Vergangene Woche, gerade rechtzeitig vor Sommerbeginn, hat PLAY.FM bereits das 10.000. (in Worten: zehntausendste) DJ-Set online gestellt - damit ist und bleibt das ambitionierte Wiener Projekt das größte legale Audioarchiv für Clubmusik. In der Tat gibt's mittlerweile kaum einen großen Namen, zu dem sich nicht mindestens ein Eintrag im riesigen Archiv findet. Zum Jubiläum hat sich die Redaktion mal genauer im Gesamtbestand umgesehen und die beliebtesten Sets identifiziert.
Die komplette Liste umfasst Namen wie Juan Atkins, Kid Koala, Larry Heard, Derrick May, DJ Hell, DJ Marky, Anthony Shakir und Kevin Saunderson, um nur einige zu nennen: all diese Sets rufen registrierte play.fm UserInnen per Mausclick ab; und dann ist da natürlich noch das allabendliche Live-Programm, das nach dem Grundsatz des "open radio" gestaltet wird. Die play.fm Lounge im Museumsquartier ist nicht erst seit den EM-Übertragungen beliebter Abhäng-Treffpunkt geworden. Seit April sind Georg und sein Team auf play.fm/loungeblog/ unter die Blogger gegangen, nach der Sommerpause folgt eine neue Homepage.
Von 10.000er Müdigkeit kann also keine Rede sein - ich bin seit dem Launch ein großer Fan des Projekts. Etwa 90% meines Streaming-Radio Zeitbudgets gehen an play.fm, einziger Punkt auf der Wunschliste: bitte auf der neuen Homepage nicht alles so winzig klein machen! Speziell die Hauptmenüpunkte hätten etwas mehr Beachtung verdient. Wer play.fm noch nicht kennt und neugierig geworden ist, schau einfach mal abends vorbei, die Adresse lautet: quartier21/MQ / Museumsplatz 1, 1070 Vienna, Austria
Wie's dort zugeht, verraten die Protagonisten selbst im Portrait-Video:
Der Name verrät es bereits: im Gegensatz zum wendigen Skateboard ist das Longboard ein Beförderungsmittel für weite Strecken, sozusagen die Concorde unter den Brettern auf Rollen. Wer das nicht glauben kann, sollte 14degrees.org, der Homepage von Rob Thomson, einen Besuch abstatten: der hat nämlich schon mal die Welt am Fahrrad umrundet und zischt nun auf seinem Longboard quer durch die Volksrepublik; Tibet wird er wohl auslassen, nehm ich an - bekanntlich eigenen sich Longboards ja nicht so besonders für steinige, steile Hochgebirgsstrassen.
Auf youtube gibt's die gesamte Videosammlung - Rob hat mittlerweile erstaunliches Talent dabei entwickelt, sich selbst während des Longboardens zu filmen, wie das neueste Update, hochgeladen vor zwei Tagen, beweist. [Wie die meisten kewlen Vids in letzter Zeit hab ich auch dieses von Ulrich bekommen, der noch immer kein Blog schreibt.]