Meine Damen und Herrn, das ist die traurige Geschichte von Honzo. Und hätte sich monochrom des einst berühmten Schönbrunn-Bewohners nicht informationell angenommen, würde die Nachwelt vermutlich niemals von diesem abschreckenden Beispiel an Wiener Gemütlichkeit erfahren. Manche sehen Honzo gar als den prototypischen Österreicher schlechthin: Kettenraucher, Alkoholiker und Nazi Opfer, Choleriker und ständig schlecht gelaunt. Dass es sich um einen Schimpansen handelt, tut dem didaktischen wertvollen Inhalt dieses Lehrstücks keinerlei Abbruch.
1952 brachte der Afrika-"Forscher" Ernst Zwilling, ehemaliges Mitglied der NSDAP, einen männlichen Schimpansen von Kamerun in den Wiener Zoo Schönbrunn. In seiner Heimat war "Honzo" ein friedlicher und liebenswerter Zeitgenosse gewesen, doch das raue Wiener Zooklima schlug ihm sofort aufs einstmals sonnige Gemüt: der Affe wurde immer unruhiger und zeigte sich zunehmend von seiner aggressiven Seite - was ihn schließlich in eine Einzelzelle brachte. Dort gab man ihm Zigaretten und Bier, von denen Honzo schnell abhängig wurde. Honzo starb als Alkoholiker und Kettenraucher, die seine sterblichen Überreste wurden sorgsam präpariert und können im Wiener Naturhistorischen Museum begafft werden.
monochrom nimmt "The Life and Times of Chimpanzee Honzo" zum Anlass für eine Gedenkseite:
This page is dedicated to Honzo: the victim, the choleric, the drug abuser. Please send your images (max. width 500 px), videos (YouTube links or such), scanned drawings, whatever! Show us that you care about Honzo and his sad, sad fate! Email us your "Tribute to Honzo".
Einreichungen für die Honzo-Gallerie bitte an honzo [at] monochrom.at - einige beeindruckende Zeit-Affendokumente haben bereits ihren Weg ins Netz gefunden.
Ob der große flugunfähige, einst auf Mauritius ansässige Vogel namens Dodo ein idealer Reisebegleiter und ein gern gesehener Zimmergenosse gewesen wäre, werden wir Weltenbummler nie mehr erfahren - denn erst ist längst ausgestorben. Die Reisecommunity dodo.com dagegen hat das Licht der Globetrotter-Welt ganz frisch erblickt. Die Seite will reisebegeisterter aus und in aller Welt zusammenbringen und lockt zum Start der Beta-Phase mit einem attraktiven Gewinnspiel für Weltreisende in spe.
Neben FlickR existieren mittlerweile zahlreiche Online-Bilddatenbanken - und vermutlich hat so ziemlich jeder Blogger seine Vorlieben. Ein altes chinesisches Sprichwort aber sagt: "Wer spätere Abmahn-Kosten will vermeiden, sollte bei reprofreiem Bildmaterial bleiben." Und genau dafür hat sich bei mir Pixelio bisher bestens bewährt.
Wer hat schon das passende eigene Digitalfoto für jede Situation bereit? Da ein Bild bekanntlich mehr sagt als tausend Worte und bunte Pixel Abwechslung in digitalen Bleiwüsten verschaffen, gilt für Blogs das gleiche wie für jede Zeitung: Bilder verschaffen Aufmerksamkeit und regen zum Lesen des Artikels an. Die Zeit, als man für Pressefotos Bares bei Agenturen einwerfen musste, ist glücklicherweise weitgehend vorüber, denn viele Online-Gallerien bieten die Möglichkeit, gezielt nach sogenannten "reprofreien", also kommerziell verwendbaren, Fotos zu suchen. Ich bin seit längerem großer Fan der deutschen Foto-Community Pixelio. Das hat mehrere Gründe, in erster Linie finde ich allerdings die Profi-Suche sehr gelungen - denn sie erlaubt nicht nur thematische Anfragen, sondern auch die Suche nach bestimmten Größen und Farben.
Weiters finden sich auf Pixelio kaum Amateurfotos aus der Liga "privates Album" - der Profi-Bildanteil ist ausgesprochen hoch. Die erwähnte Profi-Suche erlaubt neben der Eingabe von Schlagwörtern zudem auch die Wahl einer bestimmten Farbe inklusive einer Toleranzschwelle: äußerst praktisch für Designer und Illustratoren, die passende Fotos zu einer bestehenden Farbwelt suchen. Der "Leuchtkasten" fungiert als persönliches Album, die Detailseiten der einzelnen Fotos enthalten neben Informationen über Fotograf, Bildgröße und Lizenztyp auch jeweils das zugehörige EXIF-Histogramm.
Zwar lässt sich die gesamte Sammlung frei durchstöbern, wer Pixelio allerdings ernsthaft nutzen möchte, kommt um die Gratis-Registrierung nicht herum - denn die ist erforderlich, um Fotos in hoher Auflösung herunterladen zu können.
Pixelio unterscheidet zwischen der Freigabe für redaktionelle oder kommerzielle Nutzung. Bei Publikationen, die rechtlich den Status eines (Massen)Mediums genießen, ist die Sache eindeutig - im Fall von Blogs allerdings bezweifle ich, dass die redaktionelle Freigabe in allen Fällen ausreicht, denn die Grenzen zwischen Berichterstattung und Werbung sind Online noch fließender als am Papier.
Ebenfalls zu beachten gilt das sogenannte "erweiterte Bearbeitungsrecht" - gemeint sind damit Bildmanipulationen sinnverändernder Art. Im Gegensatz zu normalen Bildoptimierungsmaßnahmen (z.B. Kontras-Einstellung, Farbbalance etc.) dürfen erweiterte Veränderungen nur bei expliziter Erlaubnis vorgenommen werden:
Das erweiterte Bearbeitungsrecht ist das Recht, das Bildmaterial unter Verwendung analoger, digitaler oder sonstiger Bildbearbeitungsmethoden zu bearbeiten, umzugestalten, zu kürzen, zu teilen, auszuschneiden, mit anderen Produktionen oder Produktionsstellen oder sonstigen Werken und Leistungen zu verbinden.
Mit der Profi-Suche kann das Ergebnis auf die beiden Parameter "kommerzielle Nutzung" und "erweitertes Bearbeitungsrecht" angeben, zusätzlich verlangt Pixelio einen Verweis auf Herkunft und Fotografen-Name:
Der Nutzer hat in für die jeweilige Verwendung üblichen Weise und soweit technisch möglich am Bild selbst oder am Seitenende PIXELIO und den Urheber mit seinem beim Upload des Bildes genannten Fotografennamen bei PIXELIO in folgender Form zu nennen: é Fotografenname / PIXELIO
Bei Nutzung im Internet oder digitalen Medien muss zudem der Hinweis auf PIXELIO in Form eines Links zu www.pixelio.de erfolgen.
Sollte für Blogger kein Problem sein - ob man die Fotocredits direkt unters Bild schreibt oder in einer Fußnote am Ende des Artikels unterbringt, spielt keine Rolle. Wer bei der Bildsuche auf reprofreie Fotos achtet, findet bei Pixelio dennoch eine riesige Auswahl an professionellen Motiven aus allen erdenklichen Themengebieten - und befindet sich in punkto Urheberrecht auf der sicheren Seite.
Riesige Brüste, gierige Münder, nackte Schenkel, leichtbekleidete Frauen in teuren Dessous, internationale Pornostars aus allen Ländern der EU, wilde, unzensierte Sex-Orgien und nicht jugendfreien Schweinekram findet man anderswo: die zwei neuen datenschmutz Galerien sind weitgehend jugendfrei.
Zum einen hab ich die berühmte "offene Kategorie" namens verschiedene Motive angelegt... da drin sind diverse Bilder zu finden, die, wie der Name nahelegt, eben sonst nirgends reinpassen. Also die klassischen Schnappschüsse.
Das Motiv der zweiten Gallerie ist zu furchterregend, um darüber zu schreiben - aber wie Tante Jolesch schon sagte: alles, was ein Mann schöner ist als ein Aff' ist ein Luxus. Der Name der Gallerie: Me, myself and I.