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	<title>datenschmutz &#187; Drogen</title>
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	<description>Ritchie Blogfried Pettauers Weblog</description>
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		<title>Fellnerös: Facebook-Sucht und ihre schlimmen Folgen</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Sep 2010 15:45:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die letzte Bastion des kritischen österreichischen Printjournalismus legt ihren unbestechlichen Finger auf den Wunden Punkt des Facebooksüchtigen. Oder: 2 Millionen Österreich knapp hinter dem Abgrund.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>“Ist es ein Vogel, ist es ein Flugzeug, ist es eine Zombieinvasion?” fragten sich Milliarden Leser des tageszeitungsartigen periodischen Druckwerks “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a>” diesen Samstag. Mehrere aufgeklärte Computerspieler wollten angesichts der blaßbleichen, orientierungslos umher taumelnden Juhsa mit dem leeren, stierenden Blick sogar ihre Notfall-Holzpflöcke aus dem versperrbaren Waffenschrank holen, inoffizielle Vertreter der katholischen Kirche sprachen vom bevorstehenden Weltuntergang und rieten ihren Gläubigern, die letzten Stunden reichlich Buße zu tun. Erstmals seit Jahren berichteten Augenzeugen von menschlichen Aktivitäten auf Myspace, Mobilfunk-Anbieter mussten 90 Minuten lang Datenverkehr-Umsatzeinbrüche von bis zu 81% hinnehmen. Was war geschehen und wie konnten unsere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a>, unsere Ökonomie und unser Sinn für Realität so effektiv, so nachhaltig gestört werden — ganz ohne terroristische Einwirkung?</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2010/09/facebookersatz.jpg" alt="facebookersatz Fellnerös: Facebook Sucht und ihre schlimmen Folgen" title="Facebookersatz" width="600" height="436" style="border:1px solid gray;" /><br />
<small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a>–Junkie bei der Selbst-Medikation — Ärzte befürchten zukünftige Engpässe bei der Versorgung mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/facebook/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Facebook">Facebook</a>–Ersatz-Serum.</small></div>
<p>Eines gleich vorweg: Nur dem unermüdlichen Einsatz modernster Technologie haben wir zu verdanken, dass das Zweitschlimmste im vorletzten Moment abgewendet werden konnte. Aber lesen Sie selbst:</p>
<blockquote><p>Für die meisten gehört <em>Facebook</em> zum Tagesablauf wie Zähneputzen, viele sind süchtig. Donnerstagabend blieb ihr Schirm zumindest vorübergehend schwarz — und das hatte für einige User schlimmer Folgen. Bernd Dillinger, Experte des <em>Institut zur Prävention von Onlinesucht</em>: “Es gibt wenig Erfahrungswerte, aber es ist sehr gut vorstellbar, dass der Ausfall bei süchtigen Menschen Stress auslöst. Sie haben eine Art Entzugserscheinung, wenn sie nicht online sein können. Angstzustände und Nervosität sind die Folgen.”</p></blockquote>
<p><span id="more-22990"></span></p>
<p>Das alles wirft viele Fragen auf, zum Beispiel warum es “Experte des Institut” und nicht etwa “Experte des Instituts” heißt. (Ich vermute, “Institut” ist hier eine Art Titel wie “Bischof”, so á la “guten Tag, der Bischof ist heute krank, ich bin der stellvertretende Institut”. Oder Österreich redigiert einfach schlampig.) Und ob Bernd wohl mit John Dillinger verwandt ist? Woher kommen die “wenigen Erfahrungswerte”? Macht das <a href="http://www.onlinesucht.at/" class="liexternal">Institut zur Prävention von Onlinesucht</a> womöglich gar Tierversuche mit Facebook-Schimpansen?</p>
<p>Weit hergeholt ist das alles nun wahrlich nicht, ich kenne dieses Social Media Craving nur zu gut aus eigener Erfahrung, und dazu muss noch nicht mal Facebook ausfallen. Wenn das WLAN auf Konferenzen mal wieder nicht will, stellen sich instantane Frust– und Durstzustände ein, bekanntlich die engsten Verwandten von “Angst und Nervosität”. Und was mir alles “sehr gut vorstellbar wäre” — ich schwöre, Sie gingen nie wieder zum Frisör, wenn Sie das wüssten! Aber <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a> ist nicht Österreich-das-Druckwerk. Dem gemeinen Blogger reicht es einfach nicht, frei erfundene Probleme zu analysieren, er muss seiner Leserschaft schon durchaus einen Ausweg anbieten, best practices für den nächsten worst case eben. Aber nein, ich muss Sie leider enttäuschen: Entziehung ist nicht in Sicht. Bis zu 92% der 3 User, die bisher ihre FB-Accounts löschten, sind mittlerweile (wenn auch unter falschem Namen) rückfällig geworden, da braucht sich unsere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesellschaft">Gesellschaft</a> keinerlei Illusionen hinzugeben.</p>
<p>Das einzige, wodurch die Droge Facebook subsituiert werden kann, sind andere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/drogen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Drogen">Drogen</a> — die sollten in der Lage sein, das Problem solange zu verlagern, bis FB dann wieder online ist. Mit anderen Worten, machen Sie’s wie ich, wenn Facebook das nächste Mal down ist: trinken Sie ruhig mal eine zweite Flasche Rum zum Frühstück, spielen Sie ein Killerspiel, probieren Sie Sexsucht aus oder frönen Sie einfach online Ihrem Shoppingproblem — sowas verkürzt die Wartezeit bis zum nächsten Einloggen ganz gewaltig. Oder wechseln Sie vom Screen zum Papier, denn Studien des Instituts für alternative Medienheilmethoden haben ergeben, dass Österreich-das-Druckwerk eine ausgesprochen günstige Wirkung auf die Darmflora seiner Leserschaft hat. Ich sag nur: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/schlacken/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Schlacken">Schlacken</a> ade!</p>
<hr />
<small>Der Autor dieses Beitrags dankt dem tageszeitungsartigen periodischen Druckwerk “Österreich” für die fortwährende <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/inspiration/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Inspiration">Inspiration</a>. Das Zitat wurde in keinster Weise verändert und stammt aus der Ausgabe vom 25.9.2010, Seite 6, Spalte zwei. Schreiberlingsname steht wie üblich ja leider keiner dabei, aber ich bin sicher: you know who you are!</small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>überklang wird 50 und ehrt Philip K. Dick</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-06/ueberklang-wird-50-und-ehrt-philip-k-dick/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 09:30:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Überklang Podcast feiert seine 50. Ausgabe mit einem Tribut an Philip K. Dick.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/06/ueberklang.jpg" alt="ueberklang überklang wird 50 und ehrt Philip K. Dick" title="ueberklang50" width="150" height="43" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" />Der großartige <a href="http://ueberklang.net/" class="liexternal">überklang podcast</a> feiert am 22. Juni seine 50. Sendung — und die ist niemand geringerem gewidmet als “unserem ewigsten Lieblingsschriftsteller <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/philip-k-dick/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Philip K. Dick">Philip K. Dick</a>”, wie Sendungsmacher Dr. Nachtstrom schreibt. Schriftstellerkollege Stanislaw <a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-11/bruit-referenziert-stanislaw-lem/" class="liinternal">Lem</a> stand ja schon mal im Zentrum einer Sendung — außerdem liegt die Verbindung von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/science-fiction/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Science Fiction">Science Fiction</a> und elektronischer Musik ja wirklich nicht sehr fern.</p>
<p>Die Sendung selbst bleibt allerdings nicht das einzige Präsent: zeitgleich erscheint am 22. Juni der erste bruit-Labelsampler. Zum Launch des netlabels der Brandner-Brothers hab ich vor einiger Zeit ein <a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-07/bruit-gert-und-nachtstrom-im-interview/" class="liinternal">Interview</a> geführt, inzwischen weist der Katalog bereits ein recht umfangreiches <a href="http://www.bruit.at/" class="liexternal">Portfolio</a> auf. Auf dem erwähnten Sampler werden sich 19 KünstlerInnen, von Pita bis Karlheinz Essl, dem Phänomen Dick nähern, dessen Geschichten als Inspirationsquelle der Musik fungierten. Ich bin schon sehr gespannt auf das Album — sobald ich reingehört hab, folgt die Review.</p>
<h2 id="toc-ber-philip-k-dick">Über Philip K. Dick</h2>
<p>Philip K. Dick neben <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/stanislaw-lem/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Stanislaw Lem">Stanislaw Lem</a> als einen der Väter der modernen Science Fiction zu bezeichnen, stellt keine Übertreibung dar: in der Tat dürfte es weitaus schwieriger fallen, einen SF–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/film/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Film">Film</a> der letzten 20 Jahr zu finden, der in keinster Weise vom komplexen Gedankengut dieses Autors zumindest inspiriert ist. Doch im Gegensatz zu vielen seiner Kollegen steht bei Dick nie die Technologie im Fokus der Story. Der Amerikaner, Zeit seines Lebens reichlich versorgt mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/drogen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Drogen">Drogen</a> *und* psychischen Problemen (hell of a combination), interessierte sich herzlich wenig für die Faszination der Raumfahrt: seine Dramen, Mini-Epen und Short Stories sind kluge, detailreich gezeichnete Psychogramme seiner Hauptdarsteller. In der Differenz zu außerirdischen Rassen, zu unbegreiflichen Handlungsmustern geht Dick der alten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frage">Frage</a> nach “Was ist der Mensch?” Hoffen dürfen seine Protagonisten im allgemeinen nämlich recht wenig: Blade Runner, dank der Verfilmung wohl Dicks bekannteste Short Story, stellt konsequent die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frage">Frage</a> nach Identität(skonstruktion) — leider bemerkt Harrison Ford nur im Directors Cut ganz am Ende, dass er selbst, der Androidenjäger, ein künstlicher Mensch ist — und flieht mit Rachel.</p>
<div align="center"><object classid="clsid:D27CDB6E-AE6D-11cf-96B8-444553540000" codebase="http://fpdownload.macromedia.com/get/flashplayer/current/swflash.cab" id="Player_d620c2b4-9b27-45ff-8e68-1a84860c3fdd"  WIDTH="500px" HEIGHT="175px"><param NAME="movie" VALUE="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Fhttpwwwusbsti-21%2F8010%2Fd620c2b4-9b27-45ff-8e68-1a84860c3fdd&#038;Operation=GetDisplayTemplate"></param><param NAME="quality" VALUE="high"></param><param NAME="bgcolor" VALUE="#FFFFFF"></param><param NAME="allowscriptaccess" VALUE="always"><embed src="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Fhttpwwwusbsti-21%2F8010%2Fd620c2b4-9b27-45ff-8e68-1a84860c3fdd&#038;Operation=GetDisplayTemplate" id="Player_d620c2b4-9b27-45ff-8e68-1a84860c3fdd" quality="high" bgcolor="#ffffff" name="Player_d620c2b4-9b27-45ff-8e68-1a84860c3fdd" allowscriptaccess="always"  type="application/x-shockwave-flash" align="middle" height="175px" width="500px"></embed></param></object> <noscript><a href="http://ws.amazon.de/widgets/q?ServiceVersion=20070822&#038;MarketPlace=DE&#038;ID=V20070822%2FDE%2Fhttpwwwusbsti-21%2F8010%2Fd620c2b4-9b27-45ff-8e68-1a84860c3fdd&#038;Operation=NoScript" class="liexternal">Amazon.de Widgets</a></noscript></div>
<p>Drogen als Differenz-Kriterium, als Nullsummenspiel der sozialen Identität, steht auch im Zentrum des Romans “A Scanner Darkly” (deutsch: Der dunkle Schirm), der vor zwei Jahren von Richard Linklater <a href="http://www.imdb.com/title/tt0405296/" class="liexternal">verfilmt</a> wurde. Der Mischung aus Realfilm und Animationstechnik gelingt es besser als den meisten Hollywood-Umsetzungen, die zugleich skurrile und hyperrealistische Welt des Autors einzufangen, ohne an erzählerischer Komplexität zu verlieren. Viele von Dicks Kurzgeschichten erschienen in amerikanischen SF-Periodika, ein großer Teil des Oeuvres findet sich derzeit nicht im Handel — ein akribischer Blick bei 2nd Hand Händler lohnt allemal.</p>
<p><strong>Spezialtipp für Wiener Dick Fans:</strong> Die Wiener Stadtbücherei betreibt eine Filiale im 22. Bezirks, nahe der Erzherzog-Karl-Straße. Dort gibt’s eine 70er-Jahre Hardcover-Ausgabe von Dicks Kurzgeschichten in, wenn ich mich recht entsinne, 20 Bänden. Und darin finden sich zahlreiche Stories, die sonst nirgends erhältlich sind: der lange Weg nach Transdanubien lohnt sich also allemal!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Nicht sprechen erscheint sicherer</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-06/nicht-sprechen-erscheint-sicherer/</link>
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		<pubDate>Sat, 07 Jun 2008 09:31:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer nicht spricht, kann nicht gespeichert werden: die Vorratshaltung der Telefondaten hält zahlreiche Deutsche vom Anruf beim Therapeuten ab.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/06/ueberwachungsbild.jpg" alt="ueberwachungsbild Nicht sprechen erscheint sicherer" title="ueberwachungsbild" width="150" height="146" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" />Die Vorratsdatenspeicherung in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a> hält nicht nur Terroristen vom Telefonieren ab, wie eine aktuelle Forsa–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/umfrage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Umfrage">Umfrage</a> beweist: aus — wohl keineswegs unbegründeter, wie der aktuelle Telekom-Skandal zeigt — Angst vor möglichen späteren Negativfolgen verzichten immer mehr Bundesbürger darauf, die Eheberatungsstelle, den Psychotherapeuten oder die Drogenberatungsstelle zu kontaktieren. In Zeiten wie diesen weiß man schließlich nie genau, wer eigentlich Zugriff auf welche Daten hat. </p>
<p>1.002 Deutsche wurden von Forsa am 27./28. Mai für die repräsentative Umfrage ausgequetscht, und die Ergebnisse sollten den Politikern zu denken geben: </p>
<blockquote><p>Die zu Jahresbeginn eingeführte Vorratsdatenspeicherung schreckt von sensiblen Gesprächen am Telefon ab und wird von nahezu jedem zweiten Bundesbürger als unverhältnismäßig abgelehnt. […] Die Ergebnisse im Einzelnen: Sieben von zehn Befragten war bekannt, dass seit Beginn des Jahres 2008 alle Verbindungsdaten jedes Bürgers in Deutschland sechs Monate lang gespeichert werden müssen. Die Mehrheit der Befragten würde wegen der Vorratsdatenspeicherung davon absehen, per Telefon, E-Mail oder Handy Kontakt zu einer Eheberatungsstelle, einem Psychotherapeuten oder einer Drogenberatungsstelle aufzunehmen, wenn sie deren Rat benötigten (517 der Befragten). Hochgerechnet entspricht dies über 43 Mio. Deutschen.</p></blockquote>
<p>Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung fordert als Konsequenz aus der Umfrage — welche Überraschung — die sofortige Außer-Kraft-Setzung des Gesetzes, welches als lebensgefährlich eingestuft wird, wenn es etwa von telefonischen Hilferufen beim Psychotherapeuten abhält, so die Argumentation.</p>
<p>Den kompletten <a href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de/images/forsa_2008-06-03.pdf" class="lipdf">Ergebnisbericht</a> gibt’s online, aktuelle Informationen zur laufenden Verfassungsbeschwerde gegen die ausufernde <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenspeicherung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Datenspeicherung">Datenspeicherung</a> finden potentielle Mit-ProtestantInnen <a href="http://verfassungsbeschwerde.vorratsdatenspeicherung.de" class="liexternal">hier</a>.</p>
<hr /><small><strong>Foto:</strong> <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=266355" class="liexternal">Michael Hirschka</a> / Pixelio</small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		</item>
		<item>
		<title>Wie man durch Null teilt</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-03/wie-man-durch-null-teilt/</link>
		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2008-03/wie-man-durch-null-teilt/#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 03 Mar 2008 18:21:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Chuck Norris kann durch Null teilen - wer denn dann, wenn nicht er nicht?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Am Heimweg vom Schottenring in die Untere Augartenstraße hab ich heute auf einem Laternenpfahl einen der besten Sprüche der letzten Zeit auf einem Sticker gelesen. Here it comes: <strong>Chuck Norris kann durch Null teilen.</strong></p>
<p>Der untere Teil war leider bereits von den Elementen unkenntlich gemacht worden (nicht von den kriminellen, die dort nächtens immer versuchen, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/drogen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Drogen">Drogen</a> bzw. Drogenimitate zu verkaufen, sondern von den wetterbedingten), ich werde also wohl niemals erfahren, wer der großen tragikomischen Figur der Popkultur hier ein weiteres Denkmal gesetzt hat. “I’m living hardcore stories / as if my name was Chuck Norris”, toastete einst ein jamaikanischer MC, und beliebtes Motiv auf T-Shirts ist der All-American Dumbass seit Jahrzehnten.</p>
<p>Die Teilung durch Null, so beschlossen Mathematiker einst axiomatisch, gibt es nämlich nicht. Man hätte auch festlegen können, dass besagte Rechenoperation die gute alte liegende Acht, also unendlich, ergibt, aber dass man durch nichts nicht teilen kann, liegt dem Hausverstand wohl irgendwie. Nun sorgt diese kleine, relativ unscheinbare Festlegung für die permanente Unlösbarkeit einer ganzen Klasse von Gleichungen. Doch Chuck Norris revolutioniert nun anscheinend nicht nur den Langeweilefaktor in Kampfsportfilmen (um nicht falsch verstanden zu werden: ich liebe K1 und steh generell sehr auf Martial Art Movies) und mistigen Fernsehserien, sondern auch noch die höhere Mathematik. Grandios! Vielleicht druck ich mal ein paar T-Shirts mit dem Slogan “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a> kann durch Null dividieren”.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Cannabis — eine Pflanze mit vielen Talenten</title>
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		<pubDate>Fri, 14 Sep 2007 14:13:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Im industriellen und landwirtschaftlichen Einsatz entpuppt sich Hanf beim näheren Hinsehen als ökologisch äußerst verträgliches Multitalent.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div style="float:left;margin-top:3px;margin-right:15px;margin-bottom:2px;padding:3px;background-color:#ededed;font-size:11px;border:1px solid #dddddd;"><a href="http://www.trigami.com/info/?blog=http://blog.datenschmutz.net" class="liimagelink"><img src="http://www.trigami.com/disclaimer.png" alt="disclaimer Cannabis   eine Pflanze mit vielen Talenten" style="float:left;margin-right:5px;" title="Cannabis   eine Pflanze mit vielen Talenten" /></a> <em>Hinweis: Dies ist ein von<br /><a href="http://www.trigami.com/info/?blog=http://blog.datenschmutz.net" class="liexternal">trigami</a> vermittelter Auftrag.</em></div>
<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/09/hanf2.jpg' alt="hanf2 Cannabis   eine Pflanze mit vielen Talenten" style="float:right;margin-left:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" title="Cannabis   eine Pflanze mit vielen Talenten" />Den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten einer äußerst vielseitigen Pflanze widmet sich das <a href="http://www.hanf.org" class="liexternal">Hanf Blog</a>. Ob <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hanf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hanf">Hanf</a>–Kosmetik, Hanfkleidung, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hanf/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hanf">Hanf</a> in der Industrie oder als Rohstoff für Kosmetikprodukte: die hohe ökologische Verträglichkeit einer unterschätzten Pflanze verdient einen genaueren Blick — denn <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/cannabis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Cannabis">Cannabis</a> entpuppt sich als wahres Multitalent, das von der Papierfaser übers Speiseöl bis hin zum Baumaterial ökologisch verträgliche und hochwertige Rohstoffe liefert.<br />
<span id="more-1138"></span><br />
Ich habe das Vergnügen, im Auftrag des genannte Blogs der werten Leserschaft eine Reihe — wie ich finde — ausgesprochen spannender Fakten über <a href="http://www.hanfhaus.de/ueber-hanf-allgemein-i-1.html" class="liexternal">Cannabis Sativa</a> nahe zu bringen — doch worum geht’s in dieser trigami-Rezension eigentlich überhaupt?</p>
<blockquote><p>Faserhanf oder auch Nutzhanf trägt den lateinischen Namen Cannabis sativa: Diese Hanfart hat eine Wachstumsdauer von einem Jahr und sie kann bis zu 7 Meter hoch werden. Cannabis sativa besitzt eine ausgeprägte Faserbildung, jedoch nur eine geringe Quantität an Harz. Der Name “sativa” bedeutet “nützlich”, also “nützlicher Hanf”.</p></blockquote>
<p>Die bewusstseinserweiternde “Nützlichkeit” der Pflanze schätzen nicht nur Hippies und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/amsterdam/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Amsterdam">Amsterdam</a>–Touristen, doch die politische Debatte um eine Pflanze, die nach Meinung zahlreicher Forscher umfassenden Einsatz in der Medizin finden könnte, tendiert dazu, die ökologische Gesamtbilanz eines äußerst vielseitigen Gewächses zu überschatten. In diesem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kontext/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kontext">Kontext</a> habe ich mich sehr darüber gefreut, dass der Auftraggeber in diesem Fall kein Produkt bewerben will, sondern eine Image-Kampagne für eine schwer unterschätzte Pflanze bucht. Im Zuge der Recherche bin ich auf Fakten gestoßen, die in Zeiten drängender Energiefragen und anhaltender Klimaerwärmung unbedingt Gehör finden sollten: aber lesen Sie selbst, warum Cannabis Sativa zu Recht als eierlegende Wollmilchpflanze bezeichnet werden darf…</p>
<h2 id="toc-multitalent-hanf">Multitalent Hanf</h2>
<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/09/hanf1.jpg' alt="hanf1 Cannabis   eine Pflanze mit vielen Talenten" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" title="Cannabis   eine Pflanze mit vielen Talenten" />Hanf bildet extrem zähe und reißfeste Fasern — aus genau diesem Grund wird die Pflanze seit Jahrhunderten für die Herstellung von Seilen verwendet. Gegenüber Sisal und Baumwolle weisen die Fasern einen enormen Vorteil auf: sie sind äußerst resistent gegen Feuchtigkeit. Dichtet man einen tropfenden Wasserhahn mit einem Baumwollfaden ab, löst sich dieser nach wenigen Tagen bedingt durch die Nässe auf, der Hanffaden dagegen nimmt bis zu 30 Prozent seines Eigengewichts an Wasser auf und bleibt dennoch formstabil. Exakt diese Eigenschaft ist mit dafür verantwortlich, dass Christoph Columbus und Co. Amerikas Küsten erreichten: denn einzig und allein Segeltuch aus Hanffasern war damals in der Lage, den anspruchsvollen klimatischen Bedingungen der Weltmeere dauerhaft zu trotzen!</p>
<p>Diese hohe Nässeabsorption macht Hanf in vielen Gegenden dieser Erde zu einem äußerst beliebten Rohstoff für die Herstellung “klimaaktiver” Kleidung: Schweiß wird sehr effizient aufgenommen und an die Oberfläche der Kleidung transportiert — eine hochwillkommene Eigenschaft bei Kleidungsstücken, die man an heißeren Tagen direkt auf der Haut trägt. Ein weiterer Vorteil: solche Kleidungsstücke sind vollkommen mottensicher, da Hanffasern keinerlei Eiweißbestandteile enthalten.</p>
<p>Man kann die Fasern natürlich auch wesentlich dünner auswalzen: Hanfpapier ist im Vergleich zu herkömmlichen Schreibunterlagen aus Zellulose genauso wie die Seile sehr reißfest und erweist sich in der Herstellung besonders im Hinblick auf die Schonung der Wälder als  wirtschaftlich willkommene Alternative zur Zellulose, genügt dabei aber selbst höchsten Qualitätsansprüchen.</p>
<p>Der gesundheitsbewusste Gourmet hat sein Hanföl ohnehin im Kühlschrank stehen, denn dieses bietet eine optimale Kombination an ungesättigten Fettsäuren, wobei die hohe Konzentration an Gamma-Linol Säuren eine besonders positive Auswirkung gegen Neurodermitis und andere Hautkrankheiten haben — zweifellos ein Mitgrund, warum Hanfextrakte zunehmend Verwendung in Kosmetika finden.</p>
<p>Als Fan der Zotter Hanf-Schokolade weiß ich durchaus um die Gourmet-Qualitäten der gerösteten Samen, dass Hanf allerdings auch eine Alternative zum Biodiesel-Lieferanten Raps darstellt, war mit neu. Im Zuge der Recherchen für diesen Beitrag habe ich auf <a href="http://www.legalisieren.at/index.php?article_id=63" class="liexternal">legalisieren.at</a> das folgende eindrucksvolle Rechenbeispiel gefunden:</p>
<blockquote><p>30 Millionen Hektar Anbaufläche stehen nach Angaben der EG im europäischen Raum auf stillgelegten Äckern für nachwachsende Rohstoffe zur Verfügung. Würden nur 6 Millionen Hektar, das wäre gerade ein Fünftel dieser nicht mehr genutzten Fläche, im nächsten Jahr mit Hanf bestellt, könnten nach hundert Tagen von diesen Feldern geerntet werden:</p>
<p>24 Millionen Tonnen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Öl">Öl</a>. Das wäre eine Energie, die denselben Brennwert hat wie Heizöl oder Diesel, aber im Unterschied zu den fossilen Brennstoffen die CO2 –Bilanz nicht belastet. Der ganze Dieselverbrauch der BRD (1989 waren es 17 Millionen Tonnen) wäre mit dieser Ernte zu decken. Der derzeit bei uns als Öllieferant favorisierende Raps bringt nicht nur weniger als die Hälfte der Hanferträge, er ist darüber hinaus im Anbau arbeitsintensiver, braucht große Mengen Pflanzenschutzmittel und laugt die Böden aus. Außerdem ist der nach der Ölgewinnung nur noch zum Verbrennen geeignet. Hanf hingegen bringt nicht nur die doppelte Menge <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Öl">Öl</a>, sondern nach der Ölgewinnung fielen weiterhin an: Lebensmittel, Viehfutter, natürliches Antibiotikum, Fasern für die Textilindustrie (dioxinfrei), Papier, Baumaterial.</p></blockquote>
<h2 id="toc-cannabis-anbauen">Cannabis anbauen</h2>
<p>Der Anbau von Hanf ist eine äußerst wirtschaftliche Angelegenheit, deren Vorteile sich insbesondere erschließen, wenn man die gesamte Ökobilanz in Betracht zieht: im Gegensatz zu den meisten monokulturellen Nutzpflanzen ist Hanf nicht auf sogenannten “Beikrautbekämpfung” angewiesen, verlangt also keine Monokulturen: trotzdem liegen die Erträge im Vergleich zu Flachs um das bis zu zweieinhalbfache höher, der Ölanteil in der Pflanz ist doppelt so hoch wie bei Raps. </p>
<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/09/hanf3.jpg' alt="hanf3 Cannabis   eine Pflanze mit vielen Talenten" style="float:right;margin-left:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" title="Cannabis   eine Pflanze mit vielen Talenten" />Noch positiver zugunsten des Multitalents fällt die Vergleichsbilanz beim Papier aus: ein Hektar Anbaufläche ergibt über 2 Tonnen Zellulose, während ein Hektar Wald lediglich eine halbe Tonne liefert. Zusätzlich müssen bei der Bleichung des so gewonnen Papiers wesentlich weniger Bleichmittel zum Einsatz kommen, um denselben Reinheitsgrad zu erreichen, da Holz doppelt so viel “störendes” Lignin enthält. Hanf lässt sich zudem im mitteleuropäischen Klima problemlos anzubauen und ist hier seit Jahrtausenden heimisch. Die Pflanze wächst in 100 Tagen bis zu vier Meter hoch und verbessert dabei die Böden für nachfolgende Kulturfrüchte — ein Multitalent also, das in Zeiten ökologischer Rückbesinnung ein vieldimensionales Nutzungsszenario erlaubt.</p>
<p><strong>Fazit:</strong> Die nahezu universelle Einsetzbarkeit von Hanf bei der gleichzeitig hochgradig erfreulichen Ökobilanz der Pflanze müsste in den nächsten Jahren zu einer weit stärkeren Nutzung als derzeit üblich führen. Es bleibt zu hoffen, dass eine immer wieder populistische geschürte Drogendebatte nicht dazu führt, eine unserer wertvollsten Kulturpflanzen in ein unverdient schiefes Licht zu rücken! Denn welche andere Pflanze liefert schon Kleidung, Nahrung, Öl, Papier, Baustoffe — und, wie die Niederlande seit Jahren vormachen, bei entsprechendem politischen Willen eine sozial verträgliche Entspannung, der viele Experten ein weit geringeres Gefährdungspotential zuschreiben als König Alkohol?</p>
<p>Weitere Informationen: <a href="http://www.hanf.org" class="liexternal">Hanf.org — das Hanfblog</a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Animation: Strichmännchen auf Drogen</title>
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		<pubDate>Sun, 22 Jul 2007 09:44:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diese Strichmännchen führen ein äußerst hektisches Leben - keine Rede von der Idylle in der Comicwelt: willkommen bei den Stickfigures on Crack.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Meine neue Kurzzeit Lieblings Comedy-Show heißt <strong>Stick Figures on Crack</strong>: die sympathischen Protagonisten werden ganz im Stile von Robot Chicken abwechselnd von diversen Entitäten erschlagen, massakrieren sich gegenseitig oder sehen sich völlig unerwarteten Referenzen des täglichen Popkultur-Lebens ausgesetzt. Kurz gesagt: großartig, hier die der dritte Teil, bisheriger Höhepunkt der Serie:</p>
<h2 id="toc-stickfigures-on-crack-pt-3">Stickfigures on Crack pt. 3</h2>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-07/animation-strichmaennchen-auf-drogen/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Besser LSD als Alkohol und Nikotin</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-03/besser-lsd-als-alkohol-und-nikotin/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2007 18:50:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Denn das beste Verhältnis von Glücksgefühl zu Gefährlichkeit bietet Albert Hofmanns Sorgenkind. Sagt nicht Timothy Leary, sondern eine aktuelle Studie von britischen Wissenschaftlern, die ein Framework zur Einschätzung verschiedener Drogen entwickelt haben. [via Helge Fahrnberger:
Die Gefahren werden dabei in drei Gruppen geteilt: physische Schäden (wiederum geteilt in akute, chronische und durch intravenöse Anwendung verursachte Folgeschäden), [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Denn das beste Verhältnis von Glücksgefühl zu Gefährlichkeit bietet <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/21/21746/1.html" class="liexternal">Albert Hofmanns</a> Sorgenkind. Sagt nicht Timothy Leary, sondern eine aktuelle <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/studie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Studie">Studie</a> von britischen Wissenschaftlern, die ein Framework zur Einschätzung verschiedener <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/drogen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Drogen">Drogen</a> entwickelt haben. [via <a href="http://www.helge.at/2007/03/drogen-20/" class="liexternal">Helge Fahrnberger</a>:</p>
<blockquote><p>Die Gefahren werden dabei in drei Gruppen geteilt: physische Schäden (wiederum geteilt in akute, chronische und durch intravenöse Anwendung verursachte Folgeschäden), Abhängigkeit (konkret: Stärke des ausgelösten Glücksgefühls, psychische Abhängigkeit, physische Abhängikeit) und soziale Schäden (konkret: Stärke der Berauschung, Gesundheitskosten, sonstige soziale Schäden).</p></blockquote>
<p>Dieses Framework wendeten ebenfalls britische Drogenexperten in weiterer Folge auf verschiedene legale und illegal Substanzen an — das veröffentlichte Ranking überrascht durch die hohe Gefährlichkeit gerade jener Substanzen, die von den meisten Staaten als unbedenklich ab dem Alter von 16 Jahren eingeschätzt werden:</p>
<blockquote><p>Alkohol landet auf Platz 5, hinter Heroin, Kokain, Barbituraten und Methadon. In der Kategorie soziale Schäden landet Alkohol sogar auf Platz 2. Es schlägt <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/cannabis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Cannabis">Cannabis</a> in jeder der neun Einzelwertungen.<br />
Tabak landet auf Platz 9, noch weit vor Cannabis, LSD und Ecstasy. Besonders schwerwiegend: Chronische Schäden, psychische Abhängigkeit und Gesundheitskosten.</p></blockquote>
<p>Den Volltext gibt’s online im <a href="http://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140673607604644/fulltext" class="liexternal">Lancet</a> (Registrierung erforderlich). Reinlesen bestätigt, was wir eh schon immer vermutet haben: die Klassifizierung diverser Substanzen gehorcht nicht unbedingt den Kriterien von Wissenschaft, Medizin und/oder Hausverstand:</p>
<blockquote><p>We developed and explored the feasibility of the use of a nine-category matrix of harm, with an expert delphic procedure, to assess the harms of a range of illicit drugs in an evidence-based fashion. We also included five legal drugs of misuse (alcohol, khat, solvents, alkyl nitrites, and tobacco) and one that has since been classified (ketamine) for reference. The process proved practicable, and yielded roughly similar scores and rankings of drug harm when used by two separate groups of experts.<br />
[…]<br />
Interestingly, alcohol and tobacco are both in the top ten, higher-harm group. There is a rapidly accelerating harm value from alcohol upwards. So, if a three-category classification were to be retained, one possible interpretation of our findings is that drugs with harm scores equal to that of alcohol and above might be class A, cannabis and those below might be class C, and drugs in between might be class B. In that case, it is salutary to see that alcohol and tobacco-the most widely used unclassified substances-would have harm ratings comparable with class A and B illegal drugs, respectively.</p></blockquote>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
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		<title>Die Kolumne #62 (Juni 2005)</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2006-11/die-kolumne-62-juni-2005/</link>
		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2006-11/die-kolumne-62-juni-2005/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Nov 2006 12:28:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal: Die gesellschaftlichen Aufgaben des Journalismus im genderspezifischen Wandel.

“Kross gebackene Schweinsohren firmieren guten Grundes unter der europäischen HandelsbezeichnungÃ¢â¬Å¡ Austern der Upper Class,” möchte LeserIn L. K. nachträglich zur Kolumne “Wurst” anmerken, denn “an den oben abstehenden Haaren hält man das Ohr und beißt dann herzhaft zu, also ein weitere natürliches Fingerfood, das seine Besteckborsten gleich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal: Die gesellschaftlichen Aufgaben des <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/journalismus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Journalismus">Journalismus</a> im genderspezifischen Wandel.<br />
<span id="more-531"></span><br />
“Kross gebackene Schweinsohren firmieren guten Grundes unter der europäischen HandelsbezeichnungÃ¢â¬Å¡ Austern der Upper Class,” möchte LeserIn L. K. nachträglich zur <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> “Wurst” anmerken, denn “an den oben abstehenden Haaren hält man das Ohr und beißt dann herzhaft zu, also ein weitere natürliches Fingerfood, das seine Besteckborsten gleich mitbringt.” </p>
<p>Die heimliche Quadrologie der vier wirklich wichtigen Themen “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tod/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tod">Tod</a> — Brot — Wurst — <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/drogen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Drogen">Drogen</a>” findet in diesem Text, den DU GERADE LIEST, rückbezüglicher Leser, ihren Abschluss. Bist du ein Dauerleser, dann weißt, wenn nicht, ahnst du zumindest, wie wenig Mühe die drei ersten und ausgiebig gesichert erforschten Themen bereiten: alles wesentliche findet sich im Internet.</p>
<p><strong>An:</strong> Redaktion “Frauenzeitschrift für Frauen, die sich zwar theoretisch gesund und maßvoll ernähren möchten, aber trotzdem die Anzeigen der ungarischen Schönheitschirurgen aufmerksamer studieren als unsere widerlichen Dinkelplätzchenteigrezepte — die Redaktion dankt Erdmutter Gaia jeden Tag für eine derart kritikfähige Zielgruppe.“<br />
<strong>CC:</strong> Playgirl<br />
<strong>BCC:</strong> freelancer@zeitgeistjournalismus.info<br />
<strong>Betreff:</strong> Text wie bestellt</p>
<p><strong>Schöner gefährlich leben</strong></p>
<p>Wir lieben europäische Köstlichkeiten mit Tomaten, Schafkäse, faschiertem Lammfleisch, Olivenöl und wissen, wie gesund natürlich (@LektorIn: extra kein “e”) Produkte sind. Doch wer hätte vermuten können, welche Kräfte noch in kulinarische Genüsse hineingesteckt werden können? So verfeinern Pilze nicht nur jeden Salat, sondern auch unser Hautbild. Und holländische Kräuter sorgen nicht nur für das gewisse Extra auf dem Teller und in der selbstgedrehten Zigarette, sondern auch im hauchdünnen Minzomlett.</p>
<ul>
<li><strong>Extasy </strong>(MDMA) belebt die Haut und verleiht ein natürliches Strahlen — z.B Lucky Seven oder Kristallines Extasy aus Polen oder schwedische Tabs; bringt das Gesicht zum Strahlen und entspannt gleichzeitig die Haut.</li>
<li><strong>Marijuana </strong>enhält hautregenerierende Porteinie und Aminosäuren — z.B. Purple Haze oder Super Skunk: wirkt lindernd, fördert die Durchblutung und wirkt hautglättend. Indoor-Sorten Indica von Göteborg bis Kapstadt.</li>
<li><strong>Haschisch</strong> punktet mit pflegenden Cannabinolen und THC — z.B. in Charras oder Pollen. Dieser reichhaltige und alkoholfreie Gesichts– und Körperkit belebt die Sinne und spendet jede Menge Feuchtigkeit.</li>
<li><strong>Mexikanische Zauberpilze</strong> sind reich an Psylocin, Psylocibin und Zellstoff und den Antioxidantien Vitamen A, E, D — z.B. Strobaria Cubensis oder Philosopher’s Stone aus Schottland: verfeinern und straffen die Haut.</li>
<li><strong>LSD</strong> entspannt und kühlt — z.B. Super Hoffmanns oder Mikros: besonders gut für sensible Persönlichkeiten geeignet.</li>
<li><strong>Speed</strong> besteht zum größten Teil aus Amphetaminen, Mineralstoffen unnd Spurenelementen. Es wirkt harnerneuernd und feuchtigkeitsspendend — z.B. Speed vom Schottentor.</li>
</ul>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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