie sorgen als (gewählte) Regierungen? Problematisch sei höchstens die “verdeckte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zensur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zensur">Zensur</a>”, wie Adrian Dabrowski von q/uintessenz formuliert: die mangelnde Transparenz, dass — und aufgrund welcher Kriterien — Ergebnisse gefiltert wurden.</p>
<h2 id="toc-reality-made-by-google">Reality made by Google</h2>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/08/dsc_7073.jpg" rel="lightbox" title='diskussionsrunde' class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/08/dsc_7073.thumbnail.jpg' alt="dsc 7073.thumbnail Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)" style="float:left;border:1px solid orange;margin-top:3px;margin-bottom:2px;margin-right:9px;" title="Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)" /></a>Die Bereitwilligkeit, sich wirtschaftlichen Erfolg durch politisches Wohlverhalten zu sichern und Googles Monopolstellung bringen ein interessantes Phänomen hervor: Plötzlich hat ein Unternehmen die Möglichkeit, die Realität für große Teile der Informationsgesellschaft zu definieren — das allerdings nicht wie bei klassischen Medienunternehmen durch die Produktion von Information, sondern durch Filterung und Aggregation von Material, das andere produziert haben. Pettauer meint, dass Google nur einem Trend folge, welchen Medienwissenschaftler schon seit 15 Jahren beobachten: Transnationale Konzerne hätten schon seit längerem die Definitionsmacht und damit die Rolle der Kirchen übernommen. Google mache das aufgrund seines Geschäftsgegenstandes nur etwas unmittelbarer. Etwa wenn in Google Earth Aufnahmen unkommentiert durch ältere ersetzt werden — wodurch der Zoom aus dem Weltall auf globale Krisenregionen schon mal als heil darstellt, was längst zerbombt ward.</p>
<blockquote><p>“Man darf nicht vergessen, dass Google diese Monopolstellung nur erreicht hat, weil es viele Dinge die es macht, sehr gut macht.” Ritchie Pettauer bestätigt Google Gebot Nummer zwei</p></blockquote>
<h2 id="toc-der-user-im-fadenkreuz">Der User im Fadenkreuz</h2>
<p>In der Runde herrscht dennoch Einigkeit, dass Google Services für die Enduser in erster Linie praktisch und noch dazu kostenlos sind. Und beides wohl auch weiterhin bleiben werden, analysiert und filtert die Datenkrake unser Such– und Kommunikationsverhalten doch ganz genauso wie sie es auch mit anderen Informationen tut — um sie dann verkaufen zu können. Registrierungsdaten, Cookies und Log-Daten ergeben einen Rohstoff, der nur entsprechend aufbereitet werden muss, um die Träume aller Werbetreibenden wahr werden zu lassen: Targeting auf höchster Granularitäts-Stufe. Christopher Sima von AdLink steigt erst an diesem Punkt der Diskussion ein und bricht eine Lanze für das Datensammeln und Profil-Erstellen der Internetgiganten. Es ermögliche letztlich eine Werbeeffizienz, die vor zehn Jahren noch undenkbar war. Verschwörungstheorien erteilt er eine Abfuhr, da es im Marketing durchaus ausreiche, eine Gruppe von Usern mit einem definierten Profil zu erreichen und nicht die jeweiligen Einzelpersonen.</p>
<blockquote><p>“Die Hauptarbeit, die Google zur Zeit leistet, ist Clickfraud hinterher zu jagen.” Christopher Sima über die illegale Manipulation der Klickraten</p></blockquote>
<p>Trotzdem: Je besser die Profildaten, umso höher ihr Wert und umso effizienter können Werbebudgets eingesetzt werden. Genau in diese Richtung geht der Trend: Die neuen Zauberworte der Branche lauten <strong>Behavioral Targeting</strong> (also die gezielte Ansprache der User aufgrund messbarer Verhaltensmuster) und Abrechnung nach <strong>Conversions</strong> (also Bestellungen, Anmeldungen oder dergleichen).</p>
<h2 id="toc-ein-bisserl-wettbewerb-tte-gut">Ein bisserl Wettbewerb täte gut</h2>
<p>Durch den Kauf von DoubleClick, einem der weltweit größten Anbieter von Online Marketing Lösungen, hat Google neben Keyword Advertising (kontextspezifische Textanzeigen) auch eine Vormachtstellung im klassischen Display Advertising (Banner, Pop-Ups und ähnliches) erlangt. Damit landen userbezogene Daten aus zwei unterschiedlichen Werbemodellen im selben Speicher: einmal die Klicks aus klassischer Onlinewerbung, die Awareness schafft und ein anderes Mal die Keywords, die einen Informationsbedarf abdecken. Werberherz was willst du mehr?</p>
<blockquote><p>“Wahnsinnig nützlich, aber zu mächtig! Alternativen braucht die Welt!” Marie Ringler, Grüne Gemeinderätin und Landtagsabgeordnete in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a></p></blockquote>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/08/dsc_7071.jpg" rel="lightbox" title='diskussionsrunde' class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/08/dsc_7071.thumbnail.jpg' alt="dsc 7071.thumbnail Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)" style="float:left;border:1px solid orange;margin-top:3px;margin-bottom:2px;margin-right:9px;" title="Der Google Zauberbesen (von Werner Reiter)" /></a>Auch wenn Datenschutzorganisationen wie etwa Privacy International und neuerdings auch EU-Experten dagegen Sturm laufen: Dieser Praxis ist — mit Ausnahme komplizierter wettbewerbsrechtlicher Verfahren — nicht wirklich beizukommen. Monika Bargmann, die sich bei VIBE!AT für den bewussten Umgang mit dem Internet engagiert, fielen zwar etliche Argumente ein, doch die erreichen die meisten Usern nicht. Der Zauberbesen könnte nur durch einen anderen Zauberbesen ein wenig zurück in die Ecke gedrängt werden. Hätte Google relevante Mitbewerber, wäre nicht nur ein Monopol gebrochen, auch das Interesse von Geheimdiensten, Regierungen und Klickbetrügern würde sich auf mehrere verteilen und Google hätte wieder die Möglichkeit, den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/algorithmus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Algorithmus">Algorithmus</a> für die User anstatt gegen die Parasiten zu optimieren und müsste vielleicht nicht mehr dazu aufrufen, die Klickbetrüger anzuschwärzen.</p>
<h2 id="toc-ntzlich-und-genial-aber-gefhrlich">Nützlich und genial — aber gefährlich</h2>
<p>The Gap hat noch andere Expertenmeinungen zu Google eingeholt. Alle eingetroffenen Statements oszillieren zwischen Bewunderung und einem mehr oder weniger starken Unwohlsein, das in der Vormachtstellung des Unternehmens begründet ist. Der wohl interessanteste Beitrag kam von Franz Manola, der Google schon vor zehn Jahren als Suchtechnologie auf den Seiten des ORF einbauen ließ. Franz Manola war von 1996 bis 2007 Gründergeschäftsführer von ORF ON und ist derzeit in der Generaldirektion des ORF verantwortlich für ein neues Corporate Design und den HDTV-Einstieg des Unternehmens:</p>
<blockquote><p>Das Phänomen Google lässt sich als Kulminationspunkt von 500 Jahren abendländischem Denken lesen. Mit der Renaissance setzt die Vorstellung ein, dass der Mensch allen Aspekten seines Lebens mit Rationalität begegnen muss und kann. Die Jungs und Mädels von Google sind besessen von mathematischen Meisterdenkertum. Sie sind der unerschütterlichen Überzeugung, dass sich jedes Problem auf eine mathematische Formel verdichten und damit lösen lässt. Sie haben innerhalb von zehn Jahren ein, zwei Hefte mit solchen Algorithmen in einen Unternehmens-Giganten verwandelt, den die Börsianer, ihrerseits besessen von angewandter Mathematik, höher bewerten als jede andere Firma der Welt. </p>
<p>Die vielleicht zentrale Errungenschaft der Renaissance, kulminierend in der bürgerlichen Revolution, ist die Vorstellung, dass das Ich mindestens so hoch zu bewerten ist wie das Wir, dass das Ich einen besonderen Schutz vor dem Wir und Uns verdient. Das Private — von der Privatsphäre bis zum Privateigentum — definiert das Subjekt in der westlichen, marktwirtschaftlichen Demokratie wie nichts Zweites.</p>
<h3 id="toc-die-abschaffung-des-privaten">Die Abschaffung des Privaten</h3>
<p>Die Ironie des Phänomens Google — jedenfalls seiner zentralen Suchalgorithmen — ist die Abschaffung des Privaten, also ein Angriff auf den Kern der Errungenschaften der Moderne. Seit wir vernetzt sind, hinterlässt jeder von uns eine Datenspur, die von allen möglichen Agenturen — von der NSA bis Microsoft — abgelegt und durchforstet wird. Aber davon wissen meist wir selbst nichts, geschweige unser Nachbar. Google aber hat unsere Datenspur nach außen gestülpt. Inklusive der Datenschleimspur, die andere im Zusammenhang mit unserem Namen abgesondert haben. Solange eine noch so fiese Denunziation anonym auf einem noch so obskuren Bulletin Board abgelegt in einem Rechner-Cash zu finden ist, wird sie Google bis in alle Zukunft zu Tage fördern.</p>
<p>You never have a second chance to make a first impression — das war gestern. Heute und in alle Zukunft gilt: Du bist gegoogelt lange bevor du die Chance gehabt hättest, einen unvermittelten persönlichen Eindruck zu hinterlassen. Wir sind wieder im Dorf gelandet, im globalen Dorf, wo jeder über jeden alles zu wissen glaubt und das Wir wieder entscheidet, was das Ich darf und ganz besonders was es nicht darf. Google verletzt potenziell die Privatsphäre von jedem einzelnen in einem noch vor zehn Jahren unvorstellbaren Ausmaß. Im kalifornischen Mountain View ist — nicht zum ersten Mal — ein Weltformel-/Meisterdenkerkonzept an die Wand seiner eigenen Widersprüchlichkeit gefahren. Zu Ende gedacht, ist das kein mathematisches, sondern ein politisches Problem. Wie es damals der Feudalismus war, gegen den sich die Ichs erhoben haben.</p></blockquote>
<p>Franz Kröpfl, Leiter der Abteilung Innovation Marketing bei mobilkom austria, fasste folgende drei Punkte über Google zusammen:</p>
<blockquote><ul>
<li>Einer der wenigen Angreifer, der zum Angegriffenen wurde. (Google verteidigt seine Position nach wie vor erfolgreich.)</li>
<li>Nach wie vor innovativ; “Geht nicht” gibt es nicht, sofern es sich um Dinge handelt, die die Welt braucht. Um zu forschen, werfen sie auch alte “Don’ts” über Board</li>
<li>Was sie machen, machen sie mit vollem Ernst und haben scheinbar auch noch Spaß dabei (Zukunft und Wachstum sind nicht trennbar).</li>
</ul>
</blockquote>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Kommentare am Blog deaktivieren? Niemals.</title>
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		<pubDate>Thu, 26 Jul 2007 07:05:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Weblogs ohne Kommentarfunktion sind bloß die halbe Miete, denn die Kommunikation mit den Lesern stellt ein essentielles Element dar.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der Metaphoriker spricht vom “Rauschen”, das durch den Blätterwald geht. Im Fall von Blogs sollte es vielleicht eher Raunen, wenn nicht gar Raunzen heißen, meint First Generation Blogger David Winer: auf Kommentare könnte man gut und gerne <a href="http://www.scripting.com/2007/01/01.html#theUneditedVoiceOfAPerson" class="liexternal">verzichten</a>, so David. Das passt zur Greater <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> Shitwad Theory, kann aber nicht ganz unwidersprochen hingenommen werden.</p>
<p>Die wesentliche Eigenschaft eines Blogs sei die Wiedergabe einer authentischer Meinung, unverfälscht durch Gruppendruck, Konformitätszwang und massenmediale Spielregeln. Die Kommentare spielten dabei angeblich eine untergeordnete Rolle. Wer etwas zu sagen hat, der kann sich ja ohne weiteres selbst ein Blog anlegen, so die Logik des schreiberischen Solipsismus:</p>
<blockquote><p>Do comments make it a blog? Do the lack of comments make it not a blog? Well actually, my opinion is different from many, but it still is my opinion that it does not follow that a blog must have comments, in fact, to the extent that comments interfere with the natural expression of the unedited voice of an individual, comments may act to make something not a blog.</p></blockquote>
<p>Als weiteren Punkt gegen Kommentare führt David auch das altbekannte Argument von der Selbstreferenzialität ins Feld: “People use blogs primarily to discuss one question — what is a blog? The discussion will continue as long as there are blogs.” Dem kann ich nur zustimmen — ein Teil des permanent mitschwingenden Metadialogs mag durchwegs der Neuheit des Mediums geschuldet sein, ein anderer, aber verschwinden wird das Thema nicht: Mikromedien machen ihre Herausgeber eben zu Haustechniker, Serverexperten, Chefredakteuren, rasenden Reportern, Layoutern usw… in einer Person, das schreit geradezu nach Austausch und Metadialog.</p>
<p>Konsequenterweise drehte der Autor die Kommentarefunktion am eigenen Blog ab, und Joel Spolsky, amerikanischer IT-Journalist, greift die ausgesprochen konträre Argumentation freudig <a href="http://www.joelonsoftware.com/items/2007/07/20.html" class="liexternal">auf</a> und geht gleich noch ein Stück weiter:</p>
<blockquote><p>The important thing to notice here is that Dave does not see blog comments as productive to the free exchange of ideas. They are a part of the problem, not the solution. You don’t have a right to post your thoughts at the bottom of someone else’s thoughts. That’s not freedom of expression, that’s an infringement on their freedom of expression.</p></blockquote>
<p>Starker Tobak — Kommentare also als Behinderung der freien Meinungsäußerung? Mein Problem mit dieser Sichtweise liegt ganz einfach darin, dass sie für manche Blogger durchwegs passen mag — das hängt aber in erster Linie wohl vom eigenen Menschenbild ab und davon, ob man sich erwartet, unwidersprochen seine Weisheiten in die Welt hinaus posaunen zu dürfen. John Gabriels Greater Internet Fuckwad Theory, die besagt, dass sich ganz normale, nette Kerle unter dem kombinierten Einfluss von Öffentlichkeit und Anonymität in beleidigende Verbalbestien verwandeln, mag Winer ja auf den ersten Blick recht geben. Meine persönlichen Erfahrungen in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogistan/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with blogistan">Blogistan</a> sind da ganz andere: wie wenigen Hatemongers bringen mich bloß zum Lachen, niemals möchte ich wegen ein paar, auf gut Wienerisch “Wapplern”, auf all die konstruktiven Beiträge und die virtuellen Gespräche mit meinen LeserInnen verzichten.</p>
<p>Denn blickt man etwas differenzierter auf die kommunikativen Verästelungen Blogistans, dann stellt sich die Kommentarefrage ohnehin nicht mehr so schwarz/weiß dar: Denn der Verzicht auf Kommentare rückt ein Blog ein ganzes Stück weit in Richtung Web 1.0 Seite — nicht technologisch, sondern ideologisch: <strong>für viele BloggerInnen (und da schließe ich mich ein) sind Feedback der LeserInnen Hauptmotivation dafür, überhaupt ein Blog zu schreiben.</strong> Die Frage, ob’s aus <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a>–taktischen oder anderweitigen Überlegungen besser wäre, Kommentare abzudrehen, stellt sich überhaupt nicht: so lästig <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/spam/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Spam">Spam</a> und so aufwändig Antispam-Maßnahmen sind, so hoch die Wahrscheinlichkeit auch sein mag, früher oder später einem Troll zu begegnen: was wären Blogs ohne das direkte Feedback, ohne diesen großartigen direkten Kommunikationskanal zur Leserschaft, der Blogger von Journalisten unterscheidet? In wenigen, ausgewählten Fällen mag ein Verzicht auf die Kommentarfunktion ja Sinn ergeben, eine “golden rule” draus zu machen und speziell Newbie-Blogger zu verunsichern, halte ich allerdings für ausgemachten Quatsch. Und Gründe, von seinen Lesern öffentlich kontaktiert werden zu wollen, gibt es viele:</p>
<ul>
<li>Der gute alte <strong>Crowd-Support</strong>: ich hab hier ein “Insert Category” Problem, hat da jemand einen Tipp? So ist schon so mancher Thread entstanden, der mehr wertvolle Info für spätere Leser enthält, als der eigenen Artikel.</li>
<li><strong>Reality Check</strong>: Ich seh das so und so, liegt ich da völlig daneben? Was meinst ihr dazu? Der Möglichkeit, solche Fragen auf datenschmutz stellen, würd ich mich niemals freiwillig berauben.</li>
<li>User generated Content hat positive <strong>SEO-Auswirkungen</strong>: Contrary to popular believe wertet Google auch ausgehende Links. Mit deaktiviertem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/nofollow/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Nofollow">Nofollow</a> in den Kommentaren und sauber moderierten Kommentare ohne Viagra-Links erhält man nicht nur eine willkommene Ergänzung der Inhalte, sondern fördert sogar eine bessere Platzierung in Suschmaschinen.</li>
</ul>
<p>Das Argument der kommunikativen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/demokratie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Demokratie">Demokratie</a> möchte ich freilich nicht bemühen: letztendlich sitzt der Blog-Autor am langen Hebel, löscht, editiert und filtert, wie’s im passt. Doch wie man’s auch dreht und wendet: ein Blog ist keine statische Seite, sondern eine kleinere oder größere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/community/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Community">Community</a>. Die zitierte Scheu vor Kommentaren resultiert einerseits aus dem angesprochenen unlustigen Menschenbild (“alle anderen außer mir sind Idioten und haben sowieso nix brauchbares beizutragen”) und andererseits aus der Angst vor schrecklicher Kritik, die auf einen niederprasseln könnte. Dabei bieten alle gängigen Blogsysteme hervorragend abgestufte Möglichkeiten: von der ungeprüften Veröffentlichung über das Festhalten jeden Kommentars in einer Moderationsschleife ist so gut wie alles möglich — freiwillig auf Blog-Kommentare zu verzichten kommt mir ein bisschen so vor, als ob man sich ein Motorrad kauft, den Motor deaktiviert und seine Kiste einfach nur im Leerlauf durch die Gegend schiebt — passieren kann dabei nicht viel, Spaß hat man allerdings auch keinen.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Liebe LeserInnen, bitte Google-Assoziationen posten!</title>
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		<pubDate>Mon, 02 Jul 2007 11:53:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Werner führt für seinen gap-Bericht über Google eine kleine Meinungsumfrage durch und bittet um drei Assoziationen (=Stichwörter) zum Thema Google.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzte Woche hat Werner Reiter wieder eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussionsrunde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussionsrunde">Diskussionsrunde</a> einberufen. Nach den Artikeln über <a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-06/die-zwei-ungleichen-teile-der-musik-von-werner-reiter/" class="liinternal">Online-Musikvertrieb</a> und <a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-02/web-20-internet-fuer-dummies-in-der-neoliberalen-medienwelt-von-werner-reiter/" class="liinternal">Web 2.0</a> stand diesmal <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a> im Fokus unserer Betrachtungen. Zur Abrundung seines Berichts führt Werner gerade eine kleine Meinungsumfrage durch — wär super, wenn hier jemand dazu kommentiert und seine drei <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">Google</a>–Assoziationen postet.</p>
<p>Von Google <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> wollte uns aus “Zeitnot” leider niemand beehren; zum Glück war Christopher Sima, Managing Director von Adlink, Werners Einladung gefolgt — sonst wäre die Diskussion über die Ambitionen des Google-Kraken wohl etwas einseitig geblieben. Für mich <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/persoenlich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with persönlich">persönlich</a> lautet das Fazit jedenfalls: Google ist eine gewinnorientierte Firma und keine Wohlfahrtsinstitution. Wenn die Wahl “entweder <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/zensur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Zensur">Zensur</a> oder Verbot in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/china/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with China">China</a>” lautet, dann zwingt das Gesetzt der Gewinnmaximierung eben zum Filtern. Problematisch wird’s halt durch die zunehmend stäkere Monopolstellung: und hier zeigt sich deutlich, dass gegen multinationale Konzerne staatliche Gesetzgebungen recht machtlos sind… aber zurück zum Thema. Werner hat mir geschrieben:</p>
<blockquote><p>Ich würde möglichst viele namhafte Personen bitten, mir 3 Begriffe zu schicken, die sie mit Google assoziieren. Diese Quasi-Meinungsforschung würde dann das Bauchgefühl der Kenner noch ein wenig quantifizierbar machen. Was hältst du davon? Könntest du da auch einen Aufruf in deinem Blog publizieren?</p></blockquote>
<p>Ich find’s eine sehr gute Idee — insofern, verehrte LeserInnenSchaft, bitte ich um das Kundtun der eigenen Meinung in den Kommentaren! Mir fällt zu Google ein: <strong>Finger-im-Po</strong>, <strong>Datenkrake</strong>, <strong>innovativer Dienstleister mit Realitätsverlustsyndrom</strong>.</p>
<p>Eine Bitte noch wider die Anonymität: <strong>Bitte beim Aufruf auch den Hinweis platzieren, dass ich mich über personalisierte Beiträge am meisten freue (=voller Name und Beruf).</strong> </p>
<div align="center"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/07/gugl.jpg' alt="gugl Liebe LeserInnen, bitte Google Assoziationen posten!"  title="Liebe LeserInnen, bitte Google Assoziationen posten!" /></div>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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