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Artikel-Schlagworte: „DJ Mix“

Play.fm muss im MQ bleiben!

playfm Play.fm muss im MQ bleiben!Unser Lieblings-Online-Radio soll die Räumlichkeiten im Museumsquartier räumen. Das quartier21/MQ möchte die Play.fm Lounge bereits am September "anderweitig" nutzen und hat den Vertrag mit Play.fm daher nicht mehr verlängert. Dabei gibt es keinen besseren Platz für das semi-öffentliche Radiostudio als das am Reißbrett entworfene Herz der Wiener Kulturszene - daher haben wir gestern auf Facebook eine Support-Gruppe gegründet, der in bis dato in den ersten Stunden bereits 404 (!) User beigetreten sind, weitere Unterstützerinnen und Unterstützer sind natürlich hoch willkommen!

Play.fm verschreibt sich ganz der DJ-Kultur: einerseits werden diverse Sets aus Clubs präsentiert, andererseits legen Gast-DJs jeden Tag live in der Lounge auf, die Streams sind live, aber auch on demand verfügbar. Seit dem kürzlich erfolgten Relaunch der Homepage bietet der Player aufgefeilte Annotations- und Crowd-Sourcing-Playlist Features. Das Repertoire an nach Genres geordneten Sets und Radioshows ist mittlerweile riesig und fast schon sowas wie das "DJ Wayback-Archive" der elektronische Musikszene. Siehe dazu dieses Video, in dem Georg Hitzenberger Play.fm vorstellt:

http://www.vimeo.com/5994159

Die Lounge im Museumsquartier funktioniert als ideale real-life Extension und beliebter Treffpunkt der Wiener Musikszene - der geplante Rausschmiss kommt für Play.fm äußerst ungelegen:

Seit über 5 Jahren bereichert Play.fm mit seinem täglichen Live Radioprogramm und den Ausstellungen junger Künstler das kulturelle Angebot im MQ. Mehr als 70 Sendungsmacher präsentieren seit 2004 unentgeltlich jedes Monat ihre Sendungen live in der Play.fm Lounge, tausende Stunden ehrenamtlicher Arbeit sind in den Aufbau des Radiobetriebs geflossen, und das soll jetzt plötzlich ein Ende haben?

Betrieben vom gemeinnützigen Verein "Play" ist die Play.fm Lounge immer ein Raum für Experimente geblieben und bietet im Gegensatz zum sonstigen kulturellen Angebot des MQ spannendes Programm für kleinere Zielgruppen. Sollte Play.fm tatsächlich ausziehen müssen, würde die kulturelle Vielfalt, die wir am MQ so schätzen, großen Schaden nehmen.

Wir fordern daher, dass Play.fm im MQ bleibt!

Was kann man tun? Ein Beitritt zur Play.fm Gruppe wäre toll, und wer den Ausdruck seines Missfallens auch analog zum Ausdruck bringen möchte, ist herzlich eingeladen zu den Play.fm Movement Days: am 20./21./22. August wird die Creme de la Creme der Wiener DJ-Szene jeweils von 18:00 Uhr bis Open End unter dem Motto "70 DJs, 33 Sendungen in drei Tagen" die letzten fünf Jahre zelebrieren.

Frischer Dubtechno von new.com

Marius aka new.com vom Schweizer Label comfort_noise_productions hat kürzlich einen neuen Mix veröffentlicht: basso continuo kommt in großzügiger 256kbs Qualität im mp3-Format daher und rockt ebenso souverän wie seine Vorgänger.

new.com nennt das ganze "in tiefer Erhabenheit pumpender, klopfender, klickender, hallender & verstrichener Dubtechno" - dem ist wenig hinzuzufügen, selber reinhören ist Trumpf. Marius hat auch ein pdf-Cover mit schickem Bergmotiv bereit gestellt, der Mix dauert genau 78'13'', geht sich also genau auf eine CD aus, falls Autoradio oder Wohnzimmerstereoanlage mit mp3 noch nicht so recht wollen; auf Ei-Boot Ohrstöpseln haben diese mächtigen Basslines meiner bescheidenen Meinung nach ohnehin nicht viel verloren - hier die Trackliste:

basso

basso continuo Download

CD-Review: DJ Food + DK: Now listen again

Das aktuelle Mixtape von DJ Food lässt Genregrenzen hinter sich und benützt Hip Hop als genre-verbindendes Format.

Mix- und scratchtechnisch werden hier sowieso nur Übergänge vom feinsten serviert, die Deluxe-Trackauswahl von Primal Scream über Aphex Twin und Pepe Deluxe bis zu Pendulum erstaunt, überrascht und erfreut das Herz des Beatdiggers. Der erste Soundtrack zum Sommer 2k7, serviert von zwei Meistern ihres Fachs.

Mit der Jazz Breaks Serie stellt DJ Food sein Talent fürs Crate-Digging schon seit Jahren unter Beweis - dass der Solid Steel (a Subdivision of Ninja Tunes) Mastermind auch an den Turntables einiges drauf hat, hört man jeder Sekunde von "Now listen again" an. Perfekt getimte Scratches, minutiöse Planung der Übergänge - natürlich handelt es sich um einen Studiomix, der allerdings genau jenes Quentchen Perfektion verströmt, das man sich von einem solchen Unterfangen erwartet.

Label: Solid Steel

19.05.: gaposlovakia versoundet Poolbar in Wien

19. Mai 2007 21:00bis20. Mai 2007 3:00

poolbar.thumbnail 19.05.: gaposlovakia versoundet Poolbar in WienAm 19. Mai präsentiert Herwig den poolbar Trailer 2007 in Wien, und weil so ein Trailer bekanntlich nicht abendfüllend ist, gibt's dazu auch noch musikalische Unter- und Übermalung von gaposlovakia. Oder, wie wir sagen: 'Pro Nekonformí Diskotéky' provided by Gaposlovakia. Das Drama spielt sich in den ausreichend ehrwürdigen Hallen des Otto Wagner Pavillon, ab 21:00 Uhr nehmen die Beats ihren unabwendbaren Lauf. Tags wärmen machen sich Leitstrahl schon mal im Badeschiff auf.

Präsentiert wird "poolbar in Wien" von the gap und Megacard, der Eintritt beträgt 3 Euros inklusive einem kleinen Bier. (Landdisco Style, hehe...) Popwissende können außerdem beim fröhlichen Quiz erquickliche Preise abstauben. Am Start sind Leitstrahl, noxukao (which would be me) wird zu der Zeit in Kroation weilen, das restliche Line-Up wird rechtzeitig bekannt gegeben. Hier kann übrigens schon mal einen Blick auf den Filmtrailer zum poolbar-Festival werfen.

Und dies sagt der Pressetext zu so viel geballter Popkultur in Vorarlberg:

Das "Festival für Musik und Kultur von Pop bis Nischen" (30. Juni bis 14.August, www.poolbar.at) ist mit seinem Mix aus Live-Musik, DJ-Culture, Film, Tanz, Kunst, Mode, Grafik und einer jährlich neuen Architektur in Wien zwar längst bestens bekannt, doch es erfindet sich in vielen Bereichen jährlich neu und überrascht mit Ungewohntem, sodass die Neugier der Wienerinnen und Wiener noch jedes Mal zu prallvollen Locations und rauschenden Festen führte.
Coldcut, GusGus, IAMX, 2Raumwohnung, Tocotronic, Lambchop, Shout Out Louds, Boundzound, Virginia jetzt!, Slut, The Blood Arm, The Pipettes, Mother Tongue, The Hidden Cameras u.v.a. - die diesjährigen musikalischen Headliner sind zwar kein Geheimnis mehr, aber die filmische Präsentation des Festivals macht definitiv Lust auf einen Abstecher nach Vorarlberg. Ein ausgesprochen günstiges poolbar-Package (ab EUR 89.- für ein Wochenende) von Bodensee-Vorarlberg-Tourismus (bodensee-vorarlberg.com) erleichtert dieses Unterfangen ungemein - und die glücklichen Gewinner des Popquiz streifen ein derartiges poolbar-Package, das Tickets und Übernachtungen beinhaltet, gratis ein.

18. Mai: Leitstrahl am Badeschiff

leitstrahl.thumbnail 19.05.: gaposlovakia versoundet Poolbar in WienEine süpersexuelle Diskothek und unvorstellbare Live-Action versprechen Leitstrahl für Freitag: noch nie war das dynamische Duo so ambitioniert wie vor dem ersten großen Gig unter neuem Namen. Pro Nekonformí Diskotéky wird's aber auf jeden Fall. Mehr als nur ein Warm-Up: sozusagen Schifferl-Versenken in großem Maßstab und in reizender Begleitung von DJ Nancy, Darling (squishy squid), DJ Special K (my bitch club) und den Less Talk More Rock DJs.

CD-Review: VA – Tone Poem (Rawfull Mix)

Tone Poem"Some Mainstream Journalists think Drum and Bass is dead or maybe just semi-alive," schreibt Rawful ins Booklet seiner Mix-CD. Dabei werfen Innenstehende dem 180er Sound doch neuerdings ganz gerne seine vielfach bewiesene Großraumdisco-Eignung vor. Wahr ist auf jeden Fall, dass sich einerseits das musikalische Breakbeat-Spektrum erweitert hat und dass andererseits weite Teile davon seit beängstigend langer Zeit auf der Stelle treten - aber keine Sorge, der Wein in diesem Schlauch ist neu.

Bei "Tone Poem" handelt es sich um den dritten Streich einer Serie von Flex-Jubiläumscompilations. Als Labelbetreiber und Clubveranstalter (Booklet: "The famous knowlege magazin wrote: he's Austria's equivalent of Andy C.") hat Rawful natürlich Zugang zu den Dubs, die einen solchen Mix erst interessant machen. Erwartungsgemäß featured der Mix einige unveröffentlichte Tracks von einheimischen und UK-Produzenten. Shnek spricht das Intro, die Selection weiß durchaus zu gefallen. Nur leider sind einige der spannendsten Nummern in extrem kurzen Cuts vertreten. Man mag drüber diskutieren, ob das nun Mixing-Style oder die ultimative Kopierschutzmaßnahme darstellt: einige der Tunes wird man bis zum Release wohl nur auf Parties in voller Länge hören.

Da ist die Freude groß, dass zumindest dem legendären Finalisten "Special Black VIP" von Influx UK 5 Minuten zugestanden werden, wie mein CD-Player vermeldet - immerhin qualifziert sich die Nummer in erster Linie durch immer turbulenteres Drum-Programming von Break zu Break. Und dann die Überraschung: nach 2 Minuten folgt das Fadeout, dann gibt's ganze 2 ½ Minuten digitale Stille. Kurz gesagt: "Tone Poem" bietet handwerklich versierte Unterhaltung und eine aktuelle Leistungsschau des spannenderen Teils der Produzentenszene, für eine Kauf-CD bietet die Scheibe in Zeiten der mp3-Label-Promomixes aber eigentlich nur für Die Hard Flex-Fans einen devotionalen Mehrwert. (Rezension erscheint in: the gap 02/2007)

Erschienen auf: Flex Schallplatten / Hoanzl