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Artikel-Schlagworte: „eBook“

Wie man PDF-Dateien gratis auf den Kindle 2 lädt

usa Wie man PDF Dateien gratis auf den Kindle 2 lädtDieser Beitrag ist auch auf Englisch verfügbar.

Nach Max' recht euphorischem Bericht habe ich mir ohne vorher viel zu recherchieren ebenfalls einen Kindle eBook-Reader bei Amazon.com bestellt. Die Hardware gefällt, das DRM nahm ich zähneknirschend für den günstigen Preis (rund €200) in Kauf. Heute lieferte UPS mein Device, und die anfängliche Freude über die Hardware war recht groß - bis ich feststellen musste, dass es out-of-the-box *keine* Möglichkeit gibt, ganz gewöhnliche PDFs auf den Kindle hochzuladen. Nach etwas Recherche bin ich dann doch noch auf eine akzeptable Möglichkeit gestoßen, eBooks aus meiner Sammlung auf den Kindle zu transferieren: der MobiPocket Creator, eine frei verfügbare eBook-Conversion Software, macht's möglich.

Amazon Kindle

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eBook: Internet und Copycats in China

Nationale Märkte unterscheiden sich nicht bloß durch die Sprache voneinander - oft sind es die feinen, kulturell geprägten Details, die ein in Westeuropa und Amerika erfolgreiches Business-Modell in Asien scheitern lassen. China unterscheidet sich durch eine weitere Besonderheit von anderen Ländern: hier kontrolliert Übervater Staat mittels der Great Chinese Firewall den Netz-Zugang aufs strikteste. Dass diese staatliche Zensur nicht nur politische, sondern auch handfeste wirtschaftliche Auswirkungen hat, illustriert Juergen Hoebarth, der die Internet-Szene der Volksrepublik mittlerweile besser kennt als seine eigenen Westentasche, in einem äußerst lesenswerten Essay.

Don't forget China, veröffentlicht als Gratis-eBook Download, geht vor allem auf die Copycat-Problematik ein, denn in vielen Fällen ist die Kopie erfolgreicher als das Original:

As we can see in China there is definitely a copycat of every success story form the west and they are doing very well. This last case concerning the video portal sector in the Chinese market is really interesting, because it is a battle where an international site like Youtube has more or less no chance to win. Bureaucratic restrictions by the Chinese government just kick them out of the market. Once there is a copycat brand for a service that is better known, it is hard for the original to get into the market again, even when the restrictions are removed and an agreement is reached between Google, who owns Youtube and the Chinese government. The reason, for censorship at the moment, is that there have been regime critical videos between the millions that are offered on Youtube.

Bis 2010 will die chinesische Regierung jedes Dorf im Reich der Mitte mit Breitband-Anschluss versorgt haben - davon kann Deutschland nur träumen :evil: Wer ein international orientiertes Web-Startup Unternehmen gründet, dürfe sich längst im mehr ausschließlich am englischsprachigen Teil der Welt orientieren:

As we live in a global world we are in a global competition as well, and so I would say the fast, smart and clever one will win the race and those who are thinking from the beginning on about a global strategy when they found a company will survive and if they are well prepared and know the rules of the Chinese internet market and adapt some issues, they definitely will have a chance to survive in this country as well and will not get kicked out as easily as the big global net giants have been before by their Chinese copycats.

Besonders illustrativ ist das im eBook ausführlich beschriebene Beispiel eBays: das Auktionshaus musste sich wegen chronischer Erfolglosigkeit schließlich ganz aus China zurückziehen: man hatte weder bedacht, dass eine direkte Kontaktaufnahme zwischen Käufer und Verkäufer einen für Chinesen unerlässlichen Vertrauensbeweis darstellt, noch dass sich die Verbreitung von Kreditkarten in engen Grenzen hält.

Wer mit seinen (Online)-Produkten als zukünftig nicht nur Frieda, Emanuel und John, sondern auch Bao, Fang und Wei erreichen möchte, sollte unbedingt mal einen Blick auf dieses PDF-werfen: Direktdownload: Don't forget China

Blogistan Panoptikum KW38 2009

Soeben noch auf der Futura-Showbühne, und schon wieder mitten im Rückblicken: in den letzten drei Tagen war die Gadget-Dichte bei der größten österreichischen Elektronik-Fachmesse selbst für meine Verhältnisse ungewohnt hoch - eine Reihe von Podcasts folgt in den nächsten Tagen. Aber wir sind ja nicht hier, um nach vorne zu blicken, sondern es geht... nach hinten los: sieben Tage nach hinten, um genau zu sein. Denn in der Blogosphäre geht Unheimliches vor: plötzlich kann man mit Twitter telefonieren, Nintendo Games im Browser spielen und Zeitungen, die aussehen wie Zeitungen, online lesen. Linzerschnitte und datadirt haben sich nicht erschrecken lassen und präsentieren Ihnen den furchtlosesten Wochenrückblick aller Zeiten!

The Internet didn't steal the audience, we lost it.

Judith aka Linzerschnitte Während die Verleger (und auch die Musikindustrie) hierzulande noch denjenigen beschimpft und für ihren Misserfolg verantwortlich macht, den sie eigentlich tätscheln und hätscheln sollte, ist man in the US of Ä wiedermal einen Schritt weiter. Michael Skoler von der Nieman Foundation for Journalism der Harvard University hat sich damit beschäftigt, warum die Leser/Seher den Mainstream Medien abspenstig geworden sind - und wie man sie gleichzeitig via Social Media zu Usern der eigenen Angebote machen kann:

Only the savviest of journalists are using the networks for the real value they provide in today's culture—as ways to establish relationships and listen to others. The bright news organizations and journalists spend as much time listening on Twitter as they do tweeting.

Wie weit Journalisten hierzulande davon noch entfernt sind, zeigt ein Blick in die Followerlisten der "twitternden" Reporter: Die meisten folgen fast ausschließlichen ihren Berufsgenossen. "Kollegenorientierheit" heißt der Fachausdruck für diesen journalistischen Zugang, in dem es eher darum geht, die Kollegen mit dem eigenen Fachwissen zu beeindrucken, als sich an der Zielgruppe zu orientieren. Nun denn, liebe twitternde Journalisten in Österreich - lernt mal schnell dazu, sonst finden eure kleinen Plänkeleien bald unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt!

Dein TwitterFon macht Ring

ritchie aka datadirt Jajah launchte eine Telefonlösung für Twitter namens JAJAH@call, wie thenextweb berichtet:

You'll be able to make phone calls via Twitter free of charge to anyone in the world, so long as they follow you back and have JAJAH accounts.
@calls are made without revealing your number and without needing to know the number of the person you wish to call – all you need is their Twitter username.

Klingt zu gut, um wahr zu sein? In der Tat könnte Jahjah damit ein großer Wurf gelungen sein, zumindest solange es den Providern weiterhin gelingt, die technisch unbegründete Trennung zwischen Sprach- und Datentelefonie weiter aufrecht zu erhalten. Ein Gespräch zu starten ist in etwa so schwierig, wie ein Tweet abzuschicken:

To make a call simply send a tweet with "@call @username" where the 'username' is the Twitter name of the person you wish to call. If that person follows you on Twitter, a free two-minute call – the verbal equivalent of a Tweet – will be initiated.

Klingt spannend, ich werd das sicher demnächst ausprobieren - vor allem praktisch für kostenspielige Auslandstelefonate.

Nintendo Games im Browser spielen

ritchie aka datadirt Stan Schroeder weist auf Mashable auf eine großartige Zeitvertreibs-URL hin: mit Ben Firshmans JSNES Simulator kann man eine Reihe von älteren Nintendo-ROMs im Browser spielen - die Emulation läuft komplett in JavaScript. Interessant nicht nur als Zeitvertreiben, sondern auch als JIT-Compiler Kraftprobe. Und die ergibt erstaunliche Ergebnisse:

Yes, it works in Firefox (Firefox) 3.5 and in Safari (Safari) 4, but thanks to its JavaScript optimizations, it runs about 10 times faster in Chrome.

Das entspricht eigentlich ganz meinen Erfahrungen mit dem aktuellen 3.5er Feuervogel, der nicht nur im Vergleich zu Chrome, sondern sogar zum 3er-Vorgänger unglaublich lahmt. Ich hoffe, dass die FF-Entwickler die Stabilitäts- und Performanceprobleme in den Griff bekommen, denn aufgrund der Add-On Vielfalt ist Firefox für Webprofis nach wie vor unersetzlich.

Total bimedial: Am Punkt

Judith aka Linzerschnitte Persönliches Highlight der Woche war der Launch des neuen Diskussionsformat "Am Punkt" auf ATV und damit verbunden der erste Einsatz für ein weiteres Datenschmutz-Linzerschnitten-und auch Subnet Gemeinschaftsprojekt. "Am Punkt" ist das erste bimediale Format eines österreichischen Fernsehsenders und dank Subnet/Michi Kamleitner auch das erste Format mit einem Facebook Livestream. Das Prinzip ist einfach: Auf dem Weblog blog.atv.at/ampunkt wird montags ein Thema für die Sendung veröffentlicht. Von diesem Zeitpunkt an können User/Seher Fragen stellen; per Mail (ampunkt@atv.at), via Video, Twitter oder Facebook. Während der Live-Sendung kommt noch der Facebook Livestream hinzu, der ebenfalls am Blog eingebunden ist. Sensationelles Ergebnis der Premiere: Mehr als 800 User-Kommentare über die verschiedenen Feedback-Kanäle - und ein Marktanteil von über 5 Prozent bei der eher fernsehunwilligen Zielgruppe der 12 - 29-Jährigen. "Am Punkt" gibt's immer mittwochs um 21.50 Uhr auf ATV.

Vertrauen ist keine Erfindung des Social Web

ritchie aka datadirt In Old School vs. New School Marketing beschreibt Lisa Barone eine lehrreiche Konversation mit ihrem Vater, dem sie einige Social Media Marketing Bücher geschickt hatte::

After reading the books, he called me this morning. To yell at me. In Italian.
What the hell was wrong with me? Why was I insulting him? Did I think he was an idiot? He's a successful business man. He knows all about trust and customers and building relationships and running a small business. He had been doing it for years. The information I sent him was nothing new. Why haven't I learned to cook yet?

Fazit des Artikels: Vertrauen war schon immer der wichtigste Erfolgsfaktor, allerdings trägt das Internet den Word-of-Mouth Effekt weit über geographische Grenzen hinaus:

The basic principles of business and marketing haven’t changed. However, that doesn't mean people are any better about implementing them. Today's empowered consumer means that "the basics" are more important than ever. Because now if someone doesn't like you, it's not just them and their three friends that hear about it. We all hear.

Big G News: Google kauft reCAPTCHA und launcht Fastflip

ritchie aka datadirt Die allgegenwärtigen Captchas nerven Internet-User jeden Tagen - und sind doch eines der wenigen probaten Mittel gegen die total Ver-Spam-Bottung des Internet. Das populäre und von vielen Third-Party Webmastern eingesetzte reCAPTCHA System zeichnet sich durch Crowd-Sourcing-Mehrwert aus, die User greifen OCR-Software bei schwierigen Fällen sozusagen unter die Arme:

But there's a twist — the words in many of the CAPTCHAs provided by reCAPTCHA come from scanned archival newspapers and old books. Computers find it hard to recognize these words because the ink and paper have degraded over time, but by typing them in as a CAPTCHA, crowds teach computers to read the scanned text.

Das Google sich nun reCAPTCHA einverleibt hat, ist nur konsequent - der Mehrwert für Google Books ist gewaltig. Und wo wir schon beim Thema Papier sind: ebenfalls vergangene Woche launchte Google offiziell den neuen Newsreader Fastflip:

Fast Flip is a new reading experience that combines the best elements of print and online articles. Like a print magazine, Fast Flip lets you browse sequentially through bundles of recent news, headlines and popular topics, as well as feeds from individual top publishers.
[...]
To build Google Fast Flip, we partnered with three dozen top publishers, including the New York Times, the Atlantic, the Washington Post, Salon, Fast Company, ProPublica and Newsweek. These partners will share the revenue earned from contextually relevant ads. This gives publishers an opportunity to introduce new readers to their content. It also tests our theory that being able to read articles faster means people will read more of them, driving more ad revenue to publishers.

Auffällig ist, wie stark sich Fast Flip an konventionellem Print-Layout orientiert - und noch bemerkenswerter finde ich, dass traditionelle Verlagshäuser im Taumel des Niedergangs sich wohl langsam mit der Vorstellung abfinden, zukünftig als Content-Generatoren mit Affiliate-Beteiligung zu überleben, bis sie dann endlich von Google gekauft werden :mrgreen:

Details zum neuen Twitter ReTweet-API

ritchie aka datadirt Wir haben bereits darüber berichtet, dass Twitter die bislang "informelle" ReTweet Funktion (also das Kennzeichnen von weitergeleiteten Tweets mit RT, quasi ein Pendant zum E-Mail Forward) in die nächste API-Version als Core-Feature integrieren wird. CNET News kennt einige Details zur Implementation. Besonders spannend: der ReTweet-Faktor könnte sich zu einer Art Pagerank-Äquivalent entwickeln - und bei mehr als 100 ReTweets gibt's einen Cut-Off:

What's interesting is that the new format, assuming that this is how the timeline ends up looking, can provide a quick, one-glance way to see just how influential a given Twitter user or individual tweet is, adding a new dimension to measuring Twitter influence beyond the follower count. If you see a lot of little retweet icons, for example, you might stop and take a closer look at a tweet (or the user behind that tweet) that you might otherwise have skimmed past.
What's also interesting is that it looks like retweet counts get cut off at 100, with higher ones displayed as simply "100+." I'm guessing that, say, CNN Breaking News generally gets a lot more than that.

Wie werde ich am häufigsten ge-re-tweet-et?

Judith aka Linzerschnitte Gespannt wartet die Twitteria bereits auf die Implementierung des neuen "Retweet" Features auf Twitter. Erste Einblicke gibt es bereits (siehe vorigen Beitrag) - und auch eine gewisse Retweet-Müdigkeit bei dem einen oder anderen Twitteruser lässt sich nicht von der Hand weisen. Die Karrierebibel hat sich diese Woche mal Retweet-Statistiken genauer angesehen und den besten Zeitpunkt ausfindig gemacht, um einen Retweet-werten Tweet auszusenden: Immer mittwochs, gegen 17 oder 22 Uhr. Und dazu gibt's noch folgende Tipps:

  • Schreiben Sie keinen Eintrag, der länger ist als durchschnittlich 120 Zeichen (140 ist das Maximum bei Twitter). Grund: Die anderen brauchen noch Platz für den ReTweet-Kopf: RT @IhrName.
  • ReTweeten Sie selbst. Wer sich an der Mundpropaganda nicht beteiligt, kann auch nicht auf eigenen Tratsch hoffen. Übertreiben sollten Sie es aber auch nicht damit.
  • Wenn Sie retweetet werden möchten, sollte Ihr Eintrag auch einen Nutzen bieten. Ob Humor, Erkenntnisse oder eine interessante Fundstelle im Netz – alles ist erlaubt. Nur keine Selbstpreisungen.

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Comicempfehlung: Ulli Lusts Autobiographie

Judith aka Linzerschnitte "Heute ist der letzte Tag vom Rest deines Lebens" heißt der autobiographische Comic meiner lieben Freundin Ulli Lust. Und im Gegensatz zu uns Normalsterblichen hat Ulli vor allem eines: etwas zu erzählen. Ach ja, und auch das Talent, diese Erzählungen kunstvoll in Worte und Bilder zu fassen. Mit 17 Jahren setzte sich die damalige Punkerin Ulli mit einer Freundin per Autostopp für zwei Monaten nach Sizilien ab und lernte dort das Leben von seinen schönen und auch sehr unschönen Seiten kennen. Mafia, harte Drogen, Vergewaltigung und falsche Freunde inklusive. 25 Jahre später hat sie diese Reise in einer Comic Autobiographie festgehalten, von der die FAZ meint, er sei eine Sensation.
Eine Leseprobe gibt's im PDF-Format, Ullis elektronischer Comicverlag ist unter Electrocomics.com zu finden, bei Amazon kann man bereits vorbestellen Blogistan Panoptikum KW38 2009

Foto der Woche: Checking the Hood

Laertes hat Oola auf ihrem Wachtposten geknipst. Dass Hunde aufmerksam ihre Umgebung studieren, ist nicht weiter außergewöhnlich - die Sitzposition dagegen durchaus:

oola Blogistan Panoptikum KW38 2009

Ritchies Videos der Woche

Diese Woche konnte ich mal wieder nicht entscheiden - zuerst mal zum Ernst des Lebens: Das AdWords System ist weder ein Buch noch trägt es sieben Siegel - allerdings fällt es Anfängern nicht gerade leicht, die Entstehung des AdRanks zu verstehen, der einen gravierenden Einfluss auf den Klickpreis hat. Dieses Video beseitigt alle Klarheiten: Googles Chefbuchhalter Hal Varian erklärt, wie die Ad Auctions funktionieren: ein Must-See für jeden AdWords-Nutzer!

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Noch unterhaltsamer: Facebook Manners and you. Großartiges Tutorial über Beziehungs-Dos and Don'ts im Stil von 50er-Jahre Benimmfilmchen:

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Judiths Video der Woche

Nachdem Herr Datenschmutz auch diese Woche wieder den einen oder anderen Wuff bemüht, um Sie, werte Leser, auf die Hundeseite zu ziehen, muss auch etwas für die Katzenseite getan werden. Und die lieben Kätzchen machen es mir einfach - denn selbst beim Wassertrinken sind Katzen einfach nur cool,. Verschwenderisch, aber geradezu gottgleich.

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Lesetipps der Woche

  • Nicht unbedingt zum Lesen, aber dafür zum Angucken und verwenden: Six Revisions hat 22 "Awesome Adobe Air Applications for Designers" zusammengestellt - nicht alle sind Awesome, aber Freeware-Freunden finden durchaus einige Schmankerl.
  • Auf 3rd Party Betreiber angewiesen zu sein, kann sich schnell als Bumerang erweisen - Andy Oram argumentiert am O'Reilly Radar ausführlich für dezentralisierte Social Networks.
  • Gefundenes Fressen für Geeks mit Faible für historische Forschungen: die Geschichte der augmentierten Realität
  • Das Weiße Haus stellt einen Social Media Archivar ein - Mashable kennt die Job Description.

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres Rückblicks angelangt - vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit. Nächste Woche werden auf datenschmutz die Gewinner der Albertina-Führung und des Herzlos-Krimis bekannt gegeben - bleiben Sie dran! Linzerschnitte und datadirt wünschen einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
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Blogistan Panoptikum KW31 2009

Schon wieder neigt sich ein Sonntag zur Neige, liegt eine ereignisreiche Woche hinter uns, ist im Social Web kein Kiesel auf dem anderen geblieben. Aber zum Glück gibt's ja das Blogistan Panoptikum von Linzerschnitte und datadirt. (Virtuelle) Weltendeutung hat in unserem Kulturkreis eine ehrenvolle Tradition und darf keinesfalls mit gewöhnlichem Hirnwichsen (Aufpolieren der grauen Zellen, vom Ausdruck "die Schuhe wichsen" = auf Hochglanz polieren. Nicht, was Sie dachten.) verwechselt werden. Doch bevor es hier zu theoretisch wird an dieser Stelle nochmal der Hinweis auf die Abschlussparty zur N97 Verlosung: Jedenfalls fröhlich und auf Wunsch auch feucht gefeiert wird ab 19:00 im Werkzeug-H, Details auf Facebook. Aber nun genug der Prognosen, wir richten unseren Blick eine Woche zurück.

Der typische Teutonen-Tweeper

Judith aka Linzerschnitte Gleich vorweg, die Ergebnisse der Twitterumfrage von Thomas Pfeiffer umfasst eigentlich die Tweeper des gesamten deutschsprachigen Raums - aber Alliterationen in Überschriften sollen ja immer besonders gut ziehen. Was man immer schon geahnt hat, wird durch die Twitterumfrage verifiziert - die deutschsprachigen Tweeper sind ein hochgradig homogenes Grüppchen, und das ist der Archetyp:

Jung (32 Jahre), männlich (74%) und gebildet (78% haben Abitur). Zwei von drei betreiben einen eigenen Blog und schreiben über Technik, Web 2.0-Themen oder Privates. Jeder zweite stammt aus der Medien- oder Marketingbranche und jeder Vierte ist Führungskraft oder Unternehmer/in.

Nicht wirklich überraschend also. Aber immerhin, einen Aspekt gibt es da, der mir bisher nicht explizit bewusst war:

Frauen, so könnte man sagen, verstecken sich eher und wählen Fantasienamen.

Hmm. True.

Rechtsstreit bedroht Skype

ritchie aka datadirt Skype könnte für eBay zum Kuckucksei werden, wie die Times Online berichtet. 2005 hatte das Auktionshaus die Online-Telefon-Firma für 2,6 Milliarden Dollar gekauft und plante in näherer Zukunft ein Spin-Off samt Börsengang. In der Auseinandersetzung mit der schwedischen Firma Joltid, einem Start-Up der Skype-Mitgründer Niklas Zennstrom und Janus Friis, geht es um Core-Technologien von Skype, bei deren Nutzung angeblich Lizenzbedingungen verletzt wurden. Die Auswirkungen könnten sich als drastisch erweisen:

EBay admitted in a regulatory filing that it might have to close down the company. It said it was trying to develop alternative software but if that did not work, or if eBay lost the right to the original software: "Skype would be severely and adversely affected and the continued operation of Skype's business as currently conducted would likely not be possible."

Zwar sieht man der Verhandlung angeblich gelassen entgegen, arbeitet aber bereits an Alternativen:

"Although Skype is confident of its legal position... Skype has begun to develop alternative software to that licensed through Joltid. However, such software development may not be successful, may result in loss of functionality or customers even if successful, and will in any event be expensive," eBay said.

Auch anderswo wird diese Woche mit gerichtlichen Bandagen gekämpft: TweetMeme-Gründer Nick Halstead bezichtigt ReTweet des Plagiarismus:

He had to look no further than the code for the retweet button itself. The code below is what he found, which he says is "an exact copy of our own retweet button code with the word 'tweetmeme' replaced with 'retweet'".

ritchie aka datadirt Blair Williams hat mit Pretty Link eines der für Pro-Blogger genialsten WordPress-Plug-Ins überhaupt geschaffen. Die Software ermöglicht die Nutzung der eigenen Domain als Short-URL-Service: äußerst nützlich für Twitter, aber auch zum Managen von Forward und zum Erstellen leicht zu merkender Adressen. Bereits die Free-Version liefert Statistiken und Cloaking-Funktionen. Aber Blair hat nochmal tief in die Trickkiste gegriffen und vor wenigen Tagen die Pro-Version veröffentlicht, die es wirklich in sich hat: detaillierte Statistiken, integrierte ReTweet-Funktion und ein ausgefeilter Cloaking- und Keyword-Replace Mechanismus (inkl. Split-Testing!) rechtfertigen die 97$ für eine Lifetime-Lizenz auf bis zu fünf Blogs auf jeden Fall. Ab September wird Pretty Links teurer, wer WordPress nutzt und twittert, sollte schnell zuschlagen - eine ausführlichere Review folgt demnächst.

I quit the iPhone

Judith aka Linzerschnitte Apfel-Anbeter sind bekanntlich prädestiniert für große Gefühle, und diese Woche schlug der Drama-Pegel bei einigen iPhone-Besitzer ziemlich heftig aus. Nachdem man bei Apple wieder mal den Möchtegern-Monopolisten raushängen ließ und die Application "Google Voice" aus dem App Store warf, gingen offensichtlich einige Liebesbeziehungen zu Ende. Einer davon wird von Michael Arrington auf Techchrunch im Rosamunde-Pilcher-Style betrauert:

I have loved the iPhone, but now I am quitting the iPhone.

This is not an easy decision. Was there in January 2007 when it was announced and I bought the first iPhone as soon as it was available. (...) But I'm not going to upgrade to the iPhone 3GS. Instead, I’m abandoning the iPhone and AT&T.

Die ganze Seifenoper gibt es auf TechCrunch.

Nach sozialer Relevanz filtern

ritchie aka datadirt Immer mehr Experten bezweifeln die baldige Marktreife semantischer Technologien - der Cuil Fehlstart in die Bedeutungslosigkeit hat dazu gewiss beigetragen. Immer mehr Bedeutung dagegen misst man dem "Social Rank" zu: denn Informationen aus dem eigenen erweiterten Freundeskreis sind vielleicht nicht unbedingt relevanter, aber in der Regel vertrauenswürdiger als "neutrale" Quellen. Dass sich daraus ein selbstverstärkender Effekt ergeben könnte, liegt auf der Hand: die Schlüsselherausforderung bei der Informationssuche liegt meiner Meinung nach nicht zuletzt im richtigen Quäntchen "Entropie" oder Zufall. Außerdem spielt der jeweilige Kontext eine wichtige Rolle - ReadWriteWeb stellt dazu ein paar spannende Überlegungen:

But each level more likely indicates degrees of social proximity than relevance per se; although in some cases closer proximity may very well indicate greater relevance. The problem is that relevance is highly contextual. It depends on many factors, such as your profession, your search query, your friends, your friends' knowledge about those topics, and the information that is publicly recorded in their activity streams.

Watercooler-Conversations von, mit und über Twitter

Judith aka Linzerschnitte So kannten wir sie, und so liebten wir sie - die alte Twitter Homepage. Diese Woche wurde das Microblogging-Web-Portal einem Relaunch unterzogen, der aus technischer Sicht so minimal war, dass es anscheinend nicht mal dem FailWale aufgefallen ist - doch bei näherem Hinsehen verbirgt sich hinter dem kleinen Relaunch ein großer Paradigmenwechsel. Der alte Selbstbeschreibungstext lautete:

Twitter, this is a service for friends, family, and co-workers to communicate and stay connected through the exchange of quick, frequent answers to one simple question: What are you doing?

Nun sieht die Sache nicht nur anders aus, sie hört sich auch anders an:

Share and discover what's happening right now, anywhere in the world.

Einen Interpretationsansatz für diese neue Strategie liefert gleich der Social Media Guide Mashable:

The Goal of Twitter’s New Homepage? Be the World's Water Cooler!

Tipps für den Social Media Workflow

ritchie aka datadirt Zuerst die richtigen Plattformen wählen, eine geeignete Strategie definieren und diese konsequent und effizient verfolgen - so einfach kann es sein. Andererseits kann man sich auch leicht übernehmen (oder "zersprageln", wie der Wiener sagt) und vor lauter neuen Social Web Services den Sinn und Zweck nicht mehr erkennen. Wichtigste Richtschnur: Wo finde ich meine Community, wo unterhalten sich Kunden, die an meinem Produkt interessiert sind? Predigerliteratur findet man allen Ecken und Enden, vom Longtail hat jeder schon mal gehört - aber gute Tipps zum Workflow sind selten, die Angst vor der Überforderung wächst. P. Morgan Brown hat eine äußerst lesenswerten Beitrag mit dem Titel Identifying a social media workflow verfasst, der einen hervorragenden Einstieg in die Frage "sollte ich mitmachen?" bietet:

Change always feels uncomfortable. And unless you're forced out of that comfort zone it’s difficult to take the steps you need to take to get out and move forward. So what I try to do when talking to people who feel overwhelmed by the prospect of social media is talk to them about email. And cell phones. Because I often speak to and work with people who are older than me I ask them "Do you remember doing your job without email and cell phones?" Invariably they say "yes," and then they smile knowing where I am going with these questions.

Foto der Woche

Extranoise hat das Treppenhaus der Volkshochschule Tempelhof-Schöneberg in Berlin - Linienführung und Farbgebung des Bildes finde ich grandios gelungen:

treppenhaus

Ritchies Video der Woche

Storytelling, Dramaturgie, Framing, Lichtführung, Tiefenschärfe... alles genau geplant. Oder einfach am Heimweg vom Festival die Cam rausgeholt und ein paar spontane Aufnahmen vom Sonnenaufgang gemacht. Zitat von Regisseur Giugesco: "Sunrise is one of the greatest things in life. it’s a pity that i don’t see it very often." Geht mir auch so - und: Wow!

Linzerschnittes Video der Woche

Dass Touristen Versicherungsgebäude abfilmen, kommt sicher nicht besonders oft vor. Der Uniqua Tower in Wien an der Aspernbrücke ist allerdings eines der privilegierten Bauwerk, dank einiger Studenten der Universität für Angewandte Kunst, die sich lustige Dinge mit LED Grids ausdachten.
Nicht gar so ausgefallen wie LED Grids, dafür aber optisch noch um einiges beeindruckender ist diese Projektion auf die Hamburger Kunsthalle:

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende unseres gemeinsamen Wochenrückblicks angelangt, und somit bleibt uns nur mehr zu sagen: auf eine neues! Doch bevor wir Ihnen das nächste Panoptikum präsentieren können, müssen die nächsten sieben Tage erst vergehen. In diesem Sinne: danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns morgen!

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Blogistan Panoptikum KW30 2009

Willkommen beim Wochenrückblick von Linzerschnitte und datadirt. Keine Rede von Sommerloch: die Österreich-Werbung schickt Axel quer durchs die Alpen, Kulturkritiker schreien nach Dissidenten und Raver heiraten anders - das und noch vieles mehr im aktuellen Panoptikum.

Dissidenten nutzen Twitter nicht

ritchie aka datadirt Nicht jeder Kulturbeobachter fällt in den begeisterten Chor der New Media Evangelisten ein - in der Tat liegt das Heil der Menschheit ohne Zweifel nicht in 140-Zeichen Messages verborgen, dafür verschärfe Social Media kapitalistische Dichotomien:

Die Massen bekommen Macht, aber Konzerne werden noch viel mächtiger: Für den Kulturkritiker und Computerprogrammierer David Golumbia stecken hinter den Neuen Medien die alten Kräfte.

Dieses Zitat stammt aus einem aktuellen Gespräch, das Johannes Boie für die Süddeutsche mit David Golumbia führte. Der versucht den Twitter-Hype mit gesundem Realismus entgegen zu treten:

Das ist sehr westlich und kapitalistisch gedacht, wenn man behauptet, dass Twitter eine grundlegende Rolle bei den Protesten gespielt habe. Wenn man die gesamte Kommunikation betrachtet, die zu den Protesten in Iran beigetragen hat, tendiert Twitters Beitrag eher gegen null.

Siehe dazu auch den Begriff "Slacktivism" im folgenden Beitrag - einen Gleichgesinnten findet Golumbia übrigens im österreichischen Internet-Rechtler Mayer-Schönberger, der kürzlich der Tageszeitung derStandard Rede und Antwort stand und mehr Dissidententum forderte:

Der Internetrecht-Experte Viktor Mayer-Schönberger glaubt, dass "Übervernetzung" durch Facebook & Co zu einem Meinungseinheitsbrei führt. Mayer-Schönberger fordert mehr Freiräume.

Die Argumentation im recht kurzen Text ist einigermaßen skurril - von den Nachteilen des Peer-Review Systems auf die schädigende Wirkung von Facebook-Updates zu schließen, scheint zumindest mir dann doch etwas weit hergeholt:

Wir drohen in vielen Bereich übervernetzt zu werden, uns fehlen die Freiräume, völlig Neues zu denken und anzugehen. Anstatt tausenden anderen auf Facebook mitzuteilen, was wir gerade machen, sollten wir wieder mehr auf unsere individuelle Kreativität setzen.

No-Bullshit Bingo Update

Judith aka Linzerschnitte Nochmal SZ: Neue Schlagworte braucht das Land! Feuilletonist Adrian Kreye hat den TED Kick-Off besucht und einige neue Schlagworte aufgeschnappt, die man sich wird merken müssen:

Slacktivism – sich für eine Sache mit ein paar Klicks online zu engagieren. Bestes Beispiel sei die “Save the Children of Africa”-Aktionsgruppe auf Facebook. Eine Million Mitglieder, die bisher rund fünftausend Dollar Spenden aufbrachten.

Spinternet – wenn Regierungen und Regimes die Beschleunigungskraft des Internets nutzen, um Nachrichten und Gerüchte so zu beeinflussen, dass sie die offizielle Linie unterstützen.

Singularity - der Zeitpunkt, an dem künstliche Intelligenz dem menschlichen Denken überlegen ist. Soll angeblich schon 2020 sein. Ray Kurzweil hat sich da ziemlich rein gearbeitet. Tauchte im Partygespräch zwischen der Hirnforscherin und dem Mozilla-Linguisten als Treppenwitz auf.

Bei dieser Gelegenheit sei gleich nochmal an die geplante TEDx Vienna erinnert - ob im Herbst wirklich was draus wird, scheint aber fragwürdig: zumindest das zugehörige Twitter-Profil @TEDXVienna ist seit 16. Juni im Sommerurlaub.

Facebook-News: Bill Gates "überfreundet, Frauen stellen sich dar

Judith aka Linzerschnitte ritchie aka datadirt Bill Gates hat sich von Facebook zurück gezogen - die offenen Freundschaftsanfragen wuchsen dem Microsoft-Gründer über den Kopf bzw. das Namensgedächtnis:

Bill Gates confessed at an event in New Delhi today that he gave up on Facebook because he couldn't keep up with the friend requests. Gates remarked that there were "10,000 people wanting to be my friends" after he tried out the service, and it was time consuming to decide if he "knew this person, did I not know this person".

Siehe dazu auch dieses großartige Mock-Up von Mashable. Da wird Bill in Zukunft eines verpassen: denn laut AddtoAny hat ist Facebook mittlerweile populärer beim Content-Sharing als die gute alte E-Mail:

According to AddToAny, Facebook now dominates sharing, with 24 percent of shares from the widget consisting of users posting items to the social network. That handily beats out email (11.1 percent) and Twitter (Twitter) (10.8 percent), making the world’s most popular social network also the most popular service for sharing content.

Dieses Chart von Business Insider zeigt Facebooks Vorsprung sehr deutlich.

Eine aktuelle Studie, auf die ich beim Wortgefecht gestoßen bin, unterstellt übrigens Männlein und Weiblein ein vollkommen unterschiedliches FB-Applikations-Nutzungsverhalten:

Facebook und seine zahlreichen Applikationen werden von Frauen und Männern völlig unterschiedlich genutzt. Die Popularität einer Facebook-Anwendung hängt in erster Linie davon ab, von welchem Geschlecht sie vorwiegend eingesetzt und ob sie weithin als "cool" eingestuft wird. Zu diesem Schluss kommen die Forscher Rebekka Russell-Bennet und Larry Neale von der Queensland University of Technology in Australien. [...] Laut Russell-Bennett wollen Frauen vor allem Applikationen, über die sie sich selbst irgendwie darstellen oder ausdrücken können. Männer hingegen würden in erster Linie die Herausforderung eines «sozialen Wettbewerbs» suchen. Facebook-Nutzer wollten demnach Applikationen besitzen und teilen, die ihren Status innerhalb des Freundesnetzwerks aufwerten. Für Frauen gehe es dabei um Selbstdarstellung, für Männer darum, wer der Beste sei.

Adobe open-sourced Teile von Flash

Judith aka Linzerschnitte Adobe stellt mehrere Flash-Komponenten unter die Open Source Lizenz. Im Detail geht es dabei um Technologie, die aufwändige typographische Gestaltungen von Websites ermöglichen, wie TechCrunch berichtet:

Adobe has rolled out two new open source initiatives aimed specifically towards developers for media companies and publishers. Adobe’s Open Source Media Framework lets developers build more robust, feature-rich media players optimized specifically for the Adobe Flash Platform. The second initiative, the Text Layout Framework (TLF), will help developers create sophisticated typography capabilities to Web applications.

Wer engagiert sich im Social Web?

ritchie aka datadirt Charline Li von der Altimeter Group hat eine quantitative Ranking-Studie durchgeführt, die klären soll, welcher Ring, äh Brand, sie alle online knechten und ins Dunkel treiben sich am meisten im Social Web engagiert. Die komplette Studie gibt's auf TechCrunch, auf Platz 1 landeten wenig überraschend die Kaffeesieder von Starbucks, deren überrösteten Bitterstoff-Schluder (ich sage: Analog-Kaffee) man als gelernter Wiener natürlich links liegen lässt. Hier die Top Ten mit den jeweiligen Punktezahlen:

1. Starbucks (127)
2. Dell (123)
3. eBay (115)
4. Google (105)
5. Microsoft (103)
6. Thomson Reuters (101)
7. Nike (100)
8. Amazon (88)
9. SAP (86)
10. Tie – Yahoo!/Intel (85)

Diese Nachricht zerstört sich selbst

ritchie aka datadirt Informationen nachträglich zu löschen kann ganz schön mühsam bis unmöglich werden - ein neues Tools namens Vanish geht den umgekehrten Weg und postet alle Inhalte verschlüsselt. Der Key hat eine eingebaute Ablaufdauer:

Perhaps the most amazing thing about Vanish is that it's capable of erasing messages posted practically anywhere on the web. For example, the system is able to erase messages from any web-based email system like Gmail, Hotmail, or Yahoo, instant messaging chats, or even social networking sites like MySpace or Facebook.
To accomplish this, the messages sent with Vanish are encrypted with a secret key, never revealed to the end user. The key is then divided into dozens of pieces and sent out over peer-to-peer (P2P) networks - the same ones where music and movie files are traded every day. Because file-sharing systems are in a state of constant change, the various key parts eventually become inaccessible. Once enough of them are lost, the message can no longer be decrypted and read.

Wem also selbst E-Mail Verschlüsselung mit GnuPGP nicht ausreicht, der wird seine helle Freude an Varnish haben. Aber bloß nicht nachher jammern: weg ist weg!

PayPal macht auf

ritchie aka datadirt Der Internet-Zahlungsprovider Nummer eins ist zwar am längsten im Business, kam in letzter Zeit durch die Konkurrenz aber ganz schön unter Beschuss. Nun läutet PayPalX die nächste Stufe des Online-Bezahlens ein:

However, Paypal is taking a swing back at the competition today, revealing PayPal X and Adaptive Payments, a new initiative that allow third party developers to utilize PayPal in completely new ways. Prepare yourself for split payments, payment aggregation, and PayPal on other websites.

Die steigende Nachfrage nach Micro-Payment Lösungen spielt PayPal natürlich in die Hände - unter anderem werden zukünftig beispielsweise User-tot-User Geldtransfers auf Drittanbieter Seiten möglich sein.

Blogger-Contest: Axel bewandert Austria

ritchie aka datadirt Christian Lendl, Co-Autor beim Austria-Tourism-Guide, hat mich auf eine widget-basierte Werbeaktion (was für Alliteration!) für Urlaub in Österreich aufmerksam gemacht: Axel Halbhuber durchwandert nämlich gerade gemeinsam mit Hund Niko/Poldi ganz Österreich - aber da die Route nicht von Energydrink Herstellern geplant wurde, halten sich die unerträglichen körperlichen Strapazen in engen Grenzen:

Axel wandert von Bregenz nach Wien und bloggt über die Erlebnisse, die man am Berg eben hat: Menschen, die man trifft. Gedanken, die einem einschießen. Blicke, die ins Aug springen. Die Route orientiert sich am Weitwanderweg 01. Die Wanderung ist alpin bis hochalpin, führt selten auch durchs Tal.

Seit 24 Tagen ist Axel unterwegs - wanderbegeisterte Blog-Leser finden Foto-Perlen und äußerst unterhaltsam geschriebene Beiträge. Wer dadurch selbst auf den Geschmack kommt, sollte am Blogger-Contenst teilnehmen:

Für alle Blogger gibt es im Zuge von Axels Wanderung einen Contest. Wer das Widget auf seinem Blog einbindet und damit die meisten User auf Axels Blog bringt, eine Wanderwoche in Gosau samt Übernachtung im Top-Hotel.

Wer möchte, kann Axel übrigens auch ein Stück des Weges begleiten. Gelungene Online-Kampagne, finde ich.

Foto der Woche

Spirograph III von Ben Matthews nutzt eine Halfpipe als Leinwand und Farbe als Licht - beeindruckend:

spirograph halfpipe

Ritchies Video der Woche

Hätte das Filmteam seinerzeit beim Dreh von "Angriff der Killerameisen" seinerzeit derartige Makros zur Verfügung gehabt, dann wäre der Film wohl um einiges grusliger geworden. Jörg Brönnimann lässt in "Ant-Views" seinen insektoiden Hauptdarsteller durch die Canon Mark II Makrowelt spazieren:

Judiths Video der Woche

Hochzeiten sind Königsdisziplin in der Kategorie der Familienfeiern. Noch mehr Verwandte, noch mehr Essen, noch mehr Zeitaufwand und noch mehr Langeweile. Aber es geht auch anders, wie dieses Video der Woche zeigt:

Und damit sind wir auch schon wieder am Ende des Rückblicks - oder, wie manche sagen, in der Gegenwart - angelangt. Wir wünschen herausragende letzte Sonntagsminuten und einen dialogischen Start in die neue Web 2.0 - Woche. Danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns am Montag.

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Blogistan Panoptikum KW16 2009

blogiblau Blogistan Panoptikum KW16 20092009 ist das Jahr der sozialen Medien. Kein Wunder, dass Mashable zu diesem Schluss kommt, denn Twitter, Youtube, Facebook und Co. wuchsen und wachsen nach wie vor ganz gewaltig - ein Ende des Trends ist weit und breit nicht in Sicht, die höchste Facebook-Wachstumsrate wies übrigens Spanien mit 999% auf. Es rappelt also weiterhin ungebremst in der Kiste Internet, und früher oder später muss vielleicht mal jemand die alte Hymne "The Internet is for porn" umdichten. Doch bis es soweit ist, without any further ado direkt zu den News der Woche:

Cult of Done: wider die Prokrastination

Prokrastination war noch nie meins. Nicht, dass ich alles sofort angehe und fertigbringe. Auch ich schiebe oft und vieles vor mir her. [...] Aber das zelebrieren bzw. ästhetisieren dieses Zustandes ist mir unsympathisch. Im besten Fall entspricht es einem oberflächlichen, seltsam interpretierten Gestalt Prinzip, im Normalfall ist es eine als Rechtfertigung missverstandene Ausrede für Muqa Smalltalk.

Schreibt Pete. Und ich wollte eigentlich schon längst einen Kommentar zu diesem lächerlichen Konzept, aus dem Sascha Lobo ein Business-Modell gemacht hat, schreiben, aber treffender hätt ich's nicht formulieren können. In seinem Beitrag gibt's einige lesenswerte Links, unter anderem auch zum Cult of Done Manifesto von Pre Pettis und Kio Stark. Besonders gut gefallen mit die Regeln 3, 5 und 13:

3. There is no editing state.
5. Banish porcrastination. If you wait more than a week to get an idea done, abandon it.
13. Done is the engine of more.

Ich möchte dem noch hinzufügen: Prokrastination ist das virtuelle Äquivalent zu Crystal Meth für jeden Online-Unternehmer... außer Sascha Lobo. Aber die Freude der Feuilleton-Medien über ein neues Buzzword reicht bloß für einen.

"Twitter Connect": ReadWriteWeb analysiert

Endlich arbeitet Twitter an einer Identifikations-API analog zu Facebook Connect bzw. Google Friend Connect. Damit soll es zukünftig möglich sein, Drittapplikationen ohne Passwort-Weitergabe zu nutzen und Twitter als Alternative zu OpenID zu nutzen. Längst überfällig - doch ReadWriteWeb sieht enormes Potential:

All social networking services these days want to be "a platform" - but it's really true for Twitter. From desktop apps to social connection analysis programs to services that will Twitter through your account when a baby monitoring garment feels a kick in utero - there's countless technologies being built on top of Twitter.

Im Gegensatz zu Facebooks proprietärer Schnittstelle setzt Twitter auf OAuth, wie TechCrunch berichtet. Doch der Autor bezweifelt, dass Einfachheit siegt - letztendlich wird die "Calling Card Battle" wohl tatsächlich ein "Number-Game":

Of course, Twitter is still far, far behind Facebook in terms of users. And at the end of the day it would seem the service that controls the most users will win what ReadWriteWeb’s Marshall Kirkpatrick has named the “calling card” battle.

Celebrities und Twitter

VentureBeat dankt Oprah: "We can finally stop talking about Twitter." Und das kommt so: die populärste amerikanische Talkmasterin ging unter die Microblogger und hat nach nur 10 Tweets bereits über 300k Followers - das nennt man wohl crossmedialen Image-Transfer:

The next time you see a post breathlessly exclaiming, "Politicians are on Twitter! Celebrities are on Twitter! You can find news on Twitter!" or whatever, please leave the following comment: "Dude, Twitter was on Oprah. 'Nuff said." And yes, that includes posts on VentureBeat.

Erster Twitterant mit über einer Million Followern war übrigens weder Guy Kawasaki noch Jason Calacanis - nein, Ashton Kutcher führt die Hitparade an.

Sonys erster eBook Reader

Georg hat sich einen Sony PRS-505 eBook Reader besorgt, Amazon Blogistan Panoptikum KW16 2009 verkauft das Gerät um knapp 300 Euro. Im aufschlussreichen Testbericht finden potentielle Interessenten alle Fürs und Widers - WLAN muss in die nächste Version auf jeden Fall rein:

Bücherwürmer, die die Haptik eines Buches oder den Geruch frischen Papiers wird ein E-Reader nie für sich gewinnen können. Muss er auch nicht. Genauso wie heute noch Schallplatten verkauft werden, wird es wohl immer auch gedruckte Bücher geben. Was wird er verändern? So ziemlich alles andere, was heute gedruckt daher kommt. Vielleicht nicht in dieser oder in der nächsten Version. Aber für mich ist absehbar, dass das die Zukunft ist.

Ich werde mir demnächst auch einen eBook-Reader zulegen (müssen). Immer mehr spannendes Lesefutter, seien es pdf-eBooks oder Fulltext-Feeds und Zeitungen (dazu mehr in diesem Beitrag), landet digital auf meiner Festplatte. Das Handy ist (derzeit) kein besonders augenfreundliches Lesegerät, und die Zeit der Papierstapel ist vorbei. Wichtigster Punkt ist dabei sicherlich das Kontrast/Auflösungsverhältnis, und beim Screen scheint Sony bereits recht gute Arbeit geleistet zu haben.

Die besten BBQ Blogs

Es darf wieder gegrillt werden - da kommen Rezepte recht gelegen, und bei der Röstung toter Tierteile über offener Flamme sind sich Europäer und Amerikaner einig: es handelt sich um eine Wissenschaft! Wer immer schon mal in-depth wissen wollte, warum man bloß kein Bier aufs brutzelnde T-Bone kippen sollte, wird bei dieser Topliste der Blogpiloten beängstigend fündig. Aber Vorsicht: es haben sich auch ein paar vegetarische Rezepte eingeschlichen, dabei weiß doch jedes Kind: Soja hat am Grill nix verloren! Mein Favorit ist der Smoky Chipotle - oder hört sich das nicht großartig an? Oatmeal/Macadamia Crusted Pork Tenderloin with a Coconut Chipotle Sauce & Grilled Caramelized Pineapple Relish.

Webmarketing ohne Suchmaschinen

Ein bemerkenswerter Beitrag auf DoshDosh stellt die berechtigte Frage: wie würden Sie Ihre Seiten ohne Suchmaschinen vermarkten? Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es effektiver ist, direkt zu den Kunden zu gehen anstatt drauf zu warten, bis die von selber kommen:

Go where people gather. There you will be heard. It sounds like rudimentary marketing but quite honestly, until I’ve tried ignoring search engines and focusing exclusively on gathering points, I didn’t realize how much actual marketing I was NOT doing.

Also den Fokus weg von Google, hin zu integrativem Brandmanagement? Im Social Web durchaus ein logischer Schritt, für den der Beitrag ein paar interessante Anregungen liefert.

SEO News der Woche

Alexa trägt mit den 3 neuen Features Demographics, Clickstream und Search Traffic ein Scherflein zum Datensalat bei. Und Bayando ist aufgefallen, dass die Google-Profile Nice-URLs bekommen haben - hier kann man mit wenig Aufwand einen Backlink abstauben - nun nur noch den richtigen Linktext verwenden, und schon klappt's mit den SERPs.

Google erweitert die Referrer

Im Googleblog gibt's Infos über die neue Referrer-Struktur - da stehen jede Menge Goodies drin, unter anderem die Keyword-Position des Resultats, auf das geklickt wurde - kein verspäteter Aprilscherz:

The new referrer URLs will initially only occur in a small percentage of searches. You should expect to see old and new forms of the URLs as this change gradually rolls out.

Weitere Details findet man bei WP-optimieren.de - die Universal Search macht die ganze Sache nicht gerade einfacher, aber auf mittelfristige Sicht einige Drittanbieter-Tools obsolet:

Leider trifft Google keine Unterscheidung, ob man ein gerade eine Suchergebnisseite mit Blendings (News, Lokal, Produktsuche etc...) erwischt hat. Wenn man z.B. nach "Blumen" sucht, erhält man aus der Universal Search lokale Treffer, News und auch Videos. So finden sich auf der ersten Seite 22 Treffer. Klickt man dann auf die zweite Seite der Suchergebnisse, geht es da mit Position 11 weiter.

SEO-United verweist auf die Wichtigkeit der richtigen Verlinkung aus Blogartikeln und empfiehlt Änderungen am Originaltext, um einer Abwertung zu entgehen - klingt durchaus leicht paranoid, aber man kann bekanntlich nie vorsichtig genug sein! :mrgreen:

Damit Google einen Link nicht abwertet, sollte man unmissverständlich klar machen, dass eine nachträgliche Editierung des Artikels nötig war. Für Google ausschlaggebend dürfte hierbei in erster Linie der Umfang der gemachten Änderung sein. Wenn ein Artikel umfassend verändert oder noch besser ergänzt wurde, werden wahrscheinlich auch neu gesetzte Links voll berücksichtigt.

Video der Woche

Wenn Fanboys auch nur halb so lustig wird, wie der Trailer vermuten lässt, dann steht der internationalen Nerd-Community ein unglaubliches Highlight bevor. Aber was soll auch schon groß schiefgehen bei einem Film, in dem der Typ aus Tropical Thunder, das heiße Chick aus Sin City und Captain James T. Kirk mitspielen? (Beste Stelle: "I'm Captain James T. Kirk. I can screw anything." [via Pete]

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Und das war's auch schon wieder mit dieser Kalenderwoche. Ich wünsche einen wunderschönen Restsonntag und werd mich mal an die Vorbereitungen für Montag und Dienstag machen - das Programm ist recht dicht gepackt: Montag und Dienstag werde ich als Blogger-Gast gemeinsam mit Dieter Rappold live vom Kongress Identitaet09 berichten, am Dienstag Abend werde ich bei digitalks einen kurzen Vortrag über Online-Marketing mit Twitter halten. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.

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Blogistan Panoptikum KW15 2009

panolegs Blogistan Panoptikum KW15 2009Nach einem ruhigen, äußerst offlinigen Oster-Wochenende (da scheint sich ein unausgesprochenes Mem namens "gutes Wetter" rasant schnell und subliminal ausgebreitet zu haben), folgt das dieswöchige Panoptikum mit feiertagsbedingter Verspätung. Denn der höchste katholische Feiertag im Jahr eignet sich hervorragend, um der Laizismus-Initiative zu gedenken, die vom himmlischen Gedankengebäude herabgestiegen ist, um die Menschheit von ihrer großen Schuld namens Religion zu erlösen - Amen! Denn ich kann mich Niko nur anschließen und gemeinsam mit ihm in zur Hölle fahren: "Zu Ostern ist Jesus Christus von den Toten auferstanden. Ja genau… und Benco macht stark und schlau." Im übrigen geht ein phattes 3-faches Dankeschön ans Medienkultur-Blog für die lobend-schmeichelnde Erwähnung jenes Panoptikums, das sie gerade in den Händen hielten, wäre es denn eine Zeitung.

Kontrolliert Google die Nachrichten?

Erick Schonfeld hat auch TechCrunch eine spannende Kolumne zum Thema "technologische Meinungsfreiheit" veröffentlicht. Sein Fazit: Google News sind gar nicht sooo bedeutend, viel relevanter ist die Frage nach dem Einfluss der Suchfunktion auf die Opinion Leadership:

So Google News is not the middleman here. Let’s just put that notion to rest. Yahoo News is three times as large, and Yahoo sends even more traffic to newspaper sites from other parts of Yahoo through its online newspaper consortium. The bigger question is whether Google as a search engine is controlling access to news sites.

Der Blogger und die Grammatique

In der Tat ist die Grammatik ein fluides Regelsystem und anders als Moe's 10 Gebote nicht in Stein gemeiselt - daran erinnert uns der Copyblogger in einem lesenswerten Beitrag über Regeln, die gebrochen werden sollen:

Unfortunately, more often than not, the new syntax is terribly awkward and painful to read. Take the first sentence of this section, for example. "From where this rule came" sounds like something Yoda would say, not me. A big part of blogging is showing your personality through words. How can you do that when you’re twisting your phrases to suit some archaic rule?

Immerhin: je starrer desto Korsett, desto größer der Spielraum fürs Unterlaufen von Regeln - äußerst amüsanter Beitrag!

Die neue FriendFeed-Beta

FriendFeed bietet nach Meinung von TechCrunch die avancierteren Features als Facebook:

If you look at it, FriendFeed is actually a lot closer to Facebook these days. You know, that service that 200 million plus people use. They’re doing a lot of similar things — only FriendFeed is doing them better.

Besonders gut gefällt MG Siegler das Live-Update der neuen FriendFeed Beta Version - aber ich nehme mal an, dass Facebook hier bald nachziehen wird. Für mich läuft FriendFeed irgendwo unter der Kategorie "von Scripts für Scripts" (es ist einfach praktisch, einen Gesamtfeed zu haben, den man an beliebiger anderer Stelle einbauen kann), wobei da Recherche-technisch sicherlich noch einiges Potential vorhanden wäre.

20 Must-Read Blogs für Online-Unternehmer

Da hat man SnackR endlich frisch installiert, doch die Scrolleiste zeigt immer die gleichen News... wer partout keine Ideen hat, welche RSS-Feeds er neben TechCrunch, Seth Godin und datadirt noch abonnieren sollte, der werfe einen Blick auf ein durchwegs Recherche-Arbeit sparendes Posting im Freelance Folder:

One of the most important parts of being an online entrepreneur is maintaining an intellectual edge. Those who work and start businesses on the web are always learning, always watching other businesses, and always looking for new sources of information. The goal of this list is to provide that — 20 useful, thought-provoking, and potentially lucrative sources of news and ideas.

Wii "motion plus" startet im Sommer

Heute gab Nintendo den Marktstart des Wii "motion plus" im Sommer 2009 bekannt - Europa könnte allerdings wie üblich durchaus etwas später dran sein. Das Controller Add-On soll für mehr Präzision sorgen und damit wesentlich realistischere Sportspiele möglich machen:

First out of the gate is the Wii MotionPlus, a long-awaited accessory that attaches to the bottom of a Wii controller to make it more accurate. It will debut at $19.99 on June 8 in the U.S. Slated to drop on July 26, Wii Sports Resort (which, at $49.99, will come with one Wii MotionPlus) is the followup to the signature Wii Sports game that has been included for free in the more than 50 million Wii consoles sold to date.

Der PostRank Twitter-Newsroom

Über einen Beitrag auf ReadWrite Web bin ich auf ein interessantes neues Feature bei PostRank gestoßen - den Twitter Newsroom: jeder kann eigene Twopics generieren, Source Feeds hinzufügen und somit einen Twitter-Feed generieren, dem andere User folgen können. Das hausinterne Ranking soll Relevanz garantieren:

Imagine a system for delivering only high-value information via Twitter. That's what PostRank has built with its new PostRank Twitter Newsroom. The system finds the most engaging blogs on various topics, then automatically pulls the most talked-about posts from those blogs and now delivers those links to you via Twitter.

Ich hab mal testweise das Twopic Twittermarketing angelegt - aber sonderlich responsiv scheint das System nicht zu sein, mal sehen, ob die Gruppe demnächst auftaucht.

SEO-News der Woche

SEOigg begrüßte in den vergangen Wochen den 4.000sten registrierten User - herzliche Gratulation, die Social-Nischen-News Seite ist definitiv die beste Übersichts-Seite im deutschen Sprachraum. Ein deutliches Indiz, dass das Interesse an diesem Thema nach wie vor sehr groß ist. Und irgendwie werd ich den Eindruck nicht los, dass genau jene Leute, deren SEO-Bemühungen von wenig Erfolg gekrönt sind, regelmäßig der gesamten Branche die Existenzberechtigung absprechen wollen :mrgreen:

Die Mitbewerber analysieren

Eigenes Monitoring gehört zum Pflichtprogramm, aber neugierige Nasen wollen ja zusätzlich auch noch gerne wissen, was die Konkurrenz denn so (nicht) treibt. thenetsetter beschreibt in einem überaus ausführlichen Posting in beängstigend lesefreundlicher Typo diverse Möglichkeiten der Konkurrenzbeobachtung vom Web Archive bis zu Quantcast. Ich sag nur: Alle Mann antreten zur Feedanalyse!

Yahoo setzt auf die Mobilwelt

Yahoo wagt sich auf mobiles Terrain und präsentiert mit Yahoo Mobile eine schlanke Version der hauseigenen Services, die mit Social Media Einbindung punkten will, wie das SEO-Handbuch berichtet:

Ein besonderer Clou von Yahoo Mobile ist die Möglichkeit sich Status-Updates von Social Networks und anderen Web2.0-Portalen wie z.B. Facebook, MySpace, Twitter, usw. auf der Yahoo Mobile anzeigen zu lassen. Zusätzlich können auch weitere persönliche Interessen und wichtige Informationen wie das lokale Wetter, Aktienkurse, Sportergebnisse, RSS-Feeds, etc. hinzugefügt werden, so dass man mit einem einzigen Besucher der Yahoo Mobile Seite immer auf dem neuesten Stand bleibt.

Ich bin ja eher ein Fan von mobile Clients (Twitter und Facebook reichen mir), aber speziell für ältere Smartphones könnte Yahoo Mobile eine interessante Alternative darstellen.

Google setzt auf die lokale Welt

Abakus fragt, ob bald jede Suche eine mobile Suche wird - denn Big G setzt verstärkt auf Map-Einbindung und die lokale "One-Box". Der Autor kommt zu einem eindeutigen Fazit:

Fazit: Klein und Mittelbetriebe werden von dieser Änderung sofern sie sich durchsetzt vermutlich am meisten profitieren.

Werden internationale Brands Suchmaschinentraffic an lokale KMUs verlieren? Das hängt sicherlich von der jeweiligen Sparte ab, SEO-technisch ergeben sich dadurch jedoch auf jeden Fall eine Reihe von Zusatzanforderungen.

Videos der Woche

Ich geb's zu, ich konnte mich nicht entscheiden: rasender Junghund oder verlangsamtes New York, was meinen Sie?

Und das war's auch schon wieder - Grund zum Jubeln gibt's für alle, denen 7 Tage Wartefrist viel zu lang sind, denn das nächste Panoptikum erscheint wieder ganz regulär am kommenden Sonntag. In diesem Sinne: fröhliche Post-Ostern, wir lesen uns morgen!

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Blogistan Panoptikum KW08 2008

Yeah! Die breiten Zeiten haben nun auch bei mir zuhause begonnen - am neuen Samsung 22-Zöller sieht das alles gleich viel übersichtlicher aus... jetzt hab ich bis zu drei Blogs nebeneinander Platz! Tja, die Technik macht multisensorische Input-Überladung so einfach wie nie zuvor. Acid Tekkno DJs wissen ein Lied davon zu singen (big up an Lego und Groove Bagasch für das gestrige Set in der Arena), Computernutzer dagegen weiten ihr Sichtfeld bloß im Mehrjahresabstand aus. Werden die Bilder in 10 Jahren direkt auf die Netzhaut projiziert? Oder verwenden wir dann all 50-Zoll Flatscreens? Ich bin gespannt, wenn ich das noch erleb'. (Ha. Die Phrase wollte ich schon immer mal zum Einsatz bringen.)

Mobilfunkprovider reitet auf Facebook

Die mobilkom bietet ihren KundInnen ab sofort Facebook am Hendi an, zum Anfixen erstmal gratis und dann via Datenvolumen... das könnte endlich mal ein Treiber werden für die mobile Netz-Nutzung und bei Tarifen mit wenig inkludiertem Datenvolumen ganz schön ins Geld gehen:

Diese Version wurde speziell für mobile Nutzung optimiert und bietet alle Networking- und Messaging-Funktionen. Die Nutzung von Facebook® mobil und das anfallende Datenvolumen sind für alle A1 und B.FREE Kunden bis 31. März 2008 kostenlos. Nach Ende des Aktionszeitraums werden die anfallenden Daten je nach Tarifmodell verrechnet.

Applikationen dürften wohl eher nicht funktionieren (Attack in der U-Bahn! Yeah!), aber in Zukunft laufen wir eh alle mit Asus EEEs statt Mobiltelefonieknochen rum, oder?

Eine Wiener Domain ist weg

Ich hab mich ja schon mal gewundert, dass die besagte URL vor wenigen Wochen noch immer frei war... und man würde ja eher ein Angebot aus dem Rotlichtmilieu oder ein Kunstprojekt erwarten bei diesem Urwiener Schimpfwörterl. Stattdessen scheint ein Shop zu entstehen - den muss man im Augenwinkel behalten! :-)

Der gemeine Flashplayer...

...hat zumindest einen Play-Button. Und/oder eine Autostartfunktion. Worin sich populäre Player allerdings im Detail unterscheiden, hat phlow dieser Tage näher untersucht: von Yahoo-Video bis Youtube wurden die Charakteristika digitaler Flimmerkisten übersichtlich zusammengefasst. Dabei geht's sowohl um die Bildqualität, die Usability als auch die angebotenen Extra-Features. Ich find übrigens den Brightcove-Player, der mir neu war, ziemlich gelungen.

Change you can xerox

Die dieswöchige Debatte zwischen Hillma und Oballery, äh, Hillary und Obama, verlief spektakulär unspektakulär, wie auf facts.ch nachzulesen ist - es handelte sich wohl um eine Mischung aus Untergriffen und Freundschaftsgesten, man weiß ja nicht genau, wie's auf demokratischer Seite weitergeht:

Obwohl sich Clinton jetzt Mühe gibt, wie eine liebe Tante zu wirken, wirkt sie als Figur weiter berechnend und kalt, und solche Attacken stärken ihr frostiges Image. Obama war denn auch, so scheint es, erkältet... Es bleibt abzuwarten, ob sich die Zeile "Change you can Xerox" dennoch als Anti-Obama-Bazillus durchsetzt, denn die Zeile ist spektakulär getextet.

Hi Volume E-Mail Deployers

In diesem großartigen Video über Scott "Spamkönig" Richter, der sich selbst als "high volume e-mail deployer" bezeichnet, und behauptet, dass sich seine Kundschaft beschwert, wenn das tägliche Viakkra-Mail ausbleibt. Sehr abgehoben! [gefunden bei Shoemoney]

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Blogistan Panoptikum KW02 2008

Interessante Infos über nofollow-Blogs (vor allem, wie man selbige findet) hat Malte zusammengestellt. kA, wie ich in die digerati Suchmaschine geraten bin - coole Sache jedenfalls! Auch ansonsten war's blogtechnisch für mich eine sehr erfreuliche Woche: in den nächsten Wochen folgt wieder eine Serie von Gewinnspielen!

Nur 1 gallisches Dorf leistet Widerstand

Bevor ich gegen Shorty in Serie verloren hab, dachte ich irgendwann mal, ich hätte Attack ganz gut im Griff... aber dieser Screenshot erinnert eher an die "Ganz Gallien! Ganz Gallien?" Situation - und das schon zum dritten Mal hintereinander. Gebt diesem Mann bloß keine Atomwaffen:

attack

Viel Diskussion um nix

Der umtriebige Thomas Knüwer hat eine aufschlussreiche Zusammenfassung der langerwarteten Podiumsdiskussion mit Konken, May, Donsbach und Co. geschrieben. Der gesamte Bericht ist absolut lesenswert, speziell, weil die geplante Live-Übertragung aufgrund des großen Interesses der Bewohnerschaft Blogistans gleich zu Beginn zusammenbrach. Besonders gut gefällt mit Thomas' selbstregulative Ethikdisposition:

Um es klar zu sagen: Nach meiner Meinung hat ein Pressekodex allein keinerlei Wirkung. Punkt. Entscheidend sind die Berufsehre der Journalisten und das Unternehmensklima in den Verlagen. Ein Journalist, der eine solche Ehre verspürt, braucht keinen Kodex. Ein Journalist, der sie nicht verspürt, kümmert sich nicht um den Kodex.

The infamous Don Alphonso hat ebenfalls sehr klare Worte gefunden, denen ich genauso wenig widersprechen kann:

Gewisse Entwicklungen sind unumkehrbar, und wenn die Medien weiterhin Blogs in die Ecke drängen, ist das vielleicht gar nicht so schlecht - jedenfalls nicht schlechter, als von diesen Medien vereinnahmt zu werden.

Völlig verwirrt? Dann hilft nur Wirres.net, dort gibt's die ultimativ objektive Zusammenfassung eines anscheinend unwürdigen Events.

gulli wechselt zu WordPress

Quasi schon "old news", aber ich hab's gerade erst bei Dimido, Gordo und KRiZZi gelesen: gulli wechselt von Typo zur WP.

Sehr interessant ist der Plattformwechsel von gulli, da es zeigen wird, wie sich das doch kleine, einfache WordPress, was mal als reines Blog-System gedacht war, in großen Dimensionen eines News-Portals schlagen wird.

Im Backend ist das Blog-CMS bereits im Produktiveinsatz, ausgeliefert werden die Seiten bis zum kompletten Wechsel derzeit noch von der Typo-Engine. Ich war eigentlich nie ein übermäßiger Fan von gulli... wenn man schon "Untergrund-Suchmaschinen" braucht, dann lieber gleich die großen Brüder aus US, aber mit einer Sache haben die Betreiber völlig recht:

Eine lebendige Entwickler-Community hat aus der Blogsoftware ein ausgewachsenes CMS gemacht, das auch Sites wie gulli.com inzwischen antreiben kann. Weiter dürfte der Einsatz von Wordpress hinter den gulli-Kulissen für die eine oder andere interessante Erweiterung für WP sorgen.

Auch nicht gerade ein Nachteil für beide Seiten: ab sofort kann man gulli-News mit Trackbacks beschicken.

Rare Ware: Gute (Polit)Cartoons

Hab mal wieder nach Dimidos Kommentar der Thingama-Seite einen Besuch abgestattet und bin auf Larsons World gestoßen: dort gibt's einige großartige Cartoons. Zwar nicht vom Betreiber selbst, sondern zusammen gesammelt - und wirklich funny stuff.

Die Kolumne #82 (November 2007)

Die Kolumne erscheint regelmäßig in the gap.
Diesmal: des Teufels Dampfer evangelisiert am falschen Holzweg.
"Es wäre wieder an der Zeit, die Schlittenhunde aus dem Keller zu holen", erinnerte mich Brigitte. "Wie du weißt, sind Segways mit Schneeketten ein Gadget für die Unterschicht. Ich bevorzuge ganz klar den klassischen Schlitten mit 33 vorgespannten Sony Aibos."

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Blogistan Panoptikum Woche 38 2k7

Markus findet, dass Duplicate Content durchaus auch seine reizvollen Seiten hat, Robert Treichler hinter-quiz-fragt Alice Schwarzer, Robert erklärt auf für mich sehr beeindruckende Art und Weise sein Blogger-Selbstverständnis, Grissemann scheint Werbung für deutsche Handys zu machen und die Viralmythen typologisieren wissenschaftliche Blogs: also wieder mal eine ganz gewöhnlich ereignisreiche Woche in Blogistan, das Sommerloch zeigt sich endgültig von herbstlichem Tatendrang in die Stränge gewiesen. Außerdem gibt's ein Jubiläum zu feiern: Tante Google ist anscheinend neun Jahre alt geworden.

Yahoo schluckt Zimbra

Georg Holzer analysiert den Kauf der Messaging-Lösung durch Yahoo und kommt zu dem Schluss:

Zimbra als Werkzeug für höheren Marktanteil bei anderen Geschäften. Der Kaufpreis von 350 Millionen Dollar könnte sich so rechnen. Könnte ... Und irgendwann, wenn die nächste Gerneralrenovierung von Yahoo-Mail fällig ist, wird man wohl auf nur noch eine Codebasis bei seinen Messaging-Servern setzen - derweil hat man aber noch zwei.

Microsoft dagegen beißt kräftig in Facebook rein - ob sich das wirklich rechnet?

Gravenreuth verurteilt

telepolis hat ein sehr lesenswertes Interview mit Johannes Eisenberg veröffentlicht: der Anwalt verteidigte die taz im Verfahren gegen den bekannten deutschen Berufskollegen Freiherr von Gravenreuth, der durch seine zahlreichen Abmahnprozesse einer Menge Webmaster viel Kopfzerbrechen bereitete:

telepolis: Herr Rechtsanwalt Eisenberg - Sie werden im Netz gerade als eine Art "Drachentöter" gefeiert, weil es ihnen gelang, den Freiherrn von Gravenreuth "hinter Gitter zu bringen". Wie ist Ihnen das gelungen - und wieso hat das vorher noch niemand geschafft?

Johannes Eisenberg: Ich weiß nicht, ob ich als 'Drachentöter' gefeiert werde. Ich hab' das noch nirgendwo gelesen. Und den Herrn Gravenreuth hab ich auch nicht hinter Gitter gebracht - er ist nur zu einem halben Jahr Gefängnis ohne Bewährung verurteilt worden, weil er die Domain der taz pfänden ließ, läuft aber weiter frei rum und kann weiter sein Unheil anrichten.

Passend zum Thema: hat man Sie etwa auch öffentlich diffamiert? Dann kann ich nur dringend zur Benutzung des abmahnr raten! [via Zweinull.cc]

Hübsche Screensaver

Gibt's bei 9031.com, unter anderem ein Old-School Digitaluhr mit digital simuliertem mechanischem Zifferwerk... so wie wir's halt den 80ern am Nachtkasterl stehen hatten.

Googeleien der Woche

Am S-O-S SEO Blog gibt's eine imho sehr treffende und spannende Überlegung zum Thema Zukunft des Google Pagerank, Fazit:

Warum nicht für eine Domain nach außen einen fetten PR7 oder PR8 Balken anzeigen, wohl wissend, dass der echte PR nach Abzug der Steuern und Kauflinks gerade mal für PR5 reicht, und all die armen Link-Käufer und Mieter ihr Geld für völlig überschätze und in Wirklichkeit kaum spürbare Verlinkungen ausgeben lassen. Besser als echte Werte anzuzeigen und auch besser als keine Werte anzuzeigen. Denn in letzterem Fall würden die Webmaster und SEOs vielleicht neue Kriterien suchen und finden, die ihnen bessere Einschätzungen der Domain- und Linkwerte ermöglichten - damit würde die Manipulationsgefahr für Google wieder steigen.

Der Iceblog findet, dass in Google inzwischen verdächtig viele wikipedia-Ergebnisse auftauchen... und vermutet gar, dass bald Schluss sein wird mit den ganzen lästigen Webseiten, sozusagen Google als interne Suchmaschine der Wikipedia-Datenbank.

myspace benutzerstärkstes Social Network in .de

Comscore veröffentliche Nutzungsdaten über Social Networks in Deutschland - erstaunlicherweise liegt in dieser Untersuchung MySpace vor studiVZ: [via zweinull.cc]

Unique Visitors von Social Networks in Deutschland im Juli 2007
Quelle: comScore

MySpace: 3,7 Millionen
studiVZ: 3,1 Millionen
JUX.de: 2,6 Millionen
Piczo: 2,0 Millionen
StayFriends: 1,3 Millionen

Video der Woche

Zum Wahlkampfauftakt der NPD in Niedersachsen musste die Extra3 Reporterin Olivia Jones erfahren, dass selbst die Spitzen der Partei einfach nicht wissen, warum man ihren Verein überhaupt braucht... könnte sich auf einer FPÖ-Wahlkampfveranstaltung wohl ganz ähnlich abspielen. [via FranzToo]

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Historisch-radikale UrheberRechte

Am 20. Oktober findet in Zürich das BlogCamp Switzerland 2-0 statt, und Michael hat für seine dortige Präsentation ein imho hochspannendes Thema ins Auge gefasst:

Unter dem Arbeitstitel "Copyright, Copywrong - Radikale Stimmen zum Urheberrecht" könnte ich mir vorstellen, anhand der zwei oben genannten Beispiele (Spooner und Tucker; ergänzt durch ein, zwei Personen des 20. Jahrhunderts, die sich auf diese beziehen) eine kurze Tour d'Horizont zu geben. Dabei konzentriere ich mich bewusst auf Personen, die vor der Entstehung des Internets gewirkt haben.

Michael hat das Thema zur Diskussion gestellt und möchte wissen, ob sich Blogger für derlei Geschichtsausflüge interessieren - ich werd's am 20. Oktober nicht nach Zürich schaffen, aber ich kann nur sagen: wenn's einen Blogcast gibt, dann schau ich mir den sicher an. Von radikalen Entwürfen kann man immer eine Menge lernen - und wider der Behauptung der Rechtskonservativen in Einzelfällen sogar etwas von der Geschichte.

Handynutzung: Wiener sind vertrauensselig

Diese Woche flatterte eine Umfrage der mobilkom austria ins Haus - Kernaussage: Wiener sind im Umgang im Handys vertrauensseliger als die Bewohner anderer österreichischer Bundesländer:

Im Vergleich zu allen anderen Bundesländern legen die Wiener Handy-UserInnen am meisten Vertrauen an den Tag, wenn es um Anrufe mit unterdrückter Nummer geht: 78% der UserInnen nehmen Gespräche auch an, wenn sich der Anrufer nicht zu erkennen gibt. Auch beim Ausleihen des Handys gibt es einen Vertrauensvorschuss: 35% der WienerInnen können sich vorstellen, ihr Handy für mehr als nur ein spontanes Gespräch herzuborgen.

Das reicht österreichweit in beiden Disziplinen für Platz 1 - wer sich also ein Handy ausborgen möchte, der hat in der Bundeshauptstadt die besten Chancen.

Pagegangster: PDFs stilvoll und teuer präsentieren

Dies ist ein von trigami vermittelter Auftrag Hinweis: Dies ist ein von
trigami vermittelter Auftrag.

Mit Pagegangster lassen sich PDF-Dateien online ins Flash-Format konvertieren - inklusive 3D Animation beim Umblättern. Der Flashplayer stellt die Inhalte der hochgeladenen Datei als digitale Buchsimulation dar, gehostet werden die fertigen eBooks beim Anbieter. Das soll Printdesignern die nahtlose Portierung ihrer fertig gelayouteten Druckwerke ins Internet ermöglichen.
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Gratis eBook von Affiliate-Profi John Chow

John Chow, SEO-Insider und einer der erfolgreichsten Affiliate Marketeers aller Zeiten, stellt auf seinem Blog ein eBook als Gratis-Download zur Verfügung, das geballtes Wissen zum Thema Blogvermarktung erhält. Außerdem bietet John derzeit allen Blogs, die auf ihn verlinken, einen PR7-Backlink an.

Der Untertitel lautet "How I went from Zero to 10.000+ a Month by Blogging and how you can too" und erschien Ende Mai 2007. Bei weitem nicht jeder Blogger sieht making money online als Hauptaufgabe seiner Seite - andererseits schreiben die wenigsten in solipsistischer Einsamkeit nur für sich selbst. Auch wer seine Seite frei von Werbung und Partnerprogrammen halten will, findet im Buch wertvolle Tipps zu effektiven Bewerbung und zu Themen wie optimale Postingfrequenz, Leser-Blog-Bindung etc.

John gehört zu jenen Pro-Bloggern, die fest davon überzeugt, dass guter Content jeder noch so elaborierten Suchmaschinen-Trickserei weit überlegen ist, und dieser Ansatz verleiht den Tipps wohltuend hohe Praxistauglichkeit für Non-SEOs: risikoreiche Tricks und Anleitungen zum Keyword-Stuffing wird man hier vergeblich suchen Von den zahlreichen "Make money quick" Angeboten distanziert sich der Autor in gewohnt ironischer Manier:

If this was your average, run of the mill, get rich quick eBook, this would be the page where you would get the "One Time Offer". After spending $97 for a worth less piece of crap, the eBook author would use this page to try to up sell you to another worthless piece of crap for even more money. [...] You will not find any up selling or one time offers in this E book because this is not a get rich quick E book. I don't make my money by selling PDF files. I make my money on the Internet with real websites. [...] Not only is this book free, but you're free to make copies of it and pass it on to anyone you like.

Stattdessen last er die Leser an seinen Erfahrungen teilhaben - und diese Einblicke in die (amerikanische) Pro-Netzwelt sind vielleicht nicht eins zu eins übertragbar, aber zu großen Teilen übertragbar auf die Situation im deutschsprachigen Internet.

Download: John Chow eBook

John's eigenes Blog hat Pagerank 7. Wer dieser Tage einen Review mit Link schreibt, erhält von ihm einen Backlink auf der Indexseite:

Posting a review will get you a linkback from the 61st most popular blog on the Internet, according to Technorati. The link will send you traffic and improve your search engine and Technorati rankings.