| 2. Dezember 2008 | ||
| 16:00 |
Merkur mag der Gott des Krieges gewesen sein, Mercur dagegen ist eine güldene Statuette, die besonders innovativen Wiener Unternehmen von der Wirtschaftskammer verliehen wird. Am 2. Dezember haben innovationsfreudige Interessierte die Möglichkeit, bei der Mercur-Ausstellung im Tech Gate Vienna die eingereichten Projekte aus der Nähe kennen zu lernen, um 18:00 Uhr beginnt die ebenfalls öffentlich zugängliche Mercur Gala inklusive Preisverleihung und Feier.
Was habe ich mit dem Mercur zu tun? Keine Angst, datenschmutz hat mitnichten den Preis fürs innovativste Twitter-Marketing gewonnen (ich hab mich als "Involvierter" auch gar nicht beworben). Gemeinsam mit den Mastercodern Bernd und Roman habe ich das elektronische Einreichsystem für die Wirtschaftskammer konzipiert und programmiert. Die Einreichfrist ist längst zu Ende, die Gewinner der einzelnen Kategorien dürften bereits feststehen. Preise werden vergeben für die beste "Innovation allgemein", "Kreativität" (Multimedia) und den innovativsten Jungunternehmer:
Neben den Sonderpreisen FEMMINOVA und "Kooperation" wird auch der Sonderpreis ECONOVIUS verliehen – das innovativste Projekt eines Kleinunternehmens ist außerdem automatisch zum Österreichischen Staatspreis nominiert. Die Preise werden in einer Festveranstaltung Anfang Dezember verliehen, die Kategoriensieger sowie die Sonderpreisträger erhalten jeweils 1500 Euro.
Im Gegensatz zu vielen anderen Wirtschaftspreisen wurde die Einreichung bewusst knapp und einfach gehalten, schließlich haben Kleinunternehmen in der Regel recht begrenzte Ressourcen. Über 150 Teilnehmer gab es in diesem Jahr, wie auch aus gut informierten Insiderkreisen erfahren haben
Ich weiß nicht, ob Projekte aus dem Web 2.0 Umfeld vertreten sind, im Mai habe ich auf die Einreichmöglichkeit hingewiesen - Wiener Web-Bereich fallen mir einige potentielle Gewinner ein. Wer die Teilnahme in diesem Jahr versäumt hat, bekommt 2009 erneut die Chance zum Mitmachen.
Die Gala-Veranstaltung, bei der die Preise an die Kategoriesieger verliehen werden, ist öffentlich - interessierte Gäste sind gerne gesehen, und im Anschluss lädt die Wirtschaftskammer Wien zu Buffet und DrinX. Wer teilnehmen möchte, muss sich lediglich über dieses Formular anmelden und die Anzahl der Personen angeben.
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| 25. Oktober 2008 | ||
| 20:00 | bis | 22:00 |
Wer in Wien zugange ist und noch keine speziellen Pläne für den Samstagabend geschmiedet hat, hätte über eine Abstecher in den Rabenhof intensiv nachdenken sollen: dort wurden gestern ab 20:00 Uhr die jubiläums-lastigen 10. (in Worten: zehnten) Big Brother Awards verliehen. Dagmar Streicher und Thomas Rottenberg moderierten die Gala, als Laudatoren waren unter anderem der FM4-Blumenau, der Hypertext-Hrachovec und die Regie-Minck am Start, ganz zu schweigen vom Kabarett-Nowak von der Format-Mayerl. In das Kostüm des internationalen Special Guests schlüpft Eddan Katz von der Electronic Frontier Foundation.
"Stop Überwachungslawine" lautete das Motto in diesem Jahr, der Eintritt zur Veranstaltung war gratis und ein gewisser Unterhaltungsfaktor garantiert. Selbstverständlich haben die Adepten der fernmündlichen Kommunikation an Zeit-Raum-Paradoxien gedacht und die Action live ins ganz Universum gestreamed, Details auf BigBrotherAwards.at. datenschmutz Leser wissen vermutlich, dass die Veranstaltung nix mit Reality-Shows zu tun hat, Zufalls-Besuchern sei an dieser Stelle nochmal deutlich gesagt: der Name bezieht sich auf den "Großen Bruder" aus Georgie Orwells "1984", ausgezeichnet werden Personen, Firmen, Institutionen, die in besonderer Art und Weise Grundsätze des Datenschutzes mit den Füßen getreten haben.
Verständlicherweise bleibt so mancher Preisträger der Veranstaltung eher fern - ich glaub, wenn datenschmutz als übelstes deutschsprachiges Blog nominiert wär, tät ich mir die Trophäe auch nicht persönlich abholen. Bei den ersten BBAs habe ich noch ein bisserl mitgearbeitet und kann kaum glauben, dass seither schon wieder neun Jahre ins Land gezogen sind... die Big Brother Awards haben sich jedenfalls seither zu einer fixen Institution entwickelt. Man kann nur hoffen, dass kein medialer Abnutzungseffekt auftritt, denn zum Besseren hat sich in punkto Datenmissbrauch in den letzten Jahren nix gewendet, ganz im Gegenteil. Hier gibt's die Liste der Preisträger - als persönlich Betroffener find ich die UPC/Nominum Kooperation, bei der aus Domain-Tippfehlern Werbeprofile werden, ganz besonders übel.