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Blogistan Panoptikum KW47 2009

Das Jahr neigt sich unweigerlich seinem Ende zu - bei den Kalenderproduzenten steigt die Nervosität ins Unermessliche, Motorradfahrer müssen auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen und die Weihnachtsbeleuchtung - keine Spur von Energiesparlampen - ist an. Trotz zunehmend winterlicher (Miss)Verhältnisse friert in der Blogosphäre aber gar nix ein: da wird Altbekanntes neu aufgewärmt, neues Heißes auf Trinktemperatur abgekühlt und syndiziert, was das Zeug hält: Business as usual eben, dessen letzte sieben Tage Linzerschnitte und datenschmutz wie gewohnt für Sie zusammengefasst haben.

HYPE: Foursquare.com

Judith aka Linzerschnitte Facebook war der Liebling der Medien 2008, 2009 wurde und wird Twitter in den Mainstream-Himmel gehyped - but who's next?
Wenn man Mashable Glauben schenkt, dann wird 2010 foursquare.com die Spitze des Hype Cycle erklimmen!

Foursquare.com erinnert auf den ersten Blick ein bisschen an die Android App Latitude: Man legt Orte an, an denen man sich regelmäßig bewegt, checkt ein, wenn man diese aufsucht, informiert seine Freunde darüber. Erweitert wird das ganze um den Faktor "addictive Game" - wie bei Farmville oder der guten alten Zombie oder Mafia Application auf Facebook wird das ganze durch ein Gratifikationssystem, dem Sammeln von "Badges" gefördert. Wer am meisten Badges hat, wird zum "Mayor" der Location. Nun, wir werden sehen, ob Spieltrieb oder Datenschutzbedürfnisse siegen. Eines lässt sich jedenfalls schon fix feststellen: Geotagging ist wirklich totally "in", auch Twitter springt auf den Verortungszug auf.

Pete Cashmore hat noch mehrere Parallelen zwischen Twitter und foursquare.com ausgemacht:

The parallels with Twitter are numerous. As technology early adopter and popular blogger Robert Scoble wrote in September: "Go back three years ago. Twitter was being used by the same crowd that is playing with Foursquare today. (...) This week Foursquare debuted the singular piece that launched Twitter into the stratosphere: an API.

PS: Bis vor kurzem war Foursquare nur für Städte in den USA freigeschalten, nun sind schon einige Städte mehr dabei!

Radiospotting: Web-Präsentation ist online

ritchie aka datadirt Bald ist das Linzer Kulturhauptstadtjahr zu Ende - und eines der spannendsten Projekte ging zwar offline im Oktober zu Ende, ist aber mittlerweile lückenlos online dokumentiert. Beim Projekt Radiospotting präsentierten 13 Autoren ihre Stories an verschiedenen Plätzen mittels lokaler Radiosender:

Seit Paul Watzlawick wissen wir: Kommunikation entsteht beim Empfänger. Diesen Gedanken aufgreifend, werden an 13 Orten in Linz (z.B. Stifterhaus, Nibelungenbrücke, Neuer Dom,...) lokal begrenzte Radiosender Arbeiten von 30 internationalen SoundkünstlerInnen über den Äther schicken. Grundlage für die akustischen Arbeiten waren 13 Orte und deren Geschichten, welche von renommierten oberösterreichischen Autorinnen und Autoren geschrieben wurden. Ohrenzeuge kann dabei jeder werden, der sich mit einem Radio an die einzelnen Orte begibt, die Frequenz einstellt und seine Ohren spitzt.

Unter dem Menüpunkt tune in! kann man nun alle Beiträge auch ohne Linz-Besuch nachlesen und -hören. Auf Radio Fro gab's eine begleitende Doku-Serie, die einzelnen Beiträge sind ebenfalls online dokumentiert.

Google Chrome OS

Judith aka Linzerschnitte Wir haben bereits im letztwöchigen Panoptikum darüber berichtet: Tod dem Desktop, Tod Microsoft! Dieser Kampfspruch scheint bei Google nicht unter das Mission Statement "don't be evil" zu fallen. Dem Konkurrenten Microsoft wird einmal mehr gnadenlos der Kampf angesagt, diesmal an seinem angestammten Platz, dem Desktop. Auf dem Desktop verfügt Microsoft über Heimvorteile, darum wird er von Google einfach als redundant erklärt. Das Betriebssystem Chrome OS wird daher in der Cloud, genauer gesagt im Browser angesiedelt. dieses Video erklärt schon mal, wie Google Chrome funktionieren soll.

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Allerdings ist das Chrome OS nicht für Laptops geschaffen: laut Mashable ist ein Solid-State-Drive angeblich Voraussetzung:

Chrome OS doesn't support drivers and will not run on your laptop: The Google operating system won't be running on your Dell or Macbook anytime soon – it only works with solid-state hard drives. It is meant for Netbooks. Many hardware manufacturers are going to have to tweak their netbook designs to support Chrome OS.

Dann warte ich vielleicht doch noch ein bisschen mit der Anschaffung eines Netbooks...

Facebook weicht List-Policy auf

ritchie aka datadirt Beim Filtering the Stream Roundtable frage Loic Le Meur Facebook VP Bret Taylor, warum 3rd Party Apps kein Zugriff auf die Freundeslisten gewährt werde - Twitter erlaubt dies. Und wider Erwarten scheint Facebook das tatsächlich vor zu haben:

Taylor said that Le Meur’s request seemed "reasonable" and continued "we should do that." “We're not working on that. But we should be," he continued. So there you go, done deal. Great. It would seem that soon, third parties should have access to the list filters that Facebook uses.

Im Zeitalter von Social Graphs und personalisierter Information spielt dies keine geringe Rolle, denn:

If there were a way to merge Twitter Lists and Facebook Friend Lists, third-party services could provide a valuable new service: Easy-to-make Facebook and Twitter social graph mashups.

Automatic Captions für Youtube Videos

ritchie aka datadirt Am offiziellen Google-Blog wurde letzte Woche bekannt gegeben, dass Youtube Videos ab sofort automatisch erstellte Untertitel anbietet. Seit längerem können Video-Uploader Untertitel anbieten, nun geht Big G in punkto Accessibility mit Voice Recognition Technologie noch einen Schritt weiter:

To help address this challenge, we've combined Google's automatic speech recognition (ASR) technology with the YouTube caption system to offer automatic captions, or auto-caps for short. Auto-caps use the same voice recognition algorithms in Google Voice to automatically generate captions for video. The captions will not always be perfect (check out the video below for an amusing example), but even when they're off, they can still be helpful—and the technology will continue to improve with time.

Auch das manuelle Untertiteln von Beiträgen wird einfacher: es reicht, ein simples Text-File hochzuladen, das auto-timing Feature sorgt für die Einblendung der Untertitel an der passenden Stelle. Wie das genau funktioniert, zeigt folgendes Demo-Video:

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Facebook becoming lame for young folks?

Judith aka Linzerschnitte Diese berechtigte Frage stammt von niemand geringerem als Guy Kawasaki (bzw. seiner Twitter-Assistentin). Meine Antwort: Ja, ein bisschen schon. Denn nicht nur ältere Schwestern sondern auch Eltern und andere Verwandte und womöglich auch Lehrer, Chefs und Kunden überfluten Facebook zunehmend und stalken bzw. geben das Gefühl, gestalkt zu werden. Manche davon laden einfach die Fotos von Opas letzter Geburtstagsfeier hoch, die einen nicht gerade so cool aussehen lassen, wie man gerne hätte. Doch wie so oft hat das Social Web da auch schon eine Lösung bereit, oder zumindest eine Selbsthilfegruppe. Auf myparentsjoinedfacebook werden Sie geholfen!

So, you finally caved. You've accepted a friend request from your Mom, Dad, crazy Aunt Ida, and your college roommate’s newly divorced mother. Well here's your chance to get back at them for taking away your public privacy.
Email us at: myparentsjoinedfacebook@gmail.com because we want to laugh at your Mom’s ridiculous Facebook status and the embarrassing message your Dad wrote on your wall too!

Blogazines vs. Blog

ritchie aka datadirt "Für jeden Artikel das gleiche Template - das ist doch langweilig!" Das denken sich einige Blogbetreiber mit gesteigerten grafischen Ambitionen und legen ebenso viel Wert auf grafische Gestaltung einzelner Artikel wie auf deren Inhalt. Smashing Magazine hat ein beindruckendes Feature über diese "Blogazines" zusammengestellt - und zwar thematisch passend ebenfalls in aufwendigem Layout. Die Frage " We have some of the most creative and inspiring designers in our profession, so why don't we show our true potential in our blog articles?" mag durchaus berechtigt sein, aber Dustin Curtis hat völlig recht mit seiner Anmerkung zu HTML und CSS:

The biggest disadvantage is that CSS and HTML are terrible technologies that weren’t designed for page layout. They were designed for structured content presentation, like for a newspaper, where all the elements throughout the website are the same and are re-used. But I'm trying to make a magazine, where the content and presentation are inextricably mixed and unique. The way presentation CSS is supposed to be decoupled from the content HTML is totally counter to the mission I am trying to accomplish, and it makes coding the articles frustrating, messy and time-consuming.

Agenturfail der Woche: Zertifizierter Social Media Koordinator

Judith aka Linzerschnitte Wo Honig ist, da sind auch (Schmeiß)fliegen. Social Media und seine/ihre Handhabung erfordert vor allem zwei Dinge: grundlegendes Interesse in Kommunikation und einigermaßen normale Umgangsformen. Der Rest kommt von selbst. Aber nicht, wenn es nach einer Salzburger Agentur geht. Da versucht man, aus Social Media eine Profession zu machen - wer also ein paar Wochenende Zeit und läppische 990 Euro investiert, der darf bekommt von der Agentur ein Zertifikat verliehen und darf sich "Social Media Koordinator" nennen/schimpfen. Anmelden kann man sich übrigens auch via Facebook - und der Weg vom Computer-Illiterate zum SM-Star ist ein kurzer:

. In einer drei Tage dauernden Ausbildung erfahren die künftigen Social Media Koordinatoren alles, was sie für eine erfolgreiche Performance im Web 2.0 benötigen.

Buttons mit CSS

ritchie aka datadirt Submit-Buttons, RSS-Buttons, Button-Buttons... Photoshop darf heute mal länger schlafen, denn Onkel Janko holt die große CSS-Bastelkiste aus dem Keller. Genau sowas hab ich gesucht:

Designers have many reasons to style buttons, including to make them more attractive and to enhance usability. One of the most important reasons, though, is that standard buttons can easily be missed by users because they often look similar to elements in their operating system. Here, we present you several techniques and tutorials to help you learn how to style buttons using CSS. We'll also address usability.

Wirklich tolle Anleitung - demnächst kriegt mein "submit-Button" unter dem Mailinglist-Formular ein neues Styling verpasst! :mrgreen:

Twitter: Zahlen, Fakten, Spekulationen

ritchie aka datadirt "How many roads must a man walk down?" Wir wissen's bis heute nicht - kein Wunder: immerhin verbläst der Wind die Antwort. In der digitalen Welt bleiben keine solchen Unsicherheiten bestehen. Haben Sie sich auch schon mal gefragt, wieviele Tweets pro Tag im Durchschnitt verschickt werden? 27,3 Millionen pro Tag sind es, berichtet PR 2.0 basierend auf aktuellen Pingdom-Zahlen. Das macht pro Jahr dann 10 Milliarden Micro-Messages, wobei CNET erst vor einem Monat über das 5-milliardste Tweet berichtete.

Auch bei den Clients gibt's neue Zahlen: das Web-Interface führt immer noch mit weitem Abstand (46,8 Prozent), ganz und gar nicht dicht gefolgt von Tweetdeck (8,48 Prozent). Seesmic kommt auf 1,1 Prozent, alle anderen Client zusammen erreichen 37,14%. Die ganze Tortengrafik hat ReadWriteWeb.

Ziemlich unsicher ist indes, was mit der SUL, der heiligen "Suggested Users List" geschieht - Twitter will sie, zumindest in der jetzigen Form, los werden:

The benefits to getting on the list are great indeed. Users added to the SUL, gained on average of 53,000 new followers after being on the list for a week and 170,000 within the first month. Some users even gained as many as 370,000 in the first 30 days.

Womit genau, weiß noch niemand - aber die Gerüchteküche über einen Authority-Algorithmus läuft derzeit noch heißer als sonst. Dabei ist doch alles maßlos überschätzt, kontert New Comm Biz häretisch unter dem Titel "Twitter doesn't create influence, it reaveals it":

Twitter didn't make anyone influential. Twitter only exposes and amplifies influence. If you look at the top 100 Twitter accounts, the only person/company that Twitter made influential was @Twitter. Everyone else was already influential in their own right.

Von SuperTweetern geht's nahtlos zu den Supertweets, Scobleizers neuem Steckenpferd. Twitter will ja definitiv Werbung zulassen, aber die wird, so Scoble, in Form von Metadaten ausgeliefert:

Think about all the metadata that exist OUTSIDE of the Tweet. How about you mouse-over a Tweet to see a new slide-down UI that shows you all the metadata.

Wow - wirklich super! Werbung mit eingebautem Pop-Up Blocker in der Tat "Advertising we love" :mrgreen:

Judiths Video der Woche

Warum spielen Frauen Fußball? Weil es der Fußballplatz der beste weil sozial anerkannte Ort für einen Bitchfight ist:

Ritchies Video der Woche: Ficker oder Nicht-Ficker?

Das ist hier die Frage... [via Web-Newspaper.de] Und genau deshalb fahren wir im Inland mit dem Zug! :evil:

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Lesetipps der Woche

  • "Es bedurfte nur eines Tweets": Die "Twitterrevolution Iran Election" hat den reflektierten Social Media Nutzer eines gelehrt: Oft ist eine gehypte Revolte auf Twitter nicht mehr als heiße Luft. Doch Social Media kann mächtig sein. Wie mächtig dokumentierte Alan Rusbridger, Chefredakteur der britischen Tageszeitung "The Guardian". Eine "klassische" PR Firma namens Trafigura und die Anwaltskanzlei Carter-Ruck durften so auf die harte Tour lernen, dass sich die Zeiten geändert haben.
  • Quantenrechner-News: Bis vor kurzem habe ich hinter dem Mond gelebt. Ich wusste nicht, was ein Quantenrechner ist. Nun, wo ich dieses neue, zukünftige Buzzword aufgeschnappt habe, verfolge ich alle News zum Thema. So auch diese. Laut Hype Cycle der Gartner Company wird der Quantenrechner in spätestens 10 Jahren übrigens "the next big thing!.
  • Twitter und Facebook machen jeden zum Affiliate-Marketer, schreibt Gastautor Steve Poland in einem lesenswerten Gast-Posting auf TechCrunch. Bestes Zitat: "The adult industry has always been ahead of the curve, but I digress."
  • Ikea rules: Es gibt dann auch noch Agenturen, die sich im Bereich des Social Media Marketings ein bisschen mehr einfallen lassen. Was dabei rauskommt, zeigt diese wirklich nette Video.

Und damit sind wir auch schon wieder rasend schnell am panoptischen Fluchtpunkt angelangt, sprich: rückblickend werden wir Ihnen erst wieder in sieben Tagen eine Woche zusammenfasst haben - bis dahin: danke für Ihre Aufmerksamkeit, schönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.

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Blogistan Panoptikum KW45 2009

Willkommen zum Blogistan Panoptikum von Linzerschnitte und datenschmutz. Viel Wundersames gibt es diese Woche wieder zu berichten von Twitter Listen, Wave-Anleitungen und Social Media Kampagnen. Ritchie fliegt übrigens morgen zum World Blogging Forum und wird live vom der Konferenz berichten, allerdings nicht hier, sondern ausschließlich auf datadirt.net, damit die nicht-deutschsprachige Web 2.0 Interessierte und Konferenzbesucher ebenfalls mitlesen können. Aber nun ohne weitere Umschweife zu unseren Highlights aus den letzten sieben Tagen Social Media Wahnsinn:

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Blogistan Panoptikum KW35 2009

Wäre dieser Zug ein Flugzeug, hätte ich schon längst von einer hübschen Stewardess Erfrischungen serviert bekommen und den Landeanflug hinter mir. Als zweitklassiger Fahr"gast" der ÖBB dagegen darf man von sauberen Waggons und funktionierenden Klima-Anlagen, Toiletten und anderen Unwichtigkeiten nur träumen. Doch sogar in der ersten Klasse musste ich mich heute von einer überschminkten, sehr altersungemäß gekleideten und drei Plätze weiter weg sitzenden "Mitreisenden" für mein mobiles Telefonieren rügen lassen: "Ich fahre ja nicht mit der ersten Klasse, um Ihnen zuzuhören!" Sie sagte das dermaßen unfreundlich, dass ich nicht umhin konnte zu fragen, ob sie denn wirklich glaube, dass die ÖBB in die 1.-Klasse-Waggons Moving Repeater einbaut, um zugleich den Reisenden das Telefonieren zu verbieten. "Stil kann man nicht kaufen", erklärte sie mir beleidigt. Tja, blöd gelaufen: wer Ruhe beim Reisen haben will, braucht eben mindestens ein Motorrad oder ein Auto - Still kann man nämlich sehr wohl kaufen! (Falls Sie das hier lesen: die kurzen roten Haare passen wirklich überhaupt nicht zu Ihrer biestigen Art! Eine graue Melone, wie sie die Mutter von Jack in 30 Rock trägt, wäre viel angebrachter.) Aber genug der Real-Life-Flamewars, auch virtuell heben sich allerhand Zeige- und Mittelfinger - also ohne weitere Verzögerung auf zum heiteren Social-Web-Raten mit Linzerschnitte und datenschmutz. Heute zum ersten Mal mit dabei: unsere neue Fix-Rubrik "Pflichtlektüre der Woche". Viel Vergnügen mit dem Panoptikum!

Dein Blog ist dein Königreich

ritchie aka datadirt Om Maliks plädiert in The Evolution of Blogging für mehr Sensibilität beim Thema fremd- vs. selbstkontrolliertes Publishing: wer seine gesamte Online-Präsenz in die Hände von Dienstanbietern gibt, auf deren Entwicklung und Strategie er keinerlei Einfluss hat, kann eines Tages mit einem blauen Auge respektive ohne diese Inhalte aufwachen. Om zitiert das aktuelle Beispiel des Short-URL Services tr.im:

First was the shutdown drama around a little-known URL-shortening service called Tr.im. While it's since been resurrected, the incident showed me how by championing these URL-shortening services, we’re essentially putting the entire link economy in the hands of companies that are skating on thin ice during the peak of summer.

Facebook, Friendfeed, Twitter und Co. haben gezeigt, so Malik, dass ein verstärktes Interesse an Echtzeit-Kommunikation besteht. Blog-Publishing System wie WordPress bleiben dank ihrer Offenheit flexibel genug, um etwa eine Life-Feed Funktionalität via Plugin rasch nachzurüsten. Content war im Web 1.0 schon King, und daran hat sich rein gar nix geändert: aber die Frage lautet, ob die Produzenten die Publikation und Verbreitung ihrer Inhalte selbst kontrollieren. Social Media Services sind keine Charity-Veranstaltungen, sondern profit-orientierte Unternehmen - die Versprechen des Free-Web scheinen so verführerisch wie weiland Odysseus' Sirenen, aber: wer die Daten kontrolliert, hält in der Informationsgesellschaft die Fäden der Macht in seiner Hand. Social Media Services sind mittlerweile zwar unverzichtbare "Extensions" der eigenen Webpräsenz, das "Mutterschiff Weblog" können und sollten sie keinesfalls ersetzen - in exakt diese Kerbe schlägt auch das Webworker-Posting Your blog is your mothership.

Twitter-Psychos

Judith aka Linzerschnitte Wer als Twitter-Marketer etwas auf sich hält, der überlässt nichts dem Zufall. Twitterpsych, die neue Twitter-App von Dan Zarella, analysiert die letzten 1000 Tweets eines Tweepers anhand zweier linguistischer Analyse-Alogorithmen (RID und LIWC). Unter anderem werden folgenden Komponenten erhoben: Soziales Verhalten, Moralischer Imperativ und auch der Faktor "Ruhm". Ebenso wird analysiert, wie viele Smilies der User verwendet, worüber er hauptsächlich spricht, zu welcher Zeit usw. Außerdem werden gleichgesinnte User angezeigt. Und das ohne Passwort-Eingabe. Also das ultiamtive Psycho-Analyse-Intstrument für alle Marketiere. Leider oder glücklicherweise funktioniert Tweetpsych nur bei englischsprachigen Accounts in vollem Umfang: tweetpsych.com

Neu und genuin anders: TwitThis

ritchie aka datadirt Über Shoemoneys Beitrag mit dem vielversprechenden Titel How I used Twitthis to Get Over 15,000 Twitter Followers bin ich auf ein sehr interessantes Services gestoßen: TwitThis verbindet auf smarte Weise ReTweet-Funktionen mit Follower-Empfehlungen, Link-Shortening und Credit-Systeme. Klingt kompliziert? Nur für die Betreiber, das Interface für User wurde angenehm simpel gehalten. Genial:

Click the twitthis button you see on sites – according to Yahoo! the button is on over 10 million sites now including some HEAVY hitters like official government websites like texas.gov and oklahoma.gov as well as the new twilight movie. Everywhere you see a page where the twitthis button is (or in a feed) that you find interesting click it and tweet it! Also when you do tweet it you will be offered to follow a suggested user. If you do both of these things you gain points and increase the chance that you will be suggested for people to follow.

Wenn ich nicht schon PrettyLink Pro als eigenen URL-Shortener im Einsatz hätte, würde ich jeden meiner Links über TwitThis rausschicken, denn:

I want to be a suggested user. How do I earn TwitPoints?

  • Submit a URL to TwitThis and earn 5 TwitPoints.
  • Follow a suggested user and earn 10 TwitPoints

How are my TwitPoints used?

  • Each time someone follows you, it costs you 1 TwitPoint.
  • Every 1000 times you are the suggested user, it costs you 1 TwitPoint.
  • To keep the ecosystem fresh, users are taxed 10% of their TwitPoints daily.

Watson, ich meine: wir haben es hier mit einer Twitter-Train 2.0 zu tun! Der deutsche Sprachraumbleibt natürlich wie üblich außen vor, wer auf Englisch twittert, kann sich aber schon mal auf massiv viele Followers freuen. Im Shoemoney-Beitrag wird auch en detail beschrieben, wie man TwitThis via Feedburners Feedflare in den RSS-Feed integriert - unbedingt empfehlenswert!

Tracy - Ein Fall für den Online Reputation Manager

Judith aka Linzerschnitte Ähnlich nervtötend wie ein Versicherungsvertreter am Telefon ist der Online Reputation Manager im Web. Hinter jedem Satz vermutet er einen möglichen, lebenslänglichen Ausschlußgrund für zukünftige Jobs oder Lebenspartner und am liebsten würden die Online Reputation Manager uns genauso glattgestrickt und todlangweilig dastehen lassen, wie sie selbst sind. Trotz aller Vorbehalte gegen diese Zunft: Manchen Mensche täte es vielleicht nicht schlecht, einen solchen zu kontaktieren. Da wären zum Beispiel Agenturen, die sich mit ihrer Social Media Kompetenz rühmen und dann im Web 2.0 über die Inhouse-Kampagnen ihrer Kunden herziehen, an denen sie selbst nicht mitschneiden dürfen. Bei jener Dame namens Tracy wurden letzte Woche wohl einige Online Reputation Manager vorstellig. Tracy hat wohl ihre Facebook Wall mit den Private Messages verwechselte - und zwar ausgerechnet bei einer sehr intimen Botschaft:

Thank you too, Micheal, I had a great time as well. I'm glad you enjoyed my OTHER puss ;). I must admit I haven't had sex in a while, so getting mounted by such a strong and powerful man was a pleasant surprise after so many long months of abstinence. [...]

Keine Ahnung, ob es Fake oder Real ist. Aber selbst in diesem Fall sollte ein Online Reputation Manager nicht unbedingt von Nöten ist. Eher ist die Großzügigkeit der Leser dieser Botschaft gefragt, die sich selbst an der Nase nehmen und das Lästern mal sein lassen sollten. Sich einfach mal mit und für Tracy (oder den erfolgreichen Social Media Aktivitäten des Kunden) freuen und schon wird es im Social Web wieder ein bisschen lustiger.

Just in: Angeblich handelte es sich um einen Hack, wie The Coffee Desk berichtet:

So there's a Facebook screenshot floating around in the Blogosphere depicting a woman with a very embarrassing status, as Mashable naively reports. Truth is, a Christian dating website was compromised by 4chan hackers and they used the information to take over the victims’ Facebook pages.

Faszinierend: bereits die ersten paar Kommentare zur Mashable-Story stellen die "Ente" richtig - da können papierene Medienprodukte einfach nicht mithalten!

A productivity plain

ritchie aka datadirt Zu viele Social Media Notifications sind der Tod der Produktivität - ich habe letzte Woche (notgedrungen) meinen Desktop neu aufgesetzt (akuter System-Disk Tod, Ursache: unbekannt) und peinlichst genau darauf geachtet, dass der Start-Up Folder leer bleibt. Wenn man Skype, Twitter und Co. nur on demand nutzt und die Ablenkungen minimiert, dann geht einfach mehr weiter, hat Jeremy kürzlich im Flieger festgestellt:

So this week I am going to whack all the notifiers... Now I am not going to go all 4-hour work week and only check my email 2x a day but I for sure need to cut back on the 0-second notifications.
It’s an amazing world we live in where communication happens so fast but it can be hard to be productive.

Wie twittern deutsche Unternehmen?

Judith aka Linzerschnitte Corporate Tweeper stehen unter ständiger Beobachtung: sie dürfen nicht zuviel und nicht zuwenig twittern, sie sollen Follower aufbauen und auch zurückfolgen, aber ja niemanden "belästigen" und auf jeden Fall sollen sie Dialogbereitschaft und Mehrwert bieten. Wie die Realität aussieht, hat eine deutsche Agentur untersucht. Fazit:

  • Nur knapp jeder Fünfte (18 Prozent) weist über 1000 Abonnenten (Follower) aus.
  • Der Follower-Durchschnitt liegt bei 661 Abonnenten (Median: 400 Follower).
  • Im Schnitt twittern die Unternehmen 13 Mal pro Woche.
  • 67 Prozent der Corporate-Tweets enthalten Links, in der Regel in Form einer Kurz-URL.
  • Nur 33 Prozent der Unternehmen verwenden @Relplies, kommunizieren also direkt mit anderen Twitterern.

Downloadlink zur Studie.

TweetLater heißt jetzt SocialOoomph

Zugegeben: auf Deutsch klingt "Umpf" etwas seltsam. Aber längerfristig macht die Entscheidung von Dewald, nicht bloß auf Twitter zu setzen, hochgradig Sinn. In wenigen Monaten entwickelte sich Tweetlater zum Platzhirsch unter den Premium-Mash-Ups; ich bin gespannt, welche neuen Ideen Dewald im Ärmel stecken hat:

To date we have been focusing on providing productivity solutions for Twitter users. We decided to change our name to allow for future expansion into other social media solutions, and to ensure that our brand does not conflict with any current or future legal rights of the Twitter organization.
To allay any speculation, we want to make clear that this is an unsolicited, proactive and preemptive action on our side.

Für Free- und Pro-User ändert sich außer der Adresse nichts; die alten Affiliate-Links werden ebenfalls weiterhin funktionieren, allerdings empfiehlt Dewald, in allen Links "Tweetlater" durch "Socialoomph" zu ersetzen.

Foto der Woche

Nein, Judith hat mich noch nicht (völlig) mit Katzencontent infiziert. Aber recubejims "Katzenklo" aka I'm all right, honest besticht nicht nur inhaltlich, sondern auch fotografisch:

katzenklo Blogistan Panoptikum KW35 2009

Ritchies Video der Woche

A failed attempt: in diesem Video sehen wir das, was Piloten als "riskante Landung" bezeichnen. Allerdings handelt es sich glücklicherweise um einen ferngesteuerten Flieger, der - im Gegensatz zur Kamera - den Tauchgang unbeschadet überstand. Bei solchen Videos krieg ich immer immense Lust, mir einen RC-Heli mit Kamera zuzulegen...

http://www.vimeo.com/6187842

Judiths Video der Woche

Nicht jede/r kann den Bullen so graziös und aufreizend reiten wie Kylie Minouge. Nicht grazil, nicht sexy - aber wesentlich lustiger:

YouTube Preview Image

Pflichtlektüre der Woche

  • How to kill your community in 6 steps - WordPress-Matt (Mullenweg) erklärt, wie man Communities kaputt macht - und derzeit scheint sich das Gros der Community-Manager geradezu sklavisch an seine Anweisungen zu halten.
  • Negatives Feedback zu Cash for Clunkers: die Ami-Version der Verschrottungsprämie wird bloß zu einem immensen Anstieg der privaten Verschuldungsrate führen, meinen die Kritiker.
  • Twitter wächst nach wie vor: Der Juli war ein guter Monat für unser aller liebster Microblogging-Dienst. Twitter hat mittlerweile über 51 Millionen Unique Visitors pro Monat, 60 Prozent davon von außerhalb der USA: Twitter Flew Above The 50 Million Uniques Mark For the First Time in July auf TechCrunch.
  • Philip Garrido, religiöser Fanatiker und Entführer von Jaycee Lee Dugard, hat einen Blog. Lesenswerter als die Blogbeiträge sind die Kommentare: voicesrevealed.blogspot.com

Und das waren auch schon wieder sieben Tage Social Media im Schnelldurchlauf - an dieser Stelle noch eine Anmerkung in eigener Sache: in den letzten Wochen gab es erfreulich viel Feedback zu unserem Blogistan-Panoptikum: Kommentare, Anmerkungen, Ergänzungen, Lob und Hasstiraden motivieren uns natürlich ungemein. Lassen Sie sich also durch nichts - aber auch wirklich gar nichts - davon abhalten, reichlich Gebrauch von der Kommentarfunktion zu machen: quasi "Comment as much as you can"! Sagen Sie uns, über welche Themen Sie gerne mehr/weniger lesen würden, erzählen Sie uns, wie Sie nach sechs Monaten Panoptikum-Dauerlektüre quasi über Nacht zum Social Media Officer Ihres Unternehmens wurden oder auch nicht: wir freuen uns auf Ihre Rückmeldungen! In diesem Sinne: danke für Ihre Aufmerksamkeit, schönen Restsonntag und: wir lesen uns morgen!

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Twitter-News: @datadirt Nr. 1 in den Twem-Charts, @datenschmutz für .de-Tweets

Erfreuliche News aus der Microblogging-Welt: am Montag habe ich endlich den Account @datenschmutz bekommen, den ich zukünftig statt @ritchie_tweets für meine deutschsprachigen Micro-Messages verwenden werde. Ich bin gerade dabei, allen Friends des alten Accounts zu folgen und hab mich über knapp 400 Followers in den ersten zwei Tagen ziemlich gefreut :mrgreen: Aktuelle datenschmutz-Postings werden wie gehabt über den Feed-Account @datenschmutzrss gepostet - ich bevorzuge die Trennung von "Human" und "RSS Accounts". Außerdem bin ich mit meinem Haupt-Account @datadirt (derzeit 33k Followers) seit Montag auf Platz 1 der Twem-Charts - Sascha Lobo sieht bloß noch den Hinterreifen meines Bikes.

Aber bei aller Freude über die Chart-Platzierung kann ich mir an dieser Stelle ein paar Anmerkungen zum Maßbändern, -stäben und -einheiten einfach nicht verkneifen. "What people know and what they say is like colorful sky," habe ich mal den Purple Pro singen hören. Und in der Tat: Einerseits beschwören sämtliche Evangelisten den dialogischen Charakter von Web 2.0 Services, andererseits gilt es fast schon als anrüchig, wenn die Follower-Followed-Ratio bei 1:1 liegt. Den größten .at/.de/.ch Twitteraccount in punkto Followers habe ich mit über 30k schon eine ganze Weile. Aber an die Spitze der Twem-Charts kam ich erst diese Woche, da ich mittlerweile aufgrund des rasanten Wachstums rund 17k mehr Followers als Friends habe.

Twem bezeichnet diese nicht-reziproke Gruppe als "Fans" und baut die Gesamtwertung auf dieser Differenz auf. Der Hintergedanke ist wohl, dass spammige Mass-Follow Accounts außen vor bleiben sollen, spricht mit 100k Followern und ebenso vielen Friends wäre man bei Twem ziemlich weit hinten. Aber spiegelt dieses Verfahren die Twitter-Realität überhaupt wider? Nein, denn im Extremfall müssen sich Followers und Friends überhaupt nicht überschneiden - ein Tweeper könnte beispielsweise 100 anderen Usern folgen, während im selbst 200 andere Accounts folgen, von denen er keinen einzigen in der Timeline hat. Um die tatsächliche "non-reziproke Differenz" zu eruieren, müsste Twem also analog zum äußerst nützlichen TwitterKarma beide Listen komplett abgleichen, um auf die tatsächliche Anzahl der "Fans" zu kommen.

Diese Zahl entspräche zumindest eher der tatsächlichen Differenz, aber was sagt die eigentlich aus? Es handelt sich lediglich um ein Analogon zu klassischen Maßzahlen á la Reichweite oder Newsletter-Abonnenten. Genauso gut könnte man diese Zahl mit dem Quotient Followers durch Friends hoch Pi multiplizieren und das zweimal durch den Kehrwert des Prozentsatzes @-Replies durch ReTweets dividieren. Doch der Punkt ist: es gibt keine *richtige* Art, Twitter zu verwenden, sondern völlig unterschiedliche Nutzungs-Szenarien. Kann man einen über Twitter geposteten RSS-Newsfeed des Spiegel sinnvoll mit dem Twitter-Account von Nora X, 17, Webdesignerin aus dem Wuppertal, vergleichen? Ich denke nicht. Auch ReTweets sind spätestens, seit man sie en gros um Spottpreise einkaufen kann, keine sinnvolle Maßeinheit mehr.

Am ehestens würde sich zur indirekten Messung der Popularität die Click-Through-Rate von geposteten Fotos, Links, Videos etc. eignen, und zwar in Relation zur Zahl der Followers. Sprich: wenn Heinz Mustermann mit 100 Followern einen Link postet und 20 User drauf klicken, dann ist das mehr wert als Elise Musterfrau Aussendung an 500 Followers, von denen nur fünf neugierig auf den Inhalt sind. (Wenn allerdings Walter Spamberger einen Link an seine hunderttausend Followers verschickt, von denen auch nur ein Prozent drauf klickt, dann sieht die Sache in punkto "Mediawert" schon wieder ganz anders aus.) Mit anderen Worten: Während in grauer Web 2.0 Vorzeit, als Technorati noch funktionierte, beispielsweise der Zahl der Trackbacks der letzten 3 Monate tatsächlich einen gewissen Aufschluss über die Relevanz bestimmter Blogs lieferte, so betont jede Twitter-Hitparade und Wertung lediglich einzelne quantitative Aspekte, die recht wenig über die (dialogische) Qualität des jeweiligen Accounts aussagen. Außer im Fall von datadirt natürlich! :mrgreen:

Und noch mal ein kurzer Reminder: deutschsprachige Tweets gibt's ab sofort unter @datenschmutz, alle Blog-Updates unter @datenschmutzrss und wer Englisch bevorzugt, wirft einen Blick auf @datadirt respektive @datadirtrss. Ich twittere über ähnliche Themen wie hier am Blog - sprich Social Web, Online Marketing, Gadgets und die üblichen Geekereien. Natürlich freu ich mich über neue Followers, außerdem interessiert mich brennend: was halten Sie von Microblogging-Landvermessungen und Twitter-Hitparaden?

Blogistan Panoptikum KW32 2009

Das große Social Media Erdbeben der letzten Woche zeigt seine Nachwirkungen: denn wenn Twitter und Facebook zur gleichen Zeit Schluckauf haben respektive nicht mehr erreichbar sind, dann bleibt Millionen Nerds weltweit nichts anderes übrig, als vor die Tür zu gehen. Die unmittelbar bedrohlichste Auswirkung allerdings spüren unsere hochverehrten Stammleserinnen und Leser am eigenen Monitor: dieses Panoptikum hat sich eiskalt um volle 2 Tage verspätet! Der Absatz von Sonnenschutz-Mitteln und After-Sun Lotions sei ums 33-fache gestiegen an jenen schicksalhaften #Fail-Tagen, ergab eine Untersuchung des abhängigen Instituts für Anti-UV Kosmetik. Sofort tauchen die wildesten Gerüche Gerüchte auf, die auch sofort willig weiter-verbreitet wurden: der KGB wars! Aber bitte, die Herren und Damen Drehbuchautoren mussten aus James Bond ja eine verweichlichte, post-feministische Figur machen - das haben wir nun davon. Siehe dazu auch unsere erste News, also auf zum Blogistan Panoptikum von Linzerschnitte und datadirt.

DoS-Attacke auf FB, Youtube & Twitter

Judith aka Linzerschnitte Die Russen kommen! Und wenn sie schon nicht kommen, dann sind sie zumindest schuld. An der zeitgleichen DOS (Denial of Service)-Attacke auf Facebook, Youtube und Twitter in der vergangenen Woche nämlich. Das meint zumindest der georgische Blogger Cyxymy. Der hat nämlich Konten auf Facebook, Youtube und Twitter, welche anscheinend das Ziel der Hackerattacke des FSB, des russischen Geheimdienstes und KGB-Nachfolgers waren.

Vielleicht wurde der Angriff nur von gewöhnlichen Hackern ausgeführt, aber ich bin mir sicher, dass der Auftrag dazu von der russischen Regierung kam.

Grund für die Attacke sollen die kritischen Äußerungen des Bloggers über die Kaukasus-Politik der Russen sein. Gut, damit wäre also alles geklärt - und nein, wir haben das nicht erfunden, siehe ZDNet.

Lehrbeispiel: Lernen vom Big Fail

ritchie aka datadirt Wenn Real Estate Companys ihre Mieter wegen Twitter-Rufschädigung verklagen, dann der Bumerang ganz plötzlich zurückkommen: die betroffene Mieterin hat zwar nur 20 Followers, was die Forderung von $50.000 nur umso absurder erscheinen lässt. Copyblogger kennt die ganze Story:

If you haven't heard the story yet, a Chicago real estate company called Horizon Realty Group filed a lawsuit against one of its tenants on Monday. She apparently made a snarky remark on Twitter, claiming that the company "didn't care" about mold in her apartment. Horizon is suing her for libel, looking for $50,000 in damages to their reputation.
She only had about 20 followers, so this looked like a pretty harsh David and Goliath story. Unfortunately, Horizon’s legal and PR teams forgot what happened to Goliath. By Tuesday afternoon, the story of Horizon's lawsuit had hit trending topics on Twitter. Which means that a peevish remark made in front of 20 people has now found its way to hundreds of thousands.

Tja... mit einer simplen Rückmeldung hätte diese PR-Katastrophe einfach abgewendet werden können. Mit dieser Story hat sich Horizon jedenfalls einen Platz im Olymp der Twitter-Marketing-Fails redlich verdient.

Friendfeed von Facebook gekauft

Judith aka Linzerschnitte Diese Meldung hat wieder mal ein wahres Twitter-Gewitter losgelassen: Facebook kauft Friendfeed. Friendfeed, der Social Media Aggregator, gilt als Vorbild für Google großangekündigte Kommunikationsrevolution Google Wave. Mit Facebook im Rücken kann Friendfeed, das alles kann, aber niemand kennt oder primär nutzt, wahrscheinlich seinen Untergang in die Bedeutungslosigkeit verhindern. Google ist damit in zweierlei Hinsicht eins ausgewischt: 1. Friendfeed existiert und funktioniert bereits jetzt. 2. Friendfeed wurde von einer Gruppe ehemaliger Google-Mitarbeiter gegründet. Im offiziellen Presse-Release auf Facebook heißt es dazu:

"Facebook and FriendFeed share a common vision of giving people tools to share and connect with their friends," said Bret Taylor, a FriendFeed co-founder and, previously, the group product manager who launched Google Maps. "We can't wait to join the team and bring many of the innovations we've developed at FriendFeed to Facebook's 250 million users around the world.

TechCrunch hat das erste Interview mit Bret Taylor (Friendfeed-Mitgründer) und Chris Cox, Vize-Präsident von Facebook. Was weiter passiert, scheint aber noch unklar zu sein, wie dieser Beitrag am FriendFeed-Blog nahelegt:

FriendFeed.com will continue to operate normally for the time being. We're still figuring out our longer-term plans for the product with the Facebook team.

Neue Spam-Welle auf Twitter

ritchie aka datadirt Twitter-Account Phishing scheint nach wie vor äußerst lukrativ zu sein. Mashable berichtet über eine neue Spam-Welle, deren Auslöser noch unbekannt ist:

Yesterday we noticed a strange occurrence on Twitter (Twitter): hundreds, if not thousands of Twitter accounts were sending out spam links, all at once. Most of these accounts weren't your usual spam accounts, but regular Twitter users with real accounts, followers, and tweets. Then, the flood suddenly stopped. We wondered if it was just a strange group of accounts or a one-time attack. Now we're fairly certain that isn't the case.

Wie immer gilt: wer auf Nummer sicher gehen will, ändert am besten wöchentlich sein und bei Verdacht auf Hi-Jacking sein Passwort. Und nicht vergessen: die Änderung muss auf allen Clients und Services nachgezogen werden, denn permanente Log-In Versuche mit einem veralteten Passwort können ebenfalls zur (temporären) Account-Sperre führen.

30 Dollar fürs Time-Coverfoto

ritchie aka datadirt Die Journalismus-Honorare sind nicht nur im deutschsprachigen Raum im Keller. Georg Holzer berichtet über ein besonders drastisches Beispiel:

Robert Lam ist Fotograf in den USA. Als er vor eineinhalb Wochen das Time Magazine sah, freute er sich ganz besonders: Die ehrwürdige Publikation wählte eines seiner Fotos, die er bei iStockPhoto anbot, für das Cover aus. [...] Das Time Magazin bezahlte für das Foto übrigens 150 Dollar (Extended License), nach Abzug der Spesen bekam Lam für sein Bild 30 Dollar. Gar nichts, wenn man bedenkt, dass Fotografen für ein Foto am Time-Cover auch 3000 bis 10.000 Dollar bekommen.

In Österreich dagegen sieht die Lage völlig anders aus, wie Georg in dem lesenswerten Beitrag beschreibt, denn der Zugang zum fotographischen Hochamt ist streng geregelt:

Fotografen sind Modernisierungs- und Digitalisierungsverlierer par excellence. Einziger Zweck einer solchen – wie gesagt: einzigartigen – Gewerbeordnung ist es, Wettbewerb mit allen Mitteln zu verhindern.

Ich hoffe nur, ich darf weiterhin Fotos für mein Blog machen :mrgreen:

Google kauft Video-Softwarefirma

Judith aka Linzerschnitte Nicht nur Facebook, auch Google war in der letzten Woche wieder mal in Kauflaune. Diesmal hat man sich den Video-Spezialisten On2 Technologies einverleibt, um damit der Online-Videoabteilung des Konzerns, manchen als "Youtube" bekannt, ein hübsches Geschenk zu machen. On2 ist übrigens spezialisiert auf Video Codecs. Wikipedia meint dazu:

Es (Anm. li schni: On2) ist Hersteller einer Reihe wichtiger Video-Codecs, wie unter anderem VP3, der Grundlage für den freien Codec Theora, dem mit Version 8 von Adobe Flash eingeführten Codec (VP6) für Flash Video und den für die chinesische Enhanced Versatile Disc (EVD) vorgesehenen Video-Codecs (VP5 und VP6).

Fassen wir zusammen: Open Source Codec Theora, VP6 für Flash Videos und noch irgendetwas chinesisches (EVD). Vielleicht bald die neuen Standard-Video Codecs.

Avancierter Export für WordPress

ritchie aka datadirt BloggingPro stellte kürzlich ein äußerst interessantes Plugin für Viel-Blogger vor: der Advanced Exporter erspart viel Mühe, wenn man beispielsweise ein Blog in mehrere aufteilen und die Kategorien einzeln exportieren möchte:

With it, you can easily export a single category of a blog to import into another. That is something many people have wanted an easy way to do for a long time. You can also use the restrictions to create multiple WXR files in case you can’t import a single large file. Also worthy of note as that this plugin was entered into the WeblogToolsCollection plugin competition for 2009.

20mal WordPress pimpen

ritchie aka datadirt Out-of-the-Box kann unser Lieblings-CMS mittlerweile schon einiges - doch wer sich von der Masse abheben möchte, muss auf Bells-and-Whistles setzen. Das Designmag stellt zwanzig Add-Ons vor, für deren Umsetzung allerdings grundlegende Web-Programmierkenntnisse erforderlich sind. Der Aufwand zahlt sich aus:

One of the reasons WordPress is so popular is because of its flexibility. Designers, developers, and bloggers have plenty of options. In this post we’ll look at a combination of tutorials for improving a WordPress-based site, and plugins that can provide added functionality that will bring new possibilities.

Alle Methoden sind ausführlich in einzelnen Tutorials beschrieben - eine gute Gelegenheit, sich näher mit Erweiterungsmöglichkeiten für WordPress zu befassen.

Ketzerisches Gespräch der Woche: Niko Alm versus Andreas Khol

Judith aka Linzerschnitte Ich war mir nicht sicher, ob der intellektuelle und feinsinnige Diskurs zwischen Gerhard Dörfler und HC Strache (Dörfler, Regent der Provinz Kärnten: "Wenn sich der Heinzl benimmt, haben wir kein Problem." Strache: "Schau, jetzt hat er den Heinzl zum österreichischen Türken erklärt.") über das Universum an sich und den Sinn des Lebens im Speziellen das Gespräch der Woche werden sollte. Dann hab mich aber aus persönlichen Gründen doch für Niko Alm versus Andreas Khol entschieden. Es wird Zeit, dass die Welt erfährt, dass alle Menschen gleich, aber christlich-konservative Politiker doch wesentlich gleicher sind:

Andreas Khol: An sich tun Sie mir ja als Atheist leid. Sie repräsentieren vier Prozent der Bevölkerung. Dass 96 Prozent sich irren, kann ich mir nicht vorstellen.

Hier das komplette Interview - und ein paar ergänzende Anmerkungen von Niko.

Foto der Woche

Achtung - hier kommt ein Vogel, der nix mit Twitter zu tun hat! Jimmy Davao hat den weißen Flieger samt Reflexion perfekt aufs Bild gebannt:

vogel klein Blogistan Panoptikum KW32 2009

Judiths Video der Woche - Flieg, Fernsehturm Berlin!

Kein Stern, der deinen Namen trägt. Aber: Ein Phallus, der mit dir zum Himmel fliegt. Stoff für so manche Flugträume!

http://www.vimeo.com/5856277

Ritchies Video der Woche

"A thousand shades of White" nennt icescapes diese grandiosen Aufnahmen aus dem Ilulissat Eis-Fjord in Grönland:

These images were filmed during the 2006 Climate Change College, during which 6 students from the UK and the Netherlands ventured into the arctic wilderness to be trained as climate change ambassadors. Based on the experiences and knowledge gathered on several locations in Greenland, they launched various initiatives raising public awareness around the topic of climate change.

Und außerdem kommen Hunde drin vor - was will man mehr? :mrgreen:

http://www.vimeo.com/4515275

Und damit sind wir auch schon am Ende des dieswöchigen Rückblicks angelangt - besten Dank für Ihre Whuffies, wir halten weiter die Augen und Ohren offen. Bis zum nächsten Panoptikum, wir lesen uns morgen!

Input für WochenrückblickHaben Sie Vorschläge und Themen fürs datenschmutz Wochenpanoptikum?
Gibt es aktuelle Infos aus der weiten Welt des Web, die datenschmutz-Leser erfahren sollten?
Schicken Sie Ihre eigenen News ein für den kommenden Wochenrückblick - für jeden Eintrag gibt's auf Wunsch einen Backlink! Hier geht's zum Einreich-Formular.

Wie bekommt man mehr Twitter-Follower?

twitter profile datadirt Wie bekommt man mehr Twitter Follower?Am Wochenende hat mein Twitter-Account die 30k-Grenze überschritten, derzeit folgen mir knapp 32.000 Microblogger. Das ging zwar etwas schneller als erwartet, kam aber keineswegs vollkommen überraschend, da ich mich durchwegs aktiv um mehr Followers bemüht habe. Danke für den Support, danke an alle meine deutschsprachigen Followers! Als Dankeschön möchte ich ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern. In diesem Beitrag werde ich drei meiner erfolgreichsten Strategien Schritt für Schritt beschreiben, denn eines kann ich Ihnen garantieren: "Drücken Sie auf den Knopf und eine Woche später haben Sie 10.000 Followers" spielt's nicht: um richtig viele und möglichst viele richtige (=thematisch interessiert) Microblogging-Kontakte zu sammeln, muss man unbedingt verschiedene Vorgehensweisen kombinieren.

Häufig taucht in Gesprächen über Twitter die Frage nach dem erforderlichen Zeitbudget auf: ich denke, dass es wenig Sinn macht, pro Tag mehr als 1-2 Stunden in Twitter zu investieren. In meinem Fall war's in den letzten Monaten so, dass ich pro Woche zweimal 2 Stunden am Stück für diverse "Maintenance Tasks" (Tweet Scheduling, Follow-Friday Vorbereitungen, Follower Vetting, Mash-Ups evaluieren etc., dazu später mehr) benötigt habe und zusätzlich pro Tag im Durschnitt etwa 20 bis 60 Minuten fürs "Echtzeit-Tweeten".

Das mag vordergründig relativ viel erscheinen, erwies sich aber unter anderem als eine der effektivsten Methoden, den Traffic auf meinen Blogs nachhaltig zu steigern - und mit den richtigen Tools und Clients lässt sich auf jeden Fall schon vom Start weg viel Zeit einsparen. Die Basics spar ich mir allerdings, und komme ohne weitere Umwege wie versprochen nun zu drei Follower-Building Anleitungen.

Caveat 1: Wer beschließt, dem natürlichen Lauf der Micro-Blogging Dinge etwas nachzuhelfen und seinen Account behalten möchte (Twitter wird immer strenger in der Spam-Bekämpfung), sollte unbedingt den Tina Turner Refrain beachten: Not push Twitter Limits! Es gibt Obergrenzen für die Zahl der Personen, denen man followen kann (grundsätzlich 2.000, und aber dieser Zahl dann maximal 20% mehr Usern als man selbst Followers hat), es gibt tägliche Limits für Private Messages, Restriktionen für die wiederholte Aussendung des gleichen Tweets, ein Limit für die maximal Anzahl an Usern, denen man pro Stunde folgen darf (100)... diese Zahlen ändern sich, und wer über die Stränge schlägt, riskiert, dass der eigene Account gesperrt wird - und das wär doch schade um die viele Arbeit. Siehe dazu auch Making Progress on Spam am offiziellen Twitter-Blog bzw. The Twitter Rules.

Caveat 2: Alle nachfolgend beschriebenen Techniken setzen voraus, dass man regelmäßig twittert, einen Avatar verwendet, sich generell darum bemüht, interessante Links zu posten und auf Anfragen reagiert. Kurzum: Content and Communications are King and Queen. Der Rest ist lediglich ein kleiner Durchlauferhitzer, aber für sich allein genkommen wertlos.

Der eingesprungene Such-Axel

Die Twitter-Suche bietet perfekte Möglichkeiten, Themen-affine User zu finden. Man nutzt dazu entweder das Web-Interface unter search.twitter.com oder - wesentlich komfortabler - die Suchfunktion des Tweetdeck Clients: der ermöglicht das Abspeichern von bis zu 20 Keyword-Trackings, die als eigene Spalten angezeigt werden.

Hilfreich ist dabei eine Liste mit relevanten Keywords bzw. Keyword-Kombinationen (Tweetdeck unterstützt auch die Boole'schen Operatoren AND und OR), die regelmäßig themenaffine User frei Haus liefert. Nach einem kurzen Blick auf das jeweilige Profil folgt man. Dabei ergeben sich auch ständig Anknüpfungsmöglichkeiten für Gespräche und so kommt man zugleich laufend mit neuen Usern, die sich mit dem gleichen Themengebiet befassen, in Kontakt.

Vorteil: Nichts geht über händische Selektion - das Followen lässt sich recht gut "nebenbei" beim Twittern erledigen - und je sorgfältiger man auf Themenrelevanz achtet, desto höher wird die Follow-Back Rate sein.
Nachteil: Zeitaufwendigste Methode, skaliert schlecht und erfordert regelmäßigen "Aufräumen" der Followed-Liste.

Der doppelte Tweetlater-Rittberger

Wer Twitter professionell nutzt, hat sich hoffentlich schon längst einen Tweetlater-Account zugelegt. Der Online-Service von Dewald Pretorius ermöglicht die zeitgesteuerte Aussendung von Tweet-Messages und verwaltet beliebig viele Accounts. Auch in der Free-Version sehr nützlich - die Power-Features stehen aber nur Pro-Usern zur Verfügung. Der Pro-Account kostet 20$ im Monat, die sich schon allein aufgrund der neu integrierten Follow-Funktion, die pro Account und Monat 1.200 User vollautomatisch recherchiert, mehr als auszahlen.

Während der Auto-Follow Mechanismus vor einigen Monaten noch recht nützlich war, ist Twitter inzwischen von zu vielen Spam-Accounts übersät, um diese Funktion weiterhin zu nutzen. Tweetlater bietet hier eine perfekte Lösung namens "Follower Vetting" an: sämtliche User, die dem eigenen Account folgen, kommen in eine übersichtliche Warteliste und werden mittels bestimmter Filter-Kriterien vorselektiert, die in meinem Fall so aussehen:

twitter tweetlater Wie bekommt man mehr Twitter Follower?

Alle zwei bis drei Tage schaut man die Liste kurz durch und nimmt allfällige Korrekturen vor - dass zusätzliche Statistiken (á la: von wie vielen Usern wurde dieser User geblockt etc.) angezeigt werden, macht den Auswahlprozess extrem effizient, und das ist auch notwendig: bei größeren Accounts sammeln sich schon mal 500 neue Followers oder mehr pro Woche an.

Die oben erwähnte Recherche-Funktion heißt "Friend Finder". Selbiger muss pro Account aktiviert und konfiguriert werden. Da die Filterfunktionen äußerst granular arbeiten und beispielsweise auch Negativ-Keywords und viele weitere Einstellmöglichkeiten bieten, ist die Qualität der so generierten Vorschläge immens hoch. Die kommen (täglich bis zu vierzig) in die oben beschriebene Vetting-Liste, wo man nochmal einen Blick drauf werfen kann, aber nicht muss - nach einem einstellbaren Zeitraum folgt Tweetlater automatisch.

Vorteil: TweetLater bietet diverse unverzichtbare Komfortfunktionen für Pro-Microblogger. Speziell beim Follower-Aufbau schlägt der neue Friendfinder jede andere Automatisierungs-Software aber bei weitem, da Spam-Accounts äußerst zuverlässig ausgefiltert werden. Richtig konfiguriert bringt das Tool im Monat ein paar Hundert themenaffine Followers - ganz auf Autopilot und ohne Probleme mit Twitter-Limits zu verursachen.
Nachteil: TweetLater Pro-Account erforderlich, aber die 20 Dollar pro Monat (zahlbar via PayPal) sind gut investiert. Wer unschlüssig ist, kann die Pro-Version für 10 Tage kostenlos testen. Aber Vorsicht: Sie werden anschließend nicht mehr auf Tweetlater Pro verzichten wollen.

Viele Heavy-Twitter-User betreiben eigene Blogs, eine aktuelle Umfrage auf Deutschland ergab, dass über die Hälfte der Top-Tweeper zugleich bloggen. Die überwiegende Mehrheit wählt dazu WordPress, und dementsprechend breit gefächert ist mittlerweile die Auswahl der Twitter-Plugins.

Maß aller Dinge waren bis vor einigen Monaten Alex Kings Twitter Tools. Das Plugin implementiert eine 2-Weg Einbindung: einerseits werden neue Postings automatisch getweetet, andererseits können die eigenen Tweets am Blog angezeigt oder sogar als täglicher bzw. wöchentlicher Digest-Beitrag geposter werden. Vor relativ kurzer Zeit betrat TweetMeme die Bühne: mit nur einem Klick lassen sich die eigenen Blogbeiträge retweeten. Damit diese auch mit RT @eigeneraccount erstellt werden, muss man sich erst von den Betreibern authentifizieren lassen, sonst hagelt es Eigenwerbung á la RT @tweetmeme. Die Idee ist genial, weniger erfreulich ist der zwangsweise Weg über die TweetMeme-Server, denn die gemessenen Retweets werden für ein Social News Portal verwendet.

Enter Pretty Link: Blair Williams veröffentlichte vor einigen Monaten ein Plugin, das die Erstellung und Verwaltung von Short-Links unter WordPress ermöglicht. Aufgrund der 140-Zeichen Begrenzung müssen längere Links URL-Shortener wie bit.ly und Co. durchwandern - eine verschenkte Gelegenheit, denn wesentlich professioneller wirken Links á la http://meinedomain/13x. Genau dafür ist Pretty Link zuständig.

Vor wenigen Tagen präsentierte Blair die Pro-Version. Ähnlich wie im Fall von TweetLater kann man mit der Free-Edition eine Menge anfangen, die Pro-Version bietet allerdings eine ganze Reihe von zusätzlichen Conversion-Features, die ich im Detail in einem eigenen Beitrag erklären wären. Im Zusammenhang mit dem Thema Follower-Building interessieren uns in erster Linie die "Automatic Pretty Link Creation and Posting Options": Pretty Link kreiert für jedes neue Posting automatisch einen Shortlink und fügt ein ReTweet-Badge á la TweetMeme ein, das allerdings ohne Drittanbieter-Server auskommt. Damit erhöht man nicht nur die ReTweet-Rate, sondern bekommt ein äußerst nützliches Tracking-Tool in die Hand. So sieht der Options-Screen der Pro-Version aus:

ploptions Wie bekommt man mehr Twitter Follower?

Als äußerst praktisch erweist sich in diesem Zusammenhang der sogenannte Pretty Bar: er fügt einen Top-Bar ein, auf dem man nicht nur das eigene Logo, sondern auch diverse Share- und Follow-Funktionen integrieren kann (siehe hier). Die Stärke des Bars liegt im richtigen Zeitpunkt: User, die in einem ReTweet auf einen interessanten Link klicken, folgen sehr häufig. Screenshots und weitere Infos zur Funktionsweise gibt es auf der offiziellen Pretty Link Pro Homepage. Derzeit verkauft Blair die Lifetime-Pro-Lizenz für bis zu 5 Seiten um $97, ab 1. September steigt der Preis auf $147. Zuschlagen!

Vorteile: eigene Short-URLs, perfektes Tracking, Erhöhung der ReTweet- und Follow-Rate
Nachteile: nur verfügbar für WordPress-Blogger.

Addendum: Wie komme ich eigentlich zu mehr ReTweets?

Klingt wie die klassische Frage an Radio Eriwan, und die Antwort, die man häufig liest, lautet: "Mit interessanten Tweets!" Das ist zweifellos wahr, aber manchmal kann man dem Glück auch ein wenig auf die Sprünge helfen: ReTweet It basiert auf einem Austausch-System, erfordert keine Datenweitergabe (Log-in erfolgt via Twitter-Auth) und ermöglicht Usern mit mindestens 50 Followern, ihre Nachrichten retweeten zu lassen. Um die nötigen Credits zu bekommen, kann man entweder selbst retweeten oder via PayPal ein paar Münzen einwerfen - 100 RTs kosten aktuell $10,-. Das ist meiner Meinung nach aber gar nicht erforderlich, da man eigentlich laufend recht interessante Tweets im System findet, die man guten Gewissens retweeten kann :mrgreen:

Fazit: eigene Choreographien entwerfen!

Wie schon einleitend gesagt: interessante, themenrelevante Tweets und Gesprächsbereitschaft sind die Grundlage für erfolgreiches Follower-Building und in weiterer Folge für den Einsatz von Twitter als Marketing-Tool. Mit den oben beschriebenen Methoden kann man gefahrlos nachhelfen und die Weg zum Twitter Whale (so heißen User mit 10k+ Followern) beschleunigen. Die oben skizzierten Tipps sollen lediglich Anhaltspunkte geben, außerdem ist es im Lauf der Zeit erforderlich, die eigenen Taktiken und Toolsets dem Status des Accounts anzupassen. Ich habe beispielsweise festgestellt, dass 90% aller frei verfügbaren Mash-Ups für Userverwaltung, Stats etc. ab 15k Followern nicht mehr oder nur sehr unzuverlässig funktionieren. Tweetlater Pro und Pretty Link Pro kann ich uneingeschränkt empfehlen: angesichts der immensen Zeitersparnis sind beide Tools unglaublich preiswert.

Am Schluss noch eine kleine Bitte: wenn Sie mit diesen Tipps etwas anfangen können, dann schenken Sie mir doch bitte Ihre Stimme bei der Mr. Twitter Austria Wahl. (Man kann für beliebig viele User abstimmen.) Danke!

Twitter Trains: Von Follower-Käufen und Phishing-Problemen

Zwei Blondinen stehen im Wald und schauen auf den Boden: "Das sind eindeutig Hasenspuren," sagt die eine. "Nein, das sind Rehspuren," behauptet die andere steif und fest. Sie diskutieren und diskutieren, 30 Minuten später werden beide vom Zug überfahren. Twitter-Trains sind der neueste Hype im us-amerikanischen Microblogging Kosmos. Macht es Sinn, für Followers zu bezahlen? Und warum werden in letzter Zeit so viele Accounts "gehackt"? Mit der zunehmenden Popularität Twitters wird der Service nicht nur für Spammer, sondern auch für Login-Händler immer attraktiver - das Vorgehen ist dabei immer das gleiche. Dieser Beitrag will ein paar Mythen und Legenden rund um dieses kontroverse Thema aufklären.

Irgendjemand baut ein Mash-Up, das einzig und allein einen Zweck erfüllt: Twitter Log-Ins sammeln. Nach einigen Wochen oder Tagen (je nach Erfolg des Follower Virus) verschwindet die Seite meistens und alle User finden plötzlich unerwünschte Werbebotschaften in ihrem Twitter Feed. Einziges Gegenmittel: sofort das eigene Passwort ändern. Das nervt aber erstens, weil man die Änderung in der Regel erstens an diversen Stellen (Client, Mobilclient, Tweetlater etc.) nachziehen muss und der Schaden zweitens dann schon angerichtet ist.

Twitter eignet sich eben ganz hervorragend zur Verbreitung solcher "Social Viren" - die basieren einerseits auf Trust und andererseits auf der geringen Verbreitung der OAuth-Schnittstelle Twitters. Ed Wohlfahrt hat gestern ein sehr lesenswertes Posting zu diesem Thema veröffentlicht:

Über den Tweet eines BarCamp Freundes und angesehenen Österreichischen Social Media Auskenners stoße ich auf NeedFollowers.com - die Site bringt via Safari angesteuert seit neuesten eine Phishing-Warnung... Spricht ja schon mal Bände... - und bin gleich mal hin und weg. 400 neue Follower pro Tag werden mir versprochen und das Hirn setzt darauf hin gleich mal aus. Retrospektiv kann ich das nur mit den nächtlichen Werbebotschaften für Bauchtrainer oder Abnehm-Drinks vergleichen. Ohne Sport ein Waschbrettbauch, ohne Sport und Hungern Pfunde verlieren, ohne Dialog hunderte neue Twitter-Follower, einfach cooooool!

Der Auskenner bin in dem Fall ich - aber die fragliche Seite habe ich niemals verwendet, sondern die Betreiber dieser Phishing-Falle hatten meine Login-Daten von wer-weiß-wem; ich probier ja so ziemlich jedes neue Mash-Up aus und ändere mittlerweile alle sieben Tage mein Passwort am datadirt-Account.

Die fragliche Seite wird übrigens von Firefox als Phishing-Adresse erkannt. Auf diesen Mechanismus sollte man sich unbedingt verlassen und im Fall einer solchen Warnung zurecht skeptisch sein. Dabei sind diese Twitter-Trains, und darauf will ich mit diesem Posting eigentlich hinaus, je nach Twitter-Nutzungsszenario nicht grundsätzlich schlecht.

Das Prinzip der Twitter-Trains

Vor einigen Monaten kam ein schlauer amerikanischer Social-Marketer auf die Idee, ein simples Mash-Up zu programmieren: Twitter-User loggen sich ein, hinterlassen ihre Account-Daten und folgen einer "Train" von Usern. Im Gegenzug werden sie von der gleichen Anzahl an Usern zurück-gefollowed. Da ein solches System nur funktionieren kann, wenn permanent neue Users dazukommen, schicken die Betreiber beim Einloggen eine der hinlänglich bekannten "400 Followers a day" Messages über den Twitter-Feed des neuen Users raus, häufig auch wiederholt.

So weit, so unspektakulär. Richtig interessant wird's - wie bei den meisten Online-Services - aber erst mit Premium-Zugang: für eine bestimmten wöchentlichen oder monatlichen Betrag kann man via PayPal eine "VIP Membership" erwerben, die folgende Vorteile hat: VIP-User werden von allen anderen Nutzern gefollowed, müssen aber selbst niemandem folgen, außerdem verzichtet der Betreiber bei VIPs auf die lästigen Aussendungen.

Weil diese "Twitter Trains" so erfolgreich waren, schlichen sich auch rasch schwarze Schafe ein, die einfach nur ähnlich aussende Seiten, teils mit, teils vollkommen ohne Follow-Funktion bauten in der Hoffnung, billig an User-Logins zu kommen.

Was bringt es eigentlich, mehr Followers zu haben?

Gar nix oder eine ganze Menge: die Antwort auf diese Frage ist zu 100% vom eigenen Nutzungsszenario abhängig. Ich beziehe mich hier nicht auf die private Verwendung, sondern auf die Nutzung von Twitter als Marketing-Kanal: und da möchte man natürlich die eigene Botschaft möglichst weit verbreiten. Und egal, ob man auf quantitatives oder qualitatives Follower-Building setzt, die diversen Twitter Limits (maximal 20% mehr Follows als Followers ab 2k+) bringen auch für Nischen-Marketer gravierende Einschränkungen mit sich.

Im Gegensatz zu allen anderen Tools bringen VIP-Accounts bei Twitter-Trains one-way Followers, sofern man den eigenen Account nicht auf auto-follow gesetzt hat: man bekommt also nicht nur mehr Followers, sondern verbessert zugleich gravierend die Ratio Friends:Followers, eine wichtige Voraussetzung für diverse andere Twitter Marketing-Maßnahmen. Dabei gilt in erster Linie die übliche Sprachbarriere: im deutschsprachigen Microblogging-Kosmos sind Twitter-Trains so gut wie unbekannt, 99,9% der User twittern auf Englisch. Die Annahme, dass man auf solchen Mash-Ups bloß Bot-Followers bekomme, ist dagegen grundverkehrt - hier sind mehr menschliche Nutzer unterwegs als im "normalen" Twitter-Environment.

tweeterfollow Twitter Trains: Von Follower Käufen und Phishing Problemen

Eine beträchtliche Rolle spielt übrigens auch die Server-Verfügbarkeit: eine gut funktionierende Twitter-Train erzeugt eine Serverlast, unter der schon so mancher Apache zusammengebrochen ist. Wer einen englischsprachigen Twitter-Account betreibt, das ganze mal ausprobieren möchte und auf der Suche nach einem gut besuchten und stabilen Service ist, dem empfehle ich tweeterfollow.com (kein Affiliate Link :mrgreen:) - mit Ryans Twitter-Train habe ich in jeder Hinsicht sehr gute Erfahrungen gemacht.

Gewinn die Linzertorte!

Immer wieder sieht man Kulturpessimisten Graffiti-Sprüche an Linzer Innenstadtwände malen á la "Twitter ist Nahrung fürs Hirn, aber satt werd ich davon nicht." Damit ist nun Schluss, denn Judith aka Linzerschnitte lässt dem Schokoladen-Hintergrund Taten folgen und verlost eine Original Linzertorte unter allen Followern:

linzertortemittel Gewinn die Linzertorte!

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Blogistan Panoptikum KW20 2009

An diesem Wochenende durfte ich meinen 10.000sten Twitterfollower (respektive mein 10kste Followeress) begrüßen - allerdings hat mir die Vorstellung von Simon Leungs neuem Follower-Kettenscript gleich mal 700 neue Tweeping Friends auf einen Schlag gebracht - ich war zuerst äußerst skeptisch, aber die Idee ist in der Tat schwer genial: Einfach zum Ende der Seite scrollen, das Formular ausfüllen und auf "Tweet Now" klicken. Account-Daten werden keine gespeichert, aber jeder User erhält eine persönliche Landingpage, und selbige ein wenig zu promoten, kann nicht schaden. Mehr muss man nicht machen, außer natürlich gegebenenfalls vorher Auto-Follow auf Tweetlater auf "Vet Followers" umstellen... denn wer schnell auf den Zug aufspringt, kann ordentlich profitieren, aber in einem Monat funktioniert dieses "Twitter Ponzi Scheme" nicht mehr... die ersten, die's benutzt habe, nennt man dann später Twittergurus und fragt sich, warum sie so viele Followers bekommen haben. Und weil ich zum Thema Follower-Aufbau auf Twitter derzeit mehrere Anfraqen pro Tag bekomme, gibt's Anfang nächster Woche ein kleines Special zum Thema Re-Follow Services und Co. Und nun zu meinen übrigen Highlights aus den vergangenen sieben Tag:

Nicht nur tweeten, auch bloggen

Es gibt vermutlich noch mehr gute Gründe, warum man sich keinesfalls ganz auf Twitter stürzen sollte - Future Buzz hat 19 besonders stichhaltige zusammengetragen. Denn wer ernsthaft eine längerfristige Netz-Präsenz plant, kommt nun mal an einem eigenen Hub (und nur über den hat man die volle Kontrolle) nicht herum. Tag: Volle Zustimmung!

These are all just tools to share content and ideas, no more, no less. You need a cohesive strategy for all of them to drive conversions in one spot. A blog is the perfect place for that if you want focused attention and to build an interested community. What if any one network you don’t control falls out of favor or changes the rules? At the end of the day, self-hosted blog owners control the vertical and the horizontal, whereas on Twitter or any external network you’re at the whim of someone else.

Wann ist ein Desktop sozial?

Keine Panik, ich fange jetzt nicht mit Nachhaltigkeit und CO2-Fußabdrücken an - Anlass für diese Überschrift ist vielmehr eine äußerst lesenswerte Review verschiedener Social Desktop Clients auf Guruvan - denn wie überdurchschnittlich gut informierte Nerds längst wissen, sind/waren Twitter-Clients bloß die Spitze des Eisbergs, und die kurze Ära der Widgets scheint vorbei, denn das Web 2.0 erobert immer mehr Platz am Desktop: kein Wunder, denn schließlich unterstützen die neuen Client-Generationen nicht nur mehrere Networks, sondern sogar multiple User auf ebendiesen. Besonders avanciert und flexibel wahlweise als Browser- oder lokale Adobe-Air-Applikation nutzbar scheint PeopleBrowsr:

The number of networks I can access is unparalleled. Not only does it have access to all that Sobees does, but Digg, LinkedIn, Myspace, identi.ca, Photobucket, and Plaxo too! And Peoplebrowsr has its own network, that allows you to share groups and view someone's entire known social graph. You can publicly tag people. PeopleBrowsr supports multiple user accounts (simultaneously) on several networks, and has search and geo-location features I’ve only just begun to explore. And if this is all too complicated for you get wrap your brain around at first you can use PeopleBrowsr in "Lite" mode, and just have one of the top Twitter clients. The search functionality and groups make PeopleBrowsr Lite even more powerful than Tweetdeck.

What goes around comes around

"Wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus," lautet das deutschsprachige Äquivalent dieses Spruchs, oder in der christlichen Negationsform: "Was du nicht willst, dass man dir tu, das füg auch keinem andern zu." Simpel eigentlich, aber erzählen Sie das mal einem General, der gerade mit seinen neuen Waffen spielen darf. Ich finde, dass Big Ant International den "Gold Pencil for Design" für ihre aktuelle Anti-Kriegs-Kampagne in der Kategorie "Public Service Poster" gewonnen haben. Auf The Inspiration Room sind alle Sujets online: die Plakate im extremen Breitformat entfalten ihre Botschaft erst, wenn sie um eine runde Säule geschlungen werden und sich die Katze sozusagen in den Schwanz beißt - schauen Sie sich das an!

Wer verdient wie viel an einer Milliarde verkaufter iPhone-Applikationen?

Der Applikationsmarkt für Handys gilt immer noch als Hoffnungsträger einer ganzen Branche - und vor wenigen Tagen gab Apple die Installation der einmilliardsten iPhone Applikation bekannt. Klingt beeindruckend, oder? Aber Stan Schroeder hat für TechCrunch den Entmystifizierungs-Rechenstift ausgepackt und kommt zu einem vergleichsweise ernüchternden Ergebnis in punkto Gewinn für Apple

Anywhere between $20 and $45 million; when you count in LSVP’s approximation that the ratio of free to paid apps, is somewhere between 1:15 and 1:40, and O’Reilly’s estimate that the mean price for paid apps is $2.65. Multiply these numbers and you get revenue of $70-$160 million; Apple’s 30%, which is how much they get from each sold application puts their chunk of the cake at $20-45 million.

Der Autor kommt zu den Schluss, dass Apple eben doch immer noch primär eine Hardware-Company sei, der Applikationsmarkt aber einen wichtiger Treiber für den Absatz der Geräte darstelle. Also wieder mal das alte Spiel der der Umwegrentabilität... irgendwie will die Aufmerksamkeitsökonomie auf breiter Basis nicht so richtig in die Gänge kommen, zumindest wenn man genauer hinschaut...

Twitter um etwa 1935 herum

Charlie Grover hat einen Beitrag aus "Modern Mechanix" eingescannt, der im August 1935 erschien. Leider sind alle Rechte am Bild reserviert - ich find's ja mehr als skurril, dass man sich traut, ein Copyright-Zeichen unter einen Scan aus einer Zeitschrift zu setzen, aber wie auch immer: Twitter robot from 1935 muss man gesehen haben! [via @dudeman718]

Der Personensuchmaschine Herr werden

Über Aim.at bin ich auf einen interessanten Artikel der ARGEn Datenschützer gestoßen. Wer sich von 123people, Yassni und Co. aufs reputations-technische Glatteis geführt sieht, findet hier eine Standard-Unterlassungserklärung, die bei weiter Verbreitung das Business-Modell der Personensucher gefährden könnte. Die klingt ungefähr so:

Ich habe festgestellt, dass Sie meinen Namen ….. dazu verwenden, auf ihrer Webseite zu meiner Person zutreffende und nicht zutreffende Informationen zusammen zu stellen. Diese Zusammenstellung teilweise richtiger, teilweise fehlerhafter Informationen ist gesetzlich nicht vorgeschrieben. Ich sehe meine Persönlichkeitsrechte und meine Kreditwürdigkeit dadurch beeinträchtigt. Sie werden daher aufgefordert, ab sofort keine derartigen Zusammenstellungen mehr durchzuführen, zu verbreiten, zu veröffentlichen und eine entsprechende Unterlassungserklärung abzugeben.

Der Push-Up BH mit Auto-Follow

Oder besser gesagt Autopilot. Große Dankbarkeit gegenüber Gizmodo: Wann hat man als Tech- und Marketing-Blogger denn sonst schon Gelegenheit, über Brüste und deren Idealzustand vor dem Geschlechtsverkehr zu schreiben? Ein Traum wird war, glauben die Macher: denn die Frau zum geilen, hemmungslosen Tier wird in Stimmung kommt - festzumachen an der Körpertemperatur - dann beginnt der integrierte Memory-Foam seine schmutzige Täuschungsarbeit zu verrichten und täuscht ad hoc Pamela Anderson Dimensionen vor. Nein, ich hab mir das echt nicht ausgedacht:

The integrated memory foam bra reshapes under the influence of heat to enhance cleavage, making a woman more desirable when she'd like to be desirable. Or, you know, when she's just a little sweaty.

Tja, damit taugt der BH mit Eigenleben wohl höchstens für Golferinnen... besonders lustig stelle ich mir diese Unterwäsche aber in Situationen vor, in denen sich die Körperwärme nicht direkt aus Geilheit, sondern eher aus anderen Gründen erhöht: irgendwie kommt das ganze Konzept einfach nicht so richtig durchdacht vor.

SEO-News der Woche

Sehr sympathisch finde ich die neue gelaunchte Video-Metasuche von Adrian Meyer und Marcel Wengel, und das liegt - ich will hier gar nicht unnötig verkomplizieren - am Namen: der ViFrog klappert alle Plattformen abn, bis zum Beta-Launch Ende Mai gibt's eine Preview auf SEO-Handbuch.de. Two thumbs up fürs Logo!

Die Beschreibung der Description

Der SEO-Evangelist leuchtet alle dunklen Winkel des Description-Tags aus:

Als vor Jahren meta-tags unter Insidern noch als Geheimwaffe bei der Suchmaschinenoptimierung galten und dem daraus resultierenden Missbrauch, wurde es plötzlich ruhig um sie, nachdem die Suchmaschinen sie nun auch nicht mehr mit ins Ranking einbeziehen.
Sicherlich spielen meta-tags heutzutage keine Rolle mehr bei der Platzierung einer Website in den Suchergebnissen, dennoch sind einige von ihnen nachwievor noch ein sinnvoller Bestandteil der OnSO (OnSite Optimization), die auch dabei helfen können mehr Besucher auf eine Internetpräsenz zu bekommen.

Guter Punkt - und wer immer schon mal wissen wollte, warum eigentlich noodp in seinem WP-Header steht, sollte das Posting unbedingt lesen :mrgreen:

Und sonst? Nix interessantes die Woche... war irgendwie recht ruhig im SEO-Haifischbecken, was wohl nur daran liegen könnte, dass alle üblichen Verdächtigen momentan mit Twitter beschäftigt sind und die Keywords sozusagen nackt und ungeschützt rumliegen!

Video der Woche

Shane Dawson hat das Gewicht der Welt auf seine Schultern genommen und getan, was noch keinem vor ihm gelungen ist: der populäre Video-Podcast hat das beste Sexvideo auf Youtube ever aufgenommen. Ich hab's gerade von Linzerschnitte geschickt bekommen und verstehe jetzt endlich, wie die Sache mit den Donuts und den Bananen und den Bienen und den Blumen und dem vorehelichen Fickverbot wirklich funktioniert! Shane's Aufruf zum Einsenden von Video-Antworten blieb ebenfalls alles andere als unbeantwortet: 252 Youtuber legen für ein weltweites Publikum ihre ersten Quests zur Erlangung des geheimen Wissens über die wahre Funktion von Penis und Vagina offen dar und ersparen zukünftig allen Eltern dieser Welt peinliche Aufklärungsgespräche:

YouTube Preview Image

Und das war's auch schon wieder mit dem aktuellen Wochenrückblick - nächste Woche gibt's die angekündigten Twitter-Tipps, außerdem stehen zwei Interview-Videos von der Identitat09 am Redaktionsplan. Danke für Ihre Whuffies, wir lesen uns am Montag!

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Blogistan Panoptikum KW16 2009

blogiblau Blogistan Panoptikum KW16 20092009 ist das Jahr der sozialen Medien. Kein Wunder, dass Mashable zu diesem Schluss kommt, denn Twitter, Youtube, Facebook und Co. wuchsen und wachsen nach wie vor ganz gewaltig - ein Ende des Trends ist weit und breit nicht in Sicht, die höchste Facebook-Wachstumsrate wies übrigens Spanien mit 999% auf. Es rappelt also weiterhin ungebremst in der Kiste Internet, und früher oder später muss vielleicht mal jemand die alte Hymne "The Internet is for porn" umdichten. Doch bis es soweit ist, without any further ado direkt zu den News der Woche:

Cult of Done: wider die Prokrastination

Prokrastination war noch nie meins. Nicht, dass ich alles sofort angehe und fertigbringe. Auch ich schiebe oft und vieles vor mir her. [...] Aber das zelebrieren bzw. ästhetisieren dieses Zustandes ist mir unsympathisch. Im besten Fall entspricht es einem oberflächlichen, seltsam interpretierten Gestalt Prinzip, im Normalfall ist es eine als Rechtfertigung missverstandene Ausrede für Muqa Smalltalk.

Schreibt Pete. Und ich wollte eigentlich schon längst einen Kommentar zu diesem lächerlichen Konzept, aus dem Sascha Lobo ein Business-Modell gemacht hat, schreiben, aber treffender hätt ich's nicht formulieren können. In seinem Beitrag gibt's einige lesenswerte Links, unter anderem auch zum Cult of Done Manifesto von Pre Pettis und Kio Stark. Besonders gut gefallen mit die Regeln 3, 5 und 13:

3. There is no editing state.
5. Banish porcrastination. If you wait more than a week to get an idea done, abandon it.
13. Done is the engine of more.

Ich möchte dem noch hinzufügen: Prokrastination ist das virtuelle Äquivalent zu Crystal Meth für jeden Online-Unternehmer... außer Sascha Lobo. Aber die Freude der Feuilleton-Medien über ein neues Buzzword reicht bloß für einen.

"Twitter Connect": ReadWriteWeb analysiert

Endlich arbeitet Twitter an einer Identifikations-API analog zu Facebook Connect bzw. Google Friend Connect. Damit soll es zukünftig möglich sein, Drittapplikationen ohne Passwort-Weitergabe zu nutzen und Twitter als Alternative zu OpenID zu nutzen. Längst überfällig - doch ReadWriteWeb sieht enormes Potential:

All social networking services these days want to be "a platform" - but it's really true for Twitter. From desktop apps to social connection analysis programs to services that will Twitter through your account when a baby monitoring garment feels a kick in utero - there's countless technologies being built on top of Twitter.

Im Gegensatz zu Facebooks proprietärer Schnittstelle setzt Twitter auf OAuth, wie TechCrunch berichtet. Doch der Autor bezweifelt, dass Einfachheit siegt - letztendlich wird die "Calling Card Battle" wohl tatsächlich ein "Number-Game":

Of course, Twitter is still far, far behind Facebook in terms of users. And at the end of the day it would seem the service that controls the most users will win what ReadWriteWeb’s Marshall Kirkpatrick has named the “calling card” battle.

Celebrities und Twitter

VentureBeat dankt Oprah: "We can finally stop talking about Twitter." Und das kommt so: die populärste amerikanische Talkmasterin ging unter die Microblogger und hat nach nur 10 Tweets bereits über 300k Followers - das nennt man wohl crossmedialen Image-Transfer:

The next time you see a post breathlessly exclaiming, "Politicians are on Twitter! Celebrities are on Twitter! You can find news on Twitter!" or whatever, please leave the following comment: "Dude, Twitter was on Oprah. 'Nuff said." And yes, that includes posts on VentureBeat.

Erster Twitterant mit über einer Million Followern war übrigens weder Guy Kawasaki noch Jason Calacanis - nein, Ashton Kutcher führt die Hitparade an.

Sonys erster eBook Reader

Georg hat sich einen Sony PRS-505 eBook Reader besorgt, Amazon Blogistan Panoptikum KW16 2009 verkauft das Gerät um knapp 300 Euro. Im aufschlussreichen Testbericht finden potentielle Interessenten alle Fürs und Widers - WLAN muss in die nächste Version auf jeden Fall rein:

Bücherwürmer, die die Haptik eines Buches oder den Geruch frischen Papiers wird ein E-Reader nie für sich gewinnen können. Muss er auch nicht. Genauso wie heute noch Schallplatten verkauft werden, wird es wohl immer auch gedruckte Bücher geben. Was wird er verändern? So ziemlich alles andere, was heute gedruckt daher kommt. Vielleicht nicht in dieser oder in der nächsten Version. Aber für mich ist absehbar, dass das die Zukunft ist.

Ich werde mir demnächst auch einen eBook-Reader zulegen (müssen). Immer mehr spannendes Lesefutter, seien es pdf-eBooks oder Fulltext-Feeds und Zeitungen (dazu mehr in diesem Beitrag), landet digital auf meiner Festplatte. Das Handy ist (derzeit) kein besonders augenfreundliches Lesegerät, und die Zeit der Papierstapel ist vorbei. Wichtigster Punkt ist dabei sicherlich das Kontrast/Auflösungsverhältnis, und beim Screen scheint Sony bereits recht gute Arbeit geleistet zu haben.

Die besten BBQ Blogs

Es darf wieder gegrillt werden - da kommen Rezepte recht gelegen, und bei der Röstung toter Tierteile über offener Flamme sind sich Europäer und Amerikaner einig: es handelt sich um eine Wissenschaft! Wer immer schon mal in-depth wissen wollte, warum man bloß kein Bier aufs brutzelnde T-Bone kippen sollte, wird bei dieser Topliste der Blogpiloten beängstigend fündig. Aber Vorsicht: es haben sich auch ein paar vegetarische Rezepte eingeschlichen, dabei weiß doch jedes Kind: Soja hat am Grill nix verloren! Mein Favorit ist der Smoky Chipotle - oder hört sich das nicht großartig an? Oatmeal/Macadamia Crusted Pork Tenderloin with a Coconut Chipotle Sauce & Grilled Caramelized Pineapple Relish.

Webmarketing ohne Suchmaschinen

Ein bemerkenswerter Beitrag auf DoshDosh stellt die berechtigte Frage: wie würden Sie Ihre Seiten ohne Suchmaschinen vermarkten? Der Autor kommt zu dem Schluss, dass es effektiver ist, direkt zu den Kunden zu gehen anstatt drauf zu warten, bis die von selber kommen:

Go where people gather. There you will be heard. It sounds like rudimentary marketing but quite honestly, until I’ve tried ignoring search engines and focusing exclusively on gathering points, I didn’t realize how much actual marketing I was NOT doing.

Also den Fokus weg von Google, hin zu integrativem Brandmanagement? Im Social Web durchaus ein logischer Schritt, für den der Beitrag ein paar interessante Anregungen liefert.

SEO News der Woche

Alexa trägt mit den 3 neuen Features Demographics, Clickstream und Search Traffic ein Scherflein zum Datensalat bei. Und Bayando ist aufgefallen, dass die Google-Profile Nice-URLs bekommen haben - hier kann man mit wenig Aufwand einen Backlink abstauben - nun nur noch den richtigen Linktext verwenden, und schon klappt's mit den SERPs.

Google erweitert die Referrer

Im Googleblog gibt's Infos über die neue Referrer-Struktur - da stehen jede Menge Goodies drin, unter anderem die Keyword-Position des Resultats, auf das geklickt wurde - kein verspäteter Aprilscherz:

The new referrer URLs will initially only occur in a small percentage of searches. You should expect to see old and new forms of the URLs as this change gradually rolls out.

Weitere Details findet man bei WP-optimieren.de - die Universal Search macht die ganze Sache nicht gerade einfacher, aber auf mittelfristige Sicht einige Drittanbieter-Tools obsolet:

Leider trifft Google keine Unterscheidung, ob man ein gerade eine Suchergebnisseite mit Blendings (News, Lokal, Produktsuche etc...) erwischt hat. Wenn man z.B. nach "Blumen" sucht, erhält man aus der Universal Search lokale Treffer, News und auch Videos. So finden sich auf der ersten Seite 22 Treffer. Klickt man dann auf die zweite Seite der Suchergebnisse, geht es da mit Position 11 weiter.

SEO-United verweist auf die Wichtigkeit der richtigen Verlinkung aus Blogartikeln und empfiehlt Änderungen am Originaltext, um einer Abwertung zu entgehen - klingt durchaus leicht paranoid, aber man kann bekanntlich nie vorsichtig genug sein! :mrgreen:

Damit Google einen Link nicht abwertet, sollte man unmissverständlich klar machen, dass eine nachträgliche Editierung des Artikels nötig war. Für Google ausschlaggebend dürfte hierbei in erster Linie der Umfang der gemachten Änderung sein. Wenn ein Artikel umfassend verändert oder noch besser ergänzt wurde, werden wahrscheinlich auch neu gesetzte Links voll berücksichtigt.

Video der Woche

Wenn Fanboys auch nur halb so lustig wird, wie der Trailer vermuten lässt, dann steht der internationalen Nerd-Community ein unglaubliches Highlight bevor. Aber was soll auch schon groß schiefgehen bei einem Film, in dem der Typ aus Tropical Thunder, das heiße Chick aus Sin City und Captain James T. Kirk mitspielen? (Beste Stelle: "I'm Captain James T. Kirk. I can screw anything." [via Pete]

YouTube Preview Image
Und das war's auch schon wieder mit dieser Kalenderwoche. Ich wünsche einen wunderschönen Restsonntag und werd mich mal an die Vorbereitungen für Montag und Dienstag machen - das Programm ist recht dicht gepackt: Montag und Dienstag werde ich als Blogger-Gast gemeinsam mit Dieter Rappold live vom Kongress Identitaet09 berichten, am Dienstag Abend werde ich bei digitalks einen kurzen Vortrag über Online-Marketing mit Twitter halten. Ich wünsche Ihnen einen wunderschönen Restsonntag, wir lesen uns morgen.

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Twitter und der Follow-Friday

Immer wieder Freitags tauchen zunehmen mehr Tweets mit dem mysteriösen Hash-Tag #followfriday in den Timelines ahnungsloser Twitter-User auf. Aber keine Angst: es handelt sich mitnichten um eine internationale Interessensvertretung von Wochenende-Stalkern. Begonnen hat die ganze Sache mit diesem simplen Tweet von @micah am 16. Jänner diesen Jahres:

followfriday Twitter und der Follow Friday

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MrTweet: Twitter Mash-Up mit Marketing-Mehrwert

mtbanner MrTweet: Twitter Mash Up mit Marketing MehrwertWie a/symmetrisch Twitter eingesetzt wird (Stichwort: Auto-Follow) entscheidet jeder User selbst. Früher oder später kommen Power-User aber unweigerlich an den Punkt, wo sie sich fragen, wie man abseits von quantitativem Follower-Farming die wirklich interessanten Microblogger findet. Das im Tweetdeck-Client eingebaute Stichwort-Scanning ist eine Möglichkeit, die allerdings gewaltig viele API-Requests und Zeit verschlingt. Eleganter und meiner Erfahrung auch wesentlich zielgenauer funktioniert's mit dem persönlichen Micro-Blogging Butler Mr. Tweet, denn "Suggestions" den von Twitter selbst angebotenen Mechanismen weit überlegen sind.

Zuerst folgt man dem fleißigen Bot, anschließend kann man seine Dienste nutzen - die im Wesentlichen im Vorschlagen neuer Followers bestehen. Die stellt Mr. Tweet äußerst übersichtlich anhand einiger aussagekräftiger Kennzahlen wie Reply-Rate, Tweeting-Häufigkeit etc. dar. Außerdem empfiehlt die Seite, der man allerdings das eigene Twitter-Login anvertrauen muss, auf Wunsch geeignete Followers. Das Matching funktioniert dabei erstaunlich gut und sorgt derzeit für beträchtliche Popularität des Microblogging-Butlers in der englischsprachige Twittosphäre. Zusätzlich kombinieren die Betreiber ihr System mit einem gut durchdachten Recommendation-System und veröffentlichen immer wieder mal sehr lesenswerte Twitter-Tutorials am zugehörigen Blog.

mrtweet MrTweet: Twitter Mash Up mit Marketing Mehrwert
Die Mr. Tweet Profilpage

User können andere um Empfehlungen bitten bzw. selbst welche austeilen - und zwar mit Begründung. Da man sich für die "because"-Abteilung auch was einfallen lassen muss, erfährt man durch Mr. Tweet nette Details über die eigenen Kontakte. Zwar gehe ich davon aus, dass die ReTweet-Rate für die Twitter-Suche mittelfristig das Äquivalent zu Backlinks für den Google-Index darstellen wird, trotzdem gefällt mir die Idee, einen zusätzlichen Recommendation-Layer einzuziehen. Empfohlen wird natürlich via Tweet - selbiges beginnt mit dem HashTag MrTweet und hat die Form:

#MrTweet I recommend @Username because... [Begründung]

Das kann dann in der Praxis beispielsweise so aussehen:

#MrTweet I recommend @MountainDan because he's Vimeo's (next) Stephen Spielberg!
#MrTweet I recommend @sugarmelon because Dieter is my favorite Singstar partner (and I rarely do singstar!)

Gute Sache, ich werde für die nächsten zwei Wochen pro Tag einen meiner Lieblings-Twitterer empfehlen (und habe gestern von @cycus und @MountainDan schon meine ersten beiden Rec's erhalten). Die ersten 10 #MrTweet-Tweets sind bereits vorgeschrieben, glücklicherweise kann man mit der Pro-Version TweetLater auch Antworten und Direct-Messages beliebig vorplanen - imho ein echtes Killer-Feature, das die 20 Dollar pro Monat locker rechtfertigt.

Recommendation-Love? Stammgäste dieses Blogs kennen meine Meinung zum Thema Reziprozität eingehend - selbstverständlich schreibe ich gerne eine Recommendation für jede Userin und jeden User, die oder der mich bei MrTweet empfiehlt.

TweetLater: Neues Approval-System statt Auto-Follow

tllogo TweetLater: Neues Approval System statt Auto FollowTweetLater ist gebenedeit unter den Twitter Mash-Ups: Multi-Accountverwaltung samt beliebig viel vorprogrammierbarer Tweets, Statistik-Updates via E-Mail und eine durchdachte Auto-Follow Funktion gibt's völlig umsonst. Hat man sich erst mal an die durchaus eigenwillige Usability gewöhnt, möchte man TweetLater nicht mehr missen. Aber auch ein gutes Service kann noch besser werden: seit heute bietet TweetLater vorsichtigen Usern einen perfekten Kompromiss zwischen dem zeitsparenden Auto-Follow einerseits und der händischen Sichtung neuer Followers andererseits.

Ich habe nie einen Hehl draus gemacht, dass ich Twitter für eine Two-Way-Road halte und folge daher grundsätzlich jedem Account, der mir auf Twitter folgt. Auto-Follow Services automatisieren diesen Prozess, allerdings tritt das Problem auf, dass man immer wieder mal Spam-Bots und anderen unerwünschten Accounts folgt. TweetLater bietet nun eine praktische Übersichtsseite, auf der man zeitsparend einen raschen Blick auf neue Tweet-Friends werfen kann, bevor man die Follow-Love spreadet. Im Detail funktioniert das so:

In keeping with TweetLater's mission to provide Twitter productivity tools, I have added a feature where you can still configure your Twitter account for auto-follow and/or auto-welcome, but that allows you to manually vet new followers before your desired actions are executed.
TweetLater keeps a new follower on hold for 72 hours so that you can log in to TweetLater and tell us what you want to do. If you don't log in and record your decision within 72 hours, TweetLater will go ahead and apply your selected automation options. This is done so that new followers don't pile up and you having to wade through hundreds of approval pages if there's a period of time that you cannot do the manual vetting.
You have three options with each follower, namely: a) approve, b) ignore, or c) block.

Erfolgt nach den besagten 72 Stunde keine Sichtung, wird also die Standard-Aktion ausgeführt. Bestehende User müssen sich in TweetLater einloggen, beim betreffenden Account auf den "Automate"-Button klicken und am folgenden Screen die Checkbox bei "Vet new Followers" anhaken. Anschließend zeigt die gleichnamige neue Seite (zugänglich nach Klick auf "Main" im Hauptmenü) sämtliche neuen Fans für alle eingetragenen Accounts übersichtlich in Listenform an:

tlvetnew TweetLater: Neues Approval System statt Auto Follow

Ich hab das Approval nicht aktiviert, stattdessen entrümple ich immer wieder mal meine eigenen "followed Accounts"; aber selbst das ist dank des recht zuverlässig funktionierenden Auto-Unfollow Features von Socialtoo.com kaum mehr erforderlich - übrigens ein Feature, das ich bei TweetLater noch vermisse.

Mehr Followers kriegen: die Twitter Auto-Follow-Liste

Update: Twitter hat sich in den letzten 12 Monaten stark verändert - aufgrund der Anzahl der Spam-Accounts macht die Twitter Auto-Follow Liste, die eine Zeit lang ziemlich gut funktioniert hat, keinen Sinn mehr. Ein ausführlicheres Statement dazu gibt's auf datadirt.


twitting Mehr Followers kriegen: die Twitter Auto Follow ListeHeute habe ich auf datadirt ein kleines Experiment gestartet: analog zu den bekannten und beliebten dofollow-Blog Listen habe ich eine Aufstellung von Twitter-Auto-Follow Accounts begonnen. Bekanntlich kann man mittels Services wie Tweetlater und anderen Mash-Ups den eigenen Twitter-Account so konfigurieren, dass man jedem neuen Follower automatisch zurückfolgt. Die Liste wird ausschließlich solche Autofollow-Accounts umfassen inklusive jeweils drei Tags zur groben thematischen Einordnung - wichtig für gezielte Nischenarbeit. Diesen Beitrag weiterlesen »

datenschmutz-Podcast: Twitter als Marketing-Tool

Der immens populäre Micro-Blogging Service Twitter sorgt in den ersten Wochen der Benutzung für das klassische "w00t?" - aber die vielseitigen Anwendungsmöglichkeiten erschließen sich schnell. Twitter eignet sich nämlich nicht nur zur privaten Echtzeit-Kommunikation und als Chat-Ersatz, sondern stellt auch ein exzellentes Marketing-Service dar. Um der eigenen Homepage via Twitter mehr Besucher zu verschaffen, ist es allerdings erst einmal erforderlich, möglichst viele Followers zu sammeln. Wie das ohne Spam-Software und Sperrung des eigenen Accounts funktioniert, erkläre ich im folgenden Podcast, außerdem habe ich einige nützliche Links für Power-Tweeter zusammengestellt.


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