Der orange-blaue Fuchs rangiert in der Lieblings-Browser-Liste von Geeks ganz weit oben - nicht zuletzt aufgrund der fast grenzenlosen Erweiterbarkeit mit diversen Plug-Ins, in FF-Terminologie "Extensions" genannt. Ob ein SEO Zusatzinfos zu Webseiten sucht, ob ein Webmaster seine Page optimieren will oder ob Otto Normalsurfer sich mehr Komfort wünscht: die nützlichen Helferlein erfüllen fast jede Anforderung.
Auf MacStories.net erschien vor kurzem ein lesenswerter Beitrag mit Reviews diverses Zusatz-Tools, die man nach kurzer Eingewöhnungszeit kaum mehr wird missen wollen. Bei einigen der Erweiterungen handelt es sich um Scripts für Greasemonkey - dieses Framework erlaubt tiefe Eingriffe in alle möglichen Inhalte. Vom Facebook-Umfärben bis zum Usability-Bonus für diverse Online-Services finden sich mittlerweile tausende Scripts, darunter auch das großartige YSlow, wohl eines der avanciertesten Gratis-Werkezuge zur Performancenanalyse. Kurz gesagt: Greasemonkey gehört zu Firefox wie AdWords zu Google.
Auch zur RSS-Verwaltung gibt's einige interessante Plugins, allerdings manage ich meine Feeds nicht mit Firefox: die Nachrichten lese ich mit dem großartigen SnackR, für Monitoring-Zwecke verwende ich Snarfer, das sich im Umgang mit großen (und damit meine ich: riesigen) Mengen von Feeds exzellent bewährt hat.
Ungemein das Leben erleichtert hat mir allerdings eine kleine Ursache mit großer Wirkung: beim Vertical Tabbing werden die einzelnen Browser-Tabs untereinander angeordnet: klarer Vorteil für alle Surfer, die unter der "kein-Monitor-ist-breit-genug-für-meinen-Firefox" Problematik leiden. TreeStyleTab bietet zusätzlich Hierarchie- und Gruppierungsfunktionen, während FobTab 1.1.2 das Switchen zwischen Tabs beschleunigt und behübscht.
Ein weiteres für mich mittlerweile unverzichtbares Plugin ist der SEOMoz Toolbar, der alle SEO-relevanten Infos zu SERPs und einzelnen Homepage ausspuckt. Wer öfter mal anonym unterwegs sein will, wird sich über den zeitsparenden Switch Proxy freuen, und seit ich XMarks (früher Foxmarks) verwende, hab ich tatsächlich nützliche Firefox-Favoriten, die nicht bei jeder Neuinstallation verloren gehen. Ja, ich weiß, dass man ein Backup machen *könnte*, aber das wäre mehr Arbeit. Und wehe, man vergisst mal. Die Auslagerung nach Delicious ist übrigens auch keine Option, denn mir geht's in erster Linie um diverse Bookmarklets, und auch deren Synchronisation klappt mit XMarks hervorragend. Das sind also meine Firefox-Favoriten - welche Extensions machen Ihr Surfleben leichter?
Dem eigenen Blog eine Facebook-Page zu spendieren ist zur Zeit sehr beliebt - datenschmutz macht da keine Ausnahme. Doch so grandios die Facebook-Pages als Marketing-Tool nutzbar sind, so schwierig ist es, gut funktionierende Applikationen dafür zu finden: denn die meisten Facebook-Extensions funktionieren nur auf persönlichen Profilen, nicht jedoch auf besagten Pages. Eine Kombination aus zwei verschiedenen RSS-Apps hat sich bei meinen datenschmutz-Feldstudien als brauchbare Lösung erwiesen, und die will ich meiner Leserschaft nicht vorenthalten.
Die an sich simple Einbindung des eigenen sowie fremder Blog-Feeds entpuppt sich als relativ untriviale Aufgabe - denn eine strikte Trennung zwischen Profil und Page gibt's derzeit nicht. Wenn man eine Applikation neu installiert, gibt FB zwar Auskunft darüber, ob das jeweilige Programm Pages-tauglich ist, in der Praxis ist auf diese Angabe allerdings wenig Verlass: viele Apps lassen sich zwar installieren, funktionieren dann auf Pages aber nicht korrekt. Ich habe alle möglichen RSS-Reader ausprobiert und bin mit zwei Produkten sehr zufrieden, die sich ideal eignen, um eigene und fremde News einzubinden: Simply RSS und Feed Friend RSS. Löscht man zusätzlich die Mini-Feed-Items der Page händisch raus und hält die Beschreibung knapp, erreicht man ein recht brauchbares und tatsächlich info- bzw. beitrags-lastiges Seitenlayout, das im Fall von datenschmutz folgendermaßen aussieht (Simply RSS Beiträge in orange, Friend Feed in grün):

Für die Anzeige der datenschmutz-Beiträge in der mittleren, breiten Spalte verwende ich das flexibel konfigurierbare und schon einmal hier beschriebene Simply RSS, das wahlweise pro Feed nur die Headlines oder auch die Descriptions anzeigt und einige weitere praktische Einstellmöglichkeiten aufweist:

Für die Anzeige der Headlines befreundeter Blogs in der rechten Seitenspalte benutze ich Feed Friend RSS, das theoretisch über ein sehr leiwandes Feature verfügt: man kann einzelne RSS-Feeds Facebook Friends zuweisen. Leider funktioniert diese Option auf Pages (noch) nicht, das dürfte sich aber bald ändern:
Known problem: 'author name' does not show up for a blog assigned to a Fan Page, so the Display Author setting is disabled by default for a Fan Page.

Dass noch niemand ein Facebook-Plugin speziell für Blog-Pages gebastelt hat, erstaunt mich. Die ideale Lösung wäre ein RSS-Plugin, das
a) eigene und fremde Feeds in beliebiger Reihenfolge und Gruppierung anzeigt
b) für jeden Feed unterschiedliche Einstellungen erlaubt (nur Titel, Titel und Description etc.)
c) die auf Facebook vertretenen Autoren der abonnierten Feeds mit den einzelnen Meldungen verknüpft. (Friends RSS beherrscht dieses an sich geniale Feature; aber dieses funktioniert leider wieder mal nur dann, wenn die Applikation am Profil (und nicht auf einer Page) installiert ist.
d) analog zu WordBook (lässt sich auf Pages gar nicht installieren) die einzelnen Beiträge auswählbarer RSS-Quellen in die Mini-Feeds der Page-Fans pusht.
Ein solches Plugin wäre der ideale RSS-Hub für jede Facebook-Blog-Page - doch bis eine solche eierlegende Wollmilch-RSS-Sau verfügbar ist, dürfte wohl noch einige Zeit ins Land ziehen. Bis dahin kann ich die oben beschriebene Kombination der beiden Applikationen allen bloggenden Kollegen nur wärmstens empfehlen.
Recht ärgerlich finde ich, dass man den auf persönlichen Profilpages nützlichen Mini-Feed auf Pages weder ganz ausblenden noch via Optionseinstellungen einschränken kann. Die standardmäßig angezeigten fünf Beiträge nehmen fast den gesamten 800x600er Screenspace ein: eigentlich möchte ich ganz oben meine Blogstories stehen haben - doch dazu muss man ständig die Mini-Feed Stories händisch rauslöschen. Unnötig und lästig, aber typisch für die derzeit recht halbherzige Integration der Pages, denen die Betreiber schleunigst eigene Privacy-Optionen und generell umfangreichere Einstellmöglichkeiten spendieren sollten.
Firefox kommt mit eingebauter us-englischer Rechtschreibkontrolle. Ein wahrlich hilfreiches Feature wider die Betriebsblindheit beim Korrekturlesen eigener Texte. Wer keinen Wordprocessor benutzt und seine Texte direkt ins Blog-CMS eintippt, der wird dieses Feature besonders zu schätzen wissen, zumal sich viele weitere Sprachen via Firefox-Extension nachrüsten lassen. Konfiguration und Aktivierung der deutschsprachigen Rechtschreibkontrolle erweisen sich allerdings als nicht völlig trivial - hier eine kleine Step-by-Step Anleitung.
Die Rechtschreibkontrolle überprüft Eingaben in Textfelder und funktioniert wie vom Office-Programm gewohnt: verdächtige Wörter werden rot unterstrichen, ein Rechtsklick bietet Korrektur-Alternativen an sowie die Möglichkeit, den neuen Begriff bei falschem Alarm ins Wörterbuch aufzunehmen an. Standardmäßig enthält Firefox nur das us-englische Wörterbuch. Der erste Schritt zur Mehrsprachigkeit führt über die Mozilla-Addons-Seite. In der Rubrik Kategorien -> Wörterbücher gibt's vier Versionen, die in Frage kommen:
German Deutsch (de-at) Installieren (2535 KB)
German Deutsch (de-ch) Installieren (347 KB)
German Deutsch (de-de-alt) Installieren (330 KB)
German Deutsch (de-de) Installieren (2534 KB)
Ich habe die erste Version "Deutsch (de-at) ausgewählt. Nach der Installation des Plugins verlangt FF einen Neustart. Die erste kleine Hürde hierbei liegt im Restart-Button, der sich nicht betätigen lässt. Abhilfe schafft (unerklärlicherweise) ein einmaliges Umschalten des Addon-Fensters von "Extensions" zu "Themes" und wieder zurück, dann klappt's auch mit dem Browser-Neustart.
Läuft Firefox wieder, so muss deutsch aber erst noch als Standardsprache für die Rechtschreibprüfung aktiviert werden. So mancher Tippfehlervermeidenwoller (inklusive dem Autor dieses Texte) suchte ergebnislos in den Tiefen des Optionen-Menüs.
Das deutsche (und jedes andere) Wörterbuch wird aktiviert, indem man nach der Installation der passenden Extension mit der rechten Maustaste in ein beliebiges Text-Eingabefeld klickt. Im Kontextmenü erscheint der Punkt "Languages". Hier wählt man die passende Sprache für die Rechtschreibprüfung aus.
Das muss man nur einmal tun; Firefox merkt sich die jeweils letzte Auswahl. Irgendwie logisch, wenn man's weiß - aber auch nur dann. Daher dieser kleine Tipp - möge er den Tippfehlerteufel von euren Postings fernhalten.