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	<title>datenschmutz &#187; Förderung</title>
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		<title>netidee: datenschmutz an Bord beim Förderbeirat</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Mar 2011 23:53:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Seit diesem Jahr gehöre ich dem ehrenwerten Förderbeirat der netidee an - ich freue mich auf spannende Projektanträge, genaue Details zum diesjährigen Call folgen am 7. April.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netidee/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with netidee">netidee</a> der IPA (<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> Foundation Austria) fördert seit sechs Jahren innovative Projekte, die das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/potential/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Potential">Potential</a> des Internet in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> fördern. Im Zentrum des Vergabeprozesses, bei dem jährlich mehrere Projekte mit jeweils bis zu €50.000 gefördert werden, stehen die folgenden <a href="http://www.netidee.at/die_internet_foundation_austria_ipa/was_wir_foerdern_und_warum/" class="liexternal">Fragen</a>:</p>
<blockquote><p>Wie kann das Internet in Österreich besser wachsen? Wo sind Möglichkeiten, die wir noch gar nicht kennen? Die IPA fördert Menschen mit Projekten, die  auf diese Fragen antworten können. Wir wollen, dass sich das Internet schneller entwickelt – aus sich selbst heraus und so, dass alle etwas davon haben. Wir suchen Projekte von Anbietern und Anwendern, die im Rollen immer stärker wirken – wie ein Schneeball.</p></blockquote>
<div align="center"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2011/03/netidee.jpg" alt="netidee netidee: datenschmutz an Bord beim Förderbeirat" title="netidee 2011" width="600" height="310" style="border:1px solid gray;" /></div>
<p>Ich freue mich sehr darüber, dass ich ab diesem Jahr gemeinsam mit Sabine Fleischmann, Dr. Stefan Köhler, Dr. Wolfgang Schwabl und Richard Stastny dem <a href="http://www.netidee.at/die_internet_foundation_austria_ipa/der_foerderungsbeirat/" class="liexternal">IPA-Förderungsbeirat</a> angehöre:<span id="more-28251"></span></p>
<blockquote><p>Alle Mitglieder üben ihre Tätigkeit ehrenamtlich und unabhängig von ihren hauptberuflichen Aktivitäten aus. Jedes Projekt wird genau geprüft, der Beirat hat auch die Pflicht, Gleichheit zwischen den Bewerbern zu sichern. Die Objektivität des Beirates ist durch ein ausgeklügeltes Bewertungsschema gewährleistet, das sich an “Good Practices” von Förderagenturen aus ganz Europa orientiert.</p></blockquote>
<p>Neben der Auswahl der geförderten Projekte gehört auch die Themenfindung zu unserer Aufgabe — der Förder-Call für 2011 befindet sich derzeit in der heißen Diskussionsphase, das genaue Rahmenthema geben wir am 7. April bekannt. Vorweg sei nur verraten, dass es sich um ein hochaktuelles Anwendungsfeld handelt, das dringend innovative Konzepte gebrauchen könnte.</p>
<p>Ich verfolge die <a href="http://www.netidee.at" class="liexternal">netidee</a> schon seit mehreren Jahren, das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/portfolio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Portfolio">Portfolio</a> der bisher geförderten Projekte ist beeindruckend. Eine Auswahl der 2010 im Rahmen des Calls “e-Inclusion &amp; e-Literacy” geförderten Projekte, zu denen unter anderem ein interaktiver Stadtplan für Blinde und Seeschwache, ein Tablet-PC für Senioren und ein Echtzeit-Katastrophen-Warnungssystem gehören, findet man <a href="http://www.netidee.at/die_netidee_2010/gefoerderte_projekte_2010/" class="liexternal">hier</a>. Im Gegensatz zu vielen anderen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/foerderung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Förderung">Förderung</a>–Anträgen, die ohne Expertenhilfe kaum bewältigbar sind, legt das Team der netidee größten Wert auf leichte Zugänglichkeit — der klar strukturierte, minimalistisch gehaltene Antrag soll niemandem ausschließen. Wir suchen schließlich zündende Online-Ideen und keine Business-Plan Experten *g* Einzige “Bedingung”: geförderte Projekte müssen unter einer Public-Domain Lizenz veröffentlicht werden.</p>
<p>Ich bin gespannt auf die Einreichungen und mein erstes Jahr als <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/foerderbeirat/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Förderbeirat">Förderbeirat</a> — ganz besonders freue ich mich natürlich, wenn der eine oder andere Blogleser respektive die eine oder andere Blogleserin bei der netidee 2011 mitmacht. Genaue Infos zum diesjährigen Call folgen wie erwähnt am 7. April. Wer bis dahin am laufenden bleiben will, gibt der <a href="https://www.facebook.com/netidee?sk=wall" class="liexternal">netidee auf Facebook</a> ein Thumbs up.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Österreich und das (un)duale System</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-04/oesterreich-und-das-unduale-system/</link>
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		<pubDate>Tue, 21 Apr 2009 22:20:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Oder: Danke, Werner! Gefunden auf Twitter via @frigitte:
Click here to view the embedded video.

Mehr zum Drama des undualen System österreichischer Prägung, erste Medienreaktionen auf die Übergabe eines Forderungspapiers von Vertretern österreichischer Privatmedien im Parlament sowie ebendieses Forderungspapier gibt’s auf Medienvielfalt.at nachzulesen. Martin Blumenau hat die Seite nicht gefunden, er schreibt auf Twitter:
@ATVbewegt sorry for being [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Oder: Danke, Werner! Gefunden auf Twitter via <a href="http://twitter.com/frigitte" class="liexternal">@frigitte</a>:</p>
<p><p><a href="http://blog.datenschmutz.net/2009-04/oesterreich-und-das-unduale-system/"><em>Click here to view the embedded video.</em></a></p><br />
<span id="more-3413"></span></p>
<p>Mehr zum Drama des undualen System österreichischer Prägung, erste Medienreaktionen auf die Übergabe eines Forderungspapiers von Vertretern österreichischer Privatmedien im <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/parlament/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Parlament">Parlament</a> sowie ebendieses Forderungspapier gibt’s auf <a href="http://www.medienvielfalt.at/" class="liexternal">Medienvielfalt.at</a> nachzulesen. Martin Blumenau hat die Seite nicht gefunden, er <a href="http://twitter.com/martinblumenau/status/1574420894" class="liexternal">schreibt</a> auf Twitter:</p>
<blockquote><p>@ATVbewegt sorry for being so öffentlich-rechtlich, aber eine diffenzierte auseindersetzung ist einem plumpen spot deutlich vorzuziehen.</p></blockquote>
<p>Mir gefällt der plumpe Spot recht gut… und er erinnert mich an eine Szene aus 30 Rock, in der Jack einen Kollegen mit folgenden Worten vorstellt: “This is xy, he pioneered the concept of 5-second web comedy episodes.”</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Duales Systemdebakel: Kloiber will ATV halbieren</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2009-04/duales-systemdebakel-kloiber-will-atv-halbieren/</link>
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		<pubDate>Mon, 06 Apr 2009 21:47:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Einführung des dualen Rundfunksystem geschah in österreich nicht einmal halbherzig - ATV Eigentümer Herbert Kloiber hat die Nase voll. Lässt die Politik den Privatsender am ausgestreckten Arm verhungern, dann wir demnächst die Hälfte der Belegschaft entlassen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2009/04/atvhalb.jpg" alt="atvhalb Duales Systemdebakel: Kloiber will ATV halbieren" title="atvhalb" width="250" height="58" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />In anderen Ländern mit vergleichbarer Struktur wäre von einem Medienskandal gröberen Ausmaßes die Rede, in .at dagegen rauscht die Ankündigung von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/atv/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ATV">ATV</a>–Eigentümer Herbert Kloiber, die Hälfte der 130 Mitarbeiter zu entlassen und künftige Produktionsaufträge nicht mehr in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> zu vergeben, relativ ungehört durch den Blätterwald. Diese Maßnahmen wolle er umsetzen, sofern die “Medienförderung für private Sender in der Budgetrede am 21. April nicht einmal im Subtext vorkomme,” so Kloiber. Ich habe aus aktuellem Anlass ein Interview mit Alexander Millecker, Leiter der aktuellen Redaktion von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/atv/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with ATV">ATV</a> (aka Nachrichtenchef), geführt.</p>
<p>“Vergleicht man heute ORF1 und ATV, dann läuft bei uns mehr selbst und in Österreich produziertes Programm — ORF1 sehe ich daher längst nicht mehr als öffentlich-rechtlichen Sender,” so Alexander Millecker. Die Stimmung unter den Mitarbeitern befindet sich verständlicherweise nicht gerade am Höhepunkt, trotzdem verstehen die meisten die Beweggründe ihres Chefs — denn ohne Druck der EU gäbe es in Österreich vermutlich heute noch kein duales System.</p>
<p>Dem <a href="http://derstandard.at/?url=/?id=1237228941882" class="liexternal">Standard</a> ist die Meldung gerade mal 11 Zeilen wert, die Diskutanten finden die Ansage Kloibers großteils zynisch und menschenverachtend. Dass die Ansage keineswegs aus heiterem Himmeln kommt, sondern letztendlich das Resultat einer konsequenten Medienversäumnis-Politik darstellt, wird dabei natürlich mit keinem Wort erwähnt. Doch wir erinnern uns: vor nicht allzu vielen Jahren war die Alpenrepublik mit Ausnahme Albaniens das einzige europäische Land ohne privaten Rundfunkanstalten. Nicht zuletzt im Zuge des EU-Beitritts entstand Handlungszwang, entstanden Privatradios und Fernsehsender. In einem so kleinen Land wie Österreich gelten aber einige Spezifika, die Nationalökonomen unter dem Begriff “Economies of Scale” zusammenfassen. Bei knapp 8 Millionen Einwohner ist eben jede Sparte in absoluten Zahlen weitaus kleiner als in größeren Ländern.</p>
<p>Sieht man <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/fernsehen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Fernsehen">Fernsehen</a> trotzdem als öffentliches Gut an, muss eben der Staat angreifen und die Versorgung sicherstellen — und das hat er in immensem Umfang auch getan, aber eben nur für den staatlichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/rundfunk/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Rundfunk">Rundfunk</a>. Anders als ZDF und ARD in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a> beschränkt der ORF sein Angebot keinesfalls großteils auf Non-Unterhaltung, ganz zu schweigen von einem abendlichen Werbeverbot. Die Mischfinanzierung aus Zwangsgebühren und Werbeeinahmen reichte bislang sogar aus, um eine ganze Armada “weißer Elefanten” durchzufüttern, denn selbstverständlich muss die ORF-Führungsriege von jeder neuen Regierung ausgetauscht werden. Da bleibt für die beiden Privatsender ATV und PULS4, die schon lange eine Beteiligung an den RF-Gebühren fordern, nix mehr vom Kuchen übrig, schließlich lässt sich staatliches Fernsehen viel besser mit der Politik verzahnen.</p>
<p>Vor diesem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hintergrund/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hintergrund">Hintergrund</a> wird der “Erpressungsversuch” Kloibers durchwegs verständlich. Was mich allerdings wirklich überrascht hat, ist die nicht bloß strategische, sondern faktische Inkompetenz der handelnden politischen Personen, die man mit etwas gutem Willen auch als Desinteresse bezeichnen könnte. Hier ein gekürzte Form des Interviews — das komplette Gespräch gibt’s als Stream zu Anhören:</p>
<p>[Im Original-Posting finden Sie an dieser Stelle ein Audio-Snippet.]</p>
<h2 id="toc-interview-mit-alexander-millecker">Interview mit Alexander Millecker</h2>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;color:#4a748a">ritchie: </span>Das Statement des ATV-Besitzers, die halbe Belegschaft entlassen zu wollen, sorgt für weniger Aufregung als man erwarten könnte — ist die Drohung ernst zu nehmen?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;color:#4a748a">Alexander Millecker: </span>Herbert Kloiber hat diese Ankündigung schon vor längerer Zeit in Cannes gemacht. Ich glaube, dass er sich die Sache sehr genau überlegt hat; eine solche Ankündigung macht man nicht leichtfertig. Es handelt sich um den traurigen Höhepunkt einer langen Geschichte der Ignoranz in der österreichischen Medienpolitik. Bereits zwei Vorgängerregierungen haben diese Förderung für privaten Rundfunkbetreiber versprochen und sogar in der Koalitionsvereinbarung verankert. Obwohl diese Ankündigung — ein paar dürre Zeilen — fast unverändert übernommen wurde, haben Gespräche gezeigt, dass offensichtlich kein Interesse besteht, diese Förderung auszuschütten.<br />
In der aktuellen Situation, in der quasi jedes Medium mit Werberückgängen rechnen muss, kann das natürlich durchwegs existenzbedrohend sein. Die Verantwortung trägt aus meiner Sicht ganz klar die österreichische Medienpolitik.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;color:#4a748a">?: </span>Wäre die Auszahlung eines Teils der ORF-Gebühren an private Rundfunksender ein gangbarer Weg?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;color:#4a748a">!: </span>Natürlich könnte man von Seiten des Gesetzgebers her Rundfunk als “Public Value” ansehen und dann sagen, jeder, der Public Value anbietet, hat ein Recht auf öffentliche Förderung; das ist eine Möglichkeit, aber gar nicht unbedingt jene, die wir haben wollen. Wir bestehen auch gar nicht konkret auf einer speziellen Medienförderung. Was wir wollen, sind faire Marktbedingungen. Der ORF finanziert sich zu zwei Drittel durch Gebühren und zu einem Drittel über Werbung. Wenn der Herr Wrabetz — das muss man ganz offen sagen — aufgrund seiner nicht sehr glücklichen Programmpolitik und einiger anderer Faktoren jetzt einen höheren Finanzbedarf hat, dann ist das eine Sache. Aber in keinem anderen Land wird der Werbemarkt derart vom staatlichen Rundfunk dominiert; und wenn der ORF nun zusätzliche Ausweitung der Werbezeiten möchte, weil die Finanzierung in Krisenzeiten schwieriger fällt, dann muss man bedenken, dass sich privates Fernsehen nicht zu einem Drittel, sondern zu 100 Prozent aus Werbeeinnahmen finanziert; die Situation ist damit, wenn man so will, dreimal so schwierig.<br />
Wir hängen nicht an dem einen oder anderen Modell, sondern wir wollen faire Marktbedingungen und wir wünschen uns, dass die Regierung dem altbekannten Lippenbekenntnis zum dualen System endlich Taten folgen lässt — sei es in Form der versprochenen Medienförderung oder in anderer Art und Weise.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;color:#4a748a">?: </span>Hat die Politik denn überhaupt ein Interesse an einer Veränderung der Situation?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;color:#4a748a">!: </span>Erstaunlicherweise nicht, und zwar vollkommen unabhängig von der Parteifarbe. Man möchte meinen, dass in einem demokratischen Staat des 21. Jahrhunderts Medienvielfalt per se einen Wert darstellt, sonst wäre ja eine Presseförderung ebenfalls sinnlos. Niemand käme auf die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/idee/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Idee">Idee</a>, den Standard oder Die Presse abzuschaffen, weil diese Zeitungen ohne staatliche Förderung nicht überlebensfähig wären. Dabei dominiert der ORF den Fernsehmarkt ja nicht nur Werbebereich, sondern auch den Einkauf — und überbietet trotz der angeblichen Finanzkrise Privatsender beim Einkauf von Serien und Filmen. Aber der Politik scheint die Situation kein echtes Anliegen zu sein.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;color:#4a748a">?: </span>Ich find’s ja unglaublich ignorant von SPÖ-Spitzenkandidat Faymann, den Diskussionsrunden im Privat-TV fernzubleiben — eigentlich ein deutliches Signal.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;color:#4a748a">!: </span>Ich kann mir schon vorstellen, dass für Parteien bzw. Parteisekretariate der Umgang mit privaten Medien nicht so einfach ist. Sie haben hier weder Einfluss auf die Besetzung in meiner Redaktion, noch kümmert es mich, wenn irgend jemand anruft und glaubt, er könne sich bei einer Sendung rein– oder rausreklamieren. Das ist bei den Kollegen vom ORF wahrscheinlich nicht immer so, aber darin besteht auch unser Vorteil. Zuständige Politiker — ich möchte keine Namen nennen — wussten, wie sich in Gesprächen zeigte, nicht einmal, wie viele Mitarbeiter ATV hat. Da war die Rede von 50 Personen, dabei arbeiten allein am Standort <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> 120 Personen, dazu kommen natürlich noch die freien Mitarbeiter sowie sämtliche Produktionsfirmen und Dienstleister, die von ATV abhängen. Das sind insgesamt 400 bis 500 Arbeitsplätze, und insofern finde ich diese Einstellung der Politiker wirklich kurzsichtig: wenn irgendwo 100 Leute in Kurzarbeit geschickt werden, ist schnell mal ein Politiker zur Stelle, um eine Wortspende vor den Kameras abzugeben. Doch obwohl in diesem Fall mehrere 100 hochqualifizierte Arbeitsplätze gefährdet sind, gab es bislang überhaupt keine Reaktion.</p>
<p>Das komplette Interview anhören:</p>
<p>[Im Original-Posting finden Sie an dieser Stelle ein Audio-Snippet.]</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Der Tag der lebenden freien Medien</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-12/der-tag-der-lebenden-freien-medien/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 14:38:39 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[[ 9. Dezember 2008 16:00 bis 10. Dezember 2008 4:00. ] Am Dienstag lädt der österreichische Medienverband ins Fluc: zuerst wird diskutiert, anschließend steht Party am Programm.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td class="ec3_start">9. Dezember 2008 16:00</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">10. Dezember 2008 4:00</td></tr></table><p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/12/freiemedien-1228747004.jpg" alt="freiemedien 1228747004 Der Tag der lebenden freien Medien" title="freiemedien" width="250" height="142" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Soll kein Horrorfilm werden, sondern eine informative Veranstaltung, bei der sich Insider vernetzen und Außenstehende Einblick bekommen in die Vielfalt an Alternativen zu Fellnerpress und DichandNews. Zu diesem Behufe lädt der österreichische Medienverband morgigentags ab 16:00 Uhr in die Wiener <a href="http://www.fluc.at/" rel="nofollow" class="liexternal">FLUC</a> Wanne, wo zuerst ausgiebig geschnackt und anscheinend noch ausgiebiger gefeiert werden soll.</p>
<p>Mit an Bord sind unter anderem Skug, The Message, fm5, Der Bagger, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datum/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Datum">Datum</a> und dérive, um 19:30 diskutieren die üblichen Verdächtigen die postulierte “Schieflage Freier Medien in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a>”. Am Podium: Andi Klinger (Ex-Resident), Niko Alm (<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/the-gap/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with the gap">the gap</a>), Michael Fleischhacker (Die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/presse/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Presse">Presse</a>), Peter Fuchs (Freies Plakat), ein Vertreter der SPÖ und Moderatorin Karin Resetarits. Ab 21:30 geigen dann Petsch Moser unplugged sowie ein Surprise Act auf, ab der Geisterstunde weichen die Instrumente den Turntables, bedient von Makeedo, Se.Vero, Intoxicated und fry, die ein weites Spektrum von Funk über Dubstep bis Breaks präsentieren werden.</p>
<p>Der österreichische Medienverband hat es sich auf die Fahnen geschrieben, die sogenannten “freie” Medienszene zu fördern. Allein dieser Begriff sorgt allerdings für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/verwirrung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Verwirrung">Verwirrung</a>: wann ist ein Magazin “frei”? Wenn es rein von Förderungen lebt und keine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/werbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Werbung">Werbung</a> enthält? Wenn der Chefredakteur gratis zuhause bei der Mutter wohnt? Wenn es in der U-Bahn umsonst verteilt wird? Wenn alle Layouter den Freimaurern angehören? Wenn der Großteil der Redaktion Publizistik studiert? Wenn das Heft kein Geld einbringt? Martin hat dazu eine eindeutige Meinung:</p>
<blockquote><p>“Österreichs freie Medien sind unabhängig, gesellschaftlich relevant, arbeiten höchst professionell und vor allem politisch unabhängig”, so Aschauer. “Medienvielfalt braucht individuelle Förderungsmaßnahmen, die sowohl finanziell als auch ideell erfolgen. Eine Anlaufstelle für junge, aufstrebende Medien muss geschaffen werden. Information über Förderstellen und Förderanträge, Abrechnung und Rechtsberatung muss leicht zugänglich werden, tragende Strukturen, Softwarelizenzen und auch Rechtsschutz müssen finanziell abgesichert werden”, so Vizepräsidentin Birgit Pestal über die Ziele des Österreichischen Medienverbands. Freie Medien sind weit mehr als nur die Ausbildungsstätten der Journalisten der Zukunft. Sie seien, so Aschauer “Garant des medienkulturellen Pluralismus in Österreich und sollten in einer funktionierenden Demokratie erkannt und wertgeschätzt werden.”</p></blockquote>
<p>In der Tat spielen in einem so kleinen Land wie Österreich, dessen Economies of Scale für blühende Medienpluralität wahrlich nicht geschaffen sind, freie Medien eine beträchtliche Rolle. Trotzdem bin ich strikt gegen ein Fördersystem nach dem Gießkannenprinzip — eine gemeinsame <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/infrastruktur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Infrastruktur">Infrastruktur</a> zu schaffen den infrastrukturellen, juristischen und informations-technischen Nachteil auszugleichen, sollte allerdings in der Tat Ziel einer nachhaltigen Medienpolitik sein: denn eine sinnvoll angelegte strukturelle Förderung schafft Synergien, von denen letztendlich alle nur profitieren können. Mehr dazu auf der Homepage des <a href="http://www.medienverband.at/" class="liexternal">Österreichischen Medienverbands</a>.</p>
<p><strong>Ort:</strong> FLUC Wanne am Praterstern<br />
<strong>Eintritt:</strong> freie Spende</p>
<p>[wp_geo_map]</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Podiumsdiskussion: Haben freie Medien Zukunft?</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2008-09/podiumsdiskussion-haben-freie-medien-zukunft/</link>
		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2008-09/podiumsdiskussion-haben-freie-medien-zukunft/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 17 Sep 2008 15:04:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[datenschmutz]]></category>
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		<description><![CDATA[[ 18. September 2008; 18:45 bis 20:10. ] Der österreichische Medienverband hat mich zu einer Podiumsdiskussion über die freie Medienszene eingeladen. Die Diskussion über Medienförderung findet diesen Donnerstag in Wien statt.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<table class="ec3_schedule"><tr><td colspan="3">18. September 2008</td></tr><tr><td class="ec3_start">18:45</td><td class="ec3_to">bis</td><td class="ec3_end">20:10</td></tr></table><p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/09/medienverband-1221662809.jpg" alt="medienverband 1221662809 Podiumsdiskussion: Haben freie Medien Zukunft?" title="medienverband" width="183" height="101" style="float:right;margin-top:5px;margin-left:15px;border:1px solid gray;" />Diesen Donnerstag findet in den Räumlichkeiten von GLOBAL 2000 (Neustiftgasse 36, 1070 Wien) eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/podiumsdiskussion/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Podiumsdiskussion">Podiumsdiskussion</a> zum Thema <strong>Haben freie Medien Zukunft?</strong> statt. Auslösemoment ist die Einstellung des Jugendmagazins <a href="http://www.chilli.cc/?id=83-1-166" class="liexternal">CHiLLi.cc</a>. Veranstaltet wird die Talkrunde vom österreichischen <a href="http://www.medienverband.at" class="liexternal">Medienverband</a>, Martin Aschauer hat mich in die illustre Runde eingeladen — und ich freu mich schon drauf, am Donnerstag ein paar alte Bekannte und Usual Suspects zu treffen. </p>
<blockquote><p>Ab 18:45 diskutieren in den Räumlichkeiten von GLOBAL 2000 Freie Medien und Politikerinnen gemeinsam den Stellenwert, die Probleme und vor allem die Zukunft der Freien Medien. Es sprechen u.a.:</p>
<ul>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/klaus-stimeder/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Klaus Stimeder">Klaus Stimeder</a> (<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datum/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Datum">Datum</a>)</li>
<li>Marie Ringler (Kultur und Mediensprecherin der Grünen Wiens)</li>
<li>Martin Aschauer (Österreichischer Medienverband und Freies Magazin)</li>
<li><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> (<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">Datenschmutz</a>)</li>
<li>Alexander Dechant (Resident)</li>
<li>Barbara Novak (SPÖ-Gemeinderätin)</li>
<li>Susanne Hanger (Österreichische Jugendpresse)</li>
<li>Thomas Weber (<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/the-gap/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with the gap">the gap</a> — Moderation)</li>
</ul>
</blockquote>
<h2 id="toc-meine-5-cents-zur-freien-medienszene">Meine 5 Cents zur freien Medienszene</h2>
<p>datenschmutz zähle ich keineswegs zur freien Medienszene: mein Blog ist ein strikt kommerzielles Produkt und zugleich meine Firmen-Homepage — zweifellos sind manche der Infos, die ich hier veröffentliche, für meine Leser trotzdem oder gerade deswegen unerhört nützlich, aber ds ist ein 1-Mann-Betrieb, und ich habe bislang (finanziell und indirekt) so sehr von meiner Bloggerei profitiert, dass ich unter keinen Umständen eine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/foerderung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Förderung">Förderung</a> aus öffentlicher Hand für diese Homepage annehmen würde. [Nur um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Werbe– und Kooperationspartner sind natürlich herzlich willkommen! :mrgreen:] Aber als ehemaliges Mitglied des <a href="http://www.thegap.at" class="liexternal">gap</a>–Gründungsteams und reger Partizipant an diversen nicht-kommerziellen Medienprojekten kenne ich die Probleme, Ansprüche, Hoffnungen und Chancen ganz gut aus eigener Erfahrung.</p>
<p>Weiters bin ich als wirtschaftsliberal eingestellter Kleinunternehmer natürlich der Meinung, dass es grundsätzlich eher zu viele als zu wenige Fördertöpfe gibt: Geld, das der Staat vergibt, zahlen schließlich im Vorfeld (und gar nicht so selten auch im Nachhinein) alle Steuerzahler, und eine noch heftigere Anhebung meines Steuersatzes steht nicht auf meiner Wunschliste. Trotzdem bin ich davon überzeugt, dass sogenannten Freie Medien nicht nur Bereich von Meinungsfreiheit und publizistischer Vielfalt einen wesentlichen Beitrag leisten, sondern dass diese Medien auch und vor allem Jungjournalisten, PR-Menschen und Marketeers ein Ausbildungsbiotop bieten, das sich im späteren “richtigen” Berufsleben als immens nützlich erweist.</p>
<p>Die Relation sollte man auch nicht aus den Augen verlieren, denn hier wird nicht über Milliarden verhandelt, sondern über relativ bescheidene Zuschüsse für Druckkosten und Infrastruktur. In einem Land, in dem (abgesehen von Kraftsaftl– und anderen weitgehend unnützen Marketing-Postillen) Journalisten-Honorare auf Schneeräumungs-Niveau dahin dümpeln, wird die Arbeitszeit meist ohnehin freiwillig und unbezahlt investiert. Die Gelder, über die hier gesprochen wird, sollen also einzig und allein der Aufrechterhaltung des Betriebs dienen. Und hier kommt ein weiterer Faktor ins Spiel, der das Land der Wein-Seligen von größeren Nachbarn unterscheidet, nämlich die sogenannten “Economies of Scale”: wenn etwa die potentielle Zielgruppe für ein Nischenprodukt bei 3% der Gesamtbevölkerung liegt und davon 5% besagtes Produkt auch tatsächlich konsumieren, ergibt das in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/deutschland/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Deutschland">Deutschland</a> 123.000 Personen, in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> aber grade mal 12.450.[1. gerechnet mit 82 bzw. 8,3 Mio. Einwohnern] Da die Werbeeinahmen und damit auch die “Lebensfähigkeit” von Medienprodukten mit zunehmender Konsumentenzahl aber nicht linear, sondern exponentiell steigen, stehen die längerfristigen Chancen für *jedes* Nischenprodukt hierzulande wirklich denkbar schlecht. Das mag übrigens ein Mitgrund sein, warum sich noch keine <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/regierung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Regierung">Regierung</a> ernsthaft zur Etablierung eines dualen Systems im Rundfunkbereich durchringen konnte — und wenn, wie derzeit Usus, große Teiles des Kulturförderungsbeitrags zur Altstadterhaltung eingesetzt werden, dann zeigt dies ohnehin deutlich, dass eine vielfältige Medienszene Politikern höchstens bei Podiumsdiskussionen ein Anliegen ist. Würde mich natürlich freuen, den einen oder anderen ds-Leser am Donnerstagabend bei der Podiumsdiskussion zu treffen.</p>
<p>[wp_geo_map]</p>
<h2 id="toc-update-fotos-von-der-podiumsdiskussion">Update: Fotos von der Podiumsdiskussion</h2>
<p>Ich hab vom Podiums aus einige Pix geschossen — und dass ich die Diskussion vorzeitig verlassen habe, sollte keinesfalls Desinteresse demonstrieren <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Podiumsdiskussion: Haben freie Medien Zukunft?" class='wp-smiley' title="Podiumsdiskussion: Haben freie Medien Zukunft?" /> Aber ich wollte Cynthias fantastisches Koriander-Hühnchen keinesfalls warten lassen!</p>
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<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Gewinnspiel: 3x Stichwortgeberinnen — von konservativem Feminismus</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Sep 2008 08:56:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Konservativer Feminismus wurde in den letzten drei Wochen zum wichtigen Anliegen der ÖVP-Frauenpolitik: trotzdem hat diese Textsammlung mit der aktuelle Neuwahl nur sehr indirekt zu tun.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/09/stichwort.jpg" alt="stichwort Gewinnspiel: 3x Stichwortgeberinnen   von konservativem Feminismus " title="stichwortgeberinnen" width="300" height="96" style="float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;" />Frage an <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/radio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Radio">Radio</a> Eriwan: Was ist konservativer Feminismus? Antwort: wenn Alt-Bundeskanzler Kohl Alice Schwarzer Rosen schickt. Contradictio in adjecto? Nein, sagen die Herausgeber der “Stichwortgeberinnen”: Carmen Wappel, Peter Danich, Dietmar Halper und Christian Sebastian Moser haben 14 Frauen aus <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/politik/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Politik">Politik</a> und Wirtschaft portraitiert. Das Buch erschien in der edition noir, hat aber trotzdem einen grünen Umschlag — <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/verwirrung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Verwirrung">Verwirrung</a> allenthalben, die sich aber schnell klärt, wenn man einen Blick auf die Portraits von Angela Merkel, Maria Schaumayer, Schester Maria Restituta oder Ursula Plassnik wirft: es handelt sich um eine Art ideologischen Leitfaden zur ÖVP-Frauenpolitik. “Alice Schwarzer ist eine konservative Feministin, liberal-konservativer Feminismus steht für gute Manieren und ökonomische Selbstermächtigung” — ich freue mich schon sehr auf Diskussionsbeiträge zu dieser Story! Von Mao habe ich drei Exemplare zum Verlosen bekommen und ich habe mit ihm ein Interview geführt, das genausogut in der Emma erscheinen könnte <img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/plugins/smilies-themer/datadirtblue2/frog6.gif' alt="frog6 Gewinnspiel: 3x Stichwortgeberinnen   von konservativem Feminismus " class='wp-smiley' title="Gewinnspiel: 3x Stichwortgeberinnen   von konservativem Feminismus " /> </p>
<h2 id="toc-stichwortgeberinnen-gewinnen">Stichwortgeberinnen gewinnen</h2>
<p><iframe src="http://rcm-de.amazon.de/e/cm?t=httpwwwusbsti-21&#038;o=3&#038;p=8&#038;l=as1&#038;asins=3950249494&#038;fc1=222222&#038;IS2=1&#038;lt1=_blank&#038;m=amazon&#038;lc1=4A748A&#038;bc1=000000&#038;bg1=FFFFFF&#038;f=ifr" style="width:120px;height:240px;float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;" scrolling="no" marginwidth="0" marginheight="0" frameborder="0"></iframe>Achtung, hochverehrte junge Leserin: falls Sie bislang ziellos durchs Leben irrten, dann dürfen Sie sich dieses Gewinnspiel keineswegs entgehen lassen:</p>
<p><em>In 14 Portraits werden eroflgreiche Frauen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kirche und den neuen sozailen Bewegungen vorgestellt. Die Stichwortgeberinnen zeigen jungen Frauen positive und visionäre Rollenmodelle. Das Buch will junge Frauen ermutigen, eigenständige Karriern. einzuschlagen — Vorbilder gibt es dank der Stichwortgeberinnen ab jetzt genug. Die Lebensläufe der Stichwortgeberinnen belegen eindrucksvoll, dass konservativer Feminismus mehr als nur ein Schlagwort ist.</em></p>
<p>Wer gewinnen möchte, teilt dies via Kommentar mit — es gelten dieselben <a href="http://blog.datenschmutz.net/gewinnspiele/#tnb" class="liinternal">Teilnahmebedingungen</a> wie immer, sprich: wer das Gewinnspiel ankündigt (Blog, soup, Tumblr, Twitter…) und/oder <a href="http://www.new.facebook.com/pages/datenschmutzblog-medienkulturtechnik/5802674241" class="liexternal">datenschmutz-Fan auf Facebook</a> wird und mich dies im Kommentar wissen lässt, erhält ein Extra-Los, <strong>das Gewinnspiel endet am 7. September</strong>. </p>
<h2 id="toc-interview-mit-christian-sebastian-moser">Interview mit Christian Sebastian Moser</h2>
<p><em>“Ich würde Alice Schwarzer als konservative Feministin bezeichnen”, sagt Christian Moser im Interview. Ob die Gründerin der Emma dem wohl zustimmen würde? Mehr knackige Aussagen zum Thema Frauen, Rap und der ganze Rest im folgenden Interview — ohne Maulkorb und dritten Boden: denn in Zeiten wie diesen muss man über jeden Beitrag zur Wahlorientierung froh sein…</em></p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">ritchie: </span>Dem Projekt, eine konservative Textsammlung feministischer Lebensentwürfe zusammen zu stellen, wohnt eine gewisse Schizophrenie inne — etwa vergleichbar mit einer Onthologie über die Rolle psychoaktive Drogen in völlig abstinenten Religionsgemeinschaften. Und zwar deshalb, weil Feminismus — zumindest im nicht biologischen Sinne — ein ganz klar links-ideologisches Konzept darstellt, was auch der Klappentext fast rechtfertigend gesteht: “Die Lebensläufe der Stichwortgeberinnen belegen eindrucksvoll, dass konservativer Feminismus mehr als nur ein Schlagwort ist.” Warum der plötzliche Versuch einer Umdeutung? Die ÖVP steht doch für traditionelle Mann-Frauen-Rollen, die mit dem Konzept des Feminismus völlig unvereinbar sind? Kann man sich denn auf gar keine unverrückbaren Positionen im politischen Spektrum mehr verlassen?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">Christian Moser: </span>Also wenn ich mir Bruno Kreiskys Begründung zur Ablehnung von Hertha Firnberg vergegenwärtige, wäre es mir neu, dass Feminismus etwas linkes ist. Machotum und Sexismus sind nicht links oder rechts, sondern Persönlichkeitsdefizite. Wenn Feminismus für Zwangsquoten und von Steuergeldern alimentiertes Moralisieren steht, ist er sicher links. Wenn Feminismus für ökonomische Selbstermächtigung, Höflichkeit und gute Manieren steht, ist er mit Sicherheit bürgerlich liberalkonservativ.</p>
<div style="width:300px;float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/09/maodelic.jpg" alt="maodelic Gewinnspiel: 3x Stichwortgeberinnen   von konservativem Feminismus " title="maodelic" width="300" height="200" />
<div style="padding:5px;background-color:#ededed;"><small>Christian Moser mit Monika Posch, Generalsekretärin ÖVP-Frauen.</small></div>
</div>
<p>In einer <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesellschaft">Gesellschaft</a> ohne Traditionen kann konservativer Feminismus nicht mehr heißen, untergegangenen Weltbildern nachzutrauern. Bei einer Frauenerwerbsquote von über 70 Prozent und Scheidungsquoten von mehr als 50 Prozent gibt es keine traditionelles Mann-Frau-Rollenbild mehr, schon seit den Siebziger des letzten Jahrtausends nicht. Im Unterschied zu damals kommen Familien ja auch nicht mehr mit einem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/einkommen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Einkommen">Einkommen</a> aus. Der nächste Schritt heißt jetzt, Vater-Sein in der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gesellschaft/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Gesellschaft">Gesellschaft</a> als sexy und erstrebenswert zu verankern. Brad Pitt hat da einiges an Pionierarbeit geleistet. Frau von der Leyen hat sicher recht: Es ist eine Witz, dass Frauen und Männer sich noch immer für Karriere oder Kinder entscheiden müssen. Kinder und Karriere als natürliche Symbiose und Einheit zu begreifen ist das Kernanliegen eines konservativen Feminismus.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>“Das Buch will junge Frauen ermutigen, eigenständige Karrieren einzuschlagen — Vorbilder gibt’s dank der Stichwortgeberinnen jetzt genug”, sagt der Klappentext. War das vorher anders? Oder anders gefragt: was unterscheidet die ÖVP-Vorbildnerinnen von den Heldinnen der Arbeiterklasse?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Zur besseren Illustration möchte ich das mit einem <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/vergleich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Vergleich">Vergleich</a> aus der Rapwelt verdeutlichen: Bürgerliche Frauen argumentieren wie Kit Kat oder Missy Elliot über ökonomische Selbstermächtigung und die Schönheit, eine Frau zu sein, grüne Frauen rappen wie Lady Bitch Ray  und Texta ohne Flow und rein akademisch von oben herab und haben keine Ahnung,  wie der Alltag der meisten Menschen aussieht und sozialdemokratischer  Feminismus klingt wohl am ehesten wie Mieze Medusa : immer leicht neben dem Takt. [AdB — Anmerkung des Bloggers: Ich distanziere mich hiermit deutlich von der Aussage, dass Lady Bitch Ray keinen Flow hat.]</p>
<div style="width:200px;float:right;margin-top:5px;margin-left:15px;border:1px solid gray;"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/09/praesi2.jpg" alt="praesi2 Gewinnspiel: 3x Stichwortgeberinnen   von konservativem Feminismus " title="hamann" width="200" height="300" />
<div style="padding:5px;background-color:#ededed;"><small>Sybille Hamann, Journalistin, bei der Buchpräsentation</small></div>
</div>
<p>Konservativer Feminismus hat ja auch was mit Style, Ästhetik, Mode, Weiblickeit und ökonomischer Selbstermächtigung zu tun. Es ist seit jeher ein konservatives Anliegen, dass mehr Frauen als selbständige Karrieren machen. Und wenn eine Dame gerne High Heels trägt, ist das nicht sofort eine strukturelle Ausbeutung. Linker Feminismus hat für mich immer was mit Blockwärtermentalität und Sinnesfeindlichkeit zu tun. Und was noch erschwerend hinzukommt: Linke Feministinnen argumentieren meistens mit Steuergeldern alimentiert (wie viele linke Feministinnen gibt es, die in der Privatwirtschaft ihr geld verdienen?) und mit moralischem Impetus, auf der richtigen Seite zu stehen. An diesem hohepriesterlichen Moralingeseier wird die Welt sicher nicht genesen. Für bürgerliche Feministinnen sind hingegen getting paid und ökonomische Selbstermächtigung zentrale Kategorien. Quoten sind aus konservativer Sicht leistungsfeindlich, wir betrachten Frauen nicht als extra förderungswürdig.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Elisabeth Noelle-Neummann, die du im Buch protraitiert hast, kennen wir beide aus dem Studium der Kommunikationswissenschaft. Die Erfinderin der “Schweigespirale” war für mich immer eine der überzeugtesten Anhängerinnen einer “objektiven” Wissenschaft, die eine konstruktivistische Weltsicht sicherlich scharf verurteilt hätte. Am Ende des Kapitels folgen einige ihrer Zitate, die für mich — pardon, Frau Noelle-Neumann — fast nach Satire klingen wie “Die Demoskopie kann schreiben, was sie will, sie ändert doch nichts an den Realitäten” oder “Aussagen über alle sind nicht Aussagen über jeden”. Warum hast du gerade sie ausgewählt als Rollenmodell für kontemporäre junge Kommunikationswissenschaftlerinnen? Wäre da eine Sherry Turkle, die sich mit komplexen Gender-Konstruktionen in Medien auseinander setzt, nicht ein lohnenderes Studienobjekt gewesen?</p>
<div style="width:200px;float:left;margin-top:5px;margin-right:15px;border:1px solid gray;"><img src="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2008/09/schaumi.jpg" alt="schaumi Gewinnspiel: 3x Stichwortgeberinnen   von konservativem Feminismus " title="Maria Schaumayer" width="200" height="300" />
<div style="padding:5px;background-color:#ededed;"><small>Maria Schaumayer bei der Buchpräsentation</small></div>
</div>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Noelle-Neumann hab ich vor allem wegen ihrer herausragenden Entrepreneurskills ausgewählt. Sie hat ja ihre erste Firma in einer Garage gegründet. Was Frau Neumann darüber hinaus interessant macht, sprichst du mit deiner Frage an: in ihrem Werk und in ihren Büchern ist sie meist eben nicht straight objektivistisch, sondern lappt immer wieder mal ins Esoterisch-Metaphysische ab. Sie weiß eben genau, dass sich die soziale Wirklichkeit nicht a la Comte rein mit Positivismus deuten lässt, eine so verstandene Sozialwissenschaft artet meist in wenig ergiebiger Materialhuberei aus. Das Transzendente und Irreale sind ja zentrale Kategorien für das konservative Weltbild, die Reduktion auf materialistische Kategorien ist ja eine Reductio ab absurdum aus dem linken Theorielabor, die viel Leid und Totalitarismus in die welt gebracht hat.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Das knappe Vorwort suggeriert, dass die allfällige Benachteiligung von Frauen einzig und allein auf das bisherige Fehlen von Rollen-Vorbildern zurück zu führen sein. Wie haben nicht-konservative Feministinnen bisher auf das Buch reagiert?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Im Standard und im Deutschlandfunk gab es recht positives Feedback. Ich hoffe, dass es noch weitere inhaltliche Auseindersetzung geben wird.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Siehst du Alice Schwarzer auch als konservative Feministin?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Klar würde ich Alice Schwarzer als konservative Feministin bezeichnen: sie tritt für Entscheidungsfreiheit ein und für den freien Willen, nein zu sagen. Mit ihrem entschiedenen Eintreten gegen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/pornographie/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Pornographie">Pornographie</a> vertritt sie zudem eine genuin konservative Position.</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">?: </span>Du sagst oben weiter, dass High Heels nicht gleich strukturelle Ausbeutung bedeuten müssen. Wie geht das mit einem generellen Porno-Verbot zusammen? Denkst du, dass Michaela Schaffrath oder Dolly Buster strukturell ausgebeutet wurden? Oder anders gefragt: gibt es außer moralischen Gründen noch andere, um Pornographie abzulehnen, sofern es sich bei allen Beteiligten um “consenting Adults” handelt?</p>
<p><span style="font-size:18px;font-weight:bold;">!: </span>Schwierige Frage nach den consenting Adults. Pornographie, die Frauen freiwillig machen bzw. als emanzipatorisch sehen, halte ich selbst schon für einen patriarchalen Mythos bzw. männliches Wunschdenken. Sex zu verkaufen ist einfach kein ethisch nachhaltiges Investment, ähnlich wie der liberale Konservative an der Börse keine Waffenfabrikanten handelt, wird er auch versuchen, Pornographie nicht zu konsumieren und zu fördern. Das heißt, dass jeder Mann/Frau in seinem Umfeld versuchen sollte, aktiv gegen Pornographie einzutreten. </p>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		<title>Petition: Das selbstfördernde Fördersystem</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-12/petition-das-selbstfoerdernde-foerdersystem/</link>
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		<pubDate>Thu, 13 Dec 2007 08:11:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mach kaputt, was dich kaputt macht, forderten einst die Punks. Nun sieht's so aus, als hätte sich das Wiener netzkunst-Selbstförderungssystem höchstselbst ins Aus befördert. Eine Petition will diesen Umstand ändern.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Kaum hat die Stadt <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a> einen vergleichsweise <strike>lächerlichen</strike> geringen Teil ihres Kulturbudgets mit großem Tamtam der Wiener Netzkulturszene zur “Selbstverwaltung” zur Verfügung gestellt, macht die Kulturpolitik auch schon wieder einen energischen Fall-Rückzieher. Die Vergabe (natürlich theoretisch vollkommen politische unabhängiger) Fördergelder auf der einen und das Kuratorensystem auf der anderen Seite hören plötzlich auf, miteinander zu kuscheln, wenn die Kuratierten ihre Kuratoren selbst kuratieren. Eine <a href="http://www.petitiononline.com/mod_perl/signed.cgi?netzkult" class="liexternal">Petition</a> soll dies ändern.</p>
<p>Um ein Nataschakampuschzitat (ich finde, das sollte ein zusammengeschriebenes Wort sein) aus der aktuellen Njus Titelstory zu paraphrasieren: “Die Wiener Netzkunst empfindet sich als System, das sich als System empfindet.” (1) Mit anderen Worten: seit das angesprochene Selbstverwaltungsmodell seit 2 Jahren in Kraft ist, wird es auch heftig kritisiert, sowohl in– als auch extern:</p>
<blockquote><p>Seit jeher gab und gibt es aber auch Bedenken gegen ein solches Modell bei verschiedensten Stakeholdern der angesprochenen Communities. So wurde sowohl durch ein mangelndes öffentliches und positives Bekenntnis zum selbstentwickelten Fördersystem durch die Communities selbst, aber auch durch Eingriffe der mittelaufbringenden Magistratsabteilung in die Förderentscheidungen der Prozess in den vergangenen Monaten zunehmend desavouiert.</p></blockquote>
<p>Also soll es nun wieder vorbei sein mit den halbfetten Tagen, der neue Entwurf sieht sehr eingeschränkt Selbstverwaltungsoptionen vor. Die InitiatorInnen der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/petition/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Petition">Petition</a> (whoever that is, dazu später mehr) wollten der ertrinkenden Selbstregulierung ein medienwirksames Rettungsringlein zuwerfen:</p>
<blockquote><p>In dieser Situation möchten die hier Unterzeichneten ein positives Zeichen — für den Fortbestand selbstbestimmter Kuratierung — im Bereich der <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/foerderung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Förderung">Förderung</a> der Wiener Netzkulturen setzen. Insbesondere steht die Unterstützung dieser Petition für:</p>
<ol>
<li>den unbedingten Erhalt der gesamten Fördersumme für den Bereich der Netzkulturen, bzw. dessen Erhöhung</li>
<li>die Aufforderung an die mittelaufbringende Magistratsabteilung, nach den einmal von ihr vorgegeben Rahmenbedingungen nicht mehr in die Ergebnisse der selbstbestimmten Kuratierung einzugreifen</li>
<li>die Bereitschaft, mit einem erweiterten Kreis an Netzkulturschaffenden bzw. NetzkünstlerInnen an substanziellen Innovationen (i.e. Jury) zu arbeiten</li>
<li>die Bereitschaft, weiter an der strukturierten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/entwicklung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Entwicklung">Entwicklung</a> der selbstbestimmten Kuratierung teilzunehmen</li>
</ol>
</blockquote>
<p>An der Petition stören mich vor allem zwei Faktoren — nennt mit pingelig, aber Netzkulturalisten sollten noch elaboriertere Möglichkeiten der Meinungsabgabe kennen als den Service “petitiononline.com” mit dauernd eingeblendeten Parship-Banner. Und die Impressums-Zeile lässt auch alle denkbaren Fragen offen:</p>
<blockquote><p>The Weiterentwicklung des Fördersystem für die Wiener Netzkulturen  Petition to Wiener Stadtrat für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a>, Dr. Andreas Mailath Pokorny, sowie die Communities der Netzkulturen was created by and written by Committed <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/community/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Community">Community</a> — BrainX.</p></blockquote>
<p>Ich habe die <a href="http://www.petitiononline.com/mod_perl/signed.cgi?netzkult" class="liexternal">Petition</a> trotzdem unterzeichnet — zwar fehlt mir völlig der Einblick ins Detail-Prozedere, ich halte die üblichen Verdächtigen allerdings für ausgesprochen förderwürdig  und die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/idee/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Idee">Idee</a> der Selbstverwaltung in diesem Bereich für hochgradig sinnvoll. Im besten Fall überbrückt selbige nämlich die breite Spalte zwischen zahnlos-gefälliger Corporate Sponsoring Kunst und politischer motivierter Fördervergabe. Die (Netz)Kunst sollte halt keineswegs alleiniger Spielball von Telecom-Future-Labs sein… und in Relation zu den Subventionen jeder einzelnen Staatstheater-Inszenierung handelt sich’s bei der diskutierten Summe wirklich um die berühmten Erdnüsse.</p>
<hr />
(1) Im Original lautet das Zitat: “Ich empfinde mich als jemanden, der sich als alterslos empfindet.”</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Projekte in der Pipeline</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Nov 2007 14:56:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den nächsten Wochen und Monaten haben wir einiges vor: mehrere Projekte stehen in den Startlöchern, und ich kann's kaum erwarten, ein paar neue Tools an den Start zu bringen.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auf Englisch könnt ich jetzt schreiben: “I’m very excited about our new projects in the pipeline”, aber in Tschörmänn klingt “Ich bin sehr aufgeregt über unsere neuen Projekte in der Ölleitung” eigenartig — aber wie auch immer: da kommt einiges in den nächsten Wochen und Monaten… Genaueres kann ich derzeit noch nicht verraten, aber ein paar kryptische Anmerkungen sollen an dieser Stelle dennoch folgen.</p>
<p>Gestern haben Bernd und ich unseren Antrag für die <a href="http://blog.departure.at/?cat=7" class="liexternal">Lifestyle Advertising</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/foerderung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Förderung">Förderung</a> eingereicht — was wir vorhaben, ist für nicht ganz Innenstehende mit Sicherheit schwierig nachzuvollziehen, aber jedenfalls sitzt <a href="http://www.sixtus.net/" class="liexternal">Mario Sixtus</a> in der Jury, dem dürfte gleich mal klar sein, was wir vorhaben… ich rechne ja nicht ernsthaft damit, dass ein Geldregen über uns ausgeschüttet wird, aber es würde den Bau unserer Plattform, die wir ohnehin launchen werden, doch gravierend beschleunigen. Momentan herrscht ja eine recht erhitztes Diskussionsklima zum Thema “<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/web-20/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Web 2.0">Web 2.0</a> Werbeformen” — ich denk, uns sind da ein paar auf gut Wienerisch “Schmähs” eingefallen, die in dieser Kombination hohen Novitätswert haben. Naja, mal gucken.</p>
<p>Wenn sich die schreckliche Streitmacht der <a href="http://www.blogpiraten.com" class="liexternal">Blogpiraten</a> mit <a href="http://www.blögger.at" class="liexternal">Blögger</a> auf ein Packerl haut, dann erzittert deutsch–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogistan/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with blogistan">Blogistan</a>, idealerweise vor lauter Vorfreude. Yup, wir haben da was in der Schublade, immerhin haben uns die <a href="http://www.deutscheblogcharts.com" class="liexternal">Deutschen Blogcharts</a> durchaus auf den Geschmack gebracht. Mehr in Bewegtbild, Word und XML voraussichtlich Anfang nächsten Jahres, vielleicht gibt’s aber auch schon im Dezember eine Sneak Preview — <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a> LeserInnen erfahren’s garantiert als erste. Und <a href="http://www.wissenbelastet.com" class="liexternal">Wissen belastet Abonnentinnen</a> natürlich auch.</p>
<p>Yes, I know, das klingt alles ein wenig nebulös, aber gute Dramaturgien leben ja bekanntlich davon, dass man nicht genau weiß, was als nächstes passiert. Jedenfalls wollt ich an dieser Stelle mal ganz offiziell was loswerden: thx an alle die konspirativ-kooperativen BloggerInnen da draußen. Nach vielen Semestern FT– und Uni-Unterricht und wiederholtem Theoretisieren über Netzkultur und Online-Kollaboration bin ich immer noch schlichtweg böse geflasht (wie wir Hip Hopper sagen) von einer ganzen Reihe extrem erfreulicher und produktiver Online-Bekanntschaften. You know who you are, let’s take this shit to the next level!</p>
<p>In diesem Sinne hier die aktuelle Folge des <a href="http://www.elektrischer-reporter.de/index.php/site/film/53/" class="liexternal">Elektrischen Reporters</a>: Boing-Boinger Cory Doctorow spricht über Science Fiction, Netzkultur, Privatsphäre und Blogmonetarisierung. Schönes Zitat:</p>
<blockquote><p>I think that it (Kritik an <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/blogwerbung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Blogwerbung">Blogwerbung</a>) focusses on the wrong aspect of what makes blogging distinctive. The thing that makes blogging distinctive isn’t its non-commerciality, but the way that influences the subject matters of a blog.</p></blockquote>
<p>Full akk, Captain D.!</p>
<div align="center">
<object width="425" height="350"><param name="movie" value="http://www.elektrischer-reporter.de/flvplayer.swf?file=http://elektrische-bewegtbilder.de/elrep/41/El_Rep_41.flv"></param><embed src="http://www.elektrischer-reporter.de/flvplayer.swf?file=http://elektrische-bewegtbilder.de/elrep/41/El_Rep_41.flv" type="application/x-shockwave-flash" width="425" height="350"></embed></object>
</div>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Gebrauchte Rechner für Kinder in Afrika</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Oct 2007 15:40:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Der Verein Delta Culture versorgt afrikanische Kinder und Jugendliche mit funktionstüchtiger PC-Hardware. Wer einen alten Rechner im Keller oder am Schrank herumstehen hat, ist herzlich aufgefordert, mitzumachen!]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.infopirat.com" class="liexternal">Francis</a>, Bruder im Piratengeiste, hat mir kürzlich die folgenden Infos geschickt. Kurzfassung für Eilige: der Verein <a href="http://deltacultura.org/at" class="liexternal">Delta Cultura</a> versorgt Kinder und Jugendliche mit funktionierender <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/hardware/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Hardware">Hardware</a> — denn alte, nicht mehr verwendete, aber funktionstüchtige Rechner stehen zu tausenden in Europas Kellern rum. Die müssen aber einfach nur an den richtigen Bestimmungsort gebracht werden, und genau darum kümmert sich der in Kap Verde ansässige Verein.</p>
<p>Alte Rechner sind lästiger Elektronischrott, nehmen kostbaren Abstellkammer-Platz weg — dabei könnten die Kisten so viel nützlicher sein, würden sie nicht im heimischen Keller vor sich hingammeln, sondern in Kap Verde in einem Internetcafé stehen, das Kinder und Jugendlichen <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/gratis/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with gratis">gratis</a> <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/netzzugang/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Netzzugang">Netzzugang</a> anbietet. Im Prinzip handelt sich’s also hier um ein logistisches Verteilungsproblem. Delta Cultura ist nicht nur auf der Suche nach vollständigen Rechnern, auch funktionierendes Zubehör wartet auf zukünftige Einsätze. Ein 10-Kilo-Paket von .at nach Kap Verde kostet rund 50 Euro — und kann die Zukunft vieler Jugendlicher entscheidend erleichtern.</p>
<h3 id="toc-datenschmutz-sucht-sponsorinnen"><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a> sucht SponsorInnen</h3>
<p><strong>Jede Firma, die ein 20kg-Paket von <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/oesterreich/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Österreich">Österreich</a> nach Kap Verde sponsert, wird hier auf datenschmutz kurz vorgestellt und verlinkt. Kostet weniger als ein trigami-Review und bringt ausgesprochen positive Publicity, also geben Sie Ihrem Sozialbudget einen Ruck!</strong> Interessenten melden sich unter datenschmutz [at] gmail [dot] com. Hier die komplette Aussendung, die Francis mir geschickt hat:</p>
<p> </p>
<blockquote><p>Noch einen voll funktionstüchtigen aber alten Rechner im Keller stehen? Neue Rechner fürs Büro gekauft und keine Ahnung wohin mit der alten Ausstattung? Helfe Kindern und Jugendlichen in <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/afrika/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Afrika">Afrika</a> und spende Deinen ausgemusterten PC!</p>
<p>Wir sind ein Verein in Kap Verde (Westafrika), der sich auf die Unterstützung und <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/foerderung/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Förderung">Förderung</a> von Kindern und Jugendlichen spezialisiert hat. Zu unseren Leistungen zählen umfangreiche Sport-, <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a>- und Bildungsangebote. Seit 2005 betreiben wir ein Kinder– und Jugendzentrum in Tarrafal auf der Insel Santiago.</p>
<p>Für unser Internetcafé, in dem Schüler und Schülerinnen kostenlosen Zugang zu PC und Internet haben, sowie unsere Computerkurse im Centro, benötigen wir dringend Unterstützung in Form von Computerhardware. Wir freuen uns über Computer mit folgender Mindestausstattung: Pentium III (bzw. vergleichbare), 128 MB RAM, funktionstüchtig</p>
<p>Außerdem nehmen wir gerne Tastaturen, Mäuse, CD– und DVD Laufwerke sowie RAM entgegen. Keine Verwendung haben wir für defekte Hardware und alte Drucker.</p>
<p>Die größte Schwierigkeit besteht für uns in den Transportkosten für Sachspenden. Leider können wir diese nicht übernehmen und würden uns daher sehr freuen, wenn Du Deine Spende selbst an uns schickst!</p>
<p>Ein Paket von Deutschland/Österreich nach Kap Verde mit DHL kostet:<br />
 5 Kg = 37 EUR<br />
10 Kg = 52 EUR<br />
20 Kg = 82 EUR</p>
<p>Das Paket muss gut verpackt sein und an folgende Adresse versendet werden:</p>
<p><strong>Delta Cultura Cabo Verde<br />
Vila do Tarrafal<br />
Ilha Santiago<br />
Rep. d. Cabo Verde (Kap Verde)</strong></p>
<p>Die Zollangaben sollten lauten: “Spende, gebrauchter PC (PC usado)”. Bei Wert ist “0 (Null)” anzugeben.</p>
<p>Deine Spende wird hier mehr als nur einem Jugendlichen helfen seine Zukunft entscheidend zu verbessern! Mehr Infos zu unserem Projekt findest Du hier: <a href="http://deltacultura.org/at" class="liexternal">http://deltacultura.org/at</a></p>
<p>Wenn Du noch Fragen hast oder weitere Ideen, dann schreib uns an:<br />
<strong>computerspende [at] deltacultura [punkt] org</strong></p></blockquote>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
Wenn Sie diese Meldung auf einer Homepage sehen, wurde der betreffende Beitrag widerrechtlich und ohne die Zustimmung des Autors veröffentlicht.<br /><em>Digitaler Fingerabdruck / digital Fingerprint: c1d7d6ed6691c7c25dbb043c9a689294</em></small>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Ruf nach Papieren: Vor Google — Suchmaschinen im analogen Zeitalter</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-08/ruf-nach-papieren-vor-google-suchmaschinen-im-analogen-zeitalter/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Aug 2007 13:36:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
				<category><![CDATA[analogia]]></category>
		<category><![CDATA[datenschmutz]]></category>
		<category><![CDATA[medienkultur]]></category>
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		<category><![CDATA[theoretisch]]></category>
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		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Kulturwissenschaft]]></category>
		<category><![CDATA[SEO]]></category>
		<category><![CDATA[Wien]]></category>

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		<description><![CDATA[Anton Tantner (Uni Wien, Institut für Geschichte), den ich aus medianexus Zeiten kenne, und Thomas Brandstetter (Uni Wien, Institut für Philosophie) organisieren 2008 einen spannenden Workshop für alle SEO–Jünger. Aber Vorsicht: im Mittelpunkt stehen keineswegs digitale Algorithmen: der historische Fokus liegt auf den analogen Vorgängermodellen Googles.Deadline für Einsendungen ist der 31. Oktober.
Sachkundige TeilnehmerInnen mit kulturwissenschaftlichem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/08/vorgoogle.gif" rel="lightbox" title='vorgoogle' class="liimagelink"><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/08/vorgoogle.thumbnail.gif' alt="vorgoogle.thumbnail Ruf nach Papieren: Vor Google   Suchmaschinen im analogen Zeitalter" style="border:1px solid orange;float:left;margin-right:9px;margin-top:3px;margin-bottom:2px;" title="Ruf nach Papieren: Vor Google   Suchmaschinen im analogen Zeitalter" /></a>Anton Tantner (Uni <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/wien/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Wien">Wien</a>, Institut für Geschichte), den ich aus <a href="htp://www.medianexus.net" class="liinternal">medianexus</a> Zeiten kenne, und Thomas Brandstetter (Uni Wien, Institut für Philosophie) organisieren 2008 einen spannenden Workshop für alle <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/seo/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with SEO">SEO</a>–Jünger. Aber Vorsicht: im Mittelpunkt stehen keineswegs digitale Algorithmen: der historische Fokus liegt auf den analogen Vorgängermodellen Googles.<a href="http://www.univie.ac.at/iwk/vor-Google/fragestellungen.html" class="liexternal">Deadline für Einsendungen</a> ist der 31. Oktober.</p>
<p>Sachkundige TeilnehmerInnen mit kulturwissenschaftlichem Background sind zu einem Call for Papers aufgerufen — die Fragestellungen, die im Konzept aufgeworfen werden, finde ich hochgradig spannend. Am zum 31. Oktober ist die Deadline für Einsendungen [via <a href="http://www.atrox.at/" class="liexternal">Adrian Dabrowsky</a>]:</p>
<blockquote><p>Interessierte ReferentInnen bitten wir, bis 31.10.2007 ein Abstract im Umfang von circa 2–3000 Zeichen sowie einen kurzen Lebenslauf mit Angaben über Forschungsschwerpunkte und Publikationen (nicht mehr als 2000 Zeichen) an folgende E-Mail-Adresse zu schicken: <strong>vor–<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/google/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Google">google</a>.geschichte [at] univie.ac.at</strong><br />
Der Workshop soll am 10. und 11. Oktober 2008 in Wien stattfinden; für Reisekosten und Unterbringung (zwei Nächte) werden Förderungen beantragt.</p></blockquote>
<p>Exploriert werden sollen sowohl das Verhältnis der heutigen Suchmaschinen zu ihren “Vorläufermodellen” (Wolfang Behringer beschrieb die frühneuzeitliche Post als das “erste <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a>”) als auch die historischen und gegenwärtigen Epistemologien des Wissens, die jeder Suchmanschinenkonzeption zugrunde liegen:</p>
<blockquote><p>Call for Papers: Vor Google ÃÂ­ Suchmaschinen im analogen Zeitalter</p>
<p>Google gilt als die mächtigste Marke der Welt, noch vor Microsoft und Coca-Cola. Es wundert nicht, dass die Wichtigkeit, die Suchmaschinen in der heutigen Informationsgesellschaft zukommt, dazu führt, dass sie zu Objekten von Sachbüchern (J. Battelle; D. Vise/M. Malseed) und wissenschaftlichen Werken (D. Lewandowski) werden.</p>
<p>Der Bedarf nach Erkenntnissen über die Funktionsweise und die Entstehung von Suchmaschinen ist groß; der projektierte Workshop möchte sich dem Phänomen der Suchmaschinen auf historische Weise annähern: ForscherInnen wie z.B. <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/kultur/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Kultur">Kultur</a>- und MedienwissenschafterInnen, LiteraturwissenschafterInnen und HistorikerInnen werden mit diesem Call for Paper dazu eingeladen, sich mit der Vorgeschichte von Suchmaschinen auseinanderzusetzen. […] Als mögliche Fragestellungen können u.a. genannt werden:</p>
<ul>
<li>Die Organisationsform der Einrichtungen: Handelt es sich um privatwirtschaftlich orientierte, miteinander konkurrierende oder mit einem Privileg versehene Unternehmen? Oder aber um staatliche Einrichtungen? […]</li>
<li>Einbettung in Mediensysteme: Wie lässt sich das Verhältnis vormoderner Suchmaschinen zu anderen Medien, namentlich der frühneuzeitlichen Post ÃÂ­ dem laut Wolfgang Behringer “erste[n] Internet” ÃÂ­ beschreiben?</li>
<li>Konkurrenz: Zu welchen anderen, traditionellen Techniken der Informationsvermittlung und –recherche treten neu auftauchende Suchtechnologien in Konkurrenz? […]</li>
</ul>
</blockquote>
<p>Weitere Informationen gibt’s auf der zugehörigen <a href="http://www.univie.ac.at/iwk/vor-Google/fragestellungen.html" class="liexternal">Workshop-Homepage</a>.</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		</item>
		<item>
		<title>Die zwei ungleichen Teile der Musik (von Werner Reiter)</title>
		<link>http://blog.datenschmutz.net/2007-06/die-zwei-ungleichen-teile-der-musik-von-werner-reiter/</link>
		<comments>http://blog.datenschmutz.net/2007-06/die-zwei-ungleichen-teile-der-musik-von-werner-reiter/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 16 Jun 2007 07:29:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Reiter</dc:creator>
				<category><![CDATA[datenschmutz]]></category>
		<category><![CDATA[digitalia]]></category>
		<category><![CDATA[Medienökonomie]]></category>
		<category><![CDATA[medienkultur]]></category>
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		<category><![CDATA[the gap]]></category>

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		<description><![CDATA[Werner Reiter lud erneut zur Diskussionsrunde: DJs, Labelbesitzer und Musiker sprachen über das Thema Kopierschutz und digitale Musik. Fazit: Die Majors produzieren an den Konsumenten vorbei. mp3, net.labels und digitale Musik sind für die Kunden komfortabel: dieser Vorteil darf nicht durch unpraktikable Kopierschutzsystem zunichte gemacht werden.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src='http://blog.datenschmutz.net/wp-content/uploads/2007/05/musikheader.jpg' alt="musikheader Die zwei ungleichen Teile der Musik (von Werner Reiter)" style="float:left;border:1px solid gray;margin-top:3px;margin-right:6px;margin-bottom:2px;" title="Die zwei ungleichen Teile der Musik (von Werner Reiter)" />Am 2. April erklärte EMI nach einem Rückzieher im Februar, endlich doch Musikdownloadservices mit Song-Files ohne Kopierschutz zu beliefern. Dieser von einer Major-Plattenfirma gesetzte Schritt lindert immerhin ein Symptom einer tief greifenden Krise der Musikindustrie. the gap hat zur Expertendiskussion geladen, um das gesamte Ausmaß der Krise zu beleuchten und mögliche Auswege zu skizzieren. Daraus resultierte die folgende Zusammenfassung von zwei Stunden angeregter Unterhaltung in den heiligen Hallen des monopol-Medienimperiums. Erstmalig erschienen in: <a href="http://www.thegap.at" class="liexternal">the gap</a> #76, Mai 2007. </p>
<p>Wie bereits zum Thema <a href="http://blog.datenschmutz.net/2007-02/web-20-internet-fuer-dummies-in-der-neoliberalen-medienwelt-von-werner-reiter/" class="liinternal">Web 2.0</a> hat Werner Reiter zur Exploration der komplexen Materie “Die Musik und der Kopierschutz” eine illustre Runde eingeladen — leider wollte partout kein Vertreter eines Major Labels auftauchen —  alle wesentlichen Aspekte des Themaskamen dennoch zur Sprache. Et voilÃÂ  — für <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a> Leser hier der Artikel aus the gap im Volltext. Demnächst ereignet sich übrigens das gleich grausame Spiel nach demselben Muster — wobei die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/themen/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Themen">Themen</a> Web 2.0, Google und Informationsmonopole in den Fokus der nächsten Runde rücken.</p>
<blockquote><h3 id="toc-die-diskussionsrunde">Die Diskussionsrunde</h3>
<p><strong>Niko Alm</strong><br />
Herausgeber the gap<br />
<a href="http://www.thegap.at" class="liexternal">www.thegap.at</a></p>
<p><strong>Roland Alton-Scheidl</strong><br />
Vorsitzender creativ wirtschaft austria, Fachhochschule Vorarlberg, OSalliance<br />
<a href="http://www.alton.at/roland" class="liexternal">www.alton.at/roland</a></p>
<p><strong>Philipp Dorfmeister</strong><br />
<a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/g-stone/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with g-stone">G-Stone</a> Recordings Vertreter Online, Ordis — Soulseduction Digital Distribution, Soulseduction.com<br />
<a href="http://www.soulseduction.com " class="liexternal">www.soulseduction.com</a> und <a href="http://www.g-stoned.com" class="liexternal">www.g-stoned.com</a></p>
<p><strong>Florian Hufsky</strong><br />
Bundessprecher der Piratenpartei Österreichs<br />
<a href="http://www.ppoe.or.at" class="liexternal">www.ppoe.or.at</a></p>
<p><strong>Ritchie Pettauer</strong><br />
Journalist und Medienwissenschaftler<br />
<a href="http://blog.datenschmutz.net" class="liinternal">blog.datenschmutz.net</a></p>
<p><strong>Ravissa </strong><br />
DJane und Produzentin<br />
<a href="http://www.doorbitch.nu" class="liexternal">www.doorbitch.nu</a></p>
<p><strong>K. Flo Schneider</strong><br />
Geschäftsführer McShark, Betreiber des eingestellten <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/radio/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Radio">radio</a>:))mcshark<br />
www.mcshark.at</p>
<p><strong>Christian Untersteiner</strong><br />
Head of Product Management ONE<br />
www.onelovesmusic.at</p></blockquote>
<p>Die Musikindustrie klagt seit Jahren über rückläufige Umsätze. Die Erlöse aus Downloads sind 2006 zwar weiter gestiegen, machen aber verglichen mit den 85% des Hauptumsatzträgers CD noch immer einen verschwindend geringen Anteil aus. Die big 4 (Universal, SonyBMG, Warner und EMI) halten 70% des Marktes und bestimmen damit die Regeln des Business. Und die waren in den letzten Jahren geprägt von einem sklavischen Festhalten an technischen Hürden, die das Kopieren von Files erschweren, einer Hetzkampagne gegen Tauschbörsenbenutzer, die in weltweit 30.000 Verfahren gemündet ist und von Versuchen klassische Distributionsmodelle auf das <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> zu übertragen.</p>
<p>Apple hat es mit iTunes als einziges Online Angebot geschafft auch wirtschaftliche Relevanz zu erlangen. In den letzten Monaten kam Apple immer mehr unter Beschuss. Einerseits weil das angewandte <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/drm/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with DRM">DRM</a> Verfahren nur erlaubt, dass gekaufte Musikstücke ausschließlich am iPod bzw. auf PCs abgespielt werden können und andererseits weil Apple die regionalisierte Preispolitik der Labels auch im Internet umsetzte.</p>
<p>Steve Jobs ergriff die Flucht nach vorne und publizierte im Februar einen offenen Brief, in dem er Apple als Opfer dieser Entwicklungen darstellte und sich ganz klar gegen DRM aussprach. Das dürfte letztlich dazu geführt haben, dass EMI nach langem Zögern jetzt doch Musik ohne DRM anbieten wird — wenngleich zu einem höheren Preis. Dass die DRM freien Stücke auch in einer besseren Qualität vorliegen, mag als Verkaufsargument durchgehen, die Masse der Konsumenten wird den Unterschied aber kaum hören.</p>
<h2 id="toc-die-ungleichen-seiten-der-medaille">Die ungleichen Seiten der Medaille</h2>
<p>In seinem Eröffnungsstatement meint Christian Untersteiner, Head of Product Management bei ONE, dass Musik emotionalisiert wie sonst kaum etwas. So wird die Diskussion in den Redaktionsräumen des gap sehr emotional geführt, und vor allem die ungleichen Teile des Gesamtsystems Musik werden mit Leidenschaft diskutiert. Da gibt es nicht nur ein Ungleichgewicht zwischen den recht unbeweglichen Majors und den Indies, die ums Überleben kämpfen und ihre erfolgreichen Acts nach jahrelanger Aufbauarbeit nicht selten an die Großen abgeben müssen.</p>
<p>Auch die Nutzer lassen sich einteilen in die Massen, die nur das kaufen, wo Ö3 sie hinführt und die Afficionados, die sich intensiv mit Musik beschäftigen. Dass klassisches Marketing immer auf die Masse abzielt, liegt in der Natur der Sache. Philipp Dorfmeister von G-Stone und Soulseduction meint auch, dass DRM geschützte Musik, die mit etwas PC Kenntnissen relativ leicht (und für private Zwecke auch legal) vom Kopierschutz befreit werden kann, die 95% davon abhält das zu tun, weil es ihnen zu mühsam ist. Und schließlich die Musiker, die zum größten Teil ihre Nutzungsrechte an Labels und Verwertungsgesellschaften abgeben anstatt sich selbst mit alternativen Vertriebsformen oder mit Lizenzierungsmodellen wie etwa Creative Commons auseinanderzusetzen.   </p>
<blockquote><h2 id="toc-zitate-aus-der-diskussion">Zitate aus der Diskussion</h2>
<p>DRM ist nur dazu gedacht die 95% der Leute, die sich nicht damit beschäftigen wollen, davon abzuhalten ihre Files sofort zu kopieren. <em>Philipp Dorfmeister über die relative Nutzlosigkeit von Kopierschutz</em></p>
<p>Die Verwertungsgesellschaften sind noch nicht in diesem Jahrtausend angekommen. <em>Roland Alton-Scheidl über Zeitlöcher</em></p>
<p>Beim Online Musikbusiness stehen einfach zu viele in der Value Chain. So kommen die absurden Marktpreise zustande. <em>Christian Untersteiner über die Komplexität des Business</em></p>
<p>Die Vorselektion die Labels für den Konsumenten machen ist absolut wichtig. <em>Flo Schneider über die Notwendigkeit von Labels als Identitätsstifter</em></p>
<p>Die Angst, dass es keine Musik mehr gibt wenn alle Majors pleite gehen, kann ich nicht teilen. <em>Ritchie Pettauer über den kulturellen Wert von Musik</em></p>
<p>Endlich ist Musik dort angelangt, wo andere Produkte schon sind. Was zählt ist die Verpackung. <em>Niko Alm über ein neues Verständnis der Revenuemodelle</em></p>
<p>Das schnelle Finden und Konsumieren von Musik und die <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/social-networking/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Social Networking">Social Networking</a> Möglichkeiten machen das Wesen von Musik im Internet aus. <em>Florian Hufsky über das Primat der Convenience</em></p>
<p>Selbst wenn ich große Releases hätte und massiv verkaufen würde, ich würde DRM nicht für nötig halten. <em>Ravissa über Dinge, von denen sie wenig hält</em></p></blockquote>
<h2 id="toc-astronomische-preise-und-unntig-hohe-komplexitt">Astronomische Preise und unnötig hohe Komplexität</h2>
<p>Die landläufige Meinung besagt, dass Online Vertrieb immaterieller Güter wie Musikfiles bedeutend günstiger sein müsste als die Produktion und der Vertrieb von CDs. Wer sich aber damit auseinandersetzen muss, merkt schnell, dass das Gegenteil der Fall ist. Aufgrund der mangelnden Standardisierung der Musikplattformen, der unterschiedlichen Fileformate und der Vielzahl an DRM Systemen hat sich die Komplexität in der Produktion und der Logistikaufwand im Vergleich zum physischen Vertrieb nicht verringert.</p>
<p>Soulseduction etwa liefert 22 Formate für Pre-Listening und 24 Formate der eigentlichen Files an unterschiedlichste Plattformen. Die logistische Herausforderung besteht dann darin, einen Track zum Releasezeitpunkt auf allen Plattformen online zu haben. Vor allem für kleinere Labels oder gar für Künstler selbst ist das nicht zu bewerkstelligen und die Plattformbetreiber weigern sich, Verträge mit Kleinstanbietern abzuschließen. Damit werden Aggregatoren als zusätzliches Glied in die Kette gefügt und schon gibt es wieder einen Player mehr, der am Kuchen mitnaschen will.</p>
<h2 id="toc-drm-abschaffen-oder-bessere-alternativen-finden">DRM abschaffen oder bessere Alternativen finden?</h2>
<p>In der Diskussion will sich niemand lange damit aufhalten, die Argumente gegen die Vielzahl an DRM Lösungen erneut aufzuwärmen. Interessanterweise zeigen zumindest manche Verständnis für die Notwendigkeit des Kopierschutzes. Dass die mangelnde Standardisierung und die damit verbundene Inkompatibilität nicht unbedingt zum Glück der Konsumenten beiträgt, ist allerdings Common Sense. Roland Alton-Scheidl, der sich um die Einführung von Creative Commons in Österreich verdient gemacht hat, skizziert zwei mögliche Ansätze.</p>
<p>Ersterer ist eigentlich nur eine Vorstufe zu DRM: Das von ihm mitentwickelte System Registered Commons ist ein digitaler Zeitstempel, der einerseits das Veröffentlichungsdatum von Inhalten und andererseits gesicherte Informationen über den Urheber liefern kann. Dieser kann für Creative Commons Lizenzen aber auch andere angewendet werden. Die zweite Lösung weist etwas weiter in die Zukunft: Ein DRM System auf Open Source Basis soll die erhoffte Standardisierung bringen und gleichzeitig auch den Rechteinhabern die Möglichkeit eröffnen, selbst die Nutzungsbedingungen und die Businessmodelle festzulegen. Bis dahin ist es mit Sicherheit noch ein weiter Weg. Selbst wenn das System den Durchbruch nicht schafft, wird die Industrie viel davon lernen können.</p>
<h2 id="toc-musik-genieen-oder-besitzen">Musik genießen oder besitzen?</h2>
<p>Die etablierte Diskussion um Musik im Internet dreht sich meist um den Kauf von Dateien und die mehr oder weniger eingeschränkten Nutzungsmöglichkeiten. Dabei drängen längst Services wie etwa Last.fm auf den Markt, die den individuellen Musikgeschmack bedienen, indem sie die Musik als Streams anbieten. Andere wie phling! setzen darauf, die Musiksammlung auf der eigenen Festplatte via Streams auf connected Devices zu bringen. Hinter den meisten der neueren Modelle steht eine Flatrate, die den Kunden die Convenience bietet, Musik zu kontrollierbaren Kosten zu konsumieren, ohne sich um Kompatibilität und DRM Gedanken machen zu müssen. Insgesamt findet die Runde Gefallen an Flat-Rate Modellen wie auch immer der Service dahinter genau aussieht.</p>
<p>Die Möglichkeiten sind vielfältig. Flo Schneider von McShark bringt die Kernforderung auf den Punkt: Gerecht kann das nur sein, wenn diejenigen das Geld bekommen, deren Musik er konsumiert hat. Florian Hufsky sieht den Besitzbegriff noch unter einem anderen Aspekt: SellABand etwa ermöglicht Nutzern, Anteile an jungen Bands oder Musikern zu kaufen. Übersteigen die gekauften Anteile $50.000 erhalten die Musiker eine Studioaufnahme und werden von einem erfahrenen A&amp;R begleitet.</p>
<h2 id="toc-rechteverwerter-mit-der-giekanne">Rechteverwerter mit der Gießkanne</h2>
<p>Ob Fairsharing, Leermedienabgabe oder Content-Flatrate: Es braucht Institutionen, die sich darum kümmern, dass die Einnahmen wieder an die Kreativschaffenden zurückfließen. Die nennen sich Verwertungsgesellschaften und haben die aktuellen Entwicklungen noch gründlicher verschlafen als die Musikindustrie. Der Löwenanteil ihrer Einnahmen fließt an Künstler, die in den klassischen Kanälen hohe Verkaufszahlen oder gutes Airplay haben.</p>
<p>Der Verteilungsschlüssel ist zum größten Teil aber intransparent und in Österreich wird anders als etwa in Frankreich nur ein kleiner Prozentsatz für Kulturförderung oder die Forschung ausgegeben. So sehr sich die Diskussionsteilnehmer hier eine Erneuerung wünschen, so skeptisch sind sie, dass die in absehbarer Zeit kommt. Vor allem die, die wie Ritchie Pettauer bei lion.cc schon Online Musikservices mit Verwertern abgerechnet haben.</p>
<h2 id="toc-wofr-zahlen-wir">Wofür zahlen wir?</h2>
<p>Zu Ende der Diskussion bringt Niko Alm die These, dass die Kunden ohnehin schon lange nicht mehr für die Musik zahlen, sondern für die Convenience, ein Album in der Hand zu halten, oder sie bequem im Internet zu finden und einfach konsumieren zu können. Noch weiter: Auch die Einnahmequellen der Musiker sind nur zu einem geringen Teil die Verkäufe von Files, Platten oder CDs, sondern aus Konzerten, Merchandising oder aus Werbeverträgen, wie etwa der von Madonna bei H&amp;M. Musik ist zwar der Kristallisationspunkt und Inhalt, die Revenuemodelle sind aber andere. Ravissa kann das nur bestätigen. Sie ist hauptberuflich Künstlerin, lebt allerdings von Auftritten, Veranstaltungen und DJ Workshops. Bei den großen Acts ist das nicht viel anders. Vielleicht sollten etliche Player im System ihre Welt neu denken.</p>
<blockquote><h3 id="toc-ausgewhlte-internet-musikdienste-die-in-der-diskussion-erwhnt-wurden">Ausgewählte Internet Musikdienste, die in der Diskussion erwähnt wurden</h3>
<p><strong>Amie Street</strong><br />
Musiker können hier selbst Musik einstellen. Der Kaufpreispreis erhöht sich mit der Anzahl der Downloads bis zu 98 Cents.<br />
<a href="http://amie.st" class="liexternal">amie.st</a></p>
<p><strong>eMusic</strong><br />
Amerikanischer Music Store, der das Subscriptionmodell recht erfolgreich umgesetzt hat. Stand März: 250.000 Subscriber und ein Katalog von 2 Millionen Tracks.<br />
<a href="http://www.emusic.com" class="liexternal">www.emusic.com</a></p>
<p><strong>Jamendo</strong><br />
Offene Musikplattform für Musik unter Creative Commons Lizenzen. Die Downloads sind kostenlos.<br />
<a href="http://www.jamendo.com" class="liexternal">www.jamendo.com</a></p>
<p><strong>Last.fm</strong><br />
In seinem Selbstverständnis eine “personalized online radio station”. Das Erfolgsrezept besteht in dem Matching von Userprofilen und den daraus generierten Wiedergabelisten.<br />
<a href="http://www.last.fm" class="liexternal">www.last.fm</a> bzw. <a href="http://www.lastfm.de" class="liexternal">www.lastfm.de</a></p>
<p><strong>phling!</strong><br />
Eine Anwendung für Handys, die den online Zugriff auf Files auf der Festplatte zu Hause erlaubt.<br />
<a href="http://www.phling.com" class="liexternal">www.phling.com</a></p>
<p><strong>SellABand</strong><br />
Promotionplattform für unbekannte Musiker. Die Community erwirbt Anteile. Wenn $50.000 erreicht sind, bekommt die Band ihre erste Aufnahme samt CD.<br />
<a href="http://www.sellaband.com" class="liexternal">www.sellaband.com</a>
</p></blockquote>
<hr /><small>Copyright © 2010 Ritchie Pettauer / datenschmutz<br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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		<title>Start-Up Förderungen: Paul Böhm startet YEurope</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2007 08:15:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ritchie Blogfried Pettauer</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Paul Böhm vom Wiener Metalab gründet analog zu YCombinator das europäische Start-Up Fördermodell YEurope: gegen spätere Beteiligung erhalten Firmengründer Stipendien für die Frühphase der Porjektrealisierung.]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/internet/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Internet">Internet</a> Economy is coming back — nachdem die Medienindustrie die erste geplatzte Blase schneller als erwartet verdaut hat, bekommt der Begriff <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/start-up/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Start-Up">Start-Up</a> erneut einen verlockenden Klang. Enki vom Wiener <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/metalab/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Metalab">Metalab</a> holt ein amerikanisches Early-Stage Förderkonzept nach Europa, das auf die Bedürfnisse von Start-Ups zugeschnitten ist.</p>
<p>Größere <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/aufmerksamkeit/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Aufmerksamkeit">Aufmerksamkeit</a> ist <a href="http://beta.yeurope.net/" class="liexternal">YEurope</a> nach einem <a href="http://www.techcrunch.com/2007/04/25/y-combinators-european-clone/" class="liexternal">Bericht in techcrunch</a> sicher:  </p>
<blockquote><p><a href="http://ycombinator.com/about.html" class="liexternal">Y Combinator’s</a> funding methodology of investing a small amount of money across a wide array of young entrepreneurs has already inspired other programs, such as TechStars out of Colorado. […] YEurope (not affiliated with <a href="http://ycombinator.com" class="liexternal">Y Combinator</a>) launched its own similar program for European internet and communication technology startups. […]  The program not only copied the “Y” and front page slide show (ironically a product of a Y Combinator startup), but also the entire application.</p></blockquote>
<p>Gerade im Frühstadium der Projektentwicklung ist’s schwierig, den eigenen Lebensaufwand zu finanzieren: hier steigt YEurope ein und vergibt wie sein Pendant dreimonatige Förderungen für Einzelpersonen oder Kleingruppen für spätere Firmenbeteiligung von 2 bis 10 Prozent.</p>
<p>Einen Kommentar zu den Plagiatsvorwürfen hat Paul auf <a href="http://news.ycombinator.com/comments?id=15677" class="liexternal">Startup News</a> veröffentlicht:</p>
<blockquote><p>my startup probably is the most risk-averse of all we have in the lab right now. i was urgently aiming for success and start cash for yeurope. half a week ago, because we started lobbying as IG Startup (interest group of startup founders), an opportunity has arisen to do YEurope right now, by taking an angel on board. we certainly have worse cards than YC in the US, but i’m confident we can do this, or i wouldn’t try.</p></blockquote>
<p>Mehr Informationen finden potentielle Einreicher für die erste Förderrunde, die am 15. März endet, in der <a href="http://groups.google.com/group/yeurope" class="liexternal">YEurope Google Group</a> und auf <a href="http://log.yeurope.net/" class="liexternal">Enki’s Blog</a>. [via <a href="http://www.helge.at/2007/04/enki-vc/" class="liexternal">Helge</a>]</p>
<hr /><small>Copyright © 2010 <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/ritchie-pettauer/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with Ritchie Pettauer">Ritchie Pettauer</a> / <a href="http://blog.datenschmutz.net/tag/datenschmutz/" class="st_tag internal_tag" rel="tag" title="Posts tagged with datenschmutz">datenschmutz</a><br /> Dieser Volltext RSS-Feed wird ausschließlich für die private, nicht-kommerzielle Verwendung im Feedreader bereit gestellt. Über Zitate mit Backlink freue ich mich, eine Wiederveröffentlichung des ungekürzten Volltexts auf Dritt-Webseiten ist allerdings untersagt. Wenn Sie datenschmutz Updates auf Ihrer Homepage einbinden möchten, dann verwenden Sie bitte den <a href="http://feeds.feedburner.com/datenschmutzdigest" class="liexternal">Exzerpt-Feed</a>.<br />
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