Linzerschnitte und datadirt laden ein: öffnen Sie beherzt die große Doppelflügeltür und treten Sie ein in die wunderbare Welt des Blogistan-Panoptikums! Sieben Tagen Social Media im Schnelldurchlauf, immer wieder sonntags — und auch diese Woche haben wir Wundersames zu berichten aus WordPress-, Twitter– und Facebook-Sphären.
Wie wär’s mit virtueller Unsterblichkeit? Für ihre zeitgemäße Totenkult-Installation Mission Eternity erhielt die Medienkunstgruppe etoy dieser Tage den wichtigsten spanischen Medienkunstpreis. Es grüßt die Telefonica.
Man grüßt heute mobil, zumindest, wenn man seine E-Mail auf einem tragbaren Rechenknecht verfasst, weiß Thomas Knüwer vom Handelsblatt. Überhaupt bleibt alles anders, und den View– und Hitzahlen wird schon wieder so schwindlig wie zu Zeiten des ersten Internet-Booms. So reicht bislang ein kleiner Trick, um in den Hitparaden des Web 2.0 Wünderkinds Youtube nach vorne zu schießen wie weiland Udo Hubers Gäste — baut’s doch bitteschön einen IP-Check ein! Das haben wir bei unseren Webvotings anno ’99 auch schon geschafft. Wo der Hase beisst gibt’s übrigens ein ganzes Blöggelchen, das sich nur mit Youtube-Manipulation befasst.
Manipulation wurde hier ja auch im Rückblick zu BlogKW44 beschrieben, und zwar in Form gefälschter Airline-Boarding-Passes: Bruce Schneier hat die ganze Story nochmal für Wired.com in ihrer unglaublichen Blauäugigkeit zusammengefasst und erntet ob seiner deutlichen Erklärung geteilte Kommentare.
Genug vom Diesseit — es wird Zeit für die erste todernste digitale Jenseitsinstallation. Und wer könnte die gebaut haben, wenn nicht die fleißen Schweizer Agenten von etoy? “MISSION ETERNITY SARCOPHAGUS” nennt sich der Container, in den über 150.000 LEDs neuester Generation verbaut wurden; nona mit freundlicher und arbeitsintensiver Unterstützung von blinkenarea.org
Erster Testpilot ist der Schweizer Medienprofi Sepp Keiser; er ließ sich einer interaktiven digitalen Kapsel …