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Artikel-Schlagworte: „Drumandbass“

Coldcut vs. TV Sheriff: DJ bewältigt US-Wahlkampf

Coldcut and TV SheriffTurn up your subwoofers for this one! Coldcut bemächtigen sich für ihren aktuellen Remix des amerikanischen Medien-Präsidentschaftswahlkampfs reinrassiger Drumandbass Strategien, aber Langeweile kommt trotzdem keine auf: die Kooperation mit TV-Sheriff ist eine überdrehte, wahnsinnige Vivisektion jenes Wahnsinns, der sich us-amerikanischer Wahlkampf nennt:

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datenschmutz-Shop: Bücher, Musik und Gadgets

datenschmutzshopDie schlauesten Bücher, die besten Platten, die fettesten Gadgets. Behauptet die Tagline des frisch aufgesperrten datenschmutz Shops. Ja, ich gehe unter die Greißler um die Ecke und präsentiere in insgesamt 11 Kategorien meine persönlichen Favorites - vorerst powered by Amazon, möglicherweise werde ich zukünftig weitere Shops integrieren. Gesurft wird dabei innerhalb eines iframes, erst beim dicken Ende - nämlich dem Bezahlvorgang - öffnet sich ein neues Fenster mit dem Amazon-Warenkorb.

Zusammengestellt habe ich eine Auswahl meiner Lieblings-Bücher, Musik und Gadgets. Erstere sind sortiert nach generellen Empfehlungen, medienwissenschaftlicher Literatur, Science Fiction und Blogging-Büchern. ("Heast, I kriag des Biachl ned auf!"). Zweitere unterteilen sich in die Genres Hip Hop, Techno und Drumandbass. Und bei den Gadgets geht's um Digitalfotografie, Küchen-Stuff und Werkzeug.

Selbstverständlich sind die Preise dieselben wie bei Amazon, aber ich bekomme 5 Prozent Provision in Form von Amazon Geschenkgutscheinen: wer also auf der Suche nach lesenswerten Texten, hörenswerten Beats und benutzenswerten Werkzeugen ist und dieses Blog ein wenig unterstützen will, tue sich keinen Zwang an: auf zum Kaufrausch!

datenschmutz Amazon Shop beinhart betreten

Springeight: Tag Numero 4

DJ Marky und Stamina MCDJ Marky und MC Stamina waren gestern Abend von eins bis drei für die Beschallung des Dom im Berg verantwortlich. Der Ausnahme-Turntablist aus Sao Paolo und sein kongenialer britischer Gesangs- und Rap-Partner lieferten eine Show ab, die für mich persönlich zu den absoluten Highlights des diesjährigen Festivals zählte. Dazu leisteten auch die elaborierten Visuals von Mox und Decollage.tv einen beträchtlichen Beitrag. Bushwacka trieb uns anschließend ganz schnell Richtung Postgarage, wo Hot Chip gerade recht konsequent den Club leerspielten - aber das ist eine andere Geschichte.

Unser Timing war gestern einfach perfekt: wir hörten genau nix mehr von Gilles "Dancefloor-Boredom" Peterson - als wir den Dom enterten, legte Marky gerade die erste Pladde auf den 1210er. Kein softes brasilianisches Intro, sondern brachiale Basslines gleich zu Beginn: Mister Marky vergeudete keine Zeit, und nach den ersten drei Brettern betrat Stamina die Bühne. Ab diesem Moment begann eine großartige Soundreise: wie wenige Plattendreher beherrscht Marky, der mit 13 seine DJ-Karriere begann, die Kunst der Set-Dramaturgie und das perfekte Wechselspiel von soft und hart, das gerade bei Drumandbass Sets unerlässlich ist für längerfristige Tanzmotivation. Seine schon damals sicken Scratch-Skills hat Marky, seit ich ihn vor drei Jahren das letzte Mal auflegen gehört hab, noch weiter verbessert - und setzte sie an mehreren Stellen gekonntest ein. Stamina MCs Kommentar dazu: "Your friends told you about him, you've seen him on youtube - he is *my* DJ!" Kein Wunder, dass bei so großartiger Mucke der altbekannte Zeitdilatationseffekt eintrat: nach subjektiv gefühlten 30 Minuten waren die zwei Stunden um; "LK", Megahit und Signature-Tune des Duos, folgte als vorletzte Nummer. Alles in allem: grandios! Außerdem möchte ich unbedingt wissen, wie dieses Dubplate heißt, bei dem eine Frauenstimme singt "Shorty, what's your dream deep down?" Falls irgendjemand diese Nummer kennt, bitte ich um einen Hinweis - der Track ist der Liquid-Burner schlechthin...

Ach ja, noch ein Wörtlein zu den Visuals: das Setup im Dom besteht aus drei Leinwänden (Mitte, links, rechts), die auch unabhängig bespielt werden können. Während mich die bewegten Pixel am Freitag gar nicht vom Hocker rissen (dafür aber Robert Owens), war ich gestern ziemlich begeistert und der äußerst abwechslungsreichen Melange aus Fotos, Videos und Typo-Spielereien - sehr anregender visueller Input, bravo!

DJ MarkyDass Bushwacka dieses Set nicht würde toppen können, hatte ich bereits vermutet. Allerdings brauchte er nur zweieinhalb (grauslich mittenübersteuerte) Nu Rave Breakbeat Tracks, um uns ganz schnell Richtung Postgarage zu scheuchen. Als wir dort ankamen, schien alles gut: der Hot Chip DJ spielte gerade gemütlichen Old School DnB - aber nur drei Tracks lang. Dann wurde es ungewollt kuschelig, und eine Menge Folks, die gerne ihre Beinchen geschwungen hätten, beschlossen in Ermangelung von Couches, den Club zu verlassen. Uns hielt die Hoffnung auf feine Acid Breaks von Luke Vibert vor Ort, die war allerdings nach einer Stunde restlos aufgebraucht; und als Wagon Christ, der um 3:30 hätte beginnen sollen, um 4:45 noch immer nicht hinter den Turntables stand und alles darauf hindeutete, dass Mr. Hot Chip demnächst beginnen würde, seine Bob Marley Sammlung auszupacken, beschlossen wir einen, den Vibert einen guten Mann sein zu lassen und machten uns auf den Heimweg.

Fazit: Marky machte den letzten Abend des Festivals zu einem Highlight. Im Großen und Ganzen hat mit das diesjährige Spring großen Spaß gemacht, und das Line-Up war motivierend genug, um viermal hintereinander bis in die frühen Morgenstunden zu tanzen. Weniger gelungen fand ich in Einzelfällen die zeitlichen Programmierung: das eine oder andere Mal war's gerade zur "Haupt-Tanzzeit" 2 bis 4 einfach zu hatschert, ruhig und elegisch - wobei man allerdings, und das ist ja eine der Hauptstärken des Spring, bei derart vielen Locations immer recht problemlos eine Ausweichmöglichkeit findet. Der Festivalbus ist dazu nicht unbedingt erforderlich, denn in Graz liegt definitiv alles in Gehweite :mrgreen:

In diesem Sinne also herzlichen Dank ans Spring-Team für vier lässige Tage in der Murmetropole; wenn ich wieder zurück in Wien bin, werd ich ein kleines Video aus meinen Schnippselchen zusammenschneiden.

Springeight: Day One

Robyn @ KasemattenBeim Auftakt zum diesjährigen Springfestival hatte Petrus ein Einsehen: die Open Air Kick-Off Party in den Kasematten blieb vom Regen verschont - statt fetter Tropfen stellten sich phatte Beats en masse ein. T-Mobile, Hauptsponsor des Opening-Events, dürfte zufrieden sein: motivierte Musikanten und eine feierwillige Partycrowd über den Dächern von Graz - das Opening Concert war ein würdiger Auftakt for things to come. Die charmante Schwedin Robyn sollte eigentlich um drei Uhr früh auf Technoparties auftreten - mit Doppelschlagzeug-Besetzung und beeindruckender Stimmenergie lieferte sie eine sympathische Interpretation von Post-Pop-Electro ab, die etliche Beinpaar in Bewegung versetzte.

Kasematten CrowdDanach folgte meine persönliche Überraschung des Abends: ich hab Roni Size nämlich noch nie mit seiner Band Reprazent live gehört. Kurz gesagt: triple wow. Vor allem der unglaublich präzise und schnelle Drummer und der Bassist rangen wohl so ziemlich jedem Breakbeat-Afficionado Bewunderung ab. Von Roisin Murphy hab ich aufgrund eines zwischenzeitlichen Ausflugs in die Homebase nur die letzten zwei Nummern mitbekommen - ebenfalls sehr solides und grooviges Handwerk. So richtig mies fand ich den Hauptact The Streets: klar mag ich (wer nicht?) seine ersten beiden Alben, aber diese Playback-Performance mit pubertären Stimm- und Showeinlagen kann Mike Skinner meinetwegen im Seniorenclub aufführen... außerdem fand ich die dauerenden Drogen-Zwischenansagen (Gimme some cocain. Gimme some LSD. Gimme some extasy. No, seriously. I want drugs.) sowas von deplatziert und kindisch... da hätt ich mir weit mehr erwartet - und bin dann auch frühzeitig in den Dom im Berg runter spaziert.

robyn 150x150 Springeight: Day OneBtw: danke am T-Mobile (für's nächste Eletronic Beats wird's auf datenschmutz ein paar Karten zu gewinnen geben) für die Einladung und die Übernachtung im Weitzer - sehr nettes Hotel, wobei ich allerdings vergleichsweise wenig Zeit am Zimmer verbracht habe: denn nach den Kasematten ging's wie erwähnt weiter in den Dom, der sich ab 12 ziemlich schnell füllte. Tanzen mitten im Berg, das ist wohl ziemlich einzigartig. marfloW sorgte für einen vergleichsweise gemütlichen Start, Punks Jump Up rissen mich mit ihren quick'n'dirty Remixes nicht gerade vom Hocker - aber Busy P brachte dann gemeinsam mit Mehdi, der übrigens voriges Jahr im WUK bei der gap 10-Jahresfeier die ehrenvolle Pflicht des Hauptact-Seins übernahm, ziemlichen Schwung in die Hütte. Brodinski hab ich dann nicht mehr gehört, weil ich von der Drumandbass-Sause im PPC noch was mitbekommen wollte.

reprazent 225x300 Springeight: Day OneAls ich gegen halb vier dort den Floor enterte, war gerade Liquid-Legende Fabio am Werken - und zwar mit heftiger MC-Action von LowQui, SP:MC und Rage. War eine Zeit lang recht nett, aber relativ bald wurde mir die Wort-pro-Sekunde-Dichte geringfügig zu hoch. Nach der ersten halben Stunde von Bryan G machte ich mich auf den Heimweg - schließlich folgt mein Highlight heute Abend: in der Postgarage techno-re-tisieren Arabian Prince aka Prof. X, den ich gestern auch schon bei der Opening Party getroffen habe, gefolgt von Egyptian Lover und Jamie Jupiter, fürs Grande Finale um vier Uhr ist Juan "Magic" Atkins zuständig, dessen RB Music Academy Lecture heute Nachmittag um vier stattfindet; vielleicht geht sich ja sogar ein Interview aus. Jedenfalls ein gelungener Auftakt - schöneres Wetter steht noch ganz oben auf der Wunschliste für den Rest des Festivals, zum Vor-Chillen im Stadtpark (heute mit Simon LeBon) ist's momentan fast zu kühl. Generell kann ich nach zwei Jahren Spring-Pause bisher nur eine alten Wicki-Spruch zitieren: ich bin entzückt!

Verlosung: 3 Resident-Jahresabos, 3 Slipmats + 2×2 Tickets für Lifted Sessions

residentBreakbeat-Afficionados aufgepasst: datenschmutz verlost 3 Jahresabos des österreichischen Magazins für Musik mit mehr Bass aka resident (gültig für .at, .ch, .de), drei fesche Slipmats mit resident-Logo und 2x2 Karten für die Lifted Session am 9.2. im Wiener Zoo mit Spor, Apex und Chris Renegade.

Letzeren habe ich mal in London auflegen hören... angeblich ist Spor der talentierteste der drei Schreibendreher, dabei fand ich damals schon das Set von Chris extrem fein selektiert und auffällig leiwand gemixt. Wird also sicherlich eine sehr freshe Party, die sich kein Drumandbass-Fan entgehen lassen sollte.

resident-Gewinnspiel

slipmatWer gewinnen möchte, hinterlässt - wie eh und je - einfach einen Kommentar zu dieser Story. Und wie bei allen ds/Gewinnspielen gibt's ein Extra-Los für jede Online-Verlosungsankündigung (auf Blogs, Foren etc.) und für alle teilnehmenden datenschmutz Facebook-Fans. Eine Registrierung ist nicht erforderlich, Details zu den Teilnahmebedingungen sind hier nachzulesen. Die Verlosung endet am 06. Februar 2008, die GewinnerInnen werden via E-Mail verständigt.

Preise:

  • 3x resident Jahresabo (jede Ausgabe mit Mix-CD)
  • 3x resident Slipmats mit Logo
  • 2x2 Tickets für die Lifted Session am 9.2. im Wiener Zoo.

Achtung: bitte im Kommentar unbedingt angeben, ob ihr am 9. Februar in Wien seid und die Gratiskarten wollt, oder ob ihr nur das an der Verlosung von Slipmats bzw. Abo teilnehmen möchtet!!!

resident - Magazin für Musik mit mehr Bass

resident cover"Resident" mit "Evil" hintendran ist ein Computerspiel bzw. mittlerweile auch ein Kinofilm. "Residents", also "Heimische", heißen aber auch die Local DJs bei Fanversammlungen beatlastiger elektr(on)ischer Musik im gemächlichen 180er Takt, gemeinhin auch als Drumandbass bezeichnet. Denselben Namen wählte die österreichische Printpostille, das im 2007 bereits seinen zweiten Geburtstag feierte. Aber weil über Musik schreiben ganz gut mit "über Architektur tanzen" vergleichbar ist, kommt jede Ausgabe mit wesentlich mehr Bass: jeder Printausgabe liegt eine stets ausgesprochen deliziöse Mix-CD bei. Die nationale bzw. deutschsprachige Szene spielt natürlich eine beträchtliche Rolle im Inhaltsportfolio, internationale (bzw. britische) Acts kommen aber ebenfalls regelmäßig zu Wort. Mehr über die Redaktion in Wort und Bild verrät eine aktuelle frei:stunde Sendung (ausgestrahlt auf okto tv):

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Aktuell steht ein Relaunch ins Haus, für 2008 sind insgesamt vier Ausgaben geplant - die erste Ausgabe diesen Jahres wird im März in neuem Glanz erstrahlen, weitere Issues folgen im Juni, September und Dezember:

Gleich im März gibt's dann ein Update in Sachen Layout, Struktur und Themenvielfalt. Die letzten zwei Jahre haben uns weiser werden lassen - und das werden wir auch zeigen.

Absolut einen Besuch wert ist auch die Homepage (gegen die unsere gap-Seite übrigens ganz ordentlich abstinkt), wo informationshungrige Raver unter anderem lesenswerte Szene-Kolumnen finden. Demnächst gibt's an dieser Stelle ein Interview mit den HerausgeberInnen - wer sich vorab schon mal ins Magazin einlesen will, sollte auf jeden Fall beim Gewinnspiel mitmachen!