In Österreich beherrschte ein Thema die Blogwoche wie kein zweites: denn die Gründen des ÖIR schlug höchste Wellen bis zur FuZo-Titelstory und ist zugleich auch der Grund, weshalb dieses Panoptikum mit einem Tag Verspätung erscheint. Denn aus dem geplanten Softlaunch wurde nix - das überaus vitale Interesse der Community zwang den Vorstand zu raschem Handeln, welches unverzüglich fortgesetzt wird: am kommenden Woche lädt die Modul-Uni Wien zum Barcamp am Kahlenberg, wo wir eine Session über unsere bisherigen Erkenntnisse in punkto Selbst-Ethik halten werden. Aber nun - without much further ado - mit einem Kopfsprung mitten hinein in die Ereignisse der Woche!
Ruhe sein! Hugh Macleod von Gapingvoid hat sein erstes Buch veröffentlicht, es trägt den Titel Ignore Everybody: And 39 Other Keys to Creativity. Ich hab mir meines gerade vorbestellt - und bin gespannt auf die enthaltenen Cartoons:
The first rule of business, is never sell something you love. Otherwise you may as well be selling your children.
Max hat beim Expertenforum (generische Namen mag ich!) gemeinsam mit Meral einen Vortrag über Twitter-Monitoring gehalten - die zugehörige Prezi sollte Brand-Strategen brennend interessieren:
Mein Vortrag beschäftigte sich damit was man alles mit den Unmengen an Tweets, die sekündlich geschrieben werden, anfangen kann, bzw. wie man sie auswerten und analysieren kann und warum dass für Unternehmen wichtig ist.
Sind künftig nicht bloß Fallout-Spieler in postatomaren Nuklearwüsten. Engadget berichtet über ein flexibles OLED-Display, bezweifelt aber dessen Smoking-Tauglichkeit:
The 4-inch organic electroluminescent display sports up to 1.67 million colors, QVGA (320 x 240) 100ppi resolution, and can be bent to a curvature radius of about 2 inches. Hopefully, this doesn't become a must-have fashion accessory any time soon: while it's perfectly appropriate attire for post-apocalyptic wastelands, we don't know how well it'll fly at the sorts of high society social events we normally frequent.
TechCrunch interviewte Seesmic-Gründer Loic LeMeur - und der charmante Leena Rao gelang es, Loic einige hochspannende News zu entlocken:
According to Le Meur, Seesmic will soon be offering a browser based client. This offering is actually appealing, considering that Adobe’s AIR platform has some strange UI bugs and quirks and tends to use a good amount of resources on computers. And Seesmic will also launch an iPhone app, which is currently under wraps along with the web-based product.
Jeremy Shoemaker schreibt schon lange über Affiliate Marketing - doch seit einem Monat betreibt er ein eigenes Affiliate-Network, und das erste Zwischen-Resümee ist absolut lesenswert; gelauncht wurde das ganze wegen des aktuellen Gratis-Kurses; bin schon neugierig, was sich der Meister da wieder hat einfallen lassen:
Sure I hear you… your thinking "Why the hell would you pay people to sign up for a free course?" It's a great question and I think when the dust settles around the shoemoneyx.com program I will write all about it, why I did what, and what exact effect it had. I do have a method to my madness but it's not as many have guessed. We will see if it works but that is for another post
Der Regular Geek beleuchtet einen wichtigen Aspekt von Twitter - was als Online-Service begann, ist gerade dabei, sich zur fixen Netz-Infrastruktur zu wandeln:
So, why is marketing and economy so important to Twitter becoming infrastructure? Without an economy building on top of Twitter data and functionality, Twitter would just be a toy. With people researching the data that is generated from Twitter, it becomes much more important. In order to monetize the system, they can sell the data, but monetization becomes much easier when you become ubiquitous.
Da hat er recht - und mit dem steigenden Interesse an Echtzeit-Suchmöglichkeiten und den vielen Mash-Ups wird uns das Vögelchen wohl noch eine Weile erhalten bleiben!
Schaut so aus, als hätte Bing in den USA einen überaus erfolgreichen Start hingelegt: TechCrunch berichtet, dass Microsofts neue Suchmaschine die bisherige Nummer zwei bereits überflügelt hat - jetzt stellt sich die Frage: Anfangsinteresse oder Dauertrend?
The company’s analysis for Thursday finds that in the U.S. Bing overtook Yahoo to take second place on 16.28%, with Yahoo Search currently at 10.22%. For the sake of comparison: Google’s U.S. market share is pegged at 71.47%, and its worldwide share at a whopping 87.62% (vs. 5.62% for Bing and 5.13% for Yahoo).
Inhalte seine ganz und gar nicht das wichtigste, sagt Viral Garden. Wer nicht aktiv an der Social Media Sphäre teilnimmt und auf seinen virtuellen Output aufmerksam mache, der ziehe mit guten Inhalten allein noch keine Besucher und vor allem keine diskutierenden Leser an:
Every day I read hundreds of blog posts. And every day, I see dozens of truly GREAT posts that get no comments. Every day I see dozens of pretty good posts that get dozens of comments and have vibrant conversations.
The difference? Most of the bloggers that write those pretty good posts are also pretty good about leaving their blog and interacting with people on OTHER sites. They comment on their reader's blogs. They tweet their links on Twitter. They are ACTIVELY social with social media.
Interessante These... ich würd mal ganz diplomatisch behaupten: beide Seiten der Medaille sind relevant. Nur, dass es gar keine Medaille ist, sondern ein mindestens 99seitiger Würfel
Ich geb's zu: die Entscheidung war unmöglich... sowohl der freifliegende Vogel (freihändig aufgenommen!), A direct path von eyesplash Mikul, als auch die liegende Wölfin im Züricher Zoo von Tambako the Jaguar finde ich sensationell:

Boote sind auch nur Menschen - und zwar ganz schön hinterhältige! Wer schon mal an einer rutschigen Reling gescheitert ist, wird den Schmerz der Protagonisten dieses Clips vollauf teilen können:
Und das war's auch schon mit dem dieswöchigen Panoptikum - danke für Ihre Aufmerksamkeit, bleiben Sie datenschmutz und dem ÖIR gewogen, vergessen Sie nicht darauf, sich selbst zu kontrollieren: dann wird alles gut und wir lesen uns morgen!
Am übernächsten Wochenende, vom 3. bis 5. September, findet in Graz die Triple-I statt, zu der auch ich im Praxisforum als Referent eingeladen bin. Aufgrund es diesjährigen großen Sponsoreninteresses freue ich mich sehr, meinen Lesern ein besonders Special anbieten zu können: ich vergebe 2 Gratis-Tickets für das Praxisforum im Wert von je EUR 310,-. Die Verlosung beginnt mit diesem Posting und endet am Sonntag, 31. August. Und weil das hier datenschmutz und nicht das Blog irgendeines windigen "Make-Money-Online Gurus" ist, müssen Sie weder auf irgendeine Seite verlinken, noch Ihre E-Mail für ewig an die Spam-Mafia verkaufen und mir nicht mal Geld für ein Premium-eBook überweisen, um am Gewinnspiel teilzunehmen: ein simpler Kommentar reicht vollkommen.
Das Triple-I Praxisforum beschäftigt sich mit Wissensmanagement, semantischen Systemen und neuen Medientechnologien und bringt hochkarätige Forscher mit Kapitänen (natürlich Wirtschafs-, nicht Schiffs-) zusammen. Die zu verlosenden Tickets umfassen folgende Leistungen:
Wer Lust hat, sich in der Murmetropole drei Tage lang über den State-of-the-Art des Semantic Web zu informieren und dabei ausgiebig zu networken, ist hier genau richtig - es gelten die üblichen datenschmutz-Teilnahmeregeln, als da wären: wer gewinnen möchte, schreibt einfach nur einen Kommentar zu dieser Story und teilt mit, warum er oder sie in Graz mit dabei sein möchte.
Special Deal: Für jede Ankündigung dieses Gewinnspiels gibt's ein Extralos, Facebook-Fans von datenschmutz erhalten ein Los zusätzlich (bitte im Kommentar erwähnen!). Im übrigen gelten die üblichen Teilnahmebedingungen.
Wiki-Practitioners werden jede Menge Gesprächsstoff finden: die kollaborativen Wissensdatenbanken haben sich innerhalb kürzester Zeit zu einem beliebten Wissensmanagement-Tool in vielen Firmen entwickelt. Wer die Praxis kennt, weiß allerdings, dass es mit der Installation allein bei weitem nicht getan ist: wenn die schöne neue Medienwelt im Unternehmen kein Mauerblümchendasein fristen soll, muss ein Integrations- und Nutzungskonzept festgelegt und in weiterer Folge permanent weiterentwickelt werden - Effizienz statt Informationsflut ist angesagt, wie man auch diesem Interview mit Peter Kemper, Knowledge Manager bei Shell, entnehmen kann. Über die Triple-I sagen die Veranstalter selbst:
Zahlreiche Vortragende aus der Wirtschaft berichten über neue Business-Möglichkeiten, die sich in den Konferenzthemen Wissensmanagement, Neue Medientechnologien und Semantische Systeme eröffnen. Eine begleitende Ausstellung informiert über aktuelle und künftige Produkte und Dienstleistungen. Ein besonderes Highlight ist die heuer erstmalig stattfindende Veranstaltung Professors4Industry. In dieser Veranstaltung bringen international anerkannte Professoren und Professorinnen von renommierten Universitäten aus dem deutschsprachigen Raum ihre Erkenntnisse und Erfahrungen im Bereich Web 2.0 der Wirtschaft näher.

Von Alexander Stocker habe ich die zwei Gutscheincodes bekommen, mit denen man sich selbst anmelden kann - dazu muss lediglich in Schritt 3 bei der Anmeldung "Activation Code" ausgewählt und der betreffende Code eingetragen werden. Die beiden Gewinner werden im Zufallsverfahren ermittelt und erhalten von mir ihren Code für den Gratis-Konferenzpass via E-Mail zugeschickt. So - damit bleibt mir nur mehr, viel Glück zu wünschen: und ich würd mich natürlich freuen, dem einen oder anderen Stammleser in Graz über den Weg zu laufen.
| 19. Mai 2008 | ||
| 9:00 | bis | 17:00 |
ASP.NET wird unter Webentwicklern immer beliebter, und mit Silverlight steht eine interessante Alternative zu Adobes Flash in den Startlöchern. Einen Überblick über aktuelle Webtechnologien und passende Einsatz-Szenarien gibt Microsoft Österreich im Rahmen der Veranstaltung MiX Essentials.
Zum Showcase ist jeder Interessierte eingeladen - anmelden kann man sich selbst unter diesem Link, dazu ist lediglich ein Live-Konto erforderlich, die Teilnahme an der Veranstaltung ist gratis. Über die Bühne (bzw. über die zwei parallelen Bühnen, denn nach der Keynote Speech finden jeweils 2 Vorträge zugleich statt) geht der MS-Day im Siemensforum, Dietrichgasse 25, 1030 Wien. Ich werd's wohl nicht schaffen, von Beginn an vor Ort zur sein, aber speziell die die "Silverlight for Designers" Präsentation von Paul Dawson möchte ich ungern versäumen.
09:00-10:00 Keynote
10:15-11:30 Mario Szpuszta (Microsoft): Entwicklung moderner Web Anwendungen mit ASP.NET 3.5 / Paul Dawson (Conchango): Virgins, Spaceships & Total Experience Design
12:00-13:15 Rémy Pairault (Microsoft): Take the best Windows Live and make it yours. / August de Los Reyes: A Design Vision for Microsoft Surface: Predicting the Past
14:00-15:15 Max Knor (Microsoft): Smart-Web-Clients mit Silverlight 2.0 / Paul Dawson (Conchango): Expression & Silverlight for Designers
15:45-17:00 Max Knor (Microsoft): Windows Presentation Foundation / Helge-Wernhard Süss (Siemens): Delivering International User Experience
Jürgen hat den ersten Googlehupf Österreichs gefunden, Seth Godin philosophiere unter dem Titel "Nickel and diming" über zwei grundverschiedene All-Inclusive Strategien und Pete kennt die letzten Neuigkeiten zum Ende des Drehbuchautoren-Streiks (Yippie! Neue 30 Rocks und Earls in Kürze!) Was für eine actionreiche Woche
Sometimes they can be funny, sometimes thought provoking, other times they just mess with your mind. They'll always take your breath away though and make you wonder at the skills of the people that created them.
So heißt's auf Vertustech, und dieser Ansage kann man sich nach eingehender Betrachtung dieser Photoshop-Meisterwerke nur uneingeschränkt anschließen. Ebenfalls optisch beeindruckend: dieser HD-Zeitraffer zum Thema 24 Stunden San Francisco.
Auf ORF Science hat Frank Hartmann vergangene Woche einen kleinen Vorgeschmack auf sein im April neu erscheinendes Buch "Medien und Kommunikation" (UTB) veröffentlicht: Sein Gastbeitrag in der Serie "Sprechen Sie Wissenschaft?" befasst sich mit der steilen Karriere des Begriffs Kommunikation im 20. Jahrhundert:
Als Ersatz für das nach 1945 verbrämte Wort "Propaganda" avancierte der Ausdruck innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem der 100 prägenden Begriffe des 20. Jahrhunderts, an den ebenso prägende Begriffe wie "Medium" und "Information" anknüpfen.
Vor über 10 Jahren saß ich Prof. Wolfgang Langenbuchers Einführungsvorlesung in die Kommunikationswissenschaft - dass der ehemalige Vorstand des Wiener IPK mal beginnen würde zu bloggen, hätte ich nicht vermutet. Und seiner Argumentation in punkto Zusammenarbeit von WAZ und öffentlich-rechtlichem Rundfunk kann man kaum widersprechen - handelt es sich doch um eine spitzzüngig formulierte und hochgradig berechtigte Kritik:
Man muss das dreimal lesen, um es zu glauben und in seinen Dimensionen richtig zu gewichten: Die WAZ, dieser kapitalistische Zeitungskonzern, u.a. mit der Wiener Krone im Paket - eine Zierde der Qualitätspresse! Die gebührenfinanzierte größte und drum reichste Landesrundfunkanstalt der Republik entdeckt nach Jahrzehnten schärfster Systemkonkurrenz wunderbarerweise so intensive Gemeinsamkeiten, dass man die digitale Welt nun miteinander gestalten will, ja muss. Und der Herr Ministerpräsident wird bei einer Pressekonferenz in ein paar Wochen - wenn clevere Juristen und bilanzbesessene Betriebswirte alles längst unter Dach und Fach gebracht haben - seinen Segen dazu geben. Beide mächtigen Medienakteure werden ihm diese Großmut danken; ganz gewiss, denn dafür gibt es täglich genug ganz praktische Möglichkeiten.
Das Womma Blog weiß alles über den amerikanischen Durchschnittsblogger:
According to research from WOMMA member company BIGresearch, of the 26% of U.S. internet users who blog, 53.7% are male, 44.7% are married, they bring in slightly less income than the average adult, and are slightly more educated than average. Bloggers are also younger, with an average age of 37.6 compared to 44.8 - which is the average age of the rest of U.S. adult population.
Ob selbiger in Europa wohl auch weniger verdient als der Durchschnittsbürger? Wir werden es nie erfahren
Auf Gert Lovinks Blog gibt's eine interessante Zusammenfassung von Frank Hartmanns Vortrag am Einstein Forum Potsdam, Zitat:
Media, so Vilém Flusser, are a "continuous stream of unlikely images." What is the use, so Hartmann, to deconstruct the technical media with a deterministic method a la Friedrich Kittler if we insist on illusion. Freedom is the freedom to object audience rating. Media art and media activism could show us help us in this effort to formulate media criticism. The problem that we face is the real, the hyper-real character of the televisual image. The impossibility to distinguish between Sein (being) and Schein (illusion). There is a pleasure, so Hartmann, to appear as a phantom, and intellectual are called upon to acknowledge their pleasure in media appearances so that we can come to a second-order media critique.
Ansonsten bleibt nur anzumerken, dass die Woche mal wieder rasend schnell vergangen und das Mauracher Gewinnspiel zu Ende ist. Ich wünsch allen ds-LeserInnen einen schönen Restsonntag - ich werd mich weiter meinen Facebook-Experimenten widmen und vielleicht meinen WoW Char ein bisschen hochleveln; bis morgen!
| 11. Juli 2008 |
Roman aka yoda, den eine Grippe leider vom Besuch des letzten Barcamps in Klagenfurt abhielt, und Daniel von DieKreide.net haben vor einiger Zeit ein hochgradig spannendes Projekt angekündigt: das erste World Blog Forum wird Mitte Juli in der Schweiz über die Bühne gehen und soll als Durchlauferhitzer für Vernetzung fungieren:
Das Forum versteht sich als globale Plattform für Blogger und den "artverwandten Publizisten", aber auch für Partner, Sponsoren, Vermarkter, Journalisten und weitere Zubringer und Dienstleister rund um die Welt der Blogger.
[...]
Es dient als Treffpunkt für Menschen, die aus den verschiedensten Gebieten stammen, sich aber gegenseitig unterstützen und von einander lernen und natürlich auch Geld verdienen können. Das Forum selbst ist bloß ein Gefäß, eine Plattform des Treffens und soll nicht weiter als nötig (ver)institutionalisiert werden.
Das zugehörige Blog ist bereits online, und seit der Veröffentlichung der Ankündigung gab's zahlreiche positive Reaktionen aus Blogistan - mehr dazu hier.
Ich finde nicht nur die Idee hervorragend, sondern die beiden Initiatoren sind imho genau die richtigen Personen, um ein derart komplexes Projekt konzipieren und auch auf Schiene halten zu können. Sowas erfordert vor allem viel Ausdauer, Motivation und - ein wichtiger Punkt - keinerlei Berührungsängste mit dem Nachdenken über neue Professionalisierungs- und Kommerzialisierungsmodelle. Das vorläufige Programm sieht einen invitation-only sowie einen offenen Teil vor.
Ich hoffe, ich schaff's im Juli in den Berner Kursaal, denn ich denke, weil ich glaube, dass ein solcher Austausch zwischen "den Bloggern" und "der Wirtschaft" für beide Seiten von großem Vorteil sein kann. Dabei geht's ganz und gar nicht um Überinstitutionalisierung, sondern um die Schaffung eines kreativen und produktiven Umfelds:
Am ersten Forum zu Bern sehen wir zunächst eine Austausch- und Diskussionsrunde mit professioneller Unterstützung aus den Medien und der Vermarktung.
Außerdem ist ein Ausflug ins eidgenössische Nachbarland für mich eh schon längst mal wieder überfällig - spread the word!
Ein Update jagt das nächste - diesmal geht's weniger um Komfort als vielmehr um einen schwerwiegendes Sicherheitsproblem in der XML-RPC-Einbindung, ein Update auf die aktuelle Version wird allen WordPress-BloggerInnen dringend empfohlen.
Konkret können unter bestimmen Voraussetzungen Beiträge von Personen, die eigentlich keine Editierrechte haben sollten, verändert werden, wie im offiziellen Entwicklerstatement nachzulesen ist:
If you have registration enabled a flaw was found in the XML-RPC implementation such that a specially crafted request would allow a user to edit posts of other users on that blog.
Dieser Drache wurde mit der aktuellen Version geköpft, außerdem mussten einige minor bugs dran glauben. Bei der Gelegenheit sei auch gleich vor WP-Forum gewarnt: die beliebte Board-Software leidet unter einem derzeit ungelösten Problem, bei dem Hacker Usernamen und Passwörter auslesen können, so das mysql-Datenbank Prefix bekannt ist.
Bei WordPress Deutschland gibt's sowohl die lokalisierte aktuelle Version als auch das Upgradepaket von 2.3.2 auf 2.3.3.
| 20. Dezember 2007 | ||
| 21:00 |
Schnell nochmal abfeiern vor Weihnachten? Wer heute Abend in der steirischen Metropole weilt, dem kann ein Besuch der bruit Netlabel-Nacht trotz tiefer Temperaturen nur wärmstens empfohlen werden. Gegründet wurde das Online-Label für freie Musik von Gert Brantner und Dr. Nachtstrom, hier am Blog habe ich schon mehrmals über die hochinteressante Selection geschrieben.
Die Labelnight findet im Rahmen des Interpenetration Festivals statt, Veranstaltungsort ist das Forum Stadtpark Graz (malerisch gelegen mitten im Grazer Stadtpark), genauer gesagt dessen Keller, am Programm steht einerseits die Präsentation des demnächst bei bruit erscheinenden Releases "Tempelhof / Graz. A Virtual Journey" von TV-Victor (Berlin, Tresor Rec.) und die folgenden Liveacts:
Die Turntables bedienen She-Ra, Dr. Nachtstrom und v93r, um 21 Uhr geht die Sause Los und - der Eintritt ist gratis, also gibt's auch keine Freikarten zu gewinnen
Nicole hat mir diesen wunderbaren Text über die Prä-80ies Generation geschickt. Selbst mit der nötigen Distanz kann man zwanzig Jahre später mit Gewissheit sagen: die 20er Jahre waren nicht nur modisch betrachtet relativ desaströs... außerdem A-Team ist eigentlich wenig von hochkultureller Relevanz übrig geblieben. Was für unglaubliche politische Brisanz der Text brigt, zeigt sich übrigens auch an der weiterführenden Diskussion in einem großen deutschsprachigen Katholikenforum, wo offensichtlich der heilige Geist den unheiligen Humor längst verdrängt hat. Aber wie auch immer: thx an Verfasser oder Verfasserin dieses anonymen Pamphlets.
Wenn du NACH 1980 geboren wurdest, hat das hier nichts mit dir zu tun! (Aber du solltest trotzdem weiterlesen. Schon allein, um zu verstehen, warum die Pampers-Generation (zu der du auch gehörst) keine Helden hervorbringen wird.
Wenn du als Kind in den 50er, 60er oder 70er Jahren lebtest, ist es zurückblickend kaum zu glauben, dass wir so lange überleben konnten!
Wir sind Helden!!!
Als Kinder saßen wir in Autos ohne Sicherheitsgurte und ohne Airbags. Unsere Bettchen waren angemalt mit Farben voller Blei und Cadmium. Die Fläschchen aus der Apotheke konnten wir ohne Schwierigkeiten öffnen, genauso wie die Flasche mit Bleichmittel. Türen und Schränke waren eine ständige Bedrohung für unsere Fingerchen und auf dem Fahrrad trugen wir nie einen Helm. Wir tranken Wasser aus Wasserhähnen und nicht aus Flaschen. Wir bauten Wagen aus Seifenkisten und entdeckten während der ersten Fahrt den Hang hinunter, dass wir die Bremsen vergessen hatten. Damit kamen wir nach einigen Unfällen klar. Wir verließen morgens das Haus zum Spielen. Wir blieben den ganzen Tag weg und mussten erst zu Hause sein, wenn die Straßenlaternen angingen.
Niemand wusste, wo wir waren und wir hatten nicht mal ein Handy dabei! Wir haben uns geschnitten, brachen Knochen und Zähne und niemand wurde deswegen verklagt. Es waren eben Unfälle. Niemand hatte Schuld außer wir selbst. Keiner fragte nach "Aufsichtspflicht". Kannst du dich noch an "Unfälle" erinnern? Wir kämpften und schlugen einander manchmal grün und blau. Damit mussten wir leben, denn es interessierte die Erwachsenen nicht besonders.
Wir aßen ungesundes Zeug, (Schmalzbrote, Schweinsbraten, etc.) keiner scherte sich um Kalorien, tranken Alkohol und wurden trotzdem nicht zu dick. Und auch nicht Alkoholsüchtig. Wir tranken mit unseren Freunden aus einer Flasche und niemand starb an den Folgen.
Wir hatten nicht:Playstation, Nintendo64, X-Box, Videospiele, 64 Fernsehkanäle, Filme auf Video oder DVD, SurroundSound, eigene Fernseher, Computer, Internet-Chat-Rooms, Jahreskarten im Fitness-Club, Handys, etc.
Wir hatten: Freunde! Wir gingen einfach raus und trafen sie auf der Straße. Oder wir marschierten einfach zu denen nach Hause und klingelten. Manchmal brauchten wir gar nicht klingeln und gingen einfach hinein. Ohne Termin und ohne Wissen unserer gegenseitigen Eltern. Keiner brachte uns und keiner holte uns...
Wie war das nur möglich? Wir dachten uns Spiele aus mit Holzstöcken und Tennisbällen. Außerdem aßen wir Würmer. Und die Prophezeiungen trafen nicht ein: Die Würmer lebten nicht in unseren Mägen für immer weiter und mit den Stöcken stachen wir auch nicht besonders viele Augen aus.
Beim Straßenfußball durfte nur mitmachen, wer gut war. Wer nicht gut war, musste lernen, mit Enttäuschungen klarzukommen. Fahrräder (nicht Mountain-Bikes!) wurden von uns selbst repariert! Manche Schüler waren nicht so schlau wie andere. Sie rasselten durch Prüfungen und wiederholten Klassen. Das führte damals nicht zu emotionalen Elternabenden oder gar zur Änderung der Leistungsbewertung.
Wir bumsten quer durch den Gemüsegarten, hatten jede Menge Sex. Wir wussten zwar nicht immer, wer gerade mit wem, aber das war egal. Wir mußten uns die Pornos nicht aus dem Internet laden, wir machten sie selber! Unsere Taten hatten manchmal Konsequenzen. Das war klar und keiner konnte sich verstecken. Wenn einer von uns gegen das Gesetz verstoßen hat, war klar, dass die Eltern ihn nicht automatisch aus dem Schlamassel herausboxen. Im Gegenteil: Sie waren oft der gleichen Meinung wie die Polizei!
Na so etwas!
Unsere Generation hat eine Fülle von innovativen Problemlösern und Erfindern mit Risikobereitschaft hervorgebracht. Wir hatten Freiheit, Misserfolg, Erfolg und Verantwortung. Mit alldem mussten wir umgehen, wussten wir umzugehen!
Und du gehörst auch dazu?!? Herzlichen Glückwunsch !!!
geb. nach 1980 => So, jetzt wisst ihr Warmduscher das auch.
geb. vor 1980 => Wir sind Helden!
Willkommen zu Runde fünf meiner im letzten Monat gestarteten unregelmäßigen Serie montäglicher Blog-Vorstellungen! Wer ein deutschsprachiges Blog schreibt - egal ob neu, alt, groß, klein - und Lust auf eine Vorstellung mit Backlink hier hat, die/der bringt mit der Schubkarre einfach 30 Barren Gold zu meinem Geldspeicher in der Lobau. Oder hinterlässt hier zu diesem Beitrag einen Kommentar mit Backlink und Aufforderung zum Review! Diese Woche: HTML-Legende Stefan Münz mit seinem Blog Webkompetenz Blog bzw. Wiki und Eugen Bunens PCMasters.
In der Einleitung zu seinem Blog schreibt Stefan über den titelgebenden Begriff: "Webkompetenz bedeutet... die Hypertextualität des Webs zu begreifen und durch eigene Webaktivität zu unterstützen." Treffender könnte man es wohl nicht formulieren, und wenn jemand über diese Themen ganz genau Bescheid weiß, dann wohl der Gründer der legendären Do-it-Yourself Tutorialsammlung SelfHTML. Genau wie tausende Webmaster im deutschsprachigen Raum habe ich in meiner Anfangszeit so gut wie alles, was ich über Webseitenprogrammierung wissen musste, diesem großartigen Projekt entnommen.
Stefan Münz hat das Projekt vor einiger Zeit verlassen, publiziert aber rege wie eh und je zu Themen des modernen Web: seine Einführungen zu Ajax, HTML 5 und Co. sind großartige Ressourcen - einziger Wermutstropfen des Blogs: es schloss am 2. Oktober. Aber halb so wild, denn der Autor hat sich bloß entschlossen, zukünftige Artikel bevorzugt im Webkompetenz-Wiki zu posten:
Auch in der Art, wie sie am liebsten publizieren, unterscheiden sich Menschen. Die einen publizieren gerne chronologisch, wie in einem Blog. Andere publizieren lieber systematisch an einem Gesamtwerk, so wie es in einem Wiki der Fall ist. Nach gründlicher Introspektion habe ich festgestellt, dass ich weniger der Blog-Typ bin, sondern eher der Wiki-Typ. Deshalb habe ich nun vor, das Blog aufzugeben und stattdessen lieber das hiesige Webkompetenz-Wiki auszubauen.
Ich persönlich glaube, dass für die Art der Inhalte, die ja zum größten Teil von längerfristiger Relevanz sind, ein Wiki hervorragend geeignet ist - und vor allem von der Einstiegsseite her die bessere Übersicht bietet. Übrigens, Stefan: falls dich mal wieder temporär die Blogging-Lust erwischt, dann tät ich mich jederzeit außerordentlich über einen Gastbeitrag von dir freuen!
Pimp my Hardware! Die PCMasters verschreiben sich voll und ganz der Ausreizung moderner Informationstechnologien. Mit anderen Worten: wer wissen möchte, welcher Speicherriegel sich mit welchen Kniffen und Tricks am besten übertakten lässt und wie dick die Metallrippchen sein sollten, damit auch bei voller Last ausreichende Kühlung gewährleistet bleibt, sollte der Seite unbedingt einen Besuch abstatten.
Natürlicher berichtet das Autorenteam nicht nur von Prozessoren und schnellen Grafikkarten, sondern publiziert auch News über jene Software, mit der man das neue Custom-System auch so richtig schön ausreizen kann: nein, nicht Video-Rendering, sondern 3D-Games natürlich. Zahlreiche Downloads, ein umfangreiches, gut besuchtes Forum und praxisnahe Übertaktungs-Testberichte runden das Angebot ab.
Wie erwähnt wurde vor kurzem WordPress 2.3 entwickelt. In der deutschsprachigen Community sorgt die Tatsache, dass die .de-Version der 2.3er Version gemeinsam mit dem Linklift-Plugin ausgeliefert wird, für eine mittlere Erregung. Dass Blogistan Probleme mit der Kommerzialisierung hat, wurde mir nicht erst klar, seit die dbc mir Backtracks wegen "unerlaubter Karnevalsaktivitäten" abziehen. Meine persönliche Meinung dazu habe ich bereits wiederholt kundgetan: wer ein öffentlich zugängliches Online-Tagebuch schreibt, sei's aus privaten, sei's aus beruflichen Motiven, die/der wird unweigerlich zum unbezahlten Mitarbeiter einer ganzen Reihe von Aggregationsanbietern wie Technorati oder Digg. Von einer Non-Commercial Szene kann also a priori keine Rede sein.
In diesem Kontext ärgerte mich die aktuelle Diskussion am Wordpress Deutschland Forum außerordentlich; Michi hat mich drauf aufmerksam gemacht, ansonsten wäre mir dieses Theater der Befindlichkeiten entgangen. Die Kurzversion: WPD (WordPress Deutschland) nimmt von LL Geld dafür, deren Plugin in der Standard-Konfig mitzuliefern. Gelungene Marketing-Koop, Punkt. Wer kein LL-Konto hat, kann das Teil ohnehin nicht benutzen - trotzdem beschweren sich zahllose User am Forum, die der Meinung sind, dass die Betreiber von WPD aufgrund eines imaginären Ehrenkodex dazu verpflichtet wären, bloß keinen Euro mit ihren zahllosen Support-Stunden zu verdienen: eine meiner Meinung nach arrogante und realitätsferne Haltung. Jedenfalls hat mich die Diskussion so verwundert, dass ich im zugehörigen Thread am WordPress Deutschland Forum nicht umhin konnte, meine Meinung kund zu tun. Mein Posting möchte ich auch hier in gekürzter Form zur Diskussion stellen:
[...] @LL: ich verwende auf meinem Blog selbst LL. Ich habe keinerlei Probleme und/oder Berührungsängste mit dem Thema Kommerzialisierung von Blogs. Was ich nicht okay finde, ist die halboffizielle Art der Deklarierung: WPD, zeigt doch ein bisschen mehr Selbstvertrauen! Ihr macht verdammt gute Arbeit. Es ist mehr als gerechtfertigt, wenn ihr mit eurem Einsatz auch Geld verdient - mir persönlich ist's 1000mal lieber, wenn ihr mit ein paar deutschen Online-Marketing Companys Verträge abschließt, die euch im Idealfall ein Einkommen garantieren, dass es euch in the long run ermöglicht, euch hauptberuflich um WPD zu kümmern - WP macht genau dasselbe, siehe wp.com. WP als Blog-CMS erreicht langsam eine Größe, die's mehr als rechtfertigt, sich hauptberuflich um den Support zu kümmern. ABER BITTE STELLT EUCH NICHT SELBST INS ECK! Redet's nicht um den heißen Brei herum... wenn jemand denkt, dass jeglicher Support gratis erfolgen sollte, dann soll er selbigen doch selbst leisten.
[...]
PS: viel größere Probleme habe ich mit dem, Entschuldigung, Scheiß, den WP mit dem 2.3er Update gebaut hat. Das Argument der Programmierer, mal rudimentäres Tagging einzubauen ohne Tagverwaltung, um dann mal zu sehen, was die User eigentlich für Features wollen (siehe offizielles Entwicklerstatement), ist im Kontext von Simple Tagging und UTW schlicht Verarschung. Und dass 2.3 im Original Release dann mit ST nicht mal lauffähig ist, ist so sehr nicht meine Vorstellung von OS Software, dass ich mir deswegen das erste mal ernsthaft überlege, auf Serendipity umzusteigen. ST ist OS, warum kann man nicht einfach Michi Wöhrers perfekte Tagging-Lösung, die ohnehin auf Englisch zur Verfügung steht, integrieren???
Naja... soviel zu meinen online-Stammtisch-5-Cent... mal sehen, wie die Sache mit WordPress weitergeht. Bisher jedenfalls bin ich noch nicht motiviert, das 2.3er Update einzuspielen...
Vor einigen Tagen sorgte Jeremy Shoemaker auf seinem Blog mit einem Beitrag über das DMOZ für Aufsehen. Unter dem Titel DMOZ Extortion für einigen Wirbel - unterstellt er dem Säulenheiligen aller Social Bookmarking Sites doch immerhin korrupte Strukturen:
A while back I got a email from a guy claiming to be a DMOZ editor saying that I had to pay him $5,000.00 or he would have my site: shoemoney.com removed from the dmoz.
Dass mit dem DMOZ in der Tat nicht alles zum Besten steht, sollte mittlerweile ausreichend bekannt sein. Welche Priorität das Projekt im Betreiber-Haus AOL genießt, zeigen die "rasante" technische Weiterentwicklung und das "wunderschöne" Logo. Aber denn dennoch zehrt das DMOZ von seinem einstigen Status - so schreibt das Querdenker-Blog:
Eine DMOZ Listung ist durchaus eine sehr wichtige Basis für ein gutes Google Ranking, auch wenn die Meinungen darüber auseinandergehen. Aber habt ihr schon mal versucht, eure Seite dort unterzubringen, sprich einzutragen? Das die Kategorien von Moderatoren, bzw. den sog. Editoren betreut werden, mag ja noch eine gute Sache sein. Aber nach welchen Kriterien arbeiten diese Personen wirklich??
Lange Reaktionszeiten, Editoren, die in Foren lang und breit erklären, warum sie zwei Jahren brauchen für einen simplen Freischaltungs-Mausklicken statt diesen einfach auszuführen... we know. Der praktische Gebrauchswert des moderierten Verzeichnisses liegt in seiner API-Funktion: Google und Co. "vertrauen" Seiten, die dort vertreten sind, mit anderen Worten: SEO-technisch ist so ein DMOZ-Eintrag nach wie vor von hohem Wert. Modern Street formuliert das so:
The point is, Dmoz is the Google directory. And getting into Dmoz is like the Holy Grail for many webmasters. Being listed in Dmoz gives bragging rights, and a strong PageRank endorsement, practically for life. That's the ideal, not quite the reality for many though.
Darin liegt also der "Wert" eines solchen Eintrags, und Gerüchte über "korrupte" Editoren tauchten immer wieder mal auf. Nun gehöre ich selbst zum Kreis der kleinen Kategorielakaien und kümmere mich im deutschsprachigen DMOZ um Design Blogs. Zwar habe ich bislang noch keine 5.000 Dollar-Angebote bekommen und auch keine Sperrdrohbriefe verschickt. Aber wie auch immer: mein Editorenstatus gibt mir Zugriff auf die internen DMOZ-Foren, und dort wird der Shoemoney-Artikel heftigst diskutiert. Tenor: alles erlogen und erstunken, einem Linkbaiter wie Shoemaker, der diesen Disclaimer verwendet, dürfe man sowieso nichts glauben. Arg, dachte ich mir - hat's Jeremy nötig, eine solche Story zu erfinden, um Wind zu generieren? Abgesehen davon, dass ich einen Disclaimer, der dazu auffordert, das eigene Hirn einzuschalten, sehr sympathisch finde, glaube ich das eigentlich nicht. Allerdings war ich dann doch sehr überrascht, als im Forum verlautbart wurde, die ganze Story müsse einfach erfunden sein, denn Shoemoneys Blog sei nie im DMOZ gelistet gewesen. Einige regten sogar eine Klage an - obwohl der Artikel vorsichtig formuliert ist (from a guy claiming to be an editor).
Anschließend postete der Kreateur des Skandälchens einen Link zur Wayback-Machine, der beweisen soll, das Shoemoney dot com dort sehr wohl gelistet war. Leider hat ist just der fragliche Eintrag in der Wayback-Machine nicht erreichbar und ich kann den betreffenden Link nicht überprüfen - was jegliche Beurteilung in den Bereich der Spekulation verweist. Alles in allem jedenfalls eine hochgradig skurrile Geschichte...
Gratistours.com waren schon einmal im Zuge der Firmendependance in Second Life zu Gast auf datenschmutz. Diesmal geht's um die Klasse Klima Initiative von Gratistours.com, ein Maßnahmenbündel zur Entlastung der Umwelt. Reisen und Umweltschutz sind Themen, eng zusammenhängen: einerseits trägt steigende (Freizeit)Mobilität zur Verschmutzung der Atmosphäre durch alle Arten von Verbrennungsmotoren bei, andererseits lernen viele Stadtbewohner erst auf Reisen den Reiz intakter Umwelten kennen. Aber nicht nur im Hotel- und Tourismusbereich liegen gewaltige Einsparungspotentiale, auch im eigenen Alltag kann jeder zu ein bisschen weniger Energieverbrauch beitragen.
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Markt.de hat sich ganz der guten alten Kleinanzeige verschrieben und zieht alle Register komfortabler Bedienung. Durchdachte, regionalisierte Suchfunktionen und übersichtliches Layout sorgen für Orientierung. Das Schalten der Anzeigen (mit Ausnahme von Immobilien) ist sowohl für "ich suche" als auch "ich biete" völlig kostenlos, neben der Marktplatzfunktion liegt der Fokus auf der Kommunikation der Nutzer untereinander.
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"Do it for the recruits, do it for me or do it for the glory." Wer bereits ein erstes Leben hat und wenig Zeit, in virtuellen Welten wie WoW Ruhm und Ehre zu sammeln, dem könnte Duels gefallen: das Browserbasierte Online-Spiel mischt Rollenspielelemente mit simplem Duellsystem. Vor der Vielfalt an Ausrüstungsgegenständen und der gut durchdachten Benutzerführung muss indes gewarnt werden: Duels hat hohes "Nebenbei-Suchtpotential". Mein unverwüstlicher Dirt Dawg erwartet eure Herausforderungen!
Auf das Spiel gestoßen bin ich bei Robert - bis ich gegen seinen massiv gerüsteten Level 11 Roboborg antreten kann, muss ich allerdings noch den einen oder anderen Trainingskampf absolvieren. Wer mit Rollenspielen etwas anfangen kann, wird sich sofort heimisch fühlen. Zwar stehen nicht Story und Aufträge im Vordergrund, sondern die Player vs. Player Fights in der Arena - das simple Questsystem dient eher dazu, Neulingen ein paar Extra-Erfahrungspunkte zu verschaffen. Die Betreiber haben nicht unbedingt mit dem rasanten Erfolg ihres Spiel gerechnet - und so sind die Server immer wieder mal leicht überlastet (Was datenschmutz-Lesern bekannt vorkommen dürfte - aber ich bin gerade mitten im Umzug auf den neuen Root-Server!). Das macht die Bedienung stellenweise ein wenig zähflüssig, noch dazu finden die Updates zu US-amerikanisch nachtschlafener Zeit statt. Mit anderen Worten: untertags häufen sich die Downtimes.
Nach der Registrierung wird der zukünftige Recke erst einmal optisch an die eigenen Präferenzen angepasst. Die Ausrüstung beschränkt sich vorerst auf Lendenschurz und Messer. Mit Übungskämpfen (Skirmishes) und Duellen (Challenges) verdient sich der Spieler Gold, Erfahrungspunkte und "Tokens" - die drei Währungen des Spiels. Ersteres wird benötigt, um im Shop bessere Ausrüstung zu kaufen, zweitere braucht man für den Levelaufstieg und steigende Charakterwerte, und die Tokens dienen dazu, Überraschungs-Pakete zu erwerben, die neben spezielle Gegenständen auch Zaubersprüche enthalten.
Obwohl der Einstieg leicht fällt, liegt Duels eine komplexe Spielmechanik zugrunde, und Gold ist bei weitem nicht alles: so bedingt der momentane Level die verwendbaren Waffen und Rüstungen - um das schöne neue Schwert benutzen zu können, muss man erst mal kräftig dazu genug sein. Zaubersprüche haben gravierenden Einfluss auf das ansonsten eher simple Kampfsystem. Gegen Gegner, die mehr als einen Level stärker sind als die eigenen Spielfigur, hat man in der Regel dennoch kaum eine Chance.
Diverse Community-Features und ein gut besuchtes Forum sowie die Möglichkeiten, Allianzen und Feindschaften zu deklarieren, runden das Spiel ab. Die Kämpfe sind selbstablaufend und können entweder als Flash-Animation oder, wie in guten alten Dungeons-and-Dragons C64-Zeiten, als Text-Messages mitverfolgt werden. Bisher verzichten die Betreiber netterweise darauf, den Handel mit den virtuellen Ausrüstungsgegenständen an die reale Wirtschaft zu koppeln, sprich: Spielgold bleibt Spielgold, Registrierung und Teilnahme sind völlig gratis.
Da das ganze Spiel keine Flash-Applikation ist, sondern tatsächlich im Browser läuft, lässt sich jeder Link ohne weiteres in einem neuen Fenster öffnen. Also einfach in die Übersichtsliste gehen, fünf bis fünfzehn Duellanten auswählen und jeden Kampf in einem neuen Fenster beginnen lassen - dann klappt's mit dem Hochleveln wesentlich flotter. Achtung: Verkäufe und Käufe sollte man nur tätigen, wenn ein einziges Fenster offen ist, sonst kommt die Applikation durcheinander. Diese Erkenntmis hat mich 45 Tokens gekostet, dafür spart sie euch locker einige Stunden beim Hochleveln. Also viel Spaß mit dem Web 2.0igsten Online-RPG aller Zeiten!
Die netten Jungs von Layer-Ads spielen im Sommer für ihre Werbepartner den Weihnachtsmann: vor einigen Wochen wurde das Sommergewinnspiel angekündigt, über die auszulobenden Preise durfte abgestimmt werden. Die Webmaster haben entschieden: es gibt 2 Monate lange jede Woche einen Samsung 40-Zöller Flachbildfernseher zu gewinnen, und zwar dieses wunderschöne rabenschwarze Teil im Wert von fast 2.000 Euro.
Der LCD-Fernseher "LE 40 M 86 BD" (Samsung mag wohl komplizierte Typenbezeichnungen) misst stolze 102cm Bilddiagonale, kommt im 16:9 Full-HD Format daher und besitzt einen integrieren DVB-T Tuner. Der Haken an der Sache: man muss Layer-Ads schalten, 1.000 erfolgreich geschlossene Layer sind für Los gut. Bei den besagten Layer handelt sich's um die altbekannten, nervigen DHTML-Pop-Overs, die den Seiteninhalt überdecken und erst vom User geschlossen werden müssen. Der Einbau ist extrem simpel, eine einzelne Codezeile am Ende der Seite erledigt den Job.
Ich möchte meinen LeserInnen hier auf datenschmutz diese Werbeform nicht zumuten. Theoretisch bestünde zwar die Möglichkeit, mit einem Plugin wie Who See Ads zumindest Stammbesuchern eine layer-freie Version anzubieten, aber irgendwie hat die ganz Sache einen leichten trashy-Appeal, anständige Vergütung hin oder her. Andererseits muss angemerkt werden, dass der Layer sauber implementiert ist und einen deutlich sichtbaren "schließen" Button besitzt.
Das Vergütungsmodell sieht vor, pro 1.000 gültigen Layereinblendungen EUR 4,- auszuzahlen. Das wären bei 10k Besuchern im Monat also 40 Euro, allerdings bescheren Schnell-Clicker Umsatzverluste:
Eine Einblendung gilt bei Layer-Ads nur dann als gültig und wird Ihnen vergütet wenn der Layer nach frühestens 5 Sekunden geschlossen wurde. Layer die früher oder gar nicht geschlossen werden vergüten wir nicht. So stellen wir sicher das ein verstecktes laden des Layers nicht bringt und es nicht möglich ist das System zu betrügen.
Der Mindestauszahlungsbetrag liegt bei EUR 15,-, für qualitativ hochwertige Seiten bietet Layer-Ads eine Spezialvergütung von bis zu EUR 7,50 pro 1.000 Einblendungen - die Einstufung einer Page als "qualitativ hochwertig" muss von Einzelfall zu Einzelfall mit dem Support besprochen werden. Mir ist aufgefallen, dass einige deutschsprachige Blogs die Layer-Ads verwenden - im Gegensatz zu früheren Pop-Ups wird der Layer übrigens nicht von Pop-Up Blockern ausgefiltert. Für trafficreiche Seiten ohne Leserbindungsambitionen mag diese Werbeform durchaus ein nettes Zusatzeinkommen garantieren, aber im großen und ganzen lenkt sie für meinen Geschmack einfach zu sehr von den eigentlichen Inhalten der Seite ab.
Wer Layer-Ads ohnehin bereits einsetzt, nimmt automatisch am Gewinnspiel teil - wie erwähnt gibt's für jeweils 1.000 Layer-Einblendungen ein Los, allerdings erhält jeder registrierte Webmaster ein Frei-Los, eine gesonderte Registrierung ist dafür nicht erforderlich. Mit anderen Worten: das Gewinnspiel macht eine Registrierung bei der Seite momentan attraktiver als die eigentlichen Werbeeinnahmen. Kleiner Hinweis: man muss die Layer-Ads ja nicht auf Dauer auf seiner Seite schalten. So schaut's im Detail aus mit Teilnahmebedingungen und Co.:
Das Gewinnspiel läuft bis zum 29.09.2007 und die gewerteten Layer zählen bereits ab dem
01.08.2007 Punkt 0:00 Uhr.
- Jeder Teilnehmer kann maximal einen Samsung 40" FULL-HD TV gewinnen.
- Jeder Teilnehmer erhält pro 1000 erfolgreich geschlossene Layer ein Los.
- Jeder Teilnehmer kann pro Tag maximal 10 Lose erhalten.
- Jeder Teilnehmer kann die jeweils 1000 Layer auch über mehrere Tage sammeln.
- Jeder Teilnehmer bekommt ein Los geschenkt damit wirklich jeder eine Chance hat.
Die Gewinner werden jede Woche per email angeschrieben und nach Annahme des Gewinns mit Name und Link zur Ihrer Webseite auf Layer-Ads.de veröffentlicht. Antwortet der Gewinner nicht innerhalb von einer Woche wird ein neues Los gezogen.
Im Layer-Ads Forum wird bereits fleißig diskutiert. Viel Glück wünsch ich sieben anderen Webmastern und -mistresses - einen der Fernseher hätte ich allerdings gerne selbst