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Seoflanken stehen weit offen

SeoflankentrendsWenn man eine SEO-Wettbewerb veranstaltet, wählt man in der Regel inexistente Keywords – c’t hat seinerzeit irgendeinen Fisch verwendet, den’s nicht gibt – und Webmaster Eisy hat sich bei seinem Contest für das schöne Wort Seoflanken entschieden. Der/die Erstplatzierte erhält 200 Euros – aber bekanntlich geht’s bei SEO-Wettbewerben ja keineswegs um die Kohle, sondern um Ruhm und Ähre – und da machen auch die SEO-Flanken keine Ausnahme.

Genauere Infos zu Preisen finden sich auf der Bewerbsseite; entstanden ist der Begriff Seoflanken übrigens aus der Zusammensetzung unseres Lieblingshobbys (SEO) mit einem Konzept, welches im Fußball eine gewissen Rolle spielt (flanken). War da nicht letztens grad so ein Großereignis in Wien?

Seoflanken: vergiss Google

Außergewöhnlich unüblich: Ziel ist nicht Big G, sondern Tante Yahoo: wer hier am höchsten rankt, darf sich am Ende Seoflankenmeister schimpfen. Los ging’s am 2. Juni um 12:00 Uhr: da ich einerseits den Start verpasst und andererseits mich noch nie auf Yahoo konzentriert hab, rechne ich mir keine Chancen aus, unter die ersten 10 zu kommen; Zeitvorsprung ist bekanntlich durch so gut wie gar nix wett zu machen. Die genauen Teilnahmebedingungen zum Seoflanken Wettbewerb gibt’s auf der Konzept Welt – die Nennung des Keywords in der Domain ins beispielsweise untersagt: http://www.seobewerb/seoflanken/ geht also, http://www.seoflanken.biz/seo/flanken spielt’s nicht.

Was tun, um bei den SEO Flanken gut zu ranken?

Am besten 5.000 Mal das Keyword Seoflanken in den Content schreiben! Nö, Moment, das ist voll Frühneunziger… hmmm… mal überlegen:

  • Da war doch was mit diesen nofollow-Blogs… gibt’s eigentlich auch nofollow Trackbacks?
  • Wie oft sollte ich das KW einbauen? Am besten mal SEOMoz fragen!
  • Muss ich jetzt extra meine ganze Permalinkstruktur umstellen? Nö!
  • Soll ich bei diesem Beitrag nicht lieber die Kommentar abdrehen?
  • Irgendwie geht mir dieser Tags-und-Backlinks-Song nicht mehr aus dem Kopf…
  • Kein eigenes Linknetzwerk zur Verfügung? Schon blöd. Aber sollt ich wirklich meine Dom burnen? Die Zeit brennt, äh, drängt.
  • Wie verwend ich schnell nochmal noindex/nofollow für interne serielle Verlinkung? Und muss ich jetzt jeden Tag über die Seoflanken schreiben?

Fragen über Fragen… außerdem wird der Flankengewinn sowieso fast unmöglich – bei dieser starken Konkurrenz. Gibt’s Yahoo eigentlich überhaupt noch?


Fotocredits:Affen aus dem Urwald von Bali von Renate Jahner / pixelio.de

Grenzpfostens PR-Umfrage: die Ergebnisse

bloggerumfrageIm Mai habe ich auf eine Umfrage des Herrn Grenzpfosten zum Thema Blogger und PR-Heinis bzw. PR-Heinis vs. Blogger hingewiesen. Von Tanja-Anjas wusste ich damals noch gar nix… trotzdem oder gerade deswegen stehen mittlerweile die Ergebnisse fest. Befragt hat Florian 66 Weblog-AutorInnen – die Ergebnisse der Studie beanspruchen nicht, repräsentativ zu sein, lassen aber dennoch einige interessante Trends erkennen. Kurz gesagt: drei Viertel der Befragten TeilnehmerInnen möchten gerne mit Info-Material versorgt werden, und zwar regelmäßig – demgegenüber haben bloß 17% ganz und gar keinen Appetit auf “Marktkommunikation”, Pressetexte und hässliche Werbesonnenbrillen*.

Um das Gefühl der eigenen Wichtigkeit zusätzlich zu steigern, verlangt der Durchschnittsblogger von der Anja-Tanja in der PR-Agentur auch noch, dass sie den ganzen Schrott, den er so schreibt, vorher auch noch liest… und ihm dann passen kommt. Also etwa so:

Sehr geehrter Herr Pettauer,

hier ist Anja-Tanja von der Agentur WorsePR. Wir kennen uns von Xing über drei Ecken, außerdem habe ich beim gugeln nach Pagerank zufällig Ihre Webseite gefunden, der ich entnehme, dass Sie ein großer Fan von Chicago Deephouse Tribal Elektro sind – genau wie ich. Außerdem finde ich es toll, das Sie sich so für das Social Web interessieren und wollte daher fragen, ob ich Ihnen ein Testexemplar unseres Gesundheitsstuhls für Blogger schicken darf?

Hinweise, ob sie kontaktiert werden wollen oder nicht, hinterlassen Blogger in der Regel nicht… ist ja auch schwierig: “Bitte keine Viagra-Pressetexte und keine Sonnenbrillen in Nationalfarben, von der Zusendung lebender Tiere bitten wir gleichfalls abzusehen.” wär mal einen Versuch wert. Florians Schlussfolgerung kam mir auch gleich in den Sinn:

Die Schizophrenie des Alltags: Zwar will ein überwältigender Teil der Blogger PR-Contents haben und das auch noch am besten per Mail, aber gleichzeitig wollen Blogger nicht zugespamt werden. Das finde ich ja irgendwie komisch und frage mich wie das gehen soll.

Hier geht’s zur kompletten Auswertung.


*) Nichts gegen die Deutschland-Brille, die ich letztens ungefragt von einem Online-Optiker erhielt. Ich wusste vorher gar nicht, dass ich schon immer mal eine Brille mit den deutschen Nationalfarben besitzen wollte. Wer will die Welt schon durch die rosarote Brille sehen, wenn’s auch die schwarz-rot-gelbe sein darf? Das Päckchen war übrigens bereits im Briefkasten aufgerissen – hoffentlich denkt die österreichische Fußballpolizei nun nicht, hier lebt ein Deutschtümler. Aber in Zukunft bitte lieber direkt Geld schicken, am besten anonym – ich bedank mich dann auch anonym.

Medientheorie-Buchtipps im Doppelpack

kinoapparatGestern wurden in der Cafeteria der Akademie der Bildenden Künste in Wien zwei Bücher vorgestellt, die sich mit spezifischen Aspekten der Medientheorie des 20. Jahrhunderts befassen. Meine ehemalige medianexus-Kollegen Eva Tinsobin hat ihre Dissertation im Verlag Werner Hülsbusch veröffentlicht: “Das Kino als Apparat. Medientheorie und Medientechnikim Spiegel der Apparatusdebatte” vorgestellt. Im gleichen Verlag erschien dieser Tage Thomas Schindls “Räume des Medialen. Zum spatial turn in den Kulturwissenschaften und Medientheorien”.

Eva, die als freie Autorin und Redakteurin unter anderem für Die Presse arbeitet, beschäftigt sich mit der Verhältnis von Technik und Massenmedien:

Welchen Anteil nimmt die Technik in Fragen der Medialität ein? Bereits im Frankreich der frühen 1970er Jahre eine brisante Frage, wo Marcelin Pleynet, Jean-Louis Baudry und Jean-Louis Comolli den Kino-Apparat losgelöst von seinem Inhalt Film als Apparat zur Vermittlung bürgerlicher Ideologien erkennen und die Apparatusdebatte begründen. Heute ist die Apparatusdebatte weitgehend in Vergessenheit geraten und doch in aktuelle Medientheorien eingeflossen. Deshalb wirft das Buch folgende Fragen auf:

  • Was geschah nach dem Ende der Apparatusdebatte 1986?
  • Inwieweit beeinflusste sie spätere medien- und techniktheoretische Diskurse?
  • Ist sie in aktuellen Medientheorien zu finden?
  • Handelt es sich um ein Relikt oder um einen Ansatz mit Diskussionspotenzial?

Thomas Schindl behandelt den Umgang der Sozialwissenschaften mit dem ausgedehnten Phänomen Raum. (Sorry, dieser Kalauer war wirklich nicht vermeidbar.)

Ob nun als spatial turn, topographical turn oder topological turn — seit einiger Zeit wird Raum wieder vermehrt zu einem zentralen Thema von Kulturwissenschaften gemacht. Einen besonderen Stellenwert nehmen diesbezüglich die Auseinandersetzungen mit unterschiedlich ausgeprägten Formen von Räumlichkeit im medientheoretischen Diskurs ein.

Für die Medienwissenschaften stellt Raum eine grundlegende medienästhetische Kategorie dar, deren Brisanz gerade aus dem Versuch entsteht, die individuelle Erfahrbarkeit von Wirklichkeit am kollektiven Umgang mit Wissen und Information dingfest zu machen.

Dabei erscheint die Ausgangslage zunächst keinesfalls eindeutig: Seit jeher besteht eine wesentliche Funktion von Medien und Kommunikation darin, Raum zu überwinden, während sie zugleich stets neue Räume technischer Vermittlung, sozialer Interaktion und kultureller Praxis entstehen lassen (z. B. im Cyberspace, aber auch in Gestalt ökonomischer und kultureller Globalisierung).

Die vorliegende Arbeit versucht wesentliche medientheoretische Positionen zu rekonstruieren, die in der gegenwärtigen Debatte zum Tragen kommen. Raum wird dabei nicht nur als ein ästhetischer Begriff im Schnittfeld von Kultur und Technik angesiedelt, sondern auch im Hinblick auf Geografie, Ökonomie und Politik entworfen.

Einleitende Worte zur Präsentation, die ich Pecha-Kucha-Night-bedingt (sehr spannend fand ich den Vortrag über Picidae, demnächst mehr) versäumte, sprach Frank Hartmann – ich bin gespannt auf die beiden Bücher, die auch schon bei Amazon gelistet sind:

Das Kino als Apparat: Medientheorie und Medientechnik im Spiegel der Apparatusdebatte
Räume des Medialen: Zum spatial turn in Kulturwissenschaften und Medientheorien

Nicht sprechen erscheint sicherer

ueberwachungsbildDie Vorratsdatenspeicherung in Deutschland hält nicht nur Terroristen vom Telefonieren ab, wie eine aktuelle Forsa-Umfrage beweist: aus – wohl keineswegs unbegründeter, wie der aktuelle Telekom-Skandal zeigt – Angst vor möglichen späteren Negativfolgen verzichten immer mehr Bundesbürger darauf, die Eheberatungsstelle, den Psychotherapeuten oder die Drogenberatungsstelle zu kontaktieren. In Zeiten wie diesen weiß man schließlich nie genau, wer eigentlich Zugriff auf welche Daten hat.

1.002 Deutsche wurden von Forsa am 27./28. Mai für die repräsentative Umfrage ausgequetscht, und die Ergebnisse sollten den Politikern zu denken geben:

Die zu Jahresbeginn eingeführte Vorratsdatenspeicherung schreckt von sensiblen Gesprächen am Telefon ab und wird von nahezu jedem zweiten Bundesbürger als unverhältnismäßig abgelehnt. [...] Die Ergebnisse im Einzelnen: Sieben von zehn Befragten war bekannt, dass seit Beginn des Jahres 2008 alle Verbindungsdaten jedes Bürgers in Deutschland sechs Monate lang gespeichert werden müssen. Die Mehrheit der Befragten würde wegen der Vorratsdatenspeicherung davon absehen, per Telefon, E-Mail oder Handy Kontakt zu einer Eheberatungsstelle, einem Psychotherapeuten oder einer Drogenberatungsstelle aufzunehmen, wenn sie deren Rat benötigten (517 der Befragten). Hochgerechnet entspricht dies über 43 Mio. Deutschen.

Der Arbeitskreis Vorratsdatenspeicherung fordert als Konsequenz aus der Umfrage – welche Überraschung – die sofortige Außer-Kraft-Setzung des Gesetzes, welches als lebensgefährlich eingestuft wird, wenn es etwa von telefonischen Hilferufen beim Psychotherapeuten abhält, so die Argumentation.

Den kompletten Ergebnisbericht gibt’s online, aktuelle Informationen zur laufenden Verfassungsbeschwerde gegen die ausufernde Datenspeicherung finden potentielle Mit-ProtestantInnen hier.


Foto: Michael Hirschka / Pixelio

Lokalreview: Pizza Mari – Unprofessionell und ungewürzt

pizzabildIch koche nicht nur gern, sondern gehe auch sehr gern essen, daher wird’s an dieser Stelle zukünftig den einen oder anderen Hinweis auf empfehlens- oder meidenswerte Wiener Lokale geben; und in 10 Jahren ersetzt dann der Guide Datenschmutz den angestaubten Millau oder so… Als Auftakt folgt ein weniger gelungener Abend mit Fremdbewirtung in einer neuen Wiener Pizzeria: denn die österreichischen Tageszeitungen brechen geradezu in Lobeshymnen aus, wenn sie über die Mari schreiben. Ich hab zuerst in der Bunten Wahrheit aka Kronenzeitung und dann im Standard (Rondo) über das Lokal gelesen gelesen, das vor kurzem bei mir ums Eck aufsperrte. Dort seien die einzig wahren, die echten neapolitanischen Pizzen zu haben, so, wie man sie in Wien sonst nirgends bekäme. Das stimmt: eine so fade und in jeder möglichen Kategorie durchfallende Pizza bringt nicht mal der alte Fuchs Doktor Oetker aus dem Ofen – aber alles der Reihe nach.

Das Lokal versprüht spröden Kachelcharme, die 70er Jahre Salzstreuer fügen sich “harmonisch” in die übrige Einrichtung. Die Karte suggeriert Konzentration aufs Wesentliche und offeriert neben einer Portion Oliven und einer Handvoll (6 oder 7) verschiedenen Pizzen bloß Flüssiges: keine Zuppa, kein Insalata, keine Nudelgerichte. “Also muss die Pizza echt grandios sein”, dachten wir uns. Allerdings war mir so gar nicht nach Veggie-Style zumute, blieb also nur die Wahl zwischen Salami- und Salsiccia-Pizza. Zweitere sei aus, erfuhr ich auf Nachfrage, eine Tagespizza gäbe es nicht, antwortete mir die Kellnerin vollkommen erstaunt auf diesbezügliche Nachfrage – mein Anliegen schien ihr sehr absurd. “Gut, dann nehme ich eine Pizza Salami mit extra Büffelmozzarella,”, fügte ich mich in mein Schicksal.

Die Servicemitarbeiterin blickte mich nachdenklich an und klärte auf: “Das geht leider nicht. Ich könnte Ihnen aber eine Büffelmozarella-Pizza mit extra Salami machen lassen, das ist quasi das gleiche.” Als ich nach mehreren Sekunden Pause schließlich bemerkt hatte, dass sie keinen Scherz machen wollte, stimmte ich dem Tauschhandel resignierend zu – dabei hätte ich doch viel lieber eine Salamipizza mit Mozzarella als umgekehrt gehaben :mrgreen: Anja entschied sich für die Ripiena, ein kürzlich in Mode gekommener Ausdruck für die gute alte Calzone. Die isst aber ohnehin kein Neapolitaner, denn die klassische Touristenpizza kriegt prinzip-bedingt nie jenen knusprigen Boden, der diese speziellen Fladen auszeichnet.

Der Koch der Pizzeria Mari füllt besagte Ripiena mit riesigen Mengen vollkommen ungewürzten Ricottas mit ein paar winzigen Stücken von Prosciutto Cotto, der sich aussah wie Aldi-Toastschinken und nach genau gar nix schmeckte. Ich bin nach wie vor der Meinung, dass Ricotta in einer Ripiena nix verloren hat – aber wenn schon, dann müsste man diesen geschmacklosesten aller Frischkäse mindestens mit ein wenig Basilikum und Knoblauch aufpeppen, von Salz ganz zu schweigen. So schmeckt die ganz Partie wie eine unglaublich fade, viel zu groß geratene Kärntner Kasnudel…

Blieb noch meine Pizza, die beim Auseinanderschneiden gleich mal eine Menge Wasser ließ. Erwartungsgemäß war der Boden innen ziemlich matschig und vollgesogen, während der erhöhte Rand keineswegs die erhofften Luftblasen, umschlossen von oblatten-artig dünnen Teigschichten, enthielt, sondern von der Konsistenz her eher an einer mittelschweren, teigigen Weißbrotfladen erinnerte. Außer eines verlorenen wirkenden Blatt frischen Basilikums waren Gewürze auch hier Fehlanzeige; da konnte die ach so tollen Dosentomate direkt vom Vesuv auch nix mehr dran ändern. Zumindest die Salami stellte den alten Spruch, dass Fett ein Geschmacksträger sei, eindrucksvoll unter Beweis.

Originell fand ich auch die Interpretation des beliebten Chili-öls: schäzungsweise fünf Chilikerne in einer Kanne mit mittelmäßigen Olivenöls machen weder einen Sommer noch Schärfe – ich bildete mir einen leicht ranzigen Unterton ein, das könnte aber auch die Enttäuschung über das fehlende Capsaicin gewesen sein.

Wie eingangs erwähnt denken Karin Schnegdar von der Kronenzeitung und der Standard ganz anders darüber – also entweder hat der Koch einen verdammt schlechten Tag erwischt, oder die Artikel entstanden nicht unbedingt aufgrund eines Testessens… da lob ich mir doch meine aktuelle Lieblingspizzeria I Carusi. Mit der Rindscarpaccio-Pizza, bei der vom Teig bis zum Belag einfach alles perfekt stimmt, könnte sich Pizza Mari eine große Schnitte abschneiden… das ist eben wie beim Minimal Techno: je mehr man sich aufs Wesentliche beschränkt, desto deutlicher fallen Fehler auf.

Die Definition von SEO

shoemoneyWas die Definition von fett ist, wissen wir dank des gleichnamigen Songs von den Fetten Broten schon lange. Shoemoney allerdings hat unlängst eine Umfrage zum Thema Was ist SEO? unter den einschlägig vorbelasteten Gurus durchgeführt und wollte wissen, wie selbige ihren Broterwerb definieren. Mit Marcus Tandler aka Mediadonis ist auch ein Deutscher mit in der illustren Runde dabei, zu der unter anderem auch Neil Patel, Andy Beal, Dax Herrera, Patrick Gavin, Danny Sullivan, Joost Devalk und Quadzilla gehören.

Besonder gut gefällt mir die Definition von Rebecca Kelley (SEOmoz):

In my opinion, SEO is simply a facet of traditional marketing that focuses on the Internet medium. It involves implementing strategies and changes that make your website both search engine and user friendly – search engine friendly so that your site ranks well in search engine results for appropriate keyword searches, and user friendly so that you can provide a solid customer experience and yield high conversions.

Dabei wird der zentral Punkt angesprochen – “gute” SEO bedeutet eben immer, beide Seiten – die dummen Google-Bots ebenso wie die schlauen menschlichen Besucher – im Hinterkopf zu behalten und Webpräsenzen so zu bauen, dass beide “Zielgruppen” möglichst viel Freude mit der besuchten Seite haben. Und ich weiß, dass hier einige Online-Pros mitlesen, daher eine Frageeee: was verstehen Sie, verehrte LeserInnen, unter (Blog)SEO?

Amazon Wochenend-Einkäufe

Muss noch dringend ein paar Einkäufe erledigen vor dem Wochenende – ganz oben auf der Liste steht die Elektrozigarette. Damit ist man auch als Nichtraucher der King auf jeder Raucherparty, denn:

Das Rauchverbot gilt für Sie und Ihre neue Zigarette nicht, da passives Rauchen praktisch ausgeschlossen ist.

Was man bei einem solchen virtuellen Einkaufsbummel nicht alles erfährt… dass auch für Zigaretten Rauchverbot gilt, war mir völlig neu. Verurteilen andere Zigaretten solches Verhalten eigentlich als Kannibalismus?

Wie das mit dem Passivrauchen funktioniert, ist auch eine spannende Frage; oder müssen Elektro-Zigaretten-Kettenraucher nie ausatmen? Dann vielleicht doch lieber die Shisha Fata Morgana samt Ersatzdichtungen und 2 teiligem Bürstenset geliefert – aber auf jeden Fall ohne Fata Morgana. Und als perfekte Ergänzung bestell ich mir gleich noch eine Reisemunddusche, denn bekanntlich legen Blogger höchsten Wert auf die Schleimhauthygiene! Was kann man eigentlich (außer Lebensmitteln und Kleidung) nicht bei Amazon erwerben?

BA-CA.com: Lustig ist die Domainumstellung

Heute wollte ich wieder mal meiner Bank einen Besuch im Internet abstatten… doch siehe da: unter www.ba-ca.com empfing mich lediglich folgende lakonische Meldung:

Seit 31. März 2008 treten wir unter dem Markennamen “Bank Austria” auf.
Wir haben daher eine neue Adresse, bitte verwenden Sie künftig www.bankaustria.at.
Aktualisieren Sie gegebenenfalls auch Ihre Bookmarks.
[...]
Wollen Sie www.bankaustria.at zur Startseite machen? Klicken Sie bitte hier.

Nein, ich möchte bankaustria.at nicht zu meiner neuen Startseite machen… ich wollte eigentlich nur kurz ins Online-Konto einsteigen und eine Stromrechnung überweisen. Zu meinem nicht geringen Erstaunen allerdings brachte mich der Klick auf Online-Konto zu folgender Adresse: https://online.ba-ca.com/bach/de/login/index.html

Tja… ich versteh ja eh, dass es nicht so einfach ist, derart komplexe Domainumstellungen abzuwickeln: Zertifikate wollen upgedatet werden, High-Level Security ist (hoffentlich) involviert… also alles eine Frage des Projektmanagements. Namen sind ja bekanntlich Schall und Rauch, und die meisten ÖsterreichInnen achten beim Online-Banking ja ohnehin rudimentär auf Sicherheit. So ziemlich das einzige Kriterium, das offizielle Online-Konten von den meisten Spam- und Phishing-Versuchen unterscheidet, ist die URL: weicht die vom Original ab, dann hat man’s vermutlich mit einem Fake zu tun.

Nun denn, ich bin seit über 10 Jahren Kunde der BA (die’s konsequent seit Jahren trotz mehrmaliger Nachfrage nicht schafft, mir ein Angebot für ein KMU Firmenkonto zu unterbreiten) und kenne die URL. Aber ich frage mich: inwieweit sollte man einem Unternehmen, das auf der Startseite die Umbenennung der URL kommuniziert und das Online-Banking unter der alten Adresse weiterlaufen lässt, Kompetenz in Sachen Online-Security zutrauen? Most peculiar!

Norris-News: Don’t fuck with Chuck!

Endlich ist sie aufgetaucht, die Facebook Chuck Norris Applikation! Sie tut zwar absolut nix außer legendäre Sprüche über den toughsten Typen aller Zeiten anzeigen… aber die haben es in sich. So erfährt man unterem anderem folgende unglaubliche Fakten über jenen Mann, der Männer aus Stahl aussehen lässt wie Osterhasen. Darunter folgende Perlen:

Chuck Norris wipes his ass with chain mail and sandpaper.

Chuck Norris’s body temperature is 98.6 degrees… Celsius.

Chuck Norris once challenged Lance Armstrong in a “Who has more testicles?” contest. Chuck Norris won by 5.

Ein Klick auf “Chuck Norris” in der Facebook-Applikationsleiste, und schon ist der Tag gerettet. Aber es geht noch…. weiter! Nämlich mit diesem großartigen Video, in dem der Meister selbst die essentiellsten Fakten über sich verliest:

YouTube Preview Image

Chuck Norris Bonusrunde

Verehrte LeserInnen, befolgen Sie die Schritt-für-Schritt Anleitung ganz genau und Sie werden sich ebenso wundern wie der Autor dieses Beitrags! (thx Georg!)

  1. Google öffnen.
  2. Ins Suchfeld “find chuck norris” eintragen.
  3. Den Button “auf gut Glück” betätigen.

Hmmm… kleine SEO-Frage: wie ist das möglich? Wer die Antwort weiß, bekommt das kleine virtuelle Ehrenzeichen des Staates Blogistan verliehen.

Einstufungstest für den kleinen Harry

Nachdem hier sonst immer alles frei erfunden ist, wird’s höchste Zeit für eine wahre Geschichte – und die geht so: in der ersten Volksschul-Klasse hat die Lehrerin Probleme mit einem ihrer Schüler, der partout nicht aufmerksam sein will. Also fragt Frau Meier ihr Sorgenkind: “Harry, warum bist du die ganze Zeit so quengelig?”

Worauf der antwortet: “Ich bin eindeutig zu schlau für die erste Klasse! Meine Schwester sitzt in der dritten Klasse und ich bin viel schlauer als sie! Ich denke, dass ich auch in dritte Klasse versetzt werden sollte!”

Fräulein Meier, die sich an diesem Tag ohnehin schon in der Früh mit ihrer kaputten Therme hatte ärgern müssen, reichte es – und sie ging mit Harry zum Direktor.

Während der Kleine draußen warten musste, besprach die Lehrerin die Situation mit dem Schuldirektor. Der schlug vor, Harry einem kleinen Test zu unterziehen – sollte er bestehen und alle Fragen des Direktors beantworten können, dann würde der ihn in die dritte Klasse versetzen, falls nicht, sollte er in der ersten Schulstufe bleiben. Die Lehrerin stimmte zu, und die beiden holten Harry ins Konferenzzimmer. Der Direktor begann:

Direktor: “Wieviel ist 3 mal 3?”
Harry: “9.”
Direktor: “Wieviel ist 6 mal 6?”
Harry: “36.”

Und so ging’s weiter mit jeder Frage, von der der Direktor dachte, dass ein Drittklässler sie beantworten könnte. Nach dem Ende der Fragestunde wandte sich also der Schuldirektor an Fräulein Meier: “Ich glaube, wir sollten Harry wohl in die dritte Klasse versetzen!”

Worauf diese antwortet: “Ich bin mir da nicht so sicher, lassen Sie doch mich noch ein paar Fragen stellen.” Harry und der Direktor stimmen zu, also geht die Fragestunde weiter.

Frl. Meier: “Wovon hat eine Kuh vier, wovon ich nur zwei habe?”
Harry, nach kurzem Zögern: “Beine.”
Frl. Meier: “Was hast du in deiner Hose, was ich nicht habe?”
Der Direktor wunderte sich, warum Fräulein Meier eine solche Frage stellte, blieb aber stumm.
Harry darauf, nach einem Moment: “Taschen.”
Frl. Meier: Welches englische Wort beginnt mit einem C, endet mit einem T? Die gesuchte Sache ist haarig, oval, köstlich und enthält eine weißliche Flüssigkeit?”
Bei dieser Frage begann der Direktor unruhig auf seinem Stuhl hin und her zu rutschen.
Harry: “Coconut.”
Frl. Meier: “Was ist hart und rosa, wenn man es in den Mund nimmt, und später weich und klebrig?”
Der Direktor glaubte, seinen Ohren nicht trauen zu können, bis Harry antwortete: “Fruchtkaugummi.”
Daraufhin Frl. Meier: “Was macht ein Mann im Stehen, eine Frau im Sitzen und ein Hund auf drei Beinen?”
Harry: “Hände schütteln.
Der Direktor begann nach Luft zu schnappen, als die nächste Frage folgte: “Welches Wort beginnt mit F, endet mit N und steht für eine Menge Aufregung und hitziges Treiben?”
Harry: “Feuerwehrwagen.”
Der Direktor holte erleichtert tief Luft und wandte sich an Fräulein Meier: “Stecken Sie Harry in die vierte Klasse, ich hatte die letzten sechs Fragen falsch beantwortet!”

Wieder mal origineller Spam: robot-Manipulationen

Man kriegt den Großteil der Potenzförder-Mittel Mails dank weitgehend intakter Spamfilter glücklicherweise eh nicht mit, aber und an rutscht zum Glück ein atypischer Vertreter seiner Gattung durch die gestrenge Kontrolle von SpamCop & Co – sonst hätten wir ja womöglich weniger zu lachen.

Von einer “Internet Security Firma” mit vorgeblicher web.de-Adresse hab ich heute die nachstehende E-Mail bekommen, die mich definitiv zum Schmunzeln gebracht hat – auch wenn ich mir so ganz und gar nicht erklären kann, wer warum solchen Spam mit welcher Ambition verschickt… möglicherweise will ja jemand den Ruf der vorgeblichen Absender-Firma “Internet Security Moers” schädigen, dachte ich mir – aber selbige Company gibt’s gar nicht, dafür bin ich auf den Beitrag des alten Falters gestoßen und von dort aufs Augsblog: die fragliche Mail kursiert inzwischen in diversen Ausführungen inklusive 0900er-Rückfragenummer… wer dort anruft, sollte nun wirklich nicht Webmaster schimpfen :-)

Unten folgen die besagte Mail, Preisfrage an alle SEO-Experten: Was täte denn passieren tun, falls man sich an unten stehende Anleitung hielte?

Subject: ACHTUNG, gemeiner VIRUS. Dringend diese Datei auf Ihrem Webserver einbinden

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Moment werden Millionen Webserver von Viren befallen. Bitte binden Sie unbedingt den Anhang zum Schutz auf Ihrer Webseite in folgendes Verzeichnis ein:

www.datenschmutz.net/robots.txt

Die Robots-Datei erstellen Sie mir Ihrem Editor:
___________________

User-agent: *
Disallow: /
___________________

Diese speichern Sie als robots.txt und binden Sie in Ihrem Hauptverzeichnis ein. Nur so ist sicher, dass kein Schaden entsteht indem Sie dem Virus verbieten, Ihre Webseite zu besuchen. Bitte beeilen Sie sich, da an diesem Woche mit einem erheblichen Angriff zu rechnen ist.

Wer’s als erster errät bekommt ein Fleißbildchen und den Titel “Spamfighter der Woche”!

Wenn RIAA-Opfer zurückschlagen

…dann zittert eine ganze Industrie. Da bekanntlich der Hydra Filesharing für jedes abgedrehte sofort ein neues Protokoll nachwächst, entschied man sich für Honesty through paranioa – und verklagt seit Jahren Privatpersonen. Egal ob zu Recht oder zu Unrecht: Hauptsache, die Abschreckungswirkung passt.

Wie Udo auf Tonspion berichtet, kämpft Tanya Andersen seit Jahren um die Wiederherstellung ihres Rufes – sie wurde von der RIAA wegen Tauschbörsennutzung verklagt, allerdings konnte ihr kein Vergehen nachgewiesen werden. Nun hinterfragt die geschädigte Amerikanerin die Praktiken ihrer Kontrahenten etwas genauer – und dabei könnte so manche dunkle Ecke ausgeleuchtet werden, die die Plattenindustrie in einem ganz schön schlechten Licht dastehen lässt. Zur Disposition stehen unter anderem folgende Fragen:

  • Wieviel die Anwälte der RIAA verdienen
  • Warum die durchschnittlichen Kosten für einen Vergleich für Tauschbörsennutzung rund 5000 Dollar betragen
  • Wie entschieden wird, welche Tauschbörsennutzer verklagt werden und welche nicht
  • Wohin die Gelder aus den Vergleichen fließen (und ob die Künstler überhaupt etwas davon sehen)

Sollten die RIAA-Schnüffler etwa Provisionen aus den Vergleichen in die eigene Tasche schieben, könnte das gesamte Vorgehen der RIAA hinsichtlich Tauschbörsennutzung in Frage gestellt werden, da dies in vielen Staaten illegal sei. Außerdem würden dann massenhaft weitere Gegenklagen eingereicht werden, was enorme Kosten nach sich ziehen würde.

Rad! Peinigt die Peiniger, sozusagen. Die ganze Sache wird sich noch ein Weilchen ziehen, frühestens Anfang nächsten Jahres erwarten ExpertInnen eine Entscheidung. Die alleinerziehende Mutter hat jedenfalls das Potential zur Erin Brokovich der mp3-Szene :cool:

Wie, Sie nutzen Social Networks?

Oder vielmehr: Wie nutzen Sie Social Networks? Und wo liegen die (zweifellos berechtigten) datenschutz-technischen Vorbehalte, wie groß ist das Ver-/Misstrauen der Heavy und Casual User? Wie freizügig wird mit persönlichen Daten umgegangen? Derlei Fragen geht Johannes Nagl von der FH Technikum Wien im Rahmen seiner Diplomarbeit nach.

Das Thema lautet Datenschutz in Social Communities, die Diplomarbeit entsteht am Masterstudiengang Multimedia- und Softwareentwicklung. Johannes schreibt dazu:

Große Betreiber wie studiVZ, Facebook und Xing sind in den letzten Wochen oftmals in die Medien gekommen. Änderungen in den AGBs, personalisierte Werbung und fälschliche Berichte über den Verkauf von Benutzerdaten haben das Thema Datenschutz in den Mittelpunkt der Medien gebracht.

Die Teilnahme dauert rund 10 bis 15 Minuten, wer später über das Gesamtergebnis informiert werden möchte, kann am Ende des Fragebogens (freiwillig) seine E-Mail Adresse hinterlassen – wenn das Missbrauchsmisstrauen es zulässt :-)

zum Fragebogen

A propos Umfrage: von 3.12.07 bis 31.01.08 erhob die Forschungsgruppe Kooperationssysteme mittels einer Umfrage die private Nutzung von Social Networking Services – die ersten offiziellen Ergebnisse sind nun am Blog verfügbar. Die genaue Auswertung läuft noch, doch bereits die ersten Ergebnisse bieten interessante Einblicke. Über zweieinhalbtausend TeilnehmerInnen füllten Fragebogen komplett aus – eine Schlussfolgerung geht bereits klar hervor: Social Networks werden vor allem von jüngeren SurferInnen intensiv genutzt. Die grafische Auswertung gibt’s als pdf-File.

Blogvorstellung: Thinkabout.ch

thinkaboutZeit für die wöchentliche Blogvorstellung – wenn man sich die Mikro-Publishing Szene in der Schweiz näher ansieht, dann könnte man als Österreicher (und Deutscher) ob der Themenvielfalt und der hohen journalistischen Qualität der diversen Fachmedien sowieso neidisch werden: oder sich freuen, dass dieselben Felder hierzulande bislang eher unbeackert blieben. Keineswegs an IT.Geek.Nerds richtet sich Thinkabout.ch: XYs Blog sammelt elegant formulierte Gedanken – von unbeschwert bis gravitätisch und stets ausgesprochen lesenswert.

Die Denkerei sei der wildeste aller Affen, hat mal jemand behauptet. Buddhisten, speziell die tibetischen, widersprächen dieser Aussage vermutlich nicht, zumal in der Dzog Chen Literatur das Hirnkasterl auch gerne mit einem unruhigen animalischen Baumkletterer verglichen wird. Der wiederum sei aber ohnehin unser nächster Verwandter, erklären die Vertreter der “wissenschaftlichen” Evolutionstheorie und streiten sich in Ami-Land ausgesprochen öffentlich darüber, welcher Mythos sich für die Schulkinder als alltagstauglicher erweist… aber egal, ob wir geschöpft wurden von einem mehreren Göttern oder doch bloß die chemischen Parameter in der Ursuppe sich als günstig erwiesen für die Entstehung von ein paar Kohlenwasserstöffchen: um sich über derlei Theorien auszutauschen (oder die eigenen Überzeugung semi-dauerhaft in die mittlerweile durchs Internet echtzeitlich verbundene Welt) hinauszuposaunen, bedienen sich Menschen mangels telepathischer Fähigkeiten in der Regel der Sprache – die eine gewandter, der andere weniger.

Wer sich kompetent und berufen fühlt zum Schönreden, darf als gerngesehener Geistschreiber für Politiker-Reden auf ein anständiges Einkommen hoffen, eine Autorenkarriere anstreben oder aber der Werbeindustrie den nächsten unvergesslichen Slogan abliefern. Wer dagegen rein aus intrinsischer Motivation was zu sagen hat, muss nicht mehr auf die Gnade ehrenamtlicher Chefredakteure ambitionierter Literaturzeitungen hoffen, sondern hat wahlweise auch die Option, sein eigenes Blog zu schreiben. Glücklicherweise hat sich der Autor der vorzustellenden Publikation für letztere Möglichkeit entschieden – er präsentiert der geneingten Leserschaft täglich so lesenswerte Miniaturen wie:

Die Kraft der Gedanken ist unerforscht. Die Macht der Worte auch. Wir sollten sie stets mit Sorgfalt wählen und nicht gering achten, selbst wenn wir damit gegen physische Gewalt angehen müssten.

Thinkabout führt auch auf twoday in Blog namens Schreibmut auf twoday, das den Untertitel “10min NUR für die rechte Gehirnhälfte” (War das schnell nochmal die rationale oder die kreative nach Irrmeinung der Kognitionsforscher?) trägt:

Die Vermutung hat keine Frage gestellt und doch schon eine Antwort geliefert. Damit fühlt sie sich nicht richtig wohl, und so ist es meist so, dass, wenn sie ausgesprochen wird, darin auch die Frage liegt.

Thinkabout.ch gehört zu vergleichsweise wenigen anonymen, gut besuchten Blogs – den Grund für den Verzicht auf die reale Identität erklärt der Schweizer Blogger auf für mich sehr nachvollziehbare Weise:

Meine Texte sind gelegentlich durchaus sehr privat. Intim vielleicht sogar. Das Pseudonym gibt mir eine Art Schutz, ein wenig Distanz zumindest, und es fördert damit die Ehrlichkeit mir selbst gegenüber sehr viel mehr, als es sie behindern würde.

Wer selber bloggt (groß, klein, jung, alt, unverzichtbares IT-Knowledge, Katzenblog, deutsch oder englisch – egal!) und Lust drauf hat, hier vorgestellt zu werden, hinterlässt einen Kommentar oder droppt mir, wie die Hip Hopper sagen, eine Message. Blogs, die ich nach – selbstverständlich rein subjektiven – Kriterien spannend und anregend finde, tauchen dann früher oder später an dieser Stelle auf.