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		<title>Urheberrecht: Erleichterung statt Restriktion</title>
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		<pubDate>Mon, 16 Nov 2009 14:30:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der tiefgreifende ökonomische Strukturwandel, den unser Mediensystem erlebt, endet nicht am Smartphone - Frank Hartmann hat auf Telepolis eine äußerst lesenswerte Analyse veröffentlicht.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Vergleich zur turbulenten Ära von 98 bis 2003 ist die Debatte um die finale Zerstörung der menschlichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> durchs Urheberrechtsverletzungen wieder vergleichsweise still geworden: war <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/napster/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Napster">Napster</a> noch der Byte-gewordene Gott-sei-bei-uns der Plattenindustrie, hat ein amerikanischer Apfelhändler via iTunes den Netzmusikverkauf profitfähig gemacht (wenn auch über den Hardware-Umweg), seit kurzem zeigt Buchhändler Amazon Verlagen, wie man <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/wie-man-pdf-dateien-gratis-auf-den-kindle-2-laedt/" class="liinternal">untote Bäume</a> auf ePaper ausliefert.</p>
<p>Der eine oder andere Murdoch sagt zwar <a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-11/blogistan-panoptikum-kw46-2009/#toc-tod-dem-traffic" class="liinternal">njet</a>, ab und zu wird eine <a href="http://www.netzpolitik.org/2009/in-schweden-beginnt-der-prozess-gegen-the-pirate-bay/" class="liexternal">Piratenbucht</a> verklagt, doch der Hype um die Besserung der Welt qua Social Media lenkt temporär den Blick ab vom, wie Frank Hartmann in seiner hervorragenden Analyse <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31393/1.html" class="liexternal">Digitaler Strukturwandel der Öffentlichkeit</a> auf <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/telepolis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with telepolis">Telepolis</a> schreibt, “mehr oder weniger offen ausgetragenen Kulturkampf”.<span id="more-3935"></span></p>
<p>Hartmann, der vor in diesem Semester seine Professur für Visuelle Kommunikation an der Bauhaus-Universität in Weimar angetreten hat, sieht in der Indexierung und Hyper-Textualisierung der Information die technische Realisierung eines wesentlich älteren “Programms”:</p>
<blockquote><p>Noch gut erinnerlich ist die Nonchalance, mit der geisteswissenschaftliche Professoren in den 90er-Jahren das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> als eine technische Spinnerei, als eine vorübergehende Sache abtaten. Dass die neue Technologie sich nicht von Ungefähr entwickelt hat, sondern ein altes Programm erfüllt, ist ihnen nicht aufgefallen. Historische Ansätze, wie der des belgischen Gelehrten und Bibliotheksreformers Paul Otlet blieben zu unbekannt, um auch nur ignoriert zu werden.</p></blockquote>
<p>Nun leben aber eine ganze Reihe von Verlagen hervorragend vom klassischen wissenschaftlichen Publikationssystem: veröffentlicht muss werden, die Produktion der meisten Bücher wird von den Autoren selbst bezahlt, um dem Veröffentlichtungszwang Genüge zu tun:</p>
<blockquote><p>So ist der wissenschaftliche Publikationszwang eine nahezu risikofreie Wertschöpfungsquelle für Verleger. Verlagsverträge beginnen mit einer “Rechtseinräumung” und bestehen meist in einer umfassenden Rechteabtretung an den Verlag. Die wenigsten Autoren lukrieren etwas von den ca. 8 Prozenten, die ihnen vom Nettoverkaufspreis eines Buches vertraglich zustehen. 92 Prozent teilen sich Verleger und Buchhändler – ein signifikantes Verhältnis! Vom Verwertungsrecht profitiert allein eine hier konstruierte Rechtsfigur der “Inhaltebesitzer”, die unterm Deckmantel eines Schutzes der Urheberrechte vom sogenannten geistigen Eigentum der Autoren profitiert.</p></blockquote>
<p>Mit der Verfügbarkeit des Internet als digitalem Publikationspool besteht aber gar keine Notwendigkeit mehr, unschuldige Wälder abzuholzen — was den klassischen Verlagshäusern nicht bloß im Wissenschaftsbetrieb, sondern auch im Mainstream-Medien Bereich zunehmend schlaflose Nächte bereitet:</p>
<blockquote><p>Die Verlage fürchten sich davor, mit den neuen Technologien ausgebootet zu werden: was wäre, wenn ihre Autoren und das Publikum sich kurzschließen, und nur noch mächtige Online-Agenten wie Google, Amazon etc. als Direktvertriebspartner von den Leistungen der Autoren profitieren? Und was wäre, wenn die technisch unbedarften Schriftsteller und Sachbuchautoren dahinter kommen, dass dies nicht nur möglich ist, sondern auch lukrativ für sie sein könnte – weil sie mit jedem Klick an den Einnahmen des Online-Geschäfts beteiligt wären?</p></blockquote>
<p>Wenn also Information der wichtigste Rohstoff der Mediengesellschaft ist, liegt in diesem technik-induzierten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/strukturwandel/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Strukturwandel">Strukturwandel</a> ein enormes Konfliktpotential zwischen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Interessen:</p>
<blockquote><p>Es geht dabei nur oberflächlich um Downloadfreiheit. Was mit dem schwedischen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/filesharing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with filesharing">Filesharing</a>–Portal Pirate Bay begann, ist Symptom des Eigensinns einer Netzkultur, von dem eine ignorante Politik jetzt langsam eingeholt wird – und gleichzeitig manifeste Kritik an der Vorstellung, der Weg in die Informationsgesellschaft bestehe ausschließlich in einer Stärkung der kulturindustriellen Verwertungsinteressen. </p></blockquote>
<p>Wir beobachten, darin stimme ich Frank Hartmann, der hier Marshall McLuhan zitierit, uneingeschränkt zu, die Vergangenheit durch den Rückspiegel. Zugleich entlarvt nichts die Kulturpessimisten so überdeutlich wie ein paar historische Betrachtungen: ebenso, wie die ersten Kritiker der Unterhaltungsliteratur den Eskapismus-getriebenen Untergang der Jugend fürchteten, sorgte schon das Telefon für Sorge um kommunikatives Chaos, wie Hartmann in einer abschließenden Anekdote treffenden zusammenfasst:</p>
<blockquote><p>Die pathetischen Verteidiger der publizistischen Printkultur erinnern an die Klagen der Telegraphisten zum Ende des 19. Jahrhunderts, die ihren Berufsstand vom Telefon bedroht sahen. Damit, so ihre Gewerkschaftsvertreter, könne ja jeder Beliebige in eine Leitung gelangen, was nur zum Chaos und logischerweise zum Zusammenbruch der Kommunikationen führe. Das könne nun wirklich niemand wollen, weshalb das Telefon keine ersichtlichen Vorteile und mit Sicherheit keine Zukunft habe.</p></blockquote>
<p><strong>Lesetipp:</strong><strong> <a href="http://www.heise.de/tp/r4/artikel/31/31393/1.html" class="liexternal">Digitaler Strukturwandel der Öffentlichkeit</a></strong></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Von Wunschszenarien und harten Realitäten</title>
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		<pubDate>Wed, 28 May 2008 06:53:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Das resident Magazin lud eine illustre Expertenrunde zum Gespräch über das Thema Zukunft der Musikdistributionen. Ist Pessismismus angebracht oder wird dank mp3 alles gut?]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/residentmag-150x150.jpg" alt="residentmag 150x150 Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="residentmag" width="150" height="150" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><em>Eine weitere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussionsrunde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussionsrunde">Diskussionsrunde</a> zum Thema Online-Musikvertrieb — die Redaktion des <a href="http://www.resident.at" class="liexternal">resident drum’n’bass mag</a> lud eine illustre Runde zu wilden Spekulationen ein — ich hatte die Ehre und das Vergnügen, den Round Table aus Musikern, Labelmanagern und Distributionsexperten zu moderieren. Der Text erscheint in der kommenden <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/resident/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with resident">resident</a>–Ausgabe, datenschmutz LeserInnen sind natürlich wie immer früher informiert…</em><br />
Die Zeiten waren immer schon hart, und wir waren stets härter. Doch während die ehemaligen Piraten der Weltmeere kein Königreich zu Fall brachten, sondern lediglich den Staatssäckel lästig piesackten, tun die modernen digitalen Musik-Kopieranten der von ihnen angeblich so geschätzten Kunstform ein Übel an — oder versetzen ihr gar den Todesstoß, darf man den drastischsten Ausführungen der Major Labels glauben.<br />
<span id="more-2146"></span><br />
Und während die einen sich schon längst von der Idee verabschiedet haben, dass Musikverkauf in näherer Zukunft noch eine nennenswerte Rolle spielen wird und Künstler als Mikro-Manager mit umweg-rentablen Einkommen ansehen, predigen die anderen, dass Musik sowieso free sei und Menschen wider kapitalistischem Erwarten auch schon vor der Erfindung der Lizenzzahlung Krach zu erbaulichen Zwecken gemacht hätten. Behäbige Vertriebsstrukturen mit traumhaften Renditen scheinen jedenfalls der Vergangenheit anzugehören, aber sind kleine Kreativzellen und Selbstvermarkter die Multifunktionäre der Zukunft? Wird der digitale Musikvertrieb weiterhin auf Tracks basieren, werden Flatrates Realität? Und wie viele DJs legen in Zukunft noch <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vinyl/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vinyl">Vinyl</a> auf die Turntables?*</p>
<p>Das Thema hat jedenfalls ganz neue Brisanz gewonnen: die schwedische GEMA will eine Musik-Flatrate testen**, während Kanzlerin Merkel den deutschen Musikern unlängst zusagte, härter gegen Urheberrechtsverletzungen vorzugehen. Dabei steht hinter der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frage">Frage</a> nach dem Vertrieb von Musik, nach dem Umgang mit <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> — die ja, wie jede Theorie bestätigt, notwendigerweise stets kollektiv entstehen muß — ein viel weiterer Horizont, respektive eine ideologische Frage: wie verwertbar darf/soll/kann Musik als kapitalistisches Gut sein und wie hoch sollen die Strafen bei Mißachtung der “Kopierregeln” ausfallen? Man möchte meinen, es gäbe noch dringendere gesellschaftliche Prioritäten als den Sechzehnjährigen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/filesharing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with filesharing">Filesharing</a>–Nutzer, andererseits wollen Musiker natürlich von ihrer Kunst leben. Die technologischen Möglichkeiten des Internet haben ein bislang gut funktionierendes System nahezu ausgehebelt — die Frage nach der Neugestaltung bleibt zu diesem Zeitpunkt relativ offen. resident wollte den erwähnten Fragen genauer nachgehen, lud Betroffene und Betreffende zu einem Round Table, dessen gekürztes Transkript an dieser Stelle folgt.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/georgtomandl.jpg" alt="georgtomandl Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="georgtomandl" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Georg Tomandl (GT)</strong><br />
Ist Multifunktionär: der Fachverbandsvertreter in der Wirtschaftskammer für Film und Musik, Obmann des Österreichischen Musikfonds und Betreiber eines Tonstudios verfügt über umfangreiche Erfahrung im Event-Bereich und kennt daher in seiner Funktion als Interessensvertreter die Praxisbedürfnisse sehr genau.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/stefandorfmeister.jpg" alt="stefandorfmeister Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="stefandorfmeister" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Stefan Dorfmeister (SD)</strong><br />
Der Labelmanager von G-Stone Recordings ist ebenfalls Funktionär in der Wirtschaftskammer Film und Audio, Mitglied des Vorstandes der Kreativwirtschaft Österreich und Obmann des Vereins Austrian Music Ambassador Network, das österreichische Labels in der weiten Welt bekannt(er) machen möchte.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/timrenner.jpg" alt="timrenner Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="timrenner" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Tim Renner (TR)</strong><br />
Begann seine Karriere im Musikbiz bei Polygramm und später Geschäftsführer von Universal Music. Während dieser Tätigkeit gründete er Motor Music, um dessen Belange er sich auch seit der Trennung von Universal kümmert. Labelarbeit sieht der Praktiker als Amalgam aus Dienstleistung, Management, Medienarbeit und kreativer Tätigkeit.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/franzfroehlich.jpg" alt="franzfroehlich Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="franzfroehlich" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Franz Fröhlich (FF)</strong><br />
Hat etliche Jahre Erfahrung im österreichischen Musikgeschäft, dessen Vertriebsstrukturen er als Teilhaber eines Indie-Labels recht genau kennen lernte. Derzeit ist Franz Fröhlich bei der AKM mit dem komplizierten Bereich Online-Lizenzen beschäftigt.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/christianschwanz.jpg" alt="christianschwanz Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="christianschwanz" width="60" height="70" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><strong>Christian Schwanz aka Cee (CS)</strong><br />
Gründete das Musikprojekt Al Haca und lebt seit geraumer Zeit von seinen Beats, allerdings nicht im Rahmen des klassischen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/tontraeger/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Tonträger">Tonträger</a>–Verkaufsmodells, sondern durch gute Kontakte zur Lifestyleindustrie und viele Live-Auftritte. In diesem Jahr will er eine Music and Arts Consulting Company gründen.</p>
<h3 id="toc-wie-sollte-in-einer-idealen-welt-musik-verkauft-werden-via-flatrate-tontrger-oder-andere-formen">Wie sollte in einer idealen Welt Musik verkauft werden? Via Flatrate, Tonträger oder andere Formen?</h3>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">CS:</span> Also ich glaube ganz stark an die Music Flatrate, weil die Musikindustrie einfach auf die neuen Technologien anspringen muss, und das hat sie in den  letzten sieben Jahre einfach nicht getan. Ich sehe die Freude an Musik. Ich sehe den Erfolg der Verteilung von Musik abseits der normalen alten Distributionswege. Ich weiß, ich habe meine Fans in Brasilien, obwohl da nie eine CD angekommen ist. Ich habe sogar Fans in Pakistan und Peru, und selbst dort hat es nie eine CD hingeschafft. Also auf jeden Fall Music Flatrate, wenn ein System gefunden wird — das haben auch Radio oder Fernsehen geschafft — dass quasi alle Medien die übers Internet transportiert werden, und dementsprechend abzurechnen, ähnlich den monatlichen Rundfunkgebühren. Außerdem: alle Medien werden einfach mal digital sein. Insofern ist die Frage nach dem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> ja auch obsolet. Also es wird einfach mal eine Lizenz zum Access… Kopieren kannst du ohnehin. Auch wenn es bei dir nur als Stream ankommt oder so, ich kann’s immer hacken weil es kommt eh digital bei mir an, es ist eine Null und eine Eins.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">FF:</span> Ich glaube persönlich, dass der Musikvertrieb der Zukunft eine Mischform aus allen möglichen Konfigurationen sein wird, aus den verschiedensten Vertriebswegen — durch die, wenn ich es so bezeichnen kann, digitale Revolution sind sicherlich neue, interessante Wege dazugekommen — nur: ich halte auch nichts oder nicht besonders viel von der Diskussion Ã¢â¬Å¾physischer versus non-physischer Tonträger — es gibt darauf keine entweder/oder– sondern eine sowohl/als auch-Antwort. </p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">TR:</span> Und ich find es ja völlig legitim wenn es eine gemeinsame Absprache gibt zwischen Aufführenden und Musikern, dass beide mehr Geld verdienen. Aber in dem Moment, wo eine Seite ein Erlös-Modell vorschlägt bin ich ein konservativer Charakter der sagt: dann sollte der Künstler an diesem Business-Modell auch in irgendeiner Weise beteiligt werden. Und insofern sympathisiere ich mit den schon angesprochenen Gedanken Richtung Flatrate.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/cdrohlinge.jpg" alt="cdrohlinge Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="cdrohlinge" width="300" height="199" style="float:right;margin-left:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">SD:</span> Ich weiß nicht, gab’s jemals ideale Vertriebskanäle? Das Problem ist ja jetzt gar nicht physisch/digital oder was auch immer aus meiner Sicht, ist halt ein anderer Vertriebskanal und er verschiebt sich. Da gab es ja zu einem viel früheren Zeitpunkt eine Reaktion der Urheberrechtsindustrie, die gesagt hat: Ha! Wir hauen uns auf die mechanische Abgabe. Für jede CD die du kaufst, jeder Rohling, Festplatte, alles was in irgendeiner Form mit Speicherung zu tun hat, da hauen wir uns drauf, und da kassieren wir mit. Das ist ja schon sehr frühzeitig passiert. Deshalb die Diskussion jetzt über Flatrates. Wie können wir’s irgendwie anders rein bekommen, um dieses Wegfallende Stück Fleisch in irgendeiner Form zu kompensieren? Weil ja Hunderttausende von Menschen in irgendeiner Form daran hängen. Wir versuchen hier eine Kompensationsmodell-Situation zu entwickeln, weil am Ende des Tages trifft es die Künstler. Und wenn der gesamte Kuchen verteilt wird und immer demokratisierter wird, gibt es immer mehr Möglichkeiten zu konsumieren, aber keine zusätzlichen Ertragseinnahmen und jeder bekommt weniger. Das heißt: da ist einfach eine Einnahmelücke entstanden, und diese Lücke — und deshalb gibt es diese Diskussion um die Flatrate — es ist eine mögliche Lösung. Ob es die endgültige Lösung ist, weiß ich nicht, aber selbstverständlich, wenn dir nichts besseres einfällt als Abo-Modelle oder eben öffentlich eingerichtete Flatrates zu formulieren weil es derzeit keine anderen vorstellbaren Einnahmefunktionalitäten gibt dann muß man es halt so machen.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">GT:</span> Mit dem Thema Flatrate befasse ich mich auch recht viel, weil wir als Fachverband ja von der Gesetzgebung her mitzureden haben. Und wir können nicht einfach irgend etwas beschließen. Abgesehen davon, dass Politiker sowieso ungern allgemeine Steuern einheben, es reicht schon die Autobahnvignette und die Rundfunkgebühren. Ich meine, die einfache Rechnung “jeder zahlt einen Euro oder einen Cent, und ich bin reich”, die gibt’s halt nicht weil niemand will einen Euro zahlen. Hast du schon einmal einen Telekommunikationsbetreiber kennen gelernt der einen Cent mehr zahlen will als irgendwas? Solange es Musik <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gratis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with gratis">gratis</a> zum downloaden gibt wird es sehr schwer sein, jemanden dazu zu bringen, etwas dafür zu zahlen — leider.</p>
<h3 id="toc-wie-sieht-zuknftig-die-rolle-des-musikers-aus-bleibt-konzentration-auf-die-kreative-ttigkeit-mglich-oder-mu-jeder-musiker-sein-eigener-label-manager-werden">Wie sieht zukünftig die Rolle des Musikers aus? Bleibt Konzentration auf die kreative Tätigkeit möglich, oder muß jeder Musiker sein eigener Label-Manager werden?</h3>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">CS:</span> Zum Thema “gibt’s da noch Musik, wenn’s keine Majors mehr gibt”: das ist einfach ein Trugschluss. Es waren einfach nur diese vier Firmen, die 80% des Musikmarktes kontrollierten. Und es gab auch gar keinen anderen Weg an Musik zu kommen. Also Musik wird es definitiv immer geben und ich denke, dass die Betreuung einer “Nische” in einem kleinen Team wahnsinnig interessant und spannend sein kann.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">FF:</span> Das muß sich der Einzelne oder die Einzelne selbst überlegen. Was möchte ich? Möchte ich einerseits mit der Musik Geld verdienen? Oder mache ich das nur als Hobby? Und zum anderen: Wo möchte ich vielleicht in zwei bis drei Jahren stehen? Natürlich gibt es dann noch weitere Möglichkeiten, das ist eh alles bekannt, rein nur über Konzerte und Merchandising und so weiter. Aber all das ist meiner Meinung nach Grundvoraussetzung, dass man sich eine Fanbase und einen Namen schafft. Soll heißen: die Gesetzmäßigkeiten des Marketings sind ganz sicher nicht außer Kraft gesetzt und man wird sicherlich auch ein gewisses Kapital brauchen, um sich auf dem Markt positionieren zu können.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">SD:</span> Also Geld, ausgedrückt in Arbeitszeit ist für mich auch Geld. Und über dieses Demokratisierung, weil der Künstler es ja selbst kann, stellt sich die Frage: soll er lieber 4 Stunden einen neuen Song komponieren oder 4 Stunden in Myspace seine eigene Community pflegen? Das ist eine Relationsfrage. Aber, wurscht, der Access ist das Thema und die Möglichkeit etwas heraus zu bringen ist begrüßenswert. Aber es kostet aus meiner Sicht Geld.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">TR:</span> Da hat sich ja auch nichts geändert. Wenn du in einer Band bist, muß ein Mitglied gewillt sein, zur Stadtzeitung zu marschieren, zum lokalen Radio zu marschieren, Alarm zu machen — auch schon in Zeiten lange vor dem Internet. Und das ist heute genau dasselbe, bloß dass der sich anderer Mittel bedienen muß…</p>
<h3 id="toc-verndert-das-internet-die-werbe-und-marketingkosten-zugunsten-unabhngiger-kleiner-knstler-oder-brauchen-gerade-diese-finanzstarke-major-vertriebe">Verändert das Internet die Werbe– und Marketingkosten zugunsten unabhängiger, kleiner Künstler — oder brauchen gerade diese finanzstarke Major-Vertriebe?</h3>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">SD:</span> Wenn man über Marketing spricht, dann denken die meisten Menschen an eine Werbekampagne oder an ähnliche Dinge. Wenn ich vier Leute beschäftige, die in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a>–Foren versuchen meine Fanbase irgendwie am Kochen zu halten, dann kostet mich das Personalkosten. Auch das sind Marketingkosten. Es kommt hier also zu einer Verschiebung von Kosten. Im Endeffekt muß man einfach alles ausprobieren. Man muß meines Erachtens nach überall mit dabei sein um das selbst beurteilen zu können, das heißt man muß es auch mittragen, mitverfolgen und einfach nicht warten dass die Anderen dir das Momentum aus der Hand nehmen– Punkt. Und ob das jetzt aus der Sicht eines produzierenden Künstlers zu sehen ist, ob das aus der Sicht eines Dienstleisters ist oder aus der des Vertriebs. Dadurch dass wir das alles irgendwie mitdenken müssen, bei uns in unserer kleinen Familie, muß ich mir eh jeden Tag über die verschiedensten Wertschöpfungsstufen die Gedanken machen und die Dinge auch ausprobieren. Es gibt ja auch solche und solche Künstler. Es gibt Leute wie den Stereotyp, der hat Spaß an diesem Networking, diesem Kommunizieren.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">CS:</span> Es gibt gar keinen anderen Weg heraus! Weil Leute wie chello.at oder so haben es eh verstanden, und die neue Anzeige ist ja quasi so: jetzt hier noch schneller downloaden, und dann rutschen da so Musiker durch eine Sanduhr. Genau, nämlich um noch schneller aus I-Tunes runterzuladen, dazu brauch ich gar keine so gute Leitung, sondern um zu sharen! Und eines würde ich dazu gerne noch anmerken, denn ich mache auch Workshops und so weiter. Und da sage ich immer gerne: ist doch toll, dass das billiger wird. Ist doch toll, dass es alle diese Möglichkeiten gibt. Weil, woher nehme ich mir das Recht heraus zu sagen all die großen Talente von damals, das war’s quasi? Also ich glaube da sind so viele Leute unentdeckt, die ich jetzt im Moment an Software heranführe, wie man einfach aufnimmt — Controller — den ganzen Kram.</p>
<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/05/lautsprecherbox.jpg" alt="lautsprecherbox Von Wunschszenarien und harten Realitäten" title="lautsprecherbox" width="250" height="212" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid gray;" /><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">TR:</span> Ja aber es sind keine Kosten mehr die mich im Vornherein erdrücken müssen. Der entscheidende Wandel der gekommen ist, und das passt genau zu der Frage: was passiert wenn die Majors nicht mehr da sind? Nichts! Es ist zu einer Demokratisierung gekommen, der Produktionsmittel, des Marketing und der Distribution. Das heißt es ist erschwinglicher geworden. Leute können komplett eigenständig mitspielen, die vorher eine Fremdfinanzierung durch ein Major-Label gebraucht hätten. Und der einzige große Nachteil, wo wir noch lange nicht sind: wir sind noch nicht bei dem Verständnis angekommen, dass ein Musiker auch Anspruch hat, dafür bezahlt zu werden, wenn seine Musik in irgendeiner Form genutzt wird. Andererseits ist es ein riesiger Vorteil, dass ich in einer nicht-physischen Welt nicht anfangen muß für meine sehr spitze Nische der tibetanischen Gong-Musik, die ich zu Hause betreibe, meine Platten nach Indien, nach Australien und selbst nach Deutschland zu schicken.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">GT:</span> Die Großen sind so groß, dass sie vielleicht mit neuen Verwertern, mit Telcos oder mit Mobilfunkherstellern/-betreibern, Deals machen können. Aber wenn irgendwann jeder nur noch zu Hause Musik macht, wer weiß ob in 3 bis 4 Jahren die Begeisterung noch so groß ist. Wenn eigentlich niemand mehr Star werden kann, so richtig. Ich glaube nicht ganz daran, einer zu Hause sitzt und seine Sachen ins Netz stellt und irgendwo groß rauskommt. Künstler wollen doch irgendwo mal Stars werden. Und da finden sich dann immer Leute die dann Marketing machen, und die dann irgendwo sagen: ja, ich mach dir das. Es gibt Künstler die können das auch selber. Die Kleinen haben es in einer Hinsicht leichter: sie sind flexibel, ich beobachte das. Die Großen müssen halt die Vorteile der Großen nützen und die Kleinen die Vorteile der Kleinen. Und natürlich: nur Tonträger allein zu verkaufen ist verdammt schwierig.</p>
<p><span style="font-size:15px;font-weight:bold;">FF:</span> Ich möchte vielleicht noch kurz einflechten: eine Eigenschaft von digitalen Gütern ist ja, dass sie grundsätzlich unerschöpflich sind. Das heißt, ich kann sie endlos reproduzieren, ich habe jetzt nicht wie beim physischen Produkt einen Haufen Kosten — keine Covers, keine physischen Tonträger. Es kann ja jeder de facto heute in seinem Schlafzimmer seine eigenen Produktionen machen. Die Produktionsmittel sind billiger geworden, der Zugang zu den Märkten ist auch einfacher geworden. Aber wie gesagt, die digitalen Güter sind unerschöpflich, es ist mehr Material im Netz. Und daraus heraus zu stechen, wenn ich sozusagen mit meinem Bauchladen an der Straße stehe, wird schwierig: die Konkurrenz ist einfach sehr groß. Aber ich glaube, um dieses ganze Musikgeschäft zu verstehen ist ein Blick in die Geschichte hilfreich. Also ich denke ad hoc jetzt eigentlich ganz einfach an die ganzen schwarzen Blues-Labels der frühen 50er-Jahre, die eigentlich auch aus dem Nichts entstanden sind und auch ihre eigenen Vertriebswege suchen mußten, natürlich auch stark gekoppelt mit der Technologie. Die ganze globale Industrie ist eigentlich immer und bis heute immer von technologischen Fragen getrieben gewesen. Und da hat sich einerseits in der Distribution, der Aufnahmetechnik extrem viel geändert. Das ganze Geschäftsmodell hat sich geändert. Ich erinnere nur an die Erfindung/Einführung des Radios. Die Labelbosse haben eigentlich immer die richtige Abzweigung verpasst!</p>
<hr />
*) Beim Springeight wenige. Dort haben locker 2/3 der DJs, die ich gesehen haben, Final Scratch und Powerbooks benutzt.<br />
**) siehe <a href="http://www.heise.de/newsticker/Schwedische-GEMA-testet-Modell-zur-Legalisierung-von-Filesharing--/meldung/108321" class="liexternal">heise.de</a></p>
<hr /><small><strong>Fotos:</strong><br />
Bild 1 (CD-Rohlinge): <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=244950" rel="nofollow" class="liexternal">Pixel Kings</a> / pixelio.de<br />
Bild 2 (Lautsprecher): <a href="http://www.pixelio.de/details.php?image_id=213779" rel="nofollow" class="liexternal">Anticheater</a> / pixelio.de</small></p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Wenn RIAA-Opfer zurückschlagen</title>
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		<pubDate>Tue, 18 Mar 2008 05:03:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[…dann zittert eine ganze Industrie. Da bekanntlich der Hydra Filesharing für jedes abgedrehte sofort ein neues Protokoll nachwächst, entschied man sich für Honesty through paranioa — und verklagt seit Jahren Privatpersonen. Egal ob zu Recht oder zu Unrecht: Hauptsache, die Abschreckungswirkung passt.
Wie Udo auf Tonspion berichtet, kämpft Tanya Andersen seit Jahren um die Wiederherstellung ihres [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>…dann zittert eine ganze Industrie. Da bekanntlich der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hydra/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hydra">Hydra</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/filesharing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with filesharing">Filesharing</a> für jedes abgedrehte sofort ein neues Protokoll nachwächst, entschied man sich für Honesty through <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/paranioa/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with paranioa">paranioa</a> — und verklagt seit Jahren Privatpersonen. Egal ob zu Recht oder zu Unrecht: Hauptsache, die Abschreckungswirkung passt.</p>
<p>Wie Udo auf <a href="http://www.tonspion.de/newsartikel.php?id=1798" class="liexternal">Tonspion</a> berichtet, kämpft Tanya Andersen seit Jahren um die Wiederherstellung ihres Rufes — sie wurde von der RIAA wegen Tauschbörsennutzung verklagt, allerdings konnte ihr kein Vergehen nachgewiesen werden. Nun hinterfragt die geschädigte Amerikanerin die Praktiken ihrer Kontrahenten etwas genauer — und dabei könnte so manche dunkle Ecke ausgeleuchtet werden, die die Plattenindustrie in einem ganz schön schlechten Licht dastehen lässt. Zur Disposition stehen unter anderem folgende Fragen: </p>
<blockquote><ul>
<li>Wieviel die Anwälte der RIAA verdienen</li>
<li>Warum die durchschnittlichen Kosten für einen Vergleich für Tauschbörsennutzung rund 5000 Dollar betragen</li>
<li>Wie entschieden wird, welche Tauschbörsennutzer verklagt werden und welche nicht</li>
<li>Wohin die Gelder aus den Vergleichen fließen (und ob die Künstler überhaupt etwas davon sehen)</li>
</ul>
<p>Sollten die RIAA-Schnüffler etwa Provisionen aus den Vergleichen in die eigene Tasche schieben, könnte das gesamte Vorgehen der RIAA hinsichtlich Tauschbörsennutzung in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/frage/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Frage">Frage</a> gestellt werden, da dies in vielen Staaten illegal sei. Außerdem würden dann massenhaft weitere Gegenklagen eingereicht werden, was enorme Kosten nach sich ziehen würde.</p></blockquote>
<p>Rad! Peinigt die Peiniger, sozusagen. Die ganze Sache wird sich noch ein Weilchen ziehen, frühestens Anfang nächsten Jahres erwarten ExpertInnen eine Entscheidung. Die alleinerziehende Mutter hat jedenfalls das Potential zur Erin Brokovich der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mp3/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with mp3">mp3</a>–Szene  <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/coolsmoker.gif' alt="coolsmoker Wenn RIAA Opfer zurückschlagen" class='wp-smiley' title="Wenn RIAA Opfer zurückschlagen" /> </p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>elevate-Ankündigungstext: Krisen und Freuden</title>
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		<pubDate>Wed, 12 Sep 2007 08:12:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einer der Schwerpunkte des diesjährigen Elevate-Festivals in Graz widmet sich dem freiwilligen und unfreiwilligen Online-Musikvertrieb.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/09/elevate.jpg" rel="lightbox" title='elevate' class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/09/elevate.thumbnail.jpg' alt="elevate.thumbnail elevate Ankündigungstext: Krisen und Freuden" style="float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;border:1px solid orange;" title="elevate Ankündigungstext: Krisen und Freuden" /></a>Das elevate <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/festival/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Festival">Festival</a> in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/graz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Graz">Graz</a> habe ich bereits <a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-09/elevate-lab-in-graz-von-wegen-und-dilemmata/" class="liinternal">angekündigt</a>. Für die Festivalhomepage bzw. den Katalog habe ich den folgenden kurzen Text geschrieben. Anregungen, Ideen und Fragestellungen für die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/diskussionsrunde/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Diskussionsrunde">Diskussionsrunde</a> sind natürlich jederzeit willkommen, und natürlich freue ich mich, wenn der eine oder andere Blogleser* zum Festival nach Graz schaut — das komplette Line-Up kenne ich noch nicht, die <a href="http://www.elevate.at" class="liexternal">Homepage</a> sollte aber dieser Tage online gehen.</p>
<h2 id="toc-des-einen-krise-des-andern-freud">Des einen Krise, des andern Freud</h2>
<p>In Kürze feiern die Klagen der Major-Labels über den <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>–bedingten Niedergang der Popkultur ihr 10jähriges Jubiläum, und trotzdem ist das Gedränge im Frequenzband der globalen Popkultur nicht geringer geworden. Denn wo Apokalyptiker, da auch Integrierte: und zweitere sehen in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mp3/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with mp3">mp3</a> und seinen Nachfolgeformaten, im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/filesharing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with filesharing">Filesharing</a> und in einer neuen Vertriebsstruktur keine Bedrohung, sondern eine riesige Chance. </p>
<p>Das Elevate Festival wirft in diesem Jahr einen genaueren Blick auf jene Reibungsflächen, die notwendigerweise entstehen müssen, wenn <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> zum internationalen Handelsgut Pop wird und ein vergleichsweise anarchisches Netzmedium eine gut geölte Maschine blitzartig verrosten lässt. Denn das Internet verweigert sich hartnäckig der Einsortierung in den Kanon gut kontrollierbarer Distributionsmedien, es weigert sich, das effektivere Formatradio zu sein und kopiergeschützte Files schmecken den UserInnen auch nicht so recht. Zugleich boomen netlabels und Musiker werden zu ihren eigenen A&amp;Rs und Vertriebsspezialisten in Personalunion. Die neue Pop-Vielfalt oder das beklagenswerte Ende einer Industrie? </p>
<p> </p>
<p>*) Splitting: normalerweise ja. Bzw. dort, wo sinnvoll möglich. Aber “die/der eine oder andere BlogleserIn” geht nicht. Das holpert zu übel, natürlich sind aber auch Leserinnen mit kleinem i herzlichst willkommen.</p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Peoplet — volle Kontrolle über Bewerbungsdaten</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-04/peoplet-volle-kontrolle-ueber-bewerbungsdaten/</link>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2007 22:02:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit einigen Tagen bin ich Betatester bei Peoplet. Die Software dient der Karriereplanung: Recruiter sollen hier geeignete Kandidaten finden, und Jobsuchende die passende Beschäftigung finden. Genial und innovativ dabei: alle Daten bleiben am eigenen Rechner gespeichert, anstatt einer zentralen Datenbank nutzt Peoplet ein peer-2-peer Protokoll.
Die Erfinder der Software beschreiben Sinn und Zweck ihres Produkts folgendermaßen:
Peoplet [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einigen Tagen bin ich Betatester bei <a href="http://www.peoplet.net/" class="liexternal">Peoplet</a>. Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/software/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with software">Software</a> dient der Karriereplanung: Recruiter sollen hier geeignete Kandidaten finden, und Jobsuchende die passende Beschäftigung finden. Genial und innovativ dabei: alle Daten bleiben am eigenen Rechner gespeichert, anstatt einer zentralen Datenbank nutzt Peoplet ein peer-2-peer Protokoll.</p>
<p>Die Erfinder der Software beschreiben Sinn und Zweck ihres Produkts folgendermaßen:</p>
<blockquote><p>Peoplet is a new, secure, and social way to stay in touch with career opportunities and simplify your career advancement initiatives.</p></blockquote>
<p>Die gezielte Freigabe von Dokumenten und Karrieredaten erscheint in Zeiten der Datensammelwut als sehr sympathischer Ansatz — und die Nutzung einer p2p Topologie zeigt, was für ein enormens Potential in solchen Netzwerken steckt: zukünftig werden in vielen Fällen derartige Architekturen das klassische Server-Client Model ablösen — E-Mule und andere Filesharingapplikationen stellen in dieser Hinsicht nur die Spitze des Eisberges dar. Peoplet zeigt, was für ein Potential in der Kombination von Userrechteverwaltung, Message-Client und Dokumentenverwaltung steckt: ich vermute mal, dass die Software eine große Zukunft vor sich hat und bin nach den ersten Eindrücken schlicht begeistert:</p>
<blockquote><p>Peoplet wurde konzipiert um Kandidaten bzw. Bewerbern mehr Diskretion und Kontrolle über Ihre Daten zu geben. Peoplet ist eine Alternative zu der bislang vorherrschenden willkürlichen Sammlung von Nutzerdaten.</p>
<p><strong>Wie wird denn die absolute Kontrolle gewährleistet, wenn mein Profil bereits online war und gefunden wurde?</strong><br />
Die kurze Antwort: Ihr Profil bleibt auf Ihrem Rechner bis es gefunden wird. Sie können dann entscheiden ob der Suchende (Unternehmen oder professioneller Rekrutierer) benachrichtigt wird oder nicht.</p></blockquote>
<p>Yup, das leuchtet durchaus ein — wer mehr über Peoplet erfahren möchte, der sollte ein Ohr auf den aktuellen <a href="http://blog.peoplet.net/blog/2007/04/17/podcast/" class="liexternal">Podcast</a> zum Thema “Effiziente Gestaltung der eigenen Karriereplanung mit Peoplet” werfen — das englischsprachige Audiofeature vermittelt einen guten Überblick über Sinn, Zweck und Stärken des Clients. Es wird zwar sicherlich noch eine Weile dauern, bis die bei Social Apps so wichtige “kritische Masse” erreicht wird — doch dann stellt Peoplet imho die bislang ernstzunehmendste Bedrohung für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/xing/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with xing">Xing</a> und andere einschlägige <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/business/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Business">Business</a>–Netzwerke dar.</p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Schlechte Zeiten für die Big 4</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2006-11/schlechte-zeiten-fuer-die-big-4/</link>
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		<pubDate>Fri, 10 Nov 2006 11:16:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Register.co.uk hat ein ausführliches Interview mit Peter Jenner geführt. Der Musik-Insider blickt auf eine lange Karriere zurück: als ehemaliger Manager von Pink Floyd, T-Rex und anderen größen der jüngeren Popgeschichte weiß Jenner, wovon er spricht, wenn er das derzeitige Abgabensystem heftig kritisiert:
The major four music labels today are “fucked”, he says. Digital music pricing has [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.theregister.co.uk/2006/11/03/peter_jenner/" target="_blank" class="liexternal">Register.co.uk</a> hat ein ausführliches <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/interview/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Interview">Interview</a> mit Peter Jenner geführt. Der Musik-Insider blickt auf eine lange Karriere zurück: als ehemaliger Manager von Pink Floyd, T-Rex und anderen größen der jüngeren Popgeschichte weiß Jenner, wovon er spricht, wenn er das derzeitige Abgabensystem heftig kritisiert:</p>
<blockquote><p>The major four <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/music-labels/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Music Labels">music labels</a> today are “fucked”, he says. Digital music pricing has been a scam where the consumer pays for manufacturing, distribution, and does all the work — and still has to pay more. Labels should outsource everything except finance and licensing.<br />
But he’s also optimistic that for almost everyone else — indie labels, musicians, songwriters and budding entrepreneurs — as well as network providers — the future’s going to be pretty bright. The Big Four know that the <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/drm/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DRM">DRM</a> era is nearly over — and within two or three years, he predicts, “most countries” in the world will have a blanket licensing regime where we exchange music freely, for a couple of quid a month. </p></blockquote>
<p>Woran <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/napster/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Napster">Napster</a> scheiterte, soll also bald Realität werden: eine sogenannte Flat Fee für Musik, möglicherweise gekoppelt an den Besitz geeigneter Hardware. Die so gesammelten Einnahmen sollen nach einem klassischen Verteilungssystem an registrierte Musiker ausgeschüttet werden — die natürlich, und nicht zuletzt darin liegt die Crux der derzeitigen Royalty-Zahlungen, entsprechend informiert sein müssen:</p>
<blockquote><p>In a blanket license system, there’ll be huge black boxes, and we’ll have to learn to hold the money for a long time. People will learn to register, then we can work out how to deal with the black box fairly — rather than giving it to people who know it’s there. That’s what’s happened in the past, really.</p></blockquote>
<p>Im Inteview erklärt Peter Jenner, warum die vier Major Labels mit dieser Perspektive gar nicht glücklich sind — bedeutet sie doch den Verlust der exklusiven Kontrolle über legale Distributionskanäle. Ausrutscher wie Sonys verstecktes DRM-Rootkit, der Ärger von iTunes-Benutzern beim Computerwechsel und die generell ablehnende Strategie der letzten Jahre führten beim Konsumenten zu einer Reihe von Frustrationserlebnissen und bereiteten letztendlich den Boden für eine neue Abrechnungsstruktur.</p>
<p>Dass Zahlungsbereitschaft vorhanden ist, zeigen alle Umfragen. Die Angemessenheit des Preises (Stichwort: verfügbares Budget) und benutzerfreundliche, offene Formate könnten in der Tat zu einem Boom legaler Online-Musik führen. Weitere Themen des Interviews sind der zukünftige Fokus auf personenzentrierte Musikvermarktung — quasi “trusted agents”, deren Geschmack man vertraut. Im übrigen glaubt Jenner auch auf der Produktionsseite an eine andere umgekehrte Variante des <a href="http://blog.datenschmutz.net/2006-11/langschwanz-content-longtail-was.html" target="_blank" class="liinternal">Longtail-Effekts</a>:</p>
<blockquote><p>I like the idea of doing co-ops to raise the money, too. If I give money to you to write a book, that’s fairly high risk. If I lend it to 100 people that’s much lower risk — someone’s going to come through and I’ll get my money back. The industry understands these issues. And you’re less likely to rip each other off.</p></blockquote>
<p>Ob wir in drei Jahren also dann tatsächlich alle legal via peer-2-peer ungeschützte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/mp3/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with mp3">mp3</a>–Dateien legal runterladen? Man darf weiter gespannt sein… [via a href=“http://swen.antville.org/stories/1505965/” target=“_blank”&gt;Swen’s Weblog]</p>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Til und der Limewire</title>
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		<pubDate>Sun, 01 Oct 2006 12:32:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Wurde gerade relayed über die monochrom–Liste, und ist zu relevant, um an dieser Stelle verschwiegen zu werden  Und wenn’s nicht wahr ist, dann zumindest gut erfunden; thank god sind Blogger ja keine Journos und müssen/dürfen deswegen nicht alles nachprüfen: wie sollten sonst auch jemals digitale Gerüch(t)e entstehen?
Dienstag, circa 2330h, ZDF.
Johannes B. Kerner im Gespräch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wurde gerade relayed über die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/monochrom/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with monochrom">monochrom</a>–Liste, und ist zu relevant, um an dieser Stelle verschwiegen zu werden <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/elk.gif' alt="elk Til und der Limewire" class='wp-smiley' title="Til und der Limewire" /> Und wenn’s nicht wahr ist, dann zumindest gut erfunden; thank god sind Blogger ja keine Journos und müssen/dürfen deswegen nicht alles nachprüfen: wie sollten sonst auch jemals digitale Gerüch(t)e entstehen?</p>
<blockquote><p>Dienstag, circa 2330h, ZDF.<br />
Johannes B. Kerner im Gespräch mit Til Schweiger:<br />
“Herr Schweiger, wie bringen Sie denn Ihren Kindern <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a> und Musik<br />
nahe?“<br />
Schweiger: “Limewire?”</p></blockquote>
<hr /><small><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/copyright/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Copyright">Copyright</a> © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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