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T-Mobile MDA III: Strom sparen, sinnvolles Hardware-Zubehör

HTC Tipps: Strom sparen und Hardware ZubehörHöchste Zeit für ein Windows Mobile Update – denn ja, es gibt ein kleines gallisches Blogdorf, das sich der Vorherrschaft des Ei-Fons nicht beugt. Apples Telefon ist hübsch, mittlerweile existieren zahlreiche Applikationen von nützlich bis bling-bling. Aber Copy-Paste und eine komplette Tastatur sind nun mal die Kernfeatures, die ich unterwegs zum Arbeiten brauche, und insofern würde ich meinen HTC TyTn II niemals freiwillig hergeben. Und seit ich das Akku-Problem im Griff und eine perfekt funktionierende Bluetooth-Freisprecheinrichtung habe, gibt’s gar nix mehr zu bemängeln.

Die HTC-Geräte werden meist als gebrandete Smartphones verkauft, T-Mobile etwa führt die Geräte unter der Bezeichnung “T-Mobile MDA” mit dezent angepasster OS-Oberfläche. Wer das Gerät im Originalzustand verwendet, dürfte sich erstmal über die absurd kurze Akku-Lebensdauer wurden: jeden Abend anstecken wär ja noch akzeptabel, aber mit häufigen E-Mail-Abrufen und einigen Telefonaten ist spätestens nach vier bis fünf Stunden Stromschluss. Und das liegt nicht primär, wie häufig in diversen Foren nachzulesen ist, am stromhungrigen Display, sondern am UMTS-Netz, das aufgrund der höheren Sendeleistung ungleich mehr Watt zieht.

Strom sparen durch GSM/Edge Nutzung

Wer länger telefonieren möchte, sollte das UMTS-Band deaktivieren und “nur” im GSM-Netz online bleiben. Dank des Datenturbos Edge ist beim IMAP-E-Mailabruf und beim Besurfen schlanker Webseiten überhaupt kein Unterschied zu bemerken, dafür hält das Telefon bei normaler Benutzung locker zwei Tage durch. Die betreffende Einstellung ist allerdings ziemlich versteckt.

UMTS deaktivieren beim T-Mobile MDA Vario III

Um der Funkeinheit das Saugen abzugewöhnen, muss man zuerst das Telefonmenü aufrufen. Dorthin gelangt man von Startbildschirm aus nach einmaligem Drücken der grünen Taste. Hier geht’s folgendermaßen weiter: Menü -> Optionen -> Tab “Band” wählen -> Netzwerktyp auf “GSM” einstellen (die zweite Einstellung bleibt auf “Auto”). So sieht das standardmäßig am MDA-Screen aus:

HTC Screenshots: UMTS/HSDPA deaktivieren

Wenn man unterwegs Online-Videos anschauen möchte oder datenübertragungs-intensive Aufgaben ausführt, kann man das UMTS-Band jederzeit on demand wieder aktivieren, in Normalbetrieb hilft das Abdrehen aber immens in punkto Akkulebensdauer.

Headset und neue Docking-Station

Die erste Adresse für HTC-Zubehör ist der Hot-Wire Telekom Shop. Von Original bis 3rd Party Hardware findet man hier ein unglaublich breites Spektrum von Hardware-Erweiterungen. Betreiber Michael hat mich vor einigen Monaten mit Dockingstation & Co versorgt (die erhöht den Nutzwert des Geräts wirklich ungemein), vor meinem Kroatien-Urlaub habe ich von ihm eine neue Lieferung bekommen.

Jabra Bluetooth HeadsetDass ich mal mit einem Headset telefonieren, hätte ich definitiv nicht vermutet – zu schräg wirken auf mich Personen im Supermarkt, die sich scheinbar intensiv mit dem Gemüseregal unterhalten. Unterwegs ist das Bluetooth Headset Jabra BT5010 für T-Mobile MDA 3 so gut wie nie dabei, zuhause am Rechner, wenn das Smartphone in der Dockingstation steckt, erweist sich der Hands-Free Bonus als unglaublich hilfreich.

Die Featureliste des Headsets ist beeindruckend: Vibracall, ausziehbares Mikro, 300h Standby Zeit, Bluetooth 2.0, mehrfarbige LED-Betriebsanzeige – das klingt in der Theorie alles sehr gut und funktioniert in der Praxis perfekt und auf Knopfdruck. Aber wichtiger als alle technischen Daten ist der Tragekomfort, und der hat mich wirklich überrascht: das Gesamtgewicht der kabellosen Freisprecheinrichtung beträgt gerade mal 20 Gramm (!), der weiche und flexible Bügel schon das wahlweise linke oder rechte Ohr auch im Dauerbetrieb. Die Reichweite ist hervorragend, Telefonieren vom Nebenraum aus problemlos möglich, wenn auch die an sich exzellente Mikro- und Ohrhörerqualität logischerweise mit zunehmender Entfernung abnimmt.

Jabra Bluetooth Headset mit Vibracall

Das Jabra BT5010 kommt mit Reiseladegerät, begnügt sich am heimischen PC aber mit USB-Strom. Die Kopplung ist im Nu erledigt, unterstütz werden die Bluetooth-Profile “Headset” und “Handsfree”, damit ist das Gerät zu quasi allen Bluetooth-Handys kompatibel. Den Preis von EUR 32,90 finde ich in Anbetracht von Featureliste und Verarbeitungsqualität äußerst niedrig.

Außerdem habe ich die Dockingstation durch ein noch angenehmeres Modell ersetzt: die SB Dockingstation mit Akkuladefach und Netzteil für T-Mobile MDA Vario 3 gibt’s um äußerst günstige EUR 25,90. Die Halterung wird via USB an den Rechner angeschlossen und kommt mit eigenem Netzteil und stylisher blauer Status-LED. (Aufladen über USB allein ist bloß eine Notlösung, da meist die Stromstärke viel zu gering ist.) Besonderheit dieser Docking-Station ist der eingebaute Ladeschacht für den Zweit-Akku: wer länger unterwegs ist oder einen ganzen Tag mit UMTS arbeiten möchte, wird diese praktische kleine Mulde sehr zu schätzen wissen:

HTC Dockingstation T-Mobile MDA III / HTC TyTn II

Die alte Docking Station verwende ich zum bequemen Synchronisieren mit einem zweiten Rechner. Allein die Tatsache, dass das Gerät in augenfreundlichem Winkel am Schreibtisch steht, erhöht den stationären Nutzwert ungemein: eigentlich skurril, dass HTC/T-Mobile dieses essentielle Zubehör nicht gleich von Haus aus mitliefert.

Was mit Windows Mobile nicht funktioniert

Mittlerweile existieren diverse OS-Erweiterungen, die Windows Mobile ein touchflow-artiges Verhalten beibringen wollen. Das funktioniert aber bloß auf der obersten Hierarchieebene, sobald sich Programm öffnen, werden die Schaltflächen wieder so winzig, dass man ohne Stift kaum Trefferchancen hat. Und der iPhone-Touchscreen ist für die Finger-Bedienung einfach wesentlich besser geeignet. Aber jedes einzelne Mal, wenn ich ein Tweet oder eine SMS schreibe, dann freu ich mich über die eingebaute Tastatur :mrgreen: