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	<title>datenschmutz &#187; Ewigkeit</title>
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	<description>Ritchie Blogfried Pettauers Weblog</description>
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		<title>Abteilung geiler Sound: endlich die richtigen Boxen</title>
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		<pubDate>Mon, 29 Dec 2008 10:11:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die richtigen Steroeboxen für meinen Computer zu finden, hatte etwas von einer Odysee an sich. Schlussendlich bin ich bei klassischen Stereo-Passiv Lautsprechern gelandet und freue mich seitdem an Musik in einer Qualität, an der übliche 5.1 Multimedia-System gnadenlos scheitern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/12/energyteaser.jpg" alt="energyteaser Abteilung geiler Sound: endlich die richtigen Boxen" title="energyteaser" width="250" height="97" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Schon eine halbe <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ewigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ewigkeit">Ewigkeit</a> lang suche ich nach Schallerzeugern für den PC, die meine von der Wohnzimmer HiFi-Anlage verwöhnten Ohren nicht jedesmal schmerzhaft zusammenzucken lassen, wenn ein Dubstep-Mix plötzlich mehr Übersteuerungen als Bässe produziert. Ich hab lange recherchiert, aber <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/boxen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Boxen">Boxen</a> kann keinesfalls im Netz kaufen, ohne sie vorher gehört zu haben. Und alles, was Logitech und Co an 5.1 und 2.1 Systemen auch im Preisrange oberhalb von 200 Euros anbieten, macht vielleicht Gamer glücklich, aber ich kann mir nicht mal vorstellen, dass ein Cineast sich über diese Krachwürfel freut.</p>
<p>Null Headspace, deutlich hörbare Übersteuerungen der Satelliten im Mittenbereich schon bei niedrigen Lautstärken — da lob ich mir doch mein vergleichsweise ehrliches und uraltes digitales Creative 2.1 Brüllwürfelsystem… der Hörtest machte mir jedenfalls ganz schnell klar, dass die Multimedia Zubehörabteilung nicht meine Soundwelt ist. Zugegeben, meine beiden Hauptansprüche lassen sich schwer vereinen: einerseits suchte ich Boxen mit einem analytischen Grundcharakter, die sich auch für einfache Mastering-Aufgaben eignen. Andererseits sollten die Schallerzeuger hohe HiFi-Tauglichkeit haben und nicht so trocken-analytisch klingen wie klassische aktive Studiomonitore.</p>
<p>Klassische Studio-Aktiv-Speaker sind mir wie erwähnt für den Dauermusikgenuss zu brutal und linear, Logitechs Z10 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/stereo/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Stereo">Stereo</a>–System war der größte Fehlkauf ever: schließt man die Boxen via USB an, wird jede andere Soundkarte deaktiviert (super Idee, Logitech!), der Line-In verringert die ohnehin nicht berauschende Qualität deutlich. Dass die Sensortasten schwergängig sind und meistens nicht reagieren, wenn man mal rasch leiser drehen will, ließe sich eher noch verschmerzen als der völlig fehlende Bassdruck — einzig die Auflösung ist für eine Aktivbox dieser niedrigen Preisklasse erstaunlich, aber keineswegs befriedigend.</p>
<p>Nach weiterer eingehender Sichtung der Marktlage wurde mir irgendwann klar, dass alles, was im Bereich “Multimedia/Computer” angesiedelt ist, mich weder kurz– noch langfristig glücklich machen würde. Außerdem bin ich alles andere als ein Freund von Subwoofern: in der Theorie wären die tiefen Frequenzen zwar nicht räumlich verortbar, die Frequenzweichen der Consumergeräte trennen allerdings erst bei 100 Hertz oder noch höher — mit dem Effekt, dass ein gravierender Bassanteil eben doch unter dem Schreibtisch wütet. Ziemlich egal beim Gamen, höllisch beim Mastern und bei der Stereowiedergabe.</p>
<p>Also blieb mir nur mehr die Möglichkeit, mich nach geeigneten Passiv-Boxen umzusehen und meinen alten Pioneer-Verstärker zu aktivieren. Der bekommt das Soundsignal analog aus meiner externen DMX 6Fire Soundkarte und speist neuerdings ein Paar <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/energy/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Energy">Energy</a> Connoisseur CB 20 — eine lange Odyssee hat ihr Ende gefunden.</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/12/energy-boxen.jpg" alt="energy boxen Abteilung geiler Sound: endlich die richtigen Boxen" title="energy-boxen" width="520" height="846" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Der Hersteller stapelt bei der <a href="http://www.energy-speakers.com/na-en/products/cb-20-overview/" class="liexternal">Produktbeschreibung</a> nicht gerade tief:</p>
<blockquote><p>This is one bookshelf that sounds like a tower speaker. The CB-20 delivers clear highs and thumping lows to make anything you listen to come to life. These versatile speakers are ideal for a compact music system or as part of a home theater.</p></blockquote>
<p>Die Kombination aus Aluminium-Tweeter und 6,5-Inch Bassmembran im schwarzen Klavierlack-Gehäuse stellt den für mich perfekten Kompromiss aus HiFi-Tauglichkeit, riesigem Headspace, ausgewogenem Bassdruck und ausreichender Wiedergabetreue fürs Videomastering dar. Schlechte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mp3/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with mp3">mp3</a>–Rips klingen plötzlich unbarmherzig dünn, während hochqualitative Jazz-, Minimaltechno– und Dub-Tracks plötzlich völlig neue Facetten herzeigen. Ich habe die Boxen erst mal und ohne Ständer provisorisch aufgestellt, das Ergebnis hat mich auf Anhieb begeistert:</p>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/12/enerb.jpg" alt="enerb Abteilung geiler Sound: endlich die richtigen Boxen" title="enerb" width="520" height="197" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Meine Soundansprüche beim Gamen sind zwar vergleichsweise niedrig, aber sogar <a href="http://blog.datenschmutz.net/2008-12/fallout-3-ich-falle-aus-muss-spielen/" class="liinternal">Fallout 3</a> klingt plötzlich bedeutend besser. Vergleicht man den Preis von 350,- Euro mit einem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/teufel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Teufel">Teufel</a> Motiv 2.1, dem Harman-Kardon Sounddock oder einer Logitech-Anlage in einer vergleichbaren Preisliga, dann wird schnell klar: hochqualitative Tonwiedergabe ist eine Kunst, die Experten mit langjähriger Erfahrung am besten beherrschen — der Rest ist Geschmackssache. Ich jedenfalls ziehe ordentliche Stereoboxen jeder Satelliten–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/subwoofer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Subwoofer">Subwoofer</a>–Kombination um Längen vor — wenn ich Surround Sound hören will, dann gehe ich ins Kino <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Abteilung geiler Sound: endlich die richtigen Boxen" class='wp-smiley' title="Abteilung geiler Sound: endlich die richtigen Boxen" /> </p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Ist meine Lieblingsgottheit ein Frosch?</title>
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		<pubDate>Tue, 05 Aug 2008 10:13:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wer weiß das schon? Dabei wollte Johannes von mir eine Rezension meiner favorite deity fürs Polytheismus Blog. Eines steht jedenfalls fest: viele Götter kicken einen einzelnen Gott in die Weichteile.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/07/teufelbild-1217458899.jpg" alt="teufelbild 1217458899 Ist meine Lieblingsgottheit ein Frosch? " title="teufelbild" width="150" height="129" style="float:left;margin-top:3px;margin-right:9px;border:1px solid gray;" />Ich bin mir nicht sicher. Im <a href="http://www.monochrom.at/polytheism/" class="liexternal">Jahr des Polytheismus</a> wollen derartige Fragen nicht auf die leichte Schultern genommen werden. Aber im Zweifelsfall finde ich ein á la carte Menu, aus dem sich jeder die passende Speisenfolge zur persönlichen Erlösung rauspickt, finde ich allemal sympathischer als Dogmatismen: es muss ja nicht immer der Leib Christi sein. Insofern habe ich mich auch sehr gefreut, als mich Johannes gefragt hat, ob ich eine <a href="http://www.monochrom.at/polytheism/2008/07/favorite-deity-13.html" class="liexternal">Rezension meiner Lieblingsgottheit</a> für das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/polytheismus/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Polytheismus">Polytheismus</a>–Blog verfassten möchte.</p>
<p>So richtig klar geworden ist mir dann allerdings erst beim Schreiben des Textes, dass die Entscheidung, wem man seine unsterbliche Seele nun anvertrauen will, keine einfache ist. Da gibt’s ja diese alte Geschichte von dem Typ, der dem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/teufel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Teufel">Teufel</a> seine Seele für Reichtum und so weiter verkaufen will, aber vorher möchte er wissen, wie sich die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ewigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ewigkeit">Ewigkeit</a> in der Hölle denn so gestaltet. Daher bedingt er sich bei Luzifer vertraglich eine “Testphase” aus, und verbringt vor der Unterschrift eine Probewoche in der ewigen Verdammnis. Dort ist’s erstmal unerträglich heiß und unser Protagonist leidet wie ein Schwein, um nach ein paar Tagen festzustellen, dass man sich auch diese Umgebungstemperaturen gewöhnt. Dann lernt er eine äußerst attraktive Mit-Insassin kennen und beschließt kurz vor seiner Rückkehr, dass die Hölle eigentlich so übel gar nicht ist. Also unterschreibt er, lebt ein erfüllt-exzessives Leben und gelangt nach dem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tod/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tod">Tod</a> schließlich an seinen Bestimmungsort. Wiederum benötigt er wieder einige Tage, um sich akklimatisieren, und als er nach sieben Tagen glaubt, das schlimmste überstanden zu haben, wird’s plötzlich ohne jegliche Vorankündigung unerträglich eiskalt… In den Osttiroler Sagen überlistet ja immer der schlaue Schmied den Leibhaftigen, aber hier spielt sich die Geschichte andersrum ab: man muss also schon gut überlegen, in welchem All-Inclusive-Club man die Ewigkeit verbringen möchte!</p>
<p>Dazu fällt mir noch der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/witz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Witz">Witz</a> von dem Atheisten ein, der stirbt und die Hölle kommt. Als er den Teufel sieht, erschrickt er erstmal, doch als der ihn freundlich begrüßt und zu seinem neuen Domizil bringt, kann er sein Glück gar nicht fassen: eine traumhafte kleine Karibikinsel samt Villa mit allen Annehmlichkeiten, Personal und persönlichem Koch steht zu seiner Verfügung. Luzifer wünscht ihm alles Gute und erklärt ihm, dass er ihn in einem Monat wieder besuchen wird. Als es schließlich soweit ist, will der Teufel wissen, ob sein Gast zufrieden ist. Der bedankt sich für sein traumhaftes Domizil und meint: “Es ist wunderschön hier, das einzige, was ich vermisse, ist ein Boot, um Ausflüge aufs offene Meer zu unternehmen.” Der Teufel schnippt mit den Fingern, und ein kleiner Yachthafen mit mehreren Boten taucht am Strand vor der Villa auf. In den folgenden Wochen unternimmt der Neuankömmling immer ausgedehntere Ausflüge, bis er schließlich eines Tages am fernen Horizont eine Insel erblickt, von der dichter Rauch aufsteigt. Neugierig geworden nähert sich dem Mann dem Eiland und blickt durch sein Fernglas. Was er sieht, lässt sein Blut gefrieren: abgemagerte, blutige, zerlumpte menschliche Gestalten schleppen riesige Steinblöcke über steile Rampen, angetrieben von lauter kleinen Teufeln, aus deren Aufseher-Peitschen Flammen züngeln. Entsetzt wendet der Mann sein Boot und fährt zu seiner Insel zurück. Als ihn Luzifer am selben Abend besucht, wagt er kaum zu fragen, doch die Angst zerrt an ihm — und schließlich erzählt er dem Teufel von seiner Beobachtung und fragt ihn mit zittriger Stimme, was es denn mit der schrecklichen Folterinsel auf sich habe. Der lacht nur und zuckt mit den Schultern: “Ach, mach dir keine Sorgen — das sind nur die Katholiken, die wollen das so!”</p>
<p>Mit anderen Worten: man weiß nichts Genaues. Da finde ich es im Zweifelsfall am sichersten, sich von der eigenen agnostischen Sekte als unerkannter Gott feiern zu lassen oder lieber gleich den großen grünen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frosch/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frosch">Frosch</a> anzubeten, der alle anderen Götter erschaffen hat. Mehr zu meinen persönlichen religiösen Präferenzen gibt’s in Englisch am <a href="http://www.monochrom.at/polytheism/2008/07/favorite-deity-13.html" class="liexternal">Polytheismusblog</a>.</p>
<hr /><small><strong>Fotocredits:</strong> <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=102178" class="liexternal">Teufel Teddy</a> von Rainer Kregovski / Pixelio.de</small><br /></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Kolumne #63 (August 2005)</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2006-12/kolumne-63-august-2005/</link>
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		<pubDate>Fri, 01 Dec 2006 14:28:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Diesmal: Wurst — Evolution — Hilflosigkeit

Würste verschiedenster Art und von differentem Naturell hätten längst Thema eines dieser verbalen Ausritte sein sollen. Nicht oft genug kann in jenen Zeiten des latenten Amerikahasses die sprachliche Gemeinsamkeit des gefüllten Kalbsdarms pazifistische Mordlust übertünchen: Wurst bleibt Wurst und klingt anglikanisch dann gleich wie worst, während wir immer schon vermuteten, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diesmal: Wurst — Evolution — Hilflosigkeit<br />
<span id="more-528"></span><br />
Würste verschiedenster Art und von differentem Naturell hätten längst Thema eines dieser verbalen Ausritte sein sollen. Nicht oft genug kann in jenen Zeiten des latenten Amerikahasses die sprachliche Gemeinsamkeit des gefüllten Kalbsdarms pazifistische Mordlust übertünchen: Wurst bleibt Wurst und klingt anglikanisch dann gleich wie worst, während wir immer schon vermuteten, dass nur der Fleischer weiß, was in der Wurst ist — WorstCase-Szenarien also schon wieder allenthalben statt nur beim Würstler um die Ecke. Einmal fand ich ein legales, aber möglicherweise lethales Rezept, welches als Zutat die Füllung einer Wurst benötigt, seitdem weiß ich, dass auch dieses Unaussprechliche einen Namen trägt — aber die Gnade einer frühen Geburt hat mir das Vergessen zuteil werden lassen. Im Vergessen bestünde ja auch die eigentliche Leistung des menschlichen Gehirns, das müsse der Computer erst lernen, schrieb irgendwann irgendwo der stets zitierfähige Hartmut Winkler.</p>
<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tante-brigitte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tante Brigitte">Tante Brigitte</a> stimmte mir und dem Kollegen Winkler da keineswegs zu: ständig vergäße ihr Rechner irgendwas. “Außerdem weiß doch jedes Kind, dass man selbst gebrannte CDs in längstens 10, DVDs wahrscheinlich in 5–6 Jahren kaum mehr lesen wird können,” erklärte sie weiter, “denn anders als maschinell hergestellte Silberscheiben enthalten die brennbaren einen organischen Farbstoff: Wird er mit energiereichen Laserstrahlen beschossen, zerfällt die Farbe, so entstehen beim so genannten “Brennen” die Pits — Einbuchtungen — auf der CD-Oberfläche, ihrerseits wiederum physikalische Grundlage der Bits und Bytes, also der eigentlichen Daten. Und organisches Material verdirbt, verrottet.“<br />
“So löst sich die ganze Download-Problematik also von allein? Die Kids sind zu geizig für Streamerlaufwerke, und wenn die Majors in 10 Jahren das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> unter Kontrolle gebracht haben, sind alle gebrannten CDs zu Staub zerfallen, oder wie?”, wollte ich wissen — einerseits erstaunt über die Vehemenz der vorgetragenen Beobachtung, die ich von einer hauptberuflichen Aktmalerin so nicht erwartet hätte, andererseits noch verblüffter über Tantchens detailliertes Technikwissen. “Miteingebautes Vergessen sozusagen, it’s not a bug, it’s a feature. Wer archiviert schon <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mp3/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with mp3">MP3</a>–Files auf Mikrofilm? Oder meißelt Bits oder Pits in Steinwände? Immerhin hat sich herausgestellt, dass Medien für die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ewigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ewigkeit">Ewigkeit</a> sich weder auf magnetische noch organische Speichermaterialien verlassen sollten. Du kennst doch das Gesetz der Entropie, und das ist hier gewaltig am Werken.“<br />
“Steinwände gegen Entropie also? Am besten Natursteinwände in geschützten Höhlenmassiven aus massivem Quarz, wie? Aber wer will schon diverse Steinplatten zusammen mit seinem tragbaren MP3-Player mit sich herumschleppen?” “Ich bin jedenfalls eine Woman at Work und trag seit der letzten Hornbach-Kampagne Stechahle und Beitlfeitl immer in meiner Handtasche!“<br />
Nun konnte ich meine Neugier nicht mehr zügeln und musste nachfragen: “Brigitte, woher die plötzliche Affinität zur Muse der Techné? Woher dein Tech-Sprech neuerdings?“<br />
“Ach komm mir doch nicht mit dieser Muse, die hat ja bloß <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/friedrich-kittler/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Friedrich Kittler">Friedrich Kittler</a> für seinen Text “Draculas Vermächtnis” erfunden. Das hat alles pragmatische Gründe: Ich bin bloß umgezogen und musste einige kleinere Zwischenwände in meinem neuen Luxusappartement hochziehen — was fang ich mit einem einzigen 800m2-Raum schon groß an? Noch dazu, wenn dort ständig befreundete Aktmaler und –modelle übernachten? Und während der Putz trocknete, bin ich ein bisschen im Internet gesurft, hauptsächlich auf www.medianexus.net.“<br />
“Und deswegen kennst du dich jetzt so gut mit Heimwerken UND digitalen Medien aus?” Brigitte musterte mich, halb belustigt, halb gelangweilt: “Du merkst auch alles. Aber schreib mal deine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> fertig, bevor du rumsurfst. Der Abgabetermin sitzt dir im Nacken wie ein gefräßiger Dackelrüde, und für mich wird’s höchste Zeit, mein neues Atelier einzuweihen.”</p>
<p><strong>Apropos Weihen: Nachtrag zum <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tod/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tod">Tod</a> vom letzten Mal</strong></p>
<p>Erst als ich die Kolumne geschrieben hatte, fiel mir die Broschüre, die Wolfgang, der gerade den ersten Band seiner siebenbändigen “Geschichte der Gewalt” veröffentlichte, aus der Tschechei mitgebracht hat, plötzlich wie Schuppen von den Augen: Ein Memento Mori, das größte Mitteleuropas, zeigt sie: eine Kirche, komplett ausgestattet mit allem, was reingehört: von der Predigtkanzel über den Altar bis zu diversen Verzierungen. Anders als daheim im Dorf fertigten die besten tschechischen Leichenschnitzer die Innenausstattung freilich nicht aus vergoldetem Hartholz, sondern aus den Skeletten von rund 20.000 (!) Toten: die kleineren runden Schädel waren also mal echte Kinderköpfe. Alle Knochen polierten die fleißigen Baumeister auf Hochglanz — zeitweise scheint diese Methode des Vanitas-Generierens sich bei unseren kirchlichen Bauvätern großer Beliebtheit erfreut zu haben.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Die Kolumne #58 (Dezember 2004)</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2006-11/die-kolumne-58-dezember-2004/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Nov 2006 10:18:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Verruchte Edition oder: Grim Reaper drive Ã¢â¬Ëem sane.

Eigentlich wollte ich an dieser Stelle noch mal so richtig über die Musikindustrie herziehen — von wegen Klingeltönen, 300 Mrd. Euros Verdienstentgang täglich und Co… doch was sehe ich? Grissemann und Stermann haben dies in ihrer Wiener–Kolumne vor einigen Ausgaben dermaßen gekonnt getan, dass ich beschlossen habe, auf [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Verruchte Edition oder: Grim Reaper drive Ã¢â¬Ëem sane.<br />
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Eigentlich wollte ich an dieser Stelle noch mal so richtig über die Musikindustrie herziehen — von wegen Klingeltönen, 300 Mrd. Euros Verdienstentgang täglich und Co… doch was sehe ich? Grissemann und Stermann haben dies in ihrer Wiener–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kolumne/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kolumne">Kolumne</a> vor einigen Ausgaben dermaßen gekonnt getan, dass ich beschlossen habe, auf das einzig mögliche Ausweichthema auszuweichen: Auf den T.O.D. Auf Gevatter eiskaltes Händchen. Auf den grimmen Schnitter. Auf den erbarmungslosen Sensenmann. Läuft euch schon ein kalter Schauer über den Rücken, vergängliche Leserschaft? </p>
<p>Das ganze kam so: <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tante-brigitte/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tante Brigitte">Tante Brigitte</a> erzählte mir von einem Zeitungsartikel über weibliche Seelsorge, der ihr ganz neue Karrieremöglichkeiten eröffnet habe: sollte ihr professionelle Fußfetisch-Model Karriere jemals in Wanken geraten, wolle sie sich zur katholischen Priesterin weihen lassen. Ich jedoch begann sofort um ihr Seelenheil zu fürchen, denn: Neulich schloss die Kirche eine katholische Priesterin aus der katholischen Kirche aus, weil sie andere Frauen zu katholischen Priesterinnen geweiht hat. Nun stellen sich eine Reihe zweitrangiger Anschlussfragen, wie zB: Warum wurde die weihende Priesterin nicht schon vorher exkommunziert? Geschah das ganze in Österreich? Wieso wollen Frauen nach dem Bundesheer nun auch noch freiwillig Messen lesen? Aber diese Fragen sind im Kontext des allgegenwärtigen Todes unwesentlich, vielmehr interessiert mich: bedeutet der Ã¢â¬Å¾Ausschluss aus der Kirche”, dass man den sonntäglichen Clubvormittagen nicht mehr beiwohnen darf, kein Pfarrblatt im Briefkasterl findet und so fort… oder verunmöglicht die Exkommunikation den Gang durch die Himmelspforte? Bedenkt man, dass im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vergleich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vergleich">Vergleich</a> zur durchschnittlichen Lebenserwartung des durchschnittlichen Katholiken (die hier auf Erden) ziemlich kurz erscheint im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vergleich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vergleich">Vergleich</a> zur <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ewigkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ewigkeit">Ewigkeit</a>,- völlig unabhängig davon, wie lang sie tatsächlich ist — dann hat die Priesterin allen Grund, sich nun Sorgen zu machen.</p>
<p><strong>Wie hältst du’s mit dem Fegefeuer?</strong></p>
<p>Ich hab das Wirken der katholischen Magie und ihrer Gesetze nie so ganz verstanden — hängen geblieben ist aus der Schulzeit eigentlich nur, dass in einem (benoteten!) Religionstest mal die Frage kam, ob man denn vorehelichen Geschlechtsverkehr haben dürfe. Ein Schelm aber, wer denkt, dass die Erziehung zur Heuchelei ein Bestandteil katholischer Jugendarbeit sei!<br />
Aber zurück zu unserer Priesterin: kleinere Sünden müssen im Fegefeuer-Wartezimmer abgesessen werden (häufige Arztbesucher kennen das), vielleicht 2, 3 Stunden, vielleicht ein paar Millionen Jahre, aber dann winkt die ewige Glückseligkeit. Todsünden dagegen führen unweigerlich in die Hölle, es sei denn, man lässt sich rechtzeitig von einem Priester die Absolution erteilen (aber das geht auch nur, wenn man wirklich bereut — doch welcher verheiratete Katholik bereut schon einen heißen aber folgenlosen Seitensprung tatsächlich aus tiefstem Herzen?) Und ist Priesterin sein eine Todsünde? Führt der Ausschluss aus der Kirche direkt ins Erdinnere?<br />
Denn wenn sich, wie einige katholische Splittersekten glauben, die Hölle im Inneren des Planeten befindet (eine Bohrtruppe ist mal in ca. 300 Metern Tiefe auf einen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/teufel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Teufel">Teufel</a> getroffen und verdammte Seelen stöhnen gehört, eine Internetseite Ã¢â¬Å¾The Truth about Hell” (http://www.av1611.org/hell.html) dokumentiert die folgenlose Begegnung, erhärtet aber obenstehende Theorie), so muss man sich irgendwann Sorgen um ihre Aufnahmekapazität machen. Geht man im optimistischsten Fall davon aus, dass sich die Seele eines Verstorbenen zur Not bis auf Kleinfingernagelgröße zusammenquetschen lässt (etliche mittelalterliche Manuskripte legen dies nahe) — irgendwann ist das Erdinnere unweigerlich voll mit fingernagelgroßen verdammten Seelen. Und dann — bumm! Aber bis dahin könnt’s ziemlich eng und ungemütlich und laut werden dort, und all das würd ich meiner Lieblingstante nun wirklich ersparen.</p>
<p>Übrigens: schade auch in diesem Zusammen– — eher mehr wie Ã¢â¬Å¾schade auch, in diesem Zusammen-” denn wie Ã¢â¬Å¾schade, auch in diesem Zusammen-” — hang also, schade also, dass Ã¢â¬Å¾priestern” nicht auch ein Verb, oder altmodisch Ã¢â¬Å¾Verbum” ist oder est. Findet man denn nicht, priestern klinge eher verrucht? Und gehörte verwendet in Sätzen wie zB:</p>
<ul>
<li>Gestern habe ich deutlich gehört, wie das junge Pärchen in der Wohnung über mir die ganze Nacht gepriestert hat!</li>
<li>Sein Magen priestert, kein Wunder, bei den vielen Bieren gestern…</li>
<li>Erst nachdem die US-Soldaten das gesamte irakische Dorf gepriestert hatten, setzten sie es mit Napalmbomben in Brand.</li>
</ul>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>CD-Review: Stereotyp — Keepin’ me</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2006-10/cd-review-stereotyp-keepin-me/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Oct 2006 19:11:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Stereotyp aka Stefan Mörth hat sein neues Album “Keepin’ me” auf g-stone veröffentlicht. Ich halte ihn für einen der spannendsten Wiener Elektronik-Produzenten und bin Fan seit seinem Debutalbum “My Sound”.
Hier die noch nicht mal druckfrische Rezension der neuen Platte, die im kommenden the gap erscheinen wird. Und aus gegebenem Anlass gibt’s hier auch ein “Reprint” [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/stereotyp/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Stereotyp">Stereotyp</a> aka Stefan Mörth hat sein neues Album “Keepin’ me” auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/g-stone/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with g-stone">g-stone</a> veröffentlicht. Ich halte ihn für einen der spannendsten Wiener Elektronik-Produzenten und bin Fan seit seinem Debutalbum “My Sound”.<br />
Hier die noch nicht mal druckfrische Rezension der neuen Platte, die im kommenden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/the-gap/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with the gap">the gap</a> erscheinen wird. Und aus gegebenem Anlass gibt’s hier auch ein “Reprint” des Features, das ich im Juli 2004 über Stereotyps Debut “My Sound” geschrieben habe. (erschienen in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/the-gap/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with the gap">the gap</a>). Man sieht daran außerdem: das <a href="http://www.skippy.net/blog/2005/05/26/plugin-in-series/" target="_blank" class="liexternal">In-Series PlugIn</a> verrichtet nützliche Dienste.</small></p>
<p> </p>
<h4 id="toc-ein-guter-jahrgang">Ein guter Jahrgang</h4>
<p>“My Sound” zeigte vor vier Jahren paradigmatisch die Richtung des Stereotyp-Sounds an. Mit seinem neuen Album rockt Stefan Mörth wesentlich subtiler: “Keepin’ me” braucht Aufmerksamkeit, aber die wird mit zahllosen wohligen Soul-Schauern bedankt.</p>
<p><strong>Keepin’ me Pressebilder:</strong><br />[Bilder als Slideshow ansehen]<br />
<span id="more-111"></span><br />
Schon der Opener “Keepin’ Me” lässt erahnen, dass keine 4-to-the-Floor Kracher folgen werden — Reduktion statt Bombast, Tunes statt Beats. Den drei stärksten Qualitäten seines ersten Albums blieb der Wiener Produzent dabei aber konsequent treu: gekonnte Vermischung verschiedener Stile innerhalb der weiten Dub-Klammer, ein ausgesuchtes Ensemble an vokalistischen Konspirateuren und punktgenau produzierter Sound, der den Clubbesucher genauso wie den audiophilen Hörer in Verzückung geraten lässt.</p>
<p>Was “Keepin’ me” deutlich vom Vorgänger unterscheidet, ist der völlige Verzicht auf schnell zündende Effekte: Das Album entwickelt einen subtilen Charme, der sich nicht unbedingt beim ersten Anhören erschließt, dafür seine Wirkung umso nachhaltiger entfaltet. Für Bassgewitter ist Stefan Mörths Projekt “Al Haca” zuständig, Soloalbum Nummer zwei nimmt vielfältige Anleihen bei diversen elektronischen Stilrichtungen und wartet teilweise mit mächtigen Basslines auf, reduziert aber zugleich das Tempo und gibt den organischen Sounds mehr Raum zur Entfaltung — der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vergleich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vergleich">Vergleich</a> mit edlem Wein, der im großformatigen Glas Raum zum Atmen bekommt, scheint nicht fehl am Platz: zumal auch hier vielfältige Geschmacksnuancen einen abgerundeten, stimmigen und vielschichtigen Gesamteindruck ergeben.</p>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=httpwwwusbsti-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=B000HC2OMS&#038;fc1=000000&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;lc1=4A748A&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;border:1px solid #cccccc;float:left;margin-right:9px;margin-bottom:3px;margin-top:3px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Neben alten Bekannten aus dem hochkarätigen Bekanntenkreis des Protagonisten wie Cesar Sampson und Hubert Tubbs, die bereits am Vorgängeralbum die Instrumentals stimmlich veredelten, war auch Wu-Tang Clan Rapper Capadonna zu Besuch im Studio. Resultat: der straighte Hip Hop Track “Do Dirt”, dessen Beats an frühe RZA-Produktionen erinnern. Die spannendeste vokale Neuentdeckung ist Sandra Kurzweil, vertreten auf vier Tracks. Anspieltipp: die Elektroballade “Blinded”. Auf “Slices” kommt RQM aus der Al-Haca Posse zu Wort, Big Flows intoniert der Brite MC Coppa. Insgesamt eine äußerst gelungene, intelligent-sensible Verbindung von Soul und Dub, deren 14 Tracks den Hörer mit auf Entdeckungsreise nehmen. Mission Soundevolution erfolgreich.</p>
<p>Mehr über Stereotyp gibt’s auf <a href="http://www.myspace.com/stefanmoerth" target="_blank" class="liexternal">myspace</a> und <a href="http://www.g-stoned.com/artists/stereotyp/" target="_blank" class="liexternal">g-stone</a>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>etoy presents: the digital sarkophagus</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2006-09/etoy-presents-the-digital-sarkophagus/</link>
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		<pubDate>Mon, 11 Sep 2006 08:49:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Genug vom Diesseit — es wird Zeit für die erste todernste digitale Jenseitsinstallation. Und wer könnte die gebaut haben, wenn nicht die fleißen Schweizer Agenten von etoy? “MISSION ETERNITY SARCOPHAGUS” nennt sich der Container, in den über 150.000 LEDs neuester Generation verbaut wurden; nona mit freundlicher und arbeitsintensiver Unterstützung von blinkenarea.org
Erster Testpilot ist der Schweizer [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Genug vom Diesseit — es wird Zeit für die erste todernste digitale Jenseitsinstallation. Und wer könnte die gebaut haben, wenn nicht die fleißen Schweizer Agenten von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/etoy/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with etoy">etoy</a>? “MISSION ETERNITY SARCOPHAGUS” nennt sich der Container, in den über 150.000 LEDs neuester Generation verbaut wurden; nona mit freundlicher und arbeitsintensiver Unterstützung von <a href="http://www.blinkenarea.org" class="liexternal">blinkenarea.org</a></p>
<p>Erster Testpilot ist der Schweizer Medienprofi Sepp Keiser; er ließ sich einer interaktiven digitalen Kapsel verewigen, seine unsterblichen Bit/Byte Überreste wohnen hinkünftig im Sarkophagus: für wahr eine reizvoll Variante, auch nach dem persönlichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tod/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tod">Tod</a> weiterhin an Kunstevents teilzunehmen.</p>
<p>Den Künstlern geht’s aber keineswegs um bloße Effekthascherei: das Projekt “digitale Unsterblichkeit” wirft  rein pragmatisch schwierige Fragen auf: welche Informationen und Kontexte sind typisch für einen Menschen? Was soll konserviert werden? Diese konzeptuellen Überlegungen führten bei etoy zur Entwicklung der genannten “Capsule”:</p>
<div align="center"><a href="http://www.datenschmutz.net/wp/wp-content/uploads/2006/06/sarkophagus1.jpg" class="imagelink" title="Plan der Arcanum Capsule" style="border:1px solid black" rel="lightbox[16]"><img id="image17" src="http://www.datenschmutz.net/wp/wp-content/uploads/2006/06/sarkophagus1.thumbnail.jpg" alt="sarkophagus1.thumbnail etoy presents: the digital sarkophagus"  title="etoy presents: the digital sarkophagus" /></a></div>
<blockquote><p>Together with our tes t pilot SEPP KEISER — born 1923 in Zug — we extracted a first digital capsule that contains multimedia messages for future generat ions: official data, google feedback, voice recordings, images, secrets and knowledge that Mr. Keiser is ready to share af ter his death. With mobile phones and on the net, the “digital-ghost ” can be<br />
visited in his “ARCANUM CAPSULE” — another dimens ion of art ist ic portrait. It documents human life in a radically new and interact ive way — even hundreds of years from now. etoy distr ibutes the data in a network of thousands of servers and phones worldwide to conserve it. [etoy Agent Vincent]
</p></blockquote>
<div align="center"><a href="http://www.datenschmutz.net/wp/wp-content/uploads/2006/06/sarkophagus2.jpg" style="border:1px solid black" class="imagelink" title="Sepp Kaiser" rel="lightbox[16]"><img id="image18" src="http://www.datenschmutz.net/wp/wp-content/uploads/2006/06/sarkophagus2.thumbnail.jpg" alt="sarkophagus2.thumbnail etoy presents: the digital sarkophagus"  title="etoy presents: the digital sarkophagus" /></a></div>
<p>This is not an act, this is actual fact: in speziellen information capsules kann man zukünftig seine digitalen Überreste (Bild-, Ton-, Textdokument etc.) hinterlassen; der Sarkophagus selbst ist für Besucher begehbar, die “digitalen Geister” projizieren ihre Existenz über die LEDs an die Containerwände. Wesentlich weiter führende Pressefotos und Informationen gibt’s hier: <a href="http://www.etoy.com" class="liexternal">etoy press area</a></p>
<p>Vor der in Kürze beginnenden Amerika-Tournee der etoys wird der Sarkophag erstmals eine interessierten schurnalistischen Öffentlichkein präsentiert: am 16 Juni werden die LEDs erstmals für Publikum im Rahmen eines Presse-Events blinken. Schau’n sie sich das an, wenn Sie gerade in der Schweiz sind!</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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